Design/Kunst auf wihel.de - Was is hier eigentlich los https://www.wihel.de/kategorien/kultur/design-und-kunst/ Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Mon, 30 Jan 2023 11:59:30 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.1.1 Star Wars-Sneaker, die mit künstlicher Intelligenz erschaffen wurden https://www.wihel.de/star-wars-sneaker-die-mit-kuenstlicher-intelligenz-erschaffen-wurden/ https://www.wihel.de/star-wars-sneaker-die-mit-kuenstlicher-intelligenz-erschaffen-wurden/#comments Mon, 30 Jan 2023 11:56:27 +0000 https://www.wihel.de/?p=147011 Star Wars-Sneaker, die mit künstlicher Intelligenz erschaffen wurden | Was is hier eigentlich los?

Irgendwelche -Kollaborationen gibt es ja immer wieder mal, nicht zuletzt um Verkäufe in irgendwelchen Fan-Gemeinden anzukurbeln oder auch einfach nur ein bisschen Aufmerksamkeit zu erzeugen. LEGO war da eine Zeit lang sehr weit vorn mit dabei, mittlerweile ist das wieder abgeflacht, aber auch bei Lebensmitteln sieht man das häufiger mal. Macht ja auch Sinn, gerade im Film-Bereich, weil dann eben mindestens zwei Firmen von der gegenseitigen Aufmerksamkeit profitieren können.

Lächerlich wird es aber immer dann, wenn so gar kein Mehrwert für den Kunden entsteht, dennoch aber der Preis sinnlos angehoben wird. Ich bin nicht sicher, ob das zum Beispiel bei Aldi tatsächlich der Fall war, als die aber plötzlich Nudeln in Aldi-Logoform und anderen Kram als Special im Angebot hatten, bei dem teilweise einfach nur die Verpackung anders gestaltet wurde … Leute, das ist den Aufwand nicht wert und wer das als geiles Angebot versteht, hat den Schuss nicht mehr gehört.

Bisschen anders, aber irgendwie auch ähnlich ist das bei Klamotten, nicht selten sogar bei Sneakern. Klar, da geht’s dann oft tatsächlich nur um Optik und weniger um neue Funktionen (wir reden hier über Schuhe, da ist das mit der Innovation natürlich begrenzt), aber auch hier erschafft das nicht selten künstliche Argumente für höhere Preise. Hab ich aber auch nur bedingt Ahnung von, weil für mich vor allem noch immer Schuhe sind und weniger Statussymbole oder gar Investitionsobjekte (ich weiß aber, dass es durchaus solche Ausprägungen gibt – da muss man nur mal eBay im Auge behalten, wenn mal wieder knapp rationierte Sondermodelle auf den Markt geworfen werden).

Dennoch, wenn ich davon mal Wind bekomme, schau ich mir die Dinger an, weil ab und an eben doch mal was ganz Brauchbares dabei rum kommt. Und so ein bisschen ist das der Fall bei den Kreationen von Milan Jaram Creations, wobei hier vor allem künstliche Intelligenz einen Großteil der Arbeit übernommen hat – und mal eben gar nicht so verkehrte Sneaker im -Design erstellt hat:

Star Wars-Sneaker, die mit künstlicher Intelligenz erschaffen wurden | Was is hier eigentlich los?

Star Wars-Sneaker, die mit künstlicher Intelligenz erschaffen wurden | Was is hier eigentlich los?

Das eine oder andere Modell fand ich tatsächlich nicht schlecht. Überhaupt sollten endlich mal wieder Schuhe mit Blinke-Lichter in Mode kommen, die fand ich schon immer cool.

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Wir brauchen mehr Wackelaugen in der Welt https://www.wihel.de/wir-brauchen-mehr-wackelaugen-in-der-welt/ https://www.wihel.de/wir-brauchen-mehr-wackelaugen-in-der-welt/#comments Wed, 28 Dec 2022 15:00:38 +0000 https://www.wihel.de/?p=144672 Wir brauchen mehr Wackelaugen in der Welt | Was is hier eigentlich los?

Ich meine, ich hab das schon mal erzählt: Irgendwann in diesem oder letzten Sommer (Zeitgefühl, wo bist du?) haben Line und ich die Gunst der Stunde genutzt und sind mit einer Mission zu ihren Eltern gefahren, als die im Urlaub waren.

Die Mission: Spaß verbreiten. Schabernack treiben. Wackelaugen aufkleben. Und zwar richtig viele Wackelaugen. Denn wir das bei Schwiegermüttern so ist, die haben mindestens ein Fach mit unfassbar vielen Gewürzen und Dosen. Und dort haben wir kräftig Wackelaugen verteilt, was vor allem sehr niedlich aussieht. Ein paar haben wir auch auf Lampen und sonstige Gegenstände geklebt und waren recht zufrieden mit dem Ergebnis, zumindest ich. Line hingegen kämpfte mit wachsenden Zweifeln und dachte schon, dass ihre Mutter wahnsinnig wird – wurde sie aber nicht, im Gegenteil. Die fand das am Ende auch so witzig, dass noch immer viele der Augen dort kleben, wo wir sie hin geklebt haben.

Das Schöne ist: ich hab noch immer eine riesige Anzahl an Wackelaugen, sodass die nächste Aktion nur eine Frage der Zeit ist – sobald sich ein Opfer gefunden hat.

Was ich hingegen nicht wusste: Das war gar nicht mal so eine originelle Idee, sondern erlebte schon vor einigen Jahren einen kleinen Hype, schimpft sich schlichtweg Eyebombing und war bzw. ist eine Form von Street Art. Natürlich mit dem Ziel, anderen eine kleine Freude zu bereiten und im Gegensatz zu anderen Formen von Street Art sehr schnell angebracht und auch wieder leicht zu entfernen.

Die BBC hat vor 9 Jahren mal einen Beitrag dazu gemacht und den schauen wir uns jetzt einfach an:

Have you ever felt like inanimate objects are watching you? Well they might be – thanks to a growing movement called ‘eyebombing’. We went to meet the guys behind the craze.

Klare Empfehlung von mir: Sollten wir unbedingt wieder aufleben lassen, weils einfach nur toll ist.

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Auf einem Laufband joggend zeichnen https://www.wihel.de/auf-einem-laufband-joggend-zeichnen/ https://www.wihel.de/auf-einem-laufband-joggend-zeichnen/#comments Wed, 07 Dec 2022 15:03:18 +0000 https://www.wihel.de/?p=143061 Auf einem Laufband joggend zeichnen | Was is hier eigentlich los?

Es widert mich ja schon fast selbst an, wenn ich nur kurz auf die Idee komme, noch mal zu erwähnen, was für ein unfassbar kreatives Genie doch ist. Seit Jahren schon begeistert er uns mit seinen Zeichenkünsten, die aber nicht nur allein wegen dem Endergebnis herausstechen, sondern weil sich der junge Mann immer neue Challenges und Ideen einfallen lässt, wie er die Zeichnungen fernab von jeder Normalität erstellen kann.

Und da das die perfekte Überleitung zu der mittlerweile etablierten Liste seiner besten Werke hier auf der Seite ist, gibt es genau die jetzt:

  • Zwei Bilder gleichzeitig und nur basierend auf weißen Punkte gemalt – [Link]
  • Ein Bild, das wie von einem Nadeldrucker gedruckt gezeichnet wird – [LINK]
  • Quasi ähnliches Konzept, aber hier entsteht das Bild per Zirkel – [LINK]
  • Ein wahnsinnig übertrieben dickes Daumenkino mit mehr als 1.400 Zeichnungen – [LINK]
  • Ein Daumenkino, das in 100 Tagen entstanden ist – [LINK]
  • Ein Bild, dass mit einem elektrischen Radierer gezeichnet wurde – [LINK]
  • Bilder, die so lange gezeichnet wurde, bis der aufgebraucht ist – [LINK]
  • So viele Zeichnungen wie möglich auf ein Blatt Papier bringen – [LINK]
  • Portraits mit immer mehr Pixeln gezeichnet von dP Art Drawing – [LINK]
  • Ein Bild malen, ohne es wirklich sehen zu können – [LINK]

Selbstverständlich würde ich das nicht schreiben, wenn es nicht gleichzeitig bedeuten würde, dass er nicht schon wieder was Neues gemacht hat. Hat er. Und das klingt simpel, ist in seiner Umsetzung aber alles andere als einfach, denn dP Art Drawing hat sich nun auf ein Laufband gestellt und quasi beim Joggen gezeichnet.

Und das kann ich sogar ein bisschen nachempfinden, denn auch ich hab mir vor einiger Zeit ein Laufband für meinen Stehschreibtisch gekauft und auch häufiger mal im Laufen gearbeitet. Wird halt immer dann schwierig, wenn ich besonders viele Meetings hab, weil das einfach komisch aussieht, wenn ich da vor dem Bildschirm einfach rumhampel. Außerdem ist mir aufgefallen, dass ich mein iPhone tatsächlich in der Tasche haben muss, damit Schritte richtig gezählt werden – liegen die Arme auf dem Tisch bzw. Maus und Tastatur kann ich bis nach China laufen und das Ding denkt trotzdem, ich sei nur 5 Schritte gegangen.

Aber um mich soll es hier ja auch gar nicht gehen:

Wie immer, sehr stark.

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Ein Bild malen, ohne es wirklich sehen zu können https://www.wihel.de/ein-bild-malen-ohne-es-wirklich-sehen-zu-koennen/ https://www.wihel.de/ein-bild-malen-ohne-es-wirklich-sehen-zu-koennen/#comments Thu, 01 Dec 2022 11:39:44 +0000 https://www.wihel.de/?p=142527 Ein Bild malen, ohne es wirklich sehen zu können | Was is hier eigentlich los?

Ich hab neulich noch gelesen, dass man wohl unter anderem unter der Dusche am kreativsten ist. Bisschen absurd, denn gerade unter der Dusche kann man nur bedingt diese Kreativität produktiv einsetzen – dafür stören einfach Wasser und Seife zu sehr und bis man sich davon befreit hat, ist es nicht selten schon wieder vorbei mit der Kreativität.

Dennoch kann ich das bestätigen, auch ich hab schon so manches Problem zumindest im Kopf unter der Dusche gelöst. Die Herausforderung ist dann tatsächlich, die Gedanken nicht wieder zu verlieren, weil halt auch „aufschreiben“ unter der Dusche echt schwer ist.

Wenn man das nun nimmt, muss man allerdings auch sagen: muss unfassbar viel duschen. Vielleicht sogar die meiste Lebenszeit unter der Dusche verbringen, denn was er immer wieder an neuen Challenges für seine Zeichnungen aus dem Hut zaubert, ist schon fast beeindruckender als die gezeichneten Ergebnisse selbst. Um nicht zu sagen: Ich weiß nicht mal, wie viele Beiträge ich hier schon zu ihm hatte, aber es sind einige – mindestens so viele, dass ich direkt zu faul bin, wirklich mal zu zählen.

Logisch, dass ich das nicht nur erzähle, weil mir langweilig ist, sondern weil er natürlich mit einer neuen Idee um die Ecke kam und die ist noch absurder als die alles davor: er zeichnet jetzt ohne das Bild wirklich sehen zu können.

Dabei hilft jede Menge Reis und bevor jemand sagt, dass da ja mindestens die Abdrücke zumindest einigermaßen sichtbar machen, wo er denn schon was gezeichnet hat – wartet das Ergebnis ab und überlegt dann noch mal, ob diese kleinen Spuren tatsächlich so hilfreich waren …

Wahnsinn. Einfach Wahnsinn. Und da ich eine Auflistung der vorherigen Beiträge doch noch gefunden hab – hier gibt es noch mehr:

  • Zwei Bilder gleichzeitig und nur basierend auf weißen Punkte gemalt – [Link]
  • Ein Bild, das wie von einem Nadeldrucker gedruckt gezeichnet wird – [LINK]
  • Quasi ähnliches Konzept, aber hier entsteht das Bild per Zirkel – [LINK]
  • Ein wahnsinnig übertrieben dickes Daumenkino mit mehr als 1.400 Zeichnungen – [LINK]
  • Ein Daumenkino, das in 100 Tagen entstanden ist – [LINK]
  • Ein Bild, dass mit einem elektrischen Radierer gezeichnet wurde – [LINK]
  • Bilder, die so lange gezeichnet wurde, bis der aufgebraucht ist – [LINK]
  • So viele Zeichnungen wie möglich auf ein Blatt Papier bringen – [LINK]
  • Portraits mit immer mehr Pixeln gezeichnet von dP Art Drawing – [LINK]
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Leben in einem wirklich sehr schmalen Haus https://www.wihel.de/leben-in-einem-wirklich-sehr-schmalen-haus/ https://www.wihel.de/leben-in-einem-wirklich-sehr-schmalen-haus/#comments Mon, 28 Nov 2022 11:03:30 +0000 https://www.wihel.de/?p=142320 Leben in einem wirklich sehr schmalen Haus | Was is hier eigentlich los?

Aktuell sind bei uns auf der Arbeit irgendwas um die drei Teams in Dänemark zur Workation – neumoderner Begriff dafür, dass man ein bisschen Urlaub und Arbeit miteinander verbindet, in dem man einfach da arbeitet, wo man außerhalb der Arbeit Urlaub machen kann.

Und ich find das tatsächlich eine mega gute Aktion, obwohl das so unfassbar auf der Hand liegt, wir das vor lauter Homeoffice aber gar nicht richtig auf dem Schirm hatten. Denn eigentlich machen wir ja auch gar nicht Homeoffice, sondern einfach nur mobiles Arbeiten und das geht prinzipiell ja von überall, sofern man denn Internet hat. Um nicht zu sagen: ärgert mich fast schon ein bisschen, dass wir da nicht drauf gekommen sind, aber wir sind auch Techies und habens nicht so mit Natur, Verreisen und Urlaub. Dabei wollen wir doch eigentlich immer was mit Holz machen …

Auf jeden Fall hat mich das irgendwie wieder an London erinnert, weil ich da eigentlich ganz gern mal wieder hin möchte – könnte aber auch der Reiz des „unmöglichen“ sein, denn mit Brexit und Corona ist das doch schon sehr in die Ferne gewandert (vom Finanziellen gar nicht angefangen). Außerdem – und das klingt jetzt gemeiner als es sein soll – sind die Behausungen in London auch nicht sonderlich groß, da will man sich schon gut überlegen, mit wem man da auf engstem Raum mehrere Tage hockt.

Aber es geht noch enger und das zeigen Mat und Danielle von Exploring Alternative mit ihrem Besuch bei Jessica ganz gut. Ich weiß nicht genau, wo die Butze steht, hab aber in den Kommentaren irgendwas von Toronto gelesen, ist aber auch egal. Denn viel spannender ist, dass das Haus von Jessica eines der dünnsten Häuser überhaupt ist, in das man wohnen kann – daher auch meine Assoziation mit London.

Setzt natürlich voraus, dass man besonders gut Ordnung halten kann und das Maximum an Platz heraus holt, aber auch, dass da eben nicht Platz für zwei oder mehr Leute ist, weil man sich ständig auf den Füßen stehen würde.

Aber so im Großen (höhö) und Ganzen wirkt das doch recht gemütlich und vor allem alles extrem gut durchdacht:

Auf der anderen Seite: Wenn man da wegen Corona und Co. tatsächlich sowas wie eingesperrt ist … das wird auf der Dauer dann doch recht eng. Sag ich aber auch, der demnächst einfach drei Räume mehr hat …

Von solchen Aktionen, bei denen Leute irgendwas in der Erde verbuddeln, damit spätere Generationen das wieder ausbuddeln und sich wundern können, was wir damals als „toll“ betrachtet haben, liest man immer wieder mal. Ich glaube, in Deutschland ist das noch nicht so verbreitet, aber in den Staaten wird das ganz gerne mal gemacht.

Ein wenig kann ich den Gedanken dahinter auch verstehen, aber ich bin da ehrlich: Das hat auch irgendwas von Müll verbuddeln. Und da muss ich immer an meine Heimat denken, denn wenn ich mal wieder zu meinen Eltern fahre, fahren wir auch immer an ein paar Hügeln vorbei, die nur entstanden sind, weil man da Müll reingestopft hat. Ist zwar mit Gras bewachsen und ist – abgesehen von dem künstlichen Charakter, den man sieht – nicht weiter optisch störend, aber so richtig geil für die Umwelt kann das vermutlich auch nicht sein.

Zumal mir nicht bekannt ist, dass mal jemand sowas wieder ausgebuddelt und dann total gefeiert hat, das ist dann doch eher Archäologen vorbehalten und was die finden, beruht auch mehr auf Zufall und ungewollter Verbuddelung als alles andere.

Ich hab aber auch nur bedingt Ahnung von und gerade Dinge, die über „Ich mal ein Bild, dass man sich aufhängen kann“ und irgendwelchen Skulpturen hinausgehen, werden von mir oft nicht verstanden. Außer es bewegt sich und zeichnet sich vor allem durch seine Mechanik aus. Mechanik ist geil, weils auch wieder was mit Physik und Wissen zu tun hat.

Daher ist auch das nachfolgende Video für mich vor allem faszinierend, weil der Kollege hier enormen Aufwand in sein Projekt steckt. Denn eigentlich verbuddelt der nur eine Tüte Flaming Hot Cheetos-Chips. Das aber in einer Art und Weise, das tatsächlich spätere Generationen das Ding genauso ausgraben können, wie er es eingebuddelt hat:

Fraglich natürlich, inwieweit hier Aufwand und Ertrag im Einklang stehen, aber vermutlich geht es auch weniger um die Chipstüte als um die Aktion an sich. Ich hab wirklich keine Ahnung von sowas …

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Wie der Monobloc-Stuhl die Welt eroberte https://www.wihel.de/wie-der-monobloc-stuhl-die-welt-eroberte/ https://www.wihel.de/wie-der-monobloc-stuhl-die-welt-eroberte/#comments Wed, 02 Nov 2022 07:01:53 +0000 https://www.wihel.de/?p=140247 Wie der Monobloc-Stuhl die Welt eroberte | Was is hier eigentlich los?

Das weltweit meist verkaufte Möbelstück ist … nein, nicht etwa der Fliesentisch der bei so Klassikern wie „Mitten im Leben“ (wasn eigentlich daraus geworden?) oder den üblichen Haushalten mit geringem Einkommen vorzufinden ist. Und auch nicht diese eine Glasschüssel, die aussieht als würde sie durch Salatblättern aus Glas bestehen und in der entweder – so will es der Gesetzgeber – Kartoffelsalat oder schlechtgemachte Bowler verwahrt und Gästen kredenzt werden darf.

Es ist tatsächlich ein Plastikstuhl, den jeder Mensch auf diesem Planeten bereits seit der Geburt kennenlernt. Denn neben dem obligatorischen Klaps auf dem Hintern, damit man das Atmen anfängt, gibt es auch direkt im Anschluss den Blick auf den Monobloc.

Man kann sich natürlich darüber streiten, ob das Ding jetzt ein Meisterwerk der Designkunst ist, immerhin ist der weltweit bekannt, erfüllt auch nach Jahrzehnten seinen Zweck und ist aus der Menschheitsgeschichte nicht mehr wegzudenken. Auf der anderen Seite ist schön aber eben auch anders, wobei ja nicht nur was mit Schönheit zu tun hat. Eine Frage, die sich vermutlich in 3 Leben nicht beantworten lässt.

Deutlich einfacher ist da schon die Frage des Erfolgs des Monoblocs. Zum einen ist seine Herstellung natürlich unfassbar einfach und vor allem extrem günstig. Irgendwas um die 2,50€ kostet das Ding in seiner Produktion, je nach Masse und ausgehandelte Konditionen geht dabei sicher aber auch noch was – entsprechend günstig kann man das Teil dann auch anbieten. Dazu ist es sehr praktisch, lässt sich easy stapeln, fix mit einem feuchten Lappen abwischen und eben auch schnell produzieren. In 24 Stunden kann man locker 1.500 Stühle herstellen und das nahezu vollständig ohne menschliches Eingreifen.

Ganz vielleicht hat der Monobloc seine Berühmtheit aber Horst Ehrmantraut zu verdanken. Der damalige Trainer von Eintracht Frankfurt hat sich nämlich nur selten auf die Trainerbank gesetzt, sondern immer ein Stück weiter weg auf seinen Monobloc. Wirkte zunächst kauzig, dann aber auch kultig, denn im gleichen Jahr schaffte die Eintracht den Aufstieg und natürlich hat da auch der Monobloc seinen Anteil dran.

Die Jungs und Mädels von neo haben da aber auch die eine oder andere Theorie und ein paar Fakten, die erklären, was den Monobloc so erfolgreich macht:

Ein Stuhl, gekommen um zu bleiben. Oder so.

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Richtig gut gemachte Video-Übergänge https://www.wihel.de/richtig-gut-gemachte-video-uebergaenge/ https://www.wihel.de/richtig-gut-gemachte-video-uebergaenge/#comments Tue, 18 Oct 2022 10:46:39 +0000 https://www.wihel.de/?p=139225 Richtig gut gemachte Video-Übergänge | Was is hier eigentlich los?

Mindestens zwei Mal im Monat darf bzw. muss ich meine Video-Editierungskünste immer wieder aufs Neue unter Beweis stellen, wobei das schon extrem hoch gegriffen ist und so richtig „müssen“ tu ich das auch nicht, es ist mehr eine selbstauferlegte Pflicht.

Da ist zum einen natürlich die Win-Compilation, die nur bedingt viel mit Video-Editierung zu tun hat, da wir ja vor allem Clips aneinander reihen und veredeln. Es ist allerdings auch nicht so, wie das mal einer der Kommentatoren unter einem unserer Videos beschrieben hat („in einer halben Stunde ist man damit durch“ – es sind dann doch schon ein paar Stunden), allein die unterschiedlichen Seitenverhältnisse wollen irgendwie harmonisiert werden und auch der Sound ist jedes Mal eine Herausforderung und etwas, bei dem Maik schon sehr oft mit mir gemeckert hat.

Auf der anderen Seite sind da unsere Sprint Reviews, die wir auch aufnehmen und ich so zu verwursten versuche, dass man sie auch nachgelagert noch schauen kann und dabei unterhalten wird. Und bei diesen Videos probier ich öfter auch mal etwas Neues aus, wenn auch nur Kleinigkeiten. Das sind dann mal irgendwelche Animationen oder auch Manipulationen – so hab ich zuletzt Zoom und Bewegung kombiniert und so einen Fokus-Effekt versucht, weil wir vor allem an Details gearbeitet haben. Ehrlicherweise muss man sagen: Der Aufwand lohnt nur bedingt, weil kaum einer die Videos schaut, aber es ist gutes Training und macht Spaß, neue Sachen zu lernen. Weiß ja schließlich auch keiner, wann man diese Fähigkeiten mal braucht.

Außerdem bin ich der Meinung, dass man sehr viel, um nicht zu sagen, alles tun sollte, damit Leute Zugang zu den Dingen haben, die wir so machen und zeigen. Und wenn dann eben nur 5 Leute das Video schauen, ist das für mich schon ein Erfolg.

Lange Rede, kurzer Sinn: Das ist alles gar nicht so einfach, bringt aber Spaß, wenn man sich reinkniet und es am Ende funktioniert. Was ja irgendwie für nahezu alles gilt, was man so angehen kann, egal ob nun Videobearbeitung oder das Mumifizieren von Leichen. Oder so.

Ehrfurcht gebietet dann aber schon, wenn man sich anschaut, was Profis so auf die Beine stellen. Nicht, dass man das nicht auch irgendwann mal erreichen kann, aber der Weg dahin scheint ein sehr langer zu sein. Äußerst deutlich wird das beim nachfolgenden Video von Herman Huang anschaut, bei dem er ein paar unfassbar gut gemachte Videoübergänge reviewed und teils auch erklärt:

Schon ein bisschen Wahnsinn, was andere auf die Beine stellen können.

So großartig Google Street View auch sein mag, ich hab dafür nach wie vor nur sehr wenig Anwendungsfälle. Eigentlich nutz ich es nur, wenn ich irgendwo hinfahren muss, wo ich nicht noch war und mir einen Überblick über die vorhandenen Parkmöglichkeiten machen will – sieht man ja auf der normalen Karte eher schwer bis gar nicht.

Man kann es aber auch ganz wunderbar dafür nutzen, um so richtige Almans zu identifizieren. Das klappt besonders gut am Haus meiner Eltern, denn dort sind einfach mal alle Nachbarn verpixelt, nur das Haus meiner Eltern nicht – ob nun mit Absicht oder einfach aus Unwissenheit, weiß ich gar nicht, finde aber gut, dass es so ist, wie es ist (hilft auch gegen Heimweh, kleiner Tipp).

Oder man nutzt es einfach, um ein Musikvideo zu machen. Das dürfte nicht nur besonders kostengünstig sein, weil man an sich ja nur jemanden braucht, der halt passende Bilder sucht, Screenshots macht und dann alles irgendwie zusammensteckt. Aber es braucht eben auch Zeit, weils trotzdem einfach unfassbar aufwändig ist.

Genau diesen Aufwand hat der Regisseur Adam Chitayat betrieben, allerdings auch ein bisschen unfreiwillig, denn Corona hat in mehr oder weniger ans Haus gefesselt. Da überlegt man sich dann schon, was man mit seiner Zeit anfangen kann. Während der Großteil vermutlich vor Glotze und Spielekonsole hängen würde, hat er aber die Zeit sinnvoll genutzt und zu dem Song Out Sailing von Axel Bowman ein Musikvideo gebastelt.

Bestehend aus Bildern von Google Street View:

Over the course of the COVID lockdowns – desperate for the outside world beyond my doorstep, city, state and country – I started crafting a project using entirely Google Maps Streetview Images. I viewed and downloaded the world from my desk, finding amazing spaces, altering, hand tracking and creating timelapses and shots. I wasn’t quite sure what to make of the material. Until I heard the latest album from Axel Boman. Here was a song from one of my favorite artists with such a propulsive and idealistic reaching out towards the wider world. Letting the wind take us, with love as the sail, a blur of adventure across the planet.

Mal abgesehen davon, wie toll das im Ganzen ist – wie sieht das da mit dem Urheberrecht der Bilder aus? Frage für den Alman in mir …

Nachdem wir vor ein paar Wochen Fliesen für einige Räume ausgesucht haben, steht langsam aber sich auch das Thema Farbe auf dem Speiseplan, vorher möchte ich aber noch kurz von den Fliesen erzählen. Denn man mag meinen, dass man sich da ein paar aussucht, die dann geliefert und verbaut werden und alle fröhlich mit dem Ergebnis leben können.

Aber Häuslebauer und sonstige Kleinst- und Großgrundbesitzer wissen: So läuft das nie ab. Dachten wir uns auch schon und haben deswegen direkt drei Fliesen ausgesucht, nur für den Fall, dass ein oder zwei davon nicht lieferbar sind oder sonst wie Probleme machen könnten.

Und so kam es dann auch, denn statt der maximal 4 -6 Wochen Lieferzeit stellte sich bei unserer Wunschfliese heraus, dass die erst noch produziert werden muss. In Dubai. Warum ausgerechnet da, weiß ich nicht, vermutlich wachsen dort Fliesenbäume aber am besten. Natürlich ein bisschen ärgerlich, weil uns vorher was anderes gesagt wurde, aber wir waren ja darauf vorbereitet – dachte ich zumindest, denn Line bekam plötzlich Zweifel und wollte noch mal andere Fliesen sehen. Ich weiß gar nicht, wie das am Ende ausging, ich hab mich irgendwann aus dem Thema rausgezogen, weil … war ja eigentlich schon gelöst.

Nun also Farben, aber dieses Mal bin ich schlauer, denn ich beschränke mich lediglich auf mein Veto-Recht. Hab aber tatsächlich auch gar keine Ahnung, weil ich glaube, dass man das einfach immer an der Wand sehen muss. Bedenken sollte man daher einfach nur, dass dunkle Farben einen Raum sehr klein machen können und das fetzt halt nie. Daher bleibt das Arbeitszimmer auch unkompliziert weiß – damit kann man nicht viel falsch machen.

Außerdem eröffnet sich mir so die Gelegenheit, das gleiche zu machen, wie Mr. Doodle. Denn der Künstler hat sein Haus einfach mal vollgekritzelt und das von oben bis unten und einfach komplett. Mehr als zwei Jahre hat das gedauert und war entsprechend wohl auch das größte Geheimnis zwischen ihm und seiner Freundin – und sieht halt so aus:

Wär mir ja ein bisschen zu unruhig, so auf Dauer, schätze aber auch die Kompromisslosigkeit, die es braucht, um das so komplett durchzuziehen.

Wir haben ja selten unsere Freuden mit dem linearen Fernsehen, weil da einfach sehr viel Quatsch kommt, stetig garniert mit noch viel quatschiger Werbung, bei der ich nach wie vor überzeugt bin, dass sie vor allem dazu dient, Geld zu verbrennen.

Aber ab und an gibt es doch mal eine Perle, die wir sehr gern schauen, ganz selten sind das sogar richtige Shows, in denen mal mehr mal weniger Prominente Leute irgendwelche Spiele spielen. „Wer stiehlt mir die Show“ ist da so ein Kandidat und gerade die letzte Staffel (absurd, wenn man auch bei Shows von Staffeln spricht) war äußerst unterhaltsam, was vor allem an den Kandidaten Farih Yardim und Olli Schulz gelegen hat.

Fantastische Kombination, auch wenn Yardim recht einseitig auf die vulgäre Karte gesetzt hat. Dazu immer ein paar kleine Spiele, die nicht zwingend Expertenwissen voraussetzen und deutlich mehr zum Mitraten einladen, als das „Wer wird Millionär“ in seiner nun 23-jährigen Geschichte je getan hat.

Das führt dann unter anderem auch zu solch absurd-lustigen Situationen, dass selbst hier zu Hause nicht ganz klar ist, wie lange die Erde braucht, sich um ihre eigene Achse zu drehen. Wer das auch mal haben will: unbedingt den Mond mit ins Spiel bringen, denn der hat schließlich ganz entscheidenden Einfluss auf das Leben auf der Erde, nicht nur wegen Ebbe und Flut.

Überhaupt ist der Mond ein recht unterschätzter Himmelskörper, der immerhin in diesem Jahr mal wieder etwas mehr Aufmerksamkeit bekommen hat, zumindest filmisch – in dem er in Moonfall auf die Erde gekracht ist. Aber auch als geheime Nazi-Basis hat er in Iron Sky eine entscheidende Rolle gespielt.

Es ist aber auch faszinierend, dass wir eigentlich immer die gleiche Seite vom Mond sehen und gar nicht so wirklich wissen, was auf der Rückseite vor sich geht – vielleicht leben da ja wirklich Nazis in Eintracht mit Reptiloiden. Weiß keiner, weil kümmert sich keiner drum.

Die Vorderseite sieht aber auch deutlich hübscher aus, besonders wenn sie von Rami Ammoun eingefangen wird. Genau das hat er in 50 Nächten mit einer mindestens kompliziert aussehenden Apparatur getan und das Ergebnis ist wirklich sensationell gut:

Schon schön.

Gerade vorgestern erst gelesen, dass Harald Schmidt bei seinen Kindern bzw. Enkeln weniger Wert auf ein Abitur legt, sie aber definitiv ein Instrument beherrschen sollten. Nett zu wissen, aber auch ein bisschen egal, weil vermutlich die wenigsten von uns mit Harald Schmidt verwandt sind. Überhaupt wunder ich mich, dass Schmidt wieder vermehrt medial wahrzunehmen ist, dabei steht gar keine größere Show oder sonst ein Projekt mit ihm an und dennoch wissen wir, dass er eine recht kleine Rente vom Staat bekommt (oder vielleicht auch nicht, denn selbst da ist man sich nicht sicher) und demnächst Geburtstag hat oder schon hatte.

Aber ich verstehe ein bisschen seine Forderung gegenüber der nächsten Generation, denn es zeugt unter anderem davon, dass man Disziplin hat und auch irgendwo Gefühl, weil das eben gebraucht wird, wenn man Instrumente spielt. Wollte ich ja auch mal, bin aber eben am Faktor Disziplin gescheitert, was wiederum witzig ist, weil ich da mittlerweile selbst recht viel Wert drauf lege. Außer was das eigene Körpergewicht angeht, aber das ist noch mal eine andere Geschichte.

Jedenfalls hab ich ein paar Instrumente ausprobiert, aber hab nie das richtige gefunden, wobei ich auch der festen Überzeugung bin, dass ein Schlagzeug genau richtig für mich wäre. Doof nur, dass das recht viel Platz braucht, ziemlich laut werden kann und … man Hände und Füße getrennt voneinander steuern können muss. Grobmotoriker wie ich einer bin, sehen da dann auch sehr schnell kein Land mehr.

Anders sieht das hingegen bei Rajacenna van Dam aus, denn die Dame zeichnet einfach mal 6 Bilder. Gleichzeitig. Mit Händen und natürlich auch Füßen und ja, mathematisch macht das auch nicht so richtig Sinn, ist aber maximal beeindruckend, wenn man beim Entstehungsprozess zuschaut:

Erinnert stark an die Zahlreichen Videos von DP Truong und vielleicht erleben wir gerade die Entstehung eines richtigen Battles zweiter Ausnahmekünstler.

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Singing in the Rain | Cinematic Short Film https://www.wihel.de/singing-in-the-rain-cinematic-short-film/ https://www.wihel.de/singing-in-the-rain-cinematic-short-film/#comments Thu, 14 Jul 2022 10:43:46 +0000 https://www.wihel.de/?p=132493 Singing in the Rain | Cinematic Short Film | Was is hier eigentlich los?

Ach Wetter, was bist du ein komischen Vogel. Seit gut einer Woche hab ich mich darauf eingestellt, dass diese Woche eigentlich unfassbar heiß werden soll, sowohl zusätzlichen Ventilator angeschafft als auch den bereits besitzenden aus dem Keller geholt und ordentlich für Flüssigkeiten im Haushalt gesorgt – und dann sind hier irgendwas um die 22°C.

Bitte nicht falsch verstehen, darüber will ich mich gar nicht beschweren, ganz im Gegenteil, ich würde es begrüßen, wenn wir eine dauerhafte Außentemperatur von 21°C hätten, weil das die absolute Wohlfühltemperatur ist. Aber wenn es heißt, dass es heiß wird, dann darf es auch heiß werden – nur gern nicht zu lang.

Wobei es bei meinen Eltern wohl tatsächlich deutlich unerträglicher ist als hier oben im Norden (wohnen halt weiter im Südosten), was eben auch ein gutes Argument dafür ist, dass man in den Norden zieht: Dank der Nähe zum großen Wasser sind die Temperaturwechsel nicht so krass. Bestes Beispiel ist da immer die Ecke unten im Südwesten Richtung Schweiz und Frankreich, wo man locker mal zwischen Nacht und Tag irgendwas um die 30 Kelvin hat. Ein Wahnsinn.

So richtig will mir nun der Bogen auch gar nicht zu dem kleinen Filmchen von Eiichi Yoshioka gelingen, er hat aber einen sehr schönen Film über … ja eigentlich über Regen in Kanazawa gemacht. Und auch wenn ich jetzt kein super großer Fan von Regen bin, so fühlt sich der Film doch wie eine sehr gern genommene Abkühlung an:

Großartig inszeniert und gemacht, obwohl da eigentlich so rein gar nichts passiert. Sowas mag ich ja besonders gern. An dieser Stelle sei dann auch sein Instagram-Kanal empfohlen, denn Yoshioka kann nicht nur gute Filme, sondern auch sehr gute Fotos machen. Wer dann doch eher bei Videos bleiben will, schaut sich die restlichen Videos auf YouTube an – die sind auch alle sehr gut.

Denn zwar hatte sich Line frühzeitig um ein Hotel gekümmert, allerdings lief da irgendwas bei der Buchungsbestätigung schief. Man kann da schon Glück sprechen, dass das Hotel noch mal vorher angerufen und nachgefragt hat – weniger glücklich war, dass die zwischenzeitlich komplett ausgebucht waren und somit die Nachfrage so oder so mit negativem Ausgang beschieden war. Glück im Unglück: Sie haben uns ein anderes Hotel empfohlen, bei dem wir nicht nur problemlos ein Zimmer, sondern direkt ein Upgrade bekommen haben.

Somit haben wir das Wochenende in einem kleinen Apartment verbracht, was dann auch für Mia deutlich entspannter war – die hat dann auch recht viel Zeit dort verbracht, weil Feierlichkeiten als Hund dann doch anstrengender sind, als man das selbst wahr haben will.

Und W-Lan gab es da auch, sodass ich die Beiträge für gestern dort recht komfortabel schreiben konnte. Was wir allerdings nicht genutzt haben: Netflix und Co, vermutlich weil wir uns einfach an Apple TV bzw. Firestick gewöhnt, aber nichts davon eingepackt haben und auf dem Macbook schauen scheitert oft an ungünstig platzierten Steckdosen.

So haben wir seit langem mal wieder normales Fernsehen geschaut und was soll ich sagen? Da hat sich nicht viel zum Positiven verbessert seit dem letzten Mal. Wodurch dann auch wieder deutlich wird, wie sehr und intensiv diese ganzen neuen Services mittlerweile in unserem Alltag stattfinden. Merkt man erst, wenn sie nicht mehr da sind (wenn auch hier tatsächlich nur Netflix gefehlt hat).

Die argentinische Designerin Luli Kibudi hat das so ein bisschen zum Thema gemacht und allerlei Online-Dienste mit ihren „früheren“ Medien in Verbindung gebracht. Spotify gibt es dann als Kassette, Netflix als VHS und Gmail ist ja auch einfach nur klassisches Briefeschreiben im Netz:

Simple, aber sehr schöne Idee. Wie immer: Schaut auch gern auf Instagram oder Behance vorbei, da gibt es noch viel mehr tolle Arbeiten zu entdecken.

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Gesellschaftskritische Illustrationen von Sébastien Thibault https://www.wihel.de/gesellschaftskritische-illustrationen-von-sebastien-thibault/ https://www.wihel.de/gesellschaftskritische-illustrationen-von-sebastien-thibault/#comments Thu, 09 Jun 2022 14:36:25 +0000 https://www.wihel.de/?p=129779 Schon lange keine richtige mehr als Beitrag hier auf der Seite, was halt immer schade ist, weil die eigentlich in den letzten Jahren nicht weniger geworden ist, aber gerade die Bloggerkollegen kennen das Problem mit Abmahnungen und raffgierigen Anwälten. Dabei sollte nach all den Jahren eigentlich klar sein, dass es bei derlei Aktionen eigentlich nur die als Gewinner gibt …

Mittlerweile versteh ich aber auch die andere Seite ganz gut, denn es gibt natürlich viel zu viele Arschlöcher, die sich die Kunst anderer zu Eigen machen und dann damit verbotenerweise ordentlich Geld scheffeln. Sowas geht halt nicht und glücklicherweise ist da zumindest in der Theorie rechtlich eigentlich alles klar – man braucht dann halt nur genug Geld und Durchhaltevermögen, um seine Rechte durchzusetzen.

Dennoch ist es schade, dass es – zumindest in Deutschland – keinen Weg dazwischen gibt. Ich mein, ist ja nicht so, dass wir in allerlei Bereichen eigentlich wissen, dass eine reine schwarz-weiß-Sicht niemanden wirklich weiter bringt, so eben auch wenn es darum geht, Arbeiten und Künstler vorzustellen.

Ich weiß, das Argument „Ich will anderen doch nur die Kunst zeigen“ wirkt da immer ein bisschen naiv und letztendlich wollen wir mit mehr Reichweite und Werbung auf Seiten auch irgendwo Geld verdienen. Aber mittlerweile glaubt doch auch keiner mehr, dass diese Seite hier ordentlich gewinnbringend ist, oder? Für den Fall der Fälle: Ist sie nicht. Bei Weitem nicht.

Dennoch: das Thema Kunst ist immer mit Risiko behaftet und man muss gut abwägen, ob man das eingeht oder nicht. Im Falle von Sébastien Thibault geh ich es ein, denn dafür sind seine Arbeiten einfach zu großartig und gerade die Gesellschaftskritik ist ein Thema, dass ich schon an diversen Stellen in ähnlicher Form verbloggt hab. Passt also gut in die Reihe:

Wie immer gilt auch hier: Schaut unbedingt auf seiner Seite und seinem Instagram-Profil vorbei, dort gibt es noch viel mehr und tollere Arbeiten.

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Origami-Anleitungen von Jo Nakashima https://www.wihel.de/origami-anleitungen-von-jo-nakashima/ https://www.wihel.de/origami-anleitungen-von-jo-nakashima/#comments Thu, 02 Jun 2022 05:43:12 +0000 https://www.wihel.de/?p=129219 Origami-Anleitungen von Jo Nakashima | Was is hier eigentlich los?

Seit irgendwas um die zwei oder drei Wochen haben wir neue Nachbarn über uns. Eigentlich ein Umstand, den man nicht erwähnen müsste, aber mit Nachbarn über uns haben wir das Glück einfach gepachtet, denn zum zweiten Mal ist es eine alleinerziehende Mutter mit Kind.

Ich weiß natürlich, dass man nicht alle über einen Kamm scheren sollte, aber gerade bei alleinerziehenden Müttern haben wir eine Trefferquote von 100%, wenn es darum geht, Exemplare zu wischen, die ihre Kinder nicht unter Kontrolle oder selbst ordentlich Nachholbedarf in Sachen Rücksicht haben.

Denn nicht nur dass besagte Mutter Schwierigkeiten hat, ihre Karre so abzustellen, dass andere nicht behindert werden, sie hat auch still und heimlich eine ganze Kamel-Herde mit einziehen lassen. Zum Glück macht die sich durch ihr Getrampel nur bemerkbar, wenn Mutter und Kind Zuhause sind, mag sich ja keiner vorstellen, wie das wäre, wenn das den ganzen Tag so wäre. Gerade am Wochenende.

Und auch, wenn ich gegen Kinder eigentlich nichts hab, ich freu mich, wenn wir mal wieder hören, dass da oben die Tränen fließen. Das ist natürlich böse und gemein, aber wenn das eigene Nervenkostüm so auf die Probe gestellt und strapaziert ist, darf man auch mal auf bleibende Schäden hoffen. Zum Glück ziehen wir bald aus …

Was aber auch bedeutet, dass man sich wieder aktiver Entspannung und Ablenkung suchen muss. Lautes Musikhören wäre eine Idee, zieht aber auch alle anderen Nachbarn in Mitleidenschaft, daher vielleicht Origami? Soll ja schließlich auch beruhigen und hinterher bekommt man noch kleine, niedliche Figuren raus, die man weiterverschenken könnte, zum Beispiel an alle anderen Nachbarn, die deutlich angenehmer sind.

Und dank Jo Nakashima gibt es auch ziemlich gute, leicht verständliche Anleitungsvideos dafür:

How to make an origami Turtle
Designed by Marc Vigo

How to make an origami Yoda from
Designed by Fumiaki Kawahata

In this video you’ll learn how to make an origami Duck. This model was based on my old duck and flamingo. From the old duck I copied only the idea to make the beak color change, but it also worked nicely to provide some extra paper to make the flat feet. The body is the same from the Flamingo, which I liked a lot because it’s well locked and has a nice shape.

Schaut gern auch mal direkt auf dem YouTube-Kanal vorbei, dort gibt es noch viel mehr!

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Wie man mit einem Band einfache Perspektiv-Zeichnungen hinbekommt https://www.wihel.de/wie-man-mit-einem-band-einfache-perspektiv-zeichnungen-hinbekommt/ https://www.wihel.de/wie-man-mit-einem-band-einfache-perspektiv-zeichnungen-hinbekommt/#comments Tue, 31 May 2022 10:44:44 +0000 https://www.wihel.de/?p=129099 Wie man mit einem Band einfache Perspektiv-Zeichnungen hinbekommt | Was is hier eigentlich los?

Ich liebe ja diese kleinen, filigranen Zeichnungen, die man eigentlich nur mit einem oder auch Fineliner hinbekommt. Sagt man eigentlich noch Fineliner? Gab es das überhaupt mal als richtige Stifte? Halt diese gelben Dinger von Stabilo, die man für viel Geld in einem übertrieben Dicken Stift kaufen konnte, der ja nur die Hülle war.

Ich war immer neidisch auf Kinder, die den hatten, was natürlich in zweierlei Hinsicht völliger Quatsch ist: Erstens gibt es auch viele andere Hersteller, die gleichwertige Produkte für einen Bruchteil des Preises hergestellt haben (und bestimmt auch immer noch herstellen) und zweitens waren das immer so viele Farben, von denen mindestens drei Stifte niemals benutzt werden. Weil halt auch gelbe Farbe auf weißem Papieruntergrund nur sehr bedingt funktioniert. Aber erklär das mal einem neidischen Kind …

Was ich an derlei Zeichnungen besonders mag: Man kann so furchtbar viele kleine Details einarbeiten, weil die Linien halt so angenehm dünn sind. Beim Bleistift wird das ohne regelmäßiges Nachspitzen schwierig, aber das ist halt genau die , die ich wirklich zu schätzen weiß.

Auf der anderen Seite: Man kann da auch entsprechend schnell verkacken. Bei Farben hat man noch die Möglichkeit, irgendwie überzupinseln oder sich einfach hinzustellen und zu sagen „das muss so, das war Absicht“ – aber bei solchen Stiften … schwierig.

Da helfen dann nur Tricks und Kniffe, um zum Beispiel auch in Sachen keinen Fehler zu machen. Die gibt es aber zum Glück und sind so einfach wie einleuchtend:

@bkartchitect01 you'll never use a ruler again #fyp #bkartchitect #drawing #art #tutorial ♬ Monkeys Spinning Monkeys – Kevin MacLeod & Kevin The Monkey

@bkartchitect01 #hack for #interior #perspective . #fyp #foryou #foryoupage #parati #paratipage #trick #tutorial ♬ original sound – mateusasato

@bkartchitect01 #asmr #fisheye #drawing #art #tiktok ♬ Big Energy (feat. DJ Khaled) (Remix) – Latto & Mariah Carey

Wie so oft in Sachen Handwerk: Man muss nur wissen, wie es geht.

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Die Stadt mit kleinen Hacks aufwerten: Fabrique | Hacktion https://www.wihel.de/die-stadt-mit-kleinen-hacks-aufwerten-fabrique-hacktion/ https://www.wihel.de/die-stadt-mit-kleinen-hacks-aufwerten-fabrique-hacktion/#comments Tue, 10 May 2022 05:57:35 +0000 https://www.wihel.de/?p=127331 Die Stadt mit kleinen Hacks aufwerten: Fabrique | Hacktion | Was is hier eigentlich los?

Wir alle wissen vermutlich: Es gibt sehr viele innerstädtische Einrichtungen und Ideen, die auf den ersten Blick gut gemeint sind, einem aber auch das Leben nicht so leicht machen, wie sie es leicht machen könnten.

Fahrkartenautomaten sind da vermutlich das beste Beispiel, weil sie an sich total gut sind, kann sich doch jeder seinen Fahrschein selber ziehen und muss nicht den Fahrer belästigen oder hoffen, dass ein Schaffner mit an Bord ist. Und dann auch noch gute Laune hat, obwohl man nicht mit EC-Karte bezahlen kann.

Allerdings muss man auch erstmal das Glück finden, dass man einen funktionierenden Automaten findet und selbst dann hat man es noch nicht ansatzweise durch die vermutlichste user-unfreundlichste Menüführung der Welt geschafft (gilt für alle Fahrscheinautomaten in Deutschland). Wer Glück hat, schafft es gerade noch, bevor Bus und Bahn davon fahren, ich hab aber auch schon von Menschen gehört, die ihr gesamtes Leben in einem Automatenbestellvorgang verbracht haben und „wenn sie nicht gestorben sind, noch immer versuchen, einen Fahrschein zu kaufen“

Dabei braucht es sehr oft gar nicht sehr viel, um noch eine ganze Ecke mehr Lebensqualität aus vielen Dingen herauszuholen. Die Rede ist natürlich von den klassischen kleinen Details, die etwas Gutes erst zu etwas Besonderem machen. Zum Beispiel … ich hab gar kein Beispiel. Daran sieht man auch direkt, dass es von genau diesen Details eigentlich viel zu wenig gibt.

Aber die Hoffnung stirbt zuletzt, denn drei Studenten des Les Ateliers-Paris Institute haben genau dafür das Projekt Fabrique | Hacktion ins Leben gerufen. Und ein paar kleine Hacks in der Stadt platziert, die für etwas mehr Komfort und Lebensqualität sorgen. Auch bei Fahrscheinautomaten:

Receptacle for coins for public coffee machines. Brilliant idea!

Improved train ticket machine. A simple trapezoid makes travellers check from a long distance if the machine works.

Simple hanger on a wall.

Gluing sticker that indicates the way to the closest bike rental station.

Hand charger for mobile phones in a phone box.

Little table for garden chairs.

Holder for newspapers in a subway train. Read and share with other passengers!

Sharing ticket box for used but still valid tickets in Berlin subway.

Hilft zwar nicht beim Bestellvorgang selbst, aber insgesamt sind da gefühlt alle Ideen einfach nur gut und schreien nach Nachahmung.

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Wie in der Ukraine Kunst vor dem Krieg gerettet wird https://www.wihel.de/wie-in-der-ukraine-kunst-vor-dem-krieg-gerettet-wird/ https://www.wihel.de/wie-in-der-ukraine-kunst-vor-dem-krieg-gerettet-wird/#comments Thu, 21 Apr 2022 14:22:19 +0000 https://www.wihel.de/?p=125887 Wie in der Ukraine Kunst vor dem Krieg gerettet wird | Was is hier eigentlich los?

Laut Tracking-App hab ich in meinem Leben bisher 863 Filme gesehen, die Dunkelziffer dürfte allerdings noch eine ganze Ecke höher sein, schließlich fällt es irgendwann schwer, sich an jeden bisher gesehenen Film zu erinnern, gerade wenn da auch viel Mittelklasse-Kost dabei ist.

Tatsächlich bleibt da aber auch so mancher Film auf der Strecke, den ich schon vor Ewigkeiten schauen wollte, aber bisher nie dazu gekommen bin. Mal ist es fehlende Zeit, mal fehlende Empfehlung, die dann wiederum in fehlender Motivation resultiert – wenn ein Film sehr lange auf der Watchlist lebt, aber niemand so wirklich sagt, dass man den schauen muss, muss man ihn dann tatsächlich schauen?

Einer dieser Filme ist „Monuments Man – Ungewöhnliche Helden“. Vom Cast her ein absoluter No-Brainer, Clooney, Damon, Murray und Goodman machen selten richtigen Mist. Und auch die Story – Kunstschutzsoldaten sollen Kunstwerke und Schätze, die von Nazis geraubt wurden, aufklären, sicherstellen und zurückführen – ist mal was anderes und daher prinzipiell interessant. Allerdings wertet IMDb den Film nur mit 6,1 …

Tatsächlich scheint das Thema in Sachen Krieg aber oft eine sehr untergeordnete Rolle zu spielen. Irgendwo logisch, kein Kunstwerk dieser Welt ist mehr wert als das Leben von Menschen, auf der anderen Seite wird aber sehr oft unterschätzt – hat ja nicht zuletzt der eine oder andere Lockdown in den vergangenen Jahren gezeigt. Und auch im aktuellen Fall des Russland-Kriegs in der hört man in den üblichen Medien sehr wenig über Kunst und Kultur, was aber nicht heißt, dass nicht auch dort verstärkt versucht wird, Kunst und Kultur zu erhalten und zu retten:

Despite the fact that it’s a war crime to target cultural heritage, cultural sites are often treated as a second front: looted, damaged, or destroyed as a way for an aggressor to assert power, demoralize an enemy, and control — or even erase — a cultural narrative.

From the very beginning of the Russian invasion of Ukraine, identity has been at the center of Putin’s agenda. And as cultural sites all over the country sustain damage, it is becoming increasingly clear that erasing the cultural and historical markers of Ukraine are a key facet of Russia’s plan.

Ukraine is home to a vast array of visual and material culture — museums, monuments, archives, and architecture — all of which is at grave risk of destruction, both collateral and intentional.

Weil Kultur eben auch wichtig ist. Mehr als wir oft glauben.

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Neue Logos für Firmen, die Russland verlassen haben – von Václav Kudělka https://www.wihel.de/neue-logos-fuer-firmen-die-russland-verlassen-haben-von-vaclav-kudelka/ https://www.wihel.de/neue-logos-fuer-firmen-die-russland-verlassen-haben-von-vaclav-kudelka/#comments Mon, 11 Apr 2022 14:52:27 +0000 https://www.wihel.de/?p=125389 Der Beitrag liegt hier schon ein bisschen länger rum, weil ich mittlerweile – das kann man ruhig mal sagen – reifer geworden bin über die letzten Jahre. So 4 oder 5 Jahre früher hätt ich das Ding einfach rausgehauen, mehr oder weniger ohne groß nachzudenken, weil passt ja gerade zum Thema und bringt bestimmt ein paar Klicks.

Mittlerweile ist das ein bisschen anders und so richtig deutlich geworden ist mir das bei der Backpfeife von Will Smith bei den Oscars (wobei sich das schon wieder falsch anfühlt, hier anzusprechen). Denn anfänglich dachte ich „Gut gemacht, was bildet sich der Bengel denn auch ein, seine Frau zu beleidigen? Hatter verdient, genau wieder Pocher auch.“ Tatsächlich aber hat halt einfach derjenige verloren und ist das Arschloch, der als erstes Gewalt anwendet, vollkommen egal, um welches Thema es geht. Somit muss man im Nachhinein sagen, dass der Spruch von Rock scheiße war, ohne Frage. Aber nichts rechtfertigt, was danach passiert ist – schon gar nicht bei einem derartig großen Publikum.

Und das lässt sich in gewisser Weise auch auf Russland übertragen, denn auch hier lässt sich sagen: Wer als erstes vom Verhandlungstisch aufsteht und mit Gewalt antwortet, ist in der Regel das Arschloch. Dürfte allerdings ohnehin nicht mehr zur Debatte stehen – Putin ist ein Arschloch.

Mehr will ich dazu auch gar nicht sagen, wohlwissend dass es natürlich auch nicht richtig ist, das Thema „totzuschweigen“. Allerdings ist es ja nicht so, dass das die einzige Scheiße auf der Welt ist, die gerade passiert, selbst wenn die Medien in Sachen Breite mal wieder gehörig versagen. Und mit all dem Mist, dieser teils immer häufiger vorkommenden Ohnmacht – irgendwann kann und will man auch nicht mehr, zumal auch gilt, dass nur weil man nichts sagt, man keine Meinung hat. Ist ja ohnehin heutzutage äußerst selten, dass man seine Meinung anderen nicht aufzwingen und ans Ohr kauen muss.

Jedenfalls hat Václav Kudělka diverse Markenlogos verändert, nachdem sie den russischen Markt verlassen und ihre Geschäftstätigkeiten (vorrübergehend) eingestellt haben – eben passend zu diesem Move:

Ist natürlich bei sowas auch immer die Frage, ob die Firmen tatsächlich aus reiner Ethik handeln oder da nicht auch wieder rein wirtschaftliche Gedanken im Spiel sind. Ich hätte da allerdings eine Tendenz …

Wie dem auch sei, ich mag sowas trotzdem und empfehle natürlich wie gewohnt den üblichen Blick Richtung Instagram – dort gibt es noch viel mehr.

Meine Lieblingsgeschichte bezüglich Malbüchern ist seit Jahren immer die Gleiche und ich hab bis heute nie die Möglichkeit gehabt, zu verifizieren, ob die tatsächlich stimmt, aber die Welt ist ja mittlerweile so verrückt, dass einfach alles möglich ist.

Denn irgendwo hab ich mal gehört, dass Kinder, wenn sie beim Ausmalen sich nicht strikt an die Vorgaben der Linien halten, in der Vorschule oder im Kindergarten einfach „einbehalten“ werden. Sprich: Sie dürfen dann nicht (vorzeitig) in die nächste Schule, weil da wohl irgendwelche Entwicklungsschwierigkeiten diagnostiziert wurden. Sicher hab ich das so absolut gar nicht korrekt wiedergegeben, aber es sollte klar sein, was ich meine. Und ich find das – auch bisher ohne Kinder zu haben – maximal absurd. Ich mein, da entscheiden ein paar gedruckte Linien darüber, was das Kind darf und was nicht und das auch noch, ohne dass da Eltern irgendwie Einfluss drauf nehmen können.

Aber gut, ist ja beim Schulsystem nicht anders, auch da entscheiden am Ende irgendwelche gedruckten Zahlen über dein weiteres Leben und nicht selten auch einfach die Sympathie zwischen Lehrer und Schüler. Ich will nicht sagen, dass das mir widerfahren ist, aber ich hab schon sehr früh einige Arschlöcher kennen lernen dürfen. Überhaupt ist es unfassbar absurd und furchtbar, wie viel ab einer gewissen Gehaltsstufe über Beziehungen statt Rationalität und Fakten funktioniert. Falls ich noch nicht erwähnt haben sollte, dass ich den Mensch zum Großteil sehr anstrengend und merkwürdig finde – hiermit sei es getan.

Denn natürlich kann man den Spieß auch einfach herumdrehen und sagen: Ja, so ein Malbuch hat Linien und damit sowas wie Regeln, bietet aber auch die perfekte Möglichkeit, einfach mal über den Tellerrand hinauszuschauen. Ein bisschen die Regeln zu biegen und zu dehnen, um was völlig Unerwartetes und vielleicht Großartiges zu erschaffen.

Ich will jetzt nicht pauschal behaupten, dass die Arbeiten von Jordan Persegati besonders großartig sind, das liegt am Ende im Auge des Betrachters, aber verwendet Malbücher dennoch ein bisschen anders, als das wohl die Mehrheit tun würde – mit viel Horror. Und aus meiner Sicht dann eben doch auf großartige Weise:

What Happens When a HORROR Artist Draws in a $2 DISNEY PRINCESS “Paint By Numbers” Kids Colouring Book?
Watch this art challenge video to find out!

What Happens When a HORROR Artist Draws in a $5 DISNEY FROZEN “ULTIMATE” Kids Colouring Book?
Watch this art challenge video to find out!

Logisch, dass ich hier auch einen Blick auf die weiteren Videos seines Kanals stark empfehle!

Erst gestern hab ich an dieser Stelle erzählt, dass ich wirklich einfach zu dumm bin um Pixelkunst zu erschaffen oder zumindest so gut mit Pixeln umgehen zu können, dass ich kleinere Korrekturen auf der Ebene selbst durchführen kann. Viel Lebenszeit ist schon dafür drauf gegangen, vor allem auch, weil mir die Einsicht immer dann fehlt, dass ich das nicht kann, wenn ich es gerade brauche. Sind ja schließlich nur ein paar Pixel, so schwer kann das doch nicht sein (doch kann es!).

Aber nicht nur Pixel machen mich fertig, auch Farben an sich. Ich hatte auch schon mal irgendwann erzählt, dass ich versucht hab, meinen Monitor zu kalibrieren und auch hier gescheitert bin, was wohl aber einfach in der Natur der Sache liegt. Oder auch nicht, denn mittlerweile glaube ich auch, dass Farben einfach bis zu einem gewissen Teil subjektiv sind und es da sehr oft kein richtig und falsch und auch keine klare Wahrheit gibt. So las ich zumindest in Foren, so wirklich befriedigend ist das aber auch nicht, denn am Ende heißt das nur: Man weiß nie, wie etwas für andere aussieht.

Dazu kommt, dass ich ein bisschen farbenblind bin. Sagen zumindest diese komischen Tests beim Augenarzt mit den Punkten, bei denen man irgendwelche Zahlen erkennen muss. Die ersten Bildchen sind noch leicht, aber irgendwann bin ich einfach raus. Kann auch gar nicht benennen, welche Farben da ein Problem sind, beeinträchtigt mich im Alltag aber auch zum Glück nicht. Naja, außer wenn ich wirklich intensiv mit Farben arbeiten muss.

Und teilweise trifft das auch hier auf der Seite zu, denn sehr oft muss ich dann doch noch mal an Thumbails für die Beiträge ran, weil da YouTube oder irgendwer anderes Hässlichkeiten ins Bild packt. Logos, Hinweis-Icons … der übliche, nervige Kram. Photoshop hilft da mit seinen Fähigkeiten schon ganz gut mit, aber ab und an muss man wirklich detailliert ran – und dann wird’s schwierig.

Oder ich frag einfach mal Chris Breier, denn der kann gefühlt aus dem Ärmel schüttelnd super gut Dinge nachmalen – selbst sowas komplexes wie eine CD, die mit ihrer Spiegelung ja an sich schon super kompliziert ist. Nur für Breier halt nicht:

@chrisbreier Reply to @leeejoanna CDs have a lot of subtle colors! #realisticart #stilllife #artist #trickart #realismart #art ♬ Lofi hiphop / chill / sleep / study – Chiaki

Ich liebe und hasse, wie er einfach immer sagt, dass da diese oder jene Farbe fehlt, ich einfach denke „was redet der Mensch, jetzt versaut er doch alles“ und dann einfach Recht behält.

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Hatayosi und seine Pixel-Kunst aus Microsoft Paint https://www.wihel.de/hatayosi-und-seine-pixel-kunst-aus-microsoft-paint/ https://www.wihel.de/hatayosi-und-seine-pixel-kunst-aus-microsoft-paint/#comments Mon, 28 Feb 2022 15:05:05 +0000 https://www.wihel.de/?p=124262 Pixel-! Allein das müsste schon reichen, um nicht nur meiner Liebe dafür Ausdruck zu verleihen, sondern auch alle anderen ausreichend motivieren, sich das hier anzuschauen. Es gibt nicht viel, dass so wundertoll ist, wie Pixelkunst, weil es einfach eine fantastische Fähigkeit ist, mit wenig so viel zu zeigen, dass man genau erkennt, was dort eigentlich gezeigt werden will.

Und jeder, der schon mal auf Pixelebene gearbeitet hat, weiß, wie schwer das eigentlich ist. Fällt mir zum Beispiel immer wieder auf, wenn ich vor allem für die Arbeit aber auch Privat mal wieder irgendwo ein Icon brauche. Das findet man dank Internet natürlich schnell, aber nicht selten sind da am Rand irgendwelche Pixel nicht so, wie sie sollen und dann sieht das alles sehr unrund aus. Gerade bei Runden Icons oft ein Ärgernis.

Jedes Mal denk ich mir dann, dass das ja nicht so schlimm ist. Photoshop und Co. haben ja Radiergummi und sonstige Werkzeuge, das kann man schon schnell selbst korrigieren, dauert ja nur ein paar Minuten. Und jedes, wirklich jedes Mal, bekomm ich es nicht nur nicht hin, es ist hinterher auch schlimmer als es ursprünglich war. Am Ende such ich dann doch wieder ein Alternativ-Icon, nur dass ich dann einfach mindestens 1 Stunde weniger Lebenszeit habe, weil das auch nie bei nur ein paar Minuten bleibt.

Dabei bin ich mir sicher, dass es recht einfache Kniffe sind, die dazu führen, dass man Pixel so platziert bekommen, wie man sie will – aber es ist wie beim Handwerk: Wenn man sie nicht kennt, ist der Weg zum Ziel pure Magie. Und ja, es wurmt mich sehr, dass ich diese Kniffe bisher noch nicht entdeckt hab und dass ich auch weder Mut noch einen Ansatz gefunden hab, jemanden danach zu fragen.

Bleibt am Ende nur das, was immer bleibt: Bewundern, was andere erschaffen haben. So nun auch bei Hatayosi und seinen wunderbaren Pixel-Portraits, die nahezu allesamt mit Microsoft Paint entstanden sind. Als ob es nicht schon reichen würde, dass ich daran an sich scheitere, er verwendet auch noch eines der einfachsten Programme, die der Markt bieten kann. Zeigt halt auch wieder, dass nicht das mächtigste Werkzeug gute Ergebnisse liefert, man muss auch damit umgehen können:

Die Einbindungen zeigen es bereits – mehr davon gibt es auf seinem Instagram-Profil.

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Portraits mit immer mehr Pixeln gezeichnet von dP Art Drawing https://www.wihel.de/portraits-mit-immer-mehr-pixeln-gezeichnet-von-dp-art-drawing/ https://www.wihel.de/portraits-mit-immer-mehr-pixeln-gezeichnet-von-dp-art-drawing/#comments Thu, 17 Feb 2022 11:45:00 +0000 https://www.wihel.de/?p=124162 Portraits mit immer mehr Pixeln gezeichnet von dP Art Drawing | Was is hier eigentlich los?

Es gibt durchaus Menschen, die würden mich als kreativ bezeichnen – ich seh das tatsächlich aber sehr anders. Vielleicht Imposter-Syndrom, vielleicht haben die anderen aber auch einfach nur keine Ahnung, aber wenn ich so überschlage, wie oft ich meiner Meinung nach kreative Dinge gesehen hab – das war schon übertrieben oft und jedes Mal dachte ich, dass ich niemals auch nur annährend auf die gleiche oder eine ähnliche Idee gekommen wäre.

Aber gerade in letzter Zeit kann ich auch ein bisschen stolz sein, denn zumindest in diversen Brainstormings war ich dann doch ein bisschen wie ein Maschinengewehr und hab salvenartig immer ein paar Ideen abfeuern können. Klar, Magazin fast leer und anfänglich mit Ladehemmung, aber irgendwann flutscht es dann, wenn auch nur kurz.

Wenn wir aber von Kreativität sprechen, dann kann man um einen keinen Bogen machen und das ist . Wir hatten schon diverse Beiträge hier und die haben auch alle was mit Zeichnen und zu tun – und doch haben sich die Videos eigentlich nie wiederholt. Es mag billig wirken, wie im letzten Beitrag einfach alle noch mal aufzuzählen, aber man muss sich einfach mal vor Augen führen, was da alles dabei ist:

  • Zwei Bilder gleichzeitig und nur basierend auf weißen Punkte gemalt – [Link]
  • Ein Bild, das wie von einem Nadeldrucker gedruckt gezeichnet wird – [LINK]
  • Quasi ähnliches Konzept, aber hier entsteht das Bild per Zirkel – [LINK]
  • Ein wahnsinnig übertrieben dickes Daumenkino mit mehr als 1.400 Zeichnungen – [LINK]
  • Ein Daumenkino, das in 100 Tagen entstanden ist – [LINK]
  • Ein Bild, dass mit einem elektrischen Radierer gezeichnet wurde – [LINK]
  • Bilder, die so lange gezeichnet wurde, bis der aufgebraucht ist – [LINK]
  • So viele Zeichnungen wie möglich auf ein Blatt Papier bringen – [LINK]

Das ist beeindruckend. Vielleicht aber auch krank, weil das beinahe schon wie eine Sucht wirkt, sich immer wieder neu zu erfinden.

Uns kann es freuen, denn ich würde all das nicht schreiben, wenn es nicht wieder etwas Neues geben würde: Pixel-Kunst. Aber auf ganz besondere Art.

Denn dieses Mal wird ein Portrait vom Youtuber MrBeast gezeichnet, dass erst mit sehr wenigen Pixeln und damit recht grob beginnt, aber bei jeder Runde neue Pixel hinzu bekommt und damit immer klarer wird. Wie immer: Alles rein analog nur mit Stiften und auf Papier:

Einfach nur Wahnsinn!

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Großartige Wimmelbilder von Tarık Tolunays https://www.wihel.de/grossartige-wimmelbilder-von-tarik-tolunays/ https://www.wihel.de/grossartige-wimmelbilder-von-tarik-tolunays/#comments Thu, 17 Feb 2022 06:51:08 +0000 https://www.wihel.de/?p=124159 Großartige Wimmelbilder von Tarık Tolunays | Was is hier eigentlich los?

Ist es nicht komisch, dass ich eigentlich ein sehr großer Fan von Details bin und gerade sehr kleinteilige Bilder nahezu ausnahmslos liebe, besonders wenn sie ein Teil von etwas sehr viel Größerem sind – ich aber mit Wimmelbildern noch nie etwas anfangen konnte?

Und ich glaube mittlerweile, dass ich den Grund kenne. Denn nicht selten sind Wimmelbilder vor allem bunt, was halt natürlich bedingt sehr schnell chaotisch wird. Visuell laut, wenn man es so bezeichnen will und Klarheit kommt erst rein, wenn man länger und vor allem mehr auf Details fokussiert drauf schaut.

Oder es liegt schlichtweg daran, dass ich a) nie die Bücher hatte, in denen man Waldo finden muss und b) jeglicher Kontakt damit nach meiner Kindheit eigentlich nie von Erfolg gekrönt war, weil Waldo ein Arschloch ist, dass sich ziemlich gut verstecken kann. Und nein, das hat nichts damit zu tun, dass unser Gehirn sehr faul ist und bei solchen Dingen auf seine ganz eigene Weise arbeitet.

Das Schlimme ist: Es wird mit zunehmenden Alter nicht besser und gerade dieses visuell laute wird immer anstrengender, zumal da auch die Pandemie ihren Teil zu bei trägt. Ich hab es schon mehrfach erwähnt, aber diese wenigen Momente, die wir trotz Homeoffice und Co. mal in der Innenstadt oder auch nur kurzzeitig im nahegelegenen Shopping-Center waren … das war schon anstrengend. Und eben auch physisch laut.

Absurd, wenn man bedenkt, dass wir das vor zwei Jahren noch regelmäßig hatten und als normal empfanden. Oder wir waren einfach nur deutlich abgestumpfter und haben es deshalb nicht mitbekommen, wobei ich da auch nicht weiß, ob das nun gut war oder nicht.

Wie dem auch sei, Tarık Tolunays bringt beide von mir angesprochene Themenwelten zusammen – also Wimmelbilder und die Stadt an sich – und zeigt damit ganz gut, was ich meine, denn der türkische Künstler verwendet dafür ganz gerne seine Geburtsstadt Istanbul. Also die Stadt, die ohnehin schon als recht wuselig gilt.

Außerdem wirkt das ein bisschen retro-esk, aber auch gut, weil es da natürlich jede Menge zu entdecken gibt und gerade das nachfolgende Video hilft dabei, dass man nicht sofort von allen Details erschlagen wird:

Das Ganze als Einzelbilder aber auch andere Arbeiten gibt es natürlich auf seiner eigenen Seite, bei Instagram oder auch Behance. Reinschauen lohnt sich!

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Clevere Kleidungsstücke von Nicole McLaughlin https://www.wihel.de/clevere-kleidungsstuecke-von-nicole-mclaughlin/ https://www.wihel.de/clevere-kleidungsstuecke-von-nicole-mclaughlin/#comments Tue, 08 Feb 2022 15:00:24 +0000 https://www.wihel.de/?p=124041 Nicht nur, dass die letzten mehr als zwei Jahre dazu geführt haben, dass sich unser komplettes Leben auf den Kopf gestellt hat, wir mittlerweile anders arbeiten, wesentlich sensibler auf mentale Veränderungen reagieren und aufgezeigt bekommen haben, wie unfähig Politik und Teile der Bevölkerung sind, mit Wissenschaft umzugehen – wir sind auch zum Großteil alle fetter geworden. War zumindest neulich eine Schlagzeile, die ich mir allerdings nicht angeschaut hab, denn dafür hätte ich aufstehen und mich bewegen müssen (ist natürlich Quatsch, aber derlei News nehm ich maximal zur Kenntnis und nuckel dann weiter an meinem Snickers-Riegel)

Was sich bei mir stark verändert hat: Der Kleidungsstil. Denn wer im Homeoffice arbeitet, muss natürlich nicht mehr Jeans und Hemd anziehen, sondern kann den ganzen Tag in gemütlichen Klamotten rumrennen. Wer das Leben in Fülle genießen will, verzichtet ab der Hüfte abwärts gänzlich auf Klamotten, denn sieht man in Zoom- und Skype-Meetings ja ohnehin nicht.

Das ist mittlerweile so schlimm, dass sich die Momente, in denen ich doch mal Jeans trage, sich einfach unnatürlich anfühlen und ich bin wirklich froh, wenn ich anschließend wieder meine Zuhause-Hose anziehen kann. Überhaupt ist die Hälfte meines Kleiderschranks eigentlich vollkommen obsolet geworden, eben weil wir einfach immer Zuhause sind.

Wenn es dann aber doch mal raus geht, greif ich gern auch mal zu … ausgefalleneren Klamotten. Was letztendlich nur meine Cargo-Hose meint und verdeutlichen soll, dass ich damit von der Jeanshosen-Norm abweiche. Line findet diese natürlich ganz furchtbar und bezeichnet sie auch gern schlichtweg als „Vieltaschenhose“, aber ich mag das Ding einfach, gerade wegen seiner Taschen. Und dem Schnitt. Und weil sie beinahe so bequem ist, wie meine Zuhause-Hose. Wenn man so will, würd ich am liebsten nur noch zwei, maximal drei Hosen tragen: die Zuhause, die Cargo-Hose und eine kurze für den Sommer. Würde reichen, wenn man die nicht auch mal waschen müsste.

Auch Nicole McLaughlin scheint gern mal von der üblichen Klamotten-Norm abzuweichen und entwirft zum Teil recht praktische, zum Großteil aber auch einfach recht absurde Kleidungsstücke, die … ja weiß ich auch nicht. In gewisser Weise schon praktisch, dann aber auch sehr schnell wieder nicht:

Wer gern mehr von ihr sehen will, wird auf ihrer Webseite oder natürlich bei Instagram sehr schnell fündig.

Auf den ersten Blick eine steile These: Es gibt keine guten Lampen auf diesem Planeten. Designer und Inneneinrichtungsmenschen werden jetzt vermutlich vehement widersprechen wollen, aber wenn ich mir so unsere Wohnung anschaue – es gibt keine Lampe in irgendeinem Raum, bei der ich sagen würde: Die sieht gut aus, die will ich für immer behalten.

Weiß auch Line und schaut alle paar Monate mal wieder durch das komplette Internet, um an diesem Zustand etwas zu verbessern. Gerade Deckenlampen sind ein absolutes Mysterium – die Menschheit kann zum Mond fliegen, aber keine vernünftigen Deckenlampen erfinden. Immerhin sind wir damit nicht allein, denn als wir zu Schwiegermutters Geburtstag essen waren, hatte ich einen ganz guten Blick in die Wohnungen gegenüber des Restaurants und auch da war eine Lampe gruseliger als die andere.

Aber auch Stehlampen sind eine ganz merkwürdige Nummer. Ist uns neulich erst bewusst geworden, als uns bewusst wurde, dass wir unsere aktuelle Stehlampe in dem Bewusstsein „Hauptsache Lampe, wird eh zeitnah ausgetauscht“ gekauft haben. Das ist mittlerweile 10 Jahre her. Spricht natürlich für die Qualität der Lampe und womöglich auch für ihr – unauffällig hässlich, aber gerade so akzeptabel, dass es nicht weiter auffällt – aber selbst ich hätte gern eine ansehnlichere. Nur gibt es keine.

Das absolute Highlight ist aber eine kleine Nachttischlampe, die Line mal gekauft hat. Die sieht eigentlich ganz nett aus, beinahe schon niedlich, allerdings ist der Schirm absolut lichtundurchlässig, sodass das Ding nur Licht nach unten abgeben kann. Bei einer Größe von irgendwas um die 20cm kann sich jeder Denken, wie gut das Ding seine Daseinsberechtigung erfüllt. Quasi eine Lampe, die kein Licht spenden kann.

Im Prinzip trifft das auch auf die Lampen von Nikita Anokhin zu, allerdings stellen die sich auch nicht hin und sagen „Benutz mich, ich mach alles heller“. Im Gegenteil, hier handelt es sich definitiv um Design und , aber eben mit Lichtelementen. Und im klassischen Plattenbau-Stil, den man mögen muss. Was ich absolut tue, zumindest in dieser Form:

Gibt es aber auch ohne Licht und mit etwas mehr Nutzen, nämlich als Blumentopf:

Was mich wieder daran erinnert, dass ich mir auch mal diese Papp-Plattenbauten zulegen wollte, sobald mehr Platz für derlei vorhanden ist. Mehr seiner Arbeiten gibt es bei Instagram.

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Halo – Flüssigkeiten mit dem Mikroskop betrachtet https://www.wihel.de/halo-fluessigkeiten-mit-dem-mikroskop-betrachtet/ https://www.wihel.de/halo-fluessigkeiten-mit-dem-mikroskop-betrachtet/#comments Tue, 18 Jan 2022 06:51:12 +0000 https://www.wihel.de/?p=123819 Halo – Flüssigkeiten mit dem Mikroskop betrachtet | Was is hier eigentlich los?

Erst letzte Woche hab ich dafür geworben, dass „genauer hinschauen“ sich einfach lohnt, weil das ja spannend ist und man vieles gar nicht mitbekommen, eben weil man nicht genau hinschaut. Großartiger Satz voller Tiefgang, aber ihr wisst schon, was ich meine. Vieles bleibt halt im Verborgenen, weil man nicht genug Beachtung schenkt.

Beim Handwerk würd ich da auch komplett mitgehen, genauso bei , die vor allem von ihren Details lebt, bin ich großer Fan und auch in Bereichen, wo es auf Leben und Tod ankommt, wenn es um Details, Konzentration und Beachtung ankommt, ist das unausweichlich. Die Medizin liegt da auf der Hand, aber auch das Friseurwesen wird meiner Meinung nach noch immer unterschätzt. „Ups“ willst du halt weder von einem Chirurgen noch von deinem Friseur hören.

Aber es gibt auch Bereiche im Leben, die dürfen sehr gern im Dunkeln bleiben. Produzenten von Salami und Fleischwurst sollen zum Beispiel bloß ihre Klappe halten – absolut niemand (hier in diesem Haushalt) will wissen, was da alles drin steckt, denn natürlich ist klar, dass das alles ist, aber eben nicht appetitanregend. Ich verzichte in meinem Leben auch gern auf detaillierte Krankheitsbeschreibung, vor allem wenn da Körperflüssigkeiten eine große Hauptrolle spielen.

Ich hab auch wenig Motivation, mehr über die neuesten Änderungen im Steuerrecht oder Versicherungswesen zu erfahren – hier aber weniger aufgrund des Ekelfaktors, sondern viel mehr ob der Trockenheit des Themas. Was definitiv an mir liegt, denn ich hab einfach keine Ahnung davon und mittlerweile ist es auch unmöglich, das alles noch in einfachen Worten zu erklären bzw. überhaupt wiederzugeben. Jeder, der damit immer mal wieder Berührungspunkte hat, weiß was ich meine – lässt sich ja auch nicht ganz vermeiden.

Was aber wiederum spannend ist: Flüssigkeiten unter dem Mikroskop. Also zumindest wenn man weiß, dass da nahezu überall kleine Organismen drin schwimmen, die oft ungefährlich sind. Denn dann ist das recht faszinierend, besonders wenn dazu auch noch die passende Musik unterlegt ist – so wie bei Halo.

Da haben Sandro Bucci und Julia Set Lab Flüssigkeiten in extremen Nahaufnahmen eingefangen, Mishikatomo hat die Musik dazu beigesteuert und in Summe ist das dann wohl eines der kunstvollsten Musikvideos unserer Zeit:

Halo is the latest experiment linked to the “Hypnos” immersive experience, the work in progress project produced by Julia Set Lab.

Faszinierend, sagte ich ja.

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Pop-up Memes https://www.wihel.de/pop-up-memes/ https://www.wihel.de/pop-up-memes/#comments Thu, 06 Jan 2022 11:59:52 +0000 https://www.wihel.de/?p=123696 Pop-up Memes | Was is hier eigentlich los?

Ebenfalls ein ungeschriebenes Gesetz ist ja: Wenn Frauen Postkarten sehen, die sie schön finden, dann müssen sie die kaufen – vollkommen egal, ob es dafür einen Anlass gibt oder nicht. Und das ist tatsächlich bis zu einem gewissen Grad recht smart.

Daher hab ich das auch mal versucht und zumindest so getan, als wäre ich ein guter Ehemann: Immer wenn Line mal fallen gelassen hat, dass sie eine Karte süß oder toll findet und sie gern selbst z.B. zum Geburtstag bekommen würde, hab ich versucht, sie heimlich zu kaufen. Das Problem dabei ist nur … man muss sich halt auch daran erinnern, wenn der Anlass denn endlich mal gekommen ist und ich sag mal so … ich hab noch immer eine Karte hier liegen, die bestimmt schon 3 oder 4 Jahre auf dem Buckel hat und noch immer auf ihren Einsatz wartet.

Auf der anderen Seite hat Line einen unfassbar großen Stapel an Karten, der selbst mich schon das eine oder andere Mal gerettet hat, weil man dann eben doch mal eine Karte braucht, um sich irgendwo zu bedanken oder für irgendeinen Anlass jemand beim sonstigen Kartenkauf vergessen wurde und so die Anzahl an Karten nicht mehr stimmt. Das ist so ein bisschen wie bei den Preppern, die auch für den Ernstfall irgendwo Lebensmittel und Co. versteckt haben, aber dieser Ernstfall nie so wirklich eintritt – bis er dann eintritt. Wenn man so will, ist meine Frau eine Karten-Prepperin, was aber wie gesagt gar nicht so schlecht ist.

Was sie allerdings nicht hat: Pop-up -Karten. Und das muss sich sehr schnell ändern, denn Memes sind in jeglicher Kommunikation gut (auch wenn bei Bewerbungen und Beerdigungen noch ein bisschen Aufbauarbeit geleistet werden muss) und funktionieren auch als Karte sensationell. PaulDeGraaf aka PaperPaul hat die erstellt und damit quasi sowas wie Offline-GIFs erschaffen:

Ich liebe alles daran und bin direkt traurig, dass man die Dinger nicht kaufen kann. Der Mann würde einfach unfassbar reich werden …

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Starke Illustrationen von Alessandro Pautasso https://www.wihel.de/starke-illustrationen-von-alessandro-pautasso/ https://www.wihel.de/starke-illustrationen-von-alessandro-pautasso/#comments Thu, 16 Dec 2021 07:04:08 +0000 https://www.wihel.de/?p=123047 Beinahe hätte ich schon wieder behauptet, dass ich keine Ahnung von hab – stimmt ja so gar nicht, weil im Prinzip alle keine Ahnung von Kunst haben, weil Kunst eben unfassbar individuell ist. Was der eine gut findet, darf der andere schlecht finden, was der andere nicht versteht, ergibt für den einen wieder unfassbar viel Sinn.

Daher endlich Besserung im Sinne von besserer Formulierung: Ich hab ein sehr enges Verständnis davon, was man wirklich als Kunst bezeichnen kann und was eigentlich nur Wichtigtuerei ist und für das Menschen unverständlicherweise zu viel Geld ausgeben.

Gerade Konzeptkunst hab ich bis heute nicht verstanden und da sind immerhin 35 Jahre, in denen der eine oder andere Versuch stattgefunden hat. Besonders wenn mal wieder irgendwo Studenten gezeigt werden, die mit ihren Abschlussarbeiten auf irgendwelche gesellschaftlichen, globalen Missstände aufmerksam machen wollen und dann sieht man da einen mit einem Bein – wäh? Das ist schon sehr verwirrend und mir fehlt da ehrlich die Motivation, dass ab einem gewissen Punkt verstehen zu wollen.

Zumal Kunst ja mittlerweile auch oft einfach von sich selbst lebt. Wir haben zum Beispiel zur Hochzeit ein Bild geschenkt bekommen. Aus meiner Sicht nichts Außergewöhnliches und ich hab sogar schon vergessen, was da drauf ist (weil wir das halt bisher nicht aufgehängt haben, vermutlich weil wir gar nicht wissen, wohin) – aber es ist eben besonders, weil das irgendwer eben gemalt und die Anzahl der Bilder stark begrenzt hat. Zack – direkt zahlt man dafür Unsummen, gerade wenn es größer sein soll als das klassische A5-Format. Warum? Weiß keiner. Warum das bei mir nicht funktioniert? Wissen noch viel weniger. Wie gesagt, alles sehr verwirrend.

Aber es gibt auch Kunst, die ich durchaus mag und die mich teilweise sehr überrascht. Oder besser gesagt, mich überrascht, dass ich das gut finde. Dazu gehören nun auch die Illustrationen von Alessandro Pautasso, die mir eigentlich viel zu bunt sein müssten – aber eben doch stark zusagen:

Das hat einfach was. Mehr seiner Arbeiten gibt es – die Einbindungen verraten es bereits – auf Instagram, aber auch Behance oder eben seiner Webseite.

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