Kolumne – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Wed, 08 Aug 2018 06:57:09 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.2 https://www.wihel.de/wp-content/uploads/2017/01/cropped-fiete_blau-2-72x72.png Kolumne – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de 32 32 Und deswegen sind Blogs eben doch geil - Gedankentüdelüt (109) https://www.wihel.de/und-deswegen-sind-blogs-eben-doch-geil-gedankentuedeluet-109/ https://www.wihel.de/und-deswegen-sind-blogs-eben-doch-geil-gedankentuedeluet-109/#comments Wed, 17 Oct 2018 18:09:34 +0000 https://www.wihel.de/?p=92992 Und deswegen sind Blogs eben doch geil - Gedankentüdelüt (109) | Kolumne | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Ich will gar nicht schon wieder damit anfangen, dass Blogs ja schon seit Jahren als Tod gelten, denn damit verhält es sich genauso wie mit den Prognosen zum Sterben von Facebook, die seit Jahren rumgeistern. Wir alle kennen das Ergebnis: Facebook ist immer noch da, genauso wie Blogs – nur die goldenen Zeiten sind schlichtweg vorbei. Vermutlich ist das einfach der Lauf der Dinge und das Normalste von der Welt, nur eben für diejenigen nicht, die direkt drin stecken.

Vor ein paar Tagen hat sich aber mal wieder gezeigt, warum Blogs eben nicht sterben und vielleicht auch niemals sterben können – sie sind unabhängig. Zumindest zum Teil, denn auch so ein Blog will in irgendeiner Form bezahlt werden, mindestens das Hosting ist in den seltensten Fällen kostenlos – von der investierten Zeit will ich gar nicht erst reden.

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Denn vor ein paar Tagen kam mehr oder weniger überraschend die Ankündigung von Google: Google Plus wird eingestellt. Ob nun wirklich wegen irgendeinem Datenleck oder weil man schlichtweg den Anschluss verpasst hat und nicht mehr aufholen kann, sei mal dahingestellt – Fakt ist: Im nächsten August ist Schicht im Schacht. Im Grunde eigentlich auch so ein Tod, der schon vor Jahren prognostiziert wurde, nur war er hier wirklich absehbar, was vor allem daran lag, dass schlichtweg nichts brauchbares mit dem Netzwerk angestellt wurde. Einfach den Nutzern eine Kiste hinstellen und sagen „Macht mal“ funktioniert halt nur in den seltensten Fällen.

Tatsächlich aber bin ich darüber ein wenig traurig, denn ich hatte ja schon mal hier beschrieben, dass ich Google Plus zwar spät, aber dennoch für mich entdeckt hab und auch wenn die Story von damals kein Positivbeispiel ist, hat das eigentlich ganz okay funktioniert. Man könnte sogar behaupten, dass ich an allem schuld bin, denn ich hatte ähnliches auch mit Facebook gemacht. Damals hat aber der Dienst, den ich für den ganzen Spaß nutze, die Füße in die Richtung hochgerissen, weil Facebook die Schnittstellen hart reglementiert oder gar abgeschaltet hat. Blieb also noch Google Plus – was nun auch dicht macht. Insofern schon mal Entschuldigung an alle, war nicht meine Absicht.

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Ebenso hatte ich tatsächlich schon mit dem Gedanken gespielt, den Blog zurück zu fahren und da hin zu gehen, wo die Nutzer sind – sprich: den ganzen Spaß direkt in den sozialen Netzwerken zu veranstalten. Als Webseitenbetreiber hat man schließlich nur zwei Möglichkeiten: Content da hin bringen, wo die Nutzer sind – oder Nutzer zu sich holen. Und wir alle wissen, wie faul der Mensch ist. Warum sollte jemand sich die Mühe machen und eine Webseite ansurfen, wenn früher oder später von irgendwem anders der Content sowieso in den entsprechenden Dunstkreis gespült wird?

Mittlerweile bin ich ganz froh, dass ich diesen Weg nicht gegangen bin, denn die Schließung von Google Plus ist im Grunde das perfekte Argument für eigene Seiten: statt mit der Schließung sämtlichen Content und die eigene Community zu verlieren, kann man auf seiner eigenen Seite machen was man will. Die eher mehr als weniger vorhandenen Unabhängigkeit als Betreiber ist dermaßen ein Segen – da ist es eigentlich schade, dass einem das immer nur durch sowas bewusst wird. Gleichzeitig keine nervigen Algorithmen und schlichtweg die eigenen Spielregeln, sei es nun in Bezug auf die Art des Contents, die Darstellung oder schlichtweg den Inhalt.

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Ohnehin scheint die große Zeit der Netzwerke tatsächlich ein wenig vorbei zu sein, zumindest der grundsätzliche Hype hat stark abgenommen. Klar, die Nutzer strömen weiterhin zu Bewegtbild oder nur Bildern, also Youtube und Instagram – aber in Sachen Text und Kuration kommt es mir fast vor, als hätten wir den Kampf zwar nicht gewonnen, aber einfach nur durchhalten müssen, bis die Nutzer zur Besinnung kommen. Wieder etwas mehr weg von vorgegebenen Newsstreams, bevormundenden Algorithmen und der eigentlichen Datensammelwut, die den meisten sträflich am Arsch vorbei ging.

Das einzige Manko, dass ich tatsächlich sehe, sofern die Netzwerke wirklich immer mehr ins Hintertreffen raten: neue Nutzer zu finden und schlichtweg Reichweite aufzubauen, wird nicht wirklich einfacher. Da zählt am Ende tatsächlich nur die Vernetzung untereinander und vor allem das Miteinander statt Gegeneinander. Sofern es aber auch wieder in diese Richtung geht, umso besser.

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Lange Rede, kurzer Sinn: macht eigene Seiten, scheißt auf die Abhängigkeit irgendwelcher fremdbestimmender Netzwerke und lasst uns uns gegenseitig helfen. Hat ja schließlich vorher auch ganz wunderbar funktioniert.

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Wie Kundenservice nicht funktioniert – Am Beispiel von H&M - Gedankentüdelüt (108) https://www.wihel.de/wie-kundenservice-nicht-funktioniert-am-beispiel-von-hm-gedankentuedeluet-108/ https://www.wihel.de/wie-kundenservice-nicht-funktioniert-am-beispiel-von-hm-gedankentuedeluet-108/#comments Wed, 10 Oct 2018 18:16:05 +0000 https://www.wihel.de/?p=92884 Wie Kundenservice nicht funktioniert – Am Beispiel von H&M - Gedankentüdelüt (108) | Kolumne | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Hatte ich doch vor einer Weile noch berichtet, wie wunderbar Kundenservice sein kann und mich als Kunden wieder (zurück)gewinnt, so gibt es natürlich auch die andere Seite der Medaille.

Finde ich persönlich immer ganz spannend, weil ich aus beruflichen Gründen ohnehin weiß, wie schwer es der Kundenservice in Bezug auf Priorisierung von Themen in der Entwicklung hat, was wiederum bei mir immer für Unverständnis sorgt. Denn die Logik ist relativ simpel: wenn ein Kunde beim Kundenservice anruft, ist bereits irgendwas im Argen. Also sollten eigentlich alle Alarmglocken schrillen und alles dafür getan werden, dass nicht nur das Problem gelöst, sondern auch das Vertrauen wieder hergestellt wird.

Das Problem des Kundenservice aber ist: bringt nicht direkt Geld – womit sich dann auch immer gut belegen lässt, wie kurzsichtig so manches Management doch denkt. Aber das ist wieder ein anderes Thema ...

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Zurück zu meiner Anekdote: ich hab vor einer Weile einen neuen Anzug gebraucht. Einladung zu einer Hochzeit, da durfte ich von Line aus nicht mit Jeans und Kapuzenpulli hin – weiß auch keiner warum. Und wie das dann in solchen Fällen ist, ich eskaliere hart und kaufe einmal das Internet leer.

Ist aber nicht schlimm, denn der Großteil geht ohnehin wieder zurück – Zuhause anprobieren fetzt einfach mehr als in den Laden zu rennen und sich vollquatschen zu lassen. So auch bei H&M, bei denen ich sogar final einen der Anzüge gekauft hab.

Der Rest ging wie angesprochen zurück und irgendwann trudelte ein Brief bei mir ein: ich hätte Guthaben und wenn ich das erstattet haben möchte, solle ich doch beim Kundenservice anrufen. Das Blöde ist nur: der Kundenservice arbeitet zu den gleichen Zeiten wie ich und Anrufen find ich ohnehin bescheuert.

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Also ab zu Facebook und den Chat angeschmissen – Kontaktformular war auf der hauseigenen Seite nicht zu finden. Problem geschildert, Bankdaten dagelassen (ich weiß, auf Facebook doof, in diesem Falle mir aber egal), was gerade bei einer IBAN durchaus sinnvoll ist und gewartet. Zudem konnte ich direkt ansprechen, dass die Passwort vergessen-Funktion nicht läuft und ich stattdessen immer auf einer Seite Access Denied geleitet wurde

Allein, dass ich mehrere Tage auf eine Antwort warten musste, ist schon kein gutes Zeichen, schlimmer war aber jedoch die Antwort: aus datenschutzrechtlichen Gründen muss ich trotzdem zum Telefonhörer greifen, schließlich könnte man die Erstattung nicht in die Wege leiten.

Zudem soll ich doch mal meine Browsereinstellung prüfen – die seien zu hart für die Passwort vergessen-Funktion.

Bitte wie? Datenschutz? Nachdem ich freiwillig alle Infos gegeben habe? Browsereinstellungen?

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Was für ein Mumpitz. Allein, dass ich als Nutzer etwas an meinem Browser verändern muss, damit die Seite funktioniert, spricht schon für sich – aber die Datenschutzbegründung zieht es komplett ins Lächerliche.

Also erneut geantwortet, geschildert, dass ich diverse Browser getestet hab, ebenfalls das Smartphone wurde bemüht und man mir doch bitte endlich mein (!) Geld an die von mir (!) übersendeten Infos schicken solle. Natürlich noch einigermaßen höflich, aber das entsprach so gar nicht meiner Erwartungshaltung.

Statt aber einzulenken, wies man mich darauf hin, dass doch bitte mein Provider bemüht werden sollte – wo kämen wir denn schließlich hin, wenn man den Fehler im eigenen Shop suchen würde? Nicht, dass am Ende doch noch etwas funktioniert.

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Und auch bzgl. Datenschutz wollte man nicht klein bei geben, denn den nimmt man ziemlich ernst. So ernst, dass man die Daten nicht mal von Abteilung A an Abteilung B übermitteln dürfte. Wo kämen wir denn da hin, dass man genau das macht und ich am Ende mein Geld wiederbekommen würde? Ich könnte womöglich sogar noch zufrieden sein.

Keine Ahnung, wie das bei H&M geregelt ist, aber bei jedem Arbeitsvertrag, den ich unterschrieben habe, waren Klauseln enthalten, wie mit personenbezogenen Daten umzugehen ist. Eine Verhinderung von vollkommen normalen Prozessabläufen zur Bearbeitung normaler Prozessabläufe war darin nie enthalten.

Die nächste Nachricht war entsprechend nicht mehr wirklich mit Höflichkeit gesegnet, dafür aber umso länger und direkter. Eine Antwort gab es ebenfalls, die sich allerdings meiner Kenntnis entzieht. Denn mittlerweile hatte ich tatsächlich den Telefonhörer bemüht und während des letzten Feiertages angerufen – was letztendlich die einzig positive Erkenntnis für mich, aber nicht für die Kundenservice-Mitarbeiter ist: die müssen auch am Feiertag arbeiten. Und wie die Durchgabe der IBAN per Telefon abgelaufen ist, kann sich jeder selbst ausmalen.

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An sich fand ich H&M noch nie so wirklich geil. Lag und liegt natürlich an meinem unförmigen Körper, aber die Nummer hat definitiv nicht dazu beigetragen, dass ich dort noch mal einkaufen möchte. Schon gar nicht, wenn man nicht mal in der Lage ist, Geld zu erstatten (was nicht selten tatsächlich automatisch passiert – die Frage, warum das dieses Mal nicht der Fall war, hab ich gar nicht erst gestellt).

Sorry, H&M, but get your shit together.

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Den Feierabend verbringen wir in London – wihel on Tour (08) https://www.wihel.de/den-feierabend-verbringen-wir-in-london-wihel-on-tour-08/ https://www.wihel.de/den-feierabend-verbringen-wir-in-london-wihel-on-tour-08/#comments Wed, 12 Sep 2018 18:04:01 +0000 https://www.wihel.de/?p=92520 Den Feierabend verbringen wir in London – wihel on Tour (08) | Kolumne | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Gefühlt auch schon wieder eine Ewigkeit her scheint sich bei uns eine kleine Tradition zu etablieren: wir fahren einfach jedes Jahr nach London. Waren die letzten beiden Male noch geplant dort und haben mehr oder weniger das übliche Touri- und Shopping-Programm abgespult, gab es dieses Mal sowas wie einen Auftrag – und kurz war es auch noch, deswegen aber nicht weniger schön.

Passender und unglücklicherweise zugleich waren es die beiden Tage direkt vor Lines Geburtstag, zu denen Sennheiser nach London geladen hat. Passend, da London natürlich zu Lines Lieblingsstädten gehört – unglücklich, da mein Geschenk ein bisschen ins Wackeln geriet. Aber wenn man schon mal die Möglichkeit hat, nach Feierabend den Jetset zu Leben und einfach mal nach London zu fliegen – da muss man schon sehr blöd sein, um das nicht zu machen.

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Und so verschob ich den letzten Termin des Tages und wir trafen uns um knapp nach 18 Uhr am Flughafen. Auf den Flug hätte ich natürlich wie immer gern verzichtet, aber man kann nicht alles haben und fairerweise muss ich zugeben, dass der gar nicht so schlecht war.

In London angekommen, folgte die üblich lange Fahrt vom Flughafen Richtung Innenstadt. Vom Flughafen rein ist das ganz angenehm, nur die umgekehrte Richtung verbringt man eigentlich immer mit Stehen – bin ich ja ganz großer Fan von.

So richtig cool wurde es aber, je mehr wir begriffen, wo unser Hotel eigentlich lag und das hätte besser gar nicht sein können: mittendrin. Und mit Mittendrin mein ich wirklich mittendrin – ein paar Gehminuten vom Piccadilly Circus, mit Blick auf LEGO- und M&M-Store und einfach so unfassbar gut angebunden, das war einfach ein Kracher. Das konnte im Grunde nur noch getoppt werden von wohl der besten Aussicht, die man über London haben kann – denn wir nächtigten im Hotel Indigo, das mit seiner 9. Etage nicht nur lecker zu verköstigen weiß, sondern wie gesagt in Sachen Aussicht der absolute Wahnsinn ist – egal ob bei Tag und bei Nacht. Unser Frühstück jedenfalls darf gern immer dort stattfinden. Außerdem parfümieren die ihre Lobby, was befremdlich klingt, aber unglaublich gut vor Ort ankommt.

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Da der erste Tag mit Anreise und Magenproblemen meinerseits quasi schon vorbei war, haben wir nicht mehr viel gemacht – kurz was gegessen, durch den LEGO- und M&M-Store gehuscht (die übertrieben lange Öffnungszeiten haben) und dann auch schon ins Bett gefallen.

Das war auch nötig, denn am nächsten Tag sind wir früh wieder hoch. Schnell zum Frühstück und dann ging es auch schon zum Shopping. Denn bis zur eigentlichen Veranstaltung wollten wir die kurze Zeit so gut wie möglich nutzen, was letztendlich bedeutete: so viel Geld wie möglich ausgeben.

Hat nicht wirklich funktioniert, aber immerhin ist Line ein paar Euros losgeworden – bei mir hat dann doch wieder die Vernunft gesiegt. Dieses Erwachsensein kann echt nerven.

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Um 13 Uhr fanden wir uns pünktlich vorm Prince Charles Cinema wieder, denn wir hatten ja noch einen Auftrag. Und der hing ganz eng mit den Frightfest London 2018, dem Kurzfilm Final Stop und dem neuen AMBEO Smart Headset zusammen – Horror-Film-Freunde wissen da schon direkt, worum es geht.

Roxanne Benjamins Final Stop zeichnet sich dabei gleich durch mehrere Punkte von der breiten Masse ab, denn:

  • der Film wurde nahezu ausschließlich mit dem Smartphone aufgenommen und sieht dennoch erstklassig nach Hollywood-Niveau aus
  • der Film setzt auf genau das, was einen guten Horrorfilm auszeichnet: Atmosphäre und die passenden Geräusche zur passenden Zeit
  • die meisten Geräusche und Töne wurden mit dem neuen Sennheiser AMBEO Smart Headset aufgenommen

Inhaltlich ist Final Stop im Jahr 2018 nicht mehr so überraschend, aber dennoch gut gemacht (Stichwort: Wenn der Gejagte zum Jäger wird). Wir hatten das Glück, dass wir im Kino das Ding mit zusätzlichen Kopfhörern schauen sollten, was für eine ganz eigene Stimmung sorgte:

Irgendwie schaut man den Film zusammen, aber dennoch jeder für sich. Ist besonders gut, wenn man das Geraschel und Getuschel der anderen nicht mehr hören will (was im Kino ja immer vorkommt und einfach maximal nervt), aber auch um Sound und Atmosphäre so richtig intensiv zu genießen. Ich jedenfalls bin stark dafür, Kino nur noch mit Kopfhörern zu genießen.

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Nach dem Film ging es zurück ins Hotel, den einen oder anderen Prosecco genießen und das AMBEO Smart Headset ein bisschen genauer unter die Lupe nehmen.

Denkt man an Kopfhörer, denkt man schnell daran, dass das wichtigste die Wiedergabe von Musik und Ton ist – das AMBEO Smart Headset begnügt sich damit aber nicht – und liefert mit den hochwertigen an den Seiten angebrachten Mikrofonen nun die Möglichkeit, perfekten 3D-Sound einzufangen und wiederzugeben. Damit lässt sich jedes klangliche Detail einfangen und es genau so (bzw. „dort“) wiederzugeben, wo man es aufgenommen hat. 3D-Sound halt, wie er sein muss.

Aber nicht nur exzellent Aufnehmen und Wiedergeben kann das AMBEO Smart Headset, sondern auch unterdrücken – klingt erstmal absurd, kann aber recht hilfreich sein, denn mit der aktiven Geräuschunterdrückung (ANC) lassen sich lästige Nebengeräusche auch einfach unterdrücken – dank Situational Awareness Funktion kann man als Nutzer schnell zwischen Unterdrückung und dem Transparent Hearing (also dem Wahrnehmen der Umgebungsgeräusche) umschalten.

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Dazu kommen natürlich die üblichen Funktionen und Merkmale, die man von einem Headset erwarten kann:

  • Musik- und Anrufsteuerung
  • Arbeitet mit der normalen Kamerafunktion des Smartphones
  • Liefert dank verschiedener Ohrstück-Größen für eigentlich jedes Ohr den perfekten Sitz

Das AMBEO Smart Headset funktioniert im Grunde Out-of-the-box, lässt sich dank App aber auch noch feinjustieren und entsprechend für die Profis unter uns auf dem gehobenen Level so einstellen, wie man es braucht.

Aber nun genug Werbung für das kleine Gadget und zurück zum Film, den wir gesehen haben – erleben ist schließlich immer überzeugender als nur erzählt zu bekommen. Ich empfehle natürlich die Nutzung von Kopfhörern und ruhig die Lautstärke ein bisschen hochzudrehen – wir alle schließlich wissen, dass Horrorfilme gerade über die Soundkulisse erst so richtig ihr Können entfalten können:

Gar nicht so schlecht oder?

Wer gern mehr zum Film und dem AMBEO Smart Headset erfahren möchte, schaut einfach direkt bei Sennheiser vorbei.

Uns bleibt an dieser Stelle nur noch der riesengroße Dank an Sennheiser für die Einladung, die Möglichkeit für den alljährlichen London-Besuch, die großartige Unterkunft, eine extrem perfekte Planung und natürlich das AMBEO Smart Headset selbst. Wär doch gelacht, wenn der nächste Hollywood-Horror-Streifen nicht aus dem Hause wihel kommt.

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Föhr 2018 – Ein Besuch auf dem Weingut Waalem und wie ich ein Museum mögen lernte - wihel on Tour (07) https://www.wihel.de/foehr-2018-ein-besuch-auf-dem-weingut-waalem-und-wie-ich-ein-museum-moegen-lernte-wihel-on-tour-07/ https://www.wihel.de/foehr-2018-ein-besuch-auf-dem-weingut-waalem-und-wie-ich-ein-museum-moegen-lernte-wihel-on-tour-07/#comments Wed, 05 Sep 2018 18:15:16 +0000 https://www.wihel.de/?p=92288 Föhr 2018 – Ein Besuch auf dem Weingut Waalem und wie ich ein Museum mögen lernte - wihel on Tour (07) | Kolumne | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Auch dieses Jahr ging es für uns im klassischen Sommerurlaub wieder nach Föhr – tolle Insel, mega Landschaft und: kaum Empfang. Im Grunde also genau das, was man für Entspannung braucht, außer wenn man doch mal arbeiten will.

Im Gegensatz zu den letzten Jahren will ich auch gar nicht allzu viel über den Urlaub im Allgemeinen erzählen, denn machen wir uns nichts vor: so viel ändert sich da nicht. Wetter war anfangs eher meh, am dritten Tag hat es aber für den Sonnenbrand gereicht und im Grunde haben wir immer das Gleiche gemacht – vor allem gegessen.

Aber es gab zwei Highlights, die dieses Jahr von den vorherigen Urlauben unterscheiden.

Föhr 2018 – Ein Besuch auf dem Weingut Waalem und wie ich ein Museum mögen lernte - wihel on Tour (07) | Kolumne | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Föhr 2018 – Ein Besuch auf dem Weingut Waalem und wie ich ein Museum mögen lernte - wihel on Tour (07) | Kolumne | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Unser Besuch auf dem Weingut Waalem

Für mich nicht ganz neu, aber doch bemerkenswert: auf Föhr wird Wein angebaut. Kennt man eigentlich eher von den südlichen Regionen, der Begriff Weinberg kommt ja schließlich nicht von ungefähr. Berge sucht man allerdings auf dem platten Land vergebens und doch funktioniert das auf Föhr scheinbar ganz gut, das Weingut hat jedenfalls „Probleme“, die Nachfrage zu bedienen – eines der wenigen Probleme, das man eigentlich ganz gernhaben kann.

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Föhr 2018 – Ein Besuch auf dem Weingut Waalem und wie ich ein Museum mögen lernte - wihel on Tour (07) | Kolumne | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Und genau die durften wir besichtigen. Imposant ist der Bau nicht nur von außen, sondern auch von Innen, was sich gerade in den thematischen Zimmern niederschlägt – je nach Vorliebe kann man dort im Butan, in Schweden, Dänemark im Stil von Föhr oder im französischen Zimmer schlafen. Und je nach Wahl wacht man dann morgens eben direkt mit Meerblick auf. Dazu natürlich jede Menge Platz für Feierlichkeiten und Festivitäten (was letztendlich auch der Grund für die Besichtigung war, denn langfristig steht durchaus eine kleine Feier bei uns an, aufmerksame Leser wissen 1 und 1 zusammen zu zählen).

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Um das Ganze mal auf den Punkt zu bringen, zitiere ich gern direkt von der hauseigenen Seite:

Stete Meeresbrise, raues Nordseeklima und mitten im Watt ein Weingut – ein Weingut mit einem Eisbären.

Unmittelbar am feinsandigen Strand des Friesendorfes Nieblum auf der Nordseeinsel Föhr in Schleswig-Holstein findet sich mit dem Weingut Waalem ein Rückzugsort für wissenschaftliche Tagungen, eine exklusive Lokalität für Businessveranstaltungen und eine unvergessliche Kulisse für private Feiern.

Mitten im Wattenmeer gelegen und im Stil des 19. Jahrhunderts gebaut, ist das Weingut Waalem ein außergewöhnlicher Ort für Unternehmer, Wissenschaftler, Genießer und Entdecker.

Und Wein machen wir auch.

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Wer also Interesse hat, sollte sich genau dort informieren – es finden regelmäßig Weinverkostungen statt, die das Geld mehr als Wert sind. Aus Erfahrung: selbst bei Regen macht das Spaß!

Unser Besuch im Museum Kunst der Westküste

Der zweite Punkt ist unser Besuch im Museum Kunst der Westküste. Museum ist ja ohnehin immer ein schwieriges Thema, mit meinen bald 32 Jahren ist die Anzahl der Museen, die nicht sonderlich viel Spaß gemacht haben, immer noch höher als der Anteil, die mich begeistert haben.

Es ist halt schwierig durch Räume zu gehen, Bilder anzugucken und das dann als Spaß bezeichnen zu können.

Föhr 2018 – Ein Besuch auf dem Weingut Waalem und wie ich ein Museum mögen lernte - wihel on Tour (07) | Kolumne | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Föhr 2018 – Ein Besuch auf dem Weingut Waalem und wie ich ein Museum mögen lernte - wihel on Tour (07) | Kolumne | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Das Museum Kunst der Westküste macht da im Grunde nicht viel anders – so sind Museen eben. Tatsächlich sind es aber die Details, die die Spreu vom Weizen trennen und das fängt beim MKdW bereits damit an, dass sich passend zu den Themen der Ausstellungen die Wandfarben unterscheiden - sodass jede Schau ihr „eigenes Design-Kleid“ im Hinblick auf Anzahl und Vielzahl der Wandfarbe, Farbe der Wandtexte und Bildunterschriften, Schrifttypen etc. erhält. Nimmt man als Besucher – sofern man es denn nicht weiß – nur unterbewusst wahr, sorgt aber eben für eine ganz eigene Stimmung pro Ausstellung.

Zweiter Punkt der mich persönlich stark begeistert hat: Bildunterschriften. Gibt es eigentlich in jedem Museum und meistens hängen die direkt unter dem Bild. Führt aber nun mal dazu, dass der Besucher seine Aufmerksamkeit genau darauf lenkt und vom Bild quasi nichts mehr mitbekommt – die Lösung im Museum Kunst der Westküste: mehr Abstand. So finden sich die Erklärungen weiter unten an der Wand und man selbst als Besucher nimmt das Bild an sich viel deutlicher war. Wie gesagt, ein kleines Detail, aber mit großem Effekt und sowas liebe ich einfach.

Föhr 2018 – Ein Besuch auf dem Weingut Waalem und wie ich ein Museum mögen lernte - wihel on Tour (07) | Kolumne | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Inhaltlich haben wir uns gleich zwei Ausstellungen angesehen:

Odissea von Susanne Kessler und Faszination Norwegen mit diversen Künstlern.

Bei Odissea geht es im Kern um die Umsegelung des Kap Hoorn der Susanna unter Führung des Föhrer Kapitäns Christian Jürgens im Jahre 1905, die so überhaupt gar nicht nach Plan verlief. Dank ungünstigster Wetterumstände brauchte die Crew ganze 190 Tage für die Reise, allein davon 99 mitten in Stürmen – nicht nur physisch äußerst strapaziös.

Susanne Kessler hat dabei in unterschiedlichsten Arten diese Odyssee mal in klein und mal in ganz groß dargestellt und das alles im Rahmen des Artist-in-Residence-Programm des Museums. Dabei werden Künstler auf die Insel eingeladen und können sich schlichtweg inspirieren lassen – alles ohne Zwang und Verbindlichkeiten, aber natürlich in der Hoffnung, dass dabei große Kunst herausspringt. Eben genau so, wie es bei Susanne Kessler der Fall war.

Wer mag, kann sich an dieser Stelle noch ein bisschen tiefer einlesen – ist auf jeden Fall äußerst interessant.

Faszination Norwegen hingegen beschäftigt sich – Überraschung – mit Norwegen. Erstmals wurden über 50 Werke von Johan Christian Dahl bis Edvard Munch, von Peder Balke bis Frits Thaulow gemeinsam ausgestellt. Herausgekommen ist ein kleiner Mix aus Werken der Romantik bis hin zu modernen (Foto-)Arbeiten. Hier geht es dann eher ein bisschen darum, wie sich die Landschaftsmalerei entwickelt hat, nicht nur in Bezug auf Motive, sondern auch Praktiken.

Für beide Ausstellungen empfehle ich definitiv eine Führung, damit auch wirklich jeder interessante Aspekt deutlich wird – war zumindest für uns gerade mit den ganzen Hintergrundinfos äußerst spannend.

Und wenn man dann fertig ist mit den Rundgängen gibt es noch einen Pflichtpunkt auf der Todo-Liste: ein Besuch in Grethjens Gasthof. Der liegt quasi mittendrin bzw. nebenan und bietet wirklich leckeres Essen – von diversen Flammkuchen-Variationen über klassisch Kaffee und Kuchen und einem der besten Lachsburger, den ich je gegessen hab. Außerdem kann man draußen sitzen, was gerade bei passendem Wetter den perfekten Ausklang des gesamten Besuches darstellen kann.

Final kann man sagen, dass wir in diesem Jahr also gelernt haben: Föhr zur Entspannung ist natürlich noch immer eine Wucht und von seiner Schönheit hat die Insel auch in diesem Jahr nichts verloren. Hinzugekommen ist für uns aber auch der Punkt Kultur und das in äußerst positiver Form.

Föhr 2018 – Ein Besuch auf dem Weingut Waalem und wie ich ein Museum mögen lernte - wihel on Tour (07) | Kolumne | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

An dieser Stelle natürlich nochmals vielen Dank an das Weingut Waalem für die Einladung bzw. Führung durchs Gebäude und natürlich das Museum Kunst der Westküste, ebenfalls für die Einladung, Führung und das grandiose Mittagessen. Allein dafür würd ich jederzeit wiederkommen.

Und weil wir natürlich noch fleißig Fotos geschossen haben, gibt es auf der zweiten Seite noch ein paar Urlaubsbilder.

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So geht Community. Nicht. - Gedankentüdelüt (107) https://www.wihel.de/so-geht-community-nicht-gedankentuedeluet-107/ https://www.wihel.de/so-geht-community-nicht-gedankentuedeluet-107/#comments Wed, 22 Aug 2018 18:09:11 +0000 https://www.wihel.de/?p=92165 So geht Community. Nicht. - Gedankentüdelüt (107) | Kolumne | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Schon vor einigen Jahren habe ich damit begonnen, Beiträge hier auf wihel.de in die gängigen sozialen Netzwerke zu blasen. Macht ja bekanntlich nahezu jeder, führt auch kein Weg dran vorbei – wie soll man neue Leser finden, wenn man den Content nicht dahin bringt, wo die Nutzer sind? Aufgrund von Algorithmen und den sonstigen Nervereien, die die sozialen Netzwerke über die letzten Monate und Jahre mit sich bringen, läuft das inzwischen recht unkuratiert ab – auf Fragen und Kommentare reagier ich zwar, aber im Grunde ist es wirklich nur ein blasen.

Für mich ist es eigentlich auch immer so, dass man den ganzen Spaß konsumieren kann, wenn man will – oder man ignoriert ihn eben. Wie man das eben auch mit seinen RSS-Feeds macht: hab ich Bock auf den Inhalt, abonnier ich – ist der Bock vorbei, wird wieder abbestellt. Und natürlich gibt es keinen Feed, bei dem ich wirklich jeden Beitrag für lesenswert halte, muss ich ja aber auch nicht.

So geht Community. Nicht. - Gedankentüdelüt (107) | Kolumne | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Lange Rede, kurzer Sinn: raus mit dem Content unters Volk und wer drüber stolpert und es gut findet, bleibt vielleicht hängen.

Vor ein paar Wochen hab ich angefangen, den ganzen Spaß auf Google+ ein bisschen auszuweiten. Ist ja eh kaum einer, da kann man ruhig mal ein bisschen testen, zumal mir dieses Netzwerk nicht wirklich am Herzen liegt. Also bin ich in diverse Communities eingetreten, hab mir den Content angeschaut und was von mir passt, wird da ebenfalls reingeblasen. Dazu ein Link für die, die gern mehr sehen wollen.

Was recht gut läuft, sind die kurzen Beiträge zum Ende des Tages. Nutze ich vorrangig um die Netzwerke ein bisschen zu bespaßen – je kürzer und stumpfer der Inhalt umso besser für Facebook und Co.

So geht Community. Nicht. - Gedankentüdelüt (107) | Kolumne | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Das lief auch einigermaßen okay – bis auf letzter Woche in einer Community. Zum Hintergrund muss man noch wissen, dass dort vornehmlich „lustige“ Bilder gepostet werden, wobei lustig in der Mehrzahl bedeutet: dämliche Bilder mit irgendwelchen pseudolustigen Sprüchen drauf. Findet nicht mal meine Mutter lustig, aber Geschmäcker sind ja unterschiedlich. Worüber die einen Lachen, finden die anderen langweilig und datenmmüllig und andersherum – gilt sicher auch für meine Inhalte.

Tatsächlich kam es aber nun zu folgendem Schlagabtausch (der Beitrag dazu hier):

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Und das finde ich sehr bemerkenswert. Nicht nur, dass man hier schnell mal von Zensur sprechen kann (wobei das natürlich die Spielwiese der Community-Betreiber ist – soweit würde ich also nicht gehen wollen), aber bemerkenswert ist vor allem, dass es gerade in diesen Humor-Communities immer wieder Diskussionen in diese Richtung gibt.

Könnte ich noch nachvollziehen, wenn die Beiträge so gar nicht zum eigentlichen Thema passen würden, aber so ein Fass aufzumachen wegen einem Link? Wo sind wir denn hier? Zumal die Diskussionsbereitschaft mehr als fragwürdig ist. Nicht, dass mich das ärgern würde, aber es zeigt mal wieder das grundsätzliche Problem des Internets und vielleicht auch unserer Gesellschaft: miteinander reden findet kaum bis gar nicht mehr statt. Kann ich verstehen bei Leuten, die sich komplett quer stellen und jeglichen Intellekt vermissen lassen – hab ich auch keinen Bock drauf. Aber die Nummer war dann doch bemerkenswert.

Schade eigentlich – schließlich hätten ja beinahe alle was vom Zusammenspiel haben können. Aber Arschlöcher gibt es halt überall.

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Dies und das und jenes - Gedankentüdelüt (106) https://www.wihel.de/dies-und-das-und-jenes-gedankentuedeluet-106/ https://www.wihel.de/dies-und-das-und-jenes-gedankentuedeluet-106/#comments Wed, 08 Aug 2018 18:12:59 +0000 https://www.wihel.de/?p=91963 Dies und das und jenes - Gedankentüdelüt (106) | Kolumne | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Sich jede Woche ein neues Thema auszudenken ist mal gar nicht so einfach, besonders bei den aktuellen Temperaturen. Wenn ich mir ohnehin schon angewöhne, relativ früh ins Büro zu fahren, weil spätestens ab Mittags die Produktivität um bis zu 50% sinkt, wird schnell klar, dass am Nachmittag/Abend nicht mehr viel Power da ist, um richtig in die Tasten zu hauen. In total weiser Voraussicht heißt das Ding hier aber nicht umsonst Tüdelüt, sodass ich auch einfach mal den ganzen Gedankensalat völlig zusammenhangslos rausblasen kann. Somit ist das hier vielleicht der erste Beitrag, bei dem der Titel tatsächlich mal zu 100% passt - ist doch auch was schönes:

Tatsächlich hab ich seit heute sowas wie Urlaub. "Sowas", weil ich die ersten Tage zur Vorbereitung von Kram nutzen muss und ohnehin sind die Tage vor dem Urlaub und nach dem Urlaub ohnehin immer die stressigsten. Aber ich hab tatsächlich auch Lust auf die freien Tage, zumal die Temperaturen am Urlaubsort deutlich okayer sein sollen als in Hamburg - vielleicht bekommen wir sogar mal sowas wie Regen.

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Apropos Regen: wer hätte gedacht, dass man sich in Hamburg (und überall sonst in Deutschland) so einen richtig schönes Regen mal wünscht? Ich weiß, Klimawandel und Co. sind die ultimative Begründung, aber wir wissen alle genauso, dass nur aufgrund der aktuellen Hitze niemand plötzlich den Schalter umlegt und wir alle gemeinsam das Klima retten werden. Wie schon mal in der Vergangenheit geschrieben, sind wir mittlerweile alle am Arsch und eigentlich muss man sich freuen, dass die Lebenserwartung noch endlich ist. Aber Regen wär tatsächlich mal ganz gut oder?

Dann kann man schön drinnen sitzen, die Fenster aufreißen und die Abkühlung genießen. Und mal wieder eine Serie nahezu am Stück durchgucken. Haben wir neulich mehr oder weniger mit Modern Family gemacht, zumindest die 7. Staffel haben wir weggesuchtet wie nichts Gutes. 22 Folgen und irgendwie ist es immer absurd, wie schnell man da wieder durch ist - aber bei der Kürze der Folgen auch kein Wunder.

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Zudem haben wir was ganz Verrücktes geschaut: Mit 80 Jahren um die Welt. Gibt es aktuell in der ZDF Mediathek und selbst ich nur wärmstens empfehlen. Dabei wurde eine kleine Gruppe von Rentnern - alle so um die 80 Jahre - zu einer kleinen Weltreise geschickt und das war tatsächlich sehr unterhaltsam und gut. Außerdem mal was anderes als der übliche Prime- und Netflix-Kram, den man sonst so kennt.

Und wenn man keinen Bock auf Fernsehen hat, dann kann man mal seinen Keller aufräumen. Das hab ich das letzte Wochenende mehr oder weniger spontan gemacht. Ab zum Baumarkt, drei Steckregale gekauft und die Dinger einfach mal aufgebaut. Das geht mit Steckregalen ja recht schnell, ist aber immer nervig und wirkt meist nur so semi-stabil - aber wir haben endlich wieder Platz im Keller, weil unser ganzes Zeug auch endlich mal in die Höhe geräumt wurde. Theoretisch kann man da unten nun sogar sowas wie ein Büro einrichten, W-Lan reicht bis dahin. War ja ohnehin mein Plan, wenn wir doch mal Kinder kriegen sollten (wobei man da unten auch ein Kinderzimmer einrichten könnte ... just sayin')

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Bis dahin müsste aber auch noch ein bisschen was in der Wohnung passieren - mindestens die restlichen Bilder müssten aufgehangen werden und die eine oder andere Lampe brauchen wir auch noch. Was mich zur ultimativen Frage bringt: Warum nimmt man sich eigentlich nie die Zeit und macht nach einem Umzug einfach mal alles wirklich fertig, statt einfach immer nur ein bisschen zu machen und den Umzug eigentlich nie so ganz abzuschließen? Menschen ey ...

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Manchmal schadet es nicht, den ersten Schritt zu machen - Gedankentüdelüt (105) https://www.wihel.de/manchmal-schadet-es-nicht-den-ersten-schritt-zu-machen-gedankentuedeluet-105/ https://www.wihel.de/manchmal-schadet-es-nicht-den-ersten-schritt-zu-machen-gedankentuedeluet-105/#comments Wed, 01 Aug 2018 18:07:24 +0000 https://www.wihel.de/?p=91854 Manchmal schadet es nicht, den ersten Schritt zu machen - Gedankentüdelüt (105) | Kolumne | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Eigentlich sagt man mir nach, dass ich mit Gefühlen nicht so gut kann und ich muss dazu sagen: stimmt. So richtig pure Freude kann ich zwar empfinden, aber das auch zu zeigen ... warum sollte ich? Stattdessen genieß ich lieber und freu mich. Und dann auch nur, wenn ich mich wirklich freuen kann. Bestes Beispiel: Line freut sich gefühlt bereits Anfang des Jahres auf den Sommerurlaub, wenn es wie (fast) jedes Jahr nach Föhr geht.

Versteh ich, kann ich im Grunde auch teilen, weil es eigentlich immer schön ist. Und das sogar, wenn das Wetter überhaupt nicht mitspielt. Allerdings freu ich mich eben nicht bereits soweit vorher drauf, sondern maximal am Tag vor der Abreise (ohnehin bedeutet Urlaub im Vorfeld ja immer Stress. Und danach auch. Und manchmal eben doch mitten drin).

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Und doch gibt es Momente, in denen ich meiner Emotionen nicht ganz Herr werde, ärgerlicherweise sind es stets die negativen. So kam es, dass ich letzte Woche mit einer Kollegin recht heftig aneinander geraten bin. Wobei, es war nur kurz und heftig und äußerte sich darin, dass sie mir einfach grundsätzlich in allem widersprach, was ich sagte.

Ich mein, ich bin nicht unfehlbar, eine Trefferquote von 100% würde ich dann doch schon ausschließen. Als ich sie darauf ansprach, dass sie das tun würde, erwiderte sie lediglich, dass ich das richtig erkannt hätte. Und verließ den Raum.

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Somit stand für mich eigentlich fest, dass die Kommunikation auf ein Minimum reduziert wird – ich lass mir vieles gefallen, aber eben nicht alles. Dankenswerterweise sind wir zwar im gleichen Team, haben aber thematisch nicht viele Berührungspunkte – sollte also klappen.

Trotzdem: es lies mir den Rest des Tages keine Ruhe und brachte mich die halbe Nacht um den Schlaf. Und sowas hasse ich.

Gestern dann kam unser Team Lead per Slack wieder auf mich zu und erkundigte sich nach dem aktuellen Stand. Viel zu berichten gab es nicht, denn bei Nicht-Kommunikation passiert eben nicht viel. Im Grunde also genau das, was ich wollte – die Spannung in der Luft ist dennoch da und nervt.

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Nach einigem Geplänkel nahm ich mir seinen Rat aber doch zu Herzen und schrieb sie an. Der Klügere gibt bekanntlich nach und so, man kennt das. Es kam, wie es kommen musste und wie ich es geahnt habe – sie kann sich da eigentlich gar nicht mehr dran erinnern und sowieso sei das doch ein großes Missverständnis. Na klar. Whatever.

Aber das Positive ist: im Grunde steht der Vorfall nicht mehr im Raum, ich hab den ersten Schritt gemacht und vor allem in Sachen Standing und Anerkennung wieder gepunktet. Und eigentlich ist es ja auch klar: derjenige, der über seinen Schatten springt, seinen Stolz zumindest ein bisschen runterschluckt und den ersten Schritt macht, kann eigentlich nur gewinnen – oder sich zumindest nichts vorwerfen lassen. Cool, dass ich es dieses Mal war.

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Ehrlichkeit währt am längsten - Gedankentüdelüt (104) https://www.wihel.de/ehrlichkeit-waehrt-am-laengsten-gedankentuedeluet-104/ https://www.wihel.de/ehrlichkeit-waehrt-am-laengsten-gedankentuedeluet-104/#comments Wed, 25 Jul 2018 18:01:06 +0000 https://www.wihel.de/?p=91738 Ehrlichkeit währt am längsten - Gedankentüdelüt (104) | Kolumne | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Das muss ich offen zugeben: gerade in der Pubertät hab ich es mit der Ehrlichkeit nicht allzu ernst genommen. Wenn die kleinen Notlügen funktionieren, warum dann nicht die Definition der Notlüge ein bisschen strecken? Wir Menschen neigen ja ohnehin dazu, zu lügen – nicht selten unbewusst. Ziel ist natürlich immer, es sich so einfach wie möglich zu machen, aber ich hab mir damals oft jede Menge Ärger eingehandelt, den es nicht gebraucht hätte.

Sieht zum Glück für mich und meine Mitmenschen mittlerweile anders aus – auch ich lerne irgendwann dazu, selbst wenn es ein wenig länger dauert.

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Vorletztes Wochenende war es mal wieder so weit, der Scheideweg (hihihi, er hat Scheide gesagt) lag direkt vor mir. Eine Probefahrt für unser altes Auto war geplant und damit der Eindruck möglichst positiv ausfällt, dachte ich mir, dass ich vorher noch mal in die Waschanlage fahre. In die coole, wo moderne Sklaven zum Teil noch per Hand drüber putzen. Eigentlich eine miese Nummer, aber da bin ich egoistisch: der Wagen muss gut aussehen und das klappt mit manuellem Putzen einfach am besten.

Also runter zum Auto und losgefahren – dachte ich zumindest. Denn nach dem Drehen des Zündschlüssels ging alles, nur nicht der Wagen an. Ein fieses Knattern, alles blinkt wie verrückt, nur der Motor sprang nicht an. Geil, genau das, was man vor so einem Termin braucht.

Also dem potentiellen Käufer geschrieben und abgesagt. Fairerweise hab ich aber auch direkt geschildert, was das Problem ist und parallel den Pannenservice angerufen. Die haben wiederum die Daten aufgenommen, eine fadenscheinige Ferndiagnose gestellt und mit der Info aufgelegt, dass sich der Abschleppdienst melden würde.

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Tat er dann auch und war natürlich freundlich. Und ehrlich, denn bereits im dritten Satz fiel der potentielle Preis fürs Abschleppen: 300€. Ein bis zwei Herzinfarkte später hab ich das dann doch abgelehnt, denn selbst wenn das Geld für Reparaturen bei mir recht locker sitzt – das war zu viel. Aber der Kollege gab auch direkt den Tipp, dass es eigentlich nur die Batterie sein kann. Der Wagen stand eine Weile, es war noch die allererste Batterie drin, eigentlich logisch, dass die irgendwann mal runter ist.

Also kurzerhand eine neue Batterie bestellt, die ich nachmittags abholen konnte. Während der Wartezeit fleißig Youtube-Videos geschaut „Wie wechselt man eine Autobatterie“ und somit zum Automechaniker umgeschult. Parallel immer wieder mit dem potentiellen Käufer geschrieben und dabei festgestellt, dass wir uns so unsympathisch gar nicht sind.

Irgendwann kam dann die Mail, dass ich die Batterie abholen könnte. Also wieder los, das Ding abgeholt – krass wie schwer so ein oller Kasten doch sein kann – und direkt noch einen Abstecher zum Baumarkt gemacht. Ich bin jetzt nicht nur Automechaniker, sondern auch stolzer Besitzer diverser Ratschenaufsätze, einer Ratsche und richtig schnieken Automechaniker-Handschuhen (Batteriefett macht keinen Spaß an den Fingern).

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Gegen Abend dann ging es ans Eingemachte. Noch ein paar Videos geschaut, ein paar Notizen gemacht und dann die Batterie gewechselt.

Wider Erwarten lief das relativ unproblematisch. Ich hab mich zwar zwei Mal verschraubt, aber es ist nichts kaputt gegangen, lief für das erste Mal in weltrekordverdächtiger Zeit und vor allem: hat auf Anhieb funktioniert! Gefühlt startet der Wagen nun schneller, ein bisschen mehr Saft gab es obendrein – das war ein voller Erfolg. Abgesehen vom geplatzten Termin natürlich.

Was aber das Beste an der ganzen Nummer ist: aufgrund meiner Ehrlichkeit und dem regen Kontakt mit dem potentiellen Käufer schrieb der irgendwann, dass er genau diese Offenheit sehr zu schätzen weiß – und beim Preis gar nicht erst verhandeln will.

Letztes Wochenende fand dann die Probefahrt statt, entsprechend mit dem von mir erhofften Ergebnis: er nimmt den Wagen. Der schriftliche Kram muss natürlich noch erledigt werden, genauso wie die Ummeldung – aber es zeigt eben auch, dass man mit Ehrlichkeit noch immer am weitesten kommt. Wenn auch nicht immer sofort.

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Was von der WM hängen bleibt - Gedankentüdelüt (103) https://www.wihel.de/was-von-der-wm-haengen-bleibt-gedankentuedeluet-103/ https://www.wihel.de/was-von-der-wm-haengen-bleibt-gedankentuedeluet-103/#comments Wed, 18 Jul 2018 18:07:41 +0000 https://www.wihel.de/?p=91628 Was von der WM hängen bleibt - Gedankentüdelüt (103) | Kolumne | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Und da ist sie auch schon wieder vorbei, die Fußball-WM für das Jahr 2018. Dabei denk ich im Vorfeld immer: whoa, 4 Wochen Fußball und das teilweise jeden Tag – eigentlich ganz geil. Aber wie das mit der Zeit so ist, sie verfliegt auch, wenn der Ball rollt. Und ich muss auch ehrlich sagen: noch nie hat mich eine WM so wenig interessiert, wie dieses Jahr.

Deutschlands Vorstellung

Das liegt natürlich und vor allem am frühen Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft. Und auch wenn es vermutlich im Nachhinein ohnehin jeder sagt: aber das war mehr als abzusehen. Die Spiele gegen Aserbaidschan und Österreich waren mitnichten Weckrufe – das waren Bestätigungen für das, was sich im Vorfeld schon abzeichnete. Ich kann natürlich nicht beurteilen, ob und inwieweit die Mannschaft in sich zerrissen ist, aber zumindest kann ich sagen, dass das gesamte Auftreten mehr als Überheblich war. Sieht man immer besonders dann, wenn sich die Spieler auf dem Platz die Bälle nur hin und her schieben, aber keiner seine Position wirklich verändert. Einsteins Definition von Wahnsinn: immer das Gleiche zu tun und auf ein anderes Ergebnis zu hoffen.

Insofern kam das Ausscheiden nicht überraschend, wenn auch die Art und Weise doch schlimmer war, als ich das vermutet hätte. Aber gut, so ging es auch schon anderen Mannschaften – nichts, wovon die Welt wirklich unter geht.

Özil, Gündogan und der ganze andere Mist

Was da schon deutlich mehr genervt hat, war die ganze Nummer um das Foto mit Erdogan. Ich versteh bis heute nicht, warum das Thema nach wie vor hochkocht und insgesamt wirkt das auf mich sehr nach Alibi für sämtlichen anderen Mist, der nicht so gelaufen ist, wie er sollte. Dazu muss man sich nur die diversen Statements von Bierhoff anschauen, nach denen er beinahe schon in schöner Regelmäßigkeit zurückruderte, weil er mal wieder falsch verstanden wurde. Nee, du bist einfach ein Depp und solltest dein Maul halten. Ganz einfach.

Fußball sollte nie politisch sein (ich weiß, das ist unmöglich, gerade bei einer WM in Russland) – nicht umsonst gibt es diverse Statuten in den FIFA-Regularien. Und wenn er es doch tut, sieht man am DFB und den Aussagen in den letzten Wochen, wohin das führen kann. Der Vergleich mit der Kuh auf dem Glatteis drückt sich hier mehr als auf – wird der Kuh aber nicht gerecht.

Und sonst so?

Auch wenn die Oberen davon sprechen, dass das wohl die beste WM aller Zeiten war (was sollen sie auch anderes sagen?), für mich war an dieser WM nicht viel Besonderes. Frankreich als Weltmeister geht schon in Ordnung, auch wenn ich es den Belgiern doch ein bisschen mehr gegönnt hätte. Das Finalspiel ist da schon das beste Argument für, auch wenn ich kein großer Fan davon bin, auf den Gewinner draufzuhauen, nur weil die Spielweise nicht attraktiv genug war. Soll doch jeder so spielen wie er mag.

Neymar hat sich endgültig als Arschloch geoutet und steht für mich mittlerweile in einer Reihe mit Özil: angebliche Genies, die aber mal so gar nichts von ihrem Können zeigen, wenn ich zuschaue. Wobei Neymar mit seinem Schauspiel sogar noch eine Schippe an Arschlochigkeit drauf gelegt hat.

Großartig hingegen fand ich Englands Nationaltrainer Gareth Southgate. Nicht nur, dass seine Mannschaft sich sehr passabel geschlagen hat – wer dauerhaft dermaßen gut gekleidet an der Seitenlinie steht und das Klischee des englischen Gentleman in dieser Form bestätigt, kann einfach nur ein geiler Typ sein.

Zudem scheint der Ballbesitzfußball seine größte Zeit hinter sich zu haben. Das ist eigentlich nicht schlecht, denn nichts nervt mehr als eine Mannschaft, die den Ball nicht mehr herausrückt. Auf der anderen Seite kann es aber auch nicht die richtige Richtung sein, wenn niemand mehr den Ball haben will und alle sich nur noch hinten reinstellen. Das war 2014 deutlich besser, gefühlt haben aber auch alle Mannschaft in Brasilien deutlich attraktiver gespielt.

Insgesamt also eine ziemlich okaye WM. Keine riesigen Highlights, aber auch keine übergroßen Skandale. Das war gute Fußballkost für den Sommer mit einem Weltmeister, den man weder lieben noch hassen muss. Im Grunde ein bisschen wie die deutschen Nationalspieler: es mangelt an Ecken und Kanten, alles ein bisschen zu glatt und „zu perfekt“ – wird schwer, sich in ein paar Jahren noch daran zu erinnern.

Größte Überraschung zudem: Christoph Kramer als Fußballexperte (der Junge ist 27) sowie die beiden Ollis als gefühlte Nachfolger von Netzer und Delling. Das hat durchaus Spaß gemacht, zuzuschauen und zuzuhören.

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Und plötzlich macht das Internet keinen Spaß mehr - Gedankentüdelüt (102) https://www.wihel.de/und-ploetzlich-macht-das-internet-keinen-spass-mehr-gedankentuedeluet-102/ https://www.wihel.de/und-ploetzlich-macht-das-internet-keinen-spass-mehr-gedankentuedeluet-102/#comments Wed, 11 Jul 2018 18:05:39 +0000 https://www.wihel.de/?p=91529 Und plötzlich macht das Internet keinen Spaß mehr - Gedankentüdelüt (102) | Kolumne | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Wir lieben Blogs – auch noch Wochen nach der eigentlichen Aktion. Toller Nebeneffekt, den ich festgestellt hab (der aber leider wieder ein bisschen abgeflaut ist): einige haben wieder angefangen, zu bloggen. Traurigerweise ist mir selbst erst aufgefallen, dass da nichts mehr kam, nachdem sie wieder angefangen haben. Aber darum soll es nicht gehen, sondern viel mehr um die Gründe, warum es eingeschlafen ist.

Denn doch überraschend viele haben geschrieben, dass sie die Lust und Liebe am Netz verloren haben. Überraschend, da für mich eher sowas wie private Dinge und fehlende Zeit richtige Gründe sind – aber sei es drum.

Überraschend finde ich das insofern, da jeder mit seinem Blog – und sei er noch so klein – das Netz mitgestaltet. Manche lauter, manche leiser, aber sie tun es. Reflektierend muss ich allerdings auch sagen: es ist nachvollziehbar.

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Sei es nun die DSGVO, die dermaßen hochgekocht ist, dass eigentlich niemand mehr in der Lage war, den Scheiß wieder aufzuwischen. Wie sich zeigt, alles umsonst, denn der ganz große Ärger blieb aus (sieht man mal von der einen oder anderen Agentur ab, die zum Stichtag tatsächlich Abmahnungen verschickt hat – Arschlöcher gibt es eben überall).

Oder die EU-Urheber-Reform in Form von Artikel 13, die fürs Erste zum Glück verhindert wurde – ich befürchte aber dennoch, dass ein zweiter Wurf kommen wird und der wird mit Sicherheit nicht bejubelt werden können.

Aber selbst diese Schweinereien sind noch nicht mal die Basis, sondern der Umgang der Leute miteinander. Ich weiß nicht, ob man das schon als Spiegel der Gesellschaft bezeichnen kann, aber es fällt einfach auf, dass die Leute miteinander immer weniger klarkommen – die Diskussionskultur geht uns verloren. Und damit meine ich nicht, dass niemand mehr Bock auf Diskussionen hat, aber die Art und Weise hat sich in letzter Zeit in eine Richtung entwickelt, bei der man eigentlich alle nur in einen Sack stecken und draufschlagen kann. Man trifft ohnehin immer den Richtigen.

Bestes Beispiel ist der Post von Maik (der mir passend für diese Woche in die Karten spielt). Ein Bild von einem brennenden Haus, dass ein Hochzeitspaar zufällig als Fotokulisse benutzt hat. Kann man machen, kann man lassen – muss jeder für sich selbst beurteilen.

Aber ein Blick in die Kommentare zeigt, worauf ich hinaus will: es ist offensichtlich gar nicht mehr möglich, mit unterschiedlichen Meinungen nebeneinander zu existieren. Auf Twitter gab es für Maik sogar direkt einen Block aufgrund unterschiedlicher Meinungsauffassung.

Und das zeigt eben auch die Kehrseite des Internets und seiner (Meinungs)Möglichkeiten: es ist nicht nur ein Sammelsurium unterschiedlicher Ansichten – es führt mittlerweile dazu, dass sich jeder seine eigene kleine Welt bastelt. Und in der darf es nur noch das geben, was zu den eigenen Ansichten passt.

Dabei war doch das Netz der ideale Platz, um seinen Horizont zu erweitern und auch andere Ansichten kennen zu lernen. Vielleicht sogar ein Umdenken bei sich selbst ermöglicht zu bekommen.

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All das scheint mittlerweile vorbei. Es gibt nur noch Schwarz und Weiß und wer nicht in die selbe Richtung geht, wie man selbst, liegt falsch, ist falsch und muss weg. Und das spiegelt dann vielleicht doch ganz gut wieder, wie so eine AfD funktioniert, wie die Vollidioten so groß werden konnten und warum alles gerade ein bisschen beschissener ist als sonst. Weil es eben einfacher ist, in den immer gleichen Kanon einzustimmen, statt sich mit anderen Meinungen auseinander zu setzen und einen gemeinsamen Konsens zu finden. Oder zumindest nebeneinander existieren zu können.

Und irgendwann kann dann selbst ich verstehen, dass Leute einfach keinen Bock mehr auf das Netz haben. Vielleicht brauchen wir nicht nur Wir lieben Blogs, vielleicht brauchen wir auch ein Wir lieben das Internet und Wir lieben Menschen.

Oder anders ausgedrückt: beruhigt euch alle mal wieder, reißt euch ein bisschen zusammen und handelt nach der Devise „Leben und leben lassen“. So schwer kann das ja nicht sein, hat immerhin vorher auch funktioniert.

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