Awesome – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Wed, 20 Oct 2021 15:42:01 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.8.1 Es gibt tatsächlich eine Luftballon-WM https://www.wihel.de/es-gibt-tatsaechlich-eine-luftballon-wm/ https://www.wihel.de/es-gibt-tatsaechlich-eine-luftballon-wm/#comments Thu, 21 Oct 2021 06:04:34 +0000 https://www.wihel.de/?p=120927 Es gibt tatsächlich eine Luftballon-WM | Awesome | Was is hier eigentlich los?

Ich muss gestehen: ich war schon sehr lange nicht mehr auf dem Ruder-Gerät im Keller. Dabei ist es schon erstaunlich wie sehr einem da die Zeit einen Strich durch die Rechnung machen kann, weil dann eben doch mal Unwohlsein, Urlaub, irgendwelche Außer Haus-Termine und fehlende Motivation einen ganz ekelhaften Mix bilden – und dann ist man schnell in dem Hamsterrad „aber nächste Woche wieder“ gefangen. Aber ich bin mir sicher, nächste Woche fang ich damit wirklich wieder an.

Außerdem hab ich ja jetzt ein Laufband und kann sogar während der Arbeit mich immerhin ein bisschen bewegen. Also wirklich so richtig während der Arbeit, weil mein Schreibtisch nun auch höhenverstellbar ist – mein Leben hat damit ein komplett neues Level erreicht und aktuell bin ich davon sehr begeistert. Irgendwann musste nämlich auch ich mir eingestehen, dass den ganzen Tag sitzen zwar sehr bequem ist, aber auf Dauer auch irgendwie scheiße. Sagen auch Rücken, Beine und die Plauze, die ich mit mir herumschleppe.

Das Ding ist halt: Sport macht einfach selten Spaß. Super anstrengend und wenn man dann sieht, wie wenig Kalorien da im Vergleich verbrannt wurden … keine Ahnung, motiviert mich halt null, im Gegenteil. Die eigene Erwartungshaltung ans Ergebnis ist dann doch recht hoch und wurde zumindest bisher immer unterboten. Klar, kann man mit einer anderen Erwartungshaltung natürlich schnell ändern oder einfach noch mehr Sport machen – wenn da aber der Spaß ausbleibt … schwierig alles.

Aber es gibt tatsächlich einen Sport, auf den ich so richtig Bock hätte und der sogar eine eigene Weltmeisterschaft hat: Luftballons. Gut, ist so nicht direkt Sport, sondern nur ein Gegenstand, aber wir alle haben doch schon mal spaßeshalber versucht, das Ding so lange wie möglich in der Luft zu halten. Und genau das ist eben auch als Sport scheinbar endlich anerkannt (ab 05:47 geht es so richtig los):

Und da Deutschland hier 6:2 gegen Peru verloren hat, spricht ja schon viel, dass da dringend fähiger Nachwuchs gebraucht wird.

Wie viele andere auch stand ich irgendwann zu meiner Schulzeit vor der Wahl für eine zweite Fremdsprache. So ganz erschließt sich mir der pädagogische Sinn dahinter nicht, aber ich will auch gar keine neuerliche Diskussion über das Schulsystem in Deutschland starten – diverse Rankings geben da ja schon immer ein ganz gutes Bild der aktuelle Situation wieder. Ist halt nichts, worauf man wirklich stolz sein kann.

Zur Auswahl standen da bei mir Russisch, Französisch und Latein. Russisch fand ich eigentlich ganz spannend, hab aber den Lernaufwand der Schriftzeichen gescheut – als Jugendlicher hat man ja ohnehin ganz andere Dinge im Kopf als Lernen und dann auch noch ein neues Alphabet mit allem Drum und Dran? Musste nicht sein.

Französisch war mir dann auch einfach nix, ohne dass ich genau erklären kann, warum – allerdings war auch die Lehrerin, die damals die Vorstellungsstunde gegeben hat, ein richtiges Biest und ich hoffe, dass sie noch heute verzweifelt nach einem Parkplatz für ihren Besen sucht, auf dem sie nach Feierabend nach Hause geritten ist.

Blieb also am Ende nur Latein. Immerhin, ich würde die Sprache vermutlich im Alltag nicht wirklich brauchen, außerdem ist es die Mutter aller Sprachen, vielleicht kann man sich da noch was aus den bisher gelernten Dingen ableiten. Und so schlecht liefen die ersten Jahre auch gar nicht, zumindest waren die Zensuren okay. Die beiden letzten Jahre aber waren ein absoluter Graus und ich hab das Fach nur mit Hängen und Würgen bestanden. Immerhin: So manche Fremdwörter oder Wörter aus anderen Sprachen kann ich mit meinem Halbwissen aus dem Lateinischen noch herleiten oder zumindest ihre Bedeutung erklären – war also nicht vollkommen umsonst.

Aber es gibt auch die, die Latein so richtig beherrschen, was einfach nur beeindruckend ist, allein wenn man weiß, wie so ein Lateiner seine Sätze baut und dass die Grammatik einfach nur furchtbar, um nicht zu sagen unbeherrschbar, ist. Luke Ranieri ist so einer und hat im Vatikan einfach mal mit ein paar Priestern Latein gesprochen:

Unfassbar.

Ich muss ja zugeben, dass ich – nach dem zum Start der paralympischen Spiele 2020, die halt auch auf dieses Jahr verschoben wurden und deswegen 2021 betitelt werden müssten, aber keiner das irgendwie auf der Pfanne hat und damit mindestens bei mir für Verwirrung sorgt – den sportlichen Leistungen nicht mehr wirklich viel Beachtung geschenkt. Eigentlich gar keine, außer da kam mal ein kurzer Bericht im Frühstücksfernsehen und das läuft halt auch oft einfach nur so nebenbei.

Immerhin hab ich mitbekommen, dass Deutschland zumindest anfänglich gar nicht so schlecht abgeschnitten hat und klar, ich könnte jetzt noch mal das Endergebnis recherchieren, aber dann wär ja auch irgendwie der Zauber der Unwissenheit dahin.

Ganz amateurhaft muss ich aber auch sagen, dass ich die paralympischen Spiele durchaus teils sehr unfair finde, was vor allem an den unterschiedlichen körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen liegt, die Sportler aber teils dennoch zusammen in den Wettkampf geschickt werden. Ich behaupte zumindest, dass da so manche Beeinträchtigung schwerer ist als andere – ich hab aber auch ganz ehrlich so gar keine Ahnung.

Immerhin: Ich hab auch den Olympischen Spielen an sich wenig Beachtung. Hängt unter anderem mit den Sportarten an sich zusammen und ich gar nicht in der Lage bin irgendeine Leistung einschätzen zu können, außerdem find ich es einfach nur wenig spannend, wenn da Leute im Kreis rennen, Sachen durch die Gegend schmeißen oder besonders hoch bzw. weit springen. Dazu finden die Wettkämpfe teils parallel statt und wenn ich schon keine Ahnung von all dem hab, wie soll ich mich dann auch noch entscheiden?

Und falls das noch nicht als Ausrede reicht, dann steh ich auch gern parat für „ich bin halt ein doofer Stammtisch-Fußballfan, der jeden Samstag nur Sportschau guckt“. Ist ja auch okay, hat ja jeder so seine Macken und Laster. Immerhin weiß ich aber – so wie damals das Video vorab – Leistungen darüber hinaus zu schätzen, so auch bei dem nachfolgenden Video, das wohl zur Abschlusszeremonie dazugehört hat.

Dabei hat der Choreograf Sadeck Waff nicht weniger als 128 Profi- und Amateur-Sportler zusammengetrommelt und eine beeindruckende Darbietung auf die Beine gestellt:

Titel ist wohl „Prologue“ von Woodkid, aber auch davon hab ich nur sehr wenig Ahnung.

Ja ja, der Mond. Immer ein bisschen gruselig, wenn man ihn am Tag sieht, besonders wenn er deutlich größer ist als sonst. Manch einer behauptet gar, dass da ein Mann drin wohnen würde und er nach Käse schmeckt – deutlich gesicherter sind da schon die Erkenntnisse über Ebbe, Flut und den Zusammenhang mit dem Mond. Und fest steht auch: Wenn Vollmond ist, sollte man sich von Vierbeinern fern halten, was aber schwer fällt, weil man in der Regel dann schlechter schläft.

Verantwortlich dafür scheint das Hormon Melatonin zu sein. Das wird vor allem nachts gebildet, wenn es dunkel ist, Helligkeit sorgt eher für eine Hemmung der Bildung und da es bei Vollmond in der Regel heller ist … sagt zumindest eine Studie, die allerdings mit nur 33 Leuten auch relativ klein ausgefallen ist. Zudem: Mit passenden Vorhängen oder sonstigen Installationen kann man der Helligkeit ganz gut entgegen wirken – ich schlaf dennoch deutlich schlechter bei Vollmond, auch wenn die Wohnung nahezu komplett abgedunkelt ist.

Deutlich gefestigter sind da schon die Erkenntnisse zu Ebbe und Flut und was der Mond damit zu tun hat. Außerdem ist das Physik und damit ohnehin schon mal viel spannender. Oder auch nicht, denn letztendlich beruht das einfach auf der Anziehungskraft des Mondes auf die Erde und das Wasser. Das wird nämlich einfach zum Mond hingezogen, sodass immer dort am meisten Wasser ist, wo sich die Erde zum Mond hingewandt hat. Und da sich die Erde nun mal dreht, kommt das Wasser eben irgendwann wieder bzw. wird einfach woanders zum Mond hingezogen – und schon hat man Ebbe & Flut.

Gleiches passiert übrigens aber auch auf der komplett anderen Seite – erklärbar mit Fliehkräften. Bringt immerhin ein bisschen Würze ins Spiel, denn so kann man nie einfach sagen, auf welcher Seite denn gerade der Mond zu sehen ist und auf welcher nicht … würde vermutlich aber auch niemand machen wollen.

Weniger wissenschaftlich, dafür aber umso schöner ist auch die Erkenntnis von Mark Gee. Denn der hat den Vollmond in Neuseeland einfach gefilmt und dabei auch die Leute eingefangen, die ähnliches vorhatten. Erkenntnis dabei: Egal, welchen Einfluss der Mond auf Wasser oder Schlaf hat, er ist auch immer ein ziemlich starkes Motiv.

Full Moon Silhouettes is a real time video of the moon rising over the Mount Victoria Lookout in Wellington, New Zealand. People had gathered up there this night to get the best view possible of the moon rising. I captured the video from 2.1km away on the other side of the city. It’s something that I’ve been wanting to photograph for a long time now, and a lot of planning and failed attempts had taken place. Finally, during moon rise on the 28th January 2013, everything fell into place and I got my footage.

The video is as it came off the memory card and there has been no manipulation whatsoever.

Ich hatte es neulich schon irgendwo erwähnt: Nicht nur, dass wir durch unsere Win-Compilation im Gegensatz zu Facebook und Instagram dafür sorgen, dass die Welt zumindest für irgendwas um die 10 Minuten ein bisschen besser wird, es hat auch den netten Nebeneffekt, dass wir dabei sogar ein bisschen was gelernt haben.

Unter anderem wie frustrierend es sein kann, passende Videos zu finden. Wo es früher einfach noch ausgereicht hat, dass wir einfach unsere Feedreader beackert und vieles einfach weggespeichert haben, sind mittlerweile richtige Recherche-Runden nötig, bei denen wir gezielt suchen. Dazu gehört dann natürlich auch das Absenken des eigenen Anspruchs und Standards – da waren schon einige Füller dabei, damit wir überhaupt auf Länge kommen.

Passend dazu haben wir auch gelernt, wie kaputt das System YouTube eigentlich ist, denn auch dort gibt es die, die morgens mit Dollarzeichen in den Augen aufwachen und abends damit ins Bett gehen. Jukin Media ist da sehr weit vorn dabei und lizenziert quasi alles durch die Bank weg, was mal viral gehen könnte und hat mittlerweile eine Größe erreicht, dass das nur noch schwer aufzuhalten oder umzukehren ist. Was halt auch nicht allein deren Schuld ist, gehören ja schließlich immer zwei zu einem Verkauf dazu, selbst bei der eigenen Seele.

Aber wir haben auch gelernt, wie man Videos ein bisschen besser macht, als das der absolute Anfänger wohl tun würde. Absoluter Klassiker mittlerweile ist das Verlängern des Sounds eines Videos über das vorhergehende oder nachfolgende hinaus. Eher aus der Not heraus geboren, weil manche Videos einfach keinen Ton haben und das auch irgendwie nervt, ist das beinahe schon ein Markenzeichen von uns.

Oder auch das konsequente Doppeln von Hochkantvideos, um eines davon verschwommen in den Hintergrund zu packen, damit es eben nicht einfach nur nach Hochkantvideo aussieht. Oder auch – von mir sehr geliebt – Soundübergänge, damit gerade bei unausgeglichenen Clips einem nicht die Ohren abfallen und man noch ein bisschen freier in der Zusammenstellung ist.

Außerdem, dass alles irgendwie cooler aussieht, wenn man es in Slow Mo aufnimmt. Gut, das wird von uns eher selten bis gar nicht gemacht, aber viele Clips basieren dennoch von Natur aus darauf. Neu hingegen ist, dass auch „rückwärts“ oft ziemlich coole Ergebnisse liefert:

Definitive Ausnahme: Wenn Dinge den menschlichen Körper verlassen. Ist weder rückwärts noch in Slow-Mo wirklich ansehnlich …

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Eine Tour durch ein Logistikzentrum von Amazon https://www.wihel.de/eine-tour-durch-ein-logistikzentrum-von-amazon/ https://www.wihel.de/eine-tour-durch-ein-logistikzentrum-von-amazon/#comments Tue, 05 Oct 2021 05:50:36 +0000 https://www.wihel.de/?p=120284 Eine Tour durch ein Logistikzentrum von Amazon | Awesome | Was is hier eigentlich los?

Amazon ist Fluch und Segen zugleich: Segen, weil es halt einfach in Bezug auf Bestellung und schnelle, unkomplizierte Lieferung funktioniert. Ich muss nicht zwei Mal überlegen, wenn es darum geht, in einen Laden zu gehen, mich von einem unfreundlichen Mitarbeiter beleidigen zu lassen, nur um festzustellen, dass ich mehr Ahnung hab als er (und ich hab schon keine Ahnung) und dann mehr für weniger zu zahlen – oder ich recherchier einfach im Internet, werde tatsächlich schlauer und bekomme das, was ich will am nächsten Tag bis zur Tür geliefert, meist sogar noch günstiger als anderswo.

Will sagen: Wir kaufen echt viel bei Amazon, weil Service außerhalb vom Warenriese nicht vorhanden ist, das Produkt identisch und da dann am Ende der Preis den Ausschlag gibt. Da kann dann der Local Dealer noch so sehr schreien und um Hilfe betteln, wenn ich als Kunde keinen Mehrwert bekomme – teils findet ja sogar das komplette Gegenteil statt – bin ich halt weg. Aber so lange wir darüber diskutieren, dass versendete Pakete eine Extra-Steuer brauchen, um Geschäfte in den Innenstädten das Leben künstlich zu verlängern, wird es auch keinen Wandel hin zum wirklichen Finden des Kundeninteresses geben. Aber wer wehrt sich schon gern gegen Subventionen, wenn er derjenige ist, der sie bekommt?

So einfach und leicht das Einkaufserlebnis bei Amazon auch ist, auf der anderen Seite steht ganz viel Scheiß. Mitarbeiter werden ausgebeutet, im großen Stil Produkte und Materialien einfach vernichtet und während sich der (ehemalige) Firmenchef in einem riesigen Pimmel in die Luft schießen lässt, passiert bestimmt noch viel mehr, von dem wir gar nichts mitbekommen und vielleicht nicht mal daran glauben wagen würden. Es gibt jedenfalls sehr viele Gründe, warum man bei Amazon nicht kaufen sollte – doch werfe der den ersten Stein, der frei von Schuld ist.

Man muss allerdings auch anerkennen, was da in den letzten Jahren in Sachen Automatisierung und Optimierung passiert ist. Klar, über allem steht immer der Gewinn und das ist mehr als ungesund – aber diese Maschinerie ist auf eine ganz bestimmte Weise auch einfach sehr beeindruckend, wenn nicht gar beängstigend:

Ich bleib dann aber doch lieber auf der Kundenseite. Aus vielen Gründen.

Ehrlicherweise weiß ich gar nicht, wann genau ich Line kennen gelernt hab – nicht gerade ein Punkt zum Angeben, ich weiß. Aber immerhin weiß ich, wann wir zusammengekommen sind, wann wir uns verlobt haben (steht zum Glück auf dem Nummernschild vom Auto) und natürlich auch, wann wir geheiratet haben. Insofern: Das Wichtigste ist im Kopf oder irgendwo notiert, da kann man den Rest auch ein bisschen vernachlässigen.

Darauf will ich aber auch gar nicht weiter eingehen, sondern: Seit ich sie kenne, geht sie zum Gesangsunterricht. Nicht, dass sie das bräuchte im Sinne von „Defizite ausgleichen“, sondern weil sie darin echt gut ist. Wäre auch komisch, wenn nicht, denn der Unterricht kostet ja auch ein bisschen was an Geld.

Ein bisschen schade ist da natürlich, dass ich bisher nur einen Auftritt von ihr gesehen hab, was aber auch nicht allein an mir liegt, denn genau die kann man an einer Hand abzählen. Wenn überhaupt. Im Prinzip ist das sogar eine potenzielle Einnahmequelle, nur das Timing ist gerade äußerst schlecht, weil halt Auftritte nach wie vor ein bisschen schwierig sind.

Aber es gibt da auch ein paar Schattenseiten. Regelmäßig muss ich damit leben, dass ich ein ziemlicher Trottel bin, wenn es um Songtexte geht, denn an sich muss Line ein Lied nur zwei oder drei Mal hören und dann sitzt der Text.

Und leider gibt es auch nur sehr wenige Lieder, bei denen sie nicht direkt mitsingt. Klar, klingt zwar gut, aber manchmal will man auch einfach das Original hören und dann braucht es wirklich Fingerspitzengefühl, diesen Wunsch zu äußern, ohne dass der Gegenüber deswegen beleidigt ist. Ich hab kein Fingerspitzengefühl. Ich hab manchmal nicht mal Fingerspitzen.

Am Ende überwiegt aber das Beeindruckt-Sein, weil das einfach schon krass ist, was man mit seiner Stimme anstellen kann. Wenn man es denn kann und dazu gehört vor allem Übung. Und eine ordentliche Aufwärmphase:

We’re already warming up for our upcoming concerts … :)

Schon toll.

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Tauziehen der Ruderer https://www.wihel.de/tauziehen-der-ruderer/ https://www.wihel.de/tauziehen-der-ruderer/#comments Wed, 29 Sep 2021 14:16:14 +0000 https://www.wihel.de/?p=120022 Tauziehen der Ruderer | Awesome | Was is hier eigentlich los?

Seit dem Bestehen der Menschheit gehört es dazu, dass sich selbige immer wieder messen. Sei es nun, um herauszufinden, wer der Stärker ist oder der Schlauere, Schönere, Größere. Dickere … es liegt einfach in der Natur, dass wir immer wieder herausfinden wollen, wer in irgendwas besser ist, egal ob man darauf direkten Einfluss nehmen kann oder einfach nur vom Glück bevorzugt wird.

Bestimmt hat das auch einen wissenschaftlichen Namen, den ich aber nun nicht verraten will (obwohl ich könnte, wenn ich wollen würde – aber nur so kann ich meine Chancen steigern, der Geheimnistuerischste zu werden). Auf jeden Fall ist das nämlich ziemlich absurd, denn nur weil jemand irgendwo besser ist als alle anderen, heißt das noch nicht zwingend, dass sich daraus irgendeine besondere Rolle ergibt.

Klar, derjenige, der Menschen besser Heilen kann als andere, sollte definitiv Arzt werden und entsprechend sein. Talent einsetzen, dafür aber auch mindestens gleichwerte Anerkennung bekommen. Wer aber andererseits am schönsten eine Banane schälen kann, kann sich auch darüber freuen – sollte aber nicht zwingend allein deswegen die Geschicke eines Landes lenken. Und ja, die Realität straft uns hier Lügen, denn viel zu oft scheint genau das der Fall zu sein.

Außerdem ist das ja auch vollkommen okay, wenn man irgendwo nicht der Beste ist – können ja nicht alle der Beste sein, sonst gibt es gar keine Gewinner und langfristig auch keinen Fortschritt. Glücklich sind ja ohnehin immer die, die sich auch mit weniger zufrieden geben können.

Hier jedenfalls ein paar Typen, die Tauziehen im Rudern machen. Das hat wenig bis gar nichts mit einem Tau zu tun, sieht auch irgendwie albern aus, weil die halt in einem verdammten Pool rudern – ist dann aber auch wieder beeindruckend, weil bestimmt unfassbar anstrengend.

tug of war rowing in Poland

Die Gewinner dürfen übrigens die Frauen der Verlierer schänden. So will es das Bananengesetz!

Da sich „in der Vergangenheit schwelgen“ durch sämtliche Beiträge des heutigen Tages zieht, machen wir damit einfach weiter, finden aber hoffentlich auch endlich einen Abschluss – schließlich muss man ja nach vorne Blicken und ganz motiviert die Welt aus den Angeln heben. Sagen zumindest Motivationscoaches und sind nach wie vor der Beweis, dass man auch mit dem größten Quatsch unverschämt viel Geld verdienen kann.

Auf jeden Fall hab ich am Wochenende wieder meinen Part für die Win-Compilation geschnitten und das stand eigentlich erneut unter einem eher mäßig guten Stern. Sowohl Maik als auch ich haben urlaubstechnisch wieder besonders gut geplant und unsere Abwesenheiten überschneidend geplant – ist halt für das Sammeln von Videos eher kontraproduktiv.

Viel mehr aber noch war ich Samstag eigentlich völlig im Arsch, schlecht gelaunt, nicht wirklich zu etwas zu gebrauchen und wollte seit morgens eigentlich nur wieder ins Bett. Dennoch, die Pflicht hat gerufen und das nicht sehr leise, sodass ich dann abends doch noch alles zusammengeschnitten und betüdelt hab, wie das eben jeden Monat der Fall ist.

Besonders schade dabei aber: Kateryna Nikiforova taucht dort nicht auf. Denn dafür ist das nachfolgende Video dann doch „zu alt“, obwohl es eigentlich wie dafür geschaffen ist, in unserer kleinen Zusammenstellung zu landen.

So kommt ihr aber eben eine andere Ehre zu teil: Ein Einzelposting. Davon können dann wieder viele andere Clips nur träumen und so wird aus etwas eigentlich Traurigem doch noch etwas Gutes:

Bouncing juggling by: Kateryna Nikiforova

Was hier aber vor allem fehlt: Eine eigene Seite oder ein Wikipedia-Artikel, damit man ein bisschen mehr über sie erfährt. Denn das ist aktuell sehr schwierig (und der Grund, warum hier eigentlich nur Quatsch steht)

Eigentlich sollte das Wochenende ja recht entspannt werden. Hier und da noch ein bisschen Schlaf nachholen, weil die erste Woche nach dem Urlaub ja auch immer einen Ticken stressiger ist als sonst, außerdem stand Äpfel pflücken und ein Besuch bei Großmuttern auf dem Programm.

Doch Mia dachte sich, dass das eine gänzlich bescheuerte Idee ist und hat sich dazu entschieden, einfach mitten in der Nacht zu kotzen. An sich nicht weiter schlimm, zumal es nicht das erste Mal war und bei einem Tier ja doch noch mal anders ist als bei uns Menschen – aber eben zu einer wirklich unchristlichen Zeit und gern mal in der Tiefschlafphase.

Entsprechend fällt dann das Einschlafen auch wieder schwer, zudem grätscht mir da mein Tinnitus gehörig rein – und Line war dann auch relativ unruhig im Schlaf, sodass die Nacht für mich eigentlich beendet war.

Das galt dann eigentlich auch für den kompletten Samstag und all meiner guten Laune für den Tag, selbst die Stunde Zwischenschlaf vor der Sportschau hat da nur bedingt viel geholfen. Immerhin: Die Nacht auf Sonntag war dafür länger und gestern war ich auch schon deutlich fitter, aber im Endeffekt fehlt halt ein richtiger Erholungstag – bitter, wenn man bedenkt, dass man am Wochenende auch nur zwei hat.

Daher muss ich es am heutigen Montag ein bisschen ruhiger angehen lassen und das klappt natürlich am besten, wenn man sich auch ein wenig Entspannung auf die Sinne legt. Und das wiederum funktioniert besonders gut, wenn man sich einfach schlafende Otter anschaut. Gern auch einfach direkt 12 Stunden am Stück:

Pawering up #SeaOtterAwarenessWeek with 12 hours of sea otters sleeping and grooming in eel grass here in Monterey Bay!

Press paws on your worries and settle in to twelve hours of relaxing ambient ocean sounds with a sleeping, resting and grooming raft of sea otters. Perfect for a second monitor, to sleep, study, work to! OK, enough with the SEO text there—please enjoy the video!

Otter müsste man sein. Oder Hund. Schade eigentlich, dass die nie so wirklich wissen, wie gut sie es haben …

Flachwitz der Woche | Awesome | Was is hier eigentlich los?

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7 spektakuläre Motten in Slow Motion https://www.wihel.de/7-spektakulaere-motten-in-slow-motion/ https://www.wihel.de/7-spektakulaere-motten-in-slow-motion/#comments Thu, 02 Sep 2021 14:00:00 +0000 https://www.wihel.de/?p=118805 7 spektakuläre Motten in Slow Motion | Awesome | Was is hier eigentlich los?

Ich hatte ja neulich schon erzählt, dass ich mal eine eher unschöne Begegnung mit einer Motte im Bad hatte. Das war gleich in mehrfacher Hinsicht absurd, weil ich extra vor ein paar Monaten ein ziemlich cooles, aber dafür nicht so schönes Fliegengitter für den Balkon angeschafft hatte, eben um ungebetene Gäste vor allem mit Flügeln aus der Wohnung zu halten.

Dazu kommt, dass sowohl Arbeitszimmer (das Zimmer mit dem Balkon) als auch Klo türtechnisch zumindest abends geschlossen sind. Dennoch hat das Vieh es irgendwie geschafft, im Klo die Nacht zu verbringen und während ich diese Zeilen tippe, verdränge ich den Gedanken, dass es womöglich durch die Lüftung gekommen sein könnte und was da nicht noch alles durch die Lüftung kommen kann …

Jedenfalls kann sich jeder selbst vorstellen, wie es ist, wenn man lediglich physisch wach ins Bad trabt, sich auf der Keramikschüssel niederlässt und plötzlich irgendwo was hektisch umherflattert. Gibt einfach schönere Wege möglichst schnell so richtig geweckt zu werden.

Und überhaupt, was sind denn Motten überhaupt? Welche Funktion haben die in der Natur, mal abgesehen davon, irgendeine Nahrungsquelle für ein anderes Tier zu sein? Braucht man die wirklich? Und wieso gibt es hier eigentlich nur die besonders hässlichen Exemplare, wenn es doch – wie nachfolgend gezeigt – auch Sorten gibt, die beinahe schon schön anzusehen sind?

Take off flight sequences captured at 6,000 fps! All the moths in this video were collected and filmed in Cornish, NH between July 12 – 16. All moths were released after filming.

00:00 – Rosy maple moth
01:01 – Polyphemus moth
02:01 – Dark marathyssa
02:45 – Virginian tiger moth
03:18 – Beautiful wood-nymph
03:59 – White-dotted prominent
04:29 – Blinded sphinx

Species names:
Rosy maple moth – Dryocampa rubicunda
Polyphemus moth – Antheraea polyphemus
Dark marathyssa – Marathyssa inficita
Virginian tiger moth – Spilpsoma virginica
Beautiful wood-nymph – Eudryas grata
White-dotted prominent – Nadata gibbosa
Blinded sphinx – Paonias exaecata

Motten ey … ganz merkwürdige Zeitgenossen.

Ja ja, eigentlich soll das hier nur wieder zeigen, wie toll man mit der heutigen Technik alte Filme aufpolieren und nachfärben kann, sodass es am Ende schwerfällt zu glauben, dass es sich hier wirklich um einen sehr alten Film handelt. Ich hatte (und habe) jedenfalls meine Zweifel, dass das Werk hier tatsächlich aus dem Jahr 1896 stammt.

Viel spannender finde ich aber die Geschichte dahinter, denn wann beschäftigt man sich schon mal mit Akrobatik, außer man ist absoluter Akrobatik-Fan? Ich hab jedenfalls noch nichts von der Familie Kremo gehört und finde bei der üblichen 10-Minuten-Nichtrecherche erstaunlich … wenig.

Lediglich Béla Kremo ist auf Wikipedia vertreten, allerdings mit einem recht kurzen Beitrag und sehr Jonglier-lastig – aber immerhin erfährt man, dass die Kremos eine wahre Artisten-Dynastie waren. Was an sich ja schon mal spannend ist, weil ich Artisten und Akrobaten eher so meh fand.

Als Kind war ich auch nur einmal in einem Zirkus, vermutlich weil meine Eltern selbst noch nie in einem waren und mit mir nun die perfekte Gelegenheit. Verstehe bis heute ehrlicherweise nur sehr bedingt, warum es die Dinger immer noch gibt, begrüße allerdings auch die neuerlichen Entwicklungen in Bezug auf dort verwendete Tiere. Jedenfalls sind durch die Luft fliegende Menschen immer ein bisschen atemberaubend … aber ich bin mittlerweile in einem Alter, wo man sich eher fragt, wie die das körperlich schaffen, was mal im Alter sein soll und ob das nicht einfach nur Raubbau am Körper ist. Gott, ich bin tatsächlich ein 80-jähriger gefangen im Körper eines 35-jährigen …

Zurück zum Thema: Die Kremos waren es scheinbar, die als erste die Akrobatik auf ein neues Level gehoben und statt irgendwelcher Gegenstände einfach nur noch Menschen „verwendet“ haben – quasi das, was man heute mehr oder weniger als Standard kennt:

Wer da nicht mindestens Muskelkater danach hat …

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Die schönsten Bundesligatore des Jahrtausends https://www.wihel.de/die-schoensten-bundesligatore-des-jahrtausends/ https://www.wihel.de/die-schoensten-bundesligatore-des-jahrtausends/#comments Mon, 23 Aug 2021 14:01:32 +0000 https://www.wihel.de/?p=118446 Die schönsten Bundesligatore des Jahrtausends | Awesome | Was is hier eigentlich los?

Wie hochtragend das schon wieder klingt „des Jahrtausends“ – dabei hat das doch eigentlich erst angefangen und geht vielleicht noch eine ganze Weile. Oder auch nicht, weil wir ja nicht mal eine Pandemie in den Griff kriegen, obwohl uns alle Optionen und Hilfsmittel dazu zur Verfügung stehen. Und vom Klimawandel will ich gar nicht erst anfangen, das wird ja mit jedem Tag nur noch schlimmer und die Reihe der Hiobsbotschaften nimmt einfach keine Ende.

Vielleicht also doch ganz gut, schon mal jetzt alles irgendwie in Relation zu stellen, wer weiß, wie lange das Leben so noch geht. Und da fangen wir auch direkt mit den wichtigsten Dingen an: zum Beispiel Fußball.

Ich weiß, es klingt alles ein bisschen verbittert, aber der Fußball scheint ja nun mal sehr wichtig – anders lassen sich die Regeln im Vergleich zu anderen Bereichen der Gesellschaft nur schwer erklären. Ein Schelm wer hier allein an das EM-Finale von vor ein paar Wochen denkt und dann mal über den Hamburger Kiez schlendert.

Neben all der Verbitterung muss ich aber auch ehrlich sagen: Fußball ist halt was Feines. Ich guck da nach wie vor sehr gern zu und freue mich, wenn mal wieder jemand irgendwas total Spektakuläres und nahezu Unmenschliches macht, dass dazu führt, dass das Runde ins Ecke gelangt. Da bin dann auch ich als Mensch sehr einfach gestrickt und kann mich der Macht von Brot und Spiele nicht erwehren.

Nachfolgend also nun die (angeblich) 10 schönsten Tore aus den letzten Jahren, die es in der Bundesliga zu bestaunen gab:

Robert Lewandowski glänzte 2015 gegen den VfL Wolfsburg und Lukas Podolski gelang 2011 ein Traumtor gegen den SC Freiburg. Die Bundesliga hat in diesem Jahrtausend schon einige spektakuläre Treffer erlebt.

Mir persönlich ein bisschen zu viel von „ganz weit, ganz hoch“ – eine schnieke Kombination durch die Abwehrreihen ist mindestens genauso gut wie ein Tor aus 40 Metern.

Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Es ist doch nach wie vor schön, dass man das Netz noch immer dafür nutzen kann, neuen Kram zu lernen – gern auch mal etwas, das schon ein bisschen älter ist.

So wusste ich zum Beispiel nicht, dass Tanzen mit einem Kanu ein Ding ist oder überhaupt existiert. Ist aber so und nennt sich Freestyle canoeing. Man kann es sich vermutlich bereits denken, der Tanz ist dabei allerdings recht eingeschränkt, denn so ein Kanu ist zwar recht wackelig, aber eben auch nur bedingt nach Belieben zu steuern. Dazu die Verbindung mit Wasser, was ja auch nicht gerade dafür bekannt ist, schnelle und abrupte Bewegung sonderlich gut zu unterstützen.

Ich würd sogar so weit gehen und das Tanzen an sich in Frage stellen, weil man mit so einem Kanu eigentlich auch nur nach links oder rechts steuern kann (oder eben geradeaus oder zurück) – ich hab aber auch sowas wie Ballett oder sonstige Tanzwettkämpfe nie so wirklich verstanden, was definitiv an mir liegt.

Dennoch hat die Performance von Marc Ornstei etwas, das fasziniert:

American Freestyle canoeing is the art of paddling a canoe on flat water with perfect control of its movements. The canoe is usually leaned over to the side to help the boat turn sharply and efficiently and paddle strokes are taken on either side of the canoe depending on the individual move. Balance, paddle placement and turn initiation are a few keys to this control. Since the movements seem dance-like, some practice this art timed to music, which is the ultimate in control.

Und bevor einer fragt: Marc Ornstei ist seines Zeichens Kanubauer, ACA Freestyle Instructor und vierfacher Goldmedaillengewinner der US National Interpretive Freestyle Canoe Competitions. Zack, wieder was gelernt: Es gibt bei sowas sogar Medaillen zu gewinnen.

Danke Internet, danke Merkel.

Vor Ewigkeiten hab ich mal einen Kran geschenkt bekommen oder selbst gekauft, der aus Holz war und per Luftdruck gesteuert werden konnte. Wie man sieht, ist verdammt lange her, denn ich weiß nicht mehr wirklich, wie ich in den Besitz kam – aber an sich klingt das allein schon cool, weil halt Holz und Luftdruck, da freut sich das Handwerker-Herz.

Vielleicht merkt man aber auch schon: Ich hab das Ding nicht mehr. Ich hab das nicht mal zusammengebaut, weil mir damals (wie heute) einfach die Zeit gefehlt hat und ehrlicherweise klang das Ding halt auch nur cool – war am Ende aber ein Wirrwarr aus Schläuchen, diesen komischen Billig-Spritzen und Pressholz. Was auch deutlich vorwurfsvoller klingt, als es sein sollte – ist ja klar, dass man sich nur in einem bestimmten Preisrahmen bewegen kann, wenn man ordentlich verkaufen will.

Am Ende hat das dann ein Kollege Zuhause zusammengebaut. Keine Ahnung, wo der die Zeit dafür hergenommen hat und ob der Kran auch überhaupt noch lebt und ob sich dafür jemals ein okayes Anwendungsszenario gefunden hat. Am Ende hat sich dann auch herausgestellt, dass die Bedienung gar nicht mal so gut war – zum Basteln also cool, danach aber eher was für die Tonne.

Ein klein bisschen anders dürfte sich das bei einem der neueren Projekte von The Q verhalten, erinnert mich dennoch stark an besagten Kran (und erklärt auch, warum ich euch den Scheiß überhaupt erzähle): Roboter-Arme. Das sind ja auch sowas wie Kräne, allerdings wird hier nicht direkt mit Druckluft gearbeitet, sondern mit Drähten.

Das sieht dann auch ein bisschen besser aus und bedient sich scheinbar deutlich leichter:

Ist aber genauso sinnfrei wie ein Kran aus Holz. Nun ja. Bisschen schade finde ich mittlerweile, dass es in der Videobeschreibung keinen Link zu einer Anleitung oder ähnliches gibt.

Hin und wieder darf ich mir dann auch mal selbst auf die Schulter klopfen, nämlich immer dann, wenn dann doch mal ein Beitrag deutlicher durch die Decke geht als alle anderen in der aktuellen Woche. Verzichte dennoch häufig auf den Schulterklopfer, weil das meistens dann doch eher überraschend als geplant ist und man könnte ja meinen, dass ich nach 12 Jahren langsam mal verstanden hätte, wie das Netz funktioniert und welche Themen wann Erfolg im Sinne von gesteigerten Aufrufzahlen bringen.

Tu ich aber nicht, das ist nach wie vor purer Zufall. Was vielleicht auch daran liegt, dass ich eher selten in die Statistiken gucke und versuche, da irgendwas rauszulesen oder Schlüsse zu ziehen.

Entsprechend überrascht war ich, dass der eigentlich dann doch schon in die Jahre gekommene Trick von Chris Hannibal so viel Zuspruch fand. Auf der anderen Seite: Ist halt Zauberei und die ist einfach immer geil, sofern denn ein Profi am Werk ist.

Denn mit der Zauberei ist es ein bisschen wie mit der Fotografie: Du musst dein Handwerk verstehen, um wirklich gut darin zu sein – allein teures Equipment und Gadgets machen da nur einen Bruchteil aus, wenn überhaupt. Hat man ja auch bei Hannibal gesehen, der hat einfach zwei Becher und `nen Zauberstab gehabt. Naja und ein paar Zitronen und Orangen, wobei die sicher mehr als austauschbar waren.

Noch deutlicher wird es im nachfolgenden Video, denn da finden gar keine Gadgets und Hilfsmittel eine Anwendung – lediglich zwei Hände und diverse Finger:

In 2017 I challenged myself to create new magic daily, this is day 84 of my 100 day project

Schon beeindruckend, aber ich bin nach wie vor unsicher, ob da nicht doch mal der eine oder andere Cut versteckt ist. Als nächstes werden dann übrigens wieder Nasen von Kindern geklaut – bringen ohnehin viel mehr Geld als irgendwelche Finger.

Felsenfest war ich der Überzeugung, dass Chris Hannibal hier auf der Seite schon längst verewigt wurde, immerhin bin ich doch ein einigermaßen großer Fan von Zaubertricks und finde fast alle gut – auch wenn es immer darauf basiert, dass man mir etwas vormacht, was man ja eigentlich nie mögen soll.

Und immerhin hat das nachfolgende Video auch schon irgendwas um die 8 Jahre auf den Buckel. Aber die WordPress-Suche sagt „nein“, zumindest wenn ich nach ein, zwei passenden Begriffen suche. Ist ja aber auch schon, wenn man nach so vielen Jahren noch überrascht werden kann oder?

Ich scheue mich allerdings ein bisschen zu behaupten, dass Chris Hannibal außerdem zu den Großen Künstlern seiner Zunft gehört. Das kann durchaus sein, aber ich hab nicht wirklich etwas in die Richtung gefunden. Um nicht zu sagen: Der hat ja nicht mal einen Wikipedia-Eintrag.

Dafür hab ich aber gelernt, dass es eine Magicpedia gibt und sogar ein Hannibal Wiki – ehrlicherweise ein bisschen lustig, auf der anderen Seite auch absurd, weil es bedeutet, dass eigentlich jeder irgendein Wiki aufsetzen kann. Was ja auch stimmt, haben wir für Big Balls Hosting auch mal gemacht.

Ehrlicherweise bin ich aber auch zu faul, da tiefer in die Materie einzusteigen. Immerhin hab ich noch herausgefunden, dass Chris Hannibal gerade ein paar gesundheitliche Probleme hat. Kein Covid, aber doch eine längerfristige Geschichte – „Gute Besserung“ daher an dieser Stelle.

Und jetzt gucken wir uns einfach den zweitbesten Trick an, weil ich heute auch zu unkreativ bin, was gelungene Überleitungen angeht:

Charlotte magician/comedian Chris Hannibal performing the second oldest trick in sleight of hand.

Und falls jemand nach dem ältesten Trick der Welt fragt – auch den gibt Hannibal im Video preis, Stichwort “Finger” und “ziehen”. Was dann auch erklärt, warum der Becher-Trick der eigentlich älteste Trick der Welt zu sein scheint.

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Super. Human – Trailer für die paralympischen Spiele 2020 https://www.wihel.de/super-human-trailer-fuer-die-paralympischen-spiele-2020/ https://www.wihel.de/super-human-trailer-fuer-die-paralympischen-spiele-2020/#comments Tue, 27 Jul 2021 14:19:56 +0000 https://www.wihel.de/?p=117317 Super. Human – Trailer für die paralympischen Spiele 2020 | Kino/TV | Was is hier eigentlich los?

Ganz eventuell hat es der eine oder andere mitbekommen: Aktuell laufen die olympischen Spiele. Eigentlichen ein richtiges Highlight, gerade weil die ja nur alle 4 Jahre stattfinden – dieses Jahr aber mit noch mehr Besonderheiten.

Da wäre zum einen die kurze Pause zur kürzlich erst beendeten EM, die medial noch deutlich präsenter war, was an vielerlei Gründen liegt, vor allem aber am Geld. Und Geld. Und nicht zu vergessen, Geld spielt auch eine Rolle.

Ebenso gab es kurz vor den Spielen Diskussionen, ob nun Zuschauer zugelassen werden oder nicht – in Anbetracht steigender Zahlen, Mutationen und der allgemeinen Pandemielage vor Ort aber auch weltweit keine ganz unsinnige Diskussion, gerade wenn man sich die Zustände während der EM und insbesondere in England noch mal in Erinnerung ruft. Dann aber doch wieder dumm, weil es im Prinzip nix zu diskutieren gibt, Großveranstaltungen sind einfach ganz großer Schwachsinn.

Kirre macht mich zu dem – und das war auch schon bei der EM der Fall – dass alle bei den Veranstaltungen von 2020 sprechen. Ich weiß, sowohl EM als auch die olympischen Spiele wurden nur auf dieses Jahr verschoben und gelten eigentlich für das letzte Jahr. Aber wir haben nun mal 2021 und warum dann nicht auch wenigstens dahingehend konsequent sein – wenn man es schon bei der Vernunft nicht ist.

Vermutlich spielt aber auch hier Geld eine Rolle und alle hatten einfach nur keinen Bock mehr, das ganze Marketingmaterial neu zu basteln, nur um letztendlich aus einer 0 eine 1 zu machen.

Aber nicht nur die EM und olympischen Spiele wurden verschoben, sondern auch die paralympischen Spiele sind ebenso von 2020 in 2021 verschoben worden. Am 24. August geht es auch hier los und der britische Sender Channel 4 hat einen recht guten Trailer für die Spiele gebastelt, der letztendlich zeigt: Man muss schon ein bisschen bekloppt sein, um sich das alles anzutun:

Was ein Glück, dass wir uns das vom heimischen Sofa und ohne größere Anstrengung anschauen können.

Vermutlich hat jeder schon mal von der Aktion gehört, bei dem ein Typ irgendwem anderes einen Apfel vom Kopf schießen soll. Kennt man mindestens aus irgendwelchen Cartoons, wer ein bisschen gebildeter ist, mag das auch mit Wilhelm Tell in Verbindung bringen. Hab ich selbst nie gelesen, weiß aber immerhin, dass es dort genau diese Situation gibt.

Was wir direkt mal zum Anlass nehmen können und eine kleine Geschichtsstunde durchführen – damit ihr hiernach mindestens genauso schlau seid, wie ich und euch den Weg zu Wikipedia sparen könnt.

Denn tatsächlich ist Wilhelm Tell gar nicht der Ursprung dieser Story, die älteste Version davon stammt aus der Sage von Saxo Grammaticus um den Helen Toko. Der soll den Schuss im Auftrag von König Blauzahn (den wir schon mal in Verbindung mit Bluetooth hatten, weil der Name auf ihn zurückgeht). Und wie sich das gehört, sitzt der Apfel auf dem Kopf eines Kindes, weil wegen Thrill und so.

Was ich nicht wusste: Wichtigster Bestandteil bei der Nummer ist der zweite Pfeil, den der Schütze bereithält, um im Falle eines Fehlschusses den zu töten, von dem der Auftrag kam. Im Falle von Toko gelingt der Schuss natürlich, aber die Antwort für den zweiten Pfeil missfiel, sodass er auch noch eine zweite Prüfung bestehen und mit Skiern einen lebensgefährlichen Berg herunterfahren musste. Spoiler: Auch das gelang.

Bei Wilhelm Tell ist das übrigens mit der Frage ein bisschen anders – da wird erst mit „Gewohnheit“ geantwortet, später kommt dann aber auch da die Wahrheit heraus. Und das war es mit Geschichte dann auch erstmal, wir wollen ja niemanden überfordern.

Wie dem auch sei: Silvia Silvia (heißt wohl wirklich so), hat artähnliches bei America’s Got Talent vollführt, sich aber den Apfel einfach selbst vom Kopf geschossen. Klingt ein bisschen unmöglich, mit der passenden Vorrichtung aber durchaus machbar:

A 60-year-old grandma and her husband compete against their son, Paul Ponce, with a dangerous crossbow act. See Silvia Silvia shoot multiple arrows at herself in an effort to make it to Radio City Music Hall!

Dürfte ohne Manipulation der Vorrichtung aber auch eine einigermaßen sichere Hausnummer sein – fand es daher weniger ob des Spektakels an sich zeigbar als wegen der Vorrichtung. Die muss man sich nämlich auch erstmal ausdenken.

Eigentlich ist so ein Tuk Tuk als Fahrzeug ja großer Quatsch, außer man hat einen kleinen Lieferservice mit einigermaßen überschaubarem Wirkungsradius und keine Muse, sich ständig mit der Parkplatzsuchen abmühen zu müssen.

Weil … das ist ja eigentlich nur ein motorisiertes Dreirad mit bisschen mehr Blech drumherum und daher nicht sonderlich aerodynamisch oder gut zu beherrschen, gerade wenn es doch mal schneller durch die Gegend geht. Also glaub ich, ich bin so ein Ding noch nie gefahren, meine Motivation hält sich aber auch in Grenzen.

Tuk Tuks haben daher auch hauptsächlich als schlechter Scherz herhalten müssen, wenn es mal wieder darum geht, dass Line ein bisschen mehr Auto fahren könnte, aber aufgrund der Tatsache, dass sie unfassbar klein ist, sich nur schwer ein passendes Gefährt finden lässt.

Letztendlich hat es zumindest einen Grund, warum man die Dinger hierzulande eher selten und / oder meist nur zu Marketingzwecken durch die Gegend fahren sieht und wenn wir mal ganz ehrlich sind: Wie sehr kann man ein Fahrzeug ernst nehmen, dass „Tuk Tuk“ heißt? Überhaupt hat „durch die Gegend tuckern“ nicht viel mit Spaß, Geschwindigkeit und Alltag zu tun, das klingt einfach eher nach „Zeit totschlagen“ und irgendwas Sinnloses machen, wovon man nichts hat. Außer vielleicht Entspannung ein bisschen verschmutzte Umwelt.

Ganz anders sieht das wohl in Sri Lanka aus, denn dort gibt es richtige Tuk Tuk rennen, die uns gleich in mehreren Bereichen eines Besseren belehren:

Zum Beispiel kann so ein Tuk Tuk durchaus ziemlich gut abgehen, wenn auch mit hierzulande bekannteren Motorsportarten weniger vergleichbar. Oder auch dass die Sri Lankianer (oder wie man sie halt nennt) ein bisschen verrückt sind, wenn die sich an den Seiten raushängen lassen, damit das Tuk Tuk auch mit hoher Geschwindigkeit die Kurve schafft:

Vielleicht ist die Zukunft auch gar nicht elektrisch, sondern einfach tuk tuk-isch?

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Varley – Bubble up https://www.wihel.de/varley-bubble-up/ https://www.wihel.de/varley-bubble-up/#comments Fri, 25 Jun 2021 18:06:50 +0000 https://www.wihel.de/?p=113938 Varley - Bubble up | Awesome | Was is hier eigentlich los?

Varleys neue Single Bubble Up spricht allen Overthinkern aus der Seele. Sich im eigenen Kopf zu verstricken, die Kontrolle an, in der Theorie vollkommen unbegründete, Ängste abzugeben, bis der Druck fast nicht mehr auszuhalten ist: Viele kennen dieses Gefühl. Das schlimmste daran: Man weiß um das eigene Dilemma und wie irrational das doch ist. Einen Ausweg muss man deshalb noch lange nicht finden.

Claire-Ann, Frontfrau des Berliner Indie-Pop Trios Varley, kennt das nur zu gut. Die neue Single Bubble Up entstand aus genau einer solchen Situation. Während ihres ersten Tages im neuen Job läuft etwas schief und Claire-Ann wird vor versammelter Mannschaft recht unangenehm darauf hingewiesen. Noch vor Ort im Bad kommen Claire-Ann die ersten Ideen zu Bubble Up.

„Ich war komplett überwältigt und beschämt. In der Öffentlichkeit so bloßgestellt zu werden = ein absoluter Albtraum. Ich erzählte meinen neuen KollegInnen, dass ich kurz eine Pause mache. Aber in Wahrheit habe ich mich im Bad verkrochen und auf einmal war da diese Melodie.“, sagt Claire-Ann zur Entstehung des Songs. „Ich finde es oft schwer meine eigenen Gedanken zu entschleunigen und den inneren Dialog abzustellen. Bubble Up beschreibt dieses Gefühl des steigenden Drucks und keine Ahnung zu haben, wie man die Fassung wahren soll, während man sich wünscht nicht so zu sein.“

Bubble Up ist der erste Vorgeschmack aus dem kommenden Debütalbum von Varley, das noch in diesem Jahr erscheinen soll. Geschrieben und aufgenommen im Jahr 2020 im Schatten des ersten COVID-Lockdowns, sind die Tracks des Albums durchdrungen von einem nur allzu bekannten Gefühl der inneren Zerrissenheit: eine Reihe von nachvollziehbaren Botschaften für jeden, der jemals an sich selbst gezweifelt hat. Klanglich optimistisch, ist Varleys Musik gespickt mit Momenten der Stärke und des Trotzes.

Das Indie-Pop-Trio besteht aus der in Dublin geborenen Claire-Ann und ihren deutschen Bandkollegen Joschka Bender und Matthias Heising. Ursprünglich von Bon Iver beeinflusst und mit Einflüssen von Fleetwood Mac, The Cardigans und Phoebe Bridgers, ist der Kern von Varleys gefühlvoller Musik, die das Herz auf der Zunge trägt, die Bereitschaft, verletzlich zu sein. Ihre Musik ist ein ehrliches und unverfälschtes Ventil, und die kathartische Natur ihres Songwritings ist eine, die es zu verteidigen gilt. “Oft habe ich das Gefühl, dass ich viele meiner Gefühle nicht wirklich verarbeite, aber dann jamme ich einfach mit einer Gitarre und die Dinge kommen heraus. Diese Jungs sind meine besten Freunde, also ist es einfach, mit ihnen offen zu sein.” teilt Claire-Ann mit.

Du magst die Musik?

Dann folge doch einfach der Playlist von wihel.de auf Spotify!

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Wie in China ein 10-geschossiges Haus in nur 28 Stunden entsteht https://www.wihel.de/wie-in-china-ein-10-geschossiges-haus-in-nur-28-stunden-entsteht/ https://www.wihel.de/wie-in-china-ein-10-geschossiges-haus-in-nur-28-stunden-entsteht/#comments Thu, 24 Jun 2021 14:15:57 +0000 https://www.wihel.de/?p=116083 Wie in China ein 10-geschossiges Haus in nur 28 Stunden entsteht | Handwerk | Was is hier eigentlich los?

Wir alle wissen ja, dass es keine Rolle spielt, wie sehr man sich anstrengt, wie sehr man übt, wie groß das eigene Talent ist … irgendwo wartet schon ein kleiner Chinese nur darauf, zu beweisen, dass er besser ist. Mit dem kleinen Finger. Außer dass das, was man gut kann, mit dem kleinen Finger zu tun hat – dann nimmt er einfach ein anderes Körperteil, dass dafür eigentlich so überhaupt gar nicht in Frage kommen würde.

Denn so viel in China auch aus unserer europäischen Sicht falsch laufen mag – in Sachen Effizienz spielen die einfach in einer völlig anderen Liga, das sieht man nicht nur daran, wie dort Brücken repariert oder auch nur gebaut werden, sondern auch – um mal wieder aktuellen Bezug herzustellen – wie schnell die Behelfskrankenhäuser während der Pandemie aus dem Boden gestampft haben.

Absolut kein Vergleich zu dem, was in Deutschland passiert. Ich will da gar nicht mal den BER ins Rennen schicken, der ohnehin alles toppen würde, was man sich nur vorstellen kann. Aber mir fällt bei Weitem kein größeres Bauprojekt ein, dass medial irgendwann Aufmerksamkeit bekommen und nicht doch später und teurer fertiggestellt wurde als geplant.

Was nicht heißen soll, dass das nicht auch in China passieren kann und passieren wird. Und doch schaffen sie es, innerhalb von 28 Stunden ein Haus mit 10 Stockwerken hinzustellen. Das gewinnt natürlich auch keinen Schönheitspreis und ist bestimmt mehr zweckmäßig als luxuriös und komfortabel – aber irgendwie klingelt da auch in meinem Kopf das ständige Lippenbekenntnis, dass wir in Deutschland mehr bezahlbaren Wohnraum brauchen, aber nicht wirklich mehr als die üblichen Lippenbekenntnisse aus der Politik dazu kommen.

Die Leute würden aber auch komplett durchdrehen, wenn sowas in Deutschland möglich wäre und passieren würde:

Richtige kleine Effizienzmonster sind das.

Ich wird nicht müde, weiter dafür einzutreten und zu kämpfen, dass Pinguine die besten und am meisten unterschätzten Vögel auf diesem Planeten sind. Und warum? Weil sie weiterhin unfassbar gut darin sind, zu verbergen, dass sie doch fliegen können.

Denn wenn wir schon behaupten, dass South Park und auch die Simpsons all die Jahre sehr zuverlässig die Zukunft vorhergesagt haben, dann kann auch nur stimmen, dass Lisa Simpsons das größte Geheimnis der Pinguine aufgedeckt hat: Wenn sie sich unbeobachtet fühlen, fliegen sie eben doch. Weiß halt nur keiner, weil man sie ja dann beobachten müsste …

Und das zeigt dann auch, wie schlau diese Viecher sind, weil sie sich einfach nicht erwischen lassen. Hinzu kommt natürlich, dass sie unfassbar niedlich aussehen, aber auch teils sehr gruselig – man denke nur an das eine Bild, wo jemand einen Pinguinschnabel von innen fotografieren konnte und gezeigt hat, wie viele kleine komische Reißzähne (Stachel?) da drin platziert sind. Das wiederum hat aber nichts mit Heimtücke zu tun, sondern dient sicherlich nur der Selbstverteidigung – wenn man so niedlich aussieht, muss man sich besonders zu wehren helfen. Gab es nicht sogar einen Fall hier in Deutschland wo irgendwer einen oder zwei Pinguine aus einem Zoo geklaut hat?

Aber nicht nur für Niedlichkeit steht so ein Pinguin, sondern auch für Stressreduktion. Denn jeder vergisst den Ärger dieser Welt, wenn ein Pinguin auf einen zugewatschelt kommt. Und das wiederum in Verbindung mit einem unfassbar guten Kleidungsstil, von denen andere nur zu träumen wagen können – selbst wenn die Friseur ein wenig ab der Norm geraten ist, wie zum Beispiel der Felsenpinguin beweist (der leider gerade durch Boris Johnson mit fiesen Vergleichen zu kämpfen hat).

Was ich damit meine, zeigt das nachfolgende Video ziemlich gut:

Psycho, wer das nicht großartig findet.

Bekanntlich ist man ja immer erst hinterher schlauer und so ging es mir schon mal bei einer Sonnenfinsternis vor vielen, viele Jahren – ich könnte jetzt nachschlagen, wann das genau war, bin aber ehrlicherweise zu faul.

Was ich aber weiß: In den Medien wurde über nichts anderes mehr geredet, außer dass man da gefälligst nicht einfach so reinschauen, sondern eine dieser speziellen Brillen tragen sollte. Und dass ich verdammt jung war. Und wie unfassbar kalt das dann wurde, als die Sonne verdeckt war, weil das halt doch schon sommerlich und eben eine totale Sonnenfinsternis war, die man ja nur alle paar hundertmillionentausend Jahre miterleben kann.

Was auch bedeutet: Ich wusste eigentlich gar nicht, wie bedeutend das geschichtlich gesehen war, weil es eben sehr viel mehr Menschen gab und geben wird, die sowas nicht sehen im Vergleich zu denjenigen, die es mitbekommen haben. Und ich war einer davon.

Was mich zu dem Gedanken bringt, wie klein das eigene Licht doch ist, weil man eben nur selten versteht, ob man hier gerade bei einem geschichtsträchtigen Ereignis dabei ist oder nicht. Klar, es gibt auch Ausnahmen wie eine Pandemie – da dürfte jedem klar sein, dass das mal in den Geschichtsbüchern landet und man ein Teil davon ist, wenn auch nicht namentlich genannt. Umso bescheuerter wirken dann die, die sich bei diesem Ereignis wie die letzten Trottel verhalten und … oh man … das sind mal echt viele.

Letzte Woche gab es nun mal wieder eine Sonnenfinsternis, wenn auch hier in Deutschland nur partiell … und ich habs einfach komplett vercheckt. Ich mein, ich wusste vorher davon, mir ist aber erst hinterher aufgefallen, dass der ganze Spuk schon wieder vorbei ist und ohne mich stattfand.

Und wo war ich? So richtig peinlich beim Kühlregal im real. Also glaub ich, auf jeden Fall haben wir unseren Wocheneinkauf erledigt. Aber hey – wer kann schon sagen, dass er so unfassbar cool ist, dass er lieber Tiefkühlpizza kauft als einem astronomischem Highlight beizuwohnen?

Ganz vielleicht ging es anderen aber auch so, sodass wir jetzt einfach noch mal gemeinsam quasi nachschauen, was da letzte Woche eigentlich abging. Das dann auch noch deutlich cooler, weil von verschiedenen Orten aus auf der Welt, sodass die Finsternis auch ein bisschen krasser ist, als wir das hier in Deutschland hätten sehen können:

Several countries got to experience a celestial phenomenon on Thursday as they witnessed a solar eclipse lighting up the skies in the northern hemisphere.

Timelapse footage from St. Catharine’s, Ont. captured a partial solar eclipse, creating a spectacular crescent which rose in the night sky and painted the sky red.

Solar eclipses occur when the moon moves across the face of the sun and blocks out some or all of the light emanating from it.

Other countries experienced a “ring of fire,” or annular, solar eclipse where the moon moves entirely over the sun but does not block out its light, leaving a thin ring of brilliance.

Bisschen schade, dass da eigentlich auch passende Musik im Hintergrund, die aber leider viel zu leise ist.

Sind diese Sender in den USA, auf denen den ganzen Tag Verfolgungsjagden laufen, eigentlich noch ein Ding? Oder sind die mittlerweile auch Corona zum Opfer gefallen, weil halt keiner mehr so wirklich Auto gefahren ist? Allgemein sind die kriminellen Aktivitäten ja deutlich zurück gegangen bzw. haben sich erheblich verschoben – weg vom Kleinkriminellen hin zu Politikern mit merkwürdigen Maskendeals und Testcenterbetrügern.

Wobei das tatsächlich eigentlich mal recht interessant sein könnte: Was macht eigentlich ein Einbrecher gerade? Der muss ja auch irgendwie Geld verdienen und seinem Job nachgehen, so unehrenhaft der auch sein mag. Gibt’s da auch Kurzarbeit? Kein großer Bruch mehr, aber mal eine Kaugummi-Packung am Kiosk ist okay, der Rest wird aufgestockt. Würden Spahn und Scheuer dafür verantwortlich sein, es würde vermutlich einfach der Wahrheit entsprechen.

Aber darum soll es nicht gehen, sondern um eine Verfolgungsjagd. Die gibt es in Deutschland auch eher selten oder sie finden medial einfach nur keinen Platz – aber entspannt sind die eigentlich selten. Und so richtig entspannt ist das auch nicht im nachfolgenden Video, weil halt fahren mit überhöhter Geschwindigkeit für einen ordentlichen Adrenalinschub sorgt und irgendwo ja auch ein Spiel mit dem Leben ist – seinem eigenem aber auch mit dem der anderen.

Dazu kommt, dass in England die Straßen nicht gerade für ihre Breite und Autofreundlichkeit bekannt sind. Ich mein, da ist es sogar so schlimm, dass die Leute freiwillig auf der falschen Straßenseite fahren und bis heute hat sich da niemand drum gekümmert.

Und doch schafft es der Polizist im nachfolgenden Video bei all diesen Umständen ziemlich ruhig und sogar sowas wie höflich zu sein, während er Drogendealer verfolgt, die Drogen im Wert von 500.000 Pfund dabei haben. Vollblutengländer womöglich oder einfach nur im Wissen, dass wenn er den hier nicht verkackt, eine ziemlich große Nummer ist:

Two drug dealers sped down a motorway hard shoulder to avoid queuing – but unwittingly undertook one of our officers who caught up with the pair and found them with a stash of cocaine.

Warum begehen Verfolgte eigentlich immer den gleichen Fehler und glauben, dass sie zu Fuß besser unterwegs sind als im Auto? Hat euch denn Hollywood gar nichts beigebracht?

Glücklicherweise sind Line und ich bisher recht unbeschadet durch die Pandemie gekommen, gerade was das Berufliche angeht. Die Umstellung aufs Homeoffice verlief recht reibungslos, dazu lediglich ein paar Monate Kurzarbeit bei ihr und lediglich ein paar mehr Kilos auf der Hüfte bei mir, weil ich mich noch weniger bewege als ohnehin schon.

Gerade die Job-Situation darf man ja nicht unterschätzen, auch wenn es bemerkenswert ist, wie viele in meinem Bekanntenkreis den Job während der letzten 12 Monate gewechselt haben oder das auch noch tun werden. Man möchte meinen, es sollte jeder froh sein, der weiterhin problemlos einen Job hat – auf der anderen Seite kann ich es aber auch nachvollziehen, wenn das „neue Normal“ nicht jedem schmeckt und sie bzw. er sich verändern will.

Ich hab da relativ wenig Lust zu, was vor allem daran liegt, dass ich den Bewerbungsprozess an sich recht bescheiden finde. Beide Parteien lügen sich am Anfang die Hucke voll und versprechen sich, was der jeweils andere hören will – und am Ende merkst du erst während bzw. nach der Probezeit, ob es für beide passt. Und irgendwie wissen das auch immer alle, nur keiner will mal so richtig was daran verändern.

Besonders dämlich wird es dann noch, wenn die berühmt berüchtigten Tricks angewendet werden: künstliche Stresssituation erschaffen, Präsentationen, die man vorab vorbereiten und dann halten muss oder auch Übungsaufgaben, für die man etwas Zeit bekommt, die aber eigentlich nicht lösbar sind. Es ist alles ganz furchtbar und bescheuert und sinnlos. Auf der anderen Seite: Wie sonst sollten HRler schlaue Beiträge in Magazinen und Internet schreiben und dafür „großartige“ Tipps geben? Ist ja schließlich immer gut, eine Lösung für ein Problem zu haben, dass es ohne sie gar nicht geben würde.

Ganz besonders hasse ich aber die Fragen, die man eigentlich nicht beantworten kann. Wo auch alle wissen, dass es keine Antwort darauf gibt und es darum auch gar nicht geht (was ja an sich schon dumm ist, denn warum Fragen stellen, wenn weder die Möglichkeit noch das Interesse an der Antwort besteht?) Zum Beispiel: Wie viele Smarties passen in einen Smart?

Immerhin: Ersetzt man Smarties durch Cheerleader gibt es tatsächlich eine Antwort. Und die ist gar nicht mal so spektakulär:

Filmed back in 2014, the Comets Cheerleaders attempt to squeeze into this Smart car and break the record held by USA group, the Glendale Cheerleading Team.

Keine Ahnung, warum das ausgerechnet Cheerleader sein müssen oder was genau der höhere Sinn dieser Aktion war. Aber immerhin wissen wir jetzt: 20. Außer man nimmt kleinere Cheerleader. Oder größere. Aber was weiß ich schon.

Wann immer ich mich an die Beiträge für diese Seite hier mache, öffne ich meinen Feedreader und geh die gespeicherten Beiträge durch. Es mag auch gar nicht so wirken, tatsächlich nehm ich aber nicht einfach nur die neusten Beiträge, sondern versuche zumindest, noch andere Faktoren zu berücksichtigen.

In erster Linie sollen sich natürlich die Themengebiete idealerweise nicht doppeln – ein Tag, an dem es nur Filmtrailer gibt, ist zwar auch mal was, aber dann eben doch recht einseitig, vor allem wenn die Trailer alle auch noch aus dem gleichen Genre stammen. Gleiches gilt natürlich auch für Gadgets, Animationsfilmchen oder auch nur Seitenempfehlungen, bei denen es mit Visualisierungen ohnehin schwierig ist.

Außerdem sollen es natürlich auch nicht immer die gleichen Quellen sein, was durch Pingbacks für die Quelle an sich schnell nervig werden kann, sich aber auch irgendwie immer unfair anfühlt, schließlich gibt es ja nach wie vor einige Kollegen, die natürlich alle mal ihren Pingback und Rücklink abbekommen sollen.

Und irgendwie muss das Thema auch zur aktuellen Zeit passen. Während alle Zuhause bleiben müssen, fetzt es eben nicht, wenn man gerade irgendwelche Reisen oder Ausflüge in Freizeiteinrichtungen anpreist und Snowboard-Videos im Hochsommer kommen eben auch nur so semi-gut an.

Und dann gibt es Beiträge wie den nachfolgenden, über den ich immer wieder stolper, der aber eigentlich immer und irgendwie auch nie passt, weil eben zeitlos. Womöglich ist genau deswegen jetzt auch einfach der perfekte Zeitpunkt gekommen, denn … mit dem Zug durch die Nacht bei guter Musik kann man eigentlich immer fahren. Also wenn denn Nacht ist. Und Züge fahren …

The city is made up of so much life, so much light.
There is a loneliness in a city where self-existence is buried.
However, that little light has a bright, shining life force to it.
Each little light affects the life of the city, and The city is transformed by the many lights.

Aktuell daddel ich wieder ein bisschen mehr, was vor allem an meinem Konsum in TikTok liegt – da spülte mir der Algorithmus in letzter Zeit häufiger Streamer mit mal mehr mal weniger lustigen Clips aufs Display – und das Unterbewusstsein wird ja dann automatisch getriggert und verlangt nach Daddelei.

Außerdem hab ich nun auch Ghost Recon Breakpoint mehr oder weniger durch – so richtig lässt sich das leider nicht sagen, weil einem Episoden angezeigt werden, die nicht aktivierbar sind und ich befürchte bereits, dass sich die Hersteller hier irgendwas ausgedacht haben, was definitiv nicht das Licht der Welt erblicken wird. Zumindest las ich irgendwas von einem Zwei-Jahres-Plan und wenn man bedenkt, dass das Spiel 2019 rauskam … gefühlt hat da irgendwer sehr ambitioniert verkackt.

Heißt aber auch, dass ich Nachschub brauche, was ja auch immer eine gute Möglichkeit für Abwechslung ist. Das führt dann dazu, dass man mich mal wieder Bus fahren oder auch in Horizons irgendwelche mechanische Tiere erlegen sieht. Und still und heimlich trauere ich dem einen oder anderen Spiel aus der Vergangenheit nach.

Zum Beispiel gab es für die Playstation mal ein Spiel, bei dem man als Fahrradkurier Zeitung ausliefern musste und dabei Tricks machen konnte. So ein bisschen wie bei Tony Hawk, nur halt mit dem BMX und einer „Nebenaufgabe“. Ich weiß bis heute nicht mehr, wie das hieß und hab es entsprechend auch nie wieder gefunden.

Gleiches gilt für Guitar Hero, dass ich auch mal vor Jahren für den PC gefunden hatte. Natürlich hab ich nie den passenden Controller dafür besessen, am Ende des Tages spielt es ja aber auch keine Rolle, wann man wo raufdrückt – Hauptsache es ist der richtige Knopf bzw. die richtige Taste zur richtigen Zeit, die Illusion, dass man bekannte Songs nachspielen könnte, bleibt ja trotzdem.

Aber auch das hab ich wieder aus den Augen verloren und damit immerhin die Erklärung, warum mir vergleichbarer Ruhm wie bei CarnyJared nie zu Teil wurde. Denn der ist am Ball geblieben und hat nun auch den schwierigsten Song in Guitar Hero zu 100% durchgespielt:

Wenn man bedenkt, dass das Ding eigentlich als Scherz und unbesiegbar implementiert wurde … Wahnsinn.

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Monster Truck Madness – Guinness World Records https://www.wihel.de/monster-truck-madness-guinness-world-records/ https://www.wihel.de/monster-truck-madness-guinness-world-records/#comments Wed, 05 May 2021 14:38:00 +0000 https://www.wihel.de/?p=114154 Monster Truck Madness – Guinness World Records | Awesome | Was is hier eigentlich los?

Was ist eigentlich aus der Monster Truck-Show geworden, die ich als Kind immer geschaut hab? Die ist ja auch irgendwie stillschweigend verschwunden und hat den Weg nie wieder ins TV gefunden – wie so vieles, dass zwar gut angestaubt ist, aber noch heute deutlich mehr Unterhaltungswert bietet als vieles, dass mit viel Mühe und noch mehr Geld heute produziert wird. Und ja, da reden wir von überdimensionierten Autos, die durch die Luft fliegen.

Ich mein, Takeshis Castle hat es ja auch irgendwie zurück ins TV geschafft, wobei ich da ehrlicherweise noch nie reingeschaut hab, weil ich einfach nicht weiß, wann es kommt und wo es kommt. Und weil es vielleicht doch viel schlechter ist als das, was mal vor Ewigkeiten lief.

Was vielleicht auch für die Monster Truck-Show gelten könnte, sollte sie denn zurück kommen, was halt auch schwer vorstellbar ist, weil das gerade in Sachen Klima und Automobilität einfach nicht mehr cool ist. Keine Ahnung, was so ein Monstertruck an Litern schluckt, aber … das dürfte schon viel sein. Und das nur, um durch die Luft zu springen … da sind Zank und Streit quasi vorprogrammiert.

Ehrlicherweise muss ich auch sagen: Der Unterhaltungswert war jetzt auch nicht besonders hoch und ganz vielleicht bleib mir das nur in Erinnerung, weil man als Kind gefälligst riesige Autos durch die Luft fliegend cool finden muss – wie aber schon erwähnt, gibt es halt heut zu Tage auch nicht viel, dass mehr unterhält.

Immerhin: Auch ohne TV-Shows sind Monster Trucks scheinbar noch immer ein Ding und stellen nach wie vor den einen oder anderen Rekord auf. Sehen halt jetzt nur weniger Leute:

Flying monster trucks, fast monster trucks, spinning monster trucks. Basically, this is all about monster trucks.

Schade, dass es so hart an der Alltagstauglichkeit mangelt … mindestens Staus könnte man damit leicht … loswerden.

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