Design/Kunst – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Thu, 27 May 2021 13:44:58 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.7.2 Solange Portraits malen, bis der Bleistift aufgebraucht ist https://www.wihel.de/solange-portraits-malen-bis-der-bleistift-aufgebraucht-ist/ https://www.wihel.de/solange-portraits-malen-bis-der-bleistift-aufgebraucht-ist/#comments Thu, 27 May 2021 10:33:21 +0000 https://www.wihel.de/?p=114972 Solange Portraits malen, bis der Bleistift aufgebraucht ist | Design/Kunst | Was is hier eigentlich los?

Man könnte ja meinen, dass DP Truong in Sachen Kunst eigentlich schon alles ausprobiert hat, ohne sich zu weit von der eigentlichen Art der Kunstentstehung zu entfernen: Es sind am Ende immer Bilder, die mehr oder weniger mit einem Stift entstanden sind. Und doch ist es jedes Mal etwas neues und vor allem irgendwie auch extrem.

Da wäre zum Beispiel die Arbeit mit einem elektrischen Radierer, die ich bei Tchibo im Angebot sehend noch müde belächelt hab, die aber scheinbar tatsächlich ein Ding sind. Dann ist da das Daumenkino, dass einfach mal aus unglaublichen 1.400 Zeichnungen besteht, die Zirkelzeichnung oder das Will Smith-Portrait, dass wie bei einem Drucker entsteht. Und natürlich auch die Doppelzeichnung, die mit beiden Händen gleichzeitig entstanden ist, hat bleibenden Eindruck hinterlassen.

Wie man sieht: jede Menge Kreativität, jedes Mal ein bisschen anders und doch gleich – aber die Fahnenstange müsste doch erreicht sein oder? Spoiler: Ist sie nicht. Und ich kann das sogar nachvollziehen, denn auch ich hab das eine oder andere (technische) Projekt, bei dem ich schon mehrfach dachte, dass ich es jetzt endlich hab – und dann fällt mir doch noch wieder was ein, was man dran, drauf oder drumherum bauen könnte. Gilt übrigens auch fürs Homeoffice, bei dem ich schon die nächsten Verbesserungen plane.

Jetzt geht es aber erstmal um DP Truong und das nächste Ding: Herausfinden, wie lange man mit einem einzigen Bleistift zeichnen kann, bis er wirklich verbraucht bzw. einfach nicht mehr nutzbar ist. Und da gibt es jetzt auch keinen Spoiler, aber mindestens Freude, dass wir da nicht in Echtzeit zugucken müssen:

Hängt natürlich auch davon ab, was man wie zeichnet – aber gefühlt hätte ich da quantitativ ein bisschen mehr erwartet. Immerhin: Mal wieder großartige Bilder.

Mittlerweile wissen wir: Mindestens schwierig, denn vor allem sind Querdenker, Idioten und Nazis deutlich präsenter geworden und haben durch die heutigen Kommunikationsmittel deutlich bessere Möglichkeiten ihren Scheiß in die Welt zu blasen.

Und auch ein Blick in die täglichen Nachrichten erweckt nicht wirklich den Eindruck, dass hier irgendwas besser geworden ist, mal von der aktuellen Entwicklung der Infektionszahlen und Impfungen abgesehen (die ehrlicherweise im Vergleich zu anderen Ländern, die noch vor wenigen Monaten müde belächelt wurden, auch nicht gerade preisverdächtig sind – hier ist definitiv eine gewisse Bodenhaftung angebracht).

Tatsächlich aber gab und gibt es immer mal wieder positive Nachrichten, die leider nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sie bekommen sollten. Mauro Gatti ist einer, der das ebenfalls bemerkt hat und daher schon seit einer Weile genau diese positiven Nachrichten mit gekonnten Illustrationen etwas mehr ins Rampenlicht stellt.

Das hat er schon letztes Jahr getan und tut es auch dieses Jahr:

Wie schon beim letzten Mal: Folgt ihm mindestens auf Instagram, damit auch euer Tag nicht nur von schlechten Nachrichten geflutet wird! Da gibts nämlich noch viel viel mehr. Und wer mag, kann auch immer mal wieder bei Marco vorbeischauen, der kümmert sich auch um gute Nachrichten, allerdings ohne Illustrationen. Dafür kann der andere Sachen gut – Klatschen zum Beispiel.

Dass die glorreichen Zeiten, als man mit Blogs – zumindest in der Form wie dieser hier – noch ein gutes Taschengeld verdienen konnte, dürfte hinlänglich bekannt sein. Vermutlich sieht es bei den Special Interest-Seiten noch etwas anders aus, aber das war halt auch nie mein Ding, denn auf ein Themengebiet festgenagelt zu sein … das wollt ich nicht. Das fühlt sich dann auch schnell einfach nur nach Arbeit.

Der Fokus liegt halt in der Industrie mittlerweile nahezu ausschließlich auf Instagram und YouTube. Sicher, über die Nachhaltigkeit kann man sich bestimmt streiten, ich verstehe aber auch, dass Bewegtbild einfach erstmal mehr zieht. Vielleicht würde blogtechnisch auch noch etwas mehr gehen, wenn man aktiv Akquise betreiben würde … aber auch darauf hab ich mal so gar keine Lust. Und bin auch allgemein sehr schlecht darin.

Das erklärt auch, warum ich das bisher nur ein Mal gemacht hab und selbst da hat sich das einfach nur falsch angefühlt. Aber ich wollte halt unbedingt so einen schnieken Braun Series 9-Rasierer haben. Die hatte ich schon mehrfach verlost und dachte irgendwann „Scheiß doch mal aufs Geld, ich will son Ding“.

War dann auch gar nicht mal so einfach, am Ende aber erfolgreich und seit dem benutz ich das Teil nun schon ein paar Jahre und bin nach wie vor sehr zufrieden. Nicht, dass es auch ein anderer Rasierer für meine Zwecke getan hätte, aber wenn man schon die Möglichkeit hat … ja, warum denn dann nicht?

So in etwa könnte auch der Gedankengang von RAY Studio gewesen sein, allerdings weniger in Bezug auf die Anschaffung des Rasierers, sondern was man damit alles anstellen könnte – also neben rasieren und das Ding reinigen.

Zum Beispiel könnte man daraus ja einen Transformer bauen bzw. eine Art War Machine, wie man ihn aus den Marvel-Filmen kennt. Könnte man nicht nur, kann man tatsächlich:

Sieht auf jeden Fall sehr cool ist – nur mitm Rasieren wird’s schwer. Aber irgendwas is ja immer.

Denn auch wenn das quasi für ein Leben lang unter der Haut bleibt, vielleicht braucht das auch gar nicht DIE Bedeutung, wie immer alle sagen, die auch noch in 300 Jahren genauso bestehen muss. Ich kann mir zumindest nur sehr schwer vorstellen, dass das bei Arschgeweihen so funktioniert, lasse mich da aber gern eines Besseren belehren (und wäre dann ehrlich gespannt auf die Stories dazu).

Vielleicht kann ein Tattoo auch einfach nur schön sein und gefallen – was bei den Arbeiten von Eva Karabudak definitiv der Fall sein dürfte, bei ihr kommt aber noch ein so unglaublicher Detailgrad hinzu, dass es teils beinahe schon wirkt, als wären die Bilder davon Fake oder es würde sich um diese Aufklebe-Dinger handeln, die man früher in Kinderzeitschriften bekommen hat und mit Wasser auf die Haut drücken musste.

Unglaublich schöne Arbeiten:

Schaut da unbedingt auf ihrem Instagram-Profil vorbei, das ist wirklich Wahnsinn und mehr als beeindruckend!

Ich hab lange überlegt, was ich zu dem nachfolgenden Video schreiben könnte, denn es ist unglaublich faszinierend, hat aber auch mit dieser Form von Kunst zu tun, der ich nur bedingt was abgewinnen kann, weil man die halt auch einfach nur ein paar Minuten anschauen kann und dann einfach weiter geht, weil man so emotional wie ein Schuhschrank ist (keine Ahnung, wie emotional Schuhschränke sind, vermutlich aber nicht besonders).

Kurzum: Hier sieht man einfach zwei „Dinger“, die auf einen Punkt in der Luft zeigen. So simpel, so unspektakulär – aber die Dinger sind halt bis zu einem gewissen Grad beweglich und doch zeigen sie immer weiter auf den gleichen Punkt in der Luft, was das ganze halt schnell unwirklich macht.

So unwirklich, dass ich mir das Video mehrmals angesehen und trotzdem nicht verstanden hab, wie das funktioniert – ist ja nicht so, dass die Bewegung hier nur im Milimeterbereich stattfindet, wobei ich aber auch behaupten würde: Da kann man ruhig mal mit ein bisschen mehr Gewalt ran.

Meine Vermutung: Das hat irgendwas mit den Tetraedern zu tun – und jeder Menge Mathematik, denn die Form scheint mir alles andere als Willkürlich zu sein. Oder halt Voodoo, wobei Tetraeder und Mathematik ohnehin schon nach Voodoo und schwarzer Magie klingen.

The designs are formed by tetrahedron-shaped elements, each composed of three blade flexures with a trapezoidal shape, that are connected in series without intermediate bodies. This is new with respect to the designs currently found in literature and helps to increase the range of motion.

These bending structures rotate in 3D around a single point, which floats in the air. Applications could be in nanopositioners or spacecraft, as high-precision alternative to ball-and-socket joints.

Erinnert mich aber auch direkt wieder an das Video mit dem deutschen Panzer und dem Bierglas auf dem Rohr …

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Ein Daumenkino aus mehr als 1.400 Zeichnungen https://www.wihel.de/ein-daumenkino-aus-mehr-als-1-400-zeichnungen/ https://www.wihel.de/ein-daumenkino-aus-mehr-als-1-400-zeichnungen/#comments Tue, 27 Apr 2021 10:52:06 +0000 https://www.wihel.de/?p=113711 Ein Daumenkino aus mehr als 1.400 Zeichnungen | Design/Kunst | Was is hier eigentlich los?

So richtig kriegen Line und ich unseren Plan – alle Avengers-Filme in chronologischer Reihenfolge am Stück zu schauen – nicht umgesetzt. Ich mein, wir haben angefangen und sind mittlerweile auch quasi bei Thor angekommen, aber zwischen den einzelnen Filmen liegen dann doch viele, viele Wochen … zumindest das „am Stück“ müssen wir hier mehrfach streichen.

Auf der anderen Seite: Am Stück gucken wäre halt auch unfassbar hart, weil es eben doch viele Filme sind und die ja auch alle eine gewisse Länge haben. Und wer will denn Filme gucken, bei denen ab spätestens der Hälfte nicht mehr der Film zählt, sondern nur noch das pure Durchhalten? Das wär Mist und würde nur dazu führen, dass man die ganzen Filme nur noch mit dieser negativen Erinnerung in Verbindung bringt.

Aber wenn wir bei hart sind – das dürfte auch sich wohl dp Art Drawing mal wieder gedacht haben. Sich mittlerweile als feste Größe entwickelnd (wir hatten den Künstler bereits hier, hier, hier, hier und hier) sind bei ihm mal wieder unsäglich viele Stunden in eine Arbeit geflossen – um das mal mit Zahlen zu unterfüttern: 736 Stunden, um am Ende 1.400 Zeichnungen anzufertigen.

Dabei geht es aber gar nicht mal um Fließband-Zeichnungen, sondern um das vielleicht größte Daumenkino der Welt. Und natürlich hab ich diesen Beitrag nicht einfach nur so mit den Avengers eingeleitet – auch das Daumenkino von dP Art Drawing dreht sich um die Avengers, genauer gesagt um Endgame:

This is the longest flipbook I’ve ever made, I drew over 1400 drawings to capture the most memorable Iron Man VS Thanos moments. There were the days I worked more than 10 hours and until 2:00 in the morning every day. I planned to draw only 1000 drawings, but I was not satisfied so I drew 400 more drawings.

Mehr als beeindruckend, vor allem wie smooth die Übergänge sind.

Seit Monaten liegt mir Line schon in den Ohre, dass sie irgendeine Wand bei uns in der Wohnung mit Farbe anmalen will. Zum Glück nichts Spektakuläres, einfach nur ein Akzent in der Wohnung, um simple weiße Wände zu beseitigen und halt ein Ausrufezeichen zu setzen. Oder so.

Ich habs ehrlich gesagt nicht ganz verstanden, weil es in erster Linie Arbeit macht, Räume verkleinert, nur schwer wieder zu entfernen ist, sollten wir hier doch mal ausziehen und irgendwie ist es ja dann doch eine kahle Fläche, nur halt mit anderer Farbe.

Aber wir wissen auch: Happy wife, happy life. Entsprechend muss ein Kompromiss her und den haben wir auch irgendwie erreicht. Die riesige Wand ihm Wohnzimmer zu streichen hab ich klar verboten – das wäre einfach um ein Vielfaches too much. Dafür darf sie aber in der Küche machen, was sie will und das ist scheinbar okay.

Wobei ich mir da gar nicht so sicher bin, denn der Kompromiss existiert schon eine ganze Weile und die Wand in der Küche … ist immer noch weiß. Begrüße ich natürlich sehr, stellt aber auch die teils intensive Diskussion im Vorfeld in Frage.

Vielleicht wird sie aber doch noch vernünftig und wir versuchen es einfach mit Kunst an der Wand. Das spricht auch das Auge mehr an, ist leichter austauschbar und kann sogar als sowas wie eine Altersvorsorge betrachtet werden – Kunst verliert ja eher selten an Wert.

Außerdem hab ich das im Arbeitszimmer auch und freue mich eigentlich jeden Tag darüber, wenn ich meine Displaymates-Dinger anschaue, um mal kurz auf andere Gedanken zu kommen. Überhaupt ist das System genial, weil man einfach alles problemlos um-arrangieren kann, weil halt einfach nur Magnete dahinter an der Wand kleben.

Oder man nimmt sich sowas wie Kiyoshi Adachi gebastelt hat – kinetische Kunst. Die sieht nach Technik und Ingenieursbegabung aus, bewegt sich tatsächlich und hat einfach auch was für sich:

Leider hört man nicht den originalen Sound – kann mir gut vorstellen, dass das auf Dauer dann doch nervig ist. Ich mags trotzdem.

Das Thema „Logo“ ist einfach nicht totzukriegen, wobei ich auch sagen muss: Nachdem ich das Logo für diese Webseite mal in wirklich extrem professionelle Hände gegeben hab, hab ich mich bisher nicht satt gesehen und nach wie vor das Gefühl, dass es sehr gut passt – rückblickend mittlerweile die längste Zeitspanne, in der das der Fall ist, was halt für die Professionalität der Logoersteller spricht und mir nach wie vor sehr viel Dank abnötigt.

Aber wo „professionell“ drauf steht, muss nicht zwingend „professionell“ drinstecken und leider Gottes ist mein Arbeitgeber ein gutes Beispiel dafür. Das fingt mit dem Rebranding vor zwei oder drei Jahren an – an sich ja erstmal nicht schlecht, so eine Frischzellenkur von Zeit zu Zeit tut ja gut. Wenn dabei aber Farben rauskommen, die in den Augen beißen und vor allem schlecht mit weißem Hintergrund harmonieren … ich würd da mindestens mal die eine oder andere Frage stellen wollen in Richtung „Was soll denn das?“.

Aber es kommt noch besser, denn scheinbar sind Farbverläufe wieder modern. Und machen wir uns nichts vor: Niemand braucht Farbverläufe. Niemals. Auch nicht Instagram. Aber wir haben nun einen, der aber zum Glück die Schwierigkeiten mit weißen bzw. hellen Hintergründen nicht verbessert – wäre ja auch Wahnsinn.

Um das Ganze dann auch noch abzurunden haben wir über einen Wettbewerb intern Favicon-Vorschläge gesammelt. Wer nicht weiß, was ein Favicon ist: Das kleine Logo oben im Browser-Tab. Und natürlich ist es am Ende ein Entwurf geworden, der so absolut gar keine Aussage oder Verbindung zum eigentlichen Logo hat – oder wenn doch, sie sehr gut versteckt ist. Ich hab sie jedenfalls bis heute nicht verstanden.

Kurzum: Logos sind unfassbar schwierig, auch wenn sie eigentlich kinderleicht aussehen. Und genau deswegen gibt es auch Logo-Fabriken. Das sind Einrichtungen, in denen die wahren Profis sitzen und wo gute (hin und wieder aber auch schlechte) Logos am Fließband gefertigt werden.

Sieht dann so aus:

Okay, war dann doch ein bisschen mehr Quatsch als gedacht – dennoch aber großartige Arbeiten von §d-Künstler adnitsjig. Schaut da gern auch unbedingt auf dem Instagram-Kanal vorbei, da gibt es noch viel viel mehr 3D-Videos, die mindestens genauso gut sind.

Der eine oder andere hat es vielleicht schon bemerkt, ansonsten dürfte es nur denen aufgefallen sein, die wirklich tief in der Materie stecken aber: Früher gab es mehr Kunst hier auf der Seite. Eigentlich konnte man sagen, dass mindestens ein Mal in der Woche irgendein Beitrag tolle Bilder, Fotos oder Installationen als Thema hatte. Doch genauso wie der Umstand, dass sich Blogs refinanzieren lassen sind auch die Zeiten, in denen es regelmäßig Kunst zu bewundern gab, leider vorbei.

Und das liegt nicht etwa daran, dass das Interesse verflogen wäre, es weniger Künstler mit tollen Arbeiten gibt und wir schlichtweg schon alles gesehen haben – es liegt an der permanenten Angst vor Abmahnungen. Allein in den letzten Monaten hab ich wieder zwei Blogs sterben sehen, genau deswegen.

Zwar kann man auch sagen, dass sich die beiden Betreiber teils auch nicht sonderlich schlau angestellt hätten und das man einen Blog nicht in erster Linie als gewinnbringendes Business sehen sollte – aber Fakt ist halt auch, dass wenn du im Internet nicht ausschließlich auf eigene Inhalte setzt, zu nahezu jederzeit belangt werden kannst. Und dann wird es richtig teuer.

Das eigentlich absurde dabei: Abmahnungen sind in erster Linie unnötig, weil sie vor allem erstmal den Anwaltskanzleien helfen, die dann mit horrenden Summen ihre eigene Taschen füllen. Ein Gespräch vorab, eine E-Mail, ein Anruf – irgendein Kontakt vorher spart da sicher auf beiden Seiten jede Menge Geld, ist aber eher die Seltenheit (umso glücklicher bin ich darüber, dass ich es schon erleben durfte). Denn wie man spätestens jetzt sieht: der bisherige Weg schadet letztendlich allen auf mehreren Ebenen.

Aber es gibt auch Ausnahmen und hin und wieder gibt es auch mal Kunst – so ganz will ich mir das dann doch nicht nehmen lassen. Und so mancher Künstler ist ja auch recht froh über ein bisschen Aufmerksamkeit außer der Reihe. Dazu gehört vermutlich auch Vincent Bal, den wir schon mal an dieser Stelle hatten und der seine Kunst auch ganz gut in Videoform präsentieren kann:

A montage of some of my newest Shadowology videos.
Enjoy!

Ist halt auch noch mal was anderes, ob man das fertige Bild sieht oder wie es quasi on the fly entsteht oder?

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Moderne Marken im Retro-Look von Rafael Serra a.k.a. FAEL https://www.wihel.de/moderne-marken-im-retro-look-von-rafael-serra-a-k-a-fael/ https://www.wihel.de/moderne-marken-im-retro-look-von-rafael-serra-a-k-a-fael/#comments Wed, 31 Mar 2021 14:39:47 +0000 https://www.wihel.de/?p=112733 Ich hatte es heute Morgen ja schon erwähnt: Der Trend zu früher ist wieder etwas mehr angesagt als sonst, wobei wir ja alle wissen, dass sich Geschichte allgemein gern wiederholt. Das sieht man bei der Musik ganz gut, das sieht man auch bei Filmen (wie viele Reboots, Prequels und Sequels kann ein Mensch eigentlich ertragen), natürlich auch bei Klamotten und natürlich bei Nazis. Nur sind letztgenannte eben jetzt blau statt braun – anders angemalte Scheiße bleibt aber noch immer Scheiße.

Gerade gestern früh bekam ich erst einen Newsletter von meinem ehemaligen Arbeitgeber und in dem wurde groß verkündet: Cargo-Hosen sind wieder im Kommen. Im Gegensatz zu Line begrüße ich das sehr, denn ich find die Dinger unfassbar gut und überhaupt kann man ja nie genug Taschen haben – außer man sucht was und muss dann jede einzelne durchwühlen.

Ähnlich verhält es sich bekanntermaßen bei der Musik – ein Cover jagt das nächste, wobei es immer seltener vorkommt, dass sie das Original übertrumpfen können. Dennoch, sie versuchen es immer wieder und merken dabei nicht, dass immer klarer wird, dass Musik eben doch ein bisschen mehr ist, als sich ins Studio zu stellen, irgendwas Vorgesetztes aufzunehmen und dann reich zu werden. Weniger Business, mehr Kultur – aber das ist nur meine bescheidene Meinung.

Und auch bei den Arbeiten des in Porto lebenden Type Designers Rafael Serra – auch bekannt als FAEL – ist Retro gerade angesagt, zumindest wenn man auf die nachfolgenden, recht bekannten Markenlogos schaut. So oder so ähnlich könnten die nämlich durchaus in den 60er oder 70er Jahren ausgesehen haben:

Noch viel mehr seiner Arbeiten gibt es auf seiner eigenen Webseite, bei Behance und natürlich auf Instagram. Logisch, dass man ihm da auch gleich folgen sollte.

Irgendwann letztes Jahr hab ich meinen Schreibtisch auf ein neues Level gehoben. Ursprünglich hatte ich so eine Platte von Ikea. Relativ simpel, mit zwei Beinen dran, wobei die beinlose Seite auf einem Unterschrank – ebenfalls von Ikea – auflag. Hat okay gut funktioniert, allerdings stand der Drucker eher unsympathisch „neben“ dem Tisch und insgesamt war das Ding auch immer zugemüllt bis obenhin. Also musste etwas neues her.

Wer mich kennt, der weiß auch: Ich mach dann keine halben Sachen. Also ein bisschen recherchiert und einen Hersteller gefunden, bei dem man für okayes Geld Tischplatten so bestellen kann, wie man sie will.

Gut 4 Wochen später war die Platte dann auch endlich da, wobei die Wartezeit vor allem an der Spedition lag, die die Platte vorbeigebracht hat – 2 Meter pure Glückseligkeit standen da. Und die standen auch ein bisschen länger da, denn im Gegensatz zu Ikea war das keine reine Presspappe und entsprechend von einer Person nicht zu stemmen, zumindest nicht in den ersten Stock.

Fest vorgenommen hatte ich mir dabei auch, dass das Ding nicht so zugemüllt wird, wie der Tisch vorher. Kann ja auch gar nicht, ist ja einfach mal viel größer und cooler und besser und alles. Aber was soll ich sagen … wer Platz hat, nutzt ihn auch und so räume ich hier regelmäßig unregelmäßig immer wieder Zeug beiseite, der da gar nicht liegen müsste.

Was letztendlich heißt: Einfach Platz haben, funktioniert nicht. Aber vielleicht würde es helfen, wenn ich einfach ein bisschen Kunst aufstelle? Zum Beispiel solche kinetischen Figuren, wie sie Anne Lilly herstellt.

Die sind relativ schlicht, bewegen sich bei Bedarf ganz angenehm und haben irgendwas an sich, das ich ziemlich faszinierend finde:

Mehr ihrer Arbeiten sowie weitere Figuren gibt es an dieser Stelle.

Als zweiten Grund darf man ruhig meine neugewonnene Unförmigkeit ins Feld führen. Das war ich zwar schon immer, seit wir aber nur noch Zuhause sind, ist es nicht gerade besser geworden. Ich hab zwar angefangen, den ganzen Scheiß zu bekämpfen, aber das dauert natürlich und würde ich mich jetzt mit Farbe stechen lassen, es wäre vergleichbar mit der Markierung eines Schweines bei Tönnies. Das will ja auch keiner …

Und natürlich ist da noch mein Alter. Waren Tattoos früher nur was für Leute im Gefängnis und See-Fahrer, später dann auch Rocker und andere harte Hunde, ist das mittlerweile einfach nur noch so ein Jugend-Influencer-haben-ja-alle-Ding. Blume hier, denkwürdiges Datum da und vielleicht irgendwo noch ein Schalke-Logo – die Sünden sind weit verbreitet und das nimmt der ganzen Sache ja nicht nur sehr viel von ihrer Magie und eigentlichen Bedeutung, es macht es auch immer alberner, je länger man damit wartet.

Außerdem tue ich mich schwer, was das Motiv angeht. Ich hatte mal vor Jahren was im Kopf, was ich irgendwo einmal gesehen und für unfassbar cool befunden hab, konnte es aber nur schwer beschreiben und hab es sonst auch nicht wiederfinden können. Das war quasi ein Gesicht als Antonym, dass – je nach Blickwinkel – entweder lachte oder böse schaute. Allerdings auch ein bisschen tribalig und Tribals sind ja dermaßen 90er, dass man sich lieber den Arm abhackt, als sich sowas noch stechen zu lassen. Sagen zumindest die Kids auf dem Schulhof, ich hab keine Ahnung.

Um Wenigstens beim Thema Antonym zu bleiben, könnte ich mich aber auch an den Arbeiten von Yash Mathur orientieren. Der Grafikdesigner aus Indien hat es zumindest geschafft, Wörter mit gegenteiligen Bedeutungen – und somit richtige Antonyme – zu verbinden. Ein oder zwei sind etwas schwerer zu erkennen, aber insgesamt ist das sehr großartig:

Anhand der eingebetteten Instagram-Posts sollte klar sein – mehr seiner Arbeiten gibt es genau dort. Oder aber auch auf seiner Webseite.

Ich bin immer wieder davon beeindruckt und liebe es auch sehr, dass es gerade die kleinen Dinge sind, die den großen Unterschied machen. Ich muss da immer dran denken, wie mal mein Cousin vor vielen, vielen Jahren Stromkabel im Garten meiner Eltern verlegt hat.

Strom war damals schon ein großes Mysterium und alles, was man darüber weiß ist ja, dass ein Leben ohne Strom möglich aber sinnvoll ist und wenn man damit hantiert, ist man zu 50% bereits tot, weil halt gefährlich.

Er hat das aber gelernt und wusste entsprechend, was er tat – was aber wirklich cool war, war wie er das Kabel mit so kleinen Klemmen an Wand und Türrahmen entlang geführt hat. Klar, ich kannte diese Klemmen nicht, aber allein wie akkurat und sauber das dann alles war – phänomenal! Wie vom Profi quasi.

Und ein bisschen verhält es sich auch so mit unserer Win-Compilation, bei der übrigens gestern die neue Ausgabe erschienen ist. Eher aus der Not herausgeboren verlängern wir immer mal Sounds von einem Clip in den nächsten, weil halt Clips ohne Sound einfach scheiße sind und sehr amateurhaft wirken. Extrem kleines Detail, aber nicht Wenige lieben genau das an unserer Compilation.

Und auch bei den Animationen von Tim Gray ist es ein kleines Detail, dass seine Arbeit sehr großartig macht und dafür sorgt, dass die berühmte 4. Wand durchbrochen wird: er erzeugt die Illusion eines Instagram-Posts und packt dann seine Animation einfach darüber. Wirkt dann sehr 3D-ig und sieht einfach großartig aus – da stört dann auch nicht, dass die Animationen jetzt nicht super fotorealistisch sind:

Logisch – mehr seiner Arbeiten findet man direkt auf Instagram. Und irgendwie auch auf seiner Website, wo man dann auch sieht, dass man derlei Clips fürm eigene Marketingaktivitäten nutzen kann, aber … ich bin ehrlich … das wirkt auch ein bisschen so wie diese Onepager, auf denen man irgendwelche dusseligen E-Boosk angedreht bekommt, die einem erklären, wie man in 20 Minuten reich wird und am Ende muss man nur selbst so eine Seite bauen und Marketing betreiben …

Als Kind hab ich ja nie verstanden, warum man Kaffee auch in ganzen Bohnen kaufen kann. Wir hatten eigentlich schon immer eine normale Filter-Maschine und die funktioniert ja von Haus aus nur mit gemahlenem Kaffee – was also macht man mit den Bohnen?

Klar, ich kannte auch diese Mühlen, die direkt im Supermarkt stehen, fand es aber damals schon peinlich, solch einen Krach neben allen anderen zu veranstalten. Außerdem ist es doch komisch, dass man die Packung dann aufreißt, das Produkt verändert und das alles noch gar nicht bezahlt hat. Was macht man denn überhaupt, wenn man sich vergriffen und die falsche Sorte gemahlen hat? Und wohin überhaupt mit dem Pulver? Da ist ja jetzt Luft dazwischen, was bedeutet, dass es nicht einfach so wieder normal in die alte Verpackung passt.

Es war ein großes Mysterium. Mittlerweile hat sich das Blatt gedreht und wir kaufen auch nur noch ausschließlich ganze Bohnen, weil wir die Zuhause mahlen können, wenn wir sie denn brauchen. Ich bilde mir nämlich ein, dass so eine ganze Bohne Aroma und all den wichtigen Kram besser aufbewahren kann als Pulver. Und nein, ich will auch gar nicht wissen, ob das stimmt oder nicht – gibt eh schon zu viele Kaffeeklugscheißer auf der Welt – am Ende geht es doch eh nur darum, dass er einem persönlich schmeckt.

Tatsächlich kann man die Bohnen auch für anderen Kram verwenden, allen voran Kunst. Genau das macht nämlich Valeriano Fatica – der schnitzt nämlich Marvel-Figuren da rein.

Selbstverständlich ist das nicht nur ob des Detailgrads mehr als beeindruckend, sondern vor allem auch, weil so eine Kaffeebohne ja recht klein ist:

I was born the 20th of november 1988 in Oratino, where I actually live, in Molise, a small and almost unknow region of Italy.
Since I was a child I used to draw, and I dreamt of becoming a mangaka.
But after I started the Art High School I realised that I had a true passion for sculpures.
In 2011 I started working in my family’s restaurant “La Roccia”, and at the same time I started carving watermelons for the bouffets, after seeing my brother’s old carvings. After an year and a half, on Dargen D’Amico’s advice, I opened my youtube channel Ortolano Production (now called Valeriano Fatica )and I started sharing my passion with all of you.

Und die will vermutlich niemand mahlen oder?

Neulich haben Line und ich darüber gesprochen, dass wir uns sehr lange nicht mehr gelangweilt haben. Oder besser gesagt: ich hab mich schon sehr lange nicht mehr gelangweilt. Der Arbeitstag dauert in der Regel 10 Stunden, dazu das tägliche bloggen und die eine oder andere Daddelrunde lass ich mir auch nicht nehmen.

Dazu natürlich der ganze Erwachsenenkram, den man mittlerweile erledigen muss und auf den niemand einen vorbereitet, der aber teils unfassbar viel Zeit in Anspruch nimmt – und dabei der Spaßfaktor auch immer konstant abnimmt. Dabei ist Langeweile ja durchaus wichtig, denn dadurch erst entsteht Kreativität und viele, coole neue Sachen.

Meistens jedenfalls. Denn ein Gespräch „im Büro“ hat auch ergeben, dass sich viele Kollegen durchaus langweilen und das teilweise sogar zu viel. Das Problem bei ihnen: Sie haben keine Hobbies. Zumindest keine, die man a) alleine machen kann und b) auch drinnen möglich sind. Heißt also auch: Zu viel Langeweile ist auch schon wieder nicht gut, auf die Mischung kommt es an (Überraschung: wie bei fast allem im Leben).

Line hat sich da nun Mal-Utensilien besorgt, witzigerweise unnötig teuer, denn eine Woche später war der ganze Kram bei Aldi im Angebot. So wirklich weiß ich noch nicht, was ich davon halten soll, aber immerhin ist sie erstmal beschäftigt und das ist ja Sinn der Sache.

Ganz vielleicht kommt da ja sogar was Cooles bei rum, wie zum Beispiel eines der neuesten Werke von dp Art Drawing. Diverse Arbeiten haben es schon auf wihel.de geschafft und so natürlich auch das 800-seitige Flipbook, dass nicht weniger als 400 Arbeitsstunden in Anspruch genommen hat:

This Lisa Flipbook took me over 100 days, 481 hours specifically, to draw 833 Lisa drawings.
It is the longest flipbook I’ve ever made
I have been drawing very hard for the past 3 months. I hope everyone likes it so much

Bisschen schwierig mit dem Durchblättern, aber wie smooth das alles ist – großartige Arbeit.

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Querschnitt-Illustrationen durch Erfindungen https://www.wihel.de/querschnitt-illustrationen-durch-erfindungen/ https://www.wihel.de/querschnitt-illustrationen-durch-erfindungen/#comments Tue, 16 Feb 2021 15:38:04 +0000 https://www.wihel.de/?p=110761 Heute scheint Tag der sperrigen Überschriften zu sein, aber es kann ja auch nicht meine Schuld sein, dass die Welt in den letzten Jahrzehnten immer komplizierter geworden ist, die Sprache sich zwar in Sachen Gendern weiterentwickelt hat, aber niemand auf dem Schirm hatte, dass man komplexe Dinge mal einfacher ausdrücken muss. Ich mein, wäre es nicht viel besser, wenn wir einfach sagen könnten, dass sich hier jetzt alles um FlubbleDubabubble-Illustrationen handelt und jeder würde sofort wissen, was gemeint ist?

Man merkt, die Pandemie nagt auch an mir und so langsam werde ich verrückt. Zum Glück nur sehr langsam. Überhaupt gewinnt es immer mehr an Bedeutung, dass man selbst Abwechslung in den Alltag bringt, gerade weil im Homeoffice die Trennung zwischen Home und Office alles andere als einfach ist. Wer da nicht aufpasst, kann ja nur durchdrehen.

Neben der Einrichtung meines Raspberry Pis und diversen anderen kleinen technischen Spielereien hab ich nun auch das Streaming für mich entdeckt. Sehr un-interaktiv und eigentlich kann man mir nur zuschauen, wie ich sehr schlecht irgendein Spiel spiele – aber auf mir unbekannte Weise macht das durchaus Spaß. Auch wenn ich keine Ahnung hab, was mit den drei Leuten nicht stimmt, die mir dabei 1 Stunde lang zugesehen haben …

Line hingegen will nun anfangen zu malen. Das ist irgendwo sicher cool, aber ich hab auch ein bisschen Angst davor, dass sie dann den Kram auch aufhängen will und was macht man da, wenn man das Schaffen seiner Frau so gar nicht versteht und deswegen nicht-aufhängungswürdig findet?

Aktuell hab ich nur eine Lösung und die sieht vor, einfach vorher alle Wände vollzuhängen. Denn wo kein Platz, da keine Aufhängungsmöglichkeit und das erspart dann auch lästige Diskussionen.

Ein bisschen Platz haben wir noch und da kommen die Werke der britischen Kreativagentur Dorothy gerade recht. Die haben Querschnitte durch diverse Erfindungen erstellt und geben so ein Blick auf das nicht ganz so realistische Innenleben, dass voller Menschen steckt, die wiederum für allerlei Meilensteine der jeweiligen Erfindung stehen.

Klingt kompliziert, ist visualisiert ziemlich cool:

Direkt auf der hauseigenen Webseite kann man die Prints für jeweils 30 Pfund kaufen – alternativ auch für 120 Pfund direkt im Bundle. Versandkosten kommen natürlich noch dazu. Und natürlich machen die Jungs und Mädels bei Dorothy noch weitaus mehr – einen ganz guten Überblick liefert da natürlich Instagram.

Letzte Woche hatte ich ein Video, mit dem wir gelernt haben, wie man mit drei einfachen Strichen den Start für coole Auto-Zeichnungen legt, damit man zum Beispiel im Zweifel vorgeben kann. Man würde coole Autos designen und der größte Erfolg war sei der Cybertruck von Elon Musk gewesen … sollte man sich zwei Mal überlegen, wenn man sieht, wie schwer das Ding dann doch zu fahren ist.

Genauso könnte ich auch vorgeben, das sich mir für dieses Jahr vorgenommen habe, häufiger derlei Content zu verarbeiten, weil es halt cool ist, wenn man neue Dinge lernt und wenn die auch noch einfach zu erlernen sind, gibt es kein Argument dagegen … mach ich aber nicht, denn vermutlich hat nicht ein einziger von euch ein Auto gezeichnet und auch sonst finden wir das zwar alle sehr cool, aber probieren es nicht aus. Ist dann doch angenehmer, im eigenen Saft zu schmoren und weiter an seinen Ausreden festzuhalten, ich fühl das sehr hart.

Dazu kommt: Ich halte nichts von „guten“ Vorsätzen. Die nimmt man sich, dann hält man daran eine Woche fest und dann geraten sie in Vergessenheit – nur damit man sich am Ende darüber ärgert, dass man nicht durchgehalten hat und jetzt drei Fitnessstudio-Beiträge im Monat bezahlen muss, weil man einfach nicht schlauer wird.

Dennoch schadet es nicht, genau Möglichkeiten und Optionen zur Verfügung zu haben und in Sachen Zeichnen kommt man in der Regel auch günstiger weg als bei Fitnessstudios. Also machen wir lieber damit einfach weiter und lernen jetzt, wie man eine dieser 3D-Kunstwerke aufs Papier bringt, die erst funktionieren, wenn man die richtige Perspektive hat – damit haben ja andere immerhin schon kurzzeitig große Internetberühmtheit erreichen können:

Cool Trick Art Drawing 3D on paper – Anamorphic illusion – Draw step by step.

Ich geb zu: Ich musste es mehrfach gucken, bis ich es wirklich verstanden hab.

Im Grunde ist es mit dem Zeichnen ja wie mit Handwerk: Talent und Geschick schaden definitiv nicht und Trennen sich irgendwann die absoluten Profis von den Amateuren. Aber auch die kommen nicht drum herum, dass man sich erstmal das Basis-Wissen und grundsätzliche Fähigkeiten auf die Kette schaffen muss.

Meistens dreht es sich nämlich doch nur darum, dass man weiß, wann man welchen Schritt zuerst machen muss, dass zwei Mal messen und einmal schneiden besser ist als umgekehrt und … das man natürlich das richtige Werkzeug zur Hand hat. Ist mir erst am Wochenende wieder aufgefallen, als ich mit Inbusschlüssel und Akkuschrauber nicht weiter kam, aber zum Glück ja noch meinen Ratschenkoffer hatte und das Problem so innerhalb weniger Sekunden lösen konnte.

Zurück zum Zeichnen: Hier ist das mit dem Werkzeug relativ einfach, da reicht meist Stift und Papier, wobei man auch bei Stiften schon schnell durchdrehen kann. Da hat sich auch eine perfide Industrie entwickelt, die es geschickt auszunutzen weiß, mit 3B, HB und 12H richtig Kohle zu machen. Man sollte ja meinen, dass Stifte relativ simpel gestrickt sind, ABER SIND SIE NICHT UND WER NICHT AUFPASST, LANDET SCHNELLER IN DER KLAPPSMÜHLE ALS ER ANSPITZER SAGEN KANN.

Hat man aber den Stift seiner Wahl gefunden und vielleicht auch einigermaßen okayes Papier, kann es im Grunde losgehen. Oder auch nicht, denn auch hier kommt es darauf an, dass man den einen oder anderen Trick oder besser gesagt, den einen oder anderen Basishandgriff beherrscht.

Will man zum Beispiel ein einigermaßen cooles Auto skizzieren, kann man das wie ein Kindergartenkind angehen und hat dann auch ein entsprechendes Ergebnis – oder man macht es wie SketchMonkey und verwendet einfach drei simple Anfangslinien um am Ende vorgeben zu können, dass man Designer für Autos ist:

Here’s how to draw any car you want using just 3 steps. Try it!

Wie auch beim Handwerk gilt hier: weiß man wie es geht, ist eigentlich gar nicht mehr so schwer oder?

Bereits Ende letzten Jahres musste ich feststellen: Mein Podcast-Game hat ziemlich gelitten in den letzten Monaten – Anfang Dezember hatte ich irgendwas um die 30 ungespielte Folgen von lediglich 4 Podcasts, ein eindeutiges Indiz also, dass ich schon ewig nicht mehr gehört hab.

Liegt natürlich nach wie vor, dass mir quasi die passenden Situationen dazu fehlen und damit meine ich eigentlich nur den Weg von und zum Büro – der Weg vom Schlafzimmer zum Arbeitszimmer ist einfach nicht lang genug.

Immerhin konnte ich einen Teil aufholen, als ich an Weihnachten zu meinen Eltern gefahren bin, hab mich mittlerweile aber auch von einem Podcast getrennt – wenn wir mal ehrlich sind, wird da ja ohnehin nur rumgelabert und Zeit vergeudet.

Das hat auch ganz gut geholfen, aktuell hab ich keine ungespielten Folgen offen, zeigt aber auch ein weiteres Problem: Alle machen gleichzeitig Pause. Wo ich mich also vor Folgen nicht retten konnte, ist seit Wochen mittlerweile Ruhe, weil alle in der Winterpause sind. Was natürlich wieder die Verlockung hervorruft, einfach mal ein paar andere Podcasts zu hören und zu abonnieren und in zwei Wochen wieder in all den Folgen unterzugehen. Das

Leben, es kann wirklich hart sein.

Was ich ebenfalls bis heute nicht verstanden hab: Podcasts auch als Video zur Verfügung zu stellen. Sich also dabei zu filmen und den Bums dann auf YouTube zu schmeißen oder gar ins Fernsehen aufzunehmen – muss spannend sein, Leute zu beobachten, die eine Stunde vor dem Mikro sitzen und labern.

Aber es gibt tatsächlich Leute, die sich das anschauen – muss es ja, sonst würden es nicht immer mehr Leute machen. Da ist mir die Idee von kookuhn deutlich lieber, denn der hat sich den Podcast von Jahn Böhmermann und Olli Schulz vorgenommen und macht daraus kleine Cartoons.

Nicht der kompletten Folgen, sondern immer nur ausschnittweise und das Setting ist auch immer relativ gleich (was halt bei einem Podcast auch nicht weiter verwundern sollte), ist aber dennoch angenehm voll von kleinen Details. Außerdem wird die eine oder andere Geschichte, die dort erzählt wird, ebenfalls visualisiert:

Wie war es für Jan in der NDR-Talkshow? Wie geht sein Käse-Trick? Und wann gibt es endlich mal eine neue Drosten-Folge?

Auch der Podcast von Jan Böhmermann und Olli Schulz verdient es, visualisiert zu werden. Viel Spaß mit dieser animierten Parodie!

Ongelooflijk! Rudi Carrell war wohl süchtig – nach Fertigsuppen! Wie süchtig genau, das weiß Jan Olli zu erzählen.

Diesmal darf Olli was erzählen, aber Achtung: Es wird surreal!

Alle O-Töne stammen aus dem Podcast “Fest & Flauschig” auf Spotify.

Drei Folgen gibt es bisher – hoffentlich bleibt es nicht dabei.

Zurück zum Thema: Logos. Kennt jeder, nutzt vermutlich auch jeder und sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Bei uns sind die wieder ein bisschen mehr in den Fokus gerückt, da wir uns firmenintern darauf verständigt haben, statt riesiger Monolithen kleinere Services zu bauen. Die sind dann leichter wartbar, einfacher zu ändern und müssen nur per Schnittstellen miteinander verbunden werden.

Nachteil: Man muss sich viel häufiger Namen und Logos ausdenken und da wir alle eher technisch unterwegs sind, ist das mit der Kreativität immer so eine Sache. Allein einen Namen zu finden, der auf der einen Seite ausdrückt, was man mit dem Tool machen kann, auf der anderen Seite aber genug Witz hat (und auf der dritten Seite nicht völlig übertrieben und drüber ist), scheint schon fast ein Ding der Unmöglichkeit.

Dann auch noch zu diesem Wort ein passendes Logo finden oder basteln … da wird mal wieder deutlich, wie wichtig doch Designer und Grafiker sein können, auch wenn jeder glaubt, das man doch deren Job in Paint fix nebenbei erledigen kann.

Ganz besonders viel Liebe bekommen da von mir diejenigen, die mit besonders wenig Kniffen und scheinbar offensichtlichen Arbeiten trotzdem eine Genialität an den Tag legen, die ich mir schon seit Jahren wünsche, aber mittlerweile eingesehen hab, dass ich sie nie erreichen werde.

TARIGAN zum Beispiel bastelt Logos aus Wörtern und nutzt kleine Details, die die Wortbedeutung zu 100% treffen und vermutlich niemals nie hätten besser erdacht und zu digitalem Papier gebracht werden können:

Grandios – unglaublich viel Liebe dafür. Wie immer, am besten ihr folgt ihm oder ihr auf Instagram, dort gibt es noch viel mehr Arbeiten.

Dafür schmeckt der Kaffee aber auch nahezu immer sehr gut – der Aufwand lohnt sich also, ist aber eben auch nicht wegzudiskutieren, umso besser also, dass wir versuchen, selbigen gerecht aufzuteilen.

Andere Regel: Ich kümmer mich am Wochenende um Brötchen, Line versorgt den Hund. Das hat schon teils was von Neandertaler-Zeiten, denn mir obliegt es, die Nahrung zu jagen, während sie sich um den Nachwuchs kümmert. Sehr haariger Nachwuchs und so richtig jagen geh ich auch nicht – es gab aber durchaus Tage und Warteschlangen, die alles andere als angenehm waren.

Diese Zeilen beweisen dennoch: Ich hab jedes Mal überlebt und war scheinbar auch gar nicht so unerfolgreich.

Und auch eine Regel, wobei eigentlich Naturgesetz: Vollkommen egal, was Line beim Frühstück machen muss oder eben auch nicht machen muss – ich bin jedes Mal schneller als sie. Wenn wir gleichzeitig anfangen, ist das im Grunde auch keine große Überraschung, mein Frühstück ist doch wesentlich einfacher gestrickt – aber selbst mit Kaffee, Hund, Steuer und sonstigen Ablenkungen schaff ich es, vor ihr mit den Vorbereitungen (und mit dem Essen auch, aber das ist noch mal eine andere Geschichte).

Dabei macht sie eigentlich nie viel anders. Zwar schon deutlich extravaganter als meine Wurst- und Käsebrote, aber jetzt auch nichts, wofür man studiert haben muss und einen Michelin-Stern bekommt.

Vielleicht hilft da nur, dass ich auch mal ein bisschen aufdrehe und mir ein Beispiel an Manami Sasaki nehme – die macht auch Toast, aber eben unglaublich kunstvoll. Eine Eigenart, die sich durch den Lockdown noch mal verstärkt hat – dürfte schlimmere Macken geben als solche:

Mehr von ihr – wie sollte es anders sein – gibt es natürlich auch Instagram. Würde da aber nur hingehen, wenn gerade kein Hunger vorhanden ist, der ist quasi garantiert.

Meine liebsten Situationen im Leben sind die, in denen sich Mysterien auflösen und man quasi kurz die Erleuchtung hat und alles versteht, was man verstehen will oder muss. Ich hab zum Beispiel letzte Woche einfach mal meinen Greenscreen-Vorhang neu montiert.

Den hab ich bisher einfach nur auf irgendeinem Gestänge aufgehangen, dass ich Abends zur Seite gestellt hab, das aber den Raum halt sehr verhässlicht hat und auch einfach unpraktisch rumstand. Also ein bisschen gegoogelt und belesen und mir so eine Vorhang-Schienen-Scheiße an die Decke geklebt. Dazu diese Haken, die man umherrollen kann und den Vorhang einfach befestigt – und dabei direkt mehrere Erleuchtungen gehabt.

Zum einen: Mit dem richtigen Klebeband ist Bohren einfach nie wieder erforderlich, was sensationell ist. Diese Rollhaken richtig angebracht bieten richtig viel Stabilität. Und zu guter Letzt: Wenn man es richtig machen will, muss man es langsam machen (musste alles noch mal abnehmen, damit ich den Vorhang am Boden richtig umlegen und „kürzen“ konnte, damit er vernünftig hängt).

Das Ende vom Lied: Mehr Lebensqualität und ein bisschen mehr Professionalität in Sachen Videokonferenz. Und ich sag es direkt: Mich hat das sehr glücklich gemacht und macht es auch weiterhin.

Ähnlich dürfte es beim nachfolgenden Video ergehen, wo wir einfach sehen, wie man a) einen 3D-Würfel zeichnet – was relativ einfach ist – und b) auch direkt sehen, wie man es schafft, das der schwebend wirkt. Erinnert direkt ein bisschen an diese 3D-GIFs, die einfach super gut funktionieren, weil da mit den Linien gekonnt gespielt wird:

How to draw a floating/levitating cube. 3D trick art on line paper anamorphic optical illusion.

Irgendwie ist das ja auch Handwerk und Handwerk ist einfach unfassbar gut. So schwer und doch wieder so leicht – man muss nur wissen, wie es geht.

Als wir damals nach einem neuen Auto gesucht haben, war uns die Marke zumindest Vordergründig relativ egal – der eine oder andere Name steht zwar für Qualität, aber was nützt mir der beste Name, wenn sowohl Ausstattung. / Fähigkeiten / Anforderungen nicht passen, ich dafür aber extra tief in die Tasche greifen muss? Eben. Und so wundert es auch nicht, dass der allererste Wagen, den wir getestet haben, ein Dacia Duster war – hier ist der Name aber Programm, denn der Fahrspaß war sehr duster und für uns immerhin schon mal klar, dass eine Marke direkt aus der Auswahl rausfallen muss.

Toyota hingegen hatten wir gar nicht auf dem Schirm, was wohl am meisten daran lag, dass unsere Suchkriterien in den hiesigen Autobörsen keinen Treffer gebracht haben. Ich wüsste aber auch nicht, ob wir Toyota tatsächlich in Betracht gezogen hätten. Für mich auf einer Linie mit Mazda und auch hier sind wir Probegefahren, waren aber relativ schnell enttäuscht – wenn auch deutlich weniger im Vergleich zum Dacia.

Mit Toyota bring ich aber immer eine Werbung aus den 90ern in Verbindung, die ich damals zwar sehr witzig und irgendwie auch ein bisschen cool fand, womit man aber heute keine Kühe mehr vom Eis holen kann. Die Rede ist natürlich von diesem Clip:

Immerhin für Woodworking Art war Toyota zumindest zeitweise interessant, genauer gesagt der Toyota Prado Land Cruiser 2020. Denn den hat er mit viel Liebe zum Detail in Holz geschnitzt und da macht der Wagen durchaus eine gute Figur:

Was mich direkt wieder daran erinnert, dass ich bei diesem Beitrag nicht auf das Wort „Schnitzerei“ gekommen bin und dann saudämlich „Bildhauer“ verwendet hab … Klassischer Brainfart und ein guter Beweis dafür, dass ich mich manchmal noch selbst überraschen kann – ganz besonders im negativen Sinne.

Viel wird ja darüber gesprochen, dass die Club-Szene unter der Pandemie besonders zu leiden hat, genauso die Gastronomie (die immerhin mit To-Go-Kram ein bisschen was verdienen kann) und auch der stationäre Einzelhandel hat wieder eine wunderbare Ausrede gefunden, rumzujammern und mal nicht nur auf das Internet zu schimpfen. Dazu die Kinos, Theater und sonstigen Einrichtungen, die eigentlich davon leben, dass Menschen zusammenkommen und mehr oder weniger etwas gemeinsam machen.

Dazu zählen auch Museen und ich wundere mich ein bisschen, dass man aus der Ecke relativ wenig hört. Vielleicht geht es denen aber auch gar nicht sooo schlecht, ich hab nämlich keine Ahnung, wie sich so ein Museum grundsätzlich finanziert (abgesehen von Spenden) – kann ja gut sein, dass die zumindest aus direkt finanzieller Sicht gar nicht auf Besucher angewiesen sind. Klar kann man in Frage stellen, ob man ein Museum braucht, in das niemand geht – in Zeiten einer Pandemie greift hier ja immerhin noch „wir durften ja nicht“.

Ich hab aber auch ein eher schwieriges Verhältnis zu Museen. Meistens geht man da ja nur durch, guckt und … guckt … und guckt. Das kann natürlich interessant sein, aber es ist halt einfach nur gucken und ob ich dafür tatsächlich irgendwo hin fahren muss oder das auch auf anderem Wege sehen kann … der Kulturbanause kommt schon wieder durch.

Ein bisschen anders sieht das im Children’s Museum of Pittsburgh aus, zumindest bei den Installationen von Neil Mendoza. Denn damit hat der Künstler ikonische Werke quasi repliziert und mit interaktiven Komponenten versehen – quasi Kunst zum Anfassen und Rumspielen.

Und das ist so unfassbar gut, dass ich es fast schon eine Frechheit finde, dass das eigentlich nur auf Kinder abzielt, da dürfte auch so mancher Erwachsener einen Museumsbesuch in Betracht ziehen. Wäre zumindest für mich ein Grund, da mal öfter hinzugehen:

Mechanical Masterpieces is a collection of paintings reimagined for the 21st century. Optimized for short attention spans, it allows viewers to poke, switch, disco, inflate and water paintings to their heart’s content.

Normalerweise würde Line am zweiten Feiertag auch nachkommen, worauf wir aber aus bekannten Gründen dieses Jahr wohl verzichten werden – was halt auch komisch wird, allein schon weil Hund und Frau selten so lange getrennt waren. Überhaupt ist noch nicht mal klar, wie lange ich dann dort bleibe und wann es wieder gen Zuhause geht.

Was ich hingegen weiß: Das Fernsehprogramm wird wieder ganz furchtbar. Entweder schauen meine Eltern irgendwelche alten Märchen, die mir schon als Kind zum Hals raushingen, irgendeinen Trash-Mist oder Tier-Dokumentationen. Letzteres ist eigentlich auch gar nicht schlecht, lernt man da doch eigentlich immer was bei – aber üblicherweise erzählen die ja dann doch immer das Gleiche.

Da ist Brian Ahearn schon die bessere Alternative, denn der hat Anfang des Jahres damit angefangen, Fakten über Tiere zu illustrieren. Dabei wählt er nicht nur welche aus, die man so vielleicht noch nicht kannte, sondern weiß auch mit einem Hauch Humor zusätzlich zu begeistern:

Wie immer bei Künstlern sollte jeder direkt einen Abstecher zu Instagram machen und dort den Folge-Button betätigen – darüber hinaus lohnt sich natürlich auch der Besuch der Seite, die zum Projekt dazugehört (auch wenn immer mal wieder im Wartungsmodus ist). Und wer richtig was fürs Karma tun will, schaut sich mal auf seiner Patreon-Seite um.

Seit gut einer Woche liegt mir Line in den Ohren, dass ich endlich mal meine Birnen essen soll, die wir vor ein paar Wochen im Alten Land gepflückt haben. Dabei ist es ja gerade ihre Schuld, dass ich das bisher nicht getan hab und mich nun in einer äußerst schwierigen Situation befinde – und das jedes Jahr aufs Neue.

Denn von den Äpfeln, die wir eigentlich gepflückt haben, sind keine mehr übrig, was bedeutet: Das ist schon eine ganze Weile her und die Birnen haben langsam ein gewisses Alter erreicht. Ganz auf Birnen verzichten möchte ich aber auch nicht, weil Birnen einfach um ein Vielfaches besser sind als Äpfel. Sieht man ja allein schon daran, dass Äpfel absolute Massenware sind und auch in nahezu jedem Getränk auftauchen, selbst in denen, bei denen man es nie für möglich gehalten hätte. Die Birne jedoch wird nach wie vor als was Besonderes behandelt und nicht einfach verramscht.

Zurück zum Thema: Mittlerweile sind die Birnen also recht alt – vielleicht sogar zu alt, um noch wirklich zu schmecken, was halt auch Scheiße wäre, weil wir sie dann nur noch wegschmeißen können. Was nur wieder zu Schimpferei der Frau führt, die dann wieder sagt, dass wir nächstes Jahr keine pflücken, was wir dann dennoch ignorieren. Verlierer auf ganzer Linie quasi.

Ich will aber auch nicht nachschauen … Schrödingers Birne quasi. Solange ich nicht Bescheid weiß, ob die Birnen noch gut sind, sind sie es und auch gleichzeitig wieder nicht. Schau ich nach, hab ich aber Gewissheit und im schlechtesten Falle sind sie es zu 100%. Da sind mir die 50% doch lieber …

Wäre immerhin egal, wenn ich aus dem Obst noch Kunst machen könnte, so wie José Pereira es macht. Das grenzt zwar beinahe an Lebensmittelverschwendung, ich bin aber sicher, dass er auch nur bereits abgelaufene Nahrung für seine Kunst verwendet. Die ist nämlich gar nicht mal so schlecht:

Art in apple, see how to carve a beautiful apple flower.

If you like, please subscribe to the channel and activate the bell.

Learn how to cut and decorate fruit.

How to make a bird on apple, by J.Pereira Art Carving Fruit

In this video teaching how to make a simple decoration on apple.

Werft gern mal einen genaueren Blick auf seine Videos – das sind nicht nur viele, die sind auch recht inspirierend, wenn es um das Anrichten von (vor allem, aber nicht nur) Obst geht.

Andreev selbst beschreibt sich als professioneller Non-Artist, was zwar witzig klingt, aber mit der Realität gar nicht so viel zu tun hat, wenn man sich mal seinen Instagram-Account anschaut. Am kreativsten ist er wohl immer kurz vor Halloween, was bei den Motiven nicht wirklich verwundert, ebenso nimmt er konstant an jedem Inktober teil. Wer das nicht kennt: Künstler und Illustratoren versuchen jeden Tag im Oktober ein Werk pro Tag fertig zu stellen und zu veröffentlichen – Andreev nutzt dabei sogar noch eine Eieruhr, um den Druck noch höher zu halten.

Den Kollegen von boredpanda hat er zudem noch ein bisschen mehr über sich und seiner Arbeit erzählt – leider ist das durch die zahlreichen Bilder recht zerstückelt. Um das Ganze ein wenig abzukürzen: Eigentlich ist er ein ganz normaler Typ, und Zeichnen ist sein Hobby – würde mich aber nicht wundern, wenn er damit nicht irgendwann auch mal ein bisschen Geld verdienen könnte, so denn er will:

Neben Instagram hat er auch noch einen YouTube-Kanal, der aber leicht recht dünn bestückt ist. Bleibt zu hoffen, dass auch da noch ein bisschen mehr kommt – bis dahin einfach auf Instagram verfolgen, ist ja für Kunst ohnehin die besser geeignete Plattform.

Homeoffice ist nicht mehr nur Privileg für ein paar Wenige, sondern hat sich zwangsweise in nahezu allen Firmen durchgesetzt und besonders denen nahezu sämtlichen Wind aus den Segeln genommen, die immer behauptet haben, dass es nicht gehen würde und ja auch nicht gebraucht würde. Und wer in Zoom investiert hat, dürfte sich mittlerweile auch mehr als einen goldenen Wasserhahn kaufen können.

Zusammengefasst kann man also sagen, dass Corona unser Leben durchaus an der einen oder anderen Stelle ordentlich auf Links gedreht hat, wobei ich wirklich froh und glücklich bin, dass sich bei uns die Auswirkungen tatsächlich nur darauf beschränken, dass wir einfach von Zuhause aus arbeiten und unsere größte Sorge ist, ob wir noch genug Scheißhauspapier haben (und aktuell: Ob wir Silvester nach Dänemark können).

Irina Bock ist Designerin im Silicon Valley und hat ein paar fixe Illustrationen entworfen, die das Leben vor und nach Ausbruch der Pandemie zeigen und trifft damit mehr als ein Mal den Nagel ziemlich gut auf den Kopf:

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Daily fashion #covidlife

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Evening plans #covidlife

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#covidlife

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New spending habits #covidlife

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Garbage day #covidlife

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Mehr davon und von ihr gibt es natürlich auf ihrem Instagram-Account – schlaue Leute folgen ihr direkt.

Was man aber gern mal vergisst: Nicht nur das Auto nimmt einen wesentlichen Platz im Leben ein, sondern noch allerlei anderer Kram, der sich vorzugsweise auf Rädern fortbewegt. Was wiederum zu einem ganz interessanten Gedanken führt: Wie wäre wohl die Welt, wenn das Rad nicht erfunden worden wäre?

Ein Gedanke, um die sich die Designer Richard Beerens und Ronald Mica aus Amsterdam nicht gekümmert haben – stattdessen haben sie einfach das Leben anhand dieser zahlreichen Vehikel illustriert. Auch wenn ich einen Großteil davon selbst nie besessen hab (zumindest den Part aus der Jugend), ist das doch recht spannend und gar nicht so weit weg von der Realität.

Mehr Arbeiten von Richard Beerens gibt es an dieser Stelle und von Ronald Mica hier.

Aus Gründen ist diese Woche mal ein bisschen weniger los …

Fotografen werden mir bestimmt Recht geben (oder halt auch nicht, denn eigentlich hab ich keine Ahnung): Das beste Licht zum Fotografieren bekommt man immer noch in der Morgen- und Abenddämmerung. Wenn die Sonne kurz vorm Untergehen oder schon hinter dem Horizont verschwunden ist – das kann schon sensationell werden.

Haben wir auch mal im Urlaub ausprobiert und sind dafür irgendwann um kurz nach 3 Uhr aufgestanden … leider hat uns das Wetter aber einen Strich durch die Rechnung gemacht. Was am Ende auch nicht schlimm war, denn ich bin ohnehin nicht gut im Bildermachen, insofern gab es auch keine Erwartungshaltung, die es zu erfüllen galt. Wär aber dennoch geil gewesen, hätten wir überraschen können.

So bleibt uns nur die Arbeit anderer zu bewundern, so wie bei den Bildern von Riley Blakeway aus Neuseeland:

WINNER – ‘Best Short Film’ 2015 MIMPI Film Festival Brazil
WINNER – ‘Best Cinematography’ 2015 MIMPI Film Festival Brazil
WINNER – ‘Sonny Miller tribute award for Best Cinematography’ 2016 San Diego Surf Film Festival
FINALIST – 2016 AdventurePro Film Festival
OFFICIAL SELECTION – 2015 REDirect surf film festival
OFFICIAL SELECTION – 2016 Kona Surf Film Festival
OFFICIAL SELECTION – 2016 Miami Independent Film Festival
OFFICIAL SELECTION – 2016 Los Angeles CineFest
OFFICIAL SELECTION – 2016 Water: Take 1 Festival
OFFICIAL SELECTION – 2016 Aotearoa Surf Film Festival
OFFICIAL SELECTION – 2016 Honolulu Surf Film Festival
OFFICIAL SELECTION – 2016 Vagabonde Festival Bordeaux
OFFICIAL SELECTION – 2016 Swedish International Film Festival
OFFICIAL SELECTION – 2016 Time & Tide Film Festival

Director / Cinematographer / Editor: Riley Blakeway
Featuring: Chippa Wilson, Dion Agius, Nate Tyler
Original Music by: Sasami Ashworth
Score Produced by: Avi Zahner
Water Cinematography: Talon Clemow
Second Camera: Aidan Stevens
Supported by: Monster Energy / RED Camera

Colored at The Mill Los Angeles
Colorist: Nick Sanders
Executive Producer, Color: Thatcher Peterson
Color Producer: Antonio Hardy
Production Coordinator, Color: Diane Valera

Aus Gründen ist diese Woche mal ein bisschen weniger los …
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