Kultur – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Mon, 18 Oct 2021 15:04:40 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.8.1 Doku-Tipp: Kevin Kühnert und die SPD https://www.wihel.de/doku-tipp-kevin-kuehnert-und-die-spd/ https://www.wihel.de/doku-tipp-kevin-kuehnert-und-die-spd/#comments Tue, 19 Oct 2021 14:58:07 +0000 https://www.wihel.de/?p=120870 Doku-Tipp: Kevin Kühnert und die SPD | Was gelernt | Was is hier eigentlich los?

Das Schöne an den Tagen des Strohwitwer-Daseins ist ja nicht nur, dass ich hier von der Frau genehmigungspflichtige Maßnahmen einfach mal ohne Genehmigung umsetzen kann (um Verzeihung bitten ist manchmal einfacher als um Erlaubnis zu fragen), sondern dass ich auch meinen Tag so einteilen kann, wie ich das möchte.

Zugegeben, so wirklich viel ändert sich dann zum normalen Alltag zwar nicht, aber ich hab durchaus mal die eine oder andere Minute in den letzten Tagen dafür genutzt, irgendwelche Dokumentationen zu schauen. Nix mit Tiere und auch nicht so wirklich was, wo man etwas lernt – aber immerhin weiß ich jetzt, was aktuell so auf der David-Wache und Umgebung los ist. Und dass es da eine Polizistin gibt, die sehr oft sehr gern „fahr mal runter“ sagt, damit sich Leute beruhigen.

Oder auch wie so das Feuerwehrleben in Neukölln ist, wobei mir das tatsächlich schon beim Zugucken teils zu anstrengend war. Glaubt einem ja auch keiner, dass man bei der Feuerwehr gar nicht mal so viel mit Feuer, dafür aber mit allerlei anderen Kram zu tun hat – das ist teils schon sehr beeindruckend, was Frau und Mann da leisten.

Darüber hinaus kommen da natürlich noch die üblichen Unterhaltungsvideos dazu – und ein Doku, die ich schon sehr lange vor mir herschiebe. Hauptgrund dafür ist vor allem, dass es sich um Politik dreht – nicht gerade mein Lieblingsthema, weil das eben viel mit Labern und sich selbst präsentieren zu tun hat und – klassische Stammtisch-Parole – die, die was zu entscheiden haben – den Bezug zur Realität, dem Fußvolk und dem Thema an sich teils stark verloren haben.

Aber wer will es ihnen verübeln? Wenn man selbst Privilegiert ist, ist es eben nicht so einfach, die Sichtweisen der zu verstehen und zu berücksichtigen, die nicht selten jeden Cent zwei Mal umdrehen müssen oder sehr genau wissen, wie das Hungertuch schmeckt.

Zumindest subjektiv scheint Kevin Kühnert da (noch) eine Ausnahme zu sein, zumindest imponiert mir bei ihm, dass er nicht nur leere Worthülsen von sich gibt. Und auch sonst nicht sonderlich negativ aufgefallen ist – was irgendwie auch für sich spricht, wenn es gut ist, dass jemand vor allem nicht negativ in Erscheinung tritt.

Wie dem auch sei: der NDR hat Kühnert eine ganze Weile begleitet, dazu eine Doku gemacht und wir schauen die jetzt einfach gemeinsam an. Mindestens, damit ich auch dahinter endlich einen Haken machen kann.

Drei Jahre lang haben die NDR Filmemacher*innen Katharina Schiele und Lucas Stratmann den Jungpolitiker mit der Kamera begleitet. Sie zeigen, wie das politische Agieren des ehemaligen Juso-Vorsitzenden und heutigen Partei-Vizes Kevin Kühnert aussieht. Und sie fragen, welchen Einfluss er auf die politische Ausrichtung der SPD hat und ob es einen Linksruck gab.

Vorab sei gesagt, dass ich keine Ahnung von ADHS oder Menschen mit ADHS habe, durfte mir aber in meiner Kindheit auch schon mal anhören, dass das wohl auch bei mir vorhanden sei. Womit wir eigentlich auch schon beim Kern sind, über den ich kurz sprechen will: Diese übertrieben schnellen Diagnosen mit bestimmten Krankheiten.

Ich kann mich jedenfalls gut daran erinnern, wie Leute aus dem Bekannten- oder auch Familienkreis immer mal wieder über ihre Kinder (somit ebenfalls Verwandte und eben auch mich) gesprochen haben. Macht man scheinbar als Eltern so – auch das nur Mutmaßung, aber als Hundehalter macht man das ja auch – dass man Kinder und ihre Entwicklungen vergleicht.

Wenn man dann Dinge hat, die man nicht erklären kann, ist man natürlich offen, gern auch für viel Schabernack. Wie sonst könnte man Globulis und diesen komischen TV-Sender erklären, bei denen irgendwelche Muttis Karten legen und mit Engeln sprechen? Pädagogen werden da auch gern zu Rate gezogen, weil die ja in der Regel die Kinder häufiger erleben, als das die Eltern tun und vielleicht sollte man allein daran schon mal etwas ändern. Aber hier soll es nicht um das verkappte Schulsystem gehen, das kommt sicher später noch mal.

Und wenn dann diese Tresenwissenschaft, gefährliches Halbwissen und Mutmaßungen aufeinandertreffen, hört man eben auch schnell, dass Kinder verhaltensauffällig sind und doch bestimmt ADHS haben.

Persönliche Meinung: Ist halt Quatsch und vielleicht akzeptiert man einfach, dass es keine klar definierten Muster für alle Kids geben kann und gerade Entwicklungsschritte unterschiedlich schnell und auf unterschiedliche Art genommen werden. Wie gesagt, behaupte ich als Nicht-Kinder-Habender.

Gestützt wird das aber immerhin u.a. durch das nachfolgende Video der University of Central Florida:

Die Erklärung liefert die Video-Beschreibung direkt mit:

„That may not seem surprising. After all, weren’t the children absorbed by the sci-fi movie and bored by the math lesson? Not so, [ Mark Rapport, director of the Children’s Learning Clinic at the University of Central Florida] said.That’s just using the outcome to explain the cause,“ he said. „We have shown that what’s really going on is that it depends on the cognitive demands of the task. With the action movie, there’s no thinking involved – you’re just viewing it, using your senses. You don’t have to hold anything in your brain and analyze it. With the math video, they are using their working memory, and in that condition movement helps them to be more focused.“

The takeaway: Parents and teachers of children with ADHD should avoid labeling them as unmotivated slackers when they’re working on tasks that require working memory and cognitive processing, researchers said.

Womit wir bei dem vielleicht wichtigsten Punkt angekommen sind: Nur weil es anders ist und nicht in unser vordefiniertes Muster passt, muss es nicht schlecht sein oder zwingend korrigiert werden.

Es gab mal eine Zeit, da war ich sehr großer Fan von Bargeld und rückblickend lag das eigentlich an zwei wesentlichen Punkten: Ich hatte nicht viel und hab eher selten bis gar nicht aufs Konto geschaut.

Und ich kann sagen, beides ist nicht gut und sollte vermieden werden, vor allem das „nicht haben“ kann schnell sehr schwierig werden. Ich hab dann quasi immer mein Budget einfach vom Geldautomaten geholt und das sollte dann das sein, was bis zum nächsten Geldeingang reichen muss. Auch das hat nicht immer geklappt und ich sags ganz ehrlich: Die Zeiten, in denen man wirklich jeden Cent zwei mal umdrehen muss, will ich einfach nie wieder haben. Das ist eine psychische Belastung, die ich einfach niemandem wünsche.

Tatsächlich war aber auch dieses Vorgehen trügerisch, denn natürlich hat man direkt nach Geldeingang und Abhebung am Automaten das Gefühl, dass gerade alles sehr cool ist, weil das eben das Maximum dessen ist, was man haben kann – weniger bewusst ist da, dass man die Summe über eine ganze Menge Tage strecken muss. Rechnet man das dann nämlich aus, sieht die Welt schon ganz anders aus.

Mittlerweile hat sich das Blatt ein bisschen mehr gedreht und ich freue mich über jede Möglichkeit, Bargeld zu vermeiden. Das liegt vor allem daran, dass ich den dafür vorgesehenen Platz nicht mehr aufbringen will, gerade Kleingeld kann einfach unfassbar nervig sein, genauso wie das Rumkramen an der Kasse. Außerdem checke ich regelmäßig unsere Kontostände, sodass ich behaupte, auch zwischendurch einen okayen Blick über unsere Finanzen zu haben.

Und natürlich hat das auch einen hygienischen Hintergrund. Da bin ich gar nicht mal so sensibel, aber natürlich hat auch hier Corona Spuren hinterlassen, aber jeder hat sicher auch schon mal darüber hinaus Münzen und Scheine bekommen, die beinahe direkten Brechreiz ausgelöst haben. Liegt ja tatsächlich auch in der Natur der Sache, wenn etwas durch so viele fremde Hände geht …

Leider tatsächlich Werbung und ich bin selber von Apple Pay nur beding überzeugt (aber auch nicht wirklich abgeneigt – zum Großteil fehlen einfach die Anwendungsmöglichkeiten), aber dennoch gut gemacht und mit viel Wahrheit versehen.

Ich muss ehrlich sagen, ich dachte immer, dass sich besondere Ereignisse der Geschichte bedeutsamer anfühlen würden. Kennt man ja sicher noch aus der Schule, wenn man dann irgendwelche Ereignisse oder Epochen bespricht und sich dann mehr oder weniger erarbeitet, welche Einflüsse die noch auf die zukünftigen Jahre und Jahrzehnte hatten und vielleicht sogar noch haben.

Klar ist, dass solch ein Ereignis auch die Pandemie ist, in der wir ja nach wie vor noch sitzen, auch wenn die Mehrheit mittlerweile wieder so agiert, als würde alles in Ordnung sein. Ist es nicht. Bei Weitem nicht.

Tatsächlich fühlt sich das aber nicht wirklich „gewichtig“ an – eigentlich fühlt sich das nach sehr wenig an. Liegt vermutlich daran, dass ich mir gar nicht so richtig vorstellen kann, dass es noch mal so normal wird, wie es vor der Pandemie war, wobei ja fraglich ist, ob das auch tatsächlich normal war. Oder zumindest gut. Oder wenigstens aushaltbar.

Ich hab jedenfalls wenig Hoffnung, dass die Menschheit irgendwelche klugen Schlüsse daraus ziehen wird, um sowas zukünftig zu verhindern. Im Gegenteil, ich befürchte gar, dass das erst der Anfang war und noch viel größere Sachen auf uns warten. Und wenn man dann überlegt, wie wir uns bereits bei diesem Vorab-Test angestellt haben – na Halleluja.

Immerhin, mit einem bevorstehenden nuklearen Armageddon müssen wir uns nicht mehr wirklich beschäftigen, zumindest waren da mal ganz andere Zeiten an der Tagesordnung. Sicher, das Rasseln mit den atomaren Waffen ist jederzeit möglich und wird in Teilen ja auch noch praktiziert – ich möchte dennoch mit niemandem aus der Zeit des Kalten Krieges tauschen.

Die BBC hat dazu damals eine kleine Dokumentation erstellt, um die Leute auf das möglicherweise bevorstehende Szenario vorzubereiten – teils mit recht detaillierten Angaben:

Vermutlich würde aber auch keiner von damals mit uns tauschen … Wer dennoch Bock auf Angst hat, googelt einfach mal nach Hyperschall-Raketen und was da in der Vergangenheit passiert ist …

Was ich bisher ganz gut aus Gründen verheimlicht hab: Ich hab mir einen neuen Sessel gekauft. Nicht, dass der Alte kaputt gegangen wäre, aber über die Jahre leidet so ein Möbelstück dann doch erheblich. Außerdem musste ich den Hocker dazu immer mit Line teilen, was dann auch für eine ungesunde Sitzhaltung vor dem Fernseher sorgt.

Problem war allerdings: Ich durfte den gar nicht kaufen, wegen Platz und – wie sich mittlerweile herausstellte – optisch die Meinungen sehr unterschiedlich sein können. Auf der anderen Seite finde ich Funktion wichtiger und mache daher gern beim Aussehen den einen oder anderen Kompromiss.

Und naja, wenn dann mal so ein Fall vorliegt, bin ich auch einfach großer Fan von „erstmal Anschaffen und gucken“ und dann kann man das ja immer noch rückgängig machen. Oder halt nicht, weil is ja dann erstmal da. Sicher, es gibt angenehmere und konfliktfreiere Wege und Möglichkeiten, aber die dauern halt immer so lange und zu meiner Verteidigung sei gesagt: Ich wollte das Ding schon seit mehr als einem Jahr.

Entsprechend war dann der Sonntag, als Line aus dem Kurzurlaub zurück kam eher schwierig, mittlerweile ist aber alles wieder gut. Viel mehr noch, ich hab sie schon in meine nächsten Pläne eingeweiht und zu meiner Überraschung hat sie damit kein Problem.

So will ich mir unter anderem ein Schreibtischgestellt anschaffen, damit das Ding hier höhenverstellbar wird. Bei einer Platte von 2,40m nicht ganz einfach, zwei Optionen hab ich aber mittlerweile gefunden. Und dann hätte ich gern noch ein Laufband, sodass ich beim Arbeiten auch laufen kann. Nicht rennen, sondern einfach laufen, um wenigstens auf ein paar mehr Schritte und Bewegung zu kommen.

Böse Zungen könnten meinen, dass ich ja auch einfach Spazieren gehen könnte. Stimmt, aber dabei kann ich nur schwer arbeiten. Und ohne Arbeit wird es halt sinnlos, weil es eben einfach nur Rumlaufen ist. Außerdem kann ich ja trotzdem „Spazieren“, muss mir ja nur ein passendes Video anmachen – wie zum Beispiel das von uly huerta, bei dem es 30 Minuten durch Osaka geht:

Line meinte dazu nur: Du bist schon so ein kleiner Freak. Recht hat sie.

Nachdem die Wahl nun vorbei ist, darf man durchaus mal die Frage stellen … was hat sich jetzt genau geändert? Eigentlich nichts, oder? Ist mir tatsächlich bereits letzte Woche bewusst geworden, weil eine Kollegin aus dem Ausland fragte, wie es denn ausgegangen ist und meine ehrliche Antwort war: Keine Ahnung. Weiß niemand.

Viel mehr noch: Ich weiß nicht mal mehr, wen ich gewählt hab. War halt Briefwahl, das Kreuz irgendwann gesetzt und alles verumschlagt – und dann kam halt der Moment, der die Erinnerung einfach so ausgelöscht hat. Immerhin hat es den Vorteil, dass ich jederzeit behaupten kann, dass ich ja nicht schuld bin, wenn alles den Bach runter geht – hab die ja schließlich nicht gewählt.

Und dazu wäre es tatsächlich beinahe gekommen, weil es gerade bei diesem Wahlkampf so selten wie möglich um Themen ging und noch viel seltener um Themen, die mir wichtig sind, allen voran die Digitalisierung und alles, was damit zu tun hat. Ich mein, wir wissen schließlich seit Jahren, wie bescheiden es um die digitale Infrastruktur in Deutschland bestellt ist oder wie veraltet und verkrustet Recht auf neue Anforderungen und Realitäten angewendet werden kann.

Gerade im Bereich des Urheberrechts gibt es seit Jahrzehnten Probleme und alles, was sich dahingehend geändert hat … hat alles nur noch schlimmer gemacht. Wenn man so will, kann man sagen, dass jeder, der sich im Internet bewegt und nicht rein konsumiert (und selbst für die gilt das), mit einem Bein im Knast steht. Oder zumindest eine gut gefüllte Portokasse besitzen sollte, denn das Internet ist vor allem für eine Gruppe ein sehr schöner Ort: Anwälte.

Dabei ist schon seit Generationen klar: Everything is a remix. Hat nicht nur Kirby Ferguson schon vor einigen Jahren erkannt, aber mit seinen Filmchen einen wichtigen Beitrag zu dem Thema geleistet und dem Ganzen jetzt ein Update spendiert – was vor allem nötig war, weil sich durch das Aufkommen von sozialen Netzwerken die Welt noch ein bisschen schneller und weiter gedreht hat. Wer mal eine Stunde auf TikTok verbracht hat, weiß recht genau, was ich meine …

Aber … solange die entscheiden, die am wenigsten von der Materie Ahnung haben, sollte man seine Erwartungen weit nach unten schrauben. Leider.

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So könnte ein klimaneutrales Deutschland 2045 aussehen https://www.wihel.de/so-koennte-ein-klimaneutrales-deutschland-2045-aussehen/ https://www.wihel.de/so-koennte-ein-klimaneutrales-deutschland-2045-aussehen/#comments Tue, 05 Oct 2021 10:55:20 +0000 https://www.wihel.de/?p=120287 So könnte ein klimaneutrales Deutschland 2045 aussehen | Was gelernt | Was is hier eigentlich los?

Wo wir doch eben schon mal wieder Amazon als Thema hatten und damit im Bereich von Ideologien und Moral abgetaucht sind, können wir auch direkt weitermachen – daraus entstehende Diskussionen tun ja immer weh und dann lieber einmal richtig Schmerzen als immer nur ab und an und dafür unnötig lang. Denn es geht erneut ums Klima …

Aber dieses Mal keine Apelle oder Hiobsbotschaften, dafür reicht ein Blick in die üblichen Mainstream-Medien oder sonstige Internet – ist ja ohnehin schon ein Wunder, warum wir bei so viel Dummheit, die da draußen herrscht, nicht schon längst wie die Lemminge über die nächste Klippe springen. Ich hab jedenfalls ganz realistische Bedenken, Nachkommen in die Welt zu setzen, denn … wozu?

Es ist ja jetzt schon abzusehen, dass wir nicht nur vor Zeiten stehen, die wir normalerweise nur aus Hollywood-Filmen kennen, sondern eigentlich schon mittendrin sind. Wir aber auch nicht bereit sind, dass zu ändern, was geändert werden muss (ich schließ mich hier natürlich mit ein) und ja auch keiner so wirklich einen Plan hat, wie man alles wieder zumindest in den Griff kriegen könnte.

Oder anders gesagt: Da wo gemeinsame Anstrengungen nötig wären, wird fleißig, aber sinnlos verhandelt oder die Augen einfach verschlossen. Ist natürlich auch eine Möglichkeit und die letzten Jahrzehnte hat das ja auch okay gut funktioniert – aber wir alle wissen auch, dass kleine Probleme am Anfang, die aufgeschoben werden, nicht einfach wieder weg gehen, sondern still und heimlich immer größer werden.

Doch der Weg das Mahnen und Warnens funktioniert nicht, daher muss ein neuer Versuch her – Aufzeigen, was möglich ist und wie die Zukunft aussehen könnte, wenn sich alle mal ein bisschen am Riemen reißen. Dazu hat Agora Energiewende und das Frauenhofer ISE ein Video gebastelt, dass zeigt, wie eine klimaneutrale Zukunft aussehen kann und das mit dem bereits jetzt aktuellen Stand der Wissenschaft:

Deutschland lebt und wirtschaftet klimaneutral. Im Jahr 2045 ist die Energiewende umgesetzt. Die Erneuerbaren decken den gesamten Energiebedarf: für unsere Mobilität, für unsere Wärme und auch für die Energie in unseren Betrieben. An jedem Tag des Jahres und bei jedem Wetter.

Das Problem doch auch hier: Irgendwer kommt dann wieder mit Gewinnorientierung und alles bricht zusammen. War leider schon immer so.

Mittlerweile ist unser EI-Konsum gleichzusetzen mit der Verwendung unseres Sandwichtoasters – sehr lange gar nicht, dann beginnt irgendwann die Phase, in der man häufiger denkt, dass man ja mal wieder könnte und dann gibt es eine Woche lang nichts anders, nur um dann wieder in die Phase einzutreten, in der monatelang gar kein Gedanke daran verschwendet wird.

Was halt sehr schade ist, weil so ein Sandwichtoaster eigentlich ein sehr geiles Gerät ist und wer auf dieser Welt mag denn nicht warmes Brot, dass man mit irgendwas noch Geilerem belegt hat und wo dann der Käse so geil drin zerläuft? Nur Psychopathen. Und Babys, weil die halt noch zu doof sind, so ein Ding zu bedienen.

Das Absurde ist aber: Wir kaufen eigentlich regelmäßig Eier, weil Line halt immer mal welche zum Backen braucht und wir ein guter deutscher Spießerhaushalt sind – wenn da das Ei-Fach leer ist, ist das nicht nur nicht richtig, sondern ein Anzeichen dafür, dass in dieser Familie etwas nicht stimmt. Das geht einfach nicht.

Und doch, der Ei-Konsum als solches könnte deutlich ausgebaut werden, zumal Eier ja überraschend gesund sein sollen. Im Grunde steckt da einfach das komplette Alphabet an Vitaminen drin und weil das nur eine begrenzte Anzahl an Buchstaben hat, werden da auch noch Zahlen hinzugefügt. A, B2, B3, B5, B12, C, D … ein wahres fest, nicht nur für Analphabeten.

Aber so ein Ei kann auch ein Politikum sein, nämlich dann, wenn es darum geht, wie man es zubereitet. Manche mögen es ja ein bisschen weicher, andere wiederum härter und richtig kranke Leute wollen, dass das noch so schön vor sich hinglibbert. Bäh. Ich bin großer Fan der festen Variante, weil man sich dann ein richtig leckeres Ei-Brot machen kann – aber auch Rührei geht eigentlich immer. Und wer mein Herz um Sturm erobern will, macht einfach Egg Benedict – die absolut beste Zubereitungsart.

J. Kenzie López-Alt ist nicht nur Koch, sondern wohl auch ein Ei-Experte und gibt nachfolgend ein paar Tipps, wie man das perfekte Ei kochen kann:

Hilfreich durchaus, ich benutz aber schon seit Jahren eine App dafür. Die gibt es ungefähr seit es Ei-Phones gibt und hat sich bisher immer bewährt.

Ich bin ja nach wie vor traurig, dass das mit der Vorstellung von Kunst, Illustrationen, Fotos und Bildern in der gesamten Blogosphäre stark nachgelassen hat. Das war immer guter Content und gerade in Zeiten, in denen TrashTV regiert, ist so ein bisschen Kultur doch immer sehr erfrischend.

Außerdem verbinde zumindest ich Kunst immer noch entweder mit „antiken“ Malereien und Zeichnungen. Oder mit irgendwelchen Sachen, die kein Mensch versteht. Lieblingsgeschichte dabei ist die von dem Museumsgast, der seine Brille im Museum vergessen hat und alle dachten, das wäre eine Kunstinstallation.

Und der Grund für den Rückgang: Vor allem Abmahnungen und Anwälte. So viel Spaß diese Vorstellungen von Künstlern nämlich machen, die können sehr schnell sehr teuer werden – und bringen dann noch nicht mal wirklich viel Geld in die Taschen der Künstler, sondern helfen vor allem besagten Anwälten. Und wenn wir ehrlich sind: Denen geht es allen nicht sooo schlecht, als dass sie das noch wirklich bräuchten.

Gerade bei deutschen Künstlern bin ich da sehr vorsichtig, weil da eben doch eher zum Anwalt gegriffen wird, als zur Tastatur – tatsächlich sind es bisher auch nur Künstler aus dem Ausland, die sich für die Vorstellung bedankt haben.

Die eine oder andere Ausnahme muss aber sein und Stefan Große Halbuer ist genau so eine. Denn dafür sind seine Bilder und Illustrationen schon wieder zu gut, als dass die einfach nicht ins Rampenlicht gerückt werden – gerade aufgrund des Stils, Detailgrads und dieser teilweisen Mischung aus ein bisschen Chaos und gleichzeitiger Akkuratesse (Wort gibt es tatsächlich, musste aber auch erst Googeln):

Mehr seiner Arbeiten gibt es natürlich auf seiner Webseite, aber auch Behance und natürlich Instagram. Lasst da gern den einen oder anderen Like da.

Urlaub ist ja auch immer eine gute Zeit, um die Gedanken mal ein bisschen schweifen, das Geschehene Revue passieren und sich selbst in der Vergangenheit weilen zu lassen – zumindest im Kopf (wir sind ja hier schließlich nicht bei der CDU, die das gern komplett mit Sack und Pack macht).

Und so haben wir mal wieder überlegt, wo denn der bisher beste Urlaub stattgefunden hat. Ganz weit vorne war da Dänemark über Silvester, aber auch London – nicht zuletzt weil wir da schon mehrfach waren und es immer wieder neu, aber auch vertraut ist. Das beste Mal dabei war allerdings gar nicht richtig Urlaub, sondern fand im Rahmen einer Veranstaltung und für diesen Blog statt.

Recht kurz, aber das Hotel war Bombe und lag unfassbar zentral. Allein, dass die die Empfangshalle bzw. Rezeption durch kleine Düsen in der Decke parfümiert haben, spricht für sich.

Und London ist halt so herrlich widersprüchlich. Irgendwo halt hübsch, aber auch hässlich, gefühlt weiß man gar nicht, wohin man mit der Architektur will – mal modern, mal traditionell – zieht das dann aber so konstant durch, dass das schon wieder ein eigener Stil ist.

Dazu alles irgendwie unangenehm eng (nicht zuletzt die Häuser und Wohnungen), aber eben auch schön und gemütlich. Als Fußgänger kannst du dir die Hacken wund laufen, ohne wirklich viel von der Stadt zu sehen, gleichzeitig aber auch eines der besten öffentlichen Verkehrsnetze der Welt benutzen (und so wenigstens ein bisschen mehr sehen).

Und nicht zuletzt das Essen, dass natürlich typisch englisch sehr gewöhnungsbedürftig sein kann, aber auch einfach unfassbar lecker, wenn man weiß, was man tut und auch mal was riskiert,

All das kommt in dem kleinen Filmchen von Rick88888888 nicht so wirklich rüber, aber es zeigt immerhin London zur Zeit des zweiten Weltkriegs in Farbe:

Natürlich geht es hier dann auch vor allem um die künstliche Intelligenz, die hier mitgeholfen hat – bei mir verstärkt es aber vor allem mal wieder die Lust nach London zu reisen. Nur halt nicht jetzt, weil Corona und die ja auch gerade knapp an Lebensmitteln sind …

Das Thema Tattoo ist bei mir nach wie vor noch nicht vom Tisch, aber irgendwie auch doch, weil ich halt auch nicht jünger werd und das mit jedem Jahr irgendwie ein bisschen alberner in meinem Kopf klingt. Darüber hinaus hat sich an den Gründen dafür und dagegen nicht viel geändert, lediglich das Thema Hygiene kam noch hinzu – was halt nicht heißt, dass Tätowierer alle unhygienisch sind, aber mit Corona hat gerade der Aspekt deutlich an Gewichtung hinzugewonnen. Reicht ja, wenn da nur mal einer nicht zu 100% genau arbeitet und wie peinlich und dumm wär das, wenn man sich ausgerechnet dort infiziert? (nicht peinlicher als beim Einkaufen, weil auch dort ein Haufen Idioten rumrennen, aber nun ja)

Ich hab mich ehrlicherweise auch nicht weiter mit dem Thema auseinander gesetzt, weil ohne andere Sachen wichtiger waren und vielleicht schenk ich bestimmten Aspekten auch einfach zu viel Bedeutung als dass da jemals was bei rumkommen wird. So ein bisschen Lockerheit schadet ja ohnehin im Allgemeinen nicht und wenn man sich ein Beispiel nehmen müsste, dann wäre das wohl bei Phil Berge bzw. den von ihn tätowierten Menschen ziemlich richtig.

Denn der Künstler aus Montreal hat diverse Leute mit Motiven versehen, die sich immer nur leicht ändern, sodass man am Ende quasi im Daumenkino-Stil kleine Filmchen damit erstellen kann, sofern man denn Bilder davon schnell hintereinander abspielt. Erinnert ein bisschen an die Aktion von Fynn Kliemann zu einem seiner Songs, nur eben anders und irgendwie ist auch Daumenkino hier ein ziemlich absurder Begriff, wenn man sich die Untergründe der Tattoos anschaut:

@philberge

#Duo avec @kewpietattoo tattooed the legend

♬ I like hot moms – Thatmulletdude

Keine Ahnung, wie viele Leute für Snoopy ihre Haut hinhalten mussten, für das nachfolgende Video hat er aber nicht weniger als 76 Tattoos gestochen:

@philberge

Finally! I made a total of 76 tattoos to create this scene from Betty Boop Snow White. A huge thank you to everyone that got tattooed for this project. #fyp #tattoo #tattoos #animation #stopmotion #fleischerstudios #cabcalloway #fleischer

♬ St. James Infirmary – Cab Calloway

Ein bisschen krass ist das schon.

Erinnert sich noch jemand an die Marienkäfer-Plage von vor vielen Jahren? Ich glaube, 2009 muss das gewesen sein und das war tatsächlich damals wie im Film: Man stand einfach irgendwo rum, hat einen Marienkäfer entdeckt und sich noch gedacht „süß, der Kleine“. Ein paar Sekunden später dann der nächste, der auch noch okay war – dann wieder einer und wieder einer und … so langsam wurde es gruselig, gerade weil man die nicht alle auf einmal gesehen hat. Sind Marienkäfer vielleicht in Wahrheit Ninjas?

Von einer richtigen Plage kann man auch gar nicht reden, denn an sich sind die Dinger ja durchaus nützlich, fressen sie doch Milben, Wanzen und vor allem Blattläuse – Letztere machen vor allem Line immer wieder das Leben schwer.

Angeblich gab es auch eine Plage im letzten Jahr, wovon vermutlich aber keiner was mitbekommen hat, weil wir einfach mit anderen Dingen beschäftigt waren. Überleben zum Beispiel. Und ehrlicherweise war es das auch schon wieder mit meinem Wissen über Marienkäfer – abgesehen davon, dass sie halt immer ein bisschen unbeholfen aussehen, wenn sie irgendwo rumkrabbeln oder dann mal doch auf dem Rücken landen. Und irgendwie ist das mit dem Fliegen lassen auch immer recht bescheuert, schätzungsweise aufgrund mangelnder Absprache. Sieht auf jeden Fall sehr albern aus, wenn man mit der Hand hektisch hoch und runter wackelt, bis sich der Käfer dann auch mal entschlossen hat, endlich zu fliegen.

Ehrlicherweise glaube ich sogar, dass Marienkäfer richtige kleine Arschlöcher sind, gerade weil viele sie so süß und niedlich finden, man nicht wirklich was Schlechtes über sie sagen kann und das alles viel zu sympathisch und glatt klingt, um wirklich wahr zu sein. Typisch Mensch halt, der kann nicht einfach nur an das Gute glauben – schon gar nicht bei Marienkäfer.

Nichtsdestotrotz kann man sich die Viecher auch mal in Slow Motion angucken und dabei auch ohne größere Erklärung noch das eine oder andere lernen:

Und wenn das noch nicht reicht, ein weiterer Fakt, den ich neu gelernt hab: Das ausgewachsene, geschlechtsreife Insekt nennt man Imago. Alternativ kann man auch Vollkerf oder Vollinsekt sagen, aber das klingt noch bescheuerter als Imago.

Nach dem der Wahlkampf gerade am Anfang alles war, aber kein Wahlkampf und auch in den darauffolgenden Wochen ziemlich einschläfernd, aber immerhin im Fernsehen immer präsenter wurde, können wir uns auf eines freuen: Nächsten Sonntag ist zum Glück endlich alles vorbei. Vielleicht sogar unsere Zukunft und ich will ehrlich sein – es wäre nicht überraschend.

Ich mein, niemand hat so wirklich geglaubt, dass Trump US-Präsident wird, niemand hat damit gerechnet, dass UK wirklich den Brexit vollzieht – wir wurden alle eines Besseren belehrt. Und warum dann nicht auch einen Kanzler Laschet haben? Wenn man ohnehin schon denkt, es kann nicht schlimmer laufen, braucht es doch immer einen, der beweist, dass es noch deutlich beschissener kommen kann.

Wie absurd das mittlerweile alles ist, sieht man auch daran, dass Olaf Scholz aktuell in Umfragen führt. Nachdem Annalena Baerbock gerade am Anfang recht laut auftrat und dann auch genauso laut „niedergeprügelt“ wurde, folgte Laschet als kleiner Lautsprecher und hat bis heute nicht verstanden, dass im jegliche Fähigkeit fehlt (ich behaupte: sogar als Ministerpräsident für ein Bundesland). Nur Olaf Scholz zieht sich gekonnt aus Schusslinien zurück und hält vor allem weitestgehend das Maul – mit Erfolg, wie man sieht. Erinnert ein bisschen an Portugals Europameisterschaft, bei der die Portugiesen sich auch irgendwo so durchschlawienert haben.

Ich kann dem Wahlkampf vielleicht aber auch nur so wenig abgewinnen, weil das halt in erster Linie viel Gerede ist und wir immer wieder lernen müssen, dass Reden und Handeln einfach zwei Paar Schuhe sind. Wollen wollen sie immer viel, aber machen … und dann vielleicht auch noch das, was man versprochen hat … scheinbar alles sehr schwierig.

Da kann man dankbar sein, wenn es Leute gibt, die genauer hinschauen und ohne Bedacht auf den eigenen Vorteil Fakten auf den Tisch bringen. Ist natürlich auch immer fraglich, ob das alle sind und am Ende schwingt ja irgendwo immer Subjektivität mit, aber gerade in diesem Jahr, wo die Wahl wirklich schwer fällt, sind die Videos von Rezo und Co. pures Gold.

Zwei Videos gab es bereits, nun folgt der Abschluss und beschäftigt sich mit nicht weniger als Korruption, die gerade in der Krise und bei der CDU so offen wie vermutlich noch nie zu Trage getragen wurde. So oder so, wer sich nach wie vor nicht entschieden hat, schaut jetzt genauer hin und bildet sich anschließend eine Meinung:

Und letztendlich ist auch egal, wen ihr wählt, Hauptsache ihr wählt. Dennoch aber gern NICHT die AfD und vielleicht auch nicht die CDU. Aus Gründen.

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Niedlich rebellierende Tiere von Iantha Naicker https://www.wihel.de/niedlich-rebellierende-tiere-von-iantha-naicker/ https://www.wihel.de/niedlich-rebellierende-tiere-von-iantha-naicker/#comments Wed, 15 Sep 2021 14:27:33 +0000 https://www.wihel.de/?p=117649 Es ist schon sehr schade, dass die Entwicklungen der letzten Monate und Jahre dazu geführt haben, dass man auf den hiesigen Blogs und Webseiten eigentlich kaum noch Kunst sieht. Schuld daran sind natürlich vor allem teuflische Abmahnanwälte und Agenturen, aber auch Künstler, die nur bedingt verstanden haben, wie das Netz funktioniert und das manchmal ein bisschen Kommunikation deutlich besser ist, als Dritten unnötig Geld in den Rachen zu schmeißen.

Diese leidige Diskussion darüber will ich aber nicht erneut lostreten, wir sehen ja das Resultat und auch, wie viele Seiten es teils auch deswegen nicht mehr gibt. Am Ende hat man sich eben ins eigene Fleisch geschnitten und nicht nur anderen, sondern auch sich selbst den Spaß genommen.

Ab und an gibt es aber doch mal Künstler und Kunst, die trotzdem geteilt und verbreitet werden soll und muss und dazu gehört auch die Arbeit von Iantha Naicker. Denn sie malt kleine, niedliche Tiere, die sich allerdings nur bedingt an Regeln und Normen halten. Zumindest wenn es um Linien auf Papier geht:

Ein bisschen mehr ihrer Arbeit gibt es hier und wer mag, kann über Etsy auch das eine oder andere Produkt mit ihrer Kunst darauf kaufen.

Das letzte Mal in Aarhus war ich … da gab es noch keine iPhones. Noch nicht mal Handys mit Farbdisplay. Ich weiß nicht mal, ob Nokia da schon ein richtiges Ding war, was letztendlich bedeutet: Das ist unfassbar viele Jahre her und ich kann mich nicht mal mehr an die Jahreszahl erinnern.

Da wir auch noch regelmäßig im Herbst den jährlichen Dänemark-Urlaub gemacht haben, war auch das Wetter eher so meh und als Kind findet man Urlaub mit den Eltern auch nur bedingt toll – insofern hab ich gemischte Gefühle und Erinnerungen, wenn ich an Aarhus zurückdenke. Immerhin sind die Erinnerungen aber überschaubar.

Auf der anderen Seite war der Dänemark-Urlaub über den Jahreswechsel 2018/2019 einer der besten, den wir je hatten, weil halt sehr entspannend und gemütlich und absolut stressfrei. Deswegen war es auch besonders schmerzhaft, als wir die Wiederholung für das darauffolgende Jahr aufgrund von Corona absagen mussten – dass das dennoch teuer war weil der Anbieter ein Arschloch vor dem Herrn ist, will ich nicht weiter ausführen.

Und ehrlicherweise sieht es auch dieses Jahr nicht so aus, als würde Urlaub im Ausland Sinn machen, selbst wenn es sich um unser Nachbarland im Norden dreht. Vielleicht ist bzw. bleibt es erlaubt, heißt ja aber nicht, dass man es dann auch zwingend machen muss – Vernunft und so.

Da bleibt dann weiterhin nur die digitale Version als das höchste der Gefühle. Immerhin, es rückt meine Erinnerungen an Aarhus gerade und zeigt, dass es dort absolut schön ist:

Midtown Aarhus is the second timelapse-video I’ve made of the beautiful city Aarhus in the central part of Denmark.
Jump on a tour through the city center of Aarhus and feel the atmosphere like you never had before.

Tech details:
~250 hours of shooting and location scouting.
~200 hours of story boarding, stabilizing, color grading and edit.
~40.000 RAW files captured during march – june 2015.

Würd ich tatsächlich gern mal wieder hin.

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Chilly Gonzales erklärt Pop-Musik https://www.wihel.de/chilly-gonzales-erklaert-pop-musik/ https://www.wihel.de/chilly-gonzales-erklaert-pop-musik/#comments Tue, 14 Sep 2021 10:17:56 +0000 https://www.wihel.de/?p=117604 Chilly Gonzales erklärt Pop-Musik | Was gelernt | Was is hier eigentlich los?

Eigentlich mag ich Chilly Gonzales sehr, obwohl ich keinen einzigen Song von ihm kenne, kein Konzert besucht habe und auch sonst sein Schaffen nicht wirklich verfolge. Zudem glaube ich, dass er ein sehr schwieriger Charakter ist, weil halt Genie auf der einen Seite, aber eben auch extrovertiert auf der anderen Seite – wie Genies eben so sind. Immer ein bisschen unverstanden und doch bewundernswert.

Insofern ist wohl die bessere Formulierung, dass ich Chilly Gonzales vor allem dann mag, wenn er Musik erklärt, weil er das einfach unfassbar gut kann. Vor unfassbar langer Zeit hat er genau das unter Beweis gestellt und mal Stilrichtungen, mal einfach nur einzelne Songs erklärt und warum die so gut funktionieren (oder eben auch nicht). Und selbst wenn er „einfach nur“ Pop-Musik in Gänze erklärt, klebe ich an seinen Lippen und glaube ihm einfach alles, was er so sagt:

“The Musical Genius” Chilly Gonzales erklärt uns in “Pop Music Masterclass” die Popmusik, analysiert auf seinem Piano die großen Hits und erklärt, warum wir sie lieben. Dieses Mal als Weihnachtsspezial „Silent Night“.

Spannend auch, wie das so manche Lieder einfach maximal entmystifiziert, oder?

Wellington kannte ich bisher nur in Zusammenhang mit Fleisch und das auch nur aus der Theorie – habe es selbst nie gegessen oder wenn doch, dann einfach nicht gewusst. Dabei hätte ich durchaus schon mal Lust drauf, spätestens wenn es so zubereitet ist, wie hier.

Daher komm ich mir natürlich sehr dumm vor, erst jetzt gecheckt zu haben, das Wellington vor allem eine Stadt in Neuseeland ist und dazu auch noch Hauptstadt. Nun ja, man kann eben nicht alles wissen und wenn hier einer dumm sein darf, dann ja wohl ich. Außerdem gibt es Wellington ja auch noch gar nicht so lange (seit 1839) und wir hatten in der Schule ja ohnehin nur Mittelalter und Nazis in Geschichte. Hoffe dennoch, dass die knapp 200.000 Einwohner mir irgendwann verzeihen können.

Was hat Wellington nun aber zu bieten? Zum einen Ist es das Filmzentrum Neuseelands, vor allem seit der Weltpremiere des dritten Herr der Ringe-Filmes. Sportlich hat man sich vor allem im Rugby und Cricket einen Namen gemacht – zugegeben keine Sportarten, die hier besonders populär sind, aber irgendwas ist ja immer.

Zudem sieht Wellington einfach unfassbar klasse aus, wie nicht zuletzt Stephen Patience in seinem nachfolgenden Video beweist. Leider für meinen Geschmack mal wieder mit etwas zu viel Hyperlapse-Aufnahmen:

‘Wellington . . . on a good day’ is a collection of some of my favourite unpublished sequences taken over the past year. One sequence involved a ‘hyperlapse’ along Lambton Quay’s golden mile.

Up till now, these sequences were sitting idle on my hard drive. Then came the 2015 annual NZ Geographic Magazine photo competition with a new category for time lapse. What a great excuse to get creative and pull them together for my entry. Results will be made public this month.

Shooting clips for ‘Wellington … on a good day’ was never straight forward. A number of revisits were made to deal with issues of shooting through glass, exposure changes across changing light, and some extra stabilisation for the hyperlapse.

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Wie Werbung für Boxershorts sein sollte https://www.wihel.de/wie-werbung-fuer-boxershorts-sein-sollte/ https://www.wihel.de/wie-werbung-fuer-boxershorts-sein-sollte/#comments Mon, 13 Sep 2021 14:13:27 +0000 https://www.wihel.de/?p=117516 Wie Werbung für Boxershorts sein sollte | Werbung | Was is hier eigentlich los?

Mir fällt gerade auf, dass es bei Unterwäsche für Männer für die zweite Körperhälfte eigentlich nur drei Arten gibt: Schlüpfer, diese engen Boxershorts und dann diese locker flatterigen Dinger, die ich sehr gern bevorzuge. Aber sonst? Ich will nicht sagen, dass es bei den Frauen der Schöpfung so viel anders aussieht, habe da aber noch weniger Ahnung als bei Unterwäsche für Männer – bin aber vor allem ob der mangelnden Innovation gerade überrascht.

Klar, es gibt auch ab und an mal ein Kickstarter-Projekt oder ähnliches, dass sich dann um irgendwelche Belüftungsspielereien oder Geruchsneutralisierungs-Features kümmert. Aber so rein modisch, schnitttechnisch oder “einfach mal was anders machen”, da sieht es recht mau aus. Und ich würde wetten: Das ist ganz schön viel verschenktes Potenzial, denn Unterwäsche brauchen wir ja alle. Hoffe ich zumindest, denn unweigerlich schießt mir die Vorstellung in den Kopf, dass man mal wieder Hosen kaufen geht und dann in der Umkleidekabine eine anprobiert, in der vorher jemand ohne Unterwäsche … uäääärgh.

Womöglich gibt es aber auch jede Menge Innovation und ich weiß nur nichts davon, weil halt das Marketing eher mau ist. Ist es ja ohnehin, denn an wirklich unterhaltsamen, innovativen Spots mangelt es in diesem Land ja schon seit Jahren. Genauso wie am Ausbau der digitalen Infrastruktur, aber das ist ein anderes Thema – würde mich aber auch nicht wundern, wenn es da direkte Zusammenhänge gibt.

Dabei ist gerade so ein Werbespot eigentlich gar nicht so schwer, wie die niederländische Unterwäsche-Marke A-dam Underwear mal eben beweist:

It’s the first thing you put on every morning and the last thing you take off.
Exactly. We’re talking about your underwear. Underwear is underappreciated. While the right pair of undies can make your day. That’s why our designs are made to fit your character and our fits are cut for your comfort. Because it’s what’s on the inside that counts. We understand.

We are A-dam Underwear.

Leider nicht meine bevorzugte Passform, wobei es die im hauseigenen Shop auch gibt – sogar zu ganz okayen Preisen.

Fällt mir zumindest immer wieder bei der Recherche zu den pseudo-witzigen Bildern auf, die ich jeden Tag als kleinen Ausklang bringe und auch bei der Win-Compilation nimmt die Anzahl der gehypten Videos zu, die schon das eine oder andere Jahr auf dem Buckel haben.

Und den Anfang machen wir mit ein paar kurzen Fakten über Tiere, die manch einer bestimmt schon kennt, der Großteil aber nicht. Was halt auch direkt beweist, dass man selbst mit „altem Kram“ die Menschheit noch ein bisschen schlauer machen kann.

Wobei … eigentlich kann man die Menschheit immer nur mit altem Kram schlauer machen, weil man eben nur aus der Vergangenheit lernen kann. Außer man hat eine Zeitmaschine und kann die Zukunft schon jetzt kennen … was sie ja aber auch wieder zu eigener Vergangenheit macht und … aaaaaaahhhhhh Zeitreisen sind einfach unfassbar kompliziert. Und ich schweife ab.

Nicht nur, dass ich vorgestern mal wieder außerhalb meiner 4 Wände gearbeitet hab, ich hab mich im Anschluss noch mit einem Kollegen getroffen – wir wollten endlich mal wieder zusammen ein Bier trinken. Ein bisschen diese Normalität zelebrieren (oder auch nur ausüben), von der alle reden und die wir zuletzt vor knapp zwei Jahren hatten.

Und das war tatsächlich sehr ungewohnt, weil da eben auch viele andere Leute waren und auch wenn wir beide geimpft und ich auch noch getestet waren, so ein bisschen Unwohlsein ist dann doch immer dabei, wenn Leute mal näher kommen oder auch nur an einem vorbei laufen.

Dazu kam: Wir haben uns sehr gesittet verhalten und jeweils ein Bier und ein Alkoholfreies getrunken – keine Ahnung, ob das die natürliche Vernunft oder einfach nur das Alter ist. Oder der Auswahl in Sachen Bier bei der Lokalität geschuldet war, denn die war nicht so wirklich vorhanden.

So oder so dennoch ein schönes Treffen, weil halt ständig nur zu Hause irgendwann auch nervt und Menschen im realen Leben doch ein bisschen cooler sind als immer nur auf dem Bildschirm. Zumindest manchmal und im limitierten Maße – und eben nicht alle.

Was man 2019 auch unbedenklich machen konnte: Einfach umherlaufen. Klar, wurde auch Volkssport während irgendwelcher Lockdowns und wer währenddessen nicht spazieren ging, gehörte einfach nicht zum coolen Teil der Gesellschaft – aber auch das wurde dann eingeschränkt, wenn es zum Beispiel um die Anzahl der Personen ging.

Das hat auch Teemu Jarvinen gemacht und zwar in Tokio bei regnerischem Wetter und als es bereits dunkel war. Was dann am Ende ziemlich coole Bilder und eine ganz spezielle Atmosphäre ergab, die passend musikalisch untermalt und mit etwas Können schon sehr kinoreif aussieht:

Hatten wir artähnnlich auch schon mal mit New York an dieser Stelle.

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Berlin: Die Sinfonie einer Großstadt https://www.wihel.de/berlin-die-sinfonie-einer-grossstadt/ https://www.wihel.de/berlin-die-sinfonie-einer-grossstadt/#comments Wed, 08 Sep 2021 06:08:31 +0000 https://www.wihel.de/?p=119154 Berlin: Die Sinfonie einer Großstadt | Zeitgeschichte | Was is hier eigentlich los?

Schade, ich dachte erst, dass hier tatsächlich Berlin als Stadt bereits vor knapp 100 Jahren eine erste eigene Hymne (oder eben besser gesagt eine Sinfonie) bekommen hat – historisch gesehen schon eine kleine Sensation, aber auch irgendwie wieder typisch, dass ausgerechnet sowas wie Berlin sowas bekommt.

Dabei gibt es doch so viele andere, schönere Städte, die das viel eher verdient haben. Kassel natürlich nicht und Hannover ist nach wie vor einen Beweis schuldig, dass es nicht einfach platt gemacht und noch mal neu versucht wird. Aber Hamburg zum Beispiel. Oder auch einfach nur sowas kleines wie Glückstadt – einfach viel schöner und sympathischer als dieser Betonklotz, der mittlerweile Hauptstadt unseres Landes ist.

Aber gut, war sie halt noch nicht 1927 und vermutlich sah Berlin da tatsächlich noch deutlich besser aus als heute und viele andere Städte, die heute nicht nur an Berlin vorbeigezogen sind, sondern schon überrundet haben.

Genug rumgehackt auf diese Hässlichkeit, es sollte klar sein, was ich von Berlin halte. Und ja, ich kenne nicht alle Ecken, muss ich aber auch nicht – kenne ja auch nicht alle Ecken aller anderen Städte, die ich deutlich besser finde. Meinung, subjektiv und so.

Jedenfalls geht es hier viel mehr um einen Dokumentar-Film, der für seine damaligen Verhältnisse recht neu und modern daher kommt – und das eigentlich nur, weil dort erstmalig die Schnitte relativ kurz und hektisch gesetzt wurden, um eben das Leben schon damals möglichst anschaulich darzustellen. Was halt schon niedlich ist, weil das heute mittlerweile einfach zu einem der ersten und einfachsten Mittel gehört, wenn man Hektik irgendwie verdeutlichen möchte.

Dank künstlicher Intelligenz gibt es das nun auch in Farbe und besserer Qualität – macht Berlin aber dennoch nicht wesentlich toller:

Berlin: Symphony of a Metropolis or Berlin: Symphony of a Great City is a 1927 German film directed by Walter Ruttmann, co-written by Carl Mayer and Karl Freund.

Wirkt auf mich ein bisschen zu romantisch, aber vielleicht war das Leben tatsächlich auch ein wenig einfacher und schöner. Hatten ja immerhin kein Internet.

Im Grunde ist Käse ja eigentlich etwas sehr Ekliges: Alte Milch, die einfach nur ewig lange rumliegt. Ich weiß natürlich, dass da noch ein bisschen mehr dazu gehört, aber so runtergebrochen … sollten wir Käse eigentlich gar nicht essen. Wir sollten ja aber auch keine Kuhmilch trinken, weil die vor allem für frisch hergestellte neue Kühe gedacht ist und wenn man sich auch damit mal etwas genauer beschäftigt … auch das ist eigentlich sehr eklig.

Aber wir sind eben auch die, die mehr Angst davor haben, dass Milchalternativen nach Milch klingen und überhaupt sollte man sich am besten gar nicht darüber Gedanken machen, wie etwas hergestellt wird, weil einem sonst sämtlicher Appetit vergeht (oder vielleicht gerade deswegen doch?)

Jedenfalls ist die Käseliebe hier Zuhause dennoch sehr groß und gerade Line hat sich da zu einem Monster entwickelt, die nicht davor zurückschreckt, Produkte in den Kühlschrank zu platzieren, die einem Gas-Angriff gleichen. Und die dann entsprechend auch sehr schnell und erbarmungslos ihre „Kraft“ in der gesamten Küche verteilen.

Ich bin zum Glück noch weit entfernt von diesem Stadium, wenn man mal von Obatzter absieht. Dafür hab ich mich aber davon anstecken lassen, dass guter Käse auch mal ein bisschen mehr kosten darf und man dafür auch einfach mal direkt aus Holland bestellen kann – haben wir zwar bisher nur zwei Mal gemacht, aber es werden definitiv noch einige Male kommen.

Was dabei allerdings immer nervt: Das Auspacken und „Schneiden“ wobei wir immer eher gehobelt haben, was definitiv richtig war, wie das nachfolgende Video zeigt. Überraschend dennoch, wie viele Arten Möglichkeiten es gibt, Käse irgendwie zu portionieren:

Alright, alright, settle down – I see you two laughing back there. Let’s come to attention, sharpen our knives, and act like adults because today we’re learning how to cut every cheese. Join Anne Saxelby, founder and co-owner of Saxelby Cheesemongers, for a crash course on how to impress your entourage with any fromage. From the firm and tangy to the creamy and salty, Anne lays out the best tools and techniques for serving nearly any cheese you could think of.

Am allerwichtigsten dabei ist aber auch: Eigentlich ist scheiß egal, wie man seinen Käse schneidet, es gibt eigentlich kein „Richtig“ und „Falsch“, nur ein „Funktioniert“ oder „Funktioniert nicht“. Wie bei Sushi – ein Haufen Regeln und am Ende geht es nur darum, dass man Spaß und Genuss dabei hat.

Er hat es ja in seinem letzten Video angedeutet: Es gibt ein neues Video von Rezo. Dieses Mal mit weniger blauen Haaren, weil Mütze tragend, dafür aber weiterhin mit jeder Menge Anglizismen und Formulierungen, für die ich mittlerweile zu alt bin – vor allem aber wieder mit jeder Menge Fakten, die aufzeigen, wie kompetent unsere gewählten Politiker sind. Also eure, ich hab die Flachpfeifen der CDU nicht gewählt.

Dieses Mal liegt der Fokus auf dieses eine Thema, das so urplötzlich und völlig überraschend aus der Ecke gekrochen kam: Das Klima. Oder besser gesagt, was davon noch übrig ist, denn wir als Menschheit geben uns seit Jahrzehnten sehr viel Mühe, absolut gar nichts davon übrig zu lassen. „Nach mir die Sintflut“ oder so – im wahrsten Sinne des Wortes.

Ich find ja tatsächlich sehr gut, was Rezo hier macht, so wie viele der Kommentatoren unter dem Video. Sehr faktenorientiert, leicht verständlich – im Grunde genau das, was wir gebrauchen können, gerade weil bei ihm auch ein gewisser Empörungscharakter mit dabei ist und so noch mal deutlich wird, was für einen Dünnpfiff da einige von sich geben und wofür sie eigentlich bezahlt werden. Wenn ich meinen Job mal so machen würde …

Eigentlich das macht Rezo das, was man von Journalisten und Reportagen erwarten würde – was die zum Teil auch tun – nur dass die eben nicht die Leute erreichen, die erreicht werden sollten. Wo halt auch einfach das Problem ist, dass ein Großteil dieser Leute (noch) nicht wahlberechtigt ist, aber eben sein sollte.

Immerhin: Selbst meine Mutter hat jetzt davon abgesehen, die CDU zu wählen – zwar auch ohne Rezo-Video, aber hier zählt tatsächlich einfach nur das Ergebnis. Wer noch Argumente braucht, um auch andere davon zu überzeugen, hier kommen ein paar:

VIDEO

Was halt wirklich das Fatale ist und sich mehr oder weniger durch die gesamte Politik und somit durch nahezu sämtliche Parteien zieht: Das Ignorieren von unumstößlichen Fakten. Dieses auf Gedeih und Verderb verhandeln wollen, obwohl es schlicht und einfach nichts zu verhandeln gibt – und am Ende sind wir einfach alle am Arsch.

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Wie ein Designer einen sehr kleinen Raum optimiert https://www.wihel.de/wie-ein-designer-einen-sehr-kleinen-raum-optimiert/ https://www.wihel.de/wie-ein-designer-einen-sehr-kleinen-raum-optimiert/#comments Thu, 02 Sep 2021 10:21:08 +0000 https://www.wihel.de/?p=118862 Wie ein Designer einen sehr kleinen Raum optimiert | Design/Kunst | Was is hier eigentlich los?

Genauso wie ich alle paar Wochen mein Setup hier im Homeoffice infrage stelle und mal wieder in einem Wahn recherchiere, was ich noch so alles verbessern könnte (suche nach wie vor nach einer richtigen Smartphone-Halterung für den Bildschirm, damit man selbiges als Webcam benutzen kann – sind einfach um ein Vielfaches besser als richtige Webcams), hinterfrage ich auch die Anordnung im Raum selbst.

Das Problem ist dabei jedoch immer: Das hat ja schon seinen Grund, warum man mal alles so hingestellt hat, wie man es hingestellt hat. Und nach einiger Zeit hat man dann auch den Platz ausgereizt – zumindest bin ich jemand, der nach und nach sämtlichen Raum mit irgendwas zustellt, weil halt gerade da Platz war – wohlwissend, dass das eigentlich großer Mist ist, besonders weil ich Platz auch sehr mag.

Das schränkt dann auch die Flexibilität ein, wenn man doch mal alles irgendwie umstellen will. Dazu kommt, dass man ja Fenster nicht neu positionieren kann, klar ist aber auch: Will man nicht im Hintergrund haben, weil dann die Bildschirme spiegeln, aber auch nicht vor sich, weil dann doch mal Sonne und Co. blenden können.

Dennoch verspüre ich immer mehr den Drang, etwas ändern zu wollen – werde es aber nicht können, weil es mit „ich stell mal alles ein bisschen um“ nicht getan wäre, aber finanzielle Investitionen gegenüber der Regierung nur schwer zu rechtfertigen sind. Denn die habe ich ja in den letzten Wochen bereits vorgenommen …

Muss ich mich halt damit begnügen, zu schauen, was andere so tun – und vielleicht für die Zukunft lernen, denn wir werden ja auch nicht ewig in der aktuellen Wohnung bleiben. Erick Garcia ist da eine gute Adresse, denn der Designer zeigt nachfolgend, wie man auch einen sehr kleinen Raum recht gut optimieren kann, wenn es um Platz und ideale Nutzung von Stauraum geht und trotzdem alles einigermaßen wohnlich bleibt:

Hier und da widerspricht er sich aber dennoch, oder?

Wir sind uns vermutlich alle einig, dass die weiterhin anhaltende und gefühlt nie endende (weil wir einfach noch nicht genug „Experten“ dafür haben) Pandemie unser aller Leben stark verändert hat. Das kam in der Geschichte natürlich öfter mal vor, aber wohl noch nie so schnell – auch wenn es nicht wirklich von einem Tag auf den anderen war, wenn man denn wenigstens mit einem offenen Auge durch die Welt gegangen ist.

Bemerkenswert dabei fand und finde ich nach wie vor: All die großartigen Chefs, die jahrelang behauptet haben, dass Homeoffice nicht möglich ist, wurden nun eines Besseren belehrt. Natürlich gibt es noch genug Exemplare unter ihnen, die das bis heute nicht wahr haben wollen (ich klammere hier bewusst Berufe aus, bei denen das tatsächlich nicht geht oder wer stellt sich ein Förderband ins eigene Wohnzimmer?) und kenne selbst im näheren Bekanntenkreis genug Fälle, bei denen Leute auch noch während der Hochzeit der Pandemie gefälligst wieder ins Büro kommen sollten. Aber selbst mein Chef, der zwar mit Homeoffice kein Problem hat, aber sich schwer tut mit dem Gedanken von Full Remote-Arbeit hat eingesehen: Es geht.

Insofern hat Corona tatsächlich auch ein bisschen was gutes, denn es hat den einen oder anderen Wandel zu etwas mehr Moderne beschleunigt – ist halt dann auch einfach Pech, dass die digitale Infrastruktur in Deutschland jahrzehntelang vernachlässigt wurde.

Ich begrüße jedenfalls den Wandel, den meine Firma durchgemacht hat und auch noch durchmacht und hoffe, dass da das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht ist (was nicht heißen soll, dass das dringend nötig war – die war ohnehin schon sehr weit vorne dabei wenn es darum geht zu verstehen, dass Mitarbeiter gute Leistung bringen, wenn sie sich wohl fühlen).

Motocross Saito hat das Thema des Wandels der Arbeitskultur vor einigen Tagen ganz wunderbar visualisiert – mit Pixel-Kunst und passender Musik. Zwar nur für Japan, dafür aber direkt mal die letzten 100 Jahre, wobei da auch schon wieder absurd ist, dass das bedeutet, dass es 1920 los geht. Kinder, wo ist nur die Zeit geblieben?

It’s been almost 100 years since the “salaryman” type of office worker first appeared in Japan back in the 1920s.

As our society faces a major turning point, SmartHR decided to create a brand film to reflect upon how work styles have changed with time over the past century.

We hope that by looking back on history, we inspire people to think about how they want to work going forward.

Ich hab von Kunst ja an sich so gar keine Ahnung und will auch in diesem Leben eigentlich gar keine Ahnung mehr haben. Zumindest lösen künstlerische Bilder eher selten irgendwelche Emotionen aus, mal abgesehen von „versteh ich nicht“, „was ist das?“ oder auch einfach nur „really?“ Wobei ja Verwirrung auch sowas wie eine Emotion ist, insofern …

Aber gerade so abstrakte Kunst, ist für mich absolut schwer zu greifen und gerade da stellt sich dann schnell die Frage nach dem Sinn, besonders wenn dann auch irgendwann mal der Preis mit eine Rolle spielt. Klar, Kunst ist für jeden anders und maximal subjektiv – ich glaube aber auch, dass da viel mit Marketing, Rang und Namen gespielt wird und mehr Schein als Sein an der Tagesordnung ist.

Aber auch historische Kunst muss schon etwas besonders haben, wenn ich da wirklich mal drauf anspringe – kann mich zumindest nur an ein Bild (wenn überhaupt) erinnern, dass ich tatsächlich gut fand.

Bin dann wohl doch eher einfach mehr der Foto-Typ, der eingefangene Momente aus dem näheren Hier und Jetzt bevorzugt. Das aber auch nur bedingt, denn aktuell tänzel ich immer mal wieder virtuell um ein Fotoband eines englischen Fotografen herum, der aber einfach unfassbar teuer ist. Aber die Bilder von ihm sind auch unfassbar gut und so hin- und hergerissen bin ich sonst nur bei technischen Anschaffungen. Die ich mir dann am Ende einfach trotzdem kaufe, auch wenn es im Prinzip sehr unvernünftig ist.

Womit wir dann auch bei der Installation von David Hughes wären, denn die hat auch viel mit Technik zu tun. Oder zumindest mit vielen LEDs und sowas wie optischen Täuschungen. Auch hier ist mir nicht ganz klar, was der tiefere Sinn dahinter ist, aber es sieht tatsächlich faszinierend aus:

Kann man sich natürlich auch kaufen, mit $5.000 ist man an dieser Stelle dabei. Find ich ausnahmsweise mal gar nicht überteuert.

Uh, gerade hatte ich schon einen nicht passenden Vergleich mit der CDU für dieses Video im Kopf, der direkt schon mit dem ersten Buchstaben scheitern musste, weil halt so gar nichts gut ist an der CDU und sie so deutlich wie nie zu vor für Rückstand, Ungerechtigkeit und Zurückgewandtheit stand. Aber ist ja auch immer ein bisschen unterhaltsam zu sehen, wie Armin Laschet mehr will als er kann und entsprechend jedes Mal ein bisschen scheitert.

Dennoch sollten wir nicht vergessen, dass Umfragewerte das eine sind, entscheidend aber ist, was Ende September heraus kommt. Und ehrlich gesagt: Nach Trump, Brexit, Corona und dieser neuen Generation an Idioten (= Impfgegner, Aluhut-Träger, Reichsbürger, AfD-Wähler, …) würde es mich nicht wundern, wenn er trotzdem König von Deutschland wird.

Genauso wenig sollten wir vergessen, dass es früher mal eine Zeit gab, in der Timelapse-Videos beinahe an der Tagesordnung waren. Zeitrafferaufnahmen, gern von Großstädten, die mit passender Musik einen schnellen und kurzen Einblick in das bunte Treiben dort gaben und so reisen zwar nicht überflüssig machten, aber für eine kurze (digitale) Erholung sorgten und vielleicht auch motivierten, dort doch mal persönlich hinzufahren bzw. -fliegen.

Das wurde dann mit Zunahme von Hyperlapse-Szenen mehr oder wenigstens kaputt gemacht, auf jeden Fall nicht wirklich verbessert und mittlerweile macht auch keiner mehr so wirklich diese Aufnahmen. Oder ich seh sie zumindest nicht – wäre aber auch nachvollziehbar, weil das halt schon ein ziemlicher Aufwand ist. Mehrere Stunden ausharren, nur damit man am Ende ein paar gelungene Sekunden im Kasten hat, da muss man Bock drauf haben.

Daher wenig verwunderlich, für mich aber doch überraschend: Das nachfolgende Video ist dann doch schon 9 Jahre alt, zeigt aber mal wieder Manhattan in schnell und schön. Nur über die Musik kann man gern streiten:

Im Gegensatz zur CDU würde ich mich bei diesen Videos allerdings freuen, wenn sie wieder ein bisschen öfter kommen würden.

Ich hab eben mal nachgeschaut, wann denn Oreo-Kekse nach Deutschland gekommen sind, denn Wikipedia hat mich erstmalig in einer Weise verwirrt, dass ich doch tatsächlich den Wahrheitsgehalt anzweifeln musste.

Denn dort steht geschrieben, dass die Kekssorte erstmalig 1912 auf den Markt gekommen ist. Und selbst da war der Keks noch nicht mal neu, sondern soll dem Hydrox von Sunshine Biscuits sehr geähnelt haben – hab ich allerdings abgeschrieben, denn sowohl vom Keks als auch der Firma hab ich bis gestern noch nie gehört.

Jedenfalls erschien mir 1912 dann doch etwas sehr früh und tatsächlich sagt Google, dass Oreos erst 2011 in Deutschland eingeführt wurden. Damals sogar noch relativ beschränkt, was die unterschiedlichen Sorten anging, da war in den USA schon mehr los.

Das hat sich mittlerweile gedreht, aber so wirklich viel Auswahl hat man trotzdem nicht und ich nutze die Gelegenheit und verkünde: Ich find Oreos einfach nicht toll. Größe und Form sind durchaus brauchbar weil recht mundpassend, schiebt man sich allerdings so ein ganzes Ding zwischen die Kiemen, hat man dennoch ordentlich zu tun.

Viel mehr sind es aber Konsistenz und vor allem auch Geschmack, die halt so gar nicht überraschen. Der Keks selbst ist übertrieben schokoladig, aber ohne das Geile von Schokolade zu haben und die Creme relativ geschmacksneutral. Einzeln funktionieren die beiden Bestandteile so gar nicht, lediglich zusammen wird ein Schuh draus – dann aber ein recht langweiliger, billiger ohne fancy Design und Alleinstellungsmerkmal. Finde einfach, dass Oreos maximal überbewertet sind und verstehe daher auch nicht, warum da immer mal wieder Kooperationen mit anderen Herstellern zustande kommen, wie z.B. bei Eis oder auch Joghurt. Das gäbe es weitaus spannender Kombinationen und überhaupt scheint mir in Deutschland die Mischung aus Schokolade und Orange maximal unterschätzt zu sein.

Damit steh ich aber vermutlich relativ alleine da, denn zumindest 2018 hat Mondelez erfreuliche Geschäftszahlen vorgelegt, die nicht zuletzt auch auf die gesteigerte Nachfrage nach Oreo-Keksen zurückzuführen waren. Nehme mal an, dass hat sich in den 3 darauffolgenden Jahren nicht wirklich ins Gegenteil gedreht.

Und deswegen gucken wir uns jetzt einfach an, wie die Dinger gemacht werden – nicht direkt bei Oreo, am Ende ist das ja aber alles irgendwie das Gleiche:

Selbst der Herstellungsprozess zeigt: Maximal überbewertet.

Ich weiß nicht mehr, aus welcher Ecke ich das gehört habe, aber im Zuge der Impfkampagne gab es auch in unserem Bekanntenkreis den einen oder anderen Vorbehalt. Nicht etwa wegen 5G oder sonstiger Schwurblerscheiße, sondern weil es da durchaus Vorerkrankungen in der Familie gab und die eine oder andere Angst teils berechtigt ist. Hilft am Ende ja auch nicht, wenn man sich vor dem Virus schützen will, dafür aber in ein anderes offenes Messer läuft.

Unter anderem kam dann da auch zur Sprache, dass ein Pärchen Eizelle und / oder Sperma einfrieren lassen wollten – nur für den Fall, dass es mit der Kinderproduktion auf dem üblichen Weg nicht mehr so funktioniert wie es soll.

Klang für mich im ersten Moment recht übertrieben und vor allem auch unfassbar teuer – ich bin aber auch gar nicht in der Position, darüber urteilen zu dürfen. Kann ja tatsächlich gute Gründe dafür geben, die mir nicht bekannt sind und sollen die Leute doch mit ihrem Geld machen, was sie wollen (solange sie anderen damit nicht auf den Sack gehen).

Ich weiß leider nicht, ob die das am Ende auch tatsächlich gemacht haben oder das nur eine fixe Idee war – aber es zeigt auch, dass wir eigentlich so gar nichts über künstliche Befruchtungen wissen. In Deutschland vielleicht auch nachvollziehbar, reden wir doch von dem Land, in dem Ärzte über Abtreibungen nicht unkompliziert aufklären dürfen.

In Australien ist man da ein bisschen weiter, zumindest was die künstliche Befruchtung geht – vielleicht sogar ein bisschen zu weit für den Rest der Welt wie der nachfolgende Clip zeigt:

Genea Fertility, one of Australia’s leading providers of assisted conception treatment including IVF and egg freezing, has launched a new brand platform “Where babies come from,” in collaboration with CHE Proximity.

Solange das Thema aus der Tabu-Ecke geholt wird, ist das aber durchaus legitim.

Geil, mal wieder so eine Überschrift, die eigentlich niemanden auch nur ansatzweise dazu animiert, draufzuklicken. Kann ich auch verstehen, denn a) ist das Renteneintrittsalter für die meisten von uns noch sehr weit weg und b) hat ja ohnehin niemand Bock drauf, weil es bereits jetzt super kompliziert und düster ist – zumindest wenn man Berichten glaubt, die es immer mal wieder gibt.

Dazu kommt, dass das Renteneintrittsalter ja gern mal angehoben oder zumindest die Anhebung diskutiert wird, sodass letztendlich keiner weiß, ob er überhaupt mal eine Rente bekommt. Ob die dann auch noch reicht, ist da beinahe schon nachgelagert.

Tatsache ist aber auch: Man muss sich damit beschäftigen und das am besten so früh wie möglich. Auch oder gerade weil es eben nervt und je eher man damit anfängt, umso mehr und sicherer bekommt man am Ende etwas heraus. Was halt auch bedeutet: Man muss sich mittlerweile selbst absichern, der Staat allein reicht dafür nicht mehr aus.

Das ist übrigens auch ein Grund, warum ich sehr froh bin, dass ich Line hab – die ist letztes Jahr ein bisschen durchgedreht (im positiven Sinne), hat sich in das ganze Thema reingekniet und unter anderem aufgezeigt, dass zum Beispiel meine betriebliche Altersvorsorge ziemlich ineffizient ist. Mittlerweile haben wir unsere Finanzen einmal auf den Kopf gestellt und machen vieles jetzt einfach selbst – teils hat sich das jetzt schon gelohnt.

Zurück zur Rente und vor allem ein paar Begründungen, warum man sich nicht allein auf andere verlassen sollte:

Die Rente ist für die Meisten von uns noch so weit weg, dass man sich darüber kaum Gedanken macht. Dabei sollte man das unbedingt. Denn wenn es keine tiefgreifenden Reformen gibt, sagen Experten, könnte sehr vielen von uns später die Armut im Alter drohen.

Bin ich der Einzige, der hier immer mal wieder an ein klassisches Schneeballsystem dachte?

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