Eine „Huldigung“ an die Handelskammer

Gestern hab ich doch tatsächlich mal eine positive Erfahrung mit der Handelskammer gemacht, wer hätte das gedacht?

Los ging alles Anfang des Jahres, nachdem ich meinen Ausbildungsbetrieb gewechselt habe. Ursprünglich sollte ich am 31.07.2010 mit der Ausbildung fertig werden. Das war mir dann doch 6 Monate zu lang und warum nicht das Recht wahrnehmen und nochmal um 6 Monate verkürzen. Also Antrag fertig gemacht und per Post hingeschrieben. Eine Woche verging. Noch eine. Und noch eine. Merkwürdig, also einfach mal eine E-Mail hinschreiben und nachfragen, was denn jetzt los sei.

Die Antwort war ernüchternd und hatte inhaltlich zusammengefasst folgende Aussage: bei uns kam nichts an. NA SUPER! (heimlich vermute ich, dass natürlich etwas ankam, aber es im Hause einfach verloren ging). Ok, also nochmal Antrag fertig machen und PERSÖNLICH vorbeibringen.

Auch dieses Zusammentreffen war ernüchternd, da der wehrte Herr nicht verstanden hab, dass ich vor dem Betriebswechsel bereits 1 Jahr Ausbildung rum hatte. Nun, er ließ sich davon auch nicht abbringen, hat mich selber schon bis unter die Zimmerdecke verwirrt. Das Ergebnis war dann, dass ich nach den Sommerferien einen Antrag auf vorzeitige Prüfung stellen solle, das Ergebnis sei das gleiche. Na ok, dann eben NACH den Sommerferien.

Als ich nun vor gut 3 Wochen ein wenig auf der Handelskammerseite rumgesurft bin, stach mir doch etwas merkwürdiges ins Auge. Auf der Seite zur Prüfung stand merkwürdigerweise, dass der Anmeldeschluss für die Prüfung der 27.08 sei. Hmmmmmmm – ich soll den Antrag nach den Sommerferien stellen, die bis September gehen und Anmeldeschluss ist der 27.08? Das ist ja witzig -.-

Also wieder eine E-Mail hingeschrieben. Die Antwort war dann doch etwas fröhlicher, ich solle doch einfach den Antrag so schnell wie möglich mit meinem Berichtsheft einreichen, dann läuft das schon.

Ok. Dann mal 8 Monate Berichtsheft nachtragen und mit besagtem Antrag hin zur Handelskammer und ab in die Abteilung für Ausbildung. Die gute Frau schien ein WENIG durch den Wind zu sein, mit Freundlichkeit war sie jedenfalls nicht gesegnet … („Das geht nicht, das müssen sie 8 Wochen vorher einreichen, das ist jetzt alles zu spät“ – „Aber ich hab doch mit Frau B. gemailt, die meinte das geht“ – „Die bearbeitet das nicht, die hat keine Ahnung davon“ – „Darf ich das dann mit ihr klären?“)

Nun, also direkt zu Frau B. hin, mit der ich bereits Mails ausgetauscht hab. Gott sei Dank nicht so eine Hexe wie aus der Abteilung. Recht unbürokratisch nochmal alles geschildert, neuen Antrag auf gemeinsame Verkürzung mitbekommen (den ich bereits Anfang des Jahres einreichen wollte, aber ging ja angeblich nicht), den wieder unterschrieben am Freitag eingereicht … 10 Minuten gewartet und schon hatte Frau B. die Bestätigung für mich in der Hand.

Was ein K(r)ampf. Ich weiß ja nicht, was die für Dienstwege da haben, aber sämtlicher Kontakt war bisher alles andere als erfreulich. Gott sei Dank gibts dann vereinzelt doch noch Menschen wie Frau B. („Das is mir doch egal, was für ein Datum da auf ihrem Antrag steht, ich genehmige das und gut ist“), die von Bürokratie mal gar nichts halten und einfach ihre Arbeit im Sinne der Azubis machen.

Die Hoffnung stirbt zuletzt, meine hat dieses Mal noch überlebt.

PS: Noch eine Nachricht Richtung Handelskammer: Überprüft mal eure Kommunikation, es nervt wenn JEDER was anderes erzählt …

In diesem Sinne
Bless

Über Martin

Martin
Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert. Alle Beiträge von Martin ansehen.

Sag was dazu!

Kürzlich