Games – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Tue, 02 Mar 2021 07:04:59 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.6.2 Definitley Not Fried Chicken – Ein bisschen Breaking Bad für Zuhause https://www.wihel.de/definitley-not-fried-chicken-ein-bisschen-breaking-bad-fuer-zuhause/ https://www.wihel.de/definitley-not-fried-chicken-ein-bisschen-breaking-bad-fuer-zuhause/#comments Wed, 03 Mar 2021 07:10:00 +0000 https://www.wihel.de/?p=111371 Definitley Not Fried Chicken – Ein bisschen Breaking Bad für Zuhause | Games | Was is hier eigentlich los?

Nachdem ich vor ein paar Wochen sehr erfolgreich meine Streaming-Karriere gestartet hab (2 Follower – wooohooo!!!!), ist es in letzter Zeit ein bisschen ruhiger auf meinem Twitch-Kanal geworden.

Zum einen glaube ich noch immer, dass ich da nicht wirklich was verloren hab, weil ich halt wirklich nicht gut vor mich hindaddel, zum anderen ist das durch mein Setup mit der Playstation nicht wirklich interaktiv. Und mit fremden Leuten reden … das ist jetzt auch nicht so meins. Aber hin und wieder sehen sich das Leute an, somit ist der damit verbundene Reichtum nur eine Frage der Zeit, genauso wie die Tattoos im Gesicht.

Weiterer Grund für die Ruhe: Ich hab eigentlich Ghost Recon durch, zumindest was den Hauptboss angeht. Keine Ahnung, warum man nur 50% des Spiels durchspielen muss, damit man die finale Mission starten kann, aber mittlerweile daddel ich das nur noch aus Alman-Gründen (man muss ja beenden, was man angefangen hat) und mangels Alternativen.

Aus lauter Verzweiflung (und weil es günstige Angebote gab) hab ich nun auch mal in Control und Beyond: Two Souls reingeschaut … aber so richtig kann ich mich damit noch nicht anfreunden. Dafür macht der Kampf gegen Drogenkartelle und deren Bosse einfach noch zu viel Spaß und auf derlei story-starke Spiele muss man ja auch erstmal Bock haben und Zeit investieren wollen. Das ist nach einem anstrengenden Arbeitstag eher schwierig.

Vielleicht klappt aber der Sprung zu „Definitely Not Fried Chicken“. Das bringt nicht nur eine gehörige Portion Breaking Bad zurück in die heimischen 4 Wände, sondern auch zwei Wirtschaftssimulationen in einem Spiel. Denn neben dem Betrieb eines Restaurants ist das eigentliche Ziel, dass genau das nur als Tarnung benutzt wird, um sein Drogengeschäft im großen Stil aufzuziehen.

Klingt ehrlich gesagt erstmal wieder stressig, aber auch recht witzig – zumal das ja bei Breaking Bads Gus Fring auch recht gut funktioniert hat:

  • Baue dein Drogenimperium aus dem Nichts auf, verkaufe Marihuana, Kokain, Methamphetamin und andere Waren.
  • Kümmere dich gleichermaßen um dein illegales Drogengeschäft und um deine „legalen“ Unternehmen.
  • Baue die Gebäude für dein Drogengeschäft sowie deine anderen Unternehmen und individualisiere sie.
  • Verbessere deine Ausstattung und die Ausrüstung deines Personals für bessere Produkte und mehr Profit.
  • Gestalte dein Imperium, von Brathähnchen-Restaurants über Waschsalons bis hin zu Nachtclubs.
  • Verwalte deine Belegschaft, stelle Personen ein oder feuere sie, kümmere dich um ihre Wünsche und Bedürfnisse, damit sie gute Arbeit leisten.

Auf Steam kann man sich das Spiel immerhin schon mal auf die eigene Wunschliste setzen und als Veröffentlichungsdatum wird auch noch 2021 angegeben – mit etwas Glück dauert es also nicht mehr lang, bis wir selbst zum Kartellboss aufsteigen können. Bleibt nur zu hoffen, dass dann nicht so ein Idiot wie ich daher kommt und alles in Schutt und Asche legt. Schon gar nicht für zwei Follower auf Twitch.

Als ich vor ein paar Wochen Assassins Creed Valhalla durchgespielt hab, war er wieder da – dieser Moment, in dem einem klar wird, dass man wieder ganz viel Zeit zurück gewonnen hat, aber gar nicht direkt weiß, was man damit anfangen soll. Natürlich muss ein neues Spiel her, aber die Frage ist ja immer, welches. Schließlich ist das am besten genauso fesselnd wie das vorhergehende und am besten hat es auch ein ähnliches Spielprinzip, schließlich will sich ja keiner direkt wieder komplett umgewöhnen müssen.

Letztendlich hab ich dann ein paar Spiele ausprobiert, bin jetzt aber erstmal bei Ghost Recon Wildlands hängen geblieben. Storytechnisch natürlich eher so la la, aber für eine schnelle Runde nach Feierabend ist es ganz gut geeignet und wer freut sich nicht, wenn er die Welt ein wenig von Drogendealern befreit? Eben.

Worauf ich aber auch mal wieder Lust hätte: Irgendeine Wirtschaftssimulation mit perfektem Schwierigkeitsgrad. So ein Spiel, dass man eine halbe Stunde spielen kann oder auch beinahe zwei Tage am Stück. So ein bisschen wie Anno 1602 damals, dass mal richtig gemütlich war oder auch schon in Hektik ausarten konnte. Hach, was war das schön.

Ganz vielleicht könnte hier Festival Tycoon einspringen, zumindest gefällt mir schon mal, dass es ein Szenario wählt, dass bisher noch keiner beackert hat. Kein Krankenhaus, dass geführt werden will, kein Pizza-Restaurant, kein Vergnügungspark – stattdessen muss man Festivals organisieren.

Klar, am Ende geht es auch nur darum, dass man möglichst viel Geld verdient und auch grafisch ist das jetzt nichts, was einem vom Hocker reißt – aber gerade nach dem Festival-armen Jahr 2020 und der scheinbaren Fortsetzung in diesem Jahr gewinnt das Spiel gleich noch mal ganz ohne Zutun an Attraktivität.

Create and manage your own music festival empire. Book bands, setup stages, organize your line-up, layout tents and portaloos, roll out the food trucks and build your festival’s reputation to appease sponsors and earn big bucks 💰

Auf Steam kann man sich das Spiel schon mal auf die eigene Wunschliste packen und wenn alles glatt läuft, können wir sogar noch dieses Jahr unsere eigenen Festivals organisieren. Zwar nur ein kleiner Trost, aber besser als gar nichts oder?

Der Among Us-Hype hat bei mir wieder stark abgenommen, was an mehreren Gründen liegt: Zum einen ist es halt schon sehr fies, dass das Ziel des Spiels eigentlich ist, dass man lügt oder sich irgendwelchen Behauptungen erwehren muss. Als Team-Maßnahme absolut ungeeignet und auch wenn wir innerhalb des Teams viel Spaß hatten – ich hatte durchaus schlimme Gedanken, was wäre, wenn Kollege XY mich jetzt tatsächlich belügt?

Zweiter Grund: Ich bin als Imposter wirklich sehr schlecht. Klar, ich könnte diverse Strategien und Taktiken lesen und mich daran halten … aber das hat ja dann auch schon wieder weniger mit Spaß zu tun. Ich will ja nicht erst studieren müssen, nur um ein bisschen Spaß zu haben und eben nicht nachdenken zu müssen.

Dritter Grund: Läuft es schlecht, ist man die ganze Zeit eigentlich nur damit beschäftigt, auf die nächste Runde zu warten – nämlich immer dann, wenn man als einer der ersten um die Ecke gebracht wird.

Und vierter und zunächst letzter Grund: Ich hab keine Freunde und finde daher niemanden, der mit mir spielt. Das in Verbindung mit dem ersten Grund … es ist ein Teufelskreis.

Als Ausrede eignet sich aber auch ganz gut, dass wir in der Regel die Versionen spielen, die man nicht modden kann, was dann auf Dauer auch ein bisschen langweilig wird – zumindest wenn man weiß, was alles möglich ist. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Variante, in der nicht nur 100 Spieler zusammen spielen können (was ja an sich schon großartig klingt), sondern auch alle Imposter sind und das Ziel nun ist, einfach zu überleben? Das macht aus Among Us mehr oder weniger ein völlig neues Spiel, das zumindest zeitweise nach jeder Menge Spaß aussieht:

So wirklich eine offizielle Quelle für diesen Mod (oder auch andere) hab ich auf die Schnelle nicht finden können, aber scheinbar ist diese Seite hier ein ganz okayer Anlaufpunkt. Im Zweifel einfach mal selbst ein bisschen googeln.

Wann immer ich ein Spiel mehr oder weniger durchgespielt hab (in der Regel also die Hauptstory zu Ende ist), beschleicht mich diese Leere. Was soll ich nun mit mir anfangen, wenn die Arbeit vorbei ist und ich normalerweise die Konsole anschmeißen würde? Wird es überhaupt wieder ein Spiel geben, dass mich so sehr fesselt, wie das vorhergehende? Oder lohnt es vielleicht doch, die ganzen Nebenquests zu machen, die eigentlich dabei helfen sollen, die Hauptstory zu erleichtern und die nun mehr oder weniger ihre Daseinsberechtigung verloren haben?

Genau das geht gerade in meinem Kopf vor, denn ich hab Assassins Creed Valhalla durchgespielt. Eigentlich hätte mir das schon eher passieren müssen, weil ich vorher auch noch Watch Dogs Legion beendet hab, aber da kam eben Valhalla direkt im Anschluss, sodass ich lediglich das Spiel wechseln müsste.

Könnte ich nun auch mit Cyberpunkt machen und irgendwie ist auch The Witcher noch mal auf der Platte gelandet … aber bisher haben mich beide Spiele nicht gefesselt. Die Steuerung bei The Witcher ist halt gänzlich anders im Vergleich zu Watchdogs und Valhalla und Cyberpunk … ist halt `ne Nummer für sich. Diese Ego-Perspektive ist schon eine heftige Umstellung, dazu die Bugs, die auf der Konsolenversion ja mittlerweile mehr als bekannt sind … es ist gerade alles etwas schwierig.

Und so wirklich hilft da das Spiel von Max Garkavyy auch nicht. Grafisch kann es mit den genannten Titeln nicht mithalten, was aber auch nicht verwundert, wenn da nur ein Mensch dran gearbeitet hat, aber auch die Spielzeit ist mit wenigen Minuten relativ kurz gefasst.

Auf der anderen Seite: Es gibt keine Bugs und man kann 2020 noch mal spielerisch erleben – würde mich nicht wundern, wenn das einer der absoluten Horror-Klassiker der Videogame-Geschichte wird, bei dem Setting führt da eigentlich kein Weg vorbei:

2020 the Game – A Fun Little Bite Sized Video Game Recap of the Godawful Hellscape that Was 2020!

Wer auch gern mal spielen möchte, kann das hier tun – das Video hat aber eigentlich schon alles verraten, was man so machen kann. Ich find’s dennoch nett.

Gefühlt ist die Hitman-Reihe genauso alt wie ich, zumindest kann ich mich nicht mehr daran erinnern, wann ich das erste Mal über den ersten Teil gestolpert bin. Und doch hat mich die Reihe auch nie so sehr in seinen Bann ziehen können, wie es zum Beispiel GTA, Red Dead Redemption oder andere Titel gezogen haben, die ebenfalls für maximale spielerische Freiheit stehen.

Ein Grund könnte sein, dass es die zwar gab, aber eben doch in einigermaßen engen Grenzen, vielleicht ist es aber auch einfach die fehlende Abwechslung, denn am Ende geht es ja einfach nur darum, Zielpersonen unter die Erde zu bringen.

Oder – und da bin ich einfach ehrlich – die teils sehr kniffligen Rätsel und Abläufe, damit man auch wirklich unentdeckt seinen Auftrag erfüllen kann. Ich hab mich jedenfalls immer relativ schnell „mittendrin“ wiedergefunden, weil dann doch irgendwas eine Sekunde zu spät passiert ist, ich irgendwas übersehen hab oder einfach nur zu ungeduldig war.

Auf der anderen Seite: Die Reihe hat es eigentlich immer geschafft, dass ich mir den jeweils neuesten Titel zumindest mal angesehen und auch anfänglich Bock drauf hatte. Weil … so ein bisschen Auftragsmörder sein, viel Geld verdienen und dabei unerkannt vielleicht die Welt retten … das hat doch auch was. Gibt ja schließlich Gründe, warum James Bond so beliebt ist.

Ende Januar wird es nun den dritten Titel von Hitman geben, der natürlich auch wieder viel besser ist als sein Vorgänger – nachfolgend gibt es dann auch direkt ein paar erste Eindrücke vom Gameplay:

The World of Assassination is on the brink… Prepare to master the art of assassination with new gameplay features and items in HITMAN 3

Wie immer: Sieht gut aus, macht Bock auf mehr – fraglich dennoch, ob ich dieses Mal länger dran bleibe. Ein bisschen wünschen würd ich es mir ja.

Ich bin ja großer Fan von Simulationen, besonders von den ganz langweiligen, wie „Bus fahren“ und auch den einen oder anderen Landwirtschaftssimulator findet man in meiner digitalen Spielesammlung. Suchen muss man hingegen irgendwelche Flugsimulatoren und auch Züge habe ich zwar mal ausprobiert, aber irgendwie haben die mich nicht so wirklich gefangen nehmen können.

Eine Erklärung hab ich dafür nicht und muss auch zugeben, dass die Lust auf die Simulatoren immer nur sehr phasenweise kommt – denn so ein Simulator bringt es leider auch mit, dass er immer versucht recht nah an die Realität zu kommen. Und stundenlang einen Bus durch die Gegend zu fahren oder in Reihen ein Feld zu bestellen … das wird halt dann doch auch irgendwann langweilig, scheint fast so, als könnte man den Übeln der Realität einfach nicht entkommen.

Und das ist halt auch ein wichtiger Punkt und vielleicht der Grund, warum ich mich von Bahn und Flugzeug fernhalte: Es darf halt nicht zu realistisch sein. Wenn ich mich erst durch Kiloweise Handbücher wühlen und diverse (technische) Abläufe studiert haben muss, um überhaupt mal starten zu können … das bringt ja auch keinen Spaß. Ich daddel ja schließlich noch immer, um mich zu entspannen und nicht einen Job auszuführen, der a) niemandem hilft und b) nicht entlohnt wird (wehe, einer sagt jetzt, dass ich dann auch mit dem Bloggen aufhören kann).

Wie realistisch die nachfolgende Fahrt für Louise Cook ist, kann ich nicht beurteilen, handelt es sich doch hier in erster Linie um ein einfaches Rennspiel – dafür aber ist ihr Setup absolut sehenswert. Genauso wie die Performance, die Cook dann auch hinlegt:

Driving the Subaru WRC 2001 on the Bidno Moorland Reverse stage in Wales. Replay at the end :o)

Falls der eine oder andere sich die Zeit Zuhause nehmen und den Bums nachbauen will: Bei dem Spiel handelt es sich um Dirt: Rally 2.0 und diese verrückte Handbremse gibt inkl. USB-Anschluss auch einfach frei zu kaufen.

Mittlerweile hab ich dann auch mal mit dem neuen Teil von Assassin’s Creed angefangen und bin natürlich einigermaßen davon angetan. Dabei ist mir aber auch aufgefallen, dass ich jedes Mal doch recht zögerlich agiere.

Erschwert wurde der Beginn allein schon dadurch, dass der Veröffentlichungstag so fiel, dass ich noch mit Watch Dogs Legion beschäftigt war. Finde es ohnehin eine Frechheit, dass da nicht smarter mit den Veröffentlichungen agiert wird. Klar, Weihnachtsgeschäft und so – aber dass dermaßen viele gute A-Titel in kurzer Zeit hintereinander veröffentlicht werden, stellt hoffentlich nicht nur mich vor zeitliche Probleme.

Watch Dogs ist mittlerweile so gut wie durch, zumindest was die Haupthandlung angeht und seit ein paar Tagen bin ich nun in Englaland unterwegs. Der Anfang war wieder eher meh, weil man sich doch an eine zwar leicht aber eben doch in einigen Aspekten deutlich geänderte Steuerung reinfuchsen muss. Ausweichen und Blocken will wieder mehr geübt werden, darüber hinaus scheint die Spielwelt und vor allem die Anzahl an Aufgaben noch mal ordentlich angewachsen zu sein. Ich bin zumindest aktuell hart überwältigt und weiß gar nicht, welche Quest ich als nächstes ignorieren soll.

Dazu ein Fähigkeiten-Baum, der zwar einiges an Freiraum vermuten lässt, aber aus meiner aktuellen Sicht unnötig komplex zusammengeschustert wurde. Dazu natürlich der Aspekt des Siedlungsausbaus und irgendwelchen Kram soll man auch noch des Sammelns wegen sammeln.

Kurzum, das Spiel wird richtig viel Zeit fressen, was ja auf der anderen Seite auch schon wieder cool ist, wenn man bedenkt, was die Spiele heutzutage kosten. Außerdem macht das Wikinger-Dasein überraschend mehr Spaß als gedacht.

Noch mehr Zeit geht dann noch drauf, wenn man mal auf die ganzen Details achtet, die die Entwickler in das Spiel gebaut haben. Knightz hat sich die Mühe gemacht und mal 30 davon in ein Video gepackt und ich würde meinen nicht vorhandenen Wikinger-Bart verwetten, dass die Mehrzahl kaum jemandem aufgefallen ist:

Here’s 20 Small Details in Assassin’s Creed Valhalla… As expected Assassin’s Creed has returned and its full of detail, some new & some old, with this said here’s Part 1 :)

Here’s 10 More Small Details in Assassin’s Creed Valhalla… Like I said in the previous video with the return of AC comes a whole bunch of detail and so here I’m bringing you another 10 cool details in Assassin’s Creed Valhalla.

Der Tag braucht jetzt wirklich mal mehr als 24 Stunden – wie sonst soll man denn die erforderliche Spielzeit neben all dem anderen unnötigen Kram (Atmen, Essen, Leben, …) noch unter einen Hut bringen?

Mittlerweile sind ja die meisten Geheimnisse um die PS5 seit letzter Woche gelüftet. Wir wissen endlich, wann sie kommt und wie viel die beiden Varianten kosten werden und ich sag mal so: Wie beim Apple-Event bin ich ein wenig unterwältigt, kann aber auch gar nicht sagen, warum genau. So wirkliche Erwartungen hatte ich nicht, viel mehr wurde alles mehr oder weniger bestätigt, aber irgendwie hofft man ja doch noch auf die eine oder andere Überraschung.

Witzigerweise habe ich am nächsten Morgen (wer bleibt denn bitte für eine Spielekonsole bis 22 Uhr auf?) kurz gecheckt, wie das mit Bestellungen aussieht und hatte auch die Gelegenheit, sie direkt zu ordern … aber mit dem Alter kommt auch die Vernunft. Und so lange ich nicht wirklich weiß, wie das mit der Abwärtskompatibilität aussieht, möchte ich nicht mal eben so 500€ ausgeben (ja, ich weiß, 99% sollen laufen, aber bei irgendwas um die 4.000 Spiele bleiben noch immer 40 über, die nicht laufen und bei meinem Glück sind es genau meine 40 …)

Mittlerweile kommt man aber auch erstmal nicht an die Konsole ran, was zwar schade ist, aber der Vernunft und vor allem dem Geldbeutel zuträglich. Also heißt es weiter abwarten auf die ersten Testberichte und gucken, was die Zeit mit sich bringt.

Und wenn wir beim Gucken sind, dann gucken wir uns einfach so lange den neun Gameplay-Trailer zum kommenden Spider-Man-Spiel an. Denn das sieht nach wie vor sehr gut aus und macht Bock auf mehr – war aber auch zu erwarten, nachdem man mit dem letzten Spiel schon viel richtig gemacht hat:

Experience the rise of Miles Morales in this gameplay sequence captured on PlayStation 5. Coming Holiday 2020.

Außerdem hab ich schon abgeklärt, dass die Frau des Hauses heiß auf das kommende Hogwarts-Spiel ist. Insofern stellt sich nicht mehr wirklich die Frage ob, sondern wann wir die Konsole kaufen – vorausgesetzt, die angesprochene Abwärtskompatibilität macht mir keinen Strich durch die Rechnung.

Es klingt von vornherein schon maximal absurd, denn das Auspacken von Umzugskartons ist in erster Linie anstrengend und nervig, aber ganz bestimmt nicht entspannend. Behaupte ich jetzt einfach mal, denn es gibt nicht viel, dass ich mehr hasse als umzuziehen. Ohnehin ist mein Traum, irgendwann mal einen dieser Services zu nutzen, bei denen man morgens die alte Wohnung verlässt und abends in die neue Wohnung geht und irgendwer alles aufgebaut und eingeräumt hat. Dürfte auch nervig zu organisieren sein, aber der Umzugstag selbst dürfte unfassbar gut sein.

Und bestimmt gibt es auch so wirklich kranke Menschen, die daran Spaß haben und es geil finden, Kartons zu schleppen, alles ein- und wieder auszupacken und am liebsten den Tag über nichts anderes machen, bis sie endlich das perfekte Feng Shui gefunden haben. Es gibt sehr viel kranke Menschen auf der Welt, aber das sind mit die Schlimmsten.

Tatsächlich kann das aber wirklich recht entspannend sein, wenn man den ganzen Nervkram einfach mal weg lässt. Keine Kisten, die in den dritten Stock geschleppt werden wollen, keine übertriebene Vorsicht, damit das Kristallglas nicht kaputt geht und auch keine Berge von Zeitungspapier, die man über Wochen gesammelt hat und nun entsorgen muss.

Stattdessen ein paar Mausklicks und der Fokus auf das Wichtigste: Die richtige Anordnung und die perfekte Konstellation zwischen Gadgets und Deko, bis es nicht nur praktisch, sondern auch schön angeordnet ist.

Genau das bekommt man beim Indie-Game „Unpacking“. Die Demo kann man sich bei Steam bereits herunterladen, das vollwertige Spiel wird es wohl ab 2021 geben und muss dahin auf eurer Wunschliste verharren.

Wer Angst vor Demos hat, kann sich gern vorab den Spieltrailer anschauen – der bringt aber die Spannung und den Nervenkitzel des Spiels nur bedingt rüber:

Unpacking is a zen puzzle game about the familiar experience of pulling possessions out of boxes and fitting them into a new home.

Mehr Infos gibt es natürlich am besten direkt bei Steam.

Hier und da hatte ich es schon angerissen und ich kann es auch nicht so richtig glauben, dass ich es schreibe, aber so ein bisschen vermiss ich das verreisen. Jap, das fühlt sich sehr komisch an, aber immer wenn mein Bildschirmschoner loslegt und virtuell über die Themse in London fliegt denk ich mir, dass es schon schade ist, dass wir da dieses Jahr gar nicht hin können und wohl auch in den nächsten Jahren nicht – Corona und Brexit sei Dank. So fremd und strange die erste Reise vor ein paar Jahren dorthin auch war, durch die darauffolgenden Male hat man die Stadt dann doch mögen gelernt, gerade weil man einigermaßen schnell da ist (und es sich schon sehr vertraut anfühlt, wenn man dort am Flughafen noch zu viel Zeit hat, den Süßigkeitenladen plündert und noch ein letztes Mal das „Fastfood“ dort genießt, was einfach drölfmillionen Mal besser ist als das Fastfood, dass wir hier kennen.

So einen richtigen Langstreckenflug hab ich allerdings noch nicht mitgemacht, wäre wohl aber dieses Jahr in unseren Flitterwochen gekommen. Die hoffentlich ausfallen, denn ehrlicherweise will keiner von uns aktuell in die USA fliegen – da ist es noch mal eine ganze Ecke abgefahrener als bei uns.

Dank dem Airplane Mode – dem wohl realistischsten Flugsimulator für Flugpassagiere – muss ich auf diese Erfahrung aber nicht verzichten, denn in dem Spiel passiert genau das: man sitzt als Gast im Flugzeug und kann einen 6-stündigen Flug erleben. Heiß also mehr oder weniger: Sitzen, gucken, Knöpfe drücken, schlechte Filme sehen, das Essen genießen und durch das Boardmagazin blättern …

Airplane Mode delivers all the thrills of a real-time, six-hour commercial airline flight… in Coach. At least you’ve got a window seat.

Dabei verspricht das Video jede Menge Abwechslung, denn bei jedem neuen Spiel passieren unvorhergesehene Ereignisse wie Turbulenzen, schlechtes Internet oder auch Verspätungen … halt wie im richtigen Leben.

Wer mag, wird auf Steam schnell fündig und kann sich das Spiel schon mal vormerken – als Erscheinungstermin steht zwar nur grob 2020, aber das Jahr ist ja (leider) auch noch nicht rum. Könnte also noch klappen.

Etwas mehr als einen Monat müssen wir noch warten, dann gibt es – wie jedes Jahr – eine neue Ausgabe der FIFA-Reihe. Ich muss aber ganz ehrlich sagen, dass ich dieses Mal nicht so wirklich gehyped bin, wie die Jahre zuvor, was vor allem daran liegt, dass es beim letzten Teil nicht wirklich innovativ zuging. Hatte man vorher mit dem neuen Story-Modus neues Terrain betreten und das auch gar nicht mal so schlecht (wenn auch recht klischeehaft und teils sehr seifenopern-esk), hat man beim letzten Teil gerade da wieder stark abgebaut. Klar, auch beim VOLTA-Modus gab es sowas wie eine Story, aber das war dermaßen flach und belanglos … eigentlich schon peinlich, wenn man vergleicht, was vorher möglich war. Wenn sich dann auch technisch nicht viel tut und alles eher wie ein Add-On als eine wirkliche Weiterentwicklung anfühlt, darf man sich schon fragen, warum man dafür den vollen Preis bezahlen soll.

Vor ein paar Wochen nun hat EA einen Gameplay-Trailer nebst einiger Erklärungen auf das gemeine Fußvolk losgelassen und gibt so einen ersten Einblick in das, was uns erwartet. Und ich spoiler direkt: Ich befürchte, es wird genauso mager ausfallen wie beim Vorgänger. Klar, man kann Mitspieler besser steuern, alles sieht ein bisschen besser aus und soll sich noch realistischer verhalten als beim Vorgänger (der im Vorjahr angeblich schon das höchste der Gefühle war) – aber so wirklich innovativ ist da nichts bei. Außer vielleicht das neue Zeitreise-Tool.

Da fällt schon am meisten ins Gewicht, dass es scheinbar endlich richtiges Publikum geben wird – nach all den Jahren sind also doch noch kleine Wunder möglich, was aber auch nur aufgrund seiner Historie erwähnenswert ist und nicht wirklich dafür sorgt, dass ich „Shut up and take my money“ rufe.

Get rewarded for your creativity and control with new gameplay features in FIFA 21: http://x.ea.com/64129

Das soll nicht heißen, dass das alles super schlecht ich, denn Rückschritte kann ich bisher keine erkennen – aber so ein wirklicher Fortschritt fehlt halt auch und dafür dann irgendwas um die 60€ zu bezahlen … da hätte ich mehr Argumente erwartet.

Nachdem ich im vorherigen Beitrag ja schon dazu aufgerufen habe, dass ihr euch alle während der Arbeitszeit schön einen hinter die Binde kippen sollt (hab ich nicht, aber die Gerüchteküche brodelt schon) kommt hier gleich die nächste Gelegenheit, die euch hilft, dass ihr heute so gar keine von euren Aufgaben schafft: Six Cats Under.

Die Geschichte dazu ist schnell erzählt: Eine ältere Dame ist natürlich im Besitz von diversen Katzen – typische Katzenlady, die ihre Einsamkeit scheinbar mit Hilfe der Vierbeiner bekämpft. Und die gerne liest. Das Problem: Genau das wird ihr zum Verhängnis und sie vom Bücherregal erschlagen.

Kleines Point & Click-Adventure für zwischendurch: Six Cats Under | Games | Was is hier eigentlich los?

Als Poltergeist kommt sie aber zurück und versucht nun, die Katzen aus ihrer Wohnung zu befreien – sprich: Tür auf und ab in die Freiheit mit den Viechern.
Allerdings kann sie als Poltergeist nur mit einigermaßen leichten Sachen interagieren, sodass daraus schnell eine knifflige Nummer wird – und genau hier kommt ihr ins Spiel.

So geht es im Grunde eigentlich darum, alles mal anzuklicken, zu verstehen, wie die Dinge funktionieren und so die eine oder andere Katze dazu zu bewegen, sich von ihrem Platz zu bewegen.

Kleines Point & Click-Adventure für zwischendurch: Six Cats Under | Games | Was is hier eigentlich los?

Hat man den Kniff einmal raus, ist man mit dem ganzen Spiel in wenigen Minuten durch – bis dahin kann es aber ein wenig dauern. Macht auf jeden Fall Spaß und ist für zwischendurch eine gern genommene Abwechslung.

A little point-and-click puzzle game where you rescue your herd of cats by directing them with your poltergeist powers.

Wer sich die paar Minuten Knobelei geben möchte, klickt einfach auf diesen überdimensionierten Button.

Und wer zwischendurch verzweifelt (bin ich auch), kann sich ja das Walkthrough anschauen und einfach „nachklicken“. Macht dann etwas weniger Spaß, bringt aber das Erfolgserlebnis wesentlich schneller.

Einen ersten Trailer zum kommenden, weiteren Teil von Watch Dogs hatten wir schon mal vor einiger Zeit und so langsam aber sicher kommt das Erscheinungsdatum näher – also eine gute Gelegenheit, noch mal die Erinnerungen aufzufrischen und die Vorfreude zu steigern.

Die ersten beiden Teile haben schon sehr viel Spaß gemacht, wobei ich den ersten Teil dann doch ein wenig gelungener fand. Lag vielleicht an „is halt neu“ oder der deutlich packenderen Story. Aber allein dass man durch die Straßen laufen und quasi per Knopfdruck hacken konnte … das war schon großartig.

Im dritten Teil versucht man nun einen gänzlich anderen Weg zu gehen, denn im Grunde gibt es nicht DEN einen Charakter, den man durch die Spielwelt und Story begleitet – stattdessen kann man nahezu jede Figur aus dem Spiel steuern, vorausgesetzt sie wurde vorher „rekrutiert“.

Das bringt auf der einen Seite natürlich taktische Vielfalt, auf der anderen Seite … bin ich mindestens gespannt, wie viel Nähe man zu dem ganzen Bums als Spieler aufbauen kann. So oder so, dass man Missionen auf unterschiedliche Wege absolvieren kann, birgt immerhin jede Menge Potential, das Spiel mehrmals durchzuspielen.

Das nachfolgende Video vermittelt dazu schon mal einen sehr guten Eindruck:

Get your first look at new Watch Dogs: Legion gameplay. Recruit anyone from the entire population of London into your resistance. Coming Oct 29th.

It is time to take back London, and anyone you see in this iconic city can be recruited to your resistance. Corrupt opportunists have taken over and it’s up to you to build a resistance to give the city back to the people. With an entire population of potential recruits and the city’s technology at your fingertips, you’ll need to hack, infiltrate, and fight your way to liberate London. Welcome to the Resistance.

Am 29. Oktober soll das Spiel aktuell erscheinen – wie immer wär ich auch hier noch ein wenig vorsichtig. Bin aber auch nicht traurig, wenn es dabei bleiben würde.

PS: Hat sich zwischendurch noch wer an John Wick und James Bond (Idris Elba?) erinnert gefühlt?

Vor ein paar mehr Wochen schon hatte ich schon mal den ersten Trailer zum neuen Teil der Assassins Creed-Reihe vorgestellt, seitdem hab ich das Spiel wieder ein bisschen aus den Augen verloren, dafür aber mal einen der älteren Teile angezockt. Ich sag mal so: Schwierig, wenn man die Reihe von hinten aufrollt, besonders wenn man sich an die technischen Fortschritte der neueren Teile gewöhnt hat. Entsprechend ist meine Motivation auch schnell wieder im Sande verlaufen – hin und wieder denk ich aber darüber nach, ein paar der letzten Nebenquests von Odyssee noch zu daddeln. Schließlich ist es ja auch ein erhabenes Gefühl, wenn man ein Spiel wirklich zu 100% durchgespielt hat.

Im ersten Trailer zu Valhalla hat man zwar schon einen ganz guten Eindruck von dem bekommen, was da auf uns zukommt, aber diese filmischen Trailer geben ja auch immer nur einen Teil der Wahrheit wieder. Umso schöner ist es, dass Ubisoft nun vor wenigen Tagen auch die ersten Gameplay-Szenen gezeigt hat und ein bisschen mehr Erklärung gibt.

Technisch scheint sich im Vergleich zum letzten Teil nicht wirklich viel getan zu haben – sieht halt alles ein bisschen dunkler und düsterer aus – wir sind ja aber auch bei den Wikingern und das waren nun auch nicht gerade Frohnaturen.

Überhaupt könnte das ein Knackpunkt sein: Ob das wirklich so toll ist, dass man ganze Dörfer niederbrennen muss … moralisch nicht ganz einfach zu beantworten. Bekannt ist zudem, dass Entscheidungen des Spielers deutlich mehr Einfluss auf das Spielgeschehen haben sollen, ebenso bekommt die Siedlung des Spielers deutlich mehr Bedeutung.

Ansonsten macht man da weiter, wo man in Odyssee aufgehört hat: Deutlich mehr direkter Kampf und weniger Schleichen und unentdeckt bleiben. Das hat dann meiner Meinung nach nicht mehr viel mit dem Ursprungsgedanken von Assassins Creed zu tun, hat aber in Odyssee auch nicht weiter gestört. Macht irgendwo halt auch mehr Spaß, direkt ins Geschehen einzugreifen, als Stundenlang zu beobachten und geduldig zu sein.

In Assassin’s Creed® Valhalla, you are Eivor, a fierce Viking warrior raised on tales of battle and glory. Explore a dynamic and beautiful open world set against the brutal backdrop of England’s Dark Ages. Raid your enemies, grow your settlement, and build your political power in your quest to earn your place among the gods in Valhalla.

Aktuelles Veröffentlichungsdatum ist wohl nun der 17. November – ich wär da weiterhin noch vorsichtig. So mancher Kinofilm zeichnet sich ja mittlerweile auch eher dadurch aus, dass er immer wieder verschoben wird.

Die Far Cry-Reihe war auch sehr lange eine dieser Reihen, die mir immer wieder mal im Alltag (vor der Playstation) begegnet sind, die auch durchaus mal gehyped wurden, um die ich aber immer einen großen Bogen gemacht hab. Allgemein find ich Shooter auf einer Konsole … schwierig, da war das Zocken am Rechner mit Maus und Tastatur schon deutlich komfortabler.

Irgendwann kam dann sogar ein Far Cry-Film in die Kinos und damit hat die Reihe eigentlich komplett verloren. Also nicht allein wegen dem Film selbst, sondern weil Til Schweiger die Hauptrolle übernommen hat.

Und doch hab ich irgendwann letztes Jahr oder vor zwei Jahren mal reingeschaut, als die Preise für die meisten der Spiele ordentlich gefallen sind – und ich wurde nicht enttäuscht. Zumindest was den 5. Teil anbelangt, die anderen Teile waren dann doch eher meh. Aber diese Prepper-Welt mit ihren bekloppten … das hat schon wirklich Spaß gemacht und gerade das Ende fand ich äußerst gelungen, halt mal nicht das typische Happy End. Und um hier direkt zu spoilern: Am Ende geht die Welt unter und die verrückten hatten dann eben doch Recht. Ist auch mal ein Szenario, dass man sich zumindest mal durch den Kopf gehen lassen sollte – was wäre wenn?

Danach folgte dann auch noch Far Cry New Dawn, was zwar ganz okay war und mehr oder weniger an den 5. Teil andockte – aber mehr als ein paar weitere Spielstunden kam dabei nicht rum.

Das wird sich im Februar nächsten Jahres offenbar ändern, denn mit Far Cry 6 kommt der richtige Nachfolger – und bringt auch gleich Giancarlo Esposito Darsteller mit. Handlungstechnisch ist noch nicht allzu viel bekannt, abgesehen von: Inselstaat unter diktatorischer Führung in Form von Anton Castillo, der natürlich befreit werden will – so wie man das in etwa auch aus den vorherigen Teilen kennt.

Watch the world premiere of Far Cry 6, featuring Giancarlo Esposito and set in the war-torn world of Yara.

Das sieht schon gut aus, auch wenn es an wirklichen Gameplay natürlich mangelt – aber basierend auf dem letzten Teil werd ich wohl dieses Mal nicht wieder ewig lange warten, bis ich da mal reinschaue. Oder anders ausgedrückt: Ich hab Bock drauf!

Let’s Game It Out sollte mittlerweile recht bekannt hier auf wihel.de sein – ein Kanal auf dem diverse Spiele vorgestellt werden und wie man sie vermutlich nicht spielen sollte, zumindest wenn man die jeweiligen Entwickler fragt. Meist handelt es sich um Indy-Spiele, die man auf Steam für einen schmalen Taler bekommt und nicht selten hat man von den jeweiligen Spielen noch nie etwas gehört.

Und daraus ergeben sich direkt schon zwei Vorteile: man lernt mit jedem Video neue Spiele kennen und man … wird schlichtweg gut unterhalten. Denn wenn ich meine, dass man Spiele so nicht spielen sollte, ist das wohl die Untertreibung des Tages – kann aber auch nur mein persönliches Empfinden sein. Ich hatte jedenfalls noch nie den Eindruck, dass es bei Let’s Game It Out nur darum geht, Spiele vorzustellen.

Wie gesagt, das Prinzip des Kanals sollte bekannt sein und ebenso, dass man hier gekonnt gute Unterhaltung geboten bekommt. Dieses Mal musste „Prison Architect“ dran glauben – erneut ein Spiel, dass ich bereits selbst gespielt, aber auch hier die Chance verpasst hab, ähnlichen Schabernack zu treiben und zu schauen, wo die Grenzen der Logik erreicht werden können. Ich bin dann halt doch zu sehr der Typ, der sich an die üblichen Regeln hält …

Außerdem triggert mich bei derlei Spielen immer der Drang, möglichst effizient zu bauen, was mit eigenen, schäbigen Versuchen anfängt, aber schnell in größeren Recherchen im Netz mündet, um zu schauen, auf was man alles achten müsste und wie es andere gemacht haben.

Nicht so bei Let’s Game It Out – hier wird einfach wieder irgendwas gemacht und geschaut, was passiert, was auch dieses Mal teils erstaunlich gut funktioniert:

Probably the most requested game you’ve all asked me to play. Surely this island paradise is what you were expecting!

Und wie immer: Irgendwie triggert es auch, das Spiel mal wieder aus seiner Mottenkiste zu holen und selbst ein paar Stunden zu daddeln.

Let’s Game It Out gehört mittlerweile mit seinen Videos schon als regelmäßiger Gast zu wihel.de und regt mich in erster Linie dazu an, das eine oder andere Spiel auszuprobieren, dass er „vorstellt“. So wirkliche Vorstellungen sind das ja in der Regel nicht – viel mehr zeigt er, wie man die Spiele so richtig ad absurdum führt, die Konzepte der Entwickler sprengt und einfach richtig viel Spaß hat, Regeln zu brechen. Dennoch, viele seiner Spiele kannte ich vorher nicht und das eine oder andere hab ich dann auch mal ausprobiert (der Langzeit-Spaß blieb dann aber doch auf der Strecke).

Dieses Mal ist das anders gelagert, denn es geht um Project Hospital – vielleicht das erste Spiel, dass ich vor ihm gespielt hab. An sich eine klassische Krankenhaussimulation, bei der man sich je nach Lust und Laune in zahlreiche Details verlieren kann.

Natürlich hab ich das mit einer gewissen Portion Ernsthaftigkeit gespielt und versucht, einigermaßen erfolgreich zu sein, was gar nicht mal so einfach ist, je länger man spielt und je komplexer alles wird.

Ich bin aber auch nicht Let’s Game It Out und hab dementsprechend auch verpasst, einfach anders jede Menge Spaß zu haben. Dürfte auch erklären, warum ich keinen YouTube-Kanal mit 1,3 Millionen Abonnenten hab und immer noch hart für mein Geld schuften muss.

Bleibt also wieder mal nur, ihm dabei zuzuschauen und natürlich lohnt sich das auch bei seinem neuesten Video ganz besonders. Auch wenn das dieses Mal an der einen oder anderen Stelle recht makaber ist:

PRO HOSPITAL TIP: If you need to pass out, go ahead and aim for the floor. Don’t worry! Friendly personnel will be there to give you chest compressions for the next 30 hours before a stretcher arrives from the vortex on the 6th floor.

Was mich mittlerweile ebenso brennend interessiert: Was wohl die Spieleentwickler nach dem Schauen seiner Videos sagen würden.

So langsam könnte ich wirklich mal über eine eigene Kategorie für die Videos von Let‘s Game it Out nachdenken, die Anzahl der Beiträge häuft sich ja langsam aber stetig doch, ebenso manifestiert sich der Kanal als erste Anlaufstelle, wenn man mal weniger bekannte Spiele spielen möchte – oder einfach nur Unterhaltung sucht, in dem man jemandem beim Spielen zuschaut, der sich nur ungern an die von den Entwicklern vorgegebenen Rahmenbedingungen hält. Zumindest geht es nie vorrangig darum, Spiele so zu spielen, wie man sie eigentlich spielen sollte und an sich würde mich auch nicht wundern, wenn Josh eine größere Expertise als QA hätte – so viel Talent, Dinge bewusst kaputt machen zu wollen, sieht man selten.

In der neuesten Ausgabe geht es dieses Mal in die Welt von Hydroneer, dass allein schon optisch sehr abschreckend ist. Und auch das Spielprinzip spricht mich jetzt nicht wirklich an, denn laut Beschreibung handelt es sich hier um eine Bergbau-Simulation, in der man Gold und andere Edelsteine sucht, diese verkauft und damit seinen Bergbaubetrieb weiter ausbaut, um noch mehr Gold und Edelsteine zu finden.

Macht vermutlich die erste halbe Stunde Spaß, danach war es das aber mit der Motivation – außer man ist eben Josh und hat einen YouTube-Kanal namens Let’s Game it Out. Dann kann man auch mal ein paar Stunden mehr investieren und schauen, wie man das Spiel an seine Grenzen bringt und das Spielprinzip auf den Kopf stellt:

Hydroneer is a mining sandbox game where you dig for gold and other resources to build massive mining machines and a base of operation. Use primitive tools, hydro-powered machines, and player-built structures to dig and evolve your operation in this tycoon-style progression system.

PRO MILLIONAIRE TIP: All you’ve gotta do is exploit the honor system. It’s a win win!

Bei all dem Spaß, den man scheinbar haben kann … die knappen 10€ wären es mir weiterhin nicht wert.

Ich glaube, es war vor zwei Wochen als Sony oder wer auch immer die neue Unreal-Engine vorgestellt haben und zeigten, wie zukünftige Spiele und deren Grafiken wohl aussehen werden. Das war schon recht beeindruckend, besonders weil da vermutlich mit der Zeit noch ein bisschen mehr herausgekitzelt werden kann – reißt mich aber auch nur noch bedingt vom Hocker, denn die Zeiten von maximaler Faszination womöglich nur ob der Grafik sind halt schon länger vorbei.

Vielmehr muss ich mittlerweile regelmäßig lachen (und anschließend super genervt sein), wenn ich mal wieder die Playstation anschmeiße, Mortal Kombat 11 starte und das Ding kurz vorm abheben ist, weil die Lüfter auf Maximum laufen. Wer die PS4 kennt, weiß dann auch: das ist schon furchtbar fies laut.

Ebenso müsste es auch in der letzten Woche gewesen sein, als die Meldung die Runde machte, dass GTA 5 erstmalig kostenlos irgendwo zu haben sei und wir alle wissen ja, wie großartig GTA 5 damals schon war und auch immer noch ist. Die Meldung allein hat mich schon wieder getriggert, dass Ding nicht doch mal wieder durchspielen zu wollen. Das Problem nur: auf der PS4 gibt es keine Mods – was nicht nur an sich schon schade ist, sondern ganz besonders für mich, der hier die eine oder andere Mod schon vorgestellt hat.

Das gilt auch für die Nachfolgende, die zwar (noch) nix mit der neuen Unreal-Engine zu tun hat, aber mindestens genauso beeindruckt, denn sie bringt frischen Glanz in das GTA 5-Universum. Wobei ich vielleicht auch nur geflashed bin, weil die Präsentation mindestens genauso gut ist wie der Inhalt selbst:

NaturalVision Evolved (NVE) is a work-in-progress visual overhaul mod that is currently in the early access stage. Numerous changes were made to the environmental weathers, lighting system, ambient colors, tonemapping, world textures, building models and much more in order to blur the line between fantasy and reality.

Vielleicht muss doch mal wieder ein Gaming-PC her …

Ich will nicht sagen, dass ich mittlerweile gar kein Interesse mehr habe an dem, was das Bohemian Browser Ballett mittlerweile alles macht – aber irgendwie hab ich kein Interesse mehr daran, was das Bohemian Browser Ballett so macht. Okay, stimmt nur halb, eigentlich wollte ich nur mal diesen gar nicht so witzigen Satz zu Papier bringen (weil ich ihn eigentlich doch ganz witzig finde), aber irgendwie stand deren Tun und Schaffen früher wirklich mehr im Fokus.

So ganz weiß ich auch gar nicht, woran das liegt – vielleicht weil ich die letzten Phasen von Schlecky Silberstein mitbekommen habe, spitze Worte und Redewendungen mehr liebe als lustige Videos oder Christian Brandes leider nach wie vor recht unsympathisch finde, auch wenn er nicht selten wahre Dinge von sich gibt. Eigentlich ein ganz schönes Beispiel dafür, dass man jemanden für ein Arschloch halten kann, aber dennoch objektiv okay findet. DA SOLLTEN SICH MAL EIN PAAR EINE SCHEIBE VON MIR ABSCHNEIDEN. So.

Neben Videos und allerlei anderen Kram, den ich noch mehr ignoriere als die Videos, machen die Jungs und Mädels hin und wieder auch mal ein Browser-Game. Die sind meist recht kurzweilig, haben mich dann aber doch nie mehr als ein paar Minuten gefesselt und sind schnell wieder in Vergessenheit geraten.

Das ist nun ein bisschen anders, denn das neueste Machwerk ist Corona World. Eigentlich ein simples Jump’n’Run-Spiel, auf mysteriöse Weise aber schnell süchtig machend.

Darin übernimmt man die Kontrolle einer Krankenschwester, die nach einem harten Arbeitstag noch einkaufen muss – u.a. mangelt es an Scheißhauspapier. Aber draußen wütet Corona, sodass sie Viren, verseuchten Joggern und vollgeschnodderten Taschentüchern geschickt ausweichen muss.

Schlüpfe in die Rolle einer Krankenschwester, die nach einem harten Arbeitstag einfach nur im Supermarkt einkaufen will. Aber Vorsicht! Überall lauern Infektionsgefahren. Nimm dich in Acht vor Joggern, Party People, Preppern und hochansteckenden Kindern. ­Schlage zurück, indem du deine Gegner desinfizierst. Hast du das Zeug, um Corona ein für alle Mal zu besiegen?

Wie gesagt, von mir ist da schon mehr Lebenszeit reingeflossen, als ich eigentlich wollte. Wer das auch gern tun möchte, folgt einfach diesem Link.

Let’s Game It Out hatten wir schon an diversen Stellen – toller YouTube-Kanal mit nicht ganz so bekannten Spielen und noch weniger ernstem Spielziel, denn was der Kollege eigentlich macht: Spiele so spielen, wie man sie eigentlich nicht spielen sollte.

Das mag in erster Linie natürlich maximal amüsant sein, ich nutze den Kanal mittlerweile aber auch, um mal Spiele kennenzulernen, die man sonst nicht auf dem Radar hat. Oder zumindest Bestätigung zu finden, wenn doch mal ein Spiel dabei ist, dass auch ich gespielt hab (dann aber deutlich „richtiger“ als er es tut – wobei das ja auch im Auge des Betrachters liegt).

In der neuesten Ausgabe geht es dieses Mal um SimAirport, dass auf den ersten Blick wie Airport CEO aussieht, was ich an dieser Stelle schon mal vorgestellt hab. Ich mag solche Aufbau-Simulatoren ja ganz gerne, gerade wenn es ein wenig kniffliger ist und man gefühlt erst beim 20. Versuch alles so aufgebaut hat, dass es gut funktioniert. Denn die Herausforderung liegt im vorrausschauenden Planen, was umso schwerer ist, wenn man bestimmte Sachen erst nach und nach freispielt.

Nun kann man sagen, dass SimAirport nur eine billige Kopie von Airport CEO ist (oder andersrum), spielt am Ende des Tages aber auch keine Rolle, denn man soll ja Spaß haben – und das geht hoffentlich mit der einen als auch der anderen Version.

Spaß hat Let’s Game It Out definitiv, auch wenn er wieder mal deutlich zu viel Schabernack treibt. Und ja, ich habe wirklich Schabernack geschrieben:

PRO AIRPORT TIP: As SimAirport properly demonstrates, the best airports are the ones where you physically can’t leave. Ever.

Wird mal wieder Zeit, dass ich auch dieses Spiel aus seiner virtuellen Mottenkiste hole und die eine oder andere Stunde meines Lebens verschwende. Airport CEO gibt es an dieser Stelle, SimAirport hier.

So ein kleiner Fan der Assassins Creed-Reihe war ich ja schon länger und hab an diversen Stellen über die jeweils neuen Teile ein paar Gedanken abgelassen. Gerade Odyssey hat mich sehr lange an den Bildschirm gefesselt, auch wenn die Missionen mit fortschreitender Spieldauer an Abwechslung verloren – Spaß gemacht hat es allemal, und da schließ ich bewusst die übertriebenen Passagen in Unterwelt und Co. mit ein. So sehr, dass ich sogar im Nachgang noch den Syndicate-Teil ausgegraben und ebenfalls nebst Addons gespielt habe. Und selbst Unity habe ich angefangen, werde damit aber tatsächlich nicht so wirklich warm, was vor allem daran liegt, dass sich Freiraum und Steuerungsmöglichkeiten mit jedem Teil verbessert haben und ich quasi die Entwicklung rückwärts daddel. Schlechte Entscheidung, ich weiß, aber man muss ja nicht alles richtig machen.

Was ich aber rückblickend sehr wohlwollend zur Kenntnis genommen hab: Beginnend mit Origins hat man sich von dem dann doch irgendwann recht engen Korsett der Attentäter verabschiedet. In Odyssey blieb davon nahezu nichts mehr, selbst die versteckte Klinge war Geschichte.

Im nächsten Teil kommt sie dann wieder zurück, doch auch hier lässt der erste Trailer erahnen, dass man sich weiterhin an die „neu gewonnene“ Freiheit hält, denn dieses Mal geht es zu den Wikingern (keine Ahnung, ob die überhaupt Assassinen hatten). Und wie das bei den Wikingern so ist, da wird nicht lange diskutiert, auch hier sprechen eher Taten statt Worte.

Große Innovationen wird man vermutlich dennoch nicht erwarten dürfen, sei es nun in Bezug auf das Setting (gibt ja mittlerweile genug Serien und Filme aus dem Wikinger-Reich) oder auch die Spielmechanik, denn da war Odyssey meiner Meinung nach schon recht ausgereift – nur das ständige Rumreisen gerade über weite Strecken hat schnell genervt.

The first trailer for Assassin’s Creed Valhalla is here. Check out our first look at Vikings in the long running franchise.

Ende 2020 soll das Video in den (digitalen) Läden stehen – aus aktuellem Anlass wär ich aber vorsichtig in Bezug auf irgendwelche genaueren Planungen …

]]>
https://www.wihel.de/trailer-assassins-creed-valhalla/feed/ 2
“Animal Crossing: New Horizons“ erklärt https://www.wihel.de/animal-crossing-new-horizons-erklaert/ https://www.wihel.de/animal-crossing-new-horizons-erklaert/#comments Thu, 16 Apr 2020 10:34:43 +0000 https://www.wihel.de/?p=101259

Es ist schon immer wieder überraschend, wie wichtig es doch sein kann, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und allein dadurch unfassbar großen Erfolg zu haben. Neuestes Beispiel: Animal Crossing: New Horizons.

Vor gut einem Jahr hat Line von ihrem damaligen Arbeitgeber eine Nintendo Switch mit nach Hause gebracht – mein Gadget-Herz lies das Ding zwar höher schlagen, aber ein, zwei Blicke in die Liste der verfügbaren Spiele später war das auch schon wieder vorbei – das Nintendo-Universum ist nicht so wirklich meins. Dennoch: tolles Gerät und der bisherige Erfolg gibt Nintendo auch in vielen Punkt Recht.

So richtig ins Rollen kam die ganze Switch-Nummer gefühlt aber erst seit gut einer Woche, denn da erschien Animal Crossing. Ein Spiel, dass ich bis heute nicht wirklich verstanden hab, dass aber bei mir auch immer mehr den „Haben will“-Trigger kitzelt, denn gefühlt spricht einfach jeder davon und alle finden es gut (natürlich ohne großartig zu erklären, warum). Und an dem Punkt sind wir halt auch nur doofe Herdentiere – wenn wirklich alle sagen, dass es toll ist, dann muss es ja auch toll sein. Muss ja schließlich auch seine Gründe haben, warum das Ding so durch die Decke geht.

Was ich bis dato immerhin erfahren bzw. beobachten konnte: Das liegt weder an der Grafik, noch an einem besonders ausgeklügelten Spielsystem, sondern einfach daran, dass wir gerade alle in unserer eigenen Bude hocken, nicht wissen, was wir mit uns anfangen sollen und das Spiel mit seinem doch eher entspannten, vielleicht sogar völlig sinnbefreiten Spielprinzip die perfekte Ablenkung zur Corona-Krise liefert. Wie eingangs gesagt: zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Einer, der das Spiel deutlich besser reviewen kann als ich, ist videogamedunkey, den wir schon mal hier und hier hatten und der sich nun auch Animal Crossing zur Brust genommen hat:

“You owe me 200,000 golden doubloons and i better get it too” – Tom Crook.

Wer es bisher noch nicht sein Eigen nennt: gibt es an dieser Stelle (Partnerlink), hier sogar im Verbund mit einer Switch (Partnerlink). Gefühlt scheint der Preis aber ein wenig zu hoch zu sein, wobei das ja vermutlich auch nur an der aktuell hohen Nachfrage liegt.

In der Wochenzusammenfassung bereits erwähnt: Letzte Woche hatte ich ein Team-Event. Natürlich mit maximalem Social Distancing, aber auch wieder nicht. Jeder saß zwar Zuhause, zwei sogar in einem ganz anderen Land, aber irgendwie doch alle dank Videostream zusammen und am Daddeln. Und mit Daddeln meine ich nicht fancy Kram wie Shooter oder ähnliches – wir haben dank Tabletop Simulator Brettspiele gespielt. Richtig schön oldschool, richtig lange und vor allem mit jeder Menge Spaß.

Ein Work-Life-Balance-Spiel: Dungeons & Deadlines | Games | Was is hier eigentlich los?

War nicht nur grundsätzlich gut, sondern auch um aus dem Alltagstrott herauszukommen, der natürlich aktuell schwieriger ist, weil unter anderem Arbeit und Freizeit stark vermischt werden. Konnte man früher Beruf und Privates noch mindestens durch den Weg von und zum Büro abgrenzen, sind es jetzt nur ein paar Meter – für Leute wie mich, die ohnehin nur am Rechner arbeiten, sind es sogar nur ein paar Mausklicks.

Und überhaupt ist mir aufgefallen, dass es deutlich mehr Disziplin braucht. Die Tabs sind meistens weiterhin geöffnet, Slack ist auch immer irgendwie an, da ist die Verlockung, doch noch irgendwas zu machen, natürlich groß. Wer da nicht sagt, dass er jetzt im Feierabend ist und sich dran hält, arbeitet schnell deutlich mehr, als er eigentlich sollte.

Ein Work-Life-Balance-Spiel: Dungeons & Deadlines | Games | Was is hier eigentlich los?

Spiele sind da also eine perfekte Abwechslung, besonders im Vollbildmodus. Das dürfte beim nächsten Spiel allerdings schwer werden, viel mehr noch hat es auch direkt etwas mit der berühmt berüchtigten Work-Life-Balance zu tun: Dungeons & Deadlines.

Gespielt wird im Browser, fancy Grafik gibt es nicht, stattdessen jede Menge Text und ein paar Buttons, die man klicken muss.

Ziel ist es natürlich, Arbeit und Freizeit in Einklang zu bringen, 31 Tage Probezeit hat man und die gilt es zu überstehen. Was leicht klingt, ist aber nach ein paar Klicks alles andere als einfach – ganz so, wie im realen Leben.

Ein Work-Life-Balance-Spiel: Dungeons & Deadlines | Games | Was is hier eigentlich los?

Wer es gern ausprobieren möchte, geht hier lang.

Genug Zeit dürften die meisten von uns dafür ja haben – sofern sie denn ihre eigene Work-Life-Balance im Griff haben …

Wie jedes gut erzogene Kind der 80er fand natürlich auch ich Steven Seagal total gut. Rückblickend betrachtet sind vor allem zwei Punkte dafür verantwortlich:

Ich hab “Alarmstufe Rot” als seinen ersten Film gesehen, der bekanntlich sein bisher größter kommerzieller Erfolg war. Und ich fand natürlich cool, dass er nicht nur in Filmen vorgibt, kämpfen zu können, sondern auch in der realen Welt dahingehend Erfolge vorweisen kann.

Das Problem mit Seagal zeigte sich aber auch schnell: Seine Filme waren irgendwie alle gleich und das kannste halt nur 2,3 oder maximal 4 Mal machen, danach wird es einfach nur langweilig. Entsprechend war auch schnell wieder aus meinem Fokus verschwunden – bei anderen offenbar auch.

Nichtsdestotrotz, zumindest früher war Seagal ein echter Tausendsassa: Lebte 15 Jahre in Japan, ist bewandert in diversen Kampfkünsten (mittlerweile hat er den 7. Dan), hat die eine oder andere Kampfkunst-Schule eröffnet und macht zu allem Überfluss auch noch Musik (allerdings auch nur so semi-erfolgreich)

Dass er sich also auf seinem Erfolg ausruhen würde, kann man nun nicht behaupten und auch nicht, dass er es nicht immer wieder versuchen würde – dank Robert Rodriguez‘ “Machete” war er dann doch mal wieder im Kino zu sehen und wenn mich nicht alles täuscht, wird er auch bei den “Expendables” wohl mitmischen.

Aber es ist nicht alles so toll, wie es am Anfang glaubt und bei Seagal sind das vor allem eher politische Ansichten. Die russische Staatsbürgerschaft gab es direkt von Putin und auch für Lobbyarbeit für russische Waffenhändler scheint sich ein Steven Seagal nicht zu schade zu sein.

Und mindestens genauso bescheuert wäre wohl das nachfolgende Spiel geworden, das 1994 hätte erscheinen sollen – wobei, irgendein Trottel hätte sicherlich auch dafür Geld ausgegeben. Wenn nicht sogar Putin selbst:

Steven Seagal is The Final Option is a game developed by TekMagic and was scheduled for release in 1994. The available beta of the game contains two levels, with the second apparently having no end. After its SNES cancellation, the game was scheduled to be released for the PlayStation and Nintendo 64, but was ultimately mercifully canceled again. The game also featured apparent load times, and these were largely cut out of the video to allow the video to run under YouTube’s video length limit.

Vor einer ganzen Weile schon hab ich mir endlich mal „Abgeschnitten“ mit Moritz Bleibtreu angesehen – schließlich wissen wir alle, dass die meisten Filme mit Bleibtreu einigermaßen sehenswert sind. Außerdem spielte auch Jasna Fritzi Bauer mit, die alle ganz toll finden, bei der ich aber immer zuerst an ihre Rolle in .jerks denken muss, wo sie halt nicht so wirklich sympathisch rüber kommt – aber wer bin ich, dass ich ihr nicht doch noch eine Chance geben sollte?

Und insgesamt auch ein guter Film, nur halt nicht sonderlich gruselig, zumindest nicht wenn man ihn, wie ich, tagsüber schaut. Aber immerhin ähnelt das Setting dem von The Mortuary Assistant. Denn genau wie Jasna Fritzi Bauer darf man auch in diesem Spiel einigermaßen ungelernt die Obduktion stellvertretend übernehmen, weil El Cheffe dringend weg muss. Glücklicherweise gibt es eine Anleitung, sodass man ja nur das machen muss, was aufgeschrieben steht – sollte eine leichte Nummer werden.

Wären da nicht diese kleinen Merkwürdigkeiten, die schnell immer größer werden und ehe man sich versieht, steckt man mitten in einem Horror-Spiel:

The mortician has had a family emergency and needs to leave the office in the middle of the embalming process. He has called you to ask if you could come in and finish the work for him. He’s confident you will be able to handle the job.

Still new to the mortuary and the embalming process, you reluctantly agree. He’s been kind enough to leave a check list for you. Simply follow the steps to complete the embalming.

Wer gern mag, schaut einfach hier vorbei und kann sich das Spiel kostengünstig herunterladen. Leider aktuell nur für Windows verfügbar und auch mehr Prototyp als vollumfängliche Version, aber ich finde, das sieht sehr vielversprechend aus – trotz oder gerade weil das Rad nicht neu erfunden wird. Spätestens seit Paranormal Activity wissen wir ja ohnehin, dass es auf die kleinen Dinge und Details ankommt.

Ebenso auch direkt die Empfehlung, sich das dort erwähnte Kickstarter-Projekt mal anzuschauen – sieht ebenfalls verstörend vielversprechend aus und kann noch ein paar Tage lang unterstützt werden.

So wirklich neue, innovative Spielideen sucht man mittlerweile genauso verzweifelt, wie neue, innovative Film-Ideen. Irgendwie war alles schon mal da, wir haben alles schon gesehen und meist dreht es sich nur darum, irgendein Prequel oder Sequel durchzuackern oder Ideen werden einfach mit neuer Farbe angemalt, sind aber nach wie vor die gleichen.

Das ist einerseits natürlich mehr als schade, denn mit fortschreitender Lebenszeit wird das alles einfach nur langweilig und dann sitzt du an Tag X vor Netflix oder der Playstation und weißt einfach nicht, was du mit dir anfangen sollst – weil alles schon mal gesehen, gedaddelt und gemacht. Es kann sogar so schlimm kommen, dass womöglich nur rausgehen und Natur gucken hilft, was nun wirklich keiner will.

Andererseits aber auch nachvollziehbar, denn die Anzahl der Ideen ist natürlich endlich, besonders mit den immer gleich gegebenen Rahmenbedingungen.

Umso schöner, wenn dann doch mal wieder eine Idee aufploppt, die wenigstens einen Hauch von Innovation mitbringt: Legbreaker.

Der Name zeigt schon, dass die Grundidee eigentlich gar nicht so schön ist, denn jeder Sprung im Spiel führt dazu, dass man sich ein Bein bricht. Da man nur zwei Beine hat, bedeutet es: zwei Mal springen und das wars.

Klingt schmerzhafter als es am Ende ist, führt aber dennoch dazu, dass man sich ab einem gewissen erreichten Level wirklich Gedanken machen muss, wie man zum Ziel kommt:

Legbreaker – Break One of Your Legs Every Time You Jump in this Macabre Puzzle Platforming Game!

Was ich besonders mag: teils muss man sich sogar die virtuellen Beine brechen, um ans Ziel zu kommen. Das, was eher lästige Limitierung ist, wird somit zum Tür-Öffner.

Wer mag, kann das Spiel an dieser Stelle kostenlos herunterladen oder ist sogar so nett und bestimmt einen eigenen Preis. Steckt dann ja schließlich doch einiges an Arbeit drin.

Gerade noch davon gesprochen, dass ich besonders die nicht ganz so mainstreamigen Simulatoren sehr zu schätzen weiß, bei denen man nicht irgendeinem Zeit- oder wirtschaftlichen Druck ausgeliefert ist – einfach so vor sich hindaddeln ist ab einem gewissen Alter einfach nicht zu unterschätzen.

Definitiv nicht mainstreamig ist auch der Speaking-Simulator – weird scheint mir aber gerade mehr als treffend zu sein. Denn beim Speaking-Simulator macht man das, was wir schon auf diversen Webseiten immer mal wieder durch das Setzen eines Häkchens und das Finden von Ampeln oder Brücken tun müssen: Beweisen, dass man kein Roboter ist.

Nur eben nicht durch Anklicken von Kästchen oder Bildchen, sondern durch einfaches Sprechen, wobei „einfach“ hier überhaupt nicht zutrifft, weil wir Zunge und Mund einzeln und korrekt steuern müssen, sodass sich die gewünschten Laute formen.

Und so umständlich ich das beschrieben hab, so umständlich scheint sich das am Ende auch zu spielen:

Du hast ein vages Verständnis von menschlicher Interaktion? Dann ist das genau das richtige Spiel für dich!
Deine Mission ist einfach: Infiltriere eine Welt extrem gutgläubiger Menschen, sprich mit ihnen und überzeuge sie davon, dass du definitiv kein Roboter bist.

Die ekelhafte Kunst der menschlichen Sprache ist uns ein Rätsel. Irgendwie scheinen durch wahllose Bewegungen einer feuchten Zunge und das Bewegen von Lippen Wörter zu entstehen.

Aber wie ist das möglich? Wir wissen es nicht. Aber in dieser Simulation wirst du das schnell lernen müssen, wenn du nicht willst, dass dein Gesicht explodiert.

Aber Vorsicht: Wenn du Fehler machst, überlädt sich dein System, woraufhin deine KI gezwungen ist, Druck abzulassen, indem sie eine der vielen Gesichtsexplosionen und mechanischen Fehler auslöst. Tut mir leid, aber bei der aktuellen Wirtschaftslage mussten wir bei deinen Sicherheitsvorkehrungen ein wenig einsparen.

Während du deine Technologie aufwertest, musst du lernen, bei etwas Fröhlichem zu lachen und bei etwas Traurigem finster zu schauen. Augenkontakt ist ebenfalls wichtig, da es Menschen verdächtig vorkommt, wenn du ihnen mit breitem Grinsen in die Augen starrst, während sie dir eine tragische Geschichte erzählen.

Die Idee ist absolut großartig, aber ich befürchte, in mindestens gleiche Höhen kann auch das Frustlevel steigen … Wer es gern ausprobieren will, schaut einfach hier vorbei.

Ich bin ja ein großer Fan von Spielen, bei denen man gemütlich vor sich hindaddeln kann, ohne irgendeinem Erfolgsdruck zum Opfer zu fallen. Aufbausimulationen sind da von Natur aus gern von mir gesehen – wobei irgendein Druck ist da ja auch bei, sei es der rein wirtschaftliche Faktor oder auch nur der digitale Überlebenswille.

Deswegen mag ich diese strunzdummen Simulationen in der Landwirtschaft oder hinter dem Buslenkrad noch ein bisschen mehr – da macht man einfach, was man halt so macht, ohne dass es jemanden interessiert und ohne dass es wichtig ist, ob man am Ende erfolgreich ist (wobei man natürlich auch hier für besseres Spielen belohnt wird). Schließlich haben wir im echten Leben ja schon genug Erfolgsdruck und können nicht mal zwischenspeichern.

Coffee Talk dürfte sich ganz schnell und leicht dazugesellen, denn in dem Spiel geht es eigentlich nur darum, hinter dem Tresen zu stehen, Kaffee zu kochen und die Probleme diverser Leute anzuhören.

Coffee Talk is a coffee brewing and heart-to-heart talking simulator about listening to fantasy-inspired modern peoples’ problems, and helping them by serving up a warm drink or two.

Coffee Talk is a game about listening to people’s problems and helping them by serving up a warm drink out of the ingredients you have in stock. It is a game that depicts lives as humanly as possible, while having a cast that is more than just humans.

Immerse yourself in the stories of alternative-Seattle inhabitants, ranging from a dramatic love story between an elf and a succubus, an alien trying to understand humans’ lives, and many others modern readers will find strongly echo the world around them.

Wer mag und schlauer ist als ich, kann sich hier oder hier ja mal die Demo anschauen – scheint es leider für den deutschsprachigen Raum nicht zu geben. Alternativ kann man sich auch einfach an dieser Stelle ein bisschen mehr belesen.

Ich hab neulich noch gelesen, dass Menschen, die nicht ausreichend viel schlafen, riskieren, dass sie schneller dümmer werden als die, die regelmäßig auf ihre Soll-Schlafzeit kommen oder gar noch mehr – und ja, ich kann das bestätigen, denn ich schlaf relativ wenig, hab aber mittlerweile regelmäßig am mindestens an Freitagen den einen oder anderen Hirnaussetzer.

Und vielleicht ist das auch der Grund, warum ich bei dem neuesten Video von Josh von Let`s Game It Out mehr gelacht hab, als ich eigentlich sollte. Vielleicht ist es aber auch nur die eigene Unfähigkeit Spiele eben ganz anders zu spielen, als es die Entwickler und Designer ursprünglich im Kopf haben – vielleicht ist es aber schlichtweg auch nur das Bewundern der Genialität von Josh, der genau das macht.

Nach Two Point Hospital ist nun jedenfalls Planet Coaster dran, dass ich auch schon einige Stunden meiner Lebenszeit geschenkt hab – aber eben nicht ansatzweise so kreativ wie Josh es tut:

PRO PLANET COASTER TIP: The human body is the most high velocity item in the game.

Ich zwinge mich schon ein bisschen zu sehr glauben zu wollen, dass Josh einen ziemlichen Dachschaden haben muss – und dann muss ich schon über die nächste Szene lachen …