Nerd-Kram – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Sun, 22 Nov 2020 10:08:02 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.5.3 Zu Besuch auf einer russischen Cyberpunk-Farm https://www.wihel.de/zu-besuch-auf-einer-russischen-cyberpunk-farm/ https://www.wihel.de/zu-besuch-auf-einer-russischen-cyberpunk-farm/#comments Mon, 23 Nov 2020 15:05:10 +0000 https://www.wihel.de/?p=107148 Zu Besuch auf einer russischen Cyberpunk-Farm | Nerd-Kram | Was is hier eigentlich los?

Machen wir uns nichts vor, wenn wir an Russland denken, landen wir recht schnell bei den typischen Klischees: Alle saufen den ganzen Tag nur Wodka, es ist immer kalt, jedes Auto hat eine Delle, weil die alle nicht fahren können und P in Demokratie steht für Putin. Überhaupt ist da alles deutlich gröber, kaltschnäuziger, brutaler, aber eben auch rückständiger. Technik funktioniert, aber nicht selten erst, indem man ihr einen ordentlichen Tritt verpasst hat.

Und genau von diesem Klischee dürfte Serge Vasiliev mehr oder weniger die Schnauze voll gehabt haben, denn die Realität sieht durchaus anders aus. Während wir eine technische Errungenschaft nach der anderen feiern, gehören die mittlerweile in Russland schon zum Alltag und sind beinahe schon wieder antiquiert. Ich muss dabei immer an die Geschichte denken, in der erzählt wird, dass die USA Millionen investiert haben, um einen Stift zu erfinden, der auch im Weltraum schreibt – die Russen haben einfach Bleistifte verwendet. Ob real oder Mythos, weiß ich bis heute nicht, hab aber auch nicht weiter nachgeforscht – dafür passt es einfach zu gut ins Bild.

Zurück zu Vasiliev und seiner Cyberpunk-Farm: Im nachfolgenden Video zeigt sich jedenfalls, dass die Russen deutlich fortschrittlicher sind, als wir das a) wahrhaben wollen und b) wohl jemals geglaubt hätten. Wobei das ja so richtig auch keiner weiß, denn was wissen wir Fußvolk denn schon, was „die da oben“ wirklich alles treiben. Denn man kann den Spieß auch ganz leicht umdrehen: Wenn selbst die Russen derlei Technik allein für die Landwirtschaft einsetzen, woher soll denn dann der Rest wissen, wozu die fortschrittlicheren Staaten mittlerweile in der Lage sind?

They say that Russia is a technically backward country, there are no roads, robotics do not develop, rockets do not fly, and mail goes too long. It’s a bullshit.

Говорят, что Россия – технически отсталая страна, нет дорог, роботехника не развивается, ракеты не летают, а почта идет слишком долго. It’s a bullshit.

Vielleicht ist das hier aber auch alles gar kein Spaß und es geht auf dem Mars wirklich schon so zu. Oder wir leben tatsächlich alle in der Matrix …

In irgendwas um 1 Woche ist sie vorbei, die große PS4-Ära, die dann 7 Jahre und ein paar Tage gehalten hat. Wobei das natürlich direkt so nicht stimmt, es werden ja sicher noch ein paar PS4-Konsolen verkauft werden, aber die Zahlen sind schon seit einiger Zeit rückläufig – spätestens nachvollziehbar, als die PS5 erstmals in den Medien aufgetaucht ist.

Und mal von den ganzen Nervereien rund um die ersten Vorbestellungen abgesehen (ich hätte tatsächlich easy eine kaufen können, als ich mal „einfach so naiv wie ich bin“ geschaut hab – aber so ganz trau ich der Abwärtskompatibilität noch nicht), so ein ganz klein wenig Bock hab ich ja schon drauf. Und das, obwohl sowohl Größe als auch Farbe nicht wirklich meins ist, aber ich hatte schon immer „nur“ Playstations und Microsoft wird halt immer mit Betriebssystemen und anderen shitty Programmen in Verbindung gebracht.

Ein wenig erschwerend kommt nun noch hinzu: Gerade in den letzten Tagen hab ich einige Berichte gelesen, dass Microsoft relativ gute PR für die neue Xbox gemacht hat, was ich absolut nicht verneinen möchte und schon dachte, dass es sich Sony hier ein wenig zu leicht macht. Nun ist die neue Konsole draußen und direkt häufen sich die Berichte, dass sie nach den ersten Stunden der Benutzung nicht mehr wieder einschalten lassen, wenn man sie denn ausgeschaltet hat. Was halt einfach ein Super-Gau ist, gerade im Hinblick darauf, dass Sony nahezu zeitgleich sein neues Zugpferd auf die Menschen los lässt. Soll heißen: Deine PR kann noch so geil sein, wenn du qualitativ nicht liefern kannst, bist du am Arsch (was nicht heißt, dass Sony das gleiche blühen könnte – wir werden sehen)

Zurück zum eigentlichen Thema: Zum Abschluss der PS4-Ära hat Sony noch mal ein Video gebastelt, in dem 1 Sekunde aus jedem Spiel gezeigt wird, dass irgendwie die letzten 7 Jahre auf der Konsole geprägt hat. Viel dabei, das ich gar nicht kannte und noch nie gesehen hab – aber eben auch viel, dass wir wohl alle kennen:

With the PS5 launch right around the corner, we thought now is the perfect time to look back over the incredible generation of PS4. What a ride it’s been. So sit back and enjoy 1 second from every game that’s defined this generation.

Ich bin jedenfalls auf die ersten Testberichte gespannt. Und hoffe nach wie vor, dass sich bei den Farben noch was ändert – weiß ist halt schon echt ungünstig, gerade im Hinblick auf Langlebigkeit.

Was Corona bei den meisten auch deutlich gezeigt haben dürfte: Es ist unfassbar wichtig, dass jeder seinen eigenen Rückzugsort hat. Denn im Homeoffice hängt man ja nun mal wirklich 24/7 aufeinander und so manche Beziehung ist das ja gar nicht gewohnt, verbringt man doch gut und gerne ein Drittel des Tages normalerweise im Büro oder eben sonst wo auf der Arbeit. Drum prüfe, wer sich ewig bindet, wird hier endlich mal durchgezogen, wenn auch zwangsweise.

Wir haben das einigermaßen gut hinbekommen, wobei ich hier auch wirklich die Klappe halten muss, denn ich hab den Luxuspart abbekommen. Line sitzt eigentlich den ganzen Tag in der Küche mit einer eher improvisierten Arbeitsstation, während ich mit Greenscreen, überdimensioniertem Schreibtisch und optimaler Ausstattung meinen Arbeitstag bestreite. Allerdings, ich leg halt auch ein bisschen mehr Wert auf Ausstattung und Atmosphäre – wenn schon Höchstleistungen gewünscht sind, dann muss auch das Setup stimmen.

Unabhängig davon sehen wir uns aber nicht viel über den Tag verteilt. Klar, häufiger als zu Bürozeiten, aber eben auch nicht 24 Stunden am Tag aufeinander hockend – und das funktioniert dann erstaunlich gut.

Dennoch, wenn wir mal später ein Haus haben werden, muss das alles noch ein bisschen besser werden und dann soll jeder mehr oder weniger seinen Raum haben bzw. deutlich kleinere Kompromisse eingehen müssen. Dann ist aber auch mehr Platz da und insgesamt gibt es viel mehr Gestaltungsspielraum, sei es nun Keller oder einfach eine deutlich höhere Anzahl an Räumen.

Und ganz vielleicht ist dann auch noch Platz für eine richtige Männerhöhle – so wie in etwa die nachfolgende, wobei mir das deutlich zu viel Farbspielerei mit dem Licht ist:

Finally finished the SciFi ManCave… Hope you enjoy my quick tour.

Als Inspirationsquelle aber durchaus tauglich.

]]>
https://www.wihel.de/das-nenn-ich-mal-eine-maennerhoehle/feed/ 3
Das Winamp Skin-Museum https://www.wihel.de/das-winamp-skin-museum/ https://www.wihel.de/das-winamp-skin-museum/#comments Tue, 08 Sep 2020 06:10:41 +0000 https://www.wihel.de/?p=103636 Das Winamp Skin-Museum | Zeitgeschichte | Was is hier eigentlich los?

Es wird kurz nostalgisch und vermutlich erkennt auch nicht wirklich jemand irgendwas auf den Bildern, aber das ist ein nicht unwesentlicher Teil meiner Jugend: Winamp. Wobei besser gesagt handelt es sich um Skins für Winamp und da keiner mehr Winamp kennt oder sich vorstellen kann, wofür man das kleine Stück Software braucht, ein kleiner Exkurs:

Es gab mal eine Zeit, da war an Streaminganbieter nicht zu denken. Das Internet war zu schlecht, die Plattenfirmen zu mächtig und überhaupt konnte man gar nicht die ganze Zeit online sein, weil Muttern ja auch mal telefonieren wollte. Jep, im Internet surfen und gleichzeitig telefonieren war damals nicht möglich.

Das Winamp Skin-Museum | Zeitgeschichte | Was is hier eigentlich los?

Aber wir wollten trotzdem Musik hören also kam es nicht selten vor, dass wir unsere Computer schnappten und uns trafen. Das klingt deutlich leichter als es damals war, denn sowohl Computer als auch Bildschirm waren riesig und sackschwer. Aber nur so konnten wir Musik tauschen, was die Industrie natürlich nicht gern sah – aber wo kein Kläger, da kein Richter.

Und dann schaufelten wir uns die Platten mit mp3s mal mehr mal weniger guter Qualität voll. Doch brauchte es noch etwas zum Abspielen und da kam man früher oder später nicht an Winamp vorbei. Ein kleines Stück Software, mit dem man vornehmlich Musik abspielen konnte, in dem man den Klang so anpassen konnte, wie man es wollte und das sich selbst auch bis zur Unkenntlichkeit anpassen ließ.

Winamp war einfach der Shit.

Und Jordan Eldredge hat sich die Mühe gemacht und irgendwas um die 65.000 Skins zusammengesammelt (oder sammeln lassen – schwer vorstellbar, dass das ein Mensch alleine schaffen kann) und präsentiert diese unter Skins.Winamp.org.

Das Winamp Skin-Museum | Zeitgeschichte | Was is hier eigentlich los?

Das sensationelle ist: Die Dinger lassen sich nicht nur anschauen, sondern auch ein Stück weit benutzen und das katapultiert jeden, der damit zu tun hatte, direkt in diese Zeit zurück. Einfach wunderbar.

Wer noch mehr davon will, folgt am besten diesem Twitter-Bot, der regelmäßig irgendeinen random Skin postet oder probiert auch einfach mal diese Webvariante aus.

Und ich sags ganz ehrlich: So nervig das Speichern und Verwalten eigener mp3s auch war – für Winamp wünsch ich mir die Zeit ein bisschen zurück.

Was man hierzulande ja auch nur aus dem Fernseher kennt: Spielhallen für Kinder. Also nicht die Dinger, in denen arme Würste ihre letzten Ersparnisse verzocken, sondern die Hallen, in denen coole Teenager nach der Schule mit ihren BMX-Rädern radeln, um dann Street Fighter und Co. zu spielen. Gab es überhaupt mal Versuche, sowas auch in Deutschland zu etablieren? Oder haben wir einfach direkt mit Media Markt und Saturn angefangen und dort einfach zwei Konsolen aufgestellt, die immer nur von denen belagert wurden, die die Schule geschwänzt haben?

Erinnert mich übrigens an ein Foto, dass ich mal vor Jahren von einem Schild bei Media Markt aufgenommen hab – darauf der Spruch, dass Schule wichtig sei und man deswegen die Konsolen erst um 14 Uhr anstellen würde. Foto aufgenommen: um 12 Uhr. Konsolen: liefen.

Vielleicht hat man bei diesen Spielautomaten aber auch schon das Ende vor dem Anfang kommen sehen und das Schicksal der hiesigen Video-Verleih-Läden einfach direkt vermieden. Oder man hat doch Parallelen zum Glücksspiel gezogen und erkannt, dass diese Automaten sogar noch schlimmer sind, weil man gar kein Geld gewinnen könnte, selbst wenn man wöllte.

Ändert aber nichts daran, dass einige Spiele dennoch ordentlich Geld gescheffelt haben, allen voran natürlich Pac-Man:

Do you remember the first arcade game you played?
In this video we can see the visualization of the highest earning arcade games of all time since 1978. In other words, these are the most played arcade games from the beginning of arcade gaming until the beginning of 2020. The earnings have been adjusted for inflation in order to fairly compare the games. Very few of the newer arcade games made it to the list because most gamers now have home consoles, gaming computers and games on their phones. Arcade gaming is now more of a casual activity than a hobby.

Ebenfalls spannend: Seit wann bzw. wie lange die Spiele Geld generieren. Ich mein: Wer lässt sich denn heute noch von Pac-Man vom Hocker reißen?

Ich bilde mir ja ein, dass ich ziemlich okay Bescheid weiß, wenn es um Rechner, Software und Internet geht – wobei mein Geheimnis eigentlich nur darin besteht, dass ich weiß, wie man nach bestimmten Sachen googelt. Viel mehr noch, ich wird sogar verraten, wie man das macht: dabei hat man im Grunde zwei Wege. Entweder man gibt die Frage genau so ein, wie man sie einem Menschen stellen würde. Oder man gibt lediglich die wichtigsten Keywords ein. Beispiel: „Wie backt man einen Käseluchen?“ oder auch einfach „Käsekuchen backen“. Beides führt sehr schnell zu sehr guten Ergebnissen, vertraut mir (btw: Würd ich natürlich nicht googeln, ich würd einfach Line fragen, die weiß, wie das geht).

Dennoch: mein Wissen reicht insoweit aus, dass ich diese Seite hier irgendwie am Laufen halten kann, das sogar für ein paar andere Seiten hinbekomme und durchaus auch mal den einen oder anderen kleinen Hack ausprobiere, wobei Hack nicht Hack meint, sondern Hack. Auch hier ein Beispiel: Ich hab mir ein Script zusammengesucht und umgebaut, dass meinen Slack-Status immer verändert, sobald ich ein Zoom-Meeting betrete oder verlasse. Das kriegt ein Profi sicherlich besser hin, aber für meine Zwecke reicht es und hat mich auch nur zwei Tage gekostet.

Und die hab ich gern investiert, denn es hilft deutlich zu machen, wann ich erreichbar bin und wann nicht. Für das nachfolgende Szenario im Video hingegen hab ich aktuell so gar kein Anwendungsfall, aber auch kein Windows und schon gar nicht 896 CPU-Kerne. Dennoch: Es ist auch ein bisschen cool zu sehen, dass man Doom auch im Windows Task Manager spielen kann, wobei die Grafik doch noch recht schwierig ist und man teils kaum was erkennt:

Playing Doom in Windows task manager. Finally got it working and looking decent!
But can it run Crysis?…

ctrl+alt+doom

Done by taking the original pixels, then parsing to black and white and scaling down to 56×32 pixels. I spent quite a lot of time finding a good function to scale the brightness to try to make the contrast good.

Einfacher ist es da schon mit Pong:

Und wenn man kein Bock auf Spiele hat, dann schaut man einfach Filme damit:

Was ich bereits letztes Jahr äußerst bemerkenswert fand: Als Product Manager arbeite ich schon eine ganze Weile und dementsprechend auch mit dem einen oder anderen Tool. Vor meinem jetzigen Job hab ich für sowas wie einen Konzern gearbeitet und bei Konzern denk ich immer: Viele Leute, da sind sicher auch einige Profis dabei und überhaupt müssen die geile Prozesse, Ideen und Strukturen haben – sonst wären sie ja kein Konzern. Wirst ja nicht einfach so groß und beschäftigst einen Haufen Mitarbeiter.

Die Geschichte zeigt: War halt doch nicht so, ganz im Gegenteil. Ich hab in den ersten Monaten in meinem neuen Job mehr mit Photoshop, Figma und Co. gearbeitet, mehr Mockups und Konzepte entwickelt als in den zwei Jahren zuvor bei besagtem Konzern. Und die jetzige Firma ist mindestens gemessen an der Anzahl der Mitarbeiter auch nicht gerade ein Kleinbetrieb – aber eben noch lange kein Konzern. Und ohne Menschen, die mir in dem Bereich etwas beibringen können, was aber okay ist: selbst etwas lernen bringt ja den meisten Spaß, dauert halt nur länger.

Immerhin: Die meisten denken, dass ich mittlerweile ein richtiger Photoshop-Profi bin. Unter uns: bin ich nicht. Nicht ansatzweise. Manche Aufgaben erledige ich mittlerweile zwar ganz gekonnt und einigermaßen schnell, aber wenn es um komplexere Bearbeitungen geht – da fang selbst ich immer bei 0 an und verbring erstmal den Vormittag mit Videos und Anleitungen.

Eine der hilfreicheren Anleitungen ist die von Unmesh Dina, besser bekannt als PiXimperfect, der uns einfach mal zeigt, wie man Objekte in Photoshop ziemlich präzise auswählt:

The Ultimate Guide to the Object Selection Tool in Photoshop 2020! Learn all the best practices and unlock the secrets of the tool to create the most accurate selections.

In this tutorial, we will dig deeper into every setting and features of the Object Selection tool, and learn with examples on how to apply the same.

Die Profis werden vermutlich nur müde lächeln, aber gerade solche Tipps bringen einen am Anfang ordentlich weiter.

Ich hatte es neulich irgendwo schon erwähnt, mein Podcast-Hörverhalten ist während der Homeoffice-Zeit gehörig ins Wanken geraten – entweder ich komm gar nicht hinterher oder ich hab nun doch mehrere Tage, an denen mir Futter fehlt. Der eine oder andere Podcast hat zwar seine Frequenz erhöht, aber die Jungs von Fest und Flauschig haben in einer der letzten Folgen schon angedeutet, dass es selbst für sie schwer wird, immer neu abzuliefern. Verständlich, schließlich braucht es auch „nur für ins Mikro labern“ hier und da auch mal äußere Einflüsse, die aktuell einfach fehlen. Außer wir begnügen uns mit den immer gleichen Geschichten aus den neuerlichen Supermarkt-Besuchen und dem ständigen Nörgeln, dass nach wie vor Klopapier weiterhin Mangelware ist.

Überhaupt: Ich seh immer häufiger Bilder und Stories bei Instagram von vollen Regalen, ebenso Videos von prall gefüllten Lagern mit Scheißhauspapier. Ist auch alles ganz toll – bringt aber nix, wenn die Verkaufsflächen in den Märkten nicht aufgefüllt werden bzw. die Leute weiter wie blöd den Mist kaufen und horten. Ich mein: So ein volles Regal ist ein tolles Signal – wenn es aber beim Endverbraucher nicht ankommt, weil die Menschheit einfach weiterhin dumm agiert … lassen wir das.

Büro-Geräusche fürs Homeoffice | Nerd-Kram | Was is hier eigentlich los?

Zurück zum eigentlichen Thema: Ich laufe sogar Gefahr, mir meine eigene Lieblingsmusik zu überhören. Habe zwar schon diverse Playlisten bei Spotify ausprobiert, aber wenn da jedes Mal irgendein dummer Deutsch-Rap-Scheiß dazwischen ist, dann wird eben auf das gewechselt, was ich schon kenne und mag. Aber auch hier ist die Abwechslung endlich und überhaupt … so gern ich Homeoffice auch mag, nach diversen Wochen reicht es so langsam.

Immerhin: In Sachen Geräuschkulisse gibt es nun adäquate Abhilfe: imisstheoffice.eu.

Nett animiert kann man auf der Seite einstellen, wie viele virtuelle Kollegen man um sich herum haben möchte, die dann entweder nacheinander oder per Klick frei wählbar diverse Geräusche von sich geben. Und das kommt erstaunlich nahe an Büro-Atmosphäre heran – ich hab sogar den Beitrag dabei geschrieben. Und der ist doch richtig schön geworden oder?

Wer also mal ein bisschen Abwechslung akustischer Natur braucht, folgt einfach diesem Link. Unten rechts wird die Anzahl der Kollegen bestimmt, der Rest erklärt sich von selbst.

Und ansonsten gilt weiterhin: Durchhalten.

]]>
https://www.wihel.de/buero-geraeusche-fuers-homeoffice/feed/ 4
Was man so aus alten, kaputten Laptops basteln kann https://www.wihel.de/was-man-so-aus-alten-kaputten-laptops-basteln-kann/ https://www.wihel.de/was-man-so-aus-alten-kaputten-laptops-basteln-kann/#comments Wed, 05 Feb 2020 11:14:11 +0000 https://www.wihel.de/?p=100408 Was man so aus alten, kaputten Laptops basteln kann | Nerd-Kram | Was is hier eigentlich los?

Als Apple letztes Jahr die neuen Macbooks vorgestellt hat, hab ich tatsächlich mit dem Gedanken gespielt, mein jetziges Modell zu ersetzen. Neu ist nicht selten besser und Lines Kiste reißt auch so langsam die Füße hoch – wenn sie dann mein aktuelles erbt, schlagen wir quasi zwei Fliegen mit einer Klappe. Und überhaupt ist meine Kiste ja von 2016, da kann der Schritt zu einem neuen Modell durchaus Sinn machen, gerade nach dem Keyboard-Desaster der letzten Jahre.

Auf der anderen Seite: Alter Falter, die Dinger sind einfach unfassbar teuer. Mir ist natürlich klar, dass ich in erster Linie für den Namen und irgendwelchen immateriellen Quatsch zahlen würde, aber allein die annährend gleiche Ausstattung wie jetzt – nur mit doppeltem RAM – kostet direkt `nen halben Düsi mehr. Nur um mehr Arbeitsspeicher zu haben …

Insofern war der Gedanke dann auch schnell wieder verworfen, gerade nachdem ich meins erst vor kurzem in der Reparatur hatte und es nun quasi wieder generalüberholt ist. Dennoch kann man sich mal damit beschäftigen, was mit Lines Rechner passiert, wenn wir doch den Durchtausch vornehmen – ein paar Ideen liefert das nachfolgende Video:

In this video I’ll be showing you several different things you can make from old, dead laptops!

Nicht wirklich viel dabei, dass auch als „nützlich“ durchgeht – aber alles ist ja besser als Altgeräte einfach in den Müll zu werfen oder?

Grob Ende letzten Jahres hatte ich mal ein Video vorgestellt, dass die Evolution der Windows-Start- und End-Sounds zusammengestellt hat und man bekommt genau das, was man sich darunter vorstellt: eine Ansammlung an teilweise wirklich abartig schlechten Sounds, die immerhin zum Ende hin dann doch noch etwas die Kurve kriegt. Aber man kann ruhig sagen: der Weg dahin war hart und steinig und teils auf Messers Schneide.

Ein Problem oder Werdegang, den nicht nur Microsoft durchleben musste, denn die Jungs und Mädels sind ja auch nur Opfer der damals angesagten Trends und Gepflogenheiten. Man muss ja mit der Zeit gehen, ansonsten muss man mit der Zeit gehen (ein Spruch, der tatsächlich nur mündlich funktioniert, weil die Betonung wichtig ist, aber ihr werdet schon wissen, was ich meine).

Wird auch noch mal besonders deutlich im nachfolgenden Video, bei dem Swarki einfach mal alle Start-Schnipsel zahlreicher Konsolen zwischen 1977 und 2020 zusammengestellt hat. Keine Ahnung, ob das sämtliche Konsolen sind, aber viele der aufgelisteten habe ich bisher noch nie gehört, was zumindest dafür spricht. Um nur ein paar zur nennen, schon mal was von Playstation pocket, Vectrex, Magnavox odyssey 2, Master system US, Satellaview, Capcom cps changer, Super a’can, Wondermega, Virtualboy oder auch Neo Geo AES gehört?

Auch hier die notwendige Warnung: Lautsprecher nicht zu laut aufdrehen, es wird teils sehr gruselig.

Kept as accurate as possible no shaders or filtering
This has been redone as the ones that exist are wrong
Systems in chosen generational order to curb roughly 8 minutes of straight silence.
without rom specific boots, and not so common educational only consoles(theres thousands of these.) this is it.

Die gesamte List der Konsolen gibt es an dieser Stelle.

Vor ein paar Monaten (oder vielleicht auch Jahren – die Zeit rast ja mittlerweile wie wahnsinnig) hab ich irgendwo mal einen „Zauberer“ gesehen, der vor allem mit iPads Zaubertricks vorgeführt hat. Deswegen in Tüdelchen, weil das mit Zauberern ja ohnehin so eine Sache ist. Wenn man dann aber auch noch technische Hilfsmittel hinzu nimmt, muss man schon eine echt gute Nummer abliefern, damit das wirklich noch beeindruckt – schließlich ist das schon ein sehr starkes Hilfsmittel.

War am Ende auch ganz okay, aber ich hatte halt dennoch immer im Hinterkopf, dass das einfach nur einigermaßen gut programmiert ist und dann nur noch auf das richtige Timing ankommt.

Genau daran musste ich beim nachfolgenden Video von DoodleChaos denken, Dabei schauen wir einfach nur zu, wie ein paar digitale Murmeln von einem Display zum anderen Wandern und die Geräte dabei immer wieder neu angeordnet werden – halt so, dass das für die Kugeln genau passt.

An sich auch einfach nur runterprogrammiert und basierend auf einer eingeprägten Reihenfolge – aber so komplex, dass es deutlich mehr Eindruck hinterlässt, als der Zauberervogel damals:

I’ve synchronized the motion of 5 balls across 7 videos playing at the same time across 7 devices. Thanks for watching! Subscribe for more chaotic doodles.

Where do I even begin. I always expect complications to arise in my videos, but this one had a lot of hoops to jump through. There were many chains of a problem arising, I create a solution, that solution creates a new problem, etc.

After I finished creating and editing the 7 videos that play simultaneously together, my plan was to just click play on all of them at the same time and shoot the video. I only had 1 phone, and It’s too hard to coordinate borrowing 3 phones from people in the middle of the day for long periods of time. Thankfully, my parents and sister let me borrow theirs while they slept one time. I never went to bed that night. By 7am the next morning, I felt dead and utterly defeated. There were so many inconsistencies in the timing that I never got a good take. After vowing to never pull an all nighter again, I bought 3 Android phones so I wouldn’t have to borrow from anyone.

Big issue, SYNCHRONIZATION / TIMING seven youtube videos to play at the same time. Sometimes one of the videos would buffer and set it behind, or there would be a difference in the time from click to playback between different devices. One of my solutions was to download the videos so there was no network inconsistencies. This created new problems because of auto-tilt settings on Android. Another solution I attempted was to attach 5 styluses to a yardstick so I could click play all at the same time instead of trying to use my hands (hard to hit all perfectly by hand). This idea failed as well because the material in the styluses sucked and weren’t consistent in clicking on the phones. Finally, I went back and edited the videos to have a staggered intro. This way I was able to memorize the latency in each individual device and correct for it manually. You know how for the countdown in Mario Kart you hit the gas on 2? It’s similar to that. The right screen started 1 second in because the laptop was old and laggy, the tablet had to be clicked on “1”, and the rest were fairly responsive.

Muss man so auch erstmal hinbekommen.

Diesen Hype um Let’s Plays hab ich bis heute nicht verstanden. Ich mein, ich kann ja verstehen, dass man durchaus mal schauen möchte, wie andere diverse Situationen gelöst haben, gerade wenn man selbst nicht weiter kommt. Ebenso kann ich nachvollziehen, dass man sich auch mal Inspiration holen möchte, wenn man selbst komplett auf dem Schlauch steht und so gar keinen Plan hat – aber was mittlerweile für eine wahnsinnige Industrie bei/mit/durch Let’s Plays entstanden ist … unfassbar.

Dennoch, auch ich schau hin und wieder mal eines der Videos, wenn es zum Beispiel um ein Spiel geht, dass ich selbst spiele oder zumindest gespielt habe. Two Point Hospital zum Beispiel, kam irgendwann letztes oder vorletztes Jahr raus und hat das alt ehrwürdige Theme Hospital wenigstens ein bisschen ersetzen können.

Langfristig konnte mich das Spiel allerdings nicht fesseln, was vermutlich vor allem an den dann doch zu unrealistischen Krankheiten, Behandlungsmethoden und sonstigen Abgedrehtheiten liegen mag.

Vielleicht hab ich das Spiel aber auch einfach nur zu richtig gespielt. Josh von Let’s Game It Out geht da andere, unkonventionellere Wege und zeigt ganz nebenbei, dass so ein Krankenhaus gar nicht mal erfolgreich sein muss, um erfolgreich zu sein:

Just put the janitor in charge. It worked in Good Will Hunting. No, wait… no, no it didn’t. Don’t do that!

Immerhin dieser Aspekt ist sehr nahe an der realen Welt dran.

Man muss ehrlich zugeben: das, was Apple in den letzten Monaten in Sachen Software abgeliefert hat – das war schon alles sehr weit weg von perfekt. Was ja an sich auch nicht schlimm wäre, schließlich ist niemand und keine Firma perfekt. Aber die schiere Flut an Bugs und Updates allein in den letzten Wochen, das kennt man so eigentlich nicht von der Firma aus Cupertino.

Auch nicht von Microsoft, wobei gerade die häufiger für Software-Stücke stehen, die viel können, nur nicht richtig funktionieren. Ich erinner mich jedenfalls noch gut an die Zeiten, in denen man seine Festplatte regelmäßig defragmentieren musste und es eine gute Idee war, alle paar Monate den Rechner neu aufzusetzen, weil das System völlig hinüber war.

Und auch in Sachen Sounds hat sich Microsoft besonders in der Vergangenheit nicht gerade mit Ruhm bekleckert – dass ganze Generationen nicht an dauerhaften Hörschäden leiden, grenzt an ein Wunder:

Immerhin haben sie dann auch irgendwann gemerkt, dass Weniger manchmal Mehr ist. Abschließend sei noch gesagt: Das Leben im Apple-Universum ist in den letzten Monaten nicht einfacher geworden – bis zu einer Rückkehr in Richtung Windows / ein Wechsel zu Android ist es aber noch ein weiter Weg.

Das Spiel Cities Skylines hab ich auch mal vor Ewigkeiten auf Steam gekauft – vermutlich mal wieder in einem dieser Anflüge, in denen ich maximal Bock auf Sim City hatte und einfach nur vor mich hindaddeln wollte, ohne irgendwelche stressigen Ziele erfüllen zu müssen.

Ich weiß aber noch, dass der Spiel-Spaß recht früh beendet war bzw. gar nicht erst aufkam, denn die Steam-Variante startete zwar, aber der Bildschirm blieb schwarz. Lediglich die Menü-Musik war zu hören – und die Foren gaben nicht wirklich eine hilfreiche Lösung preis.

Also direkt wieder deinstalliert, geärgert, dass man dafür Geld ausgegeben hat und einfach was anderes gedaddelt oder gemacht. Und das war es dann auch schon mit meiner Karriere bei Cities Skylines.

Vielleicht setz ich mich da aber doch noch mal ran, mittlerweile gab es ja nicht nur das eine oder andere Update – auch das folgende Video macht direkt wieder Lust, selbst eigene Städte zu planen und zu bauen. Besonders wenn es nur ein paar geschickte und logische Handgriffe braucht, um scheinbar unlösbare Probleme zu lösen.

Denn genau das gibt es bei Biffa Plays Indie Games zu sehen und ist mehr als faszinierend:

Beautiful, fully roundaboutified City…with Broken Traffic! Enjoy :-)

Wenn sich doch reale Verkehrsprobleme so einfach lösen lassen würden: Hamburg hätte es nötig, ist die Stadt doch mittlerweile nur noch eine einzige Baustelle …

Hatten wir neulich noch die meistgenutzten Messenger inklusive jeder Menge Nostalgie-Gefühl, präsentiert Data is Beautiful bereits den nächsten Vergleich im Verlauf der Zeit: die meistgenutzten Smartphone-Browser der letzten 9 Jahre.

Und das ist irgendwie spannend, aber auch nicht, denn durch die Fragmentierung des Android-Marktes liegt es eigentlich auf der Hand, dass da der eine oder andere Browser mehr auftaucht, während ich auf iOS eigentlich immer nur den Safari benutze, was vor allem daran liegt, dass der hart ins System integriert ist – den zu ersetzen ist gar nicht so einfach, genauso wie die Mail-App, die aber bei mir seit iOS 13 ziemlich rumnervt.

Am Rechner selbst sieht das zeitweise ein bisschen anders aus, denn alle paar Monate probier ich mich mal wieder durch die gängigen Browser – aber eigentlich auch nur, um dann wieder bei Chrome zu landen, weil is halt einfach der Schnellste. Doof nur, dass der auch so RAM-hungrig ist …

Timeline of mobile browsers worldwide market share from 2010 to nowadays. Includes both smartphones and feature phones. Data from Chinese mobile users is not included.

Und wenn wir schon von Desktop sprechen, warum dann nicht auch einfach hier einen Blick in die Vergangenheit wagen? Der reicht sogar bis ins Jahr 1996:

I have updated this chart with the recent data. Also there’re statistical adjustments to Opera, Firefox and Safari numbers thanks to the additional data sources. This should reflect browsers market share with much better accuracy than my previous video. Timeline of worldwide desktop web browsers popularity from 1996 to 2019.

Ich glaube, es war kurz ein Thema in einem der Podcasts, die ich wöchentliche höre: Die Telefonnummer aus der Kindheit. Angeblich gibt es viele Leute, die diese noch immer auswendig können – ich gehöre nicht dazu.

Was ich aber noch immer im Kopf habe: Meine damalige ICQ-Nummer. Womit wir beim eigentlichen Thema wären: Messenger. ICQ gehörte vor ein paar Jahren noch zum ultimativen Standard und zu meiner Zeit ging es eigentlich nur darum, ob jemand ICQ oder den MSN Messenger nutzt.

Ein kurzer Blick zeigt: Letzterer ist mittlerweile tot, aber ICQ scheint es wohl immer noch zu geben. Keine Ahnung, wer den in Zeiten von WhatsApp, Facebook und Co. noch benutzt, aber früher war es halt DAS Ding. Das ikonische Ah-Oh bei jeder neuen Nachricht konnte man noch Kilometer weit gegen den Wind hören, ebenso legendär sind die Fake-Nachrichten, die man bekam, um diese verdammte Blume einzufärben. Irgendwann bin ich dann auf Trillian umgestiegen, weil sich dort mehrere Messenger in einem zusammenführen ließen – gibt es scheinbar auch immer noch.

Warum also nicht mal einen Blick auf die Entwicklung der Messenger von 1997 bis 2019 werfen? Klar ist, was heutzutage genutzt wird, aber so ein kleiner nostalgischer Blick ist ja nie verkehrt:

Timeline history of the world most popular instant messenger apps (desktop software in early years) starting 1997 up to 2019. Measured by number of monthly active users worldwide.

Und was zur Hölle ist QQ?

]]>
https://www.wihel.de/die-populaersten-messenger-von-1997-bis-2019/feed/ 3
Die Partei schmeißt den AfD-Blocker unters Volk – online UND offline https://www.wihel.de/die-partei-schmeisst-den-afd-blocker-unters-volk-online-und-offline/ https://www.wihel.de/die-partei-schmeisst-den-afd-blocker-unters-volk-online-und-offline/#comments Wed, 15 May 2019 06:04:35 +0000 https://www.wihel.de/?p=95887 Die Partei schmeißt den AfD-Blocker unters Volk – online UND offline | Nerd-Kram | Was is hier eigentlich los?

Eigentlich find ich ja nahezu alles gut, was die Partei Die Partei so auf die Beine stellt, gerade weil sie scheinbar die letzte Partei ist, die sich – wenn es drauf ankommt – nicht wie der letzte Idiot verhält. Da steht zwar groß und fett Satire drauf, klammheimlich steckt aber auch Intelligenz drin und das kann man vom Rest nun mal leider nicht behaupten.

Es wär aber auch langweilig, wenn das immer so wäre. Von daher könnte man schon fast von Glück sprechen, dass die neueste Aktion nicht bedenkenlos von mir auf Zustimmung trifft: der AfD-Blocker. Der blockiert – wie das Pendant aus der Werbeindustrie – AfD-Inhalte im Netz und hilft so all denen, die keinen Bock auf die geistigen Ergüsse der Nazis haben, was ich durchaus verstehen kann.

Auf der anderen Seite hilft es halt einfach nicht, wenn man wegsieht – die scheiße ist ja trotzdem da und je länger man sie ignoriert, umso kräftiger fängt sie an zu stinken. Außerdem bin ich nicht sicher, wie das rechtlich aussieht, wenn eine Partei ein Werkzeug zur Verfügung stellt, um die Inhalte einer anderen Partei mehr oder weniger zu entfernen. Ich mein, wir leben ja in einem Land, in dem man sogar auf die Fresse bekommt, wenn man diese unsäglichen Wahlplakate entfernt.

Wer Bock drauf hat, geht einfach zu afdblocker.de (wofür man tatsächlich gern eine eigene Seite hätte basteln können, statt einfach nur weiterzuleiten).

]]>
https://www.wihel.de/die-partei-schmeisst-den-afd-blocker-unters-volk-online-und-offline/feed/ 2
Die letzte Telefonzelle wurde abgerissen https://www.wihel.de/die-letzte-telefonzelle-wurde-abgerissen/ https://www.wihel.de/die-letzte-telefonzelle-wurde-abgerissen/#comments Tue, 30 Apr 2019 06:16:00 +0000 https://www.wihel.de/?p=95727 Die letzte Telefonzelle wurde abgerissen | Zeitgeschichte | Was is hier eigentlich los?

Was ja die Wenigsten kaum wissen und sich gar nicht mehr vorstellen können: es gab nicht immer Handys und Smartphones. Stattdessen mussten wir uns verabreden, wenn wir uns das letzte Mal gesehen haben und uns einfach darauf verlassen, dass dem anderen nichts dazwischen kam. Auch Treffpunkte hatten so ihre Tücken, denn die Wege dorthin wollten ebenfalls vorher herausgesucht werden – oder man traf sich einfach an Orten, die man schon kannte.

Und wollte man doch irgendwie kommunizieren, suchte man Telefonzellen auf – vorausgesetzt man hatte eine Telefonkarte. Ich hab das Ding das letzte Mal benutzt, da bin ich noch zur Schule gegangen und selbst damals hat sich das schon irgendwie ziemlich awkward angefühlt. In ein Häuschen stellen und telefonieren, während das Leben an einem draußen vorbeizog, völlig verrückt.

Vor ein paar Tagen nun wurde die letzte Telefonzelle abgebaut und anlässlich dessen hat die Telekom direkt mal ein Video gemacht. Ein recht schlechtes zwar, aber deren Kompetenzen liegen ja auch eher woanders und überhaupt geht es hier eher um den historischen Moment als um die Inszenierung an sich:

Im wunderschönen St. Bartholomä am Königssee stand das letzte gelbe Telefonhäuschen Deutschlands. Doch nun musste es weichen. Wir haben es auf seiner letzten Fahrt begleitet: bei strahlendem Wetter über den klaren See. Denn St. Bartholomä ist nur per Wasserweg zu erreichen.

Was ich selbst aber gar nicht wusste: das heißt eigentlich gar nicht Telefonzelle, sondern Telefonhäuschen – Zellen sind festgemauerte Dinger in Hotels und Postämtern. Nur, falls der Jauch mal wieder fragen sollte.

Meine letzte Partie Street Fighter ist vermutlich nicht nur gefühlt mehr als 20 Jahre her. Damals war an Konsolen noch gar nicht zu denken, zumindest nicht bei meinen Eltern, was rückblickend betrachtet gar nicht so verkehrt war – mein Cousin und meine Cousine hatten nämlich eine. Er macht mittlerweile irgendwelche Nazi-Sachen, sie vergnügt sich wohl damit, jeden Morgen in einen Eimer Farbe zu fallen. Weiß ich aber ehrlich gesagt auch nicht so genau, der Kontakt ist eher fragil bis gar nicht vorhanden. Nazi-Zeug schreckt halt ab.

Zurück zum Thema: Street Fighter hat aber auch schnell an Faszination verloren, denn gerade bei der Reihe läuft man schnell Gefahr, bei entsprechendem Rhythmus keine Chance mehr zu haben. Was ich damit meine, sieht man auch im nachfolgenden Video, wobei man hier noch ein oder zwei Dinge lernen kann:

Als Mirror Match bezeichnet man eine Partie, bei dem der gleiche Kämpfer benutzt wird. Und hat ja auch keiner ahnen können, dass man das auch noch bei der Spielweise so dermaßen wortwörtlich nehmen kann:

Beeindruckend ja – aber so gesehen haben beide verloren.

Ich weiß gar nicht mehr, was ich am Wochenende kurz gedaddelt hab, aber Line meinte dann recht überraschend, dass die Grafik ja schon ziemlich krass sei. Rief bei mir zunächst Verwunderung hervor, weil ich das Spiel schon eine ganze Weile spielte (also über mehrere Wochen hinweg), aber auch ein bisschen stolz – schließlich hab ich es ja ausgesucht und entschieden, damit meine Lebenszeit zu verschwenden.

Aber es hat mir auch gezeigt, wie normal mittlerweile der Qualitätsgrad der Grafik für uns geworden ist und das ist eigentlich sehr schade, sahen die Spiele doch vor ein paar Jahren noch deutlich verpixelter und einfach unechter aus (und wir fanden es früher trotzdem total geil, weil’s halt das Beste war, was wir aktuell hatten).

Quixel zeigt mit seinem kleinen Video nun aber, dass das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht ist. Denn das Video hier drunter sind nicht irgendwelche Filmaufnahmen, in die man ein bisschen CGI reingeklatscht hat – das komplette Video stammt aus der Büchse:

Introducing Rebirth, a real-time cinematic produced by Quixel, harnessing the power of Unreal Engine and real-world scans from the Megascans Icelandic collection. With photorealistic results rivaling traditional offline renderers, Rebirth represents a new way of crafting computer graphics.

Set in the beautiful, other-worldly landscapes of Iceland, Rebirth brought together a team from VFX, games and ArchViz to produce a cinematic asking existential questions of machine/human hybrids.

Kann man eigentlich kaum glauben oder?

Es wirkt recht absurd, wenn ich schreibe, dass das nachfolgende Video schon 25 Jahre auf dem Buckel hat und das eigentlich 1994 ist – also ein Jahr, in dem ich das Leben schon mehr oder weniger im vollen Bewusstsein erlebt hab. Zumindest war ich auf der Welt und konnte absichtlich in eine Richtung laufen, viel mehr Erinnerungen an das Jahr hab ich aber auch nicht. Dennoch klingt es so, als sei das schon eine Ewigkeit her und 25 Jahre sind ja auch ein bisschen was. Was ich damit sagen will: scheiße, ich bin alt.

Viel schlimmer als das ist aber die schauspielerische Leistung nahezu aller Protagonisten im Film – man ist ja fast gewillt, im Vergleich die Leistung der hiesigen Soap-Schauspieler mit einem Oscar zu würdigen. Weniger schlecht und beinahe schon beeindruckend hingegen ist die Vision, die man damals schon zum Thema Car-Sharing und mobile Navigation hatte. Nicht ganz so, wie wir es heute nutzen, aber erstaunlich nah dran:

Am Beispiel eines verliebten Paares demonstriert dieser Industriefilm von 1994 die Visionen der Industrie zu Carsharing, Elektromobilität, Smartphone-Nutzung und Navigation im Auto. 25 Jahre später ist es etwas ernüchternd festzustellen, wie wenig von diesen Visionen tatsächlich von deutschen Unternehmen dann in die Praxis umgesetzt wurde. Denn viele der hier präsentierten Anwendungen sind tatsächlich vollkommen in unseren Alltag eingeflossen, sind jedoch weitestgehend von US-amerikanischen Playern entwickelt und kommerzialisiert worden, allen voran von Google (Google Maps, Android) und Apple (iPhone).

Tatsächlich schon irgendwie verrückt, dass trotz der Vision so gut wie kein deutsches Unternehmen in diesen Bereichen Fuß gefasst hat.

Mein Vater hat es geschafft! Nach unzähligen Jahren hat er mal wieder ein Modell fertig gebaut. Bereits im letzten Jahr haben wir ihm für sein Rentner-Dasein eine kleine Beschäftigung zum Geburtstag geschenkt in Form eines Modellbausatzes eines Schleppers aus dem Hamburger Hafen. Nicht all zu schwer (so ein Segelschiff ist ja dann gerade bei der Takelage recht fummelig und mit seinen dicken Pranken fast schon ein Ding der Unmöglichkeit), aber schon so, dass man da durchaus zwei bis drei Wochen zu tun hat.

Fairerweise muss man sagen: das hat er noch nicht fertig gestellt, aber immerhin schon mal alle Teile zusammen, die man für den Zusammenbau braucht – wir Dödels haben eine Brille vergessen, damit er auch die kleinen Frickelteile gut sehen kann. Dafür aber immerhin alle Farben organisiert. Und so dödelig wir waren, so fuchsig waren wir auch und dachten uns schon, dass er damit Schwierigkeiten hat, gerade weil die Übung fehlt.

Also gab es zu Weihnachten noch eine Nummer einfacher: ein Buddelschiff von LEGO (Partnerlink). Und genau das hat er mittlerweile fertig, sodass ich nicht nur neidisch bin, sondern auch stolz. Ich weiß ja selbst, wie anstrengend selbst das sein kann, habe ja vor zwei oder drei Jahren mal einen Mini aus LEGO (Partnerlink) bekommen und den auch in einem Rutsch inkl. Krämpfe im Bein zusammengebaut.

Und wer weiß, wenn er das eigentliche Modell fertig hat, kommt die nächste Stufe. Mit dem Ride of Blades von Shadow Elenter, quasi als Mischung aus beidem – denn das ist zwar auch aus LEGO, aber eben doch recht komplex. Dafür bewegt es sich allein und bestimmt nicht nur cool beim Zusammenbau, sondern auch beim Zuschauen:

It looks like a pure torture device, and it’s ment to, but in reality all mechanical hazards on this thrill ride are designed to stop, or fold out of the way JUST in time!

Would you ride it?

This thing is HUGE! As usual I wanted to go technic figure scale, but I literally ran out of black pins and lift arms longer that 7L!
I used 14 power functions motors to power everything and 4 SBricks to control it all.
Everything is automated with SBrick sequences to make the cart go round and to stop all contraptions JUST in time.

I didn’t make a complete build plan because that would take forever, but I can imagine someone that has more lego than me could make an EPIC haunted mansion ride for mini-figs with this track system. With that in mind I made a 3D file of the most basic loop that can be expanded by lengthening the conveyor belt and mirroring the entry side of a given segment to make either a left or right turn, the rest is up to the builder.

Ein paar mehr Bilder sowie Infos zu den verwendeten Teilen gibt es hier.

Phishing ist vermutlich schon seit dem Beginn des Internets ein Problem und selbst ich kann mich nicht davon freisprechen, nicht auch schon auf so eine Nummer reingefallen zu sein. Das ist schon ein paar Jahre her und sah wie folgt aus:

Einer meiner Kontakte – ein Agenturmensch – hatte mir eine Mail geschickt, ich glaube mit einem Briefing oder ähnliches. Die Mail war tatsächlich vom Account, lediglich der Anhang war etwas komisch. Aber wie das bei Agenturen so ist, da kocht auch jeder sein eigenes Süppchen, also hab ich draufgeklickt, mich mit meinen E-Mail-Daten angemeldet und schon ist es geschehen.

Nur wenige Sekunden später flog nämlich gleiche Mail von meinem Account an alle meine Kontakte … Und das war tatsächlich eine der raffiniertesten Phishing-Mails, die ich bisher gesehen hab. Eben weil sie von eigentlich vertrauenswürdigen Kontakten versendet wurde.

Es gibt natürlich auch weitaus schlechtere Versuche, die man sofort erkennt – aber eben auch ein paar, die sogar noch besser sind. Dennoch: mit etwas Übung kann man den Großteil erkennen. Und damit man in Übung bleibt, gibt es ein kleines Quiz von Google, dass nicht nur auf das Problem aufmerksam machen soll, sondern eben auch ganz gut zeigt, worauf man besser achtet:

Quiz: Kannst du Phishing erkennen? | Nerd-Kram | Was is hier eigentlich los?

Quiz: Kannst du Phishing erkennen? | Nerd-Kram | Was is hier eigentlich los?

Ändert natürlich nichts daran, dass wir alle im Netz nicht zu 100% sicher sind. Aber sofern man etwas tun kann, um die eigene Sicherheit und die der anderen zu erhöhen, sollte man das auch machen. Und sei es nur ein kleines Quiz.

Spätestens seit dem ersten Iron Man-Film war klar: die Zahl der Leute, die sich ein Roboterkostüm basteln wollen, wird radikal ansteigen. Dabei waren natürlich auch Robocop oder de Transformers maßgeblich entscheidend, aber Iron Man war halt genau die Figur, die quasi zeigte, dass es funktioniert und dass es unfassbar cool sein kann. Bau dir ein Roboter-Kostüm, werd unfassbar reich und schon bist du der Held vom Erdbeerfeld (auch wenn klar ist, dass da noch jede Menge Tony Stark bzw. Robert Downey Jr. dazu gehören – die Grenzen sind bei den beiden ja fließend).

Ich bezweifel zwar, dass das auch die Intention von dem Typen im nachfolgenden Video ist, nichtsdestotrotz besteht aber sein Hobby darin, genau solch ein Roboter-Kostüm zu basteln. Nur dass er dafür einfache Haushaltsgegenstände nimmt und die Dinger trotzdem unfassbar aufwändig und cool aussehen:

A Brooklyn man has a strange hobby of creating life size robots out of trash.

Ein paar weitere seiner Entwürfe gibt es an dieser Stelle. Würde mich nicht wundern, wenn zeitnah die Realität die Iron Man-Filme einholt.

Endlich wird der 13.11. in die Geschichte eingehen. Also eigentlich ist er das schon als Tag der Nettigkeit und bestimmt sind auch irgendwelche berühmten Menschen an diesem Tag geboren bzw. gestorben, aber was diesen Tag so richtig besonders macht, hat mindestens 2018 Jahre gebraucht, um zu Reifen und in seiner vollen Pracht in diesem Jahr das Licht der Welt zu erblicken. Denn heute ist …

Tag der Blogroll

Die Blogroll an sich gibt es schon länger als die Menschheit und ist die perfekte Anlaufstelle, um neue Blogs zu finden. Gut, dafür könnte man auch irgendwelche ominösen Netzwerke durchforsten, lässt die ersten 100 Werbeblogs dabei außer Acht und findet dann vielleicht die eine oder andere Perle. Der Vorteil bei der Blogroll ist aber, dass sie mehr oder weniger kuratiert ist. Gefällt einem ein Blog und die Postings darauf, kann man auch relativ gefahrlos davon ausgehen, dass all die Blogs in der Blogroll – die idealerweise von dem Menschen hinter dem Blog auch gelesen werden – empfehlenswert sind.

Aber die Blogroll hat es nicht einfach, denn die Blogosphäre ist im ständigen Wandel und ehe man sich versieht, ist die Hälfte der Blogroll auch schon wieder tot oder inaktiv. So eine Blogroll will halt auch gepflegt und gehegt werden, nur zählt eben das auch gern mal zu den Dingen, die man definitiv macht – nur halt später.

Doch am Tag der Blogroll ist der perfekte Tag gekommen und so hab neben vielen anderen auch ich meine Blogroll mal aktualisiert, all die toten und inaktiven Blogs rausgeschmissen und die neu hinzugekommenen aufgenommen. Denn meine Blogroll ist tatsächlich ein Spiegel meines Feedreaders – jede einzelne Seite wird mindestens einmal am Tag gecheckt (wenn auch nicht immer durch einen direkten Besuch). Außerdem gibt es sie jetzt nicht mehr nur im Footer, sondern auch im Header – woohoo.

Wer also fast so coolen Content wie auf wihel.de lesen will, klickt sich einfach mal durch meine Blogroll. Und wer wissen will, wie ich das zusammengebaut hab, passt jetzt auf.

Beispiel-Code

Beispielcode ohne inline-Styling

Beispiel-Code visualisiert

Heute ist #TagDerBlogroll! | Nerd-Kram | Was is hier eigentlich los?

Bedeutet also schlussendlich, dass man diesen kleinen Service von WordPress nutzt, dort die Blog-URL hinten dranklatscht und das ganze dann als fremd-gehostetes Bild einbindet. Alles andere ist eine normale Verlinkung plus ein bisschen inline-Styling. Also wirklich super simpel, sieht aber meiner Meinung nach bei 95% der Seiten-Verlinkungen cool aus. Und ist somit zum Nachmachen empfohlen.

Wer darüber hinaus auch noch andere Blogrolls finden will, schaut einfach mal hier bei wirliebenblogs.de vorbei – dort sammeln wir alle Teilnehmer bzw. die jeweils erwähnten Blogrolls.

Denn auch am 13.11. eines Jahres gilt: Make blogs great again!

]]>
https://www.wihel.de/heute-ist-tagderblogroll/feed/ 5
Kann man Internet einfach durch Wasser übertragen? https://www.wihel.de/kann-man-internet-einfach-durch-wasser-uebertragen/ https://www.wihel.de/kann-man-internet-einfach-durch-wasser-uebertragen/#comments Mon, 05 Nov 2018 11:19:30 +0000 https://www.wihel.de/?p=93204 Kann man Internet einfach durch Wasser übertragen? | Nerd-Kram | Was is hier eigentlich los?

Das Verrückte ist ja, dass wir zu einem Teil der größten Dienste in diesem Internet durch ein riesiges Kabel im Meer verbunden sind. In Zeiten von Wlan und Co. eigentlich schon fast albern, schließlich sind die kabelgebundenen Verbindungen beinahe schon aus der Steinzeit (wobei ich sie immer noch bevorzuge, weil nach wie vor am stabilsten). Und überhaupt, das alles nur über ein dickes Kabel, dass da lediglich im Wasser rumschwimmt … auf mich wirkt das nicht gerade wie die Zukunft.

Warum also nicht einfach das Kabel mal Kabel sein lassen und das Internet einfach direkt durchs Wasser schicken – davon haben wir ja genug.

Genau das hat The Action Lab in einem kleinen Versuch mal getestet und – da greif ich einfach mal dem Ergebnis vorweg – kam zu einem überraschenden Ergebnis, denn es funktioniert tatsächlich:

In this video I test whether or not it is possible to stream the internet through water instead of using cables! I splice my internet coaxial cable and connect them to some water to see if the internet can go through water!

Ok, geil ist anders. Hätte aber eher damit gerechnet, dass einfach gar nichts passiert.

Vor ein paar Wochen war es mal wieder soweit – ich hatte tatsächlich Langeweile. Das kommt eigentlich viel zu selten vor und ist extrem schade, schließlich braucht es Langeweile für Kreativität und bei einem vollgepackten Tag bleibt nicht viel Platz, weder für Langeweile, noch für Kreativität.

Und so schnappte ich mir mein iPhone und begann Beholder zu spielen, dass ein ziemlich cooles Szenario mit sich bringt: man selbst fängt als Hausmeister in einem Wohnhaus an und muss neben den üblichen Tätigkeiten seine Mitmieter ausspionieren – denn wir leben in einem totalitären Staat. Dabei gilt es gezielt über Gespräche Geheimnisse zu entlocken, Überwachungskameras anzubringen und die Habseligkeiten zu durchsuchen. Sehr viel Zeit hab ich da nicht reingesteckt, aber die paar Minuten/Stunden haben durchaus Spaß gebracht.

So artähnlich verhält es sich auch mit Do Not Feed the Monkeys, denn auch hier gilt es, Menschen auszuspionieren. Sei es nun mittels Recherche im Netz oder durch gezielte Anwendung von Chat und E-Mail – je mehr man über die Leute weiß, umso besser. Denn am Ende geht es darum, ob man sie an die Justiz ausliefert, sabotiert oder schlichtweg erpresst:

Now that you’ve been accepted by “The Primate Observation Club” you can invade the privacy of dozens of strangers and witness their most intimate moments while you make your living. Progress in the Club and don’t forget its number one rule: do not interact with the spied specimens. “Do Not Feed The Monkeys”.

Browse social networks, wikis, websites, newspapers, online stores… and use chat and email tools. Once you’ve got information about the spied people… will you intercede in the name of justice, will you sabotage their dreams, or will you sit idly by while the world burns?

So moralisch fragwürdig das Spielprinzip auch ist, allein aufgrund von meiner Beholder-Erfahrung wird auch diesem Spiel ein bisschen Zeit freigeschaufelt. Natürlich nur zu Recherchezwecken und nicht aufgrund meines verkommenen Charakters.

Wer es gern ausprobieren möchte, wird bei Steam direkt fündig.

Bei Snake werden direkt Erinnerung an meine Kindheit wach. Damals, als es noch gar nicht darum ging, welches Smartphone die neuesten Funktionen oder meisten Megapixel bot, denn Smartphones gab es schlichtweg einfach nicht. Wir hatten stattdessen Handys mit Zwei-Farben-Displays, die nicht viel mehr konnten als Telefonieren und SMS schreiben (damals noch für 19 Cent pro SMS – ein Wahnsinn) – und eben Snake.

Wenn es dann mal wieder zu Oma ging und in Sachen Freizeitbeschäftigung so gar nichts lief, war Snake auf dem alten Nokia 5110 der ultimative Rettungsanker um dem Langeweile-Tod noch von der Schippe zu springen. Und das war kein Problem, denn so ein Nokia hielt mit vollem Akku locker ein paar Tage durch.

Das Ziel dabei natürlich immer: das perfekte Spiel. Die Schlange füllt den kompletten Bildschirm. Hab ich nie erreicht, dafür andere in den letzten Jahren. Insofern ist das, was RobotJesus420 geschafft hat, nicht der neue, geile Shit – für mich aber dennoch immer wieder beeindruckend:

This is my current personal best time to beat Snake on a 20×20 field playing at http://patorjk.com/games/snake/ — check out https://www.twitch.tv/robotjesus420 for more

Wer das auch gern nachmachen möchte, kann direkt die gleiche Version nehmen, denn die gibt es ohne Umwege hier.

]]>
https://www.wihel.de/ein-perfektes-snake-spiel/feed/ 1
Der Mann, der CTRL + ALT + ENTF erfunden hat https://www.wihel.de/der-mann-der-ctrl-alt-entf-erfunden-hat/ https://www.wihel.de/der-mann-der-ctrl-alt-entf-erfunden-hat/#comments Tue, 16 Oct 2018 10:19:45 +0000 https://www.wihel.de/?p=92969 Der Mann, der CTRL + ALT + ENTF erfunden hat | Nerd-Kram | Was is hier eigentlich los?

Eine der wohl am häufigsten genutzten Tastenkombinationen – zumindest auf Windows-Rechnern – ist wohl CTRL + ALT + ENTF. Die von meinem Vater so betitelte Affenkralle (keine Ahnung, ob das jemals ein offizieller Name dafür war) war zumindest zu meiner aktiven Windows-Zeit ein nicht selten genutzter Retter, wenn so gar nichts mehr ging. Kann daran liegen, dass ich damals von Rechnern nicht wirklich viel Ahnung, dafür den Maschinen aber einiges abverlangt hatte, könnte aber auch daran liegen, dass ich Windows mittlerweile sehr schlimm finde. So schlimm, dass ich sogar meine Arbeitsgeberwahl mittlerweile davon abhängig machen würde – niemand mag Windows (und trotzdem nutzen es alle).

Warum aber genau ist es nun CTRL + ALT + ENTF geworden und nicht zum Beispiel eine einzelne Reset-Taste (was die Nummer eigentlich erst so richtig witzig machen würde – ein Hochleistungsrechner, der aber zwingend einen Reset-Button braucht)?

Die Erklärung dafür ist so simpel wie einleuchtend und kommt direkt vom Erfinder David Bradley:

We’ve only got one life to live, but thanks to three simple keystrokes, at least we can restart our PCs! This is the story of how one clever man created Control-Alt-Delete: a relatively tiny engineering tweak that changed IBM computers, and mortal existence as we know it.

Schöner wäre natürlich, wenn man so eine Tastenkombination gar nicht brauchen würde – aber immerhin steckt dahinter wenigstens noch ein bisschen Hirnschmalz. Ein Hoch auf die Affenkralle!

Ganz besonders, wenn man das auch noch mit einem Held aus der eigenen Kindheit verbindet: Michael Knights Compagnon K.I.T.T. Kennt eigentlich jeder, der mit den guten, alten Serien aufgewachsen ist – außerdem dürfte es die Paraderolle von David Hasselhoff überhaupt gewesen sein (Baywatch kam ja danach).

thewdarren hat genau das nun gemacht und das sieht einfach nur fantastisch aus – gerade eben auch wegen der von mir stets geschätzten Liebe zum Detail:

Hab ich nicht neulich erst erwähnt, dass ich viel mehr Freizeit brauche? Und LEGO-Steine. Jede Menge LEGO-Steine. Mehr Bilder von thewdarren gibt es an dieser Stelle – reinschauen lohnt sich, nicht nur wegen dem Delorean.