Kultur – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Mon, 20 May 2019 19:15:40 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.2.1 https://www.wihel.de/wp-content/uploads/2017/01/cropped-fiete_blau-2-72x72.png Kultur – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de 32 32 Natur pur: Cornwall https://www.wihel.de/natur-pur-cornwall/ https://www.wihel.de/natur-pur-cornwall/#respond Wed, 22 May 2019 14:09:02 +0000 https://www.wihel.de/?p=95962 Natur pur: Cornwall | Travel | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Cornwall kenn ich vor allem aus irgendwelchen TV-Schnulzen, die meine Mutter jeden Sonntagabend gern geschaut hat – ich weiß bis heute nicht, wie sie es geschafft hat, in Unterzahl jedes Mal die Macht über das allabendliche TV-Programm zu ergattern – natürlich sehr zum Leidwesen von meinem Vater und mir.

Aber auch in dem einen oder anderen Buch tauchte Cornwall immer mal wieder auf – scheinbar aber nicht oft genug, denn bisher hatte ich mir nicht mal in meiner Fantasie wirklich ausmalen können, wie es in diesem kleinen Fleckchen England aussehen mag.

Dank Adrian Cabello brauch ich das aber auch nicht mehr, denn er liefert mit seinem neuesten Video spektakuläre Aufnahmen und zeigt, dass man sich das vermutlich schöner hätte gar nicht ausmalen können:

300 Miles of rugged coastline; surrounded by crystal clear waters, endless golden sands and picturesque fishing villages. Prepare to be taken on a journey from an ancient medieval castle to where the tides unveil spectacular beaches.

This short film shows the interaction between humans, wildlife and nature within this beautiful scenery.

Zumal sie es ja bis heute geschafft haben, der Menschheit weiß zu machen, dass sie angeblich nicht fliegen können – können sie nämlich doch, darf nur keiner wissen.

Und für die geballte Portion Pinguin-Niedlichkeit gibt es doch tatsächlich den perfekten Instagram-Account: Sheba.Drawing. Laut eigenen Angaben dient Instagram dabei als sowas wie ein Archiv, aber das macht die Arbeiten nicht weniger großartig:

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

#penguin with spaghetti.

Ein von @ sheba.drawing geteilter Beitrag am

Und wie sich das mittlerweile für unsere Zeit gehört, kann man sich die kleinen Scheißer für ein paar Euro bzw. Dollar sogar nach Hause holen – wobei die Preise tatsächlich nicht ganz ohne sind. Reinschauen lohnt sich dennoch.

Ich würde glatt behaupten: Albert Einstein ist der berühmteste Wissenschaftler, den die Menschheit bis dato kennengelernt hat, was ja vor allem an seinem ikonischen Äußeren liegen mag. Vor allem verbinde ich aber mit ihm die Erkenntnis, dass man sich nur schnell genug rückwärts bewegen muss, um in der Zeit zurück zu reisen, wobei ich da nun auch nicht sicher bin, ob das nicht doch totaler Quatsch ist.

Wäre aber tatsächlich witzig, vor allem weil Zeitreise ja ohnehin ein herrlich komplexes und zugleich spannendes Thema ist – man denke nur an „Zurück in die Zukunft vs. Endgame“ und so tolle Sätze wie „die Vergangenheit wird zur Zukunft und die Gegenwart zur Vergangenheit“. Oder so. Wenn man nicht aufpasst, kriegt man halt schnell einen Knoten ins Gehirn.

Aber Einstein ist vielleicht nicht nur das berühmteste Gesicht der Wissenschaft, sondern vielleicht auch das liebste. Zumindest mir kommt es so vor, als sei er nicht nur furchtbar klug, sondern auch der nette Opa, den sich ein jedes Enkelkind wünscht. Der einem immer mal einen Fünfer in die Hand drückt und sich dabei für kleine, fiese Scherze nie zu schade ist.

Und genau dieser Eindruck wird nur noch umso mehr verstärkt, wenn man den netten Opa endlich auch mal reden hört. Hier der Beweis:

Albert Einstein im Gespräch mit Carl Laemmle, dem Gründer der Universal Studios. Elsa Löwenthal, Einsteins zweite Frau, redet dazwischen.

Als Leipziger hat man ja zu Dresden ein recht spezielles Verhältnis, wobei ich nicht mal sagen kann, woher das genau kommt. Vielleicht auch wieder aus dem Fußball, sind die Anhänger der SG Dynamo Dresden doch ein bisschen lauter, wilder und enthusiastischer als die meisten Fans (in Sachsen; so positiv wie möglich ausgedrückt). Vielleicht ist das aber auch einfach nur völliger Quatsch und wir machen das nur, weil es die Generation vorher gemacht hat und die auch nur wegen der vorherigen Generation.

Denn an sich ist Dresden ja weder besonders schlimm noch hässlich, wenn auch Dresden natürlich so seine hässlichen Ecken hat – Leipzig aber auch. Osten halt, da ist nicht nur die Denke hier und da auf der Strecke geblieben.

Phil Abold war im Februar in Dresden und hat als Erinnerungsstück und als vielleicht neuestes Beispiel dafür, dass auch deutsche Städte als Timelapse funktionieren, ein paar Eindrücke aus Dresden festgehalten. Cool dabei auch, dass es dieses Mal keine epische Musikuntermalung gibt, sondern so etwas wie „echte“ Soundkulisse:

Leipzig ist trotzdem schöner. Und Hamburg sowieso.

Am 26.05. ist EU-Wahl und das kommt in diesem Jahr vermutlich so selten überraschend, wie bei den letzten Malen zuvor, denn zumindest in meinem Kosmos fand in den letzten Wochen und Monaten deutlich mehr Politisierung als jemals zuvor statt. Gut möglich, dass das an den Flachpfeifen der AfD, FPÖ und wie sie sich sonst noch schimpfen, aber vor allem lag es bei mir persönlich an dem ganzen Terz um Artikel 13.

Viel mehr noch war das Ding nicht nur maximal enttäuschend und schlecht, es hat auch für Umdenken bei mir gesorgt. War ich bis dahin noch sowas wie ein Stammwähler und hab mein Kreuz eher so gesetzt, dass ich am Ende gehofft hab, dass das kleinere Übel schon irgendwie gewinnen wird, hab ich mir dieses Mal deutlich mehr einen Kopf darüber gemacht, wer meine Stimme bekommt.

Aber ich muss auch sagen, dass ich nach wie vor denke, dass es auf mein Kreuz nicht so wirklich ankommt – ist halt nur eine von ein paar Millionen, was kann die schon großartig ausrichten? Zumal sich die EU ja ohnehin so anfühlt, dass die Knallbirnen in Brüssel machen, was sie wollen und man selbst noch nicht mal wirklich weiß, was das überhaupt ist.

Genau hier kommt das neueste Video von Kurzgesagt gerade recht, denn dieses Mal erklären die Jungs und Mädels das Konstrukt der EU, beleuchtet, wie demokratisch die EU tatsächlich ist und was unsere Stimme wirklich zählt:

EU-Bürger zu sein bedeutet, dass viele Bereiche unseres Lebens von einem merkwürdigen Konstrukt reguliert werden. Von einer absurd kompliziert wirkenden Bürokratie, die gefühlt Entscheidungen über unsere Köpfe hinweg trifft.
Wie demokratisch ist die EU wirklich und kann deine Stimme überhaupt etwas bewirken?

Also lieber doch wählen gehen, statt Zuhause die Füße hochzulegen. Dauert ja schließlich nicht lang und ein bisschen Bewegung tut euch gut. Oder ihr nutzt halt so wie ich die Briefwahl – abgesehen vom bekloppt langen Stimmzettel ist die auch mehr als einfach.

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Der Card Dialer aus den 1960ern https://www.wihel.de/der-card-dialer-aus-den-1960ern/ https://www.wihel.de/der-card-dialer-aus-den-1960ern/#comments Thu, 16 May 2019 10:36:07 +0000 https://www.wihel.de/?p=95902 Der Card Dialer aus den 1960ern | Zeitgeschichte | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Ich hab ganz ehrlich noch nie in meinem Leben die Schnellwahlfunktion eines Telefons genutzt. Für mich ging damit immer eine Kategorisierung bzw. Einordnung von Menschen einher: wen findet man wichtiger als andere, auf welche Nummer speichert man ihn und was denken wohl all die anderen darüber, die später kommen oder gar nicht in der Schnellwahl auftauchen?

Außerdem gibt es mittlerweile ja Telefonapps, in denen man schnell nach Namen suchen kann und überhaupt: wer telefoniert denn heute noch? Von Sprachnachrichten will ich gar nicht erst anfangen, das ist ja ohnehin die schlimmste Unart des 21. Jahrhunderts.

In den 60ern sah das aber anders aus. Telefone gab es immerhin schon, aber wer telefonieren wollte, musste die Nummern kennen oder irgendwo aufgeschrieben haben und dann mühselig über eine Wählscheibe wählen. Ich kenn das noch, der Großteil von euch vermutlich nicht mehr – Spaß sieht jedenfalls anders aus.

Genau hier setzt der Card Dialer an, den man einfach ins Telefon steckte und los gings:

Kannte ich bis dato nicht, findet es aber mindestens für damals krass innovativ.

Man könnte meinen, dass das auch nur noch ein schlechter Versuch ist, ein bisschen Hype für den Honka-Film von Fatih Akin zu erzeugen, soll der doch mal gar nicht so gut sein (ich hatte es ja still und heimlich schon befürchtet). War immerhin auch mein erster Gedanke und beinahe hätte ich gar nicht auf Play gedrückt, aber …

… da ist dann halt auch Martin Semmelrogge. So richtig weiß niemand, was der gerade macht und ob er nicht wieder wegen irgendwas im Knast sitzt. Ebenso kann ich nicht behaupten, dass ich ein großer Fan von ihm bin, kenne ja selbst nur ein oder zwei Filme mit ihm.

Aber irgendwie hat der Typ was an sich, was ihn faszinierend macht, was dann letztendlich dazu führte, dass ich mir den Clip doch angesehen hab. Und siehe da: vielleicht haben wir hier den besten Werbeclip für eine Kneipe, den die Menschheit je gesehen hat und sehen wird:

Verantwortlich dafür ist die Hamburger Kreativagentur Thjnk, die den Film ohne Auftrag gemacht hat – hatten halt einfach Bock drauf.

Ich glaube, es war letzte Woche wieder als ich nicht nur ins Lenkrad hätte beißen, sondern das Ding komplett auffressen können, so bekloppt sind die Leute wieder gefahren bzw. haben sich verhalten. Ich versteh bis heute nicht, warum es so schwer ist, Kreuzungen freizuhalten, auf sein Recht zum Zwecke des Verkehrsflusses zu verzichten oder sich ganz allgemein nicht wie der letzte Arsch zu benehmen. Rücksichtsvoll und vorrausschauend – die Wörter hört und merkt man sich scheinbar wirklich nur, wenn man zur Fahrschule geht.

Da kann es ganz gut helfen, wenn man ein paar Fahrtechniken drauf hat, die vielleicht nicht jeder kennt – wofür genau möchte ich gern offen lassen. Wyatt Knox ist da vermutlich gerade der am besten Geeignetste, der den einen oder anderen Trick im nachfolgenden Video nicht nur zeigt, sondern auch erklärt:

Wyatt Knox, Special Projects Director at the Team O'Neil Rally School, is a true technician behind the steering wheel. Wyatt explains the different techniques he teaches to special operations personnel, including the pit maneuver, driving in reverse at high speeds, and taking over when the driver goes down.

Bevor man aber nicht in zwei Zügen rückwärts einparken kann, sollte man mit dem Rest gar nicht erst anfangen.

Noch immer denk ich an das eine Jahr zurück als Line mich fragte, was ich mir zu Weihnachten und/oder Geburtstag wünsche und dabei selbst schon Vorschläge machte. Die waren zu meiner Überraschung gar nicht mal so ohne, denn sie unter anderem brachte sie der/die/das Playstation VR ins Spiel. Doof nur, dass wir damals noch in unserer alten Wohnung wohnten und dafür nicht ausreichend Platz hatten – ich verneinte also.

Mittlerweile haben wir deutlich mehr Platz und ich hätte gern so ein Ding, hab vermutlich aber nicht den Hauch einer Chance, noch mal so dicht an die Erfüllung dieses Wunsches zu kommen wie damals.

Anderes Beispiel war ein Rundflug über Hamburg, was ich aus höhenangsttechnischen Gründen ebenfalls ablehnte – außerdem kann ich mir das ja auch im Fernsehen ansehen und hab dabei sogar noch die Sicherheit richtig guten Wetters.

Und zudem: Hamburg ist zwar super, aber in Sachen Luftaufnahmen eine eher kleine Nummer, mindestens im Vergleich mit Japan, wie Armadas anhand von Tokio und Yokohama bestens beweist. Könnte aber auch daran liegen, dass 8K schon eine gewisse Qualität garantieren und die ruhigen Aufnahmen mit passender Musik gänzlich dem typisch hektischen Treiben in den Städten entgegenwirkt und so eine ganz wunderbar perfekte Mischung abgeben:

8K night aerial footage of Tokyo and Yokohama shot on RED Monstro
VV 8K Camera with Carl Zeiss Milvus 35mm lens.

Mit einem Kombi wären wir auf der absolut sicheren Seite gewesen, mir sind die Dinger aber schlichtweg zu lang – gerade in Hamburg ist das ja mit den Parkplätzen immer so eine Sache. Bekanntermaßen ist es der Qashqai geworden, der platztechnisch absolut okay ist. Scheinbar war das ganze Unterfangen aber auch völlig unnötig und das Platzproblem ist vor allem ein Problem im Kopf, schließlich würde ja auch ein Motorrad reichen.

Zumindest beweisen das die Bilder von Jon Enoch, seines Zeichens Fotograf aus London, aus Hanoi:

Wer gern mehr davon sehen möchte, schaut am besten auf seiner Seite vorbei, den Kollegen von My Modern Met hat er außerdem ein recht interessantes Interview gegeben.