Timelapse – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Sun, 13 Sep 2020 16:11:26 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.5.1 Schimmel beim Wachsen zu sehen https://www.wihel.de/schimmel-beim-wachsen-zu-sehen/ https://www.wihel.de/schimmel-beim-wachsen-zu-sehen/#comments Mon, 14 Sep 2020 14:07:30 +0000 https://www.wihel.de/?p=103866 Schimmel beim Wachsen zu sehen | Timelapse | Was is hier eigentlich los?

Schimmel ist auch so eine arme Wurst, der eigentlich keine Freunde hat – außer man befindet sich auf bzw. im äse, wobei ich mich selbst damit nach wie vor schwer tue. Ich weigere mich einfach anzuerkennen, dass es guten und schlechten Schimmel geben kann, schlichtweg einfach weil es viel mehr schlechten als guten Schimmel gibt.

Dafür waren meine Erfahrungen mit Schimmel bisher auch einfach zu negativ. Angefangen von den üblichen bösen Überraschungen, wenn man mal wieder sieht, dass das Toastbrot am Ende schon ziemlich haarig ist und man ganz genau weiß, dass das nicht erst in den letzten paar Stunden entstanden ist, über so nervigen Schimmel an den Fenstern, weil sie einfach dauerhaft beschlagen und auch die besten Belüftungstaktiken keine Abhilfe bringen – bis hin zu unserer persönlichen Erfahrungen in der alten Wohnung, als im Arbeitszimmer eine komplette Wand saniert werden musste und wir wie die letzten Hillbillys gewohnt haben, weil plötzlich Möbel dort stehen mussten, wo sie eigentlich nicht stehen sollten. Und das in einer ohnehin schon kleinen Wohnung – am Ende mit dem Ergebnis, dass wir den Platz nicht mal so nutzen konnten, wie wir ihn wollten, was alles nur noch viel schlimmer gemacht hat. Muss auch einfach was bedeuten, dass Schimmel und Schlimmer fast gleich klingen …

Schimmel ist einfach ein Arschloch. Aber manchmal eben auch ein sehr schönes Arschloch, wenn man mit der Kamera drauf hält und ganz nah ran geht:

The film records the growth of four types of molds used for food fermentation, namely Rhizopus, Aspergillus niger, Aspergillus oryzae and Penicillium. Captured by time-lapse supermacro photography, the growth of these molds is magical and charming, revealing a mysterious and gorgeous tiny world.

Macht ihn aber nicht besser, denn zum Glück wissen wir alle: Auch schöne Arschlöcher sind am Ende einfach nur Arschlöcher.

Line glaubt ja nach wie vor, dass sie einen einigermaßen grünen Daumen hat und wenn man sich in der Wohnung umschaut, ist da vermeintlich auch was dran – ich glaube eher, dass das einfach mit der Beschaffenheit der Wohnung zusammenhängt. Bei unseren riesigen Fenstern muss man sich schon sehr dumm anstellen, wenn das Pflanzen nicht mega geil finden – mehr Licht findet man nur in der direkten Umlaufbahn der Sonne.

Was für meine These spricht: Wir haben hier durchaus Pflanzen, die die ersten Wochen nicht überlebt haben. Besonders fies ist der Fall „Orchidee“, die sie mir irgendwann hingestellt hat und meinte, darum soll ich mich jetzt kümmern (sie hatte bereits die ersten Blätter verloren). Logisch, dass das Teil relativ schnell komplett eingegangen ist und ich vermute einfach, dass ich hier schon einen nicht zu rettenden Patienten bekommen hab, nur damit ihre Quote stabil bleibt und man am Ende sagen kann, dass ich es verkackt hätte.

Allgemein find ich Pflanzen aber auch sehr schwierig. Unkommunikative, kleine Ärsche, bei denen eigentlich niemand so genau weiß, wie es ihnen gerade geht, was sie brauchen oder was vielleicht auch zu viel ist. Da grenzt ja schon fast an Lottospielen, wenn man es mal schafft, eine Pflanze mehr als ein paar Monate am Leben zu erhalten.

Und selbst wenn man erfolgreich ist, braucht es eine Ewigkeit, bis man die Erfolge auch sieht – zumindest wenn man nicht Boxlapse ist. Denn dann erstellt man keine Zeitraffervideos davon, wie Pflanzen wachsen und muss sich halt in Geduld üben:

Oder so wie wir, alle paar Monate zum Pflanzencenter fahren, Nachschub besorgen und dabei unfassbar viel Geld ausgeben. Immerhin: Dort gibt es auch Schnaps, den man sonst nur scher findet.

Früher nannte man sowas ja schummeln …

Die schönsten Geschichten im Netz sind unter anderem die, in denen Leute irgendwas total lange machen, aber niemand so wirklich mitbekommt, dass sie es tun – bis das Ergebnis passt und von vorn bis hinten beeindruckt. Spontan fällt mir da eine Geschichte auf Twitter ein, bei der ein User diverse Tweets veröffentlicht hat und das jeweils erste Wort den Songtext von Fettes Brot Jein ergeben hat (glaub ich, kann auch ein anderer Song gewesen sein – auf jeden Fall nichts, was man mal eben so aus dem Ärmel schüttelt).

Oder nehmen wir einfach nur die Win-Compilation von Maik und mir, die wir mittlerweile gefühlt auch schon seit 30 Jahren machen. Da lohnt sich ein Blick auf die allerersten Ausgaben und wenn wir mal einen Zusammenschnitt machen würden, der die qualitative Entwicklung der Videos zeigt … wär bestimmt auch recht spannend.

Oder auch einfach nur wihel.de, dass mittlerweile auch schon in seinem 11 Jahr angekommen ist, was einfach mal wahnsinnig und bekloppt ist, vor allem wenn man bedenkt, wie viele Beiträge hier pro Tag durchaus erscheinen.

Und als letztes Beispiel schauen wir einfach kurz auf die NASA, die einfach 10 Jahre lang die Sonne beobachtet und dabei alle 0,75 Sekunden ein Bild geschossen haben. Warum das nun keine vollen Sekunden waren, entzieht sich meiner Kenntnis, der eigentliche Grund dürfte aber wissenschaftlicher Natur sein und wohl kaum jemand von uns doofem Fußvolk wird genau wissen, welche das ist. Dank der Veröffentlichung auf YouTube bekommen wir aber so mal wieder ein großartiges Video der Sonne und stellen fest: ist dann doch ein bisschen anders als das, was man mit bloßem Auge sieht.

As of June 2020, NASA’s Solar Dynamics Observatory — SDO — has now been watching the Sun non-stop for over a full decade. From its orbit in space around the Earth, SDO has gathered 425 million high-resolution images of the Sun, amassing 20 million gigabytes of data over the past 10 years. This information has enabled countless new discoveries about the workings of our closest star and how it influences the solar system.

Ich finde es aber ohnehin sehr absurd, dass dieser Stern uns mit Leichtigkeit auslöschen könnte – auf der anderen Seite aber auch so essentiell für unser Überleben ist.

Sometimes one week is enough. To rest, to change your life, to think this through, to charge batteries, to take a step, to have some fun, to remind yourself about yourself.

Locations [in order of appearance]: Ölüdeniz, Kaş, Istambul, Kekova, Antalya, Olympos, Aspendos, Perge, Kaputaş, Patara, Side, Manavgat Şelalesi, Myra Örenyeri.

Aus Gründen ist diese Woche mal ein bisschen weniger los …

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Timelapse Showreel Jonas Hofmann https://www.wihel.de/timelapse-showreel-jonas-hofmann/ https://www.wihel.de/timelapse-showreel-jonas-hofmann/#comments Wed, 24 Jun 2020 08:17:25 +0000 https://www.wihel.de/?p=101946 Timelapse Showreel Jonas Hofmann | Travel | Was is hier eigentlich los?

I had the great opportunity to shoot some Timelapse and Hyperlase in diffrent Locations all over Europa.
This is a collection of some of the most beautiful places i visited.

Aus Gründen ist diese Woche mal ein bisschen weniger los …

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Dutch Scapes – Eine kleine Reise durch die holländische Natur https://www.wihel.de/dutch-scapes-eine-kleine-reise-durch-die-hollaendische-natur/ https://www.wihel.de/dutch-scapes-eine-kleine-reise-durch-die-hollaendische-natur/#comments Tue, 23 Jun 2020 08:08:44 +0000 https://www.wihel.de/?p=101942 Dutch Scapes - Eine kleine Reise durch die holländische Natur | Travel | Was is hier eigentlich los?

“Dutch Scapes – A timelapse journey through Dutch nature” is a one man project to show people the beauty of our country, The Netherlands. Many people are always complaining about the weather and the ‘boring’ landscapes, but look at this video!! Now you can say that is totally nonsense! I am appreciating the Dutch landscapes more and more every time I am out shooting and I hope you too by seeing this short film!

Aus Gründen ist diese Woche mal ein bisschen weniger los …

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PAYSAGES/FRANCE & PARIS https://www.wihel.de/paysages-france-paris/ https://www.wihel.de/paysages-france-paris/#comments Mon, 22 Jun 2020 13:04:23 +0000 https://www.wihel.de/?p=101940 PAYSAGES/FRANCE & PARIS | Travel | Was is hier eigentlich los?

All these time lapse sequences have been made in France. Shots of Le Mont Saint-Michel and Paris (Place de la Concorde, Cathédrale Notre-Dame, Arc de Triomphe, Tour Eiffel) are native 8K resolution from a Nikon D800E.

8K time lapse shots have been commissioned by NHK Japan for promoting 8K technologies.
All others shots are personal standards 4K from a Canon 5D MKII.

Aus Gründen ist diese Woche mal ein bisschen weniger los …

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Wie ein Finger im Zeitraffer heilt https://www.wihel.de/wie-ein-finger-im-zeitraffer-heilt/ https://www.wihel.de/wie-ein-finger-im-zeitraffer-heilt/#comments Mon, 08 Jun 2020 10:11:20 +0000 https://www.wihel.de/?p=101818 Wie ein Finger im Zeitraffer heilt | Timelapse | Was is hier eigentlich los?

Vor ziemlich genau einer Woche hatte ich schon mal meine Begeisterung über den menschlichen Körper zum Ausdruck gebracht, insbesondere wenn es darum geht, zu heilen. Ich hab mich zwar nicht weiter darüber schlau gemacht – will ich auch gar nicht, weil so ein wenig Faszination aufgrund von mangelndem Wissen in der aktuellen Weltlage nicht schaden kann, dafür passiert einfach viel zu viel Scheiße – spontan fällt mir aber noch ein, dass es ja sogar Mönche geben soll, die dank Meditation und Co. sich sogar ganz gezielt heilen (und noch viel abgedrehtere Sachen machen) können. Glaub ich zumindest, meine Recherche beschränkt sich da eher auf Galileo und Dr. Strange …

Wie dem auch sei, vor zwei Wochen ging es aber nicht um Heilung, sondern um den Wahnsinn, dass Fingernägel (und auch Fußnägel und Haare) einfach sinnlos weiter wachsen und im Grunde niemals aufhören. Bei aller Faszination, das ist auch irgendwo super nervig, weil man ständig mit dem Nagelknipser hantieren muss und gerade mit zunehmendem Alter wird das alles nicht einfacher. Keine Ahnung, was das soll, sehe hier aber jede Menge Potential für Start-Ups im medizinisch-kosmetischen Bereich.

Mit dem nachfolgenden Video kehren wir nun aber zurück zur eigentlichen Faszination, auch wenn es ganz kurz ein bisschen eklig wird. Denn wir sehen im Zeitraffer, wie ein Finger heilt. Gerade mal 11 Sekunden braucht es, dabei wissen wir natürlich alle, dass das auch mal gut und gerne ein paar Wochen dauern kann – wenn man das Abknibbelm vom Schorf noch dazu nimmt, sogar ein bisschen länger.

Dennoch: Im Schnelldurchlauf zu sehen, wie das alles verschwindet und am Ende so aussieht, als wäre eigentlich nichts passiert – das grenzt doch wahrlich schon an ein Wunder oder?

33 days of wound healing time lapse

Man kann es ruhig so sagen: Die große Zeit der Timelapse-Videos ist mittlerweile nahezu endgültig vorbei – was aber auch absolut okay ist, denn mittlerweile haben wir uns ja selbst an den üblichen Hotspots mehr als satt gesehen und das Prinzip des Zeitraffer-Videos birgt ja schon an sich eine natürlich begrenzte Halbwertszeit. Ein bisschen schade find ich es dennoch, denn ich hab die Dinger eigentlich immer sehr gern geschaut und wird wohl zukünftig einfach die hauseigene Kategorie bemühen müssen, wenn der Drang mal wieder größer wird.

Nichtsdestotrotz, die eine oder andere Perle findet man dennoch immer mal wieder und so auch in diesem Fall, in dem wir im Schnelldurchlauf einmal Catania besuchen. Das hat dann auch gleich den Vorteil, dass wir direkt was über Catania lernen, denn ich hab vorher noch nie von dieser Stadt gehört.

Tatsächlich gehört diese aber zu den spätbarocken Städten des Val di Noto und gehört somit zum UNESCO Weltkultur-Erbe. Ich weiß, das klingt irgendwie besonders, aber auch wieder nicht, daher immer dran denken: Pizza gehört auch dazu und das hebt alles gleich auf ein ganz neues Niveau.

Ansonsten wirkt zumindest das, was bei Wikipedia über die Stadt steht, alles nicht schlecht, aber jetzt auch nicht besonders herausragend, außer vielleicht die Universität, die mit dem Baujahr 1434 die älteste Universität Siziliens ist. Und natürlich die barocke Baukunst, die sich durch die gesamte Stadt zieht – wenn man so will, kann man sagen, dass Catania scheinbar eine richtig gute Mittelklasse-Stadt ist, die ihre Perlen hat, aber auch nicht zwingend komplett im Rampenlicht stehen will. Behauptung – ich war ja selbst noch nie da.

Thought 5 years ago, when I was still a beginner, and completed in 6 months, this project consists of 12965 photos with a weight of 347GB. I made this video to enhance and make known the beauties that the city of Catania has to offer from an architectural and landscape point of view. The video is certainly aimed at tourists, but above all at us citizens of Catania, who often take what we have for granted.

Gar nicht so schlecht oder?

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Fingernägel im Zeitraffer beim Wachsen zusehen https://www.wihel.de/fingernaegel-im-zeitraffer-beim-wachsen-zusehen/ https://www.wihel.de/fingernaegel-im-zeitraffer-beim-wachsen-zusehen/#comments Mon, 25 May 2020 14:48:55 +0000 https://www.wihel.de/?p=101671 Fingernägel im Zeitraffer beim Wachsen zusehen | Timelapse | Was is hier eigentlich los?

An sich ist der menschliche Körper ja schon sehr faszinierend – besonders ist mir das damals aufgefallen, als mir eine Kollegin die Stories von Malte Zierden gezeigt hatte, während der sich den Kiefer spalten ließ. Weil: Da wird das Ding quasi gebrochen, mit gewünschtem Abstand fixiert und dann muss man an sich nur warten, bis der ganze Kram wieder zusammenwächst. Ich mein: Das grenzt doch schon an Zauberei und ist einfach nur maximal verrückt, dass die Natur bzw. der menschliche Körper das dann einfach macht.

Trotz aller Faszination: er kann auch nerven. Warum zum Henker müssen zum Beispiel Haare einfach dumm immer weiter wachsen, statt einfach aufzuhören, wenn sie die passende Länger erreicht haben? Oder an manchen Stellen ausfallen, dafür plötzlich an ganz anderen Stellen wachsen, als gäbe es kein Morgen mehr? Wer braucht denn am Rücken schon Haare?

Ebenso bekloppt: Fuß- und Fingernägel. Sicher, es mag Gründe geben, warum so ein Nagel da sein muss, wo er gerade ist, aber genau wie bei meinem Haar-Beispiel: Hört doch einfach auf zu wachsen, wenn eine gewisse Länge erreicht ist.

Aber nein, das Zeug wird immer länger und um dem ganzen Herr zu werden, muss man alle paar Tage mit der Schere oder dem Nagelknipser ran. Als ob da jedes Mal jeder Bock drauf hat, zumal es mit zunehmendem Alter ja auch nicht leichter wird.

Und das Zeug wächst erstaunlich schnell, wie das nachfolgende Video zeigt. Gut, ist zwar ein Zeitraffer, aber visualisiert den Prozess erstaunlich gut und vielleicht sogar in einer Form, in der man das normalerweise gar nicht wahrnehmen würde. Ändert aber auch nichts daran, dass gerade diese Form der Körperpflege mich besonders nervt:

Was ebenfalls auffällt: dass die gesamte Startup-Szene der Welt dafür noch keine maximal komfortable Lösung gefunden hat … schämt euch!

Ich sag’s ganz offen: ich mag unseren Fernseher nicht. Gekauft irgendwann, als Line und ich zusammen gezogen sind, hatte ich damals keine Ahnung von Fernsehern. Groß musste er sein, genügend HDMI-Anschlüsse haben und irgendwas mit 4K wär eigentlich auch nicht schlecht – aber vor allem war ausschlaggebend, dass meine Eltern noch aus einer Generation stammen, in der Grundig für absolute Qualität stand.

Und so haben wir auch einfach einen Grundig gekauft. Groß ist er, HDMI-Anschlüsse sind auch ausreichend vorhanden und er spielt das normale Fernsehbild. Also eigentlich nichts, worüber man sich beschweren müsste oder? Mal davon abgesehen, dass 4K halt noch lange nicht 4K ist und der Wechsel nach der Daddelei mit der Playstation auf den Anschluss für den Fire TV immer mehrere Anläufe braucht und überhaupt gibt es mittlerweile für gleiches Geld so viel mehr auf dem Markt …

Entsprechend kann ich die 8K, die im nachfolgenden Video enthalten sind auch nur bedingt genießen, aber ein Timelapse über Berlin guckt man sich dann auch mal mit weniger Qualität an, weil es davon viel zu wenige gibt. Außerdem hatten wir schon mal ein Video von Cities in 4K (wobei mindestens mit diesem Video der Name schon nicht mehr passend ist) an dieser Stelle und vermutlich wird es nicht das Letzte gewesen sein:

Berlin is the largest and main city of Germany, it is also the 2nd city in the EU, after London.
There are a lot of things and places which need to be seen in Berlin but will you find the time for it?

The video Berlin in 8K will give you few impressions about this city. There are so many places that holds many stories on the surface for you to see: stories of East and West Berlin, stories of the past, present and future, stories of former tragedies and modern tolerance.

PLaces which are worth a visit and which you can see in Berlin in 8K on the channel of Cities in 4K are: Brandenburger Tor, Reichstag, the Berlin Wall, Museumsinsel, Pergamonmuseum, East Side Gallery, Neues Museum, Schloss Charlottenburg, Gemäldegalerie, Fernsehturm, Potsdamer Platz, Deutsches Historisches Museum, Holocaust Memorial, DDR Museum, Berliner Dom, Neue Synagoge, Schlossgarten Charlottenburg, Pariser Platz, Karl-Marx-Allee.

Bemerkenswert: Berlin kommt hier echt verdammt gut weg und zeigt durchaus viele schöne Ecken. Schade, dass es aber beinahe auch fast alle sind …

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Timelapse: München in 8K https://www.wihel.de/timelapse-muenchen-in-8k/ https://www.wihel.de/timelapse-muenchen-in-8k/#comments Wed, 24 Jul 2019 10:52:26 +0000 https://www.wihel.de/?p=96861 Timelapse: München in 8K | Travel | Was is hier eigentlich los?

München ist für mich auch eine maximal ambivalente Stadt: eigentlich ziemlich großartig, architektonisch beeindruckend, natürlich enorm groß, aber dennoch mit ein paar sehr schönen, grünen Ecken (zumindest die Hand voll, die ich kennenlernen durfte bei meinen wenigen Besuchen).

Gleichzeitig ist München aber auch CSU-Land und steht stellvertretend für so Nulpen wie Söder oder Seehofer, die Taxi-Fahrer sind dauerhaft schlecht gelaunt (was aber fairerweise auf fast alle Taxi-Fahrer zutrifft) und niemand außerhalb Bayerns versteht, was die Leute dort eigentlich sprechen.

Was in Summe leider dazu führt, dass ich München noch einen Ticken schlimmer als Berlin finde, was aber auch egal ist, weil man ja im Leben viel mehr auf die positiven Sachen schauen soll und das sind nun mal Leipzig und Hamburg. Und Föhr natürlich.

Aber in 8K macht München jetzt auch keinen schlechten Eindruck, ist halt einfach München:

This is our first video in 8K resolution. It is the amazing and main city of Bavaria, Munich in 8K.

This time our choice was just hyperlapse and timelapse technology in 8K resolution. This is the first video in this resolution on our chanel Cities in 4K. We used over 4000 pictures to complete this video.

Und gerade bei den Timelapse-Videos von hier darf man ja nur bedingt wählerisch sein.

Wer schon etwas länger mitliest, kann sich sicher noch dran erinnern, dass ich mal eine Phase hatte, in der es beinahe täglich ein Timelapse-Video gab. Es sind ja grundsätzlich auch immer starke Aufnahmen, besonders wenn derjenige, der das Video gemacht hat, sein Handwerk versteht und für mich ist die Mischung aus sanften, langsamen Kamerafahrten und schneller Bildabfolge die ultimative Zauberformel.

Mittlerweile gibt es hier nur noch selten Timelapse-Videos, was zum einen daran liegt, dass der Trend zum Hyperlapse geht – dass ich nach wie vor nicht sonderlich geil finde – und die Welt insgesamt scheinbar schon alles im Zeitraffer gesehen hat, zumindest was Metropolen und Co. angeht.

Hin und wieder weiß aber doch noch jemand zu überraschen, so auch Yury Sirri Nakvas. Statt die üblichen Ecken der üblichen Metropolen und üblichen Naturschauspiele gibt es dieses Mal ein Timelapse einer Baustelle, was deutlich langweiliger klingt als es beim Anschauen ist:

Erfrischend.

Als Leipziger hat man ja zu Dresden ein recht spezielles Verhältnis, wobei ich nicht mal sagen kann, woher das genau kommt. Vielleicht auch wieder aus dem Fußball, sind die Anhänger der SG Dynamo Dresden doch ein bisschen lauter, wilder und enthusiastischer als die meisten Fans (in Sachsen; so positiv wie möglich ausgedrückt). Vielleicht ist das aber auch einfach nur völliger Quatsch und wir machen das nur, weil es die Generation vorher gemacht hat und die auch nur wegen der vorherigen Generation.

Denn an sich ist Dresden ja weder besonders schlimm noch hässlich, wenn auch Dresden natürlich so seine hässlichen Ecken hat – Leipzig aber auch. Osten halt, da ist nicht nur die Denke hier und da auf der Strecke geblieben.

Phil Abold war im Februar in Dresden und hat als Erinnerungsstück und als vielleicht neuestes Beispiel dafür, dass auch deutsche Städte als Timelapse funktionieren, ein paar Eindrücke aus Dresden festgehalten. Cool dabei auch, dass es dieses Mal keine epische Musikuntermalung gibt, sondern so etwas wie „echte“ Soundkulisse:

Leipzig ist trotzdem schöner. Und Hamburg sowieso.

Schon ewig gab es auf wihel.de kein Timelapse mehr, was vor allem zwei Gründe hat: eigentlich haben wir schon jede nennenswerte Stadt in einem nennenswerten Timelapse-Video gesehen – das Thema ist also ziemlich breitgelatscht. Zum anderen gibt’s immer mehr diese unsäglichen Hyperlapse-Videos, weil einfach NIEMAND VERSTEHT, DASS DAS TOLLE AM TIMELAPSE DIE ENTSPANNTEN KAMERAFAHRTEN BEI DEN SCHNELLEN BILDFOLGEN SIND.

Aber ich reg mich nicht auf, ich trauere einfach den guten, alten Zeiten hinterher. Still und heimlich. Weinend. Im Keller.

Hier also mal ein Stück aus den guten, alten Zeiten, als sogar die Quellseite noch auf eingebettete Videos gesetzt hat, statt die Dinger einfach runter und den eigenen Server wieder hochzuladen – nicht dass noch jemand auf die Idee kommt, den Content weiterverbreiten zu können:

This is the result for my 5-days trip to Norway. Unfortunatly I couldn’t go to the north (Tromso) and I had to center my timelapse just in Bergen, Stavanger and Oslo.

Wie schön das Internet doch früher noch war …

Das nachfolgende Video erinnert mich mal wieder an die Zeit, als meine Eltern noch einen Garten gepachtet hatten. Wir wohnten damals in einer recht großen Mietwohnung, aber mit Natur war da natürlich in der Großstadt nicht viel.

Ich habe damals nie verstanden, warum sich meine Eltern das nahezu jedes Wochenende angetan haben, denn der Garten war nicht einfach nur Rasen und Erholung – da war aufgrund von irgendwelchen Auflagen richtig viel Nutzfläche. Und das bedeutet, dass man da nicht einfach hinfährt und in die Sonne legt, da muss gearbeitet werden. Wie gesagt, nahezu jedes Wochenende und meine Eltern fanden das immer unfassbar geil.

Nach dem einen oder anderen Berufsjahr kann ich mittlerweile verstehen, dass das ein ganz okayer Ausgleich ist, auch wenn ich dann doch lieber mal die Füße auf der Couch sitzend hochlege und Sportschau gucke.

Dennoch fand ich zumindest als Kind beeindruckend, wie schnell zum Beispiel Bohnen wachsen können. Morgens hin, das olle Gerüst aufgestellt und bereits am Nachmittag konnte man die ersten Ranken sehen, wie sie sich um die Stangen kräuselten.

Wesentlich schneller geht das im nachfolgenden Video, dass per Querschnitt auch gleich zeigt, was unter der Erde passiert – beindruckend, was Mutter Natur sich immer wieder ausgedacht hat:

Kidney bean time lapse with soil cross section. Showing how roots ant upper part of plant grows.

Play speed – 17280x (one shot every 9 minutes 36 seconds played at 30 FPS).

This was fourth attempt. During other attempts roots grew hidden, further from the glass.

Bestimmt schon auf den einschlägigen Seiten gesehen: LEGO hat mal wieder einen rausgehauen und der kann sich sehen lassen – sowohl in Anzahl der Bausteinchen als auch im Preis.

Die Rede ist vom Millennium-Falcon, der mit nicht weniger als 7.541 Teilen daherkommt und somit das bis dato größte LEGO-Set im Portfolio darstellt. Nicht weniger erschlagend ist auch der Preis, der im hauseigenen Shop aktuell bei 799,99€ liegt.

Wer sich nun aber direkt auf zum Shop macht will, kann sich die Mühe sparen, denn auch wenn die 800€ zumindest auf mich abschreckend wirken (soviel hab ich mal für mein iPhone bezahlt), sind die Dinger doch allesamt ausverkauft.

Einer der glücklichen Käufer ist Benjamin Große, der das Ding auch gleich mal aufgebaut hat. Dank Zeitraffer-Mitschnitt dürfen wir nicht nur dabei zuschauen, sondern müssen auch lediglich 2 Minuten unserer wertvollen Zeit für den Aufbau investieren:

Und ich red mir jetzt einfach weiter ein, dass ich ja sowieso kein Platz für das Teil habe …

Wer es eine Nummer kleiner haben will, kann sich ja das LEGO Star Wars 10179 – Ultimatives Millenium Falcon Sammlermodell (Partnerlink) kaufen. Kostet auch nur geringfügig mehr.

Vielleicht ist das hier tatsächlich die nächste Stufe des Timelapse, nachdem wir hoffentlich endlich diese unsäglichen Hyperlapse-Dinger hinter uns gelassen haben. Ich mag die Dinger einfach nicht, die neben der schnellen Bildabfolge, die so ein Timelapse nun mal hat, noch mal zusätzlich Bewegung reinbringen. Auf der anderen Seite spiegelt das unsere aktuelle Welt mit all ihrer Reizüberflutung wieder – als ob schnelle Bilder mit statischem Blickwinkel nicht schon reichen würde, es muss immer noch ein bisschen mehr sein.

Brian Bloss hat hier seine Leidenschaft für Aerial- und Timelapse-Fotografie auf jeden Fall sehr gekonnt kombiniert und mit zwei Jahren jede Menge Arbeit, Kraft und Zeit reingesteckt. Herausgekommen sind zwar nur etwas mehr als 2 Minuten und irgendwie hat es auch hier und da ein paar Hyperlapse-Züge – aber im Großen und Ganzen sieht das einfach alles sehr fantastisch aus:

About two years ago I decided combine my passion for time-lapse with my passion for aerial cinematography. There were many challenges along the way and I learned allot. The main thing I learned is repetition and patient. These were selected from over 100 that I did. Calm conditions are your friend:) This was shot with the DJI Phantom 3 Pro, Phantom 4, Phantom 4 Pro, and Mavic Pro.

Mehr von Brian Bloss gibt es hier und auf Instagram kann man ihm auch folgen.

Die große Zeit der Timelapse-Videos scheint so langsam vorbei zu sein und irgendwie hat sich das ja auch angedeutet. Angesagt sind jetzt Hyperlapse-Videos, was ich extremst bedauere, schließlich war es die Mischung aus schneller Bildabfolge und langsamer Kamerabewegung – wenn sie sich denn überhaupt bewegt. Mir sind da die Hyperlapse-Dinger einfach zu stressig, ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste.

Bedeutet im Umkehrschluss aber auch, dass man gute Timelapse-Videos noch mehr suchen muss. Stan Chang ist so einer, den man ausgraben kann. Zwischen 2011 und 2013 reiste er durch Europa und hat dabei nicht weniger als 30 Länder besucht und dabei Daten mit über 20 Terabyte Gesamtgröße angehäuft. Aber nicht, weil er es geil findet, sich die Festplatten vollzuhauen, sondern um zwei wirklich sehr gute Videos zu machen, die uns gleichzeitig die Strapazen ersparen, all die Länder selbst bereisen zu müssen. Wieder mal Win-Win für alle:

One family, 2 cameras, 30 countries, 60 flights, 1000+ time lapse videos, 200,000+ images – almost 20 terabytes of data!
Hello everyone, I’m from Taiwan.
This is a compilation of time lapse videos shot over the last two years when I travelled Europe with my wife and son. I’m excited to share some of my favorite clips.
I think that everybody needs to take a trip and have their eyes opened to just how beautiful the world is.
Please watch full screen in HD with sound if your device allows it.

Magical Europe – Timelapse from StanChang.

Hi, I’m from Taiwan. I’m glad to share our second time-lapse photography collection of 96 clips which covers 30 European countries that we visited during our wonderful 2011 to 2014 journey. Please enjoy and feel free to share.

Magical Europe Volume Two from StanChang.

Mal ehrlich: so richtig überraschend kam die Aufkündigung des Pariser Abkommens von Trump doch nicht oder? Dumme Menschen tun dumme Sachen und wenn man sich die bisherige Amtszeit von ihm anschaut – wen überrascht denn da überhaupt noch irgendwas?

Vielleicht ist er aber auch einfach nur der genialste Mensch der Welt, denn der schöne Nebeneffekt war ja, dass alle anderen Nationen (und auch große Teile der USA) den Fokus zumindest kurzzeitig auf den Umweltschutz gelegt haben. Nicht, dass sich dadurch was ändern würde, aber jeder konnte noch mal fix verlauten lassen, wie wichtig das Abkommen und der Umweltschutz eigentlich sind und sich so ein bisschen im moralischen Glanzlicht sonnen. Ist doch auch was.

Eigentlich ganz passend aber schon ein bisschen älter ist da das Timelapse von Alex William Helin Earth Song:

“Earth song” is a short time lapse film about ever changing light and beauty in nature. Like the earth was singing a song, but we are not normally tuned in.

Best enjoyed on full screen and music loud.

Earth Song from Awhelin.

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Timelapse: Spring https://www.wihel.de/timelapse-spring/ https://www.wihel.de/timelapse-spring/#comments Tue, 16 May 2017 09:04:58 +0000 https://www.wihel.de/?p=80991 Timelapse: Spring | Timelapse | Was is hier eigentlich los?

Was war das bitte für ein fantastisches Wetter am Wochenende? Wir haben zwar nicht all zu viel davon mitbekommen, weil wir den Großteil auf der Autobahn waren – aber gerade der verkaterte Sonntagmorgen war mehr als herrlich (auch wenn der Nachteil immer ist, dass die Autoscheibe voller zermatschter Tiere ist).

Sollte der Frühling tatsächlich angekommen sein? Die verdammten Vögel zwitschern ja schon seit zwei Wochen morgens um halb vier von den Bäumen – aber wenn die Temperaturen einfach nicht passen, dann ist das nur schwer zu ertragen.

Herrlich waren auch die Rapsfelder, an denen wir vorbei gefahren sind. Intensives gelb, dazu ein angenehmer Duft, der sich breit macht – das finde sogar ich Emotionsbrocken ganz schön.

Allerdings steht hoffentlich auch der Sommer vor der Tür, sodass für den Frühling gar nicht so viel Zeit bleibt – jetzt ist Gas geben angesagt. Genau so wie im Timelapse von Jamie Scott, in dem die Blumen im Schnelldurchlauf erblühen. Auch ganz gut, um mal 4 Minuten kurz abzuschalten:

Spring from jamie scott.

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Steeven Salvat und Jan Theo malen zusammen ein Bild https://www.wihel.de/steeven-salvat-und-jan-theo-malen-zusammen-ein-bild/ https://www.wihel.de/steeven-salvat-und-jan-theo-malen-zusammen-ein-bild/#comments Mon, 15 May 2017 15:11:18 +0000 https://www.wihel.de/?p=80942 Steeven Salvat und Jan Theo malen zusammen ein Bild | Timelapse | Was is hier eigentlich los?

Wenn mich meine Synapsen nicht gänzlich im Stich lassen, kann ich mich an kein Mal erinnern, bei dem ich mit jemandem zusammen ein Bild gemalt hab. Kommt aber auch nicht sonderlich überraschend, ich hab es bekanntlich nicht so mit Malen und Zeichnen, obwohl ich es natürlich sehr gern können würde. Gerade das freie aus-dem-Kopf-Malen funktioniert mal so gar nicht. Liegt natürlich daran, dass ich so unfassbar viel denken muss und deswegen die Gedanken einfach zu schnell verfliegen, als dass ich sie adäquat aufs Papier bringen könnte.

Anders sieht das bei Steeven Salvat und Jan Theo aus, die nicht nur zusammen ein Bild malen, sondern auch noch gleichzeitig. Wenn man dann auch noch das Endergebnis sieht, kann man nur sagen: wahnsinnig gut. Gerade auch was den Detailgrad angeht ist das schon 1. Liga. Dem ganzen Entstehungsprozess kann man dank Video beiwohnen – da das alles natürlich dauert zum Glück im Zeitraffer:

HERAUT-Steev&Jan from Jan Theo.

Das Endergebnis:

Spätestens seit der WM in Brasilien, die ja für Deutschland einigermaßen positiv ausging, wissen die meisten auch, was Favelas sind. Wenn ich mich nicht Irre, war die Räumung einiger Favelas in der Nähe des Maracana-Stadions im Vorfeld ein größeres Thema in den Nachrichten – mehr als ein paar Pushmeldungen ist dabei aber auch nicht rumgekommen.

Wer dennoch mit dem Begriff nichts anzufangen weiß: als Favelas werden die Armenviertel in Brasilien bezeichnet, bei denen sich Menschen ihre Behausungen zunächst aus einfachsten Mitteln bauen. Die Ansiedlung ist dabei mit einer Besetzung gleichzusetzen, was auch die Aktion vor der WM erklären dürfte – denn in der Regel wird zunächst die Räumung versucht.

Funktioniert die nicht, wird die Siedlung toleriert und mit etwas Glück nach und nach mit Straßen, Strom und Wasser versorgt, Buslinien werden angebunden, genauso wie Schulen, Polizeistationen und sowas wie eine medizinische Versorgung. Ändert aber nichts daran, dass Favelas gleichbedeutend mit den Armsten der Ärmsten in Verbindung gebracht werden.

Der Fotograf Joe Capra hat mehr als Demo gedacht Aufnahmen von Favelas aus Rio De Janeiro mit einer PhaseOne IQ180 gemacht. Bilder mit 10328×7760 Pixeln sind dabei entstanden, die er wiederum zu einem farbenfrohen und beeindruckenden Timelapse zusammengebaut hat. Technisch und visuell natürlich der Hammer:

10328×7760 – A 10K Timelapse Demo from SCIENTIFANTASTIC.

Stell dir vor, du steckst all deine Kraft und Liebe in ein Projekt, dass dann am Ende plötzlich 5 Jahre verschlungen hat. Muss eine große Sache sein oder? Und vor allem muss es richtig gut geworden sein oder? Am Ende hast du dann ein Filmchen, dass 3:37 Minuten lang geworden ist. Muss ein richtig gutes Video geworden sein oder? Ein Video, bei dem auf jedes Detail geachtet wurde oder?

Könnte man meinen, wird aber schwierig, wenn es in dem Video eigentlich nur um Bäume geht. Was hier anfangs noch sehr negativ klingt, kann aber auch ein Ausdruck für sehr viel Liebe für Bäume sein, genauer gesagt für Süntelbuchen. Und da zeigt sich auch gleich, dass selbst ein Video über Bäume noch lehrreich sein kann – denn zumindest ich hab noch nie etwas von Süntelbuchen gehört.

Dahinter verbirgt sich eine sehr seltene Art der Rotbuche, die sich dadurch auszeichnet, dass ihre Äste extrem verdreht, verkrüppelt und stark miteinander verwachsen sind. Die Süntelbuche wächst mehr in die Breite als in die Höhe und irgendwie weiß so keiner, warum die das eigentlich tun oder woher das kommt.

Aber schön sehen sie aus und da kann man auch 5 Jahre lang mal ein Video drüber machen:

The film shows the beauty of the last Dwarf Beeches.

‘Süntel-Buche’ is the german name for ‘Dwarf Beech’. It’s a kind of European Beech, indigenous to the Süntel massif in Germany, but almost extinct now. Because the trees refuse to grow straight, their wood has no industrial or economic value and so huge forests of them were cleared about 200 years ago. Only about 100 (current estimate, if I remember correctly) genetically pure trees survived the purge until today. All of them are now at the end of their lifespan and start dying.

Ich hatte es irgendwo schon mal erwähnt: dieses Jahr plant Line eine ganze Latte an Kurztrips – schließlich sind wir jung und wollen die Welt sehen. Also sie, mit ihren eigenen Augen. Ich bin bin da wesentlich pflegeleichter, mir reichen fürs erste auch gut gemachte Reisevideos und Timelapse, kommt schließlich am Ende auch günstiger und man spart sich gleich auch noch die Reisestrapazen.

Um den einen oder anderen Kurztrip werd ich wohl nicht herum kommen und wahrscheinlich wird es auch wieder so werden, dass ich es am Ende total super fand und mir damit selbst die Argumentationsgrundlage für den nächsten Kurztrip nehme.

Im April steht unter anderem Berlin und Wolfsburg auf dem Programm, im Mai auch noch mal Berlin, nach Amsterdam soll es gehen, wieder nach London und die alljährlichen Föhrwochen dürfen natürlich auch nicht fehlen, außerdem möchte Line womöglich dieses Jahr auch noch mal in die USA (ich erst wieder, wenn Trump nicht mehr König ist).

Einen letzten Versuch unternehm ich doch noch, denn im Timelapsevideo von Nordin Ćatić reisen wir sowohl nach London, als auch Amsterdam, Philadelphia und Cambridge – wäre Föhr noch dabei, müssten wir das Haus dieses Jahr gar nicht mehr verlassen:

Summer 2016 timelapse showreel (4K) from Nordin Ćatić.

Nach Australien wollte ich schon immer mal. Zumindest früher, als ich noch nicht wusste, wie ätzend Fliegen sein kann. Damals, als ich noch Zeit hatte, Geld keine Rolle spielte und auch Temperaturen jenseits der 25 Grad als “total super” empfand. Damals, als Fremdsprachen auch nur im Mathebuch existierten und sowieso der eigene Horizont kleiner war als der Penis die Hände von Donald Trump.

Mittlerweile ist mein Tag so durchgetaktet wie der Radetzky-Marsch, Rechnungen bezahl ich mittlerweile selbst und Fliegen gehört nun nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Außerdem macht es keinen Spaß, wenn man allein durch Sitzen schon schwitzt und sowieso versteht einen da unten ja keiner.

Auch wenn es nur ein winziger Ersatz ist – für den Moment reicht mir da ein gut gemachtes Youtube-Video in der Mittagspause, um ein bisschen in Urlaubsstimmung zu kommen. Deutlich günstiger und schneller als in den nächsten Flieger zu steigen – auf Packen hat ja auch keiner Bock:

If you would ask me, what influenced me most, when I was a teenager, I would mention this quote of Carl Sandburg. It was printed on a poster of Uluṟu, which was called Ayers Rock in the 1990s outside of Australia. For over ten years that poster was hanging around and I had seen it every day. It is not surprising that the wish to travel to Down Under became stronger each year. Finally in 2010 I did my first trip to Australia, a further trip followed.

And I returned again in 2015 – this time I wanted to bring back something for everybody staying at home – Australia’s Nature. Incredible coast lines like the Twelve Apostel, Byron Bay, Cape Conran (Thanks Helmut :), Queensland coast from Daintree to Gold Coast and the outback with simply nothing for thousands of kilometers and than suddenly the Uluṟu or the Devil Marbles.
Many trips starting and ending in the big cities of Australia – but you haven’t been to Australia, if you just stay there. It is not all about Brisbane, Sydney and Melbourne …. you have to go out and experience that continent on your own. The film starts and ends in the cities, but between you will see what you could see in three weeks of that amazing land. We couldn’t be everywhere, but one day we will return and perhaps we will bring you another piece of nature from Down Under.

Ich hab eben mal geschaut: das letzte Timelapse ist schon wieder ein Jahr her. Naja fast, zumindest klebt am Erscheinungsdatum noch die 2016. Aber was soll man machen, wenn man eigentlich schon alles gesehen hat, sich das Konzept über die letzten Jahre dann doch abgenutzt hat und man mit dem neumodischen Kram a la Hyperlapse nichts anfangen kann? Für mich ist nun mal das tolle an so einem Timelapse, dass im Gegensatz zu den schnellen Bildern vor der Linse die Kamera so schön langsam schwenkt. Best of both worlds, wenn man so will.

Die Frequenz hat also deutlich abgenommen, vielleicht auch weil der Qualitätsanspruch gestiegen ist – kennt man vieles, braucht es eben etwas Besonderes, damit es noch punkten kann.

Minsk kann das tatsächlich, besonders wenn für das Timelapse auch noch eine Drohne zum Einsatz kommt – schließlich ist da der Schwierigkeitsgrad der ruhigen Kamerabewegung noch mal höher. Artem Pryadko weiß zum Glück, wie man das richtig anstellt und präsentiert Minsk damit aus einer atemberaubenden Perspektive:

Новое направление в съемке таймлапсов – таймлапс с дрона. В ролике собраны кадры, снятые летом, осенью и зимой 2016.
A new direction in shooting time lapses – time lapse using a drone. The video features footage shot in summer, autumn and winter 2016 in Minsk.

Minsk 2016. DroneLapse from zweizwei |timelapse&hyperlapse|

Man liest es immer wieder: Korallenriffe sind enorm wichtig für unseren Planeten und die Lebewesen, die darauf herumkreuchen. Aber warum eigentlich? An sich sind das doch irgendwie nur Pflanzen, die sich irgendwo ansiedeln und dann dort rumpflanzeln – so wirklich machen die doch gar nichts oder?

Nun, augenscheinlich mag das stimmen, aber wie so oft kann der Schein trügen. Denn tatsächlich sind Korallen enorm wichtig und tragen einen wesentlichen Teil dazu bei, dass ihr morgens unbekümmert aufwachen und abends genauso wieder ins Bett gehen könnt. Korallen bzw. Korallenriffe haben dabei recht vielfältige Aufgaben und dienen zum Beispiel als Brandungsschutz vor starken Ozeanwellen, sind Lebensraum für zahlreiche Organismen und bilden eine wesentliche Ressource für pharmazeutige Wirkstoffe. Die wohl größte Aufgabe ist die des Klimastabilisators.

So sind sie dafür verantwortlich, dass der Säuregehalt im Meer nicht schwankt, halten den CO2-Gehalt im Wasser im Gleichgewicht und sorgen wohl zusätzlich dafür, dass auch CO2 aus der Atmosphäre verbraucht wird. Denn CO2 ist böse.

Außerdem sehen Korallen bei der näherer Betrachtung atemberaubend aus. Die Jungs und Mädels von myLapse wissen das und haben über 1 Jahre mehr als 25.000 Fotos von Korallen gemacht. Alles zusammengepackt ergibt das ein Video, dass nicht nur zeigt, wie lebendig Korallen doch sind, sondern auch wie schön sie sein können:

In this video we have tried to show movement and the enormous chromatic beauty of corals, a kind of marine animals that despite being one of the oldest animals on our planet, are mostly unknown.

You will discover its stunning beauty, its spectacular colors and the mystery of his movements.

To capture these images it was necessary to apply the technique of time lapse as the slow movements of these animals are very difficult to see at a glance.

The use of macro lens gives a large enough vision to contemplate the huge variety of colorful species.

To perform this video over 25000 photographs were made for approximately 1 year.

coral colors from myLapse.

Was ein Glück, dass der Sommer endlich vorbei ist und ich wieder ein paar mehr Ausreden bekomme, das mit dem Joggen sein lassen zu können. Dieses sinnlose Durch-die-Gegend-Hecheln, nur damit man am nächsten Tag seinen Muskelkater gebührend feiern kann, das muss doch echt nicht sein. Klar, Kalorien werden verbrannt, aber ist es nicht auch eine tolle Leistung, sich überhaupt erst eine beachtliche Summe anzufressen? Pokemon werden ja auch wie doof gefangen, warum können Kalorien nicht den selben Stellenwert haben? Und ehrlicherweise muss man ja auch sagen, dass das mit dem Abnehmen nur durch Sport eh semi-gut funktioniert – ohne Ernährungsumstellung wird das nicht so recht was.

Alles Argumente, die den Hyperunner nicht davon abhalten, doch zu den Laufschuhen zu greifen. Aber nicht nur die kommen zum Einsatz, sondern auch eine GoPro, die er sich auf den Kopf gepappt hat. 150 Meilen (oder auch um die 241 Kilometer) hat er damit in einem Jahr zurück gelegt und dank GoPro 98.366 Fotos dabei aufgenommen. Alles zusammen ergibt ein First-Person-Hyperlapse entlang seiner Laufstrecke und die Jahreszeiten, durch die er sich gekämpft hat:

Vor einer ganzen Weile schon (immerhin mehr als zwei Jahre) hatten wir mal ein Video, bei dem wir im Schnelldurchlauf beobachten konnten, wie ein Schiff verlängert wird. Das Prinzip ist dabei recht einfach: in der Mitte aufschneiden, Zwischenstück einschieben und alles wieder zusammenfriemeln.

Klingt natürlich immer einfacher, als es ist – spannend war das aber allemal.

Mindestens genausp spannend ist auch der komplette Zusammenbau dieser Monsterschiffe. Sowieso ist es schier unglaublich, dass diese Kolosse noch immer von Menschenhand gebaut werden, auch wenn da natürlich ordentlich technische Unterstützung dabei ist. Ich mein, allein was da an Hirnschmalz nur in der Theorie reingeflossen sein muss und wie viele Menschen daran beteiligt sind.

Und jeder muss seinen Job zu 100% perfekt machen, schließlich haben wir alle Titanic gesehen und wissen, dass es hier irgendwie auch um Menschenleben geht.

Ich jedenfalls bin schon beeindruckt, wenn ich so ein Ding mal im Hamburger Hafen aus der Nähe sehen kann – entsprechend hat auch das folgende Video Eindruck hinterlassen und fasziniert nicht zu knapp:

Witness the construction process of AIDA Cruises’ new flagship in Nagasaki: AIDAprima, which was recently christened on the Elbe on Saturday the 7th of May 2016, during the Hamburg Hafengeburtstag (harbour birthday) festival.