Gadgets & Technik – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Sun, 13 Sep 2020 16:07:20 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.5.1 The Decision Maker – Eine Entscheidungshilfe für jeden https://www.wihel.de/the-decision-maker-eine-entscheidungshilfe-fuer-jeden/ https://www.wihel.de/the-decision-maker-eine-entscheidungshilfe-fuer-jeden/#comments Mon, 14 Sep 2020 10:04:55 +0000 https://www.wihel.de/?p=103863 The Decision Maker – Eine Entscheidungshilfe für jeden | Gadgets | Was is hier eigentlich los?

Mit Entscheidungen ist das ja nie so einfach: Meist muss man sie recht schnell treffen, kann dabei aber nur auf ein gewisses Maß an Informationen zurückgreifen, die einem dabei helfen könnten, herauszufinden, welche Entscheidung wohl die beste oder zumindest die einigermaßen richtige sein kann. Das wird immer dann schwierig, wenn man sich vor Menschen rechtfertigen muss, die dafür kein Verständnis haben und unter allen Umständen immer verlangen, dass man zu 100% richtig liegt – nicht selten definiert sich „richtig“ dabei noch nach Tageslaune und Wetterlage.

Das führt dann halt schnell zu einem Verhalten, wie es ein ehemaliger Kollege immer zeigte: Unter keinen Umständen wurden auch die kleinsten Entscheidungen von ihm getroffen. Wirklich alles, musste von irgendwem abgesegnet werden, bloß damit ihn keine Schuld treffen kann – wobei ich eigentlich nicht behaupten würde, dass er nicht verstehen würde, dass auch das Nichttreffen von Entscheidungen Schaden anrichten kann. So oder so, in dem Aspekt war das Arbeiten mit ihm sehr anstrengend, sonst aber ein sehr fähiger Typ.

Und dann gibt es die, die scheißen auf Informationen und entscheiden, wie ihnen gerade der Wind um die Nase steht. Aus dem Bauch heraus, vielleicht auch auf Grundlage von irgendwelchen Würfelspielchen oder einfach gänzlich ohne Muster und nach purem Zufall. So kann man dann unter anderem Präsident der USA werden, vom nötigen Kleingeld mal abgesehen.

Wer so nicht handeln will, aber sich aber dennoch mit Entscheidungen schwer tut, dem sei der Decision Maker empfohlen. Einfach eine Frage in den Raum werfen, das Pendel zum Schwingen bringen und dann geduldig auf die Antwort vom Schicksal warten:

I decided to make a decision maker. I used cardboard, wooden stick and magnets.

Es kann manchmal eben doch sehr einfach sein. Und wehe, jetzt kommt hier einer mit physikalischen Erklärungen an – das Schicksal kennt keinen Magnetismus!

Wie das bei der ersten Wohnung immer so ist, da macht man gern noch den einen oder anderen Kompromiss zu viel – ist ja schließlich die erste Wohnung und die Flucht aus dem elterlichen Nest steht über allem.

So natürlich auch bei uns und unserer ersten Wohnung. Ich will nicht sagen, dass die irgendwie schlecht war oder ein Fehler dort einzuziehen, um Gottes Willen. Die war schon recht gut, aber eben klein, verwinkelt und verlangte die bereits angesprochenen Kompromisse ab. Was uns erst durch den Umzug aufgefallen ist: Sie war auch unfassbar dunkel. Im täglichen Leben fällt das nicht so wirklich auf, der Mensch gewöhnt sich ja an alles – und überhaupt können wir ja einfach rausgehen, wenn wir mal Abwechslung, Licht und ein bisschen frische Luft brauchen.

So dachten wir jedenfalls, haben es dann aber eigentlich doch nicht getan.

Und auch was Badewanne und Balkon angeht, sind das zwei Sachen, zu denen man definitiv nicht nein sagt, aber es aber auch kein großes Must-Have ist. Zumindest so lange nicht, bis man in den Genuss davon kommt und es nicht mehr missen möchte. Geht uns aktuell bei unserem Balkon so und auch bei den riesigen Fenstern, die bei uns verbaut sind und alles viel heller machen, als wir uns das hätten vorstellen können.

Will sagen: Ich glaube, in der alten Wohnung wären wir mit dem ganzen Corona-Scheiß schnell eingegangen, so ist das aber alles recht erträglich.

Und wer auch einen Balkon will, aber bisher keinen hat, kann sich ja mal Bloomframe anschauen. Denn die haben ein Fenster entwickelt, dass gleichzeitig auch Balkon ist und bei Bedarf einfach ein Stück aus der Wohnung rausfährt. Ist zwar nicht riesig und kostet sicherlich auch ein wenig Überwindung, sich auf eine Glasscheibe zu stellen – sieht aber auch sehr stylisch aus:

Amazing Bloomframe® window in use in a new apartment building in Amsterdam designed by HofmanDujardin. For more information on price and installations in 2020 please go to www.bloomframe.com for contact information.

Dürfte allerdings auch ein bisschen was kosten …

Wo wir ja heute schon bei der Zukunft waren: Wieso hat Laser eigentlich noch nicht den großen Durchbruch in den Alltag geschafft? Ich mein, in erster Linie ist das einfach nur Licht, wie schwer kann es also sein, dass in irgendwelchen Alltagswerkzeugen den Leuten einigermaßen ungefährlich zur Verfügung zu stellen? Wir sollten uns da wirklich ranhalten, sonst wird das mit den Jedis für diese Menschheit nichts mehr und wie peinlich wäre das, wenn wir nach dem Klimawandel auch auf diesem Gebiet versagen würden?

Wobei, so ein bisschen mehr haben wir uns diese Technologie ja schon angeeignet. Tattoos werden damit mehr oder weniger täglich entfernt, was ich ziemlich witzig finde, denn nüchtern betrachtet: So ein Tattoo hat ja schon was mit Selbstverstümmelung zu tun (was nicht heißen soll, dass ich Tattoos generell scheiße finde, ganz im Gegenteil). Fremdkörper werden unter die Haut gebracht und so wirklich gesund scheint mir das alles auch nicht. Und damit man den Kram wieder los wird, muss man sich noch mehr selbst verstümmeln, denn so eine Laserbehandlung verursacht ja auch erstmal einen Schaden und nicht zu knappe Schmerzen. So betrachtet sind wir Menschen schon ziemliche Hohlbirnen, was willste machen?

Und auch außerhalb des Medizinbereichs findet Laser immer mehr Anwendung, so zum Beispiel beim … Putzen. Spricht irgendwie auch für sich, dass wir geile Technik für sowas banales einsetzen, aber es funktioniert halt unglaublich gut und schnell und irgendwie auch einfach:

P-laser develops and produces industrial laser cleaning equipment. The machines can be used for rust removal and cleaning statues or molds in a production line. They can remove contaminants or buildup without damaging the original material. Laser cleaning works by shooting beams of high-energy light at a corroded surface. The light turns the particles on the surface into gas and dust that’s then vacuumed away.

Dürfte dennoch eine ziemliche Unsumme kosten und ich befürchte … das mit den Jedis verkacken wir einfach …

Willkommen in der Zukunft! Gut, haben wir uns alle vielleicht ein bisschen anders vorgestellt, mehr so mit fliegenden Autos und geheilten Krankheiten und Wohlstand für alle. Vielleicht. Oder halt dann doch dystopischer wie in The Book of Eli oder auch Waterworld. Aber wer weiß, was nicht ist, kann ja durchaus noch kommen – spätestens nach diesem Jahr gilt der Toyota-Werbespruch meiner Kindheit umso mehr: Nichts ist unmöglich.

Vielleicht enden wir aber auch einfach alle wie die Menschen in Wall-E. Ein Leben lang sitzend auf irgendwelchen Hover-Stühlen, immer fetter werdend und auf unsere iPhones 42 starrend. Das ist dann zwar auch einigermaßen dystopisch, aber immerhin schön klickibunt. Und die Arbeit, die wir eigentlich selbst erledigen sollten, übernehmen einfach Roboter.

Aber wir sind smart, wir haben aus Filmen wie Terminator oder Serien wie Westworld gelernt und lassen unsere Roboter lieber dumm. Stattdessen werden sie einfach ferngesteuert, was noch den schönen Nebeneffekt hat, dass sich Mensch nicht völlig nutzlos vorkommt. Irgendwie arbeitet man doch, wenn auch eher virtuell – aber immerhin tut man was für sein Geld.

Klingt absurd? Ist es nicht und mittlerweile Realität. Aus der Medizin hört das immer wieder mal, dank dem TX (design- und namenstechnisch hätte ich da noch die eine oder andere Frage) kommt der Fortschritt auch im Alltag an. Zwar nur sehr langsam, aber immerhin.

Denn der TX hat ferngesteuert Regale auffüllen. Gut, das klingt jetzt nicht super innovativ, dürfte aber auch nur sowas wie ein Anfang und nur eine Frage der Zeit sein, bis die Dinger auch größere Aufgaben übernehmen:

Man denke da nur an Bau- und Umzugsfirmen oder andere Bereiche, in denen Muskelkraft eine wichtige Anforderung ist. Jetzt muss ich nur noch rausfinden, ob das wirklich gut oder schlecht ist – oder einfach egal.

Es wird kurz nostalgisch und vermutlich erkennt auch nicht wirklich jemand irgendwas auf den Bildern, aber das ist ein nicht unwesentlicher Teil meiner Jugend: Winamp. Wobei besser gesagt handelt es sich um Skins für Winamp und da keiner mehr Winamp kennt oder sich vorstellen kann, wofür man das kleine Stück Software braucht, ein kleiner Exkurs:

Es gab mal eine Zeit, da war an Streaminganbieter nicht zu denken. Das Internet war zu schlecht, die Plattenfirmen zu mächtig und überhaupt konnte man gar nicht die ganze Zeit online sein, weil Muttern ja auch mal telefonieren wollte. Jep, im Internet surfen und gleichzeitig telefonieren war damals nicht möglich.

Das Winamp Skin-Museum | Zeitgeschichte | Was is hier eigentlich los?

Aber wir wollten trotzdem Musik hören also kam es nicht selten vor, dass wir unsere Computer schnappten und uns trafen. Das klingt deutlich leichter als es damals war, denn sowohl Computer als auch Bildschirm waren riesig und sackschwer. Aber nur so konnten wir Musik tauschen, was die Industrie natürlich nicht gern sah – aber wo kein Kläger, da kein Richter.

Und dann schaufelten wir uns die Platten mit mp3s mal mehr mal weniger guter Qualität voll. Doch brauchte es noch etwas zum Abspielen und da kam man früher oder später nicht an Winamp vorbei. Ein kleines Stück Software, mit dem man vornehmlich Musik abspielen konnte, in dem man den Klang so anpassen konnte, wie man es wollte und das sich selbst auch bis zur Unkenntlichkeit anpassen ließ.

Winamp war einfach der Shit.

Und Jordan Eldredge hat sich die Mühe gemacht und irgendwas um die 65.000 Skins zusammengesammelt (oder sammeln lassen – schwer vorstellbar, dass das ein Mensch alleine schaffen kann) und präsentiert diese unter Skins.Winamp.org.

Das Winamp Skin-Museum | Zeitgeschichte | Was is hier eigentlich los?

Das sensationelle ist: Die Dinger lassen sich nicht nur anschauen, sondern auch ein Stück weit benutzen und das katapultiert jeden, der damit zu tun hatte, direkt in diese Zeit zurück. Einfach wunderbar.

Wer noch mehr davon will, folgt am besten diesem Twitter-Bot, der regelmäßig irgendeinen random Skin postet oder probiert auch einfach mal diese Webvariante aus.

Und ich sags ganz ehrlich: So nervig das Speichern und Verwalten eigener mp3s auch war – für Winamp wünsch ich mir die Zeit ein bisschen zurück.

Klassische Handwerkerweisheit, an die ich immer denken muss, wenn irgendwer aus meinem Umfeld mal wieder das falsche Wort benutzt: Es gibt keine Schraubenzieher, denn keines der Geräte ist in der Lage, eine Schraube wirklich zu ziehen. Die Dinger heißen Schraubendreher. Wobei das mit dem Ziehen ja auch nicht so falsch ist, denn durch die leichte Magnetfunktion ist so ein Schraubendreher durchaus in der Lange, eine Schraube zu ziehen und sei es nur über den Tisch.

An sich könnte man auch sagen, dass man bei einem Schraubendreher nicht mehr wirklich mit Innovation glänzen kann. Die Funktionsweise ist recht simpel und hat sich über die Jahre ziemlich zementiert – vielleicht könnte man mit einem neuen Schraubenkopf noch mal etwas Schwung in die Sache bringen, denn der würde auch neue Schraubendreher erforderlich machen. Aber die Geschichte um den Arthur-Kopf hat gezeigt, dass der Markt dafür nicht mehr wirklich vorhanden ist und ich meine, dass auch mal bei der Höhle der Löwen ein paar tüftelnde Erfinder mit Ähnlichem böse auf die Nase gefallen sind.

Die Jungs und Mädels von mininch sagen sich dennoch, dass das alles egal ist und wo eine Wille ist, da lässt sich auch eine Schraube drehen – und haben mit dem Spinner Drive sowas wie den Schraubendreher neu erfunden. Oder weiterentwickelt oder einfach nur eine andere Form verwendet – liegt halt im Auge des Betrachters.

Das sieht an sich auch gar nicht so schlecht aus, ist bestimmt ergonomisch eine tatsächliche Weiterentwicklung, kostet aber mit $64 auch nicht gerade wenig …

Tatsächlich hab ich aber auch hier drüber nachgedacht, nicht einfach mal zu kaufen – so einen ergonomisch wertvollen Schraubendreher kann man schließlich immer gebrauchen, sieht auch einigermaßen hochwertig aus und warum nicht auch mal kleine Firmen unterstützen, die einfach neue Wege gehen?

Und dann dachte ich: Ich bin ja gar nicht der Richtige, der viele kleine Firmen unterstützen kann, denn meine Geldmittel sind begrenzt. Und ich bin so smart und nutze eigentlich nur noch maschinelle Schraubendreher bzw. Bohrmaschinen, denn Schrauben mit der Hand reindrehen … das können Studenten machen, die sich so eine Maschine einfach noch nicht gekauft haben. Ich bin zu alt dafür …

Wer dennoch sein Geld loswerden möchte, kann sich so ein Ding an dieser Stelle besorgen. Oder auch einfach mir geben, ist dann ohnehin besser angelegt.

]]>
https://www.wihel.de/ein-etwas-anderer-schraubendreher/feed/ 2
72 selbstgebaute Musikinstrumente https://www.wihel.de/72-selbstgebaute-musikinstrumente/ https://www.wihel.de/72-selbstgebaute-musikinstrumente/#comments Tue, 18 Aug 2020 14:14:30 +0000 https://www.wihel.de/?p=103422 72 selbstgebaute Musikinstrumente | Gadgets | Was is hier eigentlich los?

Irgendwo hatte ich es in einem Nebensatz schon erwähnt: Mein Arbeitgeber diskutiert gerade das Konzept New Work bzw. versucht gerade heraus zu finden, wie die aktuelle ja dann doch schon recht lange anhaltende Situation das Arbeitsleben beeinflusst und wie man es zumindest ein bisschen positiv drehen kann, sodass alle Mitarbeiter davon profitieren. Klingt sperrig, ist aktuell auch noch unfassbar abstrakt, läuft wohl aber darauf hinaus, dass die Leute einfach arbeiten sollen, wann und wo sie wollen.

Das Wo ist dabei recht einfach gelöst, denn im Grunde braucht man ja heutzutage nur noch Strom und ein bisschen Internet – das Wann dürfte allerdings spannend werden. Schließlich spielen da Kollegen und Kunden eine nicht zu unterschätzende Rolle und ein Account Manager, der seinen Arbeitstag um 22 Uhr abends beginnt, wird wohl schnell vor dem einen oder anderen Problem stehen.

Dennoch irgendwie spannend und sicher nicht verkehrt, sofern am Ende ein bisschen mehr Freizeit herausspringt. Sofern man denn mit mehr Freizeit auch etwas anfangen kann und dann nicht nur an die Zimmerdecke starrt. Der eine oder andere wird sicherlich an die ersten Gedanken der Corona-Krise denken – endlich hat man Zeit, Bücher zu lesen, aufzuräumen oder gar zu renovieren.

Oder man lernt einfach ein neues Instrument, wie unser Nachbar, bei dem wir dank einigermaßen schlechter Isolierung den täglichen Fortschritt mitbekommen (der sich übrigens sehen lassen kann). Man kann sogar noch einen Schritt vorher anfangen und lernen, selbst ein Instrument zu bauen – Nicolas Bras dürfte da die beste Inspiration sein, denn der hat einfach mal 72 (!) Instrumente selbst gebaut (und mehr oder weniger erfunden):

Virtual tour of the exhibition Instruments de Nulle Part by Musiques de Nulle Part
72 unique homemade instruments creations by Nicolas Bras

Einiges klingt erstaunlich gut oder?

So wirklich lässt mich das Thema Tattoo dann doch nicht in Ruhe, selbst in Zeiten einer Pandemie, in der es noch mal was ganz anderes ist, sich Farbe unter die Haut stechen zu lassen (Hygiene und so, ihr wisst schon). Erschwerend kommt hinzu: Mein Körper ist während des ganzen Homeoffice noch unförmiger geworden als eh schon und wir alle wissen ja, dass unförmige Menschen und Tattoos nur selten ästhetisch zusammen gehen. Bevor jemand schreit: Soll jeder machen, wie er will, aber die Dinger verziehen sich dann halt und zumindest in meinen Augen sieht das einfach nicht schön aus.

Außerdem nimmt die Zahl der Tattoo-Träger ja auch eher zu als ab, sodass das Killerargument „Individualität“ auch nur noch bedingt greift – eigentlich gar nicht mehr.

Auf der anderen Seite: Irgendwie hat das auch was. Aber will man das dann ein Leben lang haben? Und welche Spätfolgen in Sachen Gesundheit gehen damit einher? Und welches Motiv denn überhaupt? Schließlich muss einem das ja auch langfristig gefallen und nicht nur für den Moment.

Nicht jede Frage lässt sich direkt beantworten, aber zumindest für Motiv und Körperstelle gibt es das eine oder andere Helferlein. Aus der Kindheit kennt man sicher noch die Klebebildchen, die man mit Wasser und Druck auf die Haut presst und die dann so lange halten, wie man die Finger davon lässt. Gibt es mittlerweile auch als Erwachsenen-Version, hält aber trotzdem nur 1 bis 2 Tage.

Und es gibt wohl mittlerweile eine ganze Latte an Druckern, die Mittels App das Wunschmotiv auf die Haut drucken und dank spezieller Tinte eine teils längere Haltbarkeit versprechen.

Prinker ist so ein Teil, gibt die Haltbarkeit hier aber auch nur „mit bis zu 2 Tagen“ an – da hält jede Kuli-Kritzelei länger. Außerdem ist das Werbevideo unfassbar furchtbar:

Discover exciting features of new Prinker S instant custom temporary tattoo device.
Choose from a rich library of pre-made artworks or create your own unique Prinker tattoo in Prinker App.

Prinker S uses certified cosmetic black ink to apply waterproof, soap-washable DIY tattoos. So, date to experiment and color your way!

Prinker S supports iOS and Android.

250€ soll das Gerät laut Hersteller kosten. Wirkt auf mich nicht wirklich wie Alternative und nicht mal wie ein schlechter Kompromiss … dann doch lieber die permanente Variante nach reiflicher Überlegung …

]]>
https://www.wihel.de/nur-ein-tattoo-drucker/feed/ 1
Wie man einen Monitor in Holz einfasst https://www.wihel.de/wie-man-einen-monitor-in-holz-einfasst/ https://www.wihel.de/wie-man-einen-monitor-in-holz-einfasst/#comments Tue, 04 Aug 2020 10:02:08 +0000 https://www.wihel.de/?p=102475 Wie man einen Monitor in Holz einfasst | Handwerk | Was is hier eigentlich los?

Wo ich ja nun auch endlich mal etwas mit Holz und meinen eigenen Händen gebaut hab (am Wochenende wird das Ding noch ein bisschen mehr veredelt – zumindest ist das der Plan), bin ich auch bereit, den nächsten Schritt in meiner Holzkarriere-Leiter zu nehmen. Nicht, dass ich jetzt irgendwie mehr Wissen über den Werkstoff hätte oder genau wüsste, was ich im Vorfeld alles vorbereiten müsste – aber wenn Fußballspieler einfach Trainer werden können, nur weil sie ein paar Jahre gegen den Ball getreten haben, bin ich auch bereit für höhere Aufgaben im Holzbereich. Im Zweifel fängt man einfach so lange von vorne an, bis man es so hat, wie man es haben will.

Und da ich aber recht gern am Rechner sitze, sprich mit Computern arbeite, liegt es nahe, beide Welten einfach zu verbinden. Warum also nicht mal sein technisches Gerät nehmen und mit diesem wunderbaren Werkstoff verschmelzen? Schließlich ist Holz gut und geduldig, kennt keine Deadlines und meckert auch nicht, wenn man mal verschläft. Holz ist toll.

So könnte man zum Beispiel seine Maus und Tastatur durch Holz-Pendants ersetzen, was für den Anfang vielleicht aber auch zu frickelig ist. Dann was einfaches – einen Holzmonitor. Klingt auf den ersten Blick kompliziert, wenn man das Ding tatsächlich von Grund auf baut, man kann aber auch Fuchs sein, einen fertigen Monitor nehmen und ihn einfach nur in Holz einfassen.

Genau das hat The Q getan und zeigt dabei nicht nur, wie das geht, sondern auch, dass das gar nicht mal si super schwer ist:

In today’s video I show how to transform your casual monitor into individual pice of art! All you need is some wood and free time :)

Fraglich allerdings, wie das mit der Wärme zusammenarbeitet. Holz ist zwar gut, aber eben auch empfindlich, was heiß und kalt angeht.

Wann immer uns damals in der Schule langweilig war, haben wir versucht Dinge zu bauen. Die wohl berühmteste Konstruktion ist das Flugzeug, bestehend aus Stift und Geo-Dreieck, aber auch Katapulte mit dem Lineal waren keine Seltenheit. Und wer gar nix bauen konnte, hat den Radiergummi erstochen und sich anschließend geärgert, dass er mehr oder weniger unbenutzbar war – oder diese kleinen Kugeln aus den Tintenpatronen gepopelt, umso irgendwo anders zu sammeln. Schließlich weiß ja keiner, wann oder wofür man die gebrauchen kann – aber das es so kommt, war klar. Dafür waren sie einfach zu selten und perfekt.

Und nicht selten haben wir versucht, praktischere „Waffen“ zu bauen. So ein Katapult mit dem Lineal geht da schon in die richtige Richtung, aber ist eben schwer zu kontrollieren, besonders wenn man keine Ahnung von Physik hat. Am naheliegendsten war dann das Blasrohr, dass eigentlich nur ein Strohhalm war und mit Papierkugeln bestückt wurde (nicht selten vorher in Speichel getränkt – was ich auch rückblickend maximal ekelhaft finde).

König war allerdings der, der im Besitz eines Gummis war und damit + seinem Zeige- und Mittelfinger eine Zwille für Arme basteln konnte. Quasi immer einsatzbereit, aber genauso schnell wieder versteckt, wenn eine Aufsichtsperson in der Nähe war – es war das ultimative Attentäter-Gadget, sofern man denn wusste, wie man damit umgehen musste.

Nachfolgend die nächste oder vielleicht auch übernächste Ausbaustufe: Eine Armbrust für den Finger. Ebenfalls klein und somit schnell versteckbar, aber eben auch eine ganze Ecke gefährlicher und technischer:

Falls uns also die Mini-Vampire angreifen oder die sauren Gurken versuchen, die Weltherrschaft an sich zu reißen … sollen sie doch ruhig kommen. Wir sind vorbereitet, aber sowas von.

Was man hierzulande ja auch nur aus dem Fernseher kennt: Spielhallen für Kinder. Also nicht die Dinger, in denen arme Würste ihre letzten Ersparnisse verzocken, sondern die Hallen, in denen coole Teenager nach der Schule mit ihren BMX-Rädern radeln, um dann Street Fighter und Co. zu spielen. Gab es überhaupt mal Versuche, sowas auch in Deutschland zu etablieren? Oder haben wir einfach direkt mit Media Markt und Saturn angefangen und dort einfach zwei Konsolen aufgestellt, die immer nur von denen belagert wurden, die die Schule geschwänzt haben?

Erinnert mich übrigens an ein Foto, dass ich mal vor Jahren von einem Schild bei Media Markt aufgenommen hab – darauf der Spruch, dass Schule wichtig sei und man deswegen die Konsolen erst um 14 Uhr anstellen würde. Foto aufgenommen: um 12 Uhr. Konsolen: liefen.

Vielleicht hat man bei diesen Spielautomaten aber auch schon das Ende vor dem Anfang kommen sehen und das Schicksal der hiesigen Video-Verleih-Läden einfach direkt vermieden. Oder man hat doch Parallelen zum Glücksspiel gezogen und erkannt, dass diese Automaten sogar noch schlimmer sind, weil man gar kein Geld gewinnen könnte, selbst wenn man wöllte.

Ändert aber nichts daran, dass einige Spiele dennoch ordentlich Geld gescheffelt haben, allen voran natürlich Pac-Man:

Do you remember the first arcade game you played?
In this video we can see the visualization of the highest earning arcade games of all time since 1978. In other words, these are the most played arcade games from the beginning of arcade gaming until the beginning of 2020. The earnings have been adjusted for inflation in order to fairly compare the games. Very few of the newer arcade games made it to the list because most gamers now have home consoles, gaming computers and games on their phones. Arcade gaming is now more of a casual activity than a hobby.

Ebenfalls spannend: Seit wann bzw. wie lange die Spiele Geld generieren. Ich mein: Wer lässt sich denn heute noch von Pac-Man vom Hocker reißen?

Aktuell hat es die Automobil-Branche ja besonders schwer und ein Schelm ist der, der auch noch behauptet, dass es zum Großteil hausgemacht ist. Aber nachdem alle plötzlich Diesel und Benziner verteufelt haben, Tesla mit seinem Elektro-Auto auf der Überholspur zumindest in einigen Teilen vorbeigezogen ist, kam dann auch noch Corona und die Leute hatten so gar keinen Bock mehr darauf, sich Autos zu kaufen. Warum auch, wenn man den ganzen Tag eigentlich nur im Homeoffice hockt?

Natürlich wurden die Rufe schnell nach staatlicher Unterstützung laut und jeder, der dagegen war, wurde verbal zum Teufel gejagt – gern mit dem Totschlagargument „Arbeitsplatzerhalt“.

Ich kann nur sagen: Für mich gilt weiterhin, dass ich ein Elektro-Auto ziemlich genial finde, aber im Mehrfamilienhaus lebend keine Chance sehe, das Ding vernünftig laden zu können, wenn es geladen werden muss. Und bei jeder längeren Strecke eine Route planen zu müssen, damit man auch die gesteigerte Reichweite übersteht, ist jetzt auch nicht gerade die Freizeitbeschäftigung, die ich mir wünsche. Ja, da bin ich absolut faul – aber eben auch Konsument, der es so einfach wie möglich haben möchte. Und das geht mit einem Verbrenner aktuell noch um ein Vielfaches einfacher.

Aber nicht nur der technologische Fortschritt sowie diese elendige Pandemie macht es der Automobilbranche schwer, sondern jetzt auch noch Lego (was ja an sich nur eine Frage der Zeit war). Die kleinen Spielklötze erobern ja schon länger die Welt um sich herum und jetzt hat The Brick Wall einfach mal eine kleine Auto-Fabrik aus Lego gebaut.

Viel mehr noch: Die Autos, die da rauskommen, sind deutlich umweltfreundlicher als alles, was bisher an Autos da war:

Finally, the Lego factory builds racing cars that you can eat!
Guess who will be the winner?

Langstrecke geht aber auch damit nicht.

Ich bilde mir ja ein, dass ich ziemlich okay Bescheid weiß, wenn es um Rechner, Software und Internet geht – wobei mein Geheimnis eigentlich nur darin besteht, dass ich weiß, wie man nach bestimmten Sachen googelt. Viel mehr noch, ich wird sogar verraten, wie man das macht: dabei hat man im Grunde zwei Wege. Entweder man gibt die Frage genau so ein, wie man sie einem Menschen stellen würde. Oder man gibt lediglich die wichtigsten Keywords ein. Beispiel: „Wie backt man einen Käseluchen?“ oder auch einfach „Käsekuchen backen“. Beides führt sehr schnell zu sehr guten Ergebnissen, vertraut mir (btw: Würd ich natürlich nicht googeln, ich würd einfach Line fragen, die weiß, wie das geht).

Dennoch: mein Wissen reicht insoweit aus, dass ich diese Seite hier irgendwie am Laufen halten kann, das sogar für ein paar andere Seiten hinbekomme und durchaus auch mal den einen oder anderen kleinen Hack ausprobiere, wobei Hack nicht Hack meint, sondern Hack. Auch hier ein Beispiel: Ich hab mir ein Script zusammengesucht und umgebaut, dass meinen Slack-Status immer verändert, sobald ich ein Zoom-Meeting betrete oder verlasse. Das kriegt ein Profi sicherlich besser hin, aber für meine Zwecke reicht es und hat mich auch nur zwei Tage gekostet.

Und die hab ich gern investiert, denn es hilft deutlich zu machen, wann ich erreichbar bin und wann nicht. Für das nachfolgende Szenario im Video hingegen hab ich aktuell so gar kein Anwendungsfall, aber auch kein Windows und schon gar nicht 896 CPU-Kerne. Dennoch: Es ist auch ein bisschen cool zu sehen, dass man Doom auch im Windows Task Manager spielen kann, wobei die Grafik doch noch recht schwierig ist und man teils kaum was erkennt:

Playing Doom in Windows task manager. Finally got it working and looking decent!
But can it run Crysis?…

ctrl+alt+doom

Done by taking the original pixels, then parsing to black and white and scaling down to 56×32 pixels. I spent quite a lot of time finding a good function to scale the brightness to try to make the contrast good.

Einfacher ist es da schon mit Pong:

Und wenn man kein Bock auf Spiele hat, dann schaut man einfach Filme damit:

Was man ja auch viel zu selten macht: Schallplatten hören. Zumindest dachte ich, ich würde unseren Plattenspieler deutlich öfter benutzen – auf der anderen Seite: Wenn du dir eine Platte anmachst, dann willst du ja auch bewusst die Musik hören und nicht einfach nur irgendwas im Hintergrund dudeln haben. Und dafür brauchst du dann eben Zeit, Ruhe und die richtige Stimmung. Und eben auch die passende Musik, womit wir schon beim nächsten „Problem“ wären: ich brauch nicht alles an Musik auf Platte, sondern nur wirklich besondere Stücke. Und wenn du die hören willst, bist du wieder bei den ersten Punkten – das muss halt gerade passen, für alles andere kann man Radio oder tatsächlich Spotify und Co. anknipsen.

An sich ist es aber auch gar nicht schlimm, dass der Plattenspieler eher selten läuft – der wird ja auch nicht besser, je intensiver er genutzt wird und teilt das gleiche Schicksal wie alle mechanischen Geräte. Außerdem: Man könnte ja, wenn man wollte und haben ist ohnehin besser als brauchen und [hier bitte noch 1 bis 12 Ausreden einfügen].

Das ist auch der Grund, warum ich mich nicht mehr wirklich für Plattenspieler interessiere, da schaffen es nur noch die ganz ausgefallenen Stücke, meine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. RokBlok ist genau so ein ausgefallenes Stück und ich weiß nicht mal, ob der Begriff Plattenspieler hier überhaupt noch richtig ist.

Auf den üblichen Plattenspielern dreht sich ja bekanntermaßen die Platte und der Spieler steht eher starr vor sich hin. Beim RokBlok ist das im Grunde genau umgekehrt: Die Platte liegt still da und der Plattenspieler … ja, das komplette Ding … dreht sich auf der Platte.

Introducing RokBlok. The world’s first infinitely portable, Bluetooth record player.

Mit irgendwas um die $100 ist man bereits dabei und das Ding dürfte deutlich platzsparender sein als die meisten der üblichen Plattenspieler – Abstriche gibt’s dann aber auch mindestens beim Klang.

Und ist es nicht genau der, warum man überhaupt auf Platten setzt?

Von Puzzleboxen hat der eine oder andere vielleicht schon mal gehört, von Chris Ramsay vielleicht weniger – mir zumindest war er bisher kein Begriff. Ich war aber bisher auch nicht so im Puzzle-Box-Game drin, wenn auch ich derlei Videos – per Zufall gefunden – immer recht spannend fand, besonders weil es hier ja auch um handwerkliches Geschickt geht. So ein normales, flaches Puzzle ist ja relativ unspektakulär, aber wenn man irgendwo Schalter drücken und Hebel ziehen muss, damit irgendwas passiert … das macht doch wirklich Spaß.

Ein wenig davon durften auch Line und ich bei unserer Hochzeit erleben, denn ihre Familie (und jetzt ja auch irgendwie meine) haben auch eine Art Puzzle-Box auf die Beine gestellt, die wir dann unter den Blicken der anderen lösen mussten.

Logischerweise nicht ganz so raffiniert wie das, was Ramsay hier vor sich stehen hat, aber mindestens mit genauso viel Spaßfaktor und jeder Menge Aufwand bei der Erstellung. Haben wir am Ende natürlich auch irgendwie hinbekommen, wobei ich mich auch nicht scheue zuzugeben, dass ich bei der enthaltenen Matheaufgabe direkt abgeschaltet hab. War ja auch Wochenende und niemand sollte am Wochenende zu Mathe gezwungen werden.

Zurück zum eigentlichen Thema: Ramsay versucht also im nachfolgenden Video das Ding zu lösen und ich hätte da auch nicht gerade wenig Bock, es im gleich zu tun. Und überhaupt muss man sich dabei immer mal wieder vor Augen führen, was für verrückte Leute eigentlich dort arbeiten müssen, wo das Ding hergestellt wurde. Ich mein: Wer denkt sich denn wirklich schon selbst mal Puzzle und Rätsel aus? Und woher weiß man eigentlich ob sie zu leicht oder zu schwer sind, wenn man die Lösung ja schon kennt?

Today I’m going to attempt this one of a kind, insanely intricate and pricey, sequential discovery puzzle box, made custom by Labsterium. It’s filled with insane riddles and things to solve and decode.. Also contains Augmented reality! This is by far the funnest puzzle I’ve ever solved!

Ich bin ein großer Fan von Automatisierung, auch wenn das etwas weiter gedacht heißt, dass da im ersten Schritt viele Arbeitsplätze wegrationalisiert werden. Aber denkt man das Ganze noch ein bisschen weiter, verlagern sich die Anforderungen lediglich und man muss zusehen, dass man weiter am Ball bleibt – insofern ist das Argument, dass technischer Fortschritt und der Einsatz von Maschinen Arbeitsplätze vernichtet … einfach nur falsch.

Wo ich hingegen weniger Vertrauen investiere – und das ist auch der Grund, warum unsere ersten Schritte im Smarthome-Bereich noch nicht weiter ausgebaut sind – ist in Infrastruktur. Die bisherigen Lösungen sind schon ziemlich gut und mal abgesehen vom Geldeinsatz spricht nicht viel gegen weitere Ausbaustufen, bis hier auch wirklich alles automatisch läuft.

Aber was tun, wenn ein Anbieter doch mal pleite geht? Aufgekauft wird? Produktreihen einstellt? Server abschaltet oder einfach nur technische Probleme hat? Ich sags euch: nichts. Denn dann ist man am Arsch und kann sein Zuhause nicht mehr nutzen.

So toll dieser ganze Zauber also auch ist, irgendwie hängt man dann doch am Rockzipfel der Hersteller und begibt sich in eine Abhängigkeit zu deren Servern. Und das möchte ich ehrlich gesagt nur bedingt – gerade wenn es um smarte Türschlösser geht, bin ich dann doch recht sensibel. Ich möchte einfach nicht vor verschlossener Tür stehen, nur weil gerade das W-Lan nicht funktioniert.

Der Barisieur 2.0 – Ein Wecker, der dir Kaffee kocht | Gadgets | Was is hier eigentlich los?

Ganz so schlimm ist es beim Barisieur 2.0 nicht – das ist eigentlich nur ein Wecker in Verbindung mit einer Kaffee- bzw. Teemaschine. Und ich find die Idee eigentlich auch total super: langsam nimmt das Unterbewusstsein den aufsteigenden Kaffee-Duft wahr und dann wird man im letzten Moment vom Wecker aus dem Schlaf geholt, muss aber nicht sauer oder traurig sein, sondern kann direkt zum flüssigen Gold greifen.

Dazu sieht das Gerät auch noch einigermaßen schnieke aus und kann sogar das Smartphone laden.

Ease into the day with the sound of bubbling water and the smell of freshly brewed tea or coffee. Designed to sit comfortably by your bedside, enjoy a fresh cup of English breakfast with fresh milk, or a delicate green tea from the comfort of your covers.

Das Ding ist halt nur: Wenn ich morgens vom Wecker geweckt werde, möchte ich nicht sofort Kaffee, sondern erstmal auf Klo. Und wenn Kaffee, dann gern auch gesüßt und mit Milch. Insofern fall ich aus der Zielgruppe schon mal raus, was aber nichts macht, denn 643 Leute haben das Projekt mit knapp 110.000 Pfund trotzdem zur Verwirklichung gebracht.

Wer gern auch so ein Ding möchte, schaut einfach mal hier vorbei.

]]>
https://www.wihel.de/der-barisieur-2-0-ein-wecker-der-dir-kaffee-kocht/feed/ 4
Eine Rohrbiegemaschine in Aktion https://www.wihel.de/eine-rohrbiegemaschine-in-aktion/ https://www.wihel.de/eine-rohrbiegemaschine-in-aktion/#comments Thu, 09 Jul 2020 06:05:07 +0000 https://www.wihel.de/?p=102169 Eine Rohrbiegemaschine in Aktion | Handwerk | Was is hier eigentlich los?

Meine Liebe für Bau- bzw. Industriemaschinen ist hinlänglich bekannt, besonders weil ich mir nicht vorstellen kann, wie man auf Ideen dafür kommt bzw. welche Gedanken man sich vorab gemacht haben muss, bis dann wirklich ein riesiger Kasten entsteht, der genau das macht, was er machen soll und dabei teilweise unfassbar intelligent wirkt.

Wobei ich mittlerweile auch sicher behaupten kann, dass mir dazu die passenden Denkmuster fehlen, denn ich hab neulich erst gesehen, wie man sehr simpel eine Sortiermaschine für Äpfel basteln kann: Man stellt diverse Eimer der Reihe nach auf. Darüber legt man zwei Stöcker / Streben mit leichtem Gefälle, sodass die Äpfel wie auf Schienen über die Eimer rollen können. Und dann verändert man den Abstand der Stöcker / Streben so, dass er am Anfang kleiner ist als am Ende.

Jetzt braucht man die Äpfel nur noch darüber rollen und bekommt sie so nach Größe sortiert, denn gleichgroße fallen immer an der gleichen Stelle durch die beiden Stöcker / Streben. Eigentlich super simpel, aber man muss eben erstmal drauf kommen (wobei man da vielleicht auch schnell drauf kommt, wenn man sich den ganzen Tag mit Eimern, Stöckern und Äpfeln beschäftigt)

Super simpel wirkt auch die nachfolgende Maschine, die vornehmlich dazu gebaut ist, Rohre zu biegen – und das scheinbar frei nach Belieben. Sicherlich gar nicht so simpel ist aber wohl der Algorithmus, den die Maschine anwendet, damit das Rohr am Ende so gebogen wird, wie es gebogen werden soll, denn für das gewünschte Ergebnis sind irgendwie nur Mikrobewegungen nötig. Und die müssen sitzen, aber sowas von:

Cooney marines amazing Tube bender.

Ist auf der anderen Seite aber auch Quatsch, denn wir wissen ja spätestens seit Futurama, dass einzig und allein Bender in der Lage ist, Rohre so zu biegen.

Ich hatte ja schon mal von meinem angedachten Projekt in Bezug auf Ambilight für unseren Fernseher berichtet (vielleicht sogar an mehreren Stellen) und warum es dazu nie so wirklich kam. Aber es scheint so, als würde sich ein neues Projekt auftun, dass zwar deutlich weniger Technik, dafür aber mehr Handwerk beinhaltet – dazu später mehr.

Vielmehr soll es jetzt um ein kleines Projekt gehen, dass nicht wirklich einen praktischen Nutzen hat, dafür aber zeigt, dass man nicht viel braucht, um sich ein eigenes U-Boot zu bauen. Gut, keines, in dem man Menschen transportieren kann, aber seit Peter Madsen sollte man ohnehin vorsichtig mit Leuten sein, die sich privat U-Boots bauen.

Die Nummer hier ist wesentlich kleiner und besteht eigentlich nur aus einer IKEA-Schüssel, diversen LEGO-Teilen und dann doch ein bisschen Technik, damit sich das Ding auch unter Wasser steuern lässt.

Was ich hier aber besonders mag, ist einfach die Vorgehensweise, die so wunderbar iterativ ist, dass es eigentlich ein Lehrbuchstück ist. Denn der Plan am Anfang ist eigentlich ziemlich klar und der ganze Bums auch relativ schnell zusammen geklöppelt.

Aber die ersten Versuche zeigen, dass es noch an diversen Stellen Verbesserungspotential gibt und so wird weiter angepasst und getestet – bis das Ergebnis passt. Vermutlich kann nur ich mich dafür begeistern, aber derlei Paradebeispiele findet man heutzutage ja eher selten …

This RC sub has magnetic couplings to transmit torque through the walls. No need to drill holes = no leaks. At the end I test it in a swimming pool. Enjoy!

The submarine specs:
Displacement: 2.7 kg (6.0 lb)
Test depth: 1.5 m (4.9 ft)
Hull: glass food container (IKEA 365+ 1.8l), plastic lid
Motors: 3x Lego XL-motor (8882-1)
Magnetic couplings: K&J Magnetics R844-N52 neodymium magnet, TapeCase 423-5 UHMW Tape
Propellers: Lego propeller blade (2952), Lego liftarms
Radio control: 27 MHz controller dissembled from a toy submarine (Zantec Mini RC U Boot), L298 H-bridge to drive motors
Power supply: 9V Lego battery box for the motors, 3.7V Li-Po for the RC
Onboard camera: Faironly Firefly Q6
Pressure sensor: Jolly Logic Altimeter One

Außerdem weiß ich nun, wo man mal nach LEGO-Teilen schauen kann, wenn man ähnliches vor hat: bricklink.com

]]>
https://www.wihel.de/ein-selbstgebautes-u-boot-aus-lego-und-einer-ikea-schuessel/feed/ 3
In Indien bauen sie noch immer verrückte Vespas https://www.wihel.de/in-indien-bauen-sie-noch-immer-verrueckte-vespas/ https://www.wihel.de/in-indien-bauen-sie-noch-immer-verrueckte-vespas/#comments Tue, 07 Jul 2020 10:55:42 +0000 https://www.wihel.de/?p=102145 In Indien bauen sie noch immer verrückte Vespas | Gadgets | Was is hier eigentlich los?

Indien ist ja auch so ein Land, über das man eigentlich nichts weiß … oder alles. Ich muss mittlerweile immer daran denken, wie ich mich mal für einen Job beworben hatte, natürlich wieder als Product Manager, denn das ist es, was mir Spaß macht. Der Termin zum Telefoninterview stand auch recht schnell und auch direkt mit dem Chef – der hatte aber scheinbar ganz andere Pläne und fragte, ob ich sowas wie seine rechte Hand werden wollen würde.

Klingt erstmal dubios, aber wenn man einen Job braucht, hört man sich ja vieles an. Ein Punkt, der aber weniger toll klang: Ich hätte regelmäßig nach Indien fliegen müssen. Da wir damals noch keinen Hund hatten, konnte ich mich damit aber anfreunden – allerdings schien man von Human Ressources und einem okayen Umgang mit Bewerbern nicht viel gehört zu haben. Mehr als eine sehr nette und recht optimistische Mail der Sekretärin ward nicht mehr gesehen, auch auf mehrmaliges Nachfragen kam keine Reaktion. Schade, aber so ist moebel.de durchaus ein fähiger Product Manager durch die Lappen gegangen …

Aber auch für mich hat das Nachteile, denn so kann ich mich weiterhin nicht davon überzeugen, ob die Inder mit ihren Vespas wirklich so verrückt sind und Dinge zusammenbauen, die bei Weitem keine Vespa mehr sind.

Bereits zwei Mal hatte ich Beiträge dazu und nun haben sich auch die Jungs und Mädels von Great Big Story diesem Phänomen angenommen:

Lots of people ride the Italian scooters known as Vespas in Indonesia. But Rebel Riders modify their Vespas to the extreme. They use scrap metal, tree branches, anything they can get their hands on to create one-of-a-kind vehicles. Rebel Riders love expressing their individuality through their unique rides. They also enjoy being part of a community full of people who support one another and share a passion for exploring their beautiful country.

Wenn das der TÜV sieht …

Nachdem LEGO ja schon vor ein paar Jahren sehr kunst- und eindrucksvoll die Kurve von „Spielzeug“ zu Hype-Nerd-alle-wollen-es-haben-Produkten hingelegt hat – letztendlich, in dem man einfach mal ein paar Lizenzen eingeheimst und sich von seinem wir-machen-alles-wie-immer-Gehabe verabschiedet und sowas wie das Simpsons-Haus und mehr produziert hat – versucht LEGO nun mal wieder etwas Neues: Kunst.

Oder zumindest sowas wie Kunst, denn irgendwie ist es ja immer noch LEGO – aber es nimmt gleichzeitig auch die 8- bzw. 16-Bit-Liebhaber ins Visier. Denn die neueste Idee sind kleine Steckbilder, die am Ende eben ein Bild mit recht bekannten Motiv ergeben und wie Pixel-Kunst für die heimischen 4 Wände fungieren.

Aktuell kann man sich Bilder von Andy Warhol, den Beatles, Marvel oder auch Star Wars in die Bude hängen, muss aber eben erst selbst zu sowas wie einem Künstler werden, denn wie das bei LEGO so ist – da wird selbst zusammengebaut.

Preislich ist das allerdings nicht ganz ohne, knappe 120€ möchte LEGO jeweils pro Bild haben – liefert aber gleichzeitig auch bei dem einen oder anderen Kunstwerk noch einen passenden Soundtrack mit dazu, den man sich beim Zusammenbau anhören und dabei entspannen kann.

Tatsächlich bin ich hier aber ein bisschen skeptisch, was den durchschlagenden Erfolg anbelangt. Sicher, die Pixel-Art-Liebhaber werden sicher mit dem Gedanken einer Anschaffung spielen, aber so wirklich innovativ ist das nicht. Die lizensierten Sets hatten wenigstens noch ausreichend Nerd-Faktor dabei, bei Kunst scheiden sich aber eher die Geister.

Erschwerend kommt hinzu: Es mangelt hart an Auswahl – aktuell 4 Motive (eigentlich drei, Marvel kommt erst noch) sind dann doch arg wenig. Da hilft auch nicht wirklich, dass man mit jedem Set noch mal zusätzliche Varianten basteln kann.

Ich bin, was iPhone-Hüllen angeht, ziemlich eigen. Wobei, das stimmt nicht, ich hab nur spezielle Ansprüche, wobei ich die noch nicht mal als speziell bezeichnen würde. Seit Jahren setze ich eigentlich schon auf die Hüllen von Spigen, da es so ziemlich die einzigen sind, die das iPhone – was ja immerhin eine ganze Stange Geld kostet – aus meiner Sicht am besten schützen. Vor allem dass der Hüllenrand ein paar mehr Millimeter über dem Display liegt, ist bares Geld wert, wie nicht zuletzt ein kleiner Fauxpas bei Line gezeigt hat.

Darüber hinaus muss es natürlich schon ein bisschen ein Handschmeichler sein und wenn dann auch noch ein kleiner Standfuß dabei ist (so wie bei meiner aktuellen Hülle), sag ich auch nicht nein. Und ich hab einige Hüllen ausprobiert, bis ich die gefunden hab, sodass ich behaupten würde: ich weiß ungefähr, wovon ich spreche.

Ein Fehlgriff bei dieser Wanderung: Hüllen zum Aufklappen. Schützen das Display natürlich perfekt und so gut, wie keine andere Hülle, sind aber auch maximal unpraktisch, weil man ständig das Ding aufklappen muss. Gerade diejenigen, die das Smartphone zum Telefonieren benutzen, wissen wie nervig das sein kann.

Aus dem Blickwinkel stehen die Chancen für castAway’s Hüllen eigentlich schlecht – auf der anderen Seite sind die aber auch wieder sehr gut, denn die zweite Hälfte der Klapphülle kann modular mit praktischen Zusatzfunktionen verwendet werden – zum Beispiel als zusätzlicher Akku, Lautsprecher, Gamepad oder auch als zweites Display:

Two screens are better than one!

Die Speaker würd ich aufgrund ihrer Größe kategorisch schon mal ausschließen, zumal Smartphones von Haus aus mittlerweile einen ziemlich okayen Klang mitbringen, aber so ein zweites Display … das hat schon was. Und wenn das wirklich mit den gängigen Smartphones funktioniert … es klingt fast zu schön um wahr zu sein.

Zudem sei auch gesagt: Die Crowdfunding-Kampagne lief Ende letzten Jahres aus und die neuesten Kommentare sind jetzt auch nicht gerade positiv … Aber wäre ja auch nichts Neues, wenn Crowdfunding jedes Mal problemlos und in time funktionieren würde oder?

Ich hab mich ja schon als kleines Kind gefragt, wie es die ganzen Fotografen und Kameramänner schaffen, bei Tier-Dokumentationen teils extrem gute Bilder hinzubekommen. Später war dann klar, dass da vor allem jede Menge Geld in Ausrüstung geflossen sein muss, noch viel später kam dann noch die Erkenntnis hinzu, dass da auch jede Menge Geld in Form von Zeit und Versuchen steckt – man muss halt doch sehr lange warten und geduldig sein, bis der perfekte Schnappschuss gelingt. Und nicht zuletzt schwingt da auch keine unerhebliche Portion Gefahr mit, denn die Jungs und Mädels müssen nach wie vor teils sehr nah an die Tiere ran. Ein Job, auf den man wirklich Bock haben muss, um ihn (gut) zu machen.

Aber auch hier macht der technologische Fortschritt keinen Halt vor und damit meine ich nicht nur die Ausrüstung in Sachen Fotografie und Filmerei – mittlerweile wird auch verstärkt auf künstliche Artgenossen gesetzt, damit man so nah wie möglich an die Tiere ran kann.

Vor ein paar Wochen geisterte schon mal ein Video von einem Affen (? Oder irgendwas anderes – fand ich leider nicht spannend genug, um genauer einzusteigen) durch die Blogs, jetzt gesellt sich die Robot Spy Turtle hinzu.

Finde ich insofern spannend, dass die schon ziemlich echt aussieht und auch in Sachen Bewegung ziemlich nah an ein Original heran kommt – am spannendsten ist aber, dass auch dieser kleine Roboter Eier wie eine richtige Schildkröte legt. Und das nicht nur aus Jux und Dallerei, selbst dahinter steckt noch sowas wie Sinn und Verstand:

Robotic Spy Turtle Joins An Epic Turtle Invasion but has an astonishing trick up its sleeve to film up close and personal among the olive ridley sea turtles.

Every year hundreds of thousands of olive ridley sea turtles come to the shores of Ostional in Costa Rica to lay their eggs. Around 20,000 may arrive in a single day!

Was es nicht alles gibt.

Und beinahe wäre ich auch mit der wohl größten Anschaffung des Urlaubs unentdeckt durchgekommen, aber gestern Abend hat Line dann doch entdeckt, dass ich mir eine Schafwoll-Jacke im Urlaub gegönnt habe. Die war einigermaßen teuer, ist aber auch unglaublich schwer, was letztendlich für mich der Indikator ist, dass die auch unglaublich warm hält. Glaub ich, denn die Probe aufs Exempel wird erst in ein paar Monaten möglich sein. Ohnehin wurde ich schon schief angeguckt, als ich die Jacke bei 30°C Außentemperatur gekauft hab – ist ja auch absurd, im höchsten Hochsommer bei tropischen Temperaturen eine Winterjacke zu kaufen. Aber wenn sich die Gelegenheit schon mal ergibt …

Und was wäre schon ein Urlaub, wenn man nicht auch mal viel Geld für Quatsch ausgeben kann? Eben. Wobei das mit dem Quatsch ja noch gar nicht feststeht, aber ein Urlaub, in dem man nur das kauft, was man auch wirklich braucht – das macht doch keinen Spaß.

So in etwa könnte man auch den Traintrackr bezeichnen. Ziemlich sinnlos, aber auch irgendwie sehr cool. Denn dabei handelt es sich um sowas wie eine Platine, auf der das Streckennetz der Londoner U-Bahn abgebildet ist (wahlweise auch von Boston) und auf dem in Echtzeit Züge dargestellt werden. Braucht halt nur Strom und eine funktionierende W-Lan-Verbindung und schon läuft der Spaß.

Ist mit 40 x 30 cm auch einigermaßen groß und bestimmt genau so cool, wie ich es als Nichtbesitzer finde – kostet mit 249 Pfund aber auch ein bisschen mehr.

Wer da noch ein bisschen heißer drauf ist, als ich und den Preis wirklich bezahlen will, schaut am besten hier vorbei. Und meldet sich dann bitte in den Kommentaren.

Ferrolic was designed from a strong fascination for the magical material Ferro Fluid. The natural dynamics of this fluid makes that this display bridges the gap between everyday digital screens and tangible reality.

Because the fluid behaves in a unpredictable way, it is possible to give the bodies perceived in the Ferrolic display a strong reference to living creatures. It is this lively hood that enables Ferrolic to show a meaning-full narrative like for instance having the creatures play tag. In addition the natural flow of the material, it can be used to form recognisable shapes and characters. Ferrolic uses these both layers in paralel in order to display scenes and transitions in an poetic, almost dance like, choregraphed way.

Read more on ferrolic.com

Aus Gründen ist diese Woche mal ein bisschen weniger los …

]]>
https://www.wihel.de/eine-ferrofluide-uhr/feed/ 0
Laurent Bernadac hat sich eine elektrische Violine mit seinem 3D-Drucker gebastelt https://www.wihel.de/laurent-bernadac-hat-sich-eine-elektrische-violine-mit-seinem-3d-drucker-gebastelt/ https://www.wihel.de/laurent-bernadac-hat-sich-eine-elektrische-violine-mit-seinem-3d-drucker-gebastelt/#respond Thu, 25 Jun 2020 08:25:57 +0000 https://www.wihel.de/?p=101950 Laurent Bernadac hat sich eine elektrische Violine mit seinem 3D-Drucker gebastelt | Gadgets | Was is hier eigentlich los?

Hi, I’m very proud to present my review of the first fully playable electric violin created by the 3D printing technology ! Hope you’ll enjoy !

Story behind the video and cover song
After few years of work, I’m very proud to present my review of my 3Dvarius, the first fully playable electric violin created by the 3D printing technology! I wanted to create an original composition to present it by using loops and pedal boards.

Thank you so much for watching!

Aus Gründen ist diese Woche mal ein bisschen weniger los …

]]>
https://www.wihel.de/laurent-bernadac-hat-sich-eine-elektrische-violine-mit-seinem-3d-drucker-gebastelt/feed/ 0
Eine Fender Telecaster-Gitarre mit LEDs aufgemotzt https://www.wihel.de/eine-fender-telecaster-gitarre-mit-leds-aufgemotzt/ https://www.wihel.de/eine-fender-telecaster-gitarre-mit-leds-aufgemotzt/#respond Wed, 17 Jun 2020 10:14:07 +0000 https://www.wihel.de/?p=101993 Eine Fender Telecaster-Gitarre mit LEDs aufgemotzt | Gadgets | Was is hier eigentlich los?

Als das mit diesem ganzen Homeoffice und Zuhause bleiben wegen Corona gerade auf dem Nervigkeitshöhepunkt angekommen ist, hatte ich schon mal erzählt, dass ich mit dem Gedanken gespielt hab, als Hobby einen Raspberry Pi anzuschaffen. Hab ich letztendlich nicht, weil mir dann doch zwei Tage später so viel Arbeit auf den Tisch geschaufelt wurde, dass ich bis heute noch nicht weiß, wo meine Freizeit geblieben ist. Außerdem war Line von meiner Idee alles andere als begeistert, aber mich reizt nach wie vor der Gedanke, dass wir im Wohnzimmer an unserem Fernseher ein Ambilight-System angeschlossen haben, dass nur einen Bruchteil von denen kostet, die man fertig kaufen kann. Zumal ich mittlerweile sogar Möglichkeiten gefunden hab, bei denen man nicht mal löten müsste – einfacher geht es dann ja schon gar nicht mehr.

Wie gesagt, fand sie nicht so toll. Ich hatte auch kurz mit dem Gedanken gespielt, dass System dann einfach an meinen Computer-Bildschirm zu klatschen, aber da die großen Zocker-Zeiten vorbei sind und ich die meiste Zeit nur Browser und Co. offen hab, wäre der Farbwechsel recht einseitig und selten – Kompromiss zwar, aber eben ein schlechter. Aber mal sehen, vielleicht mach ich das irgendwann einfach doch, wenn sie mal wieder mit ihren Mädels in den Urlaub fährt und ich Strohwitwer bin. Statt einer neuen Dusche gibt es dann eben ein neues Heimkino und wenn es erstmal da ist – was will sie dann noch groß gegen machen?

Und bis dahin kann ich ja schon mal an meiner nicht vorhandenen Gitarre üben, denn auch da kann man fleißig LEDs dranklatschen und hat dann die coolste Gitarre von allen. Immerge Interactive hat das mal gemacht und zeigt, dass eigentlich jeder Gitarrist sowas haben sollte – besonders, wenn man das auch noch mit der Musik synchronisieren könnte:

Fender Telecaster meets custom built LED video display meets audio reactive control software.

The guitar display is a custom cut faceplate mapped with individually addressable LEDs which turns the whole face of the instrument into a video screen. Integrated with our software that drives the band’s existing light show, the guitar visuals are synced with the entire light rig to provide cohesive looks and stand out solos.

Premiering only in recent weeks, this piece draws immediate crowd attention. Paired with the band’s unique musical style, this element of their show leaves the crowd with a unique memory of a stand out performance.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Powered up and ready for some pixel mapping.

Ein Beitrag geteilt von Immerge Interactive (@immergeinteractive) am

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Our LED guitar and The Curve, a perfect pair

Ein Beitrag geteilt von Immerge Interactive (@immergeinteractive) am

Und bevor jemand was sagt: Ich fand auch Lava-Lampen cool. Mit solchen Lichtgeschichten kriegt man mich einfach immer.

Neulich hab ich doch tatsächlich erstmalig Ärger von meinem Chef bekommen, wobei Ärger schon wieder viel zu hoch gegriffen ist – vielmehr wurde ich auf etwas hingewiesen, dass nicht ganz so schön ist: Während diverser Meetings merkt man mir wohl ab einem gewissen Punkt sehr deutlich an, dass ich gedanklich ausgestiegen bin und weiterarbeite, vor allem in dem ich anfange, mit anderen Kollegen über Slack zu kommunizieren.

Hat er natürlich recht und an sich ist es auch gar kein Problem, das einfach zu lassen – aber gestern hab ich gemerkt, dass das eben doch nicht so einfach ist. Und damit mein ich nicht die Slack-Nutzung, sondern das Bild, das ich in Remote-Meetings abgebe. Denn selbst wenn ich kein Slack nutze und mir einfach nur Notizen nebenbei mache, sieht es so aus, als wäre nicht aufmerksam.

Hauptgrund dafür: mein riesiger Bildschirm. Vor drei Jahren hatte ich nämlich die Faxen dicke davon, dass Macbooks mit der Verbindung von zwei Monitoren immer irgendwie rumspacken und das scheinbar einfach von Natur aus nicht mögen. Der Gedanke damals: Dann muss es eben nur ein Bildschirm sein – aber gleichzeitig will ich nicht an Arbeitsfläche einbüßen, denn je mehr Bildschirm, umso besser. Also hab ich mir irgendwann so einen 35-Zoll-Curved-Ding geholt, dass zwar einigermaßen stylisch aussieht, qualitativ vermutlich aber alles andere als oben mitspielt. Ist mir auch egal, denn großartig gespielt wird an dem Ding nicht, es soll einfach nur funktionieren.

Und das tut es auch, sodass ich meine Fenster bequem über den Bildschirm verteilen kann. Aber ich muss eben auch den Kopf deutlicher bewegen, wenn ich z.B. zu Slack wechsel und gucke dann entsprechend an der Kamera vorbei – gleiches gilt für meine Notiz-App.

Eines der größeren First-World-Problems, aber auch dafür scheint es eine Lösung zu geben – unter anderem, indem man sich einfach einen zweiten Monitor an den Laptop bastelt:

Ich würd jetzt nicht sagen, dass das super einfach ist – hätte es mir anfänglich aber auch deutlich schwerer vorgestellt.

Wenig überraschend und schon lange keine Neuigkeit mehr: Corona hat die Festival-Saison 2020 beendet, bevor sie richtig angefangen hat. Das ist natürlich ärgerlich, besonders für die zahlreichen Veranstaltet, Künstler und potentiellen Besucher, stört uns aber nur bedingt – wir waren ja schon immer ein bisschen zu alt für den Scheiß und froh, dass wir währenddessen in Hotels nächtigen konnten. Wie so verzogene Großstadtgören, die sich nicht dreckig machen wollen und dann heulen, wenn es doch passiert.

Gut so schlimm ist es nicht, aber wenn ich die Wahl zwischen Zelt und einem richtigen Bett hab … ihr wisst schon. Das Alter, der Rücken, die Motivation, …

Aber nicht nur Festivals sind betroffen, sondern Großveranstaltungen im allgemeinen. Die Kinos waren ewig lange dicht, an Club-Besuche und Konzertgänge ist noch immer nicht zu denken und auch wenn der Ball in den Stadien wieder rollt – Fans müssen draußen bleiben.

Es braucht also Lösungen und der Micrashell-Anzug könnte so eine Lösung sein.

Aus der Feder des Production Club stammend handelt es sich dabei um einen Schutzanzug, vorrangig für Festivals, der vor Corona schützen soll. Der Anzug kommt mit einem N95-Luftfilter, einem Luftausstoßsystem, Strom, LEDs, diversen Sensoren und einem Kanister zur Getränkeversorgung daher.

Und so soll das ganze aussehen:

Dabei handelt es sich aktuell noch eher um ein Konzept bzw. eine einigermaßen ausgearbeitete Idee – ob das dann alles so funktioniert, müssten die ersten Prototypen zeigen. Zumal auch nicht ganz klar sein dürfte, was der Spaß am Ende kostet.

Aber grundsätzlich find ich die Idee gar nicht so schlecht und würde sogar ganz konkret fragen, warum so ein Anzug lediglich auf die Anwendung auf Festivals limitiert werden sollte.

Wer gern mehr zum Anzug wissen oder auf dem Laufenden gehalten werden will, schaut einfach direkt hier vorbei und trägt sich ggf. in den Mail-Verteiler ein.

Dass man mit LEGO mittlerweile nahezu alles bauen und richtig viel Quatsch anstellen kann, dürfte nichts neues mehr sein – auch wenn ich nach wie vor fasziniert bin, was für eine Wendung die Firma vor einigen Jahren genommen hat. Vom simplen Spielklötzchenproduzenten zu einem Kult(ur)spielzeughersteller, der nicht mal mehr allein auf Spielzeug reduziert werden kann, sondern in der breiten Bastel- und Nerdwelt angekommen ist. Keine Ahnung, wer damals die Strippen dafür gezogen hat, aber ich hoffe, dass sie ihm bis heute den Arsch dafür küssen. Jeden Morgen, kurz nach Dienstantritt.

Aber LEGO fasziniert nicht nur, LEGO bildet auch. Und damit mein ich in erster Linie nicht physikalische Zusammenhänge oder technische Begebenheiten – LEGO hat mir neulich erstmalig beigebracht, was Tapas sind. Und nachdem ich das nun weiß und auch wie sie hergestellt werden, weiß ich auch, warum ich das vorher nicht wusste – bzw. eigentlich doch. Denn Tapas sind ja nichts mehr als Schnittchen bzw. kostenlose Beilagen und das wiederum kennt man dann ja sehr gut – ziemt sich natürlich in gehobenen Preisen lieber doch von Tapas zu reden, damit man so schön weltmännisch und bewandert daherkommt …

Was ich ebenfalls lernte: Mittlerweile kann man mit LEGO richtig viel vollautomatisieren und zumindest in meiner Filterbubble zeigt das nachfolgende Video die erste Maschine, die genau so agiert.

Lediglich die Zutaten müssen aufgefüllt werden, wobei es hier auch nur eine Frage der Zeit sein dürfte, bis auch dafür eine LEGO-Maschine gebaut wird. Und naja … ein bisschen Zeit muss man auch mitbringen, denn auch wenn das alles mehr oder weniger komplett automatisch zubereitet wird, es dauert dann doch ein kleines Weilchen:

It is party time with Lego! Today Lego machine will serve you tapas.
Just seat and relax, tapas will be prepared for you and delivered with The Brick Wall Beer. Enjoy it! And do not forget to like the food and share with your best friends.

The Tapas Factory idea came after the last year family trip to Spain, Barcelona. After long day of visiting touristic places my parents enjoyed the evening in the small restaurant, they were like kids in the candy store going after different tapas every evening. For sure it was very special and unforgettable experience.

Technical details:
19 Lego PF motors
5 BuWizz Bricks
4 weeks of hard work

Mir persönlich ist das Baguette ja auch deutlich zu dick geschnitten – aber das ist vermutlich auch nur der Neid der aus mir spricht und krampfhaft Kritik äußern will.

Viel zu oft hab ich schon davon geschwärmt, wie toll es doch wäre, hätte ich damals nicht so schnell aufgehört das Spielen einer Gitarre zu lernen – ich mein, ich hab ja nicht mal richtig angefangen. Aber das Problem ist ja auch einfach mal: meist fängt man das als Kind oder Jugendlicher an, in einer Zeit, in der man ohnehin alles und für jeden lernen muss (ja, Mama, ich weiß, man lernt immer nur für sich) – aber im Kopf hat man alles, nur eben nicht lernen. Und somit auch schon gar nicht irgendwas freiwillig lernen zu wollen, vollkommen egal, wie cool das in ein paar Jahren sein mag.

Daher ist es beinahe schon witzig, wie sehr ich mich mittlerweile freue, neue Dinge zu lernen. Wobei das auch nicht ganz stimmt, denn ich hab nach wie vor kein Bock, irgendwelchen Mist auswendig zu lernen – das bessere Wort wäre hier wohl „verstehen“.

Aber hinterher ist man immer schlauer und das macht auch vor dem Beherrschen einer Gitarre nicht halt. Sind eben andere cooler als ich, sorgen dafür, dass die Stimmung am Lagerfeuer großartig ist und bleibt und werden von Jung und Alt angehimmelt. Passt schon, ich kann dafür andere Sachen gut. Atmen zum Beispiel, da macht mir so schnell keiner was vor.

David Lap beherrscht nicht nur das Spielen der Gitarre, der beherrscht quasi das Spielen diverser Instrumente – dank seiner Gitarre. Im nachfolgenden Video zeigt er, was ich genau meine und wie vielseitig so eine Gitarre einsetzbar ist. Und reibt ganz nebenbei noch ein bisschen mehr Salz in die Eingangs angesprochene Wunde ob der verpassten Chance:

I tried to get closer to the sound of some musical instruments with my acoustic and electric guitars for the third time. I discovered that using a hairdryer you can create a sound similar to that of a synth/pad.

Was wohl die anderen Instrumentenhersteller jetzt sagen … ganz vielleicht wird die Gitarre jetzt auch gemobbt, weil sie den anderen Instrumenten die Daseinsberechtigung nimmt. Und ganz vielleicht ist das okay, denn WAS BILDET SICH DENN DIE GITARRE ÜBERHAUPT EIN?