Kultur – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Wed, 17 Jul 2019 06:21:14 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.2.2 Construction Timelapse https://www.wihel.de/construction-timelapse/ https://www.wihel.de/construction-timelapse/#respond Thu, 18 Jul 2019 06:17:28 +0000 https://www.wihel.de/?p=96733 Construction Timelapse | Timelapse | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Wer schon etwas länger mitliest, kann sich sicher noch dran erinnern, dass ich mal eine Phase hatte, in der es beinahe täglich ein Timelapse-Video gab. Es sind ja grundsätzlich auch immer starke Aufnahmen, besonders wenn derjenige, der das Video gemacht hat, sein Handwerk versteht und für mich ist die Mischung aus sanften, langsamen Kamerafahrten und schneller Bildabfolge die ultimative Zauberformel.

Mittlerweile gibt es hier nur noch selten Timelapse-Videos, was zum einen daran liegt, dass der Trend zum Hyperlapse geht – dass ich nach wie vor nicht sonderlich geil finde – und die Welt insgesamt scheinbar schon alles im Zeitraffer gesehen hat, zumindest was Metropolen und Co. angeht.

Hin und wieder weiß aber doch noch jemand zu überraschen, so auch Yury Sirri Nakvas. Statt die üblichen Ecken der üblichen Metropolen und üblichen Naturschauspiele gibt es dieses Mal ein Timelapse einer Baustelle, was deutlich langweiliger klingt als es beim Anschauen ist:

Erfrischend.

Besonders gern mach ich das immer mal, wenn es um Technik geht, denn was wir gerade in den letzten paar Jahren an Fortschritt gemacht haben, ist schon erstaunlich und mittlerweile in einem Stadium angekommen, bei dem sich wohl keiner mehr vorstellen kann, wie es wäre, wenn man nur die Hälfte davon einfach wegnehmen würde. Das betrifft aber nicht nur Technik im direktesten Sinne, sondern auch das Leben an sich miteinander, dass mittlerweile stark von sozialen Netzwerken geprägt ist – ob die am Ende wirklich Fluch oder Segen sind, wird sich auch heute noch erst zeigen müssen, aber die Tendenzen sprechen für sich.

Und nun packen wir soziale Netzwerke und Technik einfach mal mit dem Thema Reflexion und Rückblicke zusammen in einen Mixer, wirbeln das kräftig durcheinander und bekommen als Ergebnis: soziale Netzwerke in Form von alter Technik. Oder so.

Ich weiß, ein extrem langer Umweg, um einfach nur die Illustrationen von Sheng Lam vorstellen zu können, aber seine Kunst ist ja vermutlich auch nicht innerhalb eines Tages entstanden:

Noch mehr von seiner Kunst gibt es hier, natürlich auf Instagram und für die heimischen 4 Wände kann man hier sogar ein bisschen was käuflich erwerben.

Ich musste mal auf die harte Tour lernen, dass Weichspüler eigentlich gar nicht geil ist. An sich ist es ja total toll, wenn die Wäsche frisch riecht und auch angenehm weich ist – wir alle kennen ja Handtücher, die man in die Luft halten und wie ein Brett wedeln kann, das mag keiner. Und so dachte ich, hau einfach überall Weichspüler rein, das fetzt.

Und dann kam der Tag, als sich die Lieblingshose – wir alle haben sie, DIE eine Hose, die man viel zu oft trägt – in ihre Bestandteile auflöste. Denn Weichspüler und Jeans, das verträgt sich nicht.

Aber nicht nur bei Jeans ist Weichspüler eine ziemlich beknackte Idee, sondern auch allgemein. Denn tatsächlich bestehen Weichspüler aus Tierresten, Parfum-Zeug und mitunter auch gesundheitsschädlichen Stoffen.

Marktcheck hat sich dem Thema genauer gewidmet und einen Beitrag dazu erstellt. Vorab sei gesagt, dass man mit derlei Sendungen eher vorsichtig umgehen muss, die verteufeln gern mal alles, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist und wenn man sich strikt an sowas hält, darf man am Ende des Tages gar nichts mehr.

Dennoch, die knapp 6 Minuten schaden nicht, denn ein bisschen Wahrheit schwingt da eben doch mit:

Weichspüler soll unsere Wäsche duftend und weich machen. Was kaum jemand weiß: Weichspüler besteht oft aus tierischen Schlachtabfällen, in denen Keime gut reifen können.

Dann lieber doch wieder harte Handtücher.

Okay, zugegeben, vermutlich hat jeder zumindest von der Serie gehört und sie war ja nun mal mit das Beste, was wir in den letzten Jahren sehen durften – auch wenn die letzte Staffel durchaus ihre Tiefen hatte und trotz längerer Episoden durchaus sehr gehetzt wirkte (von diversen logischen Fehlern will hier keiner was hören, schon gar nicht von Kaffee-Bechern und dergleichen). Game of Thrones gehört eben auch zu den zahlreichen Serien, bei denen gerade das Ende in die „meh“-Ecke gehört. Liegt vielleicht doch einfach in der Natur der Sache.

Fairerweise muss man aber auch sagen: ja, die Serie hat die letzten irgendwas um die 10 Jahre der TV-Unterhaltung geprägt – ich tu mich aber schwer damit, schließlich lagen da auch unfassbar lange Pausen zwischen den Staffeln. Die hat es sicherlich bei dem Aufwand gebraucht, aber es ist halt doch was anderes, wenn eine Serie wirklich 10 Jahre mehr oder weniger durchlief oder immer nur ein paar Wochen ausgestrahlt wurde und dann musste man wieder warten.

Lierum larum, darum soll es hier nicht im Kern gehen, sondern um die großartigen Kunstwerke, die John Paul Xavier als – vielleicht – kleine Hommage an die Serie erstellt hat. Umso toller wird das Ganze noch, wenn man weiß, dass die Bilder gar nicht per Hand gemalt wurden, sondern am Computer entstanden sind:

Darüber hinaus lohnt sich natürlich ein Blick auf die weiteren Arbeiten von Xavier, die es an dieser Stelle gibt. Schöne Sachen dabei und natürlich auch ein paar, die tatsächlich auf echtem Papier entstanden sind. Und Instagram hat er natürlich auch.

So könnte ich den Keller aufräumen und umstrukturieren, was vermutlich sogar super vernünftig wäre, weil ich dann auch gleich die Basis für die nächsten Projekte legen könnte. Oder ich beschäftige mich endlich mal mit Drohnen, um dann am Ende total heiß drauf zu sein, aber aufgrund von der typisch deutschen Überregulierung all mein Geld für Drohnen auszugeben, die dann nicht fliegen dürfen.

Oder ich beschäftige mich endlich mal mit 3D-Druck, dass ich ohnehin total spannend finde, aber so gar keine Ahnung von habe und entsprechend die Investition scheue. Aber dann könnte ich endlich mal all das drucken, was ich schon seit Jahren suche und was es vermutlich gar nicht zu kaufen gibt, wie z.B.: ... direkt vergessen.

Außerdem könnt ich dann kleine Soja-Schälchen drucken, die kleine Motive haben, die man erst richtig sieht, wenn man ein bisschen Soja-Sauce reinkippt. Klingt nach einer tollen Idee, auf die bestimmt bis jetzt keiner gekommen ist und die ich dann für viel Geld verkaufen und stinkreich werden könnte ... oh Moment ... :

Okay, die Idee kam zu spät, ist dafür aber dennoch sehr genial, wenn auch recht simpel und funktioniert nur, wenn man entsprechend wenig Sauce nimmt. Aber bei Kunst geht es ja selten um den praktischen Ansatz.

Wer so ein Schälchen will, schaut mal hier vorbei – dort gibt es die Dinger für umgerechnet 10 Dollar. Ein paar weitere optische Eindrücke gibt es auf Instagram.

Will man heutzutage mit seiner Kunst noch großartig auffallen und aus der Masse hervorstechen, sind die Möglichkeiten stark begrenzt – eigentlich gibt es nur noch zwei: ungewöhnliche oder provozierende Motive oder die Art der Entstehung weicht von der Norm ab. Der Rest fällt leider unter „alles schon mal gesehen“, was es natürlich nicht schlechter macht, aber ... man hat es halt schon alles gesehen.

DP Truong fällt definitiv in die zweite Kategorie. Seine Zeichnungen sind absolut nicht schlecht, aber am beeindruckendsten ist dann doch, wie sie entstehen: quasi nur mit einem Zirkel.

Ich dachte auch erst, dass das irgendwie mit den groben Linien in der Vorbereitung zusammenhängt und durch die Zirkellinien sich am Ende einfach alles ergibt – tatsächlich aber muss er auch mit unterschiedlichen Druck beim Zirkeln arbeiten, was ich mir zumindest nicht so einfach vorstelle, wie es klingt.

Wie auch immer, mal was anderes und somit cool:

Drawing portrait QUAN A.P with a compass ,
have you ever draw a portrai with compass . i use compass to draw circles . It takes 6 hours to draw circles , and use light force to create blocks for the drawing ,

Ein Blick auf seine weiteren Videos lohnt sich ebenfalls.

]]>
https://www.wihel.de/dp-truong-und-seine-zirkel-zeichnungen/feed/ 1
Wie Essen für Werbung aufgepimpt wird https://www.wihel.de/wie-essen-fuer-werbung-aufgepimpt-wird/ https://www.wihel.de/wie-essen-fuer-werbung-aufgepimpt-wird/#comments Thu, 04 Jul 2019 06:05:45 +0000 https://www.wihel.de/?p=96499 Wie Essen für Werbung aufgepimpt wird | Werbung | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Eigentlich weiß ja jeder: Essen in der Werbung sieht immer anders aus als Essen auf dem eigenen Teller – egal ob gekauft und Zuhause zubereitet oder in irgendwelchen Restaurants, Wunsch und Wirklichkeit hängen nicht sehr dicht zusammen. Viel schlimmer aber noch: es wirkt trotz dieses Wissens, zumindest bei mir. Sogar so gut, dass selbst bei eindeutigen Manipulationen mein Hirn aussetzt und ich eher nach Auge und anschließend nach Zutaten kaufe.

Das wird noch viel absurder, wenn man sich mal anschaut, wie die Lebensmittel für das perfekte Werbe-Bild oder Werbe-Video aufgepimpt werden, denn mit Essen hat das nicht mehr viel zu tun. Da kann die Pizza schon mal mit einer Schraube am Brett befestigt werden oder die Erdbeere mit Lippenstift angemalt.

Blossom hat ein kleines Video zusammengestellt, dass einige der Tricks der Food-Industrie zeigt – immerhin, visuell gut umgesetzt:

Test yourself: Can you tell the difference between real & elevated photos? Watch this video to learn how advertisers style and hack their way to make food look stunning for ads! From using different foods to using chemicals, photographers will do anything to elevate food to look delicious and appetizing in the picture!

Und das alles nur, um uns mit falschen Versprechen das Geld aus der Tasche zu ziehen ...

]]>
https://www.wihel.de/wie-essen-fuer-werbung-aufgepimpt-wird/feed/ 3
Wie man seinen Arbeitsplatz ergonomisch korrekt einrichtet https://www.wihel.de/wie-man-seinen-arbeitsplatz-ergonomisch-korrekt-einrichtet/ https://www.wihel.de/wie-man-seinen-arbeitsplatz-ergonomisch-korrekt-einrichtet/#comments Tue, 02 Jul 2019 14:34:48 +0000 https://www.wihel.de/?p=96451 Wer die meiste Zeit des Tages sitzt, der weiß: das geht irgendwann ziemlich auf Nacken, Schulter und Rücken. Schlau ist da der, der immer mal wieder aufsteht, sich einen Kaffee holt, aufs Klo rennt oder einfach nur andere Kollegen von der Arbeit abhält.

Und besonders glücklich können sich da die schätzen, die einen höhenverstellbaren Tisch besitzen, einen ergonomisch korrekten Stuhl und auch so viel Ausdauer, dass sie alle sonstigen Tipps für ein entspanntes Arbeiten im Sitzen berücksichtigen.

Nehme ich mir auch alle paar Monate immer mal wieder vor und bin auch sicher, dass da mindestens ein bisschen Wahrheit steckt – aber die Umstellung darauf ist jedes Mal dann doch diesen einen Ticken zu anstrengend, als dass ich wirklich dabei bleiben würde. Immerhin: einen höhenverstellbaren Tisch besitz ich bereits, nutze ihn nur viel zu selten.

Aber auch ohne größeren, technischen Schnick-Schnack kann man ein bisschen was für Nacken und Rücken machen – hier ein paar Beispiele, die das Wall Street Journal in Videoform festgehalten hat:

Our desks weren't made for us. They were made for everyone. So ergonomics expert Jon Cinkay from the Hospital for Special Surgery is here to show you how to make your desk and office chair adapt to you and not the other way around.

Besonders wichtig ist aber: bequem sitzen. Sonst kann man den ganzen Quatsch auch gleich ganz lassen.

Erklärt letztendlich auch, warum mir der Begriff Ultracrepidarian völlig unbekannt war, aber spätestens jetzt fällt auch auf, dass es deutlich zu viele davon auf dem Planeten gibt:

Das Wort der Woche: Ultracrepidarian | Was gelernt | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Oder wie man auch üblicherweise sagt: Klugscheißer.

Mehr davon gibt es als Wortschatzkarten, die man hier kaufen kann. Kleine Ahnung, wofür man die gebrauchen könnte, aber haben ist ja bekanntlich besser als brauchen.

]]>
https://www.wihel.de/das-wort-der-woche-ultracrepidarian/feed/ 3
30 Jahre Leben in 30 Sekunden https://www.wihel.de/30-jahre-leben-in-30-sekunden/ https://www.wihel.de/30-jahre-leben-in-30-sekunden/#comments Wed, 26 Jun 2019 10:24:08 +0000 https://www.wihel.de/?p=96356 30 Jahre Leben in 30 Sekunden | Animation | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Ich könnte jetzt sagen, dass es mit guten Videos wie mit Wein ist – sie brauchen ein paar Jahre, um noch besser zu werden und vor sich hin zu reifen. Aber machen wir uns nichts vor, manchmal bin ich einfach dumm und merke nicht, wenn gute Videos gut sind. Oder ich bekomm sie einfach nicht mit, weil auch meine Lebenszeit begrenzt ist und Tag nur 24 Stunden hat.

Besonders deutlich wird das, wenn Youtuber Lazy Square die ersten 30 Jahre seines Lebens in schmale 30 Sekunden Animations-Video packt. Das das außerordentlich gut animiert ist, steht dabei außer Frage, am meisten mag ich aber, dass sich alles in seinem Zimmer abspielt.

Und natürlich, wie sich die Plakate an der Wand ändern, welche Phasen er wie durchmacht und das tatsächlich mehr oder weniger nach einer Verschwendung von Lebenszeit aussieht. So, wie das vermutlich bei uns allen der Fall war. Außer man hat Facebook oder einen anderen Kram erfunden, der einen unfassbar reich gemacht hat:

Anniversary video // Подвожу итоги к прошедшему юбилею

An dieser Stelle eine ausdrückliche Empfehlung für die restlichen Videos auf seinem YouTube-Kanal – da sind ein paar wirkliche Perlen dabei, allen voran seine Terminator-Parodie.