Animation – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Mon, 07 Dec 2020 06:02:12 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.6 Animator vs. Animation V – Full Movie https://www.wihel.de/animator-vs-animation-v-full-movie/ https://www.wihel.de/animator-vs-animation-v-full-movie/#comments Tue, 08 Dec 2020 06:59:27 +0000 https://www.wihel.de/?p=107819 Animator vs. Animation V – Full Movie | Animation | Was is hier eigentlich los?

Wenn man meine Eltern fragen würde, dann würden sie sagen, dass ich gerade als Kind alles andere als geduldig war – zu oft zu unbedacht wollte ich mit dem Kopf durch die Wand, dabei hätte ein Gedanke mehr oft vieles einfacher gemacht.

Mit über 30 Jahren kann ich aber immerhin behaupten, dass ich das zumindest zum Teil verbessern konnte, in manchen Bereichen siegt dann aber doch die Ungeduld, besonders wenn ich irgendwelche Deadlines einhalten muss. Punktlandungen sind zwar cool, aber mit ein Puffer hinten raus fertig werden, ist dann doch entspannter.

Und genau diese Ungeduld wurde am Nikolaus-Sonntag wieder ordentlich auf die Probe gestellt. Denn gegen jede Abmachung hab ich für Line natürlich ein paar Kleinigkeiten besorgt und früh morgens in ihre Schuhe gestopft. Anschließend war ich Brötchen holen, damit sie währenddessen mit dem Hund raus kam – aber sie hat ausgeschlafen, sodass ich auch dafür Sorge getragen hab und damit schon mal die erste Gelegenheit, dass sie die Überraschung findet, war dahin.

Auch danach ist sie sehr stur ohne Reaktion immer wieder dran vorbeigelaufen, also hab ich ein Spielzeug von Mia direkt daneben gelegt und sie irgendwann gebeten, genau das doch bitte mit ins Wohnzimmer zu bringen. Hat sie auch gemacht – aber wieder nichts entdeckt. Und genau da hab ich dann auch aufgegeben, sie wird das schon irgendwann mitbekommen und sei es eben erst einen Tag später.

Hat dann aber 2 Stunden später doch noch geklappt und natürlich war die Freude groß – vor allem aufgrund des Überraschungsmoments. Was ich damit sagen will: es lohnt sich, wenn man manchmal die Füße still hält und ein bisschen abwartet.

Das gilt auch für Alan Becker und seine „Animator vs. Animation“-Reihe, denn mit dem neuestens Video hat er die ersten 4 Ausgaben nun zu einem Gesamtwerk zusammengewurstet, hier und da ein wenig Feinschliff betrieben, damit es stimmig ist und auch ab und an neue Musik eingefügt.

Herausgekommen sind 30 Minuten Animationskunst mit ordentlich Unterhaltungswert:

Animator vs. Animation Shorts 1-4, in one video, with edits for continuity, as well as some new music.

]]>
https://www.wihel.de/animator-vs-animation-v-full-movie/feed/ 4
Animator Creating Animation https://www.wihel.de/animator-creating-animation/ https://www.wihel.de/animator-creating-animation/#comments Tue, 17 Nov 2020 07:03:20 +0000 https://www.wihel.de/?p=106909 Animator Creating Animation | Animation | Was is hier eigentlich los?

So richtig sagt es keiner, aber bei uns in der Firma gib es einen kleinen, inoffiziellen Wettbewerb – ausgerechnet auch noch zwischen mir und meinem Chef. Genauer gesagt geht es um die Produktion von Videos, denn nach jedem Sprint jeweiliger Teams erfolgt – so will es der Scrum-Gott – eine Sprint-Review. Wer es nicht kennt: Eine Präsentation der Ergebnisse, die man in den letzten Wochen erreicht hat.

Und genau diese Präsentation wird gefilmt und für die Nachwelt aufgehoben. Womit wir beim Wettkampf sind: Mein Chef macht eine und ich mache eine – natürlich nicht von den gleichen Teams, aber eben regelmäßig. Und weil wir unterschiedliche Menschen sind, gehen wir da auch recht unterschiedlich ran. Geben uns natürlich auch Tipps oder erzählen von Fails, aber ich glaube schon, dass der eine immer ein bisschen versucht den anderen zu übertrumpfen. Was ja auch vollkommen normal und okay ist.

Warum ich das erzähle: Weil es genau diese Aufgabe und der dieser kleine Wettkampf ist, der mir schon unwahrscheinlich viel geholfen und in Sachen Video-Produktion beigebracht hat. Das ist natürlich noch meilenweit davon entfernt, was Profis machen können, aber nicht zuletzt hilft es auch bei unserer Win-Compilation ungemein mit, dass man den einen oder anderen Trick kennt. Größte Herausforderung war zum Beispiel beim Korrigieren von Gesagtem, dass es zwischen den Clip-Übergängen immer mal fies knackte.

Die Lösung: Einfach das Audio-Level vom letzten und ersten Frame der beiden Clips auf 0 setzen. Merkt kein Mensch, aber das Knacken verschwindet.

Will sagen: Eigentlich ist das alles keine Magie, man muss eben nur die kleinen Tricks und Kniffe kennen. Will aber auch sagen: Kennt man die nicht, ist es doch eben Magie und das geht mir sehr stark zum Beispiel bei After Effects so. Hab ich noch nie wirklich bedient, entsprechend auch keine Ahnung, was damit alles geht – aber was Leute damit zaubern können, das ist Voodoo und Hexerei zu gleich.

Manchmal aber eben auch sehr schön, wie Deekay nachfolgend beweist:

This is a small project I did during my spare time.
I am sure we all go through ups and downs when creating art.
Maybe caring a little too much about what others think and not enough appreciation towards your own art.
Whatever you make, it is still your creation.
And it will always give you a like. :)

Wir Menschen sind ja an sich unglaublich gut darin, uns selbst auszulöschen und ich wünschte, ich könnte sagen, dass es dafür durchaus gute Gründe gibt. Gibt es aber nicht. Dennoch sind wir wahre Meister darin und manchmal machen wir das ganz bewusst, die meiste Zeit sind wir aber auch einfach nur bescheuert. Sieht man ja auch in der aktuellen Zeit, in der die Corona-Zahlen wieder rapide ansteigen – und warum? Weil Gundula unbedingt ihren scheiß Urlaub machen muss und sich keinen Lappen ins Gesicht klebt, wenn sie Scheißhauspapier kaufen geht.

Ich bin ehrlich gesagt sehr müde ob dieser Dämlichkeit und jeder Tag und jeder Blick mehr in die Nachrichten macht nur müder. Schließlich ist es alles andere als schwer, sich einfach mal am Riemen zu reißen und Rücksicht walten zu lassen.

Zurück zum eigentlichen Thema: The Atlantic haben eine kleine Animation der menschengemachten Waffen erstellt und zeigen so die Anfänge von irgendwelchen Äxten und Speeren bis hin zu wirklich teuflischen Massenvernichtungswaffen.

From the axe, which originated in 1,000,000 B.C., to today’s killer drones, mankind’s use of weapons has been varied and incredibly inventive. Weapons have changed history and aided in the rise and fall of civilizations. For example, gunpowder, a Chinese invention, led to the development of cannons and guns—revolutionizing warfare in the Middle Ages and beyond.

Much of the research for this video came from the book A History of the World in 100 Weapons.

Spätestens jetzt dürfte klar sein, dass wir vieles auch gar nicht anders verdient haben …

Aus Gründen ist diese Woche mal ein bisschen weniger los …
]]>
https://www.wihel.de/eine-reise-durch-die-geschichte-der-menschengemachten-waffen/feed/ 3
Animation: Peinliche Momente aus dem Alltag https://www.wihel.de/animation-peinliche-momente-aus-dem-alltag/ https://www.wihel.de/animation-peinliche-momente-aus-dem-alltag/#comments Tue, 13 Oct 2020 05:55:03 +0000 https://www.wihel.de/?p=105284 Animation: Peinliche Momente aus dem Alltag | Animation | Was is hier eigentlich los?

Ich sag es ganz offen heraus: So wirklich will ich die alte Normalität gar nicht zurück, zumindest nicht, was das Arbeiten angeht. Wenn man 6 Monate lang quasi zwangsweise von Zuhause arbeiten muss, sich ein Homeoffice geschaffen hat, das nahezu alle Bedürfnisse abdeckt und somit die Vorzüge des Heimarbeitsplatzes vollständig genießen kann … wer will denn da noch wirklich ins Büro?

Klar, dass eine oder andere Smalltalk-Gespräch ist gerade im Homeoffice schwer und nahezu unmöglich, aber sonst? Dank Slack, Zoom und wie sie sonst noch alle heißen, steht einer reibungslosen Kommunikation im Grunde nichts im Weg und sich den Tag einigermaßen frei einteilen zu können … das ist schon gut. Allein was man an Zeit durch Wegfallen des Fahrtweges spart, es ist ein Wahnsinn. Aber einer von der guten Sorte.

Weiterer Vorteil: Einem bleiben eine ganze Menge Peinlichkeiten erspart. Klassiker dabei schlechthin: Leute, die auf der Straße aufeinander zu gehen und immer in die gleiche Richtung ausweichen wollen. Habe auch nach 30 Lebensjahren noch nicht herausgefunden, wie man diese Situation elegant auflöst, aber meistens endet sie mit einem Lachen. Oder damit, dass ich denke, dass der andere eine unfassbar großes Arschloch und wie schade es ist, dass ich keine Kettensäge dabei hab … Oder diese Pappnasen, die nicht warten können, bis erst alle aus Bus / Bahn ausgestiegen sind. Oder einem beim Einparken beobachten. Oder jede andere Situation, in der Menschen aufeinander treffen …

Nata Metlukh hat genau diese und andere Situationen im nachfolgenden Animationsfilmchen eingefangen und zeigt uns, was wir eigentlich schon lange wussten: jeder dieser Momente ist unglaublich awkward.

A day full of socially awkward moments.

✨ Award ✨
Best Short Film of the Year at Promofest (Spain, 2020)

Dank Corona aber auch stark rückläufig. Immerhin das.

Aktuell suchte ich gerade wieder ein paar mehr Serien durch, was vor allem die betrifft, die ich schon mal gesehen hab. Das ging mit 4 Blocks los, danach folgte Dogs of Berlin und zuletzt Skylines (ein Schelm, wer hier ein Muster erkennt). Zwischendurch darf es aber auch mal was ungesehenes sein, dass qualitativ jetzt nicht so super hochwertig wirkte. Salvation zum Beispiel wurde mir immer mal wieder vorgeschlagen, hat mich aber nie so wirklich in den Bann gezogen.

Wenn man aber am Arbeiten ist, dann kann sowas auch gern mal nebenbei laufen – hin und wieder passt man dann doch auf und bekommt so das Wichtigste mit. Und ich muss sagen, das war gar nicht so schlecht (aber schlecht genug, dass die Serie mit einem Cliffhanger endet, weil man einfach keine weitere Staffel geordert hat). Kurz und knapp zusammengefasst: Ein Meteorit – oder Asteroid, vergesse leider immer, was der Unterschied ist – rast auf die Erde zu und es bleiben nur wenige Tage, um das Aus der Menschheit zu verhindern.

Nichts, was man nicht schon mal gehört hat und es ist auch furchtbar absurd, mit was für Nebensächlichkeiten sich die Protagonisten rumschlagen müssen, obwohl das Retten der Menschheit oberste Priorität haben sollte – aber wie gesagt, zum Nebenbeischauen reicht es.

Was mich zu einem spannenden Gedanken brachte: Was macht man, wenn man weiß, dass das Ende nah ist, man nichts dagegen tun kann und irgendwie den Rest seiner Lebenszeit sinnvoll nutzen möchte? Ich weiß, ein philosophisches Fass ohne Boden, über das man bis zum Ende seiner Lebenszeit diskutieren und sinnieren könnte – im Video von Giant Ant bleiben dafür aber lediglich 1 Minute 46 Sekunden Zeit:

If there’s one thing we’ve learned in 2020, it’s that things are hard… and that we’re in it together.

Passt ganz gut zum Jahr 2020, oder? Ich bin „gespannt“, was das nächste Jahr bereithält. Gut möglich, dass wir den Film einfach nachstellen dürfen …

Leider ein Nachteil in meinem Job: ich muss mich auch mit solch ungeliebten Themen wie Vision und langfristigen Strategien rumschlagen. Gut, das müssen andere auch und die meisten finden das eigentlich ganz geil, weil das immer ein bisschen was von Wunschkonzert hat – mir geht das aber tatsächlich sehr auf den Sack, denn nicht selten werden dabei übertrieben große Zeiträume betrachtet. Ein ganz besonders schönes Beispiel: Die Firma muss eine finanzielle Planung für die nächsten 5 Jahre aufstellen, was einfach nur vollkommen absurd ist (und ja, es erinnert sehr stark an die 5-Jahres-Pläne der ehemaligen DDR – wir alle wissen, wie sinnvoll das war) und wenn nicht 2020 welches Jahr sonst könnte besser zeigen, dass derlei Planungen recht sinnfrei sind.

Ein anderes Beispiel, dass vermutlich auch jeder schon mal ertragen musste: Die klassische Frage im Bewerbungsgespräch, wo man sich in 5 Jahren sieht. Das hat natürlich viel mit Psychologie zu tun und soll irgendeine bahnbrechende Erkenntnis bringen – für mich ist es aber nur ein weiterer Beweis dafür, dass Bewerbungsgespräche und derlei Taktiken ganz großer Mist sind und sich beide Parteien eigentlich nur die Hucke volllügen.

Was ich sagen will: Ausblicke in die Zukunft sind mit Vorsicht zu genießen, besonders je weiter der Ausblick reicht. Ist ja irgendwo auch logisch oder?

Falls nicht, Lazy Square hat da einen ganz wunderbaren 30-Sekünder animiert, der das ziemlich genau auf den Punkt bringt – der Unterschied zwischen Wunsch und Wirklichkeit kann halt wirklich sehr groß sein. Besonders was die Zukunft angeht:

Just a small pathetic cartoon before the school year// Просто небольшой пафосный мультик перед началом учебного года

Irgendwo ist ja aber auch das ein Fortschritt oder nicht? ODER NICHT?

Schon vor ein paar Wochen mussten wir feststellen: Beim real unseres Vertrauens gibt es keine „Edlen Tropfen“ mehr. Das ist eigentlich nicht schlimm, weil wir die Dinger nicht wirklich kauften – da ist ja schließlich nie Qualitätsalkohol drin und überhaupt ist es verwunderlich, dass das Zeug so schmeckt wie vorn drauf gedruckt – aber greifen da gern mal drauf zurück, wenn der eine oder andere Geburtstag ansteht. Was wir jetzt natürlich nicht mehr können, was gleich zwei Fragen mit sich bringt:

Erstens: Wo hernehmen, wenn nicht stehlen? Nein, Spaß, aber wirklich: müssen wir jetzt tatsächlich für billigen Alkohol, umhüllt von Schokolade wirklich gesondert losfahren? Da steht ja Aufwand und Ertrag in keinem Verhältnis …

Und zweitens: Gab es vielleicht einen kleinen Krieg zwischen real und dem Hersteller von „Edle Tropfen“ von dem wir medial nichts mitbekommen haben? Wenn sich EDEKA oder Kaufland mit Coca-Cola und Co. anlegen, wird die Pressesau immer durchs Dorf getrieben, aber wenn es um die wirklich wichtigen Dinge geht wie zukünftige Geburtstagsgeschenke, dann schweigt sich die Presse wieder aus oder wie? Die da oben machen immer mehr, was sie wollen!

Überhaupt muss ich aber zusammenzucken, wenn ich schreibe, dass der real ein Markt unseres Vertrauens ist, denn … das Ding ist halt wirklich unfassbar runtergerockt, hat nie so richtig eine Auswahl an neueren Produkten und Sorten und wird von uns eigentlich nur besucht, weil in der Nähe auch Aldi ist und man bei dem einen bekommt, was der andere nicht hat.

Und das kommt in letzter Zeit leider häufiger vor, was zum einen enttäuschend ist, zum anderen aber auch sauer macht. Da kann man dann auch schon mal ausrasten und sowohl Laden als auch Mitarbeiter zu Kleinholz verarbeiten – so ein bisschen so wie im neuesten Animationsfilmchen von Piemations:

Bobby Cue is makin’ ribs and he’s gotta pick up some barbecue sauce real quick.

Da werden wieder Erinnerungen an die frühen Tage des Internets wach. Damals, als Strichmännern noch der heiße Scheiß waren. Schön war’s.

Wir bleiben heute ein bisschen kunstvoll und vielleicht auch abgedreht, aber wo das vorhergehende Video von omozoc vielleicht noch ein bisschen Sinn gemacht hat, wird es bei dem hier von Mike Nemcek schon deutlich schwieriger.

Eigentlich fliegen hier nur Lebensmittel durch die Gegend, teils sehr kunstvoll, teils sogar tanzend und ab und an werden die auch mehr oder weniger verarbeitet. Musikalisch ist das auch alles sehr angenehm, visuell sowieso – aber so richtig dahinter kommen, was das nun soll, ob das nun Werbung ist, irgendein Showreel oder was auch immer … das will mir einfach nicht gelingen.

Muss es an sich aber auch nicht, schließlich reden ja immer alle davon, dass Kunst genau das machen soll – Leute verwirren, zum Denken anregen … und vielleicht auch verrückt werden lassen. Oder so.

Dennoch ist es unfassbar gut gemacht und auch wenn das hier vermutlich wirklich alles nur aus dem Rechner kommt und nichts davon echt ist – ich mag das sehr:

Edibles is another short film based on curiosity, weirdness, love for colors, desire to create something different, and a bit of an accident. People admire a fancy cuisine, but what if ordinary and plain food had something to say as well? What if it could dance or express the character. Playing with my dinner and observing the movements was the first idea and the centered torus shape was a common key for the choreography. Make sure to turn the sound on as I carefully paid attention to this detail as well. Enjoy!

Und immerhin: Das erste Video, dass nahezu ausschließlich aus Essen besteht und ich nicht sofort Hunger bekomme. Muss man auch erstmal hinkriegen.

Schaut euch auch ruhig seine anderen Videos an, das eine oder andere Showreel ist da tatsächlich zu finden und insgesamt ist das alles schon ziemlich genial, was Nemcek fabriziert.

Vor ein paar Wochen hab ich mal wieder eigentlich sehr unnötig Geld ausgegeben. Das mach ich häufiger mal, weil es Spaß macht und zum Glück bei Weitem nicht mehr so oft wie früher – aber in diesem Fall hab ich neue UNO-Karten gekauft.

Und das ist gleich doppelt unnötig, wenn nicht sogar dreifach unnötig, denn es ist mittlerweile das dritte UNO-Spiel, dass wir besitzen, wobei man auch sagen muss: eines gehört Line und die anderen beiden einfach mir. UNO ist ja auch nicht nur irgendein Spiel, UNO kann auch schon mal eine Lebenseinstellung sein – da macht man keine Kompromisse.

Außerdem besteht die neue Variante aus eher minimalistischen Karten. Das Spiel selbst ist nach wie vor das gleiche, es spielt sich auch nicht wesentlich angenehmer oder schlechter, aber die Karten … sind einfach unfassbar schön. Das ist fast schon so, als würde man mit Kunst spielen und nicht mit Spielkarten und zumindest mir macht das dann auch direkt ein bisschen mehr Spaß. Nachteil allerdings: Unsere Mischmaschine mag die Dinger nicht …

Bleibt aber noch die Frage, was wir mit dem überflüssigen dritten Kartendeck nun anstellen, dass vermutlich keiner mehr benutzen wird (was irgendwie auch gemein ist. Da kommt ein neues Kartendeck an, sieht besser aus und plötzlich ist man das Arschloch, mit dem keiner mehr was zu tun haben will. Wegen Äußerlichkeiten! Das Leben als Spielkarten – es ist ein hartes und undankbares).

Verschenken oder einfach wegschmeißen liegen da schnell auf der Hand – vielleicht versuchen wir uns aber auch einfach daran, die Gesetze der Physik außer Kraft zu setzen. Genau das hat nämlich omozoc getan und davon ein kleines Stop-Motion-Video gedreht.

Wie das bei Stop-Motion eben so ist – flüssig ist was anderes. Aber das hier wirkt dennoch unglaublich smooth und der extrem geschickte Einsatz des Sounds sowie die kleine Überraschung am Ende … das ist schon wirklich gut:

In this video I ignore the laws of physics.

This video is not CG (computer graphic).
This is a video created by combining 1667 photos.
I do not use image processing software such as Photoshop.

Wie sich das gehört, auch an dieser Stelle: Schaut euch auch ruhig mal die anderen Video von ihm an. Nicht alle versteht man auf Anhieb, aber jedes Einzelne hat irgendwas.

]]>
https://www.wihel.de/starkes-karten-stop-motion-video/feed/ 2
Superhelden vereint im Kampf gegen Corona https://www.wihel.de/superhelden-vereint-im-kampf-gegen-corona/ https://www.wihel.de/superhelden-vereint-im-kampf-gegen-corona/#comments Mon, 04 May 2020 10:50:26 +0000 https://www.wihel.de/?p=101455 Superhelden vereint im Kampf gegen Corona | Animation | Was is hier eigentlich los?

Ich hatte es gestern schon in der Wochenzusammenfassung angesprochen: In meiner grenzenlosen Naivität bin ich Donnerstag in den Baumarkt gefahren. Eigentlich sogar in drei, weil ich absolut wenig Motivation dazu hatte, mich in irgendwelche dusseligen Warteschlangen zu stellen und viel zu lange darauf zu warten, einen Laden betreten zu dürfen. Beim Bäcker ist das noch okay, aber im Baumarkt ist man ja in den seltensten Fällen innerhalb von ein paar Minuten durch (außer man ist ich, weiß, was man braucht und kann Schilder lesen, damit man auch schnell findet, was man sucht).

Davon mal ab, dass der Baumarkt alles dafür getan hat, dass das Einkaufserlebnis absolut keine Freude macht – was definitiv ein Vorwurf an falscher Stelle ist, schließlich befolgen die ja auch nur die gültigen Auflagen, wobei man sich aber doch fragen muss, ob wirklich das komplette Sortiment auf engstem Raum zusammengepfercht werden muss und ob die dadurch geschaffene Enge noch einhergeht mit dem, was eigentlich angeordnet wurde – war es auch das absolut perfekte Beispiel dafür, dass die Lockerungen im Moment sicherlich gern gesehen sind, man aber nicht darauf hoffen darf, dass die Leute mit der zurückgewonnen Freiheit verantwortungsvoll umgehen.

Oder anders ausgedrückt: Die Leute sind einfach bescheuert und ich geh weiterhin davon aus, dass das nicht das letzte Mal war, dass wir in unserer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden müssen. Abstände hat da jedenfalls niemand eingehalten und selbst mir fiel es schwer, weil die Menschen einfach wie die Gehirnamputierten unkontrolliert umhergestolpert sind. Es war wirklich schlimm.

Wahrscheinlich brauchen wir am Ende wirklich ein paar Superhelden, die die Sache in die Hand nehmen – ich weiß, klingt absurd, aber ohne sie wird es kaum gehen. Wir einfaches Fußvolk sind jedenfalls nicht in der Lage. Müssen wir aber auch nicht, zumindest nicht im nachfolgenden Kurzfilm von Mightyraccoon bzw. Saruhan Saral, seines Zeichens Student in Istanbul.

Und der hat einfach die gängigsten Superhelden der Popkultur versammelt und in den Kampf gegen Corona geschickt, was nicht nur an sich sehr unterhaltsam ist, sondern auch mal wieder die eine oder andere Figur aus der Gedankenversenkung zurückholt:

Heroes of our generation comes together to stop “COVID-19”!

Da ja Avengers Endgame so ein bisschen die bisherigen Avengers zum Abschluss geführt hat, eine gar nicht mal so schlechte Inspirationsquelle für die nächste Generation oder?

Im Grunde ist ja schon alles über Pizza erzählt. Rundes Stück Teig, belegt und im Ofen erhitzt – Zack, schon gehört man zum UNESCO Weltkulturerbe. Aber auch nur, wenn man so gemacht wurde, wie sie es in Neapel machen.

Da ich aber diese Woche ohnehin viel an einem firmeninternen Quiz gearbeitet hab, stürzen wir uns doch einfach mal auf ein paar Fakten, die vermutlich nicht jeder kennt – denn auch bei Pizza kann man sicher noch das eine oder andere lernen.

Wusstet ihr zum Beispiel, dass es die Pizza erst/schon seit dem 18. Jahrhundert gibt? Das gilt aber eher für die Variante, die mit Olivenöl, Tomaten und Oregano belegt ist, das Wort Pizza selbst ist wohl noch älter, bezieht sich aber auf Hefeteig mit Olivenöl, Salz, Zwiebeln und Schweineschmalz als Zutaten (also keine Tomaten) und irgendwie klingt das furztrocken, aber schreit auch beinahe nach einem Test. Denn: Schweineschmalz auf Pizza? Was kommt als nächstes, Ananas?

Was vermutlich auch keiner wusste: Die Pizza Margherita geht auf die Frau von König Umberto I zurück. Der hatte damals den Pizzabäcker Raffaele Esposito beauftragt, eine Pizza für seine Frau zu backen. Der wiederum hat sich an den traditionellen Farben Italiens orientiert und einfach Basilikum, Mozzarella und Tomaten genommen – fertig war die Pizza Margherita, die ihren Namen von eben besagter Frau bekam (und das das historisch widerlegt wurde, lassen wir einfach mal außer Acht, weil die Story dafür zu gut ist)

Zu guter Letzt: Die erste Pizzeria in Deutschland entstand 1952 in Würzburg – denn welche Stadt schreit besser und lauter nach Pizza als Würzburg?

Worum es hier aber eigentlich gehen sollte: Das Animationsstudio auroraMeccanica hat ein ganz tolles Stop Motion-Video zum Thema Pizza gemacht:

Hi! This is a stop motion by auroraMeccanica
creative animation studio. how to make a perfect pizza??

Kurzgesagt hat sich mittlerweile zu einem der erfolgreichsten YouTube-Kanäle überhaupt was an sich schon ganz schön ist, aber vor allem, weil es zeigt, dass man auch mit wertvollem Content erfolgreich sein kann und es eben nicht nur hohles Gelaber und Schminktipps braucht. Stattdessen gibt es Themen, die man vielleicht, vielleicht auch nicht auf dem Schirm hat, die man aber dennoch erklärt bekommt und das in einer Weise, dass es eigentlich jeder verstehen sollte. Dazu ein paar nette Animationen und das alles auf einer sehr angenehmen Länge reduziert – wer die Videos schaut, wird definitiv nicht dümmer, langweilt sich dabei aber auch nicht. Vollkommen zu Recht ein Erfolgsrezept.

Was bei all der Wissenschaft und den ganzen Animationen aber bisher nicht beantwortet wurde: Wie werden die Videos überhaupt gemacht? Sicherlich mit Rechner und passender Software, aber nicht zuletzt Maik und ich wissen dank unserer Win-Compilation, dass der Teufel oft im Detail steckt und es nicht selten gerade die kleinen Dinge sind, die irgendwas richtig cool machen (wir werden ja bis heute noch gelobt, dass wir Sounds von einem Video auch in anderen Videos nutzen, was im Grunde nur aus der Not heraus entstanden ist, weil Videos ohne Ton keinen Spaß machen – aber pscht, habt ihr nicht von mir).

Aber auch diese Frage bleibt nur bis zu einem bestimmten Tag unbeantwortet und wartet nur darauf von Kurzgesagt beantwortet zu werden. Und dieser Tag ist heute gekommen:

For years, you have been asking us how we make our videos. So let’s finally talk about it! From research, writing the script, illustrating, to animating, narrating and composing music, a Kurzgesagt video takes roughly 1.200 hours to produce!

Jetzt fehlt wirklich nur noch der Tag, an dem man eines der Videos schaut und danach weiterhin gleichdumm ist …

Der Monat neigt sich schon wieder dem Ende zu, was zunächst bedeutet, dass unser real, bei dem wir jede Woche unsere Einkäufe erledigen verdammt noch mal endlich Baumstammkuchen-Spitzen ins Sortiment bringen sollte!!! Die zweite Woche schon, in der ich enttäuscht den Laden verlassen musste, das kann doch echt nicht wahr sein.

Aber es bedeutet auch, dass die nächste Win-Compilation ansteht, was zwar nach wie vor und mindestens seit dem vorletzten Mal wieder etwas mehr Spaß macht, aber gerade von mir noch ein bisschen auf die lange Bank geschoben wird. Je näher man dem Ende des Jahres kommt, umso fauler wird man – vermutlich weil man weiß, dass diese ganzen Weihnachtseinkäufe und Jahresendspurte noch anstrengend genug werden.

Das geht aber nicht nur Maik und mir so, auch andere sind scheinbar schon fleißig mit der Erstellung sämtlicher Compilations beschäftigt und die Jungs und Mädels von Frame Order machen das ja auch innerhalb eines Jahres immer mal wieder.

Das Schöne ist, dass deren Compilations nahezu immer nur Highlights bereithalten, so auch die nachfolgende, die sich dem Thema Filme annimmt. Das eine oder andere Video war mir auch vorher bekannt, aber insgesamt mal wieder eine ganz vorzügliche Ansammlung an hochwertiger Cartoon-Unterhaltung:

Movie parody Cartoons by Frame Order. The best movie parody episodes of the Cartoon Box series.

Wer gern mehr von sehen möchte, dem sei der YouTube-Kanal wärmstens ans Herz gelegt. Oder wie schon beim letzten Mal geschrieben: einfach wihel.de abonnieren, ich sortier gern und kostenfrei vor.

]]>
https://www.wihel.de/die-movie-parody-compilation-von-frame-order/feed/ 1
Textless – Wenn Buchstaben ihren Halt verlieren https://www.wihel.de/textless-wenn-buchstaben-ihren-halt-verlieren/ https://www.wihel.de/textless-wenn-buchstaben-ihren-halt-verlieren/#comments Wed, 18 Sep 2019 10:52:55 +0000 https://www.wihel.de/?p=97876 Textless – Wenn Buchstaben ihren Halt verlieren | Animation | Was is hier eigentlich los?

Schon zu meiner Ausbildung fand ich es sehr schleierhaft, dass es doch tatsächlich Leute gibt, die es für gut investiertes Geld halten, riesige Plakatwände vollzukleben und dadurch Abverkäufe zu generieren. Ich mein, klar, die sind mehr oder weniger aufmerksamkeitsstark und dank der Größe kann man sich da auch kreativ einigermaßen austoben – aber man versetze sich nur mal in die Lage des potentiellen Kunden.

Der sieht das Plakat, liest es, findet im besten Fall sogar das Draufgeschriebene witzig – und macht dann wieder das, was er eigentlich machen wollte. Zack, alles vergessen und der Sichtkontakt war zwar nicht kostenlos aber umsonst. Natürlich bleiben immer ein paar hängen, aber die breite Masse lässt sich davon nicht beeindrucken – außer man wirft so richtig viel Geld aus dem Fenster und pflastert ganze Straßen und Städte mit seinem Scheiß zu – dann entsteht vielleicht auch sowas wie Werbewirkung, die aber auch schnell mit „nerven“ zusammenhängt.

Und wenn wir schon bei hängen bleiben sind, in Textless, dem kleinen Film von Gareth Smith und Jenny Lee bleibt relativ wenig hängen, zumindest in Sachen Buchstaben und Text auf Plakaten, Schildern und Wänden. Das ist nicht nur witzig anzuschauen, sondern auch irgendwie sehr beeindruckend, wenn man sich mal überlegt, wie aufwändig diese kleinen Animationen sein müssen, besonders wenn sich die Kamera auch noch bewegt:

Directed by: Gareth Smith
Drums: Jonathan Pinson

Animation: Gareth Smith, Theo Alexopoulos

Music Consultant: Jake Bloch
Sound Design: Theo Alexopoulos
Thank You: Jenny Lee, Graham Clark

Okay, dieses Mal geht es wirklich nicht um das Thema „Urlaub“, ich bin ja selbst schon ganz genervt davon und das, wo ich den Beitrag doch zu einer Zeit geschrieben habe, in der der Urlaub noch ordentlich weit in der Zukunft lag.

Viel mehr möchte ich nur kurz noch eine Sache erwähnen, die ich an meinem neuen Job unfassbar gut finde und vielleicht sogar ein bisschen liebe: man kann zu jeder Zeit und zu nahezu jedem Thema Fragen stellen und bekommt niemals nie einen schiefen Blick, ein Augenrollen oder sonstiges Feedback, das einen Zweifeln oder sich schämen lässt.

Ich weiß, das ist eigentlich das Normalste der Welt, aber ich hatte eben auch schon Jobs, bei denen man sehr schnell an den Punkt kommt, an dem man denkt, dass auch nur die kleinste Nachfrage nach Wasauchimmer schon der erste und größte Fehler ist, den man machen kann.

Dabei ist es das genaue Gegenteil: Nur wer fragt, kann auch dazu lernen, zeigt Interesse und wird am Ende schlauer. Außerdem kann so eine Frage auch noch ganz anders nützlich sein, denn sie bringt ein äußerst praktikables Fragezeichen mit sich – ein paar Anwendungsbeispiele im nachfolgenden Animationsfilmchen:

Also: Nie aufhören, Fragen zu stellen!

Das Ding hier schlummert schon eine ganze Weile in meinem Feedreader und mittlerweile bin ich die letzten Tage immer wieder drüber gestolpert und dachte zum wiederholten Male: ach komm, hebste mal für später auf, wenn dir der Content ausgeht – ist ja schließlich zeitlos und auch noch in ein paar Monaten schön anzusehen.

Nun, heute hab ich dann intensiver nach Content suchen müssen und wurde dabei überrascht, dass ich irgendwann bei gespeicherten Artikeln aus 2018 angekommen bin. Keine Ahnung, ob es an mir liegt oder der Content insgesamt einfach schlechter geworden ist, aber immer seltener speicher ich mir Beiträge ab, aus denen ich was machen will. Ich wird wohl tatsächlich alt.

Auf jeden Fall stamm dieses Werk hier von Omar Hashem, der eigentlich gar nicht für seine Fähigkeiten in der Animationskunst bekannt ist – dürfte sich aber schnell ändern. Denn das nachfolgende Video ist sein Erstlingswerk und es ist so verdammt gut, dass man meinen könnte, Hashem hätte in seinem Leben nie etwas anderes gemacht:

My first personal 3D short film,
a surreal journey from a dream warm world to a cold, isolated one.
consider it a homage to all the movies/artists that I admire.

Ein paar Standbilder aus dem Video gibt es an dieser Stelle – da wird noch mal deutlich, wie großartig seine Arbeit am Ende tatsächlich ist.

Ich könnte jetzt sagen, dass es mit guten Videos wie mit Wein ist – sie brauchen ein paar Jahre, um noch besser zu werden und vor sich hin zu reifen. Aber machen wir uns nichts vor, manchmal bin ich einfach dumm und merke nicht, wenn gute Videos gut sind. Oder ich bekomm sie einfach nicht mit, weil auch meine Lebenszeit begrenzt ist und Tag nur 24 Stunden hat.

Besonders deutlich wird das, wenn Youtuber Lazy Square die ersten 30 Jahre seines Lebens in schmale 30 Sekunden Animations-Video packt. Das das außerordentlich gut animiert ist, steht dabei außer Frage, am meisten mag ich aber, dass sich alles in seinem Zimmer abspielt.

Und natürlich, wie sich die Plakate an der Wand ändern, welche Phasen er wie durchmacht und das tatsächlich mehr oder weniger nach einer Verschwendung von Lebenszeit aussieht. So, wie das vermutlich bei uns allen der Fall war. Außer man hat Facebook oder einen anderen Kram erfunden, der einen unfassbar reich gemacht hat:

Anniversary video // Подвожу итоги к прошедшему юбилею

An dieser Stelle eine ausdrückliche Empfehlung für die restlichen Videos auf seinem YouTube-Kanal – da sind ein paar wirkliche Perlen dabei, allen voran seine Terminator-Parodie.

Dieser ständige Montag, der stoisch jede Woche ankommt, beginnt mich dieses Jahr besonders früh zu nerven – zumindest regt es mich zunehmend immer mehr auf, dass das Wochenende nur aus zwei und die Arbeitswoche aus 5 Tagen besteht. Auch wenn mir meine Arbeit Spaß macht, aber die Zeit auf der heimischen Couch oder beim Erledigen von irgendwelchem Mist in den eigenen 4 Wänden bringt dann einfach doch mehr Spaß.

Außerdem kann die Arbeit halt auch so viel Spaß machen, wie sie will, irgendwas gibt es immer, das stört oder nervt und einen davon abhält, einfach mal konzentriert zu arbeiten. Außer man hat zwei Hunde im Büro, die mal kurz aufeinander losgegangen sind, sodass die Kollegen ein bisschen Angst bekommen – schon nehmen die Besuche schlagartig ab.

Und wenn es doch mal überhandnimmt, dann rastet man eben einfach mal am Ende der Woche aus und macht klare Ansagen. Oder beseitigt das Problem auf andere Weise, zum Beispiel so wie im Animationsfilmchen von Damien Bastelica, der meine Wochen eigentlich perfekt zusammenfassen. Nur dass ich mehr Haare auf der Brust habe:

Mondays can be a drag. But imagine if everyday sucked. Well, that’s Roger’s life and… he’s having one hell of a week.

Diese Woche dürfte aber nichts zu befürchten sein, schließlich sind es ja nur 4 Tage Arbeit.

Seit mehreren Monaten folge ich schon einem Account auf Instagram, der eigentlich immer nur einen kleinen Igel zeigt. Nie von mir verbloggt, ich tippe mal auf pure Angst vor Abmahnungen, empfehle aber jedem, diesem Account zu folgen – ein bisschen Süßigkeit, die einem dem Tag oder zumindest die Woche erhellen kann.

Und dieser Account zeigt gleichzeitig: Igel sind schon ziemlich niedliche Tiere. Wobei das ja ohnehin für alle Tiere gilt, die noch klein sind – außer vielleicht Nacktmulle, die sehen einfach immer aus wie Penisse, egal ob klein oder groß. Kann man aber auch süß finden. Irgendwie.

Um einen Igel dreht sich auch der vielleicht süßeste Weihnachtsfilm des Jahres. Natürlich animiert, denn Igel hören eher schlecht auf Kommandos und natürlich wird hier auch hart auf die Emotionsdrüse gedrückt. Und natürlich ist das auch nur wieder Werbung – macht ihn alles aber nicht wirklich schlecht:

Directed by Kyra & Constantin ‘First Christmas’ is a love story told in beautiful animation with woodland characters spreading the message. We follow Henry the Hedgehog as he starts at a new school. His spikes make it hard for him to fit in but luckily he has a friend, Squirrel, looking out for him. The CGI animation has been given a truly unique tactile and fuzzy feel with Kyra & Constantin telling the story of love through the adorable characters.

Damit dürfte klar sein, dass der diesjährige Pokal für den Weihnachtsfilm des Jahres mal nicht an Edeka und Co. geht. Wobei – vielleicht kommt da ja auch noch was.

Ja ja, ich weiß: die Verschmutzung der Weltmeere ist ein alter Hut und so oft wie in letzter Zeit darüber gesprochen und berichtet wird, so sehr kann es auch keiner hören. Müssen wir ja auch nicht, denn schließlich haben wir durch Verbote von Plastiktüten und Strohhalmen alles unternommen, was in unserer Macht steht (für die ganz doofen: Ironie off).

Ich denke, die Lösungen sind jedem klar, genauso dass jeder bei sich anfangen muss – und auch, dass das niemand tun wird, schließlich machen es die anderen ja auch nicht. Wir alle kennen das spiel.

Und so kommt es vielleicht doch, wie es die Studenten der CGI Animation School MoPA prophezeien – die Evolution wird auch vor der Verschmutzung nicht stehen bleiben, auf der Türschwelle umdrehen und einfach warten, bis sich das irgendwie von selbst geregelt hat. Stattdessen gibt es dann eben doch Autohaie und kleine Ölfassfische, die zumindest im nachfolgenden Video ziemlich gut animiert sind:

When marine wildlife suffer the pollution surrounding it, the rules of survival change…

Eigentlich alles gar nicht so schlimm oder?

Ein kleines Making Of gab es direkt auch noch – ist ja immer ganz spannend, auch mal hinter die Kulissen zu schauen:

4 Jahre ist es auch schon wieder her, dass Alan Becker in meinen Dunstkreis eindrang – mit seinem Video Animator vs. Animation. Natürlich war ich wieder der Meinung, dass ich das Video hier auf der Webseite irgendwann festgehalten hätte, hab ich aber nicht. Ich hatte 2014 allerdings auch keine Ahnung von irgendwas und so verwundert ja weder das, noch das andere. Außerdem hab ich mich damals schon intensiv damit beschäftigt, mir keine ekelhaften Computer-Viren einzufangen (was mir, seit ich OSX benutze, auch einigermaßen gut gelungen ist). Liegt natürlich nicht allein am Betriebssystem, denn natürlich weiß auch ich, dass “es gibt keine Viren für den Mac” mehr Märchen als Realität ist – aber bisher blieb ich verschont.

Bis auf ein einziges Mal, dass aber mehr Phishing als Virus war und sich eher auf GMail bezog als auf meinen Rechner. Fiese Nummer damals. Aber nicht so fies wie der Virus, den Alan Becker mit seinem kleinen Animationsmännchen bekämpfen muss – ein Schelm, wer irgendwelche fiesen Gedanken dabei bekommt, dass Becker hier offensichtlich Windows im Einsatz hat:

Scheiß Cliffhanger … dabei weiß doch jeder, dass am Ende das Schiff untergeht.

Fast genauso schlimm wie Werbung sind Jingles für den Sender, den man gerade sieht oder hört. Ein entscheidender Grund dafür, dass ich kaum bis gar nicht mehr Radio höre ist nämlich auch schlichtweg, dass ich nicht alle 5 Minuten daran erinnert werden muss, welchen Sender ich gerade höre. Die aktuelle Geräte-Generation hat ja ohnehin standardmäßig Möglichkeiten, genau diese Info anzuzeigen und ich halte mich auch noch nicht für dement genug, als dass ich diesen „Service“ wirklich bräuchte.

Gilt im Übrigen auch für Fernsehsender – wie debil muss man sein, dass die Anzeige in der oberen linken oder rechten Ecke mit dem aktuellen Sender-Logo nicht ausreicht und man nun auch visuell immer wieder dran erinnert werden muss, was man gerade schaut? Zumal das Niveau nahezu überall gleich ist und das mein ich bei Weitem nicht positiv.

Die einzigen, die das noch dürfen, sind die Jungs und Mädels des französischen Senders France 3 – denn die machen das immerhin auf witzige Weise, indem sie berühmte Szenen aus Film und Fernsehen mit Murmeltieren nachstellen:

Since 2013, France 3 has had original idents for summers and winters, with 3D-animated animals. In 2015, idents staging marmot musicians were introduced. They were designed by French agency Dream On. After handing over to balloon-animals last year, the marmots are back this year, with a brand new concept: mocking cult films.

Wir alle sollten ein Murmeltier haben. Und mindestens einen Pinguin – alles andere ist Wahnsinn.

Arte gehört jetzt nicht unbedingt zu meinen bevorzugten Programmen und vermutlich sind wir alle fein damit, wenn wir uns darauf einigen, dass mein Intellekt dafür einfach nicht ausreicht. Aber Spaß beiseite: wenn ich mich vor den Fernseher hänge und lineares Programm schaue, dann eher aus Unterhaltungszwecken und dafür ist mir das Programm von Arte einfach nicht locker genug. Außerdem ist es bei mir im Hinterstübchen noch immer der Sender, der irgendwelchen Kram aus Frankreich zeigt und mit französischen Filmen kann ich einfach nicht umgehen.

Tatsächlich hat Arte aber auch ganz coole Sendungen im Programm, die auf witzige Weise Wissen vermitteln. So wie ich das manchmal auch tue, nur machen die das eben noch ein bisschen besser.

Ein schönes Beispiel dafür ist das nachfolgende Video, dass in bester Comic-Manier und trotzdem einigermaßen ungeschönt erklärt, dass Clowns-Fische – also Nemo und Konsorten – in Sachen Geschlecht recht flexibel sind und Pinguine womöglich irgendwann auf der Reeperbahn anzutreffen sind. Und was bitte ist mit dem Prachtkäfer los?

Niedliche Tiere tun den Menschen offenbar gut, manchmal wünschen sie sich sogar, als süßes Tier wiedergeboren zu werden. Aber man kann nicht davon ausgehen, dass Tiere, nur weil sie so niedlich sind wie etwa der Clownsfisch Nemo, auch ein rosarotes Leben haben. Im Tierreich geht es mindestens genauso brutal zu wie unter Menschen. Das zeigen zum Beispiel die bizarren Sexpraktiken der Bananenschnecke. Und selbst Prostitution ist in der Tierwelt gängige Praxis. Adeliepinguine prostituieren sich für eine Handvoll Steinchen …

Prostituierende Pinguine … mehr muss man heute nicht sehen.

]]>
https://www.wihel.de/versaute-tiere-warum-nemo-wirklich-abgehauen-ist-und-noch-mehr/feed/ 5
Cartoons von Nick Murray Willis mit WWE-Kommentaren unterlegt https://www.wihel.de/cartoons-von-nick-murray-willis-mit-wwe-kommentaren-unterlegt/ https://www.wihel.de/cartoons-von-nick-murray-willis-mit-wwe-kommentaren-unterlegt/#comments Wed, 18 Jul 2018 06:13:03 +0000 https://www.wihel.de/?p=91632 Cartoons von Nick Murray Willis mit WWE-Kommentaren unterlegt | Lustiges | Was is hier eigentlich los?

Meine Oma war mal sehr sehr großer Fan von dieser ganzen Wrestling-Geschichte und als ich noch nicht kapiert hatte, dass das eigentlich alles nur gestellt ist, fand ich das auch recht spektakulär. Aber irgendwann dämmerte es auch immer und seitdem war die Nummer eigentlich aus meinem Bewusstsein raus.

Seit ein paar Monaten verfolge ich nun aber zumindest in der Sportnachrichten-App meiner Wahl das Geschehen. Sehr oberflächlich natürlich und so wirklich will ich da auch gar nicht weiter einsteigen – aber es ist schon ein Wahnsinn, was die da für Kohle scheffeln. Es funktioniert eben auch heute noch, die ureigenen Instinkte der Menschen mit solch einem Theater zu befriedigen, selbst bei mir.

Nick Murray Willis hat sich nun vor einiger Zeit einen Spaß daraus gemacht und Comics mit den teils hart übertriebenen WWE-Kommentaren unterlegt (oder die Comics zu den Kommentaren gezeichnet – kommt am Ende aufs Gleiche raus). Und das ist herrlich absurd, bizarr und lustig:

Wird mal wieder Zeit, dass ich eine Runde auf der Playstation daddel. Wobei mir 2k17 deutlich mehr Spaß gemacht hat als 2k18.

Sehr zu empfehlen sind auch die anderen Videos von Willis, unter anderem die Movie-Lines fand ich ebenfalls sehr unterhaltsam:

Unbedingt auch den Rest von ihm anschauen!

]]>
https://www.wihel.de/cartoons-von-nick-murray-willis-mit-wwe-kommentaren-unterlegt/feed/ 3
Panic – Ein Cartoon über die üblichen Ängste kurz nach Reisebeginn https://www.wihel.de/panic-ein-cartoon-ueber-die-ueblichen-aengste-kurz-nach-reisebeginn/ https://www.wihel.de/panic-ein-cartoon-ueber-die-ueblichen-aengste-kurz-nach-reisebeginn/#comments Thu, 12 Jul 2018 10:26:29 +0000 https://www.wihel.de/?p=91552 Panic – Ein Cartoon über die üblichen Ängste kurz nach Reisebeginn | Lustiges | Was is hier eigentlich los?

Es ist ja schon fast schändlich, dass es auf wihel.de noch keinen Comic von Frame Order gab, sind die doch nicht nur mit hohem Wiedererkennungswert gezeichnet, sondern haben auch einen großartigen Humor. Bestes Beispiel dafür ist Panic – ein Cartoon, der die üblichen Ängste direkt nach Reiseantritt thematisiert. Kennt sicherlich jeder, die ersten Kilometer sind gefahren und plötzlich kommt das kleine Männchen im Hinterkopf zum Vorschein und fragt ganz unschuldig, ob man denn die Kaffeemaschine ausgemacht hat, wie es um den Ofen steht und ist die Haustür überhaupt abgeschlossen?

Bei uns ist das mittlerweile schon ein Running-Gag wenn Schwiegermutter mit dabei ist – in dem kleinen Filmchen von Frame Order wird das Ganze aber dermaßen aufgebauscht, dass ich hoffe, dass sie nie derlei Gedanken zu bewältigen hat. Überspitzung soweit das Auge reicht, aber eben auch mit einer ganz großen Portion Humor. Meine Lieblingsszene ist die Oma, die aus dem Rollstuhl fällt und mit dem Gesicht direkt auf dem Bügeleisen landet (was irgendwie sehr bedenklich klingt, wenn man das liest und den Cartoon noch nicht geschaut hat):

PANIC! On her way to the beach a woman is panicking in her car: did she turn off the gas? She has another panic attack: did she leave the water running? Another panic attack: is the window locked? Her holiday anxiety grows to absurd proportions in this comedy cartoon video with funny humor. Try not to lol.

]]>
https://www.wihel.de/panic-ein-cartoon-ueber-die-ueblichen-aengste-kurz-nach-reisebeginn/feed/ 6
Animation: Heart of Lio – Lionel Messis Werdegang https://www.wihel.de/animation-heart-of-lio-lionel-messis-werdegang/ https://www.wihel.de/animation-heart-of-lio-lionel-messis-werdegang/#comments Wed, 20 Jun 2018 10:15:54 +0000 https://www.wihel.de/?p=90985 Animation: Heart of Lio – Lionel Messis Werdegang | Animation | Was is hier eigentlich los?

Eigentlich kann einem Lionel Messi nur leid tun. Auf Vereinsebene einer der besten – wenn nicht sogar DER beste – Fußballer unserer Zeit, aber sobald es zur Nationalmannschaft geht, ist er nur noch ein Schatten seiner selbst (trotz so manch genialem Moment). Und selbst wenn er die Hand schon am Weltmeisterpokal hat, kommt doch noch ein Götze daher und schießt das entscheidende Tor.

Auf der anderen Seite hab ich ihn eigentlich immer sympathisch gefunden, glaube aber mittlerweile, dass das auch mehr Schein als Sein ist. Dazu muss man nur immer mal wieder in die Fußball-Nachrichten schauen und lesen, dass auch ein Messi durchaus seine Machtspielchen durchziehen kann. Find ich immer sehr schade, schließlich sollen die doch nur geilen Fußball spielen und mit ihrem Hobby sich den Arsch goldig verdienen.

Wie auch immer, das kleine Werbefilmchen zeigt sehr schön animiert grob den Werdegang dieses Ausnahmekönners und rein darauf fokussiert kann man nur den Hut vor seinen bisherigen Erfolgen ziehen:

Glory only happens when you sweat for your dreams. Gatorade presents Heart of a Lio, an animated short film about Lionel Messi. #HeartOfALio

Als Spieler wirklich toll – als Mensch, keine Ahnung. War schon mal besser würd ich sagen.

An beinahe schon zu vielen Stellen bereits erwähnt: unsere großen Projekte in 2018 sind im vollen Gange – seit dem letzten Wochenende ist der Umzug quasi gestartet. Ein bisschen Zeit lassen wir uns damit aber doch, so ein bisschen Arbeiten muss schon noch drin sein. Bedeutet aber im Umkehrschluss: viel Erholung an den Wochenenden ist nicht drin.

Und auch in Sachen Auto wird der Sack nahezu jeden Tag ein bisschen mehr geschlossen – fehlt eigentlich nur noch der Hund und das Jahr kann zu Ende gehen. Leider und zum Glück sind wir da aber ein wenig abhängig von äußeren Umständen, so wirklich Zeit hätten wir aktuell ohnehin nicht. Passt also auch.

Außerdem können wir bis dahin die Zeit nutzen – sofern sie denn mal da ist – und uns eingehender informieren. Schließlich bekommt man ja nicht irgendeinen Gegenstand, sondern ein Lebewesen, um das man sich kümmern muss.

Laufarten zum Beispiel sind beim Hund durchaus eine komplexe Sache. Liegt ja auch in der Natur der Sache, zwei Beine mehr erhöhen den Schwierigkeitsgrad. Während beim Menschen klar ist, dass am besten ein Fuß vor dem anderen gesetzt wird, ist das bei einem Vierbeiner schon deutlich herausfordernder – und doch funktioniert es:

Animals walk weird… who knew?!

This animated video helps breakdown animal gaits for animators, artists, or any old fan of studying creatures.

Logisch, dass es noch komplizierter bei mehr Beinen wird – wie zum Beispiel bei Insekten:

You thought four-legged animals walk weird? Try adding a few more legs. This animated video breaks down the multiple gaits in the insect world.

Und ein bisschen erinnert mich das an ein Video, dass ich nicht mehr finde, sich damals aber mit Oktopoden beschäftigte, die ja auch ein paar mehr Beinchen haben. Quintessenz war da: der Oktopus denkt nicht drüber nach, sondern macht einfach. Und das ist ja auch nicht verkehrt.

Ich glaube, aktuell gibt es nicht viele Themen, die heißer diskutiert werden, wie autonomes Fahren und überhaupt die Zukunft der Automobilität – Dieselskandal, Luftverschmutzung und technischer Fortschritt sei Dank. Ich bin da nie sonderlich tief eingestiegen, mir steckt das alles noch zu sehr in den Kinderschuhen – an dieser Stelle hatte ich ja schon mal ein bisschen über Elektroautos gefaselt. Mir kommen da auch zu viele “Wahrheiten” aus unterschiedlichen Ecken – die einen reden davon, dass Dieselautos ein Werk des Teufels sind, die anderen behaupten, dass zumindest die neueren Generationen sogar besser sind als Benziner und wieder andere heben die Elektrofahrzeuge in den griechischen Olymp.

Nichts Genaues weiß man nicht und aktuell ist es wohl einfach das Beste, erstmal abzuwarten, bis zumindest ansatzweise ein Konsens gefunden wurde – gerade weil im Moment noch die Sau des kostenlosen ÖPNV durchs Dorf getrieben wird.

Spannend ist dabei auch mal ein Blick in die Vergangenheit, die wiederum einen Ausblick in die Zukunft wagt. Dieses Mal in Form von Disney, die das auch gleich bebildert bzw. animiert haben – und dass auch gleich in dieser typischen Disney-Art:

Und dann muss ich bei solchen Filmen an Errungenschaften wie dieser hier denken:

Und wer gern den ganzen Film von Disney sehen will – bitteschön:

Die Zeit der großen Märchen ist ja schon lange vorbei, hin und wieder kommt zwar noch mal was von Disney und Pixar in die Kinos, der grundsätzliche Aufbau ist dabei aber immer der gleiche, sodass auch hier gilt: kennste einen, kennste alle. Umso erfrischender sind dann die kleinen Filmchen, die es nicht unbedingt ins große Kino schaffen, aber sich dank Netz zumindest ein klein bisschen verbreiten.

Short but sweet bzw. Kort maar krachtig ist da vielleicht sogar die kleine Ausnahme, die die Regel bestätigt, denn der Kurzfilm von KLOMP! Animation hat es tatsächlich in die Kinos geschafft und lieg zumindest in Holland in den Kinos vor dem eigentlichen Hauptstreifen – in diesem Falle Thor: Ragnarok.

Ein recht hohes Erzähltempo, liebevolle Animationen und vor allem eine gehörige Portion Humor – immerhin ist er nicht ganz jugendfrei – heben ihn von der breiten Masse der kleinen Animationsfilmchen ab – da darf die nächste Ausgabe gern länger gehen:

A young hero has to embark on an epic quest to save a princess from an evil villain, all within an absurd short amount of time.

– – – – – –

Kort maar krachtig is part of Ultrakort 2017, and was screened in front of Thor: Ragnarok in all Dutch Pathé cinemas.

Meine letzte Bingo-Erfahrung ist auch schon wieder unverschämt lange her. Da hab ich noch bei meinen Eltern gewohnt und hing mit irgendeiner Sendung im MDR zusammen – ich befürchte, dass die sogar immer noch läuft. Da hat man sich noch im Laden seine Bingo-Lose geholt und dann gemeinsam vor dem Fernseher darauf gewartet, dass die Zahlen gezogen werden – hatte ein bisschen was vom Lotto und bevor einer fragt, wie es lief: ich muss noch immer jeden Morgen verdammt früh aufstehen und meine Brötchen verdienen.

Das Spiel hat also seinen Reiz mittlerweile verloren und ist auch eher bei den älteren Semestern angesagt. So zu sehen auch bei dem kleinen Video von den Jungs und Mädels von Cartoon-Box (hatten wir schon mal hier mit einem kleinen Best-of). Natürlich ein bisschen überzeichnet zeigt es aber ganz gut, wie schnell die Bingo-Sucht auch noch im hohen Alter zuschlagen kann.

In a joyless nursing home, a feisty elderly woman embarks on a maniacal quest to recover a lost bingo ball.

‘Bingo!’ is an award winning tragicomedy cartoon by director Patrick Schoenmaker. Told with a healthy dose of in-your-face dark humour, this animated short is full of life lessons for growing old and shows us to value our elderly.

In a sad nursing home, where the personel have no regard for the elderly, a spirited and competitive old lady called Gerda has one consolation: the weekly bingo night. When the last drawn bingo ball suddenly disappears, she starts an absurd quest to retrieve it, turning the lifeless place upside down in the process.

Spannend wie rüstig so ein Mütterchen noch werden kann, wenn es um diese eine ganz spezielle Zahl geht. Immerhin gabs ein Happy End.