Kultur – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Wed, 20 Jan 2021 06:39:15 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.6 Fest & Flauschig: Der Podcast als Cartoon https://www.wihel.de/fest-flauschig-der-podcast-als-cartoon/ https://www.wihel.de/fest-flauschig-der-podcast-als-cartoon/#comments Thu, 21 Jan 2021 11:33:01 +0000 https://www.wihel.de/?p=109648 Fest & Flauschig: Der Podcast als Cartoon | Design/Kunst | Was is hier eigentlich los?

Bereits Ende letzten Jahres musste ich feststellen: Mein Podcast-Game hat ziemlich gelitten in den letzten Monaten – Anfang Dezember hatte ich irgendwas um die 30 ungespielte Folgen von lediglich 4 Podcasts, ein eindeutiges Indiz also, dass ich schon ewig nicht mehr gehört hab.

Liegt natürlich nach wie vor, dass mir quasi die passenden Situationen dazu fehlen und damit meine ich eigentlich nur den Weg von und zum Büro – der Weg vom Schlafzimmer zum Arbeitszimmer ist einfach nicht lang genug.

Immerhin konnte ich einen Teil aufholen, als ich an Weihnachten zu meinen Eltern gefahren bin, hab mich mittlerweile aber auch von einem Podcast getrennt – wenn wir mal ehrlich sind, wird da ja ohnehin nur rumgelabert und Zeit vergeudet.

Das hat auch ganz gut geholfen, aktuell hab ich keine ungespielten Folgen offen, zeigt aber auch ein weiteres Problem: Alle machen gleichzeitig Pause. Wo ich mich also vor Folgen nicht retten konnte, ist seit Wochen mittlerweile Ruhe, weil alle in der Winterpause sind. Was natürlich wieder die Verlockung hervorruft, einfach mal ein paar andere Podcasts zu hören und zu abonnieren und in zwei Wochen wieder in all den Folgen unterzugehen. Das

Leben, es kann wirklich hart sein.

Was ich ebenfalls bis heute nicht verstanden hab: Podcasts auch als Video zur Verfügung zu stellen. Sich also dabei zu filmen und den Bums dann auf YouTube zu schmeißen oder gar ins Fernsehen aufzunehmen – muss spannend sein, Leute zu beobachten, die eine Stunde vor dem Mikro sitzen und labern.

Aber es gibt tatsächlich Leute, die sich das anschauen – muss es ja, sonst würden es nicht immer mehr Leute machen. Da ist mir die Idee von kookuhn deutlich lieber, denn der hat sich den Podcast von Jahn Böhmermann und Olli Schulz vorgenommen und macht daraus kleine Cartoons.

Nicht der kompletten Folgen, sondern immer nur ausschnittweise und das Setting ist auch immer relativ gleich (was halt bei einem Podcast auch nicht weiter verwundern sollte), ist aber dennoch angenehm voll von kleinen Details. Außerdem wird die eine oder andere Geschichte, die dort erzählt wird, ebenfalls visualisiert:

Wie war es für Jan in der NDR-Talkshow? Wie geht sein Käse-Trick? Und wann gibt es endlich mal eine neue Drosten-Folge?

Auch der Podcast von Jan Böhmermann und Olli Schulz verdient es, visualisiert zu werden. Viel Spaß mit dieser animierten Parodie!

Ongelooflijk! Rudi Carrell war wohl süchtig – nach Fertigsuppen! Wie süchtig genau, das weiß Jan Olli zu erzählen.

Diesmal darf Olli was erzählen, aber Achtung: Es wird surreal!

Alle O-Töne stammen aus dem Podcast “Fest & Flauschig” auf Spotify.

Drei Folgen gibt es bisher – hoffentlich bleibt es nicht dabei.

Zurück zum Thema: Logos. Kennt jeder, nutzt vermutlich auch jeder und sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Bei uns sind die wieder ein bisschen mehr in den Fokus gerückt, da wir uns firmenintern darauf verständigt haben, statt riesiger Monolithen kleinere Services zu bauen. Die sind dann leichter wartbar, einfacher zu ändern und müssen nur per Schnittstellen miteinander verbunden werden.

Nachteil: Man muss sich viel häufiger Namen und Logos ausdenken und da wir alle eher technisch unterwegs sind, ist das mit der Kreativität immer so eine Sache. Allein einen Namen zu finden, der auf der einen Seite ausdrückt, was man mit dem Tool machen kann, auf der anderen Seite aber genug Witz hat (und auf der dritten Seite nicht völlig übertrieben und drüber ist), scheint schon fast ein Ding der Unmöglichkeit.

Dann auch noch zu diesem Wort ein passendes Logo finden oder basteln … da wird mal wieder deutlich, wie wichtig doch Designer und Grafiker sein können, auch wenn jeder glaubt, das man doch deren Job in Paint fix nebenbei erledigen kann.

Ganz besonders viel Liebe bekommen da von mir diejenigen, die mit besonders wenig Kniffen und scheinbar offensichtlichen Arbeiten trotzdem eine Genialität an den Tag legen, die ich mir schon seit Jahren wünsche, aber mittlerweile eingesehen hab, dass ich sie nie erreichen werde.

TARIGAN zum Beispiel bastelt Logos aus Wörtern und nutzt kleine Details, die die Wortbedeutung zu 100% treffen und vermutlich niemals nie hätten besser erdacht und zu digitalem Papier gebracht werden können:

Grandios – unglaublich viel Liebe dafür. Wie immer, am besten ihr folgt ihm oder ihr auf Instagram, dort gibt es noch viel mehr Arbeiten.

Wann immer ich sage, dass wir uns eigentlich bereits seit Anfang letzten Jahres Zuhause eingeschlossen, muss ich ein bisschen zusammenzucken, denn so ganz stimmt das ja nicht. Unter anderem haben wir geheiratet, waren eine Woche auf Föhr und im Spätsommer bzw. Herbst noch mal bei meinen Eltern und in der sächsischen Schweiz.

Dennoch, wir waren so wenig unterwegs wie nie zu vor und haben im Grunde auch alle Reisen so abgepasst und durchgeführt, wie es die Umstände zugelassen und sinnvoll gemacht haben. Eben keinen Kontakt zu anderen, nichts angefasst, was nicht angefasst werden muss und wann immer möglich und nötig unsere Masken auf.

Was nicht heißen soll, dass diese Reisen wirklich nötig gewesen sind, aber im Sommer sahen die Zahlen noch anders aus und auch die Reise nach Sachsen fand zu einer Zeit statt, als die Zahlen gerade da beinahe schon Vorbildcharakter hatten. Konnte ja aber auch keiner ahnen, dass nach uns die Sintflut losbricht – wobei ein Blick in die sächsische Landespolitik da auch nicht wirklich Überraschungen bereit hält. Man denke da nur mal an den glorreichen Spruch von Ministerpräsident Kretschmer, der sagte, dass er sich der Dramatik der Lage erst bewusst wurde, als er am 11. Dezember ein paar Kliniken besucht hat und sich gern frühere Warnung gewünscht hätte. Deutlicher kann man nicht zur Schau stellen, dass man eigentlich keine Ahnung hat, was los ist und wie man damit umgehen könnte.

Aber darum soll es hier nicht gehen, sondern um Dresden. Da war ich schon mal als Kind, hab aber natürlich alles vergessen – insofern war die Reise letztes Jahr auch noch mal ein erstes Mal für mich. Und ich war tatsächlich doch sehr erstaunt, wie klein Dresden zu sein scheint, zumindest was die Sehenswürdigkeiten angeht. Natürlich war der Großteil für uns geschlossen, aber allein das wir quasi alles innerhalb von zwei Stunden zu Fuß mit Hund ablaufen konnten … das war überraschend.

Ich geb aber auch zu, Dresden sieht gar nicht so scheiße aus, wie ich das immer behauptet hab. Ist es auch nicht wirklich eine Schönheit, braucht sich aber nicht direkt hinter der nächsten Ecke zu verstecken. Zeigt auch das nachfolgende Video von 1936, das aber nicht nur wegen Dresden und den Blick in die Historie besonders ist, sondern weil Youtuber DGSpitzer das Video durch einige KI-Tools wie DAIN, DeOldify, DeepRemaster und Video Enhance AI gejagt und so ordentlich aufpoliert hat.

Als Ergebnis gibt es dann Farbe und 4K mit 60 fps – nur den Wahrheitsgehalt der Farben sollte man nicht zu sehr auf die Goldwaage legen:

Hey, this is DGSpitzer! Recently I colorized and upscaling a 1936 short documentary about the city Dresden in Germany!
The whole 12-minute clip shows many places of Dresden and quite a few look different these days.
I also added SFXs and compose the background music. It took me 2-month to finish this documentary, hope you like it

So oder so, unglaublich, was Technik heute zu leisten vermag.

Dafür schmeckt der Kaffee aber auch nahezu immer sehr gut – der Aufwand lohnt sich also, ist aber eben auch nicht wegzudiskutieren, umso besser also, dass wir versuchen, selbigen gerecht aufzuteilen.

Andere Regel: Ich kümmer mich am Wochenende um Brötchen, Line versorgt den Hund. Das hat schon teils was von Neandertaler-Zeiten, denn mir obliegt es, die Nahrung zu jagen, während sie sich um den Nachwuchs kümmert. Sehr haariger Nachwuchs und so richtig jagen geh ich auch nicht – es gab aber durchaus Tage und Warteschlangen, die alles andere als angenehm waren.

Diese Zeilen beweisen dennoch: Ich hab jedes Mal überlebt und war scheinbar auch gar nicht so unerfolgreich.

Und auch eine Regel, wobei eigentlich Naturgesetz: Vollkommen egal, was Line beim Frühstück machen muss oder eben auch nicht machen muss – ich bin jedes Mal schneller als sie. Wenn wir gleichzeitig anfangen, ist das im Grunde auch keine große Überraschung, mein Frühstück ist doch wesentlich einfacher gestrickt – aber selbst mit Kaffee, Hund, Steuer und sonstigen Ablenkungen schaff ich es, vor ihr mit den Vorbereitungen (und mit dem Essen auch, aber das ist noch mal eine andere Geschichte).

Dabei macht sie eigentlich nie viel anders. Zwar schon deutlich extravaganter als meine Wurst- und Käsebrote, aber jetzt auch nichts, wofür man studiert haben muss und einen Michelin-Stern bekommt.

Vielleicht hilft da nur, dass ich auch mal ein bisschen aufdrehe und mir ein Beispiel an Manami Sasaki nehme – die macht auch Toast, aber eben unglaublich kunstvoll. Eine Eigenart, die sich durch den Lockdown noch mal verstärkt hat – dürfte schlimmere Macken geben als solche:

Mehr von ihr – wie sollte es anders sein – gibt es natürlich auch Instagram. Würde da aber nur hingehen, wenn gerade kein Hunger vorhanden ist, der ist quasi garantiert.

Man sollte ja meinen, dass man als Paket-Mensch bei der Post nicht wirklich viel mitbringen muss, um den Job erledigen zu können – was nicht heißt, dass es nicht schadet, wenn man ein bisschen mehr Fähigkeiten auf den Angebotstisch legen kann.

Aber im Grunde reicht ein Führerschein, ein paar Ortskenntnisse und man muss wissen, wie man dieses Terminal bedient, auf dem die Leute immer unterschreiben müssen. Wenn man dann auch noch einigermaßen geradeaus gehen kann, bringt man eigentlich alles mit, was der Job verlangt – mindestens wenn man bei einem der zahlreichen Sub-Unternehmer angestellt ist, denen ohnehin alles scheißegal ist, vor allem eine angemessene Bezahlung und faire Arbeitsbedingungen.

Angenehmer wird es, wenn man auch noch die soziale Komponente erfüllen kann und sich wenigstens ein wenig den Servicegedanken bewahrt – da haben wir durchaus immer mal wieder Glück und geraten an äußerst nette DHL-Fahrer – leider nicht die Regel und bei Hermes und DPD sieht das auch noch mal ganz anders aus.

Und scheinbar auch bei UPS – zumindest braucht es da scheinbar ein bisschen mehr, bis man als Fahrer wirklich in Frage kommt. Zumindest müssen Anwärter scheinbar ein richtiges Trainingsprogramm durchlaufen, was beim Führen eines Fahrzeugs oder beim Bedienen der hauseigenen Technik vielleicht noch nachvollziehbar ist – aber auch bei der Auslieferung zu Fuß auf den letzten Metern wird geschaut, dass der Bewerber die erforderlichen Fähigkeiten mitbringt.

UPS delivers more than 5.5 billion packages every year. The company runs 12 specialized driving schools, teaching its 129,000 drivers, how to drive safely, load vans efficiently and even how to walk on ice. We went inside one of these schools and tried the same obstacles and driving situations that UPS drivers do. This video was filmed in February 2020.

Faszinierend. Aber auch ein bisschen drüber, oder?

Dennoch war ich immer ein bisschen stolz drauf, aus Leipzig zu kommen – im Vergleich zu Dresden die deutlich sympathischere Stadt und gerade in den letzten Jahren hat Leipzig ja noch mal einen richtigen Boom erlebt und an Attraktivität gewonnen.

Definitiv eine ganz angenehme Stadt mit allerlei Vorzügen, aber natürlich auch Nachteilen – doch welche Stadt kann sich davon schon frei sprechen? Ich bin jedenfalls immer gern wieder „nach Hause“ gekommen – nicht nur um zu schauen, was sich alles verändert hat.

Das sollte sich aber schlagartig ändern, als diese unsägliche Corona-Demo mit mehr als 20.000 Teilnehmern stattfand. Einer meiner größten Kritikpunkte seit Jahren war schon immer, dass die Leute so eine grundsätzliche Jammer-Einstellung haben – historisch betrachtet in gewisser Weise auch nachvollziehbar, aber wir alle wissen, dass allein vom Jammern nichts besser wird. Und das kam auch an diesem Tag sehr deutlich zum Vorschein, nur dass sich eben noch offen zur Schau gestellte Dummheit dazugesellte.

Und auch wenn man sich die aktuellen Infektionszahlen in Sachsen anschaut, kann man die Hände nur über den Kopf zusammenschlagen, wobei Leipzig selbst da noch einigermaßen gut da steht. Zumindest im Vergleich.

Dennoch freu ich mich immer, wenn mal wieder ein Video aus meiner Heimatstadt auftaucht, selbst wenn es aus einer Zeit stammt, die schon lange hinter uns liegt. Wie das nachfolgende, dass den Leipziger Hauptbahnhof zu DDR-Zeiten beleuchtet:

Neu gelernt übrigens: Eigentlich ist der Leipziger Hauptbahnhof gar nicht mehr der größte Kopfbahnhof Europas, denn durch den Bau des Citiytunnels müsste man eigentlich von einem Durchgangsbahnhof sprechen. Naja …

So, den ersten offiziellen Arbeitstag im neuen Jahr haben wir hinter uns, den zweiten auch so fast – Zeit für ein erstes Fazit. Oder auch nicht, denn dafür ist es eigentlich noch zu früh, aber zumindest lässt sich schon mal absehen, dass mit dem Tag des Jahreswechsels sich … nicht wirklich viel geändert hat.

Okay, das ist auch in den letzten Jahren nicht der Fall gewesen, aber zumindest mir ging es so, dass ich es eigentlich nicht erwarten konnte, dass 2020 endlich vorbei ist. Die Gründe sind naheliegend und auch mir war klar, dass der Jahreswechsel erstmal nichts anders macht – aber rein für den Kopf schadet es nicht, wenn man hinter dieses verrückte Jahr endlich einen Haken machen kann.

Auf der anderen Seite: 2020 war auch nicht nur zu 100% schlecht. Das Arbeiten im Homeoffice bringt jede Menge Vorteile mit sich (nicht nur, ist auch klar), finanziell geht es uns gut und wenn ich mir meinen gewachsenen Bauch anschaue, scheint auch sonst alles in Ordnung. Außer vielleicht, dass der wirklich recht ordentlich gewachsen ist.

Über allem steht aber: Wir haben letztes Jahr geheiratet und hatten den vermutlich einzig perfekten Tag im Jahr dafür erwischt – man muss ja auch mal Glück haben, selbst im Jahr 2020.

Aber nicht nur persönlich sind viele gute Dinge passiert, sondern auch weltweit – man muss sich die einfach nur mal ein bisschen bewusster vor Augen führen:

Die Pandemie, die Buschbrände in Australien sowie gesellschaftliche Spannungen weltweit haben 2020 unseren Alltag bestimmt. In diesem Video schauen wir uns deshalb zur Abwechslung einmal an, welche guten Dinge dieses Jahr passiert sind.

Und auch wenn sich in den ersten Tagen im neuen Jahr zumindest gefühlt noch nicht viel geändert hat – es gibt doch ein paar, die wir früher oder später bemerken werden. Auch hier schadet es nicht, wenn man noch mal etwas direkter drauf schaut:

2020 war für viele ein Jahr zum Vergessen – schauen wir lieber auf 2021 und darauf, was ich ändern wird. Unter anderem gibt es für einige Menschen mehr Geld, weniger Plastik und einen neuen großen Streaminganbieter in Deutschland.

So oder so, eine Prognose will ich hier nicht so wirklich abgeben – schauen wir einfach mal, was 2021 für uns bereit hält. Ist ja auch nicht so, dass man nicht seines eigenen Glückes Schmied is, nech?

So schwierig 2020 für uns alle war, bei einer Sache können wir uns zum Glück sicher sein: Das Jo-Jo ist nicht totzukriegen. Und das ist vielleicht auch ganz gut, denn was wäre das für eine Welt, in der nicht mal mehr das Jo-Jo sicher ist – wenn man sich schon nicht mal mehr darauf verlassen kann, worauf dann?

Und weil zum Jo-Jo eigentlich schon alles gesagt ist, hab ich mal ein bisschen recherchiert und erspare euch den Weg zu Wikipedia – es folgt ein gaaaaanz kurzer Ausflug in die Geschichte.

Denn worüber sich ja die Wenigsten Gedanken machen: wie lange gibt es das Jo-Jo eigentlich schon? Ich mein, es ist eines der simpelsten Spielzeuge überhaupt und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit – manch einer verdient ja sogar seinen Lebensunterhalt damit und damit meine ich nicht die Herstellung als solches.

Stellt sich aber heraus, dass man gar nicht so richtig weiß, wann es das erste Jo-Jo gab, am wahrscheinlichsten gelten wohl aber China, Griechenland oder die Philippinen als Ursprungsland.

Hilft erstmal nicht weiter, aber witzig ist, dass es Berichte aus dem 16. Jahrhundert von den Philippinen gibt, in denen von Jägern erzählt wird, die sich auf Bäumen versteckten und Felsbrocken an Seile banden um damit Beutetiere zu erlegen. Was so viel bedeutet wie: Eigentlich ist dieses Spielzeug eine Waffe.

Um nicht weiter zu langweilen halten wir also fest: Das Jo-Jo ist scheiß-alt, aber weiterhin cool. Und Harrison Lee erklärt in einem kleinen Video von WIRED 26 Tricks, die man gut mal lernen kann – schließlich ist der Jahreswechsel ja auch immer eine beliebte Möglichkeit, um sich mal was Neues für das kommende Jahr vorzunehmen. Da „Abnehmen“ und all die üblichen Vorsätze weiterhin für den Arsch sind, warum nicht also einfach mal Jo-Jo perfektionieren? Eben.

Yo-yo champion Harrison Lee explains yo-yo tricks in 26 levels of difficulty. Starting with tricks using an unresponsive yo-yo, Harrison progresses until he’s popping the yo-yo into the air, and dancing the string in and out of the yo-yo’s axle.

Nächstes Silvester zeigen wir uns dann gegenseitig, was wir können. Okay?

Haben vermutlich die Wenigsten mitbekommen: Vor ein paar Tagen war Winteranfang. Ist aber auch nicht schlimm, denn zumindest bei uns in Hamburg waren irgendwas um die 9°C, da wundert es nicht, dass einfach keiner so richtig in Winterstimmung kommt. Ein Schelm, wer da noch den Klimawandel leugnet, wobei ich ehrlicherweise auch kein Problem damit hab, dass die Straßen nicht glatt sind und ich das Auto nicht jeden Morgen freikratzen muss.

Wobei der Winteranfang ja schon lange nicht mehr für kalte Temperaturen steht, sondern vor allem für den „kürzesten Tag im Jahr“, was halt genauso schwachsinnig ist, wie das Leugnen des Klimawandels. Der Tag hat genauso 24 Stunden, wie die Tage davor und danach auch – es wird lediglich viel früher dunkel bzw. viel später hell. Aber das kann auch wieder nur der Alman sein, der da aus mir spricht.

Ganz vielleicht bekommen wir aber doch noch sowas wie einen Winter, richtig mit Schnee und zugefrorenen Gewässern. Und gerade die können ja tückisch sein, in dem sie stabiler aussehen, als sie am Ende sind – wer sich da besonders dumm anstellt, bricht schnell ein.

Dank Kenton Whitman folgt nun aber eine kleine Anleitung, die zeigt, wie man sich selbst aus dieser misslichen Lage wieder befreien kann. Das Video zieht sich leider ein bisschen, aber ab Minute 7 lohnt sich das Aufpassen dann doch:

Learn a life-saving self-rescue skill essential for all outdoors people who venture out into winter. By learning how to reduce your cold shock and get yourself out of the water with these techniques, you can save your life or help someone who has fallen through the ice to save theirs. This technique is designed for use in still water, such as a lake, and will work even if you are wearing bulky clothes. It allows you to move your body up onto ice that cannot support your standing weight, and teaches how to move over the ice until you reach ice with weight-bearing capacity.

Die bessere Option ist allerdings, dass man einfach auf festem Boden bleibt. Ist im Zweifel auch deutlich weniger glatt.

Meine liebsten Situationen im Leben sind die, in denen sich Mysterien auflösen und man quasi kurz die Erleuchtung hat und alles versteht, was man verstehen will oder muss. Ich hab zum Beispiel letzte Woche einfach mal meinen Greenscreen-Vorhang neu montiert.

Den hab ich bisher einfach nur auf irgendeinem Gestänge aufgehangen, dass ich Abends zur Seite gestellt hab, das aber den Raum halt sehr verhässlicht hat und auch einfach unpraktisch rumstand. Also ein bisschen gegoogelt und belesen und mir so eine Vorhang-Schienen-Scheiße an die Decke geklebt. Dazu diese Haken, die man umherrollen kann und den Vorhang einfach befestigt – und dabei direkt mehrere Erleuchtungen gehabt.

Zum einen: Mit dem richtigen Klebeband ist Bohren einfach nie wieder erforderlich, was sensationell ist. Diese Rollhaken richtig angebracht bieten richtig viel Stabilität. Und zu guter Letzt: Wenn man es richtig machen will, muss man es langsam machen (musste alles noch mal abnehmen, damit ich den Vorhang am Boden richtig umlegen und „kürzen“ konnte, damit er vernünftig hängt).

Das Ende vom Lied: Mehr Lebensqualität und ein bisschen mehr Professionalität in Sachen Videokonferenz. Und ich sag es direkt: Mich hat das sehr glücklich gemacht und macht es auch weiterhin.

Ähnlich dürfte es beim nachfolgenden Video ergehen, wo wir einfach sehen, wie man a) einen 3D-Würfel zeichnet – was relativ einfach ist – und b) auch direkt sehen, wie man es schafft, das der schwebend wirkt. Erinnert direkt ein bisschen an diese 3D-GIFs, die einfach super gut funktionieren, weil da mit den Linien gekonnt gespielt wird:

How to draw a floating/levitating cube. 3D trick art on line paper anamorphic optical illusion.

Irgendwie ist das ja auch Handwerk und Handwerk ist einfach unfassbar gut. So schwer und doch wieder so leicht – man muss nur wissen, wie es geht.

Ich befürchte ohnehin, dass da sehr viel Talent mit reinspielt und Talent kannste halt nicht lernen, genauso wie man sich seine Familie und Nachbarn nicht aussuchen kann und gegessen wird ohnehin, was auf den Tisch kommt. Ist dann einfach so und ist vielleicht auch gar nicht schlimm – wär ja irgendwo auch bekloppt, wenn wir alle sensationell gute Fotos machen könnten, allein weil dann das Sensationelle zur Normalität wird und das will ja auch keiner.

Einer, der richtig gute Fotos machen kann und dabei die scheinbar normalsten Momente gekonnt und faszinierend einfängt, ist Erik Witsoe. Der US-Fotograf lebt mittlerweile in Warschau und verdient mit Fotografien seine Brötchen – neben seinen professionellen Arbeiten beeindrucken aber vor allem seine Street-Fotografien.

“His approach to photography is largely inspired by cinema which you’ll find reflected throughout his portfolio. His work has been featured in the pages of many magazines, books and articles as well as the subject of exhibits and printed works. His photo-book ‘Okiem przybysza’ won Third Place in Poland’s National Review of Books, in the category of books on Tourism.”

Wie sich das für einen guten Fotografen gehört, hat Witsoe aber nicht nur einen Instagram– und Facebook-Account, sondern ist auch auf 500px und Flickr vertreten, hat auch eine eigene Seite inkl. angeschlossenem Shop – und führt sogar einen eigenen Blog! Vorbeischauen lohnt sich also in mehrfacher Hinsicht.

Als wir damals nach einem neuen Auto gesucht haben, war uns die Marke zumindest Vordergründig relativ egal – der eine oder andere Name steht zwar für Qualität, aber was nützt mir der beste Name, wenn sowohl Ausstattung. / Fähigkeiten / Anforderungen nicht passen, ich dafür aber extra tief in die Tasche greifen muss? Eben. Und so wundert es auch nicht, dass der allererste Wagen, den wir getestet haben, ein Dacia Duster war – hier ist der Name aber Programm, denn der Fahrspaß war sehr duster und für uns immerhin schon mal klar, dass eine Marke direkt aus der Auswahl rausfallen muss.

Toyota hingegen hatten wir gar nicht auf dem Schirm, was wohl am meisten daran lag, dass unsere Suchkriterien in den hiesigen Autobörsen keinen Treffer gebracht haben. Ich wüsste aber auch nicht, ob wir Toyota tatsächlich in Betracht gezogen hätten. Für mich auf einer Linie mit Mazda und auch hier sind wir Probegefahren, waren aber relativ schnell enttäuscht – wenn auch deutlich weniger im Vergleich zum Dacia.

Mit Toyota bring ich aber immer eine Werbung aus den 90ern in Verbindung, die ich damals zwar sehr witzig und irgendwie auch ein bisschen cool fand, womit man aber heute keine Kühe mehr vom Eis holen kann. Die Rede ist natürlich von diesem Clip:

Immerhin für Woodworking Art war Toyota zumindest zeitweise interessant, genauer gesagt der Toyota Prado Land Cruiser 2020. Denn den hat er mit viel Liebe zum Detail in Holz geschnitzt und da macht der Wagen durchaus eine gute Figur:

Was mich direkt wieder daran erinnert, dass ich bei diesem Beitrag nicht auf das Wort „Schnitzerei“ gekommen bin und dann saudämlich „Bildhauer“ verwendet hab … Klassischer Brainfart und ein guter Beweis dafür, dass ich mich manchmal noch selbst überraschen kann – ganz besonders im negativen Sinne.

Viel wird ja darüber gesprochen, dass die Club-Szene unter der Pandemie besonders zu leiden hat, genauso die Gastronomie (die immerhin mit To-Go-Kram ein bisschen was verdienen kann) und auch der stationäre Einzelhandel hat wieder eine wunderbare Ausrede gefunden, rumzujammern und mal nicht nur auf das Internet zu schimpfen. Dazu die Kinos, Theater und sonstigen Einrichtungen, die eigentlich davon leben, dass Menschen zusammenkommen und mehr oder weniger etwas gemeinsam machen.

Dazu zählen auch Museen und ich wundere mich ein bisschen, dass man aus der Ecke relativ wenig hört. Vielleicht geht es denen aber auch gar nicht sooo schlecht, ich hab nämlich keine Ahnung, wie sich so ein Museum grundsätzlich finanziert (abgesehen von Spenden) – kann ja gut sein, dass die zumindest aus direkt finanzieller Sicht gar nicht auf Besucher angewiesen sind. Klar kann man in Frage stellen, ob man ein Museum braucht, in das niemand geht – in Zeiten einer Pandemie greift hier ja immerhin noch „wir durften ja nicht“.

Ich hab aber auch ein eher schwieriges Verhältnis zu Museen. Meistens geht man da ja nur durch, guckt und … guckt … und guckt. Das kann natürlich interessant sein, aber es ist halt einfach nur gucken und ob ich dafür tatsächlich irgendwo hin fahren muss oder das auch auf anderem Wege sehen kann … der Kulturbanause kommt schon wieder durch.

Ein bisschen anders sieht das im Children’s Museum of Pittsburgh aus, zumindest bei den Installationen von Neil Mendoza. Denn damit hat der Künstler ikonische Werke quasi repliziert und mit interaktiven Komponenten versehen – quasi Kunst zum Anfassen und Rumspielen.

Und das ist so unfassbar gut, dass ich es fast schon eine Frechheit finde, dass das eigentlich nur auf Kinder abzielt, da dürfte auch so mancher Erwachsener einen Museumsbesuch in Betracht ziehen. Wäre zumindest für mich ein Grund, da mal öfter hinzugehen:

Mechanical Masterpieces is a collection of paintings reimagined for the 21st century. Optimized for short attention spans, it allows viewers to poke, switch, disco, inflate and water paintings to their heart’s content.

Wenn man meine Eltern fragen würde, dann würden sie sagen, dass ich gerade als Kind alles andere als geduldig war – zu oft zu unbedacht wollte ich mit dem Kopf durch die Wand, dabei hätte ein Gedanke mehr oft vieles einfacher gemacht.

Mit über 30 Jahren kann ich aber immerhin behaupten, dass ich das zumindest zum Teil verbessern konnte, in manchen Bereichen siegt dann aber doch die Ungeduld, besonders wenn ich irgendwelche Deadlines einhalten muss. Punktlandungen sind zwar cool, aber mit ein Puffer hinten raus fertig werden, ist dann doch entspannter.

Und genau diese Ungeduld wurde am Nikolaus-Sonntag wieder ordentlich auf die Probe gestellt. Denn gegen jede Abmachung hab ich für Line natürlich ein paar Kleinigkeiten besorgt und früh morgens in ihre Schuhe gestopft. Anschließend war ich Brötchen holen, damit sie währenddessen mit dem Hund raus kam – aber sie hat ausgeschlafen, sodass ich auch dafür Sorge getragen hab und damit schon mal die erste Gelegenheit, dass sie die Überraschung findet, war dahin.

Auch danach ist sie sehr stur ohne Reaktion immer wieder dran vorbeigelaufen, also hab ich ein Spielzeug von Mia direkt daneben gelegt und sie irgendwann gebeten, genau das doch bitte mit ins Wohnzimmer zu bringen. Hat sie auch gemacht – aber wieder nichts entdeckt. Und genau da hab ich dann auch aufgegeben, sie wird das schon irgendwann mitbekommen und sei es eben erst einen Tag später.

Hat dann aber 2 Stunden später doch noch geklappt und natürlich war die Freude groß – vor allem aufgrund des Überraschungsmoments. Was ich damit sagen will: es lohnt sich, wenn man manchmal die Füße still hält und ein bisschen abwartet.

Das gilt auch für Alan Becker und seine „Animator vs. Animation“-Reihe, denn mit dem neuestens Video hat er die ersten 4 Ausgaben nun zu einem Gesamtwerk zusammengewurstet, hier und da ein wenig Feinschliff betrieben, damit es stimmig ist und auch ab und an neue Musik eingefügt.

Herausgekommen sind 30 Minuten Animationskunst mit ordentlich Unterhaltungswert:

Animator vs. Animation Shorts 1-4, in one video, with edits for continuity, as well as some new music.

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So geht Werbung für Hundefutter https://www.wihel.de/so-geht-werbung-fuer-hundefutter/ https://www.wihel.de/so-geht-werbung-fuer-hundefutter/#comments Wed, 02 Dec 2020 15:39:00 +0000 https://www.wihel.de/?p=107502 So geht Werbung für Hundefutter | Werbung | Was is hier eigentlich los?

Mit zunehmenden Alter stellt man ja durchaus ein paar besondere Veränderungen an sich fest – sowohl körperlich als auch psychisch. Körperlich kann ich zum Beispiel sagen, dass ich bei weitem nicht mehr so viel Ausdauer hab, wie das früher mal der Fall war, Muskeln sich deutlich schwieriger aufbauen lassen, dafür aber Kalorien selbst auf 2 Meter Entfernung schneller an der Hüfte haften, als man Blinzeln kann. Und natürlich gibt es mal hier ein Zipperlein, da mal ein Stechen und insgesamt fühlt man sich doch öfter alt, ohne sich vorher großartig körperlich betätigt zu haben.

Psychisch hingegen scheint es in eine ganz andere Richtung zu gehen. Zum Beispiel lache ich mittlerweile über Witze und Späße, für die ich mich noch vor ein paar Jahren zu alt und zu reif gefühlt hab – stumpf wird immer mehr Trumpf, was natürlich die Anzahl an Lachern insgesamt in meinem Leben erhöht, ich bin dennoch nicht sicher, ob das wirklich so gut ist.

Aber mit dem Alter kommt auch eine gewisse Gleichgültigkeit und so ist mir sowohl der körperliche Zerfall als auch das Bröckeln meines humoristischen Niveaus in gewisser Weise egal – wichtig ist ja ohnehin einfach nur, dass man lachen kann.

Und das konnte ich unter anderem bei dem neuen Werbespot von Greenies. Kannte ich selbst noch nicht, aber auch eher weil wir bei Hundefutter und Leckerlies nicht sonderlich viel experimentieren – wir sind einfach froh, dass wir diverse Sorten gefunden haben, die der Pupskarotte schmecken und bekommen, von daher „never change a running system“

Ganz vielleicht probieren wir aber doch mal Greenies aus, denn wer derlei witzige Spots macht, versteht sicher auch was von gut gemachtem Hundefutter, genauso wie besonders gut frisierte Menschen wissen, wie man ein Haus baut und Leute, die besonders viele Sprachen sprechen, können am besten ein Auto reparieren:

Aber ernsthaft: Regt nicht zum Kauf an, ich musste dennoch herzhaft lachen.

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Warum und wofür es so viele unterschiedliche Brücken gibt https://www.wihel.de/warum-und-wofuer-es-so-viele-unterschiedliche-bruecken-gibt/ https://www.wihel.de/warum-und-wofuer-es-so-viele-unterschiedliche-bruecken-gibt/#comments Wed, 02 Dec 2020 07:05:47 +0000 https://www.wihel.de/?p=107523 Warum und wofür es so viele unterschiedliche Brücken gibt | Was gelernt | Was is hier eigentlich los?

Endlich haben wir den Dezember erreicht und gerade in den letzten Wochen hab ich regelrecht darauf hin gefiebert. Zum einen, weil wir damit den letzten Monat dieses Seuchenjahres endlich erreicht haben, aber auch weil es der Monat ist, in dem ich und Schwiegermuttern Geburtstag haben, Weihnachten endlich stattfindet, man sich keine Gedanken mehr um Geschenke machen muss (ist ja ohnehin nun eh zu spät) und wir dieses Jahr auch endlich nicht mehr diskutieren, was wir an Silvester machen – hoffentlich alle mal Zuhause bleiben. Und weil ich endlich all meine Adventskalender aufmachen kann, sind ja immerhin 6, das ist ein bisschen was an Arbeit.

Mit etwas Glück bedeutet Dezember auch, dass ich meine Eltern wiedersehe und dort ein paar entspannte Tage haben werde, sofern denn die Zahlen nicht noch schlechter oder endlich mal spürbar besser werden – und gerade da wird es spannend, denn Sachsen entwickelt sich zur neuen Corona-Hochburg. Aktuell geh ich aber weiterhin davon aus, dass es klappt.

Und dann sitzt ich dort wieder auf der Couch, mache gar nichts (außer Essen und Atmen und das wird schon anstrengend genug) und Kram mal wieder Apps hervor, die schon lange nicht mehr Tageslicht gesehen haben. Zum Beispiel diese nervigen Bridge Builder, bei denen man Brücken mit begrenzter Anzahl an Teilen bauen muss, nur um festzustellen, dass man auch trotz App kein Ingenieur ist und spätestens ab Level 10 einfach nur noch scheitert.

Überhaupt gibt es ja unglaublich viele Brücken für die unterschiedlichsten Zwecke – was tatsächlich nicht rein ästhetische Gründe hat, sondern teils wohl durchdacht ist.

Dr. Nehemiah Mabry weiß unfassbar viel über Brücken und erklärt im nachfolgenden Video, warum es so viele unterschiedliche gibt und wann sie eingesetzt werden bzw. wurden:

Dr. Nehemiah Mabry, PE, knows a lot about bridges. Nehemiah is a structural engineer and an educator; and he builds bridges for a living. Dr. Mabry sits down with WIRED to talk about all different kinds of bridges from around the globe. What’s the difference between a cable-stayed bridge and a suspension bridge? Are bridges in China different from bridges in the United States? Why do they decide to build one bridge over another type of bridge?

Sieht so aus, als würde ich Level 10 dieses Mal knacken.

Ich hab ja gestern schon an dieser Stelle ein bisschen gejammert, dass das mit einigen Bestandteilen des Essens in Deutschland gar nicht mal so einfach ist, besonders wenn man eine Frau hat, die immer irgendwie in Schüben kocht. Das war natürlich sehr hohes Niveau und das Meiste, was Line kocht, ist einfach nur sehr gut – ich freu mich dennoch, wenn nach 4 Wochen Nudeln auch mal wieder was anderes auf den Tisch kommt, denn selbst bei den ganzen Nudelsorten, die es mittlerweile auf dem Markt gibt, egal ob Form, Farbe oder Größe – es bleibt eine Nudel.

Insofern hab ich auch ein bisschen Mitleid mit Patrick Grümmert, denn der beschäftigt sich den ganzen Tag mit Nudeln. Nicht viel Mitleid, aber ein bisschen, denn irgendwo hat sich Grümmert das ja auch ausgesucht, so als selbstständiger Unternehmer und Nudelproduzent.

Den beleuchtet nämlich eine neue Doku des NDR und wie jeder weiß, bin ich großer Fan von Dokus vom NDR, weil die halt zu 99,587% auch immer gut sind. So auch dieses Mal, allerdings hab ich so meine Probleme mit der Videobeschreibung.

Denn ich bin mir sehr sicher, dass nicht nur Patrick Grümmert den „Mut besitzt“ im „Kartoffelland Mecklenburg-Vorpommern“ was anderes anzubauen außer Kartoffeln und irgendwie finde ich auch Pasta Patrick beinahe schon frech.

Schließlich sehen wir hier einen Mann, der 10 Jahre Hotels gemanagt hat, was vermutlich nicht jeder kann und der dann den Mut besessen hat, auszusteigen, weil alles zu viel wurde – und sich dennoch was eigenes wieder aufgebaut hat. Würde zumindest behaupten, dass Gurken-Guido und Hirse-Hans deutlich andere Lebensläufe aufweisen.

Patrick Grümmert ist einer aus der Region und traut sich, im “Kartoffelland” Mecklenburg-Vorpommern selbst gemachte Nudeln anzubieten. Und zwar erfolgreich, sein Geschäft floriert. Alle wollen mittlerweile seine Nudeln haben, seine Soßen, Chutneys, Pesto, die ganze Produktpalette.

Patricks Leute fahren mit Pasta-Mobilen auf Märkte und verkaufen dort warme Pasta-Gerichte. 120 Portionen gehen in anderthalb Stunden über die Theke. Patrick Grümmert selbst lädt zu Kochkursen in seine Manufaktur ein, bietet Caterings an, verkauft seine Nudelprodukte und Soßen im Hofladen.

Im siebten Jahr betreibt Patrick Grümmert seine Nudelmanufaktur in der mecklenburgischen Pampa. Er ist gelernter Koch und innerhalb kürzester Zeit zum Hoteldirektor aufgestiegen, hat zehn Jahre lang als Manager für eine US-amerikanische Hotelkette an den schönsten Plätzen der Welt gearbeitet. Aber der Druck wurde immer größer. Am Ende war er völlig ausgebrannt, ist ausgestiegen und in seine Heimat zurückgekehrt. Kurzerhand hat sich Patrick Grümmert ein altes Bauerngehöft bei Schwaan gekauft, hier produziert er jetzt Nudeln.

Schön auch zu sehen: Mit Nudeln allein kommt man halt auch nicht weit.

Normalerweise würde Line am zweiten Feiertag auch nachkommen, worauf wir aber aus bekannten Gründen dieses Jahr wohl verzichten werden – was halt auch komisch wird, allein schon weil Hund und Frau selten so lange getrennt waren. Überhaupt ist noch nicht mal klar, wie lange ich dann dort bleibe und wann es wieder gen Zuhause geht.

Was ich hingegen weiß: Das Fernsehprogramm wird wieder ganz furchtbar. Entweder schauen meine Eltern irgendwelche alten Märchen, die mir schon als Kind zum Hals raushingen, irgendeinen Trash-Mist oder Tier-Dokumentationen. Letzteres ist eigentlich auch gar nicht schlecht, lernt man da doch eigentlich immer was bei – aber üblicherweise erzählen die ja dann doch immer das Gleiche.

Da ist Brian Ahearn schon die bessere Alternative, denn der hat Anfang des Jahres damit angefangen, Fakten über Tiere zu illustrieren. Dabei wählt er nicht nur welche aus, die man so vielleicht noch nicht kannte, sondern weiß auch mit einem Hauch Humor zusätzlich zu begeistern:

Wie immer bei Künstlern sollte jeder direkt einen Abstecher zu Instagram machen und dort den Folge-Button betätigen – darüber hinaus lohnt sich natürlich auch der Besuch der Seite, die zum Projekt dazugehört (auch wenn immer mal wieder im Wartungsmodus ist). Und wer richtig was fürs Karma tun will, schaut sich mal auf seiner Patreon-Seite um.

Seit gut einer Woche liegt mir Line in den Ohren, dass ich endlich mal meine Birnen essen soll, die wir vor ein paar Wochen im Alten Land gepflückt haben. Dabei ist es ja gerade ihre Schuld, dass ich das bisher nicht getan hab und mich nun in einer äußerst schwierigen Situation befinde – und das jedes Jahr aufs Neue.

Denn von den Äpfeln, die wir eigentlich gepflückt haben, sind keine mehr übrig, was bedeutet: Das ist schon eine ganze Weile her und die Birnen haben langsam ein gewisses Alter erreicht. Ganz auf Birnen verzichten möchte ich aber auch nicht, weil Birnen einfach um ein Vielfaches besser sind als Äpfel. Sieht man ja allein schon daran, dass Äpfel absolute Massenware sind und auch in nahezu jedem Getränk auftauchen, selbst in denen, bei denen man es nie für möglich gehalten hätte. Die Birne jedoch wird nach wie vor als was Besonderes behandelt und nicht einfach verramscht.

Zurück zum Thema: Mittlerweile sind die Birnen also recht alt – vielleicht sogar zu alt, um noch wirklich zu schmecken, was halt auch Scheiße wäre, weil wir sie dann nur noch wegschmeißen können. Was nur wieder zu Schimpferei der Frau führt, die dann wieder sagt, dass wir nächstes Jahr keine pflücken, was wir dann dennoch ignorieren. Verlierer auf ganzer Linie quasi.

Ich will aber auch nicht nachschauen … Schrödingers Birne quasi. Solange ich nicht Bescheid weiß, ob die Birnen noch gut sind, sind sie es und auch gleichzeitig wieder nicht. Schau ich nach, hab ich aber Gewissheit und im schlechtesten Falle sind sie es zu 100%. Da sind mir die 50% doch lieber …

Wäre immerhin egal, wenn ich aus dem Obst noch Kunst machen könnte, so wie José Pereira es macht. Das grenzt zwar beinahe an Lebensmittelverschwendung, ich bin aber sicher, dass er auch nur bereits abgelaufene Nahrung für seine Kunst verwendet. Die ist nämlich gar nicht mal so schlecht:

Art in apple, see how to carve a beautiful apple flower.

If you like, please subscribe to the channel and activate the bell.

Learn how to cut and decorate fruit.

How to make a bird on apple, by J.Pereira Art Carving Fruit

In this video teaching how to make a simple decoration on apple.

Werft gern mal einen genaueren Blick auf seine Videos – das sind nicht nur viele, die sind auch recht inspirierend, wenn es um das Anrichten von (vor allem, aber nicht nur) Obst geht.

Interessant, aber auch definitiv gruselig: So langsam kommen die Einschläge näher. Damit mein ich nicht, dass ich auch ein Alter erreiche, bei dem das Ende des Lebens in greifbarer Nähe ist – bis dahin wird hoffentlich noch eine ganze Weile ins Land ziehen. Viel mehr mein ich die Idioten, die nicht verstanden haben, dass es so einem Coronavirus scheiß egal ist, ob man weiterhin Bock hat, Zuhause zu bleiben oder „findet, dass das jetzt auch alles langsam mal reicht“.

Will heißen, dass selbst Leute langsam widerspenstig werden, von denen wir das so nicht erwartet haben – das war besonders überraschend, als wir im engeren Kreis zusammensaßen und jemand sagte, dass eine regelmäßige Fahrt nach Hause (der- oder diejenige arbeitet unter der Woche außerhalb) ja unproblematisch sei, denn „man bekommt das ja einfach nicht“. Das ist halt nicht nur intellektuell schwierig, sondern auch weil man sich Familie ja nicht aussuchen kann.

Man muss aber auch sagen, dass da auch die Politik eine gewisse Teilschuld hat. So ist zumindest die aktuelle Idee, den Lockdown bis 20. Dezember zu verlängern, aber für Weihnachten Ausnahmen zuzulassen, schlichtweg dumm. Natürlich wäre ein Weihnachtsfest allein Zuhause alles andere als geil – aber auch hier ist das dem Virus ziemlich egal, das tut einfach, was es tut.

Und da spielt dann auch keine Rolle, ob man mittlerweile die Schnauze voll hat vom Zuhause Bleiben und die üblichen Reisen vermisst – mehr als YouTube und Vimeo ist halt einfach nicht drin, außer man ist ein Arschloch.

Mir ist natürlich klar, dass das nur ein kleiner Trost und billiger Ersatz ist – aber immerhin kann man dann auch ein bisschen in der Zeit zurückreisen. Und so zum Beispiel einmal schauen, wie es in London 1924 aussah – Spoiler: ziemlich genau so, wie man sich das vorstellt.

Take a trip on a horse-drawn towing barge from Limehouse into old Central London!
The trip goes over the Regents Canal from Limehouse, via the Wharves of East London, Mile End Road, Various locks, White Chapel, Heartford Union Canal, Old Ford, Acton’s Lock, Hackney, through Islington Tunnel, passes under the New River, over the GNR at Kingscross, under the Midland at St.Pancras, Kentish Town, Alpine Chalet, through Regents Park and London Zoo and ends at Paddington Basin just off Edgeware Road.

Und jetzt bleibt einfach mit dem Arsch weiterhin Zuhause. So schwer ist das nämlich in Wahrheit nicht.

Ein bisschen witzig ist es ja schon, dass ich eigentlich seit Jahren erzähle, dass der virtuelle Urlaub vor dem Rechner doch der bessere Urlaub ist, weil so unnötiger Kram wie Packen, Urlaubsübergabe, das Zurücklegen langer Strecken und auch Jetlag einfach wegfallen. Zudem ist ja der Kostenfaktor auch ein ganz anderer, je nachdem welche technische Ausstattung man für seinen kleinen Zwischenurlaub zur Verfügung hat – dürfte sich aber zumindest über die Zeit rentieren.

Und jetzt, wo Urlaubmachen tatsächlich flach fällt (oder flachfallen sollte – einige Idioten halten es ja nach wie vor für eine gute Idee, ihr eigenes und das Leben der anderen zu riskieren, damit man „sich mal ein paar Tage erholen kann“), stellt sich heraus: Das war gar kein so großer Quatsch, den ich da von mir gegeben hab. Oder besser gesagt: Da war viel Quatsch dabei, aber der Kern der Aussage ist halt doch gar nicht so verkehrt.

Beflügelt von der nicht laut ausgesprochenen Bestätigung machen wir uns daher für die nächsten 7 Minuten auf nach Hongkong. Da waren wir virtuell zwar schon einige Male, aber dieses Mal kommt noch die klassische Perspektive von Drohnen hinzu und die nächtliche Atmosphäre tut auch ihr übrigens, dass das alles sehr faszinierend aussieht – aber irgendwo auch sehr unwirklich und beinahe wie aus einem Sci-Fi-Film.

Ist aber halt auch Hongkong, da sind die ja ohnehin der Zeit voraus:

Nǐ hǎo and welcome to this aerial drone footage of Hong kong, (HKSAR) China in 4K UHD resolution!
In this clip you can see all the famous sights / spots like the International Commerce Centre, Two International Finance Centre, Central Plaza, Bank of China Tower, The Center, Hong Kong Market, Gloucester Road, The Port of Hong Kong, the beautiful Bay Area, the breathtaking skyline in total and much more!

Nachdem ja mittlerweile klar ist, dass Line und ich nicht mehr so wirklich regelmäßig ins Büro fahren, haben wir vor ein paar Wochen all unsere persönlichen Sachen aus dem Büro geholt. Das ist sogar einigermaßen spannend, denn man bekommt ja gar nicht mit, was man so alles über die Monate und teils Jahre ins Büro schleppt – bis man dann doch mal alles auf einmal wieder rausholen muss.

Das war irgendwo aber auch ein bisschen wehmütig, hat aber immerhin den Vorteil, dass Mia noch mehr Körbchen hier Zuhause hat. Um nicht zu sagen: Wir haben nun mehr Körbchen als Räume, ein absolutes Hundeparadies.

Bedeutet also: zumindest bei unseren bisherigen Arbeitgebern geht die Richtung klar gen Homeoffice, wobei sich keiner von beiden richtig offiziell darauf festgelegt hat – meiner verteilt aber schon fleißig Büro-Inventar und das macht ja niemand, der weiterhin am alten Muster festhalten will.

Was für uns wiederum bedeutet: Wir investieren ins Homeoffice. Hab ich zumindest schon in diesem Jahr kräftig getan, aber ein Arbeitszimmer reicht dann irgendwann auch nicht mehr, besonders wenn man auch mal an Kinder denkt. Also schauen wir mittlerweile etwas aktiver nach Hauskauf-Möglichkeiten. Das haben auch Freunde von uns getan, die wir ebenfalls vor ein paar Wochen getroffen und ausgefragt haben und wo ich zumindest für mich festgestellt hab: Hauskauf bedeutet auch, dass ich meine handwerklichen Fähigkeiten schärfen muss.

Mussten sie zumindest ebenfalls machen, meinten aber auch, dass YouTube da ganz praktisch ist. Und da man damit nicht früh genug anfangen kann, schauen wir uns einfach mal an, wie Trockenbau funktioniert. In den 50ern. Weil die damals schon wussten, was sie tun (den Hinweis, dass das kein Anleitungsvideo ist, ignorieren wir gekonnt):

Alles eigentlich gar nicht so schwer – wenn man weiß, was man tut.

Eigentlich ist das Gemecker über das Homeoffice ja auch Quatsch – im Grunde macht es ja nicht wirklich einen Unterschied, ob man jetzt im Büro arbeitet oder in seinem heimischen Arbeitszimmer (sofern denn vorhanden), Raum ist Raum. Tatsächlich kann es aber doch recht belastend sein, wenn Arbeit und Privates zu nah beieinander sind, zumindest ich muss mittlerweile deutlich mehr Disziplin an den Tag legen, um nicht doch nicht mal Abends in meine Mails zu schauen oder „das eine noch fix fertig zu machen“ – die Versuchung ist durchaus groß, wenn der Arbeitsraum quasi nebenan ist.

Und auch unterbewusst kann zum Beispiel der Weg zur Arbeit wie ein Aufwärmen sein und den Arbeitstag einläuten, was halt wegfällt, wenn man quasi direkt aus dem Bad vor den Rechner fällt. Dazu kommt dann noch, dass man quasi in seiner Freizeitkleidung arbeiten geht, was die Grenzen nur noch mehr verwischt und wenn man nicht aufpasst, dann arbeitet man plötzlich rund um die Uhr. Oder halt gar nicht, weil man aus dem Freizeitmodus nicht herauskommt.

Aber vielleicht haben die Japaner die ultimative Lösung und schlagen sogar zwei Fliegen mit einer Klappe: Denn dort kann man für relativ wenig Geld (je nach Blickwinkel) einfach aus einem Freizeitpark heraus arbeiten. Auch dort gilt, dass es eigentlich keine Rolle spielt, von wo man arbeitet – Hauptsache Strom und Internet sind vorhanden. Und wenn du dann einfach aus einem Riesenrad heraus ins Zoom-Meeting gehst, ist zumindest schon mal sicher, dass du den besten Hintergrund hast.

Wer gerade zufällig vor Ort ist, kann ja mal im Yomiuriland vorbeischauen – der Rest guckt mit mir das nachfolgende Video:

An amusement park in the Japanese capital Tokyo has found a unique way to safely welcome back some visitors during the Covid-19 pandemic. The Yomiuriland park has opened its doors to people tired of working from home, and is offering guests a way to roll on with business from a more uplifting location – the Ferris wheel.

Fraglich natürlich, ob das so einen Freizeitpark vor dem finanziellen Kollaps bewahrt, aber der Versuch ist es auf jeden Fall wert.

Nachdem unsere Bundeskanzlerin irgendwann im Sommer schon behauptet hat, dass wir an Weihnachten um die 19.000 Corona-Fälle pro Tag haben werden und wir diese Marke bereits Anfang November gerissen, ist eigentlich nur eine Schlussfolgerung möglich: Weihnachten findet dieses Jahr im November statt.

Was nicht nur mich vor Probleme stellt, denn ich hab nach wie vor nicht ein Geschenk, keine Idee und noch viel weniger Motivation, dass das Thema überhaupt anzugehen, gerade weil ja mittlerweile jeder Tag wie der vorhergehende und nächste ist. Ob da nun Weihnachten im Kalender steht oder nicht, spielt am Ende ja auch keine Rolle mehr.

Coca-Cola scheint aber ebenfalls vom vorgezogenen Weihnachtsfest überrascht gewesen zu sein – was komisch ist, haben die doch den Weihnachtsmann erfunden und somit ja auch Weihnachten – konnten aber einigermaßen nachlegen und präsentierten in der letzten Woche ihren Weihnachtswerbespot für dieses Jahr.

Natürlich mit dem üblichen Druck-auf-die-Tränen-Drüsen-Potential, was ja aber auch irgendwo gut ist, denn so merkt man wenigstens noch, dass man nicht gänzlich abgestumpft ist. Im Jahr 2020 eine recht essentielle Erkenntnis. Und ich möchte an dieser Stelle auch herausstellen, dass die Kollegen diesen Post besonders wertschätzen sollten, denn berufsbedingt gilt eigentlich die Ansage, dass niemand aus meinem Team Produkte von Coca-Cola konsumieren sollte – dafür haben die uns zu sehr geärgert. Was ja aber auch schon wieder schwer ist, weil man bei dem mittlerweile vorhandenen Markenmeer gar nicht mehr durchsieht, wer zu was gehört.

Aber Papa gehört jedenfalls nach Hause:

This Christmas, give something only you can give.

Be it in person, over an awkward video call, or just a quick message, making time for the ones you love is what makes Christmas truly the most special time of year, no matter how you do it.

Wherever you are, we hope you have a good one.

Merry Christmas

Ich muss zugeben: Wirklich gut gemacht. Hat zumindest beim ersten Mal einen Kloß im Hals hinterlassen.

Line und ich sind ja große Fans von Sushi und bestellen eigentlich regelmäßig unregelmäßig immer mal wieder. Was cool ist, weil Sushi ja auch schmeckt, aber auch uncool ist, weil Sushi echt fies ins Geld gehen kann. Wir hatten jedenfalls schon öfter mal Bestellungen, bei denen deutlich mehr Stäbchen dabei waren als am Ende gegessen haben. Was aber auch schon wieder niedlich ist, wenn der Lieferdienst denkt, man würde hier zu 6. auf das Essen warten und am Ende sind es nur wir beide. Also eigentlich nur ich, denn Line ist ja unfassbar klein.

Was erschwerend hinzu kommt: Es handelt sich um rohen Fisch – zumindest hierzulande schwer vermittelbar, dass quasi unbehandeltes Essen dermaßen in die Geldbörse greifen kann.

Ich kann mich da wenigstens noch rausreden, denn ich bin mittlerweile dazu übergegangen, Sushi-Rollen mit Fleisch zu bestellen. Hühnchen und Erdnusssauce ist einfach eine unschlagbare Kombi, Honig und geröstete Zwiebeln – man kann da schon sehr viel Schabernack treiben.

Treibt natürlich jedem Sushi-Meister Tränen in die Augen und ist vermutlich auch absoluter Frevel, wenn nicht sogar ein Verstoß gegen diverse Menschenrechte, aber was willste machen, wenns halt schmeckt?

Ich kann mir zumindest gut vorstellen, dass Ingi Son darüber nicht lachen kann, denn der ist Sushi-Meister und weiß daher nicht nur, auf welche Handgriffe es ankommt, sondern auch ob der Kultur des Sushis. Ein ganz klein bisschen erzählt er davon im nachfolgenden Video, hauptsächlich geht es aber darum, wie man mal eben 250 Pfund an Thunfisch verarbeitet – und zwar so, dass davon nahezu alles irgendwie verwertet wird:

On this episode of Omakase, chef Ingi Son shows us how he breaks down an entire 250 pound bluefin tuna, and how he makes it into an innovative omakase at his restaurant The Shota in San Francisco.

Da fällt mir ein: Wir haben schon lange kein Sushi mehr gegessen (= das letzte Mal ist mehr als zwei Wochen her)

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https://www.wihel.de/wie-ein-sushi-meister-einen-250-pfund-thunfisch-verarbeitet/feed/ 1
Animator Creating Animation https://www.wihel.de/animator-creating-animation/ https://www.wihel.de/animator-creating-animation/#comments Tue, 17 Nov 2020 07:03:20 +0000 https://www.wihel.de/?p=106909 Animator Creating Animation | Animation | Was is hier eigentlich los?

So richtig sagt es keiner, aber bei uns in der Firma gib es einen kleinen, inoffiziellen Wettbewerb – ausgerechnet auch noch zwischen mir und meinem Chef. Genauer gesagt geht es um die Produktion von Videos, denn nach jedem Sprint jeweiliger Teams erfolgt – so will es der Scrum-Gott – eine Sprint-Review. Wer es nicht kennt: Eine Präsentation der Ergebnisse, die man in den letzten Wochen erreicht hat.

Und genau diese Präsentation wird gefilmt und für die Nachwelt aufgehoben. Womit wir beim Wettkampf sind: Mein Chef macht eine und ich mache eine – natürlich nicht von den gleichen Teams, aber eben regelmäßig. Und weil wir unterschiedliche Menschen sind, gehen wir da auch recht unterschiedlich ran. Geben uns natürlich auch Tipps oder erzählen von Fails, aber ich glaube schon, dass der eine immer ein bisschen versucht den anderen zu übertrumpfen. Was ja auch vollkommen normal und okay ist.

Warum ich das erzähle: Weil es genau diese Aufgabe und der dieser kleine Wettkampf ist, der mir schon unwahrscheinlich viel geholfen und in Sachen Video-Produktion beigebracht hat. Das ist natürlich noch meilenweit davon entfernt, was Profis machen können, aber nicht zuletzt hilft es auch bei unserer Win-Compilation ungemein mit, dass man den einen oder anderen Trick kennt. Größte Herausforderung war zum Beispiel beim Korrigieren von Gesagtem, dass es zwischen den Clip-Übergängen immer mal fies knackte.

Die Lösung: Einfach das Audio-Level vom letzten und ersten Frame der beiden Clips auf 0 setzen. Merkt kein Mensch, aber das Knacken verschwindet.

Will sagen: Eigentlich ist das alles keine Magie, man muss eben nur die kleinen Tricks und Kniffe kennen. Will aber auch sagen: Kennt man die nicht, ist es doch eben Magie und das geht mir sehr stark zum Beispiel bei After Effects so. Hab ich noch nie wirklich bedient, entsprechend auch keine Ahnung, was damit alles geht – aber was Leute damit zaubern können, das ist Voodoo und Hexerei zu gleich.

Manchmal aber eben auch sehr schön, wie Deekay nachfolgend beweist:

This is a small project I did during my spare time.
I am sure we all go through ups and downs when creating art.
Maybe caring a little too much about what others think and not enough appreciation towards your own art.
Whatever you make, it is still your creation.
And it will always give you a like. :)

Vor ein paar Monaten – unglaublich wie die Zeit rast – hatte ich schon mal ein Video mit der Schwebebahn in Wuppertal, aufzeigend, wie sie durch Wuppertal fährt, einfach aus der Ego-Perspektive. Hatte ein bisschen was von den schönsten Bahnstrecken Deutschlands und war auch mindestens genauso spektakulär – plus eben diesem historischen Touch, den man ganz natürlich bekommt und der ja immer spannend ist, wenn man sich dafür interessiert. Besonders wenn man aus Wuppertal kommt und die einzelnen Ecken alle kennt.

Geht mir zumindest so, wenn ich weiß, dass irgendeinen Sendung oder irgendein Film irgendwo spielt, wo ich selbst schon war – man versucht ja doch immer herauszubekommen, wo das dann war, wann das war und wo man selbst dabei war. Vielleicht auch einer der wichtigsten Gründe, warum ich so gerne SOKO Leipzig gucke – näher kann ich meiner Heimatstadt aus Hamburg kaum sein (und ich weiß, da war vor kurzem erst eine Veranstaltung in Leipzig, bei der ein Haufen Idioten zusammen gekommen sind und die Polizei ein abartig schlechtes Bild abgegeben hat – Idioten gibt es halt überall)

Zurück zum Thema: pwduze (keine Ahnung, wie man das aussprechen soll) hat das Video auch gefunden und zusätzlich noch eines aus 2015 und hat beide einfach mal nebeneinander gestellt. Dazu natürlich noch ein bisschen Nachbearbeitung und schon erhält man einen wunderbaren Vergleich zwischen damals und heute – in Bewegtbild und beinahe so, als ob das alles Absicht wäre:

When I found these two videos:
https://youtu.be/EQs5VxNPhzk filmed in 1902
https://youtu.be/DgfRq4kEFro recorded in 2015
I realized it might be possible to line them up side by side to get an impression of what have changed after 113 years.

The left video is left intact and I tried to line up the corresponding scenes in the right one by cutting and manipulating framerates. The duplicated frames in the right video are also present in the original and makes it a bit jerky.

I made this just for fun and did not aim for a 100% match but it is still possible to see how buildings etc. have changed over time.

Hat was. Keine Ahnung was, aber es hat was.

Am Wochenende machte dann auch in größerer Runde die Neuigkeit die … Runde (schlechtester Satzbau 2020 – endlich gefunden), dass Netflix „Direct“ testet. Dahinter verbirgt sich eine Art linearer Sender, der genau das macht, was wir alle schon aus dem Fernsehen kennen: Man schaltet ein und schaut einfach das, was einem serviert wird. Keine Auswahl, keine Individualisierung – einfach klassisches Fernsehen, direkt im Streaming-Dienst, nur eben mit Filmen und Serien von Netflix und nicht der hiesigen Sender.

Das klingt erstmal ziemlich bescheuert oder? Schließlich war doch das Erfolgsgeheimnis von Netflix, dass jeder User genau das schauen kann, was er will, wann er will und irgendwie auch wo er will – sofern denn Internet vorhanden ist (ich lasse hier ganz bewusst mal weg, dass das Angebot von Netflix und auch anderen anfänglich deutlich besser war). Maximale Freiheit, dazu keine Werbung – zumindest auf dem Reißbrett das absolute Traumszenario.

Ich vermute, dass Netflix mit Direct aber auch einfach darauf reagiert, was man häufiger im Netz lesen kann: Von 3 Stunden Nutzungszeit hat man 2 Stunden damit verbracht, sich was rauszusuchen, die letzte Stunde schaut man dann einfach das, was man schon drölf mal gesehen hat. Und genau dafür ist Direct eigentlich nicht schlecht – Menschen, die sich nicht entscheiden können, müssen sich nicht mehr entscheiden. Und können im Zweifel auch endlich wieder über jemanden schimpfen, wenn nur scheiße kommt.

Scheiße lief auch in den 70ern und doch war es weniger beschissen. Glaube ich zumindest, wobei wir ja auch wissen, dass das Gehirn uns gern mal einen Streich spielt, wenn es um die Vergangenheit geht. Auf jeden Fall kommt wieder sehr viel Nostalgie auf, wenn man sich Cartoon-Intros und Werbespots von damals anschaut:

Hey kids! It’s time to grab a bowl of Quisp and watch some cartoons!
Saturday Morning Cartoons (1970s) | Classic Cartoon Intros and Commercials

Ist dann doch einiges dabei, dass wir hierzulande gar nicht kennenglernt haben – würde mir da auch gern mal eine deutsche Version wünschen. Damit das alles noch viel nostalgischer wird und wir noch mehr behaupten können, wie toll doch früher alles war.

Hier kann ich es ja sagen: Ich war von der letzten Apple Keynote bzw. den beiden letzten Keynotes tatsächlich doch sehr enttäuscht. Eigentlich mag ich Apple ja und ignoriere gern auch, dass der Großteil des Preises, den man für ein Gadget bezahlt, für den Namen drauf geht. Aber mittlerweile tauchen sämtliche Neuerungen als Leaks im Vorfeld auf, sodass es eigentlich keine Überraschungen mehr gibt – was halt durchaus eine okaye Strategie sein kann, aber eben den Zauber der Keynotes zerstört. Was mich aber viel mehr ärgert: Mittlerweile entwickelt man ganz offensichtlich am Ottonormalnutzer vorbei. Die neuen iPhones sind sicher total toll wenn es um Geschwindigkeit und Kamera geht – für die verwackelten Bilder von Gabi braucht es den ganzen technischen Schnickschnack aber einfach nicht. Ebenso die Entdeckung von 5G als den geilen Scheiß zu lobpreisen … bis zu einem gewissen Punkt braucht man wirklich Eier dafür, aber es gibt eben auch das Level, ab dem es wirklich nur noch lächerlich ist. Was erschwerend hinzukommt: Die zahlreichen Einschränkungen, die man bei dem iPhones berücksichtigen muss, z.B. das kein 5G zur Verfügung steht, wenn man zwei Sim-Karten benutzt oder der Provider zufällig die „falsche“ Frequenz verwendet. Ich könnte ja noch verstehen, dass man mit 5G gewartet hat, um die Fehler der Konkurrenz direkt vermeiden zu können – ist aber offensichtlich nicht der Fall.

Vielleicht ist es aber insgesamt auch einfach nur der Mangel an Innovation. So wirklich konnte Apple schon seit Jahren nicht mehr überraschen und jedes neue iPhone war zwar eine solide bis gute Weiterentwicklung – aber eben kein wirklicher Sprung mehr. Und das in Verbindung mit den fehlenden Airtags, auf die ich tatsächlich sehr gespannt bin, aber auch befürchte, ebenfalls enttäuscht zu werden, … macht halt keinen Spaß. Oder zumindest deutlich weniger als früher.

Was nicht heißen soll, dass Apple ab sofort oder schon seit längerem schlecht ist und nur noch scheiße baut – gerade die beiden nachfolgenden Videos beweisen eindrucksvoll, was man mit dem iPhone 12 Pro videotechnisch anstellen kann:

I’ve been home in New York for the past 7 months and a lot has changed. I’ve never explored the city this much before and with the release of the new iPhone 12 Pro I wanted to make sure I captured little more than just Manhattan.

Being an aerial photographer pretty much full time and having early access to the iPhone 12 Pro, made this project a no brainer. To an extent, I have overshot San Francisco in many ways, but I knew this would be a good chance to compare my new work to my previous work that was shot with various cameras and older iPhones.

Going back in 2016, my buddy Jaron Schneider and I created an iPhone only aerial film, shooting multiple cities across the United State from a helicopter with the iPhone 6s when 4K was first introduced on iPhone. It was definitely fun to re-watch that and see how far the quality and additional cameras/lenses have made this new iPhone 12 Pro a continued improvement and tool.

Aber das sind halt Ausnahmen und nicht die breite Masse. Oder wie es ein Kollege ganz treffend auf den Punkt gebracht hat: Apple hat es sensationell gut geschafft, dem User Pro-Produkte als Consumer-Produkte anzudrehen.

Andreev selbst beschreibt sich als professioneller Non-Artist, was zwar witzig klingt, aber mit der Realität gar nicht so viel zu tun hat, wenn man sich mal seinen Instagram-Account anschaut. Am kreativsten ist er wohl immer kurz vor Halloween, was bei den Motiven nicht wirklich verwundert, ebenso nimmt er konstant an jedem Inktober teil. Wer das nicht kennt: Künstler und Illustratoren versuchen jeden Tag im Oktober ein Werk pro Tag fertig zu stellen und zu veröffentlichen – Andreev nutzt dabei sogar noch eine Eieruhr, um den Druck noch höher zu halten.

Den Kollegen von boredpanda hat er zudem noch ein bisschen mehr über sich und seiner Arbeit erzählt – leider ist das durch die zahlreichen Bilder recht zerstückelt. Um das Ganze ein wenig abzukürzen: Eigentlich ist er ein ganz normaler Typ, und Zeichnen ist sein Hobby – würde mich aber nicht wundern, wenn er damit nicht irgendwann auch mal ein bisschen Geld verdienen könnte, so denn er will:

Neben Instagram hat er auch noch einen YouTube-Kanal, der aber leicht recht dünn bestückt ist. Bleibt zu hoffen, dass auch da noch ein bisschen mehr kommt – bis dahin einfach auf Instagram verfolgen, ist ja für Kunst ohnehin die besser geeignete Plattform.