Das erfickte Selbstbewusstsein

In letzter Zeit habe ich mich doch in das eine oder andere Bett sehr netter und vor allem attraktiver Damen verloren. Na klar, warum auch nicht? Sex macht Spaß, wenn beide einigermaßen Können mitbringen umso mehr. Und niemand wird den warmen und feuchten Körper einer attraktiv Frau verwehren, wenn dieser sein Ehrlichstes preis gibt und ihn zu empfangen. Solche Einladungen werden einfach angenommen.

Genau das tut auch gut, vor allem für das eigene Ego. Man sieht sie, man umgarnt sie, man vögelt ihr das Hirn aus dem Schädel. Der Jäger erlegt seine Beute und weiß, dass er erfolgreich ist.

An sich gut. Mir wurde letztens gesagt, dass ich mittlerweile in den letzten Monaten einiges an Selbstbewusstsein angesammelt hab, nicht zuletzt durch zwischenmenschlichen Körpersaftaustausch.

Aber ist es die Erfüllung? Vermutlich habe ich einen enormen Anspruch an die Damenwelt, vielleicht auch überzogene Idealvorstellungen, aber egal, in was, pardon in wen, ich penetriert habe, so wurde bei jedem Stoß doch eines klarer:

Lieber Kandidat, nun musst du dich entscheiden. Willst du Kandidatin eins, mit ihren vollen Blaselippen und der samtweichen Haut? Oder Kandidatin zwei, mit der Fähigkeit, ihre Gliedmaßen in sämtliche Himmelsrichtungen zu drehen? Oder soll es doch Kandidatin drei sein, die dich mit ihren weiblichen Proportionen und ihrem Blick zur mächtigsten Errektion bringt, die du je bekommen hast?

Äh sry, nee lass ma.

Es erfüllt einfach nicht. Natürlich ist es befriedigend, sich in einer Frau zu ergeben, aber nur für den Moment. Wie Drogen. Ein kurzer Fickhöhenflug und dann der Fall auf den harten Boden des Lattenrostes.

Auch wurde mir bescheinigt, dass ich in letzter Zeit flirten würde, als gäbe es kein Morgen mehr. Tu ich das? Ich bin ich, ich liebe Frauen, ich zeige es ihnen. Frauen sind großartig und ich bin der Meinung, wenn eine Dame besonders aufreizend und gut aussieht, ihren Körper so ins Spiel wirft, dass mir schon ganz schwindelig wird (was vermutlich auch am fehlendem Blut im Kopf liegen mag), dann darf ich ihr auch sagen, dass ich sie gern von oben bis unten ablecken möchte. Das sollte das Mindeste sein. Komplimente gehören ausgesprochen und wenn sie nebenbei noch in ihr Bett und zwischen ihre Schenkel führen – why not?

Was will ich mit diesem ganzen Geschwandroniere sagen?

Im Land der Tagträumer spielt die Zeit einem einen Streich. An einem Tag träumt man vor sich hin und an einem anderen Tag ist der Traum wahr geworden. Es war die allerschönste Zeit. Wenn mir das doch nur jemand gesagt hätte. Es wurden Fehler gemacht, Herzen gebrochen und herbe Lektionen gelernt. Sie lebt ohne mich weiter, während ich in einem Meer aus nutzlosen Muschis ersaufe. Es gibt Dinge, die ich gebacken kriegen muss. Die Uhr tickt.

PS: ich entschuldige mich für den kurzen Ausflug in den persönlichen Bereich.

Über Martin

Martin
Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert. Alle Beiträge von Martin ansehen.

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