Handwerk – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Tue, 11 Feb 2020 05:15:59 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.3.2 Eine komplett leuchtende Decke dank LED-Stripes https://www.wihel.de/eine-komplett-leuchtende-decke-dank-led-stripes/ https://www.wihel.de/eine-komplett-leuchtende-decke-dank-led-stripes/#comments Wed, 12 Feb 2020 11:12:39 +0000 https://www.wihel.de/?p=100492 Eine komplett leuchtende Decke dank LED-Stripes | Handwerk | Was is hier eigentlich los?

Mein heimlicher Traum für unser Zuhause: So viel smarter Kram und Automatisierung wie möglich. Nach Hause kommen und nur noch per Sprachbefehl („Computer – Tu dies und das …“) den Tag managen – das kann nur noch durch die Replikatoren aus Star Trek getoppt werden (nie wieder einkaufen gehen müssen!)

Das Problem nur: Das kostet alles einen Haufen Geld und die Akzeptanz bei Line ist auch eher bescheiden. Wobei es mir zu Gute kommt, dass ich eine wichtige Regel anwende: Ist es erstmal gekauft und man erlebt, wie es funktioniert, ist der Weg zur Rücksendung ein weiter. So war es mit den Sonos-Boxen, so war es mit den Fire- und AppleTV und so war es auch mit den Hue-Leuchten.

Mittlerweile haben wir in fast jedem Raum mindestens eine und nicht zuletzt Line legt großen Wert auf die richtige Lichtfarbe und Intensität – ich bin da eher das Spielkind und nutze es hauptsächlich, um sie zu ärgern.

Aber sagen wir einfach, dass der Anfang damit gelegt ist. Und spätestens seit dem letzten Video von Fynn Kliemann würd wohl der nächste Schritt sein, in irgendeinem Raum die Deckenbeleuchtung auf das nächste Level zu heben. Vielleicht sogar direkt auf das, was Youtuber Coltography kürzlich erklommen hat: Die komplette Decke fungiert quasi als Leuchtmittel und kommt mit einer netten Steuereinheit daher:

Turning my entire office ceiling into one giant lighting panel like the bat cave in Batman: Dark Knight.

Disclaimer: Do not try this yourself. This setup is a potential fire risk and not recommended. I do not leave this plugged in when unsupervised, and did this for my own curiosity and entertainment. This can void your home insurance, etc.

Wie immer: Fehlt eigentlich nur das passende Kleingeld. Und handwerkliches Geschick. Gut sieht es dennoch aus.

Ich weiß bis heute nicht so wirklich, was ich von dem ganzen Konstrukt Tesla halten soll. Auf der einen Seite sind die Autos natürlich geil, weil halt Strom und Zukunftstechnologie und überhaupt … ihr wisst schon.

Auf der anderen Seite sind die Dinger natürlich wahnsinnig teuer, aber viel mehr noch ist der Tesla-Chef, Elon Musk, ein maximaler Unsympath und lässt keine Gelegenheit aus, auch zu zeigen, wie sehr er einen an der Marmel hat.

Und abschließend kommt hinzu, dass mir das beste Elektro-Auto nichts bringt, wenn ich es Zuhause nicht laden kann und die Ladeinfrastruktur im Zusammenspiel mit zahlreichen Mitmenschen einfach nicht ausreicht/funktioniert, um in etwa gleichwertig meinen Alltag gestalten zu können, wie ich es bisher tue.

Ein schwieriges Thema, egal aus welchem Blickwinkel betrachtet und irgendwie hab ich auch bei Tesla das Gefühl, dass grob alles tatsächlich geil ist, wenn man aber mal genauer hinschaut, so einiges eben doch deutlich besser hätte sein können bzw. der Sinn fürs Detail fehlt.

So in etwa ist es auch mit dem nachfolgenden Video, bei dem wir zuschauen können, wie ein Tesla Model 3 zusammengeschraubt wird – aber so richtig viel sieht man halt eben doch nicht und ein wenig Musik hätte dem Video auch gutgetan:

Dabei machen doch gerade erst die Details alles geil und manchmal sogar perfekt …

Am Samstag war ich mal wieder beim Apple-Store, denn meine TouchBar will nicht mehr so, wie sie soll. An sich nicht weiter wild, die meisten Infos, die ich darauf angezeigt hab, waren dann doch mehr „nice to have“ denn wirklich notwendig – außer die esc-Taste. Vermutlich wär ich auch einfach so damit klargekommen, dass da nichts mehr angezeigt worden wäre, hätte mir ja Sticker mit den Tasten über der TouchBar kleben und so wissen können, wo die jeweilige Wunschtaste ist.

Das Problem war vielmehr, dass die rechte Hälfte irgendwann einfach unkontrollierbar anfing, weiß zu flackern, was gerade abends bei `’nem Film echt fies werden kann. Übergangsweise hab ich dann einfach was über die TouchBar gelegt, aber so richtig geil ist das natürlich nicht.

Lange Rede, kurzer Sinn und Ende vom Lied: Ich werd bald 500€ ärmer sein, dann aber hoffentlich Ruhe haben. Und wenn nicht, gibt es immerhin 2 Jahre Gewährleistung auf die Reparatur (und nicht nur lächerliche 90 Tage).

Keine Ahnung, wie viel Geld ArtMayer letztendlich gelatzt hat, aber wenig dürfte es nicht gewesen sein, denn dem gegenüber stehen 107 iPhones. Eine kleine Wertanlage quasi, die er aber schnell vernichtet hat – denn ihn interessieren eigentlich nur die Gehäuse, die er dann in nicht ganz müheloser Arbeit zu einer Gitarre neu zusammengeflanscht hat:

In this video, I used 107 iPhones and their empty cases to make the most unusual guitar in my life. Not a single iPhone … survived!
Surprisingly, iPhones really give a lot of hight frequencies, despite the fact that the sustain block of the guitar is made of mahogany

Und warum das Ganze? Um es zu verkaufen …

Ich geb es offen zu: ich habe keine Ahnung, wie man mit Salz vernünftig würzt. Ich mein, ich verstehe, dass wenn Salz fehlt, Essen halt anders schmeckt und manche das als fad bezeichnen – ich würd eher sagen, dass man die Produkte so belässt, wie sie halt sind, auch wenn ich den Geschmack nicht wirklich bevorzuge.

Auf der anderen Seite kenne ich natürlich auch Essen, dass hart übersalzen ist und entweder nicht mehr genießbar oder ein sehr offensichtlicher Trick, die Einnahmen durch zusätzliche Getränkeverkäufe zu steigern.

Aber wann genau ist Salz so eingesetzt, dass es irgendwie schmackhaft ist, aber das Essen eben nicht nach Salz schmeckt sondern das Salz eher als Verstärker für die natürlichen Geschmäcker der verwendeten Lebensmittel dient?

Und wenn wir schon dabei sind: Warum gibt es Menschen, die grundsätzlich zum Salzstreuer greifen, bevor sie auch nur den ersten Bissen genommen haben? Und ist das nicht direkt eine Beleidigung an den Koch? Und wie wird Meersalz überhaupt gewonnen?

Auf die letzte Frage kann ich die Antwort liefern, zumindest wenn es um die traditionelle Art in Japan geht – unerwähnt lassen möchte ich dabei, dass ich gar nicht erst auf die Idee kam, dass man Speisesalz aus Meerwasser gewinnen kann, was eigentlich total naheliegend ist.

The Great Big Story mit einer kleinen Doku über Ryoichi Toya, der Salz noch mit der traditionellen Agehama-Methode gewinnt:

To Ryoichi Toya, salt is a treasure from the sea. He’s an Agehama-style salt maker in Suzu, Japan, and his facility is one of the last to harvest sea salt using this traditional technique that is unique to the Noto peninsula. Dating back centuries, the process begins with seawater being carried in buckets from the ocean to be scattered onto a large bed of raked sand. After it sets, the salt-coated sand is scraped off and shoveled into a tank, and the process continues from there. It’s hard, manual work. But to a master like Toya, the effort pays off in sea salt that is rich in minerals and mild in taste.

Ich glaube, mittlerweile sind es beinahe an die 14 Jahre, die ich Kontaktlinsen verwende und doch kann ich mich noch ziemlich genau an das erste Mal erinnern. Das war ein ziemliches Gestocher und Gefriemel mit enorm roten Augen, aber auch einem deutlich erweiterten Sichtfeld.

Schließlich hab ich davor immer nur Brille getragen, was von Natur aus schon eine Beeinträchtigung ist, aber gerade bei schlechtem Wetter wie Regen noch mal verstärkt wird und irgendwann einfach keinen Spaß mehr macht. Außerdem schränkt es einen in seinem äußerlichen Gestaltungsspielraum stark ein.

Ich bin jedenfalls großer Fan von Kontaktlinsen geworden, wenn auch dennoch mal eine Operation fällig wird, ist ja schließlich auch eine Kostenfrage.

Um Kosten geht es im nachfolgenden Video weniger, aber dennoch um Kontaktlinsen – genauer gesagt um die Dinger, die in Film und Fernsehen zum Einsatz kommen und vorrangig visuelle Änderungen statt Sehkorrekturen hervorrufen sollen.

Sind entsprechend auch gern mal deutlich größer als die, die man normalerweise trägt, aber eben auch ein bisschen cool:

Eyeworks for Film has produced contact lenses for “Game of Thrones,” “James Bond” movies, and “Star Wars.” We visited co-director Sinead Sweeney in London to find out how the lenses are produced and even get fitted with some of our own. Actors wear contacts to change their color pigment, look older, create imperfections, or even transform into another species.

Beverly Hills optometrist Reuben Greenspoon is credited with first using lenses to augment a character’s appearance. Greenspoon was tasked with changing an actor’s eyes from natural brown to blue in 1939’s “Miracles for Sale.” He created a glazed blue-ceramic material. The lens was attached and run through a kiln to fuse the glass and ceramic together, leaving a round aperture of 4 millimeters through which actor Henry Hull could see.

Since hydrogel contact lenses went into mass production in 1971, lenses with simple color pigments have become pretty accessible. But designing and painting bespoke lenses is still an art form. Our lenses were hand-painted by award-winning Cristina Patterson of Eye Ink FX in the US and manufactured by No7.

Ich hab tatsächlich auch mal welche versucht, bei denen meine Augenfarbe geändert werden sollte – sah nicht nur scheiße aus, war auch unangenehm zu tragen.

Wenn man es etwas übertriebener ausdrücken will, dann besteht mein Job darin, Probleme zu lösen. Probleme sowohl für Kunden als auch unsere Kollegen – aber auch Probleme, die es ohne die Firma gar nicht geben würde. Dennoch, die Berufsbezeichnung Problemlöser hat schon was für sich oder?

Dabei ist natürlich die größte Herausforderung, dass jedes Problem wieder neu ist und man nur selten ein neues Problem mit der Lösung für ein altes Problem lösen kann (ansonsten ist das alte Problem halt nicht gelöst und das neue Problem ist eigentlich wieder das alte, nur in wiederholter Form. Klar soweit?)

Außer man heißt Uncle Rob. Dann ist man zwar auch Problemlöser, kann einfach alles fixen, wendet dabei aber eigentlich immer den gleichen Lösungsansatz. Aber hey, solange es funktioniert – y not?

Manchmal kann das Leben eben doch sehr einfach sein.

Schon mehrfach hab ich an diversen Stellen über Origami und was man daraus so alles machen kann, berichtet, aber es verhält sich mit dem Bloggen wie mit gut gemeinten Ratschlägen – man gibt sie gern, aber selbst befolgt man sie am wenigsten. Ist zumindest bei mir so und ich kann in den 10 Jahren, in denen die Seite hier schon existiert noch immer an beiden Händen die Male abzählen, bei denen ich über was geschrieben und es danach selbst ausprobiert hab. Aber immerhin waren es Lifehacks und haben mein Leben zumindest immer ein paar Wochen ein bisschen schöner gemacht. Soviel damit auch dazu, dass hier nicht nur Quatsch bei rum kommt.

Um Origami hab ich aber trotz dieser Postings immer einen Bogen drum gemacht, war wohl scheinbar nie gestresst genug, um das mal ausprobieren zu müssen. Außerdem sind Papierflieger ja auch weitestgehend sowas wie Origami – also hab ichs eigentlich schon praktiziert, bevor es im Internet cool war.

Allerdings nicht so cool wie das nachfolgende Video zeigt – ein Kampfflugzeug, komplett aus Papier gefaltet:

Das Endergebnis ist schon beachtlich.

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Wie Croissants gemacht werden https://www.wihel.de/wie-croissants-gemacht-werden/ https://www.wihel.de/wie-croissants-gemacht-werden/#comments Thu, 24 Oct 2019 10:04:49 +0000 https://www.wihel.de/?p=98433 Wie Croissants gemacht werden | Was gelernt | Was is hier eigentlich los?

Croissants sind schon ein sehr merkwürdiges Lebensmittel: Sie stehen für ein besonders großartiges Frühstück, dass diesen völlig unsinnigen, leichten Touch von Frankreich reinbringen soll, schmecken idealerweise sehr lecker – aber so richtig weiß niemand, ob man das Ding immer wieder in Marmelade stippt, abbeißt, stippt, abbeißt … oder doch irgendwie in zwei Hälften schneidet, um es wie ein Brötchen zu behandeln, was es ja aber nicht ist.

Außerdem: es krümelt wie Sau und stellt man sich ungeschickt an, hat man mehr neben dem Teller liegen als final im Magen. Aber darum soll es nicht gehen, sondern viel mehr um den Herstellungsprozess vorher.

Youssouf Katari, Croissant Master aus der Orwashers Bakery in New York City, gibt einen kleinen Einblick in den Herstellungsprozess und verrät, worauf es ankommt:

Learn about the buttery magic behind how croissants are made ✨

Schon nicht schlecht, so ein Croissant – aber mein regelmäßiges Roggenbrötchen am Wochenende geb ich dafür trotzdem nicht auf.

Ich glaube, es war mal in einer MacGyver-Folge, in der ich gelernt hab, dass man aus Lautsprechern auch relativ einfach Mikrofone bauen kann. Es braucht nur Kaugummi, ein Kondom, ein bisschen Uran, … okay, Spaß beiseite, ich meine aber, dass das tatsächlich funktioniert – bekomme nur nicht mehr zusammen, wie und was man dafür genau machen muss.

Meine und hoffe aber ein bisschen, dass man hierzu physische Änderungen am Gerät vornehmen muss, weil ansonsten ja jeder Lautsprecher im Haus gleichzeitig … eine Wanze wäre. Und wer braucht dann noch Alexa und Siri in irgendwelchen Geräten?

Tatsächlich ist so ein Lautsprecher mehr oder weniger simpel aufgebaut und doch weiß ich bis heute nicht, wie man anhand von technischen Datenblättern erkennt, welche Lautsprecher nun gut oder schlecht sind – ich muss die immer in ihrer natürlichen Lebensumgebung arbeiten hören, um es beurteilen zu können. Und selbst da bin ich furchtbar schlecht, weil einfach nicht audiophil genug … Das Leben, es kann ein hartes sein.

Und irgendwie hab ich nun den Faden bzw. meine perfekt zurechtgelegte Überleitung zum nachfolgenden Video verloren – schauen wir uns einfach an, wie Lautsprecher gebaut werden:

Ob die Form tatsächlich eine Funktion hat oder man jeden Lautsprecher auch nur so baut, wie man ihn baut, weil man ihn schon immer so gebaut hat?

Bevor wir uns Mia angeschafft haben und eigentlich auch bevor wir uns dazu entschieden haben, was wir für ein neues Auto kaufen wollten, hab ich ein paar Tage darüber nachgedacht, dass ein Roller es ja auch tun würde.

Damit kommt man eh besser durch den Verkehr, findet leichter einen Parkplatz und der Unterhalt ist im Vergleich zum Auto absolut lächerlich. Ist aber halt auch wirklich nur was für die Stadt und einigermaßen überschaubare Strecken, zumal man Wind und Wetter trotzdem ziemlich direkt ausgesetzt ist.

Wie man sieht, es kam nie dazu und das ist am Ende auch gar nicht so verkehrt, denn so wurde aus mir immerhin kein verrückter Typ, der den ganzen Tag nur an seiner Vespa rumschraubt und so tut, als würde er a) wissen, was er da tut und b) [irgendwas mit Tuning]

Ich will auch gar nicht behaupten, dass die Typen im nachfolgenden Video verrückt sind, aber zumindest, was sie machen, ist ziemlich verrückt. Nämlich aus alten Vespas völlig neue Fahrzeuge zu bauen:

A look into Indonesia’s DIY Vespa culture.

Verrückt, dass das auch schon wieder einen Monat her ist, dass ich das letzte kliemannsche Video verwurstet hab – wobei das auch ein bisschen an mir lag, kam halt fieserweise Urlaub dazwischen.

Aber nicht nur bei mir läuft es nicht immer wie geplant, auch bei Fynn Kliemann selbst kann es mal passieren, dass eine Erkältung den Heimwerkerkönig vom Heimwerkern abhält. Das wiederum ist aber kein Grund, die neue Garage nicht doch fertig zu stellen und vielleicht kam die Krankheit auch gerade recht, denn so mussten und durften die Profis ran, was sich ja letztendlich in Qualitätsarbeit niederschlägt. Nicht, dass ich das Fynn nicht auch zutrauen würde, aber …

Und wenn man dann sieht, was für ein riesiges Teil seine neue Garage wird, ist es auch alles andere als verkehrt, wenn da wirklich der Fachmann seinen Namen für hinhält, gerade mit diesem obszönen, aber eben auch gutaussehenden Knick in der Bauform (vielleicht bin ich aber auch der einzige, der genau diesen Knick am geilsten findet).

Lierum larum, schauen wir einfach gemeinsam, wie das Projekt Garage neue Formen annimmt. Wer schließlich abreißt, muss auch neu aufbauen:

Endlich gehts weiter. Garagenmaße eingemessen und den Wabbelboden nivelliert. Dann musste der ganze Rotz weg. Wir haben die restlichen Steine aufgenommen und bei der Gelegenheit gleich überall Schläuche und Kabel reingeschmissen, wo sich die Kontinentalplatten geöffnet haben. Regel Nummer 223: Immer alles rein, wenn schon auf ist. Dann haben wir den Boden geballert. Estrichbeton. 30cm FTW. Die dickste Beton und Estrich Mische die in Europa seit 1804 gegossen wurde. Diese Garage kann niemals abgerissen werden und stellt meine Werkstatt auf eine adäquate Basis. Dann haben wir drum herum n bisschen hochgemauert und den Grundstein für den Aufbau gesetzt.

Dann hab ich n bisschen Schnöff bekommen und hab die Männers machen lassen. Hatte den Vorteil, dass der Garagenbau nachher auch abgenommen wird und nicht Einsturz gefährdet ist. Dadurch verliert das Video hinten raus bisschen an Schwung, aber hätte ich euch nicht gezeigt was dazwischen passiert ist, hättet ihr zurecht gefragt :) Und sind wir mal ehrlich: Hätte ich das alleine gemacht, würde ich da immer noch Balken versägen und im Hinterhof rumbrüllen.

Weiter gehts in ein paar Tagen mit dem Pflastern und Einräumen sowie der elektrischen Verlegearbeit. Das wird auch noch mal n Krampf. Hoffe ihr bleibt dabei

Nicht, dass ich so ein riesen Teil brauchen würde, aber ein bisschen neidisch bin ich ja dann doch schon – richtig schöne Männerhöhle kann das werden.

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Zu Besuch in einer LEGO-Fabrik in Dänemark https://www.wihel.de/zu-besuch-in-einer-lego-fabrik-in-daenemark/ https://www.wihel.de/zu-besuch-in-einer-lego-fabrik-in-daenemark/#respond Mon, 02 Sep 2019 10:53:22 +0000 https://www.wihel.de/?p=97196 Zu Besuch in einer LEGO-Fabrik in Dänemark | Handwerk | Was is hier eigentlich los?

Urlaubszeit heißt auch immer: viel Vorbereitung und einfach ignorieren, dass das verwurstete Thema womöglich unfassbar alt ist. Nichtsdestotrotz geb ich mir natürlich immer Mühe nur solche Sachen zu suchen, die bei anderen vielleicht unter den Tisch gefallen sind oder einfach aufgrund von noch viel cooleren Themen, die überall durch den Fleischwolf gedreht wurden, untergegangen sind. Man sehe mir also die fehlende Aktualität in den nächsten Tagen nach – toll wird’s dennoch.

Trotz Urlaub, Vorbereitungs- und Anreisestress bin ich nach wie vor beeindruckt, was für eine Wandlung LEGO in den letzten Jahren hingelegt hat. Vom klassischen Spielzeughersteller quasi zur Kultmarke und das, ohne das Rad wirklich neu zu erfinden (mal von den Bausätzen abgesehen, bei denen man irgendeinen Kram programmieren). Und das wird noch beeindruckender, wenn man sich nur mal überlegt, womit die eigentlich ihr Geld verdienen. Plastikvierecke, die man zusammenstecken kann – das ist eigentlich vollkommen absurd.

Aber der Erfolg sei ihnen gegönnt, gerade weil sie schon so lange am Markt sind und gefühlt kein Ende in Sicht ist.

Ein guter Zeitpunkt also, um mal in eine Fabrik von LEGO in Dänemark zu schauen:

How does Lego keep up with demand for one of the world’s favorite toys? Precise machinery and clever robots mostly. Bloomberg’s David Tweed gives a tour of the major processes in this Willy Wonka-style factory.

Selbst die Herstellung ist maximal beeindruckend oder?

Neben dem Wunsch, Gitarre spielen zu können (sogar im hohen Alter ist man damit noch immer der kleine King in der unmusikalischen Gruppe, die aber unbedingt zum Gitarrenspiel singen will, auch wenn das Lagerfeuer nur ein Teelicht in irgendeiner schäbigen Küche ist), kam irgendwann auch der Wunsch nach dem Erlernen des Schlagzeugspiels auf.

Das war natürlich noch absurder und abwegiger, denn es fehlte nicht nur der Platz für das Instrument, sondern auch die passende Nachbarschaft. Und natürlich das erforderliche Talent, ein paar Körperteile unabhängig voneinander bewegen zu können – ich mein, es ist schon ein Wunder, dass ich jeden Morgen das Bett verlassen kann und nicht 10 Minuten später mit Brüchen und Platzwunden ins Krankenhaus geliefert werden muss.

Der Traum war also schneller ausgeträumt, als er begonnen hat, was Schlagzeugspieler aber nur noch faszinierender und beeindruckender macht, vielleicht sogar ein bisschen mehr als Gitarristen. Weil, so eine Gitarre kriegt man ja auch in der kleinsten Wohnung untergebracht, aber ein Schlagzeug …

Spielen kann ich es also nicht, aber dafür weiß ich immerhin jetzt, wie die Zildjian-Becken hergestellt werden. Das weiß vermutlich nicht mal jeder Schlagzeuger, sodass wir uns beim nächsten Mal schon irgendwie auf Augenhöhe begegnen. Bis er (oder sie) dann halt doch anfängt zu spielen:

#MadeInZUSA is a compilation of our Zildjian “How Its Made” Series on Instagram which takes you through each step of our cymbal making process.

Geteiltes Wissen ist schließlich … geteiltes Wissen!

Am Wochenende hat Line damit begonnen, ihr Fahrrad auf Vordermann zu bringen und da bin ich echt froh drüber. Nicht, weil sie die Bewegung bräuchte, sondern weil es schon ein bisschen cool ist, dass sie sich einem Thema nähert, von dem sie nicht wirklich Ahnung hat. Und naja, weil ich in meinem jugendlichen Leichtsinn gesagt hab, dass ich das mache, aber bisher keine Zeit gefunden hab.

So kommt mir mittlerweile eher die Rolle des Beraters und Helfers in der Not zu, wenn sie gar nicht mehr weiter weiß. Wie zum Beispiel, dass die verdammte Luftpumpe nicht mit den neuen Ventilen funktioniert, was aber mehr als weniger daran liegt, dass die neuen Schläuche Auto-Ventile haben, die Luftpumpe aber nur für die sonst üblichen Fahrrad-Ventile was taugt. Wenn überhaupt.

Aber auch das Problem kriegen wir dank Versandhandel schnell und umfassend gelöst. Und bis dahin schauen wir uns einfach passend zum Thema an, wie Fahrradreifen hergestellt werden. Denn einfach nur Gummi zusammenmischen und in eine Form pressen ist es bei Weitem nicht allein:

Wider than regular road tires, mountain bike tires have raised knobs or lugs that add stability on uneven terrain. Built to withstand the trail, these tires can handle it all.

Wie immer gilt: soll ja keiner wegen uns dumm sterben, nech?

Das letzte Video von Fynn Kliemann liegt nun auch schon wieder eine ganze Weile in der Vergangenheit und ich bin ja ehrlich auch überrascht, dass da noch was kam – aber am Wochenende war es wieder soweit. Ich mein, wäre ja auch nicht schlimm gewesen, würde der Account einfach brach liegen, schließlich verändern sich Interessen. Ich wollte ja schließlich auch regelmäßig bei Big Balls Hosting Tipps und Tricks posten, bin aber über nicht mal eine Handvoll Beiträge hinaus gekommen, was aber auch nur daran liegt, dass der Tag lediglich 24 Stunden hat und das einfach mal nicht reicht.

Zudem dachte ich dann auch irgendwann, dass mir der ganze Hype um Fynn zu groß wird. Der hat jetzt neue, prominente Freunde und bewegt sich überhaupt in Sphären, bei denen andere gern mal neidisch werden, der braucht keinen kleinen Pupsblogger mehr, der vor lauter Unkreativität einfach jedes Video postet, was er so hochlädt (was zum Glück auch nicht wirklich der Realität entspricht.

Umso schöner ist dann aber doch, wenn es auch einen Ticken zurück in die alte Zeit geht und dann eben doch ein neues Video kommt. Da wird zwar nicht gebaut (ganz Im Gegenteil), aber es hat ein bisschen was von den frühen Anfängen. Wobei ich das am Ende auch nur poste, weil ich die kleine Diskussion zwischen Fynn und Franzi so toll finde – hätte direkt aus dem Hause wihel sein können:

Glaubt einem am Ende auch keiner, wie aufwändig so ein verkackter Abriss sein kann.

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Wie Rohrzucker hergestellt wird https://www.wihel.de/wie-rohrzucker-hergestellt-wird/ https://www.wihel.de/wie-rohrzucker-hergestellt-wird/#comments Thu, 01 Aug 2019 10:41:28 +0000 https://www.wihel.de/?p=96979 Wie Rohrzucker hergestellt wird | Handwerk | Was is hier eigentlich los?

Wann immer wir an einem Mais-Feld vorbeikommen, fragen Line oder ich uns gegenseitig: „Ist das Mais oder Rohrzucker?“ Findet vermutlich jetzt keiner witzig außer uns, beruht aber auf einen kleinen Insider, als das jemand aus einer zufällig zusammengestellten Reisegruppe mit aller Ernsthaftigkeit fragte. Hab es ja immer für ein Gerücht gehalten, dass Leute wirklich an die lila Milka-Kuh glauben würden, aber spätestens hier war mir klar: da ist echt was dran.

Auf der anderen Seite: ich hab absolut keinen Schimmer, wie Zucker hergestellt wird. Ich wusste aber auch nicht, dass selbst in Ketchup jede Menge Zucker enthalten ist und überhaupt in einfach so vielen Sachen drin ist, dass ein Leben ohne Zucker beinahe gar nicht mehr möglich ist. Zumindest nicht, wenn man nicht akribisch die Inhaltsangaben studiert, was ich bis heute mehr als hasse.

Entsprechend hab ich auch keinen Plan, wie Rohrzucker hergestellt bzw. verarbeitet wird. Aber wir leben im Internetzeitalter, da kann man sich das nicht nur in ein paar Minuten auf die Kette schaffen, sondern auch noch in ansprechender Qualität zu Gemüte führen.

Los geht’s:

The number of sugar merchants using the traditional methods of sugar-making is diminishing,
Over ten kilograms of sugar cane would only produce a kilo of brown sugar.

Zack, wieder was gelernt. Und dabei sogar noch ein wenig entspannt.

Dinge, die sich selbst sortieren, sind nicht nur der feuchte Traum eines jeden Bibliothekars, sondern auch jedes Steuerberaters, Archivars und sonstigen Menschen, der Kram sammelt, einräumen oder halt … sortieren … muss. Ich würde sogar so weit gehen und behaupten, dass die Sortiererei ein extrem sicherer Berufsfeld ist, gerade mit fortschreitender Digitalisierung. Würde ich ein Startup gründen wollen, es wäre definitiv in diesem Bereich und ja, ich würde völlig bekloppt werden vor Reichtum.

Dabei ist das Prinzip eigentlich recht einfach und schnell durchschaut, zumindest wenn es um Münz-Sortier-Maschinen geht. Und naja, solange sich die Münzen auch einigermaßen unterscheiden, mindestens im Durchmesser.

Denn dann kann man sich so eine Sortier-Maschine auch einfach selber bauen, wie das nachfolgende Video zeigt. Das schult dann nicht nur die eigenen Handwerker-Fähigkeiten, sondern spart auch das mühsame manuelle Sortieren, wenn man den ganzen Bums zur Bank bringt:

Auf der anderen Seite: Bargeld nervt wie sau, sodass man idealerweise so ein Ding gar nicht braucht, weil keine Münzen im Haushalt.

Das erinnert mich ein bisschen an die Zeit, als bei uns die Duschwanne repariert werden musste und zeigt direkt, wie doof wir uns damals angestellt haben. So richtig haben wir gar nicht mitbekommen, wie es passiert ist, aber eines Morgens war eine recht große Macke in der Wanne. Vielleicht ist der Duschkopf einfach runtergefallen, vielleicht hat auch Line schlichtweg Schuld – irgendwer muss ja Schuld haben.

Auf jeden Fall haben wir dann den Vermieter kontaktiert, ein bisschen fuchsig herausbekommen, dass die Duschwanne unfassbar alt war und so eine neue bekommen. Bis dahin wusste aber keiner, dass das der eigentlich leichte Teil war, denn der Einbau hat mal eben gut eine Woche gebraucht – eine Woche, in der die Dusche nicht benutzt werden konnte.

Glücklicherweise haben wir dann regelmäßig bei Lines Eltern duschen können, komisch und nicht zuletzt mega aufwändig war es dennoch. Wusste ja aber auch keiner, dass wir einfach hätten Instant-Nudeln benutzen können:

Keine Ahnung, wie stabil das am Ende, aber auf der anderen Seite: Instant-Nudeln überleben ja auch Atomkriege spielend.

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Wie Bowling-Kugeln gemacht werden https://www.wihel.de/wie-bowling-kugeln-gemacht-werden/ https://www.wihel.de/wie-bowling-kugeln-gemacht-werden/#comments Wed, 19 Jun 2019 14:33:43 +0000 https://www.wihel.de/?p=96253 Wie Bowling-Kugeln gemacht werden | Handwerk | Was is hier eigentlich los?

Meine letzte Bowling-Runde ist überraschenderweise gar nicht mal so lange her – ich glaube, das war sogar letztes Jahr. Das ist aber gar nicht mal das Überraschendste, sondern dass ich mich erstaunlich gut angestellt hab.

Wo ich früher als unerfahrener, pubertärer Kotzbrocken einfach nur die Kugel nach vorn geworfen hab, war dieses Mal sogar recht häufig sowas wie Absicht dabei, was sich logischerweise auch auf mein Punktekonto auszahlte. Die genauen Werte weiß ich gar nicht mehr, aber immerhin hab ich mindestens eine Runde gewonnen – für einen Abend, von dem ich nicht viel erwartet hab, war das ziemlich gut.

Was ich aber nicht wusste: was überhaupt in einer Bowlingkugel drin steckt. Ich mein, es ist klar, dass man schwere und manche leichter sind. Bei einigen sind die Löcher größer, bei den anderen kleiner, die Farben sind fast immer beschissen und am Ende nimmt sowieso jeder seine bevorzugte Nummer.

Aber wer wusste denn wirklich, dass in der Mitte eigentlich ein recht unförmiges Zentrum eingebracht ist? Siehste ma:

Nur für den Fall, dass ich es noch nie erwähnt hab: Industriemaschinen sind sowas von geil!

Eigentlich dachte ich, dass das hier auch nur wieder so ein typisches Herstellungsvideo wäre, aber es dreht sich um Koffer und ich hab allgemein keine Ahnung, wie Koffer gemacht werden bzw. fehlt mir für mindestens zwei bis drei Schritte die Vorstellungskraft, um erahnen zu können, was die da in diversen Fabriken überhaupt treiben.

Dazu kommt: die Preisspanne für Koffer ist zum Teil so absurd wie die politischen Gebaren in Österreich, was hoffentlich wirklich etwas mit der Qualität der Produkte zu tun hat, vermutlich aber auch viel mit irgendwelchen Namen und Mythen zu tun hat. Und doch: ein Leben ohne Koffer ist möglich, aber sinnlos und so stapeln sich auch bei uns im Keller ein paar – in unterschiedlichen Größen, denn man weiß ja nie, was man braucht (außer ein größenvariabler Koffer, der den dritten Weltkrieg spielerisch überlebt).

Die Jungs und Mädels von Golden Hum waren bei Rimowa und haben sich dort nicht nur den Herstellungsprozess zeigen lassen, sondern ihn auch filmisch festgehalten. Und ich wünschte, das wäre tatsächlich eines dieser typischen Herstellungsvideos, denn visuell ist das schon sehr großartig gemacht:

Und für die Metallversion gibt es natürlich auch eines:

Wenn die halt nur mal nicht so teuer wären …

Handwerker-Videos gehören zu wihel.de mittlerweile genauso dazu wie Fiete in das Logo, besonders wenn so wenig technische Maschinen wie möglich darin vorkommen. Das Sahnehäubchen ist dann nur noch, wenn da auch jemand ist, der nicht einfach nur irgendwas zusammenklöppelt, sondern auch sowas wie Leidenschaft zeigt.

Genau das trifft auf den Schreiner Hein Echtermann zu, der seit 70 Jahren Intarsien herstellt – womit wir auch gleich beim zweiten Punkt sind, denn nebenbei lernen wir auch gleich noch, was Intarsien sind (Kurzform: Einlegearbeiten in Holz aus andersfarbigem Holz). Und wo könnte man die besser gebrauchen als bei der Herstellung von Schachbrettern?

Um das Ganze auch noch zu toppen: das Video ist auf deutsch, was ja mittlerweile fast schon dem Finden des Bernsteinzimmers gleicht. Einziger Wermutstropfen ist da, dass das Video auch diese typische deutsche Qualität hat. Wissen ja, cineastische Aufmachung eher nein. Aber irgendwas ist ja immer:

Schreiner Heinz Echtermann aus Mermuth im Hunsrück stellt seit fast sieben Jahrzehnten kunstvolle Intarsien her. Er zeigt uns, wie man ein Schachbrett mit kleinsten Zahlen und Buchstaben gestaltet.

Und wenn ihr das nächste Mal jemanden im Club aufreißen wollt, einfach mal erzählen, was Intarsien sind. Funktioniert fast immer.

Was ich besonders faszinierend finde: Bildhauen oder überhaupt Kunst, die aus dem Bereich der Plastiken kommt. Nicht nur, dass man sich eigentlich dauerhaft vorstellen muss, wie das Endresultat sein soll (und das auch noch in 3D), man muss auch ziemlich genau wissen, wie man zum Beispiel wie man bei einem ollen Klotz wo an welcher Stelle wie genau draufhauen muss, damit am Ende das rauskommt, was rauskommt. Versteh ich ehrlich gesagt bis heute nicht, wie sowas funktionieren kann und wie Menschen das schaffen.

Vielleicht funktioniert aber mein Gehirn auch einfach ganz anders, ich mein, es hat schon seinen Grund, warum ich Quark ins Internet schreibe, als irgendwas total Kreatives zu machen und damit reich zu werden.

Genauso wenig versteh ich, wie man aus einem Stück Holz einen voll funktionsfähigen Klappstuhl basteln kann, ohne dass am Ende irgendwelche Schrauben oder ähnliches zum Einsatz kommen. Aber es geht, besonders wenn man das Ding für seinen Enkel bastelt:

生活百般滋味 人生需要笑对!

Die verwandtschaftlichen Verhältnisse sind natürlich nur geraten, denn Google Translate gibt bei dem Video-Titel zum Besten: „Der ländliche Onkel baute den legendären Luban-Hocker der siebten Generation. In dem Moment, als das fertige Produkt explodierte, war es so mächtig.“

Explodierende Hocker – was es nicht alles gibt.

Keine Ahnung, ob das nicht schon mehr als Zufall ist, dass vor zwei Tagen Notre Dame in Flammen stand und ich jetzt mit einem Video zum Eiffelturm um die Ecke kommen muss – vielleicht hat das Schicksal aber auch einfach nur eine sehr komische Form von Humor.

Allerdings hätte hier auch irgendein Gebäude aus den Staaten im Mittelpunkt stehen können, das Opernhaus in Sidney oder schlichtweg die Couch in unserem Keller, denn es geht gar nicht so sehr um das Was, sondern um das Wie und der Eiffelturm ist halt mit seinen ganzen Löchern und Verstrebungen in diesem Fall eine ordentlichen Benchmark.

Denn Hermle zeigt im nachfolgenden Video, wie cool ihre CNC-Maschinen funktionieren, präzise Arbeiten und dann eben auch einen kleinen Eiffelturm aus einem Stück Metall herstellen können:

C 42 U Eiffelturm / eiffel tower
Hermle C 42 U dynamic in 5-Achs-Ausführung
Bearbeitung eines Eiffelturmes in AlMgSi1 für den Modellbau
Hermle C 42 U dynamic in 5-axis-configuration
Machining of a eiffel tower in AlMgSi1 for the model industry

Was auch auffällt: entweder gibt es Handwerker-Videos wie dieses, die optisch und sound-technisch echt was hermachen. Oder es gibt die Dinger aus dem Baumarkt – dazwischen ist nichts oder?

Eigentlich hab ich zu Wasabi so gar keine Verbindung, auch wenn ich ein großer Fan von Sushi bin. Aber es ist halt für mich einfach nur sinnlos scharf und Essen darf bei mir nicht sinnlos scharf sein. Überhaupt sollte Essen nicht anstrengend sein, außer es ist so lecker, dass man einfach immer mehr in sich reinstopfen will, obwohl nichts mehr reinpasst. Alles andere zerstört nur das Fressvergnügen und übertriebene Schärfe gehört definitiv dazu.

Und deswegen lass ich Wasabi beim Sushi auch immer links liegen, genauso den Ingwer-Scheiß, den kein Mensch braucht. Und selbst auf die Soja-Sauce verzichte ich meistens – vor allem, weil in der Regel nichts von den dreien irgendwas mit richtigem Sushi zu tun hat. Zumindest beim Wasabi bin ich mir da mehr als sicher, wie dieser Beitrag aus der Vergangenheit beweist – die Soja-Sauce dürfte aber auch ziemlicher Murks sein.

Zurück zum Thema: Shigeo Iida besitzt in der 8. Generation eine Wasabi-Farm und kümmert sich darum, dass richtiger Wasabi auf den Teller kommt. Und zeigt in der nachfolgenden Mini-Doku, dass das nicht nur viel Zeit in Anspruch nimmt, sondern auch gar nicht so einfach ist:

Have you ever eaten wasabi?

If you answered “yes” to that question, you are likely mistaken. Most sushi eaters—even in Japan—are actually being served a mixture of ground horseradish and green food coloring splashed with a hint of Chinese mustard. Worldwide, experts believe that this imposter combination masquerades as wasabi about 99% of the time.

The reason boils down to supply and demand. Authentic wasabi, known as Wasabia japonica, is the most expensive crop to grow in the world. The temperamental semiaquatic herb, native to the mountain streams of central Japan, is notoriously difficult to cultivate. Once planted, it takes several years to harvest; even then, it doesn’t germinate unless conditions are perfect. Grated wasabi root loses its flavor within 15 minutes.

The Japanese have grown wasabi for more than four centuries. 75-year old Shigeo Iida, the eighth-generation owner of his family’s wasabi farm in Japan, takes pride in his tradition, which is profiled in Edwin Lee’s short documentary “Wasabia Japonica,” co-produced by Japan Curator. “Real wasabi, like the ones we grow, has a unique, fragrant taste that first hits the nose,” Iida says in the film. “The sweetness comes next, followed finally by spiciness.”

Kein Vergleich zu der Pampe, die man uns vorsetzt.

Seitdem ich das erste Mal davon gehört hab, wollte ich eigentlich schon immer so einen altmodischen Schreibtisch haben, der vollgepackt ist mit Geheimfächern (mir ist gerade der Name dafür entfallen? Diener? Sekretär?). Quasi ein Schreibtisch, bei dem man auch noch nach mehreren Jahren was entdecken kann und der vom Handwerk her einfach nur mega geil ist, weil halt alt und trotzdem funktionstüchtig.

Die Puzzlebox von Seth Gould funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip – ist halt nur kein Schreibtisch. Dafür aber aus Metall und von ihm komplett handgefertigt, sodass ich mich gar nicht entscheiden kann, ob allein das schon mega gut ist oder die Tatsache, dass er sich auch noch diese ganze Puzzle-Mechanik ausgedacht hat.

2 Jahre Arbeit hat er in das Ding gesteckt und ich würde mal behaupten, dass nicht 1 Tag davon verschwendet war:

A two year project by metalsmith Seth Gould, forged and filed from scratch, set to the percussive sounds of his workshop.

Noch ein paar mehr Bilder und vor allem Gedanken und Infos von Seth Gould selbst gibt es an dieser Stelle.

So, Weihnachten haben wir endlich hinter uns gebracht und auch wenn es eigentlich immer ganz schön ist, seine gesamte Verwandtschaft zu sehen, sich bedienen zu lassen und mal zu schauen, wie viel man fressen kann, bis die Hose wirklich nicht mehr passt – die drei, vier Tage reichen dann auch wieder. Viel mehr noch muss man dann ja irgendwann aufpassen, dass die Familienstreitigkeiten nicht wieder aufbrechen und der gesamte Clan sich nicht gegenseitig umbringt.

Mindestens genauso schlimm ist da nur der Witz, den ich nun schon mehrfach auf Twitter gelesen hab: „364 Tage bis Heiligabend und die Leute haben jetzt schon ihre Weihnachtsbeleuchtung aufgehangen“. Haha … ha … ha … ha … nicht.

Aber immerhin können wir die Gelegenheit nutzen und schauen, wie diese kleine Lichter, die wir hauptsächlich zu Weihnachten rauskramen überhaupt hergestellt werden. Ein Prozess, bei dem der Faktor Mensch scheinbar schon komplett wegrationalisiert wurde:

Ever had to throw away an entire string of Christmas lights just because one or two bulbs weren’t working? You’re not alone. Some Christmas lights just won’t work with a single burnt-out bulb, while others will just keep on glowing all winter long! What makes some lights different from other lights? Turns out, it’s all in the manufacturing — and how the lights are wired at the factory. Here’s how those massive strings of glowing festival decor are made.

Erst vorgestern hab ich wieder das Schlimmste gemacht, dass man gegenüber einem Handwerker machen kann: ich glaubte es besser zu wissen als der Profi.

Konkret ging es um unser Wohnungstürschloss, das seit ein paar Tagen seine zickige Seite an den Tag legte und den Schlüssel nicht mehr so in Empfang nehmen wollte, wie sich das für ein Wohnungstürschloss eigentlich gehört. Mündete teilweise darin, dass ich 5 Minuten versuchte, den verdammten Schlüssel ins Schloss zu kriegen, aber selbst Gewalt half nur bedingt.

Laut Handwerker sollte da ein bisschen Öl reichen, ich hatte so meine Zweifel. Als ob Öl die ultimative Geheimwaffe jemals in der Menschheitsgeschichte war – als ob wir mit etwas mehr Öl die beiden Kriege gewonnen hätten, soll ich lachen oder wie?

Aber es zeigte sich: es hat nur Öl gefehlt. Na sowas. Die Lehre daraus, die ziemlich logisch ist: wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten und den Profi machen lassen.

Genau so wie ihn hier, der erst irgendwie konfus irgendwas auf eine Fliese malt, dann aber zeigt, dass er schlichtweg jede Menge Ahnung von dem hat, was er da tut:

Profi halt.

Zu Streichhölzern fallen mir schon seit Jahren immer nur zwei Sachen an:

  1. Das beste und einfachste Kostüm für Karneval ist noch immer das Streichholz. Dazu geht man einfach nackt, der Kopf wird von alleine rot (Glückwünsche und Mitleidsbekundungen bitte direkt an meine Mutter, die hat diesen Spruch in mein Gehirn gepflanzt)
  2. Wer sich Zigaretten an einer Kerze anzündet, tötet damit jedes Mal einen Seemann. Und das liegt an Streichhölzern, denn während der Wintermonate, wenn die Seemänner nicht zur See fahren konnten, haben sie sich mit der Produktion von Streichhölzern über Wasser gehalten. Wer dann wiederum eine Kerze statt einem Streichholz nutzt, verringert die Nachfrage und bedroht so die seemännische Existenz.

Wobei Seemänner heutzutage ohnehin eher auf andere Berufsfelder schielen sollten, denn logischerweise ist die Streichholzproduktion mittlerweile auch ziemlich mechanisiert und automatisiert:

Amazing process of making matches. Manufacturer of beautiful matches in India

Und dazu kommen ja auch noch die ganzen Feuerzeuge … sieht echt schlecht aus für Streichhölzer.

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https://www.wihel.de/wie-werden-eigentlich-streichhoelzer-gemacht/feed/ 6
Wie man Dellen einfach selbst aus dem Wagen bekommt https://www.wihel.de/wie-man-dellen-einfach-selbst-aus-dem-wagen-bekommt/ https://www.wihel.de/wie-man-dellen-einfach-selbst-aus-dem-wagen-bekommt/#comments Tue, 09 Oct 2018 14:17:05 +0000 https://www.wihel.de/?p=92876 Wie man Dellen einfach selbst aus dem Wagen bekommt | Handwerk | Was is hier eigentlich los?

Noch immer juckt es mir immer mal wieder in den Fingern, bei so richtigen Verkehrsarschlöchern einfach drauf zu halten – Lernen durch Schmerzen und das direkte Zeigen der Folge des Missachtens von ganz bewusst geschaffenen Regeln. Manche lernen es ja wirklich erst, wenn es zu spät ist.

Alles, was mich davon abhält ist aber vor allem der finanzielle Schaden, den dann nicht zuletzt ich tragen muss – sowohl am gegnerischen Fahrzeug, als auch am eigenen. Vielleicht sollte ich wirklich noch mal drüber nachdenken, eine Karriere bei der Polizei zu starten. Oder mir einfach einen Panzer holen.

Aber dafür bin ich zu alt und zu arm. Dafür weiß ich aber immerhin, wie man kleinere Dellen mit ein bisschen heißes Wasser und einem Pümpel auch einfach selbst reparieren kann – das ist mal gar nicht so schwer:

Heard about this tip and thought I’d give it a shot…it really works and with little effort..try it.

Bevor aber nun jemand an den Selbstversuch geht: vielleicht nicht unbedingt mit Papas neuer Karre ausprobieren – ich befürchte, das klappt nicht bei jeder Delle.

Im Grunde steht Detroit vor allem für eines: es war früher eine richtige Hochburg für die Autoindustrie in den Staaten und ist mittlerweile ein Symbolbild für den Niedergang. Wir hatten ja bereits hier und hier genau dieses Schicksal beleuchtet – gruselig und faszinierend, wie schnell das dann doch ging.

Aber Detroit steht noch für etwas anderes (wenn auch vielleicht nicht in dem Maße, in dem es verdient wäre): Detroit Bikes. Die Fahrräder unterscheiden sich jetzt auch nicht wesentlich von den Drahteseln hier in good ol’ Germany oder anderswo. Zwei Räder, Lenker, Pedalen, … das Übliche eben, dass so ein Fahrrad braucht. Aber bei Detroit Bikes werden die Dinger noch per Hand zusammengeschraubt. Ob die dadurch jetzt besser oder schlechter fahren, kann ich nicht beurteilen, aber bekanntlich ist Handarbeit ein gutes Qualitätsmerkmal und ich wünsche mir einfach, dass die Jungs und Mädels dem Schicksal, für das Detroit mehr oder weniger steht, hoffentlich entgehen können:

How Its Made Season 29 episode 3 Steel Bicycles