Animation – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Sun, 05 Jan 2020 16:01:31 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.3.2 Die Movie Parody Compilation von Frame Order https://www.wihel.de/die-movie-parody-compilation-von-frame-order/ https://www.wihel.de/die-movie-parody-compilation-von-frame-order/#comments Mon, 23 Sep 2019 10:27:37 +0000 https://www.wihel.de/?p=97937 Die Movie Parody Compilation von Frame Order | Lustiges | Was is hier eigentlich los?

Der Monat neigt sich schon wieder dem Ende zu, was zunächst bedeutet, dass unser real, bei dem wir jede Woche unsere Einkäufe erledigen verdammt noch mal endlich Baumstammkuchen-Spitzen ins Sortiment bringen sollte!!! Die zweite Woche schon, in der ich enttäuscht den Laden verlassen musste, das kann doch echt nicht wahr sein.

Aber es bedeutet auch, dass die nächste Win-Compilation ansteht, was zwar nach wie vor und mindestens seit dem vorletzten Mal wieder etwas mehr Spaß macht, aber gerade von mir noch ein bisschen auf die lange Bank geschoben wird. Je näher man dem Ende des Jahres kommt, umso fauler wird man – vermutlich weil man weiß, dass diese ganzen Weihnachtseinkäufe und Jahresendspurte noch anstrengend genug werden.

Das geht aber nicht nur Maik und mir so, auch andere sind scheinbar schon fleißig mit der Erstellung sämtlicher Compilations beschäftigt und die Jungs und Mädels von Frame Order machen das ja auch innerhalb eines Jahres immer mal wieder.

Das Schöne ist, dass deren Compilations nahezu immer nur Highlights bereithalten, so auch die nachfolgende, die sich dem Thema Filme annimmt. Das eine oder andere Video war mir auch vorher bekannt, aber insgesamt mal wieder eine ganz vorzügliche Ansammlung an hochwertiger Cartoon-Unterhaltung:

Movie parody Cartoons by Frame Order. The best movie parody episodes of the Cartoon Box series.

Wer gern mehr von sehen möchte, dem sei der YouTube-Kanal wärmstens ans Herz gelegt. Oder wie schon beim letzten Mal geschrieben: einfach wihel.de abonnieren, ich sortier gern und kostenfrei vor.

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Textless – Wenn Buchstaben ihren Halt verlieren https://www.wihel.de/textless-wenn-buchstaben-ihren-halt-verlieren/ https://www.wihel.de/textless-wenn-buchstaben-ihren-halt-verlieren/#comments Wed, 18 Sep 2019 10:52:55 +0000 https://www.wihel.de/?p=97876 Textless – Wenn Buchstaben ihren Halt verlieren | Animation | Was is hier eigentlich los?

Schon zu meiner Ausbildung fand ich es sehr schleierhaft, dass es doch tatsächlich Leute gibt, die es für gut investiertes Geld halten, riesige Plakatwände vollzukleben und dadurch Abverkäufe zu generieren. Ich mein, klar, die sind mehr oder weniger aufmerksamkeitsstark und dank der Größe kann man sich da auch kreativ einigermaßen austoben – aber man versetze sich nur mal in die Lage des potentiellen Kunden.

Der sieht das Plakat, liest es, findet im besten Fall sogar das Draufgeschriebene witzig – und macht dann wieder das, was er eigentlich machen wollte. Zack, alles vergessen und der Sichtkontakt war zwar nicht kostenlos aber umsonst. Natürlich bleiben immer ein paar hängen, aber die breite Masse lässt sich davon nicht beeindrucken – außer man wirft so richtig viel Geld aus dem Fenster und pflastert ganze Straßen und Städte mit seinem Scheiß zu – dann entsteht vielleicht auch sowas wie Werbewirkung, die aber auch schnell mit „nerven“ zusammenhängt.

Und wenn wir schon bei hängen bleiben sind, in Textless, dem kleinen Film von Gareth Smith und Jenny Lee bleibt relativ wenig hängen, zumindest in Sachen Buchstaben und Text auf Plakaten, Schildern und Wänden. Das ist nicht nur witzig anzuschauen, sondern auch irgendwie sehr beeindruckend, wenn man sich mal überlegt, wie aufwändig diese kleinen Animationen sein müssen, besonders wenn sich die Kamera auch noch bewegt:

Directed by: Gareth Smith
Drums: Jonathan Pinson

Animation: Gareth Smith, Theo Alexopoulos

Music Consultant: Jake Bloch
Sound Design: Theo Alexopoulos
Thank You: Jenny Lee, Graham Clark

Okay, dieses Mal geht es wirklich nicht um das Thema „Urlaub“, ich bin ja selbst schon ganz genervt davon und das, wo ich den Beitrag doch zu einer Zeit geschrieben habe, in der der Urlaub noch ordentlich weit in der Zukunft lag.

Viel mehr möchte ich nur kurz noch eine Sache erwähnen, die ich an meinem neuen Job unfassbar gut finde und vielleicht sogar ein bisschen liebe: man kann zu jeder Zeit und zu nahezu jedem Thema Fragen stellen und bekommt niemals nie einen schiefen Blick, ein Augenrollen oder sonstiges Feedback, das einen Zweifeln oder sich schämen lässt.

Ich weiß, das ist eigentlich das Normalste der Welt, aber ich hatte eben auch schon Jobs, bei denen man sehr schnell an den Punkt kommt, an dem man denkt, dass auch nur die kleinste Nachfrage nach Wasauchimmer schon der erste und größte Fehler ist, den man machen kann.

Dabei ist es das genaue Gegenteil: Nur wer fragt, kann auch dazu lernen, zeigt Interesse und wird am Ende schlauer. Außerdem kann so eine Frage auch noch ganz anders nützlich sein, denn sie bringt ein äußerst praktikables Fragezeichen mit sich – ein paar Anwendungsbeispiele im nachfolgenden Animationsfilmchen:

Also: Nie aufhören, Fragen zu stellen!

Das Ding hier schlummert schon eine ganze Weile in meinem Feedreader und mittlerweile bin ich die letzten Tage immer wieder drüber gestolpert und dachte zum wiederholten Male: ach komm, hebste mal für später auf, wenn dir der Content ausgeht – ist ja schließlich zeitlos und auch noch in ein paar Monaten schön anzusehen.

Nun, heute hab ich dann intensiver nach Content suchen müssen und wurde dabei überrascht, dass ich irgendwann bei gespeicherten Artikeln aus 2018 angekommen bin. Keine Ahnung, ob es an mir liegt oder der Content insgesamt einfach schlechter geworden ist, aber immer seltener speicher ich mir Beiträge ab, aus denen ich was machen will. Ich wird wohl tatsächlich alt.

Auf jeden Fall stamm dieses Werk hier von Omar Hashem, der eigentlich gar nicht für seine Fähigkeiten in der Animationskunst bekannt ist – dürfte sich aber schnell ändern. Denn das nachfolgende Video ist sein Erstlingswerk und es ist so verdammt gut, dass man meinen könnte, Hashem hätte in seinem Leben nie etwas anderes gemacht:

My first personal 3D short film,
a surreal journey from a dream warm world to a cold, isolated one.
consider it a homage to all the movies/artists that I admire.

Ein paar Standbilder aus dem Video gibt es an dieser Stelle – da wird noch mal deutlich, wie großartig seine Arbeit am Ende tatsächlich ist.

Ich könnte jetzt sagen, dass es mit guten Videos wie mit Wein ist – sie brauchen ein paar Jahre, um noch besser zu werden und vor sich hin zu reifen. Aber machen wir uns nichts vor, manchmal bin ich einfach dumm und merke nicht, wenn gute Videos gut sind. Oder ich bekomm sie einfach nicht mit, weil auch meine Lebenszeit begrenzt ist und Tag nur 24 Stunden hat.

Besonders deutlich wird das, wenn Youtuber Lazy Square die ersten 30 Jahre seines Lebens in schmale 30 Sekunden Animations-Video packt. Das das außerordentlich gut animiert ist, steht dabei außer Frage, am meisten mag ich aber, dass sich alles in seinem Zimmer abspielt.

Und natürlich, wie sich die Plakate an der Wand ändern, welche Phasen er wie durchmacht und das tatsächlich mehr oder weniger nach einer Verschwendung von Lebenszeit aussieht. So, wie das vermutlich bei uns allen der Fall war. Außer man hat Facebook oder einen anderen Kram erfunden, der einen unfassbar reich gemacht hat:

Anniversary video // Подвожу итоги к прошедшему юбилею

An dieser Stelle eine ausdrückliche Empfehlung für die restlichen Videos auf seinem YouTube-Kanal – da sind ein paar wirkliche Perlen dabei, allen voran seine Terminator-Parodie.

Dieser ständige Montag, der stoisch jede Woche ankommt, beginnt mich dieses Jahr besonders früh zu nerven – zumindest regt es mich zunehmend immer mehr auf, dass das Wochenende nur aus zwei und die Arbeitswoche aus 5 Tagen besteht. Auch wenn mir meine Arbeit Spaß macht, aber die Zeit auf der heimischen Couch oder beim Erledigen von irgendwelchem Mist in den eigenen 4 Wänden bringt dann einfach doch mehr Spaß.

Außerdem kann die Arbeit halt auch so viel Spaß machen, wie sie will, irgendwas gibt es immer, das stört oder nervt und einen davon abhält, einfach mal konzentriert zu arbeiten. Außer man hat zwei Hunde im Büro, die mal kurz aufeinander losgegangen sind, sodass die Kollegen ein bisschen Angst bekommen – schon nehmen die Besuche schlagartig ab.

Und wenn es doch mal überhandnimmt, dann rastet man eben einfach mal am Ende der Woche aus und macht klare Ansagen. Oder beseitigt das Problem auf andere Weise, zum Beispiel so wie im Animationsfilmchen von Damien Bastelica, der meine Wochen eigentlich perfekt zusammenfassen. Nur dass ich mehr Haare auf der Brust habe:

Mondays can be a drag. But imagine if everyday sucked. Well, that’s Roger’s life and… he’s having one hell of a week.

Diese Woche dürfte aber nichts zu befürchten sein, schließlich sind es ja nur 4 Tage Arbeit.

Seit mehreren Monaten folge ich schon einem Account auf Instagram, der eigentlich immer nur einen kleinen Igel zeigt. Nie von mir verbloggt, ich tippe mal auf pure Angst vor Abmahnungen, empfehle aber jedem, diesem Account zu folgen – ein bisschen Süßigkeit, die einem dem Tag oder zumindest die Woche erhellen kann.

Und dieser Account zeigt gleichzeitig: Igel sind schon ziemlich niedliche Tiere. Wobei das ja ohnehin für alle Tiere gilt, die noch klein sind – außer vielleicht Nacktmulle, die sehen einfach immer aus wie Penisse, egal ob klein oder groß. Kann man aber auch süß finden. Irgendwie.

Um einen Igel dreht sich auch der vielleicht süßeste Weihnachtsfilm des Jahres. Natürlich animiert, denn Igel hören eher schlecht auf Kommandos und natürlich wird hier auch hart auf die Emotionsdrüse gedrückt. Und natürlich ist das auch nur wieder Werbung – macht ihn alles aber nicht wirklich schlecht:

Directed by Kyra & Constantin ‘First Christmas’ is a love story told in beautiful animation with woodland characters spreading the message. We follow Henry the Hedgehog as he starts at a new school. His spikes make it hard for him to fit in but luckily he has a friend, Squirrel, looking out for him. The CGI animation has been given a truly unique tactile and fuzzy feel with Kyra & Constantin telling the story of love through the adorable characters.

Damit dürfte klar sein, dass der diesjährige Pokal für den Weihnachtsfilm des Jahres mal nicht an Edeka und Co. geht. Wobei – vielleicht kommt da ja auch noch was.

Ja ja, ich weiß: die Verschmutzung der Weltmeere ist ein alter Hut und so oft wie in letzter Zeit darüber gesprochen und berichtet wird, so sehr kann es auch keiner hören. Müssen wir ja auch nicht, denn schließlich haben wir durch Verbote von Plastiktüten und Strohhalmen alles unternommen, was in unserer Macht steht (für die ganz doofen: Ironie off).

Ich denke, die Lösungen sind jedem klar, genauso dass jeder bei sich anfangen muss – und auch, dass das niemand tun wird, schließlich machen es die anderen ja auch nicht. Wir alle kennen das spiel.

Und so kommt es vielleicht doch, wie es die Studenten der CGI Animation School MoPA prophezeien – die Evolution wird auch vor der Verschmutzung nicht stehen bleiben, auf der Türschwelle umdrehen und einfach warten, bis sich das irgendwie von selbst geregelt hat. Stattdessen gibt es dann eben doch Autohaie und kleine Ölfassfische, die zumindest im nachfolgenden Video ziemlich gut animiert sind:

When marine wildlife suffer the pollution surrounding it, the rules of survival change…

Eigentlich alles gar nicht so schlimm oder?

Ein kleines Making Of gab es direkt auch noch – ist ja immer ganz spannend, auch mal hinter die Kulissen zu schauen:

4 Jahre ist es auch schon wieder her, dass Alan Becker in meinen Dunstkreis eindrang – mit seinem Video Animator vs. Animation. Natürlich war ich wieder der Meinung, dass ich das Video hier auf der Webseite irgendwann festgehalten hätte, hab ich aber nicht. Ich hatte 2014 allerdings auch keine Ahnung von irgendwas und so verwundert ja weder das, noch das andere. Außerdem hab ich mich damals schon intensiv damit beschäftigt, mir keine ekelhaften Computer-Viren einzufangen (was mir, seit ich OSX benutze, auch einigermaßen gut gelungen ist). Liegt natürlich nicht allein am Betriebssystem, denn natürlich weiß auch ich, dass “es gibt keine Viren für den Mac” mehr Märchen als Realität ist – aber bisher blieb ich verschont.

Bis auf ein einziges Mal, dass aber mehr Phishing als Virus war und sich eher auf GMail bezog als auf meinen Rechner. Fiese Nummer damals. Aber nicht so fies wie der Virus, den Alan Becker mit seinem kleinen Animationsmännchen bekämpfen muss – ein Schelm, wer irgendwelche fiesen Gedanken dabei bekommt, dass Becker hier offensichtlich Windows im Einsatz hat:

Scheiß Cliffhanger … dabei weiß doch jeder, dass am Ende das Schiff untergeht.

Fast genauso schlimm wie Werbung sind Jingles für den Sender, den man gerade sieht oder hört. Ein entscheidender Grund dafür, dass ich kaum bis gar nicht mehr Radio höre ist nämlich auch schlichtweg, dass ich nicht alle 5 Minuten daran erinnert werden muss, welchen Sender ich gerade höre. Die aktuelle Geräte-Generation hat ja ohnehin standardmäßig Möglichkeiten, genau diese Info anzuzeigen und ich halte mich auch noch nicht für dement genug, als dass ich diesen „Service“ wirklich bräuchte.

Gilt im Übrigen auch für Fernsehsender – wie debil muss man sein, dass die Anzeige in der oberen linken oder rechten Ecke mit dem aktuellen Sender-Logo nicht ausreicht und man nun auch visuell immer wieder dran erinnert werden muss, was man gerade schaut? Zumal das Niveau nahezu überall gleich ist und das mein ich bei Weitem nicht positiv.

Die einzigen, die das noch dürfen, sind die Jungs und Mädels des französischen Senders France 3 – denn die machen das immerhin auf witzige Weise, indem sie berühmte Szenen aus Film und Fernsehen mit Murmeltieren nachstellen:

Since 2013, France 3 has had original idents for summers and winters, with 3D-animated animals. In 2015, idents staging marmot musicians were introduced. They were designed by French agency Dream On. After handing over to balloon-animals last year, the marmots are back this year, with a brand new concept: mocking cult films.

Wir alle sollten ein Murmeltier haben. Und mindestens einen Pinguin – alles andere ist Wahnsinn.

Arte gehört jetzt nicht unbedingt zu meinen bevorzugten Programmen und vermutlich sind wir alle fein damit, wenn wir uns darauf einigen, dass mein Intellekt dafür einfach nicht ausreicht. Aber Spaß beiseite: wenn ich mich vor den Fernseher hänge und lineares Programm schaue, dann eher aus Unterhaltungszwecken und dafür ist mir das Programm von Arte einfach nicht locker genug. Außerdem ist es bei mir im Hinterstübchen noch immer der Sender, der irgendwelchen Kram aus Frankreich zeigt und mit französischen Filmen kann ich einfach nicht umgehen.

Tatsächlich hat Arte aber auch ganz coole Sendungen im Programm, die auf witzige Weise Wissen vermitteln. So wie ich das manchmal auch tue, nur machen die das eben noch ein bisschen besser.

Ein schönes Beispiel dafür ist das nachfolgende Video, dass in bester Comic-Manier und trotzdem einigermaßen ungeschönt erklärt, dass Clowns-Fische – also Nemo und Konsorten – in Sachen Geschlecht recht flexibel sind und Pinguine womöglich irgendwann auf der Reeperbahn anzutreffen sind. Und was bitte ist mit dem Prachtkäfer los?

Niedliche Tiere tun den Menschen offenbar gut, manchmal wünschen sie sich sogar, als süßes Tier wiedergeboren zu werden. Aber man kann nicht davon ausgehen, dass Tiere, nur weil sie so niedlich sind wie etwa der Clownsfisch Nemo, auch ein rosarotes Leben haben. Im Tierreich geht es mindestens genauso brutal zu wie unter Menschen. Das zeigen zum Beispiel die bizarren Sexpraktiken der Bananenschnecke. Und selbst Prostitution ist in der Tierwelt gängige Praxis. Adeliepinguine prostituieren sich für eine Handvoll Steinchen …

Prostituierende Pinguine … mehr muss man heute nicht sehen.

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Cartoons von Nick Murray Willis mit WWE-Kommentaren unterlegt https://www.wihel.de/cartoons-von-nick-murray-willis-mit-wwe-kommentaren-unterlegt/ https://www.wihel.de/cartoons-von-nick-murray-willis-mit-wwe-kommentaren-unterlegt/#comments Wed, 18 Jul 2018 06:13:03 +0000 https://www.wihel.de/?p=91632 Cartoons von Nick Murray Willis mit WWE-Kommentaren unterlegt | Lustiges | Was is hier eigentlich los?

Meine Oma war mal sehr sehr großer Fan von dieser ganzen Wrestling-Geschichte und als ich noch nicht kapiert hatte, dass das eigentlich alles nur gestellt ist, fand ich das auch recht spektakulär. Aber irgendwann dämmerte es auch immer und seitdem war die Nummer eigentlich aus meinem Bewusstsein raus.

Seit ein paar Monaten verfolge ich nun aber zumindest in der Sportnachrichten-App meiner Wahl das Geschehen. Sehr oberflächlich natürlich und so wirklich will ich da auch gar nicht weiter einsteigen – aber es ist schon ein Wahnsinn, was die da für Kohle scheffeln. Es funktioniert eben auch heute noch, die ureigenen Instinkte der Menschen mit solch einem Theater zu befriedigen, selbst bei mir.

Nick Murray Willis hat sich nun vor einiger Zeit einen Spaß daraus gemacht und Comics mit den teils hart übertriebenen WWE-Kommentaren unterlegt (oder die Comics zu den Kommentaren gezeichnet – kommt am Ende aufs Gleiche raus). Und das ist herrlich absurd, bizarr und lustig:

Wird mal wieder Zeit, dass ich eine Runde auf der Playstation daddel. Wobei mir 2k17 deutlich mehr Spaß gemacht hat als 2k18.

Sehr zu empfehlen sind auch die anderen Videos von Willis, unter anderem die Movie-Lines fand ich ebenfalls sehr unterhaltsam:

Unbedingt auch den Rest von ihm anschauen!

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Panic – Ein Cartoon über die üblichen Ängste kurz nach Reisebeginn https://www.wihel.de/panic-ein-cartoon-ueber-die-ueblichen-aengste-kurz-nach-reisebeginn/ https://www.wihel.de/panic-ein-cartoon-ueber-die-ueblichen-aengste-kurz-nach-reisebeginn/#comments Thu, 12 Jul 2018 10:26:29 +0000 https://www.wihel.de/?p=91552 Panic – Ein Cartoon über die üblichen Ängste kurz nach Reisebeginn | Lustiges | Was is hier eigentlich los?

Es ist ja schon fast schändlich, dass es auf wihel.de noch keinen Comic von Frame Order gab, sind die doch nicht nur mit hohem Wiedererkennungswert gezeichnet, sondern haben auch einen großartigen Humor. Bestes Beispiel dafür ist Panic – ein Cartoon, der die üblichen Ängste direkt nach Reiseantritt thematisiert. Kennt sicherlich jeder, die ersten Kilometer sind gefahren und plötzlich kommt das kleine Männchen im Hinterkopf zum Vorschein und fragt ganz unschuldig, ob man denn die Kaffeemaschine ausgemacht hat, wie es um den Ofen steht und ist die Haustür überhaupt abgeschlossen?

Bei uns ist das mittlerweile schon ein Running-Gag wenn Schwiegermutter mit dabei ist – in dem kleinen Filmchen von Frame Order wird das Ganze aber dermaßen aufgebauscht, dass ich hoffe, dass sie nie derlei Gedanken zu bewältigen hat. Überspitzung soweit das Auge reicht, aber eben auch mit einer ganz großen Portion Humor. Meine Lieblingsszene ist die Oma, die aus dem Rollstuhl fällt und mit dem Gesicht direkt auf dem Bügeleisen landet (was irgendwie sehr bedenklich klingt, wenn man das liest und den Cartoon noch nicht geschaut hat):

PANIC! On her way to the beach a woman is panicking in her car: did she turn off the gas? She has another panic attack: did she leave the water running? Another panic attack: is the window locked? Her holiday anxiety grows to absurd proportions in this comedy cartoon video with funny humor. Try not to lol.

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Animation: Heart of Lio – Lionel Messis Werdegang https://www.wihel.de/animation-heart-of-lio-lionel-messis-werdegang/ https://www.wihel.de/animation-heart-of-lio-lionel-messis-werdegang/#comments Wed, 20 Jun 2018 10:15:54 +0000 https://www.wihel.de/?p=90985 Animation: Heart of Lio – Lionel Messis Werdegang | Animation | Was is hier eigentlich los?

Eigentlich kann einem Lionel Messi nur leid tun. Auf Vereinsebene einer der besten – wenn nicht sogar DER beste – Fußballer unserer Zeit, aber sobald es zur Nationalmannschaft geht, ist er nur noch ein Schatten seiner selbst (trotz so manch genialem Moment). Und selbst wenn er die Hand schon am Weltmeisterpokal hat, kommt doch noch ein Götze daher und schießt das entscheidende Tor.

Auf der anderen Seite hab ich ihn eigentlich immer sympathisch gefunden, glaube aber mittlerweile, dass das auch mehr Schein als Sein ist. Dazu muss man nur immer mal wieder in die Fußball-Nachrichten schauen und lesen, dass auch ein Messi durchaus seine Machtspielchen durchziehen kann. Find ich immer sehr schade, schließlich sollen die doch nur geilen Fußball spielen und mit ihrem Hobby sich den Arsch goldig verdienen.

Wie auch immer, das kleine Werbefilmchen zeigt sehr schön animiert grob den Werdegang dieses Ausnahmekönners und rein darauf fokussiert kann man nur den Hut vor seinen bisherigen Erfolgen ziehen:

Glory only happens when you sweat for your dreams. Gatorade presents Heart of a Lio, an animated short film about Lionel Messi. #HeartOfALio

Als Spieler wirklich toll – als Mensch, keine Ahnung. War schon mal besser würd ich sagen.

An beinahe schon zu vielen Stellen bereits erwähnt: unsere großen Projekte in 2018 sind im vollen Gange – seit dem letzten Wochenende ist der Umzug quasi gestartet. Ein bisschen Zeit lassen wir uns damit aber doch, so ein bisschen Arbeiten muss schon noch drin sein. Bedeutet aber im Umkehrschluss: viel Erholung an den Wochenenden ist nicht drin.

Und auch in Sachen Auto wird der Sack nahezu jeden Tag ein bisschen mehr geschlossen – fehlt eigentlich nur noch der Hund und das Jahr kann zu Ende gehen. Leider und zum Glück sind wir da aber ein wenig abhängig von äußeren Umständen, so wirklich Zeit hätten wir aktuell ohnehin nicht. Passt also auch.

Außerdem können wir bis dahin die Zeit nutzen – sofern sie denn mal da ist – und uns eingehender informieren. Schließlich bekommt man ja nicht irgendeinen Gegenstand, sondern ein Lebewesen, um das man sich kümmern muss.

Laufarten zum Beispiel sind beim Hund durchaus eine komplexe Sache. Liegt ja auch in der Natur der Sache, zwei Beine mehr erhöhen den Schwierigkeitsgrad. Während beim Menschen klar ist, dass am besten ein Fuß vor dem anderen gesetzt wird, ist das bei einem Vierbeiner schon deutlich herausfordernder – und doch funktioniert es:

Animals walk weird… who knew?!

This animated video helps breakdown animal gaits for animators, artists, or any old fan of studying creatures.

Logisch, dass es noch komplizierter bei mehr Beinen wird – wie zum Beispiel bei Insekten:

You thought four-legged animals walk weird? Try adding a few more legs. This animated video breaks down the multiple gaits in the insect world.

Und ein bisschen erinnert mich das an ein Video, dass ich nicht mehr finde, sich damals aber mit Oktopoden beschäftigte, die ja auch ein paar mehr Beinchen haben. Quintessenz war da: der Oktopus denkt nicht drüber nach, sondern macht einfach. Und das ist ja auch nicht verkehrt.

Ich glaube, aktuell gibt es nicht viele Themen, die heißer diskutiert werden, wie autonomes Fahren und überhaupt die Zukunft der Automobilität – Dieselskandal, Luftverschmutzung und technischer Fortschritt sei Dank. Ich bin da nie sonderlich tief eingestiegen, mir steckt das alles noch zu sehr in den Kinderschuhen – an dieser Stelle hatte ich ja schon mal ein bisschen über Elektroautos gefaselt. Mir kommen da auch zu viele “Wahrheiten” aus unterschiedlichen Ecken – die einen reden davon, dass Dieselautos ein Werk des Teufels sind, die anderen behaupten, dass zumindest die neueren Generationen sogar besser sind als Benziner und wieder andere heben die Elektrofahrzeuge in den griechischen Olymp.

Nichts Genaues weiß man nicht und aktuell ist es wohl einfach das Beste, erstmal abzuwarten, bis zumindest ansatzweise ein Konsens gefunden wurde – gerade weil im Moment noch die Sau des kostenlosen ÖPNV durchs Dorf getrieben wird.

Spannend ist dabei auch mal ein Blick in die Vergangenheit, die wiederum einen Ausblick in die Zukunft wagt. Dieses Mal in Form von Disney, die das auch gleich bebildert bzw. animiert haben – und dass auch gleich in dieser typischen Disney-Art:

Und dann muss ich bei solchen Filmen an Errungenschaften wie dieser hier denken:

Und wer gern den ganzen Film von Disney sehen will – bitteschön:

Die Zeit der großen Märchen ist ja schon lange vorbei, hin und wieder kommt zwar noch mal was von Disney und Pixar in die Kinos, der grundsätzliche Aufbau ist dabei aber immer der gleiche, sodass auch hier gilt: kennste einen, kennste alle. Umso erfrischender sind dann die kleinen Filmchen, die es nicht unbedingt ins große Kino schaffen, aber sich dank Netz zumindest ein klein bisschen verbreiten.

Short but sweet bzw. Kort maar krachtig ist da vielleicht sogar die kleine Ausnahme, die die Regel bestätigt, denn der Kurzfilm von KLOMP! Animation hat es tatsächlich in die Kinos geschafft und lieg zumindest in Holland in den Kinos vor dem eigentlichen Hauptstreifen – in diesem Falle Thor: Ragnarok.

Ein recht hohes Erzähltempo, liebevolle Animationen und vor allem eine gehörige Portion Humor – immerhin ist er nicht ganz jugendfrei – heben ihn von der breiten Masse der kleinen Animationsfilmchen ab – da darf die nächste Ausgabe gern länger gehen:

A young hero has to embark on an epic quest to save a princess from an evil villain, all within an absurd short amount of time.

– – – – – –

Kort maar krachtig is part of Ultrakort 2017, and was screened in front of Thor: Ragnarok in all Dutch Pathé cinemas.

Meine letzte Bingo-Erfahrung ist auch schon wieder unverschämt lange her. Da hab ich noch bei meinen Eltern gewohnt und hing mit irgendeiner Sendung im MDR zusammen – ich befürchte, dass die sogar immer noch läuft. Da hat man sich noch im Laden seine Bingo-Lose geholt und dann gemeinsam vor dem Fernseher darauf gewartet, dass die Zahlen gezogen werden – hatte ein bisschen was vom Lotto und bevor einer fragt, wie es lief: ich muss noch immer jeden Morgen verdammt früh aufstehen und meine Brötchen verdienen.

Das Spiel hat also seinen Reiz mittlerweile verloren und ist auch eher bei den älteren Semestern angesagt. So zu sehen auch bei dem kleinen Video von den Jungs und Mädels von Cartoon-Box (hatten wir schon mal hier mit einem kleinen Best-of). Natürlich ein bisschen überzeichnet zeigt es aber ganz gut, wie schnell die Bingo-Sucht auch noch im hohen Alter zuschlagen kann.

In a joyless nursing home, a feisty elderly woman embarks on a maniacal quest to recover a lost bingo ball.

‘Bingo!’ is an award winning tragicomedy cartoon by director Patrick Schoenmaker. Told with a healthy dose of in-your-face dark humour, this animated short is full of life lessons for growing old and shows us to value our elderly.

In a sad nursing home, where the personel have no regard for the elderly, a spirited and competitive old lady called Gerda has one consolation: the weekly bingo night. When the last drawn bingo ball suddenly disappears, she starts an absurd quest to retrieve it, turning the lifeless place upside down in the process.

Spannend wie rüstig so ein Mütterchen noch werden kann, wenn es um diese eine ganz spezielle Zahl geht. Immerhin gabs ein Happy End.

Ach Fernsehen, was ist nur mit dir passiert? Als Kind warst du das Non-Plus-Ultra und alles, was mich von dir abgehalten hat, war der Fein. Der Erzfeind. Du warst der beste Freund den man haben kann und nach einem ganzen Tag vor der Glotze gab es zwar Kopfschmerzen, aber es war trotzdem wunderschön.

Doch wenn ich dich heute einschalte, möchte ich dich am liebsten direkt wieder ausschalten. Klar, du kannst nichts dafür, denn du als Gerät bist nur ein Werkzeug und hast keinen Einfluss darauf, was in dir passiert – aber genauso wenig kann der Montag etwas für seinen schlechten Ruf. Das Ergebnis ist am Ende aber das Gleiche: es macht keinen Spaß.

Immerhin durch Streaming-Anbieter hab ich dich wieder ein bisschen lieber gewonnen. Ob der russische Animator 4096 dich auch so gern hat wie ich, kann ich nicht beurteilen, aber immerhin hat es für ein kleines Animationsvideo gereicht, dass deine Entwicklung von 1928 bis quasi jetzt zeigt:

Wenn man so will: die Bildschirme sind einfach größer geworden. Hoffentlich wird das Programm irgendwann auch wieder besser.

Fremdgehen ist ein großer Mist. Ich habs noch nie gemacht und plane auch nicht, es jemals zu tun – ich kann mir ja noch nicht mal wirklich vorstellen, wie man sich fühlt, wenn man fremdgegangen wurde. Mit Sicherheit ist aber jegliches Vertrauen hin und vermutlich hat man danach auch immer einen kleinen Mann im Kopf, der jedes Mal aufs Neue die Zweifel hervor kitzelt, ob der andere nicht gerade doch wieder am Fremdgehen ist.

Außerdem muss man schon ein ziemliches Schwein sein, wenn man jemanden betrügt – mindestens ist der Grad an Egoismus stark überprüfungswürdig. Ein sehr fieses Thema, dass Léa Georges, Adèle Raigneau und Zoé Sottiaux aber sehr humorvoll auf die Schippe genommen haben und in ihrem leider viel zu kurzen Video zeigen, wie es einem ergeht, der gerade fremdgegangen ist und schnellstmöglich die Flucht antreten musste:

Exercice de réalisation d’un film de 30sec, réalisé en 3 semaines sur le thème du vertige

Nachdem ich nun letzte Woche ordentlich Überstunden angehäuft hab, am Wochenende beide Tage arbeiten durfte und auch gestern bereits um 06:30 Uhr im Büro war, kommt ein bisschen Entspannung gerade recht. Da kann man sich irgendwelche Meditationsvideos anschauen oder Ambient-Playlisten auf Maximum aufdrehen – oder man schaut sich einfach mal Short Trip an.

Short Trip - Ein bisschen Entspannung für zwischendurch | Animation | Was is hier eigentlich los?

Dahinter verbirgt sich eine kleine, interaktive Animation von Alexander Perrin, in der man ein kleines Männchen – sieht aus wie eine Katze, aber ich bin nicht nur vollkommen fertig, sondern auch blind wie ein Maulwurf – mit den Pfeiltasten nach Links und Rechts bewegen und einfach zuschauen, was passiert.

Viel ist es nicht, aber sehr schön gestaltet in seiner Schwarz-Weiß-igkeit und die Musik mag ich auch.

Also rüber zu Perrin und einfach mal die nächsten 5 Minuten abschalten. Also den Geist, nicht den Rechner.

Simon’s kleine Katze war früher von mir ein immer gern gesehenes Highlight – kleines, niedliches Fellknäuel, dass tollpatschig über den Bildschirm tappst und mindestens ein Schmunzeln ins Gesicht gezaubert hat. Ich weiß gar nicht, wann genau der Moment kam – aber er kam und dann wurde auch Simon’s Cat irgendwie lieblos. Masse statt Klasse und das ist ja bekanntlich in keiner Lebenslage gut.

Seit dem schau ich die neuen Videos zwar immer noch, in der Stillen Hoffnung, dass es mal wieder aufwärts geht – so richtig will es aber nicht mehr zünden. Schade, aber so ist das Leben.

Vielleicht sieht das auch Simon Tofield, der Kopf hinter Simon’s Cat, ein bisschen ähnlich und hat sich deswegen gedacht, dass es ganz sinnvoll sein könnte, noch mal die älteren Sachen heraus zu kramen. Genug Material hat er ja und hat so thematisch sinnvoll 8 Videos aneinander geschnippelt, die gut und gerne ein Jahr im Leben von Simon’s Cat zeigen, jeweils im Frühling, Sommer, Herbst und Winter:

Fairerweise muss man aber auch sagen: es gibt viel Schlimmeres im Netz – so schlecht sind die Dinger also auch nicht.

Zeug ist wichtig. Glauben wir zumindest. Liegt vor allem daran, dass beim Geldausgeben und Zeug kaufen für einen kurzen Moment Glücksgefühle erzeugt werden – was früher halt Eroberungen und Kreuzzüge waren, ist heute der Streifzug durch die Innenstadt und das Vollpacken von Einkaufstüten.

Bis zu dem Punkt, an dem man die Haustür nicht mehr auf bekommt und man einsehen muss: es wird Zeit für eine Entrümpelung. Witzigerweise führt auch das bei mir immer zur kurzen Momenten der Glückseligkeit – neugewonnener Platz ist schließlich wundervoll. Zumindest so lange, bis er wieder mit anderem neuen Zeug vollgestellt ist. Was unweigerlich dazu führt, dass wir uns in einem Teufelskreis befinden, immer auf der Jagd nach dem nächsten Glücksmoment. Es ist verrückt.

Bei Garth Lee geht es auch um Zeug, aber der tut vor allem eines: plötzlich verschwinden. Und zeigt dann eigentlich auch, dass so manches Zeug dann doch wichtig ist, zumindest in bestimmten Momenten. Außer natürlich man möchte von einem Wal gefressen werden:

Life without Stuff from Scorch Motion.

Typographie ist ja auch so eine Wissenschaft für sich, die man wahrscheinlich auch nur wirklich verstehen kann, wenn man sie mit der Muttermilch aufgesogen hat. Wo meiner einer gerade mal feststellen kann, ob eine Schrift gut oder schlecht aussieht, gibt es Leute, die ganze Romane runterschreiben können, warum sogar bestimmte Schriftarten nur zu bestimmten Farben passen. Da muss man auch erstmal drauf kommen.

Aber es ist spannend und hoch interessant, gerade weil es auch heute noch Menschen gibt, die neue Schriftarten erfinden. Hab ich zwar kein Beispiel für, aber vor einer ganzen Weile mal eine Dokumentation drüber gesehen – wirst du mir einfach glauben müssen.

Ebenso bewundernswert sind die Künstler, die mit Typographie Geschichten erzählen und bestimmte Wörter auch noch gekonnt visualisieren können. Hier hab ich immerhin Beispiele: Ali Najdi, Sherif Samy oder auch Ji Lee.

Neu in der Reihe darf sich nun Greg Condon wiederfinden, der im Grunde das Gleiche wie die drei anderen macht, aber das ganze auch noch in einer tollen Animation verpackt hat – wirkt gleich noch viel genialer, besonders weil er das mit einer richtigen Schreibmaschine umgesetzt hat. Toll, einfach toll:

Animated on a smith corona galaxie deluxe typewriter.

disillusionment of 10 point font from greg condon.

Wenn mich in letzter Zeit jemand fragt, wie es mir geht, ist die Antwort fast immer gleich: ich bin müde. Wir versuchen zwar jeden Tag aufs Neue mal früher ins Bett zu kommen, aber es will einfach nicht vor halb elf klappen – dann aber in der Regel gegen 5 wieder aufstehen, das reicht immer nur bis zum Wochenende. Ich glaub dennoch weiter fest dran, dass sich der Körper da schon irgendwann dran gewöhnen wird. Mir doch egal, was die Wissenschaftler sagen, was ein Donald Trump kann, kann ich schon lange (also Wissenschaft ignorieren – der wird wahrscheinlich 12 – 14 Stunden schlafen und macht dennoch nur Mist).

Was wir aber auch alle kennen: der Kampf gegen die Müdigkeit, vor allem nachmittags. Wenn da mal wieder ein besonders langes Meeting angesetzt, was nur bedingt spannend ist, wirds besonders schwer. Ich hab da so manches Mal meine Probleme, wach zu bleiben und kann daher gut nachvollziehen, was Seoro Oh in seinem kleinen Animationsfilmchen visualisiert hat. Viel mehr noch könnte es 1 zu 1 genau so passiert sein. Ist es vielleicht sogar:

He’s trying to stay awake in an afternoon classes.

Award & Official selections

2016

Stuttgart Festival of Animated Film – *Lotte Reiniger Promotion Award for Animated Film*
MONSTRA Lisbon Animated Film Festival – *Jury Honorable Mentions,
Audience Award*
Big Cartoon Festival – *Audience Award*
Annecy International Animated Film Festival – Korean Animation in the 21st Century 2
Melbourne International Animation Festival
International Film Festival Etiuda&Anima
NW Animation Festival “Best of the Fest”
ANIMANIMA (The International Animation Festival)
HIROSHIMA – Stars of Students

2015

Annecy International Animated Film Festival – Student Competition Official Selection
SIGRAPH Asia Kobe – *Jury Award*
Animafest Zagreb – *Jury’s Special Mention*
Indie-Ani Fest – *Prize for First Flight*
Seoul International Cartoon Animation Festival – *Jury’s Special Prize*
New Chitose Airport International Animation Festival – Official Selection

Afternoon Class from Seoro Oh.

Ja ja, die sozialen Medien – wie haben die doch unser Leben durcheinander gebracht, aber die Welt auch zusammenwachsen lassen. Musste man früher noch miteinander reden, reicht mittlerweile ein kurzer Blick auf Facebook und Instagram, um die neuesten Infos seiner Freunde und Bekannte zu erfahren – natürlich nur, wenn der Algorithmus gerade mitspielt.

Bereits Anfang letzten Jahres hatte ich mit Hiérophante die Austauschbarkeit so mancher Postings angesprochen – denn so einfach man der Welt seine aktuellen Befindlichkeiten mitteilen kann, so banal und austauschbar ist doch das, was man immer wieder zu sehen bekommt. Wundert auch nicht, denn bei den wenigsten passieren wirklich so spannende Sachen, dass die Welt sie auch erfahren muss. Der Rest orientiert sich einfach an den anderen und macht es nach.

Pete Henderson hat das Thema in einer sehr schön gemachten und mit sehr viel Wahrheit behafteten Animation Infinite Scroll verarbeitet – denn so unendlich man scrollen kann, irgendwie ist es doch immer das Gleiche:

An animated short about the prefabrication of social media.
See more at peterhenderson.co.uk/

Infinite Scroll from Pete Henderson.

Posten des Postens wegen – nicht meine Welt.

Ich hab echt lange gebraucht, bis ich das Gedankenexperiment von Erwin Schrödinger und seiner Katze wirklich verstanden hab: dabei geht es darum, dass eine Katze in einer blickdichten Box mit aitomaren Mist eingeschlossen wird. Da nun keiner so genau weiß, ob die Katze noch lebendig ist bzw. wann sie tot ist, kann man davon ausgehen, dass sie sowohl lebendig als auch tot ist – einfach ausgedrückt. Die Kollegen von Wikipedia formulieren es da schon etwas komplizierter:

Das Paradoxon besteht darin, dass dem Gedankenexperiment nach eine Katze mit den Regeln der Quantenmechanik in einen Zustand gebracht werden könnte, in dem sie gleichzeitig „lebendig“ und „tot“ ist, und in diesem Zustand verbleibt, bis die Experimentieranordnung untersucht wird. Die gleichzeitig tote und lebendige Katze würde erst dann eindeutig auf „lebendig“ oder „tot“ festgelegt, wenn man sie beobachtete, also eine Messung durchführte. Das widerspricht der Anschauung und Alltagserfahrung mit makroskopischen Systemen. Mehr dazu hier.

Spannend, aber auch ein bisschen absurd – aber nicht so absurd wie der Animationsfilm von Chavdar Yordanov, den er für eine Animationsshow in London gemacht hat. Der liefert zwar auch keine wesentlich einfachere Erklärung zum Experiment, aber ich mag den Animationsstil und wenn es schon abgefahren sein muss, dann doch bitte richtig:

My final year animation project at the university of Portsmouth. If you are not familiar with the Schrodinger’s cat experiment – wikipedia it.

Schrodinger's Cat from Chavdar Yordanov.

Was lernen wir daraus? Experimente mit Katzen macht man nicht!

Eigentlich mag ich dieses “Geh wählen, es ist deine Pflicht”-Gemecker nicht – immerhin ist das eine freiwillige Angelegenheit und jeder muss selbst entscheiden können, ob er dieses Privileg in Anspruch nimmt. Immerhin, es hat schließlich seine Gründe, warum die Wahlbeteiligungen permanent sinkt.

Auf der anderen Seite: die Politik scheint einfach zu doof zu sein, diese Gründe zu erkennen. Außerdem bewahrt es uns nicht davor, dass solche Dumpfpfeifen wie die AfD oder Geert Wilders zu viel Gehör bekommen. Schaut euch nur mal an, was aktuell zwischen der Türkei und den Niederlanden abgeht. Die Niederlande! Dieses urentspannte Völkchen, dass den ganzen Tag nur Rad fährt und nicht mehr tun muss, als sich in Coffee Shops nur noch mehr zu entspannen – die drehen nun auch durch.

Spätestens seit dem Brexit und Trump sollte mittlerweile eigentlich klar sein: die Möglichkeit zur Wahl ist tatsächlich nicht nur ein Privileg – sie ist wirklich eine Pflicht. Und der sollte man nachkommen, schließlich kostet es nichts und so ein kleiner Spaziergang am Sonntag nachmittag hat noch niemandem geschadet:

Dear Europe is a collaborative video about the upcoming European elections and how lessons from Brexit and Trump, might relate. The piece was made by artists who call the US and the UK home. Our hope was to impress upon our friends in Europe that the future is written by those who vote.

Am 24. September ist Bundestagswahl. Und mir ist ehrlich gesagt egal, wen oder was ihr wählt – aber nicht die AfD oder andere Nazi-Vereine!

Dieses Jahr hab ich es doch tatsächlich geschafft und von den Oscars erst was mitbekommen, als sie eigentlich schon vorbei waren. Dabei schien es dieses Jahr doch tatsächlich mal etwas außergewöhnlicher zu sein als sonst, wurde die Verleihung für den besten Film doch direkt verkackt. Wer es nicht mitbekommen hat: erst hieß es, dass La La Land gewonnen hätte, tatsächlich war es dann aber Moonlight.

Vermutlich gab es eine Verwechslung bei den Umschlägen, von denen es immer zwei gibt – hat wohl einer einfach nicht aufgepasst. Dennoch nichts, wovon die Welt untergeht und La La Land hat ja noch ein paar mehr Trophäen einheimsen können.

Piper – der Animationsfilm von Pixar – konnte ebenfalls eine der begehrten Trophäen einheimsen und das gar nicht mal zu Unrecht. Wenn man unbedingt eine Moral der Geschichte finden will, wäre es vielleicht sowas wie “Es lohnt sich, seine Angst zu überwinden – da haben alle was von. Und wenn es nur Muscheln sind”. Ist doch auch mal was:


World's Best Animated Short Film von fahad-khan46

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https://www.wihel.de/piper-oscargewinner-als-bester-animationsfilm/feed/ 16
GEIST – Die Geschichte eines Fischers https://www.wihel.de/geist-die-geschichte-eines-fischers/ https://www.wihel.de/geist-die-geschichte-eines-fischers/#comments Thu, 23 Feb 2017 19:02:35 +0000 https://www.wihel.de/?p=78831 GEIST - Die Geschichte eines Fischers | Animation | Was is hier eigentlich los?

Die meisten Animationsfilme, die ich kenne, dienen eher der Familienunterhaltung und sind auch für jüngere Menschenwesen geeignet. Oben, Alles steht Kopf, Cars – ihr kennt sie sicherlich. Leichte Kost, die stark auf Emotionen setzt und einen am Ende mit einem guten Gefühl wieder nach Hause schickt.

Und doch gibt es mindestens einen Animationsfilm, der sich davon deutlich abhebt – viel mehr noch schafft er das, was sonst nur “richtige” Filme schaffen: er fesselt, er lässt ein bisschen gruseln und von einem guten Gefühl am Ende kann auch nicht so recht eine Rede sein – außer vielleicht, dass man gerade richtig gute 11 Minuten gesehen hat.

Die Rede ist von Geist, in dem ein gestrandeter Fischer ein dunkles Geheimnis entdeckt. Ein animierter Thriller aus Irland, der nicht grundlos einiges an Preise einheimsen konnte:

A shipwrecked fisherman is led to a dark secret within this short thriller.

GEIST from Giant Animation Studios.

Winner Best Animated Sequence – Galway Film Fleadh
Winner Best Cinematography – Spark Animation Festival
Winner Best Irish Short Film – Audi Dublin International Film Festival
Official selection – Dingle International Film Festival
Nomination & International Premiere at SXSW
Winner of Best Animation – Irish Film & Television Academy awards
Official selection for Animafest Zagreb
Winner of Best Animation – Fastnet Film Festival
Official selection for Palm Springs
Official selection for Odense International Film Festival
Official selection for Badalona Film Festival
Official selection for Milano Film Festival