Handwerk – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Wed, 26 Aug 2020 05:54:53 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.5.1 Selbstgemacht: Ein rauchendes Streichholz für die Ewigkeit https://www.wihel.de/selbstgemacht-ein-rauchendes-streichholz-fuer-die-ewigkeit/ https://www.wihel.de/selbstgemacht-ein-rauchendes-streichholz-fuer-die-ewigkeit/#comments Thu, 27 Aug 2020 10:37:19 +0000 https://www.wihel.de/?p=103521 Selbstgemacht: Ein rauchendes Streichholz für die Ewigkeit | Handwerk | Was is hier eigentlich los?

Ist eigentlich schon mal irgendjemandem aufgefallen, wie merkwürdig das Wort Stillleben ist? Drei L hintereinander, das sieht einfach so unfassbar falsch aus, ist es aber nicht. Man könnte fast sagen, Stillleben ist die kleine Schwester von Schifffahrt … aber genug der sinnlosen Wortbeobachtungen, hier soll es heute um Kunst gehen.

Genauer gesagt um ein Streichholz, dass noch raucht und so in seiner Form für die Ewigkeit festgehalten ist. Ein bisschen wie die Insekten in Bernstein in Jurassic Park, nur eben weniger gefährlich, weil man keine Dinos draus züchten kann. Und auch ein bisschen kitschig, denn ich hätte nicht einen einzigen Platz in der Wohnung, wo ich mir so ein Kunstwerk hinstellen würde, selbst wenn es jemand aus der Familie angefertigt hätte. Nicht mal, wenn ich es selbst angefertigt hätte, weil das in die gleiche Kategorie fällt wie diese Bilder von irgendwelchen Wochenmärkten, auf denen man irgendeinen Berg und ein Wasserfall sieht, der durch optische Täuschung tatsächlich zu fließen scheint, von hinten beleuchtet wird und im Zweifel durch sehr schlechte Lautsprecher auch noch Fließgeräusche von sich gibt.

Meine Oma hatte so ein Ding und hat jedes Mal, wenn wir zu Besuch waren, stolz präsentiert, was dieses Bild halt kann. Das hat man sich dann 5 Minuten lang angesehen und dann war’s das auch wieder und befürchte, dass lediglich unsere Besuche dazu geführt haben, dass das Ding überhaupt lief.

Und die würde sich halt auch so ein rauchendes Streichholz irgendwo hinstellen und anschauen und sich freuen, würde sie denn noch leben. Tut sie nicht, daher besteht auch nicht die Gefahr, dass ich sowas basteln müsste – aber für den Fall der Fälle schauen wir jetzt trotzdem gemeinsam, wie man es denn machen würde.

Ist noch nicht mal echter Rauch … ein Grund mehr, es nicht zu machen. Außer man kann seine Oma damit glücklich machen …

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Wie Schraubenschlüssel hergestellt werden https://www.wihel.de/wie-schraubenschluessel-hergestellt-werden/ https://www.wihel.de/wie-schraubenschluessel-hergestellt-werden/#comments Thu, 20 Aug 2020 14:09:21 +0000 https://www.wihel.de/?p=103447 Wie Schraubenschlüssel hergestellt werden | Handwerk | Was is hier eigentlich los?

Wenn man sich in Rekordzeit unbeliebt machen will, in dem man einfach nur Recht behält, dem empfehle ich, wann immer möglich, den Begriff „Schraubenzieher“ zu korrigieren und als Erklärung mitzugeben, dass man damit ja keine Schrauben irgendwo raus- oder hinzieht, sondern lediglich dreht. Ein sehr beliebter Fehler, der den meisten passiert und sich hier Amateur von Profi unterscheidet.

Ich garantiere – danach wird man mindestens gehasst, vielleicht sogar von einer auf die andere Sekunde verachtet, was besonders witzig wird, wenn man der Einzige ist, der mit so einem Werkzeug umgehen kann (wobei man sich dann andere Freunde suchen sollte – niemand braucht Menschen, die nicht wissen, wie man einen Schraubendreher bedient).

Einfacher sind da definitiv Schraubenschlüssel, wobei man auch hier sagen muss: Aufschließen tut man damit auch nix. Aber die Handhabung dürfte noch einfacher sein im Vergleich zum Schraubendreher, genau wie die Herstellung. Glaube ich zumindest, denn am Ende des Tages ist das ja auch nur ein Klumpen Metall, den man unter großer Hitze einfach wenig umgeformt hat.

Wie genau die Herstellung eines Schraubenschlüssels am Ende aber wirklich aussieht, gucken wir uns jetzt einfach gemeinsam an. Weil wir es können und wollen:

This is a fascinating look at all the steps in manufacturing the model 42 combination wrench.

Im Prinzip lag ich also gar nicht so weit daneben – hätte dennoch nicht gedacht, dass es so aufwändig ist.

Mit Zement hat man in der Regel ja eher weniger zu tun, außer man ist Eigenheimbesitzer oder sonst irgendwie handwerklich begabt und darf sich bei Freunden und / oder Kollegen austoben. Was dann natürlich eine gewisse Erwartungshaltung mit sich bringt, dass man es ja auch ja nicht verkackt.

Und doch hab sogar ich vor ein paar Monaten mit Zement bzw. Beton rumgematscht – eher unfreiwillig, denn es gibt durchaus spannendere Spielzeuge oder Werkstoffe. Aber wir wohnen leider nicht in einem Neubau (zum Glück auch nicht in einem richtigen Altbau) und haben so auch die eine oder andere Tücke und böse Überraschung in den Wänden.

Die stören nicht im Alltag, will man aber doch mal etwas an die Wand werfen, wird es schnell kritisch – so auch irgendwann bei unseren Wohnzimmervorhängen. Dafür hatten wir früher diese Drahtseile von IKEA verwendet, weil sie einfach anzubringen oder nicht so ins Auge fallend sind. Da die Dinger aber gespannt werden, ist da natürlich immer recht viel Kraft drauf, was funktionieren kann – wenn denn die Wandhalterung richtig stabil ist. Und das wiederum setzt eine vernünftige Wand voraus.

Lange Rede, kurzer Sinn: Irgendwann kam die Scheiße raus und wir hatten ein nicht sehr kleines Loch in der Wand. Und genau das wollte ich mit Blitzbeton flicken. Hat auch optisch ganz okay geklappt, aber ist halt niemals wieder so stabil wie eine Wand aus einem Guss – was ich dann nach diversen Versuchen und Nachbesserungen auch verstanden hab.

Damals kannte ich aber auch Ouroboros ARQ nicht – hätte ich den gefragt, hätte der mir direkt gesagt, dass man das fachmännisch wieder in Stand setzen muss, damit da auch eine gewisse Stabilität einher geht. Und der kennt sich wirklich aus, denn der baut öfter mal Zeug in kleinerem Maßstab aber dennoch so wie man das bei den großen Vorbildern Schritt für Schritt macht.

Da weißt du dann auch, dass selbst die kleine Brücke ordentlich standfest ist:

How to make a mini bridge concrete model.
This video is about a mini concrete bridge model making using cement concrete. We show a full video of miniature bridge construction.

► CLEANING AND ELIMINATION OF THE EARTH.
► EXCAVATION OF THE EARTH
► LEVELING THE EARTH
► STIRRUP
► BEAM AND COLUMN UNION
► REINFORCED CONCRETE
► FORMATION OF THE COLUMN
► DIFFUSION OF COLUMNS
► CONCRETE FUND
►CONCRETE WALL
►SWIMMING POOL
►PURE CONCRETE SLAB

Schaut euch ruhig auch mal die anderen Videos an. Im Grunde ist es immer das gleiche Vorgehen – was ja aber auch cool ist, wenn man das erstmal verstanden hat.

Natürlich ist das hier eine dieser typischen Kitsch-Stories, die man eigentlich nur aus irgendwelchen Serien kennt (ich eigentlich nur von „Hör mal wer da hämmert“ und da auch eher mit einem Klavier als mit einem Auto und das wiederum auch nur, weil ich die Folge erst vor kurzem gesehen habe …), auf der anderen Seite ist das aber halt auch irgendwo recht schön und romantisch und dreht sich um ein Auto, dass selbst ich nicht verschmähen würde.

Außerdem kann man hier mal sehen, wie Leute ein Auto restaurieren, was uns ein bisschen in die Zeit zurückwirft, als „Pimp my ride“ noch cool war und wir alle mindestens zwei Playstations in Papas Auto haben wollten – ohne zu wissen, wann wir die je benutzen würden und was eigentlich die Auto-Batterie dazu sagt.

Obendrein wusste ich gar nicht, dass Jason Momoa mit Lisa Bonet zusammen ist, die man wiederum – zumindest in meinem Alter – noch aus der Cosby-Show kennt, über die man selbst vermutlich mehrere Wochen lang diskutieren kann. Denn eigentlich war die Show ziemlich großartig, aber Bill Cosby ist nun mal unfassbar abscheulich, was leider nicht nur aufgrund seines Namens im Nachgang hart auf die Show abfärbt.

Wie dem auch sei: Lisa Bonet hat vor irgendwas um die 17 Jahre ihr Erspartes genommen und sich einen Ford Mustang von 1965 gekauft. Das klingt schon nach einer geilen Karre und ist es auch. Aber der Zahn der Zeit nagt auch an so einem Wagen und daher hat Momoa selbigen restaurieren lassen (finde hier besonders wichtig, dass er das nicht selbst war, gerade weil das diverse Seiten so schreiben – Geld in die Hand nehmen und andere schuften lassen ist nicht verkehrt, man sollte dann aber auch die Lorbeeren anderen überlassen).

Und das war sicherlich nicht die schlechteste Entscheidung, wenn man ihre Reaktion nach der Fertigstellung sieht:

Lisa bought the car when she was just 17 years old and even though the car got pretty beat up over the years, she just never had the heart to get rid of it. For the past 14 years, the car has been quietly rusting away before Jason decided to take it to Divine 1 Customs and have it completely restored – and the look on Lisa’s face when she saw it was entirely worth it.

Wieder mal der beste Beweis für „Happy wife, happy life!“

Bei Melonen muss ich tatsächlich immer an Dirty Dancing denken und einen der dümmsten Sätze, die ich in einem Film je gehört hab („Ich hab eine Melone getragen“) und das will wirklich was heißen, denn ich hab durchaus jede Menge schlechter Filme gesehen, die ich teils sogar abbrechen musste.

Überhaupt bin ich in den letzten Jahren immer weniger ein Melonen-Fan geworden. Als Kind hab ich die Dinger geliebt, aber mittlerweile kann ich ganz gut drauf verzichten, selbst an besonders heißen Tagen. Liegt vermutlich an den nervigen Kernen und das man sich mit so einer Melone ziemlich einsauen kann bzw. die Dinger einfach nicht stilvoll essen kann, sofern sie nicht vorgeschnitten sind. Melonen entlarven uns letztendlich wieder als das, was wir sind: Tiere. In melonas verritas, wenn man so will.

Außerdem sind die Dinger nicht selten schwer und unhandlich und passen nur bedingt sinnvoll in die Einkaufskiste, die wir verwenden, um unsere Wocheneinkäufe zu erledigen. Wirklich niemand braucht große, runde Früchte, die man nicht stilvoll essen kann.

Auf der anderen Seite: Line ist total vernarrt in Melonen-Feta-Salat, was letztendlich dafür sorgt, dass ich meine Antipathie gegenüber diesem Obst einfach runterschlucken und für mich behalten muss. Immerhin ergeben sich so aber auch ganz neue Möglichkeiten, u.a. hat Line ja diesen Monat Geburtstag.

Ein paar Geschenke hab ich schon, aber ganz vielleicht kauf ich ihr einfach auch noch eine Tasche, mit der sie eine Melone transportieren kann. Damit zumindest der Transport ein bisschen stilvoller wird, als er normalerweise ist:

普段、鞄づくりに真摯に向き合っている職人が自分だけの「“ ”を持ち運ぶ鞄」を考えてみました。
日々磨き続けている技術や知識を生かし、土屋鞄の職人ならではの「遊び心」をお届けします。

Wird dann nur problematisch, wenn sie zwei Melonen transportieren will …

So sehr ich Bargeld auch verachte und jedes Mal wieder begeistert bin, wenn ich irgendwo kontaktlos bezahlen kann (was übrigens Quark ist, denn durch das Auflegen der Karte aufs Terminal ist ja Kontakt da), so sehr haderte ich damit, zurückbekommenes Bargeld auf unser Haushaltskonto zu schaffen. Seit ein paar Wochen erledigen wir unter anderem die Wocheneinkäufe für Lines Oma – entsprechend legen wir die Kosten dafür auch aus und bekommen das Geld anschließend zurück. Aber wie das in Privathaushalten so ist: Da gibt es keine Kartenzahlung und in ihrem Alter hantiert man eben auch nicht mit Online-Überweisungen umher. Da drückt Oma einem einen Schein in die Hand und dann ist das Thema (für sie) durch.

Wir hingegen leben bereits in der Moderne und bezahlen unsere Einkäufe nicht bar – wie also diese beiden Welten zusammenführen? Dank comdirect-Konto hab ich mittlerweile einen Weg gefunden, der ganz gut funktioniert, aber auch nicht frei von Nachteilen ist. So sind Einzahlungen am Automaten nur bis zu einer bestimmten Anzahl kostenlos (jeder kann sich denken, wie ich das herausgefunden hab) und natürlich kann man auch nicht an jedem Geldautomaten Geld einzahlen. Als ING-Kunde kann ich zwar überall Geld abheben, aber nicht überall Geld einzahlen – das versteht auch nur, wer will.

Ein Problem, das sich aber leicht lösen lässt, indem man Geld eben sammelt und die Einzahlvorgänge auf ein Minimum reduziert. Was hingegen gut ist: Ich kann nicht nur Scheine einzahlen, sondern auch Münzen – so wird unter anderem auch das Restgeld vom wochenendlichen Brötchenkauf mit abgedeckt. Was hingegen schlecht ist: 1-Cent-Münzen mag der Automaten nicht.

Was uns zu der finalen Frage bringt: Was mit den 1-Cent-Münzen also tun? Aufs Konto wandern sie nicht, damit Bezahlen ist maximal bescheuert und wegwerfen … so reich sind wir dann auch nicht (zumal das Zahlungsmittel einem ja nicht gehört, sondern nur geliehen ist).

The Q hätte da eine Idee:

For this project you need copper coin, hammer and gas torch. Also, some time and patience of your neighbours. That’s all.

Und irgendwie mag ich die Vorstellung, dass man am Ende des Jahres eine Flotte aus gefalteten Münzfliegern im Keller hat – einfach weil Bargeld Scheiße ist, besonders was 1-Cent-Münzen angeht.

Wem The Q übrigens bekannt vorkommt – hatten wir erst neulich an dieser Stelle.

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Wie Ballons hergestellt werden https://www.wihel.de/wie-ballons-hergestellt-werden/ https://www.wihel.de/wie-ballons-hergestellt-werden/#comments Wed, 05 Aug 2020 10:55:13 +0000 https://www.wihel.de/?p=102487 Wie Ballons hergestellt werden | Handwerk | Was is hier eigentlich los?

Im Grunde spielen Ballons in meinem Leben keine Rolle mehr, zumindest keine gewichtige, was mittlerweile vor allem daran liegt, dass wir dieses kleine Fellknäuel Zuhause rumlaufen haben, dass man immer mal auf Bildern sieht. Das mag Ballons nicht wirklich, weil es die Natur von Ballons durchschaut und für schwachsinnig befunden hat. Aufgeblasenes Gummi, dass sich unkoordiniert durch den Raum bewegt – das kann nicht gut sein.

Und doch nahmen Ballons vor etwas mehr als einem Monat noch mal ordentlich Platz in unserem Leben ein – als wir geheiratet haben. Der Tag war natürlich super und auch anstrengend und vor allem … lang. So sind wir also recht spät wieder nach Hause gefahren und mussten 50 Meter vor dem rettenden Parkplatz auch noch sinnlos rumwarten, weil ein Krankenwagen die Zufahrt versperrte und kein dran vorbeikommen war (immerhin war ich smart und hab die Wartezeit damit verbracht, „Das aktuelle Sportstudio“ auf dem Handy zu schauen – war aber nicht smart genug, dass sofort zu machen, sondern nach den ersten 20 Minuten dumm rum warten).

Die Laune sank also bedrohlich gen Keller, wir wurden auch immer müder, konnten dann aber doch auf unseren Parkplatz fahren – nichtsahnend, dass ein Teil der Familie das Schlafzimmer komplett mit Ballons eingedeckt hat.

Hätte definitiv schlimmer kommen können, aber wenn man wirklich unfassbar müde ist, der Hund panisch reagiert und die Nachbarn auch nur so semi-begeistert sind, wenn über ihnen diverse Ballons zerknallen … es gibt schönere Beschäftigungen in diesem Gemütszustand.

Was mich zu der Frage bringt: Wie werden Ballons eigentlich hergestellt. Okay, tut es eigentlich nicht, aber es ist eine immerhin okaye Überleitung zum Thema und ich wette, dass der Großteil nicht weiß, wie die Dinger produziert werden. Ich wusste es jedenfalls nicht und gegen diese Wissenslücke wird jetzt was getan:

Ever wondered how balloons are made? Get the full history and ‘making of’ right here!

Hm. Ist dann doch unspektakulärer als gedacht, oder?

Wo ich ja nun auch endlich mal etwas mit Holz und meinen eigenen Händen gebaut hab (am Wochenende wird das Ding noch ein bisschen mehr veredelt – zumindest ist das der Plan), bin ich auch bereit, den nächsten Schritt in meiner Holzkarriere-Leiter zu nehmen. Nicht, dass ich jetzt irgendwie mehr Wissen über den Werkstoff hätte oder genau wüsste, was ich im Vorfeld alles vorbereiten müsste – aber wenn Fußballspieler einfach Trainer werden können, nur weil sie ein paar Jahre gegen den Ball getreten haben, bin ich auch bereit für höhere Aufgaben im Holzbereich. Im Zweifel fängt man einfach so lange von vorne an, bis man es so hat, wie man es haben will.

Und da ich aber recht gern am Rechner sitze, sprich mit Computern arbeite, liegt es nahe, beide Welten einfach zu verbinden. Warum also nicht mal sein technisches Gerät nehmen und mit diesem wunderbaren Werkstoff verschmelzen? Schließlich ist Holz gut und geduldig, kennt keine Deadlines und meckert auch nicht, wenn man mal verschläft. Holz ist toll.

So könnte man zum Beispiel seine Maus und Tastatur durch Holz-Pendants ersetzen, was für den Anfang vielleicht aber auch zu frickelig ist. Dann was einfaches – einen Holzmonitor. Klingt auf den ersten Blick kompliziert, wenn man das Ding tatsächlich von Grund auf baut, man kann aber auch Fuchs sein, einen fertigen Monitor nehmen und ihn einfach nur in Holz einfassen.

Genau das hat The Q getan und zeigt dabei nicht nur, wie das geht, sondern auch, dass das gar nicht mal si super schwer ist:

In today’s video I show how to transform your casual monitor into individual pice of art! All you need is some wood and free time :)

Fraglich allerdings, wie das mit der Wärme zusammenarbeitet. Holz ist zwar gut, aber eben auch empfindlich, was heiß und kalt angeht.

Irgendwo hab ich es schon erwähnt: Ich hab eine Holzkiste gebaut. Bisher hatten wir die Sitzauflagen für die Balkonmöbel einfach im Zimmer rumliegen, was auch total okay ist, schließlich braucht man sie ja beinahe täglich. Aber so auf dem Boden rumliegend … schön ist das einfach nicht. Und durch Corona hat man ja ohnehin ein bisschen mehr Zeit, also sind wir los und haben Holz gekauft. Dazu eine kleine Anleitung und schon war ich einen Nachmittag im Keller beschäftigt.

Das hat auch grundsätzlich sehr viel Spaß gemacht, besonders weil ich mir deswegen auch unbedingt eine Stichsäge kaufen musste – nur Verlierer sägen heute noch mit der Hand. Oder Menschen, die keine Stich säge haben.

Das Endergebnis kann sich auch sehen lassen, besonders für „das erste Mal richtig handwerken“, ich hab aber auch feststellen müssen, dass gerade sägen mit einer Stichsäge gar nicht mal so einfach ist. Zumindest gibt es eine Seite, die irgendwie schief aussieht, obwohl sie nicht ist. Und ich hab gelernt, dass ich mir das Leben zum Teil viel zu schwer gemacht hab – einfach weil ich vorher zwar viel, aber eben nicht genug nachgedacht hab. Dennoch – es ist eine tolle Kiste, die sich auch prima als Kindersarg eignet.

Und sie hat dafür gesorgt, dass ich das Handwerk nur noch mehr liebe und im nächsten Leben hoffentlich irgendwas mit Holz machen (und damit reich werden) darf. Aber manchmal hasse ich das Handwerk auch ein bisschen und das liegt an Videos wie dem nachfolgenden. Denn das hab ich mir jetzt bestimmt schon 78 Mal angesehen, aber noch immer nicht verstanden, wie bzw. nach welcher Logik der Typ da seine Markierungen einzeichnet, nur um dann eine perfekt ausgeschnittene Fliese zu zaubern (natürlich gilt weiterhin: er hat auch echt geiles Werkzeug):

Wie? Ich mein … hä?

Ich hab leider erst viel zu spät Top Gear für mich entdeckt und kann auch gar nicht mehr rekonstruieren, wie oder warum ich damit überhaupt angefangen hab. Ich mein, Autos sind schon toll, aber so wirkliches Interesse hab ich da auch nur bedingt – kosten ja alle auch eine Stange Geld – zu viel, um daraus ein Hobby zu machen.

Tatsächlich hab ich auch weit davor lediglich davon gelesen, als diese ganzen Eskapaden um Jeremy Clarkson durch die Presse gingen – aufgrund der fehlenden Verbindung zur Sendung und dem damit nicht verbundenen Interesse war mir das aber auch schnell egal. Irgendein Arsch, der sich wie ein Arsch verhält, davon liest man ja immer wieder mal.

Und doch hab ich dann einfach reingeschaut und mir fiel mal wieder wie Schuppen von den Augen, was ich da eigentlich jahrelang verpasst hab. Dank Amazon und Netflix konnte ich immerhin einen Teil wieder aufholen und hab mich noch mehr gefreut, als es dann mit The Grand Tour auch irgendwie weiter ging. Drei bekloppte Autonarren, die irgendwelche Pseudo-Abenteuer erleben und sich dabei gegenseitig auf die Schippe nehmen – manchmal braucht es nicht mehr, um mich glücklich zu machen.

Aber mittlerweile ist da auch wieder Ruhe eingekehrt und jeder der Drei verfolgt mehr oder weniger seine eigenen Projekte. James May zum Beispiel tauchte unter anderem mit einer Reise durch Japan wieder im TV auf – hab ich mir aber nicht angesehen, weil ich einfach davon ausgehe, dass die drei nur zusammen so gut funktionieren, wie sie eben funktionieren.

Und dann spaziert man so durchs Internet und sieht einen Beitrag, in dem steht, dass irgendein Typ Dinge zusammenbaut und das total toll ist. Und es stellt sich heraus: Es ist genau dieser James May, der das macht und damit scheinbar eine weitere Sendung hat.

Also bin ich doch über meinen Schatten gesprungen, habe mir das Video angesehen und es für gut befunden – einfach weil ich seine Faszination verstehen kann, wie toll es ist, wenn man Dinge zusammenbaut und dadurch lernt, wie sie eigentlich funktionieren:

Hätte ich geahnt, dass man damit tatsächlich Geld verdienen kann … ich würd noch immer im Büro sitzen, weil ich kamerascheu bin.

Meine Liebe für Bau- bzw. Industriemaschinen ist hinlänglich bekannt, besonders weil ich mir nicht vorstellen kann, wie man auf Ideen dafür kommt bzw. welche Gedanken man sich vorab gemacht haben muss, bis dann wirklich ein riesiger Kasten entsteht, der genau das macht, was er machen soll und dabei teilweise unfassbar intelligent wirkt.

Wobei ich mittlerweile auch sicher behaupten kann, dass mir dazu die passenden Denkmuster fehlen, denn ich hab neulich erst gesehen, wie man sehr simpel eine Sortiermaschine für Äpfel basteln kann: Man stellt diverse Eimer der Reihe nach auf. Darüber legt man zwei Stöcker / Streben mit leichtem Gefälle, sodass die Äpfel wie auf Schienen über die Eimer rollen können. Und dann verändert man den Abstand der Stöcker / Streben so, dass er am Anfang kleiner ist als am Ende.

Jetzt braucht man die Äpfel nur noch darüber rollen und bekommt sie so nach Größe sortiert, denn gleichgroße fallen immer an der gleichen Stelle durch die beiden Stöcker / Streben. Eigentlich super simpel, aber man muss eben erstmal drauf kommen (wobei man da vielleicht auch schnell drauf kommt, wenn man sich den ganzen Tag mit Eimern, Stöckern und Äpfeln beschäftigt)

Super simpel wirkt auch die nachfolgende Maschine, die vornehmlich dazu gebaut ist, Rohre zu biegen – und das scheinbar frei nach Belieben. Sicherlich gar nicht so simpel ist aber wohl der Algorithmus, den die Maschine anwendet, damit das Rohr am Ende so gebogen wird, wie es gebogen werden soll, denn für das gewünschte Ergebnis sind irgendwie nur Mikrobewegungen nötig. Und die müssen sitzen, aber sowas von:

Cooney marines amazing Tube bender.

Ist auf der anderen Seite aber auch Quatsch, denn wir wissen ja spätestens seit Futurama, dass einzig und allein Bender in der Lage ist, Rohre so zu biegen.

Vor ein paar Wochen hab ich mir endlich mal meine erste, eigene Sackkarre gekauft. Zum einen, weil ich kurz danach den Kollegen völlig aus dem Zusammenhang gerissen schreiben konnte, dass ich mir eine Sackkarre gekauft hab, zum anderen weil es dann doch zunehmend nervt, die Winter- bzw. Sommerreifen immer aus dem Keller hieven zu müssen. Das geht zwar mit Sackkarre nun nicht schneller, dafür aber wesentlich angenehmer – so ein Reifen wiegt ja schließlich auch ein bisschen und ich selbst werd nicht jünger.

Ich hab allerdings auch schon über Ganzjahresreifen nachgedacht und vor Ewigkeiten mal eine Schnellrecherche betrieben – sofern ich nicht komplett falsch liege, passen die Dinger aber nicht zu unseren Fahranforderungen (wobei ich nicht weiß, ob wir nun zu wenig oder zu viel fahren). Außerdem sind die Dinger ja auch immer irgendwo ein Kompromiss, was zumindest bei mir immer so ankam, dass sie sowohl für den Sommer als auch den Winter nicht super toll sind. Entweder wegen den Bremseigenschaften oder der Auswirkungen auf den Sprit-Verbrauch. Gerade letzteres merke ich im Winter zunehmend und will mir gar nicht vorstellen, wie das ist, wenn man das immer ein bisschen das komplette Jahr über hat.

Vielleicht bin ich aber auch einfach nur doof und die Dinger haben sich über die letzten Jahre hinweg still und heimlich so gut weiterentwickelt, dass man da ohne großes nachdenken einfach umstellen kann. Ich mein: selbst vegetarische Fleischimitate sind mittlerweile kaum noch von richtigem Fleisch zu unterscheiden, warum sollte es dann auch bei Reifen keine bedeutenden Fortschritte gegeben haben?

Überhaupt scheint die Reifenherstellung ziemlich faszinierend zu sein, gerade im Motorsport, wo die Anforderungen noch mal ein bisschen extremer sind als im tagtäglichen Straßenverkehr. Kein Wunder, dass Reifen dort noch sowas wie echte Handarbeit sind:

We take a trip to Michelin Motorsport’s HQ in France and get the low down on exactly what goes into serious motorsport rubber.

The top of the line motorsport range are still MADE BY HAND, so we were able to get up close and personal with the manufacturing process to give you a bit of an insight into the process.

A lot of manual work is involved, so every unit can be checked over by hand to ensure the utmost quality control is met.

Oder ich kauf mir einfach Motorsport-Reifen. Wobei – die muss man noch öfter wechseln oder?

Irgendwo schon mal erzählt und vielleicht auch mindestens einmal zu oft, aber alle paar Monate bekomm ich einen Rappel und komme auf die hirnrissige Idee, ganz dringend irgendwas in unserer Wohnung umstellen zu müssen. Sei es die Couch nebst Sessel, um eine neue Perspektive auf den Fernseher zu bekommen, mein Schreibtisch oder die Verkabelung, weil die nächste ultimative Optimierungsidee angeklopft hat oder auch einfach nur irgendwas an dieser Seite, weil ich mir einbilde, dass danach alles viel besser und runder läuft (was es definitiv nicht oft genug dann auch tut).

Oder es sind einfach nur Arbeitsabläufe, wenn ich mal wieder eine App suche, obwohl die, die ich die ganze Zeit verwendet hab, eigentlich problemlos läuft. Keine Ahnung, ob das einfach nur dieser Selbstoptimierungstrieb ist, der uns allen mittlerweile durch soziale Netze und Co. eingeprügelt wird oder ob man es doch positiver bezeichnen kann und ich einfach nur immer mal wieder versuche, über den Tellerrand hinaus zu schauen.

Insofern kann man auch von Glück reden, dass wir nach wie vor zur Miete wohnen und uns (noch) kein Haus gekauft haben. Davon mal abgesehen, dass das in Hamburg nahezu unmöglich ist und wir für ein Leben weiter außerhalb noch ein bisschen an den Voraussetzung schrauben müssen, vermutlich würde ich das Ding auch einfach nur kaputt basteln.

Aber immerhin mit einer guten Absicht, denn auch hier wird sich sicherlich alle paar Monate neues Potential zur Optimierung zeigen. Vielleicht versuch ich aber auch nur krampfhaft so viel wie möglich von diesen genialen Ideen hier einzubauen:

Amazing Home Design with Smart Furniture-Ingenious City Space Saving Solution!Latest interior design

Man braucht bei weitem nicht alles – aber lieber haben als brauchen, ne?

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Wie man sich einen zweiten Bildschirm an den Laptop bastelt https://www.wihel.de/wie-man-sich-einen-zweiten-bildschirm-an-den-laptop-bastelt/ https://www.wihel.de/wie-man-sich-einen-zweiten-bildschirm-an-den-laptop-bastelt/#comments Wed, 10 Jun 2020 05:42:39 +0000 https://www.wihel.de/?p=101840 Wie man sich einen zweiten Bildschirm an den Laptop bastelt | Handwerk | Was is hier eigentlich los?

Neulich hab ich doch tatsächlich erstmalig Ärger von meinem Chef bekommen, wobei Ärger schon wieder viel zu hoch gegriffen ist – vielmehr wurde ich auf etwas hingewiesen, dass nicht ganz so schön ist: Während diverser Meetings merkt man mir wohl ab einem gewissen Punkt sehr deutlich an, dass ich gedanklich ausgestiegen bin und weiterarbeite, vor allem in dem ich anfange, mit anderen Kollegen über Slack zu kommunizieren.

Hat er natürlich recht und an sich ist es auch gar kein Problem, das einfach zu lassen – aber gestern hab ich gemerkt, dass das eben doch nicht so einfach ist. Und damit mein ich nicht die Slack-Nutzung, sondern das Bild, das ich in Remote-Meetings abgebe. Denn selbst wenn ich kein Slack nutze und mir einfach nur Notizen nebenbei mache, sieht es so aus, als wäre nicht aufmerksam.

Hauptgrund dafür: mein riesiger Bildschirm. Vor drei Jahren hatte ich nämlich die Faxen dicke davon, dass Macbooks mit der Verbindung von zwei Monitoren immer irgendwie rumspacken und das scheinbar einfach von Natur aus nicht mögen. Der Gedanke damals: Dann muss es eben nur ein Bildschirm sein – aber gleichzeitig will ich nicht an Arbeitsfläche einbüßen, denn je mehr Bildschirm, umso besser. Also hab ich mir irgendwann so einen 35-Zoll-Curved-Ding geholt, dass zwar einigermaßen stylisch aussieht, qualitativ vermutlich aber alles andere als oben mitspielt. Ist mir auch egal, denn großartig gespielt wird an dem Ding nicht, es soll einfach nur funktionieren.

Und das tut es auch, sodass ich meine Fenster bequem über den Bildschirm verteilen kann. Aber ich muss eben auch den Kopf deutlicher bewegen, wenn ich z.B. zu Slack wechsel und gucke dann entsprechend an der Kamera vorbei – gleiches gilt für meine Notiz-App.

Eines der größeren First-World-Problems, aber auch dafür scheint es eine Lösung zu geben – unter anderem, indem man sich einfach einen zweiten Monitor an den Laptop bastelt:

Ich würd jetzt nicht sagen, dass das super einfach ist – hätte es mir anfänglich aber auch deutlich schwerer vorgestellt.

Ich weiß nicht genau warum, aber immer wenn ich aktuell London und speziell Big Ben irgendwo sehe – als Wallpaper auf meinem Rechner, in einem Film oder sonst wo im Fernsehen, muss ich immer an einen Nachrichtenbeitrag denken, den wir vor Ewigkeiten gesehen haben.

Der kam kurz bevor die Restaurierungsarbeiten an Big Ben losgehen sollten und handelte davon, wie schade und teils grausam es besonders für ältere Menschen ist, dass das Ding jetzt für einigermaßen lange Zeit von Baugerüsten eingehüllt sein würde und die womöglich das Bauwerk in all seiner Pracht zu Lebzeiten nicht mehr zu Gesicht bekommen würden.

In Anbetracht der aktuellen Weltlage natürlich ein absoluter Witz aber auch damals schon irgendwie … Jammern auf ganz besonders hohem Niveau. Ich mein: Ja, ist schade – muss aber eben auch sein, sonst fliegt uns die Scheiße irgendwann um die Ohren und im Zweifel hat dann keiner mehr was von.

Dennoch, auch ich finde die Zeit, die diese ganzen Arbeiten in Anspruch nehmen, unfassbar groß bzw. lang, will mir aber auch nicht anmaßen, darüber großartig zu meckern – wir sind ja schließlich alle nicht vom Fach.

Stattdessen nehmen wir einfach das, was wir kriegen können und das ist heute ein kleiner Blick hinter die Kulissen der Restaurierung – übrigens die erste seit 1959. Wurde also wirklich mal Zeit. Und offenbar lohnt es sich auch:

Join Fred Mills inside the £80M restoration of London’s Elizabeth Tower, the iconic structure at the heart of the UK’s Palace of Westminster.

Please note that this documentary was produced in January 2020 before the current measures to tackle the COVID-19 pandemic were introduced.

Read the full story on this video, including images and useful links, here: https://www.theb1m.com/video/inside-big-bens-makeover

Was mir dabei auch wieder auffällt: Ich hätte große Lust, London mal wieder zu besuchen.

Ebenfalls aus der Reihe Fehlkäufe kann man meine Murmel-Achterbahn bezeichnen, die -gutmütig betrachtet – vielleicht eine Woche am Leben war und seit dem ihr Leben in irgendeinem Karton im Keller fristet. Glaub ich, kann auch sein, dass die mittlerweile entsorgt wurde, dabei war die gar nicht mal so schlecht. Viel Plastik, ein paar Metallstreben und Plastikrohre, auf denen die Kugeln dann gerollt sind. Dazu eine offizielle Anleitung, aber auch die Möglichkeit, ganz eigene Konstruktionen zu versuchen und wenn man zwei Batterien zur Hand hatte, dann lief das Ding auch von ganz allein (wer es genau wissen will, es war diese hier).

Allerdings war der Aufbau maximal nervig, was nicht zuletzt an der gar nicht mal so leicht zu verstehenden Anleitung lag – da weiß man erstmal so eine IKEA-Anleitung zu schätzen. Alle meckern drüber, aber niemand hat auf dem Schirm, dass die tatsächlich gar nicht mal so schlecht sind.

Immerhin: Es war nicht mein Fehlkauf, weil ich die Bahn mal als Geschenk bekommen hab. Aber wie es scheint, muss man auch gar nicht so viel Geld ausgeben und sich mit Plastik und diesen Röhrchen rumärgern (die waren wirklich unsympathisch widerspenstig) – man kann sich auch einfach ein bisschen Stahldraht kaufen und alles von vornherein selber basteln.

Dürfte zwar deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen, sieht am Ende aber auch wesentlich besser und stabiler aus, zumindest wenn man es wie Daniel de Bruin macht:

After my first how to make a marble machine video and the many questions I got from you, I decided to make the ultimate instruction guide on how to make a marble machine!
A perfect way to spend your time during corona quarantine.

An dieser Stelle auch die klare Empfehlung, auf die Seite von Daniel de Bruin zu gehen, selten sowas ästhetisches gesehen.

Für mich nach wie vor das gemeinste, was man kaufen kann und der ultimative Beweis, dass viel zu viele Menschen für blöd verkauft werden können, ohne dass sie es merken oder es sie juckt: Scheren in diesen fiesen Plastik-Verpackungen, die man nur aufbekommt, wenn man eine Schere benutzt. Es lässt sich kaum in Worte fassen, wie sadistisch das eigentlich ist – aber die Leute kaufen es und ich kann mir richtig vorstellen, wie auf der Vorstandsetage den ganzen Tag nur gelacht wird, weil die Leute so bekloppt sind.

Auch das man unterschiedliche Scheren für Links- und Rechtshänder braucht, erscheint mir ein wissenschaftliches Rätsel zu sein, dass eigentlich schon längst hätte gelöst sein können, sich aber Lobby und Industrie mit Händen und Füßen gegen wehren. Erfolgreich, wie man sieht. Ich mein: bei Messern reicht ja auch eine „Sorte“

Dabei ist so eine Schere eigentlich ein ultimatives Werkzeug, je nach Ausführung: man kann damit natürlich in erster Linie schneiden, aber auch Nüsse knacken oder widerspenstige Flaschen öffnen – um mal nur ein paar Anwendungsgebiete zu nennen.

Kurzum: Ein Leben ohne Schere ist möglich, aber sinnlos. Und einer, der auf diesem Gebiet mehr als bewandert ist, ist Yasuhiro Hirakawa, den ich vermutlich mit meinem vorhergehenden Gelaber und sein Nennen im gleichen Atemzug nun vollständig entehrt hab.

Denn Hirakawa ist der letzte verbliebene Scherenmeister, der die Dinger auf traditionelle Weise herstellt. Es erklärt sich von selbst, dass damit auch eine gewisse Qualität einhergeht, die allerdings auch ihren Preis hat – da kostet eine Schere dann auch eben mal $35.000.

Auf der anderen Seite: Qualität muss auch ihren Preis haben. Oder wie Oma sagte: Kaufste billig, kaufste zwei Mal.

When it comes to Japanese craftsmanship, knives often get all the glory. But in the city of Sakai, where traditional metalwork goes back centuries, there is one man who has built his legacy on something a little different. Master blacksmith Yasuhiro Hirakawa is the only traditional scissor maker left in Japan. Using ancient methods, Hirakawa’s legendary scissors can take four times longer to forge than a traditional knife. To buy one of his creations can set you back a hefty amount—his most expensive pair of scissors cost $35,000. For bonsai craftsmen like Masakazu Yoshikawa, however, it’s a small price to pay for the chance to work with the highest quality tools.

Die große Klopapier-lypse haben wir ja Gott sei Dank hinter uns gelassen und alle einigermaßen unbeschadet überstanden. Und ich bin guter Dinge, dass wir ebenso die große Hefe-Krise überleben werden – bei der Gummiband-Hysterie hab ich allerdings so meine Zweifel.

Ich hab aber auch bis heute nicht verstanden, warum das große Hamstern überhaupt losgegangen ist, denn einfach nur fertige Produkte zu horten, ist ziemlich kurz gedacht, ist deren Lebensdauer doch natürlich beschränkt. Warum dann nicht die Dinge bunkern, die einem helfen, besagte Produkte selbst herzustellen? So wie bei der Hefe zum Beispiel.

Wobei ich das mit der Hefe ebenso wenig verstanden hab, denn warum sollte ich ein Brot zu Hause backen wollen, dass deutlich schlechter schmeckt, beschissener aussieht und einfach von sich aus niemals das Licht der Welt erblicken wollte, wenn ich genauso gut zum Bäcker gehen und ein fertiges kaufen kann? Die haben schließlich weiterhin geöffnet und kämpfen genauso ums Überleben, wie andere Geschäfte auch. Aber nein, Hans-Günther muss ja sein fucking Brot selber backen.

Immerhin ist es der Beweis, dass ein Großteil der Menschheit mit rationalen Entscheidungen teils hart überfordert ist. Und dann fängt man halt an, irgendwelchen Scheiß zu machen und auf die verrücktesten Ideen zu kommen.

Der Rest, für den noch Hoffnung besteht, kann sich gern das nachfolgende Video anschauen und einmal mit mir gemeinsam lernen, wie Klopapier normalerweise hergestellt wird (was übrigens auch absurd ist: da wird etwas produziert, dass lediglich zum Ziel hat, zerstört, eingeschmiert und weggeschmissen zu werden). Das ist nämlich an sich gar nicht mal so schwer:

Hans-Günther, wenn du auch zugeschaut hast: Nein, du musst dein Klopapier nicht selbst herstellen. Gibt genug.

Ich hatte es gerade erst im vorherigen Beitrag erwähnt, die Ausrede, dass man nicht kochen kann, ist genau das – eine Ausrede, mindestens dafür, dass man zu faul ist. Oder nicht lesen kann. Oder keine Arme hat. Oder keine Küche.

Ähnliches gilt übrigens auch fürs Handwerk, wobei man hier nicht ganz so fies sein muss beim Entlarven der Ausrede, denn meistens liegt es ja nur am mangelnden Wissen und/oder einer fehlenden (verständlichen) Anleitung. Oder auch am fehlenden Werkzeug, was bei mir alles zutrifft – ich hab ja nicht mal eine vernünftige Werkbank im Keller stehen – dafür aber ein Loch, aus dem bei zu viel Regen Wasser von unten in den Keller eindringt und das ist ja auch schon mal was, gerade weil so ein Loch eben nicht jeder hat. Line wollte halt schon immer einen eigenen Pool und das ist das Beste, was sie auf die Schnelle bekommen kann. Oder so.

Zurück zum eigentlichen Thema: Kein Talent für Handwerk ist also auch Quatsch, auf der anderen Seite ist es aber auch ein bisschen mehr faszinierend, wenn jemand irgendwas in aller Kürze sehr gut zusammenwerkelt, schnitzt oder einfach handwerkt. Zumindest finde ich das spannender als jemand, der zwei Stunden an einer Soße rumdoktert und eigentlich nur Gewürze in einen Topf schmeißt.

Hier also einfach ein Typ, der relativ schnell relativ unkompliziert eine kleine Dose aus einem Stück Holz bastelt. Sieht einfacher aus als es vermutlich ist, aber … er hat halt auch das bessere Werkzeug dafür:

Nächstes Mal dann bestimmt auch wieder mit Schutzbrille.

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Alternative: Toilettenpapier aus Holz https://www.wihel.de/alternative-toilettenpapier-aus-holz/ https://www.wihel.de/alternative-toilettenpapier-aus-holz/#comments Tue, 17 Mar 2020 07:11:33 +0000 https://www.wihel.de/?p=100929 Alternative: Toilettenpapier aus Holz | Werbung | Was is hier eigentlich los?

So ein bisschen Ausnahmezustand herrscht ja schon: Grenzen, Schulen, Kitas, Clubs, Bars und Restaurants sind dicht und alles, was nicht irgendwie nötig ist, wird mehr oder weniger auf 0 runter gefahren. Gearbeitet wird Zuhause oder gar nicht und alle paar Minuten gibt es neue Push-Meldungen mit Infos darüber, wie man die Ausbreitung von Corona glaubt, noch besser eindämmen zu können. Wo viele dachten, dass derlei Maßnahmen nur im Film vorkommen würden, sind sie mittlerweile sowas wie Realität geworden.

Und warum? Weil die Leute wie doof Klopapier gekauft und so die Panik geschürt haben!

Naja nicht ganz, aber ihr wisst was ich meine – es wurde kräftig an der Spirale gedreht und die Vernunft blieb und bleibt nicht selten auf der Strecke. Und irgendwie hab ich im Gefühl, dass uns die Hamsterkäufe noch um die Ohren fliegen werden. Denn wenn die einen zu viel haben und die anderen zu wenig … ein Großteil von uns hat eben The Walking Dead gesehen und weiß, dass Plündern zwar verboten, aber im Bereich des Möglichen ist. Würde mich jedenfalls nicht wundern, wenn die ersten wegen Scheißhauspapier Amok laufen …

Dabei ist das maximal unnötig, denn wenn man es ganz genau nimmt, brauchen wir Klopapier gar nicht. Im Grunde kann man ja wirklich die blanke Hand und Wasser nutzen, muss man halt selbige danach nur gründlich säubern. Aber ja, eklig ist es schon.

Oder man macht es wie Quilted Northern – die stellen Klopapier mittlerweile direkt aus Holz her, was auch gar nicht mal so schwer ist. Man muss das Holz nur auf eine annehmbare dicke runterhobeln, die Perforierung manuell „anbringen“ und dann kann es auch schon losgehen. Dürfte mindestens angenehm nach bearbeitetem Holz duften und so ein bisschen „Back tot he roots“ ist ja immer mal wieder angesagt:

Start remembering your bathroom experiences again with our new handcrafted toilet paper. Inspired by the makers of yesterday and today.

Vintage und man weiß danach noch sehr lange, was man auf der Schüssel wieder geleistet hat. Toll!

Wenn ich an meine Schulzeit zurückdenke, kommt mir so einiges in den Sinn – viel Positives ist aber nicht dabei. Unter anderem, dass es immer total bescheuert war, die ganzen Bücher mit sich rumschleppen zu müssen. Klar, irgendwann konnte man sich Spinde mieten, aber was da in den Pausen los war, ist mit dem Corona-Wahnsinn aktuell nicht zu vergleichen. Das war Ausnahmezustand!

Und ich hatte keinen Spind, vermutlich weil meinen Eltern das Geld dafür einfach zu schade war. Oder sie wollten, dass ich krasse Bauchmuskeln bekomme, denn der Schulranzen selbst war nicht selten weniger als 10kg schwer – Schulbücher sei Dank.

Besonders ätzend waren die Tage, an denen wir Geographie hatten. Denn neben dem normalen Schulbuch wollte auch immer der Diercke Weltatlas mitgebracht werden, damit wir da dann maximal 10 Minuten reinschauen konnten.

Ein unfassbar schwerer Klopper, vollgepackt mit – Karten. Klingt so spannend wie es ist und wird nur noch getoppt von der aktuellen Produktbeschreibung, die davon spricht, dass man mit dem Ding die Trends des 21. Jahrhunderts verstehen lernen kann (was hat denn TikTok im Atlas verloren?), ein handliches Format bekommt (das Ding hat einfach mal 30x24cm) und sogar einen Onlineschlüssel zum digitalen Premiumbereich.

Frage an dieser Stelle: Wenn man schon von Online spricht, warum dann nicht alles online anbieten und nutzen? Ich mein, das ist verdammtes Totholz, dass die Jugend damals und heute durch die Welt trägt, das braucht einfach niemand mehr. Und warum hat Bayern eine gesonderte Ausgabe?

Egal, denn eigentlich soll es hier nur darum gehen, wie man Globen (Fun-Fact: im sächsischen schnell verwechselt mit glauben – „die globen och, die ham de Weeßheit mit Löffln gefressn“) herstellt. Und wie sich das für damalige Verhältnisse eben gehörte, ist da jede Menge Handarbeit dabei. Trotz oder gerade deswegen – und wegen der großartigen Hintergrundmusik – lieb ich diese Art von Videos:

Skilled craftsmen and craftswomen demonstrate how one goes about making a world globe starting with a wooden mould and finishing with a healthy coat of varnish.

Liebe Kids: Wenn ihr mit Fridays for Future durch seid – demonstriert als nächstes gegen den Wahnsinn des Bücherschleppens. Mindestens euer Rücken wird es euch danken. Und eure Eltern, die die Scheiße jedes Jahr aufs Neue bezahlen dürfen.

Vermutlich bin ich nicht der einzige (hoffe ich zumindest), aber jedes Mal wenn ich irgendwo Maschendrahtzaun höre, muss ich unweigerlich an den Welt-Hit von Stefan Raab denken – befürchte allerdings auch einfach, dass der Großteil der Leser hier schlichtweg zu jung ist um zu wissen, wovon ich rede. Ist ja schließlich auch schon wieder alles 100 Jahre und mehr her.

Also: Ich glaube, es war 1999 als Stefan Raab schon mehrere Millionen Jahre mit TV Total im Fernsehen auftrat und dabei hin und wieder Einspieler per Knopfdruck zur Belustigung des Publikums einschob. Dabei tauchte dann auch irgendwann Regina Zindler auf, die wiederum irgendwann mal bei Barbara Salesch ihre Sternstunde erlebte, was wiederum eine Gerichtsshow war – damals sogar noch mit richtigen Fällen – also ohne Schauspieler und vorgegebenem Script.

Und genau in dieser Show gab Frau Zindler in wunderbarem Sächsisch das Wort Maschendrahtzaun wieder, was Raab anschließend dazu bewegte, einen Song rund um dieses Wort zu stricken und so alle weltberühmt machte. Oder zumindest deutlich reicher als vorher, denn der Song landete sowohl in Deutschland als auch Österreich auf Platz 1, in der Schweiz immerhin auf der 2 und verkaufte sich wohl mehr als 800.000 Mal.

Was dabei so gar kein Thema war: Wie wird eigentlich so ein Maschendrahtzaun hergestellt? Denn auf der einen Seite ist so ein Zaun recht günstig, auf der anderen beinahe schon ein absolut geniales Konstrukt, weil dennoch recht stabil.

Ziemlich genau so:

1-3mm, 25*25mm automatic roll wire mesh welding machine fed with coils

Und um noch mal auf Raab, Zindler und den Song zurück zu kommen:

I’m a lonesome rider, I’m a real tough guy,
I tell you livin’ ain’t easy but every day I try.
I’ve seen a million places. Baby I get around
with a sixpack of beer and a “Maschendrahtzaun”.

I’m a hardworking man. I dont need much in life.
I got my horse, I got my boots, a hat and a knife.
All I really need can surely be found
I need girls, I need whisky and “Maschendrahtzaun”.

Maschendrahtzaun in the morning,
“Maschendrahtzaun” late at night,
Maschendrahtzaun in the evening,
“Maschendrahtzaun” makes me feel alright.
And if I ever be king and I get a crown
then it would surely be made of “Maschendrahtzaun”

All the ladies wanna have me, I’m a handsome boy
and all the boys want me too, in especially Siegfried und Roy.
I’m a sexmachine, baby, I had more girls than James Brown,
and I fucked them all on the “Maschendrahtzaun”.

Now the time has gone by and something happened to me.
I’m only half the man I used to be.
I was the sexiest man in the whole big town
before I ripped my balls on the “Maschendrahtzaun”.

Maschendrahtzaun in the morning,
“Maschendrahtzaun” late at night,
Maschendrahtzaun in the evening,
“Maschendrahtzaun” makes me feel alright.
And if I ever be king and I get a crown
then it would surely be made of “Maschendrahtzaun”

I was also a Sheriff, I was fighting for right.
I was protecting law and order every day, every night.
I was hunting a man with a big fat Bauch.
And I caught him in the back of a “Knallerbsenstrauch”.

But now the story is over. I had a good good life.
I still got my horse, my boots and my knife.
I did a lot of travelling, but now I settle down,
at the “Knallerbsenstrauch” on the “Maschendrahtzaun”.

Maschendrahtzaun in the morning,
“Maschendrahtzaun” late at night,
Maschendrahtzaun in the evening,
“Maschendrahtzaun” makes me feel alright.
And if I ever be king and I get a crown
then it would surely be made of “Maschendrahtzaun”
then it would surely be made of “Maschendrahtzaun”
then it would surely be made of “Maschendrahtzaun”
YEAH

Damals war die Welt noch in Ordnung. Oder besser gesagt, in Ordnunger.

Mein heimlicher Traum für unser Zuhause: So viel smarter Kram und Automatisierung wie möglich. Nach Hause kommen und nur noch per Sprachbefehl („Computer – Tu dies und das …“) den Tag managen – das kann nur noch durch die Replikatoren aus Star Trek getoppt werden (nie wieder einkaufen gehen müssen!)

Das Problem nur: Das kostet alles einen Haufen Geld und die Akzeptanz bei Line ist auch eher bescheiden. Wobei es mir zu Gute kommt, dass ich eine wichtige Regel anwende: Ist es erstmal gekauft und man erlebt, wie es funktioniert, ist der Weg zur Rücksendung ein weiter. So war es mit den Sonos-Boxen, so war es mit den Fire- und AppleTV und so war es auch mit den Hue-Leuchten.

Mittlerweile haben wir in fast jedem Raum mindestens eine und nicht zuletzt Line legt großen Wert auf die richtige Lichtfarbe und Intensität – ich bin da eher das Spielkind und nutze es hauptsächlich, um sie zu ärgern.

Aber sagen wir einfach, dass der Anfang damit gelegt ist. Und spätestens seit dem letzten Video von Fynn Kliemann würd wohl der nächste Schritt sein, in irgendeinem Raum die Deckenbeleuchtung auf das nächste Level zu heben. Vielleicht sogar direkt auf das, was Youtuber Coltography kürzlich erklommen hat: Die komplette Decke fungiert quasi als Leuchtmittel und kommt mit einer netten Steuereinheit daher:

Turning my entire office ceiling into one giant lighting panel like the bat cave in Batman: Dark Knight.

Disclaimer: Do not try this yourself. This setup is a potential fire risk and not recommended. I do not leave this plugged in when unsupervised, and did this for my own curiosity and entertainment. This can void your home insurance, etc.

Wie immer: Fehlt eigentlich nur das passende Kleingeld. Und handwerkliches Geschick. Gut sieht es dennoch aus.

Ich weiß bis heute nicht so wirklich, was ich von dem ganzen Konstrukt Tesla halten soll. Auf der einen Seite sind die Autos natürlich geil, weil halt Strom und Zukunftstechnologie und überhaupt … ihr wisst schon.

Auf der anderen Seite sind die Dinger natürlich wahnsinnig teuer, aber viel mehr noch ist der Tesla-Chef, Elon Musk, ein maximaler Unsympath und lässt keine Gelegenheit aus, auch zu zeigen, wie sehr er einen an der Marmel hat.

Und abschließend kommt hinzu, dass mir das beste Elektro-Auto nichts bringt, wenn ich es Zuhause nicht laden kann und die Ladeinfrastruktur im Zusammenspiel mit zahlreichen Mitmenschen einfach nicht ausreicht/funktioniert, um in etwa gleichwertig meinen Alltag gestalten zu können, wie ich es bisher tue.

Ein schwieriges Thema, egal aus welchem Blickwinkel betrachtet und irgendwie hab ich auch bei Tesla das Gefühl, dass grob alles tatsächlich geil ist, wenn man aber mal genauer hinschaut, so einiges eben doch deutlich besser hätte sein können bzw. der Sinn fürs Detail fehlt.

So in etwa ist es auch mit dem nachfolgenden Video, bei dem wir zuschauen können, wie ein Tesla Model 3 zusammengeschraubt wird – aber so richtig viel sieht man halt eben doch nicht und ein wenig Musik hätte dem Video auch gutgetan:

Dabei machen doch gerade erst die Details alles geil und manchmal sogar perfekt …

Am Samstag war ich mal wieder beim Apple-Store, denn meine TouchBar will nicht mehr so, wie sie soll. An sich nicht weiter wild, die meisten Infos, die ich darauf angezeigt hab, waren dann doch mehr „nice to have“ denn wirklich notwendig – außer die esc-Taste. Vermutlich wär ich auch einfach so damit klargekommen, dass da nichts mehr angezeigt worden wäre, hätte mir ja Sticker mit den Tasten über der TouchBar kleben und so wissen können, wo die jeweilige Wunschtaste ist.

Das Problem war vielmehr, dass die rechte Hälfte irgendwann einfach unkontrollierbar anfing, weiß zu flackern, was gerade abends bei `’nem Film echt fies werden kann. Übergangsweise hab ich dann einfach was über die TouchBar gelegt, aber so richtig geil ist das natürlich nicht.

Lange Rede, kurzer Sinn und Ende vom Lied: Ich werd bald 500€ ärmer sein, dann aber hoffentlich Ruhe haben. Und wenn nicht, gibt es immerhin 2 Jahre Gewährleistung auf die Reparatur (und nicht nur lächerliche 90 Tage).

Keine Ahnung, wie viel Geld ArtMayer letztendlich gelatzt hat, aber wenig dürfte es nicht gewesen sein, denn dem gegenüber stehen 107 iPhones. Eine kleine Wertanlage quasi, die er aber schnell vernichtet hat – denn ihn interessieren eigentlich nur die Gehäuse, die er dann in nicht ganz müheloser Arbeit zu einer Gitarre neu zusammengeflanscht hat:

In this video, I used 107 iPhones and their empty cases to make the most unusual guitar in my life. Not a single iPhone … survived!
Surprisingly, iPhones really give a lot of hight frequencies, despite the fact that the sustain block of the guitar is made of mahogany

Und warum das Ganze? Um es zu verkaufen …

Ich geb es offen zu: ich habe keine Ahnung, wie man mit Salz vernünftig würzt. Ich mein, ich verstehe, dass wenn Salz fehlt, Essen halt anders schmeckt und manche das als fad bezeichnen – ich würd eher sagen, dass man die Produkte so belässt, wie sie halt sind, auch wenn ich den Geschmack nicht wirklich bevorzuge.

Auf der anderen Seite kenne ich natürlich auch Essen, dass hart übersalzen ist und entweder nicht mehr genießbar oder ein sehr offensichtlicher Trick, die Einnahmen durch zusätzliche Getränkeverkäufe zu steigern.

Aber wann genau ist Salz so eingesetzt, dass es irgendwie schmackhaft ist, aber das Essen eben nicht nach Salz schmeckt sondern das Salz eher als Verstärker für die natürlichen Geschmäcker der verwendeten Lebensmittel dient?

Und wenn wir schon dabei sind: Warum gibt es Menschen, die grundsätzlich zum Salzstreuer greifen, bevor sie auch nur den ersten Bissen genommen haben? Und ist das nicht direkt eine Beleidigung an den Koch? Und wie wird Meersalz überhaupt gewonnen?

Auf die letzte Frage kann ich die Antwort liefern, zumindest wenn es um die traditionelle Art in Japan geht – unerwähnt lassen möchte ich dabei, dass ich gar nicht erst auf die Idee kam, dass man Speisesalz aus Meerwasser gewinnen kann, was eigentlich total naheliegend ist.

The Great Big Story mit einer kleinen Doku über Ryoichi Toya, der Salz noch mit der traditionellen Agehama-Methode gewinnt:

To Ryoichi Toya, salt is a treasure from the sea. He’s an Agehama-style salt maker in Suzu, Japan, and his facility is one of the last to harvest sea salt using this traditional technique that is unique to the Noto peninsula. Dating back centuries, the process begins with seawater being carried in buckets from the ocean to be scattered onto a large bed of raked sand. After it sets, the salt-coated sand is scraped off and shoveled into a tank, and the process continues from there. It’s hard, manual work. But to a master like Toya, the effort pays off in sea salt that is rich in minerals and mild in taste.

Ich glaube, mittlerweile sind es beinahe an die 14 Jahre, die ich Kontaktlinsen verwende und doch kann ich mich noch ziemlich genau an das erste Mal erinnern. Das war ein ziemliches Gestocher und Gefriemel mit enorm roten Augen, aber auch einem deutlich erweiterten Sichtfeld.

Schließlich hab ich davor immer nur Brille getragen, was von Natur aus schon eine Beeinträchtigung ist, aber gerade bei schlechtem Wetter wie Regen noch mal verstärkt wird und irgendwann einfach keinen Spaß mehr macht. Außerdem schränkt es einen in seinem äußerlichen Gestaltungsspielraum stark ein.

Ich bin jedenfalls großer Fan von Kontaktlinsen geworden, wenn auch dennoch mal eine Operation fällig wird, ist ja schließlich auch eine Kostenfrage.

Um Kosten geht es im nachfolgenden Video weniger, aber dennoch um Kontaktlinsen – genauer gesagt um die Dinger, die in Film und Fernsehen zum Einsatz kommen und vorrangig visuelle Änderungen statt Sehkorrekturen hervorrufen sollen.

Sind entsprechend auch gern mal deutlich größer als die, die man normalerweise trägt, aber eben auch ein bisschen cool:

Eyeworks for Film has produced contact lenses for “Game of Thrones,” “James Bond” movies, and “Star Wars.” We visited co-director Sinead Sweeney in London to find out how the lenses are produced and even get fitted with some of our own. Actors wear contacts to change their color pigment, look older, create imperfections, or even transform into another species.

Beverly Hills optometrist Reuben Greenspoon is credited with first using lenses to augment a character’s appearance. Greenspoon was tasked with changing an actor’s eyes from natural brown to blue in 1939’s “Miracles for Sale.” He created a glazed blue-ceramic material. The lens was attached and run through a kiln to fuse the glass and ceramic together, leaving a round aperture of 4 millimeters through which actor Henry Hull could see.

Since hydrogel contact lenses went into mass production in 1971, lenses with simple color pigments have become pretty accessible. But designing and painting bespoke lenses is still an art form. Our lenses were hand-painted by award-winning Cristina Patterson of Eye Ink FX in the US and manufactured by No7.

Ich hab tatsächlich auch mal welche versucht, bei denen meine Augenfarbe geändert werden sollte – sah nicht nur scheiße aus, war auch unangenehm zu tragen.

Wenn man es etwas übertriebener ausdrücken will, dann besteht mein Job darin, Probleme zu lösen. Probleme sowohl für Kunden als auch unsere Kollegen – aber auch Probleme, die es ohne die Firma gar nicht geben würde. Dennoch, die Berufsbezeichnung Problemlöser hat schon was für sich oder?

Dabei ist natürlich die größte Herausforderung, dass jedes Problem wieder neu ist und man nur selten ein neues Problem mit der Lösung für ein altes Problem lösen kann (ansonsten ist das alte Problem halt nicht gelöst und das neue Problem ist eigentlich wieder das alte, nur in wiederholter Form. Klar soweit?)

Außer man heißt Uncle Rob. Dann ist man zwar auch Problemlöser, kann einfach alles fixen, wendet dabei aber eigentlich immer den gleichen Lösungsansatz. Aber hey, solange es funktioniert – y not?

Manchmal kann das Leben eben doch sehr einfach sein.

Schon mehrfach hab ich an diversen Stellen über Origami und was man daraus so alles machen kann, berichtet, aber es verhält sich mit dem Bloggen wie mit gut gemeinten Ratschlägen – man gibt sie gern, aber selbst befolgt man sie am wenigsten. Ist zumindest bei mir so und ich kann in den 10 Jahren, in denen die Seite hier schon existiert noch immer an beiden Händen die Male abzählen, bei denen ich über was geschrieben und es danach selbst ausprobiert hab. Aber immerhin waren es Lifehacks und haben mein Leben zumindest immer ein paar Wochen ein bisschen schöner gemacht. Soviel damit auch dazu, dass hier nicht nur Quatsch bei rum kommt.

Um Origami hab ich aber trotz dieser Postings immer einen Bogen drum gemacht, war wohl scheinbar nie gestresst genug, um das mal ausprobieren zu müssen. Außerdem sind Papierflieger ja auch weitestgehend sowas wie Origami – also hab ichs eigentlich schon praktiziert, bevor es im Internet cool war.

Allerdings nicht so cool wie das nachfolgende Video zeigt – ein Kampfflugzeug, komplett aus Papier gefaltet:

Das Endergebnis ist schon beachtlich.

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https://www.wihel.de/origamin-ein-kampfflugzeug-falten/feed/ 1
Wie Croissants gemacht werden https://www.wihel.de/wie-croissants-gemacht-werden/ https://www.wihel.de/wie-croissants-gemacht-werden/#comments Thu, 24 Oct 2019 10:04:49 +0000 https://www.wihel.de/?p=98433 Wie Croissants gemacht werden | Was gelernt | Was is hier eigentlich los?

Croissants sind schon ein sehr merkwürdiges Lebensmittel: Sie stehen für ein besonders großartiges Frühstück, dass diesen völlig unsinnigen, leichten Touch von Frankreich reinbringen soll, schmecken idealerweise sehr lecker – aber so richtig weiß niemand, ob man das Ding immer wieder in Marmelade stippt, abbeißt, stippt, abbeißt … oder doch irgendwie in zwei Hälften schneidet, um es wie ein Brötchen zu behandeln, was es ja aber nicht ist.

Außerdem: es krümelt wie Sau und stellt man sich ungeschickt an, hat man mehr neben dem Teller liegen als final im Magen. Aber darum soll es nicht gehen, sondern viel mehr um den Herstellungsprozess vorher.

Youssouf Katari, Croissant Master aus der Orwashers Bakery in New York City, gibt einen kleinen Einblick in den Herstellungsprozess und verrät, worauf es ankommt:

Learn about the buttery magic behind how croissants are made ✨

Schon nicht schlecht, so ein Croissant – aber mein regelmäßiges Roggenbrötchen am Wochenende geb ich dafür trotzdem nicht auf.