Echoes of war

Eigentlich hab ich meine Oma ja ganz gerne – wie sich das eben mit Omas so verhält. Die sind immer lieb, bekochen und betüdeln einen von oben bis unten und manchmal gibt’s auch noch ne Mark für’n Eis. Omas eben. Schlimm wirds nur, wenn Omas von früher erzählen. Krieg und Schule und alles immer das ganze Jahr durch. Ich kann schon gar nicht mehr zusammenrechnen, wie viel Kilometer die früher Barfuss zur Schule gehen mussten. Der Schnee lag zwischen 2 und 30 Meter hoch, es gab nur kurze Hosen und zum Mittag Brennesselwurst auf Brennesselbrot und oben drauf eine Scheibe Brennesseltomate. Manch einer jagte sogar Katzen und startete damit einen Trend in Asien … ok, es wird albern, aber ihr wisst was ich meine. Irgendwann hat man die Nase einfach voll von dem Thema.

Dabei ist das eigentlich ein wenig schade, denn woraus sollen wir (also ihr, die Menschheit und halt ich) sonst lernen, wenn nicht aus unserer eigenen Geschichte. Vieles muss man sich doch erstmal wieder vor Augen führen und in Erinnerung rufen, um es auch so zu schätzen, wie es das eben verdient hat. Internet allein schon. Kann sich doch heute keiner mehr vorstellen, wie es ohne den ganzen Mist wäre. Als wir das erste Mal zu Hause Internet hatten, gab es noch Grenzen – da kamen Fehlermeldungen zu einfachsten Begriffen, die Seiten gab es schlichtweg nicht. Heute fast schon unvorstellbar.

Sergei Larenkov ist Fotograf und hat sich einmal die Mühe gemacht und die Gegensätze in seinen Bildern verschmelzen lassen. Für die Doofen: Alte Fotos und neue Fotos aus der Gegenwart zusammengefügt. Herausgekommen sind sehr sehenswerte Bilder mit ganz eigenem Charakter – und das ganz ohne den Nervfaktor, den ihr sonst bei euren Omas erlebt. Bei meiner gibts das nicht, is ja schließlich meine Oma. Aber seht selbst:

Echoes of war

Echoes of war

Echoes of war

Den Rest gibts gewaschen und gebügelt in der Gallery:

[via und noch mehr Bilder]

Über Martin

Martin
Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert. Alle Beiträge von Martin ansehen.

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