Essen und Trinken – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Wed, 17 Mar 2021 07:25:57 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.7.1 Ein komplettes Frühstück im Toaster zubereitet https://www.wihel.de/ein-komplettes-fruehstueck-im-toaster-zubereitet/ https://www.wihel.de/ein-komplettes-fruehstueck-im-toaster-zubereitet/#comments Thu, 18 Mar 2021 15:19:22 +0000 https://www.wihel.de/?p=112096 Ein komplettes Frühstück im Toaster zubereitet | Essen und Trinken | Was is hier eigentlich los?

Was Frühstück angeht, bin ich sehr eigen, das hat neulich eine erneute Diskussion hier Zuhause gezeigt. Es ging letztendlich darum, ob wir uns in der Pandemie nicht mal eine dieser Frühstücksboxen liefern lassen bzw. abholen. In der Theorie erstmal cool, weil man dann selbst nichts machen muss und gleichzeitig die aktuell brachliegende Gastronomie wenigstens ein bisschen unterstützen kann.

Aber natürlich läuft das schon von Beginn an nicht problemlos ab, denn zum einen gibt es keine Lokalität in der Nähe, die derlei anbietet und die ein, zwei Tests, die man dazu lesen konnte, waren jetzt auch nicht überzeugend. Bei allem Unterstützungsgedanken, der da vorherrscht … eine einigermaßen vernünftige Gegenleistung fürs Geld sollte es schon geben und das sind halt nicht zwei Toastscheiben mit ein bisschen Belag für irgendwas um die 15€.
Dann hat Line vorgeschlagen, dass sie ja mal wieder Pancakes machen kann. Auch eine gute Idee, bedeutet aber leider auch, dass es Frühstück später als sonst gibt. Und das ist natürlich wieder ein Problem, denn wenn ich wach werde, hab ich natürlich Hunger. Wie so ein Bär, der aus dem Winterschlaf erwacht (und ja, der Vergleich kommt nicht von ungefähr, Parallelen in Sachen Körperbau, Behaarung und Sprachfähigkeit sind durchaus vorhanden).

Ich dreh ja schon durch, wenn ich morgens mal länger auf den Kaffee warten muss, wenn Line dran ist, aber erstmal an ihrem Yoga-Kurs teilnimmt. Allein dafür muss man Yoga schon hassen.

Umso mehr Fan bin ich dann von sämtlichen Erfindungen und Prozessen, die die Zubereitung von Frühstück (und Essen im Allgemeinen) vereinfacht, beschleunigt und einfach viel effizienter macht. So wie hier:

Zugegeben, das sieht mir schon sehr nach Fake aus, zumindest die Nummer mit dem Ei. Was dafür spricht? Schon mal eine heiße Alu-Tüte angefasst? Und warum ist das Ei plötzlich viereckig, wenn es doch am Anfang wie jede Flüssigkeit am Beutelboden umherschwappt? Dennoch, die Idee ist gut und den Toaster will ich so oder so haben.

Allein die Überschrift suggeriert schon, dass das hier außergewöhnlich ist und wenn man so gar keine Ahnung vom Kochen hat, dann könnte man fast glauben, dass diese 72 Stunden besonders schnell sind. Aber sind sie nicht. So gar nicht.

Überhaupt fällt mir mal wieder auf, wie gern ich anderen beim Kochen zuschaue. Also Profis, die dann auch ein bisschen was erklären und wo jeder Handgriff maximal gewollt aussieht, weil so ein Profi halt einfach weiß, was er macht. Oder es zumindest so verkaufen kann.

Daher freu ich mich auch sonntags wieder, dass es neue Folgen Kitchen Impossible gibt. Da geht es eigentlich weniger darum, dass man sich irgendwas in Sachen Kochen merken und mal selbst anwenden kann, vielleicht geht es sogar mittlerweile gar nicht mehr direkt ums Kochen … aber trotzdem sieht man mal den einen oder anderen Trick und leckere Gerichte. Und halt, wie selbst mal so ein Profi ins Straucheln kommen kann, damit wir uns wieder ein bisschen überlegener fühlen können (wofür es definitiv keinen Grund gibt, weil wir noch viel mehr verkacken würden).

Was mich beim Kochen auch am meisten stört: Es wird schnell stressig. Natürlich kann man sich bei der Vorbereitung besonders viel Zeit nehmen und alles nahezu perfekt machen, aber es kommt halt eben doch der Punkt, an dem alles gleichzeitig auf den Teller kommen soll und man die einzelnen Schritte koordinieren und aufeinander abstimmen muss. Einfaches „in Ruhe nacheinander machen“ funktioniert halt nicht und spätestens Richtung Ende würde man sich wünschen, man hat 3 bis 12 Arme. Außer bei Cornflakes, Cornflakes sind wirklich einfach.

Außer natürlich man nimmt sich so richtig viel Zeit und kümmert sich auch nur um eine Komponente. Das hat Alvin Zhou mal wieder getan und nach seiner 100-Stunden-Lasagne nun mit Beef Wellington nachgelegt, dieses Mal aber „nur“ 72 Stunden investiert:

Sieht so aus, als ob das mal wieder gut investierte Zeit war.

Ich weiß gar nicht, ob ich das schon erzählt hab, aber wir haben endlich einen Burgerladen gefunden, der nicht nur bis zu uns liefert, sondern auch noch außerordentlich gute Burger macht – lediglich Pulled Pork fehlt bisher auf der Karte, was ob der Alternativen aber einigermaßen verschmerzbar ist.

Ich weiß, Leute, die relativ zentrumsnah wohnen, können die Freude nur bedingt verstehen – haben wir ja auch mal und als es noch Foodora und Deliveroo gab, haben wir auch nicht gerade selten bestellt, weil das Konzept ja einfach großartig ist. Musste man früher noch raus und in die Läden, ruft man jetzt einfach an und lässt sich beliefern. Gerade 2020 hätte das absolute Boom-Jahr für beide Services sein können …

Und dann sind wir irgendwann umgezogen und somit aus dem Liefergebiet rausgefallen, sodass wir nur noch mit dem typischen Kram wie Pizza und Sushi Vorlieb nehmen mussten. Nicht wirklich schlecht, aber auch nicht wirklich gut, wenn man weiß, was eigentlich möglich ist.

Deswegen: Yay, we are back in the game. Ich würde mir dennoch wünschen, wenn wir auch mal wieder so einen richtigen Burger essen können. So ein riesen Ding, aus dem aus allen Seiten das Fett tropft und bei dem man nach dem Essen nicht mal mehr weiß, wie Atmen geht.

So ein Ding, wie im nachfolgenden Video, dass ein paar Einblicke in einen Burger-Laden in Korea gibt. 400 Stück gehen davon täglich über den Tresen und ja, das sieht alles ganz furchtbar ungesund aus und keiner weiß, wie man so ein Ding isst, ohne sich nicht von oben bis unten einzusauen.

Aber genau das ist es ja, was es so geil macht:

😋 Best American cheeseburger that sells 400 a day! Korean street food

💰 Price
American Cheeseburger (Original/Spicy)
: Single USD 5[SET 7.8] / KRW 5,500[SET 8,500] : (Best) USD 6.9[SET 9.6] / Double KRW 7,500 [SET 10,500] : (Master) Triple USD 8.7[SET 11.5] / KRW 9,500 [SET 12,500] : (Super-high) Quarter USD 10.5[SET 13.3] / KRW 11,500 [Set 14,500] 🚩 Location
: https://goo.gl/maps/fpETH8vm691XUK3F9

Und nein, es ist kein Zufall, dass dieser Beitrag ausgerechnet zur Mittagszeit erscheint.

Dafür schmeckt der Kaffee aber auch nahezu immer sehr gut – der Aufwand lohnt sich also, ist aber eben auch nicht wegzudiskutieren, umso besser also, dass wir versuchen, selbigen gerecht aufzuteilen.

Andere Regel: Ich kümmer mich am Wochenende um Brötchen, Line versorgt den Hund. Das hat schon teils was von Neandertaler-Zeiten, denn mir obliegt es, die Nahrung zu jagen, während sie sich um den Nachwuchs kümmert. Sehr haariger Nachwuchs und so richtig jagen geh ich auch nicht – es gab aber durchaus Tage und Warteschlangen, die alles andere als angenehm waren.

Diese Zeilen beweisen dennoch: Ich hab jedes Mal überlebt und war scheinbar auch gar nicht so unerfolgreich.

Und auch eine Regel, wobei eigentlich Naturgesetz: Vollkommen egal, was Line beim Frühstück machen muss oder eben auch nicht machen muss – ich bin jedes Mal schneller als sie. Wenn wir gleichzeitig anfangen, ist das im Grunde auch keine große Überraschung, mein Frühstück ist doch wesentlich einfacher gestrickt – aber selbst mit Kaffee, Hund, Steuer und sonstigen Ablenkungen schaff ich es, vor ihr mit den Vorbereitungen (und mit dem Essen auch, aber das ist noch mal eine andere Geschichte).

Dabei macht sie eigentlich nie viel anders. Zwar schon deutlich extravaganter als meine Wurst- und Käsebrote, aber jetzt auch nichts, wofür man studiert haben muss und einen Michelin-Stern bekommt.

Vielleicht hilft da nur, dass ich auch mal ein bisschen aufdrehe und mir ein Beispiel an Manami Sasaki nehme – die macht auch Toast, aber eben unglaublich kunstvoll. Eine Eigenart, die sich durch den Lockdown noch mal verstärkt hat – dürfte schlimmere Macken geben als solche:

Mehr von ihr – wie sollte es anders sein – gibt es natürlich auch Instagram. Würde da aber nur hingehen, wenn gerade kein Hunger vorhanden ist, der ist quasi garantiert.

Es gibt ja so Essen, das darf man nur an bestimmten Tagen essen bzw. ist einfach dieses eine typische Essen, das alle an diesem Tag essen. Kartoffelsalat und Würstchen an Weihnachten zum Beispiel – nicht selten das krasse Gegenstück zu Klößen, Ente, Rotkohl und sonstigem Kram, den man sich reinschaufeln kann, bis das Atmen nicht mehr möglich ist.

Oder Raclette und Fondue an Silvester sowie der typische Berliner / Pfannkuchen (dazu später noch mal mehr) an Neujahr. Was nicht heißt, dass man den Kram auch nicht an anderen Tagen essen kann und ist – aber ich kenne Menschen, bei denen steht schon am Anfang des Jahres fest, was sie am Ende des Jahres essen und da wird dann das ganze Jahr über auch nicht gerüttelt.

Gerade Raclette oder auch Fondue find ich alles andere als toll. Nicht etwa, weil es nicht schmeckt – da ist man ja zum Glück selber für verantwortlich – sondern weil es einfach Quatsch ist. Die meiste Zeit wartet man nur, um dann einen Minihappen essen zu können, während man schon den nächsten Spieß oder die nächste Pfanne vorbereitet, um dann wieder dumm rumzuwarten.

Dazu mixt man einfach irgendwelche Zutaten, die man mit dem jeweiligen Gerät gut zubereiten kann, die aber nur bedingt gut zusammen passen – zumindest kenne ich niemanden, der auch ohne das jeweilige Gerät genau diese Kombinationen für sich fertig machen würde.

Beim letzten Mal hab ich aber eine Kombi gefunden, die war einfach sensationell. Nicht wirklich innovativ, weil es einfach nur Tomate, Mozzarella und Pesto erwärmt waren – aber im Vergleich zu den restlichen Pfannen war das einfach die beste.

Überhaupt kann man sagen, dass Mozzarella nahezu immer unfassbar lecker ist und wenn man die Chance hat zu wählen, sollte man immer das Gericht mit Mozzarella nehmen. Daher glaube ich auch direkt, dass wir im nachfolgenden Video ein unfassbar leckeres Sandwich sehen – das angeblich beste in New York:

Hoffentlich bin ich nicht der Einzige, der direkt Hunger bekommt.

Haltet die Uhren an, markiert den Tag im Kalender – ich glaube, die Hölle ist zugefroren. Denn scheinbar gibt es tatsächlich etwas, in dem die Asiaten nicht besser drin sind als wir Europäer. Aber markiert den Tag nicht zu sehr, denn so wirklich viel schlechter machen sie es auch nicht, was vermutlich einfach daran liegt, dass man ein Omelette relativ einfach zubereiten kann – ist ja am Ende auch einfach nur Ei.

Konkret geht es um Dashimaki Tamago, was einfach nur ein gerolltes Omelette ist. Aber hier geht es schon los, denn das Endprodukt ist gar nicht rund, was man bei „ich rolle etwas“ ja durchaus erwarten darf. Viel mehr noch: im nachfolgenden Video sehen wir einen Koch des Shunraku Kaiten Sushi Restaurants in Hokkaido und der verwendet doch tatsächlich eine viereckige Pfanne! Passt halt noch weniger zum Thema „rund“ und „rollen“ und ganz vielleicht ist das auch ein bisschen sehr viel Chi-Chi und trägt so gar nicht zum Geschmack bei.

Auf der anderen Seite ist das Video aber wieder eines derjenigen, die man gern mal schaut, weil man einfach sehen kann, wie in anderen Kulturen gekocht wird. Ob das jetzt innovativ ist oder nicht, ein Omelette mit diversen Schichten zu machen, sei da direkt mal dahingestellt – das Endprodukt macht dennoch Appetit und wer schon mal Ei im Sushi-Restaurant gegessen hat, weiß auch, dass das durchaus lecker ist (behaupte ich einfach mal, war bisher immer nur im gleichen Restaurant und bestelle sonst und dort war es unfassbar gut).

Lange Rede, kurzer Sinn: nix rund, dennoch Omelette und bestimmt trotzdem lecker. Und wie unfassbar nervig-faszinierend ist die Musik bitte?

How to make a Japanese rolled omelette ( Dashimaki Tamago )
as demonstrated by the Master Chef at the Shunraku Kaiten Sushi Restaurant, Shunraku on Route 36 Eniwa Hokkaido.

Ich hab natürlich keine Ahnung von Backen, wo ganz unwissend bin ich aber dennoch nicht. So weiß ich, dass Backen eine richtig hohe Kunst ist im Vergleich zum Kochen, weil man erst ganz am Ende weiß, ob man irgendwo einen Fehler gemacht hat oder nicht. Kann man beim Kochen immer noch während des Prozesses nachjustieren, muss man beim Backen einfach warten, bis der Ofen fertig ist. Würde ich es nicht besser wissen, würde ich sagen: Backen ist deutlich höher anzusetzen als Kochen, einfach weil man nicht schummeln kann.

Umso schöner ist es dann, wenn sich so mancher Fehler als gute Entscheidung entpuppt. Ich hab zum Beispiel das letzte Mal bei Lines Brownies die Menge für Öl und Wasser verwechselt und so deutlich zu viel Wasser in den Teig getan. Stellt sich heraus: War mega gut, weil die Brownies auch noch nach zwei Tagen so richtig schön sabbschig waren.

Und ich weiß auch, dass Filoteig ziemlich geil ist, aber unfassbar viel Aufwand bedeutet. Ist halt richtig dünner Teig, von dem man einfach mehrere Schichten braucht und entsprechend dauert das alles sehr lange – besonders wenn man den per Hand herstellt, was halt heutzutage kaum noch einer macht, schließlich gab es die Industrialisierung nicht umsonst.

Außer man heißt Giorgos Hatziparaskos und lebt auf Kreta, betreibt seit 1960 eine Bäckerei zusammen mit seiner Frau und macht seinen Filoteig nach wie vor per Hand, vollkommen egal, ob man mittlerweile 86 Jahre alt ist oder nicht:

At 86 years old, Giorgos Hatziparaskos is one of the last bakers in Greece making phyllo pastry by hand. With the help of his wife and son, he keeps the business going thanks to tourists visiting the Greek island of Crete.

Sollen die Leute doch mit ihren scheiß Maschinen bleiben, wo der Pfeffer wächst. Den braucht man ohnehin nicht für Filoteig.

Ich hab ja gestern schon an dieser Stelle ein bisschen gejammert, dass das mit einigen Bestandteilen des Essens in Deutschland gar nicht mal so einfach ist, besonders wenn man eine Frau hat, die immer irgendwie in Schüben kocht. Das war natürlich sehr hohes Niveau und das Meiste, was Line kocht, ist einfach nur sehr gut – ich freu mich dennoch, wenn nach 4 Wochen Nudeln auch mal wieder was anderes auf den Tisch kommt, denn selbst bei den ganzen Nudelsorten, die es mittlerweile auf dem Markt gibt, egal ob Form, Farbe oder Größe – es bleibt eine Nudel.

Insofern hab ich auch ein bisschen Mitleid mit Patrick Grümmert, denn der beschäftigt sich den ganzen Tag mit Nudeln. Nicht viel Mitleid, aber ein bisschen, denn irgendwo hat sich Grümmert das ja auch ausgesucht, so als selbstständiger Unternehmer und Nudelproduzent.

Den beleuchtet nämlich eine neue Doku des NDR und wie jeder weiß, bin ich großer Fan von Dokus vom NDR, weil die halt zu 99,587% auch immer gut sind. So auch dieses Mal, allerdings hab ich so meine Probleme mit der Videobeschreibung.

Denn ich bin mir sehr sicher, dass nicht nur Patrick Grümmert den „Mut besitzt“ im „Kartoffelland Mecklenburg-Vorpommern“ was anderes anzubauen außer Kartoffeln und irgendwie finde ich auch Pasta Patrick beinahe schon frech.

Schließlich sehen wir hier einen Mann, der 10 Jahre Hotels gemanagt hat, was vermutlich nicht jeder kann und der dann den Mut besessen hat, auszusteigen, weil alles zu viel wurde – und sich dennoch was eigenes wieder aufgebaut hat. Würde zumindest behaupten, dass Gurken-Guido und Hirse-Hans deutlich andere Lebensläufe aufweisen.

Patrick Grümmert ist einer aus der Region und traut sich, im “Kartoffelland” Mecklenburg-Vorpommern selbst gemachte Nudeln anzubieten. Und zwar erfolgreich, sein Geschäft floriert. Alle wollen mittlerweile seine Nudeln haben, seine Soßen, Chutneys, Pesto, die ganze Produktpalette.

Patricks Leute fahren mit Pasta-Mobilen auf Märkte und verkaufen dort warme Pasta-Gerichte. 120 Portionen gehen in anderthalb Stunden über die Theke. Patrick Grümmert selbst lädt zu Kochkursen in seine Manufaktur ein, bietet Caterings an, verkauft seine Nudelprodukte und Soßen im Hofladen.

Im siebten Jahr betreibt Patrick Grümmert seine Nudelmanufaktur in der mecklenburgischen Pampa. Er ist gelernter Koch und innerhalb kürzester Zeit zum Hoteldirektor aufgestiegen, hat zehn Jahre lang als Manager für eine US-amerikanische Hotelkette an den schönsten Plätzen der Welt gearbeitet. Aber der Druck wurde immer größer. Am Ende war er völlig ausgebrannt, ist ausgestiegen und in seine Heimat zurückgekehrt. Kurzerhand hat sich Patrick Grümmert ein altes Bauerngehöft bei Schwaan gekauft, hier produziert er jetzt Nudeln.

Schön auch zu sehen: Mit Nudeln allein kommt man halt auch nicht weit.

Neben den üblichen Problemen, die die Menschheit so mit sich rumschleppt – Habgier, Neid, Eifersucht, Kriegswahn, Dummheit, eine immer weiter zerstörte Umwelt, Pandemien, Donald Trump, … – mangelt es vor allem auch: An Grundlagen beim Essen.

Eigentlich gibt es da ja nur drei Komponenten: Nudeln, Kartoffeln und Reis. Klar, man kann auch an sowas wie Couscous und Kichererbsen denken, aber so wirklich krass unterscheiden sich ja nur Kartoffeln, Nudeln und Reis. Fällt mir zumindest immer bei uns auf, denn Line kocht ganz gerne mal in Schüben. Entweder es gibt wochenlang Nudeln oder eben Kartoffeln – oder eben Reis. Kommt zwar eher selten vor, aber dann eben auch direkt mehrere Wochenenden hintereinander.

Und während ich das so schreibe, fällt mir ein: Nudeln hatten wir jetzt länger nicht, die nächste Welle dürfte also wohl anrollen. Vielleicht kann ich das aber hinauszögern, wenn ich ihr das nachfolgende Video mal präsentiere: Eine Lasagne, die irgendwas um die 100 Stunden braucht, bis sie fertig zubereitet ist. Wobei das auch direkt schwer werden dürfte, denn Fleisch gehört nach wie vor aus ihrem Ernährungsplan verbannt und eine Lasagne ohne Fleisch … Garfield würde sich im Grab umdrehen, wenn er denn schon gestorben wäre. Ich weiß aber auch gar nicht, ob man noch Lasagne sagen darf, wenn da Fleisch fehlt, hab aber allgemein nicht so wirklich Ahnung von Lasagne.

Und auch nie den Hype darum verstanden. Klar, ist zwar lecker, aber halt auch nie ein schönes Gericht, was nur noch hässlicher wird, sobald man mit dem Essen begonnen hat. Wobei das ja auch für so ziemlich alle Speisen gilt – will nicht wissen, wie die Pampe aussieht, wenn sie im Magen angekommen ist, egal aus was sie vorher bestanden hat.

Zurück zum Thema und eigentlichen Video:

It’s been rainy and cold lately, so I spent the week making lasagna. A better cook could probably do this faster, but I enjoy taking my time when I make food for my friends.

Ist natürlich auch ein bisschen geschummelt, denn Bolognese einfach mehrere Tage stehen lassen … das ist halt schon eine sehr passive Zubereitung. Hat hoffentlich trotzdem geschmeckt.

Ist das der beste Burger der Welt? | Lustiges | Was is hier eigentlich los?

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Einem Food-Bildhauer über die Schultern geschaut https://www.wihel.de/einem-food-bildhauer-ueber-die-schultern-geschaut/ https://www.wihel.de/einem-food-bildhauer-ueber-die-schultern-geschaut/#comments Wed, 25 Nov 2020 11:03:48 +0000 https://www.wihel.de/?p=107248 Einem Food-Bildhauer über die Schultern geschaut | Essen und Trinken | Was is hier eigentlich los?

Seit gut einer Woche liegt mir Line in den Ohren, dass ich endlich mal meine Birnen essen soll, die wir vor ein paar Wochen im Alten Land gepflückt haben. Dabei ist es ja gerade ihre Schuld, dass ich das bisher nicht getan hab und mich nun in einer äußerst schwierigen Situation befinde – und das jedes Jahr aufs Neue.

Denn von den Äpfeln, die wir eigentlich gepflückt haben, sind keine mehr übrig, was bedeutet: Das ist schon eine ganze Weile her und die Birnen haben langsam ein gewisses Alter erreicht. Ganz auf Birnen verzichten möchte ich aber auch nicht, weil Birnen einfach um ein Vielfaches besser sind als Äpfel. Sieht man ja allein schon daran, dass Äpfel absolute Massenware sind und auch in nahezu jedem Getränk auftauchen, selbst in denen, bei denen man es nie für möglich gehalten hätte. Die Birne jedoch wird nach wie vor als was Besonderes behandelt und nicht einfach verramscht.

Zurück zum Thema: Mittlerweile sind die Birnen also recht alt – vielleicht sogar zu alt, um noch wirklich zu schmecken, was halt auch Scheiße wäre, weil wir sie dann nur noch wegschmeißen können. Was nur wieder zu Schimpferei der Frau führt, die dann wieder sagt, dass wir nächstes Jahr keine pflücken, was wir dann dennoch ignorieren. Verlierer auf ganzer Linie quasi.

Ich will aber auch nicht nachschauen … Schrödingers Birne quasi. Solange ich nicht Bescheid weiß, ob die Birnen noch gut sind, sind sie es und auch gleichzeitig wieder nicht. Schau ich nach, hab ich aber Gewissheit und im schlechtesten Falle sind sie es zu 100%. Da sind mir die 50% doch lieber …

Wäre immerhin egal, wenn ich aus dem Obst noch Kunst machen könnte, so wie José Pereira es macht. Das grenzt zwar beinahe an Lebensmittelverschwendung, ich bin aber sicher, dass er auch nur bereits abgelaufene Nahrung für seine Kunst verwendet. Die ist nämlich gar nicht mal so schlecht:

Art in apple, see how to carve a beautiful apple flower.

If you like, please subscribe to the channel and activate the bell.

Learn how to cut and decorate fruit.

How to make a bird on apple, by J.Pereira Art Carving Fruit

In this video teaching how to make a simple decoration on apple.

Werft gern mal einen genaueren Blick auf seine Videos – das sind nicht nur viele, die sind auch recht inspirierend, wenn es um das Anrichten von (vor allem, aber nicht nur) Obst geht.

Mittlerweile kann ich mich schon gar nicht mehr daran erinnern, dass es eine Zeit gab, in der ich für diese kleine Seite vollkommen allein verantwortlich war, denn Line gehört über die letzten Jahre zum festen Bestandteil und liefert einen der wohl wichtigsten Alleinstellungsmerkmale dieser Seite: wöchentliche Rezepte und alle zwei Wochen ihren ganz eigenen Rückblick auf die letzten fast 7 Tage.

Da freu ich mich eigentlich jedes Mal drüber, denn gestartet ist das Ganze eigentlich nur, damit ich ein bisschen entlastet werde – hat aber auch den einen oder anderen netten Nebeneffekt. So kann sie ihrem Hobby nachgehen (und wir dadurch auch ein bisschen dazu gezwungen) und ich bekomm leckeres Essen. Und werd halt fett. Aber irgendwas ist ja immer.

Was sie allerdings noch nicht gemacht hat: Brot. Was halt auch echt viel Arbeit ist, sich aber womöglich lohnen könnte, denn frisches Brot ist einfach nur geil. Und das nicht nur in Tadschikistan, wo Brot noch mal ganz anders gemacht als hierzulande:

In Tajikistan, bread is still baked in a beautiful, traditional way at Shamsullo Dustov’s house in Kumsangir—just 30 miles from the Afghan border. Much of the surrounding land is nonarable, so the homemade bread makes up a large part of peoples’ average daily caloric intake. Watch the process unfold in John Wendle’s short piece.

Aus Gründen ist diese Woche mal ein bisschen weniger los …

Soweit ich mich erinnern kann, gab es bei meinen Eltern immer nur Margarine zu Essen – das aber in absoluter Konstanz zu allem, was irgendwie mit Brot zu tun hat. Butter war da immer irgendwie was Besonderes und gab es eigentlich nur, wenn wir mal auf Reisen in irgendeinem Hotel waren, wobei ich gar nicht so genau weiß, warum. Ich kenne aber auch den Unterschied zwischen Margarine und Butter nicht und das liegt vor allem daran, dass ich einfach zu faul bin, es zu ergoogeln. Manche Mysterien sollte einfach geheim bleiben.

Doch spätestens seit Line und ich uns einen Haushalt teilen, sucht man Margarine in unser Leben vergebens und das ist auch gut so, denn Butter schmeckt ja einfach besser. Viel mehr noch, wir greifen immer zur gesalzenen Butter, weil die einfach am besten schmeckt und bekanntlich Salz in geringer Menge nahezu jeden Geschmack verstärkt. Glaub ich, kann sich auch nur auf Süße beziehen – mir am Ende aber genauso egal wie der Unterschied zwischen Margarine und Butter.

Dabei fällt auch auf: Wir wissen zwar sehr grob, wie Butter hergestellt wird, haben aber auch davon im Prinzip keine Ahnung. Und wie französische Butter traditionell hergestellt wird, wissen wir noch viel weniger, was eigentlich schade ist, denn gerade in Frankreich hat Butter noch mal einen ganz anderen Stellenwert. Zumindest im Le Beurre Bordier – keine Ahnung, wie man das ausspricht, hatte in der Schule nie französisch -, denn da ist Butter nicht einfach Butter – da ist Butter Kunst:

Insider’s Claudia Romeo traveled to Brittany, France to meet with Jean-Yves Bordier, a butter artisan who brought back to France the 19th-century technique of malaxage, using a big wooden wheel to knead the butter. To Jean-Yves, the malaxage is a more romantic way to make butter. At his workshop, everything is churned, kneaded, and shaped by hand.

Ein Schelm, wer nach diesem Beitrag denkt, dass ich unfassbar wenig weiß. Aber auf Butter bezogen stimmte das zumindest am Anfang.

Ich bin ja ein leidenschaftlicher Kitchen Impossible-Gucker, aus vielerlei Gründen, wobei das Kochen selbst nicht wirklich dazu gehört. Was dabei ganz spannend ist: Auch nach den zahlreichen gesehenen Folgen lern ich doch immer noch neue Sachen dabei – neueste Erkenntnis ist die, warum Köche das Backen so sehr hassen. Und gut möglich, dass ich mir jetzt jeden Koch der Welt zum Fein mache: Weil sie nicht schummeln können.

Denn beim Backen ist es ja so, dass man natürlich erstens absolut akkurat arbeiten und sich idealerweise an feste Mengen- und Temperaturangaben halten muss, zweitens sieht man aber erst ganz am Ende, ob alles so geklappt hat, wie man sich das wünscht. Oder eben nicht.

Beim Kochen hingegen kann man immer wieder eingreifen, nachwürzen, hier und da pfuschen und eben retten, wenn was daneben gegangen ist. Backen scheint mir daher dann doch die schwierigere Disziplin von beidem zu sein.

Aber darum soll es gar nicht gehen, sondern dass mir in den letzten Folgen aufgefallen ist, dass es scheinbar immer moderner wird, Reis in irgendwas reinzustopfen oder anderen Kram drüber zu stülpen, sodass man den Reis anfangs gar nicht wahrnimmt, erkennt oder wenigstens sieht. Das war neulich irgendein Blätterteig, im nachfolgenden Video ist es ein Omelett.

So einfach, so unspektakulär und irgendwie auch immer zu reislastig, wenn es nach mir geht – aber wenigstens ist das Omelett nicht einfach nur ein Omelett, sondern ein Tornado-Omelett.

Das sieht recht fancy aus, hat witzigerweise aber abgesehen von der Optik relativ wenig mit den typischen Eigenschaften eines Tornados gemein – zumindest braucht man dann doch deutlich mehr Geduld, Gefühl und Ruhe, als so ein Tornado normalerweise vermittelt:

Sorgt trotzdem dafür, dass ich instant Hunger bekomme. Oder besser gesagt: Appetit darauf.

Derlei Headlines sind ja immer besonders schwierig, weil es halt mit großer Wahrscheinlichkeit immer eine Variante geben wird, die nicht auftaucht und dann ist das mit „jeden“ eben ganz schnell vorbei. Außerdem stellt sich bei solchen Auflistungen auch mal schnell heraus, dass viele Varianten nahezu identisch sind und sich lediglich durch einen Arbeitsschritt oder irgendeine andere Kleinigkeit unterscheiden, die sonst niemandem auffallen würde – außer eben dem, der sich damit intensiv beschäftigt.

Aber es geht um Kaffee und Kaffee ist niemals Spaß. Nein, Kaffee ist Lebenselixier und Grundnahrungsmittel und mir graut schon jetzt vor der Zeit, die wir immer nur aus irgendwelchen Sci-Fi-Filmen und -serien kennen, in denen es keinen Kaffee mehr gibt (und so überhaupt erst deutlich wird, wie kaputt doch die Zukunft ist). Ich mein, wie kommen die Leute denn überhaupt klar, wie kommen die denn morgens überhaupt aus dem Bett und überhaupt durch den Tag?

Ist natürlich Quatsch, denn auch mir ist klar, dass Kaffee immer nur kurzfristig wach macht und vor allem für Herzrasen als für gesteigerte Energie und Konzentration sorgt. Aber grüner Tee schmeckt halt auch nicht wesentlich geiler und so richtiger Mate-Tee ist beinahe schon absurd-eklig, dass ich tatsächlich erst auf die Kaffee-lose Zukunft warten würde, bevor ich mir das antue.

Diese Zukunft ist aber noch nicht jetzt also sollten wir den Kaffee so lange genießen, wie wir ihn noch haben. Und das gern in nahezu allen Varianten die es gibt, wobei das nachfolgende Video äußerst hilfreich dabei sein dürfte – mindestens lernt man so auch noch ein paar Varianten kennen, die vorher mit Sicherheit unbekannt waren:

Break out your bean grinders and come to attention because barista class is in session! Join Kaleena Teoh and Chi Sum Ngai, owners of Coffee Project NY, as they teach us how to make (almost) every espresso drink your average coffee consumer could come across. From venerable lattes and cappuccinos to creamy affogatos and martinis with a kick, Kaleena and Sum break down everything there is to know about espresso – and prepare you with a barista’s knowledge for the next time you’re at the local shop.

00:00 Introduction
00:48 Prep Tools
02:13 Espresso, Manual
04:45 Espresso Machine
06:23 Doppio
07:18 Lungo
08:43 Ristretto
09:59 Americano
10:50 Cortado
13:32 Piccolo Latte
14:31 Cappuccino
15:44 Flat White
17:01 Macchiato
17:38 Latte Macchiato
18:24 Breve
18:56 Red Eye
19:40 Mocha
20:41 Espresso Romano
21:25 Dirty Chai
22:12 Syrup Latte
23:26 Espresso Martini
24:54 Corretto
25:36 Beerpresso
26:32 Paloma
28:05 Frappe
28:53 Affogato
30:00 Vienna Coffee
31:15 Caffe Freddo
31:59 Turkish Coffee

Wichtig übrigens für jede Variante: die richtige Kombination aus Temperatur, Druck und Zeit.

Wir Deutschen haben ja durchaus unsere Vorzüge: Immer pünktlich, hart arbeitend und wo deutsche Qualität drauf steht, kann man sich auch auf Qualität verlassen. Zudem meckern wir stoisch immer übers Wetter und wenn uns doch mal was nicht in den Kram passt, dann haben entweder die da oben Schuld oder der Ausländer – am liebsten aber beide zusammen.

Aber manche Dinge haben wir auch mit dem Rest der Menschheit gemein und dazu gehört unter anderem ein immer mal wieder verirrter Geschmackssinn. Am Ende kommt dann zum Beispiel ein Jägerschnitzel heraus, dass eigentlich nur eine panierte Scheibe Jagdwurst mit Ketchup ist, Pizza Hawaii oder auch Spaghetti-Eis.

Und gerade letztgenanntes hab ich bis heute nicht verstanden. Ich mein, irgendeine Speise, die anders aussieht als sie schmeckt, ist ja schon lange nichts Neues und gerade in der Molekularküche ist das ja quasi an der Tagesordnung – aber Spaghetti-Eis hat nun mal so gar nichts damit zu tun und ist auch nicht besonders raffiniert. Viel mehr noch: Das sieht ja teils nicht mal nach Spaghetti aus, denn die Leute machen daraus immer dämliche Türme (was nun niemand mit Spaghetti macht) und auch die Soße trägt nicht gerade zur Täuschung bei.

Außerdem ist das am Ende einfach Vanille-Eis mit Erdbeersoße – da ist das spannendste vielleicht noch die weiße, geraspelte Schokolade. Aber Spaghetti-Eis ist halt auch im Jahr 2020 ein richtiges Ding und erfreut sich bei (viel zu) vielen großer Beliebtheit, sodass sich The Great Big Story mal auf den Ursprung des Spaghetti-Eises gemacht haben. Und natürlich fündig geworden sind:

You don’t need a fork to eat this plate of spaghetti. Just a spoon will do. And that’s because it’s not actually spaghetti. It’s Spaghettieis—vanilla ice cream noodles topped with strawberry sauce and white chocolate shavings. Dario Fontanella, the inventor of spaghetti ice cream, invites us into his dessert shop in Mannheim, Germany to sample this ice cold treat. Did we mention it’s served on a bed of whipped cream?

Ich bevorzuge dann doch lieber ein Nogger. Und `n Bier.

Bis vor ein paar Jahren war der wöchentliche Einkauf bei uns für mich immer ein kleines Highlight, denn: endlich konnte ich wieder neue Süßigkeiten entdecken. Denn darin sind wir Deutschen gar nicht mal so schlecht, schließlich unterscheiden sich Süßigkeiten im Ausland meistens nur durch die Intensität der Süße – geschmacklich geht da aber nicht viel (was im übrigen sehr enttäuschend war, als wir uns das erste Mal in London oder auch den Niederlanden mit Süßigkeiten eingedeckt haben). Dänemark ist da beinahe schon ein Exot, denn da wird halt auch noch viel mit Lakritz gemacht. Da geht in Deutschland einfach mehr, wenn auch so manches Experiment daneben, wie zum Beispiel die After Eights mit Erdbeergeschmack. Würde mich wundern, wenn die noch mal wieder kommen würden.

Ganz weit vorn dabei waren auch immer Milka, Ritter Sport oder auch die Corny-Riegel – kaum ein Monat, in dem es nicht neue Sorten zu entdecken gab, genauso beim Müller Milchreis (ich weiß, alles böse Firmen, aber darum geht es gerade nicht). Doch all das ist mittlerweile Geschichte und seit Jahren ist mein Blick ins Süßigkeiten-Regal fest mit Enttäuschung verbunden. Neue Sorten sucht man vergebens und scheinbar hat man auch all seine Experimentierfreudigkeit verloren, was einfach nur schade ist.

Besonders, wenn man mal den Blick nach Japan richtet, die allein für Kit Kat irgendwas um die 400 Geschmacksrichtungen vorweisen können – wie viel haben wir? 3? 5? Aber auch hier sei Vorsciht geboten, ich hab mal vor ein paar Jahren die Version mit grünem Tee versucht – war leider eine unvergleichliche Abartigkeit.

The Great Big Story haben mit dem Mann gesprochen, der dafür verantwortlich ist, dass es überhaupt zu solch einer Auswahl kam und dass die auch noch weiter ausgebaut wird: Yasumasa Takagi.

Kit Kat is big in Japan. From cheesecake to wasabi to purple sweet potato, the crispy wafer bar is available in more than 400 varieties, according to Yuji Takeuchi, marketing manager for Nestlé Japan. And it’s up to Yasumasa Takagi to keep the fresh flavors coming. The classically-trained pastry chef has added over 50 to the Kit Kat canon so far. Takagi invites us into his kitchen in Tokyo to see how he creates yummy new flavor profiles for customers who are always hungry for more.

Wenn wir bisher keine Gründe hatten, nach Japan zu reisen – jetzt haben wir einen.

Aber darum soll es hier nicht gehen, zumal gar nicht belegt ist, dass Etoni Mama hier Lebensmittel tatsächlich verschwendet. Viel mehr versucht die japanische Mutter dreier Kinder ihre Liebsten kreativ zu überraschen und ein bisschen Spaß und Freude auf den Teller zu bringen – in dem sie sich immer wieder neue Anordnungen, Muster und nachgebildete Figuren einfallen lässt.

Und das macht sie mittlerweile so erstaunlich gut, dass sich nicht nur ihre Kinder daran erfreuen, sondern auch das Internet:

Natürlich gibt es noch viel mehr von ihr zu sehen und das findet man am besten natürlich auf Instagram. Um die 151.000 Abonnenten tun das schon und wenn ihr schlau seid, gesellt ihr euch einfach dazu. Und wer noch ein bisschen mehr Foodporn sehen möchte, dem empfehle ich einen Blick in diese Kategorie oder auch diese Suche. Angeordnetes Essen gibt es dort weniger, dafür andere Foodporn-Kunst, die garantiert dafür sorgt, dass ihr Essen in anderem Licht seht. Oder mindestens Hunger bekommt. Und selbstverständlich lohnt sich auch immer ein Blick in die Kategorien von Line – denn warum Essen nur anschauen, wenn man es auch selbst machen kann.

Ich oute mich jetzt: Ich bin kein Popcorn-Fan. Schon gar nicht Zuhause, aber auch nicht im Kino und da ist mir auch wirklich vollkommen egal, ob das jetzt süß oder gesalzen oder beides ist – Popcorn ergibt für mich so gar keinen Sinn. Ohne Würzung schmeckt es einfach nach nichts, wird super schnell pappig und gefüllt ist da mehr Luft als alles andere drin. Dafür ist es aber im Kino herrlich teuer und bereits aufgegessen, bevor der Film losgeht – oder man hat so viel gekauft, dass man den Boden um sich herum einsaut (was man erst nach dem Film wirklich sieht) und den ganzen Film über mit störender Geräuschkulisse auf sich aufmerksam macht.

Ohne nachgesehen zu haben, behaupte ich auch: Popcorn hat keinerlei nennenswerte Nährstoffe und ist somit eines der überflüssigsten Nahrungsmittel der Welt. Und komisch sieht es auch noch aus.

Zusammenfassend kann man also sagen: Popcorn ist ein ziemlicher Quatsch und niemand weiß, was sich Mutter Natur dabei gedacht hat. Vielleicht ein schlechter Versuch ein bisschen Humor in die Landwirtschaft zu bringen, wenn man sich vorstellt, dass es doch mal so heiß werden würde, dass die Maiskörner in Maiskolben plötzlich alle aufplatzen und die Felder mit Popcorn bedecken würden. Aber so weit sind wir noch nicht, auch wenn wir mittels Klimaerwärmung uns der Versuchssituation motiviert schnell annähern.

Bleibt am Ende eigentlich nur: Wenigstens sieht Popcorn cool aus, wenn man es sich unter Slow Motion anschaut. Und dann auch nur für die Bruchteile, in denen die Maiskörner aufplatzen:

First in a new series of 100k+ FPS videos! Super stoked to share more as they get filmed.

Was man aber auch sagen muss: Auch wenn Popcorn nur für diese Bruchteile kurz cool ist – es ist immer noch deutlich cooler als ich in meiner Gesamtheit. Ein weiterer Grund, warum ich Popcorn doof finde …

Seit irgendwas um die 5 oder 6 Monate hocken wir nun schon Zuhause, wobei das ja eigentlich kein Hocken mehr ist – wir arbeiten lediglich von Zuhause aus und machen sonst nicht viel anders als sonst. Der Wechsel ins Homeoffice (oder besser gesagt Mobile Office, denn so ein Homeoffice bringt ja rechtlich noch ein paar Hürden mit sich) war auch gar nicht so schwer, wir haben das vorher ja auch schon ab und an gemacht. Und doch muss ich rückblickend sagen: Auch ich hatte mindestens ein Mal eine Phase, in der mir das alles tierisch auf den Sack ging, die Motivation ist gar nicht den Weg in unsere Wohnung gefunden hat und ich irgendwie durch war.

Mittlerweile hat sich das aber wieder gedreht und ich behaupte: Ich hab mich mehr als dran gewöhnt und will auch gar nicht mehr ins Büro zurück – zu groß sind der Gewinn durch den wegfallenden Arbeitsweg und die optimal auf mich angepasste Umgebung.

Was aber mittlerweile nervt: Das zwei-tägliche Kaffeekochen. Das haben Line und ich uns recht schnell angewöhnt, denn so muss jeder Mal ran, der Kaffee schmeckt nie gleich und wir haben eine kleine Tradition, an der wir uns festhalten können. Eigentlich also sogar eine gute Erfindung – aber das Saubermachen nervt halt richtig. Besonders morgens will ich eher meine Ruhe und hab eh schon genug zu tun. Da noch die Maschine fertig machen und hinterher alles wieder putzen … das will doch keiner.

Außerdem ist Line deutlich besser, was Amateur-Latte-Art angeht. Okay, ich versuch es auch gar nicht erst, aber was sie da mittlerweile zaubert … das ist schon nicht schlecht.

Hat aber gegen das nachfolgende Beispiel so gar keine Chance – vielleicht dient genau das aber auch der Motivation, sich noch mehr zu steigern:

Und wenn wir schon dabei sind, gibt es hier gleich noch ein bisschen mehr Latte-Art.

Mindestens genauso erstaunlich: Wie viel noch in so eine Tasse rein passt, selbst wenn sie eigentlich schon maximal voll aussieht. Und wer noch mehr davon will, schaut sich einfach auf dem Instagram-Account von @milkyfinesse um, der ist voll von Latte-Art.

Kurz vor und nach unserem Urlaub hab ich tatsächlich damit zu kämpfen gehabt, zu viel von meinem Lieblingsessen bekommen zu haben. Da wäre zum einen der Nudelsalat, den Line bzw. ihre Mutter immer mal wieder machen und den ich einfach nur Liebe. Nudeln, Knoblauch, Mozzarella und Tomaten – schon bin ich glücklich. Und den gab es sowohl vor unserem Urlaub, während unseres Urlaubs und auch direkt am Tag unserer Rückreise. Eigentlich geil, aber dann eben doch langsam zu viel, sodass ich mir erstmal eine Nudelsalat-Zwangspause auferlegt hab – wäre schließlich großer Mist, wenn ich mir den überfressen würde.

Und auch was meinen geliebten Pulled Pork-Burger angeht, konnte ich mich nicht beklagen, denn den hab ich sowohl am Wochenende vor unserem Urlaub bekommen, als auch drei Tage später als meine Eltern zu Besuch waren. In Anbetracht dessen, dass ich den gefühlt seit einem Jahr nicht mehr gegessen hab und dann direkt zwei Mal in einer Woche … definitiv ein Highlight.

Wenn wir aber schon bei Burgern sind, dann denkt man automatisch auch an das goldene M. Keine Ahnung, wie lange es schon her ist, dass ich zuletzt bei McDonalds war, aber es dürften mittlerweile Jahre sein. In Anbetracht der höherpreisigen Konkurrenz in den letzten Jahren, der aber damit auch gestiegenen Qualität der Burger aber auch irgendwie kein Wunder oder?

Dennoch ist es eine gute Gelegenheit, um sich mal das weltgrößte Restaurant in Orlando Florida zu besuchen – wenn auch nur virtuell (was ja immerhin gesünder ist und weniger auf die Hüften geht).

Denn in diesem Restaurant gibt es neben den üblichen Kram, den man auch hier zu Lande findet, ein paar Besonderheiten. Ich sag nur: Pizza.

We tour the largest McDonald’s in the world and find out they have much more to eat than just burger and fries.

Verrückt.

Wir bleiben heute ein bisschen kunstvoll und vielleicht auch abgedreht, aber wo das vorhergehende Video von omozoc vielleicht noch ein bisschen Sinn gemacht hat, wird es bei dem hier von Mike Nemcek schon deutlich schwieriger.

Eigentlich fliegen hier nur Lebensmittel durch die Gegend, teils sehr kunstvoll, teils sogar tanzend und ab und an werden die auch mehr oder weniger verarbeitet. Musikalisch ist das auch alles sehr angenehm, visuell sowieso – aber so richtig dahinter kommen, was das nun soll, ob das nun Werbung ist, irgendein Showreel oder was auch immer … das will mir einfach nicht gelingen.

Muss es an sich aber auch nicht, schließlich reden ja immer alle davon, dass Kunst genau das machen soll – Leute verwirren, zum Denken anregen … und vielleicht auch verrückt werden lassen. Oder so.

Dennoch ist es unfassbar gut gemacht und auch wenn das hier vermutlich wirklich alles nur aus dem Rechner kommt und nichts davon echt ist – ich mag das sehr:

Edibles is another short film based on curiosity, weirdness, love for colors, desire to create something different, and a bit of an accident. People admire a fancy cuisine, but what if ordinary and plain food had something to say as well? What if it could dance or express the character. Playing with my dinner and observing the movements was the first idea and the centered torus shape was a common key for the choreography. Make sure to turn the sound on as I carefully paid attention to this detail as well. Enjoy!

Und immerhin: Das erste Video, dass nahezu ausschließlich aus Essen besteht und ich nicht sofort Hunger bekomme. Muss man auch erstmal hinkriegen.

Schaut euch auch ruhig seine anderen Videos an, das eine oder andere Showreel ist da tatsächlich zu finden und insgesamt ist das alles schon ziemlich genial, was Nemcek fabriziert.

Vor ein paar Wochen hat Kevin James damit begonnen, dass Internet zu gewinnen – hauptsächlich in dem der ehemalige King of Queens-Star YouTube für sich entdeckt und mit semi-professionellen Clips gefüttert hat. Da war zugegeben nicht jeder Schuss ein Treffer, aber a) kann man das von niemandem so wirklich erwarten und b) macht es die Perlen, die dann doch zu finden waren, nur perliger. Das eine oder andere Video hat es ja auch auf wihel.de geschafft und eine größere Anerkennung kann es im Grunde ja nicht geben.

So ein bisschen hat der Hype aber auch wieder um ihn abgenommen, vielleicht hab ich aber auch nur nach wie vor vergessen, seinen Kanal zu abonnieren und die neuen Videos fanden ihren Weg nicht mehr auf die übliche Weise zu mir – wir werden es wohl nie erfahren (außer ich geh auf YouTube kurz nachgucken. Vielleicht mach ich das sogar. Aber nur vielleicht).

Dennoch, das neueste Video hat dann auch mich erreicht und kommt mal wieder aus der James’schen ASMR-Ecke.

Um es aber direkt vorab zu sagen: So wirklich ASMR-mäßig ist das nicht, dafür ist der Sound dann doch deutlich zu episch geraten – erinnert dafür aber auch an Stranger Things. Im Gegenzug gibt es eine visuell sehr ansprechende und recht einfache Anleitung, wie man Pizza vom Vortag (oder Vortag vom Vortag) aufbereitet, die zumindest für mich neu war. Ich hau die sonst einfach immer nur kurz in die Mikrowelle oder esse sie schlichtweg kalt. Denn auch kalte Pizza ist gute Pizza:

Better the second time around.

Pro-Tipp, weil es gerade passt: Wer Pizza noch mal mittels Ofen aufwärmt, sollte daran denken, die Pizza vorher ausreichend zu befeuchten. Aber auch nicht zu viel, sonst wird das ganze Ding einfach nur matschig. Und bitte auch nicht mit der Hitze übertreiben – irgendwas um die 100°C und Umluft reicht, man muss ohnehin die ganze Zeit schauen, wie die Konsistenz ist und wann sie warm genug ist.

Und jetzt gehen wir alle mal zu seinem Kanal und abonnieren denn. Reicht ja, wenn nur ich so dumm bin wie ich und nicht auch ihr oder?

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https://www.wihel.de/asmr-cooking-mit-kevin-james-aufgewaermte-pizza/feed/ 1
Ausgefallene Macarons von Kim Delia https://www.wihel.de/ausgefallene-macarons-von-kim-delia/ https://www.wihel.de/ausgefallene-macarons-von-kim-delia/#comments Tue, 12 May 2020 10:55:36 +0000 https://www.wihel.de/?p=101540 Während für Line Macarons beinahe schon ein alter Hut waren, war mir diese Form der Backkunst sehr lange gänzlich unbekannt – ich bin aber auch ein Dödel und verweigere mich Trends und Hypes gern mal so lange, bis sie keinen mehr interessieren, nur um dann verspätet auf den Zug doch noch aufzuspringen. Oder erfolglos hinterher zu rennen.

So jedenfalls auch bei Macarons, wobei ich selbst nach den ersten Verzehrungen nicht so ganz kapieren wollte, was da so besonders dran ist. Rückblickend lag das natürlich an der minderen Qualität der Macarons, aber wenn wir mal ganz ehrlich sind: Ein Gebäck, dass alles andere als einfach zu backen ist und das am Ende nur süß schmeckt … das rechtfertigt doch weder den Aufwand, noch den recht hohen (eben durch den Aufwand begründeten) Preis oder? Ich mein, andere werden zum Millionär weil sie unfertigen Keksteig verkaufen – wer will sich denn da noch in die Küche stellen und sich diesen komplizierten Kram antun?

Kim Delia offenbar. Die Schweizerin ist eigentlich Floristin, backt in ihrer Freizeit aber auch ganz gern mal, was zumindest in meinem Kopf ein paar Parallelen zu Line zieht. Der Unterschied ist halt: Line kocht und backt sich einfach querbeet durch die kulinarische Welt, während sich Kim scheinbar auf Macarons spezialisiert hat.

Und eigentlich ist das auch gar kein Hobby mehr, denn die Ergebnisse von ihr sind (zumindest optisch) nicht zu toppen. Behaupte ich als unwissender Nicht-Experte – zu schade zum Essen sind sie aber definitiv, weil das eigentlich schon als Kunst gilt:

Ein Wahnsinn oder? Wer gern mehr davon sehen will, schaut am besten bei Instagram unter @kims_bachstuebli vorbei – mehr Impressionen von ihr selbst gibt es direkt unter @kimdelia_.

Um die Chicken Nuggets von McDonalds ranken sich ja schon seit Jahren diverse Gerüchte und ohne mich daran beteiligen zu wollen: So wirklich nahrhaft sind die Dinger bestimmt nicht. Ob da nun Holz mit drin ist, Ratte oder auch einfach nur Papier – ich hab keine Ahnung davon und will es ehrlich gesagt auch nicht wissen. Mich interessiert auch nicht, was in meinen Wurstscheiben drin ist, denn solange sie schmecken, bin ich einigermaßen zufrieden (mir ist natürlich klar, dass das eine ziemlich beschränkte bzw. naive Sichtweise ist, aber wenn ich mir bei jedem Nahrungsmittel erstmal Gedanken mache, vergeht sämtlicher Spaß am Essen – und Essen muss unter anderem Spaß machen …)

Auf der anderen Seite: So ein, zwei Mal im Jahr gönn ich mir dann auch diese Form des Junkfoods – nicht, weil ich es mir mal erlauben will, sondern einfach weil ich Bock drauf hab. Glaube ja ohnehin daran, dass man sich bei einer gewissen Mischung aus bescheuertem Essen ein ganz passables Abwehrsystem aufbaut – so ein bisschen wie in der einen Simpsons-Folge, als sich herausstellte, dass Mr. Burns so dermaßen kaputt ist, dass sich sämtliche Schädlinge im Körper gegenseitig im Weg sind und er deswegen einfach immer weiter lebt. Oder so. Ihr wisst schon.

Zurück zum Thema: Joshua Weissman hat sich einfach mal hingesetzt und Chicken Nuggets selber Zuhause hergestellt. Die sind natürlich deutlich nahrhafter als das Original (so nahrhaft wie man in dem Bereich eben sein kann) und eigentlich ist mir sein Video auch an manchen Stellen „zu drüber“ – aber so sind eben Chicken Nuggets und so agieren eben Youtuber.

Warum ich es dennoch bringe? Weil es nicht schaden kann, wenn man mal grob weiß, wie man die Dinger selber macht:

The coveted chicken McNugget is no secret. It’s all in the technique and as it turns out, that’s pretty easy too! And with that, welcome to episode 8. of But Better. :)

Wer auch Bock drauf hat, hier die Zutatenliste:

Ingredients you’ll need:
Rye Barbecue Sauce:
1 cup (270g)ketchup
1/4 cup panela(63g)or dark brown sugar
1 tablespoon (7g) smoked paprika
1 tablespoon (10g) garlic powder
1.5 teaspoons (4g) kosher
1 tablespoon (15g) nice dijon mustard
2 tablespoons (25g)Worcestershire
1.5 tablespoons (16g) chinkiang vinegar or black vinegar
3 tablespoons (35g) rye whiskey *optional*
1/2 cup water
3 tablespoons (35g)white distilled vinegar
Splash of shirodashi *optional*

Chicken:
1.5 lb chicken breast
.25 lb chicken skin
2 tsp (14g) salt
1tsp (7g) sugar
1/2 teaspoon (1g) MSG

Thin Batter:
1 240ml cup water
1/4 cup corn starch (45g)

Flour Mixture:
3 cups all-purpose flour
1 heaping (22g) tablespoon kosher salt
1/2 teaspoon (2g) MSG
1 teaspoon (3g) white pepper fresh ground
1 teaspoon (2g) celery powder

“Tempura” Batter:
1/2 cup (75g) corn starch
3/4 cup (103g) all purpose
1.25 teaspoon (4g) baking powder
1/4teaspoon (1g) baking soda
2 eggs
1 cup (240ml) chilled water

Und dann ruhig ein bisschen größer machen, denn große Chicken Nuggets sind immer besser als kleine.

Ich weiß gar nicht ob oder gerade wegen, aber auch dieses Jahr gibt es wieder einige Trends, die man natürlich nicht mitmachen muss, die aber vor allem auch beim zweiten Anblick ziemlich bekloppt wirken.

Dieses Jahr ganz neu: Dalgona-Kaffee.

Das ist nicht etwa eine neue, überteuerte Kaffee-Sorte, bei der irgendwelche Katzenscheiße mit involviert ist – dabei handelt es sich schlichtweg um Instantkaffee. Ich weiß, weitläufig verpöhnt, aber ich scheue mich nicht, zuzugeben, dass auch ich Instant-Kaffee konsumiere. Hauptsächlich, weil mir morgens die Zeit fehlt, um die Siebträgermaschine anzuschmeißen und zu bedienen, hier heiligt der Zeitgewinn die mindere Qualität.

Ich käme aber nie darauf, aus Instant-Kaffee irgendeinen geilen Scheiß machen zu wollen, denn wir alle wissen: noch so geil angemalte, verformte oder gestapelte Scheiße bleibt am Ende trotzdem noch Scheiße. Und Instant-Kaffee bleibt nun mal Instant-Kaffee.

Und das ist nun mal Dalgona-Kaffee. Viel mehr noch führt die „neue“ Zubereitungsart auch noch dazu, dass die Konsistenz des Kaffees zwar deutlich anders ist – aber in einer Form, die mir maximal widerstrebt. Um nicht zu sagen: Aus der Scheiße hat man noch viel größere Scheiße gemacht, was an sich schon wieder bemerkenswert ist. Allein das Beitragsbild bzw. die ersten Sekunden des Videos zeigen, dass das aussieht, als würde einem jemand in die Kaffeetasse kacken und das will ja nun wirklich niemand.

Ich denke, meine Ansicht dahingehend ist nun klar geworden – deutlich diplomatischer drückt es James Hoffman aus, der aber in etwa zu dem gleichen Fazit kommt: Dalgona-Kaffee sollte man einfach lassen.

Wie gesagt, lasst den Quatsch einfach. Führt zu nix. Zumindest zu nix besserem als den Kram einfach mit heißem Wasser aufzugießen, wie man das sonst auch immer gemacht hat.

Definitiv ein Nachteil am Homeoffice: Die gestiegenen Kosten durch häuslichen Kaffee-Konsum. Natürlich schmeckt der Kaffee Zuhause um einiges besser im Vergleich zur Büro-Plörre, der größte Nachteil aber ist, dass man nun auf eigene Kosten das schwarze Gold versäuft. Gleiches gilt übrigens auch für Wasser, Klopapier und all den Kram, den man normalerweise im Büro verwendet und über den man sich keine größeren Gedanken macht – ein Schelm wer daher nicht einen Minigedanken daran verschwendet, dass das hier alles vielleicht doch nur ein abgekartetes Spiel unserer Arbeitgeber ist, um wenigstens einmal die Nebenkosten drücken zu können.

Bevor ich aber gänzlich zum neuen Xavier Naidoo werde, schwenken wir den Fokus lieber in eine andere Richtung. Was hingegen sehr schön am heimischen Kaffee ist: Line und ich wechseln uns jeden Tag damit ab, wer für uns beide Kaffee kocht. Ist mit Siebträger ja dann doch ein wenig aufwändiger im Vergleich zum Büro – aber wer Geschmack haben will, muss eben auch ein bisschen leiden. Oder eben mehr Zeit investieren. An dieser Stelle auch ausdrücklich erwähnt: Ihr Kaffee schmeckt deutlich besser als meiner und ich weiß bis heute nicht, warum.

Ebenso spannend: Wie Kaffee in anderen Ländern zubereitet wird. Scheinbar gibt es da eine Vielzahl von Methoden, wobei ich nur zwei oder drei andere kenne und die auch eher darauf basieren, dass man bestimmte Utensilien weg lässt oder hinzu nimmt – aber alles mehr oder weniger lächerlich, wenn man mal schaut, was in Schweden, Mexico oder anderswo mit Kaffee alles gemacht wird:

If there is one thing people everywhere love, it just might be coffee—more than 2 billion cups are consumed on this planet every single day. In this installment of “Around the World,” we travel to five different countries to sample five different kinds of coffee because, frankly, someone had to do it. From café de olla in Mexico to egg coffee in Vietnam, we still haven’t met a cup we didn’t like.

Die aktuelle Situation zeigt gerade ganz gut: es schadet nicht, wenn man ein paar Vorräte Zuhause hat. Allen voran sollte man natürlich Klopapier wie nichts Gutes bunkern, ein ganzes Einfamilienhaus voller Nudeln schadet auch nicht und wenn möglich, dann spricht auch nichts gegen ein Imperium aus Sonnenblumenöl.

Natürlich nicht, denn selbst mit einer Ausgangssperre ist es noch immer erlaubt, Lebensmittel und Co. einigermaßen normal einkaufen zu dürfen. Sämtliche Hamsterkäufe und alles damit einhergehende sind nicht nur überflüssig, sie sind einfach nur dumm, wenn nicht sogar gefährlich – wer die Nachrichten in den letzten Tagen verfolgt hat, und das dürften einige gewesen sein, weiß, wovon ich spreche. Lasst die Scheiße einfach.

Nichtsdestotrotz sollte man aktuell aber auch nicht in völliger Völlerei ergehen. Wir sind zwar noch ein gutes Stück weit weg von rationierten Portionen, aber wie so ziemlich in jeder Lebenslage ist Vernunft immer ein guter Freund.

Sollte es aber dennoch so kommen, dass zum Beispiel Lebensmittel knapp werden, könnte das nachfolgende Video von oiri_kitchen kein schlechter Tipp sein. Denn darin zeigt der japanische Food-tuber eigentlich, wie unfassbar großartig japanische Küchenmesser sein können (wobei ich behaupten würde, dass auch andere Messer ähnliche Ergebnisse erzielen können, wenn sie nur ausreichend scharf geschliffen sind). Uneigentlich aber macht er vermutlich das dünnste Sandwich der Welt und präsentiert nebenbei, wie unfassbar gut er Dinge zerschneiden kann:

ご視聴ありがとうございます!
趣味で料理してます。おいりです。
日本食の美しさ、和包丁の素晴らしさを伝えれたらいいなと思ってます。

包丁でやる、おそらく世界一であろうサンドウィッチです。
包丁でこれ以上薄くできる方がいれば是非みてみたい。
もっともっと薄くしてみせます。

Ändert dann zwar nichts daran, dass man weiterhin Hunger hat, aber wenigstens kann man auf dem Schulhof weiterhin damit angeben, dass man ganze Sandwiches gegessen hat. Auch wenn man dort aufgrund von Verfügungen vermutlich/hoffentlich ganz alleine steht.

Im Grunde ist ja schon alles über Pizza erzählt. Rundes Stück Teig, belegt und im Ofen erhitzt – Zack, schon gehört man zum UNESCO Weltkulturerbe. Aber auch nur, wenn man so gemacht wurde, wie sie es in Neapel machen.

Da ich aber diese Woche ohnehin viel an einem firmeninternen Quiz gearbeitet hab, stürzen wir uns doch einfach mal auf ein paar Fakten, die vermutlich nicht jeder kennt – denn auch bei Pizza kann man sicher noch das eine oder andere lernen.

Wusstet ihr zum Beispiel, dass es die Pizza erst/schon seit dem 18. Jahrhundert gibt? Das gilt aber eher für die Variante, die mit Olivenöl, Tomaten und Oregano belegt ist, das Wort Pizza selbst ist wohl noch älter, bezieht sich aber auf Hefeteig mit Olivenöl, Salz, Zwiebeln und Schweineschmalz als Zutaten (also keine Tomaten) und irgendwie klingt das furztrocken, aber schreit auch beinahe nach einem Test. Denn: Schweineschmalz auf Pizza? Was kommt als nächstes, Ananas?

Was vermutlich auch keiner wusste: Die Pizza Margherita geht auf die Frau von König Umberto I zurück. Der hatte damals den Pizzabäcker Raffaele Esposito beauftragt, eine Pizza für seine Frau zu backen. Der wiederum hat sich an den traditionellen Farben Italiens orientiert und einfach Basilikum, Mozzarella und Tomaten genommen – fertig war die Pizza Margherita, die ihren Namen von eben besagter Frau bekam (und das das historisch widerlegt wurde, lassen wir einfach mal außer Acht, weil die Story dafür zu gut ist)

Zu guter Letzt: Die erste Pizzeria in Deutschland entstand 1952 in Würzburg – denn welche Stadt schreit besser und lauter nach Pizza als Würzburg?

Worum es hier aber eigentlich gehen sollte: Das Animationsstudio auroraMeccanica hat ein ganz tolles Stop Motion-Video zum Thema Pizza gemacht:

Hi! This is a stop motion by auroraMeccanica
creative animation studio. how to make a perfect pizza??

Nach diversen Ausgaben der Win-Compilation – hier übrigens unsere neueste Ausgabe – und dem einen oder anderen geschnittenen Video für die Arbeit kann ich mittlerweile behaupten, dass ich den einen oder anderen Trick gelernt hab und zumindest ein paar Kniffe ganz gut beherrsche.

Was ich dabei immer besonders faszinierend finde: Wie großartig diese kleinen Handgriffe wirken können, denn wenn man weiß, wie es funktioniert, ist der Zauber ja schnell verflogen. Genauso teils aus der Not herausgeborene Maßnahmen, die dann beim Zuschauer am Ende als smarte Idee wirken – wir bekommen heute noch jedes Mal lob, wenn wir die Musik aus einem Video über andere Videos legen. Wirkt ja auch total gut, aber wurde von uns anfänglich nur gemacht, weil manche Videos so gar keinen Sound haben und das dann immer scheiße wirkt. Mittlerweile ist es schon sowas wie unser Markenzeichen geworden.

Genauso kann man sich auch hinter die Löffel schreiben: Willst du, dass es sexy wirkt, nimm es in Slow-Mo auf. Da wirken dann sogar die Wischblätter in der Waschanlage wie hohe Kunst.

Und bestimmt gibt es eine ähnliche Regel für Makro-Aufnahmen, denn zumindest bei Food-Aufnahmen seh ich das immer wieder und es wirkt einfach toll. So wie hier:

Setzt natürlich voraus, dass das abgelichtete Futter auch entsprechend makellos daher kommt. Sind wir einfach mal gutgläubig und hoffen, dass für dieses Video kein Essen im Müll gelandet ist und im Zweifel der Computer mitgeholfen hat.