Travel – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Sun, 09 May 2021 11:24:35 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.7.2 india | in sound & vision https://www.wihel.de/india-in-sound-vision/ https://www.wihel.de/india-in-sound-vision/#comments Mon, 10 May 2021 14:21:40 +0000 https://www.wihel.de/?p=114308 india | in sound & vision | Travel | Was is hier eigentlich los?

Im Grunde gehört Indien jetzt nicht unbedingt zu den Ländern, die ich unbedingt mal reisen wollen würde, einfach weil ich glaube, dass das unglaublich anstrengend ist. Unglaublich warm, unglaublich hohe Luftfeuchtigkeit, unglaublich viele Menschen, …

Auf der anderen Seite kann ich mir gut vorstellen, dass Indien auch ziemlich spannend sein kann, weil es halt kulturell ja doch eine komplett andere Welt ist und das eine oder andere Video sorgt ja schon dafür, dass man ein bisschen (mehr) Lust darauf bekommt.

Und dann schaut man Nachrichten und denkt sich: Heilige Scheiße, vermutlich will gerade niemand in Indien sein, nicht mal die Inder selbst, denn was dort abgeht, ist mit „katastrophal“ beinahe schon untertrieben. Mir fehlen da tatsächlich die passenden Worte für.

Ebenso fehlt mir daher auch eine einigermaßen passenden Überleitung zu dem kleinen Film, den Nathan Hussein über Indien gedreht hat, weil … einfach so das aktuelle Geschehen wegschieben ist genauso falsch wie einfach nur zu sagen „Schau mehr doch einfach, wie schön das vor dieser Katastrophe war“.

Das Video ist dennoch sehenswert und vielleicht können wir einfach nur hoffen, dass irgendwann sowas wie Normalität wieder einkehrt und andere die Gelegenheit bekommen, ähnliche Videos zu machen oder sich zumindest davon überzeugen können, dass es tatsächlich so schön ist, wie Hussein es hier zeigt:

I’m sharing this film along with a donation to the British Asian Trust, who are currently helping to provide emergency oxygen to India. Please donate if you can: britishasiantrust.enthuse.com/covidnow
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Shot in 2017 over two months travelling across India, from Amritsar to Kerala.

The music and soundtrack are comprised entirely (ok, mostly) from sounds recorded organically: The voice of a Kathakali performance in Kerala; the drums from a dance in Pushkar; the sound of a man trying to sell us a flute on the streets of Varanasi.

Whilst showcasing many of India’s natural and man-made beauties, the film focuses on the people that truly make it a wonderfully unique place. Particular care was taken with the immersive, continuous edit. All transitions are ‘in-camera’ – No artificial filters, presets or masking.

Über die letzten Jahre bin ich zu einem sehr ekelhaften Frühaufsteher mutiert. Unter der Woche brauch ich dafür immer noch zwei Wecker, die jeweils um 05:00 Uhr und 05:20 Uhr klingeln, damit ich spätestens um halb sechs aus dem Bett komme – aber der letzte Urlaub hat auch gezeigt, dass es mir mittlerweile sehr schwer fällt, mal länger als 7 Uhr zu schlafen.

Und ich geb auch zu: Ich find das gar nicht so schlecht. Denn es ist ein sehr angenehmes Gefühl, wenn man vor allen anderen wach ist, in den Tag startet und dann mehr oder weniger das Maximum herausholen kann. Das hat auch viel mit den Zeiten zu tun, als wir alle noch ins Büro gefahren sind, denn zu keiner Zeit konnte ich besser dort arbeiten, als wenn noch so gut wie niemand vor Ort ist. Diese Ruhe, diese Friedlichkeit … einfach schön.

Klar, gibt es auch abends, aber irgendwann ist man halt ausgepowert und wenn man die ganzen Eindrücke vom Tag schon intus hat, in diversen Meetings saß und bereits neue Aufgaben die Todoliste sprengen … da will doch keiner anfangen, konzentriert zu arbeiten oder?

Außerdem ist es auch irgendwie ganz schön, die Welt wach werden zu sehen. Wenn der Verkehr langsam zunimmt, die Frische am Morgen der Wärme des Tages weicht und alles langsam lauter wird … ich mag diese Phase der Veränderung, auch wenn ich das Ergebnis dann eher meh finde.

Kurzum: So ein Morgen ist ziemlich schön. Und das ist er auch in Chicago – findet nicht nur ich, sondern auch Craig Shimala, der mit seinem Helikopter als Fotojournalist seine Brötchen verdient. Und weil er das so sieht, hat er über 4 Tage hinweg die Morgen in Chicago eingefangen.

Nicht fancy schmancy mit Timelapse und sonstigem Special Effect-Schnickschnack, sondern beinahe schon amateurhaft – was ich aus unerfindlichen Gründen sehr mag:

Es passt, aber hin und wieder muss ich bei der Musikauswahl auch einfach an die Werbespots in Baumärkten denken … keine Ahnung, ob das nun gut oder schlecht ist.

Wenn man so will, ist es schon ein bisschen peinlich: Letztes Jahr wollten Line und ich als Hochzeitsreise eine Woche nach New York. War ich halt noch nie und war ja vor Corona ein vielleicht gar nicht so schlechter Ort – zumindest für diejenigen, die noch nie da waren, gibt’s da bestimmt viel zu gucken.

Dann kam halt Corona und auch die bekannten Unruhen dank Trump und wir haben den ganzen Plan verworfen. Nicht verschoben, sondern verworfen, weil halt direkt alles zusammengebucht und entsprechend auch stark eingeschränkt, was Verschieben vs. Erstattung angeht.

Im weiteren Verlauf waren wir uns dann auch recht schnell einig: Das wird noch dauern, bis wir wirklich auch nur ansatzweise daran denken können, in die Staaten zu fliegen – schließlich sterben die Leute reihenweise und wer nicht stirbt, stürmt halt das Kapitol und setzt sich irgendwelche Büffel-Hörner auf. Da war nicht mehr viel von dem Land, in dem es jeder zu was bringen kann und Träume wahr werden.

Schaut man allerdings jetzt über den großen Teich, kann man eigentlich nur neidisch werden. Da wird geimpft wie blöd und auch wenn die totalen Zahlen natürlich höher sind als hierzulande – relativ gesehen haben die USA mehr als zugelegt. Zumindest im Vergleich zu Deutschland wird da gerade viel richtig gemacht und die einstige Supermacht zeigt eindrucksvoll, zu was sie in der Lage ist.

Heißt also nicht nur, dass wir uns ob der Dauer geirrt haben – ein Besuch in dem Land wird zunehmend wieder attraktiver. Allerdings vergebens, denn man muss kein Genie sein, um bereits jetzt zu wissen: Willst du aus Europa in die Staaten, geht da ohne Impfung und Dauertest nicht viel. Und wir wissen ja, wo die aktuelle Achillesverse in diesem Land liegt …

Bleibt also weiterhin nur der virtuelle Besuch. Heute mal wieder per Drohne und immerhin ganze 70 Minuten lang – das Ergebnis von The Dronalist und drei Jahren Drohnenaufnahmen:

Zum Glück stirbt die Hoffnung ja zuletzt.

Ich geb ja zu, meine Wochenzusammenfassung am Sonntag war jetzt nicht sonderlich positiv, mindestens von der Stimmung her. Aber was soll man auch sagen, wenn man seit mehr als einem Jahr jede Regel befolgt, das Haus wirklich nur für das Nötigste verlässt und gleichzeitig sieht, wie die ganzen Idioten im Flieger nach Malle sitzen, Kassel unsicher machen, ihre exekutiven Pflichten massiv verletzen und sich mit dubiosen Deals die Taschen vollstecken. Vom üblichen Bla Bla und wischiwaschi-Verordnungen will ich gar nicht erst anfangen.

Und auch wenn das langsam so eine Art Mode-Aussage wird: Auch ich bin müde. Nicht nur körperlich, sondern auch psychisch und das nicht erst seit dem Tinnitus im letzten Jahr. Aber sie werden ja auch nicht müde, ihre Fratzen in die Kamera zu halten und irgendwelchen Stuss von sich zu geben, während andere um ihre Existenz bangen bzw. selbige bereits verloren haben. Und ein Ende ist nicht in Sicht.

Auf der anderen Seite: Uns geht es nicht schlecht. Wir haben ein Dach über dem Kopf, Internet, dürfen täglich arbeiten und über die Bezahlung kann ich mich auch nicht beschweren. Wer kann schon von sich behaupten, dass er im letzten Jahr keine Kurzarbeit machen musste und auch sonst ziemlich fest im Sattel sitzt (außer natürlich besagte Politiker, die so sehr am Hungertuch nagen, dass sie noch diverse Nebeneinkünfte – legal und illegal – bemühen müssen). Insofern ist tatsächlich unsere einzige Aufgabe lediglich, durchzuhalten. Aber auch das ist in gewisser Weise anstrengend …

Da hilft nur, Ablenkung und Zerstreuung zu suchen. Irgendwas, das einen auf andere Gedanken bringt oder sogar entspannen lässt. Eine Stunde Japan zum Beispiel. Natürlich nur wieder digital, aber immerhin bleibt man dann gesund, setzt sich nicht den üblichen Reisestrapazen aus und spart auch noch Geld.

Bitteschön:

1-hour 8K aerial video of Japan shot between 2018-2019. Filming locations (In order of appearance): Izu, Yaskushima, Kyoto, Hakodate, Tokyo, Yokohama, Enoshima, Nagoya.We will continue to film across Japan in 2020 and beyond in 8K.

Vermutlich ist es dem einen oder anderen aufgefallen, ist natürlich zum Großteil auch „nur“ ein Zusammenschnitt von bereits bekannten Videos … aber wer will in diesen Tagen dem geschenkten Gaul schon ins Maul schauen?

Ich kann kaum glauben, dass ich das mal schreibe, aber tatsächlich vermisse ich das Reisen ein bisschen. Also nicht das Reisen selbst, denn das ist immer anstrengend und nervig und meistens niemals schön, schon gar nicht mit dem Flieger. Viel zu oft hab ich zuletzt einfach daran gedacht, dass es doch total schön wäre, wenn man nach 30 Minuten einfach da sein könnte. Keine nervigen Mitreisenden, kein Kofferschleppen, kein sinnloses rumwarten. Und wenn man selbst noch fährt, kommt ja auch noch die Anstrengung dazu.

Aber wenn man dann da ist, dann ist das eigentlich immer toll, aber auf seine ganz eigene Weise. Unsere Ausflüge nach London zum Beispiel hatten immer irgendwelche negativen Seiten, aber insgesamt haben wir uns dann damit arrangiert und am Ende hat es Spaß gemacht. Beim ersten Urlaub war es zum Beispiel das Fehlen von sauberer Bettwäsche und fiesem Geruch nach gebratenem Speck im gesamten Airbnb. Ließ sich dann alles am ersten Abend regeln und schon war es ein guter Urlaub (wenn auch anstrengend, weil extrem viel Rumlaufen und so).

Das zweite Mal war dann schon besser, aber ein unfassbar kleines Apartment und wenn ich mich richtig erinnere, hatten wir am ersten Abend herbe Probleme, etwas passendes zu Essen zu finden.

Das dritte Mal hingegen war unfassbar super, weil Pressereise, mitten in der Innenstadt in einem schnieken Hotel mit lecker Essen und großartiger Aussicht – dafür dann aber leider nur eine Nacht.

Gleiches gilt auch für Holland, wenn auch hier die negativen Aspekte anders gelagert waren – aber auch hier wär es irgendwie ganz schön, wenn man wüsste, dass man – wenn man will – einfach ins Auto einsteigen und hinfahren könnte. Allein schon wegen der ganzen großartigen Süßigkeiten und der Erdnusssauce, die einfach immer bei jeder Reise dorthin eingekauft werden müssen.

Aber Reisen ist nicht, weil wegen Corona und ich will damit auch gar nicht wieder anfangen. Denn eigentlich ist das Gejammer ja nur dafür da, dass ich irgendeine merkwürdige Einleitung habe, um das nachfolgende Timelapse-Video zeigen zu können. Darin geht es im Schnelldurchlauf mit einem kleinen Schiff durch Hollands Kanäle und weil Holland einfach schön ist, ist natürlich auch das Video schön:

In 2013 a special transport over water left from Rotterdam to Amsterdam. A timelapse camera was installed at 30 mtrs high. The resulting film gives a unique and stunning view of the old Dutch waterways, in 4K. And, you will pass a few dozen different bridges that all open before your eyes.

Images were shot with a Canon 550d at an interval of 3 seconds, totalling around 30.000 pictures taken. In 2013 the film couldn’t be published right away due to restrictions. After a few years it was forgotten. Till now.

Irgendwann. Irgendwann geht’s auch da wieder hin.

Im Grunde ist ja Norwegen oder die skandinavischen Länder insgesamt ein sehr sympathisches Reiseziel. Vielleicht ist es dort ein bisschen kälter, als einem das lieb ist, aber insgesamt sind die Länder ja immer weit vorn dabei bei den positiven Kategorien, wie zum Beispiel Zufriedenheit der Einwohner, Internetverfügbarkeit und -geschwindigkeit im Allgemeinen, Umgang mit Kindern und Eltern, … Die Liste ist da nicht gerade kurz.

Aber dann kam auch da Corona an und mit dem Sonderweg, den Schweden ging und mehr oder weniger auch weiterhin geht, hat die Sympathie nicht gerade wenig gelitten. Klar, es ist nur ein Land, dass da aus der Reihe tanzt, aber als guter Deutscher schert man natürlich alle über einen Kamm.

Kann aber auch sein, dass das auch der Frust ist, der aus mir spricht, weil wir letztes Jahr unseren Silvester-Urlaub in Dänemark absagen mussten, weil die Grenzen dicht waren und der Anbieter dennoch die Hand kräftig aufgehalten hat. Bucht bloß nie bei Novasol – großartige Preise, aber die AGB sind ein maximal schlechter Scherz, der Kundenservice quasi nicht vorhanden und die Webseite nach der Buchung nahezu unbenutzbar. Weiß man leider immer erst hinterher.

Zurück zum Thema und den Reisen nach Skandinavien und somit auch Norwegen. Aktuell hält sich da meine Motivation stark in Grenzen, sollte das Thema Impfungen aber doch noch mal an Fahrt aufnehmen und einigermaßen durch sein, könnte man da wieder drüber nachdenken.

Bis dahin bleibt uns nur das, was mittlerweile Normalität geworden ist – digital auf die Reise gehen und einfach auf dem Bildschirm anschauen, was in der Realität viel mehr Spaß macht. Immerhin kommt das nachfolgende Video nicht nur mit beeindruckenden Bildern, sondern auch einer angemessenen Länge daher:

Norway is one of the most scenic countries in the world. Enjoy this 4K relaxation film across the Norway’s most beautiful regions. From the endless Fjords to the stunning Lofoten Islands, Norway’s landscapes have so much to offer.

Immerhin sparen wir durch das Nicht-Reisen auch eine ganze Menge Geld.

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London im Jahr 1924 https://www.wihel.de/london-im-jahr-1924/ https://www.wihel.de/london-im-jahr-1924/#comments Wed, 25 Nov 2020 06:57:47 +0000 https://www.wihel.de/?p=107245 London im Jahr 1924 | Zeitgeschichte | Was is hier eigentlich los?

Interessant, aber auch definitiv gruselig: So langsam kommen die Einschläge näher. Damit mein ich nicht, dass ich auch ein Alter erreiche, bei dem das Ende des Lebens in greifbarer Nähe ist – bis dahin wird hoffentlich noch eine ganze Weile ins Land ziehen. Viel mehr mein ich die Idioten, die nicht verstanden haben, dass es so einem Coronavirus scheiß egal ist, ob man weiterhin Bock hat, Zuhause zu bleiben oder „findet, dass das jetzt auch alles langsam mal reicht“.

Will heißen, dass selbst Leute langsam widerspenstig werden, von denen wir das so nicht erwartet haben – das war besonders überraschend, als wir im engeren Kreis zusammensaßen und jemand sagte, dass eine regelmäßige Fahrt nach Hause (der- oder diejenige arbeitet unter der Woche außerhalb) ja unproblematisch sei, denn „man bekommt das ja einfach nicht“. Das ist halt nicht nur intellektuell schwierig, sondern auch weil man sich Familie ja nicht aussuchen kann.

Man muss aber auch sagen, dass da auch die Politik eine gewisse Teilschuld hat. So ist zumindest die aktuelle Idee, den Lockdown bis 20. Dezember zu verlängern, aber für Weihnachten Ausnahmen zuzulassen, schlichtweg dumm. Natürlich wäre ein Weihnachtsfest allein Zuhause alles andere als geil – aber auch hier ist das dem Virus ziemlich egal, das tut einfach, was es tut.

Und da spielt dann auch keine Rolle, ob man mittlerweile die Schnauze voll hat vom Zuhause Bleiben und die üblichen Reisen vermisst – mehr als YouTube und Vimeo ist halt einfach nicht drin, außer man ist ein Arschloch.

Mir ist natürlich klar, dass das nur ein kleiner Trost und billiger Ersatz ist – aber immerhin kann man dann auch ein bisschen in der Zeit zurückreisen. Und so zum Beispiel einmal schauen, wie es in London 1924 aussah – Spoiler: ziemlich genau so, wie man sich das vorstellt.

Take a trip on a horse-drawn towing barge from Limehouse into old Central London!
The trip goes over the Regents Canal from Limehouse, via the Wharves of East London, Mile End Road, Various locks, White Chapel, Heartford Union Canal, Old Ford, Acton’s Lock, Hackney, through Islington Tunnel, passes under the New River, over the GNR at Kingscross, under the Midland at St.Pancras, Kentish Town, Alpine Chalet, through Regents Park and London Zoo and ends at Paddington Basin just off Edgeware Road.

Und jetzt bleibt einfach mit dem Arsch weiterhin Zuhause. So schwer ist das nämlich in Wahrheit nicht.

Ein bisschen witzig ist es ja schon, dass ich eigentlich seit Jahren erzähle, dass der virtuelle Urlaub vor dem Rechner doch der bessere Urlaub ist, weil so unnötiger Kram wie Packen, Urlaubsübergabe, das Zurücklegen langer Strecken und auch Jetlag einfach wegfallen. Zudem ist ja der Kostenfaktor auch ein ganz anderer, je nachdem welche technische Ausstattung man für seinen kleinen Zwischenurlaub zur Verfügung hat – dürfte sich aber zumindest über die Zeit rentieren.

Und jetzt, wo Urlaubmachen tatsächlich flach fällt (oder flachfallen sollte – einige Idioten halten es ja nach wie vor für eine gute Idee, ihr eigenes und das Leben der anderen zu riskieren, damit man „sich mal ein paar Tage erholen kann“), stellt sich heraus: Das war gar kein so großer Quatsch, den ich da von mir gegeben hab. Oder besser gesagt: Da war viel Quatsch dabei, aber der Kern der Aussage ist halt doch gar nicht so verkehrt.

Beflügelt von der nicht laut ausgesprochenen Bestätigung machen wir uns daher für die nächsten 7 Minuten auf nach Hongkong. Da waren wir virtuell zwar schon einige Male, aber dieses Mal kommt noch die klassische Perspektive von Drohnen hinzu und die nächtliche Atmosphäre tut auch ihr übrigens, dass das alles sehr faszinierend aussieht – aber irgendwo auch sehr unwirklich und beinahe wie aus einem Sci-Fi-Film.

Ist aber halt auch Hongkong, da sind die ja ohnehin der Zeit voraus:

Nǐ hǎo and welcome to this aerial drone footage of Hong kong, (HKSAR) China in 4K UHD resolution!
In this clip you can see all the famous sights / spots like the International Commerce Centre, Two International Finance Centre, Central Plaza, Bank of China Tower, The Center, Hong Kong Market, Gloucester Road, The Port of Hong Kong, the beautiful Bay Area, the breathtaking skyline in total and much more!

Eigentlich ist das Gemecker über das Homeoffice ja auch Quatsch – im Grunde macht es ja nicht wirklich einen Unterschied, ob man jetzt im Büro arbeitet oder in seinem heimischen Arbeitszimmer (sofern denn vorhanden), Raum ist Raum. Tatsächlich kann es aber doch recht belastend sein, wenn Arbeit und Privates zu nah beieinander sind, zumindest ich muss mittlerweile deutlich mehr Disziplin an den Tag legen, um nicht doch nicht mal Abends in meine Mails zu schauen oder „das eine noch fix fertig zu machen“ – die Versuchung ist durchaus groß, wenn der Arbeitsraum quasi nebenan ist.

Und auch unterbewusst kann zum Beispiel der Weg zur Arbeit wie ein Aufwärmen sein und den Arbeitstag einläuten, was halt wegfällt, wenn man quasi direkt aus dem Bad vor den Rechner fällt. Dazu kommt dann noch, dass man quasi in seiner Freizeitkleidung arbeiten geht, was die Grenzen nur noch mehr verwischt und wenn man nicht aufpasst, dann arbeitet man plötzlich rund um die Uhr. Oder halt gar nicht, weil man aus dem Freizeitmodus nicht herauskommt.

Aber vielleicht haben die Japaner die ultimative Lösung und schlagen sogar zwei Fliegen mit einer Klappe: Denn dort kann man für relativ wenig Geld (je nach Blickwinkel) einfach aus einem Freizeitpark heraus arbeiten. Auch dort gilt, dass es eigentlich keine Rolle spielt, von wo man arbeitet – Hauptsache Strom und Internet sind vorhanden. Und wenn du dann einfach aus einem Riesenrad heraus ins Zoom-Meeting gehst, ist zumindest schon mal sicher, dass du den besten Hintergrund hast.

Wer gerade zufällig vor Ort ist, kann ja mal im Yomiuriland vorbeischauen – der Rest guckt mit mir das nachfolgende Video:

An amusement park in the Japanese capital Tokyo has found a unique way to safely welcome back some visitors during the Covid-19 pandemic. The Yomiuriland park has opened its doors to people tired of working from home, and is offering guests a way to roll on with business from a more uplifting location – the Ferris wheel.

Fraglich natürlich, ob das so einen Freizeitpark vor dem finanziellen Kollaps bewahrt, aber der Versuch ist es auf jeden Fall wert.

Hier kann ich es ja sagen: Ich war von der letzten Apple Keynote bzw. den beiden letzten Keynotes tatsächlich doch sehr enttäuscht. Eigentlich mag ich Apple ja und ignoriere gern auch, dass der Großteil des Preises, den man für ein Gadget bezahlt, für den Namen drauf geht. Aber mittlerweile tauchen sämtliche Neuerungen als Leaks im Vorfeld auf, sodass es eigentlich keine Überraschungen mehr gibt – was halt durchaus eine okaye Strategie sein kann, aber eben den Zauber der Keynotes zerstört. Was mich aber viel mehr ärgert: Mittlerweile entwickelt man ganz offensichtlich am Ottonormalnutzer vorbei. Die neuen iPhones sind sicher total toll wenn es um Geschwindigkeit und Kamera geht – für die verwackelten Bilder von Gabi braucht es den ganzen technischen Schnickschnack aber einfach nicht. Ebenso die Entdeckung von 5G als den geilen Scheiß zu lobpreisen … bis zu einem gewissen Punkt braucht man wirklich Eier dafür, aber es gibt eben auch das Level, ab dem es wirklich nur noch lächerlich ist. Was erschwerend hinzukommt: Die zahlreichen Einschränkungen, die man bei dem iPhones berücksichtigen muss, z.B. das kein 5G zur Verfügung steht, wenn man zwei Sim-Karten benutzt oder der Provider zufällig die „falsche“ Frequenz verwendet. Ich könnte ja noch verstehen, dass man mit 5G gewartet hat, um die Fehler der Konkurrenz direkt vermeiden zu können – ist aber offensichtlich nicht der Fall.

Vielleicht ist es aber insgesamt auch einfach nur der Mangel an Innovation. So wirklich konnte Apple schon seit Jahren nicht mehr überraschen und jedes neue iPhone war zwar eine solide bis gute Weiterentwicklung – aber eben kein wirklicher Sprung mehr. Und das in Verbindung mit den fehlenden Airtags, auf die ich tatsächlich sehr gespannt bin, aber auch befürchte, ebenfalls enttäuscht zu werden, … macht halt keinen Spaß. Oder zumindest deutlich weniger als früher.

Was nicht heißen soll, dass Apple ab sofort oder schon seit längerem schlecht ist und nur noch scheiße baut – gerade die beiden nachfolgenden Videos beweisen eindrucksvoll, was man mit dem iPhone 12 Pro videotechnisch anstellen kann:

I’ve been home in New York for the past 7 months and a lot has changed. I’ve never explored the city this much before and with the release of the new iPhone 12 Pro I wanted to make sure I captured little more than just Manhattan.

Being an aerial photographer pretty much full time and having early access to the iPhone 12 Pro, made this project a no brainer. To an extent, I have overshot San Francisco in many ways, but I knew this would be a good chance to compare my new work to my previous work that was shot with various cameras and older iPhones.

Going back in 2016, my buddy Jaron Schneider and I created an iPhone only aerial film, shooting multiple cities across the United State from a helicopter with the iPhone 6s when 4K was first introduced on iPhone. It was definitely fun to re-watch that and see how far the quality and additional cameras/lenses have made this new iPhone 12 Pro a continued improvement and tool.

Aber das sind halt Ausnahmen und nicht die breite Masse. Oder wie es ein Kollege ganz treffend auf den Punkt gebracht hat: Apple hat es sensationell gut geschafft, dem User Pro-Produkte als Consumer-Produkte anzudrehen.

Hatte ich im letzten Urlaub doch deutlich mehr Timelapse-Videos untergebracht, war es in diesem Urlaub lediglich eines. Was man leicht damit erklären könnte, dass die Zeit der Timelapse-Videos schon seit längerem vorbei ist – u.a. weil man irgendwie ja schon alles gesehen hat, aber auch weil dieser ganze Hyperlapse-Quatsch eben doch nicht geil ist und so das ganze Spektakel erst kaputt gemacht hat. Ist zumindest meine Meinung, ich war aber auch noch nie großartiger Fan davon, weil es der Faszination des Timelapse eigentlich komplett entgegen steht.

Wie auch immer, ein Video hätte ich dann noch und darin reisen wir einfach virtuell nach Budapest – ein nicht ganz so typischer Urlaubsort. Selbstverständlich ebenfalls wieder in 4K.

The journey of Cities in 4K continues through Budapest, an amazing city who occupies both banks of river Danube. It is the largest and the capital city of Hungary and one of the largest cities in EU.

Some scenes which are part of this video and places from where the shots are taken: Elizabeth Bridge, Chain Bridge, Liberty Bridge, View from the Buda Castle in two directions, panoramic view from the Citadella, St. Stephan´s Basilica, view from the observation deck of St.Stephan´s church, Adam Clark Tunnel, Heroes Square, Fisherman´s Bastion, Parliament Building Budapest.

Budapest is a huge city with a rich historical, political and industrial background. There are a lot of historical buildings and squares which should be seen and explored. A lot of hotels and restaurant are also located in old buidlings with an interesting history.

Aus Gründen ist diese Woche mal ein bisschen weniger los …
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Paris in 4K https://www.wihel.de/paris-in-4k/ https://www.wihel.de/paris-in-4k/#comments Wed, 21 Oct 2020 06:03:53 +0000 https://www.wihel.de/?p=105170 Paris in 4K | Travel | Was is hier eigentlich los?

Wie die zwei Stammleser vermutlich schon mitbekommen haben: Die Beiträge sind diese Woche ein bisschen kürzer, einfach weil ich sie vorbereitet hab – denn aktuell sind wir im Urlaub. Und Urlaub bedeutet nicht nur Stress im Job, weil man alles so fertig machen muss, dass das eigene Fehlen die üblichen Abläufe nicht stört, sondern auch Stress beim Bloggen – denn mit Internet ist im Urlaub nicht viel.

Was wiederum geil ist, denn so toll das Internet auch ist, es ist schön, wenn man davon mal ein bisschen Abstand nehmen kann. Und genau das tuen Line und ich. Außerdem ist Urlaub auch doof für die, die nicht Urlaub haben, ganz besonders für Kollegen, die die wegfallende Kapazität auffangen müssen. Und alle anderen, die neidisch sind, weil sie auch gern Urlaub hätten.

Daher auch in diesem Urlaub, wie in jedem anderen auch, ein klein wenig Ersatz, wenn auch nur für wenige Minuten. Dieses Mal eben Paris, immerhin in 4K:

After the Color Run Paris , enjoy the city of Paris through Timelapses & Glidecam smooth shots !
I hope you’ll enjoy, don’t forget to leave a feedback and Share it on Facebook & Twitter :D
If you enjoyed your friends could enjoy it too :) !

Ebenfalls tröstlich: Es ist kein Erholungsurlaub und vermutlich werd ich ohnehin schlechte Laune haben, weil die Frau ständig irgendwo umherlaufen will.

Aus Gründen ist diese Woche mal ein bisschen weniger los …

Bis vor der Pandemie konnte man eigentlich uneingeschränkt sagen: Die Skandinavier wissen, wie man ein richtig glückliches Leben führt, die Zusammenarbeit zwischen Regierung und Bevölkerung ablaufen muss und insgesamt einfach vieles richtig macht. Das fängt dann damit an, dass man frisch gebackene Eltern tatsächlich unterstützt und teilweise schon zwanghaft sowas wie Elternzeit verordnet, ebenso werden Studierende so unterstützt, dass sie sich voll auf ihr Studium konzentrieren können und sich nicht mit Geldsorgen rumplagen müssen und überhaupt heimst man regelmäßig die vorderen Plätze ab, wenn es darum geht, in welchem Land die Menschen am glücklichsten sind. Kurzum: Die Skandinavier sind einfach ein bewundernswertes Völkchen, auf das man völlig zu Recht neidisch sein kann.

Naja und dann kam Corona und mindestens Schweden hat ordentlich an Sympathiepunkten eingebüßt, weil sie eine andere Strategie verfolgen, als der Rest der Länder. So richtig weiß ich bis heute nicht, ob das wirklich gut war oder nicht – die „Experten“ sind sich da noch immer nicht einig und ich selbst weiß einfach zu wenig, um mir selbst eine Meinung bilden zu können (brauche also Argumente von anderen, die ich abwägen kann).

Und dann stellt sich auch noch heraus, dass die Skandinavier vieles in ihrer Lebensweise gar nicht selbst erdacht, sondern einfach schamlos von anderen Nationen geklaut haben. Wobei, das schamlos streichen wir mal, das klauen auch – aber dennoch zeigt Scandinavian Airlines, dass eben viel „skandinavisches“ gar nicht so skandinavisch ist, wie man gedacht hat – zumindest was die Ursprünge angeht:

We are proud of our Scandinavian heritage. Many of the things we call Scandinavian today was brought here and refined by curious, open-minded and innovative Scandinavians.
Travelers bring home great ideas.

Und selbst das machen die Skandinavier hervorragend … sich inspirieren lassen, austesten und was gut funktioniert, einfach übernehmen. Man stelle sich nur mal vor, das wäre auch hierzulande möglich …

So richtig funktioniert das mit dem Reisen ja immer noch nicht, auch wenn die Bundesregierung mittlerweile dazu übergegangen ist, nicht mehr ganze Länder, sondern nur noch Regionen zu Risikogebieten zu erklären. Das macht es zwar für einen selbst nicht einfacher, wirkt dann aber immerhin schon mal differenzierter und erlaubt so immerhin noch einen teilweise unbeschwerten Reiseverkehr – was ja an sich nicht schlecht ist, gerade für die, die vom Tourismus leben.

Dennoch, das Virus ist noch immer da, ein Heilmittel bzw. ein Impfstoff lässt auf sich warten und so bleibt alles weiterhin kompliziert. Merkt auch Line gerade wieder, die demnächst mit einer Freundin übers Wochenende in die Niederlande wollte, was an sich auch alles sehr machbar aussah – mittlerweile häufen sich dort aber auch die Risikogebiete, sodass der ganze Bums vermutlich wieder storniert werden muss.

Und auch Dänemark scheint wieder mit steigenden Zahlen zu kämpfen, sodass ich nicht sicher bin, ob Silvester dieses Jahr klappt (übrigens der Punkt, warum ich sehr dankbar für die regionalen Risikogebietseinordnung bin – noch sieht es bei unserem geplanten Urlaubsort gut aus), was halt schon ein bisschen nötig wär, weil 2020 insgesamt dann doch recht beschissen war.

Vielleicht muss man sich aber auch einfach damit anfreunden, dass wenn Urlaub möglich sein soll, sowas nur in wirklich abgelegenen Gebieten möglich ist. In der Antarktis zum Beispiel. Da dürfte man relativ wenig Menschen treffen, entsprechend ist dort das Risiko einer Ansteckung auch deutlich geringer … genauso wie die Temperaturen.

Mein Wunsch-Urlaubsziel ist es jedenfalls nicht, aber Videos von dort schau ich mir dann doch ganz gern mal an – friert man immerhin weniger.

The white continent had been a dream of mine for as long as I can remember, reading the adventures of Shackleton as a kid and wondering what being at the end of the world would feel like.

In March 2020 I got the opportunity to join my good friend and photographer Matt Horspool ( Etchd Photography) on a trip to Antarctica.

I went there to capture and document the whole journey for an expedition company through film and although the trip ended up quite different than what we originally set out to, we had an amazing week down there.

I feel so lucky that I got to experience this so young and made my dream come true.
I will never forget the stunning landscapes, the misty mountains and the impressive icebergs.

Despite the whole ordeal surrounding our journey back from Antarctica I wanted to create a video showcasing only the breathtaking and pristine scenery we got to see as well as the incredible wildlife we encountered.

This is the footage that I managed to capture in-between my main assignment.

2020 has been a very strange year but for me being able to visit such a place made it quite special.
I hope to be back one day and set my eyes again on the white continent.

Was wiederum definitiv dafür spricht: Pinguine!

Mittlerweile hab ich eingesehen, dass so ein bisschen mehr Bewegung meinem unförmigen Körper nicht zwingend schadet. Was nicht heißt, dass ich schon etwas geändert hätte, aber Einsicht ist ja schon mal ein guter Anfang und der erste Schritt. Viel mehr noch hab ich sogar ein bisschen im Internet recherchiert, was denn zum Beispiel ein E-Bike grob kosten würde, was immerhin schon mal eine verstärkte Absicht zur Änderung des Lebensstils zeigt.

Aber nicht nur das ist eine Sternstunde von mir, sondern auch, dass ich nicht einfach sinnlos irgendeins gekauft hab. Denn es ist ja so: Man kauft sich ein Fahrrad, man freut sich drüber, fährt damit vielleicht auch ein bis zwei Mal und dann hat man kein Bock mehr, weil einem der Arsch weh tut. Natürlich weiß man, dass das mit der Zeit vergeht und man einfach dran bleiben müsste – macht man aber nicht, weil Arschschmerzen einfach scheiße sind. Und dann versauert das Fahrrad im Keller und man hat ein paar Tausend Euro einfach zum Fenster hinaus geworfen.

So aber nicht ich, denn bei meiner Recherche hab ich auch einen Anbieter gefunden, bei dem man so ein E-Bike monatsweise mieten kann. Da bezahlt man zwar Geld für ein Fahrrad, dass einem mit jedem investierten Euro weiterhin nicht gehört, aber der Betrag ist kleiner und man kann erstmal easy herausfinden, ob sich eine Anschaffung lohnen würde. Hab ich gemacht und freu mich auch ein bisschen drauf – muss allerdings noch bis September warten.

Und naja, dann muss sich auch erstmal zeigen, ob ich das so nutzen würde – aber so oder so war ich schon deutlich smarter als in all den 30 Jahren zuvor, in denen ich Dinge einfach gekauft hab. Dafür ist der eine oder andere Schulterklopfer durchaus angebracht.

Ein bisschen ist es aber noch bis September und ich hab auch noch gar keine Ahnung, ob das nun Anfang oder Ende September was wird (und ob dann das Wetter überhaupt noch passt), aber bis dahin vertreib ich mir einfach die Zeit mit digitalem Fahrrad fahren. Schwitzt man weniger, bekommt keinen Muskelkater, der Arsch tut einem nicht weh und irgendwie war man trotzdem 45 Minuten beschäftigt. Und hat nebenbei noch ein bisschen was von Harlem und der Bronx gesehen:

Track Bike Toni @shogun.toro takes us on a quick one through Harlem and the Bronx.
The cycling shown in this video is a computer simulation. All acts done in this video are performed by a professional, in a controlled environment. Please ride according to your skill level, don’t try this at home kiddos. Some good timestamp provided by @ARGENTO XXX

2:35 Tony passing two roadies without pedaling
3:36 Blind intersection and Tony with a fast skid avoiding troubles
6:23 Sketchy move between two cars
8:30 Tony´s skills with some jumps and skid.
8:50 Fast descending. Crazy shit.
10:15 Yankee Stadium.
11:10 Tony with his twin on the motorcycle having fun.
14:08 “Terry be careful” LOL
14:45 Another fast moment.
16:05 Tony killing a little more the rear wheel.
18:50 Angry driver.
19:21 Another tight skid.
24:52 Wild descend.
26:25 Mini velodrome.
38:15 Spanish advisement.
43:25 Tony and Terry analysing the ride.

Entspannter kommt man nicht von A nach B. Ohne C zu verlassen …

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New York an Weihnachten 1976 https://www.wihel.de/new-york-an-weihnachten-1976/ https://www.wihel.de/new-york-an-weihnachten-1976/#comments Thu, 27 Aug 2020 14:41:31 +0000 https://www.wihel.de/?p=103524 New York an Weihnachten 1976 | Zeitgeschichte | Was is hier eigentlich los?

Offiziell ist immer noch geplant, dass wir im Oktober in die USA fliegen – die eigentliche Hochzeitsreise, die wir ein bisschen geschoben haben, damit wir nicht unsinnig überhöhte Preise zahlen müssen. Gebucht irgendwann letztes Jahr, als von Corona noch keine Rede war – bekanntlich kam dann doch alles ein bisschen anders. Geheiratet haben wir inzwischen und sogar kleine Flitterwochen direkt im Anschluss innerhalb Deutschlands nutzen, weil die Lockerungen dann doch früher kamen als wir es zwischendurch befürchtet haben.

Ich behaupte aber mal: das wird im Oktober nicht der Fall sein, zum einen weil sich die obersten Entscheidungsträger in den USA in Bezug auf Corona wie die letzten Vollidioten verhalten und die Lage alles andere als im Griff haben, zum anderen weil in den USA nicht nur Corona eines der größeren Probleme ist. Oder anders gesagt: Wer aktuell in die USA fliegt um dort Urlaub zu machen, hat den Schuss nicht gehört.

Innerlich haben wir mit der Reise daher schon abgeschlossen, allerdings ist da ja noch das Problem mit der Kostenrückerstattung. Ein Flug wurde bereits von einer Airline abgesagt, leider ist es der dritte von 4 Flügen und somit der erste Teil des Rückflugs. Was gleich mehrfach unglücklich ist, weil es nicht dazu führt, dass die komplette Reise damit offiziell ins Wasser fällt und die aktuell bestehenden Corona-Sonderregeln nur für Europa gelten. Flüge über die europäische Grenze hinaus sind davon ausgeschlossen, was aktuell am Ende bedeutet: Für den ausgefallenen Flug können wir einen Gutschein von besagter Airline erhalten … was halt mal so gar nicht hilft. Keine Ahnung, wie sich das alles noch entwickeln wird, aber ich befürchte … den Großteil des Geldes sehen wir auch nicht wieder … Teures Lehrgeld, wenn man so will.

Aber Gesundheit geht nun mal vor und deswegen werden wir auch zwei, bis drei Mal überlegen, was wir am Ende machen – vermutlich aber Zuhause bleiben und stattdessen einfach Videos von New York gucken. Wenn wir nicht nach New York können, muss New York eben zu uns kommen – nachfolgend immerhin zur Weihnachtszeit und in Form einer kleinen Zeitreise aus dem Jahr 1976:

Some fantastic Super 8mm tourist footage of New York at Christmas in 1976, featuring all the classic locations!

This is a home movie and the music was the original music added to the Super 8mm film by the person who shot it. Although it doesn’t fit the time period it was their personal choice and as such I decided to keep it true to their edit.

Damals™

Natürlich hab auch ich schon diverse Sachen in meinem Leben verloren – der Klassiker in jeder Familie schlechthin: Turnbeutel der Kids im Bus. Die lässt man schnell mal liegen und dann sind sie einfach weg – in den allerseltensten Fällen hilft da noch ein Anruf oder Besuch im Busdepot, vom Fundbüro will ich gar nicht erst anfangen.
Aber auch Geld lose in der Hosentasche ist schnell mal verloren oder von der Waschmaschine verschluckt, genauso wie einzelne Schlüssel oder eure Unschuld (der musste einfach sein, sorry).

Bei mir mehr oder weniger Frisch: Ein Teil meines Schlüsselanhängers. Der besteht aus einem Lego-Kopf und einer Art Schnürsenkel und der Lego-Kopf ist der von Iron Man, was einfach ziemlich cool ist – wenn man nicht wie ich die Maske von Iron Man verloren hätte. So sieht das ganze recht creepy aus, aber irgendwie hatte ich bisher noch keine Zeit, den Anhänger auszutauschen – Ersatz liegt nämlich schon seit ein paar Monaten parat (und mit keine Zeit haben meine ich natürlich, dass ich bisher zu faul war).

Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn du was verlierst, bist du in den meisten Fällen einfach am Arsch – bei der Geldbörse könnte man noch Glück haben, denn da sind meist Adresse des Besitzers irgendwo notiert und es gibt eine rechtliche Pflicht zur Zurückgabe. Aber sonst? Pustekuchen.

Anders in Tokyo. Die Asiaten sind ja ohnehin sehr besonders, gerade auch was den Umgang mit Mitmenschen angeht und da wundert es auch nicht, dass dort verlorene Sachen gänzlich anders behandelt werden als hierzulange. Great Big Story beleuchten das im nachfolgenden Video gewohnt gekonnt und zeigen mal wieder, dass die Asiaten es einfach drauf haben:

The bad news—you lost your wallet in Tokyo. The good news—chances are good you will get it back, along with all the cash tucked inside. In Japan, residents are diligent about making sure what’s lost is found and returned to its rightful owner. This is how the city’s stunningly efficient Lost & Found system works.

Wie einfach doch alles mit Rücksicht und Respekt doch sein kann oder?

Natürlich ist das hier wieder nur einer dieser Werbe-Clips, der zeigen soll, wie toll doch Aufnahmen mit einer GoPro sind – sind sie ja auch, ich besitz nicht grundlos ebenfalls eine (die ich dafür aber grundlos rumliegen lasse, weil man Zuhause eben wenig filmen kann, dass einer GoPro gerecht wird). Aber ich mag den Ansatz von GoPro, dass es zumindest immer so wirkt, als würden sie einfach Clips von ihren Kunden verwenden und so perfekt beweisen, dass ihr Produkt einfach gut ist. Ob das aber immer der Wahrheit entspricht … in der Werbung geht es ja selten um genau das.

Ich will mich aber auch gar nicht über GoPro oder die Werbeindustrie aufregen, dafür ist es viel zu warm und irgendwie ist das auch immer sinnlos vertane Zeit. Wir alle wissen ja, dass es nicht mal eine Pandemie schafft, die Menschheit zu grundlegendem Umdenken zu bringen (vielleicht geht da langfristig doch noch was – bin da aber eher zurückhaltend).

Nein, stattdessen hoffe ich einfach, dass es jedem von euch so geht wie mir und ihr bei dem Anblick des nachfolgenden Videos innerlich ein wenig abkühlt – denn Norwegen mit dem Kajak zu erkunden ist sicherlich nicht nur einfach großartig, toll und entspannend, sondern auch erfrischend, selbst wenn man nicht ins Wasser fällt.

Kann aber auch sein, dass die Qualität der Aufnahmen hier einen falschen Eindruck erwecken – dann funktioniert das Marketing immerhin so, wie es soll und GoPro hat erneut sein Ziel erreicht:

Compilation of GoPro 7 black clips from the fjords and coast of western Norway.
Filmed in 2.7k 4:3 60fps slow motion #HyperSmooth stabilization.

GoPro Response Nordic As #capturedifferent #goprohero7
Aqua-Bound
Level Six
Rockpool Kayaks

Und wenn der ganze Pandemie-Scheiß vorbei ist, dann machen Line und ich das auch mal (wehe, jemand versteht den “Witz” darin nicht).

Es ist mir gestern erst wieder bewusst geworden: Ich vermisse London ein bisschen. Das ist insofern absurd, als dass ich nach unserem ersten Trip eigentlich direkt wusste, dass ich dort zwar gern mal ein paar Tage hinreise, aber auf gar keinen Fall dort leben will. Allein dass die bis heute auf der falschen Straßenseite fahren, macht einen ja ganz kirre, dazu wirkt die Stadt einfach immer irgendwie einen Ticken zu hektisch und ist auch einfach mal übertrieben groß. Ich mein, da werden sicherlich eine Vielzahl von Menschen leben, die einfach mal den Großteil von London selbst nicht gesehen haben, weil es einfach so unfassbar groß ist. London ist einfach riesig.

Auf der anderen Seite waren wir aber nun schon drei Mal da und jedes Mal denk ich mir: Schön, wieder da zu sein. Klar, die Engländer haben einen völligen Idioten als Premier-Minister, aber wenn man sich mal in der deutschen Politik umschaut – so viele helle Kerzen gibt es auf der Torte auch nicht.

Und London hat ja definitiv auch seine schönen Ecken, eine zwar gewöhnungsbedürftige, aber eben auch gute Küche und so seinen ganz eigenen Charme. Gerade wenn man nicht direkt die Hotspots besucht kann London sogar einigermaßen entspannend sein und irgendwie find ich es mittlerweile richtig schade, dass die Spackos aus der EU ausgetreten sind (oder noch dabei sind – sieht ja auch keiner so richtig durch).

Charlie Johnston hat einen leider mal wieder viel zu kurzen Film über London gemacht und bringt ganz gut vor die Linse, was ich meine und mag: nicht der typische Touristen-Bums, den alle immer besuchen, sondern die kleinen Ecken voller lecker Essen und faszinierender Leute, die London dann doch lebenswerter machen, als man das auf den ersten Blick vielleicht sehen kann:

Mal schauen, ob und wann wir da mal wieder hinkönnen. Lust hätte ich auf jeden Fall.

Kurz vor und nach unserem Urlaub hab ich tatsächlich damit zu kämpfen gehabt, zu viel von meinem Lieblingsessen bekommen zu haben. Da wäre zum einen der Nudelsalat, den Line bzw. ihre Mutter immer mal wieder machen und den ich einfach nur Liebe. Nudeln, Knoblauch, Mozzarella und Tomaten – schon bin ich glücklich. Und den gab es sowohl vor unserem Urlaub, während unseres Urlaubs und auch direkt am Tag unserer Rückreise. Eigentlich geil, aber dann eben doch langsam zu viel, sodass ich mir erstmal eine Nudelsalat-Zwangspause auferlegt hab – wäre schließlich großer Mist, wenn ich mir den überfressen würde.

Und auch was meinen geliebten Pulled Pork-Burger angeht, konnte ich mich nicht beklagen, denn den hab ich sowohl am Wochenende vor unserem Urlaub bekommen, als auch drei Tage später als meine Eltern zu Besuch waren. In Anbetracht dessen, dass ich den gefühlt seit einem Jahr nicht mehr gegessen hab und dann direkt zwei Mal in einer Woche … definitiv ein Highlight.

Wenn wir aber schon bei Burgern sind, dann denkt man automatisch auch an das goldene M. Keine Ahnung, wie lange es schon her ist, dass ich zuletzt bei McDonalds war, aber es dürften mittlerweile Jahre sein. In Anbetracht der höherpreisigen Konkurrenz in den letzten Jahren, der aber damit auch gestiegenen Qualität der Burger aber auch irgendwie kein Wunder oder?

Dennoch ist es eine gute Gelegenheit, um sich mal das weltgrößte Restaurant in Orlando Florida zu besuchen – wenn auch nur virtuell (was ja immerhin gesünder ist und weniger auf die Hüften geht).

Denn in diesem Restaurant gibt es neben den üblichen Kram, den man auch hier zu Lande findet, ein paar Besonderheiten. Ich sag nur: Pizza.

We tour the largest McDonald’s in the world and find out they have much more to eat than just burger and fries.

Verrückt.

Sometimes one week is enough. To rest, to change your life, to think this through, to charge batteries, to take a step, to have some fun, to remind yourself about yourself.

Locations [in order of appearance]: Ölüdeniz, Kaş, Istambul, Kekova, Antalya, Olympos, Aspendos, Perge, Kaputaş, Patara, Side, Manavgat Şelalesi, Myra Örenyeri.

Aus Gründen ist diese Woche mal ein bisschen weniger los …

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Timelapse Showreel Jonas Hofmann https://www.wihel.de/timelapse-showreel-jonas-hofmann/ https://www.wihel.de/timelapse-showreel-jonas-hofmann/#comments Wed, 24 Jun 2020 08:17:25 +0000 https://www.wihel.de/?p=101946 Timelapse Showreel Jonas Hofmann | Travel | Was is hier eigentlich los?

I had the great opportunity to shoot some Timelapse and Hyperlase in diffrent Locations all over Europa.
This is a collection of some of the most beautiful places i visited.

Aus Gründen ist diese Woche mal ein bisschen weniger los …

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Shichi Go San Tokyo https://www.wihel.de/shichi-go-san-tokyo/ https://www.wihel.de/shichi-go-san-tokyo/#comments Tue, 23 Jun 2020 13:13:24 +0000 https://www.wihel.de/?p=101944 Shichi Go San Tokyo | Travel | Was is hier eigentlich los?

Tokyo, a fascinating place to be. It has so many different sides, a busy one, a quiet, peaceful one, a highly modern but also a very traditional one. I was lucky when I visited Tokyo on the weekend of November 15th last year that on this day the Shichi-Go-San festival took place at the Meiji Jingu Shrine in Tokyo. It is a traditional rite of passage and festival day in Japan for three- and seven-year-old girls and three- and five-year-old boys, held annually on November 15 to celebrate the growth and well-being of young children.

In front of the Meiji Jingu Shrine I listened to the music of a street musician, who really captivated me. He was playing on kind of a homegrown instrument, mesmerizing! Later, I googled him, found him on twitter, contacted him and he was so generous to provide the music for this film, writing an original song – thanks Sam!

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Dutch Scapes – Eine kleine Reise durch die holländische Natur https://www.wihel.de/dutch-scapes-eine-kleine-reise-durch-die-hollaendische-natur/ https://www.wihel.de/dutch-scapes-eine-kleine-reise-durch-die-hollaendische-natur/#comments Tue, 23 Jun 2020 08:08:44 +0000 https://www.wihel.de/?p=101942 Dutch Scapes - Eine kleine Reise durch die holländische Natur | Travel | Was is hier eigentlich los?

“Dutch Scapes – A timelapse journey through Dutch nature” is a one man project to show people the beauty of our country, The Netherlands. Many people are always complaining about the weather and the ‘boring’ landscapes, but look at this video!! Now you can say that is totally nonsense! I am appreciating the Dutch landscapes more and more every time I am out shooting and I hope you too by seeing this short film!

Aus Gründen ist diese Woche mal ein bisschen weniger los …

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PAYSAGES/FRANCE & PARIS https://www.wihel.de/paysages-france-paris/ https://www.wihel.de/paysages-france-paris/#comments Mon, 22 Jun 2020 13:04:23 +0000 https://www.wihel.de/?p=101940 PAYSAGES/FRANCE & PARIS | Travel | Was is hier eigentlich los?

All these time lapse sequences have been made in France. Shots of Le Mont Saint-Michel and Paris (Place de la Concorde, Cathédrale Notre-Dame, Arc de Triomphe, Tour Eiffel) are native 8K resolution from a Nikon D800E.

8K time lapse shots have been commissioned by NHK Japan for promoting 8K technologies.
All others shots are personal standards 4K from a Canon 5D MKII.

Aus Gründen ist diese Woche mal ein bisschen weniger los …

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Kyoto Japan – Hyper Motion https://www.wihel.de/kyoto-japan-hyper-motion/ https://www.wihel.de/kyoto-japan-hyper-motion/#comments Mon, 22 Jun 2020 08:00:47 +0000 https://www.wihel.de/?p=101938 Kyoto Japan - Hyper Motion | Travel | Was is hier eigentlich los?

A showcase of traditional streets, temples and shrines in autumn Kyoto, and also one of shooting/editing style with the Glidecam. Shot at 96fps high speed shutter, exported at 24fps. I used not only slow motion but also fast motion like a style of Hyper-Lapse in the editing.

Aus Gründen ist diese Woche mal ein bisschen weniger los …

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Timelapse: Amsterdam – My Home https://www.wihel.de/timelapse-amsterdam-my-home/ https://www.wihel.de/timelapse-amsterdam-my-home/#comments Tue, 09 Jun 2020 10:29:37 +0000 https://www.wihel.de/?p=101830 Timelapse: Amsterdam – My Home | Travel | Was is hier eigentlich los?

Dank Corona ist ja dieses Jahr bisher einiges ausgefallen, so unter anderem auch der Junggesellingenabschied (oder welches Wort dafür auch immer das richtige ist) von Line. Meiner auch, aber ich leg da ohnehin nicht so viel Wert drauf und wir beide sind auch unter keinen Umständen die Typen, die da mit Bauchladen sich in der Öffentlichkeit zum Affen machen und das auch noch gut finden würden.

Ehrlicherweise weiß ich gar nicht, ob für mich überhaupt was geplant wurde, aber Line wollte mit ein paar Mädels über ein Wochenende nach Holland fahren. Richtig entspannen, zu viel Zeug bequatschen und einfach eine gute Zeit haben, was ich selbst im Nachhinein noch für eine extrem gute, wenn auch ein bisschen langweilige Idee halte.

Nicht zuletzt weil mir hier auch wieder unser Urlaub in Amsterdam in den Sinn kommt, der eigentlich recht schön, aber auch wieder nicht schön war. Ich hatte damals gerade einen neuen Job angefangen, war ohnehin schon gestresst vom aktuellen Großprojekt und einem an wahnsinn grenzenden Projektplan und konnte entsprechend auch im Urlaub nicht davon lassen. Führte unter anderem dazu, dass ich eine komplette Bottsfahrt mehr von meinem Handy als von Amsterdam gesehen hab.

Das ist nicht nur grundsätzlich bescheuert, sondern auch ganz besonders, denn im Endeffekt hat mir niemand gedankt, dass ich den Urlaub beinahe komplett versaut hätte, ich arbeite nicht mal mehr bei dem Kackverein und vermutlich wär das alles viel besser geworden, hätte ich die Arbeit einfach mal Arbeit sein lassen. Schließlich ist das alles ohnehin nicht kriegsentscheidend.

Neben dieser Erkenntnis bleibt aber auch der Gedanke, dass wir da definitiv noch mal hin müssen und dann so richtig Urlaub machen. Bis dahin helfen dann nur wieder die üblichen Videos wie das von Albert Dros, der über zwei Jahre hinweg Material gesammelt hat und nun Amsterdam so präsentiert, wie es ist: schön.

My long awaited timelapse film about my current hometown Amsterdam is finally finished! This film consists of footage shot during a 2 year period (mostly before COVID), has all different seasons transitioning into each other and even has a lunar eclipse above the city skyline.

With this timelapse film I wanted to create something unique. I wanted to create a visual experience with beauty, flow and emotion. I want locals to be proud of their city when they watch this film, and tourists wanting to visit (even more). I put this all in a film packed with little details. There’s a big ‘fun facts’ list that can all be read on a dedicated page I created.

Amsterdam is one of the most beautiful (and relatively little) cities in the world. Our city is not ‘spectacular’ as it does not have impressive skyscrapers and hyper modern buildings. But It’s just the whole atmosphere with our beautiful old buildings, romantic canals and everything that comes with it.

Und da wir ja schon da waren, kann ich es endlich auch mal schreiben: Amsterdam – immer eine Reise wert. Besonders wegen den verrückten Süßigkeiten, dem leckeren Käse und den ziemlich geilen Supermärkten.

Man kann es ruhig so sagen: Die große Zeit der Timelapse-Videos ist mittlerweile nahezu endgültig vorbei – was aber auch absolut okay ist, denn mittlerweile haben wir uns ja selbst an den üblichen Hotspots mehr als satt gesehen und das Prinzip des Zeitraffer-Videos birgt ja schon an sich eine natürlich begrenzte Halbwertszeit. Ein bisschen schade find ich es dennoch, denn ich hab die Dinger eigentlich immer sehr gern geschaut und wird wohl zukünftig einfach die hauseigene Kategorie bemühen müssen, wenn der Drang mal wieder größer wird.

Nichtsdestotrotz, die eine oder andere Perle findet man dennoch immer mal wieder und so auch in diesem Fall, in dem wir im Schnelldurchlauf einmal Catania besuchen. Das hat dann auch gleich den Vorteil, dass wir direkt was über Catania lernen, denn ich hab vorher noch nie von dieser Stadt gehört.

Tatsächlich gehört diese aber zu den spätbarocken Städten des Val di Noto und gehört somit zum UNESCO Weltkultur-Erbe. Ich weiß, das klingt irgendwie besonders, aber auch wieder nicht, daher immer dran denken: Pizza gehört auch dazu und das hebt alles gleich auf ein ganz neues Niveau.

Ansonsten wirkt zumindest das, was bei Wikipedia über die Stadt steht, alles nicht schlecht, aber jetzt auch nicht besonders herausragend, außer vielleicht die Universität, die mit dem Baujahr 1434 die älteste Universität Siziliens ist. Und natürlich die barocke Baukunst, die sich durch die gesamte Stadt zieht – wenn man so will, kann man sagen, dass Catania scheinbar eine richtig gute Mittelklasse-Stadt ist, die ihre Perlen hat, aber auch nicht zwingend komplett im Rampenlicht stehen will. Behauptung – ich war ja selbst noch nie da.

Thought 5 years ago, when I was still a beginner, and completed in 6 months, this project consists of 12965 photos with a weight of 347GB. I made this video to enhance and make known the beauties that the city of Catania has to offer from an architectural and landscape point of view. The video is certainly aimed at tourists, but above all at us citizens of Catania, who often take what we have for granted.

Gar nicht so schlecht oder?

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NIÑO – Corse Roadtrip / Khalil Gibran https://www.wihel.de/nino-corse-roadtrip-khalil-gibran/ https://www.wihel.de/nino-corse-roadtrip-khalil-gibran/#comments Mon, 18 May 2020 14:33:24 +0000 https://www.wihel.de/?p=101600 NIÑO - Corse Roadtrip / Khalil Gibran | Travel | Was is hier eigentlich los?

So richtig mit Urlaub kommt man ja noch nicht voran, den weltweiten Reisewarnungen und örtlichen Auflagen sei Dank – muss man ja aber auch nicht zwingend, schließlich ist es vor der eigenen Haustür auch nicht sooo schlecht. Sofern es denn nicht sooo schlecht vor der eigenen Haustür ist. Ihr wisst schon.

Was mich dabei aber am meisten stört: Man kann nicht planen. Ich mein, ich war ja noch nie der große Urlaubsfan, besonders wenn wir von einem längeren Zeitraum reden, also mehr als einer Woche. Diese ganze Vorbereitung und Nachbereitung, der Weg zum Zielort, das ganze Aufarbeiten hinter her im Beruf … wenn man mit dem Kram fertig ist, braucht man eigentlich direkt schon wieder Urlaub und dann geht der ganze Bums von vorne los. Eigentlich ist Urlaub einer der schlimmsten Teufelskreise überhaupt.

Und doch … haben wir letzte Woche Dänemark gebucht. Natürlich erst für Silvester und ein gewisses Risiko ist da natürlich neuerdings immer dabei, denn wer weiß schon, was im Dezember gerade los ist. Aber der letzte Dänemark-Urlaub über Silvester war dann doch die Ausnahme, die die Regel bestätigt, weil einfach unfassbar entspannend. Also so richtig.

Aber wie gesagt, dauert noch, bis es so weit ist (und vielleicht ist es ja auch nie soweit, wenn sich der ganze Scheiß hier wieder verschärft), sodass wir erstmal weiterhin Vorlieb mit Bewegtbildern in Videoform nehmen müssen. Vorteil: Entspannt schneller. Nachteilt: Die Entspannung hält bei Weitem nicht so lange an.

Und einer, auf den dabei immer Verlass ist, ist Sebastian Linda. Dessen Videos hatten wir schon diverse Male, sein neuestes Werk entführt uns dieses Mal zu einem kleinen Roadtrip auf Korsika:

Here is the new music and film from our Roadtrip to the beautiful island of corse.

On the way we listened together as a family to the poetry from Kali Gibran and the Poem “On Children” really stuck with us, while watching the beauty of Corse unfolding in front of our eyes.

I wrote the song about a year ago and recorded it, but I needed more time to understand my inner thoughts to create the combination of reality and fantasy children have.

Maybe some childhood dreams awake from your side.

Bereits zum Anfang der „Wir bleiben alle Zuhause“-Phase hatten wir ein Video von Nippon Wandering, in dem er mit dem Fahrrad durch Tokyo geradelt ist. In der aktuellen Phase nach wie vor eine gute Gelegenheit, um ein wenig spazieren zu gehen oder eben mit dem Fahrrad unterwegs zu sein und doch wie verordnet Zuhause zu bleiben. Gerade für mich, der noch immer versucht, herauszufinden, wie lange er denn wirklich so richtig zu Hause bleiben kann, ist das nahezu perfekt.

Ich scheitere aber immer wieder, weil nach wie vor der Müll rausgebracht werden oder ich doch mal mit unserer kleinen Pupskarotte raus muss – für Letzteres gibt man den Rekordversuch natürlich auch gern auf, ich bin aber dennoch der Meinung, dass eigentlich problemlos 7 Tage möglich sind. Zumal wir ja mittlerweile alle ganz gut geübt sind in Sachen Videokonferenzen und „ich bestell jeden Scheiß im Internet“.

Aber zurück zum eigentlich Kern des Beitrags: Nippon Wandering war wie eingangs angesprochen wieder mit dem Fahrrad unterwegs, dieses Mal aber abends um halb 8. Soweit so unspektakulär, allerdings handelt es sich hier um den 6. Tag, nach dem die japanische Regierung den Ausnahmezustand verhängt hat.

Insofern sieht man Japan auch ungewöhnlich leer, gerade zu dieser späten Stunde – mittlerweile aber auch irgendwie ein normaler Anblick, wenn sich denn alle an die Anordnungen halten.

So oder so, wieder ein tolles Video, dass irgendwie ungewöhnlich, aber gleichzeitig auch entspannend ist:

It’s the day 6 after a state of emergency was declared in Tokyo. This video was taken at 7:30 pm on Tuesday, 14 April 2020.

Nach wie vor gilt: Schaut lieber solche Videos, als selbst draußen rumzuwuseln, auch wenn es weiterhin schwer fällt. Is einfach besser so. Auf dem dazugehörigen Kanal gibt es ja genug Auswahl.