Was gelernt auf wihel.de - Was is hier eigentlich los https://www.wihel.de/kategorien/kultur/da-hammer-wieder-was-gelernt/ Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Tue, 24 Jan 2023 06:56:35 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.1.1 Die reichsten Menschen der Welt von 1985 bis 2023 https://www.wihel.de/die-reichsten-menschen-der-welt-von-1985-bis-2023/ https://www.wihel.de/die-reichsten-menschen-der-welt-von-1985-bis-2023/#comments Wed, 25 Jan 2023 15:49:11 +0000 https://www.wihel.de/?p=146731 Die reichsten Menschen der Welt von 1985 bis 2023 | Was is hier eigentlich los?

Data Is Beautiful hatten wir schon ein paar Mal hier auf der Seite, noch häufiger seh ich deren Videos in meinem Feedreader, denn im Bereich der Visualisierung von Daten hat sich der Kanal durchaus einen Namen gemacht. Der Witz dabei: Eigentlich ist die Visualisierung immer irgendwie gleich, sich bewegende Balkendiagramme, die einfach Veränderungen über einen bestimmten Zeitraum zeigen.

Was den Kanal von anderen Statistik-Seiten oder Videos abhebt, ist eher die Themenwahl, die uns im Leben zwar auch nicht wirklich weiter bringt oder deutlich schlauer macht, aber mit der nahezu jeder von uns irgendeine Verbindung hat und sei es nur das, was eben gerade medial angesagt ist – das ist dann mal die Entwicklung und Verbreitung von Betriebssystemen, Social Networks, Internetbrowser oder eben die Veranschaulichung, welcher Mensch wann wie viel Vermögen angehäuft hat.

Gerade Letzteres verdeutlicht dabei gleich mehrere Punkte, zumindest für mich. Ich hab zum Beispiel ein paar Sekunden gebraucht, um zu realisieren, dass wir hier bereits am Anfang zweistellige Milliarden-Werte sehen und dabei von Anfang an obszön große Zahlen eine Rolle spielen. Und auch, dass ich bei sehr vielen Namen eigentlich nur mit den Achseln zucken kann, aber immerhin die eine oder andere Firma bekannt ist.

Oder auch, dass sich ab einer gewissen Größe Reichtum einfach immer vergrößert, aber dank dem Yard Sale Model, dass vor ein paar Tagen durch die Blogs ging, wissen wir das ja schon. Also andere, ich habs nicht komplett durchdrungen, fand das hier aber sehr anschaulich.

Wie dem auch sei, hat sich nun eben den reichsten Menschen der letzten 38 Jahre angenommen und veranschaulicht, wer da wie viel wann als Vermögen angesammelt hat. Und ja, da ist auch Memelon drin, der irgendwann recht schnell auf Platz 1 gewandert ist, dann aber durch seinen -Quatsch auch wieder gut Geld verloren hat, mit irgendwas um die 132 Mrd. nagt man dennoch nicht am Hungertuch …

Ein Schelm wer denkt, dass man mit all der Kohle so viel Gutes anstellen könnte …

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Ein Haus im LEGO-Stil gebaut https://www.wihel.de/ein-haus-im-lego-stil-gebaut/ https://www.wihel.de/ein-haus-im-lego-stil-gebaut/#comments Thu, 19 Jan 2023 15:54:26 +0000 https://www.wihel.de/?p=146321 Ein Haus im LEGO-Stil gebaut | Was is hier eigentlich los?

Als wir uns vor einiger Zeit dazu entschieden haben, ein Haus kaufen zu wollen, war auch schnell klar, dass Bauen für uns nicht in Frage kommt. Ich hab das damals bei meinen Eltern erlebt, diesen ganzen Stress will sich keiner antun, zumal man ja nicht einfach nur ein bisschen Land kauft und dann jemanden beauftragt – man wird dann mit Problemen nur so zugeschissen. Allein wenn ich schon dran denke, was man da alles beachten und entscheiden muss – dafür würde mir jeglicher Nerv fehlen.

Stattdessen haben wir uns was Fertiges gesucht, was man dann nach seinen Wünschen noch ein bisschen anpassen kann – wird am Ende vielleicht einen Ticken teurer und hat wieder was mit Kompromissen zu tun, ist aber wenigstens auch sicherer und definitiv schneller verfügbar.

Was uns dann in unserer Entscheidung zusätzlich bestärkt hat: Corona, Putin und die aktuelle Zinsentwicklung. Oder anders gesagt: kann sich heut zu Tage ein Normalsterblicher ja gar nicht mehr leisten und allein das sollte einem schon zu denken geben.

Wobei man auch sagen muss, dass gerade solche Zeiten zumindest für die Allgemeinheit auch ihre guten Seiten haben können, weil dann nicht selten Alternativen ausprobiert und erforscht werden, die mittelfristig für Verbesserung sorgen, nicht zuletzt auch in finanzieller Hinsicht.

Zum Beispiel baut Gablock Häuser scheinbar nach dem -Prinzip. Da werden dann einfach Holzblöcke aufeinander gesteckt und dürften so dafür sorgen, dass Häuser zumindest deutlich unkomplizierter aufgebaut werden können. Um nicht zu sagen: Das kann dann fast jeder.

Wie stabil das dann am Ende ist und ob das wirklich nur Vorteile mit sich bringt, müsste man mal genauer recherchieren, aber es macht zumindest Spaß, beim. Aufbau zuzuschauen und dass da auch easy mehrere Etagen realisierbar sind, spricht ja schon mal für sich:

Schon ein bisschen cool. Und vielleicht die Zukunft des Hausbaus – weil man halt alles irgendwie aus LEGO bauen kann, selbst wenn es nur das Prinzip weiterführt.

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Wie heutzutage Unterwasser-Szenen gedreht werden https://www.wihel.de/wie-heutzutage-unterwasser-szenen-gedreht-werden/ https://www.wihel.de/wie-heutzutage-unterwasser-szenen-gedreht-werden/#comments Wed, 18 Jan 2023 07:02:52 +0000 https://www.wihel.de/?p=146264 Wie heutzutage Unterwasser-Szenen gedreht werden | Was is hier eigentlich los?

Ich bin ja mittlerweile auch sowas wie alte Schule, immer mehr auch, was technische Sachen anbelangt. Zum Beispiel dieser ganze ChatGPT-Kram ist für mich noch immer mehr Spielerei als alles andere, fühlt sich aber direkt bedroht davon und auch einige Kollegen nutzen das Ding mittlerweile immer häufiger als die klassische Google-Suche (und haben mir so erstmal gezeigt, warum sich Google davon bedroht fühlt).

Genauso hab ich sehr lange gebraucht, um mit dem Thema Docker warm zu werden. Die Vorteile waren mir zwar recht schnell klar, aber ich bin halt auch noch jemand, der gern mal selbst in irgendwelchen Server-Dateien rumwuselt und alles so einstellt, bis es für mich passt. Bei dem ganzen Docker-Kram schreibt man aber nur eine Hand voll Anweisungen und verlässt sich dann darauf, dass der Bums einfach läuft – dieses Loslassen und Kontrolle abgeben, damit hab ich mich sehr schwer getan.

Und selbst bei Filmen sitz ich öfter mal da und frag mich zwar, wie so mancher Effekt eigentlich entstanden ist, ob der fehlenden Gehirnleistung und limitierten Vorstellungskraft geb ich aber auch schnell auf und guck einfach nur.

Beispiel: Aquaman. Ist natürlich klar, dass da ein Großteil nicht unter gedreht wurde, weil das ja unfassbar anstrengend und auch nervig ist, zumal da ja jede Menge Zeit drauf gehen würde für Auftauchen und Luft holen. Auf der anderen Seite haben mich aber die im Wasser „wehenden“ Haare doch stutzig gemacht. war da eine Möglichkeit, das war dann aber doch schon krass detailliert und wirkte auch recht übertrieben – ich mein, sind am Ende ja auch einfach nur Haare.

Was mich also zu dem Punkt brachte, dass ich erstmals bewusst aufgegeben und das Nachdenken darüber eingestellt hab. Dafür war der Film dann auch einfach nicht gut genug.

Immerhin, die Fragen können nun beantwortet werden, außerdem gibt es noch ein paar Beispiele von früher und wieder mal den Beleg, dass Filmarbeiten grundsätzlich übertrieben aufwändig sein können:

Am Ende ist es dann doch wie immer: Kommt alles aus dem Computer …

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Wäsche waschen und Duschen bei -71°C https://www.wihel.de/waesche-waschen-und-duschen-bei-71c/ https://www.wihel.de/waesche-waschen-und-duschen-bei-71c/#comments Tue, 17 Jan 2023 15:53:40 +0000 https://www.wihel.de/?p=146218 Wäsche waschen und Duschen bei -71°C | Was is hier eigentlich los?

Ich will gar nicht schon wieder davon anfangen, dass es draußen für diese Jahreszeit einfach viel zu warm ist und Silvester mit beinahe 20°C zwar angenehm, aber eben nicht richtig ist. Guckt halt raus, schaut halt Nachrichten und hört, was Wissenschaftler dazu sagen, dann ist die Lage eigentlich recht eindeutig.

Ich will aber mal sagen, dass dieser ständige Regen mittlerweile extrem frustrierend ist. Mir ist natürlich klar, dass wir dazu auch kleinteilig beitragen, aber gerade in den letzten zwei Wochen sind wir so oft zwischen und Glückstadt hin und her gefahren und lass mich nicht lügen, aber wir hatten vielleicht zwei Mal keinen Regen – ansonsten einfach immer.

Stört im Auto selbst natürlich nur bedingt, aber da es auch noch relativ früh und dafür dann lange dunkel ist, ist das auch kein entspanntes Fahren, besonders wenn dann Abschnitte dabei sind, bei denen man Fahrbahnmarkierungen kaum noch erkennen kann. Und ja, klassisches First-World-Problem während da in irgendwelchen Mittelgebirgsregionen die Leute langsam wieder am Absaufen sind, zumal das ja ohnehin alles selbstgemacht ist und niemand aus der Katastrophe von 2021 die richtigen Schlüsse gezogen und Maßnahmen ergriffen hat.

Was ich eigentlich nur sagen will: Dieser ständige Regen nervt mittlerweile hart. Und doch können wir uns noch freuen, denn immerhin müssen wir (noch) nicht mit absoluten Extremwetterverhältnissen leben, wie zum Beispiel in Jakutsk.

Das ist einer der kältesten Orte der Welt, wo gut und gerne mal -71°C herrschen, aber auch mit diesen Temperaturen kann man leben lernen. Das Wichtigste dabei: Feuer:

Life in the coldest inhabited place on earth is not easy, and even seemingly simple daily tasks, can take a whole day!

Locals dedicate their weekend to doing laundry and washing in their wooden bathhouse, the only option for maintaining personal in a region without running water.

Dauert dann halt alles länger, aber geht. Würde selbst dennoch gern darauf verzichten wollen.

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Warum amerikanische und europäische LKWs so unterschiedlich sind https://www.wihel.de/warum-amerikanische-und-europaeische-lkws-so-unterschiedlich-sind/ https://www.wihel.de/warum-amerikanische-und-europaeische-lkws-so-unterschiedlich-sind/#comments Mon, 16 Jan 2023 11:43:20 +0000 https://www.wihel.de/?p=146078 Warum amerikanische und europäische LKWs so unterschiedlich sind | Was is hier eigentlich los?

Als PKW-Fahrer gehör ich natürlich auch zu der Gattung, die alle anderen Arten an Verkehrsteilnehmern grundsätzlich erstmal als potentielle Störenfriede sehen. Besonders weil die alle natürlich wesentlich schlechter fahren (oder auch laufen) als ich und so gar keine Ahnung von Verkehrsregeln oder auch nur Rücksicht haben.

Dabei sollte doch mittlerweile nach mehr als 2000 Jahren Menschheitsgeschichte klar geworden sein, dass mit ein bisschen mehr Entspannung und Rücksichtnahme unser aller Leben viel einfacher wird. Das Problem dabei ist oft einfach nur: Sobald einer aus dieser Allgemeinheit ausschert, zieht das eine Kettenreaktion nach sich und irgendwann gilt nur noch „wenn jeder an sich selbst denkt, ist an alle gedacht“.

Mein Lieblingsbeispiel sind da die Idioten, die bei uns vor der Tür nicht parken können. Sobald sich einer so hinstellt, dass er zwei Plätze belegt, wäre die logische Schlussfolgerung, dass sich alle anderen wie gewohnt mit ausreichend Abstand daneben stellen. Die belegen dann natürlich auch mehr als einen der aufgemalten Plätze, aber grundsätzlich ist die übliche Ordnung wiederhergestellt.

Fährt aber nun das erste Arschloch einfach weg, macht das automatisch den nachfolgenden Parker zum Arschloch – die scheinbare Ursache des allgemeinen Fehlverhaltens hat sich verschoben. Bleibt am Ende also nur, dass man das Arschloch Arschloch sein lässt und sich nach Möglichkeit wieder vernünftig hinstellt, was allerdings die optimale Nutzung des Parkraums wieder erschwert – und am Ende guckt halt einer in die Röhre, weil ein anderer zu blöd zum Parken ist.

Zurück zum Thema: LKWs find ich auch furchtbar. Nicht alle, aber die meisten, besonders die rücksichtslosen, die auch gern einfach mal zum Überholen ansetzen und dabei den nachfolgenden Verkehr ignorieren. Was aber eigentlich sehr schade ist, denn wir sind ja von den zahlreichen Brummi-Fahrern extrem abhängig und der Job an sich ist mittlerweile auch extrem hart. Termindruck, zweifelhafte Lebensumstände und wer da noch ein Sozialleben hinbekommt, ist beinahe schon Magier.

Was uns nicht wirklich zu der Frage bringt, warum in und so unterschiedlich aussehen, die Antworten aber dennoch ganz interessant sind. Spoiler: Hat nicht nur was mit Style und Komfort, sondern auch der zu tun.

Finde allerdings schon ein bisschen fragwürdig, dass hier Sicherheit im Straßenverkehr scheinbar so gar nicht an erster Stelle steht.

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Wie Gummistiefel hergestellt werden https://www.wihel.de/wie-gummistiefel-hergestellt-werden/ https://www.wihel.de/wie-gummistiefel-hergestellt-werden/#comments Thu, 12 Jan 2023 15:52:56 +0000 https://www.wihel.de/?p=145807 Wie Gummistiefel hergestellt werden | Was is hier eigentlich los?

Wenn hier einer großer Fan von Gummistiefeln ist, dann ist das Line. Kaum ein Tag vergeht, wo sie die Dinger nicht anzieht, und hat sogar mittlerweile unterschiedliche Ausführungen (wobei die sich eigentlich nur von der Höhe unterscheiden). Dafür sind die Dinger aber auch ungemein praktisch und gerade wenn es – wie jetzt – tagelang schüttet, der Hund aber doch raus muss, gibt es kaum besseres Schuhwerk.

Hat sogar mich überzeugt und deswegen haben wir vor Jahren auch mal ein bisschen mehr Geld für Stiefel in die Hand genommen. Ich will auch gar nicht sagen, dass ich meine nicht mag, aber ich kann die Male, dass ich sie angezogen hab, an beiden Händen abzählen, was am meisten aber daran liegt, dass ich bei Regen eher ungern rausgehe. Fun Fact: Gilt auch für den Hund.

Ehrlicherweise sind die aber auch nur bedingt bequem, lassen sich schwer anziehen, weil man Gummistiefel, wenn sie den richtig sitzen sollen, nur schwer anziehen kann und ich darin sehr schnell kalte Füße bekomm. Denn wenn man nicht noch mehr Geld in die Hand nehmen will, bestehen die halt oft nur aus … Gummi.

Dennoch, gefühlt werden die demnächst häufiger zum Einsatz kommen, weil wir auch häufiger draußen sein werden und da es – wie jetzt – vermutlich auch noch die nächste Zeit einfach immer regnen wird (wie belastend das ist, ein Wahnsinn). Gut zu wissen, dass sich die Anschaffung doch noch gelohnt hat.

Was uns nun zu der Frage bringt, wie die Dinger eigentlich hergestellt werden. Allzu schwer kann das ja nicht sein, ist ja doch häufiger wie aus einem Guss, sodass man vermutlich einfach eine Form hat, die irgendwo eintaucht und den Bums dann trocknen lässt.

Nicht ganz, aber nah dran:

Ich bin ehrlich ein bisschen überrascht, wie viele Menschen da dann doch noch dran beteiligt sind.

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Karbidschießen – Wie Böllern, nur anders https://www.wihel.de/karbidschiessen-wie-boellern-nur-anders/ https://www.wihel.de/karbidschiessen-wie-boellern-nur-anders/#comments Thu, 05 Jan 2023 07:08:08 +0000 https://www.wihel.de/?p=145335 Karbidschießen – Wie Böllern, nur anders | Was is hier eigentlich los?

Wir müssen scheinbar noch mal über das Thema „Böllern“ sprechen, auch wenn es da eigentlich nichts zu besprechen gibt: Unnötig laut, verpestet die Luft und ist auch alles andere als günstig, was aber scheinbar von einigen problemlos in Kauf genommen werden kann, wenn da ein Monatsgehalt reingesteckt wird, um „es den Grünen mal so richtig zu zeigen“. Darf man sich dann auch fragen, warum das nicht auch für andere Lebenslagen gilt und das Gejammer dann besonders groß ist.

Meine Meinung ist da recht klar: Einfach lassen. Oder zumindest den Profis überlassen, sieht dann ohnehin schöner aus, weil die sich halt nicht (nur) auf Krach fokussieren, sondern vor allem auf Optik Wert legen und darum geht’s im Kern ja. Gerade nach den Vorkommnissen in Berlin, aber auch anderen Städten bin ich dennoch stark für „einfach lassen“ – es hätte ja nur Vorteile, nicht zuletzt weil dann ein Fettnäpfchen weniger für unsere Bundesverteidigungsministerin zur Verfügung steht (die hat das mit ihrem Video wirklich ernst gemeint, oder?)

Und wer so gar nicht ohne Krach kann, kann sich ja mal dem Karbidschießen zuwenden. Das ist vor allem eine Tradition in den Niederlanden, bei der ein Gefäß mit aus Calciumcarbid und gewonnenem Acetylen zum Knallen gebracht wird.

Logisch, dass das nicht ganz ungefährlich ist, das gilt allerdings bei allem, was mit Knallen zu tun hat ([hier unangebrachten Mutterwitz einfügen]) und wird deswegen behördlich streng limitiert – ein Schelm, wer jetzt hier nach Parallelen zum üblichen Böllern sucht.

Das Prinzip ist dabei relativ simpel: Calciumcarbid wird in eine Tonne gefüllt, nass gemacht und das Gemisch dann über ein kleines Loch entzündet. Das gibt dann einen lauten Knall und Deckel oder Ball werden irgendwohin geschossen – sieht dann so aus:

Schwierig ist dabei wohl die richtige Mischung aus Calciumcarbid und Wasser zu finden und den richtigen Zeitpunkt fürs Anzünden zu finden. Daher ist vermutlich auch hier – genau wie beim Böllern – die bessere Alternative: einfach lassen.

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Ein UberEats-Fahrer bei der Arbeit begleitet https://www.wihel.de/ein-ubereats-fahrer-bei-der-arbeit-begleitet/ https://www.wihel.de/ein-ubereats-fahrer-bei-der-arbeit-begleitet/#comments Wed, 28 Dec 2022 07:07:21 +0000 https://www.wihel.de/?p=144683 Ein UberEats-Fahrer bei der Arbeit begleitet | Was is hier eigentlich los?

So sehr wir uns auch schon auf den nächsten Lebensabschnitt in den eigenen 4 Wänden freuen (was immer noch absurd klingt und auch gar nicht der Wahrheit entspricht, weil das Haus vor allem erstmal der Bank gehört), man muss auch Abstriche machen.

Die große Stadt ist erstmal 1 Stunde entfernt, was aber okay ist, weil wir die große Stadt schon lange nicht mehr genutzt haben und allein für potenzielle Kinder da bleiben … die können sich auch erstmal mit der kleineren Ausgabe einer Stadt zufriedengeben.

Kino ist auch eher mau, waren wir aber auch schon ewig nicht mehr und naja … der Zug nach fährt in der Regel auch nur jede Stunde. Was aber okay ist, weil man eben nicht zwingend nach Hamburg ist. Und wenn, kann man trotzdem, nur halt eben nicht mehr so flexibel wie vorher.

Was aber am schwersten wiegt: Lieferservice. Da mussten wir schon Abstriche machen, als wir etwas weiter rausgezogen sind, aber trotzdem immer noch voll zu Hamburg gehörten – die fancy Läden fahren aber schon jetzt nicht mehr zu uns. Der eigentliche Witz ist aber: Wir haben vor ein paar Wochen einen -Lieferservice gefunden, der unfassbar lecker ist. War klar, dass uns das gelingt, wenn die Tage bereits gezählt sind.

In Glückstadt wird’s da recht düster, weil die Anzahl der Lieferservice sehr überschaubar ist, um nicht zu sagen: Da lohnt sich das Bestellen nur sehr bedingt. Aber ist okay, spart letztendlich ja auch Geld.

Anders sieht das in aus, da kann man sich auch mitten in der Nacht noch Burger bringen lassen. Möglich machen das zahlreiche Lieferdienste, die es bei uns nicht mal ansatzweise gibt, wie zum Beispiel UberEats.

Im nachfolgenden Video können wir einmal einen der Fahrer von UberEats begleiten:

Auch ein Job, den ich in diesem Leben nicht machen möchte. Für den Kollegen hier scheints aber ganz okay zu laufen – 65.000 Abonnenten sind nicht gerade wenig und der eine oder andere Sponsor soll wohl auch schon Interesse gezeigt haben. Was allerdings weiterhin nicht heißt, dass man mit Essen ausliefern reich werden kann.

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Was passiert, wenn man einfach einen kleinen Wildteich irgendwo hin baut https://www.wihel.de/was-passiert-wenn-man-einfach-einen-kleinen-wildteich-irgendwo-hin-baut/ https://www.wihel.de/was-passiert-wenn-man-einfach-einen-kleinen-wildteich-irgendwo-hin-baut/#comments Tue, 20 Dec 2022 15:25:00 +0000 https://www.wihel.de/?p=143974 Was passiert, wenn man einfach einen kleinen Wildteich irgendwo hin baut | Was is hier eigentlich los?

Zuallererst: Man muss aufpassen, dass man keine nassen Füße bekommt. Und damit ist dann auch der witzige Teil an diesem Beitrag abgefrühstückt. Aber mal ehrlich gesagt: Was soll schon passieren? Vielleicht siedeln sich da ein paar Pflanzen und an, aber sonst? Viel kann ja nicht passieren, sonst hätte Mutter dafür schon irgendwie gesorgt, oder?

Nun, ganz so einfach ist es nicht. Oder besser gesagt: Eigentlich ist es super einfach, denn ist essenziell für fruchtbares Leben und das zeigt sich auch am nachfolgenden Video, bei dem Stefano Ianiro einfach mitten in die Pampa einen kleinen Wildteich gebaut und dann geschaut hat, was damit passiert.

Natürlich ist auch das irgendwo ein künstlicher Eingriff in die Natur, aber ich muss bei sowas immer eher an die gegenteiligen Manipulationen denken. Prominentestes Beispiel ist vermutlich die Elbvertiefung hier in . Da hatte man mal das Ziel, dass dadurch größere Schiffe in den Hafen kommen können, hat wohl aber unterschätzt, dass man mit der Vertiefung auch die Fließgeschwindigkeit der Elbe erhöht, was dann letztendlich zu einer schnelleren Verschlickung führt und damit … die Vertiefung halt mehr oder weniger rückgängig.

Das wird jetzt immer für sehr viel Geld ausgebaggert, ist aber alles andere als eine dauerhafte Lösung und irgendwie find ich das auch witzig, denn es zeigt ganz klar, dass man sich mit Mutter Natur einfach nicht anlegen sollte – zumindest nicht ab einem gewissen Grad.

Wie gesagt, das von Stefano Ianiro ist eher das Gegenteil, hier wird Natur wieder zurückgebracht und irgendwie ist das alles einfach nur toll:

Aber fangt jetzt bloß nicht an, einfach überall stumpf Teiche zu buddeln – auch hier braucht es ein gesundes Maß.

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Die besten Tiere des Jahres https://www.wihel.de/die-besten-tiere-des-jahres/ https://www.wihel.de/die-besten-tiere-des-jahres/#comments Mon, 19 Dec 2022 15:06:22 +0000 https://www.wihel.de/?p=143855 Die besten Tiere des Jahres | Was is hier eigentlich los?

Das mag hier auch ein bisschen wie ein Jahresrückblick wirken, aber keine Angst, das ist keiner. Hab dafür auch extra die 2022 aus der Überschrift wieder entfernt, allein schon weil , die in dem einen Jahr super toll sind, das natürlich auch in den darauffolgenden Jahren sind. Die werden ja nicht schlechter, sondern sterben maximal aus – wobei das dank Klimawandel und Co. gar nicht mal so unwahrscheinlich ist.

Allerdings ist es auch ein bisschen gemein, Tiere in irgendeinem fiktiven Wettbewerb gegeneinander antreten zu lassen, selbst ohne direktes Duell. Allein schon, weil so ein Wettbewerb ja nie so richtig objektiv stattfinden kann, schon gar nicht wenn da unterschiedliche Spezies gegeneinander antreten. Außerdem hat uns Darwin gelehrt, dass jedes Tier an sich ja schon diverse „Wettbewerbe“ hinter sich gebracht hat und am Ende die Stärksten überleben, was eigentlich nur heißt, dass alle Tiere, die aktuell existieren irgendwo ja Gewinner sind (wären ja sonst nicht mehr da).

Allerdings ist das hier ohnehin mit einem kräftigen Augenzwinkern zu sehen, denn viel mehr präsentiert zefrank einfach nur ein paar Tiere mit ganz wunderbaren, teils aber auch extrem überraschenden Eigenschaften, die Mutter ihnen einfach mitgegeben hat, damit sie überleben können.

Ich würd sogar noch mehrere Schritte weitergehen und fordern, dass derlei Videos Einzug in den Schulunterricht halten sollten. Nicht, dass man für ein normales Leben in Deutschland all das Wissen auch nur irgendwie praktisch anwenden könnte, aber selten hab ich ein so unterhaltsames und gut gemachtes Video über Tiere gesehen wie dieses:

So macht Wissen vermitteln doch Spaß! Außer es geht um diese Würmer, die da diesen wahnsinnigen Kram mit den Schnecken und deren Augen machen … das klingt nach ziemlich perfektem Stoff für einen ziemlich abgefahrenen Horror-Film …

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Wie unhygienisch das Spülen auf dem Klo eigentlich ist https://www.wihel.de/wie-unhygienisch-das-spuelen-auf-dem-klo-eigentlich-ist/ https://www.wihel.de/wie-unhygienisch-das-spuelen-auf-dem-klo-eigentlich-ist/#comments Thu, 15 Dec 2022 06:52:31 +0000 https://www.wihel.de/?p=143564 Wie unhygienisch das Spülen auf dem Klo eigentlich ist | Was is hier eigentlich los?

Ich bin wahrlich kein besonders reinlicher Mensch, aber jetzt auch nicht gerade ein absoluter Drecksack, der so gar nichts auf gibt. Man kann sagen, eigentlich bin ich so ein richtig typischer Mann, der am Sonntag auch mal ziemlich verloddert durch die Wohnung streift, zwischen dem Wechsel von Bettwäsche mindestens in Wochen rechnet, aber eben auch wie aus dem Ei gepellt auf der Matte steht, wenn es der Anlass verlangt.

Und ich muss zugeben, mit zunehmendem Alter setzt dann auch die Vernunft häufiger ein, sodass ich mich beinahe schon regelmäßig ertappe, wie ich mit dem Staubwedel durchs Arbeitszimmer renne, weil mich der Staub auf dem Bildschirm maximal annervt. Mein früheres Ich hätte mich dafür dauerhaft ausgelacht, denn solange man noch Farben erkennen kann, kann von Staub keine Rede sein.

Wie gesagt, zum Putzfan reicht es dennoch nicht, viel mehr leb ich nach der Devise, dass ich mich drum kümmer, wenn es zu sehr nervt. Das kann dann auch schon mal bedeuten, dass Geschirr zwei, bis drei Tage in der Spüle steht (nur, wenn Line nicht Zuhause ist – ihre Zündschnur ist deutlich kürzer als meine) und erst dann weggeräumt wird. Und ja, wir haben einen Geschirrspüler, in den ich das auch direkt räumen könnte, aber wie jeder weiß, muss man die Scharniere schonen!

Worauf ich aber allerdings Wert lege – und da widerlege ich das typische Beispiel eines Mannes: Klodeckel runter. Eigentlich immer, außer man benutzt das Klo und ja, wenn man da eine Schüssel vor sich hat, dann setzt man sich da drauf. Wer zwingend seine Männlichkeit beweisen muss, in dem er bei jeder Gelegenheit im Stehen pinkelt, hat noch ganz andere Probleme als verminderte Maskulinität. Hauptsächlich, weil ich es irgendwie ungeil finde, in ein Klo zu treten und direkt in den Abfluss schauen zu können – tatsächlich hat das aber auch hygienische Gründe.

Und genau die haben Wissenschaftler der University of Colorado Boulder jetzt mal zusammengetragen und aufbereitet:

Wer das gern in ausgereifter Textform konsumieren möchte, es gibt dazu auch einen sehr langen Artikel. Fazit jedenfalls: Wer bei offenem Klodeckel spült, ist ein Schwein. Und Händewaschen sollte man ohnehin immer.

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Wie man ein Loch in eine Tasse bohren kann https://www.wihel.de/wie-man-ein-loch-in-eine-tasse-bohren-kann/ https://www.wihel.de/wie-man-ein-loch-in-eine-tasse-bohren-kann/#comments Tue, 13 Dec 2022 15:43:01 +0000 https://www.wihel.de/?p=143486 Wie man ein Loch in eine Tasse bohren kann | Was is hier eigentlich los?

Wo wir doch eben schon ein bisschen über Weihnachtsgeschenke gesprochen haben: Vielleicht möchte auch jemand eine Tasse mit Loch verschenken? Natürlich nicht um sie dann wie üblich zu benutzen, das geht dank physikalischer Gesetze nicht mehr – aber ich meine, man kann dann daraus so ein Vogelfutter-Ding machen, bei der die Tasse umgekehrt im Baum aufgehangen und mit irgendeinem Meisenknödel befüllt wird.

Wäre zumindest meine einzige Idee, warum jemand ein Loch in einer Tasse haben wollen würde – es ist aber auch nicht meine Aufgabe, das „Warum“ zu beantworten, sondern das „Wie“.

Und das ist eigentlich ganz einfach, wenn man denn weiß, wie es geht – wer sich noch bis zum Video auf die Folter spannen lassen will, dem sei der Rehbinder-Effekt an den Kopf geworfen. Um es ganz einfach auszudrücken: Dank grenzflächenaktiver chemischer Substanzen ändern sich die mechanischen Eigenschaften bestimmter Werkstoffe – was letztendlich bedeutet, dass man relativ leicht ein Loch in eine Tasse bohren kann:

Und wer noch ein bisschen mehr klugscheißen will: Herausgefunden hat das Pjotr Alexandrowitsch Rehbinder, seines Zeichens sowjetischer Wissenschaftler und gefunden hat er dieses Phänomen 1928. Vermutlich aber ohne das Ziel ein Loch in eine Tasse bohren zu können …

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Alles, was man über Pfannen wissen muss https://www.wihel.de/alles-was-man-ueber-pfannen-wissen-muss/ https://www.wihel.de/alles-was-man-ueber-pfannen-wissen-muss/#comments Mon, 12 Dec 2022 15:58:00 +0000 https://www.wihel.de/?p=143159 Alles, was man über Pfannen wissen muss | Was is hier eigentlich los?

Ich hab sehr lange gedacht, dass jeder Haushalt eigentlich nur eine braucht: eine Große und eine Kleine. Weil so eine Pfanne an sich kein Hexenwerk ist und auch nicht wirklich zaubern kann – die wird halt heiß und brät Dinge.

Doch wie so oft, sieht das die Realität ein bisschen anders, besonders bei Pfannen. Denn auch wenn die Wirkungsweise bei allen grundsätzlich gleich ist, gibt es unfassbar viele Pfannen, die sich mal mehr mal weniger für das eignen, für das man sie einsetzen will. Und weil der Mensch es kompliziert mag, werden in der Schweiz sogar Kochtöpfe teilweise als Pfannen bezeichnet – aber was wissen die Schweizer schon?

Was ich vor allem über Pfannen weiß: Das sind unfassbar sensible Viecher. Einmal zu dicht mit der Gabel ran, schon ist die Beschichtung im Arsch und man kann das Ding wegschmeißen – war zumindest das Bild, dass mir meine Eltern immer vermittelt haben. Was nichts daran ändert, dass auch die fleißig mit der Gabel durch die Pfanne kratzen und ich bisher auch noch keine Pfanne in meinem Leben gesehen hab, die nicht nach kürzester Zeit zerkratzt war (außer sie stand unverkauft im Laden).

Insgesamt scheint das Thema Pfannen aber grundsätzlich äußerst komplex zu sein, denn nicht nur beim Herstellungsmaterial scheint es große Unterschiede zu geben, sondern vor allem auch bei der Form wird hart übertrieben. Ich mein, den Wok kennen die meisten vermutlich noch, aber braucht es tatsächlich eine dedizierte Eierpfanne? Und warum gibt es eine Blinÿ-Pfanne, die eigentlich auch nur eine Eierpfanne, aber kleiner ist?

Dinge, die ich gar nicht mal erklären möchte, aber Tim Mussig locker nachts um 4 im Tiefschlaf aus dem Ärmel schüttelt. Denn Tim ist scheinbar ausgewiesener Pfannenexperte und erzählt jetzt einfach mal davon:

Ich hätte fast geschrieben, dass das alles ist, was er über Pfannen weiß, befürchte aber: Der weiß noch mehr.

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Zu Besuch in der größten Geisterstadt Kanadas https://www.wihel.de/zu-besuch-in-der-groessten-geisterstadt-kanadas/ https://www.wihel.de/zu-besuch-in-der-groessten-geisterstadt-kanadas/#comments Thu, 01 Dec 2022 07:06:53 +0000 https://www.wihel.de/?p=142524 Zu Besuch in der größten Geisterstadt Kanadas | Was is hier eigentlich los?

Geisterstädte sind eigentlich ein unfassbar trauriges Ding, weil das einfach oft die letzten Überbleibsel von irgendeinem wirtschaftlichen Niedergang oder einer anderen großen Tragödie sind (militärische Auseinandersetzung, Naturkatastrophe, andere menschliche Nöte)

Das wird am deutlichsten, wenn man sich selbst mal versucht in die Lage zu versetzen, dass man ernsthaft entscheiden muss, ob man sein Heim verlässt oder nicht – und nicht selten ohne zu wissen, wohin es eigentlich geht. Wilde Behauptung: Die wenigsten würden das wohl tun. Womit deutlich werden dürfte, wie fatal das eigentlich ist, wenn eine ganze Stadt aufgegeben wird, besonders wenn man zu den letzten gehört, die den Ort verlassen.

Die größte Geisterstadt in ist Anyox. Wohl einigermaßen künstliche angelegt gab es in der Stadt allerlei Vorzüge für die Bergbauarbeiter, die dort hauptsächlich angesiedelt waren, z.B. einen Golfplatz oder auch den ersten Tennisplatz aus Holz 1918. Auch gab es in den 20er Jahren recht lange den höchsten hydraulischen Damm des Landes.

Auf der anderen Seite: 1923 gab es verheerende Waldbrände, die auch Anyox beinahe vollständig ausgelöscht haben. Dennoch, Bergbau war weiterhin angesagt, also hat man die Stadt wieder aufgebaut. Irgendwann kam aber auch der saure Regen verursacht durch die Schmelze dazu, der zumindest die umliegenden Bäume kahl werden ließ.

Richtig problematisch wurde es dann zu Zeiten der Weltwirtschaftskrise mit sinkenden Preisen für unter anderem Kupfer. Das war dann mehr oder weniger der Klassiker: Die Nachfrage fehlt, die Lager füllen sich bzw. werden nicht geleert und irgendwann kann man den Laden einfach dicht machen. Das war dann auch 1935 der Fall und damit starb die Stadt mehr oder weniger schnell. Dazu haben dann auch noch mal zwei Waldbrände 1942 und 1943 beigetragen, die auch noch die letzten Holzbauten zerstört haben.

Exploring with Wade war nun vor ein paar Wochen vor Ort und hat sich angeschaut, was man sich noch anschauen kann:

Und irgendwie … muss ich hier immer ein bisschen an Wolfsburg denken. Weniger wegen irgendwelchen Waldbränden, aber mehr ob seiner Künstlichkeit und Abhängigkeit von Volkswagen …

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Wie Matratzen hergestellt werden https://www.wihel.de/wie-matratzen-hergestellt-werden/ https://www.wihel.de/wie-matratzen-hergestellt-werden/#comments Thu, 24 Nov 2022 11:46:41 +0000 https://www.wihel.de/?p=142024 Wie Matratzen hergestellt werden | Was is hier eigentlich los?

Ich bilde mir ja ein, dass ich auch zu den glücklichen (und super erfolgreichen) Menschen gehöre, die relativ wenig brauchen. Hört man ja immer wieder, dass die Elite mit irgendwas um die 4 Stunden auskommt und trotzdem immer recht fit ist – hätte ich tatsächlich auch gern, aber 6 – 7 Stunden müssen es schon sein.

Und wenn ich meinen Körper so anschaue … ein Teil der Gewichtszunahme liegt eben auch daran, dass da eine Schippe Schlaf fehlt, was noch mal ein Thema für sich ist, weil das halt meiner Meinung nach körperlich großer Quatsch ist. Aber verstehe einer mal die Hormone, die da in uns allen so rumfliegen.

Obwohl das Pensum also recht überschaubar ist, ist mir das Setup des Schlafens allerdings sehr wichtig. Sprich: muss bequem sein, Matratze muss bequem sein und der Schlaf idealerweise unterbrechungsfrei. Gerade letzteres ist wichtig, denn wenn ich doch mal um 3 wach werde, weil ich auf Klo muss, dann ist die Nacht eigentlich gelaufen und der nächste Tag entsprechend bescheiden.

Beim Kissen hab ich zum Beispiel extrem viel rumprobiert, bis ich mal einsehen musste, dass Naturfedern zum Beispiel zwar nett sind, aber nicht sonderlich langlebig. Um nicht zu sagen: Ich war sehr schnell sehr enttäuscht und bin mittlerweile wieder auf Kunstfaser zurückgewechselt, weils einfach soooo viel bequemer ist.

Und auch bei Matratzen bin ich eine kleine Prinzessin, die keine Erbse mag. Unsere war bisher unfassbar gut, zwar von IKEA, aber auch nicht gerade günstig. Mittlerweile ist aber auch die durchgelegen (wir reden hier von ca. 10 Jahren Nutzungszeit – das ist schon fast ein Wunder, dass die es noch einigermaßen tut) und eine neue muss her. Allerdings sieht Line das noch ein bisschen anders und es gab durchaus auch schon Nächte, in denen ich auf der Couch geschlafen hab, was aber auch nur ein schlechter Kompromiss ist. Das eigentliche Problem ist: Wenn wir schon in eine neue Matratze investieren wollen, dann auch in ein neues Bett. Und beides zusammen kostet halt dann direkt eine ganze Menge Geld.

Außerdem stellt sich die Frage: Was für eine Matratze dann? Wo ist der Kompromiss zwischen Preis und Qualität? Will man einen Kompromiss? Und welche Niere opfern wir dafür?

Keine Ahnung, ob dabei hilft, dass man sich mal anschaut, wie Matratzen überhaupt hergestellt werden, aber für den Fall der Fälle – ziemlich genau so:

Wie furchtbar unhandlich die Dinger auch immer sind, oder?

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Wenn Mastodon schon in den 80ern existiert hätte https://www.wihel.de/wenn-mastodon-schon-in-den-80ern-existiert-haette/ https://www.wihel.de/wenn-mastodon-schon-in-den-80ern-existiert-haette/#comments Thu, 24 Nov 2022 07:06:32 +0000 https://www.wihel.de/?p=142023 Wenn Mastodon schon in den 80ern existiert hätte | Was is hier eigentlich los?

Ja nu, was sind das eigentlich für wilde Zeiten? Also noch wilder als ohnehin schon, Pandemie, Klimakrise und -Krieg sind ja nicht mehr wirklich neu, aber dass mittlerweile auch die großen Tech-Giganten nach riesigen Einstellungswellen nun wieder Leute auf die Straße setzen – auch nicht wirklich überraschend, aber in seiner Gänze dann doch bemerkenswert.

Am allermeisten bemerkenswert – und ich drück das damit schon so höflich wie möglich aus – ist, was bei abgeht. Natürlich wissen wir alle nicht, ob das auch jedes Mal die absolute Wahrheit ist oder sich manch einer ob seiner Kündigung etwas mehr Luft machen will als andere, aber ein gewissen Quäntchen muss einfach stimmen.

Und fairerweise muss man auch sagen: So ein richtig genialer Typ ist halt auch nicht. Man sagt ja gern, dass er erst Tesla zu dem gemacht hat, was es heute ist, aber mir wäre neu, dass er jemals selbst am Auto rumgeschraubt oder irgendwelche technischen Probleme selbst gelöst hätte. Zumindest aus dem, was man in den Medien mitbekommen kann, kann er eigentlich nur eines: Leute zusammenpferchen und dazu bringen, (großartige) Dinge zu tun. Das aber wiederum nicht wirklich durch Motivation und Visionen, sondern vor allem durch Druck. Und zu der Generation, die damit arbeiten will, gehören zum Glück immer weniger Menschen.

Hinzu kommt, dass „alle rausschmeißen, alles auf links drehen und noch mal richtig durchstarten“ auf dem Papier immer gut klingt, die Realität sieht aber oft anders aus. Bevor ich jetzt direkt in eine schlechte Analyse der Ereignisse bei Twitter abdrifte, sei letztendlich nur gesagt: Das, was da beim blauen Vogel passiert, ist ein fantastisches Beispiel, wie man es nicht macht. Besonders aus Arbeitnehmersicht gesagt.

Auf der anderen Seite: Es bietet auch typischerweise Möglichkeiten für andere Optionen und aktuell sucht ja jeder nach einem Twitter-Ersatz, sofern er denn auf Twitter aktiv war. Mastodon ist da wohl das prominenteste Beispiel, weil es Twitter sehr nah kommt, aber eben dezentralisiert ist. Heißt: Jeder kann sein eigenes Twitter haben und trotzdem alles irgendwie zusammenstecken.

Ein bisschen bin ich verwundert, dass dennoch so viele sich einfach nur auf irgendwelche vorgefertigten Instanzen begeben, weil das im Grunde dann nur genauso wie Twitter ist (sprich: Abhängigkeit von dem, der die Instanz betreut), soll ja aber auch jeder so machen, wie sie oder er mag – ich bleib auf meiner eigenen Instanz und nehm das mit der Unabhängigkeit ein bisschen genauer.

Dennoch: Einige tun sich damit noch schwer und witzigerweise ist das nachfolgende Video – eigentlich als Scherz gedacht – erklärungstechnisch gar nicht so verkehrt:

Und nur für den Fall, dass man das auch 2022 noch sagen muss: Disketten braucht man für Mastodon nicht und ein bisschen besser als im Video sieht es auch aus.

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Mathe anschaulich erklärt: Pi https://www.wihel.de/mathe-anschaulich-erklaert-pi/ https://www.wihel.de/mathe-anschaulich-erklaert-pi/#comments Tue, 22 Nov 2022 15:51:45 +0000 https://www.wihel.de/?p=141922 Mathe anschaulich erklärt: Pi | Was is hier eigentlich los?

Wenn man so lange am Bloggen ist wie ich – immerhin auch schon mehr als 13 Jahre – ist die Gefahr natürlich groß, dass man sich mindestens textlich wiederholt. Ich hab es aber auch schon geschafft, komplette Beiträge noch mal zu schreiben, witzigerweise ohne das vorher geprüft zu haben, dann aber inhaltlich einigermaßen identisch. Vielleicht auch ein Zeichen, wie authentisch man ist, wenn sich Beiträge mit mehrere Jahren Zeitunterschied noch so ähnlich sind – aber auch nervig, weil dann wieder wertvolle Zeit sinnlos verschwendet wurde. Denn allein die Auswahl und Vorbereitung von Beiträgen ist schon ein ziemlicher Zeitfresser.

Was ich aber eigentlich sagen wollte: Ich hab Mathe ab einem gewissen Punkt einfach nur noch gehasst. Oder besser gesagt: Ich hab nicht verstanden, warum ich das machen sollte, was ich machen sollte. Das ging spätestens los, als wir irgendwelche Flächen unter irgendwelchen Graphen berechnen sollten. Nicht nur, dass das recht kompliziert ist, wenn ich nicht verstehe, warum ich das machen soll … wird’s mit der Motivation und dem Ausführen der Aufgabe schwierig.

Und da muss mir jetzt auch keiner kommen mit „Weil das die Aufgabe ist“, das ist klar. Aber was ist der höhere Sinn darin? Welchen Nutzen hab ich und andere davon? Welches Problem löse ich damit wirklich? Fragen, die unbeantwortet blieben und deswegen auch von meinem Gehirn abgeblockt wurden. Überhaupt glaube ich, dass Mathe ein großes Problem hat, wenn die Lehrkraft Dinge nicht anschaulich erklären kann. Und ich bin da ehrlich: Meine Mathelehrer waren zeitweise wirklich richtige Nulpen.

Unterricht nach Lehrbuch, 30 Kinder in der Klasse – da bleibt dann weder Zeit noch Raum um auf individuelle Probleme einzugehen. Und damit bin ich sicherlich nicht der Einzige, was dann auch erklärt, warum Deutschland in Pisa-Studien konstant Leistung bringt. Konstant abkackt. Aber in einem Land, in dem regelmäßig Lehrer vor den Sommerferien entlassen und danach wieder eingestellt werden, kann man auch nicht viel erwarten.

Dabei kann die Anschaulichkeit unfassbar einfach und gleichzeitig auch noch lecker sein. Bestes Beispiel ist das nachfolgende Video und die relativ simple Erklärung von Pi:

Macht doch total Sinn!

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Hamburg: Der Bunker wird grün https://www.wihel.de/hamburg-der-bunker-wird-gruen/ https://www.wihel.de/hamburg-der-bunker-wird-gruen/#comments Mon, 21 Nov 2022 11:36:17 +0000 https://www.wihel.de/?p=141810 Hamburg: Der Bunker wird grün | Was is hier eigentlich los?

Dank dem einen oder anderen Skandal bei den Öffentlich-Rechtlichen zuck ich immer ein bisschen zusammen, wenn mal über Allerwelts-Themen in größeren Nachrichten-Sendungen berichtet wird. Aus den Lokal-Nachrichten kennt man das ja, aber mir kam auch damals schon der Bericht krude vor, als von einer Dame erzählt wurde, die mit toten Tieren sprechen kann.

Das hat ja grundsätzlich schon so einen merkwürdigen Esoterik-Touch, aber ich versteh auch, wenn das Sommerloch zuschlägt – da muss man sich was aus den Fingern saugen und wenn das eben jemand ist, der mit Wesen aus der Astral-Ebene kommunizieren kann, dann ist das halt so. Wir leben ja ohnehin im Zeitalter, in dem alles möglich ist, Hauptsache es ist absurd oder nahe der Unvorstellbarkeit. Wie wir mittlerweile wissen: Da war auch Vetternwirtschaft im Spiel, egal ob da jetzt irgendeine fadenscheinige Untersuchung was rausgefunden haben will oder nicht (wie glaubhaft kann das sein, wenn da Kollegen gegen Kollegen recherchieren?).

Hier mag das ein bisschen anders gelagert sein, hoffe ich zumindest, denn es geht einfach nur um den Feldstraßen-Bunker in . Riesen Klotz, den man nicht loswerden kann oder will, weil das mit übertriebenen Kosten verbunden wäre und irgendwie mag ich auch den Ansatz, dass man stattdessen versucht, das Ding irgendwie nützlich zu machen und in das Stadtbild zu integrieren.

Auf der anderen Seite: Ist halt schwer, weil das einfach ein riesiger Betonklotz ist. Aber man hat die Challenge angenommen und dort kräftig rumgewerkelt, wobei ich den aktuellen Stand gar nicht so richtig kenne, außer dass man sich da nun an die Begrünung macht bzw. vor Kurzem gemacht hat. Ich erinner mich auch noch, wie die vorgefertigten Bilder aussahen und das war tatsächlich nicht schlecht, scheinbar hat man aber nun gemerkt, dass Wetter und Wind da auch ein Wörtchen mitreden wollen – und musste wohl ein bisschen umplanen.

Die mit einem Beitrag genau dazu:

Finde das durchaus spannend und bin wirklich gespannt, wie das am Ende aussieht und genutzt wird. Gerade weil ja Handyempfang und auch Lichtsituation nach wie vor so ganz anders sind im Vergleich zu den Bauten drumherum.

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Wie eine Küche Essen für 75.000 Schüler zubereitet https://www.wihel.de/wie-eine-kueche-essen-fuer-75-000-schueler-zubereitet/ https://www.wihel.de/wie-eine-kueche-essen-fuer-75-000-schueler-zubereitet/#comments Tue, 15 Nov 2022 11:57:15 +0000 https://www.wihel.de/?p=141447 Wie eine Küche Essen für 75.000 Schüler zubereitet | Was is hier eigentlich los?

Wie so viele in ihrer Jugend hab ich auch mal in der gearbeitet. Zugegeben, das war eher die abgeschwächte Form und beim Bund, dennoch hat es einen ganz guten Eindruck vermittelt, wie das so zwischen Küche, Tresen und Gästen abläuft. Wenig überraschend: Nach einem Jahr hat das dann gereicht, auch wenn es selbst beim Bund ab und an mal Trinkgeld gab, zu dem vermutlich keiner „Nein“ sagen würde. War allerdings auch nie so üppig wie in der freien Marktwirtschaft, dafür gab es aber ein okay-gutes Gehalt, sodass man auf Trinkgeld eher weniger angewiesen war, was wiederum im Zivilbereich dann doch deutlich anders sein kann und viel zu oft ist.

Besonders schlimm ist ja, dass man kaum Freizeit hat bei gleichzeitig schlechter Bezahlung. Da werden Schichten wild umher geschoben, doppelt abgerissen und der Stresspegel auf immer neue Höhen geschoben. Das alles bei bescheidener Bezahlung – da wundert man sich schon, wenn sich andere wundern, dass da plötzlich keiner Bock mehr drauf hat. Wenn dann auch noch eine Pandemie kommt und die Leute dazu zwingt sich umzuorientieren ist das am Ende nur der letzte Schubser, der das System umwirft. Statt dann aber mal genau das zu hinterfragen, wird vor allem gejammert und geklagt, dass es an Service-Personal fehlt und Roboter getestet. Oder anders gesagt: Statt sich selbst zu hinterfragen, wird weiter kräftig in die eigene Tasche gelogen (was sicherlich nicht für alle Gastronomen gilt, aber leider für zu viele).

Da ist es dann auch mehr als nachvollziehbar, dass immer mal wieder hochtalentierte Köche die Reißleine ziehen und statt ins Restaurant sich was Einfacheres suchen. Schulküche zum Beispiel. Da sind die Schichten klar, da ist der Stresspegel planbar und die Bezahlung mindestens angemessener. Glaube ich, wie gesagt, ich hab mich da schon vor Jahren rausgezogen.

In ist aber auch das noch mal etwas ganz anderes, denn zum Beispiel bei der Akshaya Patra Foundation in Indien werden bis zu 2 Millionen Schüler versorgt. Die Kollegen von Insider waren zu Besuch in einer der Küchen der NGO, wie innerhalb von 4 Stunden Mahlzeiten für 75.000 Schüler gekocht werden – das klingt auf den ersten Blick direkt wieder nach Massenproduktion ohne Herz und entsprechender Qualität, angeblich ist das Essen aber sehr lecker:

Vermutlich auch stressig, aber eben anders. Und womöglich somit nach wie vor besser als das, was in manchen deutschen Küchen passiert.

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Wie Wanderwege „gemacht“ werden https://www.wihel.de/wie-wanderwege-gemacht-werden/ https://www.wihel.de/wie-wanderwege-gemacht-werden/#comments Thu, 10 Nov 2022 11:10:43 +0000 https://www.wihel.de/?p=141040 Wie Wanderwege „gemacht“ werden | Was is hier eigentlich los?

Mir sind ja nach wie vor ein Menschen ein Rätsel, die als Hobby gehen. Nicht falsch verstehen, ich kann sehr gut nachvollziehen, wie schön das sein kann, wenn man einfach mitten in der ist, die frische Luft und fantastische Aussicht genießt und dabei an Orte kommt, an die eben nur die Wenigsten kommen.

Aber ey, dieser Aufwand dafür. Allein was man da an Geld reinstecken kann für Ausrüstung und damit mein ich nicht irgendwelche fancy Gadgets, sondern sowas wie Schuhe und Socken, vielleicht auch noch eine vernünftige Jacke, die auch mal einem Wetterumschwung Stand hält. Ganz schlimm wird es dann bei denen, die das über mehrere Tage machen, weil die dann auch noch Rucksäcke und einen Haufen Kram für das Innere des Rucksacks brauchen. Und das muss dann nicht nur qualitativ hochwertig sein, sondern auch so leicht wie möglich, weil man viel Kram braucht und den ja auch irgendwie schleppen muss.

Was dann auch das nächste Ding ist: Ich hab vollgepackte Rucksäcke gesehen, die sind fast so groß wie Line und das wuchten sich dann Leute auf den Rücken und latschen damit einen Kilometer nach dem anderen durch die Pampa.

Und hinzu kommen ja auch so normale Dinge wie Essen, Trinken, Duschen und Schlafen – Dinge, bei denen man beim Wandern im Zweifel ordentliche Abstriche machen muss, weil Hotels halt un-wanderig sind und man gefälligst im Zelt schlafen soll.

Ich bin da ehrlich, ich bin da nicht nur zu alt für, ich hab da auch einfach mal so gar keinen Bock drauf, weil ich auch behaupte, dass keine Aussicht der Welt diese Strapazen wert sind. Da muss mir dann auch keiner kommen, dass ich das ja nicht beurteilen kann, weil man das erlebt haben muss – um es mal mit Worten aus der Firma auszudrücken: Value vs. Effort ist einfach nicht ausbalanciert.

So richtig krieg ich den Bogen jetzt allerdings nicht mehr zum nachfolgenden Video, aber das hat immerhin auch was mit Wandern zu tun und zeigt einmal, wie Wanderwege eigentlich entstehen. Denn oft denkt man ja, dass die einfach durch viele andere Wanderer entstehen, die immer den gleichen Weg gegangen sind – tatsächlich gibt es aber auch richtige Trail , die sich aufwändig einen Kopf darüber machen, wo so ein Weg am besten lang gehen könnte, damit der einigermaßen sicher und gleichzeitig attraktiv zum Bewandern ist:

Tatsächlich deutlich komplexer als man meinen könnte.

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Das Field Museum und seine Sammlung „aller“ Spezies https://www.wihel.de/das-field-museum-und-seine-sammlung-aller-spezies/ https://www.wihel.de/das-field-museum-und-seine-sammlung-aller-spezies/#comments Thu, 03 Nov 2022 11:50:04 +0000 https://www.wihel.de/?p=140353 Das Field Museum und seine Sammlung „aller“ Spezies | Was is hier eigentlich los?

Es scheint fast so als wäre heute wieder so ein Tag, wo man hier besonders viel lernt, zum Glück aber nur Dinge, die man nicht wirklich im Alltag nutzen kann, sondern unter der Kategorie „Unnützes Wissen“ laufen (sorry Mannheim). Denn vermutlich haben die Wenigsten schon mal was vom Field in gehört – das ist aber recht spannend, wenn nicht sogar in gewisser Weise gruselig.

Dabei gilt das Museum als eines der best besuchten Museen in den USA und ist auch alles andere als klein: 85.000 Quadratmeter, 5 Ebenen und 500 Festangestellte plus noch mal so viele Ehrenamtliche sind dort zu finden. Oder anders ausgedrückt: Man braucht wohl mehr als einen Tag, um das Ding wirklich einmal komplett besichtigt zu haben.

Was das Museum aber darüber hinaus so besonders macht: Dort gibt es mehr als 22 Millionen konservierte Organismen, was in etwa so viel bedeutet wie: Man sammelt dort Spezies, die es teilweise schon gar nicht mehr gibt. Und klar, Bücher findet man dort auch nicht zu knapp, irgendwas um die 250.000 Titel soll man dort finden können.

Wer es etwas genauer wissen will, die aktuellen Dauerausstellungen allein im Bereich Biologie sind:

  • Entwicklung des Lebens
  • Allgemeine Tierkunde
  • Vogelhabitate
  • Primaten
  • Die Tsavo-Löwen
  • Afrikanische Säugetiere
  • Asiatische Säugetiere
  • Menschenfresser von Mfuwe
  • Naturpfade
  • Nordamerikanische Vögel
  • Pflanzen der Welt
  • Reptilien und Amphibien
  • Meeressäugetiere
  • Abenteuer Boden
  • Was ist ein Tier?
  • Welt der Säugetiere

Die Allgemeinheit der Benamung dürfte auch schon erahnen lassen, wie umfangreich die Ausstellungen sind – falls nicht, nachfolgend ein Video, dass auch ein paar Blicke hinter die Kulissen gibt und zeigt, wie dort gearbeitet wird:

The Field Museum in Chicago preserves everything from fish and snakes to frogs and Komodo dragons in their basement.

These 11 million fluid specimens are preserved in jars or tanks. Preparing and storing them is a centuries-long commitment, so why do it? This method effectively keeps their shape and, in some cases, even DNA. Not only that, but it has helped researchers do groundbreaking work, like developing new techniques for getting old DNA and discovering new species right among the shelves.

We went to the Field Museum to see how new specimens are added to the ever-growing collection.

Wie gesagt, gruselig. Aber auch irgendwie cool.

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Dokumentation: FIFA Uncovered https://www.wihel.de/dokumentation-fifa-uncovered/ https://www.wihel.de/dokumentation-fifa-uncovered/#comments Wed, 02 Nov 2022 11:44:48 +0000 https://www.wihel.de/?p=140250 Dokumentation: FIFA Uncovered | Was is hier eigentlich los?

Gerade lange Wochenende laden bei uns nach dem Frühstück noch immer zu einer kleinen Doku ein – nicht selten sind die locker leicht und vom NDR, weil wir NDR-Dokus einfach mögen. Da ist nicht selten die Welt noch in Ordnung oder zumindest deutlich kleiner und weniger komplex als das, was man in den Nachrichten sieht.

So eigentlich auch am zurückliegenden Wochenende, allerdings hab ich per Zufall eine neue Doku über den Penny auf der Reeperbahn gefunden. Die hat jetzt nicht wirklich was Neues erzählt, muss sie aber auch gar nicht, weil bei diesem Penny ohnehin so viel los ist, dass man da sicher eine komplette Serie draus machen könnte. Beinahe schon witzig: Einige Figuren kennt man noch aus den alten Dokumentationen, hat so also eigentlich auch schon die passenden Darsteller an der Hand.

Weniger gern, aber muss auch mal sein: Dokus, die einem schlechte Laune bringen. Für mich zählen da vor allem diese Serienkiller-Dinger dazu, nicht zuletzt weil das oft fassungslos macht. Fassungslos, weil Behörden teils unfassbar unfähig agieren, fassungslos aber auch, weil sowas generell möglich ist und man selbst das vielleicht auch gar nicht mitbekommen würde. Und weils halt nie ein positives Ende gibt, auch wenn der Verbrecher doch häufig gefasst wurde.

Zwiegespalten bin ich bei so Dokus wie der nachfolgenden. Darin geht es um die Machenschaften der , der wohl höchsten Instanz im . Und Fußball ist ja fast immer toll … wenn da halt nicht die FIFA wäre, wie sie jetzt ist. Denn wenn man heute irgendwas davon liest, ist es zu 97,3% nicht Gutes – entweder ist mal wieder herausgekommen, dass sich ein paar ohnehin schon steinreiche Fräckels die Taschen noch voller gemacht haben oder mal wieder eine unsinnige Entscheidung in Sachen WM-Vergabe stattgefunden hat.

Oder um es kurz zu machen: Bei der FIFA geht es schon lange nicht mehr um Fußball an sich, sondern nur noch um das Verschieben von Geld von der einen in die andere Tasche. Der Witz ist: Eigentlich wissen das alle und dennoch tut jeder so als ob das entweder nicht so wäre oder zumindest ein Geheimnis.

Wie dem auch sei: Auf Netflix gibt es bald jedenfalls eine Doku dazu, die zwar auch schon ein bisschen angestaubt ist, aber dennoch sicher sehenswert:

Nur auf ein Happy End sollte man auch hier nicht hoffen. Ab dem 09.11.2022 soll die Doku verfügbar sein.

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Wie der Monobloc-Stuhl die Welt eroberte https://www.wihel.de/wie-der-monobloc-stuhl-die-welt-eroberte/ https://www.wihel.de/wie-der-monobloc-stuhl-die-welt-eroberte/#comments Wed, 02 Nov 2022 07:01:53 +0000 https://www.wihel.de/?p=140247 Wie der Monobloc-Stuhl die Welt eroberte | Was is hier eigentlich los?

Das weltweit meist verkaufte Möbelstück ist … nein, nicht etwa der Fliesentisch der bei so Klassikern wie „Mitten im Leben“ (wasn eigentlich daraus geworden?) oder den üblichen Haushalten mit geringem Einkommen vorzufinden ist. Und auch nicht diese eine Glasschüssel, die aussieht als würde sie durch Salatblättern aus Glas bestehen und in der entweder – so will es der Gesetzgeber – Kartoffelsalat oder schlechtgemachte Bowler verwahrt und Gästen kredenzt werden darf.

Es ist tatsächlich ein Plastikstuhl, den jeder Mensch auf diesem Planeten bereits seit der Geburt kennenlernt. Denn neben dem obligatorischen Klaps auf dem Hintern, damit man das Atmen anfängt, gibt es auch direkt im Anschluss den Blick auf den Monobloc.

Man kann sich natürlich darüber streiten, ob das Ding jetzt ein Meisterwerk der Designkunst ist, immerhin ist der weltweit bekannt, erfüllt auch nach Jahrzehnten seinen Zweck und ist aus der Menschheitsgeschichte nicht mehr wegzudenken. Auf der anderen Seite ist schön aber eben auch anders, wobei ja nicht nur was mit Schönheit zu tun hat. Eine Frage, die sich vermutlich in 3 Leben nicht beantworten lässt.

Deutlich einfacher ist da schon die Frage des Erfolgs des Monoblocs. Zum einen ist seine Herstellung natürlich unfassbar einfach und vor allem extrem günstig. Irgendwas um die 2,50€ kostet das Ding in seiner Produktion, je nach Masse und ausgehandelte Konditionen geht dabei sicher aber auch noch was – entsprechend günstig kann man das Teil dann auch anbieten. Dazu ist es sehr praktisch, lässt sich easy stapeln, fix mit einem feuchten Lappen abwischen und eben auch schnell produzieren. In 24 Stunden kann man locker 1.500 Stühle herstellen und das nahezu vollständig ohne menschliches Eingreifen.

Ganz vielleicht hat der Monobloc seine Berühmtheit aber Horst Ehrmantraut zu verdanken. Der damalige Trainer von Eintracht Frankfurt hat sich nämlich nur selten auf die Trainerbank gesetzt, sondern immer ein Stück weiter weg auf seinen Monobloc. Wirkte zunächst kauzig, dann aber auch kultig, denn im gleichen Jahr schaffte die Eintracht den Aufstieg und natürlich hat da auch der Monobloc seinen Anteil dran.

Die Jungs und Mädels von neo haben da aber auch die eine oder andere Theorie und ein paar Fakten, die erklären, was den Monobloc so erfolgreich macht:

Ein Stuhl, gekommen um zu bleiben. Oder so.

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New York und sein massives Rattenproblem https://www.wihel.de/new-york-und-sein-massives-rattenproblem/ https://www.wihel.de/new-york-und-sein-massives-rattenproblem/#comments Thu, 27 Oct 2022 10:50:24 +0000 https://www.wihel.de/?p=139896 New York und sein massives Rattenproblem | Was is hier eigentlich los?

Nach wie vor haben einen eher schlechten Stand was die gesellschaftliche Anerkennung angeht, genauso wie Tauben. Der einzige Unterschied ist, dass das bei Tauben gerechtfertigt ist, bei Ratten allerdings nicht. Okay, kleiner Scherz, auch Tauben können eigentlich recht wenig für ihren Ruf, zumal die ja auch irgendwie erst domestiziert wurden und der Mensch jetzt einfach nur keinen Bock mehr hat, sich um den Bums zu kümmern, den er selbst verzapft hat.

Außerdem kann man nicht verbergen, dass die Viecher – also jetzt vor allem wieder Ratten – mindestens historisch für die eine oder andere Krankheit verantwortlich waren. Zwar unbewusst, aber auch das ist ja für den Menschen erstmal eher zweitrangig. Das stört, also muss es weg.

In Deutschland hört man da eher wenig von, auch wenn man ab und an mal Mäuse und Ratten sehen kann (ist mir neulich sogar bei Kaufland passiert – da war mir schon ein bisschen mulmig), sieht das in anderen Städten schon deutlich „schlimmer“ aus.

zum Beispiel hat scheinbar nach wie vor ein riesiges Rattenproblem und galt sehr lange als rattigste (hihi) Stadt in . Für Stammleser natürlich weniger überraschend, weil wir schon mal vor 4 Jahren einen Beitrag über eine Gruppe hatten, die sich mit ihren Hunden nachts auf den Weg machen und Ratten jagen. Da sah man dann auch, wie groß die Viecher durchaus werden können.

Der eigentliche Witz ist bei der ganzen Sache aber: dieses Rattenproblem ist halt menschengemacht, denn dort wo viele Menschen auf engem Raum leben, bleibt halt nicht aus. Und wenn man damit eben nicht vernünftig umgeht, sprich: unzugänglich aufbewahrt und vernünftig verarbeitet, kommen halt irgendwann Tierchen, die sich davon noch was Brauchbares abzwacken wollen. Was dann im Umkehrschluss einfach bedeutet, dass man das Problem relativ leicht in den Griff bekommt, wenn man weniger Müll produziert und damit einfach besser umgeht.

Ein bisschen mehr zum Thema im nachfolgenden Video:

¯\_(ツ)_/¯

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Ein Schreibtisch voller Geheimfächer von 1840 https://www.wihel.de/ein-schreibtisch-voller-geheimfaecher-von-1840/ https://www.wihel.de/ein-schreibtisch-voller-geheimfaecher-von-1840/#comments Thu, 27 Oct 2022 06:04:27 +0000 https://www.wihel.de/?p=139893 Ein Schreibtisch voller Geheimfächer von 1840 | Was is hier eigentlich los?

Sehr lange hab ich unterschätzt, wie wichtig eigentlich ein gut eingestellter sein kann, gerade die Höhenverstellbarkeit hab ich sehr lange abgetan, nicht zuletzt weil ich so einen im Büro verfügbar aber eben nie genutzt hatte.

Der Unterschied zwischen Büro und Homeoffice ist allerdings, dass man im Homeoffice deutlich weniger aufsteht und sich zum Beispiel einen Kaffee aus der Küche holt. Die reine Netto-Sitz-Zeit ist einfach um ein Vielfaches höher und das macht sich dann auch körperlich bemerkbar, wobei ich da nicht nur die Körpermitte meine.

Hinzu kommt, dass mit unterschiedlicher Körpergröße eigentlich auch und Tisch jeweils individuell eingestellt werden müssen. Ich hab da sehr lange rumprobiert, bis ich für mich das vielleicht optimale Setup gefunden hab, nach 8, 9 oder gar 10 Stunden am Rechner hilft aber auch das nur bedingt. Was ich aber eigentlich sagen will: Starre Möbel, sowohl Schreibtischstuhl als auch Schreibtisch selbst sind eigentlich großer Quatsch, weil wir alle ja auch nicht gleich groß sind.

Und deswegen hab ich vor anderthalb Jahren ein bisschen Geld in die Hand genommen und in eine riesige Tischplatte nebst höhenverstellbarem Gestell investiert. Und der Witz ist: Wenn wir umgezogen sind, mach ich das womöglich noch mal, denn mittlerweile hab ich festgestellt, dass die Platte zwar die perfekte Länge hat, aber eigentlich noch ein ganzes Stück tiefer sein könnte.

Vielleicht überleg ich mir das aber auch noch mal, denn so ein Schreibtisch mit Geheimfächern hat natürlich auch was für sich. Nicht, dass ich die gebrauchen könnte („ich hab ja nichts zu verbergen“), aber lieber haben als brauchen. Und so ein antiker Schreibtisch hat ja auch noch mal seinen ganz eigenen Charme:

Erinnert mich übrigens ein bisschen an den Tisch von Friedrich Wilhelm II., der konnte auch ganz viel, was man ihm so erst gar nicht angesehen hat. Finde den hier sogar noch ein bisschen schöner.

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12 Stunden Rippenquallen beim Schwimmen beobachten https://www.wihel.de/12-stunden-rippenquallen-beim-schwimmen-beobachten/ https://www.wihel.de/12-stunden-rippenquallen-beim-schwimmen-beobachten/#comments Wed, 26 Oct 2022 14:07:38 +0000 https://www.wihel.de/?p=139793 12 Stunden Rippenquallen beim Schwimmen beobachten | Was is hier eigentlich los?

So langsam aber sicher bricht der letzte richtige Arbeitsmonat des Jahres an, denn wenn wir mal ehrlich sind: im Dezember passiert nicht mehr viel. Oder besser gesagt: eigentlich passiert zu viel auf zu wenig Zeit, denn Q4 ist ja immer ein bisschen eine Hölle für so manche Branchen, gleichzeitig quetschen sich da aber auch Weihnachtsfeiern, Weihnachten an sich und eben auch der Jahreswechsel in den Monat, sodass mindestens die Hälfte der Tage ohnehin nicht mehr viel Produktivität möglich ist.

Und ich geh da auch noch mal einen Schritt weiter und behaupte: Eigentlich kann man den gesamten Dezember knicken. Denn da sind ja nicht nur die offiziellen Termine, auch gedanklich ist man oft nicht mehr ganz bei der Sache, weil halt noch Geschenke besorgt werden, Besuche und Feste geplant werden müssen und auch nur die Wenigsten wirklich bis zum allerletzten Schluss durchziehen können. Gerade wenn das mit dem Urlaub dieses Jahr nur bedingt gut geklappt hat.

Somit bleibt eigentlich nur noch der November, in dem man noch mal Gas geben und auf den letzten Metern ordentlich was rausholen kann. Oder auch nicht, denn immer höher, immer weiter funktioniert ja bekanntlich auch nur bis zu einem gewissen Maß. Eigentlich kann man nämlich auch schon im November mal einen Ganz zurückschalten und das Jahr langsam ausklingen lassen – und sich einfach 12 Stunden vor den Rechner setzen und Rippenquallen beim Schwimmen zusehen.

Denn die Viecher sind nicht nur faszinierend, die sehen auch eigentlich wie Aliens aus (was die meisten Meeresbewohner tun). Der Witz ist: Eigentlich gelten die Rippenquallen gar nicht als Quallen, weil bei ihnen die Nesselzellen fehlen.

Und wie das mit Tieren so ist, die besonders auffällig sind: Die sind nicht ganz ungefährlich. Denn tatsächlich sind Rippenquallen Räuber und ernähren sich unter anderem von Plankton, Larven, Krebsen und Würmern – oder auch mal anderen Rippenquallen. Es gibt sogar eine Art, die sich von Nesseltieren ernährt und dabei die Nesselzellen gar nicht selbst verdaut, sondern in die eigenen Tentakeln einbaut! Die Borg und ihre Assimilation lassen grüßen …

Wie gesagt, vor allem sind Rippenquallen aber faszinierend anzuschauen:

Aliens, ich sag es immer wieder.

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Wie Asphalt für neuen Asphalt recycelt wird https://www.wihel.de/wie-asphalt-fuer-neuen-asphalt-recycelt-wird/ https://www.wihel.de/wie-asphalt-fuer-neuen-asphalt-recycelt-wird/#comments Tue, 25 Oct 2022 10:02:56 +0000 https://www.wihel.de/?p=139703 Wie Asphalt für neuen Asphalt recycelt wird | Was is hier eigentlich los?

Vor ein paar Monaten hab ich mal eine Doku gesehen, bei der es darum ging, dass irgendein Teilstück auf irgendeiner Autobahn ausgebessert, saniert oder neu gebaut wurde. Spannend, weil man als Autofahrer von Baustellen ja oft nur den nervigen Kram mitbekommt: Stau und Geschwindigkeitsreduzierungen bis zur Unendlichkeit.

Immerhin, ich bin mittlerweile in einem Alter angekommen, bei dem man sagen darf, dass das ja auch sein muss, es ohnehin keine Rolle spielt, wann man irgendwo ankommt, solange man ankommt und man ja auch Verständnis haben muss, weil diese Bauarbeiten ja letztendlich für uns vorgenommen werden, damit wir demnächst wieder viel angenehmer fahren können.

Das meiste mag sogar stimmen, vermutlich gibt es aber auch ein paar Baustellen, damit es Baustellen gibt und sich so manch einer einfach die Taschen voll haut. Schwarze Schafe findet man schließlich überall, warum also nicht auch im Baugewerbe?

Jedenfalls war das dennoch recht spannend, weil Dokumentationen vom NDR ohnehin immer gut gemacht sind und bei der Aktion vor allem Zeit eine wesentliche Rolle spielte. Denn jede Stunde, während der auf einer Baustelle nicht gebaut, der Verkehr aber dennoch eingeschränkt wird, kostet richtig viel Geld – nicht zwingend direkt, aber eben durch verlangsamten Verkehrsfluss. Zeit ist halt eben doch Geld.

Dazu kam, dass man auch irgendeinen hochmodernen verbaut hat. Vielleicht diesen geilen Flüster-Asphalt, den man von mir aus gern überall verwenden darf oder noch was viel Besseres, weiß ich leider nicht mehr. Auf jeden Fall war der recht empfindlich, wenn er verbaut wird und auch hier hat Zeit eine wesentliche Rolle gespielt.

Aber man lernt dabei nicht nur, wie Straßen gebaut werden, sondern auch was mit dem ganzen Zeug passiert, dass man dafür erstmal wegnehmen muss. Denn einfach Straße über Straße bauen ist halt nicht – das sieht ja allein schon fürs Auge beschissen aus. Nein, tatsächlich ist man hier sogar so ein bisschen nachhaltig unterwegs, denn Asphalt wird nicht selten recycelt. Heißt: Weggerissen, extrem zerkleinert und dann einfach bei der Herstellung von neuem Asphalt untergemischt – hat dann auch den netten Nebeneffekt, dass dabei gut Geld gespart werden kann und sieht dann in etwa so aus:

Schade, dass das teils nicht überall erlaubt ist.

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Wie mechanische Uhren eigentlich funktionieren https://www.wihel.de/wie-mechanische-uhren-eigentlich-funktionieren/ https://www.wihel.de/wie-mechanische-uhren-eigentlich-funktionieren/#comments Mon, 24 Oct 2022 10:24:49 +0000 https://www.wihel.de/?p=139568 Wie mechanische Uhren eigentlich funktionieren | Was is hier eigentlich los?

Ich war ja von Apple in letzter Zeit häufiger enttäuscht. Nicht wegen der Produkte, die sind aus meiner Sicht nach wie vor nicht schlecht, auch wenn die neuen Macbooks mit eigenem Chip meiner Meinung nach durchaus ihre Software-Macken haben (die sich zu 99,2% durch einen Neustart beheben lassen), sondern weil bei den Keynotes der letzten zwei Jahre nicht so wirklich Innovation zu erkennen war. Hier und da ein paar Verbesserungen und vor allem in Sachen Kamera versucht man immer mehr rauszuholen – aber da war eben nie was dabei, was einen wirklichen Wow-Effekt erzeugt hat. Zumindest ich bin da immer leer ausgegangen.

Das hat sich dann geändert als man die Macbooks mit M1 Pro und Max vorgestellt hat, aber auch eher, weil ich endlich ein neues wollte und mir mein altes tierisch auf den Sack ging. Es gab sogar eine Keynote, bei der ich meine Ansprüche enorm runtergeschraubt hab, vor dem Rechner saß und dachte „wenn das auch nur ein bisschen überzeugt, nehm ich mal richtig Geld in die Hand und erneuere einmal das komplette Setup“. Nun … ich hab viel Geld an dem Abend gespart.

Immerhin, neue Airpods gab es zuletzt, aber auch weniger weil ich neue brauchte, sondern Lines Uralt-Dinger den Geist aufgegeben haben. Da greift dann auch dieses „Update nach unten“, bei dem ich mir was Neues hole und sie meinen Überschuss bekommt, was halt immer noch ausreicht. Und ich muss auch zugeben, dass mich die Apple Watch Ultra ein wenig kitzelt.

Nicht, dass ich jetzt der Prof-Sportler wäre, der die unbedingt braucht, aber die Akku-Laufzeit ist schon ein starkes Argument und ich mag auch dieses flache Glas. War damals schon heiß, als diese -Änderungen durchs Netz gegeistert sind, die sich dann nicht bewahrheitet haben. Aber 1.000€ dafür ist eben auch eine echt heftige Ansage und wie man sieht, hab ich mich bisher nicht zu der Investition durchringen können.

Überhaupt geht der Trend ja auch wieder zurück zu richtigen Uhren. Weniger Software, dafür mehr und eben das gute alte Handwerk. Dass das sehr filigran ist und nur von echten Profis bewerkstelligt werden kann, ist klar – aber wie funktioniert so eine mechanische eigentlich im Detail? Jacob O’Neal zeigt es uns:

Schon spannend, allein wenn man mal überlegt, welcher verrückte Hund sich das irgendwann mal vor 1 Mio. Jahren ausgedacht hat.

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Wie Karten früher hergestellt wurden https://www.wihel.de/wie-karten-frueher-hergestellt-wurden/ https://www.wihel.de/wie-karten-frueher-hergestellt-wurden/#comments Thu, 20 Oct 2022 10:53:19 +0000 https://www.wihel.de/?p=139337 Wie Karten früher hergestellt wurden | Was is hier eigentlich los?

Vermutlich hat jeder mal als Kind versucht, Schatzkarten zu machen. Ich war sogar so doof, ich hab die selber gemalt und dann wirklich geglaubt, dass beim Kreuz ein Schatz liegt, weil … warum denn auch nicht? Alles ist möglich, Toyota und so. War natürlich auch vom entsprechenden Erfolg gekrönt und ich behaupte jetzt einfach mal, dass das auch der Grund ist, warum ich mit Kartografie und Co. recht wenig am Hut hab.

Zumal wir ja im Zeitalter leben, in dem man Navigation nach nicht mehr wirklich braucht, auch wenn uns das bei der Bundeswehr noch versucht wurde, beizubringen. Im Auto hilft das (oft schon eingebaute) Navi, Schiffe kommunizieren via GPS und Flugzeuge fliegen bekanntlich ohnehin mit Voodoo und der puren Liebe ihrer Piloten zueinander.

Und gerade neulich musste ich darüber nachdenken, wie abhängig man eigentlich von so einem Navi im Auto ist. Ich kann mich noch erinnern, wie meine Eltern wirklich mit einer Straßenkarte als Buch durch Deutschland und bis nach Dänemark navigiert haben – nicht selten ohne Streit, weil gerade nachts alles deutlich schwieriger ist und man als Beifahrer richtig gefordert wird.

Heute gibt man aber einfach nur das Ziel ein und lässt die Software machen. Das ist natürlich deutlich komfortabler, aber nimmt man den Weg dann überhaupt noch bewusst wahr? Weiß man überhaupt, wo man eigentlich gerade ist? Ich mein, sollte doch mal ein Notfall auftreten, schadet es nicht, wenn man weiß, wo man sich befindet. Und klar, man könnte da vielleicht noch irgendwo GPS-Koordinaten ablesen, aber kann dann der Rettungsdienst damit auch umgehen? Je länger man darüber nachdenkt, umso größer wird das Rabbit Hole …

Und worüber man auch eher selten nachdenkt: Wie entstehen denn die Karten dafür überhaupt? Klar, heute fährt durch die Gegend und fotografiert alles, dazu haben wir einen Haufen Satelliten, von denen bestimmt mindestens 3 auch mal ein paar Bilder von der Erde schießen, die man dann für das Erstellen und Korrigieren von Karten nutzt – aber all das gab es ja früher nicht. Da mussten Leute tatsächlich noch losziehen und einfach … malen.

Gut, ganz so schlimm war es dann auch nicht, aber dennoch interessant zu sehen, wie man zum Beispiel 1961 Karten erstellt hat – das war durchaus mit ordentlichem Aufwand verbunden:

Dürfte heute auch noch kein Kinderspiel sein, aber hoffentlich doch um einiges einfacher.

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Warum Curling-Steine so verdammt teuer sind https://www.wihel.de/warum-curling-steine-so-verdammt-teuer-sind/ https://www.wihel.de/warum-curling-steine-so-verdammt-teuer-sind/#comments Thu, 20 Oct 2022 06:05:57 +0000 https://www.wihel.de/?p=139334 Warum Curling-Steine so verdammt teuer sind | Was is hier eigentlich los?

Eigentlich ist das ja nicht nötig, aber falls doch noch jemand einen Beweis dafür will, wie bekloppt die Menschheit eigentlich ist, der muss sich nur mal anschauen, dass die Asien-Winterspiele für 2029 an Saudi-Arabien vergeben wurden.

Ich mein, wir erleben mittlerweile sehr deutlich, dass sich die Erde immer mehr aufheizt und gerade die Regionen nahe des Äquators immer unbewohnbarer werden. Mehr als 50°C in und Co. werden da zur Normalität und wenn das nicht schon absurd genug klingt, kann man sich gern mal anschauen, was mit dem menschlichen Gehirn bei solchen Temperaturen passiert. Spoiler: Nichts Gutes.

Aber hey, wenn man die -WM nach Katar vergeben kann und erst hinterher auf die Idee kommt, dass das im Sommer vielleicht doch zu heiß ist (und auch im Winter, aber man kann ja easy peasy riesige Klimaanlagen in Stadien bauen), kann man die Insel der Vernunft auch komplett hinter sich lassen.

Der Witz ist: Auch in Saudi-Arabien kann es theoretisch Schnee geben und in Trojena, wo die Spiele ausgetragen werden sollen, fallen die Temperaturen durchaus auch mal auf den Gefrierpunkt. Allerdings ist es dort furz-trocken, sodass man trotzdem auf Kunstschnee zurückgreifen muss und das in Massen.

Dazu kommt, dass dort natürlich jede Menge Infrastruktur fehlt, die jetzt aus dem Boden gestampft werden muss – für die Wirtschaft vor Ort sicher ganz geil, aber was mit derlei Stätten passiert, nachdem die große Öffentlichkeit wieder abgezogen ist, ist auch hinlänglich bekannt. Nachhaltig sieht eben anders aus.

Aber wenn wir schon von nachhaltig sprechen, dann können wir auch mal über -Steine sprechen. Die sind tatsächlich gar nicht mal so günstig, einer kostet schnell über 600 Dollar, zumindest wenn wir vom olympischen Original sprechen. Wenn dann ein Set aus 16 Steinen besteht, reden wir hier direkt von 9.600 Dollar und das ist mal eine Stange Geld.

Das liegt aber nicht (nur) an reiner Profitgier, sondern daran, dass die Firma, die die Steine herstellt und das tut sie auch schon seit 1851, dafür unter anderem Granit benutzt, dass es nur auf einer kleinen Insel an der Küste Schottlands gibt. Und weil die sich halt jede Menge Mühe geben, ist ja schließlich für :

Immerhin, die Schrubber sollen deutlich günstiger sein.

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