Gadgets & Technik – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Wed, 14 Aug 2019 16:03:17 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.2.2 Sein Modell-Auto per riesigem Bildschirm durch die eigene Wohnung steuern https://www.wihel.de/sein-modell-auto-per-riesigem-bildschirm-durch-die-eigene-wohnung-steuern/ https://www.wihel.de/sein-modell-auto-per-riesigem-bildschirm-durch-die-eigene-wohnung-steuern/#comments Thu, 15 Aug 2019 05:59:36 +0000 https://www.wihel.de/?p=97298 Sein Modell-Auto per riesigem Bildschirm durch die eigene Wohnung steuern | Gadgets | Was is hier eigentlich los?

Ich hatte zwar nie einen Gameboy – das Trauma sitzt immer noch tief – aber wie fast alle Kinder in der Nachbarschaft kam auch ich in den Genuss eines ferngesteuerten Modellautos. Und was das für ein geiles Auto war, da würde sich die Jugend von heute die Finger danach lecken (wenn es denn keine Smartphones, Konsolen und sonstiges Spielzeug gäbe, das tatsächlich cooler ist).

Aber ernsthaft, das war wirklich cool. Ein Polizei-Jeep, der sogar mit Blaulicht fuhr und dabei auch noch eine Sirene aktiviert hatte. Die war allerdings nur bedingt cool, eigentlich sogar nur die ersten 5 Minuten, was dazu führte, dass ich das Ding auch nie länger als 5 Minuten benutzen durfte – danach waren einfach alle genervt. Bis mein Onkel sich das Ding schnappte, den einen entscheidenden Draht durchtrennte und so mein persönliches Glück exponentiell potenzierte.

Doch eine Sache war trotzdem doof: man musste dem Ding immer hinterher rennen. Sobald es um eine Ecke ging oder die Strecke zu weit war, war’s auch schon wieder vorbei mit dem Spaß – heute zum Glück aber leicht lösbar. Man nehme dazu einfach eine riesige Plastikoberfläche, einen Beamer, ein bisschen handwerkliches Geschick und schon kann man sich eine eigene Racing-Simulation basteln, die mit der realen Welt verschmilzt:

We just had a cylindrical dome installed at our office! Our Player now supports calibrating a dome with several projectors and short-latency rendering to domes.

Our initial tests indicate that teleoperation in a dome outperforms other screen alternatives like flat screens or VR headsets.

So einfach ist das. Toll oder?

Immer wenn es um Hacken oder das knacken von Schlössern – ob nun digital oder analog – geht, muss ich an eines der Bücher von, ich glaube, Dan Brown denken. In dem ging es um eine CIA-Agentin und irgendwelche Codes ohne deren Entschlüsselung natürlich die Welt zu Grunde geht. Oder auch nicht, denn es ist echt schon verdammt lange her, dass ich das Buch gelesen hab, aber dort das erste Mal so richtig die Brute Force-Methode wahrgenommen habe.

Vorher dachte ich noch immer, dass Hacken von Codes irgendwelche krassen Algorithmen braucht, aber Brute Force ist halt die einfachste Methode, die man sich vorstellen kann: sämtliche Kombinationen ausprobieren, bis es irgendwann passt. Als Mensch kann da schon ziemlich viel Zeit für draufgehen, dank Maschinen scheint das aber auch im Jahr 2019 eine gern genommene Methode zu sein (außer halt bei iPhones mit den entsprechenden Einstellungen)

Und das gibt es offenbar nicht nur im digitalen, sondern auch analogen, denn hier hätten wir zum Beispiel einen Roboter, der mit genau dieser Methode einen Safe knackt.

Safe tools and technology

In meiner Kindheit dachte ich immer, so ein Safe wäre das Non-Plus-Ultra

Nicht nur, dass man doppelt kauft, wenn man billig kauf, auch hat heute selten noch etwas den Wert, den man tatsächlich berappen muss und schon gar nicht irgendetwas darüber hinaus. Es ist nicht nur eine gefühlte Wahrheit, dass mit dem Ende der Garantiezeit man eigentlich davon ausgehen kann, dass eine Neuanschaffung ansteht, egal ob es sich um Fernseher, Wasch-, Kaffeemaschine oder sonstiges Gerät im eigenen Haushalt handelt.

Ich meine sogar, dass es da auch erfolgreiche Klagen gegen Apple gegeben hat, aber davon hört bzw. liest man ja in der Regel eher selten, schließlich sind gute Nachrichten (für Verbraucher und Co.) nicht so beliebt wie die nächste Hiobsbotschaft.

Das sah früher noch ein bisschen anders aus, war vielleicht aber auch nur Zufall, weil die Leute einfach gute Arbeit abliefern wollten, ohne den maximal möglichsten Profit zu machen. Oder hatten einfach noch ein bisschen Rest-Moral in sich. Oder ich bilde mir das auch einfach nur ein, wer weiß das schon.

Auf jeden Fall hat Mathieu Stern ein 100 Jahre altes Kameraobjektiv genommen, auf eine aktuelle Kamera gestöpselt und damit ein paar Aufnahmen in Wien gemacht. Ist jetzt nicht gestochen scharf oder total atemberaubend, aber funktioniert dann doch mehr oder weniger einwandfrei und zeigt, dass das Ding trotz enormen Alters noch ganz passabel abliefert:

This lens spent 100 years in the dark, the last thing it captured must have been the horrors of World War I ... I think it was time to use it for something more light and positive.
I took this Kodak Vest Pocket camera lens with me for a short trip to Vienna (Austria) to shoot some test footage.
I must say I was pretty amazed by the sharpness and the quality of the image I saw on my screen.
It was mounted using m42 hélicoïdal adapter + M42 to C mount adapter + rubber bands from and old bike tire

Qualitätsware. Früher noch kein Problem.

Nachdem meine Eltern sowohl Vögel als auch Hunde als Haustiere hatten, ist mein Vater zu seinen Wurzeln zurückgekehrt und beschäftigt sich nun wieder mit Fischen. Das ist okay, er ist nicht mehr allzu gut zu Fuß, da sind Fische möglicherweise die perfekte Wahl. Wobei ich gar nicht sicher bin, welches Verhältnis er zu den Viechern hat, schließlich sind Fische nicht gerade für einen hohen Unterhaltungsfaktor bekannt.

Das ist bei Henry Kim aus Südkorea nicht viel anders, aber er liebt seine kleinen Schuppenfreunde. So sehr, dass er sogar zum Erfinder wird, statt sich einfach bei Problemen einen neuen Fisch zu kaufen.

Denn scheinbar kommt es gar nicht mal so selten vor, dass gerade Goldfische von einer Schwimmblasenfehlfunktion befallen werden, was letztendlich dazu führt, dass die kleinen Racker unkoordiniert umherschwimmen, z.B. auf der Seite oder falschrum. Oder gar nicht. Wirkt vielleicht witzig, wenn man sich das mal bildlich vorstellt, ist im Grunde aber ein echtes Problem.

Wie auch immer, Kim fand das scheiße und hat sich daher einfach eine kleine Schwimmhilfe ausgedacht und gebastelt, die den Fisch in korrekter Position hält:

A fish owner from South Korea, Henry Kim, decided to help one of his goldfish stay afloat. It has swim bladder disorder, which causes fish to float upside-down or sink to the bottom.

Simple, tolle Idee und wenn es hilft, gleich noch viel besser.

Ein bisschen hat der Hype um LEGO ja wieder abgenommen, was vielleicht auch gar nicht so schlecht ist, denn wie bei jedem Hype-Thema kann natürlich auch LEGO Gefahr laufen, irgendwann zu nerven. Denn wenn wir mal ehrlich sind: sind halt am Ende des Tages auch nur Spielsteine, die sich nachts in fiese Fallen verwandeln und nur darauf warten, unschuldige Füße zu durchbohren.

Dennoch war und ist es schon beeindruckend, wie sich die Firma in den letzten Jahren selbst neu erfunden hat und das nur, indem sie sich ein bisschen geöffnet und vom jahrelangen Kredo der Uniformität abgewichen sind. Dazu der Schritt hin in Richtung Pop-Kultur und der Erfolg war nur noch eine logische Schlussfolgerung.

Was ich aber mindestens genauso spannend finde: die Creator-Reihe. Zwei Modelle hab ich selbst im Arbeitszimmer stehen, womöglich muss nun noch ein drittes Modell hinzukommen: die Harley Davidson von LEGO.

Etwas mehr als 1.000 Teile bilden am Ende ein etwa 20cm hohes und 33cm langes Modell, was ja an sich schon mal ganz ordentlich ist – ich denke, die Bilder tun ihr übriges in Sachen Eindruck:

Die Harley Davidson Fat Boy von LEGO | Gadgets | Was is hier eigentlich los?

Wer LEGO-VIP ist (keine Ahnung, was das sein soll), kann das Modell seit gestern kaufen, der Rest muss bis zum 01. August warten. 90€ will man dafür im eigenen Shop haben.

Am Wochenende haben wir uns endlich mal wieder die Zeit genommen und den Plattenspieler aktiviert. Ich hatte mich ja schon mal dazu geäußert, wie toll das Ding eigentlich ist, besonders weil man viel bewusster Musik hört – aber irgendwie nimmt man sich doch viel zu wenig Zeit dafür (was ja vor allem daran liegt, dass der Tag noch immer nur 24 Stunden hat – prangere ich nach wie vor an).

Ich geb aber auch zu: unser Plattenspieler ist jetzt kein Überplattenspieler. Ich hab halt nur bedingt Ahnung davon und wollte am Ende einfach nur einen haben, der einigermaßen okay und bezahlbar ist und bei dem sich das Vinyl zuverlässig dreht.

Ein bisschen anders sieht das beim MAG-LEV ML1 aus, der das auch alles sicher ohne Probleme bietet, allerdings mit einer Besonderheit aufwartet: der Plattenteller dreht sich nicht nur, sondern schwebt auch in der Luft. Bietet auf jeden Fall schon mal den Vorteil, dass ungewollte Vibrationen an den Teller übergeben werden und sieht halt auch verdammt gut aus:

Der MAG-LEV ML 1 Plattenspieler – Mit schwebenden Plattenteller | Gadgets | Was is hier eigentlich los?

Mit irgendwas zwischen 2.000€ und 3.000€ aber auch nicht gerade eine Schnapper. Schade. Wer gern mehr Infos will, schaut hier vorbei.

Eine der größten Gefahren in meinem Job aber gleichzeitig auch einfach dazugehörend: man wird schnell betriebsblind. Zwar grübelt man eigentlich die ganze Zeit darüber, wie man sein Produkt verbessern kann, was noch fehlt, was wieder weg kann – aber man steht irgendwann immer vor dem Problem, dass man den Wald vor lauter Bäumen gar nicht mehr sieht. Wie gesagt, das liegt im Grunde aber auch in der Natur der Sache, denn wenn man sich Tag ein, Tag aus mit etwas beschäftigt, dann spielen sich irgendwann Automatismen ein und man übersieht schnell offensichtliche Punkte.

Das geht aber nicht nur mir im Beruf so, sondern uns allen – scheinbar sind wir wahre Meister darin, bestimmte Sachen irgendwann einfach als gegeben zu nehmen und nicht weiter drüber nachzudenken. Fernbedienungen zum Beispiel.

Eigentlich eine tolle Erfindung, muss man doch eigentlich nie wieder von der Couch aufstehen, zumindest nicht, um das Programm zu wechseln. Und doch sind sie eine ziemliche Fehlkonstruktion, sofern man das Tastenlayout nicht aus dem Kopf kennt.

Ein Umstand, dem sich Mad Simple endlich mal angenommen hat und zeigt, dass eine Verbesserung gar nicht mal so schwer und sogar in Eigenregie möglich ist:

I expect to win a Nobel Prize for this.

Dass da keiner vorher drauf gekommen ist ...

Wo wir ja heute schon bei Autos waren geht es direkt in die andere Richtung: statt klein und effizient wird es nun groß, klobig und unverschämt teuer. Das Volkner Mobil Performance S hatten wir schon mal vor einer Ewigkeit vorgestellt, doppelt hält ja aber bekanntlich besser.

Ich tendiere auch ehrlich gesagt dazu, mich zu weigern, das Ding als Wohnmobil anzuerkennen – das ist einfach eine unfassbar riesige Schwanzverlängerung, die man sich wohl zulegt, wenn man sonst nicht weiß, wohin mit seinem Geld. Ich mein: einen Bus, um seinen Sportwagen zu transportieren? WTF?

Entsprechend ist auch das Vorstellungsvideo geraten: ein Haufen Luxus, den man natürlich noch nach Belieben erweitern kann – Geld darf halt keine Rolle spielen. Und wenn einem dann langweilig ist, schnappt man sich eben den Zweitwagen aus dem Bauchraum und dreht damit seine Runden.

Ich weiß gar nicht, ob das am Ende schlichtweg faszinierend ist aufgrund der zahlreichen Möglichkeiten oder einfach nur abartig:

Warum ist der Performance einzigartig? Warum ist der Performance so besonders? Gerhard Volkner präsentiert den Volkner Mobil Performance S, wie er entstanden ist, wie es dazu gekommen ist. Mehr als 40 Jahre Erfahrung im Fahrzeugbau, viele Jahre Erfahrung im Schwerlastfahrzeugbau und Maschinenbau auf Rädern bilden die Basis zur Herstellung des Performance mit seiner einzigartigen, patentierten Mittelgarage für Ihren Lieblings-Pkw.

Er präsentiert die einzelnen Modellbaureihen der Firma Volkner Mobil GmbH, beginnend beim 7,49 t Volkner Mobil 800C, über die Baureihe 950 – 1200 HG mit Heckgarage für Pkw`s, welche er seit Baujahr 1999 bereits auf MB Actros fertigt, bis hin zum Volkner Mobil Performance S.

Diesen beschreibt Gerhard Volkner ausführlich in der Technik und Stephanie Volkner in der Anwendung.

Mit Camping hat das aber definitiv nicht mehr viel zu tun. Los geht es wohl bei 775.000€, nach oben alles offen. Falls jemand das nötige Kleingeld hat, hier gibt es weitere Infos.

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Das Gyro-X-Fahrzeug von 1967 https://www.wihel.de/das-gyro-x-fahrzeug-von-1967/ https://www.wihel.de/das-gyro-x-fahrzeug-von-1967/#comments Thu, 11 Jul 2019 10:13:27 +0000 https://www.wihel.de/?p=96615 Das Gyro-X-Fahrzeug von 1967 | Gadgets | Was is hier eigentlich los?

Während sich alle über die zunehmende Anzahl an SUVs auf Deutschlands Straßen aufregen, muss ich immer an die Mini-Autos denken, die uns das erste Mal in Holland begegnet sind. Winzig klein, sodass zwar optisch zwei Personen reinpassen, sich dann beide die Ohren mit den Knien zuhalten können. Schwer zu beschreiben, aber kleiner als ein Smart und auf den ersten Blick ein ziemlicher Witz.

Beinahe genauso witzig kann man auch das Gyro-X finden, ein Auto, dass im Grunde nur mit zwei Rädern fährt und sich dabei selbst ausbalanciert. Das Geheimnis dahinter ist natürlich ein Gyroskop, dass man am ehesten noch irgendwie aus dem Smartphone kennt. Insofern also keine wirkliche Zukunftstechnologie, aber im Hinblick auf das Jahr 1967 schon wieder cool, zumal das Ding halt wirklich fährt.

Die grundsätzliche Idee dahinter ist zudem recht einleuchtend: zwei Räder weniger bedeuten weniger Gewicht bedeuten mehr Effizienz. In Spitze erreichte das Ding 200 km/h, allerdings gab es Probleme bei Kurvenfahrten, gerade mit hoher Geschwindigkeit, die letztendlich eine Serienproduktion verhinderten.

This video is about the most particular vehicle of the 2019 Concorso d'Eleganza of Villa d'Este in Italy. It's called Gyro-X and it's a 2-wheeled prototype able to stay and drive perfectly balanced thanks to a gyroscope (55 cm in diameter) fitted in the front.

The project was born in 1967, designed by Alex Tremulis and gyroscope specialist Tom Summers, with a budget of $750,000 (about $6 million today) but it was soon abandoned due to Gyrocar Company's bankrupt, ran out of funds to perfect the product.

After all these years, Gyro-X chassis had a complicated history, losing its gyroscope too, until it ended up in the hands of Lane Motor Museum in Nashville.

Nicht wirklich alltagstauglich, aber irgendwie schon auch cool oder?

Beim nachfolgenden Video wird hoffentlich nicht nur mir bewusst, dass Chupa Chups ab einem gewissen Alter irgendwie keine Rolle mehr spielen – zumindest ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann ich das letzte Mal einen Lolli verspeist hab. Ich weiß aber immerhin noch, dass der Stiel eine wesentliche Rolle spielte, denn die ollen Papier-Dinger waren irgendwann einfach nur eklig, weil sie sich aufgrund des eigenen Speichels nach und nach auflösten und das einfach nur noch bäh war. Da war Plastik wirklich die bessere Alternative, auch wenn ich nicht mutmaßen will, wie viel Umweltverschmutzung zu Lasten von Chupa Chups-Stielen geht. Vermutlich ist das der wahre Kern der Klimakrise ...

Wie auch immer, scheinbar hat man bis heute aber ein anderes, essentielles Problem nicht in den Griff bekommen: die Dinger aufzumachen nervt auch 2019. Keine Ahnung, warum sich niemand aus dem Produktmanagement um diesen Bereich der Usablity bisher gekümmert hat, aber scheinbar braucht es erst なんとか重工, um das Problem auf einigermaßen humanen Weg zu lösen.

Natürlich maschinell und auf gar keinen Fall in irgendeiner Weise übertrieben oder unpraktisch:

Immerhin, ich weiß den Aufwand zu würdigen. Mindestens mit diesem Beitrag.