Werbung – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Tue, 30 Jul 2019 06:42:58 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.2.2 Der wohl beste Werbespot der letzten Jahre https://www.wihel.de/der-wohl-beste-werbespot-der-letzten-jahre/ https://www.wihel.de/der-wohl-beste-werbespot-der-letzten-jahre/#comments Wed, 31 Jul 2019 14:29:00 +0000 https://www.wihel.de/?p=96967 Der wohl beste Werbespot der letzten Jahre | Werbung | Was is hier eigentlich los?

Auch ein bisschen aus der Mottenkiste hervorgekramt, aber in seiner Großartigkeit bisher ungeschlagen: der beste Werbespot der letzten Jahre. Natürlich von einem Baumarkt, denn Baumärkte sind die heimlichen Himmel auf Erden, die einzigen Orte, an denen man wirklich glücklich werden kann. Wenn man denn findet, was man sucht, was gar nicht mal so einfach ist.

Aber Baumärkte haben irgendwas an sich, sodass ich bei jedem Besuch irgendwas kaufen will, selbst wenn nicht das gefunden hab, was ich eigentlich suchte. So viele tolle Werkzeuge und Geräte, die man alle sicher gebrauchen kann, auch wenn noch nicht klar ist, wann oder für was.

Und so wundert es eben auch nicht, dass ein Baumarkt den besten Clip der Welt auf die Beine gestellt hat – lasst euch nicht vom Vorschaubild oder den ersten Sekunden abschrecken, die Story ist Oscar-reif und entwickelt sich über den gesamten Film hinweg zu einem wahren Meisterwerk:

Ich brauche sofort eine neuen Grill!

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Wie Essen für Werbung aufgepimpt wird https://www.wihel.de/wie-essen-fuer-werbung-aufgepimpt-wird/ https://www.wihel.de/wie-essen-fuer-werbung-aufgepimpt-wird/#comments Thu, 04 Jul 2019 06:05:45 +0000 https://www.wihel.de/?p=96499 Wie Essen für Werbung aufgepimpt wird | Werbung | Was is hier eigentlich los?

Eigentlich weiß ja jeder: Essen in der Werbung sieht immer anders aus als Essen auf dem eigenen Teller – egal ob gekauft und Zuhause zubereitet oder in irgendwelchen Restaurants, Wunsch und Wirklichkeit hängen nicht sehr dicht zusammen. Viel schlimmer aber noch: es wirkt trotz dieses Wissens, zumindest bei mir. Sogar so gut, dass selbst bei eindeutigen Manipulationen mein Hirn aussetzt und ich eher nach Auge und anschließend nach Zutaten kaufe.

Das wird noch viel absurder, wenn man sich mal anschaut, wie die Lebensmittel für das perfekte Werbe-Bild oder Werbe-Video aufgepimpt werden, denn mit Essen hat das nicht mehr viel zu tun. Da kann die Pizza schon mal mit einer Schraube am Brett befestigt werden oder die Erdbeere mit Lippenstift angemalt.

Blossom hat ein kleines Video zusammengestellt, dass einige der Tricks der Food-Industrie zeigt – immerhin, visuell gut umgesetzt:

Test yourself: Can you tell the difference between real & elevated photos? Watch this video to learn how advertisers style and hack their way to make food look stunning for ads! From using different foods to using chemicals, photographers will do anything to elevate food to look delicious and appetizing in the picture!

Und das alles nur, um uns mit falschen Versprechen das Geld aus der Tasche zu ziehen ...

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Das Leben will, dass du trinkst – Der vermutlich einzig gute Werbespot für eine Kneipe https://www.wihel.de/das-leben-will-dass-du-trinkst-der-vermutlich-einzig-gute-werbespot-fuer-eine-kneipe/ https://www.wihel.de/das-leben-will-dass-du-trinkst-der-vermutlich-einzig-gute-werbespot-fuer-eine-kneipe/#comments Thu, 16 May 2019 06:01:10 +0000 https://www.wihel.de/?p=95899 Das Leben will, dass du trinkst – Der vermutlich einzig gute Werbespot für eine Kneipe | Werbung | Was is hier eigentlich los?

Man könnte meinen, dass das auch nur noch ein schlechter Versuch ist, ein bisschen Hype für den Honka-Film von Fatih Akin zu erzeugen, soll der doch mal gar nicht so gut sein (ich hatte es ja still und heimlich schon befürchtet). War immerhin auch mein erster Gedanke und beinahe hätte ich gar nicht auf Play gedrückt, aber …

… da ist dann halt auch Martin Semmelrogge. So richtig weiß niemand, was der gerade macht und ob er nicht wieder wegen irgendwas im Knast sitzt. Ebenso kann ich nicht behaupten, dass ich ein großer Fan von ihm bin, kenne ja selbst nur ein oder zwei Filme mit ihm.

Aber irgendwie hat der Typ was an sich, was ihn faszinierend macht, was dann letztendlich dazu führte, dass ich mir den Clip doch angesehen hab. Und siehe da: vielleicht haben wir hier den besten Werbeclip für eine Kneipe, den die Menschheit je gesehen hat und sehen wird:

Verantwortlich dafür ist die Hamburger Kreativagentur Thjnk, die den Film ohne Auftrag gemacht hat – hatten halt einfach Bock drauf.

Auch 2019 ist es gar nicht so einfach, Werbung für Kondome einigermaßen anspruchsvoll zu gestalten – außer man versucht es auf die, immerhin auch schon recht ausgelatschte, witzige Weise. Für mich kam aber nach Hella von Sinnens Kassiererinnenauftritt einfach nichts mehr, das wirklich im Kopf hängen geblieben ist, was irgendwie auch schon wieder absurd ist, haben doch solche Butzen wie Amorelie das Thema Sex wieder etwas massentauglicher gemacht – unverfängliche Spots, die auch am frühen Abend laufen gab es zumindest früher nicht.

Anlässlich des 30. Geburtstags hat Kondomeriet ein Video rausgehauen, dass seit langem Mal wieder zeigt, dass man einfach nur ein bisschen Fantasie und Kreativität braucht, um ein anspruchsvolles Video abzuliefern. Ein bisschen auch schon wieder klischeehaft, aber die Bilder sind recht hochwertig, Vivaldis Winter ist spätestens seit Chef’s Table massenkompatibel und außerdem geht Essen auch immer:

Since 1989 Kondomeriet has been Norway's nr.1 sex shop. Now we are celebrating our 30th birthday with this delicious foodporn ad.

The commercial was created by Norwegian agency POL in cooperation with Flambert.

Schön gemacht. Noch schöner wär`s nur, wenn die Idee komplett neu gewesen wär.

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I’m drinking it for you – Die Bierwerbung des Jahres https://www.wihel.de/im-drinking-it-for-you-die-bierwerbung-des-jahres/ https://www.wihel.de/im-drinking-it-for-you-die-bierwerbung-des-jahres/#comments Wed, 06 Mar 2019 07:05:09 +0000 https://www.wihel.de/?p=94818 I’m drinking it for you – Die Bierwerbung des Jahres | Werbung | Was is hier eigentlich los?

So der große Bier-Trinker bin ich ja nicht, wobei ich vor ein paar Wochen eines bei einem After Work-Event (yeah, Buzzword!) getrunken hab, was mir außerordentlich schmeckte. Natürlich hab ich den Namen schon wieder vergessen, aber es war dunkel, sehr malzig, irgendwie auch süß und kommt aus Holland. Ohnehin bin ich ja ein großer Fan von Malzbier und seit Tamme Hanken kann ich wenigstens auch behaupten, dass es bei unregelmäßigem Genuss gut für die Knochen ist. Ob das stimmt – keine Ahnung, aber es ist immerhin lecker.

Was hingegen stimmt, ist, dass der Werbespot von DB Export Beer zu den besten überhaupt gehört und vielleicht sogar der Bier-Werbespot des Jahres ist. Und das schon im März. Man muss aber auch zugeben, dass das nur bedingt schwer ist, schließlich war Bier-Werbung hierzulande ja nie sonderlich innovativ oder unterhaltend:

I Don’t Need Two Hands to Hold You

This Valentine’s Day, DB Export’s delicious new low carb beer launches with a full song and music video titled I’m Drinking It For You.

The R&B ballad hilariously plays on the idea that the simple act of choosing a low-carb beer could be a romantic gesture.

Who are you drinking it for? I’m drinking it for you.

Führt jetzt auch nicht zwingend dazu, dass ich mehr Lust auf Bier bekomme – gut ist er dennoch.

„Sind wir nicht alle ein bisschen Bluna?“ – Den Spruch kennen vermutlich nur noch die Wenigsten, stamm er doch aus einer Zeit, als ich noch frisch und knackig war. Keine Ahnung, was aus Bluna mittlerweile geworden ist und ob es das Gesöff überhaupt noch gibt, ich hab es nie getrunken und bin auch ehrlich zu faul zum Recherchieren.

Aber es zeigt auch: die Werbeleute damals scheinen einiges richtig gemacht zu haben, denn bis heute kann ich mich an sie erinnern. Keine Ahnung, ob es wirklich an der Kreativität der Werbung lag oder doch die Dauerbeschallung verantwortlich ist – ich sag nur „20% auf alles, außer Tiernahrung“ – werde den Spruch wohl aber nie vergessen.

Und zumindest hat man damals noch deutlich mehr Tabus gebrochen, denn anders kann ich mir den folgenden Werbespot nicht wirklich erklären. Gut ist dennoch anders:

Werbung – nach wie vor teils ein krankes Business.

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Walmart und die wohl ikonischsten Autos der Film-Geschichte https://www.wihel.de/walmart-und-die-wohl-ikonischsten-autos-der-film-geschichte/ https://www.wihel.de/walmart-und-die-wohl-ikonischsten-autos-der-film-geschichte/#comments Thu, 10 Jan 2019 11:54:53 +0000 https://www.wihel.de/?p=94146 Walmart und die wohl ikonischsten Autos der Film-Geschichte | Werbung | Was is hier eigentlich los?

Eigentlich ist das eher ein mittelgut gemachter Werbefilm von Walmart, der nur bedingt mit Kreativität glänzen kann, aber ich gehöre halt noch zu einer Generation, die mit den Filmen aufgewachsen ist, in der die Karren vorgekommen sind – und fand sie nahezu alle mega gut. Außer vielleicht die Ghostbusters, die hab ich zuallererst als Zeichentrick kennengelernt und wir wissen ja, dass der erste Eindruck bestimmend ist. Mit den Realverfilmungen konnte ich dann nur bedingt etwas anfangen, fand sie nun aber auch nicht mega schlecht.

Auf jeden Fall ist das ein schöner Clip für alle Nostalgiker, die sich die Serien auf irgendeinem Sparten-Sender zurückwünschen. Ich mein, Baywatch und MacGyver gibt es ja auch wieder:

Und nein, die Neuauflagen reichen nicht. Denn die sind/waren allesamt sehr scheiße.

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Viva La Vulva – Scheidenwerbung at its best https://www.wihel.de/viva-la-vulva-scheidenwerbung-at-its-best/ https://www.wihel.de/viva-la-vulva-scheidenwerbung-at-its-best/#comments Thu, 13 Dec 2018 11:46:33 +0000 https://www.wihel.de/?p=93813 Viva La Vulva – Scheidenwerbung at its best | Werbung | Was is hier eigentlich los?

Ich weiß natürlich, dass zwischen Scheide und Vulva noch ein gehöriger Unterschied liegt, aber ein bisschen reißerisch soll die Überschrift dann doch sein. Außerdem wollte ich schon immer mal Scheidenwerbung schreiben – wieder ein Haken auf der Bucket List.

Wenn man aber für solch ein Produkt arbeitet, hat man einen ziemlichen Klotz am Bein. Denn wie soll man ein Produkt für den Intimbereich – egal ob Männlein oder Weiblein – anpreisen, dass es weder billig, noch zu konservativ wirkt? Die billige Nummer kennen wir, die konservative auch. Ich erinner mich da an einen Werbespot, bei dem ich schon gar nicht mehr weiß, worum es ging, vermutlich Scheidenpilz. Oder Trockenheit. Oder wasweißich – auf jeden Fall war das so dermaßen angestaubt und schlecht, selbst die Sprecherin klang wie das typische Klischeebild einer Apothekerin weit über die 70 Jahre hinaus.

Aber es geht auch deutlich besser ohne sich lächerlich zu machen, wie Libresse aus Schweden gekonnt zeigen:

Mer än hälften tycker inte att deras vulva är perfekt. Men det finns bara en perfekt vulva, din! Care your way.

Großartig umgesetzt, gerade für das Thema.

Andreas sagt, dass thailändische Werbespots durchaus schon mal länger sein können, aber nicht selten sind sie dann auch entsprechend gut. Da ich keine Ahnung von thailändischen Werbespots habe, muss ich ihm das einfach mal glauben – aber Friendshit scheint das auch zu bestätigen.

Das beworbene Produkt hat zwar dann nicht mehr wirklich viel mit dem Inhalt zu tun, aber wenigstens kann ich die grundsätzliche Problematik sehr gut nachvollziehen. Dieses Kontakte-Knüpfen, auf andere zugehen und vor allem das ganze Thema Smalltalk – das kann schon schwierig sein und vor allem auch hart nerven.

Ob dann eine App da wirklich so hilfreich sein kann, wage ich mal zu bezweifeln, dafür ist der Film an sich aber herrlich awkward:

So awkward das aber auch ist, gab immerhin dieses Jahr einen goldenen Löwen in Lion.

Es überrascht mich dann doch ein wenig, dass die NASA doch tatsächlich ein, wenn nicht sogar mehrere Werbevideos für die Gewinnung von Nachwuchskräften produzieren muss. Gut, müssen sie vielleicht auch nicht und machen es einfach nur, weil sie es können und weil sie cool sind – aber ich meine mich zu erinnern, dass Doofald Trump vor einiger Zeit auch dort die Etats zusammengestrichen hat. Er gehört ja ohnehin nicht zu der Fraktion, die besonders viel auf Wissenschaft geben (fairerweise muss man aber auch sagen, dass die Jungs in letzter Zeit wohl auch ordentlich Geld verbrannt haben, ohne dass dabei was rumkam ...)

Und dann sind da natürlich noch die extrem hohen Anforderung an die Bewerber, von denen man immer hört – das kann schon einschüchternd sein. Zumal man auch damit klar kommen muss, dass das Leben ziemlich eingeschnitten wird, wie man aktuell an Alexander Gerst sieht. Wirkt zwar immer cool, aber ich bin mir sicher, dass auch er nicht besonders glücklich darüber gewesen ist, dass sich sein Aufenthalt oben in der ISS unfreiwillig verlängert hat.

Wie auch immer – der Spot ist so oder so ziemlich cool gemacht:

We’ve taken giant leaps and left our mark in the heavens. Now we’re building the next chapter, returning to the Moon to stay, and preparing to go beyond. We are NASA – and after 60 years, we’re just getting started. Special thanks to Mike Rowe for the voiceover work.

Bis zur Unendlichkeit. Und noch viel weiter!