Design/Kunst – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Wed, 24 Feb 2021 06:51:02 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.6.1 Marvel-Figuren in Kaffeebohnen geschnitzt https://www.wihel.de/marvel-figuren-in-kaffeebohnen-geschnitzt/ https://www.wihel.de/marvel-figuren-in-kaffeebohnen-geschnitzt/#comments Thu, 25 Feb 2021 15:47:43 +0000 https://www.wihel.de/?p=111125 Marvel-Figuren in Kaffeebohnen geschnitzt | Design/Kunst | Was is hier eigentlich los?

Als Kind hab ich ja nie verstanden, warum man Kaffee auch in ganzen Bohnen kaufen kann. Wir hatten eigentlich schon immer eine normale Filter-Maschine und die funktioniert ja von Haus aus nur mit gemahlenem Kaffee – was also macht man mit den Bohnen?

Klar, ich kannte auch diese Mühlen, die direkt im Supermarkt stehen, fand es aber damals schon peinlich, solch einen Krach neben allen anderen zu veranstalten. Außerdem ist es doch komisch, dass man die Packung dann aufreißt, das Produkt verändert und das alles noch gar nicht bezahlt hat. Was macht man denn überhaupt, wenn man sich vergriffen und die falsche Sorte gemahlen hat? Und wohin überhaupt mit dem Pulver? Da ist ja jetzt Luft dazwischen, was bedeutet, dass es nicht einfach so wieder normal in die alte Verpackung passt.

Es war ein großes Mysterium. Mittlerweile hat sich das Blatt gedreht und wir kaufen auch nur noch ausschließlich ganze Bohnen, weil wir die Zuhause mahlen können, wenn wir sie denn brauchen. Ich bilde mir nämlich ein, dass so eine ganze Bohne Aroma und all den wichtigen Kram besser aufbewahren kann als Pulver. Und nein, ich will auch gar nicht wissen, ob das stimmt oder nicht – gibt eh schon zu viele Kaffeeklugscheißer auf der Welt – am Ende geht es doch eh nur darum, dass er einem persönlich schmeckt.

Tatsächlich kann man die Bohnen auch für anderen Kram verwenden, allen voran Kunst. Genau das macht nämlich Valeriano Fatica – der schnitzt nämlich Marvel-Figuren da rein.

Selbstverständlich ist das nicht nur ob des Detailgrads mehr als beeindruckend, sondern vor allem auch, weil so eine Kaffeebohne ja recht klein ist:

I was born the 20th of november 1988 in Oratino, where I actually live, in Molise, a small and almost unknow region of Italy.
Since I was a child I used to draw, and I dreamt of becoming a mangaka.
But after I started the Art High School I realised that I had a true passion for sculpures.
In 2011 I started working in my family’s restaurant “La Roccia”, and at the same time I started carving watermelons for the bouffets, after seeing my brother’s old carvings. After an year and a half, on Dargen D’Amico’s advice, I opened my youtube channel Ortolano Production (now called Valeriano Fatica )and I started sharing my passion with all of you.

Und die will vermutlich niemand mahlen oder?

Neulich haben Line und ich darüber gesprochen, dass wir uns sehr lange nicht mehr gelangweilt haben. Oder besser gesagt: ich hab mich schon sehr lange nicht mehr gelangweilt. Der Arbeitstag dauert in der Regel 10 Stunden, dazu das tägliche bloggen und die eine oder andere Daddelrunde lass ich mir auch nicht nehmen.

Dazu natürlich der ganze Erwachsenenkram, den man mittlerweile erledigen muss und auf den niemand einen vorbereitet, der aber teils unfassbar viel Zeit in Anspruch nimmt – und dabei der Spaßfaktor auch immer konstant abnimmt. Dabei ist Langeweile ja durchaus wichtig, denn dadurch erst entsteht Kreativität und viele, coole neue Sachen.

Meistens jedenfalls. Denn ein Gespräch „im Büro“ hat auch ergeben, dass sich viele Kollegen durchaus langweilen und das teilweise sogar zu viel. Das Problem bei ihnen: Sie haben keine Hobbies. Zumindest keine, die man a) alleine machen kann und b) auch drinnen möglich sind. Heißt also auch: Zu viel Langeweile ist auch schon wieder nicht gut, auf die Mischung kommt es an (Überraschung: wie bei fast allem im Leben).

Line hat sich da nun Mal-Utensilien besorgt, witzigerweise unnötig teuer, denn eine Woche später war der ganze Kram bei Aldi im Angebot. So wirklich weiß ich noch nicht, was ich davon halten soll, aber immerhin ist sie erstmal beschäftigt und das ist ja Sinn der Sache.

Ganz vielleicht kommt da ja sogar was Cooles bei rum, wie zum Beispiel eines der neuesten Werke von dp Art Drawing. Diverse Arbeiten haben es schon auf wihel.de geschafft und so natürlich auch das 800-seitige Flipbook, dass nicht weniger als 400 Arbeitsstunden in Anspruch genommen hat:

This Lisa Flipbook took me over 100 days, 481 hours specifically, to draw 833 Lisa drawings.
It is the longest flipbook I’ve ever made
I have been drawing very hard for the past 3 months. I hope everyone likes it so much

Bisschen schwierig mit dem Durchblättern, aber wie smooth das alles ist – großartige Arbeit.

]]>
https://www.wihel.de/ein-flipbook-in-100-tagen-gezeichnet/feed/ 3
Querschnitt-Illustrationen durch Erfindungen https://www.wihel.de/querschnitt-illustrationen-durch-erfindungen/ https://www.wihel.de/querschnitt-illustrationen-durch-erfindungen/#comments Tue, 16 Feb 2021 15:38:04 +0000 https://www.wihel.de/?p=110761 Heute scheint Tag der sperrigen Überschriften zu sein, aber es kann ja auch nicht meine Schuld sein, dass die Welt in den letzten Jahrzehnten immer komplizierter geworden ist, die Sprache sich zwar in Sachen Gendern weiterentwickelt hat, aber niemand auf dem Schirm hatte, dass man komplexe Dinge mal einfacher ausdrücken muss. Ich mein, wäre es nicht viel besser, wenn wir einfach sagen könnten, dass sich hier jetzt alles um FlubbleDubabubble-Illustrationen handelt und jeder würde sofort wissen, was gemeint ist?

Man merkt, die Pandemie nagt auch an mir und so langsam werde ich verrückt. Zum Glück nur sehr langsam. Überhaupt gewinnt es immer mehr an Bedeutung, dass man selbst Abwechslung in den Alltag bringt, gerade weil im Homeoffice die Trennung zwischen Home und Office alles andere als einfach ist. Wer da nicht aufpasst, kann ja nur durchdrehen.

Neben der Einrichtung meines Raspberry Pis und diversen anderen kleinen technischen Spielereien hab ich nun auch das Streaming für mich entdeckt. Sehr un-interaktiv und eigentlich kann man mir nur zuschauen, wie ich sehr schlecht irgendein Spiel spiele – aber auf mir unbekannte Weise macht das durchaus Spaß. Auch wenn ich keine Ahnung hab, was mit den drei Leuten nicht stimmt, die mir dabei 1 Stunde lang zugesehen haben …

Line hingegen will nun anfangen zu malen. Das ist irgendwo sicher cool, aber ich hab auch ein bisschen Angst davor, dass sie dann den Kram auch aufhängen will und was macht man da, wenn man das Schaffen seiner Frau so gar nicht versteht und deswegen nicht-aufhängungswürdig findet?

Aktuell hab ich nur eine Lösung und die sieht vor, einfach vorher alle Wände vollzuhängen. Denn wo kein Platz, da keine Aufhängungsmöglichkeit und das erspart dann auch lästige Diskussionen.

Ein bisschen Platz haben wir noch und da kommen die Werke der britischen Kreativagentur Dorothy gerade recht. Die haben Querschnitte durch diverse Erfindungen erstellt und geben so ein Blick auf das nicht ganz so realistische Innenleben, dass voller Menschen steckt, die wiederum für allerlei Meilensteine der jeweiligen Erfindung stehen.

Klingt kompliziert, ist visualisiert ziemlich cool:

Direkt auf der hauseigenen Webseite kann man die Prints für jeweils 30 Pfund kaufen – alternativ auch für 120 Pfund direkt im Bundle. Versandkosten kommen natürlich noch dazu. Und natürlich machen die Jungs und Mädels bei Dorothy noch weitaus mehr – einen ganz guten Überblick liefert da natürlich Instagram.

Letzte Woche hatte ich ein Video, mit dem wir gelernt haben, wie man mit drei einfachen Strichen den Start für coole Auto-Zeichnungen legt, damit man zum Beispiel im Zweifel vorgeben kann. Man würde coole Autos designen und der größte Erfolg war sei der Cybertruck von Elon Musk gewesen … sollte man sich zwei Mal überlegen, wenn man sieht, wie schwer das Ding dann doch zu fahren ist.

Genauso könnte ich auch vorgeben, das sich mir für dieses Jahr vorgenommen habe, häufiger derlei Content zu verarbeiten, weil es halt cool ist, wenn man neue Dinge lernt und wenn die auch noch einfach zu erlernen sind, gibt es kein Argument dagegen … mach ich aber nicht, denn vermutlich hat nicht ein einziger von euch ein Auto gezeichnet und auch sonst finden wir das zwar alle sehr cool, aber probieren es nicht aus. Ist dann doch angenehmer, im eigenen Saft zu schmoren und weiter an seinen Ausreden festzuhalten, ich fühl das sehr hart.

Dazu kommt: Ich halte nichts von „guten“ Vorsätzen. Die nimmt man sich, dann hält man daran eine Woche fest und dann geraten sie in Vergessenheit – nur damit man sich am Ende darüber ärgert, dass man nicht durchgehalten hat und jetzt drei Fitnessstudio-Beiträge im Monat bezahlen muss, weil man einfach nicht schlauer wird.

Dennoch schadet es nicht, genau Möglichkeiten und Optionen zur Verfügung zu haben und in Sachen Zeichnen kommt man in der Regel auch günstiger weg als bei Fitnessstudios. Also machen wir lieber damit einfach weiter und lernen jetzt, wie man eine dieser 3D-Kunstwerke aufs Papier bringt, die erst funktionieren, wenn man die richtige Perspektive hat – damit haben ja andere immerhin schon kurzzeitig große Internetberühmtheit erreichen können:

Cool Trick Art Drawing 3D on paper – Anamorphic illusion – Draw step by step.

Ich geb zu: Ich musste es mehrfach gucken, bis ich es wirklich verstanden hab.

Im Grunde ist es mit dem Zeichnen ja wie mit Handwerk: Talent und Geschick schaden definitiv nicht und Trennen sich irgendwann die absoluten Profis von den Amateuren. Aber auch die kommen nicht drum herum, dass man sich erstmal das Basis-Wissen und grundsätzliche Fähigkeiten auf die Kette schaffen muss.

Meistens dreht es sich nämlich doch nur darum, dass man weiß, wann man welchen Schritt zuerst machen muss, dass zwei Mal messen und einmal schneiden besser ist als umgekehrt und … das man natürlich das richtige Werkzeug zur Hand hat. Ist mir erst am Wochenende wieder aufgefallen, als ich mit Inbusschlüssel und Akkuschrauber nicht weiter kam, aber zum Glück ja noch meinen Ratschenkoffer hatte und das Problem so innerhalb weniger Sekunden lösen konnte.

Zurück zum Zeichnen: Hier ist das mit dem Werkzeug relativ einfach, da reicht meist Stift und Papier, wobei man auch bei Stiften schon schnell durchdrehen kann. Da hat sich auch eine perfide Industrie entwickelt, die es geschickt auszunutzen weiß, mit 3B, HB und 12H richtig Kohle zu machen. Man sollte ja meinen, dass Stifte relativ simpel gestrickt sind, ABER SIND SIE NICHT UND WER NICHT AUFPASST, LANDET SCHNELLER IN DER KLAPPSMÜHLE ALS ER ANSPITZER SAGEN KANN.

Hat man aber den Stift seiner Wahl gefunden und vielleicht auch einigermaßen okayes Papier, kann es im Grunde losgehen. Oder auch nicht, denn auch hier kommt es darauf an, dass man den einen oder anderen Trick oder besser gesagt, den einen oder anderen Basishandgriff beherrscht.

Will man zum Beispiel ein einigermaßen cooles Auto skizzieren, kann man das wie ein Kindergartenkind angehen und hat dann auch ein entsprechendes Ergebnis – oder man macht es wie SketchMonkey und verwendet einfach drei simple Anfangslinien um am Ende vorgeben zu können, dass man Designer für Autos ist:

Here’s how to draw any car you want using just 3 steps. Try it!

Wie auch beim Handwerk gilt hier: weiß man wie es geht, ist eigentlich gar nicht mehr so schwer oder?

Bereits Ende letzten Jahres musste ich feststellen: Mein Podcast-Game hat ziemlich gelitten in den letzten Monaten – Anfang Dezember hatte ich irgendwas um die 30 ungespielte Folgen von lediglich 4 Podcasts, ein eindeutiges Indiz also, dass ich schon ewig nicht mehr gehört hab.

Liegt natürlich nach wie vor, dass mir quasi die passenden Situationen dazu fehlen und damit meine ich eigentlich nur den Weg von und zum Büro – der Weg vom Schlafzimmer zum Arbeitszimmer ist einfach nicht lang genug.

Immerhin konnte ich einen Teil aufholen, als ich an Weihnachten zu meinen Eltern gefahren bin, hab mich mittlerweile aber auch von einem Podcast getrennt – wenn wir mal ehrlich sind, wird da ja ohnehin nur rumgelabert und Zeit vergeudet.

Das hat auch ganz gut geholfen, aktuell hab ich keine ungespielten Folgen offen, zeigt aber auch ein weiteres Problem: Alle machen gleichzeitig Pause. Wo ich mich also vor Folgen nicht retten konnte, ist seit Wochen mittlerweile Ruhe, weil alle in der Winterpause sind. Was natürlich wieder die Verlockung hervorruft, einfach mal ein paar andere Podcasts zu hören und zu abonnieren und in zwei Wochen wieder in all den Folgen unterzugehen. Das

Leben, es kann wirklich hart sein.

Was ich ebenfalls bis heute nicht verstanden hab: Podcasts auch als Video zur Verfügung zu stellen. Sich also dabei zu filmen und den Bums dann auf YouTube zu schmeißen oder gar ins Fernsehen aufzunehmen – muss spannend sein, Leute zu beobachten, die eine Stunde vor dem Mikro sitzen und labern.

Aber es gibt tatsächlich Leute, die sich das anschauen – muss es ja, sonst würden es nicht immer mehr Leute machen. Da ist mir die Idee von kookuhn deutlich lieber, denn der hat sich den Podcast von Jahn Böhmermann und Olli Schulz vorgenommen und macht daraus kleine Cartoons.

Nicht der kompletten Folgen, sondern immer nur ausschnittweise und das Setting ist auch immer relativ gleich (was halt bei einem Podcast auch nicht weiter verwundern sollte), ist aber dennoch angenehm voll von kleinen Details. Außerdem wird die eine oder andere Geschichte, die dort erzählt wird, ebenfalls visualisiert:

Wie war es für Jan in der NDR-Talkshow? Wie geht sein Käse-Trick? Und wann gibt es endlich mal eine neue Drosten-Folge?

Auch der Podcast von Jan Böhmermann und Olli Schulz verdient es, visualisiert zu werden. Viel Spaß mit dieser animierten Parodie!

Ongelooflijk! Rudi Carrell war wohl süchtig – nach Fertigsuppen! Wie süchtig genau, das weiß Jan Olli zu erzählen.

Diesmal darf Olli was erzählen, aber Achtung: Es wird surreal!

Alle O-Töne stammen aus dem Podcast “Fest & Flauschig” auf Spotify.

Drei Folgen gibt es bisher – hoffentlich bleibt es nicht dabei.

Zurück zum Thema: Logos. Kennt jeder, nutzt vermutlich auch jeder und sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Bei uns sind die wieder ein bisschen mehr in den Fokus gerückt, da wir uns firmenintern darauf verständigt haben, statt riesiger Monolithen kleinere Services zu bauen. Die sind dann leichter wartbar, einfacher zu ändern und müssen nur per Schnittstellen miteinander verbunden werden.

Nachteil: Man muss sich viel häufiger Namen und Logos ausdenken und da wir alle eher technisch unterwegs sind, ist das mit der Kreativität immer so eine Sache. Allein einen Namen zu finden, der auf der einen Seite ausdrückt, was man mit dem Tool machen kann, auf der anderen Seite aber genug Witz hat (und auf der dritten Seite nicht völlig übertrieben und drüber ist), scheint schon fast ein Ding der Unmöglichkeit.

Dann auch noch zu diesem Wort ein passendes Logo finden oder basteln … da wird mal wieder deutlich, wie wichtig doch Designer und Grafiker sein können, auch wenn jeder glaubt, das man doch deren Job in Paint fix nebenbei erledigen kann.

Ganz besonders viel Liebe bekommen da von mir diejenigen, die mit besonders wenig Kniffen und scheinbar offensichtlichen Arbeiten trotzdem eine Genialität an den Tag legen, die ich mir schon seit Jahren wünsche, aber mittlerweile eingesehen hab, dass ich sie nie erreichen werde.

TARIGAN zum Beispiel bastelt Logos aus Wörtern und nutzt kleine Details, die die Wortbedeutung zu 100% treffen und vermutlich niemals nie hätten besser erdacht und zu digitalem Papier gebracht werden können:

Grandios – unglaublich viel Liebe dafür. Wie immer, am besten ihr folgt ihm oder ihr auf Instagram, dort gibt es noch viel mehr Arbeiten.

Dafür schmeckt der Kaffee aber auch nahezu immer sehr gut – der Aufwand lohnt sich also, ist aber eben auch nicht wegzudiskutieren, umso besser also, dass wir versuchen, selbigen gerecht aufzuteilen.

Andere Regel: Ich kümmer mich am Wochenende um Brötchen, Line versorgt den Hund. Das hat schon teils was von Neandertaler-Zeiten, denn mir obliegt es, die Nahrung zu jagen, während sie sich um den Nachwuchs kümmert. Sehr haariger Nachwuchs und so richtig jagen geh ich auch nicht – es gab aber durchaus Tage und Warteschlangen, die alles andere als angenehm waren.

Diese Zeilen beweisen dennoch: Ich hab jedes Mal überlebt und war scheinbar auch gar nicht so unerfolgreich.

Und auch eine Regel, wobei eigentlich Naturgesetz: Vollkommen egal, was Line beim Frühstück machen muss oder eben auch nicht machen muss – ich bin jedes Mal schneller als sie. Wenn wir gleichzeitig anfangen, ist das im Grunde auch keine große Überraschung, mein Frühstück ist doch wesentlich einfacher gestrickt – aber selbst mit Kaffee, Hund, Steuer und sonstigen Ablenkungen schaff ich es, vor ihr mit den Vorbereitungen (und mit dem Essen auch, aber das ist noch mal eine andere Geschichte).

Dabei macht sie eigentlich nie viel anders. Zwar schon deutlich extravaganter als meine Wurst- und Käsebrote, aber jetzt auch nichts, wofür man studiert haben muss und einen Michelin-Stern bekommt.

Vielleicht hilft da nur, dass ich auch mal ein bisschen aufdrehe und mir ein Beispiel an Manami Sasaki nehme – die macht auch Toast, aber eben unglaublich kunstvoll. Eine Eigenart, die sich durch den Lockdown noch mal verstärkt hat – dürfte schlimmere Macken geben als solche:

Mehr von ihr – wie sollte es anders sein – gibt es natürlich auch Instagram. Würde da aber nur hingehen, wenn gerade kein Hunger vorhanden ist, der ist quasi garantiert.

Meine liebsten Situationen im Leben sind die, in denen sich Mysterien auflösen und man quasi kurz die Erleuchtung hat und alles versteht, was man verstehen will oder muss. Ich hab zum Beispiel letzte Woche einfach mal meinen Greenscreen-Vorhang neu montiert.

Den hab ich bisher einfach nur auf irgendeinem Gestänge aufgehangen, dass ich Abends zur Seite gestellt hab, das aber den Raum halt sehr verhässlicht hat und auch einfach unpraktisch rumstand. Also ein bisschen gegoogelt und belesen und mir so eine Vorhang-Schienen-Scheiße an die Decke geklebt. Dazu diese Haken, die man umherrollen kann und den Vorhang einfach befestigt – und dabei direkt mehrere Erleuchtungen gehabt.

Zum einen: Mit dem richtigen Klebeband ist Bohren einfach nie wieder erforderlich, was sensationell ist. Diese Rollhaken richtig angebracht bieten richtig viel Stabilität. Und zu guter Letzt: Wenn man es richtig machen will, muss man es langsam machen (musste alles noch mal abnehmen, damit ich den Vorhang am Boden richtig umlegen und „kürzen“ konnte, damit er vernünftig hängt).

Das Ende vom Lied: Mehr Lebensqualität und ein bisschen mehr Professionalität in Sachen Videokonferenz. Und ich sag es direkt: Mich hat das sehr glücklich gemacht und macht es auch weiterhin.

Ähnlich dürfte es beim nachfolgenden Video ergehen, wo wir einfach sehen, wie man a) einen 3D-Würfel zeichnet – was relativ einfach ist – und b) auch direkt sehen, wie man es schafft, das der schwebend wirkt. Erinnert direkt ein bisschen an diese 3D-GIFs, die einfach super gut funktionieren, weil da mit den Linien gekonnt gespielt wird:

How to draw a floating/levitating cube. 3D trick art on line paper anamorphic optical illusion.

Irgendwie ist das ja auch Handwerk und Handwerk ist einfach unfassbar gut. So schwer und doch wieder so leicht – man muss nur wissen, wie es geht.

Als wir damals nach einem neuen Auto gesucht haben, war uns die Marke zumindest Vordergründig relativ egal – der eine oder andere Name steht zwar für Qualität, aber was nützt mir der beste Name, wenn sowohl Ausstattung. / Fähigkeiten / Anforderungen nicht passen, ich dafür aber extra tief in die Tasche greifen muss? Eben. Und so wundert es auch nicht, dass der allererste Wagen, den wir getestet haben, ein Dacia Duster war – hier ist der Name aber Programm, denn der Fahrspaß war sehr duster und für uns immerhin schon mal klar, dass eine Marke direkt aus der Auswahl rausfallen muss.

Toyota hingegen hatten wir gar nicht auf dem Schirm, was wohl am meisten daran lag, dass unsere Suchkriterien in den hiesigen Autobörsen keinen Treffer gebracht haben. Ich wüsste aber auch nicht, ob wir Toyota tatsächlich in Betracht gezogen hätten. Für mich auf einer Linie mit Mazda und auch hier sind wir Probegefahren, waren aber relativ schnell enttäuscht – wenn auch deutlich weniger im Vergleich zum Dacia.

Mit Toyota bring ich aber immer eine Werbung aus den 90ern in Verbindung, die ich damals zwar sehr witzig und irgendwie auch ein bisschen cool fand, womit man aber heute keine Kühe mehr vom Eis holen kann. Die Rede ist natürlich von diesem Clip:

Immerhin für Woodworking Art war Toyota zumindest zeitweise interessant, genauer gesagt der Toyota Prado Land Cruiser 2020. Denn den hat er mit viel Liebe zum Detail in Holz geschnitzt und da macht der Wagen durchaus eine gute Figur:

Was mich direkt wieder daran erinnert, dass ich bei diesem Beitrag nicht auf das Wort „Schnitzerei“ gekommen bin und dann saudämlich „Bildhauer“ verwendet hab … Klassischer Brainfart und ein guter Beweis dafür, dass ich mich manchmal noch selbst überraschen kann – ganz besonders im negativen Sinne.

Viel wird ja darüber gesprochen, dass die Club-Szene unter der Pandemie besonders zu leiden hat, genauso die Gastronomie (die immerhin mit To-Go-Kram ein bisschen was verdienen kann) und auch der stationäre Einzelhandel hat wieder eine wunderbare Ausrede gefunden, rumzujammern und mal nicht nur auf das Internet zu schimpfen. Dazu die Kinos, Theater und sonstigen Einrichtungen, die eigentlich davon leben, dass Menschen zusammenkommen und mehr oder weniger etwas gemeinsam machen.

Dazu zählen auch Museen und ich wundere mich ein bisschen, dass man aus der Ecke relativ wenig hört. Vielleicht geht es denen aber auch gar nicht sooo schlecht, ich hab nämlich keine Ahnung, wie sich so ein Museum grundsätzlich finanziert (abgesehen von Spenden) – kann ja gut sein, dass die zumindest aus direkt finanzieller Sicht gar nicht auf Besucher angewiesen sind. Klar kann man in Frage stellen, ob man ein Museum braucht, in das niemand geht – in Zeiten einer Pandemie greift hier ja immerhin noch „wir durften ja nicht“.

Ich hab aber auch ein eher schwieriges Verhältnis zu Museen. Meistens geht man da ja nur durch, guckt und … guckt … und guckt. Das kann natürlich interessant sein, aber es ist halt einfach nur gucken und ob ich dafür tatsächlich irgendwo hin fahren muss oder das auch auf anderem Wege sehen kann … der Kulturbanause kommt schon wieder durch.

Ein bisschen anders sieht das im Children’s Museum of Pittsburgh aus, zumindest bei den Installationen von Neil Mendoza. Denn damit hat der Künstler ikonische Werke quasi repliziert und mit interaktiven Komponenten versehen – quasi Kunst zum Anfassen und Rumspielen.

Und das ist so unfassbar gut, dass ich es fast schon eine Frechheit finde, dass das eigentlich nur auf Kinder abzielt, da dürfte auch so mancher Erwachsener einen Museumsbesuch in Betracht ziehen. Wäre zumindest für mich ein Grund, da mal öfter hinzugehen:

Mechanical Masterpieces is a collection of paintings reimagined for the 21st century. Optimized for short attention spans, it allows viewers to poke, switch, disco, inflate and water paintings to their heart’s content.

Normalerweise würde Line am zweiten Feiertag auch nachkommen, worauf wir aber aus bekannten Gründen dieses Jahr wohl verzichten werden – was halt auch komisch wird, allein schon weil Hund und Frau selten so lange getrennt waren. Überhaupt ist noch nicht mal klar, wie lange ich dann dort bleibe und wann es wieder gen Zuhause geht.

Was ich hingegen weiß: Das Fernsehprogramm wird wieder ganz furchtbar. Entweder schauen meine Eltern irgendwelche alten Märchen, die mir schon als Kind zum Hals raushingen, irgendeinen Trash-Mist oder Tier-Dokumentationen. Letzteres ist eigentlich auch gar nicht schlecht, lernt man da doch eigentlich immer was bei – aber üblicherweise erzählen die ja dann doch immer das Gleiche.

Da ist Brian Ahearn schon die bessere Alternative, denn der hat Anfang des Jahres damit angefangen, Fakten über Tiere zu illustrieren. Dabei wählt er nicht nur welche aus, die man so vielleicht noch nicht kannte, sondern weiß auch mit einem Hauch Humor zusätzlich zu begeistern:

Wie immer bei Künstlern sollte jeder direkt einen Abstecher zu Instagram machen und dort den Folge-Button betätigen – darüber hinaus lohnt sich natürlich auch der Besuch der Seite, die zum Projekt dazugehört (auch wenn immer mal wieder im Wartungsmodus ist). Und wer richtig was fürs Karma tun will, schaut sich mal auf seiner Patreon-Seite um.

Seit gut einer Woche liegt mir Line in den Ohren, dass ich endlich mal meine Birnen essen soll, die wir vor ein paar Wochen im Alten Land gepflückt haben. Dabei ist es ja gerade ihre Schuld, dass ich das bisher nicht getan hab und mich nun in einer äußerst schwierigen Situation befinde – und das jedes Jahr aufs Neue.

Denn von den Äpfeln, die wir eigentlich gepflückt haben, sind keine mehr übrig, was bedeutet: Das ist schon eine ganze Weile her und die Birnen haben langsam ein gewisses Alter erreicht. Ganz auf Birnen verzichten möchte ich aber auch nicht, weil Birnen einfach um ein Vielfaches besser sind als Äpfel. Sieht man ja allein schon daran, dass Äpfel absolute Massenware sind und auch in nahezu jedem Getränk auftauchen, selbst in denen, bei denen man es nie für möglich gehalten hätte. Die Birne jedoch wird nach wie vor als was Besonderes behandelt und nicht einfach verramscht.

Zurück zum Thema: Mittlerweile sind die Birnen also recht alt – vielleicht sogar zu alt, um noch wirklich zu schmecken, was halt auch Scheiße wäre, weil wir sie dann nur noch wegschmeißen können. Was nur wieder zu Schimpferei der Frau führt, die dann wieder sagt, dass wir nächstes Jahr keine pflücken, was wir dann dennoch ignorieren. Verlierer auf ganzer Linie quasi.

Ich will aber auch nicht nachschauen … Schrödingers Birne quasi. Solange ich nicht Bescheid weiß, ob die Birnen noch gut sind, sind sie es und auch gleichzeitig wieder nicht. Schau ich nach, hab ich aber Gewissheit und im schlechtesten Falle sind sie es zu 100%. Da sind mir die 50% doch lieber …

Wäre immerhin egal, wenn ich aus dem Obst noch Kunst machen könnte, so wie José Pereira es macht. Das grenzt zwar beinahe an Lebensmittelverschwendung, ich bin aber sicher, dass er auch nur bereits abgelaufene Nahrung für seine Kunst verwendet. Die ist nämlich gar nicht mal so schlecht:

Art in apple, see how to carve a beautiful apple flower.

If you like, please subscribe to the channel and activate the bell.

Learn how to cut and decorate fruit.

How to make a bird on apple, by J.Pereira Art Carving Fruit

In this video teaching how to make a simple decoration on apple.

Werft gern mal einen genaueren Blick auf seine Videos – das sind nicht nur viele, die sind auch recht inspirierend, wenn es um das Anrichten von (vor allem, aber nicht nur) Obst geht.

Andreev selbst beschreibt sich als professioneller Non-Artist, was zwar witzig klingt, aber mit der Realität gar nicht so viel zu tun hat, wenn man sich mal seinen Instagram-Account anschaut. Am kreativsten ist er wohl immer kurz vor Halloween, was bei den Motiven nicht wirklich verwundert, ebenso nimmt er konstant an jedem Inktober teil. Wer das nicht kennt: Künstler und Illustratoren versuchen jeden Tag im Oktober ein Werk pro Tag fertig zu stellen und zu veröffentlichen – Andreev nutzt dabei sogar noch eine Eieruhr, um den Druck noch höher zu halten.

Den Kollegen von boredpanda hat er zudem noch ein bisschen mehr über sich und seiner Arbeit erzählt – leider ist das durch die zahlreichen Bilder recht zerstückelt. Um das Ganze ein wenig abzukürzen: Eigentlich ist er ein ganz normaler Typ, und Zeichnen ist sein Hobby – würde mich aber nicht wundern, wenn er damit nicht irgendwann auch mal ein bisschen Geld verdienen könnte, so denn er will:

Neben Instagram hat er auch noch einen YouTube-Kanal, der aber leicht recht dünn bestückt ist. Bleibt zu hoffen, dass auch da noch ein bisschen mehr kommt – bis dahin einfach auf Instagram verfolgen, ist ja für Kunst ohnehin die besser geeignete Plattform.

Homeoffice ist nicht mehr nur Privileg für ein paar Wenige, sondern hat sich zwangsweise in nahezu allen Firmen durchgesetzt und besonders denen nahezu sämtlichen Wind aus den Segeln genommen, die immer behauptet haben, dass es nicht gehen würde und ja auch nicht gebraucht würde. Und wer in Zoom investiert hat, dürfte sich mittlerweile auch mehr als einen goldenen Wasserhahn kaufen können.

Zusammengefasst kann man also sagen, dass Corona unser Leben durchaus an der einen oder anderen Stelle ordentlich auf Links gedreht hat, wobei ich wirklich froh und glücklich bin, dass sich bei uns die Auswirkungen tatsächlich nur darauf beschränken, dass wir einfach von Zuhause aus arbeiten und unsere größte Sorge ist, ob wir noch genug Scheißhauspapier haben (und aktuell: Ob wir Silvester nach Dänemark können).

Irina Bock ist Designerin im Silicon Valley und hat ein paar fixe Illustrationen entworfen, die das Leben vor und nach Ausbruch der Pandemie zeigen und trifft damit mehr als ein Mal den Nagel ziemlich gut auf den Kopf:

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Daily fashion #covidlife

Ein Beitrag geteilt von Irina Blok (@creativeblok) am

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Evening plans #covidlife

Ein Beitrag geteilt von Irina Blok (@creativeblok) am

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

#covidlife

Ein Beitrag geteilt von Irina Blok (@creativeblok) am

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

New spending habits #covidlife

Ein Beitrag geteilt von Irina Blok (@creativeblok) am

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Garbage day #covidlife

Ein Beitrag geteilt von Irina Blok (@creativeblok) am

Mehr davon und von ihr gibt es natürlich auf ihrem Instagram-Account – schlaue Leute folgen ihr direkt.

Was man aber gern mal vergisst: Nicht nur das Auto nimmt einen wesentlichen Platz im Leben ein, sondern noch allerlei anderer Kram, der sich vorzugsweise auf Rädern fortbewegt. Was wiederum zu einem ganz interessanten Gedanken führt: Wie wäre wohl die Welt, wenn das Rad nicht erfunden worden wäre?

Ein Gedanke, um die sich die Designer Richard Beerens und Ronald Mica aus Amsterdam nicht gekümmert haben – stattdessen haben sie einfach das Leben anhand dieser zahlreichen Vehikel illustriert. Auch wenn ich einen Großteil davon selbst nie besessen hab (zumindest den Part aus der Jugend), ist das doch recht spannend und gar nicht so weit weg von der Realität.

Mehr Arbeiten von Richard Beerens gibt es an dieser Stelle und von Ronald Mica hier.

Aus Gründen ist diese Woche mal ein bisschen weniger los …

Fotografen werden mir bestimmt Recht geben (oder halt auch nicht, denn eigentlich hab ich keine Ahnung): Das beste Licht zum Fotografieren bekommt man immer noch in der Morgen- und Abenddämmerung. Wenn die Sonne kurz vorm Untergehen oder schon hinter dem Horizont verschwunden ist – das kann schon sensationell werden.

Haben wir auch mal im Urlaub ausprobiert und sind dafür irgendwann um kurz nach 3 Uhr aufgestanden … leider hat uns das Wetter aber einen Strich durch die Rechnung gemacht. Was am Ende auch nicht schlimm war, denn ich bin ohnehin nicht gut im Bildermachen, insofern gab es auch keine Erwartungshaltung, die es zu erfüllen galt. Wär aber dennoch geil gewesen, hätten wir überraschen können.

So bleibt uns nur die Arbeit anderer zu bewundern, so wie bei den Bildern von Riley Blakeway aus Neuseeland:

WINNER – ‘Best Short Film’ 2015 MIMPI Film Festival Brazil
WINNER – ‘Best Cinematography’ 2015 MIMPI Film Festival Brazil
WINNER – ‘Sonny Miller tribute award for Best Cinematography’ 2016 San Diego Surf Film Festival
FINALIST – 2016 AdventurePro Film Festival
OFFICIAL SELECTION – 2015 REDirect surf film festival
OFFICIAL SELECTION – 2016 Kona Surf Film Festival
OFFICIAL SELECTION – 2016 Miami Independent Film Festival
OFFICIAL SELECTION – 2016 Los Angeles CineFest
OFFICIAL SELECTION – 2016 Water: Take 1 Festival
OFFICIAL SELECTION – 2016 Aotearoa Surf Film Festival
OFFICIAL SELECTION – 2016 Honolulu Surf Film Festival
OFFICIAL SELECTION – 2016 Vagabonde Festival Bordeaux
OFFICIAL SELECTION – 2016 Swedish International Film Festival
OFFICIAL SELECTION – 2016 Time & Tide Film Festival

Director / Cinematographer / Editor: Riley Blakeway
Featuring: Chippa Wilson, Dion Agius, Nate Tyler
Original Music by: Sasami Ashworth
Score Produced by: Avi Zahner
Water Cinematography: Talon Clemow
Second Camera: Aidan Stevens
Supported by: Monster Energy / RED Camera

Colored at The Mill Los Angeles
Colorist: Nick Sanders
Executive Producer, Color: Thatcher Peterson
Color Producer: Antonio Hardy
Production Coordinator, Color: Diane Valera

Aus Gründen ist diese Woche mal ein bisschen weniger los …
]]>
https://www.wihel.de/light-therapy-das-licht-bei-morgen-und-abenddaemmerung/feed/ 3
Polly Pocket-Modelle aus Film und Fernsehen https://www.wihel.de/polly-pocket-modelle-aus-film-und-fernsehen/ https://www.wihel.de/polly-pocket-modelle-aus-film-und-fernsehen/#comments Tue, 22 Sep 2020 14:15:53 +0000 https://www.wihel.de/?p=104256 Polly Pocket war ja früher so ein richtiges Ding, genau wie Barbie und entsprechend genauso uninteressant für mich – ich wurde aber dennoch zwischen den Cartoons damit vollgeballert, weil halt Targeting im Fernsehen schon damals extrem schwierig war und heute auch noch ist (mal abgesehen von den ganzen SmartTV – aber so richtig weiß ja auch niemand, wer am Ende davor sitzt).

Und irgendwie find ich das Konzept mittlerweile ganz spannend: Spielzeug, direkt in der Schachtel geliefert, die zum Spielzeug dazu gehört. Platzsparend und direkt ordnungsbringend, aufgrund der Größe und Form auch leicht zu verstauen – wenn ich es nicht besser wüsste, würd ich sagen, dass ist die perfekte Idee zum Geld drucken.

Und war es ja auch irgendwie – bis halt der Drucker nicht mehr funktionierte und die Firma Bluebird Toys irgendwann von Mattel geschluckt wurde.

Spannend find ich auch, wie sich die Figur gewandelt hat. Von damals knapp 1cm Größe zu heute irgendwas um die 8cm ist schone in wahnsinniger Sprung, ebenso die Anzahl der Gelenke und Features im allgemeinen. Irgendwie liegt es ja auf der Hand, dass auch Kinder einen gewissen Anspruch entwickeln und entsprechend Spielzeug immer raffinierter werden muss, aber es gerade in dem Bereich zu sehen … fühlt sich irgendwie verrückt an.

Wie dem auch sei, The ToyZone hat sich nun das Polly Pocket-Universum genommen und ein paar Serien und Filme ver-polly-pocket und das ist dann doch schon deutlich interessanter für mich.

Schade nur, dass das leider alles recht fiktional ist, um nicht zu sagen: Großartige CGI von Jan Koudela:

Könne aber auch gut sein, dass Mattel sich davon inspirieren lässt (will heißen: Die ersten 6 Ideen klaut und ab dann selbst entwickelt) und auf den Zug aufspringt. Hat bei LEGO ja auch ganz wunderbar funktioniert in den letzten Jahren.

Schon seit einer ganzen Weile fällt mir auf, dass der Anteil von Kunst hier auf wihel.de stark zurück gegangen ist. Das liegt zum einen daran, dass ich gar nicht so viel Kunst aktuell im Feedreader finde, aber auch daran, dass ich mittlerweile drölf mal abwäge, was ich bringen kann und was mir mit Sicherheit in ein paar Jahren eine fette Abmahnung ins Haus liefern lässt. Und die tun halt nach wie vor richtig weh, selbst mit Versicherung, Anwalt und sonstigem Pipappo – erstmal kostet das immer Geld.

Aber mir fällt auch auf, dass sehr viel Kunst auf andere Plattformen abwandert und sich nicht mehr so stark über Blogs verbreitet, sondern andere Kanäle dafür in Betracht kommen. Gerade Instagram ist dafür ja beinahe perfekt geeignet, auch wenn man sich mittlerweile damit arrangieren muss, dass man irgendwo zwischen zahlreichen (dummen) Influencern verortet wird.

Ob das die Verbreitung am Ende dadurch auch einfacher macht, vermag ich nur schwer zu beurteilen, ich hab aber auch den romantischen Glauben, dass Blogs irgendwann wieder ein bisschen mehr im Rampenlicht stehen, als das aktuell der Fall ist. Schlaghosen kommen ja schließlich auch alle paar Jahre wieder in Mode.

Auch Hye Sea tummelt sich auf Instagram und präsentiert dort ihre Kunst und das besondere daran ist, dass sie weder Pinsel, Farbe noch Stifte benutzt, sondern eigentlich nur … die Sonne. Und natürlich ein Glas, damit das Licht gebündelt wird und sie so statt Ameisen und anderes Ungeziefer einfach ihre Kreativität „verbrennt“

Extremst offensichtlich: Wer gern mehr davon sehen will, schaut einfach bei Instagram vorbei und folgt bei Gefallen ihrem Profil. Und / Oder schaut sich auch hier noch ein bisschen weiter um und lässt vielleicht den einen oder anderen Euro für ein Kunstwerk für Zuhause springen.

Kaputtes Glas kann ein ziemlicher Graus sein und damit mein ich nicht nur, dass das Reinigen von zerbrochenem Glas ein ziemlicher Akt ist und sicher auch nicht ungefährlich – viel mehr sind es die Begleitumstände. Zum einen fällt mir da wieder ein, warum ich aus Gründen mal vor Jahren eine Glasscheibe in einer unserer Türen kaputt gemacht hab. An sich kein großes Ding, passiert halt – wenn dir dann aber bewusst wird, dass deine Versicherung dir den dicken Mittelfinger zeigt, weil zwar deine komplette Wohnung versichert ist, aber eben das Glas in Türen und Fenstern nicht, dann fühlst du dich einfach nur verarscht. Und bestätigt, warum eigentlich niemand Versicherungen mag.

Das war dann insgesamt auch ein recht teurer Spaß, besonders wenn man noch berechnet, dass man jeden Monat in eine Versicherung einzahlt, die dann nicht das macht, wofür man jeden Monat einzahlt.

Anderes Beispiel, dass zum Glück nicht mir passiert ist: Schaden in der Frontscheibe des Autos. Auch an sich nichts Wildes, denn so eine Frontscheibe ist beinahe schon ein Wunderwerk der Technik und hält ordentlich was aus. Aber allein die Vorstellung, dass das Ding in jeder Sekunde reißen könnte und man dann einfach sinnlos stirbt … is mir nix.

In dem Fall hat die Versicherung übrigens anstandslos gezahlt, auch wenn da kein unerheblicher Selbstkostenanteil dabei war (der Gesamtpreis aber noch mal eine ganze Nummer größer). Glas und Versicherungen … kannst nicht mit, kannst nicht ohne.

Und dann kommt auch noch Simon Berger daher und macht Glas mutwillig kaputt. Aber das ist okay, denn er tut es im Namen der Kunst und wenn man sich die Ergebnisse mal anschaut, dann darf er das gern auch noch eine ganze Weile weiter machen.

Simon Berger is an artist who works with a hammer and glass. He has figured out a way to crack the glass so precisely that it creates an image of a face. It’s a delicate process that has taken him three years of trial and error to get right. Sometimes it takes him one try, but other times it can take him five. And an expensive series of mishaps could cost hundreds of Swiss francs. One wrong hit, and he’ll have to start all over again.

Street Art & Glass
A making of by Simon Berger (Switzerland)
for Resilience edition | Street Art Fest Grenoble – Alpes (2020).

Wer gern mehr von ihm sehen möchte, schaut am besten bei Instagram oder auf seiner Webseite vorbei.

Aber darum soll es hier nicht gehen, zumal gar nicht belegt ist, dass Etoni Mama hier Lebensmittel tatsächlich verschwendet. Viel mehr versucht die japanische Mutter dreier Kinder ihre Liebsten kreativ zu überraschen und ein bisschen Spaß und Freude auf den Teller zu bringen – in dem sie sich immer wieder neue Anordnungen, Muster und nachgebildete Figuren einfallen lässt.

Und das macht sie mittlerweile so erstaunlich gut, dass sich nicht nur ihre Kinder daran erfreuen, sondern auch das Internet:

Natürlich gibt es noch viel mehr von ihr zu sehen und das findet man am besten natürlich auf Instagram. Um die 151.000 Abonnenten tun das schon und wenn ihr schlau seid, gesellt ihr euch einfach dazu. Und wer noch ein bisschen mehr Foodporn sehen möchte, dem empfehle ich einen Blick in diese Kategorie oder auch diese Suche. Angeordnetes Essen gibt es dort weniger, dafür andere Foodporn-Kunst, die garantiert dafür sorgt, dass ihr Essen in anderem Licht seht. Oder mindestens Hunger bekommt. Und selbstverständlich lohnt sich auch immer ein Blick in die Kategorien von Line – denn warum Essen nur anschauen, wenn man es auch selbst machen kann.

Als ich noch deutlich jünger war – mein Alter muss noch gerade so zweistellig geworden sein, wollte ich Zuhause immer eine Schreibmaschine haben. Nicht, weil ich sie dringend bräuchte oder auch nur ansatzweise vorhatte, damit (längere) Texte zu schreiben, aber irgendwie war das ja cool, dass man nur auf ein paar Tasten hauen konnte und dann Buchstaben auf Papier erschienen – quasi für die Ewigkeit.

Und irgendwie kamen wir dann auch damals an eine Schreibmaschine und somit schnell an meine erste ernüchternde Erfahrung. Denn Schreiben auf einer Schreibmaschine ist gar nicht so leicht – die Anschläge verlangen einen deutlich längeren Weg im Vergleich zu heutigen Computertastaturen, dazu muss man auch einiges an Kraft aufwänden, Zeilenumbrüche muss man selbst setzen und Fehler verzeihen die Dinger ja einfach mal gar nicht.

Irgendwann hatten wir dann auch so eine semi-elektrische Schreibmaschine, bei der die Tastenanschläge schon sehr nah an das Computergefühl heran kamen und auch Zeilenumbrüche wurden selbstständig gesetzt bzw. ließen sich leichter setzen als das bei einer herkömmlichen Schreibmaschine der Fall ist. Und man konnte Dinge sogar ein bisschen korrigieren. Vom Nostalgiefaktor blieb da aber nicht mehr viel übrig, sodass womöglich genau das das erste Mal war, dass ich einsehen musste, dass moderne Technologie und nostalgische Romantik nur schwer miteinander einhergehen.

Ich hab aber auch nie ausprobiert, was James Cook macht, der nicht nur einen unfassbar coolen Namen hat, sondern mit seiner Schreibmaschine auch zeichnet. Dafür wurde die zwar nie so wirklich konzipiert, aber Kreativität bahnt sich ja immer ihren Weg. Und wenn man Cook dabei so zuschaut, fragt man sich auch schnell, warum das nicht schon immer ein valider Einsatzzweck für Schreibmaschinen war:

This is vol. 2 of the production of my typewriter art from various scenes around the Essex countryside in the summer of 2020. The three “typicitions” were drawn from observation at the historic Layer Marney Tower, Tollesbury Marina and Thaxted Parish Church. These drawings were typed on my 73″ Silverreed 200 and I managed to get through a couple of ribbons on these pieces of work!

A short film about the production of my typewriter art of various scenes around the Essex countryside from December 2019. The three “typicitions” were partly-drawn from observation. I spent no more than 3 hours at each location and completed these drawings indoors (where it was nice and warm.) These drawings were typed on my 71″ Adler Tippa and 56″ Oliver Courier typewriter.

This is a timelapse of my typewriter art of the Fourth Doctor, a.k.a Tom Baker from Doctor Who. This “typicition” of mine took 6 hours in total over a period of just one day. This portrait was typed on my 50’s Oliver Courier typewriter which is my go-to machine!

Bisher gibt es nur recht wenig Videos auf seinem YouTube-Kanal – hoffentlich kommt da noch ein bisschen mehr.

„Geschehnisse“ ist ja auch so ein Wort, dass man viel zu selten benutzt. Ist aber auch unfassbar sperrig und irgendwie hat man bei der Benutzung immer das Gefühl, dass es noch ein viel besseres Wort gibt, dass deutlich angenehmer von der Zunge geht und viel besser beschreibt, was man eigentlich sagen will. Oder?

Aber darauf wollt ich gar nicht hinaus, sondern dass ich vor ein paar Wochen schon leider feststellen musste, dass eines meiner Lieblingsvideos auf YouTube nicht mehr verfügbar ist. Das war ein Zaubertrick aus einer Show von Pen & Teller und der Typ hat einfach einen der besten Kartentricks überhaupt abgeliefert – vor allem war aber sein Gequatsche drumherum sensationell gut, witzig und unterhaltsam. Natürlich hab ich auch direkt den Namen von ihm vergessen, aber er hat den ikonischen Satz geprägt: Egal, wie sehr du trainierst, es wird immer einen Asiaten geben, der es besser macht als du“.

Und damit hat er ja auch Recht – die Asiaten sind einfach unglaublich und wenn man ihnen nur genug Zeit gibt, werden sie die Weltherrschaft an sich reißen.

Bis dahin machen sie einfach weiter das, was sie bereits sehr gut können und das ist unter anderem gute Werbespots erstellen. Okay, das klingt nach einem Scherz, denn meistens sind die Werbespots, die man aus Asien kennt, maximal überdreht und nicht selten können sie epileptische Anfälle auslösen – aber auch hier bestätigt die Ausnahme die Regel.

Wie zum Beispiel der von Daihei Shibata – wobei das nicht wirklich Werbespots sind, sondern einfach ein paar Illusionen, die vermutlich für irgendwelche Einspieler verwendet werden. Ändert aber nichts daran, dass das Spiel mit den Erwartungen des Zuschauers und dem Brechen selbiger ganz wunderbar gelungen ist:

Design Ah is an education TV program for the purpose of telling the fun of the design and bringing up design-like viewpoint and sensitivity.
This is one of the corners for that.
Something different will happens from what we expected.

Und was meine Annahme der Werbespots in Asien allgemein angeht: Subjektiv, nicht wirklich Ahnung habend und einfach nur darauf basierend, was mal zu uns rüber schwappt. Wer weiß, vielleicht haben die ja mittlerweile auch die besten Werbespots der Welt.

Dafür, dass ich Pixelkunst eigentlich unfassbar gut finde, fällt mir immer wieder auf, wie wenig Zeit und Recherche ich da investiere – meist muss dann doch irgendwo anders her der Stein des Anstoßes kommen und ich hab jedes Mal die gleichen Gedanken dazu.

Dabei ist Pixel-Kunst einfach eine unfassbar angenehme Form der Kunst und vielleicht sogar maximal unterschätzt, denn mit wenig viel erreichen schaffen halt nur die Wenigsten.

Was mich wieder daran erinnert, dass ich neulich irgendwo ein Video gesehen hab, in dem irgendwer ein relativ simples Spiel sehr schnell programmiert hat. Der Fokus lag dabei eher auf Code und Logiken, aber nebenbei hat der Typ auch ein paar grafische Elemente designt und einfach mal aus dem Handgelenk ein paar Pixelgrafiken geschubst. Das lief natürlich alles im Zeitraffer, sodass man nie so ganz weiß, wie wieviel Zeit und Arbeit da reingeflossen ist – sich aber einfach hinzusetzen, genau zu wissen, wo welcher Pixel hin muss, damit das am Ende einfach funktioniert … für mich immer wieder faszinierend.

Ganz vielleicht ist es aber auch nur wieder die einfache Verblüffung, wie andere das hinbekommen im Vergleich zu meinem eigenen Scheitern. Viel zu oft hab ich schon versucht, bei diversen Bildern rumzuretuschieren, weil irgendwas entfernt werden musste oder ein bisschen zu unförmig war. Und jedes Mal sah es hinterher schlimmer aus als vorher – scheinbar ist mein Hirn einfach nicht in der Lage, mit Pixeln vernünftig arbeiten zu können.

So bleibt es bei der Bewunderung der Arbeit anderer – nachfolgend ein paar sehr gelungene Beispiele:

Hoffentlich animieren die mich dazu, mal ein bisschen mehr Zeit zumindest für Suche und Huldigung dafür aufzuwenden. Die obligatorische Follow-Empfehlung darf natürlich auch an dieser Stelle nicht fehlen.

Ich könnt ja schon ein bisschen aus der Haut fahren, wenn ich irgendwo mal wieder lese, dass wir in Hamburg oder allgemein in Deutschland einen Lockdown bzw. eine Ausgangssperre hatten – das ist schlichtweg falsch und wird auch nicht wahrer, je häufiger man das behauptet und wiederholt. Jeder durfte zu jeder Zeit sein Haus verlassen, einkaufen gehen und ja teils auch problemlos seine Freizeit unter freiem Himmel gestalten. Einzige Ausnahme: Diejenigen, die nachweislich infiziert waren bzw. sind.

Das sah in anderen Ländern schon ganz anders aus. Aber wer schert sich schon um Details, wenn man endlich wieder was hat, über das man sich aufregen kann? Die da oben machen doch ohne nur, was sie wollen oder sollen, gesteuert von Bill Gates und der ZDF Fernsehmaus (die wiederum von diesem kleinen blauen Elefanten manipuliert wird). Was für eine Gesellschaft soll das sein, in der durch das Tragen von Masken und Abstand zu anderen Mitmenschen geschützt werden? Das will doch keiner.

Aber das Leben hat sich nun mal geändert, ob mit oder ohne Maske ist da schon beinahe egal. Der Hamburger Kameramann und Cutter Lukas Ellerbrock hat das gekonnt in Bildern eingefangen und war gerade in den ersten Tagen, als noch richtig wenig auf den Straßen und Flächen Hamburgs los war, fleißig geknipst.

Herausgekommen sind eine Vielzahl von Bildern, die Hamburg so zeigen, wie es die wenigsten wohl je gesehen haben – leer, verlassen und auf seltsame Art und Weise ruhig und entspannt. Aber eben auch surreal, denn eigentlich ist ja immer was los.

78 dieser Bilder hat er nun in einem Bildband zusammengefasst, der per Crowdfunding nach Unterstützung und Umsetzung sucht:

Wer mag, kann sich an dieser Stelle beteiligen, die Kampagne läuft noch ein paar Tage und es fehlt auch noch ein bisschen bis zur sicheren Umsetzung des Projektes.

Gut möglich aber auch, dass der Autoindustrie einfach nur das Schicksal blüht, dass allen Industrien und Geschäftszweigen blüht – irgendwann ist es halt einfach vorbei, zumindest mit dem dauerhaften Erfolg. Immer mehr, immer weiter, immer höher geht halt einfach nicht.

Und da hilft dann auch kein durchsichtiges Auto, so wie beim Pontiac Ghost Car. Okay, die Überleitung war mehr schlecht als recht, aber draußen sind auch Tausendhundertmillionen Grad, da kann keiner Höchstleistung erwarten. Dennoch ist das Pontiac Ghost Car einen Blick wert, denn es ist nahezu vollständig durchsichtig und gewährt so Einblicke in ein Auto, die man sonst nicht bekommt – nicht mal der Mechaniker, der das Ding irgendwann zusammengebaut hat.

Das spannende dabei: Die Form lässt es eigentlich schon erahnen, das Ding wurde nicht etwa in unseren modernen Zeiten als Werbe-Gag oder aus Style-Gründen gebaut, sondern 1939 und um eine Art Ausblick in die Zukunft zu geben. Denn Designer Norman Bel Geddes hat sich genau so die Zukunft vorgestellt – wir alle fahren in durchsichtigen Autos umher …

Ich hab allerdings so meine Zweifel, dass man dauerhaft wirklich durchschauen kann – so ein Auto bleibt ja durch Benutzung eher selten sauber, sowohl von außen als auch innen. Dürfte dennoch spannend zu sehen sein, wie da alles im Inneren zusammenarbeitet und welches Teil wann was genau macht.

Nachfolgend gibt es ab ungefähr 01:39 noch mal eine Handvoll mehr Infos zum Wagen:

Seit irgendwas um die 5 oder 6 Monate hocken wir nun schon Zuhause, wobei das ja eigentlich kein Hocken mehr ist – wir arbeiten lediglich von Zuhause aus und machen sonst nicht viel anders als sonst. Der Wechsel ins Homeoffice (oder besser gesagt Mobile Office, denn so ein Homeoffice bringt ja rechtlich noch ein paar Hürden mit sich) war auch gar nicht so schwer, wir haben das vorher ja auch schon ab und an gemacht. Und doch muss ich rückblickend sagen: Auch ich hatte mindestens ein Mal eine Phase, in der mir das alles tierisch auf den Sack ging, die Motivation ist gar nicht den Weg in unsere Wohnung gefunden hat und ich irgendwie durch war.

Mittlerweile hat sich das aber wieder gedreht und ich behaupte: Ich hab mich mehr als dran gewöhnt und will auch gar nicht mehr ins Büro zurück – zu groß sind der Gewinn durch den wegfallenden Arbeitsweg und die optimal auf mich angepasste Umgebung.

Was aber mittlerweile nervt: Das zwei-tägliche Kaffeekochen. Das haben Line und ich uns recht schnell angewöhnt, denn so muss jeder Mal ran, der Kaffee schmeckt nie gleich und wir haben eine kleine Tradition, an der wir uns festhalten können. Eigentlich also sogar eine gute Erfindung – aber das Saubermachen nervt halt richtig. Besonders morgens will ich eher meine Ruhe und hab eh schon genug zu tun. Da noch die Maschine fertig machen und hinterher alles wieder putzen … das will doch keiner.

Außerdem ist Line deutlich besser, was Amateur-Latte-Art angeht. Okay, ich versuch es auch gar nicht erst, aber was sie da mittlerweile zaubert … das ist schon nicht schlecht.

Hat aber gegen das nachfolgende Beispiel so gar keine Chance – vielleicht dient genau das aber auch der Motivation, sich noch mehr zu steigern:

Und wenn wir schon dabei sind, gibt es hier gleich noch ein bisschen mehr Latte-Art.

Mindestens genauso erstaunlich: Wie viel noch in so eine Tasse rein passt, selbst wenn sie eigentlich schon maximal voll aussieht. Und wer noch mehr davon will, schaut sich einfach auf dem Instagram-Account von @milkyfinesse um, der ist voll von Latte-Art.

Nachdem LEGO ja schon vor ein paar Jahren sehr kunst- und eindrucksvoll die Kurve von „Spielzeug“ zu Hype-Nerd-alle-wollen-es-haben-Produkten hingelegt hat – letztendlich, in dem man einfach mal ein paar Lizenzen eingeheimst und sich von seinem wir-machen-alles-wie-immer-Gehabe verabschiedet und sowas wie das Simpsons-Haus und mehr produziert hat – versucht LEGO nun mal wieder etwas Neues: Kunst.

Oder zumindest sowas wie Kunst, denn irgendwie ist es ja immer noch LEGO – aber es nimmt gleichzeitig auch die 8- bzw. 16-Bit-Liebhaber ins Visier. Denn die neueste Idee sind kleine Steckbilder, die am Ende eben ein Bild mit recht bekannten Motiv ergeben und wie Pixel-Kunst für die heimischen 4 Wände fungieren.

Aktuell kann man sich Bilder von Andy Warhol, den Beatles, Marvel oder auch Star Wars in die Bude hängen, muss aber eben erst selbst zu sowas wie einem Künstler werden, denn wie das bei LEGO so ist – da wird selbst zusammengebaut.

Preislich ist das allerdings nicht ganz ohne, knappe 120€ möchte LEGO jeweils pro Bild haben – liefert aber gleichzeitig auch bei dem einen oder anderen Kunstwerk noch einen passenden Soundtrack mit dazu, den man sich beim Zusammenbau anhören und dabei entspannen kann.

Tatsächlich bin ich hier aber ein bisschen skeptisch, was den durchschlagenden Erfolg anbelangt. Sicher, die Pixel-Art-Liebhaber werden sicher mit dem Gedanken einer Anschaffung spielen, aber so wirklich innovativ ist das nicht. Die lizensierten Sets hatten wenigstens noch ausreichend Nerd-Faktor dabei, bei Kunst scheiden sich aber eher die Geister.

Erschwerend kommt hinzu: Es mangelt hart an Auswahl – aktuell 4 Motive (eigentlich drei, Marvel kommt erst noch) sind dann doch arg wenig. Da hilft auch nicht wirklich, dass man mit jedem Set noch mal zusätzliche Varianten basteln kann.

Maik ist natürlich kein Unbekannter und dürfte einigen zumindest von der Win-Compilation im Gedächtnis geblieben sein – ganz nebenbei schreibt er aber auch noch über Serien, hat irgendwo einen Podcast und führt natürlich seinen eigenen Blog. Und Maik hat auch hin und wieder mal die gleichen Gedanken wie ich, nur scheinbar öfter: Diese Art des Bloggens, wie ich es mache, bringt so seine Tücken mit sich. Abmahnungen sind da ein richtig fieses, aber nicht selten präsentes Zauberwort, ebenso versteht nicht jeder, dass man auch mit Fremd-Content und eigenen Gedanken und Sätzen originell sein kann.

Natürlich ist eigener Content irgendwie geiler und besser – das Problem ist aber, dass der deutlich mehr Energie und Zeit braucht und dann auch erstmal sein Publikum finden muss. Die Schlagzahl, die wir hier haben (und die bei Weitem nicht sehr hoch ist, da gab und gibt es ganz andere Kaliber), wäre damit nicht zu halten und ebenso kann ich mir zumindest einigermaßen sicher sein, dass auch anderen das gefällt, was uns gefällt und was wir hier zeigen.

Aber Maik ist nun mal Maik und probiert gern viel aus – so eben auch das Ding mit dem eigenen Content. Und das scheint sich so langsam bezahlt zu machen, denn neulich hat er „seine“ vertauschten Markenlogos präsentiert und die find ich doch tatsächlich sehr gut. So gut, dass ich erstmal nicht gerafft habe, dass das aus seinem Gehirnschmalz entstanden ist, sondern von irgendeinem genie-gleichen Künstler stammen muss. Wobei das eine ja das andere nicht ausschließt:

Vertauschte Markenlogos von Maik Zehrfeld | Design/Kunst | Was is hier eigentlich los?

Vertauschte Markenlogos von Maik Zehrfeld | Design/Kunst | Was is hier eigentlich los?

Vertauschte Markenlogos von Maik Zehrfeld | Design/Kunst | Was is hier eigentlich los?

Vertauschte Markenlogos von Maik Zehrfeld | Design/Kunst | Was is hier eigentlich los?

Vertauschte Markenlogos von Maik Zehrfeld | Design/Kunst | Was is hier eigentlich los?

Vertauschte Markenlogos von Maik Zehrfeld | Design/Kunst | Was is hier eigentlich los?

Vertauschte Markenlogos von Maik Zehrfeld | Design/Kunst | Was is hier eigentlich los?

Hatter wirklich gut gemacht oder? Darüber hinaus – und das muss ich eigentlich gar nicht extra sagen – lohnt sich natürlich auch ein Besuch auf Langweiledich.net immer. Weil er auch sonst ein sehr gutes Näschen bei anderen Sachen beweist.

Genauso versteh ich bis heute nicht, wie ein Mensch in der Lage sein kann, wirklich mit nur einem Strich teils sehr komplexe Bilder aufs Papier zu bringen, denn … du musst ja eigentlich schon das fertige Bild im Kopf haben, damit du weißt, wo du langmalst, wo nicht und vor allem auch wie, damit das mit einem Strich ja aufgeht. Ich mein, manche schaffen ja nicht mal das Haus vom Nikolaus und das würde ich nicht wirklich als Kunst bezeichnen.

Das war damals schon beeindruckend, als wir Art of Brady dabei zusehen durften, wie ein Bild mit nur einem Strich in 24 Stunden entsteht – fairerweise sei aber gesagt, dass das teils dann doch eher zusammenhanglose Einzelbilder waren, die einfach miteinander verbunden wurden – bei Tyler Foust ist das noch mal ein bisschen anders. Eher Einzelmotive, ebenfalls aus einer Linie, dafür aber noch mal ein bisschen komplexer und gleichzeitig einfacher zu erkennen.

Gefühlt würd ich sagen, dass er sich hier auch eines recht simplen Tricks bedient, sodass es noch mal deutlich komplexer erscheint, als es am Ende ist – auf der anderen Seite kenn ich den Trick nicht und selbst damit dürfte es noch schwierig genug sein, derlei Bilder am Ende auf Papier zu bringen:

Wer gern mehr von Tyler Foust sehen möchte, ist auf seiner Webseite direkt richtig aufgehoben, schaut bei Instagram vorbei oder kauft auch einfach ein paar seiner Werke bei RedBubble bzw. Etsy. Oder schaut ihm einfach auf YouTube über die Schulter.