Was gelernt – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Wed, 20 Mar 2019 07:37:39 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.2 https://www.wihel.de/wp-content/uploads/2017/01/cropped-fiete_blau-2-72x72.png Was gelernt – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de 32 32 Ein professioneller Stunt-Fahrer und ein paar Fahrtechniken, die man sicher gebrauchen kann https://www.wihel.de/ein-professioneller-stunt-fahrer-und-ein-paar-fahrtechniken-die-man-sicher-gebrauchen-kann/ https://www.wihel.de/ein-professioneller-stunt-fahrer-und-ein-paar-fahrtechniken-die-man-sicher-gebrauchen-kann/#respond Wed, 15 May 2019 14:43:41 +0000 https://www.wihel.de/?p=95893 Ein professioneller Stunt-Fahrer und ein paar Fahrtechniken, die man sicher gebrauchen kann | Was gelernt | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Ich glaube, es war letzte Woche wieder als ich nicht nur ins Lenkrad hätte beißen, sondern das Ding komplett auffressen können, so bekloppt sind die Leute wieder gefahren bzw. haben sich verhalten. Ich versteh bis heute nicht, warum es so schwer ist, Kreuzungen freizuhalten, auf sein Recht zum Zwecke des Verkehrsflusses zu verzichten oder sich ganz allgemein nicht wie der letzte Arsch zu benehmen. Rücksichtsvoll und vorrausschauend – die Wörter hört und merkt man sich scheinbar wirklich nur, wenn man zur Fahrschule geht.

Da kann es ganz gut helfen, wenn man ein paar Fahrtechniken drauf hat, die vielleicht nicht jeder kennt – wofür genau möchte ich gern offen lassen. Wyatt Knox ist da vermutlich gerade der am besten Geeignetste, der den einen oder anderen Trick im nachfolgenden Video nicht nur zeigt, sondern auch erklärt:

Wyatt Knox, Special Projects Director at the Team O'Neil Rally School, is a true technician behind the steering wheel. Wyatt explains the different techniques he teaches to special operations personnel, including the pit maneuver, driving in reverse at high speeds, and taking over when the driver goes down.

Bevor man aber nicht in zwei Zügen rückwärts einparken kann, sollte man mit dem Rest gar nicht erst anfangen.

Ich meine, ich habe diese Doku schon mal vor einer Weile irgendwo gesehen, vielleicht sogar im linearen Fernsehen, dass wir früher immer geschaut haben, weil uns keine Alternativen zur Verfügung standen. Ich weiß, klingt verrückt, aber so war das damals, kurz nach der Jahrtausendwende.

Ich kann mich aber nur noch bruchteilhaft daran erinnern und vielleicht ist wieder das passiert, was mir in jüngster Vergangenheit auch beim Sportstudio im ZDF passiert, wenn ich mal wieder keine Sportschau in der ARD gucken konnte – ich bin einfach eingeratzt.

Line kommt dann immer an und sagt, ich soll doch einfach ins Bett gehen, aber was weiß die schon – ich hab schließlich nur mal kurz ein bisschen länger geblinzelt. Und das in der letzten halben Stunde der Ton aus war ist ja auch mehr Gerücht als Wahrheit …

Zurück zum Thema: das Video selbst hab ich in Gänze noch nicht gesehen (oder vielleicht doch – siehe weiter oben), will es mir hier aber mindestens für später mal hinkleben. Kommt doch ohnehin nur Quark im Fernsehen:

Beim Durchscrollen hat sich zumindest schon gezeigt: Menschen sind ziemlich bescheuert. Und damit mein ich natürlich nicht die Feuerwehrmänner, sondern die alte im Auto und alle anderen, die da blöd drum rum stehen und gaffen müssen.

PS: Hier gibt es noch eine kleine Doku zum Thema Feuerwehr.

Eigentlich hab ich zu Wasabi so gar keine Verbindung, auch wenn ich ein großer Fan von Sushi bin. Aber es ist halt für mich einfach nur sinnlos scharf und Essen darf bei mir nicht sinnlos scharf sein. Überhaupt sollte Essen nicht anstrengend sein, außer es ist so lecker, dass man einfach immer mehr in sich reinstopfen will, obwohl nichts mehr reinpasst. Alles andere zerstört nur das Fressvergnügen und übertriebene Schärfe gehört definitiv dazu.

Und deswegen lass ich Wasabi beim Sushi auch immer links liegen, genauso den Ingwer-Scheiß, den kein Mensch braucht. Und selbst auf die Soja-Sauce verzichte ich meistens – vor allem, weil in der Regel nichts von den dreien irgendwas mit richtigem Sushi zu tun hat. Zumindest beim Wasabi bin ich mir da mehr als sicher, wie dieser Beitrag aus der Vergangenheit beweist – die Soja-Sauce dürfte aber auch ziemlicher Murks sein.

Zurück zum Thema: Shigeo Iida besitzt in der 8. Generation eine Wasabi-Farm und kümmert sich darum, dass richtiger Wasabi auf den Teller kommt. Und zeigt in der nachfolgenden Mini-Doku, dass das nicht nur viel Zeit in Anspruch nimmt, sondern auch gar nicht so einfach ist:

Have you ever eaten wasabi?

If you answered “yes” to that question, you are likely mistaken. Most sushi eaters—even in Japan—are actually being served a mixture of ground horseradish and green food coloring splashed with a hint of Chinese mustard. Worldwide, experts believe that this imposter combination masquerades as wasabi about 99% of the time.

The reason boils down to supply and demand. Authentic wasabi, known as Wasabia japonica, is the most expensive crop to grow in the world. The temperamental semiaquatic herb, native to the mountain streams of central Japan, is notoriously difficult to cultivate. Once planted, it takes several years to harvest; even then, it doesn’t germinate unless conditions are perfect. Grated wasabi root loses its flavor within 15 minutes.

The Japanese have grown wasabi for more than four centuries. 75-year old Shigeo Iida, the eighth-generation owner of his family’s wasabi farm in Japan, takes pride in his tradition, which is profiled in Edwin Lee’s short documentary "Wasabia Japonica," co-produced by Japan Curator. “Real wasabi, like the ones we grow, has a unique, fragrant taste that first hits the nose,” Iida says in the film. “The sweetness comes next, followed finally by spiciness.”

Kein Vergleich zu der Pampe, die man uns vorsetzt.

Gestern Abend überkam es mich wieder und ich hab meine Schuhe bzw. die Schnürsenkel in meinen Schuhen neu gebunden. Ich denke, jeder kennt die wohl normalste Art, bei der man die Schnürsenkel immer von einer Seite zur anderen führt, am Ende alles straffzieht und fertig ist der Bums.

Aber es geht eben auch anders, damit man sich optisch ein bisschen von der Masse abhebt. Hatte ich mal vor Ewigkeiten schon in irgendeiner Form verbloggt und auch damals nach dem Video meine Schnürsenkel neu gebunden. War gar nicht so einfach, hat aber immerhin bis gestern gehalten.

Nämlich genau bis dann, als ich ein neues Video geschaut habe – Thema auch hier wieder Schnürsenkel und wie man sie binden kann. Und natürlich hab ich das neu erworbene Wissen gleich angewandt, auch wenn meine Schuhe exakt so aussehen wie vorher. Aber innen drinnen, ein völlig neues Leben:

Traurig ist da der, der nur mit Klettverschlüssen umgehen kann.

Dass mir der aktuelle Hype den Kampf gegen Plastik mittlerweile genauso auf den Sack geht, wie die ganze Diesel-Panik vor ein paar Monaten, hatte ich schon mal vor kurzem erwähnt. Viel mehr noch glaube ich, dass die derzeitigen Alternativen, die beinahe schon inflationär eingesetzt werden, vermutlich gar nicht so eine geile Idee sind, schließlich hätte die Menschheit ja schon viel früher drauf gesetzt. Irgendeinen Haken wird es da noch geben und dann gucken wir erstmal wieder alle dumm aus der Wäsche. Zumal es allein mit Plastik ja nicht getan ist, die Umwelt krankt ja aufgrund diverser Stellen, die nach wie vor nur halbgar bis gar nicht angegangen werden.

Ich will es aber grundsätzlich gar nicht schlecht reden, irgendwo muss man ja anfangen und jeder kleine Schritt ist immerhin auch ein Schritt. Aber ist Plastik wirklich der pure Stoff aus der Hölle, der uns alle in den Ruin treibt? Oder haben wir vielleicht einfach nur die Kontrolle über unsere Erfindungen verloren und das grundsätzliche Problem ist eigentlich nur der maßlose Umgang, den wir auch nach Jahrhunderten nicht gelernt haben?

Die Kollegen von Kurzgesagt haben sich auch diesem Thema angenommen und erklären mal wieder sehr nachvollziehbar und liebevoll animiert und erzählen dabei wie immer viel Wahres:

Es ist wie immer: mit ein bisschen Besonnenheit wäre vieles besser. Und einfacher.

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Drohnenaufnahmen der größten Geisterstadt in Europa https://www.wihel.de/drohnenaufnahmen-der-groessten-geisterstadt-in-europa/ https://www.wihel.de/drohnenaufnahmen-der-groessten-geisterstadt-in-europa/#comments Thu, 21 Mar 2019 11:33:36 +0000 https://www.wihel.de/?p=95014 Drohnenaufnahmen der größten Geisterstadt in Europa | Was gelernt | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Eigentlich ist das hier eines der langweiligsten Drohnen-Videos, dass ich bisher gesehen hab, auch wenn es qualitativ jetzt nicht unterste Schublade ist. Aber es passiert einfach so gut wie nichts und auch die Kulisse gibt nicht viel her. Warum also drüber schreiben?

Weil das Video immerhin dazu taugt, was Neues zu lernen – das auch noch unfassbar absurd ist und man meinen möchte, dass es sowas 2019 gar nicht mehr geben kann. Denn das Video zeigt Varosia, eine Stadt im Osten Zyperns. Das Besondere an Varosia ist, dass es eine riesige Geisterstadt ist – die größte in Europa, wenn man so will.

Denn Varosia wurde 1974 vom türkischen Militär besetzt und als Sperrgebiet deklariert – seitdem war dort zumindest offiziell keine Menschenseele mehr:

Positiver Nebeneffekt: Der ortsansässige Strand zählt mittlerweile zu den wichtigsten Nistplätzen der bedrohten Suppenschildkörte (ich weiß, klingt wie ein Scherz, ist aber so).

3D-Zeichnungen waren schon vor Jahren cool, besonders wenn man den Kamerawinkel so hinbekommt, dass das gezeichnete gar nicht wie gezeichnet aussieht – kennt ihr bestimmt, gab es vor Ewigkeiten mal Videos zu. Und im Grunde ist das Zeichen dieser 3D-Kunst auch gar nicht allzu schwer, man muss halt nur die Perspektive beachten und sich an zwei, drei kleine Regeln halten.

Das wird besonders deutlich beim Video von Circle Line Art School. Da gibt es zwar so gar keine Erklärungen in Wortform, aber man kann dem Video einigermaßen gut folgen – wodurch die musikalische Untermalung ganz angenehm wird:

See How to Draw 3d City.

Habe auch mal irgendwo gesehen, dass man im Zweifel auch mit einem Faden arbeiten kann, denn man an einer Stelle fixiert und dann spannt. Darüber hinaus seien natürlich noch die anderen Videos empfohlen – gerade die optischen Illusionen kann man sicher mal gut gebrauchen.

Ich würde behaupten: 99% der Videos von Kurzgesagt kann ich ohne mit der Wimper zu zucken empfehlen, auch wenn ich nicht jedes einzelne verblogge. Und das trifft eigentlich auch auf das nachfolgende zu und dennoch hab ich mich ein wenig davor gesträubt, was vor allem daran liegt, dass die Frage relativ schnell beantwortet ist und man dazu nicht eine Sekunde gesehen haben muss: wir wären ziemlich am Arsch.

15.000 Atomwaffen gibt es auf der Welt, wobei ich aber behaupten würde, dass da durchaus noch irgendwo eine kleine Dunkelziffer rumschwirrt – Nordkorea lässt sich zum Beispiel ja nur ungern in die Unterbuxe gucken … Und es reicht ja auch schon eine Atombombe an ungünstiger Stelle detoniert, um richtig übles Chaos anzurichten.

Und doch hab ich auf Play gedrückt und den einen oder anderen überraschenden Fakt geliefert bekommen (zum Beispiel, dass es zumindest langfristig wieder Bergauf gehen könnte …). Wenn aber doch alle hochgehen, sind wir natürlich weiterhin am Arsch. Und alle nach uns auch:

Auf der Welt gibt es derzeit etwa 15.000 Atomwaffen: Das ist genug, um alle Städte und Ballungsräume der Welt zu zerstören und ca. die Hälfte der Menschheit zu töten. Aber was passiert eigentlich, wenn wir alle Atombomben auf einen Haufen werfen und auf einmal zünden?

Wieder was gelernt, auch wenn es wirklich freudigere Themen gibt.

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Ein Schmetterling unterm Rasterelektronenmikroskop https://www.wihel.de/ein-schmetterling-unterm-rasterelektronenmikroskop/ https://www.wihel.de/ein-schmetterling-unterm-rasterelektronenmikroskop/#comments Thu, 07 Mar 2019 15:39:37 +0000 https://www.wihel.de/?p=94843 Ein Schmetterling unterm Rasterelektronenmikroskop | Was gelernt | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Eigentlich sind Schmetterlinge ja ganz putzig – fliegen den ganzen Tag umher, sehen meistens recht hübsch oder zumindest putzig aus und gehen niemandem auf den Sack. Außer Kohlweißlinge, die fand mein Opa immer ätzend, weil sie halt an den Kohl gegangen sind (ob das aber tatsächlich kacke war, weiß nur er selbst).

Viel mehr noch, sind sie recht zarte Geschöpfe, zumindest hat man mir als Kind mal gesagt, dass man sie nicht anfassen darf, weil sie sonst sterben (auch hier wieder: keine Ahnung, ob Blödsinn oder Wahrheit).

Umso bekloppter ist da der Name: Schmetterling. Mit Schmettern haben die Tierchen eher weniger zu tun, außer vielleicht dass die Farben teilweise recht schmetternd sind. Und das „ling“ verharmlost es ja auch schon wieder, sodass das ganze Wort eigentlich keinen Sinn macht. Das ist aber bei der Doppelhaushälfte genauso – manchmal ist die deutsche Sprache eben auch ein bisschen dumm.

Wie auch immer: spannend wird so ein Schmetterling aber so richtig erst unter dem Rasterelektronenmikroskop – übrigens ein Wort, mit dem man bei Scrabble bestimmt sofort gewinnt.

Beauty of Science haben genau das angewendet und zoomen damit mal so richtig nah ran:

Everyday objects and life forms, magnified hundreds, thousands, even tens of thousands times, what would you see? That's what we want to show in Microworld Unseen, a new project from Beauty of Science, in which we use a scanning electron microscope (SEM) to explore the microscopic world and discover extraordinary and beautiful sceneries within ordinary objects and life forms.

In the first chapter of Microworld Unseen, our main character is the pale grass blue (Pseudozizeeria maha) which is a common butterfly found in Asia. It is small and has a quite ordinary look. As a result, you probably have seen them flying around near wild flowers before, but very likely, you have paid little attention to them. Their ordinary look is the reason why we decided to take another good look at them with a SEM. One hidden feature revealed: the body of this little creature was covered with different kinds of scales everywhere you look.

Und da zeigt sich mal wieder: diese kleinen Tierchen sind in Wahrheit die Aliens, die schon seit Ewigkeiten gesucht werden. Sehe die Unterdrückung durch Schmetterlinge langsam am Horizont aufziehen. An dieser Stelle gibt es noch ein paar der gezeigten Bilder in hochaufgelöster Form.

Warum auch immer war letzte Woche mal wieder Geld bei uns ein Thema - immerhin aber in der positiven Form, nämlich eher in der Theorie als in der Praxis. Viel Neues hat die Diskussion auch nicht ergeben, ich würd auch mit meinen 32 Jahren dabei bleiben, von einem möglichen Lottogewinn in Millionenhöhe eher nichts auszugeben, sondern den ganzen Kram einfach anzulegen und von den Zinsen zu leben. Dazu einfach normal weiterarbeiten gehen - nur eben mit dem Wissen, dass man einfach am nächsten Tag nicht mehr kommt, wenn mans kacke findet. Überhaupt sollte es ja das Ziel sein, nicht wirklich viel zu ändern, denn eigentlich gewinnt man ja vor allem: Sicherheit.

So in etwa stell ich mir das auch beim bedingungslosen Grundeinkommen vor, dass ja immer mal wieder diskutiert wird - aktuell wieder aufgrund der Diskussion der Grundrente. Da werden dann auch mal wieder die Versuche der Finnen angeführt. Und vermutlich kann man sich die Ergebnisse so drehen, dass sie zu jedem Standpunkt passen, vollkommen egal, welcher das am Ende ist.

Für mich steht aber weiterhin fest: wenn man sich um Geld keine Gedanken machen muss, wird das Leben angenehmer. Und wenn das einer nur mit dem BGE hinbekommt, schön für ihn. Andere gehen einfach weiter arbeiten und haben am Ende noch ein bisschen mehr. Wie gesagt, muss schön sein, wenn man weiß, dass man am nächsten Tag einfach nicht mehr ins Büro gehen muss, weil mans kacke findet.

Was nun aber genau das bedingungslose Grundeinkommen ist, welche Formen es gibt und ob wir am Ende einfach nur noch faul rumliegen und zu Grunde gehen, weil keiner mehr Bock auf Arbeiten hat - das erklären die Jungs und Mädels von Kurzgesagt mal wieder in gewohnt großartiger Form:

Ist das nicht immer wieder toll, wenn die Woche mit ein bisschen Wissen losgeht? Ich mag das.

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