LifeStyle – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Tue, 20 Aug 2019 06:15:17 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.2.2 Weltrekordversuch: Die meisten aufeinanderfolgenden Muscle Ups https://www.wihel.de/weltrekordversuch-die-meisten-aufeinanderfolgenden-muscle-ups/ https://www.wihel.de/weltrekordversuch-die-meisten-aufeinanderfolgenden-muscle-ups/#respond Wed, 21 Aug 2019 06:11:23 +0000 https://www.wihel.de/?p=97382 Weltrekordversuch: Die meisten aufeinanderfolgenden Muscle Ups | Awesome | Was is hier eigentlich los?

Mein vielleicht größtes, persönliches Glück: Line steht so gar nicht auf übertrieben durchtrainierte Typen. Kann sie auch gar nicht, denn wenn jede Woche irgendwelche fancy Sachen gekocht oder gebacken werden, muss das ja auch jemand aufessen. Dann auch noch gleichzeitig einen gestählten Körper vorweisen können ... so viel kann ein Mensch in einem Leben nicht trainieren, als dass das hinhauen würde.

Bedeutet also, dass mein unförmiger Körper mindestens einen Menschen hat, der in ganz okay findet, wobei ich natürlich selbst auch sage, dass ein bisschen mehr Sport sicherlich nicht schaden kann. Das Ding ist halt nur: man muss es regelmäßig und in einem beinahe schon übertriebenen Maße tun, damit es Wirkung hat. Und lässt man es auch nur ein Mal für einen kurzen Moment schleifen, ist das Erreichte schneller wieder weg als man gucken kann. Bis man dann wieder auf dem gleichen Niveau angekommen ist, davon will ich gar nicht erst anfangen – aber mir fehlt da noch eine deutlich effizientere Methode bevor ich mich mit dem Thema näher befassen möchte.

Daher aber auch jede Menge Respekt für Maksim Trukhonovets, der diese unnatürliche Disziplin scheinbar mit Leichtigkeit an den Tag legt und zur Belohnung den Weltrekord für die am meisten, aufeinanderfolgenden Muscle Ups einheimst:

Und ganz nebenbei wissen wir jetzt auch, was Muscle Ups sind.

Neben dem Wunsch, Gitarre spielen zu können (sogar im hohen Alter ist man damit noch immer der kleine King in der unmusikalischen Gruppe, die aber unbedingt zum Gitarrenspiel singen will, auch wenn das Lagerfeuer nur ein Teelicht in irgendeiner schäbigen Küche ist), kam irgendwann auch der Wunsch nach dem Erlernen des Schlagzeugspiels auf.

Das war natürlich noch absurder und abwegiger, denn es fehlte nicht nur der Platz für das Instrument, sondern auch die passende Nachbarschaft. Und natürlich das erforderliche Talent, ein paar Körperteile unabhängig voneinander bewegen zu können – ich mein, es ist schon ein Wunder, dass ich jeden Morgen das Bett verlassen kann und nicht 10 Minuten später mit Brüchen und Platzwunden ins Krankenhaus geliefert werden muss.

Der Traum war also schneller ausgeträumt, als er begonnen hat, was Schlagzeugspieler aber nur noch faszinierender und beeindruckender macht, vielleicht sogar ein bisschen mehr als Gitarristen. Weil, so eine Gitarre kriegt man ja auch in der kleinsten Wohnung untergebracht, aber ein Schlagzeug ...

Spielen kann ich es also nicht, aber dafür weiß ich immerhin jetzt, wie die Zildjian-Becken hergestellt werden. Das weiß vermutlich nicht mal jeder Schlagzeuger, sodass wir uns beim nächsten Mal schon irgendwie auf Augenhöhe begegnen. Bis er (oder sie) dann halt doch anfängt zu spielen:

#MadeInZUSA is a compilation of our Zildjian “How Its Made” Series on Instagram which takes you through each step of our cymbal making process.

Geteiltes Wissen ist schließlich ... geteiltes Wissen!

Meine Lieblingsgeschichte immer dann, wenn sich jemand eine Zigarette oder Kerze an einer anderen Kerze anzündet – und auch viel zu oft wiederholt: wer das macht, bringt Seeleute um.

In der heutigen Zeit nicht unbedingt der beste Scherz, aber es ist einer der wenigen Halbwissenfakten, die ich mir über die Jahre merken konnte. Denn Seeleute konnten früher gerade im Winter eben nicht zur See fahren und mussten sich andere Gelderwerbsbeschäftigungen suchen, u.a. eben das Produzieren von Streichhölzern. Wer nun aber keine Streichhölzer benutzt, verringert bekanntlich die Nachfrage nach den Dingern, entsprechend braucht man weniger, entsprechend braucht man weniger Arbeitskräfte. Simple Milchmädchenrechnung, aber so kam es zu eben diesem Sprichwort.

Ist heutzutage natürlich nicht mehr so und deswegen kann The Q auch einfach mal ein riesiges Streichholz-Set basteln. Das ist zwar weder besonders handlich und praktisch, funktioniert aber dennoch:

In today's video I want to show you handmade giant matchbox with 5 huge matches inside that can be used! This matchbox is larger than regular one 1500 times! Total weight is about 20 kg!

Und bevor einer fragt, was das nun soll – es gab auch mal jemanden, der einen Fiat Multipla in Auftrag gegeben hat. Manche Sachen macht man einfach, weil man sie machen kann. Wobei das hier deutlich besser als der Multipla ist. Nahezu alles ist besser als der Multipla.

Ich fand es ja schon als Kind immer übertrieben, wie beim Fußball der Fußball-Platz als überheilig angesehen wird – hat man da einen Blick auf die eigenen Bolzplätze geworfen, hatte natürlich niemand Verständnis dafür, dass so mancher Rasen nicht betreten werden, geschweige denn bespielt werden durfte. Ging doch schließlich immer irgendwie, solange der Ball rollte.

Später dann hab ich mich ein wenig belesen und erfahren, wie viel Herzblut, Fachwissen und Ahnung so ein Greenkeeper in die Pflege des Grüns steckt und wenn so ein olles Loch im Rasen dafür sorgt, dass der Ball eben nicht ins Tor geht und somit ein paar Millionen an Euros flöten gehen ... da versteht man dann irgendwann doch, dass gefälligst niemand den Rasen auch nur schief ansehen soll.

Dann jedoch verwundert, wenn man liest, dass Konzerte, Autorennen und sonstiger Unsinn in so einem Stadion veranstaltet wird. Der hilft zwar mindestens der Kasse des Betreibers, aber so richtig geil kann das für einen Rasen ja nicht gerade sein.

Was definitiv stimmt und deswegen wird da auch ein riesiger Aufwand betrieben, um sowohl Veranstaltung als auch Sport als auch Rasen sowohl zu ermöglichen als auch zu erhalten und für allseitige Zufriedenheit zu sorgen. Sieht dann im Schnelldurchlauf in der Johan Cruyff Arena in Amsterdam zum Beispiel so aus:

Das Konzert war übrigens von U2 und drei Tage später wurde schon wieder Fußball gespielt.

In anderen Teilen Deutschlands mag es anders sein, aber hier in Hamburg lässt das Wetter im August wirklich sehr zu wünschen übrig. Ich hab selten so einen verregneten und grauen Geburtstagsmonat gehabt wie in diesem Jahr. Die Wettervorhersage verspricht Besserung in den kommenden Tagen und ich hoffe stark, dass die Prognose zutrifft und man noch mal schöne Stunden am Elbstrand, im Planten und Blomen oder auf dem Balkon verbringen kann. Schließlich kann es das mit dem Sommer in Hamburg auf keinen Fall gewesen sein. Obwohl ich ehrlich sagen muss, dass ich mittlerweile manchmal schon richtig Lust auf den Herbst bekomme. Darauf, eingekuschelt in eine Decke auf dem Balkon zu sitzen und in die herbstlich verfärbten Bäume zu schauen, mit Mia durch das Laub zu stapfen oder Kürbissuppe zu kochen. Aber bis dahin ist hoffentlich noch ein wenig Zeit.

Wenn der Sommer eine kleine Pause einlegt und die Sonne auf sich warten lässt, dann muss man sich die Sommerstimmung eben anders nachhause holen. Und wie könnte das am besten gelingen als mit einem leckeren Kuchen, der mit extra vielen frischen Beeren daherkommt? Der Teig ist richtig saftig und schmeckt leicht nach Vanille. Darauf kommt Mascarpone-Creme ist luftig leicht und wird getoppt mit Beeren und süß-saurer Beeren-Soße. Für mich der perfekte Sommerkuchen.

Sommerlicher Mascarpone-Kuchen mit frischen Beeren

Zutaten:

Für den Kuchen:
375 g Mehl
1 Pck. Backpulver
270 ml Sahne
180 ml griechischer Joghurt
1 TL Vanilleextrakt
275 g Zucker
340 g Butter
4 Eier (Größe M)
Salz

Für die Mascarpone-Creme:
500 g Mascarpone
340 g Frischkäse
120 g Puderzucker
Salz
2 EL Zitronensaft
700 g Erdbeeren
250 g Blaubeeren

Zubereitung:

  1. Den Backofen auf 180°C Ober-Unterhitze vorheizen. Eine Backform (etwa 40x20cm) einfetten. Für den Kuchen die Butter zusammen mit dem Zucker hell cremig aufschlagen. Die Eier nacheinander hinzugeben und unterrühren. In einer Schüssel Mehl, Backpulver und Salz vermengen. In einer zweiten Schüssel den griechischen Joghurt, die Sahne und das Vanilleextrakt verrühren.
  2. Mit einem Teigschaber 1/3 der Mehlmischung unter die Ei-Mischung heben. Anschließend die Hälfte der Sahne-Joghurt-Creme unterrühren. Dann wieder Mehl, anschließend den Rest der Ei-Mischung und zum Schluss noch einmal das letzte Drittel der Mehlmischung. Den Teig in die Backform geben und im heißen Ofen etwa 40-45 Minuten lang backen. Nach dem Backen etwa 20 Minuten auskühlen lassen.
  3. In der Zwischenzeit Mascarpone und den Frischkäse mit dem Salz aufschlagen. Zum Schluss den Puderzucker unterrühren. Die Creme auf dem ausgekühlten Kuchen verteilen. Die Beeren waschen und die Erdbeeren vierteln. 400 g Erdbeeren zusammen mit dem Zitronensaft pürieren. Die Beeren auf dem Kuchen verteilen und mit der Soße garnieren.

Guten Appetit!

Line backt sommerlichen Mascarpone-Kuchen mit frischen Beeren | Line backt | Was is hier eigentlich los?

Line backt sommerlichen Mascarpone-Kuchen mit frischen Beeren | Line backt | Was is hier eigentlich los?

Ich denke, ich habe endlich den perfekten Rührteig gefunden. Er ist saftig, luftig und lässt sich hervorragend teilen, sodass er sich auch für Schichttorten eignet. Bei der Creme kann man natürlich variieren, aber die Mascarpone-Sahne-Creme passt perfekt zu Beeren. So kann man sich den Sommer wenigstens für ein paar Stunden zurückholen.

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Das war meine Woche KW 33 / 2019 https://www.wihel.de/das-war-meine-woche-kw-33-2019/ https://www.wihel.de/das-war-meine-woche-kw-33-2019/#comments Sun, 18 Aug 2019 16:22:39 +0000 https://www.wihel.de/?p=97319 Das war meine Woche KW 33 / 2019 | Geschichten aus'm Alltag | Was is hier eigentlich los?

Eine ereignisreiche Woche neigt sich dem Ende. Während Martin fleißig weiter ins Büro gegangen ist, Mia beschäftigt und nebenbei noch jede Menge im Haushalt erledigt hat, habe ich mir kurzerhand Urlaub genommen und meine Eltern auf Föhr besucht.

Highlights der vergangenen Woche

Schon am vergangenen Sonntag ging es für mich Richtung Nordsee. Der Grund war nicht etwa, dass ich die Nase voll von allem hier hatte, sondern dass ich schlicht und einfach noch ziemlich viele Urlaubstage für dieses Jahr übrig hatte und keine Ahnung, wann ich diese nehmen sollte. Deswegen bot es sich an, sie jetzt zu verbrauchen, wenn ich auch etwas davon habe und meine Eltern im Urlaub besuchen kann.

Das war meine Woche KW 33 / 2019 | Geschichten aus'm Alltag | Was is hier eigentlich los?

Wir hatten ein paar sehr schöne Tage gemeinsam auf unserer Lieblingsinsel. Das Wetter war zwar mal wieder sehr durchwachsen, aber wir konnten zwei Mal an den Strand fahren und einige Stunden Sonne tanken. Selbst wenn man nur für wenige Stunden am Meer verbringt, eingekuschelt in seinen Strandkorb mit etwas zu lesen und dem Rauschen des Wassers lauschend, bringt diese Zeit schon so viel Entspannung, dass man sich danach erholt fühlt. Wenn man dann zurück in die Ferienwohnung fährt, mit Sand an den Füßen und verknoteten Haaren, die Haut nach Salz riecht und prickelt, dann war es ein Sommertag, wie er mir am liebsten ist.

Ansonsten haben wir uns mit Freunden zum Abendessen getroffen, waren im Museum, Bummeln, es gab Eis und wir waren jeden Abend irgendwo essen. Außerdem konnte ich ausgiebig lesen, hab endlich mal wieder Switch gespielt und für Gesellschaftsspiele war auch genügend Zeit. So lässt sich eine Urlaubswoche wirklich gut verbringen.

Das war meine Woche KW 33 / 2019 | Geschichten aus'm Alltag | Was is hier eigentlich los?

Am Donnerstag ging es für mich wieder zurück nach Hamburg. Auf Föhr war nämlich richtiges Schietwetter, sodass ich die Zeit lieber zuhause in Hamburg verbringe, einiges im Haushalt erledige und natürlich ganz viel Zeit mit der kleinen Mia verbringen. Das Wetter war hier in Hamburg zwar nicht wirklich besser, aber so kommt man wenigstens ein bisschen in den Alltag rein, ohne sich Ärgern zu müssen, dass man lieber am Elbstrand liegen würde. Außerdem geht es für Martin, Mia und mich in ein paar Wochen wieder auf die Insel. Dieses Mal zusammen mit meiner Schwester, ihrem Freund und Maja. Es wird bestimmt eine Menge Spaß, die kleinen Corgis durchs Watt toben zu sehen.

Highlights der kommenden Woche

Ich habe beinahe jeden Abend etwas vor und hoffe, dass die Urlaubsentspannung nicht sofort wieder verflogen ist. Am Wochenende ist mein Geburtstag und ich freue mich schon sehr auf die Feier. Aber es wird auch einiges vorzubereiten sein. Den Montag danach hab ich schon wieder frei, damit ich noch einen Kuchen für das Büro vorbereiten kann.

Das war meine Woche KW 33 / 2019 | Geschichten aus'm Alltag | Was is hier eigentlich los?

Highlights von wihel.de

Wie schon eingangs erwähnt, war Martin nicht nur alleine mit Arbeit, Haushalt und Mia, sondern auch mit dem Blog. Dennoch gab es die ganze Woche über guten Content, der euch allen den Arbeitsalltag versüßt hat. Die Highlights findet ihr hier noch einmal zusammengefasst.

01. Deine Mudda ...
02. Mit der Drohne durch Shenzhen
03. Straßenkampf dank E-Scooter
04. Wenn sich Fremde einfach verprügeln (sollen)
05. Vorsicht: Dumme Katzen
06. So schlimm scheint das Rentner-Dasein gar nicht zu sein
07. Kleine Spielereien mit Sehenswürdigkeiten von Rich McCor
08. Trailer: The Irishman
09. Simone Biles und der erste gestandene "Triple Double"
10. Line kocht Tagliatelle mit Zitronen-Ricotta, Minze und Croûtons

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Straßenkampf dank E-Scooter https://www.wihel.de/strassenkampf-dank-e-scooter/ https://www.wihel.de/strassenkampf-dank-e-scooter/#comments Thu, 15 Aug 2019 14:16:21 +0000 https://www.wihel.de/?p=97306 Straßenkampf dank E-Scooter | Menschen | Was is hier eigentlich los?

Ich bin bisher noch nicht mit einem E-Scooter gefahren und habe es bewusst auch in nächster Zeit nicht vor, bin aber schon jetzt maximal von dem ganzen Thema genervt. Sicher, die Menschheit braucht den Kram eigentlich nicht, aber nun ist er da und wird halt genutzt – so weit, so unspektakulär.

Genauso unspektakulär sind die ersten Gesetze, die die Politik erlassen hat, wie zum Beispiel das Fahrverbot auf Gehwegen und die Pflicht, mit den Dingern auf der Straße zu fahren. Ich kann zwar nicht aus Erfahrung sprechen, aber wenn man sich mal anschaut, wie gefährlich es ist, mit einem Fahrrad unterwegs zu sein (was sicherlich auch an der Dummheit mancher Fahrradfahrer liegt), wird das kaum sicherer mit einem scheiß Roller mit Mini-Reifen. Auf der anderen Seite: beim Aufeinandertreffen mit Fußgängern, steht der Gewinner eigentlich auch schon von vornherein fest und irgendwie war ja von Anfang an klar, dass alle Parteien zu doof sind, einen allgemein guten Umgang miteinander zu finden.

Nun gut, die Gesetze sind aber zunächst so, wie sie sind und ich bin immerhin Alman genug, um innerlich immer ein bisschen auszurasten, wenn ich Idioten mit den E-Scootern rücksichtlos durch die Fußgängerzone brettern sehe. Nicht, dass ich dann eingreifen würde – so schlimm ist es dann noch nicht – aber wenn sich damit einer aufs Maul packt, kann ich nicht versprechen, nicht der erste zu sein, der anfängt zu lachen.

Und deswegen hab ich auch maximal kein Verständnis für den Vogel in der nachfolgenden Spiegel-Reportage, der einen auf Dorf-Sheriff machen muss, aber auf sämtlichen Ebenen versagt und doch lieber wieder unter seinen Stein kriechen sollte, aus dem er hervorgekrochen ist:

Wildwest auf zwei Rädern: seit einige deutsche Großstädte den E-Scooter zugelassen haben, geht es auf den Straßen hoch her. Vor allem die Bürgersteige sind zu Kampfzonen geworden. Denn eigentlich ist hier das Fahren mit dem neuen Trend-Rollern verboten. Das Problem: viele halten sich nicht daran. Grund genug für Roland Stimpel vom "Fachverband Fußverkehr" dagegen vorzugehen.

Wie gesagt, irgendwie versagen alle. Und vielleicht haben wir es dann auch einfach alle nicht besser verdient.

Mir kam Simone Biles doch gleich bekannt vor, als vor ein paar Tagen die Schlagzeile die Runde machte, dass sie irgendeine Gymnastik-Figur gezeigt hat, die vorher noch niemand erfolgreich gezeigt hat – scheint gerade wieder in Mode zu kommen, Rekorde zu brechen, hat doch irgendein anderer Typ irgendeinen Skate-Trick vollbracht, den vorher keiner hinbekommen hat.

Ich bin da immer ein bisschen unemotional, schließlich weiß ja keiner, ob das nicht doch vorher schon jemand geschafft hat und bloß die Kameras gefehlt haben oder das wirklich so eine grandiose Leistung war, wie die PR-Maschinerie uns weiß machen will.

Und da ich auch so gar keine Ahnung von Gymnastik habe, Simone Biles gerade erst zum zweiten Mal überhaupt in meiner Wahrnehmung auftaucht und ich keinen blassen Schimmer habe, was überhaupt ein „Triple Double“ sein soll, kann ich auch nur schwer einschätzen, ob man das wirklich abfeiern darf oder nicht.

Aber gemessen an meinen eigenen Fähigkeiten muss ich sagen: heilige Scheiße, das ist mal beeindruckend.

Simone Biles is the first woman in history to land a triple double on her floor routine at the 2019 U.S. Gymnastics Championships in Kansas City

Respekt! Und nur der Vollständigkeit halber hatten wir sie das erste Mal direkt in unserer Win-Compilation an dieser Stelle. Und einen "Double Double" (noch immer keine Ahnung) hat sie auch noch hingelegt:

Simone Biles is the first person in history to perform a double-double dismount on the balance beam in competition.

Wisst ihr noch, damals, als die Blogs noch mit coolen Videos gefüllt waren, in denen irgendwelche Typen allein durch die Ausübung ihres Sports durch das halbe Internet getrieben wurden und alle das total geil fanden? Nein? Ich auch nicht.

Doch natürlich, aber vielleicht trifft es auch nur auf mich zu, dass ich damals auf derlei Videos wie das nachfolgende abgegangen bin und es eigentlich überhaupt keine Rolle spielte, wie gut Schnitt, Ton oder Bildqualität waren – das, was die Leute da gezeigt haben, hat einfach ausgereicht um maximale Begeisterung auszulösen.

Überhaupt hab ich das Gefühl, dass es früher einfacher war, tollen Content zu finden, der zeigenswert ist und völlig grundlos würde ich dafür einfach mal Instagram, TikTok und sonstige Netzwerke verantwortlich machen, bei denen man eigentlich nichts können und sich noch weniger Mühe geben muss, um mal kurz ein bisschen Fame abzugreifen. Aber wieso sollte das Internet nicht die gleiche Wandlung wie das lineare Fernsehen durchmachen und einfach immer mehr an Qualität verlieren, bis es dann irgendwann wieder aufwärts geht? Also hoffentlich, denn beim Fernsehen scheinen wir noch nicht in der Talsohle angekommen zu sein.

Wie dem auch sei, zurück zum eigentlichen Kern: Semenuk und Ryan "R-Dog" Howard haben sich ihre Mountainbikes geschnappt und eine kleine Tour durch den Wald gedreht. Herausgekommen ist ein erstklassiger Action-Kurzfilm, wie wir ihn wohl früher alle verbloggt hätten:

Prost – auf die Tage von früher als das alles noch irgendwie anders war. Vielleicht sogar besser.

Passenderweise hab ich gestern noch mit Maik darüber diskutiert, wie wir die Win-Compilation für den nächsten Monat organisieren, denn wie es der Zufall so will, sind wir beide irgendwie um den Monatswechsel herum im Urlaub. Und wie das mit Urlauben so ist, man weiß nie so wirklich, wie das mit dem Internet vor Ort funktioniert – der Profi geht direkt davon aus, dass es maximal für das Nötigste reicht und dazu gehören Video-Uploads leider nicht dazu.

Zeit aber auch, warum ich Urlaub immer schwierig finde: Die Vorbereitung im Vorfeld artet beinahe im Stress aus. Denn mein erster Urlaubstag ist direkt auch Reisetag und in der Woche vorher ließ sich auch noch kein zusätzlicher Tag freinehmen, was letztendlich dazu führt, dass ich irgendwie für hier Beiträge vorbereiten muss, die Win-Compilation ansteht und dieses Packen nimmt einem ja auch keiner ab.

Die perfekte Situation also, um vorher so viel Entspannung wie möglich zu sammeln und wie sollte das besser funktionieren als mit einem Video, dass 8 Stunden lang nur Fische zeigt? Sind ja immerhin die langweiligsten Tiere der Welt – dafür aber immerhin in 4K.

Schade nur, dass das mit der Entspannung nicht so wirklich wie mit einer Batterie klappt. Aber irgendwas ist ja immer.