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Es wird Zeit für den #Mobilwandel – Und mehr Lebensqualität

Es wird Zeit für den #Mobilwandel - Und mehr Lebensqualität

Wenn ein Bundesministerium eine Aktion im Internet startet, dann ist das immer so eine Sache – der Ritt auf der Rasierklinge zwischen „wir wollen mit der Zeit gehen“ und der typischen Steifigkeit, die man mit der Politik ohnehin schon in Verbindung bringt. Oder um es anders zu formulieren: es gibt nur sehr, sehr wenige Beispiele, wo die Politik das Internet für sich auf unterhaltsame und dadurch auch nachhaltige Weise hinter sich bringen konnte. Eigentlich sehr schade, schließlich könnte beides so gut miteinander funktionieren.

Aber man muss der Politik zumindest zum Teil zu Gute halten: sie versuchen es und sie versuchen auch tatsächlich, Städte, unser Land und unser Leben besser zu machen. Dass das bei der Vielzahl an Charakteren und unterschiedlichen Facetten nicht einfach ist, kann sich jeder denken. Insofern darf und muss man dieser Sysyphus-Arbeit auch mal ein wenig Respekt zollen.

Das Bundesumweltministerium – oder wie es korrekt heißt Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit – wagt nun mal wieder den Schritt ins Internet und macht mit einer größeren Kampagne auf ein dann doch recht wichtiges Thema aufmerksam: Mobilität, vor allem in der Stadt.

Gerade wir Hamburger sind in Sachen Stau im Auto in der Stadt mehr als geplagt. Ich hab das gestern erst wieder gemerkt, als ich Line von der Arbeit abgeholt hab – statt der üblichen 15 Minuten bis zu ihr sind es direkt mal 40 Minuten geworden und das nicht etwa wegen einem Umweg, „der wirklich schneller geht, ich schwör“ oder weil ich einfach nur Bock hatte, lediglich im 2 Gang zu ihr zu fahren. Stop and Go war schon das höchste der Gefühle. So ein Stau nervt aber nicht nur beim Zeitfaktor, sondern belastet die Umwelt auch erheblich. Natürlich fallen einem allen voran die dabei ausgestoßenen Abgase ein, aber auch der dauerhafte Lärm und Stress sind alles andere als gesund.

Mit der neuen Kampagne möchte das Ministerium, dass im Übrigen abgekürzt den wunderbaren Namen BMUB trägt, den Mobilwandel mehr Aufmerksamkeit schenken und auch in gewisser Weise verstärkt anstoßen. Dabei geht es nicht darum, dass wir nun gänzlich auf das eigene Auto verzichten sollen, aber mehr Offenheit für Alternativen wäre wünschenswert. So gibt es zum Beispiel mittlerweile in vielen Städten die Möglichkeit des Car-Sharings (ich hab neulich sogar von einer Variante erfahren, bei der das eigene Auto mit anderen geteilt wird), genauso sind natürlich bei entsprechendem Ausbau die öffentlichen Verkehrsmittel immer einen Besuch wert und oftmals schneller. Und wenn das Wetter mitspielt, kann es auch nicht schaden, mal zum eigenen Rad zu greifen – sogar die eigene Gesundheit wird es euch danken.

Beim Thema Rad kommt es aber natürlich auch darauf an, dass die entsprechenden Radwege grundsätzlich vorhanden und ebenso vernünftig ausgebaut sind. Hamburg macht hier schon einen einigermaßen guten Job, aber ich kenne auch Ecken, wo das Radfahren tatsächlich sehr nah an einer Lebensverkürzung rankommt:

Grundsätzlich ist finde ich das, worauf das BMUB hier aufmerksam macht und anspricht, natürlich sehr gut und nachvollziehbar. Aber man muss auch ehrlich sagen – und das ist eben auch ein Punkt, den man der Politik ankreiden muss, nur darüber sprechen und punktuell hier und da mal was machen, das reicht halt einfach nicht. Klar, es braucht alles seine Zeit, aber wenn es nach mir geht, darf das gern schneller gehen, schließlich profitieren am Ende alle davon. Immerhin, die ersten Schritte sind gemacht und eine Auseinandersetzung auch mit diesem Thema kann absolut nicht schaden.

Dazu gibt es auch eine eigene Seite, natürlich mit zahlreichen Informationen, aber auch interaktiven Elementen. Da wären zum Beispiel ein 360°-Video, dass ein mögliches Vorher-Nachher-Szenario zeigt oder auch ein Banner, in dem man spielerisch aktiv werden kann. Fand ich jetzt ein bisschen kurz, aber ey: Spielen! Und natürlich werden auch die ersten Leuchtturm-Projekte vorgestellt sowie Förderprogramme gezeigt. Kann man sich ruhig mal anschauen. Ansonsten wären da auch noch für die Generation Youtube ein Kanal mit weiteren gar nicht mal so unlustigen Videos und Facebook fehlt natürlich auch nicht.

[mit freundlicher Unterstützung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit]

Über Martin

Martin
Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert. Alle Beiträge von Martin ansehen.

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