Handwerk – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Sun, 16 Jan 2022 11:49:02 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.8.3 Wie Tennisbälle hergestellt werden https://www.wihel.de/wie-tennisbaelle-hergestellt-werden/ https://www.wihel.de/wie-tennisbaelle-hergestellt-werden/#comments Mon, 17 Jan 2022 11:42:04 +0000 https://www.wihel.de/?p=123808 Wie Tennisbälle hergestellt werden | Handwerk | Was is hier eigentlich los?

Tennis steht ja gerade nur unter einem sehr begrenzt guten Stern, wenn man mal an diese riesig übertriebene Nummer des Weltranglistenersten Novak Djokovic denkt – was halt in unfassbar vielen Richtungen maximal schade ist.

Zum einen natürlich, weil es vom eigentlichen Sport ablenkt, zumindest in meiner Wahrnehmung war Tennis immer irgendwie „sauber“ und auch langweilig. Aber nach der Nummer sieht das einfach anders aus und das nicht gerade positiver.

Und auch auf Djokovic ganz speziell bezogen kann man eigentlich nur noch denken, was das denn für ein Idiot sein muss. Ich mein, ich hab vor einiger Zeit schon mal gelesen, dass er auch auf irgendeinen Guru in Sachen Medizin setzt, was ja grundsätzlich schon zweifeln lässt. Aber ich vermute einfach, dass die Regeln für Einreise und Aufenthalte nach bzw. in Australien recht eindeutig und vorab klar waren. Dann dennoch so eine Nummer abzuziehen ist nicht nur egoistisch – der Fokus liegt ja klar auf ihm als auf dem Sport bzw. das anstehende Turnier – sondern einfach nur dumm.

Und auch für alle anderen Sportler dieser Zunft dürfte das nicht gerade toll sein, schließlich gilt nicht immer, dass auch schlechte PR einfach nur PR ist und mitgenommen werden kann.

Am Ende des Tages ist das halt alles sehr traurig und furchtbar dumm, aber muss ja auch jeder selbst wissen, wie er wo wann in welchem Licht dastehen will und entsprechend was dafür tut.

Denn ehrlicherweise hab ich von Tennis auch nicht wirklich Ahnung. Klar, auf der Playstation mal ausprobiert, aber das ist einfach nicht mein Sport. Daher beschränken sich meine Berührungspunkte in den letzten Jahren auch nur darauf, dass ich mal Tennisbälle bestellt hab, weil man damit ganz okay Tierhaare aus den Klamotten bekommt (einfach mit in die Waschmaschine schmeißen, ist wie Zauberei) und als ich noch keine Dämmmatten hatte bzw. meine NAS auf dem Boden stand, hab ich 4 Bälle einfach zerschnitten und als Füße verwendet, damit die Vibration ein bisschen abgefedert wird.

Daher weiß ich mittlerweile auch, was da im Inneren eines Tennisballs ist und wie die vermutlich produziert werden – das Ganze aber noch mal im richtigen Entstehungsprozess zu sehen, ist eine andere Hausnummer. Besonders wenn die Dinger per Hand produziert werden:

Ehrlicherweise finde ich in diesem Fall die Handarbeit allerdings fragwürdig …

Ha, dieser Beitrag bietet eigentlich die perfekte Gelegenheit, um mit den beiden Einleitungen zu starten, mit denen ich bisher schon viel zu häufig gestartet bin: Woran man merkt, dass man alt wird und wie schade es doch ist, dass man mit Bloggen eigentlich nichts mehr verdienen kann. Und weil ich faul bin und mir auch keine Vorsätze vorgenommen habe, mach ich das auch einfach.

Wie beinahe jedes Neujahr, das wir nicht irgendwo anders im Speziellen feiern, steht morgens ein Frühstück bei den Schwiegereltern an. Wenn ich mich richtig erinnere, immer im kleinen Kreis und auch nicht wirklich weiter wild – aber es ist schon nett, wenn man nach dem Ausschlafen noch mal gemütlich zusammen sitzt, bevor man diesen lästigen Neujahrsspaziergang hinter sich bringen muss. Immerhin haben die Hunde dabei ihren Spaß.

So also auch dieses Jahr und ich war erstmalig zu faul, noch mal aufzustehen und mir Zucker für den Kaffee zu besorgen. Denn da bin ich tatsächlich auf einsamer Reise, alle anderen trinken ihren Kaffee ungesüßt (und wissen dabei nicht, was ihnen an Lebensfreude entgeht). Viel schlimmer noch: Wir haben auch unsere Hafermilch zuhause vergessen und mussten dann seit langem mal wieder zur normalen Milch für den Kaffee greifen – erstaunlicherweise ohne die mittlerweile üblichen Folgen. Wir werden halt wirklich alt.

Milch ist hier aber auch das perfekte Stichwort für den Übergang. Denn damals, als man mit Bloggen selbiges Hobby immerhin finanzieren konnte, gab es ab und an auch mal kleine Überraschungen. Zu Halloween haben wir zum Beispiel mal einen geschnitzten Kürbis von Zippo in einer alten Holzkiste bekommen. Bis dahin (und danach) haben wir uns aus Halloween eigentlich nichts gemacht, aber dieses eine Jahr waren wir dann auch am Start – und haben nebenbei zugeschaut, wie so ein Kürbis nach und nach immer hässlicher werden kann, wenn er die ganze Zeit draußen steht.

Die Holzkiste haben wir bis heute noch und verstauen dort unseren Papiermüll, der dann alle paar Tage rausgebracht wird. Theoretisch könnte man dafür auch was anderes nehmen, aber diese eine Holzkiste ist halt ziemlich gut geeignet dafür – wobei sie sich bestimmt auch gut als Milchkiste machen würde.

Aber da wir, wie angesprochen und so nun auch kreisschließend, gar nicht mehr auf normale Milch setzen, fällt dieser Anwendungsfall weg. Außerdem: Wenn man eine Milchkiste braucht, fetzt es doch auch mehr, sich so ein Ding selber zu basteln. So wie hier:

Wie so oft: Sieht gar nicht so schwer aus, bis man mal selbst Hand anlegt. Ist aber auch eine gute Gelegenheit, um noch mehr Werkzeug anzuschaffen.

Soll ich wieder damit anfangen, woran man merkt, dass man alt wird? Und dann die Antwort darauf damit geben, dass man sich am meisten über Haushaltsgeräte oder Werkzeuge freut? Lieber nicht. Ist aber nach wie vor so.

Daher war auch ein Highlight-Geschenk dieses Weihnachten das Bit-Set, dass ich von Line bekommen hab. Mehr als 200 Bits sind da drin, nicht nur diese kurzen Dinger, sondern auch mal längere und ich freu mich da wie ein Schnitzel drüber (bin aber auch ein bisschen traurig, dass ich die nicht schon für den Aufbau meines Schreibtisches hatte, weil das einfach eine irrsinnige Fummelei war). Ich würd am liebsten alle Schrauben in diesem Haushalt nachziehen, so toll ist das.

Werd ich aber nicht tun, weil das halt auch Quatsch ist, denn genau wie beim Computer gilt auch bei Möbelstücken und sonstigen Aufbauten: Never change a running system. Wobei, wenn die Möbel sich plötzlich durch die Wohnung bewegen, sollte man vielleicht doch mal ran …

Die nächste Baustelle ist aber auch nur eine Frage der Zeit, denn die Deckenlampe im Schlafzimmer löst sich wieder. Die ist da allerdings auch mehr schlecht als recht ohne Schrauben angebracht, weil unsere Decken scheinbar aus Titan sind – da kommt man maximal 5 Millimeter rein und dann ist Ende im Gelände. Also hab ich da mit Kleber viel hantiert und das funktioniert an sich auch – aber die Deckentapete spielt da langsam nicht mehr mit. Aktuell hält sie noch, aber nur Gott weiß, wie lange.

Vermutlich werd ich also doch irgendwie bohren müssen und dann gehört da auch ein richtiger Profi-Dübel rein, damit das Scheißding bis in alle Ewigkeit hängen bleibt. Und bei Dübel sind wir direkt am Stichwort angelangt, denn es gibt unfassbar viele und sehr geile Dübel, deren Funktionsweise fast schon pure Magie ist:

Ich liebe Dübel. Wenn man sie denn mal in die Wand bekommt …

War irgendwo auch wieder klar, dass so ein Thema wie Grillen bei mir auf dem Tisch landet, wenn das Wetter eigentlich so gar nicht mehr nach grillen einlädt. Haben wir tatsächlich dieses Jahr auch recht wenig gemacht, was vor allem damit zu tun hat, dass Grillen fälschlicherweise als schnelles Essen angesehen wird, aber eigentlich unfassbar lange dauert – schließlich gehört ja die Vorbereitungszeit dazu. Und man glaubt ja gar nicht, wie lange so ein Salat bis zur Fertigstellung braucht, zumindest wenn Line den macht.

Mittlerweile haben wir zwar einen Elektro-Grill, den man auch problemlos in Innenräumen verwenden kann – ändert aber nichts am Zeitfaktor. Viel mehr noch kommt dann auch noch der Geruchsfaktor dazu und ey … Grill putzen selbst bei einem Elektrogrill macht auch nur Spaß, wenn man selbst nicht beteiligt ist. Kein Wunder, dass ich bei diversen TikTok-Videos mit irgendwelchen gegrillten Sandwiches bisher nicht über das klassische „Können wir auch mal machen“ hinaus gekommen bin.

Daran wird auch die neueste Errungenschaft von Handy Geng nichts ändern, nicht nur, weil hier gar nicht mit Elektrizität gegrillt wird, sondern klassisch mit Kohle und damit nicht wirklich praktikabel für Innenräume. Das eigentliche Kernproblem ist viel mehr: Wir haben gar keinen Platz für ein Klavier. Schon gar nicht für eines, mit dem man dann auch noch rumfahren kann … während man grillt.

Leicht absurd und wie man im Video gut sehen kann, ist das mit dem Rauch auch so eine Sache. Auf der anderen Seite: Man macht sowas auch nur, weil man es kann. Und weil es dann irgendwo auch schon wieder ziemlich cool ist, auf einem fahrenden Klavier gleichzeitig grillen zu können.

Und wer jetzt denkt, dass er den Typen schon mal irgendwo gesehen hat: Stimmt! Einmal hier mit einem gewichtsreduzierenden Kühlschrank und auch in der einen oder anderen Win-Compilations.

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Nur eine Tür sandstrahlen https://www.wihel.de/nur-eine-tuer-sandstrahlen/ https://www.wihel.de/nur-eine-tuer-sandstrahlen/#comments Wed, 01 Dec 2021 11:51:02 +0000 https://www.wihel.de/?p=122496 Nur eine Tür sandstrahlen | Handwerk | Was is hier eigentlich los?

Gerade hatten wir ja schon ein bisschen Handwerkskunst im Metallbereich, jetzt machen wir mehr oder weniger mit Holz weiter – quasi mein Lieblingswerkstoff, nicht zuletzt weil es der einzige Werkstoff ist, mit dem ich schon etwas mehr gearbeitet hab und den ich sowas wie beherrsche. Sofern ich denn überhaupt einen Werkstoff beherrsche.

Tatsächlich geht es hier sogar weniger um Holz statt mehr um Farbe und ich gebe offen und ehrlich zu: Ich hab noch nie was lackiert. Was einfach daran liegt, dass das ziemlich viel Arbeit im Vorfeld ist, bevor man denn überhaupt mit Farbe hantieren darf.

Alte Farbe runter, eventuell noch mal nachschleifen, ausbessern, Farbe drauf und ggf. auch noch mal nachlackieren, damit die Farbe auch hält. Im Zeitalter von Spraydosen und Aufmerksamkeitsspannen von Eichhörnchen hat doch dafür keiner mehr Zeit.

Auf der anderen Seite: Als ich unsere Holzkiste für die Gartenmöbel gebastelt hab, hab ich auch viel Wert auf Zeit und akkurates Arbeiten gelegt. Der Profi sagt ja nicht umsonst: zwei Mal messen, einmal schneiden – manche Kante ist dennoch unfassbar schief und auf dem Deckel liegt nicht umsonst immer eine Decke, weil … runde Sägeblätter für die Bohrmaschine auch direkt aus der Hölle entstammen, besonders wenn sie minderwertig sind. Und ich hab halt irgendwann auch gemerkt, wie die Ungeduld immer größer wird … hat schon seinen Grund, warum ich kein Handwerker geworden bin, auch wenn mir das immer Spaß macht.

Zurück zum Lackieren: Gerade Abschleifen find ich eine lästige Arbeit, selbst wenn ich dabei nur zuschauen darf / muss. Außer natürlich man sandstrahlt, denn das sieht immer nach viel Spaß aus. Und noch mehr Dreck sowie nach leichter Gesundheitsschädigung, weil da halt viel mit sehr kleinen Partikel gearbeitet wird und wer dann keinen Mund-Nasenschutz trägt und Abstand hält … kennen wir ja von Corona.

Vor allem aber sieht das sehr befriedigend aus, weil dann die Farbe einfach so verschwindet und man auch gleich eine Art Schleifeffekt vor free bekommt. Muss man zwar trotzdem noch mit der Hand mal drüber gehen, aber schaut euch das doch einfach nur mal an:

Das ist schon sehr befriedigend. Vielleicht werd ich im nächsten Leben auch einfach Sandstrahlmeister. Und damit der zufriedenste Mensch der Welt.

Vor ein paar Wochen hatte ich mal wieder einen ganz ausgezeichneten Alman-Moment: Wir haben uns da ein Haus angeschaut, das gar nicht mal so schlecht war, vor allem hat aber das Grundstück überzeugt. Schön groß, dahinter Ackerland und richtig schön ruhig. Einziges Manko: zu den Nachbarn gab es nur ein paar Pflänzchen, aber keinen Zaun.

Sofern man sich mit den Nachbarn versteht, mag das natürlich funktionieren, aber … ähnliches haben auch meine Schwiegereltern gedacht und die Hecke zu den Nachbarn entfernt. Unter anderem damit das nachbarschaftliche Trampolin auch ein bisschen auf ihr Grundstück stehen kann, aber wie das mit den kleinen Fingern so ist – die reichen irgendwann nicht mehr aus.

Mittlerweile steht dann nicht nur das Trampolin regelmäßig bei ihnen, auch die Kinder der Nachbarn haben so ihre Schwierigkeiten mit dem Einhalten von Grenzen, wenn man denn mal seine Ruhe braucht. Gerade wenn Besuch da ist oder man abends noch mal entspannt auf der Terrasse sitzen will … das kann schon nervig sein.

Da haben wir es schon ein bisschen leichter, denn wir können unsere kleine Pupskarotte als Ausrede benutzen, was ehrlicherweise nicht mal eine Ausrede ist. Aber die ist halt unfassbar neugierig und wenn man da zauntechnisch nicht nachhilft, butschert die eben einmal komplett um die Welt – außer es ist Zeit für Frühstück oder Abendessen. Sehen wir immer sehr deutlich, wenn wir bei meinen Eltern sind und sie den ganzen Tag vor der Terrassentür sitzt und eigentlich nur raus will. Egal, bei welchem Wetter. Fragt man sich auch, warum dann bei den Gassirunden Zuhause so picky ist.

Zurück zur Hausbesichtigung: Also war dann auch nach den ersten Schritten auf dem Grundstück meine erste Frage, wie das mit einem Zaun aussieht. Typisch Alman eben, aber so sind wir halt – Territorium muss direkt abgesteckt werden und wenn es nach mir geht, würden da auch mindestens ein paar Attrappen von Minen und Selbstschussanlagen gut in Sichtweise postiert werden. Natürlich nur zur Abschreckung von Einbrechern.

Was uns dazu bringt, mal kurz zu schauen, wie so ein Zaun eigentlich hergestellt wird. Das sieht definitiv einfacher aus als es ist, hat aber auch beinahe schon was magisch-dämonisches. Alman eben.

Irgendwie aber auch logisch, oder? Wobei ich tatsächlich dachte, dass Schmiede wirklich noch die Streben einzeln herstellen und dann alles irgendwie zusammendängeln.

Vorgestern hab ich wieder angefangen, auf Arbeit selbst ein bisschen im Code zu wühlen. Das ist eigentlich unfassbar herausfordernd, weil halt eben nicht einfach nur ein bisschen PHP, HTML und CSS – aber es macht auch Spaß, weil man bei Unbekannten eben sehr schnell eine hohe Lernkurve hat. Oder auch nicht, je nachdem, wie man sich anstellt.

Ehrlicherweise beschränke ich mich aber auch zum Großteil auf CSS und bastel einfach einen Darkmode in eines unserer Tools. Und natürlich ist das so entstanden, wie alles eigentlich Unnötige entsteht: Ich wollt nur mal fix was ausprobieren und dann waren plötzlich zwei Stunden rum und ein Großteil schon gemacht.

Auf der anderen Seite ist das aber auch ein schönes Projekt in Richtung Weihnachten und zwischen den Tagen, wo ohnehin eigentlich niemand so wirklich arbeitet und man natürlich durchschnaufen kann, sich aber teils auch Arbeit erstmal suchen muss. Und da ein paar andere Tools bereits einen Darkmode haben, ist das natürlich nicht schlecht, wenn man hier und da mal nachzieht.

Allerdings hatte ich auch schon wieder Momente, wo ich einfach nur dachte „Was soll denn die Scheiße?“ und „Lass mal lieber was mit Holz machen“. Manch Entwickler von uns plant auch bereits alternativ einfach Busfahrer zu werden, allerdings ist man dann mit der Dummheit und Fahrweise anderer Menschen konfrontiert und naja … Holz ist halt einfach netter zu dir. Oder hält zumindest das Maul.

Und dann kann man auch so wunderbare Sachen machen, wie im nachfolgenden Video von 宇生(たかお)の工作 zu sehen – ein Zählwerk, beinahe nur aus Holz und vollkommen analog.

Da ist es schon sehr schade, dass man ohne Japanisch-Kenntnisse nicht versteht, was der Mann einem erzählt:

Schade auch, dass ich nicht wirklich einen praktischen Anwendungsfall dafür hätte – hab ich allerdings auch nicht für meine Schrotflinte aus Holz, mit der ich Schnipsgummis verschießen kann. Ist halt auch schon an Holz, man muss nicht immer vernünftig oder sinnvoll sein.

Ich behaupte, dass das Schlagzeug eines der fiesesten Instrumente überhaupt ist. Das sieht nämlich eigentlich immer recht unscheinbar aus. Ein paar Eimer, auf denen man Trommeln kann, ein paar Becken, vielleicht noch ein Pedal und zwei Stöcke zum Draufschlagen. Dazu lernen wir ja bereits als Kind, wie simpel Trommeln ist – das bekommt doch irgendwie jeder hin.

Tatsächlich ist das aber alles andere als einfach, so ein Schlagzeug einigermaßen passabel zu spielen, schließlich muss man sowohl Arme als auch Beine bzw. Füße unabhängig voneinander steuern können. Gleichzeitig. Und halt auch wirklich untereinander separat, da darf der eine Arm nicht und auch nicht nur ein bisschen das Gleiche machen, was der andere tut und Füße und Beine kennen sich am besten auch nicht. So wird dann aus „Trommeln kann ja jeder“ ganz schnell mal „Alter Falter“.

Gleiches gilt dann auch für den Herstellungsprozess eines Schlagzeugs. Im Grunde kann man sich ja auch einfach eines aus irgendwelchen Materialien zusammenbauen, die Küche dürfte da noch als bestes geeignet sein. Ein Eimer tut da schon viel, dazu ein paar Topfdeckel und Muttern hat sicher auch noch irgendwelche Kochlöffel aus Holz, deren Enden einem Drumstick schon sehr nahekommen.

Will man es etwas professioneller, dann kommt man an Manufakturen wie Noble & Cooley nicht vorbei – die wissen nämlich, wie man Schlagzeuge wie ein Profi herstellt und das sage ich nicht nur, weil die auch wissen, wie man gerades Holz in die runde Form eines Schlagzeuges bringt (was halt immer wieder faszinierend ist). Das machen die schon seit 1854 und somit in 7. Generation – logisch, dass sich da mit der Zeit auch eine gewisse Qualität ergeben hat, die sich mittlerweile (hoffentlich) mehr als auszahlt:

Witzig auch, dass die eigentlich vorher Spielzeug hergestellt haben. Wie das Leben manchmal so spielt …

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Wie Stetson Cowboy-Hüte hergestellt werden https://www.wihel.de/wie-stetson-cowboy-huete-hergestellt-werden/ https://www.wihel.de/wie-stetson-cowboy-huete-hergestellt-werden/#comments Mon, 15 Nov 2021 11:58:02 +0000 https://www.wihel.de/?p=121909 Wie Stetson Cowboy-Hüte hergestellt werden | Handwerk | Was is hier eigentlich los?

Ich fand es ja schon vor Jahren schade, dass es gesellschaftlich nicht mehr erforderlich ist, dass Männer gefälligst außerhalb von Gebäuden einen Hut zu tragen haben. Ich mein, das hat ja an sich nur absolut praktische Vorteile:

Es sieht recht vornehm aus, ohne wirklich „drüber zu sein“, es schützt vor Sonne, aber auch Regen, genauso wie vor Vogelkacke von oben kommend und man muss sich keine Gedanken über seine Frisur machen, weil die ja ohnehin verdeckt ist. Viel mehr noch, wer – wie ich – gar nicht mehr genug Haar für irgendwelche Frisurvielfalten hat, ist auch hier vor Blicken geschützt und kann die Illusion aufrecht erhalten, er würde zu Vollhaarträgern noch immer dazu gehören.

Männer sollten einfach Hüte tragen. Und dann auch nicht irgendwelche Caps, Mützen oder sonstigen Kram, sondern sowas, wie man früher in den 20ern und 30ern getragen hat. Oder halt auch Cowboy-Hüte – halt einen Hut, der auch etwas her macht. Überhaupt wär es noch viel besser, wenn wir einfach den Cowboy-Look anerkennen würden. Strapazierfähige Hosen, robuste Stiefel und praktische Hemden, die auch mal gern dreckig werden können, ja vielleicht sogar müssen. Dazu noch ein Lasso für Alltagssituationen – ich würde behaupten, dass unser Leben um mindestens 23% besser werden würde und wir uns mit Corona und Co. definitiv nicht mehr rumschlagen müssten.

Allerdings: Den passenden Hut zu finden, ist gar nicht mal so einfach – der muss ja schließlich wie angegossen sitzen und darf weder zu eng noch zu weit sein. Noch viel weniger einfach muss aber die Herstellung eines Hutes sein, behaupte ich zumindest ohne davon wirklich Ahnung zu haben. Aber schaut man sich so einen Cowboy-Hut zum Beispiel an, dann ist das Ende ja auch nur ein Stofflappen, der irgendwie in Form gebracht wird. Keine Ahnung, wie der dann auch unter widrigsten Bedingungen seine Form behält, vermutlich einfach durch Magie.

Oder auch nicht, denn die Kollegen vom Business Insider haben nun gezeigt, wie so ein Stetson Cowboy-Hut tatsächlich produziert wird:

Nirgendwo Magie zu sehen. Was aber nicht zwingend heißen muss, dass da nicht doch irgendwo im Hinterzimmer eine Hexe sitzt und den letzten Schliff verpasst. Bleibt wachsam!

Dieses Jahr sind Line und ich relativ gut durch Halloween durchgekommen. Ich war da ja noch nie so ein großer Fan von, weil das halt im Endeffekt Betteln mit Verkleiden ist, aber als Frau zieht es natürlich, wenn da niedliche Kinder noch niedlicher sind und einfach nur Süßigkeiten haben wollen.

Und mittlerweile bin ich ja auch älter, da wird das zwar weiterhin nicht unterstützt, aber immerhin toleriert. Sollen sie doch machen, wenn es sie glücklich macht – solange sie mich damit in Ruhe lassen, ist alles gut.

Dabei war das tatsächlich recht knapp, denn die Kinder-Gang war lautstark im Hausflur zu vernehmen und unsere besten Süßigkeiten wollten wir jetzt auch nicht einfach verschenken (sondern wie immer darauf warten, dass das MHD weit überschritten ist um sie dann wegzuschmeißen). Letztendlich hat Line dann kurzerhand Waffeln rausgelegt. Nicht wirklich awesome, aber immerhin lecker.

Und sie war auch Fuchs, weil sie dann einfach Yoga gemacht hat, sodass im Zweifel ich hätte zur Tür gehen müssen. Ausgerechnet ich. Aber sie sind glücklicherweise an unserer Tür vorbeigezogen und den restlichen Abend kam auch keiner mehr – das ist der gute Teil.

Der schlechte Teil ist, dass Line irgendwann mit dem Hund raus musste und dabei auch eine Mutter aus dem Haus getroffen hat, deren Tochter bei der Kinder-Gang dabei war. Und wie sie eben so ist, mit ihrer sozialen Ader, ergibt sich ein Gespräch und irgendwann lässt sie auch fallen, dass wir Süßkram bereit liegen hatten.

Was letztendlich heißt, dass die nächstes Jahr tatsächlich auch bei uns vorbeikommen und ich ertrag den Erwartungsdruck jetzt schon nicht mehr. Denn irgendwie reicht es ja dann auch nicht, einfach nur kurz Tür auf, Zeug raus und Tür zu zumachen … da muss ja mindestens ein bisschen Deko mit `nem Kürbis oder so her.

Glücklicherweise hat James Hall da ein paar Tipps, wie man nicht einfach nur stumpf Löcher reinschnitzt, sondern ein oder zwei Schippen mehr drauflegen kann:

Pumpkin carving master James Hall explains pumpkin carving in 13 spooky levels of difficulty. The 2-time ‘Halloween Wars’ winner breaks down a variety of pumpkin carving techniques, ranging from simple to incredibly complex.

Oder ich fang dann einfach mit Yoga an und bin selber Fuchs. Toter, lautloser Fuchs.

Regelmäßige Leser wissen es: Jeden Sonntag wechseln Line und ich mich damit ab, eine kleine Zusammenfassung der aktuellen Woche hier zu schreiben. Zum einen sorgt es dafür, dass hier auch am Wochenende ein bisschen was passiert, obwohl wir – wobei vor allem ich – aus dem Alltag und dem täglichen Posten von Beiträgen ausbrechen können. Zum anderen ist es auch eine kleine Huldigung an die Art des Bloggens von früher™.

Damals, als Blogs tatsächlich noch sowas wie Tagebücher waren und hauptsächlich von belanglosem Privatzeug gehandelt haben und wir uns keine Gedanken darüber machen mussten, wer was liest und ob das (vor Gericht) gegen uns verwendet werden könnte. War auch schon schön damals. Das Witzige ist: Bei einigen KollegInnen sind das eigentlich die Beiträge, die mich am meisten interessieren.

Ob das auch bei uns der Fall ist, kann ich nur schwer sagen, weiß aber immerhin, dass unsere Eltern die Beiträge (un)regelmäßig lesen, weil sie so auch ohne Anruf erfahren, was bei uns passiert ist – auch wenn das tatsächlich eher Belanglosigkeiten sind und die wirklich wichtigen Themen eher privat bleiben.

Ich muss aber auch zugeben, dass ich den sonntäglichen Beitrag für interne Verlinkungen nutze. So richtig geil finde ich das ganze SEO-Thema zwar nicht und kümmer mich hier auch nur um das Nötigste, weil es eben doch mal Traffic auf die Seite bringt, aber wenn man das Schöne mit dem Nützlichen verbinden kann … why not?

Außerdem hilft es dabei, einen Eindruck zu bekommen, was die Leute tatsächlich interessiert, denn die 10 beliebtesten Beiträge der Woche sind dann doch teils überraschend. Und ja, sie sind auch ein bisschen manipuliert, denn wenn ein Beitrag theoretisch in der 6. Woche ganz vorne dabei ist, ist das sicher eine Erkenntnis, wird aber schnell langweilig.

Relativ spannend dabei auch: Bastelanleitungen sind immer noch ein Ding, genauso wie Anleitungen an sich, egal ob es dabei um gekochte Eier oder Schnürsenkel geht.

Oder um sowas wie Papierrosen – wüsste ich zum Beispiel nicht einfach so, wie man da anfangen sollte oder wie das überhaupt funktionieren kann. Muss ich aber auch nicht, denn dafür gibt es Videos – und die zeigen dann auch, dass das alles andere als schwer ist:

Gewusst wie.

Aktuell wird bei uns das Büro umgebaut. Also auf Arbeit, nicht Zuhause – dafür ist die Anzahl der Räume dann doch zu überschaubar. Und dieser Umbau ist gleich in mehreren Bereichen mehr als spannend.

Zum einen, weil der Umbau in eine Zeit fällt, in der man eigentlich langsam mal wieder zurück ins Büro kann und im Gegensatz zu mir einige darauf auch richtig heiß sind. Böse Zungen würden behaupten, dass die noch mal über ihr Zuhause nachdenken sollten, wenn sie immer stärker davon flüchten wollen. Zum Glück bin ich keine böse Zunge …

Zum anderen zeigt es auch direkte Auswirkungen der Pandemie, denn hatten wir vor zwei Jahren jeder noch einen festen Platz entsteht jetzt eher sowas wie ein Co-Working-Space, wo man im Prinzip überall sitzen oder sich mit seinem Team auch in einen Team-Raum einbuchen kann, um eben nur bei Bedarf aus dem Homeoffice ausbrechen und sich treffen zu können. Das spart nicht nur Platz, sondern auch Geld und suggeriert zumindest sowas wie Flexibilität.

Und ebenso spannend: Die Umbaumaßnahmen selbst. Ich hab die Anfänge nicht mitbekommen, war aber zumindest vor ein paar Wochen mal kurz im Büro – und hatte harte Orientierungsprobleme, weil sich so viel geändert hat. Wo mal Türen waren, ist plötzlich eine durchgehende Wand, wo mal mein Platz war, ist ebenfalls eine Wand und irgendwie sind auch neue Räume entstanden und alte verschwunden.

Als ob das nicht schon beeindruckend genug wäre: Das ist alles in irgendwas um die zwei Wochen passiert. Allein das Entfernen einer Tür und Einbauen einer neuen Tür kann mal eben innerhalb von zwei Stunden passieren – ein Wahnsinn, dachte ich doch immer, dass das alles viel komplizierter ist und länger braucht.

Aber wenn man weiß, wie es geht, ist fast alles einfach. Und wenn dann auch noch Roboter mit dazu kommen, braucht man eigentlich gar nicht mehr dabei sein, geschweige denn mitdenken. Selbst beim Mauerbau helfen die Dinger schon seit einigen Jahren sehr gekonnt mit:

SAM the bricklaying robot working alongside masons from Heitkamp Masonry on a construction project in Rolla, Missouri.

Fastbrick Robotics Limited (ASX:FBR) reveals its Hadrian 105 demonstrative model in action through a time-lapse video. The Hadrian 105 demonstrates the ability of its technology and provides a first look at the future of the construction industry as is the the precursor to the commercial model, Hadrian X.

Terminator hin oder her – gerade im Bau find ich die Teile einfach nur gut.

Seit Tamme Hanken nicht mehr ist, ist unser Interesse an Pferden und Physiotherapie bei Tieren im Allgemeinen wieder sehr stark zurückgegangen – wobei die auch nicht wirklich gewachsen ist, weil es halt eher um Hanken ging als um die Tiere. Was vor allem daran lag, dass das ein richtiger Typ war – manchmal launisch, aber dennoch tief sympathisch.

Und ein bisschen was haben wir dann doch gelernt, vor allem, dass Mensch nur sehr selten über sein Tier Bescheid weiß und meistens der Verursacher nahezu aller Probleme ist. Oft keine wirkliche Überraschung, aber spannend zu sehen, was das für Auswirkungen hat und wie leicht oft die Lösung ist, wenn man sich letztendlich ein bisschen genauer mit dem Tier beschäftigt. Gut, bisschen nachdenken hilft oft auch – daran scheitern ja aber viele.

Und wir haben gelernt, dass die Arbeit des Hufschmieds dann doch deutlich komplexer ist, als nur irgendwie Eisen zu schmieden und an den Fuß eines Pferdes zu nageln. Das hat schon beinahe was Kunstvolles bzw. Wissenschaftliches.

Ein ähnlicher Eindruck ergibt sich auch, wenn man Keith Bowen mal ein bisschen bei der Arbeit zuschaut:

Ein richtiger Knochenjob, der aber auch Feingefühl braucht.

Ich hab eben mal nachgeschaut, wann denn Oreo-Kekse nach Deutschland gekommen sind, denn Wikipedia hat mich erstmalig in einer Weise verwirrt, dass ich doch tatsächlich den Wahrheitsgehalt anzweifeln musste.

Denn dort steht geschrieben, dass die Kekssorte erstmalig 1912 auf den Markt gekommen ist. Und selbst da war der Keks noch nicht mal neu, sondern soll dem Hydrox von Sunshine Biscuits sehr geähnelt haben – hab ich allerdings abgeschrieben, denn sowohl vom Keks als auch der Firma hab ich bis gestern noch nie gehört.

Jedenfalls erschien mir 1912 dann doch etwas sehr früh und tatsächlich sagt Google, dass Oreos erst 2011 in Deutschland eingeführt wurden. Damals sogar noch relativ beschränkt, was die unterschiedlichen Sorten anging, da war in den USA schon mehr los.

Das hat sich mittlerweile gedreht, aber so wirklich viel Auswahl hat man trotzdem nicht und ich nutze die Gelegenheit und verkünde: Ich find Oreos einfach nicht toll. Größe und Form sind durchaus brauchbar weil recht mundpassend, schiebt man sich allerdings so ein ganzes Ding zwischen die Kiemen, hat man dennoch ordentlich zu tun.

Viel mehr sind es aber Konsistenz und vor allem auch Geschmack, die halt so gar nicht überraschen. Der Keks selbst ist übertrieben schokoladig, aber ohne das Geile von Schokolade zu haben und die Creme relativ geschmacksneutral. Einzeln funktionieren die beiden Bestandteile so gar nicht, lediglich zusammen wird ein Schuh draus – dann aber ein recht langweiliger, billiger ohne fancy Design und Alleinstellungsmerkmal. Finde einfach, dass Oreos maximal überbewertet sind und verstehe daher auch nicht, warum da immer mal wieder Kooperationen mit anderen Herstellern zustande kommen, wie z.B. bei Eis oder auch Joghurt. Das gäbe es weitaus spannender Kombinationen und überhaupt scheint mir in Deutschland die Mischung aus Schokolade und Orange maximal unterschätzt zu sein.

Damit steh ich aber vermutlich relativ alleine da, denn zumindest 2018 hat Mondelez erfreuliche Geschäftszahlen vorgelegt, die nicht zuletzt auch auf die gesteigerte Nachfrage nach Oreo-Keksen zurückzuführen waren. Nehme mal an, dass hat sich in den 3 darauffolgenden Jahren nicht wirklich ins Gegenteil gedreht.

Und deswegen gucken wir uns jetzt einfach an, wie die Dinger gemacht werden – nicht direkt bei Oreo, am Ende ist das ja aber alles irgendwie das Gleiche:

Selbst der Herstellungsprozess zeigt: Maximal überbewertet.

Es mag jetzt ein kleiner Schock sein, aber … es sind nicht mal mehr 4 Monate bis Weihnachten vor der Tür steht. Und war ich früher immer stolz, dass ich mit den Geschenken für Familie und Freunde bereits Mitte des Jahres durch war, hat sich in den letzten Jahren der Schlendrian eingeschlichen und mich auch zu einem dieser Deppen werden lassen, die sich erst viel zu spät mit der Thematik beschäftigen.

Aber das ist nicht das Schlimmste. Das Schlimmste ist: Ich werd weich. Denn ich war auch nie ein großer Freund von Tannenbäumen, weil die halt in erster Linie viel Arbeit machen, dann nur Platz weg nehmen, alles vollnadeln und die Entsorgung auch teils recht schwierig ist. So ein Weihnachtsbaum hat einfach absolut keinen praktischen Nutzen – kostet aber Geld.

Das Gute ist: Wir haben bisher keinen gebraucht, weil wir ohnehin nie Zuhause feiern, sondern immer bei unseren Eltern und was die Baum-technisch machen, ist in erster Linie ja ihre Sache.

Doch bereits im letzten Jahr juckte es mir in den Fingern, endlich auch mal einen Baum anzuschaffen, weil halt dann doch ganz schön und gerade während einer Pandemie braucht man ja etwas, an dem man sich festhalten kann. Also nicht am Baum, aber an der Tradition, dass so ein Weihnachtsbaum halt doch irgendwie zu Weihnachten dazu gehört.

Wer weiß, vielleicht kauf ich daher einfach mal einen für dieses Jahr – dann aber einen künstlichen. Dürfte dann auch direkt der Startschuss sein, dass wir nach und nach Schmuckzeug dafür organisieren, idealerweise irgendwas, was ein bisschen von der Norm abweicht. Ein Schelm, wer hier zum Beispiel an Rick und Morty denkt. Und der macht weniger Dreck, kostet langfristig weniger, weil Einmalanschaffung … und wird vermutlich genau so hergestellt:

This is how artificial Christmas trees are made. The Science Channel walks us through a factory bringing fake Christmas trees to life.

Toll, wie viel Liebe da mit im Spiel ist …

Als das mit den Events für Blogger noch ein bisschen besser war (oder überhaupt existent), war auch das eine oder andere Mal dabei, dass sich mit dem Thema Gin beschäftigt hat. Sehr beliebt bei mir, weil ich Gin halt einfach mag. Nicht übertrieben teuer, leicht zu „mixen“ und schmeckt eigentlich immer – mit dem passenden Tonic sogar im Dunkeln leuchtend. Was will man da mehr?

Besonders an das Event zum Friedrichs Gin denk ich gern zurück, weil der einfach unfassbar lecker ist – aber nur schwer zu kaufen. Bzw. unmöglich, denn bisher hab ich ihn einfach nirgendwo finden können und weiß nicht mal mehr, ob der noch produziert wird.

Denn das fällt auch auf: Eine Zeit lang wurde der Markt mit Gin geradezu geflutet, was vor allem der plötzlichen Beliebtheit geschuldet war, aber eben auch der Tatsache, dass Gin einigermaßen leicht zu produzieren ist. Vor allem im Vergleich zu zum Beispiel Whisky, wo man vor allem Zeit mitbringen muss. Bei Gin hingegen reichen schon 24 Stunden aus, um was qualitativ okayes in die Flasche zu kriegen.

Was aber eben nicht heißt, dass Gin quasi von jedem produziert werden kann, denn gerade das Spiel der diversen Kräuter will gelernt sein und wenn man mal allein Monkey 47 nimmt – da sind halt einfach 47 verschiedene Kräuter verarbeitet. Heißt: Da kann man auch richtig viel verkacken.

Der SWR war nun vor einer Weile auf dem Hof von Christine Brugger, wo seit mehr als vier Generationen Gin produziert wird, und gibt einen kleinen Einblick in diese kleine Wissenschaft:

Seit vier Generationen werden auf dem Hof von Christine Brugger Brände destilliert. Die besondere Leidenschaft der ausgebildeten Sensorikwissenschaftlerin und Aromenforscherin gilt dabei dem Gin. Mit 22 Zutaten komponiert sie ihr besonderes Destillat für Nase und Gaumen. Am Ende entsteht ein Gin, den man natürlich nicht mit Tonic Water konsumiert: Im Weinglas bei Zimmertemperatur und in kleinsten Mengen genossen, eröffnet der Gin von Christine Brugger neue sensorische Welten.

Wie gesagt: Auch bei Gin weiß man besser, was man macht.

Seit langem mal wieder eine besonders sperrige Überschrift, bei der jeder SEO-Mensch die Hände über dem Kopf zusammenschlagen würde, aber manche Dinge ändern sich einfach nie – und was Platz braucht, das braucht Platz, meine Hosen wissen, was ich meine.

Ebenso ändern sich nicht (und werden sich hoffentlich nie ändern) die kleinen Momente, in denen das Internet dafür sorgt, dass man sich auch mal über Dinge Gedanken macht, die man sonst einfach so hingenommen hätte. Politiker-Lügen zum Beispiel, wobei das ein sehr abstraktes Thema ist, gefühlt aber in den letzten Jahren zugenommen hat. Zeitalter der alterativen Fakten und Reichweiten von Wahrheiten … braucht man sich eigentlich nicht zu wundern.

Ich meine aber viel mehr so richtig belanglose Themen, bei denen es schön ist, dass es sie gibt – wäre aber auch nicht tragisch, wenn es sie nicht mehr gibt. Fliesen zum Beispiel. Fest im Alltag integriert, besonders gern in Küche und Bad oder halt als Bodenbelag, weil eben leicht zu reinigen und im Sommer angenehm kühlend.

Aber es gibt auch Schattenseiten im Fliesen-Dasein, die besonders schnell zu Tage treten, wenn man mal ein paar Wohnungs- und Haus-Inserate durchschaut – da tun sich Welten auf, die man lieber nicht gesehen hätte. Ich weiß ja, dass früher andere Zeiten herrschten und sich über Geschmack immer streiten lässt … aber was ich dort schon gesehen hab, da würde selbst Armin Laschet das Lachen vergehen.

Und wenn wir mal ehrlich sind: So richtig weiß doch auch keiner, wie Fliesen hergestellt werden, oder? Oder woraus so eine handelsübliche Fliese überhaupt besteht. Kann ich so pauschal auch nicht beantworten, aber es gibt unter anderem Zementfliesen, was irgendwie naheliegend klingt, aber mir völlig unbekannt war – und die werden in Ägypten von einem Mann noch so hergestellt, wie vor 200 Jahren:

Saied Hussain has been hand making tiles out of cement for over 50 years. He says he’s one of the last still doing this work in Egypt — most other workshops couldn’t withstand competition from marble and ceramic tiles.

Farblich nicht immer ganz meins, aber irgendwie will ich jetzt auch Zementfliesen haben. Wer weiß, wie lange es die tatsächlich so traditionell noch gibt?

Man sagt ja, Schach sei das Spiel der Könige, vor allem weil strategisches Geschick, logisches Denken und dieses „dem anderen immer ein, zwei Züge voraus sein“ wichtig ist. Tatsächlich könnte es aber auch einfach nur so bezeichnet werden, weil der Name sich vom persischen „Schah“ ableitet, was halt „der König“ heißt und es ja am Ende darum geht, den gegnerischen König mattzusetzen.

Und viel mehr weiß ich dann auch über Schach nicht, obwohl ich natürlich auch das Damengambit geschaut hab, was mich aber auch nur darin bestärkt hat, dass Schach einfach ein sehr merkwürdiger Sport ist.

Ich mein, bewundernswert ist er absolut, aber allein diese ganzen Züge, die einem bestimmten Muster folgen – in meinen Kopf will einfach nicht rein, warum es die überhaupt gibt, denn … nur weil der eine Spieler einen Zug so macht, muss doch nicht zwingend der andere Spieler seinen Zug dann wie vorgesehen machen. Oder anders gesagt: Ist es nicht immer irgendwie auch super wahrscheinlich, dass es eben nicht so kommt, wie man das vorausgesehen hat?

Aber darum soll es hier auch gar nicht gehen, vor allem weil es für mich schnell peinlich wird, denn die ganze Nummer mit den Wahrscheinlichkeiten in Mathe habe ich mindestens genauso wenig geblickt, wie die höhere Kunst im Schachspiel.

Stattdessen werfen wir einen Blick auf die Figuren selbst und warum die für Weltmeisterschaften per Hand gemacht werden und warum die deswegen auch so verdammt teuer sind. Spoiler: Es liegt vor allem am Springer:

An inexpensive chess set can sell for $20, but a handcrafted wooden set certified for the World Chess Championship costs $500. Much of the set’s value lies in just one piece: the knight. Each knight must be carved by hand to look exactly the same. Making this one piece takes two hours, and there are fewer than 10 people trained to carve knights for the championship chess sets. So, how are these chessmen made? And why are they so expensive?

Ein bisschen Quatsch ist das schon. Auf der anderen Seite ist Handwerk einfach super toll, wie man ja auch hier wieder sieht.

Wir alle wissen ja, dass es keine Rolle spielt, wie sehr man sich anstrengt, wie sehr man übt, wie groß das eigene Talent ist … irgendwo wartet schon ein kleiner Chinese nur darauf, zu beweisen, dass er besser ist. Mit dem kleinen Finger. Außer dass das, was man gut kann, mit dem kleinen Finger zu tun hat – dann nimmt er einfach ein anderes Körperteil, dass dafür eigentlich so überhaupt gar nicht in Frage kommen würde.

Denn so viel in China auch aus unserer europäischen Sicht falsch laufen mag – in Sachen Effizienz spielen die einfach in einer völlig anderen Liga, das sieht man nicht nur daran, wie dort Brücken repariert oder auch nur gebaut werden, sondern auch – um mal wieder aktuellen Bezug herzustellen – wie schnell die Behelfskrankenhäuser während der Pandemie aus dem Boden gestampft haben.

Absolut kein Vergleich zu dem, was in Deutschland passiert. Ich will da gar nicht mal den BER ins Rennen schicken, der ohnehin alles toppen würde, was man sich nur vorstellen kann. Aber mir fällt bei Weitem kein größeres Bauprojekt ein, dass medial irgendwann Aufmerksamkeit bekommen und nicht doch später und teurer fertiggestellt wurde als geplant.

Was nicht heißen soll, dass das nicht auch in China passieren kann und passieren wird. Und doch schaffen sie es, innerhalb von 28 Stunden ein Haus mit 10 Stockwerken hinzustellen. Das gewinnt natürlich auch keinen Schönheitspreis und ist bestimmt mehr zweckmäßig als luxuriös und komfortabel – aber irgendwie klingelt da auch in meinem Kopf das ständige Lippenbekenntnis, dass wir in Deutschland mehr bezahlbaren Wohnraum brauchen, aber nicht wirklich mehr als die üblichen Lippenbekenntnisse aus der Politik dazu kommen.

Die Leute würden aber auch komplett durchdrehen, wenn sowas in Deutschland möglich wäre und passieren würde:

Richtige kleine Effizienzmonster sind das.

Eigentlich haben handwerk-Videos als Beitrag hier immer mindestens einen von zwei Aspekten: Sie sind wunderschön inszeniert und man merkt richtig, dass da Leute mit Liebe und Leidenschaft am Werk sind und es eben nicht um Profit und / oder Massenfertigung geht, sondern um dieses eine Ding, das sie eben produzieren.

Oder es ist irgendeine verrückte Maschine am Machen, die gern mal riesengroß ist, natürlich irgendeinen menschlichen Arbeitsplatz vernichtet hat, aber auch so viel Ingenieurskunst in sich trägt, dass es einfach nur faszinierend ist, wie sie das macht, was sie macht und dass sie es außerordentlich schnell und / oder gut macht.

Doch genau das trifft auf das nachfolgende Video mal so gar nicht zu. Zumindest spürt man nicht wirklich, dass da jemand mit Liebe und Leidenschaft seiner Arbeit nachgeht, was natürlich an der Inszenierung liegen kann … oder einfach daran, dass hier in Masse hergestellt wird.

Und natürlich sind da auch jede Menge Maschinen am Werk, weil halt so eine Gabel in Handarbeit doch recht aufwändig ist und einiges an Zeit in Anspruch nimmt. Aber keine der Maschinen wirkt jetzt besonders raffiniert oder ausgeklügelt. Stattdessen recht grob und plump – fraglich ist daher, ob deswegen noch so viele Leute involviert sind oder die Leute einfach der Grund sind, warum die Maschinen so sind, wie sie sind.

Wie auch immer, jetzt wissen wir immerhin, wie Gabeln in Korea hergestellt werden. Ist doch auch schon was:

Fairerweise muss man aber auch sagen, dass Gabeln jetzt nicht super spektakuläre Werkzeuge sind und eines dieser Dinge sind, die an Innovationskraft nicht mehr sonderlich zulegen können. Ach, bringen wir es auf den Punkt: Gabeln sind einfach mal furz langweilig. Aber immerhin sind es keine Löffel, die sind noch schlimmer.

In Anbetracht der bereits gestiegenen und der weiterhin drohenden Preissteigerungen beim Sprit macht man sich natürlich Gedanken, wie man zukünftig nicht in den finanziellen Ruin fährt.

Das Ziel ist klar, wir sollen mehr E-Autos kaufen und fahren. Wenn man aber weiß, dass in Deutschland auch mit die höchsten Strompreise existieren, ist das eigentlich an Absurdität schon kaum zu überbieten. Dazu kommt natürlich die mangelhafte Ladeinfrastruktur, gegen die immer mehr vermehrt angeredet wird, die aber einfach nach wie vor für Mehrfamilienhäuser und einer wirklichen Autowende schlichtweg lächerlich ist. Aber Deutschland war ja schon immer ein Land, in dem man mit Verboten und anderweitigen Bestrafungen die Bevölkerung in Richtungen lenkt als durch Anreize und Vorzüge – weil wir halt auch einfach zu dumm sind, was das Erkennen selbiger angeht und wie das mit Freiwilligkeit und Vernunft eigentlich funktioniert.

Stattdessen laden wir uns Tank-Apps runter und schauen einfach, wann der Sprit am günstigsten ist – und fahren dann auch gern mal 50 Kilometer durch die Gegend, um 2 Cent zu sparen. Ich weise hier bewusst nicht auf die mitschwingende Dummheit hin.

Oder man macht es wie ChrisFix und versucht einfach an anderer Stelle den Spritverbrauch zu senken. Zum Beispiel, indem man einfach das Gewicht des Wagens reduziert – denn je leichter so ein Auto ist, umso weniger Sprit verbraucht es. Wirkt sich dann aber logischerweise negativ auf den Komfort aus, irgendeinen Tod muss man ja aber immer sterben:

How much weight can you remove from your car? Well in today’s video we take weight reduction to the next level and find out!

Und wenn wir schon dabei sind, dann platzier ich hier gern auch noch: Dieser allgemeine Autohass, der sich immer mehr in absoluten Verboten in Innenstädten, radikaler Reduzierung von Parkplätzen quasi überall äußert und das Fahrrad als Allheilmittel zu sehen … ich glaub da nicht dran. Bereits in Hamburg hat sich gezeigt, dass die existierenden Dieselfahrverbote kaum bis keinen Einfluss haben und diese Schwarz-Weiß-Denke hat noch nie funktioniert.

Aber vielleicht irre ich mich auch und die ohnehin leidenden Innenstädte blühen wieder auf … wenn halt keiner kommt, weil nur noch zu Fuß erkundbar.

Nicht nur, dass die Politik bei der Bekämpfung der Pandemie ein ziemlich offensichtliches Versagen an den Tag legt, auch in Sachen Immobilien ist aus den bisherigen Lippenbekenntnissen nicht wirklich viel mehr geworden. Zumindest wenn ich mir die Immobilienpreise in und um Hamburg anschaue, halte ich den Wunsch nach „XYZ neue Wohnungen pro Jahr“ für ein pures Wahlkampfversprechen, dass den Kalorienverbrauch seiner Aussprache nicht wert ist.

Dahingehend ist auch „das Verbot“ der Grünen für den Bau neuer Einfamilienhäuser nicht gerade förderlich, aber die nehmen ja ohnehin gerade jedes Fettnäpfchen mit, dass sich ihnen bietet (und da mein ich nicht irgendwelche Lebensläufe, aber wer den Wahlkampf mit „wir erhöhen den Benzinpreis um X,Y €“ führt, stellt sich halt besonders dumm an). Was nicht heißt, dass sich die anderen Parteien besser anstellen …

Aber zurück zum eigentlichen Thema. Viel schlimmer als Politik, die bereits scheitert ihre Versprechen auch nur ansatzweise umzusetzen, ist Politik, die ihre Versprechen umsetzt … dabei aber auch kläglich versagt. Was ich damit genau meine: der Berliner Mietendeckel.

Ob der sinnvoll war oder nicht, kann man gern an anderer Stelle diskutieren – mittlerweile ist er aber Geschichte. Was ja okay ist, gibt es sicherlich gute Begründungen dafür. Schlimm ist allerdings, dass nun Mieter mit horrenden Nachzahlungen konfrontiert sind und Menschen ganz klar vor dem Ruin ihrer Existenz stehen. Und das da noch niemand auf die Straße brandschatzen gegangen ist – so wie man das zum Beispiel aus Frankreich kennt – wundert mich dann doch stark. Das ist einfach katastrophal.

Aus der Perspektive ist das nachfolgende Video eigentlich sensationell und macht auf so vielen Ebenen einfach nur Sinn. Denn darin zeigt ein Typ, wer sich einfach eine Wohnung in einen Berg haut. Super aufwändig, im Prinzip aber das klügste, was man machen kann. Und abgesehen von womöglich fehlenden Fenstern einfach nur unfassbar schlau.

Big cities have many amenities and attractions, but it doesn’t compare to the calm of the countryside. This man grew tired of living in the big city and returned to his hometown, where he now uses all his knowledge and resourcefulness to dig a house in the mountains. Could you build something like this?

Handyempfang dürfte da drin allerdings schwierig werden. Würde mich dennoch über eine Room-Tour nach Fertigstellung freuen.

Nachdem die Baumärkte geschlossen haben, ist das mit dem Handwerk während und neben dem Homeoffice hier deutlich zurück gegangen, auch wenn ich neulich erst Molotfill über Amazon bestellt hab. So ganz wollt ich mir die Bastelei an der Wohnung dann doch nicht nehmen lassen, bestimmte Dinge müssen ja einfach erledigt werden. Und wenn der stationäre Handel eben nicht will, dann bestellt man halt online.

Darüber hinaus blieb für Kleinigkeiten halt nur der Griff in die Restekiste – immerhin konnte ich aber die Vorhangaufrichtugung im Schlafzimmer reparieren. Allerdings nur temporär, denn die Halterung verhält sich wie in jedem Altbau – die kommt einfach raus, sobald da mal ein bisschen mehr Kraft drauf einwirkt. Dabei haben wir schon nahezu alles unternommen: Superdübel, dazu Zahnstocher und Nägel zum Verdichten und – das ist mein Fix – übertrieben fiese Schrauben. Wie gesagt, hält erstmal, weiß nur keiner, wie lange.

Womit wir auch beim eigentlichen Thema sind: Dübel. Da gibt es nämlich tatsächlich unglaublich viele und manche sind halt einfach nur da um da zu sein – andere haben richtig sensationell gute Funktionen, sobald man da Schrauben reinprügelt – also mehr als das offensichtliche “verbreitern”

Aber welche eignet sich wann für was am besten? Ich hab keine Ahnung und ich sag auch ganz ehrlich, dass das nachfolgende Video diese Frage nur teilweise beantwortet – aber es zeigt immerhin bei ein paar, was da eigentlich im Loch genau passiert. Das dürfte zumindest ein bisschen helfen:

Und da Baumärkte mittlerweile auch wieder für Normalsterbliche aufhaben, kann sich auch jeder denken, wo man mich demnächst findet. Stundenlang. Fragen hätte ich aber an die, die tatsächlich Bits in ihre Löcher stopfen und dann Schrauben hinterherjagen … das doch Quatsch oder?

Seit nun einigen Jahren ist der regelmäßig unregelmäßige Friseurbesuch zwar recht einfach, aber auch immer für einen kurzen Moment beinahe schon tragisch. Einfach deswegen, weil ich nicht viele Optionen in Sachen Frisuren habe und meistens ein „einfach kurz“ es ganz gut auf den Punkt bringt. Das spart dann am Ende auch Zeit, weil dann nur die Maschine angesetzt und mit der Hand lediglich Ränder bzw. Konturen nachgeschnitten werden müssen – in 10 Minuten kann man da schon durch sein.

Tragisch deswegen, weil am Ende ja immer noch mal im Spiegel präsentiert wird, was sich auf der anderen Seite des Kopfes so abspielt – da schaut man ja eher selten hin, nicht zuletzt aufgrund der biologischen Limitierungen, mit denen wir ausgestattet sind.

Und da zeigt sich dann das ganze Elend: Die kahle Stelle, die vor ein paar Jahren zwar sichtbar aber auch wegdiskutierbar war, wächst fröhlich vor sich hin und in ein paar Jahren braucht es dann auch keinen Friseurbesuch mehr, weil die Haare dafür insgesamt gar nicht mehr ausreichen.

Und natürlich hab ich da auch schon die gleiche Entwicklung wie alle anderen durchgemacht: erst ignoriert man es, dann versucht man es mit irgendwelchen Mittelchen und am Ende nimmt man es einfach hin. Im Zweifel müssen halt alle Haare ab, was ja nicht schlimm ist, schließlich sieht Jason Statham mit der Friseur ja auch gut aus (und ja, wir ignorieren hier einfach den Rest seines Körpers). Denn klar ist: Es ist gibt keine wirkliche Lösung, außer teure Haartransplantationen – und die kann sich ein Normalsterblicher nicht leisten.

Was noch gehen würde: Eine Perücke. Hab ich mich ehrlicherweise nie mit beschäftigt, vor allem weil man eigentlich immer sieht, wenn jemand eine trägt und das nachfolgende Video bildet da auch nur bedingt neues Vertrauen in diese Option. Zumindest kann ich mir nicht vorstellen, dass das so geil ist für die Kopfhaut, wenn man sich da so eine Lappen den ganzen Tag draufklebt:

Der direkte Vorher-Nachher-Vergleich ist aber schon beeindruckend – zumindest in schlechter Handy-Video-Qualität.

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Ein kleines Physik-Experiment mit zwei Gießkannen https://www.wihel.de/ein-kleines-physik-experiment-mit-zwei-giesskannen/ https://www.wihel.de/ein-kleines-physik-experiment-mit-zwei-giesskannen/#comments Tue, 16 Mar 2021 15:53:58 +0000 https://www.wihel.de/?p=111978 Ein kleines Physik-Experiment mit zwei Gießkannen | Handwerk | Was is hier eigentlich los?

Wir hatten ja schon an diversen Stellen Geschichten und Vorschläge darüber und dafür, was man so machen kann, wenn man die ganze Zeit Zuhause ist. Denn die Gefahr für Langeweile steigt natürlich jeden Tag ein bisschen mehr, wenn Kunst und Kultur weiterhin geschlossen sind und da wir ja nun auch 1 Jahr Pandemie haben, wird es langsam echt schwierig mit der Freizeitgestaltung. Was wir halt alle mittlerweile kennen und Alltag nennen.

Bemerkenswert daran: Ich hatte tatsächlich mal wieder Momente der Langeweile. Am Wochenende wusste ich nicht so richtig wohin mit mir, musste aber am Samstag nur ein paar Stunden totschlagen, was ich dann letztendlich mit Sport geschafft hab. Dafür war am Sonntag dann aber keine Kraft mehr da und so saß ich tatsächlich einfach mal eine Stunde nur rum und hab geatmet. Okay, auch ein bisschen durchs Netz geklickt, aber so wirklich was dabei rumgekommen ist nicht.

Rückblickend hätte ich die Zeit auch besser nutzen können, zumindest unterhaltsamer und auch ein bisschen wissenschaftlicher. Immerhin bin ich ja großer Fan von Physik (was übrigens immer ein bisschen albern klingt, weil Physik ja immer um einen herum ist und letztendlich nur irgendwie beschreibt, was ohnehin Phase ist), warum also nicht mal ein Experimente in der Freizeit machen?

Weil man Schule immer doof fand und welcher normal Sterblichen macht schon Physikexperimente in seiner Freizeit? Allerdings leben wir in verrückten Zeiten, also wann wenn nicht jetzt? Zumal so manches Experiment mit einfachen Hausmitteln durchführbar ist.

Man nehme zum Beispiel einfach zwei identische Gießkannen, ein bisschen Wasser und mache einfach das, was im nachfolgenden Video gemacht wird:

this video shows how you can easily create an endless loop. all you need are two watering cans, which have roughly the same geometry as the cans in the video. for our experiment we used watering cans with a capacity of 1.3 liters. It is important not to fill the watering cans completely and then slowly fill one of the two watering cans to the brim.

Und schon hat man einen Springbrunnen, wofür manche Leute tatsächlich viel Geld ausgeben – und das am Ende nur, um das Plätschern im Hintergrund zu haben. Funktioniert übrigens nicht bis zur Unendlichkeit, weil Wasser ja auch verdunstet. Nur falls jemand schon jetzt auf dumme Gedanken kommen wollte.

Hier unter uns kann ich es ja bedenkenlos zugeben: Ich bin gar kein großer Star Wars-Fan. Ich bin nicht mal ein normaler Star Wars-Fan und auch kein kleiner – ich hab aber auch keine Probleme mit Star Wars. Es ist nur …

… um wirklich Fan zu sein und sich als solch einer zu betiteln gehört halt noch ein bisschen mehr als die Filme zu mögen und selbst das trifft bei mir nicht mal zu 100% zu, weil einfach Episode 1 bis 3, die a eigentlich 4 – 6 sind, nicht wirklich gut waren. Ich weiß, das sagen fast alle und irgendwann war es auch einfach nur cool, in die gleiche Kerbe zu schlagen, aber dieses ganze Politik-Gelaber … niemand schaut sich Star Wars-Filme mit Jedis und Lichtschwerter an, weil politische Diskussionen so geil sind.

Und auch die neueren Filme waren eher so meh, selbst mit Luke Skywalker. Außer in The Mandalorian, da war es dann schon ein bisschen cool als – Achtung, Spoiler – am Ende aufgetaucht ist. Zwar ziemlich CGI-ig, aber irgendwas ist ja immer und kann ja auch keiner erwarten, dass eine Serie mit dem gleichen Budget und technischen Schnickschnack auffährt, wie es teure Hollywood-Produktionen tun.

Entsprechend muss ich aber auch sagen, dass ich die Serie nicht ansatzweise so abgefeiert hab, wie andere. Klar, gern mal reingeschaut, aber wenn ich so richtig heiß auf eine Serie bin, dann schau ich die (nächste) Folge auch direkt am Erscheinungstag – hier musste ich mich teils selbst dran erinnern, dass es neues Futter gab.

Aber ich bin auch alt und hab keine Ahnung. Ganz im Gegenteil zu den nachfolgenden Star Wars-Fans, die nicht nur die Filme und diversen Serien (vermutlich) abfeiern, sondern auch ihre Freizeit damit handwerklich füllen. Und so zum Beispiel die Razor Crest – das Schiff vom Mandalorianer – nachgebaut haben. Nicht ganz original-getreu, dafür aber in groß, damit man dort auch tatsächlich reingehen und irgendwelche Schalter und Knöpfe bedienen kann:

Und da muss ich zugeben, das ist schon ein bisschen cool.

Ich hatte ja schon gestern etwas ausführlicher von meinem neuen Schreibtisch erzählt, der gar nicht mehr so neu ist, dafür aber immer schön zugemüllt. Oder besser gesagt: Er sieht immer so aus, als hätte ich unfassbar viel zu tun und diverse unterschiedliche Projekte auf dem Tisch. Was dann ja im wahrsten Sinne des Wortes auch stimmt.

Ein Problem damals: Das Ding in den ersten Stock zu bekommen. Dankenswerterweise habe ich eine unfassbar kleine, aber gar nicht mal so schwache Frau an meiner Seite und zusammen haben wir das geschafft. Später hab ich dann aber Beine dran geschraubt und das Ding gedreht – alleine natürlich.

Und das war dann doch ein ziemlicher Akt, vor allem auch weil das Ding ja deutlich größer ist als sein Vorgänger. Und weil ich faul war und nicht alles vom Tisch geräumt hab, weil … man kann doch auch nach und nach den einen Tisch über den anderen schieben und dann einfach die Sachen umstellen.

Genau so hab ichs dann auch gemacht und hat auch funktioniert. War dennoch sackschwer und möchte ich so erstmal nicht wiederholen.

Womit wir bei „sackschwer“ auch schon beim Stichwort sind. Überhaupt hab ich festgestellt, dass ich in meinem Leben mittlerweile viel zu schwere Sachen besitze. Mir graut es jetzt schon, wenn ich Sommer- und Winterreifen aus und in den Keller hieven muss (wofür ich mir mal eine Sackkarre gekauft hab) und auch die neue Rudermaschine steht jetzt einfach für immer genau da, wo sie halt jetzt steht. Von Waschmaschine und Kühlschrank will ich gar nicht erst anfangen, die sind mittlerweile auch irgendwas um die 10 Jahre alt …

Aber immerhin für Tische gibt es eine relativ simple und smarte Eigenkonstruktion, die zumindest das Umstellen ziemlich vereinfacht:

Ich war selten so baff, gerade im Hinblick auf die Länge des GIFs. Was für ein unglaubliches Genie …

In den Tiefen meines Herzens war ich ja schon immer Spießer. Klar, früher bin ich auch ab und an mal Feiern gegangen, aber für mich war schon relativ schnell klar, dass es eine ziemliche Verschwendung ist, wenn man den halbe Samstag und mindestens den kompletten Sonntag mit einem Kater verbringt und einfach nur versucht, mit sich und der Welt einigermaßen klarzukommen. Gerade wenn man unter der Woche zu nichts kommt, gewinnt das Wochenende an großer Heiligkeit für all die Sachen, die mehr Spaß machen. Oder gemacht werden müssen und nicht gemacht werden konnten.

Mittlerweile ist aber auch Line zum Spießertum konvertiert, was ich natürlich sehr begrüße. Das sieht dann zum Beispiel so aus, dass wir regelmäßig mit dem Abendessen um 19:30 im Wohnzimmer sitzen und erst die Lokalnachrichten und dann die Tagesschau schauen. Außer Freitags und samstags, da lassen wir die Lokalnachrichten weg, denn die schauen wir am nächsten Tag in der Wiederholung zum Frühstück. Die sind dann zwar nicht mehr frisch, aber auf die paar Stunden kommt es ja auch nicht mehr an, schon gar nicht am Wochenende.

Eine Meldung, die mir noch sehr im Kopf hängen geblieben ist: Der Ausbau der Autobahn kurz hinterm Elbtunnel. Der gestaltet sich tatsächlich sehr trickreich, weil es hier um Brücken geht, der Verkehr trotz Bauphase fließen muss und … ich keine Ahnung vom Straßenbau hab. Tatsächlich kommen die Verantwortlichen da wohl aber gut voran und haben sich irgendein ausgeklügeltes System mit Behelfsbrücken und irgendwelchen Umlenkungen des Verkehrs ausgedacht – funktioniert auf jeden Fall.

Was mich wiederum an einen Beitrag erinnert hat, der hier schon länger rumliegt. Der handelt vom Creative Construction Channel und zeigt, wie man eine Beton-Brücke im Miniaturformat für Zuhause basteln kann. Was wiederum ein bisschen an diesen Beitrag erinnert, nur eben noch kleiner ist und die Erinnerungsception damit vollendet:

How to make a mini bridge concrete model.
This video is about a mini concrete bridge model making using cement concrete. We show a full video of miniature bridge construction.

Bisher ist der YouTube-Channel noch recht dünn bespielt, was sich aber hoffentlich mit der Zeit noch ändert. Zumindest die Beton-Fans würden sich darüber sehr freuen.

Es gibt so Dinge, die sind eigentlich unfassbar geil, lassen sich aber nur extrem schwer beschreiben. Zum Beispiel mein Job: Macht mir aktuell zwar etwas weniger Spaß als sonst, dennoch könnte ich mir nicht vorstellen, etwas anderes zu machen (wie auch, wenn ich keine Ahnung hab, wie viel Spaß andere Jobs machen können). Aber so wirklich beschreiben kann ich auch gar nicht, was ich da den lieben langen Tag treibe. Am besten beschreibt es da eine meiner Tassen: Man merkt erst, was ich tue, wenn ich aufhöre, es zu tun.

Das eigentlich schlimme ist: Manchmal weiß ich selbst gar nicht, was ich da tue und nicht selten werf ich auch mal mit gefährlichem Halbwissen um mich – ging bisher aber gut, sodass ich scheinbar die richtige Hälfte des Halbwissens erwischt hab. Nicht minder selten ist das aber auch gar nicht so halbgar, was ich immer dann merke, wenn ich mal in einem Meeting mit anderen Dienstleistern sitze und wir uns dann anhören dürfen, was die so erzählen – das ist teilweise schon sehr gruselig, was die da von sich geben, gerade wenn man weiß, wie groß die Firma dahinter eigentlich ist.

Was ich zumindest in den letzten Jahren gelernt hab – Einschub: das mag vermutlich nur auf die Werbewirtschaft zutreffen. In der Wollte ich ja ohnehin nach meinen ersten Arbeitsjahren in diesem Berufsleben nicht mehr arbeiten und bin nun doch wieder dort gelandet. Einschub vorbei – viele handeln dann doch zu 80-120% nach dem Motto: Fake it until you make it.

Kann klappen, bin ich aber ehrlicherweise kein Fan von, denn was tun, wenn man es doch nicht maken kann? Egal – das gleiche Motto passt auch ganz gut zur KoolForm.

KoolForm ist eigentlich eine slowenische Firma, die gerade ein bisschen durchs Netz getragen wird, weil sie ein Texturierungssystem herausgebracht haben. Nichts, dass die Welt jetzt unmittelbar rettet und mein Gefühl sagt mir auch, dass man damit in der Höhle der Löwen nicht wirklich was reißen würde, weil halt leicht kopierbar – die Idee ist aber dennoch so simpel wie genial.

Denn damit lassen sich Wandstrukturen nahezu täuschend echt erstellen und hilft so, bares Geld zu sparen:

Ich sag ja, fake it until you make it.

Ich hatte es in der Wochenzusammenfassung schon kurz angedeutet, ich hab am Sonntag spontan wieder den Handwerker aus mir herausgelassen. Stuhlverbesserung stand auf dem Plan und damit mein ich keine Ernährungsumstellung, sondern eine Verbesserung meiner Homeoffice-Bedingungen – mehr oder weniger hab ich aber alles schon an dieser Stelle erzählt.

Daher eine andere Story, nämlich die, dass ich den Greenscreen ebenfalls verbessert hab – sogar iterativ, weil ich von Handwerk nun mal nur theoretisch Ahnung hab. Ursprünglich hatte ich in die Wand neben mir nur zwei Nägel gehauen, eine Stange drauf gelegt und daran einen Greenscreen befestigt. Leider nötig, da die Webcam so einen weiten Winkel mit sich bringt, dass man halt auch etwas von den Seiten sieht und wie bescheuert ist es, wenn man hinter sich einen Greenscreen hat, aber an den Rändern den eigentlichen Raum sieht? Eben.

Hinter mir war dann ebenfalls ein Greenscreen, befestigt an einem Stativ. Hat okay gut funktioniert, baut man aber halt auch nicht jeden Tag ab und wieder auf – nimmt aber im aufgebauten Zustand auch jede Menge Platz weg, da musste einfach eine andere Lösung her.

Also hab ich ein bisschen gegoogelt und kam auf die Idee, den Greenscreen doch wie einen Vorhang zu verwenden, den man einfach auf- und wieder zu zieht. Und siehe da, im Grunde braucht man dafür nur ein paar Schienen, Clips und ist im Grunde schon fertig – muss dann nur an der Decke befestigt werden. Bohren hatten wir schon mal versucht, das kam leider nicht in Frage, aber es gibt ja zum Glück auch ganz gute Klebelösungen, die besser halten als sämtliche Politiker-Verbrechen zusammengenommen.

Mittlerweile hab ich auch die Plastik-Clips durch eine Version aus Metall ersetzt, weil die einfach mehr Kraft mit sich bringen und auch einen dann doch überraschend schweren Vorhang besser halten können – insgesamt aber wieder ein ganz wunderbares Gefühl, nicht nur ein Problem gelöst zu haben, sondern wieder was mit seinen eigenen Händen gebaut zu haben.

So ähnlich muss es auch Alexander Clauss gehen, nur in besser und häufiger – der baut nämlich Fahrräder, ebenfalls beinahe ausschließlich mit seinen bloßen Händen. Logisch, dass da Zuschauen Spaß macht, zumindest mir:

Das Fahrrad als Lifestyle-Produkt, Statussymbol und Accessoire: Die Suche nach dem Besonderen, Einzigartigen lässt kleine Radmanufakturen im Lande aufblühen. Rahmenbau gilt als die Königsdisziplin. Der Rahmen gibt dem Rad Charakter. Sie ist die zentrale Konstruktion, die alle Teile trägt und verbindet und dafür sorgt, wie sich das Rad fährt. Doch nur ganz wenige nehmen diese Herausforderung an. Nicht einfach bloß Komponenten zusammenschrauben, sondern den Fahrrad-Rahmen selbst konstruieren und eigenhändig bauen! Gerade mal 20 Rahmenbauer gibt es in Deutschland. Er ist so einer: Im badischen Pforzheim baut Alexander Clauss Räder aus Stahl. Jedes ist ein handgemachtes Unikat und firmiert unter „Portus“.

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