Timelapse – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Tue, 23 Jul 2019 04:56:18 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.2.4 Timelapse: München in 8K https://www.wihel.de/timelapse-muenchen-in-8k/ https://www.wihel.de/timelapse-muenchen-in-8k/#comments Wed, 24 Jul 2019 10:52:26 +0000 https://www.wihel.de/?p=96861 Timelapse: München in 8K | Travel | Was is hier eigentlich los?

München ist für mich auch eine maximal ambivalente Stadt: eigentlich ziemlich großartig, architektonisch beeindruckend, natürlich enorm groß, aber dennoch mit ein paar sehr schönen, grünen Ecken (zumindest die Hand voll, die ich kennenlernen durfte bei meinen wenigen Besuchen).

Gleichzeitig ist München aber auch CSU-Land und steht stellvertretend für so Nulpen wie Söder oder Seehofer, die Taxi-Fahrer sind dauerhaft schlecht gelaunt (was aber fairerweise auf fast alle Taxi-Fahrer zutrifft) und niemand außerhalb Bayerns versteht, was die Leute dort eigentlich sprechen.

Was in Summe leider dazu führt, dass ich München noch einen Ticken schlimmer als Berlin finde, was aber auch egal ist, weil man ja im Leben viel mehr auf die positiven Sachen schauen soll und das sind nun mal Leipzig und Hamburg. Und Föhr natürlich.

Aber in 8K macht München jetzt auch keinen schlechten Eindruck, ist halt einfach München:

This is our first video in 8K resolution. It is the amazing and main city of Bavaria, Munich in 8K.

This time our choice was just hyperlapse and timelapse technology in 8K resolution. This is the first video in this resolution on our chanel Cities in 4K. We used over 4000 pictures to complete this video.

Und gerade bei den Timelapse-Videos von hier darf man ja nur bedingt wählerisch sein.

Wer schon etwas länger mitliest, kann sich sicher noch dran erinnern, dass ich mal eine Phase hatte, in der es beinahe täglich ein Timelapse-Video gab. Es sind ja grundsätzlich auch immer starke Aufnahmen, besonders wenn derjenige, der das Video gemacht hat, sein Handwerk versteht und für mich ist die Mischung aus sanften, langsamen Kamerafahrten und schneller Bildabfolge die ultimative Zauberformel.

Mittlerweile gibt es hier nur noch selten Timelapse-Videos, was zum einen daran liegt, dass der Trend zum Hyperlapse geht – dass ich nach wie vor nicht sonderlich geil finde – und die Welt insgesamt scheinbar schon alles im Zeitraffer gesehen hat, zumindest was Metropolen und Co. angeht.

Hin und wieder weiß aber doch noch jemand zu überraschen, so auch Yury Sirri Nakvas. Statt die üblichen Ecken der üblichen Metropolen und üblichen Naturschauspiele gibt es dieses Mal ein Timelapse einer Baustelle, was deutlich langweiliger klingt als es beim Anschauen ist:

Erfrischend.

Als Leipziger hat man ja zu Dresden ein recht spezielles Verhältnis, wobei ich nicht mal sagen kann, woher das genau kommt. Vielleicht auch wieder aus dem Fußball, sind die Anhänger der SG Dynamo Dresden doch ein bisschen lauter, wilder und enthusiastischer als die meisten Fans (in Sachsen; so positiv wie möglich ausgedrückt). Vielleicht ist das aber auch einfach nur völliger Quatsch und wir machen das nur, weil es die Generation vorher gemacht hat und die auch nur wegen der vorherigen Generation.

Denn an sich ist Dresden ja weder besonders schlimm noch hässlich, wenn auch Dresden natürlich so seine hässlichen Ecken hat – Leipzig aber auch. Osten halt, da ist nicht nur die Denke hier und da auf der Strecke geblieben.

Phil Abold war im Februar in Dresden und hat als Erinnerungsstück und als vielleicht neuestes Beispiel dafür, dass auch deutsche Städte als Timelapse funktionieren, ein paar Eindrücke aus Dresden festgehalten. Cool dabei auch, dass es dieses Mal keine epische Musikuntermalung gibt, sondern so etwas wie „echte“ Soundkulisse:

Leipzig ist trotzdem schöner. Und Hamburg sowieso.

Schon ewig gab es auf wihel.de kein Timelapse mehr, was vor allem zwei Gründe hat: eigentlich haben wir schon jede nennenswerte Stadt in einem nennenswerten Timelapse-Video gesehen – das Thema ist also ziemlich breitgelatscht. Zum anderen gibt’s immer mehr diese unsäglichen Hyperlapse-Videos, weil einfach NIEMAND VERSTEHT, DASS DAS TOLLE AM TIMELAPSE DIE ENTSPANNTEN KAMERAFAHRTEN BEI DEN SCHNELLEN BILDFOLGEN SIND.

Aber ich reg mich nicht auf, ich trauere einfach den guten, alten Zeiten hinterher. Still und heimlich. Weinend. Im Keller.

Hier also mal ein Stück aus den guten, alten Zeiten, als sogar die Quellseite noch auf eingebettete Videos gesetzt hat, statt die Dinger einfach runter und den eigenen Server wieder hochzuladen – nicht dass noch jemand auf die Idee kommt, den Content weiterverbreiten zu können:

This is the result for my 5-days trip to Norway. Unfortunatly I couldn’t go to the north (Tromso) and I had to center my timelapse just in Bergen, Stavanger and Oslo.

Wie schön das Internet doch früher noch war …

Das nachfolgende Video erinnert mich mal wieder an die Zeit, als meine Eltern noch einen Garten gepachtet hatten. Wir wohnten damals in einer recht großen Mietwohnung, aber mit Natur war da natürlich in der Großstadt nicht viel.

Ich habe damals nie verstanden, warum sich meine Eltern das nahezu jedes Wochenende angetan haben, denn der Garten war nicht einfach nur Rasen und Erholung – da war aufgrund von irgendwelchen Auflagen richtig viel Nutzfläche. Und das bedeutet, dass man da nicht einfach hinfährt und in die Sonne legt, da muss gearbeitet werden. Wie gesagt, nahezu jedes Wochenende und meine Eltern fanden das immer unfassbar geil.

Nach dem einen oder anderen Berufsjahr kann ich mittlerweile verstehen, dass das ein ganz okayer Ausgleich ist, auch wenn ich dann doch lieber mal die Füße auf der Couch sitzend hochlege und Sportschau gucke.

Dennoch fand ich zumindest als Kind beeindruckend, wie schnell zum Beispiel Bohnen wachsen können. Morgens hin, das olle Gerüst aufgestellt und bereits am Nachmittag konnte man die ersten Ranken sehen, wie sie sich um die Stangen kräuselten.

Wesentlich schneller geht das im nachfolgenden Video, dass per Querschnitt auch gleich zeigt, was unter der Erde passiert – beindruckend, was Mutter Natur sich immer wieder ausgedacht hat:

Kidney bean time lapse with soil cross section. Showing how roots ant upper part of plant grows.

Play speed – 17280x (one shot every 9 minutes 36 seconds played at 30 FPS).

This was fourth attempt. During other attempts roots grew hidden, further from the glass.

Bestimmt schon auf den einschlägigen Seiten gesehen: LEGO hat mal wieder einen rausgehauen und der kann sich sehen lassen – sowohl in Anzahl der Bausteinchen als auch im Preis.

Die Rede ist vom Millennium-Falcon, der mit nicht weniger als 7.541 Teilen daherkommt und somit das bis dato größte LEGO-Set im Portfolio darstellt. Nicht weniger erschlagend ist auch der Preis, der im hauseigenen Shop aktuell bei 799,99€ liegt.

Wer sich nun aber direkt auf zum Shop macht will, kann sich die Mühe sparen, denn auch wenn die 800€ zumindest auf mich abschreckend wirken (soviel hab ich mal für mein iPhone bezahlt), sind die Dinger doch allesamt ausverkauft.

Einer der glücklichen Käufer ist Benjamin Große, der das Ding auch gleich mal aufgebaut hat. Dank Zeitraffer-Mitschnitt dürfen wir nicht nur dabei zuschauen, sondern müssen auch lediglich 2 Minuten unserer wertvollen Zeit für den Aufbau investieren:

Und ich red mir jetzt einfach weiter ein, dass ich ja sowieso kein Platz für das Teil habe …

Wer es eine Nummer kleiner haben will, kann sich ja das LEGO Star Wars 10179 – Ultimatives Millenium Falcon Sammlermodell (Partnerlink) kaufen. Kostet auch nur geringfügig mehr.

Vielleicht ist das hier tatsächlich die nächste Stufe des Timelapse, nachdem wir hoffentlich endlich diese unsäglichen Hyperlapse-Dinger hinter uns gelassen haben. Ich mag die Dinger einfach nicht, die neben der schnellen Bildabfolge, die so ein Timelapse nun mal hat, noch mal zusätzlich Bewegung reinbringen. Auf der anderen Seite spiegelt das unsere aktuelle Welt mit all ihrer Reizüberflutung wieder – als ob schnelle Bilder mit statischem Blickwinkel nicht schon reichen würde, es muss immer noch ein bisschen mehr sein.

Brian Bloss hat hier seine Leidenschaft für Aerial- und Timelapse-Fotografie auf jeden Fall sehr gekonnt kombiniert und mit zwei Jahren jede Menge Arbeit, Kraft und Zeit reingesteckt. Herausgekommen sind zwar nur etwas mehr als 2 Minuten und irgendwie hat es auch hier und da ein paar Hyperlapse-Züge – aber im Großen und Ganzen sieht das einfach alles sehr fantastisch aus:

About two years ago I decided combine my passion for time-lapse with my passion for aerial cinematography. There were many challenges along the way and I learned allot. The main thing I learned is repetition and patient. These were selected from over 100 that I did. Calm conditions are your friend:) This was shot with the DJI Phantom 3 Pro, Phantom 4, Phantom 4 Pro, and Mavic Pro.

Mehr von Brian Bloss gibt es hier und auf Instagram kann man ihm auch folgen.

Die große Zeit der Timelapse-Videos scheint so langsam vorbei zu sein und irgendwie hat sich das ja auch angedeutet. Angesagt sind jetzt Hyperlapse-Videos, was ich extremst bedauere, schließlich war es die Mischung aus schneller Bildabfolge und langsamer Kamerabewegung – wenn sie sich denn überhaupt bewegt. Mir sind da die Hyperlapse-Dinger einfach zu stressig, ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste.

Bedeutet im Umkehrschluss aber auch, dass man gute Timelapse-Videos noch mehr suchen muss. Stan Chang ist so einer, den man ausgraben kann. Zwischen 2011 und 2013 reiste er durch Europa und hat dabei nicht weniger als 30 Länder besucht und dabei Daten mit über 20 Terabyte Gesamtgröße angehäuft. Aber nicht, weil er es geil findet, sich die Festplatten vollzuhauen, sondern um zwei wirklich sehr gute Videos zu machen, die uns gleichzeitig die Strapazen ersparen, all die Länder selbst bereisen zu müssen. Wieder mal Win-Win für alle:

One family, 2 cameras, 30 countries, 60 flights, 1000+ time lapse videos, 200,000+ images – almost 20 terabytes of data!
Hello everyone, I’m from Taiwan.
This is a compilation of time lapse videos shot over the last two years when I travelled Europe with my wife and son. I’m excited to share some of my favorite clips.
I think that everybody needs to take a trip and have their eyes opened to just how beautiful the world is.
Please watch full screen in HD with sound if your device allows it.

Magical Europe – Timelapse from StanChang.

Hi, I’m from Taiwan. I’m glad to share our second time-lapse photography collection of 96 clips which covers 30 European countries that we visited during our wonderful 2011 to 2014 journey. Please enjoy and feel free to share.

Magical Europe Volume Two from StanChang.

Mal ehrlich: so richtig überraschend kam die Aufkündigung des Pariser Abkommens von Trump doch nicht oder? Dumme Menschen tun dumme Sachen und wenn man sich die bisherige Amtszeit von ihm anschaut – wen überrascht denn da überhaupt noch irgendwas?

Vielleicht ist er aber auch einfach nur der genialste Mensch der Welt, denn der schöne Nebeneffekt war ja, dass alle anderen Nationen (und auch große Teile der USA) den Fokus zumindest kurzzeitig auf den Umweltschutz gelegt haben. Nicht, dass sich dadurch was ändern würde, aber jeder konnte noch mal fix verlauten lassen, wie wichtig das Abkommen und der Umweltschutz eigentlich sind und sich so ein bisschen im moralischen Glanzlicht sonnen. Ist doch auch was.

Eigentlich ganz passend aber schon ein bisschen älter ist da das Timelapse von Alex William Helin Earth Song:

“Earth song” is a short time lapse film about ever changing light and beauty in nature. Like the earth was singing a song, but we are not normally tuned in.

Best enjoyed on full screen and music loud.

Earth Song from Awhelin.

]]>
https://www.wihel.de/timelapse-earth-song/feed/ 4
Timelapse: Spring https://www.wihel.de/timelapse-spring/ https://www.wihel.de/timelapse-spring/#comments Tue, 16 May 2017 09:04:58 +0000 https://www.wihel.de/?p=80991 Timelapse: Spring | Timelapse | Was is hier eigentlich los?

Was war das bitte für ein fantastisches Wetter am Wochenende? Wir haben zwar nicht all zu viel davon mitbekommen, weil wir den Großteil auf der Autobahn waren – aber gerade der verkaterte Sonntagmorgen war mehr als herrlich (auch wenn der Nachteil immer ist, dass die Autoscheibe voller zermatschter Tiere ist).

Sollte der Frühling tatsächlich angekommen sein? Die verdammten Vögel zwitschern ja schon seit zwei Wochen morgens um halb vier von den Bäumen – aber wenn die Temperaturen einfach nicht passen, dann ist das nur schwer zu ertragen.

Herrlich waren auch die Rapsfelder, an denen wir vorbei gefahren sind. Intensives gelb, dazu ein angenehmer Duft, der sich breit macht – das finde sogar ich Emotionsbrocken ganz schön.

Allerdings steht hoffentlich auch der Sommer vor der Tür, sodass für den Frühling gar nicht so viel Zeit bleibt – jetzt ist Gas geben angesagt. Genau so wie im Timelapse von Jamie Scott, in dem die Blumen im Schnelldurchlauf erblühen. Auch ganz gut, um mal 4 Minuten kurz abzuschalten:

Spring from jamie scott.