Gadgets & Technik – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Tue, 12 Oct 2021 04:55:13 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.8.1 Das aktuell größte LEGO-Modell: Die Titanic https://www.wihel.de/das-aktuell-groesste-lego-modell-die-titanic/ https://www.wihel.de/das-aktuell-groesste-lego-modell-die-titanic/#comments Wed, 13 Oct 2021 14:48:56 +0000 https://www.wihel.de/?p=120614 Kleine Einschränkung vorab: Es gibt natürlich noch viel größere Modelle, die aus LEGO gebaut wurden, hier handelt es sich aber um das größte LEGO-Modell, dass man käuflich erwerben kann. Ich meine, das war bisher der Millennium Falcon – nun hat man sich historisch in die andere Richtung gedreht und noch mal einen drauf gesetzt.

Was halt auch recht praktisch daherkommt, denn bis Weihnachten sind es „nur“ noch etwas mehr als zwei Monate und der Dezember zählt ja eh nicht mehr, weil man mit Glühwein und Weihnachtsfeiern beschäftigt ist, sodass es eigentlich nur noch ein Monat ist – wird also Zeit, sich mindestens gedanklich mit Geschenken zu befassen.

Das sieht bei mir jedes Jahr ein bisschen düsterer aus, zumindest ist die Zeit vorbei, in der ich bereits im Sommer alles zusammen hatte und sei es nur im Kopf als Idee. Immerhin, für Line bin ich weitestgehend durch, wobei da dieses Mal auch nicht wirklich ein roter Faden drin ist und das alles eher auf Zufall basiert als auf „ich hab mir da mal richtig was ausgedacht und eigentlich hast du dir das doch schon immer gewünscht“. Freuen wird sie sich vermutlich dennoch – muss sie ja, sind schließlich verheiratet. Da hat man sich über den Scheiß des Partners zu freuen, so will es das Gesetz!

Zurück zum LEGO-Set: Das ist 44 Zentimeter hoch, 16 Zentimeter breit und einfach mal 135 Zentimeter lang. Aufgestellt also beinahe so groß wie Line selbst und das ist einfach schon hart übertrieben. Und übertrieben ist auch die Anzahl der Steine, denn da reden wir von 9.090 Stück, immerhin kann man das Schiff aber auch „aufklappen“ und so ins Innere schauen. Macht also Sinn, dass das so viele sind.

Und natürlich haben schon ein paar das Ding zusammengebaut, dankenswerterweise in Videoform auch gleich festgehalten:

Hat natürlich seinen Preis, mit 629,99€ ist man dabei. Quasi für alle die, die dieses Jahr kein Smartphone oder anderen Schnickschnack haben wollen.

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Noch ein ferngesteuerter Rasenmäher https://www.wihel.de/noch-ein-ferngesteuerter-rasenmaeher/ https://www.wihel.de/noch-ein-ferngesteuerter-rasenmaeher/#comments Tue, 12 Oct 2021 10:54:26 +0000 https://www.wihel.de/?p=120551 Noch ein ferngesteuerter Rasenmäher | Gadgets | Was is hier eigentlich los?

Ehrlich gesagt, so wirklich kommen wir mit dem Finden eines Hauses nicht voran – im Gegenteil, gefühlt werden die Angebote wieder deutlich schlechter oder man sieht nur die, die man schon seit Monaten gesehen hat und bei denen es gute Gründe geben muss, warum die niemand sonst haben will. Oder sie liegen einfach viel zu weit weg, zumindest was sporadische Besuche im Büro angeht (dafür aber deutlich näher am Wasser sind, was ja auch schon wieder seine Vorteile hat).

Was mich dabei immer am meisten nervt und auch schockiert: Was Leute aus den Häusern so über die Jahre gemacht haben. Ich mein, mir ist ja klar, dass früher einfach andere Stile und Ausstattungen angesagt waren – aber diese holzvertäfelten Decken und dieser scheinbare Wettbewerb, wer das hässlichste Bad hat … was war denn da nur los mit den Leuten?

Oder auch Schlafzimmer als Durchgangszimmer – wer will denn sowas? Wer hat sich denn da mal um die Nutzung der Räume wirklich Gedanken gemacht? Und wer findet es geil, dass man in die Küche nur kommt, wenn man vorher einmal durchs Bad musste?

Aber gut, auf der anderen Seite haben wir tatsächlich auch schon ein recht gutes Haus besichtigt. Zwar ein bisschen teurer, aber noch absolut im machbaren Bereich – will da aber auch gar nicht zu sehr noch mal drüber nachdenken, das gibt dann nur wieder einen schiefen Haussegen.

Stattdessen verschwende ich lieber weiter Gedanken daran, was ich alles so machen wollen würde. Schuppen ist natürlich klar, aber irgendwie hab ich auch mittlerweile Bock drauf, regelmäßig den Rasen zu mähen. Oder mähen zu lassen, weil so ein Rasenroboter auch ein bisschen sehr geil ist. Kostet allerdings auch nicht zu knapp und bringt halt nur bedingt Spaß, weil man wirklich nur zu gucken kann.

Dachte sich vielleicht auch I did a thing und hat einfach beide Welten kombiniert: Zugucken, ohne wirklich selbst angestrengt zu sein, aber dennoch irgendwie selber mähen. Mit einem ferngesteuerten Rasenmäher.

Auch hier gilt wieder: Sicher ausbaufähig, aber die Richtung stimmt sehr.

Eigentlich war ja geplant, dass das hier genau der 10.000ste Beitrag wird, denn letzte Woche Freitag kam Line ganz aufgeregt in mein „Büro“ gerannt und meinte, ich soll doch mal ins Backend dieser Seite schauen.

Da stand der Zähler gerade auf 9.999 Beiträge, was ja an sich schon eine absurd hohe Zahl ist – und auch sowas wie ein kleines Jubiläum. Tatsächlich muss man das aber Einschränken, denn die 9.999 ergaben sich aus bereits veröffentlichten, aber auch geplanten bzw. als Entwurf gespeicherte Beiträge. Was letztendlich heißt: Auch wenn es 10.000 insgesamt sind, sind die doch noch nicht alle zusehen.

10.000 Beiträge auf wihel.de! | Bloggerei | Was is hier eigentlich los?

Dazu kommt: Ich hatte ehrlicherweise vergessen, den Tippi Toppi-Beitrag bis dahin schon vorzubereiten. Der kam nun halt vor diesem Beitrag hier und hat somit klammheimlich diese magische Grenze überschritten, was weiterhin ziemlich cool ist, aber eben auch so heimlich wie die letzten Bloggeburtstage, die ich einfach immer wieder zu spät bemerke.

Außerdem muss man auch so ehrlich sein und erwähnen, dass ich letztes Jahr mal sämtliche Beiträge durchgegangen bin und mehr oder weniger alles gelöscht hab, dass in irgendeiner Weise problematisch werden könnte – womit am Ende des Tages eben Anwälte gemeint sind, die wieder ihre Abmahn-Kanonen auspacken und wild um sich schießen. Zwar hab ich da mittlerweile eine kleine Versicherung, die so richtig großen Schaden im Zweifel abmildern kann, aber da auch die Einnahmen dieser Seite stark zurück gegangen sind, ist jede Abmahnung trotzdem teuer. Und halt auch von Natur aus maximal unnötig, denn wer gibt schon gerne Geld aus, ohne irgendeine Gegenleistung zu bekommen (und „nicht ins Gefängnis gehen“ ist nicht wirkliche eine).

10.000 Beiträge auf wihel.de! | Bloggerei | Was is hier eigentlich los?

Dennoch möchte ich all die gelöschten und nicht gelöschten Beiträge nicht gänzlich missen, vor allem aber, was da so drum herum passiert ist, seien es nun Reisen, Veranstaltungen oder auch einfach die Leute, die man zwischendurch kennengelernt, wieder verloren oder noch immer behalten hat.

Der größte Mehrwert, den die Seite aber bisher gebracht hat: Ich hab unglaublich viel gelernt. Egal ob HTML, CSS oder dieses verrückte Javascript, über Server, Infrastruktur und sonstigen technischen Schnickschnack – was mal als „ich schreib einfach was“ begann ist zu einer richtigen Fundgrube an Wissen und (Un)Interessanten Kram geworden. Der ehrlicherweise bis heute sehr viel Spaß, aber auch Frustration bringt.

Insofern: Kurze Feierei und dann geht es hier weiter wie immer – schließlich warten die nächsten 10.000 Beiträge auf sich.

10.000 Beiträge auf wihel.de! | Bloggerei | Was is hier eigentlich los?

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Mauer-bauende Roboter https://www.wihel.de/mauer-bauende-roboter/ https://www.wihel.de/mauer-bauende-roboter/#comments Thu, 30 Sep 2021 06:08:17 +0000 https://www.wihel.de/?p=120043 Mauer-bauende Roboter | Handwerk | Was is hier eigentlich los?

Aktuell wird bei uns das Büro umgebaut. Also auf Arbeit, nicht Zuhause – dafür ist die Anzahl der Räume dann doch zu überschaubar. Und dieser Umbau ist gleich in mehreren Bereichen mehr als spannend.

Zum einen, weil der Umbau in eine Zeit fällt, in der man eigentlich langsam mal wieder zurück ins Büro kann und im Gegensatz zu mir einige darauf auch richtig heiß sind. Böse Zungen würden behaupten, dass die noch mal über ihr Zuhause nachdenken sollten, wenn sie immer stärker davon flüchten wollen. Zum Glück bin ich keine böse Zunge …

Zum anderen zeigt es auch direkte Auswirkungen der Pandemie, denn hatten wir vor zwei Jahren jeder noch einen festen Platz entsteht jetzt eher sowas wie ein Co-Working-Space, wo man im Prinzip überall sitzen oder sich mit seinem Team auch in einen Team-Raum einbuchen kann, um eben nur bei Bedarf aus dem Homeoffice ausbrechen und sich treffen zu können. Das spart nicht nur Platz, sondern auch Geld und suggeriert zumindest sowas wie Flexibilität.

Und ebenso spannend: Die Umbaumaßnahmen selbst. Ich hab die Anfänge nicht mitbekommen, war aber zumindest vor ein paar Wochen mal kurz im Büro – und hatte harte Orientierungsprobleme, weil sich so viel geändert hat. Wo mal Türen waren, ist plötzlich eine durchgehende Wand, wo mal mein Platz war, ist ebenfalls eine Wand und irgendwie sind auch neue Räume entstanden und alte verschwunden.

Als ob das nicht schon beeindruckend genug wäre: Das ist alles in irgendwas um die zwei Wochen passiert. Allein das Entfernen einer Tür und Einbauen einer neuen Tür kann mal eben innerhalb von zwei Stunden passieren – ein Wahnsinn, dachte ich doch immer, dass das alles viel komplizierter ist und länger braucht.

Aber wenn man weiß, wie es geht, ist fast alles einfach. Und wenn dann auch noch Roboter mit dazu kommen, braucht man eigentlich gar nicht mehr dabei sein, geschweige denn mitdenken. Selbst beim Mauerbau helfen die Dinger schon seit einigen Jahren sehr gekonnt mit:

SAM the bricklaying robot working alongside masons from Heitkamp Masonry on a construction project in Rolla, Missouri.

Fastbrick Robotics Limited (ASX:FBR) reveals its Hadrian 105 demonstrative model in action through a time-lapse video. The Hadrian 105 demonstrates the ability of its technology and provides a first look at the future of the construction industry as is the the precursor to the commercial model, Hadrian X.

Terminator hin oder her – gerade im Bau find ich die Teile einfach nur gut.

Perfektes Geburtstagsgeschenk | Lustiges | Was is hier eigentlich los?

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Nur ein Doppelpendel https://www.wihel.de/nur-ein-doppelpendel/ https://www.wihel.de/nur-ein-doppelpendel/#comments Wed, 29 Sep 2021 10:11:59 +0000 https://www.wihel.de/?p=120019 Nur ein Doppelpendel | Gadgets | Was is hier eigentlich los?

Fest steht: Ich hab bei Deko in unserer Wohnung nur minimales Mitspracherecht. Eigentlich nur ein Veto-Recht, das ich aber gar nicht oft genug anwenden kann, wenn Line mal wieder eine ihrer aberwitzigen Phasen hat. Immerhin, ganze große Klopper konnte ich bisher verhindern, es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis auch hier der letzte Widerstand fällt.

Wobei eigentlich die Aufteilung ganz gut ist, denn ich hab von Deko nur bedingt viel Ahnung. Oder besser gesagt: Ich hab im Arbeitszimmer natürlich ein bisschen Deko aufgehängt bzw. aufgestellt, aber da passt das eine natürlich nicht zum anderen. Geht ja auch mehr um Ausdruck der eigenen Persönlichkeit als um optisches Zusammenpassen …

Und so schlimm ist das, was Line macht, ja auch nicht – aber teils dann doch immer einen Ticken drüber. Das ist dann für ein paar Tage oder Wochen okay, aber irgendwann sieht man sich satt, hat dann keinen Bock mehr drauf, kann es aber auch nicht einfach bei Seite räumen.

Am deutlichsten wird das immer bei Diskussionen um Möbel. Da hat Line auch immer Phasen, in denen sie bestimmte Stile mag, aber die gehen halt auch wieder vorbei. Nur die Möbel dann eben nicht und dann steht man halt dumm da. (Weiß sie auch und bisher ist alles gut – aber steter Tropfen höhlt den Stein und so …)

Da denk ich mir dann doch eher: Lieber keine Deko als scheiß Deko. Was aber auch in die andere Richtung gilt, sodass wir am Ende unsere eigenen Bereiche haben, in denen wir uns ein bisschen austoben – kritische Räume bleiben aber weitestgehend unangetastet.

Verhindert allerdings auch, dass wir sowas wie im nachfolgenden Video irgendwo rumstehen haben. Klar, das ist nicht in erster Linie Deko und so ein Pendel hat auch nur bedingt irgendeinen Sinn außerhalb von Mathematik und Forschung – aber ein bisschen cool wär das schon, wenn das so vor sich hin-eumelt:

Wobei, ist auch recht hektisch und chaotisch – zum Entspannen nicht wirklich geeignet.

Ganz vielleicht hab ich es irgendwo schon zugegeben, vielleicht auch nicht, bin ja mittlerweile auch in einem Alter, in dem man durchaus mal Wichtige Dinge vergessen darf. Essen zum Beispiel.

Wobei, das ist ein schlechtes Beispiel schaut man sich meine Körperfülle tatsächlich mal an. Aber Montag hab ich zum Beispiel vergessen, dass ich dran bin mit Kaffee kochen und wir alle wissen, dass das ein absolutes No-Go, Scheidungsgrund und eigentlich auch direkt mit Auspeitschen oder Todesstrafe bedacht werden sollte. Es sollte nichts zwischen Kaffee und einem Frühaufsteher stehen.

Ich vergess aber auch gern mal zu Trinken und das ist tatsächlich ein Problem, weil ja auch klar ist, dass lediglich das Befriedigen von Durst einfach viel zu wenig Flüssigkeit in den Körper befördert. Und dann wunder ich mich am Ende des Tages, warum da heftige Kopfschmerzen auftreten und der Rest des Tages eigentlich für die Tonne ist. Überhaupt ist das ja ein Wahnsinn, wie viel man eigentlich trinken sollte und noch wahnsinniger, wie leicht man das eben genau nicht machen kann. Gefühlt muss man ja wirklich den ganzen Tag an der Flasche hängen, was dann auch diverse Klogänge mit sich bringt – wer da nicht aufpasst, schafft über den Tag verteilt seine eigentlichen Aufgaben gar nicht mehr.

Wenn wir aber schon bei Trinken sind, dann ist die Kohlensäure auch nicht weit. Und die ist von mir tatsächlich ziemlich verhasst – finde Getränke mit Kohlensäure einfach absurd und unnötig. Die macht weder was für den Geschmack noch ist das ein angenehmes Mund- oder Trinkgefühl und sorgt eigentlich nur dafür, dass man zu viel Luft im Körper hat.

Klar, kann man durch Rülpsen ausgleichen, aber … genau das kann ich nicht. Zumindest nicht bewusst. Nie gelernt, nie einfach ausprobiert und wenn es doch mal passiert, dann immer unbeabsichtigt. Was okay ist, der Zug ist da mehr als abgefahren und ich kann das ja einfach steuern, in dem ich auf Kohlensäure weitestgehend verzichte – bei Babys sieht das aber anders aus.

Die müssen das teils sogar machen, weil sie sonst instant implodieren, und da ist es gut, dass es auch hier technisch bereits Abhilfe gibt. Also fürs Rülpsen, nicht fürs implodieren:

This new invention solves the problems that come with burping a baby.

Dauert wohl aber noch ein bisschen bis zur Marktreife. Sehe allerdings auch noch andere Anwendungsgebiete, vor allem im Bereich von Erziehungsmaßnahmen.

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Wie man ganz leicht und schnell Nägel sortiert https://www.wihel.de/wie-man-ganz-leicht-und-schnell-naegel-sortiert/ https://www.wihel.de/wie-man-ganz-leicht-und-schnell-naegel-sortiert/#comments Thu, 09 Sep 2021 10:41:47 +0000 https://www.wihel.de/?p=119207 Wie man ganz leicht und schnell Nägel sortiert | Gadgets | Was is hier eigentlich los?

Vorgestern war mal wieder ein Tag, an dem ich „auswärts“ gearbeitet hab – also nicht in Jogginghose vor meinem Computer Zuhause, sondern so mit richtigen Klamotten und mit Einhaltung von sozialen Konventionen. Unfassbar anstrengend und auch wenn es nicht das erste Mal war irgendwie auch noch immer befremdlich.

Schon spannend, wie sehr man sich doch ans Homeoffice und seine Vorteile gewöhnen kann und wie wenig man dann bereit ist, dass wieder aufzugeben – selbst für nur einen Tag.

Auf jeden Fall kam ich dann abends wieder und hab bei uns auf den Briefkästen (stehen draußen vor dem Haus, keine Ahnung wer sich den Schwachsinn ausgedacht hat) einen kleinen Haufen Nägel.

Schätzungsweise hat die dort einfach jemand vergessen, aber irgendwie ist das auch gruselig. Abends, im Dunkeln, weit und breit keine Seele zu sehen und dann dieser doch ungewöhnliche Fund. Sollte das eine Nachricht sein? Und wenn ja, für wen? Und was bedeutet sie? Kommt Jesus wieder und muss ans Kreuz genagelt werden? Kam Jesus schon wieder und zeigt ganz klar, dass er bereit für den Kampf gegen den Riesenkürbis ist, sodass wir auch dieses Jahr wieder Halloween feiern können? Wieso überhaupt Jesus?

Gleichzeitig erinnerte mich die Situation an einige der schlimmsten Momente in meinem Leben: Wenn Packungen mit Nägel offen einfach herunterfällt. Nicht so schlimm wenn irgendwas mit Flüssigkeit umkippt, aber doch auch nervig. Weil … kann man ja nicht einfach so liegen lassen und tritt sich meist sehr unschön fest, oft nicht mal im Boden.

Am schlimmsten ist aber, dass man die Nägel niemals wieder so geordnet in die Packung bekommt, wie das die Hersteller gemacht haben – bestimmt in stundenlanger Handarbeit, zwar mit viel Hingabe, aber ohne wirkliche Freude, weil das einfach super nervig ist.

Stellt sich heraus: Auch dafür gibt es eine coole Maschine:

Nur falls es jemand wieder vergessen hat: Ich liebe Industriemaschinen. Selbst wenn das nur zwei Magnete sind, die man zum Nägel-Ordnen einsetzt.

Der Aufschrei war damals durchaus vorhanden, aber absolut enttäuschend, was die Größe anging, denn schließlich ging es um nichts weniger als … DIE ABSCHAFFUNG DER LUFTPOLSTERFOLIE.

Genau der Folie, die wir alle so liebten und die uns stundenlang Freude bereitete, während wir die kleinen Luftbläschen ohne Grund und Verstand zerdrückten. Das gab einem unter anderem ein Gefühl von Macht, diente aber auch dem Stressabbau oder gar der besseren Konzentration. Kennt man ja, wenn man am Telefon ist und dabei zu Kritzeln anfängt, hilft das dabei, sich auf das Gespräch zu konzentrieren.

Ich hab mir für den gleichen Zweck vor Ewigkeiten einen Fidget Cube angeschafft, weil das Rumkritzeln dann doch nervt, vor allem wenn man gar nichts zum Rumkritzeln hat. Und seitdem hab ich das Ding auch tatsächlich jeden Tag in der Hand, vor allem in Meetings ist das Gold wert (und Line hab ich deswegen auch schon einen besorgt).

Nun aber zurück zur Luftpolsterfolie, nach der man mittlerweile vergeblich suchen wird – stattdessen werden ja jetzt so riesige Luftkissen verwendet. Die verwenden natürlich weniger Plastik, bringen aber auch absolut keinen Spaß, obwohl sie sogar lauter sein können als Luftpolsterfolie. Aber ich sags, wie es ist, ich vermisste Luftpolsterfolie und behaupte auch einfach, dass die Argumente für die Abschaffung davon mehr als fragwürdig waren. Riecht einfach nach einem Clou der Luftpolsterfolien-Antifans.

Dank Bandai gibt es aber nun Abhilfe und die ist mehr oder weniger auch umweltfreundlich: Die elektronische Luftpolsterfolie. Da hat man dann auch drei Bubbles, die man zerdrücken kann, die dann aber wieder einfach in den Ursprungszustand zurückkehren. Infinity-Luftpolsterfolie quasi. Und klar, das kann man nur in einem völlig überdrehten Werbespot bewerben:

2007年に大ヒットした「∞プチプチ」が令和に超進化してリニューアル!
ポリエチレン製緩衝材「プチプチ」の気泡をつぶす感覚が∞(ムゲン)に楽しめるおもちゃです。
空気を閉じ込めた特殊構造のボタンと実際のプチプチの破裂音が搭載されており
本物のプチプチをつぶしているかのような感触が楽しめます。
気分爽快なレア音7種も収録。手のひらサイズでどこにでも持っていけるので、様々なシーンで遊べます。

Ähnliches gibt es übrigens bereits bei Amazon an dieser Stelle (Partnerlink), ich würd da aber keine allzu großen Erwartungen haben. Ist nicht das Ding aus der Werbung und sieht eher nach Knöpfen als nach Luftpolster aus.

Vermutlich hatte jeder schon mal die Situation im Leben, in der er dachte: Verdammt, das würde ich definitiv nicht noch mal so machen und wenn ich könnte, würde ich sogar die Zeit zurück drehen. Ich würde sogar so weit gehen, und behaupten, dass jeder Mensch auf diesem Planeten schon solche Momente hatte und wer das Gegenteil behauptet, lügt. Auch der Dalai Lama.

Denn es müssen ja nicht immer die ganz großen Lebensentscheidungen sein, da reicht ja schon ein Fehlkauf von irgendeinem Gadget, bei dem man womöglich schon nach dem Klick auf den Kaufen-Button dachte, dass das eigentlich großer Quatsch ist und man hoffentlich nicht auf den Retourenkosten sitzen bleibt. Aber wie Karl Lagerfeld schon sagte: Das Geld muss zum Fenster raus, damit es durch die Tür wieder rein kann.

Ein bisschen anders sieht das beim Kochen aus oder sogar beim Backen. Beim Kochen hat man immerhin noch teilweise die Möglichkeit, irgendwas zu retten – bei zu viel Schärfe zum Beispiel durch Hinzugabe von Fett oder Milchprodukte – beim Backen wird es da schon schwieriger, weil man nur bedingt während des Entstehungsprozesses das finale Produkt abschätzen kann.

Und beim Toasten … kann man eigentlich nicht wirklich was falsch machen. Aber genau hier gibt es jetzt eine kleine Zeitmaschine, die aus einem getoasteten Toast ein ungetoastetes Toast (darf das dann noch Toast heißen?) machen kann. Nicht zwingend optisch, aber zumindest in Sachen Konsistenz:

This toaster really turns toast BACK into bread!

Quatsch ja. Aber auch ein weiterer Schritt in Richtung Zukunft. Oder so. (Leider nur ein Hobbyprojekt, könnte mir aber gut vorstellen, dass das eigentlich auch was für die Höhle der Löwen wäre. Da läuft aktuell wieder eine Staffel und wer wenn nicht Ralf Dümmel würde damit liebend gern die Regale dieses Landes vollstellen?)

Es ist ja schon ein bisschen traurig, wenn man sich anschaut, wie in unserem Land mit Älteren umgegangen wird – oder besser gesagt nicht umgegangen wird, zumindest im Vergleich mit anderen Kulturen, in denen deren Stellenwert deutlich höher angesetzt ist – mit einer Selbstverständlichkeit, die beinahe ihresgleichen sucht.

Auf der anderen Seite gibt es genug Beispiele, die irgendwo nachvollziehbar sind, dass es bei uns in Europa oder zumindest in Deutschland nicht so ist. Die anstehende Wahl und ersten Umfragewerte sind da ein guter Beleg für, dass der Fokus der Allgemeinheit zumindest anfänglich auf das Hier und Jetzt gelegt war und weniger auf Zukunft und vielleicht auch einfach Fortbestand der Menschheit.

Oder nehmen wir die Pandemie, in der es am Anfang darum ging, die Alten und Pflegebedürftigen zu Schützen und erstmal zurückzustecken – bis dann diese leidige Diskussion um Impfstoffe los ging und plötzlich ein Wunschkonzert nach dem anderen gespielt werden wollte, wissenschaftliche Fakten teils komplett ignorierend. Ahnt ja aber auch keiner, dass Solidarität eine Einbahnstraße ist.

Ich dachte allerdings, dass das in Japan noch ein bisschen anders ist, weiß aber auch nur sehr wenig über die dortige Kultur und sonstigen Umstände. Auf jeden Fall gibt es da jetzt Puppen für Ältere, die sowas wie ein Enkelersatz sein sollen. Mit $250 nicht gerade billig, glaube aber auch, dass Enkel, die immer nur Taschengeld abgreifen wollen, auf Dauer teurer sind.

Die Puppe jedenfalls soll mehr als 1.600 Wörter beherrschen, merken, wer mit ihr gerade spricht, 40 Lieder singen und 35 Zungenbrecher aufsagen. Und soll wohl auch im Schlaf sprechen und dusselige Fragen stellen, wobei ich mir nicht sicher bin, ob das wirklich so ein geiles Feature ist.

Irgendwie halt schon gut, dass es da eine Lösung für Ältere gibt. Aber irgendwie auch traurig, dass es dafür Roboter braucht statt reale Menschen.

Wir in Deutschland haben ja ohnehin ein sehr verzerrtes Weltbild von uns selbst. Die einen Denken, sie wären das Volk und würden selbst mit einer blau angemalten Nazi-Partei die alleinige Lösung zumindest für dieses Land haben. Und die anderen, die brauchten zumindest 2006 eine WM im eigenen Land, um zu verstehen, dass wir in der Welt gar nicht so schlecht gesehen wurden, wie wir das immer dachten.

Ich wähle hier bewusst die Vergangenheitsform, denn mittlerweile dürfte sich das gedreht haben – die WM war ja mittlerweile nachgewiesenermaßen auch nicht einfach an Deutschland vergeben wurden, weil wir so einen großartigen Humor haben. Und auch sonst gab es einige Fettnäpfchen, in die unsere Regierungsvertreter mit viel Elan gesprungen sind und so Sympathiepunkte verspielt haben.

Vielleicht ist das aber auch nur die natürliche Phase, die nach einer Zeit eintritt und in der man einfach wieder denkt, dass alle anderen besser sind als man selbst. So ein schleichender „zurück wo man herkommt“ – offenbar brauchen wir wieder eine WM im eigenen Land.

In Australien sind sie jedenfalls schlauer und besser als wir und das sieht man bereits an den Ampelschaltern, die dort verbaut sind. Denn dort gibt es Menschen, die machen sich wirklich Gedanken um die ihnen gestellte Aufgabe – bei uns schaut man lieber erstmal, wie man da möglichst viel Bürokratie in den Laden bekommt, muss ja auch seine Ordnung haben.

Und ehrlicherweise: Das, was die da in Australien gemacht haben, ist gar nicht mal so super innovativ, sondern recht simpel – aber es funktioniert, ist dennoch durchdacht und ich wünschte einfach, dass es sowas auch bei uns geben würde. Nicht, weil wir es so dringend bräuchten (tun wir), sondern weil dann auch mal jemand so ein Video über uns machen würde:

Simpel und effektiv – ich mag sowas immer sehr gern. [Hier noch irgendwas mit Billie Eilish einsetzen] Und wird eigentlich nur noch getoppt von dieser einen Stadt, die mittlerweile alle Ampeln so angebunden hat, dass sie überall in Echtzeit auf den Verkehr reagieren können. Ich meine, das war in Los Angeles, habs aber ehrlicherweise wieder vergessen und bin zu blöd zum googeln.

Man bekommt ja nicht häufig die Gelegenheit zum Bogenschießen, eigentlich sogar nie. Ich kann mich da auch nur an die Möglichkeit auf dem Hamburger Dom erinnern und da ist das eher für Kinder gedacht, wenig herausfordernd (sieht zumindest so aus) und das Personal wirkt auch nie so richtig motiviert, sodass man eher weniger Lust hat, dort Geld zu investieren. Man kann ja nicht mal was gewinnen.

Aber auch sonst fristet Bogenschießen eher ein Nischendasein und das, obwohl Rambo doch viel Werbung dafür gemacht hat. Sogar mehrfach und wer erinnert sich nicht an Hot Shots und den fliegenden Hühnern?

Außerdem war doch Bogenschießen sogar mal olympisch oder nicht? Keine Ahnung, ob das immer noch der Fall ist, auch hier kann ich mich ehrlicherweise nur sehr nebelig an irgendwelche Computerspiele erinnern, bei denen Bogenschießen aber eigentlich regelmäßig als Disziplin mit aufgeführt war. Und tatsächlich immer beschissen zu spielen.

Und nicht zuletzt: Der Bogen wird immer von coolen Leuten verwendet. Man denke da nur mal an Robin Hood (also der wirklich coole, nicht diese Remake-Scheiße von 2018), Legolas oder auch einfach Hawkeye, der nun sogar keine Superkräfte hatte und trotzdem bei den großen mitspielen durfte.

Will sagen: Bogenschießen ist eigentlich recht cool, zumindest macht es den Eindruck. Aber eben auch nicht einfach, weil man auf ganz viel achten muss, damit man sein Ziel tritt. Hand-Augen-Koordination, Atmung und auch Kraft, weil so ein Bogen an sich ja schon was wiegt und die Sehne halt auch vernünftig gespannt werden muss.

Oder man macht es wie Stuff Made Here und nutzt einfach einen Bogen, der das Zielen für einen übernimmt:

I’ve been dreaming about making an automatic archery bow for a long time. I finally made it. I hope you like it!

Definitiv ausbaufähig, aber die Richtung stimmt. Pfeil und Bogen werden wieder cool!

Erinnert sich noch jemand an Tamagotchis? Diese kleinen Eier, die man sich zum Beispiel an den Schlüssel hängen konnte und in dem ein virtuelles Haustier wohnte? War damals™ (90er?) ein riesen Hype – an dem meine Eltern mir verboten, dran teilzunehmen.

Ich hab dann ein oder zwei Jahre später dennoch noch auf den Zug aufspringen können, war allerdings eine komplett andere Bahn, die auch noch an jedem Mini-Bahnhof hielt – will sagen: Ich hatte dann auch so ein Ding, aber eben nicht das Original, sondern nur einen Abklatsch, bei dem zum Beispiel immer das gleiche Tier umsorgt werden wollte. Und das war auch noch ausgerechnet eine Katze. Eine sehr hässliche Katze.

Das Versprechen damals: Mit dem Tamagotchi bekommt man ein virtuelles Tier, dass genauso gepflegt und umsorgt werden muss, wie ein richtiges Haustier – nur eben für den Bruchteil des Geldes und bei Scheitern stirbt auch nicht direkt jemand. Also eigentlich ideal für Kinder, um Verantwortung zu lernen.

Was ich bis heute nicht wusste: Die erste Version des Tamagotchis hatte nur einen Lebenszyklus. Ist das Viech also gestorben, konnte man das Gerät nur noch wegschmeißen und musste sich ein neues kaufen. Großartig für den Kapitalismus, bescheuert für alle anderen.

Mit der zweiten Generation und sämtlichen Ablegern, Plagiaten und Konkurrenzprodukten war das dann schnell Geschichte, dafür gab es diverse neue Features – der Hype hielt dennoch nur ein paar Monate an.

Wer dennoch noch mal das Gefühl erleben oder erstmalig ein Tamagotchi betreuen will, braucht dafür heute aber nur noch einen Browser. Und TAMAJOJI:

Das Tamagotchi im Browser: TAMAJOJI | Nerd-Kram | Was is hier eigentlich los?

Das Tamagotchi im Browser: TAMAJOJI | Nerd-Kram | Was is hier eigentlich los?

Das Tamagotchi im Browser: TAMAJOJI | Nerd-Kram | Was is hier eigentlich los?

Kostet nix und macht genauso viel Spaß wie mit dem Original. Was nicht heißt, dass das wirklich Spaß macht. Wer es noch etwas realistischer haben will, kann auch mal bei eBay vorbeischauen – da gibt es noch zahlreiche Angebote von „richtigen“ Tamagotchis, teils zu absurden Preisen.

Wer die browserversion spielen mag, geht einfach hier lang.

Im Grunde arbeite ich in einem Fullstack-Team, was sehr angenehm ist, weil wir dadurch recht unabhängig Projekte und Tools umsetzen können. Allerdings ist das auch gar nicht so fullstack-ig unterwegs, denn in Sachen Frontend sind wir maximal mit Basis-Fähigkeiten ausgestattet. Das hat bisher ausgereicht, verhindert aber auch, dass wir ab und an mal richtig zaubern können.

Das zeigt sich immer dann ein bisschen deutlicher, wenn ich – als Nicht-Entwickler – auch mal im Code rumwühle. Würde ja immer behaupten, dass das ganz großer Quatsch ist, was ich da mache (definitiv ist es aber häufig unnötiger Quatsch), aber rein vom visuellen Resultat her hat sich noch keiner beschwert. Hat aber auch kaum jemand in den Code geschaut.

Und was man an dieser Stelle auch sagen muss: Das liegt oft nicht an mir, sondern daran, dass CSS mittlerweile recht mächtig geworden ist. Grundlegend kümmert es sich natürlich noch immer nur darum, wie etwas wo aussieht, aber mittlerweile habe ich schon Kniffe angewendet, die ich a) alle wieder vergessen hab und b) vor ein, zwei Jahren so noch gar nicht möglich gewesen wären.

Was ich meine, zeigt Kevin Powell nachfolgend – denn all das, was wir da so sehen, ist rein mit CSS gebaut. Und ja, das wirkt tatsächlich wie Voodoo, selbst für Leute, die ein bisschen mehr Ahnung vom Programmieren haben (womit ich mich direkt schon wieder ausschließe):

People say I’m the king, but like… yeah this stuff is insane 😅

The codepen that inspired this video: https://codepen.io/amit_sheen/full/abBgWvJ
Make sure to check out Amit Sheen’s CodePen profile, I could do an entire video like that just looking at his stuff: https://codepen.io/amit_sheen

If you’d like to learn how 3D stuff is done with CSS, Amit Sheen showed me the ropes in building a 3D, rotating cube with a bouncing ball on top of it: https://youtu.be/NdftnCDwKaU

Wie schnell die eigenen Erfolge da schon wieder lächerlich wirken, ein Wahnsinn.

Ich bin ja schon sehr lange aus dem Spielzeug-Game raus und seit Corona sind auch die wenigen, aber immerhin damals noch existenten Ausflüge in Spielzeugläden passé. Zum einen haben wir da immer mal geschaut, ob es nicht doch ein kleines (Karten)Spiel neu auf dem Markt gibt, dass man sich mal Gönnen kann – gerade im Urlaub für schlechtes Wetter muss ja für Abwechslung gesorgt werden.

Zum anderen haben wir natürlich immer mal geschaut, womit sich die Jugend mittlerweile beschäftigt. Schließlich hält auch hier der technische Fortschritt Einzug und das, was wir damals toll fanden, interessiert heute keine Sau mehr.

Mein Eindruck allerdings: So richtig viel hat sich da nicht getan. Klar, einiges sieht ein bisschen realistischer aus, anderes gibt es in deutlich mehr Varianten. Aber wir hatten damals auch schon LEGO, Playmobil und Co, genauso irgendwelche Spielzeugwaffen oder eben Handwerksgeräte in Miniaturausgabe, um unsere Eltern zu imitieren. Nur Nerf-Guns, die gab es früher nicht und auf die bin ich heute noch heiß, hab aber bisher keine Investition in diese Richtung getätigt.

Aber auch hier wird man ab und an eines Besseren belehrt – und in diesem Fall so richtig. Mussten wir früher nämlich noch Action-Figuren selber bewegen und manuell umbauen, dazu die Geräusche mit dem eigenen Mund machen, geht das heute vollautomatisch und sogar mit Sprachbefehl.

Und das in einer Art und Weise, dass ich mich fast schon scheue, hier noch von einem Spielzeug zu reden – das ist gefühlt schon High-Tech:

Hat allerdings auch seinen Preis: $700 möchte Hersteller Hasbro dafür haben. Für ein Spielzeug durchaus eine stolze Summe. Abner immerhin beweist es auch, dass Optimus Prime tatsächlich aus einem LKW entstehen kann – hatte da ja bei den Filmen immer so meine Zweifel, was z.B. das Volumen vor und nach der Transformation angeht.

Sehr lange habe ich RGB-Tastaturen für großen Quatsch gehalten, genauso wo die das ganze Geblinke in irgendwelchen Rechnern, denn warum sollte man seinen Computer wie einen Tannenbaum leuchten lassen, wenn das Ding ohnehin unterm Tisch steht und mehr funktionieren als angeschaut werden soll.

Durch meinen intensiven TikTok-Konsum hab ich aber gelernt: Streamer packen das gern in den Hintergrund und Licht ist ein wichtiges Element. Weniger auf der Tastatur, dafür aber gern an der Wand, Decke, im Aquarium, Headset, Mikrofon und überall sonst, wo die Kamera den Blick freigeben kann. Es scheint ganz so, als sei die kleine Spielerei von damals™ nicht einfach ausgestorben, sondern immer größer geworden.

Denn ich hab auch gelernt, dass es nicht dabei geblieben ist, dass früher nur die Lüfter ein bisschen bunt geleuchtet haben, mittlerweile gilt das auch für Arbeitsspeicher, Kabel und im Prinzip fast alles, was man im PC so verbauen kann. Sorgt zwar nicht für mehr Performance oder eine schonendere Nutzung des Geldbeutels – sieht aber teils ganz nett aus.

Ein bisschen hab ich mich davon auch anstecken lassen, denn seit etwas mehr als einem halben Jahr musste die Apple-Tastatur einer mechanischen von Corsair weichen. In erster Linie, weil ich das Schreibgefühl dann doch etwas mehr mag, genauso wie den Sound, den es halt bei der Apple-Tastatur einfach so gar nicht gab – aber wenn ich schon dabei war, sinnlos viel Geld auszugeben, dann darf da auch ein bisschen Blingbling und Buntigkeit dabei sein.

Das war mir dann auch so viel wert, dass ich noch extra Tasten hab anfertigen lassen, weil halt die Tastenbelegung zwischen Apple und Windows dann teils doch gravierend unterschiedlich ist. Und wenn es um RGB und externe Tastaturen geht, am besten noch mit DE-Layout, wird der Markt sehr schnell sehr dünn.

Während bei mir allerdings die Tasten nach einem festen Muster leuchten (oder eben nicht leuchten), haben Evan und Katelyn versucht, das Verhalten von Stimmungsringen auf eine Tastatur zu übertragen – sprich, die Tasten temperaturempfindlich werden zu lassen.

Vorsicht: Auch das ist wieder eines dieser Videos, die vor allem ob der Sprache der Protagonisten sehr schnell sehr nervig wird.

Hat was. Ich bleib dennoch bei meiner. Allein schon aufgrund der bereits getätigten Investition.

In letzter Zeit ist es ein bisschen ruhiger um LEGO geworden, was Innovation und neue Sets (basierend auf überteuerten Lizenzen) angeht – was ich aber einfach mal auf die Urlaubs-Saison, zurückgewonnene Freiheiten und die Pandemie im Allgemeinen schieben würde.

Wobei, letzteres müsste ja eigentlich für mehr Fokus sorgen, denn was sonst sollten die Leute Zuhause schon tun, als Klemmbausteine zusammenzustecken?

Ein bisschen verwundert bin ich dennoch, denn gerade mit LEGO Ideas gibt es ja eine Plattform, die dauerhaft für neuen, kreativen Input sorgt und man sich als Firma eigentlich beruhigt zurücklehnen kann. Die Community versorgt sich quasi von selbst.

Vielleicht kämpft man aber auch gerade mit dem technischen Fortschritt, denn solche Apps wie die Brickit-App ist für Endverbraucher natürlich unfassbar gut und wirkt ja auch an sich beinahe schon magisch. Wenn die Leute aber plötzlich anfangen, ihre ganzen Sets Zuhause zusammenzuschmeißen und zu schauen, was sie noch alles daraus bauen können … warum sollten sie dann immer mehr Steine nachkaufen? Wiederverwendbarkeit ist zwar aus der Umweltschutzperspektive großartig, aus kapitalistischer Sicht mindestens unerwünscht.

Hat ja schließlich auch seinen Grund, warum man bei LEGO nicht einfach mal wahllos einen Klemmbausteine-Mix kaufen kann – damit hab ich mich nämlich die letzten zwei Wochen beschäftigt. Ich suche nämlich noch immer nach einer Lösung, das Smartphone an den Bildschirm zu dängeln und es als Webcam zu nutzen. Klar, geht auch mit einem Stativ-Arm, aber da mein Monitor beweglich ist, wäre es schon angenehmer, wenn Bildschirm und Smartphone eine Einheit bilden und nicht immer separat justiert werden müssen. Derlei Sets gibt es aber nicht oder wenn dann nur von Dritten für überteuertes Geld und minderer Qualität (und damit meine ich verdreckt und teils kaputt, sofern man Rezensionen Glauben schenken mag).

Vielleicht also doch einfach ein Set kaufen und eben nicht dafür verwenden, wofür es gedacht war. Was aber auch wieder schade ist, weil es da durchaus großartige Sachen gibt – vor allem von eher inoffizieller Seite, wie das eben angesprochene LEGO Ideas. Das nachfolgende Fahrrad zum Beispiel – schon wieder ein Wahnsinn und unglaublich, wie man sich sowas ausdenken kann:

Bicycles! One of the most common forms of transportation on Earth, with more than 1 billion in existence and over 50 percent of the human population regularly riding bicycles. You can now build your own bicycle with 999 authentic LEGO bricks (including bike stand and accessories)!
This model features:
– Sturdy bike frame
– Comfortable saddle
– Working drivetrain
– Half chain guard
– Realistic pedal and crank arm
– Functional freewheel mechanism
– Working pneumatic front and rear disc brakes
– Adjustable handlebars
– Spring loaded kickstand
– Bike bell
– Bike light
– Realistic spoke wheel
– Rear bike rack
– Bike GPS
– Drink bottle rack
– Rear deflector
– U lock
– Bike stand

Wer mag, kann dafür an dieser Stelle voten und mit etwas Glück wird daraus tatsächlich ein offizielles Produkt von LEGO.

Es gab mal eine Zeit, da waren Captchas so nervig wie Cookie-Banner. Und mindestens genauso omnipräsent, weil halt einfach niemand Bock auf Spam und Bots hatte. Das scheint sich gefühlt gebessert zu haben, vielleicht sind wir aber auch einfach nur abgestumpft oder die ganzen Cookie-Banner verzerren das Bild und alles ist noch viel schlimmer als vorher. Denn selbst Captchas an sich sind schlimmer geworden und dafür gibt es recht simple Gründe.

Es ist auch keine zwei Tage her, dass ich krachend an einem Captcha gescheitert bin. Denn mittlerweile bekommt man da ja irgendwelche Bilder und muss anklicken, was das Captcha angeklickt haben will – nur waren bei mir Wunsch und Wirklichkeit so gar nicht stimmig. Sprich: Ich sollte Bahnen anklicken, es gab aber keine Bilder mit Bahnen. Ich sollte Ampeln suchen, aber da waren keine Ampeln. Und gleiches auch mit Bussen, nur die Boote haben mich dann gerettet.

Ein gutes Beispiel für eine Beobachtung, die es schon länger im Netz gibt: Captchas haben sich mittlerweile massiv verändert. Waren das früher noch gut lesbare Wörter, die man einfach abtippen musste, sind es mittlerweile kleine Suchspiele, die einen in den Wahnsinn treiben können. Ich mein, wir kennen alle das Problem, wenn wir nicht wissen, ob diese drei Pixel auf der einen Kachel noch zum Gesuchten dazugehören oder nicht.

Erschwerend kommt hinzu: Das muss auch richtig konfiguriert sein. Ich hab zum Beispiel auch mal mit Captchas hier auf der Seite rumgespielt, weil halt Kommentar-Spam massiv nervt und Kosten verursacht – habe das Ganze aber schnell wieder aufgegeben, weil es nur bedingt gegen Bots geholfen hat und sämtliche Optimierungen auf den Kopf gestellt hätte. Oder eben nicht, aber dann hätte jeder ein Captcha lösen müssen, um die Seite Besuchen zu können – will ja auch keiner.

Wie kam es nun aber eigentlich dazu? Und warum hat Yahoo dafür eigentlich noch niemand auf die Fresse gehauen?

A captcha is a simple test that intends to distinguish between humans and computers. While the test itself is simple, there’s a lot happening behind the scenes. The answers we give captchas end up being used to make AI smarter, thus ratcheting up the difficulty of future captcha tests.

But captchas can be broken by hackers. The tests we’re most familiar with already have been broken. Captcha makers try to stay ahead of the curve but have to balance increasing the difficulty of the test with making sure any person on earth — regardless of age, education, language, etc. — can still pass it. And eventually, they might have to phase out the test almost entirely.

Eigentlich ein schönes Bild: Wir trainieren Computer, um unser Leben zu vereinfachen, aber die trainierten Computer machen uns das Leben schwer.

Ich bin mal wieder ein ganz wunderbares Beispiel dafür, wie leicht beeinflussbar der Mensch doch ist. Seit Monaten schau ich mal mehr mal weniger regelmäßig in TikTok rein und bin da irgendwie in eine Streamer-Bubble gelandet. Das sind zwar immer nur die Gleichen Gesichter, aber ich muss zugeben, dass das ab und an doch sehr unterhaltsam ist.

Das führt jetzt nicht wirklich dazu, dass ich mir auch deren Streams regelmäßig anschaue, dafür ist das dann doch zu zeitaufwändig und auch einfach ungünstig getimet. Können die nicht wie normale Leute auch einfach von 9 – 17 Uhr streamen? Dann würde das hier einfach nebenbei laufen – aber abends bevorzuge ich dann doch anderen Content.

Wie dem auch sei, teils geht es dort natürlich auch ums Daddeln, was letztendlich dazu geführt hat, dass ich auch mal den alten Rechner aus dem Keller reaktiviert hab. Und es hat dazu geführt, dass ich letzte Woche Freitag mal GTA Online erstmalig gestartet hab.

Ich weiß, ich bin extrem spät zur Party und versuche den Kontakt dort zu anderen Spielern auf ein Minimum zu begrenzen, aber das liegt weniger an mir und mehr an deren asozialem Verhalten. Leben und leben lassen scheint dort jedenfalls nicht wirklich an der Tagesordnung.

Aber auch das Spiel selbst macht mich teils echt fertig. Denn aktuell soll ich ein Casino überfallen, was halt unfassbar viel Vorbereitung braucht. An sich kein Problem, aber ich hab quasi Samstag und Sonntag nur damit verbracht, von A nach B zu fahren, was am Anfang noch Spaß macht, auf Dauer aber einfach maximal nervt. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich hab das scheiß Ding noch immer nicht überfallen können und will auch gar nicht mehr wetten, wann das jemals der Fall sein wird.

Insofern kann ich auch die Leute besser verstehen, die ihre Game-Controller quer durch den Raum pfeffern und dabei billigend in Kauf nehmen, dass Monitor und / oder Fernseher gleich das Zeitliche mit segnen.

Doch zum Glück gibt es da nun Abhilfe – Matty Benedetto sei Dank:

Rage Quit Protector™️ For all those times your video games send you over the edge. This 360° inflatable contraption protects yours controllers from impact. Simply blow it up and insert it through one of the two pass through hand chambers. The transparent top will ensure you will still see every button. Now unleash your rage in any direction with full peace of mind.

Ist natürlich nur halb-ernst gemeint, so wie man das von Matty Benedetto kennt – hatten wir ja an dieser Stelle schon mal.

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https://www.wihel.de/der-perfekte-schutz-fuer-game-controller/feed/ 4
Ein Staubsaugerroboter, der auch Bier holen kann https://www.wihel.de/ein-staubsaugerroboter-der-auch-bier-holen-kann/ https://www.wihel.de/ein-staubsaugerroboter-der-auch-bier-holen-kann/#comments Thu, 15 Jul 2021 10:27:54 +0000 https://www.wihel.de/?p=116867 Ein Staubsaugerroboter, der auch Bier holen kann | Gadgets | Was is hier eigentlich los?

Seit wir einen Hund haben, haben wir natürlich auch einen Staubsaugerroboter, obwohl ich glaube, dass der Roboter zuerst da war. Der Grund ist da auch relativ naheliegend:

Wir sind einfach zu faul zum Saugen. Nein, natürlich nicht, aber so ein Haustier verliert halt unfassbar viele Haare und das eigentlich am laufenden Band. So ein bisschen wie bei mir, nur dass meine nicht auf dem Boden laden, sondern direkt wieder am Rücke anwachsen, was halt sauberer ist, aber weniger ästhetisch.

Und eigentlich müsste das Ding auch jeden Tag fahren, aber wir haben dann doch recht viel auf dem Boden liegen, vor allem Hundespielzeug, dass man vorher immer erst wieder wegräumen muss und das nun jeden Tag zu machen … da bin ich ganz wie Prof. Dr. Drosten, da hab ich einfach besseres zu tun.

Dennoch, das Ding holt jedes Mal, wenn es fährt – immerhin alle zwei Tage – ordentlich was weg und muss bei unseren knapp 90qm auch mittendrin pausiert werden. Nicht, weil der Akku zu schwach ist, sondern weil es sich einfach empfiehlt, den Saugbehälter zwischendrin zu leeren.

Außerdem kann der auch Wischen, wobei wischen halt wirklich zu hoch gegriffen ist, eigentlich zieht der nur einen nassen Lappen hinter sich her. So hab ich als Teenager aber auch gewischt, sodass man das durchaus als Wischen durchgehen lassen kann – hartnäckigen Dreck bekommt man damit aber eher selten weg und muss dann noch mal selber ran.

Dennoch, wir sind zufrieden und für eine gewisse Grundreinigung gerade mit Haustier will ich ihn nicht mehr missen. Das einzige Manko, dass er hat: Er kann kein Bier holen. Und genau das sollte mittlerweile nicht nur problemlos möglich, sondern auch Standard sein:

Using a Roborock S5 Vacuum flashed with Valetudo. The beer drop is controlled by switch bot and the coordination is with home assistant.

So ein guter Junge!

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Ein atmender PC https://www.wihel.de/ein-atmender-pc/ https://www.wihel.de/ein-atmender-pc/#comments Wed, 14 Jul 2021 10:16:13 +0000 https://www.wihel.de/?p=116823 Ein atmender PC | Gadgets | Was is hier eigentlich los?

Vor ein paar Wochen hab ich endlich mal wieder den PC aus dem Keller geholt, den ich Line mal vor einigen Jahren gekauft hab, weil sie unbedingt die Sims wieder spielen wollte und das auf dem Macbook damals nicht ging. Hat dann auch für ein paar Wochen funktioniert, seitdem hat der Rechner mehr Staub als Strom gesehen.

Entsprechend war ich dann auch überrascht, als ich ihn das erste Mal wieder angeschaltet hab – da lief sogar noch Windows 8 drauf. Mittlerweile sollte alles auf einigermaßen okayem Stand sein und auch ein bisschen mehr RAM hab ich dort reingepackt – was ihn nicht wirklich deutlich schneller gemacht hat, ich bin aber auch mehr als raus aus dem Computer-Game und wie man was am besten aufrüstet. Dennoch: Ich hab mal wieder ein bisschen schlecht als recht Windows-Zeug daddeln können und das hat sogar Spaß gemacht.

Und ganz vielleicht werd ich mich doch mal mit dem Thema etwas mehr beschäftigen, gerade weil die Grafikkartenpreise sich langsam wieder normalisieren sollen und zumindest der Gedanke an ein Upgrade Sinn machen könnte.

Oder ich kauf einfach doch neu, weil mir Geduld und Zeit fehlen, um mich da einzulesen. Außerdem kann ich dann wenigstens ausschließen, dass falls was beim Zusammenbau kaputt gehen sollte, es nicht meine Schuld ist und ich jederzeit problemlos umtauschen kann. Da nervt dann zwar der Aufwand, aber der Rest funktioniert einfach von selbst. Außerdem kann man dann auch mal sowas verrücktes wie Wasserkühlung und LED-Zeug direkt bestellen und darf sich wenigstens einbilden, dass das vom Fachmann kommt.

Gerade Kühlung gewinnt ja immer mehr an Bedeutung, was ich allein schon bei meinem Macbook und den aktuellen Temperaturen merke. Wenn wir hier demnächst auch an die 40°C bekommen, kann ich das Arbeiten eigentlich einstellen. Nicht weil ich schwitze, wie ein Schwein, sondern weil das Ding einfach unfassbar langsam wird.

Warum also nicht direkt einen PC, der so richtig atmet und dabei für den wohl besten Luftstrom sorgt, den man aktuell bekommen kann?

Hilft aber halt auch nur bedingt, wenn die Umgebungstemperatur fernab von Gut und Böse ist …

Wie schon oft geschrieben, sind wir hier – also Line und ich – bisher erstaunlich gut durch die Pandemie gekommen. Der Wechsel ins Homeoffice war nahezu problemlos möglich, mittlerweile habe zumindest ich auch ordentlich in die Ausstattung investiert und abgesehen von ein paar Wochen Kurzarbeit bei Line bestand der einzige Verzicht vor allem darin, Freizeitaktivitäten wegzulassen. Und naja, die eine oder andere Feier, die dann mit Freunden und Familie doch cooler gewesen wäre, Stichwort Hochzeit.

Das ist aber natürlich nichts im Vergleich zu denen, die stattdessen mehr geackert haben, als sie es jemals für möglich gehalten hätten – oder die, die halt gar nicht mehr geackert haben, weil sie es nicht durften. Teile des Einzelhandels sind da ganz weit vorn dabei, vor allem aber auch nahezu der komplette Kultur-Bereich, der ja eigentlich davon lebt, dass viele Menschen zusammenkommen und gemeinsam … kulturieren. Oder so.

Bemerkenswert dabei übrigens: Während der Einzelhandel vor allem auch dann noch meckert, wenn er kurzfristig wieder öffnen darf (weil sie bis heute nicht verstanden haben, dass sie niemand zum Öffnen zwingt), vernimmt man nur erfreute Töne von denen, die zurück auf die Bühnen dieser Welt dürfen. Was ja weiterhin nur für sehr wenige möglich ist.

Ehrlicherweise habe ich aber auch öfter schon drüber nachgedacht, dass wir uns vielleicht auch einfach damit anfreunden müssen, dass es mit den alten Konzepten – sprich: viele Menschen auf engen Raum – einfach nicht mehr weitergehen kann und es neue Ideen braucht, welche das auch immer sein könnten. Ich mein, es gab ja schon oft genug in der Geschichte Momente, in denen ein Modell ausgedient hat und etwas Neues hermusste und vielleicht es genau das jetzt wieder der Fall, nur eben sehr direkt, statt schleichend langsam.

Und vielleicht gibt es dann auch bald keine ganz großen Orchester mehr, sondern nur noch sehr wenige, die sowas wie ein Electone spielen, dass dann trotzdem wie ein ganzes Orchester klingt, sofern man es denn zu spielen weiß. Das wird dann auch einfach ins Netz gestreamt und schon haben wir akustisch in etwa das Gleiche, aber doch eben anders, weil zum Großteil jeder für sich:

Man weiß es nicht. Aber was für ein verrücktes Gerät, oder? Soll sich vor allem im asiatischen Raum einiger Beliebtheit erfreuen.

Im Grunde ist Billard ja relativ einfach, sofern man bei Berührung mit Mathematik bzw. mathematischen Anwendungen nicht komplett in Schockstarre verfällt und panisch schreiend wegrennt.

Denn im Prinzip gilt: Eintrittswinkel gleich Austrittswinkel und das haben wir ja relativ früh in der Schule gelernt. Außer natürlich, die Stoßkugel hat zu viel Drall. Oder man trifft sie schlecht. Oder der Tisch hat irgendwelche Macken. Aber so in Theorie ist das relativ einfach, weil halt logisch und nachvollziehbar. Theoretisch. Vielleicht.

Außerdem ist Billard ein sehr angenehmer Sport, weil halt Sport, aber ohne zu viel Bewegung, körperliche Anstrengung und sonstigem unwürdigen Kram. Ganz im Gegenteil, wenn man sich mal allein Snooker im Fernsehen anschaut, das hat schon sehr viel mit Klasse und Würde zu tun, sowohl was die Sportler als auch die Zuschauer angeht.

Man merkt vermutlich: Ich mag Billard. Sehr sogar, dabei spiel ich es kaum, weil man das normalerweise nur in diesen dämlichen Hallen machen kann, wo einfach zu viele Tische und noch viel mehr Menschen auf einen Haufen zusammengepfercht werden und das dann mit dem Spaß einfach schwierig wird. Was halt – logisch – vor allem an den anderen Menschen liegt, weil die grundsätzlich immer schwierig sind. Und sehr oft sehr dumm und / oder rücksichtslos.

Außerdem kann ich es halt nur bedingt gut, denn wie oben geschrieben: Da ist sehr viel Theorie dabei, am Ende kommt es aber auch auf die Praxis bzw. die Umsetzung der Theorie in selbige an und das hat dann auch was mit Feinmotorik und „gucken“ zu tun und in beidem bin ich nur bis zu einem gewissen Grad gut.

Und mir fehlt halt auch der passende Tisch, wie ihn zum Beispiel The Q gebaut hat. Mit dem ist Verlieren nämlich beinahe unmöglich:

Not great at pool? Well maybe you’re just playing on the wrong table. Forget about the rectangle thing and upgrade to an elliptical where the math is on your side.

Allerdings sind die Partien hier auch recht kurz und … eingeschränkt. ¯\_(ツ)_/¯

Behaupte ich jetzt einfach mal, denn im Bagger-Gewerbe kenn ich mich nur sehr schlecht aus, sowohl was Baumaschinen als auch … naja, ist ja auch egal. Klar ist, ich hab einfach allgemein bedingt viel Ahnung von dem, was ich hier so den ganzen Tag erzähle und wenn es doch mal nötig wird, dann kommt die neue Bauernschläue zum Tragen, die man sich mit ein paar Minuten Wikipedia eben fix draufschaffen kann.

Was ja aber nichts daran ändert, dass ich vieles sehr cool finde, ohne dafür direkt einen Anwendungsfall im Kopf zu haben oder bewerten zu können, ob das überhaupt sinnvoll ist, was man da sieht oder gebaut hat. Muss es ja auch gar nicht sein, um cool zu sein.

In gewisser Weise könnte das auch auf den M545x von Menzi Muck zutreffen – ein Bagger mit flexiblen Beinen, was schnell wie eine Spinne aussieht. Der Sinn dahinter ist dabei noch recht offensichtlich: Das Ding eignet sich halt für sehr unbeständige Untergründe oder mindestens Stellen, zu denen man nur recht umständlich kommt.

Und klar ist auch, dass es sicher Vorteile hat, dass das Ding im Prinzip auch nur auf drei Beinen stehen kann und trotzdem recht stabil daherkommt.

Die Frage ist halt: Macht das wirklich Sinn, dass man da baggert, wo man nur recht schwer stehen kann oder wo man nur bedingt hinkommt? Oder wäre es nicht viel cooler, wenn man stattdessen die beste Klimaanlage der Welt in die Kabine baut … plus vielleicht Playstation 5 und ein verstecktes Klo, sodass der Mensch im Bagger das Ding eigentlich nie wieder verlassen will?

Ich weiß es wirklich nicht, aber es sieht schon beeindruckend aus, wenn die Beweglichkeit des Baggers präsentiert wird:

Und vielleicht gilt auch einfach hier, dass es gar nicht um Sinnhaftigkeit im Vorfeld geht, irgendein Einsatzzweck wird sich dafür schon von alleine finden.

Ich muss ja immer ein bisschen Schmunzeln, wenn mal wieder irgendwo ein Video oder ein Bild auftaucht, das zeigen soll, was sich die Leute früher vorgestellt haben, wie das Leben im Jahr 2021 mit all seinen technologischen Errungenschaften sein soll – im Vergleich mit dem, was wir tatsächlich zur Verfügung haben, liegen da nicht selten Welten zwischen Wunsch und Wirklichkeit.

Ich mein, wir haben weder fliegende Autos noch wirksamen Umweltschutz und bei der Bekämpfung einer Pandemie sind wir eigentlich nur gut, wenn wir nichts tun und Zuhause bleiben. Und selbst das kriegen einige nicht hin.

Auf der anderen Seite hinkt das Bild natürlich auch erheblich, weil wir alle nicht wirklich objektiv urteilen können, weil wir halt oft nur das Hier und Jetzt sehen. Wenn man sich mal überlegt, welche Technik vor 70 oder 80 Jahren zur Verfügung stand – es gibt immerhin recht viele Menschen, die älter sind und daher genau diese Zeit kennen – ist es hingegen beinahe unglaublich, was die Menschheit seitdem erreicht hat.

Ich mein, vor 20 Jahren hatten wir noch nicht mal Smartphones und haben für SMS bezahlt, ein paar Jahre früher gab es nicht mal das Internet für Ottonormalsterbliche – einmal über den Tellerrand geschaut fällt dann doch auf, dass da einiges in den letzten Jahren ging.

Nur LEGO war irgendwie schon immer da und hat eine gewisse Beständigkeit in seinem Tun und Schaffen. Das sind halt nach wie vor Bausteine, die man einfach zusammenstecken und daraus irgendwas bauen kann, lediglich die Einsatzszenarien haben sich über die Jahre erweitert. Oder anders gesagt: LEGO bleibt irgendwie immer gleich, nur die Welt drumherum ändert sich – schafft es aber immer wieder LEGO sinnvoll mit einzubeziehen.

So auch bei Brickit – eine App, die LEGO bzw. die Vielzahl an Bausteinen, die man oft einfach wahllos rumliegen hat, neu belebt. Denn die scannt diese einfach und macht daraus Bauvorschläge und Anleitungen.

Was recht unspektakulär klingt, sieht im Video mindestens genauso einfach aus – ist aber dafür doppelt faszinierend:

Das Spannendste ist vermutlich aber die Technik dahinter – die wohl die wenigsten von uns jemals werden verstehen können. Wer das selbst ausprobieren möchte, lädt sich einfach die Brickit-App herunter. Gibt es aktuell nur für iOS, Android soll dann im Herbst kommen – wer das nicht verpassen will, kann sich an dieser Stelle benachrichtigen lassen.

Es ist wie verhext: Nachdem ich mehrere Wochen aus großer Verpeilung bei jedem Kellergang vergessen habe, den Fahrradakku mit in die Wohnung zu nehmen, ist dieser seit gut zwei Wochen komplett geladen – aber Petrus mit seinen merkwürdigen Wettervorstellungen hat mir jedes Mal einen Strich durch die Rechnung gemacht, wenn es darum ging, zum Brötchenholen das Fahrrad statt dem Auto zu nutzen.

Irgendwo allerdings auch lächerlich, wenn ich so zurückdenke, bei welchem Wetter ich früher zur Schule gefahren bin. Tiefster Schnee, heftigster Regen und wen interessiert denn das schon, wenn man mit eingesauten Klamotten im Unterricht sitzt? Ehrlicherweise bin ich aber mittlerweile auch einfach zu alt für derlei Blödsinn und wem hilft es denn schon, wenn man für ein paar Brötchen noch vor dem Frühstück erneut unter die Dusche muss? Außerdem hab ich immer öfter Rücken und irgendwann muss man auch einsehen, dass man einfach nicht mehr zu den coolen Kids gehört.

Außerdem fahren die auch mittlerweile alle Fahrräder, auf denen man mit dem eigenen unförmigen Körper nur noch lächerlich aussieht – und dabei dachte ich eigentlich, dass in Sachen Fahrrad schon jede größere Innovation erfolgt wäre. Wobei, so ein Liegefahrrad würde ich nicht wirklich als Innovation bezeichnen, das ist mehr ein überdeutliches Zeichen für irgendwelche extrovertierten Volldeppen, die sich unbedingt von der breiten Masse abheben müssen und dabei gern in Kauf nehmen, einfach im Straßenverkehr plattgefahren zu werden. Wenn Statements wichtiger sind als das eigene Leben … E-Bikes hingegen sind da schon noch mal ein Schritt in Richtung Zukunft.

Ob das auch auf das Endobike zutrifft, muss sich erst noch herausstellen, finde aber einen YouTube-Kommentar für den ersten Eindruck recht passend:

„Ah, yes, the Faceplant Machine“

Zumindest sieht es ungewöhnlich aus, hat vielleicht aber auch den einen oder anderen Vorteil, der sich mir zugegebener Maßen noch nicht erschließen wollte:

Fürs Erste dann doch lieber die herkömmliche Version, oder?

Und das ist eigentlich immer ein schwieriges Thema, weil es halt moralisch verwerflich ist und man sehr schnell in die Ecke rutscht, dass es nur darum geht, wer das neuere, bessere, tödlichere Gadget hat. Vorrangig zur Abschreckung, aber bereits das ist ja schon der erste Schritt in die falsche Richtung.

Dazu kommt, dass selbst bei neutraler Berichterstattung immer so ein leichtes Gefühl der Verherrlichung mitschwingt, was halt bei mir einfach nicht der Fall ist. Ich würde derlei technischen Fortschritt auch feiern, wenn er in einer Küchenmaschine verbaut ist – wäre aber auch irgendwie Panne, wenn wir zukünftig militärische Auseinandersetzungen mit Küchenmaschinen führen würden. Wobei … Kriegsentscheidungen, die durch Backkünste gefällt werden, klingen erstmal nicht schlecht, abgesehen von der drohenden Diabetes-Gefahr.

Auf jeden Fall gibt es nun wohl Scharfschützenmunition, die selbstständig ihr Ziel trifft. So nüchtern runtergeschrieben klingt das erstmal recht unspektakulär, wenn auch recht hilfreich für die Berufsgruppe des Scharfschützen, schließlich müssen die ja diverse Rahmenbedingungen berücksichtigen, wie Wind, Erdrotation und aktueller Stuhlgang – da ist natürlich jede Hilfe gern gesehen.

So richtig abgefahren wird das aber erst, wenn man so eine Kugel in Aktion sieht und genau beobachten kann, wie die einfach ihre Flugbahn ändert:

The Extreme Accuracy Tasked Ordnance system, or EXACTO, pursues to develop the first-ever guided small-caliber bullet to improve the effectiveness of snipers.

Before attempting to take down an objective at ranges of up to two thousand yards, snipers have to consider several factors including wind direction, bullet gravity or drop, bullet velocity, and overall weather conditions.

While in combat, such as in the Middle East, American snipers need to aim at moving targets and react quickly to save lives or assure the success of a military operation.

And that’s where the EXACTO program comes in.

Faszinierend. Aber auch unfassbar gruselig, ehrlich gesagt.

Seit längerem denk ich schon über die Anschaffung zweier Nerf Guns nach, weil ich mir das eigentlich sehr witzig vorstelle, wenn Line und ich hier im Homeoffice damit durch die Wohnung oder ums Haus rennen würden – mal ein bisschen das Innere Kind rauslassen und den Nachbarn zeigen, dass wir nicht nur leicht einen an der Waffel haben. Außerdem könnte man damit den Hund ein bisschen ärgern.

Allerdings ist das gar nicht mal so einfach, weil es mittlerweile ja unfassbar viele Versionen der Nerf Guns gibt und ich spontan gar nicht wüsste, welche man da kauft bzw. für unsere Anforderungen am besten ist. Im Zweifel dann einfach so ein Geschütz, dass einfach alles wegballert, was nicht bei drei auf den Bäumen ist?

Dazu kommt, dass Line dann doch weniger einen an der Waffel hat als ich und vermutlich (Annahme) mit so einer Nerf Gun gar nicht umgehen könnte. Die schießt sich doch dann nur selbst in den Fuß und dann ist der Spaß schneller vorbei als gedacht.

Und naja, Hunde ärgern ist jetzt nicht nur gesellschaftlich verpönt (übrigens völlig zu Recht), sondern auch als Erziehungsmaßnahme einfach eine der bescheuertsten Ideen, die man haben kann. Das gilt aber auch für Kleinkinder schubsen und doch fällt es einem schwer, da nicht drüber zu lachen, wenn die dann erfolgreich umfallen. Naja.

Aber es muss vielleicht ja auch gar keine Nerf Gun sein – vielleicht tut es ja auch ein Shelby Destroyer, dafür wird gerade auf Indiegogo fleißig Geld gesammelt. Auf der zugehörigen Kampagnenseite gibt es auch einen kleinen Vergleich zu einigen Nerv-Versionen … ehrlicherweise mit eher schwachen Verkaufsargumenten.

Was letztendlich bedeutet, dass das hier wohl einfach nach Vorlieben geht – aber eben auch einfach spaßig aussieht:

Wie immer bei vorgestellten Crowdfunding-Kampagnen gilt auch hier: Natürlich hat man das selbstgesteckte Fundingziel schon mehrfach übertroffen, sodass es eigentlich nicht mehr um das „ob“, sondern nur noch um das „wann“ geht.

Wer auch gern eine will, kann hier zuschlagen und sich ebenfalls beteiligen.

Das Flugtaxi, das Dorothee Bär mal zu Anfang ihrer aktuellen Regierungskarriere ausgerufen hat, war ja schon öfter mal Thema hier auf der Seite. Dabei haben wir unter anderem gelernt, dass der Gedanke damals gar nicht so abwegig war, denn es gibt ja tatsächlich Firmen, die bereits daran geforscht haben und das auch weiterhin tun.

Und dass es gewiefte Tüftler gibt, die sich ihr Flugtaxi gern mal selber bauen, wobei das dann einfach nur eine überdimensionierte Drohne ist – und damit ziemlich laut und halt genauso unpraktisch für den Alltag wie das, was diverse Startups aktuell austüfteln.

Vor allem aber haben wir auch gelernt, dass die Idee alles andere als innovativ ist und bereits seit mindestens 70 Jahren existiert, wenn nicht sogar mehr (was aber auch nicht wirklich verwundert, gibt ja genug Menschen, die dauerhaft vom Fliegen fasziniert sind und sei es nur für 70€ mit der ganzen Familie nach Malle).

Damit will ich sagen: Ja gut, vielleicht haben wir damals alle ein bisschen zu laut gelacht, die Idee ist halt doch nicht das Hirngespinst, für das wir sie gehalten haben. Auf der anderen Seite muss man allerdings auch sagen, dass die wohl größte Leistung der aktuellen Regierung das Durchwinken von Staatstrojanern ist, genauso wie den Aufbau der digitalen Infrastruktur in die fähigen Hände von Andi Scheuer zu legen.

Und dann kommt eben der Tag, an dem Deutschland nicht nur in irgendwelchen Rankings abgehängt wurde, sondern auch einfach die Slowakei ein Flugtaxi präsentiert, dass zumindest im Präsentationsvideo die wohl größte Alltagstauglichkeit an den Tag legt.

Da kann man fast schon glücklich sein, dass wir aktuell ganz andere Probleme haben, die sich auch damit nicht lösen lassen würden: Pandemie, bescheuerte Internetanbieter und eine Internetgeschwindigkeit, um die uns nicht mal die Mongolei beneidet. Und wenn wir mal ehrlich sind, Parkplätze für das Ding werden auch immer knapper:

AirCar, a dual-mode car-aircraft vehicle moved closer to production this week, fulfilling a key development milestone in a 35-minute flight from the international airport in Nitra to the international airport in Bratislava on June 28th, 2021

Immerhin: 800 bis 1.000 Kilometer weit soll man damit kommen – nur zum Preis konnte ich auf die Schnelle nichts finden. Dürfte aber so oder so mehr als die 70€ nach Malle sein.