Nerd-Kram – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Wed, 27 Nov 2019 07:22:54 +0100 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.3 Wie man „Two Point Hospital“ auch spielen kann – aber nicht sollte https://www.wihel.de/wie-man-two-point-hospital-auch-spielen-kann-aber-nicht-sollte/ https://www.wihel.de/wie-man-two-point-hospital-auch-spielen-kann-aber-nicht-sollte/#comments Thu, 28 Nov 2019 07:15:10 +0000 https://www.wihel.de/?p=99001 Wie man „Two Point Hospital“ auch spielen kann – aber nicht sollte | Nerd-Kram | Was is hier eigentlich los?

Diesen Hype um Let’s Plays hab ich bis heute nicht verstanden. Ich mein, ich kann ja verstehen, dass man durchaus mal schauen möchte, wie andere diverse Situationen gelöst haben, gerade wenn man selbst nicht weiter kommt. Ebenso kann ich nachvollziehen, dass man sich auch mal Inspiration holen möchte, wenn man selbst komplett auf dem Schlauch steht und so gar keinen Plan hat – aber was mittlerweile für eine wahnsinnige Industrie bei/mit/durch Let’s Plays entstanden ist … unfassbar.

Dennoch, auch ich schau hin und wieder mal eines der Videos, wenn es zum Beispiel um ein Spiel geht, dass ich selbst spiele oder zumindest gespielt habe. Two Point Hospital zum Beispiel, kam irgendwann letztes oder vorletztes Jahr raus und hat das alt ehrwürdige Theme Hospital wenigstens ein bisschen ersetzen können.

Langfristig konnte mich das Spiel allerdings nicht fesseln, was vermutlich vor allem an den dann doch zu unrealistischen Krankheiten, Behandlungsmethoden und sonstigen Abgedrehtheiten liegen mag.

Vielleicht hab ich das Spiel aber auch einfach nur zu richtig gespielt. Josh von Let’s Game It Out geht da andere, unkonventionellere Wege und zeigt ganz nebenbei, dass so ein Krankenhaus gar nicht mal erfolgreich sein muss, um erfolgreich zu sein:

Just put the janitor in charge. It worked in Good Will Hunting. No, wait… no, no it didn’t. Don’t do that!

Immerhin dieser Aspekt ist sehr nahe an der realen Welt dran.

Man muss ehrlich zugeben: das, was Apple in den letzten Monaten in Sachen Software abgeliefert hat – das war schon alles sehr weit weg von perfekt. Was ja an sich auch nicht schlimm wäre, schließlich ist niemand und keine Firma perfekt. Aber die schiere Flut an Bugs und Updates allein in den letzten Wochen, das kennt man so eigentlich nicht von der Firma aus Cupertino.

Auch nicht von Microsoft, wobei gerade die häufiger für Software-Stücke stehen, die viel können, nur nicht richtig funktionieren. Ich erinner mich jedenfalls noch gut an die Zeiten, in denen man seine Festplatte regelmäßig defragmentieren musste und es eine gute Idee war, alle paar Monate den Rechner neu aufzusetzen, weil das System völlig hinüber war.

Und auch in Sachen Sounds hat sich Microsoft besonders in der Vergangenheit nicht gerade mit Ruhm bekleckert – dass ganze Generationen nicht an dauerhaften Hörschäden leiden, grenzt an ein Wunder:

Immerhin haben sie dann auch irgendwann gemerkt, dass Weniger manchmal Mehr ist. Abschließend sei noch gesagt: Das Leben im Apple-Universum ist in den letzten Monaten nicht einfacher geworden – bis zu einer Rückkehr in Richtung Windows / ein Wechsel zu Android ist es aber noch ein weiter Weg.

Das Spiel Cities Skylines hab ich auch mal vor Ewigkeiten auf Steam gekauft – vermutlich mal wieder in einem dieser Anflüge, in denen ich maximal Bock auf Sim City hatte und einfach nur vor mich hindaddeln wollte, ohne irgendwelche stressigen Ziele erfüllen zu müssen.

Ich weiß aber noch, dass der Spiel-Spaß recht früh beendet war bzw. gar nicht erst aufkam, denn die Steam-Variante startete zwar, aber der Bildschirm blieb schwarz. Lediglich die Menü-Musik war zu hören – und die Foren gaben nicht wirklich eine hilfreiche Lösung preis.

Also direkt wieder deinstalliert, geärgert, dass man dafür Geld ausgegeben hat und einfach was anderes gedaddelt oder gemacht. Und das war es dann auch schon mit meiner Karriere bei Cities Skylines.

Vielleicht setz ich mich da aber doch noch mal ran, mittlerweile gab es ja nicht nur das eine oder andere Update – auch das folgende Video macht direkt wieder Lust, selbst eigene Städte zu planen und zu bauen. Besonders wenn es nur ein paar geschickte und logische Handgriffe braucht, um scheinbar unlösbare Probleme zu lösen.

Denn genau das gibt es bei Biffa Plays Indie Games zu sehen und ist mehr als faszinierend:

Beautiful, fully roundaboutified City…with Broken Traffic! Enjoy :-)

Wenn sich doch reale Verkehrsprobleme so einfach lösen lassen würden: Hamburg hätte es nötig, ist die Stadt doch mittlerweile nur noch eine einzige Baustelle …

Hatten wir neulich noch die meistgenutzten Messenger inklusive jeder Menge Nostalgie-Gefühl, präsentiert Data is Beautiful bereits den nächsten Vergleich im Verlauf der Zeit: die meistgenutzten Smartphone-Browser der letzten 9 Jahre.

Und das ist irgendwie spannend, aber auch nicht, denn durch die Fragmentierung des Android-Marktes liegt es eigentlich auf der Hand, dass da der eine oder andere Browser mehr auftaucht, während ich auf iOS eigentlich immer nur den Safari benutze, was vor allem daran liegt, dass der hart ins System integriert ist – den zu ersetzen ist gar nicht so einfach, genauso wie die Mail-App, die aber bei mir seit iOS 13 ziemlich rumnervt.

Am Rechner selbst sieht das zeitweise ein bisschen anders aus, denn alle paar Monate probier ich mich mal wieder durch die gängigen Browser – aber eigentlich auch nur, um dann wieder bei Chrome zu landen, weil is halt einfach der Schnellste. Doof nur, dass der auch so RAM-hungrig ist …

Timeline of mobile browsers worldwide market share from 2010 to nowadays. Includes both smartphones and feature phones. Data from Chinese mobile users is not included.

Und wenn wir schon von Desktop sprechen, warum dann nicht auch einfach hier einen Blick in die Vergangenheit wagen? Der reicht sogar bis ins Jahr 1996:

I have updated this chart with the recent data. Also there’re statistical adjustments to Opera, Firefox and Safari numbers thanks to the additional data sources. This should reflect browsers market share with much better accuracy than my previous video. Timeline of worldwide desktop web browsers popularity from 1996 to 2019.

Ich glaube, es war kurz ein Thema in einem der Podcasts, die ich wöchentliche höre: Die Telefonnummer aus der Kindheit. Angeblich gibt es viele Leute, die diese noch immer auswendig können – ich gehöre nicht dazu.

Was ich aber noch immer im Kopf habe: Meine damalige ICQ-Nummer. Womit wir beim eigentlichen Thema wären: Messenger. ICQ gehörte vor ein paar Jahren noch zum ultimativen Standard und zu meiner Zeit ging es eigentlich nur darum, ob jemand ICQ oder den MSN Messenger nutzt.

Ein kurzer Blick zeigt: Letzterer ist mittlerweile tot, aber ICQ scheint es wohl immer noch zu geben. Keine Ahnung, wer den in Zeiten von WhatsApp, Facebook und Co. noch benutzt, aber früher war es halt DAS Ding. Das ikonische Ah-Oh bei jeder neuen Nachricht konnte man noch Kilometer weit gegen den Wind hören, ebenso legendär sind die Fake-Nachrichten, die man bekam, um diese verdammte Blume einzufärben. Irgendwann bin ich dann auf Trillian umgestiegen, weil sich dort mehrere Messenger in einem zusammenführen ließen – gibt es scheinbar auch immer noch.

Warum also nicht mal einen Blick auf die Entwicklung der Messenger von 1997 bis 2019 werfen? Klar ist, was heutzutage genutzt wird, aber so ein kleiner nostalgischer Blick ist ja nie verkehrt:

Timeline history of the world most popular instant messenger apps (desktop software in early years) starting 1997 up to 2019. Measured by number of monthly active users worldwide.

Und was zur Hölle ist QQ?

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Die Partei schmeißt den AfD-Blocker unters Volk – online UND offline https://www.wihel.de/die-partei-schmeisst-den-afd-blocker-unters-volk-online-und-offline/ https://www.wihel.de/die-partei-schmeisst-den-afd-blocker-unters-volk-online-und-offline/#comments Wed, 15 May 2019 06:04:35 +0000 https://www.wihel.de/?p=95887 Die Partei schmeißt den AfD-Blocker unters Volk – online UND offline | Nerd-Kram | Was is hier eigentlich los?

Eigentlich find ich ja nahezu alles gut, was die Partei Die Partei so auf die Beine stellt, gerade weil sie scheinbar die letzte Partei ist, die sich – wenn es drauf ankommt – nicht wie der letzte Idiot verhält. Da steht zwar groß und fett Satire drauf, klammheimlich steckt aber auch Intelligenz drin und das kann man vom Rest nun mal leider nicht behaupten.

Es wär aber auch langweilig, wenn das immer so wäre. Von daher könnte man schon fast von Glück sprechen, dass die neueste Aktion nicht bedenkenlos von mir auf Zustimmung trifft: der AfD-Blocker. Der blockiert – wie das Pendant aus der Werbeindustrie – AfD-Inhalte im Netz und hilft so all denen, die keinen Bock auf die geistigen Ergüsse der Nazis haben, was ich durchaus verstehen kann.

Auf der anderen Seite hilft es halt einfach nicht, wenn man wegsieht – die scheiße ist ja trotzdem da und je länger man sie ignoriert, umso kräftiger fängt sie an zu stinken. Außerdem bin ich nicht sicher, wie das rechtlich aussieht, wenn eine Partei ein Werkzeug zur Verfügung stellt, um die Inhalte einer anderen Partei mehr oder weniger zu entfernen. Ich mein, wir leben ja in einem Land, in dem man sogar auf die Fresse bekommt, wenn man diese unsäglichen Wahlplakate entfernt.

Wer Bock drauf hat, geht einfach zu afdblocker.de (wofür man tatsächlich gern eine eigene Seite hätte basteln können, statt einfach nur weiterzuleiten).

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Die letzte Telefonzelle wurde abgerissen https://www.wihel.de/die-letzte-telefonzelle-wurde-abgerissen/ https://www.wihel.de/die-letzte-telefonzelle-wurde-abgerissen/#comments Tue, 30 Apr 2019 06:16:00 +0000 https://www.wihel.de/?p=95727 Die letzte Telefonzelle wurde abgerissen | Zeitgeschichte | Was is hier eigentlich los?

Was ja die Wenigsten kaum wissen und sich gar nicht mehr vorstellen können: es gab nicht immer Handys und Smartphones. Stattdessen mussten wir uns verabreden, wenn wir uns das letzte Mal gesehen haben und uns einfach darauf verlassen, dass dem anderen nichts dazwischen kam. Auch Treffpunkte hatten so ihre Tücken, denn die Wege dorthin wollten ebenfalls vorher herausgesucht werden – oder man traf sich einfach an Orten, die man schon kannte.

Und wollte man doch irgendwie kommunizieren, suchte man Telefonzellen auf – vorausgesetzt man hatte eine Telefonkarte. Ich hab das Ding das letzte Mal benutzt, da bin ich noch zur Schule gegangen und selbst damals hat sich das schon irgendwie ziemlich awkward angefühlt. In ein Häuschen stellen und telefonieren, während das Leben an einem draußen vorbeizog, völlig verrückt.

Vor ein paar Tagen nun wurde die letzte Telefonzelle abgebaut und anlässlich dessen hat die Telekom direkt mal ein Video gemacht. Ein recht schlechtes zwar, aber deren Kompetenzen liegen ja auch eher woanders und überhaupt geht es hier eher um den historischen Moment als um die Inszenierung an sich:

Im wunderschönen St. Bartholomä am Königssee stand das letzte gelbe Telefonhäuschen Deutschlands. Doch nun musste es weichen. Wir haben es auf seiner letzten Fahrt begleitet: bei strahlendem Wetter über den klaren See. Denn St. Bartholomä ist nur per Wasserweg zu erreichen.

Was ich selbst aber gar nicht wusste: das heißt eigentlich gar nicht Telefonzelle, sondern Telefonhäuschen – Zellen sind festgemauerte Dinger in Hotels und Postämtern. Nur, falls der Jauch mal wieder fragen sollte.

Meine letzte Partie Street Fighter ist vermutlich nicht nur gefühlt mehr als 20 Jahre her. Damals war an Konsolen noch gar nicht zu denken, zumindest nicht bei meinen Eltern, was rückblickend betrachtet gar nicht so verkehrt war – mein Cousin und meine Cousine hatten nämlich eine. Er macht mittlerweile irgendwelche Nazi-Sachen, sie vergnügt sich wohl damit, jeden Morgen in einen Eimer Farbe zu fallen. Weiß ich aber ehrlich gesagt auch nicht so genau, der Kontakt ist eher fragil bis gar nicht vorhanden. Nazi-Zeug schreckt halt ab.

Zurück zum Thema: Street Fighter hat aber auch schnell an Faszination verloren, denn gerade bei der Reihe läuft man schnell Gefahr, bei entsprechendem Rhythmus keine Chance mehr zu haben. Was ich damit meine, sieht man auch im nachfolgenden Video, wobei man hier noch ein oder zwei Dinge lernen kann:

Als Mirror Match bezeichnet man eine Partie, bei dem der gleiche Kämpfer benutzt wird. Und hat ja auch keiner ahnen können, dass man das auch noch bei der Spielweise so dermaßen wortwörtlich nehmen kann:

Beeindruckend ja – aber so gesehen haben beide verloren.

Ich weiß gar nicht mehr, was ich am Wochenende kurz gedaddelt hab, aber Line meinte dann recht überraschend, dass die Grafik ja schon ziemlich krass sei. Rief bei mir zunächst Verwunderung hervor, weil ich das Spiel schon eine ganze Weile spielte (also über mehrere Wochen hinweg), aber auch ein bisschen stolz – schließlich hab ich es ja ausgesucht und entschieden, damit meine Lebenszeit zu verschwenden.

Aber es hat mir auch gezeigt, wie normal mittlerweile der Qualitätsgrad der Grafik für uns geworden ist und das ist eigentlich sehr schade, sahen die Spiele doch vor ein paar Jahren noch deutlich verpixelter und einfach unechter aus (und wir fanden es früher trotzdem total geil, weil’s halt das Beste war, was wir aktuell hatten).

Quixel zeigt mit seinem kleinen Video nun aber, dass das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht ist. Denn das Video hier drunter sind nicht irgendwelche Filmaufnahmen, in die man ein bisschen CGI reingeklatscht hat – das komplette Video stammt aus der Büchse:

Introducing Rebirth, a real-time cinematic produced by Quixel, harnessing the power of Unreal Engine and real-world scans from the Megascans Icelandic collection. With photorealistic results rivaling traditional offline renderers, Rebirth represents a new way of crafting computer graphics.

Set in the beautiful, other-worldly landscapes of Iceland, Rebirth brought together a team from VFX, games and ArchViz to produce a cinematic asking existential questions of machine/human hybrids.

Kann man eigentlich kaum glauben oder?

Es wirkt recht absurd, wenn ich schreibe, dass das nachfolgende Video schon 25 Jahre auf dem Buckel hat und das eigentlich 1994 ist – also ein Jahr, in dem ich das Leben schon mehr oder weniger im vollen Bewusstsein erlebt hab. Zumindest war ich auf der Welt und konnte absichtlich in eine Richtung laufen, viel mehr Erinnerungen an das Jahr hab ich aber auch nicht. Dennoch klingt es so, als sei das schon eine Ewigkeit her und 25 Jahre sind ja auch ein bisschen was. Was ich damit sagen will: scheiße, ich bin alt.

Viel schlimmer als das ist aber die schauspielerische Leistung nahezu aller Protagonisten im Film – man ist ja fast gewillt, im Vergleich die Leistung der hiesigen Soap-Schauspieler mit einem Oscar zu würdigen. Weniger schlecht und beinahe schon beeindruckend hingegen ist die Vision, die man damals schon zum Thema Car-Sharing und mobile Navigation hatte. Nicht ganz so, wie wir es heute nutzen, aber erstaunlich nah dran:

Am Beispiel eines verliebten Paares demonstriert dieser Industriefilm von 1994 die Visionen der Industrie zu Carsharing, Elektromobilität, Smartphone-Nutzung und Navigation im Auto. 25 Jahre später ist es etwas ernüchternd festzustellen, wie wenig von diesen Visionen tatsächlich von deutschen Unternehmen dann in die Praxis umgesetzt wurde. Denn viele der hier präsentierten Anwendungen sind tatsächlich vollkommen in unseren Alltag eingeflossen, sind jedoch weitestgehend von US-amerikanischen Playern entwickelt und kommerzialisiert worden, allen voran von Google (Google Maps, Android) und Apple (iPhone).

Tatsächlich schon irgendwie verrückt, dass trotz der Vision so gut wie kein deutsches Unternehmen in diesen Bereichen Fuß gefasst hat.