Essen und Trinken – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Wed, 27 Mar 2019 08:12:59 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.2.2 YouTube-Empfehlung: Silently Cooking https://www.wihel.de/youtube-empfehlung-silently-cooking/ https://www.wihel.de/youtube-empfehlung-silently-cooking/#comments Thu, 28 Mar 2019 15:48:58 +0000 https://www.wihel.de/?p=95172 YouTube-Empfehlung: Silently Cooking | Essen und Trinken | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Der große YouTube-Konsument war ich ja noch nie – einfach zu viel Mist auf der Plattform, den man umschiffen muss, dazu mittlerweile übertrieben viel Werbung und ohnehin viel zu wenig Zeit. Aber hin und wieder bleib auch ich dort irgendwo hängen und zieh mir ein Video nach dem anderen rein (wie die Jugend sagen würde … nicht).

Silently Cooking ist genau so ein Kanal, auf dem man schnell versacken kann, was unter anderem daran liegt, dass dort gekocht wird und Kochsendungen fand ich immer schon faszinierend. Allerdings verfolgt Connor Nelson dort ein etwas anderes Konzept als das, was die Öffentlich-Rechtlichen fahren: er redet nicht. Kein Gelaber, keine Erklärung, was er eigentlich treibt und auch nicht warum – stattdessen entspanntes Kochen, dass trotzdem Hunger macht:

Merry Christmas! If you would... please share this video! I put a lot of work into this one, and I'd love for people to see it.

We don't really make these puddings too often here in America. It was my first time making one, and I loved it! Definitely going to be a yearly thing at my house.

Happy Autumn! If you're from Upstate NY like me, these are a staple. Honestly, I'm usually disappointed by Cider Donuts, but this recipe from Bon Appetite is pretty great. Head to their website for the full recipe.

Damit man dennoch Nachkochen kann, gibt es passend zu jedem Video trotzdem ein Beitrag mit Zutatenangaben und weiteren Erklärungen. So ganz ohne Anweisung geht’s dann halt doch nicht.

Ich hab keine Ahnung, wofür man getrocknetes Eigelb jemals gebrauchen könnte, finde es aber auch absurd, dass man flüssiges Eigelb in Tetrapacks kaufen kann. Ohnehin hab ich von Kochen ja nur bedingt Ahnung – zum Überleben reicht’s, aber der erste Michelin-Stern ist so weit weg wie die Ahnung von CDU-Politikern über das Internet.

Auf der anderen Seite ist die Herstellung auch gar keine große Überraschung, schließlich ist ja bekannt, dass man mit Salz ganz gut Dingen Wasser entziehen kann (wobei es gerade komisch wirkt, dass man Reiskörner in Salzstreuer packen soll, damit es keine Feuchtigkeit zieht – hat schon seine Gründe, warum ich nicht tiefer ins Kochgewerbe einsteige).

So oder so, am Ende ist es Wissen, dass man gebrauchen oder mit dem man sich ganz leicht auf jeder Party als Klugscheißer outen kann:

Finde ja ohnehin flüssiges Eigelb viel geiler.

Optisch hat sich mein Lieblingsmädchen über die Monate deutlich gesteigert, aber dennoch muss man sagen – und das wird sie mir hoffentlich nicht übelnehmen – dass das nicht ansatzweise mit den Kunstwerken mithalten kann, die Olga Noskova zaubert. Zumindest optisch und es dürfte nicht nur für Line unfassbar schwer sein, da jemals ran zu kommen, denn das sind wahrliche Kunstwerke, die mit Nahrungsmitteln schon beinahe nichts mehr zu tun haben:

Ich sag aber auch: das ist schon so viel Kunst, dass mir nicht wirklich das Wasser im Mund zusammenläuft. Eher „wow“ als „nomnomnom“. Noch viel, viel mehr von ihr gibt es hier.

Eine kleine Routine, die sich mehr oder weniger im neuen Job ergeben hat: ich komm mit Mia ins Büro, sie bekommt ein kleines Leckerli, weil sie sich brav direkt auf ihre Decke setzt und anschließend gehen wir gemeinsam Kaffee holen.

Gab es so im vorherigen Job nicht, da der Kaffee bezahlt werden wollte, außerdem war der Weg recht weit – ich hab mir einfach meinen eigenen von Zuhause mitgebracht. Den muss ich zwar auch bezahlen, weiß dann aber immerhin, dass er auch schmeckt.

So ganz ohne Kaffee kann ich den Tag also bis heute nicht starten – will ich auch gar nicht, obwohl mir natürlich klar ist, dass er immer nur kurz wach macht und vor allem das Herz übertrieben in Schwung bringt. Aber ich trink nur noch eine Tasse am Tag und vielleicht ist das ja schon der Weg zur allgemeinen Besserung.

Überhaupt ist Kaffee an sich aber einfach toll. Allein wie er frisch gebrüht riecht und richtig zubereitet auch aussieht – komisch, wer da keine Lust auf eine Tasse gut gemachten Kaffee bekommt.

Thomas Blanchard hat zumindest die visuelle Großartigkeit in einem starken Video mit tollen Nahaufnahmen eingefangen – wenn man ganz dicht an den Bildschirm geht, kann man ihn sogar riechen. Den Kaffee, nicht Thomas Blanchard. Obwohl ...

No FX, just shooting with coffee & paintings

"Oooh !! My Delicious Coffee" is an experimental dreamlike video rocking us smoothly through circular moves.
The visual compositions have been created out of paint, oil and Coffee.

Ich weiß gar nicht, ob ich Kombucha schon mal getrunken hab, dachte aber im ersten Moment auch eher an ein Getränk mit rötlicher Färbung und das Kombucha einfach nur ein fancy Name sei.

Ist es aber nicht, vielmehr ist cha die japanische Bezeichnung für Tee und kombu einfach Seetang. Klingt dann auch schon direkt nach einem typisch japanischen Getränk – und ehrlicherweise nicht wirklich schmackhaft (ich stell mir halt Seetang und Algen und all so einen Kram wenig lecker vor).

Vor allem aber hat das mit den sonst üblichen als Kombucha bezeichneten Getränken wenig zu tun, wie uns die Kollegen von Great Big Story mal wieder ansehnlich zeigen und erklären:

Sorry to shatter the illusion, but that expensive, bottled kombucha iced tea you’ve been drinking isn’t anything close to the authentic stuff—and, believe us, you’re missing out. Come along as we travel to Japan’s Rishiri Island and meet Chiharu Hirakawa, a shop owner and master of creating the real-deal drink. Located off the coast of Hokkaido, the remote island is famous for its locally-harvested kombu seaweed. Hirakawa uses the kombu, after it has been dried and powdered, to create traditional kombucha tea.

Probieren würde ich es dann jetzt tatsächlich schon gern mal. Auch wenn ein bisschen Skepsis bleibt.

Line liebt Parmesan, sehr zu meinem Leidwesen. An sich find ich Parmesan ja nicht weiter schlimm, ist halt Käse und kann das eine oder andere Gericht durchaus noch auf ein anderes Level heben – aber zumindest der, den wir Zuhause nutzen, riecht irgendwie immer ein bisschen nach Erbrochenem.

So schmeckt er natürlich nicht, nein, er schmeckt sogar ziemlich gut, aber dieser olfaktorische Umstand stört irgendwie – genauso wie unsere Teller, wenn wir mal wieder vergessen, die Spülmaschine aufzumachen, wenn sie fertig ist. Es isst eben nicht nur das Auge mit, sondern auch die Nase.

Besonders ärgerlich ist das, wenn man auch noch ein bisschen mehr Geld investiert und sich richtig guten Parmesan gönnt. Wobei man da durchaus mal die Frage stellen kann, warum Parmesan eigentlich so teuer werden kann. Spoiler: braucht halt lange und viel Milch.

A wheel of parmesan cheese can cost over $1,000. A single wheel takes at least one year to age, 131 gallons of milk to make, and it can only be made in a restricted area in northern Italy, in the region of Emilia Romagna. We visited a dairy in Parma, Italy to find out how the cheese is made and why it is so expensive.

1.000 Dollar für Käse – muss man sich auch erstmal leisten können.

Essen auf Bildern sieht eigentlich grundsätzlich immer besser aus als wie (!) auf dem Teller, das weiß jeder, der schon mal ein Plakat von McDonalds oder Burger King gesehen hat und daraufhin sich was von dort bestellt hat. Das Auge ist ja bekanntlich mit und wenn so ein Burger so richtig saftig und locker fluffig aussieht, dann bekomm da selbst ich Bock drauf.

Wir alle wissen aber auch, dass sieht nicht nur immer besser aus, da wird richtig hart beschissen und getrickst - da ist die Sahne schnell mal Rasierschaum, der süß-leckere Ahornsirup entpuppt sich als Motoröl und wie lang sich Bierschaum halten kann, hat auch schon nichts mehr mit Realität zu tun.

Irgendwo ist das sicher nachvollziehbar, Bilder und Co. brauchen halt eine gewisse Zeit, bis sie geschossen sind - wenn da aber sämtlicher Realismus abhanden kommt und mit Kleber und Spülmittel gearbeitet wird, also Dingen, die im Essen so gar nichts zu suchen haben, muss man sich doch schon mal fragen, was die Scheiße eigentlich soll.

Einzige Ausnahme: Die Bilder von Line, denn die sind alle echt. Weil wir einfach nicht wissen, wie man diese Tricksereien anwendet. Und nach den Bildern das Zeug lieber essen als wegzuschmeißen (auch wenn es meistens dann schon recht kalt ist).

Was ja auch ganz schön am Urlaub ist: ich kann mal wieder Küchenschlacht gucken. Ich weiß, absolutes Oma-TV, aber ich mag das, den Hanseln dabei zuzusehen, wie sie unter Druck irgendwas auf den Teller bringen müssen, während ich mir entspannt irgendein ungesunden Fastfood-Kram reindrücke.

Haben wir tatsächlich auch ganz gern am Samstag geschaut, wird aber leider nicht mehr übertragen, vermutlich weil sich das Format auch schlichtweg abnutzt (oder es zwischenzeitlich unverschämt viele Kochformate gab).

Weniger hektisch geht es hingegen bei Peaceful Cuisine zu, denn hier gibt es weder Zeitdruck, noch sonstigen Ablenk-Kram. Stattdessen handwerkliches Kochen und vor allem eine realistische Soundkulisse, was das Ganze schon wieder fast zur Kunst erhebt. Und Appetit bekommt man auch noch:

Ingredients:

200g tomatoes
50g onion
2 cloves garlic
some chili pepper
1/2 tsp salt

200g tempeh
1 tsp ginger
2 tbsp soy sauce

200g masa
240ml water
a pinch of salt

50g onion
10g coriander

Instructions:

1. grill or bake tomatoes, onion, chili pepper and garlic until they burn a little bit.
2. put them into a container of blender and add salt. then blend.
3. cut tempeh into a bite size. grate ginger and add soy sauce. soak tempeh into the sauce.
4. deep fry tempeh until golden brown.
5. mix masa, water and salt to make masa dough. divide into 10 pieces.
6. bake tortilla both side.
7. dice onion and coriander and toss together.
8. put everything together and squeeze lime on top.
9. enjoy!

Ingredients:

1 cup black rice
2 cups water
1 cup coconut milk
a pinch of salt
3 tbsp palm sugar
your choice of fruit
coconut flake

Instructions:

1. Rinse and drain black rice.
2. combine black rice, water, coconut milk and salt in a sauce pan, then bring to a boil, cover and simmer for 45 minutes.
3. let it cool and serve with your choice of fruit and additional coconut milk.

Ingredients:

80g quinoa
80g millet
500ml almond milk
A hint of salt
Dried mango
Dried lychee
Dried coconut chips

Instructions:

1. Make almond milk.
2. rinse and drain quinoa and millet then cook them with almond milk for about 15 minutes.
3. add salt, transfer to a bowl.
4. top with your favorite fruits.

Ingredients:

100g kokuto (Okinawan brown sugar)
2 to 3 tsp flat lemon juice
cacao paste
cacao nibs

Instructions:

1. mash kokuto, then add some squeezed flat lemon juice.
2. melt cacao paste in a sauce pan, toss kokuto paste into it.
3. coat with cacao nibs.
4. let it cool. enjoy.

Ingredients:

150g chickpea
150g quinoa
150g Coconut milk
2 shots(40ml) espresso
60g Oil
50g cane sugar
1 tbsp baking powder
100g dark chocolate
orange peel

Instructions:

1. ground chickpea and quinoa as fine as possible.
2. make 2 shots of espresso, or really bitter 40 ml coffee instead.
3. place all the wet ingredients into a bowl.
4. add all the remaining dry ingredients and mix well.
5. divide the dough into 8 equal pieces and shape them into whatever you like.
6. bake at 200C/390F for 20 minutes.

Ein Abo hat der Kanal damit auf jeden Fall gewonnen.

Ich weiß noch, wie sich meine Eltern gefreut haben, als sie sich endlich einen Wok angeschafft haben - wir zwei Schnitzel (die passenderweise nicht im Wok zubereitet werden). Denn jedes Mal, wenn wir aus dem Garten wieder nach Hause gefahren sind, gab es noch einen Abstecher zum China-Mann. Der Stand vorm Baumarkt und hat aus einem Wagen heraus verkauft und das war natürlich das Leckerste, was man an diesem Tag essen konnte (was vermutlich aber nur daran lag, dass wir einfach alle Kohldampf ohne Ende hatten und da schmeckt ja sowieso alles wie göttliches Ambrosia).

Dank dem neu angeschafften Wok musste man da nun nicht mehr hin, sondern hat das Ding einfach Zuhause angeschmissen und drauf losgewokt. War zwar auch immer lecker, hat komischerweise nie so geil geschmeckt, wie beim China-Mann, was mit großer Wahrscheinlichkeit an der Unkenntnis der Bedienung lag. Denn wir hatten damals schlichtweg keinen Jeremy Peng und wenn wir ihn gehabt hätten, hätten wir nicht verstanden, was er uns erzählt hätte:

Keine Ahnung, ob meine Eltern den Wok noch haben, aber falls doch, dann werd ich ihnen mal das Video zeigen, übersetzen und dann wird mal richtig gewokt.

Pasta-Liebe wird bei uns im Hause sehr groß geschrieben, Line erwähnt es ja auch immer wieder in ihren Rezepten. Ist ja auch sehr lecker und wenn wir mal ehrlich sind, gibt es gar nicht so viele Lebensmittel, die man als Grundlage verwenden kann – Reis, Kartoffeln und eben Nudeln, alles andere ist schon außergewöhnlich.

Das Gute dabei ist ja vor allem: eigentlich sind Nudeln von der Basis her immer gleich, aber dennoch gibt es unfassbar viele Sorten. Schmetterlinge, Ringelnudeln, lange Nudeln, Bandnudeln, runde Nudeln, eckige Nudeln ... es braucht schon recht viele Gerichte, bis man die Sorten alle mal durch hat.

Aber alle eint sie ein ganz wichtiger Aspekt: am besten schmecken sie noch immer, wenn sie wirklich selbst gemacht sind. Auch das ist eigentlich vom Grundsatz her gar nicht so schwer, aber wirklich richtig gute Nudeln und der perfekte Teig sind dann doch eine Wissenschaft für sich.

Die Jungs und Mädels von Tasty waren zu Besuch im (wohl) berühmten Borgatti’s Ravioli & Egg Noodles in der Brox und haben bei der Herstellung mal über die Schulter geschaut:

Two artisan pasta makers perform their craft, exploring a beautiful marriage between eggs and flour.

Noch jemand, der direkt Hunger bekommt?