Gadgets & Technik – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Tue, 14 Jul 2020 13:32:40 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.4.2 Chris Ramsay löst die weltgrößte Puzzle-Box https://www.wihel.de/chris-ramsay-loest-die-weltgroesste-puzzle-box/ https://www.wihel.de/chris-ramsay-loest-die-weltgroesste-puzzle-box/#respond Tue, 14 Jul 2020 10:13:05 +0000 https://www.wihel.de/?p=102220 Chris Ramsay löst die weltgrößte Puzzle-Box | Gadgets | Was is hier eigentlich los?

Von Puzzleboxen hat der eine oder andere vielleicht schon mal gehört, von Chris Ramsay vielleicht weniger – mir zumindest war er bisher kein Begriff. Ich war aber bisher auch nicht so im Puzzle-Box-Game drin, wenn auch ich derlei Videos – per Zufall gefunden – immer recht spannend fand, besonders weil es hier ja auch um handwerkliches Geschickt geht. So ein normales, flaches Puzzle ist ja relativ unspektakulär, aber wenn man irgendwo Schalter drücken und Hebel ziehen muss, damit irgendwas passiert … das macht doch wirklich Spaß.

Ein wenig davon durften auch Line und ich bei unserer Hochzeit erleben, denn ihre Familie (und jetzt ja auch irgendwie meine) haben auch eine Art Puzzle-Box auf die Beine gestellt, die wir dann unter den Blicken der anderen lösen mussten.

Logischerweise nicht ganz so raffiniert wie das, was Ramsay hier vor sich stehen hat, aber mindestens mit genauso viel Spaßfaktor und jeder Menge Aufwand bei der Erstellung. Haben wir am Ende natürlich auch irgendwie hinbekommen, wobei ich mich auch nicht scheue zuzugeben, dass ich bei der enthaltenen Matheaufgabe direkt abgeschaltet hab. War ja auch Wochenende und niemand sollte am Wochenende zu Mathe gezwungen werden.

Zurück zum eigentlichen Thema: Ramsay versucht also im nachfolgenden Video das Ding zu lösen und ich hätte da auch nicht gerade wenig Bock, es im gleich zu tun. Und überhaupt muss man sich dabei immer mal wieder vor Augen führen, was für verrückte Leute eigentlich dort arbeiten müssen, wo das Ding hergestellt wurde. Ich mein: Wer denkt sich denn wirklich schon selbst mal Puzzle und Rätsel aus? Und woher weiß man eigentlich ob sie zu leicht oder zu schwer sind, wenn man die Lösung ja schon kennt?

Today I’m going to attempt this one of a kind, insanely intricate and pricey, sequential discovery puzzle box, made custom by Labsterium. It’s filled with insane riddles and things to solve and decode.. Also contains Augmented reality! This is by far the funnest puzzle I’ve ever solved!

Ich bin ein großer Fan von Automatisierung, auch wenn das etwas weiter gedacht heißt, dass da im ersten Schritt viele Arbeitsplätze wegrationalisiert werden. Aber denkt man das Ganze noch ein bisschen weiter, verlagern sich die Anforderungen lediglich und man muss zusehen, dass man weiter am Ball bleibt – insofern ist das Argument, dass technischer Fortschritt und der Einsatz von Maschinen Arbeitsplätze vernichtet … einfach nur falsch.

Wo ich hingegen weniger Vertrauen investiere – und das ist auch der Grund, warum unsere ersten Schritte im Smarthome-Bereich noch nicht weiter ausgebaut sind – ist in Infrastruktur. Die bisherigen Lösungen sind schon ziemlich gut und mal abgesehen vom Geldeinsatz spricht nicht viel gegen weitere Ausbaustufen, bis hier auch wirklich alles automatisch läuft.

Aber was tun, wenn ein Anbieter doch mal pleite geht? Aufgekauft wird? Produktreihen einstellt? Server abschaltet oder einfach nur technische Probleme hat? Ich sags euch: nichts. Denn dann ist man am Arsch und kann sein Zuhause nicht mehr nutzen.

So toll dieser ganze Zauber also auch ist, irgendwie hängt man dann doch am Rockzipfel der Hersteller und begibt sich in eine Abhängigkeit zu deren Servern. Und das möchte ich ehrlich gesagt nur bedingt – gerade wenn es um smarte Türschlösser geht, bin ich dann doch recht sensibel. Ich möchte einfach nicht vor verschlossener Tür stehen, nur weil gerade das W-Lan nicht funktioniert.

Der Barisieur 2.0 – Ein Wecker, der dir Kaffee kocht | Gadgets | Was is hier eigentlich los?

Ganz so schlimm ist es beim Barisieur 2.0 nicht – das ist eigentlich nur ein Wecker in Verbindung mit einer Kaffee- bzw. Teemaschine. Und ich find die Idee eigentlich auch total super: langsam nimmt das Unterbewusstsein den aufsteigenden Kaffee-Duft wahr und dann wird man im letzten Moment vom Wecker aus dem Schlaf geholt, muss aber nicht sauer oder traurig sein, sondern kann direkt zum flüssigen Gold greifen.

Dazu sieht das Gerät auch noch einigermaßen schnieke aus und kann sogar das Smartphone laden.

Ease into the day with the sound of bubbling water and the smell of freshly brewed tea or coffee. Designed to sit comfortably by your bedside, enjoy a fresh cup of English breakfast with fresh milk, or a delicate green tea from the comfort of your covers.

Das Ding ist halt nur: Wenn ich morgens vom Wecker geweckt werde, möchte ich nicht sofort Kaffee, sondern erstmal auf Klo. Und wenn Kaffee, dann gern auch gesüßt und mit Milch. Insofern fall ich aus der Zielgruppe schon mal raus, was aber nichts macht, denn 643 Leute haben das Projekt mit knapp 110.000 Pfund trotzdem zur Verwirklichung gebracht.

Wer gern auch so ein Ding möchte, schaut einfach mal hier vorbei.

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Eine Rohrbiegemaschine in Aktion https://www.wihel.de/eine-rohrbiegemaschine-in-aktion/ https://www.wihel.de/eine-rohrbiegemaschine-in-aktion/#respond Thu, 09 Jul 2020 06:05:07 +0000 https://www.wihel.de/?p=102169 Eine Rohrbiegemaschine in Aktion | Handwerk | Was is hier eigentlich los?

Meine Liebe für Bau- bzw. Industriemaschinen ist hinlänglich bekannt, besonders weil ich mir nicht vorstellen kann, wie man auf Ideen dafür kommt bzw. welche Gedanken man sich vorab gemacht haben muss, bis dann wirklich ein riesiger Kasten entsteht, der genau das macht, was er machen soll und dabei teilweise unfassbar intelligent wirkt.

Wobei ich mittlerweile auch sicher behaupten kann, dass mir dazu die passenden Denkmuster fehlen, denn ich hab neulich erst gesehen, wie man sehr simpel eine Sortiermaschine für Äpfel basteln kann: Man stellt diverse Eimer der Reihe nach auf. Darüber legt man zwei Stöcker / Streben mit leichtem Gefälle, sodass die Äpfel wie auf Schienen über die Eimer rollen können. Und dann verändert man den Abstand der Stöcker / Streben so, dass er am Anfang kleiner ist als am Ende.

Jetzt braucht man die Äpfel nur noch darüber rollen und bekommt sie so nach Größe sortiert, denn gleichgroße fallen immer an der gleichen Stelle durch die beiden Stöcker / Streben. Eigentlich super simpel, aber man muss eben erstmal drauf kommen (wobei man da vielleicht auch schnell drauf kommt, wenn man sich den ganzen Tag mit Eimern, Stöckern und Äpfeln beschäftigt)

Super simpel wirkt auch die nachfolgende Maschine, die vornehmlich dazu gebaut ist, Rohre zu biegen – und das scheinbar frei nach Belieben. Sicherlich gar nicht so simpel ist aber wohl der Algorithmus, den die Maschine anwendet, damit das Rohr am Ende so gebogen wird, wie es gebogen werden soll, denn für das gewünschte Ergebnis sind irgendwie nur Mikrobewegungen nötig. Und die müssen sitzen, aber sowas von:

Cooney marines amazing Tube bender.

Ist auf der anderen Seite aber auch Quatsch, denn wir wissen ja spätestens seit Futurama, dass einzig und allein Bender in der Lage ist, Rohre so zu biegen.

Ich hatte ja schon mal von meinem angedachten Projekt in Bezug auf Ambilight für unseren Fernseher berichtet (vielleicht sogar an mehreren Stellen) und warum es dazu nie so wirklich kam. Aber es scheint so, als würde sich ein neues Projekt auftun, dass zwar deutlich weniger Technik, dafür aber mehr Handwerk beinhaltet – dazu später mehr.

Vielmehr soll es jetzt um ein kleines Projekt gehen, dass nicht wirklich einen praktischen Nutzen hat, dafür aber zeigt, dass man nicht viel braucht, um sich ein eigenes U-Boot zu bauen. Gut, keines, in dem man Menschen transportieren kann, aber seit Peter Madsen sollte man ohnehin vorsichtig mit Leuten sein, die sich privat U-Boots bauen.

Die Nummer hier ist wesentlich kleiner und besteht eigentlich nur aus einer IKEA-Schüssel, diversen LEGO-Teilen und dann doch ein bisschen Technik, damit sich das Ding auch unter Wasser steuern lässt.

Was ich hier aber besonders mag, ist einfach die Vorgehensweise, die so wunderbar iterativ ist, dass es eigentlich ein Lehrbuchstück ist. Denn der Plan am Anfang ist eigentlich ziemlich klar und der ganze Bums auch relativ schnell zusammen geklöppelt.

Aber die ersten Versuche zeigen, dass es noch an diversen Stellen Verbesserungspotential gibt und so wird weiter angepasst und getestet – bis das Ergebnis passt. Vermutlich kann nur ich mich dafür begeistern, aber derlei Paradebeispiele findet man heutzutage ja eher selten …

This RC sub has magnetic couplings to transmit torque through the walls. No need to drill holes = no leaks. At the end I test it in a swimming pool. Enjoy!

The submarine specs:
Displacement: 2.7 kg (6.0 lb)
Test depth: 1.5 m (4.9 ft)
Hull: glass food container (IKEA 365+ 1.8l), plastic lid
Motors: 3x Lego XL-motor (8882-1)
Magnetic couplings: K&J Magnetics R844-N52 neodymium magnet, TapeCase 423-5 UHMW Tape
Propellers: Lego propeller blade (2952), Lego liftarms
Radio control: 27 MHz controller dissembled from a toy submarine (Zantec Mini RC U Boot), L298 H-bridge to drive motors
Power supply: 9V Lego battery box for the motors, 3.7V Li-Po for the RC
Onboard camera: Faironly Firefly Q6
Pressure sensor: Jolly Logic Altimeter One

Außerdem weiß ich nun, wo man mal nach LEGO-Teilen schauen kann, wenn man ähnliches vor hat: bricklink.com

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In Indien bauen sie noch immer verrückte Vespas https://www.wihel.de/in-indien-bauen-sie-noch-immer-verrueckte-vespas/ https://www.wihel.de/in-indien-bauen-sie-noch-immer-verrueckte-vespas/#respond Tue, 07 Jul 2020 10:55:42 +0000 https://www.wihel.de/?p=102145 In Indien bauen sie noch immer verrückte Vespas | Gadgets | Was is hier eigentlich los?

Indien ist ja auch so ein Land, über das man eigentlich nichts weiß … oder alles. Ich muss mittlerweile immer daran denken, wie ich mich mal für einen Job beworben hatte, natürlich wieder als Product Manager, denn das ist es, was mir Spaß macht. Der Termin zum Telefoninterview stand auch recht schnell und auch direkt mit dem Chef – der hatte aber scheinbar ganz andere Pläne und fragte, ob ich sowas wie seine rechte Hand werden wollen würde.

Klingt erstmal dubios, aber wenn man einen Job braucht, hört man sich ja vieles an. Ein Punkt, der aber weniger toll klang: Ich hätte regelmäßig nach Indien fliegen müssen. Da wir damals noch keinen Hund hatten, konnte ich mich damit aber anfreunden – allerdings schien man von Human Ressources und einem okayen Umgang mit Bewerbern nicht viel gehört zu haben. Mehr als eine sehr nette und recht optimistische Mail der Sekretärin ward nicht mehr gesehen, auch auf mehrmaliges Nachfragen kam keine Reaktion. Schade, aber so ist moebel.de durchaus ein fähiger Product Manager durch die Lappen gegangen …

Aber auch für mich hat das Nachteile, denn so kann ich mich weiterhin nicht davon überzeugen, ob die Inder mit ihren Vespas wirklich so verrückt sind und Dinge zusammenbauen, die bei Weitem keine Vespa mehr sind.

Bereits zwei Mal hatte ich Beiträge dazu und nun haben sich auch die Jungs und Mädels von Great Big Story diesem Phänomen angenommen:

Lots of people ride the Italian scooters known as Vespas in Indonesia. But Rebel Riders modify their Vespas to the extreme. They use scrap metal, tree branches, anything they can get their hands on to create one-of-a-kind vehicles. Rebel Riders love expressing their individuality through their unique rides. They also enjoy being part of a community full of people who support one another and share a passion for exploring their beautiful country.

Wenn das der TÜV sieht …

Nachdem LEGO ja schon vor ein paar Jahren sehr kunst- und eindrucksvoll die Kurve von „Spielzeug“ zu Hype-Nerd-alle-wollen-es-haben-Produkten hingelegt hat – letztendlich, in dem man einfach mal ein paar Lizenzen eingeheimst und sich von seinem wir-machen-alles-wie-immer-Gehabe verabschiedet und sowas wie das Simpsons-Haus und mehr produziert hat – versucht LEGO nun mal wieder etwas Neues: Kunst.

Oder zumindest sowas wie Kunst, denn irgendwie ist es ja immer noch LEGO – aber es nimmt gleichzeitig auch die 8- bzw. 16-Bit-Liebhaber ins Visier. Denn die neueste Idee sind kleine Steckbilder, die am Ende eben ein Bild mit recht bekannten Motiv ergeben und wie Pixel-Kunst für die heimischen 4 Wände fungieren.

Aktuell kann man sich Bilder von Andy Warhol, den Beatles, Marvel oder auch Star Wars in die Bude hängen, muss aber eben erst selbst zu sowas wie einem Künstler werden, denn wie das bei LEGO so ist – da wird selbst zusammengebaut.

Preislich ist das allerdings nicht ganz ohne, knappe 120€ möchte LEGO jeweils pro Bild haben – liefert aber gleichzeitig auch bei dem einen oder anderen Kunstwerk noch einen passenden Soundtrack mit dazu, den man sich beim Zusammenbau anhören und dabei entspannen kann.

Tatsächlich bin ich hier aber ein bisschen skeptisch, was den durchschlagenden Erfolg anbelangt. Sicher, die Pixel-Art-Liebhaber werden sicher mit dem Gedanken einer Anschaffung spielen, aber so wirklich innovativ ist das nicht. Die lizensierten Sets hatten wenigstens noch ausreichend Nerd-Faktor dabei, bei Kunst scheiden sich aber eher die Geister.

Erschwerend kommt hinzu: Es mangelt hart an Auswahl – aktuell 4 Motive (eigentlich drei, Marvel kommt erst noch) sind dann doch arg wenig. Da hilft auch nicht wirklich, dass man mit jedem Set noch mal zusätzliche Varianten basteln kann.

Ich bin, was iPhone-Hüllen angeht, ziemlich eigen. Wobei, das stimmt nicht, ich hab nur spezielle Ansprüche, wobei ich die noch nicht mal als speziell bezeichnen würde. Seit Jahren setze ich eigentlich schon auf die Hüllen von Spigen, da es so ziemlich die einzigen sind, die das iPhone – was ja immerhin eine ganze Stange Geld kostet – aus meiner Sicht am besten schützen. Vor allem dass der Hüllenrand ein paar mehr Millimeter über dem Display liegt, ist bares Geld wert, wie nicht zuletzt ein kleiner Fauxpas bei Line gezeigt hat.

Darüber hinaus muss es natürlich schon ein bisschen ein Handschmeichler sein und wenn dann auch noch ein kleiner Standfuß dabei ist (so wie bei meiner aktuellen Hülle), sag ich auch nicht nein. Und ich hab einige Hüllen ausprobiert, bis ich die gefunden hab, sodass ich behaupten würde: ich weiß ungefähr, wovon ich spreche.

Ein Fehlgriff bei dieser Wanderung: Hüllen zum Aufklappen. Schützen das Display natürlich perfekt und so gut, wie keine andere Hülle, sind aber auch maximal unpraktisch, weil man ständig das Ding aufklappen muss. Gerade diejenigen, die das Smartphone zum Telefonieren benutzen, wissen wie nervig das sein kann.

Aus dem Blickwinkel stehen die Chancen für castAway’s Hüllen eigentlich schlecht – auf der anderen Seite sind die aber auch wieder sehr gut, denn die zweite Hälfte der Klapphülle kann modular mit praktischen Zusatzfunktionen verwendet werden – zum Beispiel als zusätzlicher Akku, Lautsprecher, Gamepad oder auch als zweites Display:

Two screens are better than one!

Die Speaker würd ich aufgrund ihrer Größe kategorisch schon mal ausschließen, zumal Smartphones von Haus aus mittlerweile einen ziemlich okayen Klang mitbringen, aber so ein zweites Display … das hat schon was. Und wenn das wirklich mit den gängigen Smartphones funktioniert … es klingt fast zu schön um wahr zu sein.

Zudem sei auch gesagt: Die Crowdfunding-Kampagne lief Ende letzten Jahres aus und die neuesten Kommentare sind jetzt auch nicht gerade positiv … Aber wäre ja auch nichts Neues, wenn Crowdfunding jedes Mal problemlos und in time funktionieren würde oder?

Ich hab mich ja schon als kleines Kind gefragt, wie es die ganzen Fotografen und Kameramänner schaffen, bei Tier-Dokumentationen teils extrem gute Bilder hinzubekommen. Später war dann klar, dass da vor allem jede Menge Geld in Ausrüstung geflossen sein muss, noch viel später kam dann noch die Erkenntnis hinzu, dass da auch jede Menge Geld in Form von Zeit und Versuchen steckt – man muss halt doch sehr lange warten und geduldig sein, bis der perfekte Schnappschuss gelingt. Und nicht zuletzt schwingt da auch keine unerhebliche Portion Gefahr mit, denn die Jungs und Mädels müssen nach wie vor teils sehr nah an die Tiere ran. Ein Job, auf den man wirklich Bock haben muss, um ihn (gut) zu machen.

Aber auch hier macht der technologische Fortschritt keinen Halt vor und damit meine ich nicht nur die Ausrüstung in Sachen Fotografie und Filmerei – mittlerweile wird auch verstärkt auf künstliche Artgenossen gesetzt, damit man so nah wie möglich an die Tiere ran kann.

Vor ein paar Wochen geisterte schon mal ein Video von einem Affen (? Oder irgendwas anderes – fand ich leider nicht spannend genug, um genauer einzusteigen) durch die Blogs, jetzt gesellt sich die Robot Spy Turtle hinzu.

Finde ich insofern spannend, dass die schon ziemlich echt aussieht und auch in Sachen Bewegung ziemlich nah an ein Original heran kommt – am spannendsten ist aber, dass auch dieser kleine Roboter Eier wie eine richtige Schildkröte legt. Und das nicht nur aus Jux und Dallerei, selbst dahinter steckt noch sowas wie Sinn und Verstand:

Robotic Spy Turtle Joins An Epic Turtle Invasion but has an astonishing trick up its sleeve to film up close and personal among the olive ridley sea turtles.

Every year hundreds of thousands of olive ridley sea turtles come to the shores of Ostional in Costa Rica to lay their eggs. Around 20,000 may arrive in a single day!

Was es nicht alles gibt.

Und beinahe wäre ich auch mit der wohl größten Anschaffung des Urlaubs unentdeckt durchgekommen, aber gestern Abend hat Line dann doch entdeckt, dass ich mir eine Schafwoll-Jacke im Urlaub gegönnt habe. Die war einigermaßen teuer, ist aber auch unglaublich schwer, was letztendlich für mich der Indikator ist, dass die auch unglaublich warm hält. Glaub ich, denn die Probe aufs Exempel wird erst in ein paar Monaten möglich sein. Ohnehin wurde ich schon schief angeguckt, als ich die Jacke bei 30°C Außentemperatur gekauft hab – ist ja auch absurd, im höchsten Hochsommer bei tropischen Temperaturen eine Winterjacke zu kaufen. Aber wenn sich die Gelegenheit schon mal ergibt …

Und was wäre schon ein Urlaub, wenn man nicht auch mal viel Geld für Quatsch ausgeben kann? Eben. Wobei das mit dem Quatsch ja noch gar nicht feststeht, aber ein Urlaub, in dem man nur das kauft, was man auch wirklich braucht – das macht doch keinen Spaß.

So in etwa könnte man auch den Traintrackr bezeichnen. Ziemlich sinnlos, aber auch irgendwie sehr cool. Denn dabei handelt es sich um sowas wie eine Platine, auf der das Streckennetz der Londoner U-Bahn abgebildet ist (wahlweise auch von Boston) und auf dem in Echtzeit Züge dargestellt werden. Braucht halt nur Strom und eine funktionierende W-Lan-Verbindung und schon läuft der Spaß.

Ist mit 40 x 30 cm auch einigermaßen groß und bestimmt genau so cool, wie ich es als Nichtbesitzer finde – kostet mit 249 Pfund aber auch ein bisschen mehr.

Wer da noch ein bisschen heißer drauf ist, als ich und den Preis wirklich bezahlen will, schaut am besten hier vorbei. Und meldet sich dann bitte in den Kommentaren.

Ferrolic was designed from a strong fascination for the magical material Ferro Fluid. The natural dynamics of this fluid makes that this display bridges the gap between everyday digital screens and tangible reality.

Because the fluid behaves in a unpredictable way, it is possible to give the bodies perceived in the Ferrolic display a strong reference to living creatures. It is this lively hood that enables Ferrolic to show a meaning-full narrative like for instance having the creatures play tag. In addition the natural flow of the material, it can be used to form recognisable shapes and characters. Ferrolic uses these both layers in paralel in order to display scenes and transitions in an poetic, almost dance like, choregraphed way.

Read more on ferrolic.com

Aus Gründen ist diese Woche mal ein bisschen weniger los …

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Laurent Bernadac hat sich eine elektrische Violine mit seinem 3D-Drucker gebastelt https://www.wihel.de/laurent-bernadac-hat-sich-eine-elektrische-violine-mit-seinem-3d-drucker-gebastelt/ https://www.wihel.de/laurent-bernadac-hat-sich-eine-elektrische-violine-mit-seinem-3d-drucker-gebastelt/#respond Thu, 25 Jun 2020 08:25:57 +0000 https://www.wihel.de/?p=101950 Laurent Bernadac hat sich eine elektrische Violine mit seinem 3D-Drucker gebastelt | Gadgets | Was is hier eigentlich los?

Hi, I’m very proud to present my review of the first fully playable electric violin created by the 3D printing technology ! Hope you’ll enjoy !

Story behind the video and cover song
After few years of work, I’m very proud to present my review of my 3Dvarius, the first fully playable electric violin created by the 3D printing technology! I wanted to create an original composition to present it by using loops and pedal boards.

Thank you so much for watching!

Aus Gründen ist diese Woche mal ein bisschen weniger los …

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Eine Fender Telecaster-Gitarre mit LEDs aufgemotzt https://www.wihel.de/eine-fender-telecaster-gitarre-mit-leds-aufgemotzt/ https://www.wihel.de/eine-fender-telecaster-gitarre-mit-leds-aufgemotzt/#respond Wed, 17 Jun 2020 10:14:07 +0000 https://www.wihel.de/?p=101993 Eine Fender Telecaster-Gitarre mit LEDs aufgemotzt | Gadgets | Was is hier eigentlich los?

Als das mit diesem ganzen Homeoffice und Zuhause bleiben wegen Corona gerade auf dem Nervigkeitshöhepunkt angekommen ist, hatte ich schon mal erzählt, dass ich mit dem Gedanken gespielt hab, als Hobby einen Raspberry Pi anzuschaffen. Hab ich letztendlich nicht, weil mir dann doch zwei Tage später so viel Arbeit auf den Tisch geschaufelt wurde, dass ich bis heute noch nicht weiß, wo meine Freizeit geblieben ist. Außerdem war Line von meiner Idee alles andere als begeistert, aber mich reizt nach wie vor der Gedanke, dass wir im Wohnzimmer an unserem Fernseher ein Ambilight-System angeschlossen haben, dass nur einen Bruchteil von denen kostet, die man fertig kaufen kann. Zumal ich mittlerweile sogar Möglichkeiten gefunden hab, bei denen man nicht mal löten müsste – einfacher geht es dann ja schon gar nicht mehr.

Wie gesagt, fand sie nicht so toll. Ich hatte auch kurz mit dem Gedanken gespielt, dass System dann einfach an meinen Computer-Bildschirm zu klatschen, aber da die großen Zocker-Zeiten vorbei sind und ich die meiste Zeit nur Browser und Co. offen hab, wäre der Farbwechsel recht einseitig und selten – Kompromiss zwar, aber eben ein schlechter. Aber mal sehen, vielleicht mach ich das irgendwann einfach doch, wenn sie mal wieder mit ihren Mädels in den Urlaub fährt und ich Strohwitwer bin. Statt einer neuen Dusche gibt es dann eben ein neues Heimkino und wenn es erstmal da ist – was will sie dann noch groß gegen machen?

Und bis dahin kann ich ja schon mal an meiner nicht vorhandenen Gitarre üben, denn auch da kann man fleißig LEDs dranklatschen und hat dann die coolste Gitarre von allen. Immerge Interactive hat das mal gemacht und zeigt, dass eigentlich jeder Gitarrist sowas haben sollte – besonders, wenn man das auch noch mit der Musik synchronisieren könnte:

Fender Telecaster meets custom built LED video display meets audio reactive control software.

The guitar display is a custom cut faceplate mapped with individually addressable LEDs which turns the whole face of the instrument into a video screen. Integrated with our software that drives the band’s existing light show, the guitar visuals are synced with the entire light rig to provide cohesive looks and stand out solos.

Premiering only in recent weeks, this piece draws immediate crowd attention. Paired with the band’s unique musical style, this element of their show leaves the crowd with a unique memory of a stand out performance.

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Powered up and ready for some pixel mapping.

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Our LED guitar and The Curve, a perfect pair

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Und bevor jemand was sagt: Ich fand auch Lava-Lampen cool. Mit solchen Lichtgeschichten kriegt man mich einfach immer.

Neulich hab ich doch tatsächlich erstmalig Ärger von meinem Chef bekommen, wobei Ärger schon wieder viel zu hoch gegriffen ist – vielmehr wurde ich auf etwas hingewiesen, dass nicht ganz so schön ist: Während diverser Meetings merkt man mir wohl ab einem gewissen Punkt sehr deutlich an, dass ich gedanklich ausgestiegen bin und weiterarbeite, vor allem in dem ich anfange, mit anderen Kollegen über Slack zu kommunizieren.

Hat er natürlich recht und an sich ist es auch gar kein Problem, das einfach zu lassen – aber gestern hab ich gemerkt, dass das eben doch nicht so einfach ist. Und damit mein ich nicht die Slack-Nutzung, sondern das Bild, das ich in Remote-Meetings abgebe. Denn selbst wenn ich kein Slack nutze und mir einfach nur Notizen nebenbei mache, sieht es so aus, als wäre nicht aufmerksam.

Hauptgrund dafür: mein riesiger Bildschirm. Vor drei Jahren hatte ich nämlich die Faxen dicke davon, dass Macbooks mit der Verbindung von zwei Monitoren immer irgendwie rumspacken und das scheinbar einfach von Natur aus nicht mögen. Der Gedanke damals: Dann muss es eben nur ein Bildschirm sein – aber gleichzeitig will ich nicht an Arbeitsfläche einbüßen, denn je mehr Bildschirm, umso besser. Also hab ich mir irgendwann so einen 35-Zoll-Curved-Ding geholt, dass zwar einigermaßen stylisch aussieht, qualitativ vermutlich aber alles andere als oben mitspielt. Ist mir auch egal, denn großartig gespielt wird an dem Ding nicht, es soll einfach nur funktionieren.

Und das tut es auch, sodass ich meine Fenster bequem über den Bildschirm verteilen kann. Aber ich muss eben auch den Kopf deutlicher bewegen, wenn ich z.B. zu Slack wechsel und gucke dann entsprechend an der Kamera vorbei – gleiches gilt für meine Notiz-App.

Eines der größeren First-World-Problems, aber auch dafür scheint es eine Lösung zu geben – unter anderem, indem man sich einfach einen zweiten Monitor an den Laptop bastelt:

Ich würd jetzt nicht sagen, dass das super einfach ist – hätte es mir anfänglich aber auch deutlich schwerer vorgestellt.

Wenig überraschend und schon lange keine Neuigkeit mehr: Corona hat die Festival-Saison 2020 beendet, bevor sie richtig angefangen hat. Das ist natürlich ärgerlich, besonders für die zahlreichen Veranstaltet, Künstler und potentiellen Besucher, stört uns aber nur bedingt – wir waren ja schon immer ein bisschen zu alt für den Scheiß und froh, dass wir währenddessen in Hotels nächtigen konnten. Wie so verzogene Großstadtgören, die sich nicht dreckig machen wollen und dann heulen, wenn es doch passiert.

Gut so schlimm ist es nicht, aber wenn ich die Wahl zwischen Zelt und einem richtigen Bett hab … ihr wisst schon. Das Alter, der Rücken, die Motivation, …

Aber nicht nur Festivals sind betroffen, sondern Großveranstaltungen im allgemeinen. Die Kinos waren ewig lange dicht, an Club-Besuche und Konzertgänge ist noch immer nicht zu denken und auch wenn der Ball in den Stadien wieder rollt – Fans müssen draußen bleiben.

Es braucht also Lösungen und der Micrashell-Anzug könnte so eine Lösung sein.

Aus der Feder des Production Club stammend handelt es sich dabei um einen Schutzanzug, vorrangig für Festivals, der vor Corona schützen soll. Der Anzug kommt mit einem N95-Luftfilter, einem Luftausstoßsystem, Strom, LEDs, diversen Sensoren und einem Kanister zur Getränkeversorgung daher.

Und so soll das ganze aussehen:

Dabei handelt es sich aktuell noch eher um ein Konzept bzw. eine einigermaßen ausgearbeitete Idee – ob das dann alles so funktioniert, müssten die ersten Prototypen zeigen. Zumal auch nicht ganz klar sein dürfte, was der Spaß am Ende kostet.

Aber grundsätzlich find ich die Idee gar nicht so schlecht und würde sogar ganz konkret fragen, warum so ein Anzug lediglich auf die Anwendung auf Festivals limitiert werden sollte.

Wer gern mehr zum Anzug wissen oder auf dem Laufenden gehalten werden will, schaut einfach direkt hier vorbei und trägt sich ggf. in den Mail-Verteiler ein.

Dass man mit LEGO mittlerweile nahezu alles bauen und richtig viel Quatsch anstellen kann, dürfte nichts neues mehr sein – auch wenn ich nach wie vor fasziniert bin, was für eine Wendung die Firma vor einigen Jahren genommen hat. Vom simplen Spielklötzchenproduzenten zu einem Kult(ur)spielzeughersteller, der nicht mal mehr allein auf Spielzeug reduziert werden kann, sondern in der breiten Bastel- und Nerdwelt angekommen ist. Keine Ahnung, wer damals die Strippen dafür gezogen hat, aber ich hoffe, dass sie ihm bis heute den Arsch dafür küssen. Jeden Morgen, kurz nach Dienstantritt.

Aber LEGO fasziniert nicht nur, LEGO bildet auch. Und damit mein ich in erster Linie nicht physikalische Zusammenhänge oder technische Begebenheiten – LEGO hat mir neulich erstmalig beigebracht, was Tapas sind. Und nachdem ich das nun weiß und auch wie sie hergestellt werden, weiß ich auch, warum ich das vorher nicht wusste – bzw. eigentlich doch. Denn Tapas sind ja nichts mehr als Schnittchen bzw. kostenlose Beilagen und das wiederum kennt man dann ja sehr gut – ziemt sich natürlich in gehobenen Preisen lieber doch von Tapas zu reden, damit man so schön weltmännisch und bewandert daherkommt …

Was ich ebenfalls lernte: Mittlerweile kann man mit LEGO richtig viel vollautomatisieren und zumindest in meiner Filterbubble zeigt das nachfolgende Video die erste Maschine, die genau so agiert.

Lediglich die Zutaten müssen aufgefüllt werden, wobei es hier auch nur eine Frage der Zeit sein dürfte, bis auch dafür eine LEGO-Maschine gebaut wird. Und naja … ein bisschen Zeit muss man auch mitbringen, denn auch wenn das alles mehr oder weniger komplett automatisch zubereitet wird, es dauert dann doch ein kleines Weilchen:

It is party time with Lego! Today Lego machine will serve you tapas.
Just seat and relax, tapas will be prepared for you and delivered with The Brick Wall Beer. Enjoy it! And do not forget to like the food and share with your best friends.

The Tapas Factory idea came after the last year family trip to Spain, Barcelona. After long day of visiting touristic places my parents enjoyed the evening in the small restaurant, they were like kids in the candy store going after different tapas every evening. For sure it was very special and unforgettable experience.

Technical details:
19 Lego PF motors
5 BuWizz Bricks
4 weeks of hard work

Mir persönlich ist das Baguette ja auch deutlich zu dick geschnitten – aber das ist vermutlich auch nur der Neid der aus mir spricht und krampfhaft Kritik äußern will.

Viel zu oft hab ich schon davon geschwärmt, wie toll es doch wäre, hätte ich damals nicht so schnell aufgehört das Spielen einer Gitarre zu lernen – ich mein, ich hab ja nicht mal richtig angefangen. Aber das Problem ist ja auch einfach mal: meist fängt man das als Kind oder Jugendlicher an, in einer Zeit, in der man ohnehin alles und für jeden lernen muss (ja, Mama, ich weiß, man lernt immer nur für sich) – aber im Kopf hat man alles, nur eben nicht lernen. Und somit auch schon gar nicht irgendwas freiwillig lernen zu wollen, vollkommen egal, wie cool das in ein paar Jahren sein mag.

Daher ist es beinahe schon witzig, wie sehr ich mich mittlerweile freue, neue Dinge zu lernen. Wobei das auch nicht ganz stimmt, denn ich hab nach wie vor kein Bock, irgendwelchen Mist auswendig zu lernen – das bessere Wort wäre hier wohl „verstehen“.

Aber hinterher ist man immer schlauer und das macht auch vor dem Beherrschen einer Gitarre nicht halt. Sind eben andere cooler als ich, sorgen dafür, dass die Stimmung am Lagerfeuer großartig ist und bleibt und werden von Jung und Alt angehimmelt. Passt schon, ich kann dafür andere Sachen gut. Atmen zum Beispiel, da macht mir so schnell keiner was vor.

David Lap beherrscht nicht nur das Spielen der Gitarre, der beherrscht quasi das Spielen diverser Instrumente – dank seiner Gitarre. Im nachfolgenden Video zeigt er, was ich genau meine und wie vielseitig so eine Gitarre einsetzbar ist. Und reibt ganz nebenbei noch ein bisschen mehr Salz in die Eingangs angesprochene Wunde ob der verpassten Chance:

I tried to get closer to the sound of some musical instruments with my acoustic and electric guitars for the third time. I discovered that using a hairdryer you can create a sound similar to that of a synth/pad.

Was wohl die anderen Instrumentenhersteller jetzt sagen … ganz vielleicht wird die Gitarre jetzt auch gemobbt, weil sie den anderen Instrumenten die Daseinsberechtigung nimmt. Und ganz vielleicht ist das okay, denn WAS BILDET SICH DENN DIE GITARRE ÜBERHAUPT EIN?

Das hier ist das perfekte Beispiel, dass der erste Eindruck aber mal sowas von trügen kann. Ich dachte nämlich erst, dass das hier vielleicht die humanste Mausefalle überhaupt sei, denn nirgendwo deutet sich an, dass der Maus das Genick gebrochen wird, sie aufgespießt oder in anderer Form eingefangen wird, wo sie dann elendig verrecken muss. Denn so nervig die Nager auch sein können (und das können sie wirklich), so muss man doch auch sagen: ist halt immer noch ein Lebewesen und tut ja nicht aus Boshaftigkeit, was es denn eben so tut.

Im nächsten Schritt dachte ich sogar, dass das Ding hier vielleicht wie ein Katapult wirkt. Ist zwar für die Maus jetzt auch nicht geil, einmal quer durch die Luft geschleudert zu werden, aber hey – die Dinger sind ja auch einigermaßen robust und Schwindel plus ein paar blaue Flecken ist halt immer noch besser als direkt tot zu sein.

Wie gesagt, der erste Eindruck hat getrügt, der zweite auch, denn das hier ist eine ziemlich direkte und … faktenschaffende Mausefalle. Wobei, ich bin nicht mal sicher, ob das so stimmt, denn das Ding könnte auch einfach als Schusswaffe durchgehen:

In this video we test out a cannon mouse trap known as the 1862 Mouse Killer.

Und jetzt stellen wir uns alle einfach mal vor, wie das wäre, wenn man nichtsahnend im Bett liegt, schläft und nachts plötzlich das Ding los geht …

Bei all den wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die aktuell die Runde machen – gerade kleine Läden haben es ja dieser Tage schwer – brauchen wir uns wohl grundsätzlich keine Sorgen machen, zumindest nicht, solange Lego überlebt. Ich weiß, klingt gemein, weil die sicherlich in der Vergangenheit ordentlich Kohle gescheffelt haben und alles andere als klein sind. Sie haben es aber auch geschafft, ein Business aufzubauen bzw. ein Produkt zu vertreiben, dass so dermaßen vielfältig einsetzbar, dass manch einer behauptet, dass es nichts gibt, was man mit Lego nicht bauen könnte. Und mit „man“ meine ich mich.

Das zeigt nicht nur, dass wir Lego schon an diversen Stellen seinen gebührenden Platz gegeben haben, sondern auch Mathieu Stern – der einfach mal aus Lego-Teilchen ein Kameraobjektiv gebastelt hat.

Ich will nicht sagen, dass das total verrückt und unnötig, aber auch unfassbar geil ist – aber ich hab nicht ansatzweise eine Ahnung, wie ein Kameraobjektiv grundsätzlich aufgebaut ist, geschweige denn könnte ich nur ansatzweise auf die Idee kommen und eines nachbauen wollen. Und dann auch noch mit Lego …

Vor allem, weil Kameraobjektiv pure Magie und Hexerei sind – warum sonst sollten die so unfassbar viel kosten? Aber ich bin eben auch nicht Mathieu Stern, der es dann auch noch schafft, dass das Ding ganz passable Bilder macht:

Thanks for your nice messages, I feel better now after 2 weeks of COVID-19 sickness, I am back at creating weird lenses even during quarantine!
Here is a cool experiment i had in mind for month, but Quarantine is great to make silly ideas come true i guess.
My Wife and I did spend an afternoon building a working Lego Camera Lens and the results are not so bad in my opinion.

Bei aller Genialität bleibt der professionellen Kameraobjektiv-Branche immerhin ein Trost: So richtig Alltagstauglich ist der Aufbau nicht. Noch nicht.

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Wie man in Photoshop Objekte präziser auswählt https://www.wihel.de/wie-man-in-photoshop-objekte-praeziser-auswaehlt/ https://www.wihel.de/wie-man-in-photoshop-objekte-praeziser-auswaehlt/#comments Wed, 22 Apr 2020 14:09:12 +0000 https://www.wihel.de/?p=101327 Wie man in Photoshop Objekte präziser auswählt | Nerd-Kram | Was is hier eigentlich los?

Was ich bereits letztes Jahr äußerst bemerkenswert fand: Als Product Manager arbeite ich schon eine ganze Weile und dementsprechend auch mit dem einen oder anderen Tool. Vor meinem jetzigen Job hab ich für sowas wie einen Konzern gearbeitet und bei Konzern denk ich immer: Viele Leute, da sind sicher auch einige Profis dabei und überhaupt müssen die geile Prozesse, Ideen und Strukturen haben – sonst wären sie ja kein Konzern. Wirst ja nicht einfach so groß und beschäftigst einen Haufen Mitarbeiter.

Die Geschichte zeigt: War halt doch nicht so, ganz im Gegenteil. Ich hab in den ersten Monaten in meinem neuen Job mehr mit Photoshop, Figma und Co. gearbeitet, mehr Mockups und Konzepte entwickelt als in den zwei Jahren zuvor bei besagtem Konzern. Und die jetzige Firma ist mindestens gemessen an der Anzahl der Mitarbeiter auch nicht gerade ein Kleinbetrieb – aber eben noch lange kein Konzern. Und ohne Menschen, die mir in dem Bereich etwas beibringen können, was aber okay ist: selbst etwas lernen bringt ja den meisten Spaß, dauert halt nur länger.

Immerhin: Die meisten denken, dass ich mittlerweile ein richtiger Photoshop-Profi bin. Unter uns: bin ich nicht. Nicht ansatzweise. Manche Aufgaben erledige ich mittlerweile zwar ganz gekonnt und einigermaßen schnell, aber wenn es um komplexere Bearbeitungen geht – da fang selbst ich immer bei 0 an und verbring erstmal den Vormittag mit Videos und Anleitungen.

Eine der hilfreicheren Anleitungen ist die von Unmesh Dina, besser bekannt als PiXimperfect, der uns einfach mal zeigt, wie man Objekte in Photoshop ziemlich präzise auswählt:

The Ultimate Guide to the Object Selection Tool in Photoshop 2020! Learn all the best practices and unlock the secrets of the tool to create the most accurate selections.

In this tutorial, we will dig deeper into every setting and features of the Object Selection tool, and learn with examples on how to apply the same.

Die Profis werden vermutlich nur müde lächeln, aber gerade solche Tipps bringen einen am Anfang ordentlich weiter.

Ich habe ja grundsätzlich viel Liebe für Werbung aus den vergangen Dekaden, besonders die Clips aus den 80ern und 90ern könnte ich mir stundenlang anschauen – so schlecht, dass sie schon wieder gut sind und so schwer zu beurteilen, ob die Werbespots heute nicht vielleicht doch schlechter, aber einfach nur in visuell besserer Qualität sind.

Der nachfolgende hat mich aber auch direkt an ein paar Sachen erinnert und klar gemacht:

Erinnert sich noch jemand an die Pebble-Watch? Eines der wohl erfolgreichsten Kickstarter-Projekte jemals, dass auch Kickstarter selbst ordentlich Beachtung und Aufmerksamkeit gebracht hat. Ich würde sogar behaupten: Ohne die Uhr wäre Kickstarter nicht da, wo es heute ist und umgekehrt. Wobei das ein schlechtes Beispiel ist, schließlich haben die Macher der Pebble-Watch die Pforten vor einiger Zeit dicht gemacht.

Ich hab mir damals die zweite Version organisiert, weil die Apple Watch in Sachen Akku noch alles andere als praktikabel war, ich ohnehin nur Notifications auf der Uhr empfangen wollte und es preislich nichts zu diskutieren gab. Mittlerweile trag ich bereits die dritte Apple Watch am Arm – mein kleiner Widerstand ist also auch nach dem aus der Pebble-Entwickler ziemlich schnell aufgegeben worden.

Es zeigt sich aber auch, dass der Drang, dass Uhren mehr können sollen, als nur am Arm hängen und die Zeit anzeigen, schon weit in den 80ern vorhanden war – wie sonst sollte man sich erklären können, dass es bereits Uhren gab, die man zu einem Roboter transformieren konnte?

Kronoform watches were the only watch that mattered if you were a kid in the mid 1980s. There’s no doubt that they were blatant imitations of the Transformers, but it didn’t matter: they were awesome transforming watches that could be removed with a squeeze lock on the wrist strap.

Coming in variations like a boom box, jet, gun, scorpion, sports car and several others, Kronoform watches came in “radio” versions that let you attach your Walkman headphones and listen to radio stations. The commercial features rap music that sounds like it came straight from Kurtis Blow himself.

Und natürlich waren die Japaner auch in diesem Bereich ganz weit vorn und mehr oder weniger ihrer Zeit voraus.

A Kronoform would have had Takara’s name and Kronoform on the face of the watch. Kronoform was the outside Japan release of their brand Microchange which was a line of realistic items that changed into robots. One of the original toy lines Hasbro used to create the Transformers brand in 84. It included toys that would become the characters of Soundwave, Megatron, Blaster, and Perceptor.

Von Churchill werden sicherlich noch ein paar von euch noch gehört haben – damals, zwangsweise, als die Schulen noch offen hatten. Zu meiner Zeit hatten die Schulen immer offen und wir mussten selbst im Sommer barfuß durch 3 Meter hohen Schnee 10 Kilometer bis zur Schule laufen, nur um dann neue Geschichten über Churchill zu hören.

Dass es aber ein Puzzle gibt, dass nach ihm benannt wurde, war mir neu und meine 10 Minuten Recherche haben auch nicht zu Tage fördern können, was es genau damit auf sich hat – ich vermute daher einfach mal, dass Churchill sowohl Zigarren als auch Whiskey sehr mochte und das Puzzle deswegen seinen Namen trägt. Denn die einzige kuriose Geschichte, die ich kenne ist die von seinem Papagei, dem er diverse Nazi-Witze beigebracht hat und der auch nach dem Ableben von Churchill selbige Jahre später noch zum besten gab.

Zurück zum Thema: nachfolgend ein Puzzle, dass es zu lösen gilt und zwar in zwei Richtungen. Denn zum einen sehen wir eine „Zigarre“ mit eingedrehter Schraube, eine Kugel und ein Stück Draht, dass so zusammengesteckt insgesamt aussieht, dass man den Bums nicht aus der Flasche bekommen kann – außer man zerstört die Flasche.

Kann man aber, was an sich schon logisch ist, sonst würde das nicht als Rätsel bezeichnet werden, sondern als „Flasche zur einmaligen Verwendung, um Leute in den Wahnsinn zu treiben“. Wer das Rätsel zumindest gedanklich selber lösen möchte, hört mit diesem Absatz auf zu lesen und geht denken – der Rest macht weiter.

Denn Mr. Puzzle zeigt recht unspektakulär und ruhig, wie man das ganze Zeug sowohl aus der Flasche rausbekommt, als auch wieder rein und das natürlich am Ende wieder alles so zusammengesteckt wie am Anfang. Sperrige Wiedergabe von dem, was wir gleich im Video sehen werden, aber ich find das dann schon wieder mehr als spektakulär:

Wie so oft: Wenn man weiß, wie es geht, ist es eigentlich ganz einfach. Oder?

Das Puzzle selbst kann man sich natürlich zurecht basteln oder auch einfach an dieser Stelle (Partnerlink) käuflich erwerben.

Ich hatte es neulich irgendwo schon erwähnt, mein Podcast-Hörverhalten ist während der Homeoffice-Zeit gehörig ins Wanken geraten – entweder ich komm gar nicht hinterher oder ich hab nun doch mehrere Tage, an denen mir Futter fehlt. Der eine oder andere Podcast hat zwar seine Frequenz erhöht, aber die Jungs von Fest und Flauschig haben in einer der letzten Folgen schon angedeutet, dass es selbst für sie schwer wird, immer neu abzuliefern. Verständlich, schließlich braucht es auch „nur für ins Mikro labern“ hier und da auch mal äußere Einflüsse, die aktuell einfach fehlen. Außer wir begnügen uns mit den immer gleichen Geschichten aus den neuerlichen Supermarkt-Besuchen und dem ständigen Nörgeln, dass nach wie vor Klopapier weiterhin Mangelware ist.

Überhaupt: Ich seh immer häufiger Bilder und Stories bei Instagram von vollen Regalen, ebenso Videos von prall gefüllten Lagern mit Scheißhauspapier. Ist auch alles ganz toll – bringt aber nix, wenn die Verkaufsflächen in den Märkten nicht aufgefüllt werden bzw. die Leute weiter wie blöd den Mist kaufen und horten. Ich mein: So ein volles Regal ist ein tolles Signal – wenn es aber beim Endverbraucher nicht ankommt, weil die Menschheit einfach weiterhin dumm agiert … lassen wir das.

Büro-Geräusche fürs Homeoffice | Nerd-Kram | Was is hier eigentlich los?

Zurück zum eigentlichen Thema: Ich laufe sogar Gefahr, mir meine eigene Lieblingsmusik zu überhören. Habe zwar schon diverse Playlisten bei Spotify ausprobiert, aber wenn da jedes Mal irgendein dummer Deutsch-Rap-Scheiß dazwischen ist, dann wird eben auf das gewechselt, was ich schon kenne und mag. Aber auch hier ist die Abwechslung endlich und überhaupt … so gern ich Homeoffice auch mag, nach diversen Wochen reicht es so langsam.

Immerhin: In Sachen Geräuschkulisse gibt es nun adäquate Abhilfe: imisstheoffice.eu.

Nett animiert kann man auf der Seite einstellen, wie viele virtuelle Kollegen man um sich herum haben möchte, die dann entweder nacheinander oder per Klick frei wählbar diverse Geräusche von sich geben. Und das kommt erstaunlich nahe an Büro-Atmosphäre heran – ich hab sogar den Beitrag dabei geschrieben. Und der ist doch richtig schön geworden oder?

Wer also mal ein bisschen Abwechslung akustischer Natur braucht, folgt einfach diesem Link. Unten rechts wird die Anzahl der Kollegen bestimmt, der Rest erklärt sich von selbst.

Und ansonsten gilt weiterhin: Durchhalten.

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Gegen Langeweile: Eine Seifenblasenmaschine aus LEGO https://www.wihel.de/gegen-langeweile-eine-seifenblasenmaschine-aus-lego/ https://www.wihel.de/gegen-langeweile-eine-seifenblasenmaschine-aus-lego/#comments Wed, 01 Apr 2020 06:10:49 +0000 https://www.wihel.de/?p=101107 Gegen Langeweile: Eine Seifenblasenmaschine aus LEGO | Gadgets | Was is hier eigentlich los?

Mittlerweile glaube ich nicht mehr, dass das schlimmste am Homeoffice eine mögliche Langeweile sein könnte, auch kein Lagerkoller, auch nicht die ausbleibende Bewegung oder das schlechte Fernsehprogramm, dass – nachdem man Netflix und Co. durchgespielt hat – immer verlockender wird. Ebenso nicht die fehlende, soziale Interaktion oder die allgemeine Verwahrlosung, weil man ja ohnehin niemanden mehr sieht und entsprechend auch keinen Grund hat, etwas aus sich zu machen. Und schon gar nicht die immer schlechter werdende Frisur.

Nein, das schlimmste ist Amazon. Dieser riesige Shopping-Gigant, der auch in der größten Krise noch immer liefern wird und seinen Besitzer im Minutentakt nur noch reicher macht, aber keine Ahnung von akzeptablen Arbeitsbedingungen hat und mögliche Hausschuhe neuerdings erst in einem Monat liefern kann. Wir alle kennen ihn und auch wenn immer mal wieder verteufelnde Stimmen laut werden – wir alle lieben ihn doch auch. Zuhause sitzen, irgendwas suchen und am besten mit nur einem Klick bestellen, das ist schon lange nicht mehr die Zukunft, sondern mittlerweile Pflicht.

Aber auch ganz furchtbar, denn mittlerweile bin ich wieder dazu übergegangen, irgendwelchen Scheiß zu bestellen, den ich zwar irgendwie brauche, aber eben auch nicht dringend. Außer das Reinigungszeug für meinen Rasierapparat, denn das ist überraschenderweise ausgegangen. Aber da warten auch noch ein neues Mikro (ich nehme weder Podcasts, noch Videos auf – aber wenn man schon im Homeoffice ist, dann gern auch mal ohne ständig Kopfhörer aufzuhaben), eine Nasendusche, diverse Comics, Hundefutter, Einmalhandschuhe und sicherlich noch irgendwas, was ich schon wieder vergessen hab.

Nur kein LEGO, wobei das auch nur eine Frage von Minuten sein kann, bis auch hier die Bestellung raus ist. Und dann bau ich mir eine Seifenblasenmaschine, denn Seifenblasenmaschinen sind einfach gut und vermutlich auch mit das Wichtigste, dass es aktuell gibt:

Das Grundprinzip dieser Erfindung ist zwar von professionellen Seifenblasenmaschinen abgeschaut. Trotzdem ist diese Realisierung mit Lego von mir erbaut. Baujahr 2006.

Tolles Gerät, aber wie furchtbar ist bitte die Schrift in dem Video? Das ist selbst für 2010 ganz ganz schlimm, Hansibumsi!

Mir fällt direkt auf, dass ich gar nicht weiß, was der korrekte Terminus für das ist, um das es hier gleich gehen wird: Fahrrad-Reifen oder Fahrrad-Rad? Ich würde behaupten, dass der Reifen der Gummi-Part ist, meist bestehend aus Mantel und Schlauch. Das Rad selbst ist aber vielleicht die Gesamtheit seiner Teile, also auch Felgen und was da nicht noch so rumhängt. Worum es hier aber geht, sind mehr oder weniger die Speichen, wobei auch wieder nicht – denn die verschwinden einfach bei dem kleinen Projekt, dass The Q vor einer Weile umgesetzt hat.

Nachdem gestern schon Helge Schneider für ein paar Freizeit-Tipps gesorgt hat, hier mal ein Projekt, dass etwas größer sein kann, aber auch für einen coolen Effekt sorgen könnte – außerdem ist Fahrradfahren ja noch immer erlaubt und eine der wenigen Möglichkeiten, dass man noch mal ein bisschen frische Luft tankt.

Im Grunde werden dabei die Speichen oder Felgen oder wie auch immer man das am Ende bezeichnen will, einfach nur durch PVC-Glas ersetzt, was am Ende dazu führt, dass es so aussieht, als wären die Räder unsichtbar oder schlichtweg nicht vorhanden. Von mir nicht einschätzbar ist, ob das so eine wirklich gute Idee ist, denn Glas ist halt Glas und spätestens wenn der Bums dreckig wird (was er wird), was das auch schon wieder mit dem Effekt.

Aber auf den ersten Blick sieht das tatsächlich unglaublich cool aus und wie gesagt, ein bisschen Beschäftigung schadet aktuell keinem von uns:

In today’s video I show you quite unusual idea – make bike with invisible wheels. Instead of regular spokes we put pvc glass. As result wheels looks like invisible inside :)

Bleibt halt nur zu hoffen, dass die Baumärkte lange genug dafür auf haben, dass wir uns alle mit den erforderlichen Utensilien dafür eindecken können. Aber bitte nicht auch hier hamstern …

Es ist kein Geheimnis: Jede Menge Firmen und Leute haben gerade richtig zu kämpfen, weil Einnahmen wegbrechen, aber kosten weiterhin vorhanden sind. Und das mehr oder weniger von heute auf morgen, was mich immer mal wieder an früher erinnert – sicher, kein Vergleich zum Jetzigen, aber in gewisser Weise kann ich das nachempfinden und möchte mit keinem von ihnen tauschen, noch auch nur einen Gedanken daran verschwenden, dass auch uns das ereilen kann, noch besonders kluge Ratschläge geben. Dafür gibt es Twitter und Facebook, dass ja bekanntlich vollgestopft ist mit Bundestrainern, Virologen und Geschäftsleuten, die alles viel, viel besser machen würden als die, die gerade in der Scheiße stecken.

Was mir aber neulich in den Kopf kam: Diese ganzen Ausgangssperren, Kontaktverbote und sonstigen Anordnungen, die dazu führen, dass wir Zuhause bleiben sollen, müssten sich auch unfassbar positiv auf die Statistiken zur Einbruchskriminalität auswirken. Allgemein scheint es ja so, dass sich die Welt durch Corona selbst ein bisschen heilt, man denke da nur an die am Boden bleibenden Flugzeuge oder die Kanäle in Venedig, die endlich mal wieder klar sind. Irgendwo in Italien wurden auch schon wieder Delfine in irgendeinem Hafen gesichtet!

Gut, der Welt sind Einbrüche sicherlich erstmal egal, aber ein netter Nebeneffekt ist es dennoch. Das macht zwar die Videos von LockPickingLawyer zumindest in Hinblick auf einen Praxistest ein wenig obsolet, spannend und überraschend sind sie dennoch.

Das nachfolgende sogar noch ein bisschen mehr, denn hier knackt er ein Schloss, ohne es auch nur zu berühren – und das im wahrsten Sinne des Wortes:

Wie gesagt, braucht man aktuell vermutlich nicht, aber für später sollte man seine Schlösser dann doch mal überprüfen. Oder vielleicht auch schon jetzt, wenn man mit so einem Schloss seine Toilettenpapier-Hamsterkäufe sichern wollte. Ich such derweil mal nach ein paar Magneten …

Klapp-Telefone scheinen wieder ein Ding zu werden, was gleich in mehreren Hinsichten total absurd ist. Da wäre zum Beispiel der Umstand, dass das gar nicht so revolutionär ist, immerhin hatten wir schon in den 90ern bzw. 2000ern Telefone, die man klappen kann – damals ging es aber auch noch darum, dass die Dinger immer kleiner werden mussten, weil kleiner halt besser. Der Höhepunkt war ja dann irgendwann ein Nokia, dass wirklich unfassbar klein und kaum noch bedienbar war. Ich hatte jedenfalls auch eine Klapp-Funke, was vor allem praktisch war, weil das Display immer geschützt war – zum anderen war es cool, wenn man das Ding schwungvoll zuklappte. Allein das Geräusch dabei … wundervoll.

Irgendwann kamen aber Smartphones und Touch-Displays und noch etwas später meinte irgendwer, dass es jetzt cooler sei, wenn man die Dinger immer größer baut. An sich ja auch fein, nur klappen war halt nicht mehr angesagt, weil auch einfach nicht nötig. Dachte ich zumindest, aber die jüngste Vergangenheit zeigt, dass das wohl nicht so ist – so zumindest die Denke bei Samsung und noch irgendeinem anderen Hersteller, den ich schon wieder vergessen hab, weil ichs einfach insgesamt unsinnig finde, ganz besonders beim Samsung Galaxy Fold.

Denn im zugeklappten Zustand ist das Display einfach nur ein Witz mit echt beschissenem Seitenverhältnis, aufgeklappt zwar angenehm groß – aber will ich wirklich wieder ein Telefon, dass ich jedes (!) Mal aufklappen muss, um es vernünftig verwenden zu können? Wohlgemerkt mit beiden Händen. Nein, will ich nicht. Und vom mechanischen Verschleiß will ich gar nicht erst anfangen, aber ein zusätzlicher Faktor, der die Lebensdauer meines unfassbar teuren Telefons beeinflusst, will doch auch keiner.

Wie gesagt, ich find’s halt maximal unsinnig und bin der festen Überzeugung, dass man – nur weil man etwas machen kann – es nicht unbedingt machen sollte. Bisher ist Apple da sehr standhaft, kann aber natürlich auch sein, dass da ähnliches bereits in der Mache ist. Sollte das so sein, dann darf es sich aber gern an diesem Konzept orientieren:

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My vision of iPhone 12 Flip📱

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Irgendwann hatte ich es schon mal erzählt: Vor zwei oder drei Jahren hatten wir uns einen kleinen Masterplan ausgedacht: Hochzeit, Umzug, Hund und neues Auto, wobei es vielleicht auch Hochzeit, Umzug, neues Auto und Hund gewesen sein könnte – auf jeden Fall sollte die Hochzeit zuerst kommen, weil wohl am kostenintensivsten und Auto und Hund zum Schluss, weil es irgendwo direkt miteinander zu tun hat (Stichwort Hundebox und Platz im Kofferraum).

Wie wir mittlerweile wissen, kam es dann doch ganz anders, nämlich: Umzug, Auto, Hund Hochzeit. Wenn man also so will: einmal komplett falsch gemacht. Ist aber nicht schlimm, weil ja dennoch alles funktioniert – eigentlich muss man dann nur die Zeitachse ein bisschen besser ausnutzen und vielleicht bei dem einen oder anderen etwas länger drauf warten. Also auf die Hochzeit, denn die bleibt natürlich am kostenintensivsten.

Aber darum soll es hier auch gar nicht gehen, sondern mal wieder ums Auto. Das ist nämlich im Gegensatz zum Vorgängermodell deutlich größer (Clio von 2012 vs Qashqai von 2014) und hatte eigentlich auch den Zweck, dass es nicht nur den Hundetransport abdeckt, sondern womöglich auch schon den ersten Nachwuchs berücksichtigen kann.

Nun, die ersten Urlaube mit Hund haben gezeigt: Das wird wohl nix. Oder wir sind einfach nur totale Idioten und packen viel zu viel ein – auf jeden Fall wird es immer recht eng, wenn man noch eine Person mehr transportieren würde. Dabei hatte ich so gehofft, dass wir um eine Familienkutsche herumkommen könnten. Die sind zwar praktisch wie Sau, aber eben auch nie wirklich schön anzusehen.

Niki Byrne mag ihre Familienkutsche dennoch und das muss wirklich harte Liebe sein, denn bei ihr handelt es sich um einen Toyota Previa von 1991 – dem Egg-Van, der einfach nur kacke aussieht. Aber dennoch hier und da seine Vorzüge haben soll:

There’s a supercharged engine sitting between the axles of this rear-wheel drive vehicle, and its owner Niki Byrne describes it as a perfect trainer for endurance racing. From that description alone, one might think “Ah, it’s an MR2,” but as you can clearly see, this is a very different type of Toyota.

It’s a minivan, yes, but what a minivan it is! In its day, the first Previa was meant to be something of an engineering chest thump for Toyota, a way to prove that it was capable of reinventing a market segment that was itself quite young. In Niki’s case, the van came into her family driveway because Mom’s 914 wasn’t cutting it for carting around two kids.

The Previa has stayed in the family ever since, and though it’s far from the fastest or fanciest vehicle we’ve featured on Petrolicious, we’ll let Niki explain what makes it so special. The “SV” on the side stands for Super Vanoce, in case you were wondering.

Nochmal kurz zurück zu uns: Vielleicht kaufen wir uns auch einfach einen Transporter von VW oder so. Damit sollte mindestens das Platzproblem endgültig erschlagen sein.

Wer öfter mal in Meetings sitzt oder bei dem Nachdenken nicht selten zum Arbeitsalltag dazu gehört (klingt witziger als es gemeint ist), weiß: es schadet nicht, wenn man nebenbei irgendwas in den Fingern hat, mit dem man rumspielen kann.

Ich hab mir dazu mal vor Ewigkeiten einen Fidget Cube (Partnerlink) gekauft und finde den auch einfach nur großartig – allerdings liegt der dann doch häufiger im Rucksack als auf dem Schreibtisch noch zwischen meinen Fingern. Insofern betrachte ich diesen Beitrag schon mal als ultimative Erinnerung, das Ding wieder mehr zu nutzen.

Ein Kollege hingegen hat für diese kleinen Gehirntrainingsablenkungssituationen Magnetkugeln, die entweder einen unkoordinierten Klumpen bilden oder einfach nur zu einer Kette zusammengesteckt sind. Seit Wochen ist aber das Ziel, daraus wieder den Würfel zu machen, den die Kugeln gebildet haben, als er sie ausgepackt hat – natürlich ohne zusätzliche Hilfe. Ich kann aber sagen: Selbst mit Verwendung der eigentlichen Verpackung haben wir es bis heute nicht geschissen bekommen, diesen verdammten Würfel zusammenzubauen.

Allerdings haben wir uns auch kein Video wie das nachfolgende angeschaut, das definitiv ein wenig Hilfestellung geben kann – aber gleichzeitig auch demotiviert, weil dort einfach mal der fucking Big Ben mit den Kugeln nachgebaut wird. Wir kriegen nicht mal einen Würfel hin und die bauen ganze Gebäude nach …

I used 17144 magnetic balls in all to make this magnetic sculpture of the Elizabeth’s Tower with inside the BIG BEN, let me know if you like it in the comments and please suggest me which monuments you would like to see made with magnets.

An dieser Stelle sei ausdrücklich ein weiterer Blick auf die anderen Videos des Kanals empfohlen – auch wenn es nur noch viel mehr demotiviert, wenn man sich selbst dran versucht. Für alle anderen dürfte es einfach nur unfassbar beeindruckend sein.

Im „Sachen kaputt machen“ sind wir Menschen ja von Natur aus besonders talentiert, wobei es ziemlich egal ist, ob wir das bewusst oder unbewusst machen. Ich würde sogar so weit gehen und behaupten, dass wir gar nicht anders können – ob das nun wirklich dumm oder schlichtweg bemitleidenswert ist, müssen andere entscheiden.

Aber auch ich hab hin und wieder Freude daran, einfach irgendwas kaputt zu machen und glaube, dass kann man gut unter „Urlaub von einem selbst“ verbuchen. Denn so gut und wichtig die sozialen / gesellschaftlichen Regeln auch sind – auf Dauer wird’s halt einfach anstrengend. Nur, dass ich mir einfach eine Fail-Compilation oder Dashcam-Zusammenstellung anschaue, da ganz viel furchtbar finde, hier und da aber auch einfach lachen muss, weil manche Idioten es nicht anders verdient haben – ich denke, es ist die deutlich bessere Alternative als Katzenbabies anzuzünden oder AfD zu wählen.

Beim nachfolgenden Video würde ich sogar so weit gehen, dass es vielleicht das beste Zerstörungsvideo mindestens diese Woche ist, denn ist vollkommen frei von Bosheit und hat fast schon was liebevolles, filigranes, wie der Kran das Auto Stück für Stück zerlegt.

Auf der anderen Seite: So wirklich sauber ist das nicht und vielleicht ist die vorgeschobene Trennung der Materialien auch einfach nur irgendein Alibi und ziemlich sinnfrei. Wer weiß das schon?

Vehicle Recycling System. VRS Car Dismantler. This video clip shows the VRS Process carried out by a Hyundai HX180 excavator fitted with the Powerhand VRS Attachment. VRS Processing involves separating materials from within the car or vehicle in order to maximise profit.

Hat auf jeden Fall etwas leicht meditatives und ruft mir überraschend die Ludolfs wieder in Erinnerung. Was treiben die eigentlich mittlerweile?

Wann immer ich das Wort Gameboy höre, schießt mir sofort in meinen Kopf: Ich war vermutlich der Einzige in meiner Schule, Stadt oder gar Bundesland, der als Kind keinen Gameboy haben durfte. Meine Eltern haben zwar immer wieder versucht, mit irgendwelchen Bilig-Dingern für Ersatz zu sorgen, aber es war einfach nie das Gleiche. Und klar war auch: Nur wer einen Gameboy hatte, gehörte zu den coolen Kids (die immerhin heute so gar nicht mehr cool sind, aber das ist ein anderes Thema).

Und was ich nie verstanden habe: Diese Sendungen, in denen man irgendwelchen Leuten zusehen kann, wie sie Schrott kaufen, den Kram restaurieren und dann wieder verkaufen – vornehmlich Autos natürlich. Ich mein, die geben Geld für den Schrott an sich aus – okay. Die geben auch Geld für neue Teile aus – okay. Und sie stecken jede Menge vorhandenes Material und Zeit rein und das soll sich alles am Ende noch lohnen? Mit welcher Begründung? Sicherlich gibt es eine, aber an sich kommt die Wertsteigerung ja nur durch die ersetzten Teile …

Wie auch immer, um Autos soll es nicht gehen, aber wenigstens um Restaurierung. Und um einen Gameboy (da schließt sich der Kreis – verrückt oder?), der ziemlich gammelig und speckig aussieht, dank den talentierten Händen von Odd Tinkering aber wieder in neuem Glanz erstrahlen wird:

After a while of searching I was able to find bad enough Game Boy for my restoration videos only for $2. Usually I have to pay a little extra for the worst items. The console was sold as junk and for spares but pretty much everything except the speaker is broken. The mother board doesn’t power on. The shell is badly yellowed. Stickers are in terrible condition and the screen is badly burned. I will try to restore this fully rather than use it as spares for easier projects because I’d still have to fix most of the parts.

Komisch, dass man aus sowas nie eine Serie auf MTV mit Xzibit gemacht hat …