Menschen – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Mon, 01 Jul 2019 04:34:36 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.2.2 Die Buberts – Wenn Lottomillionäre verarmen https://www.wihel.de/die-buberts-wenn-lottomillionaere-verarmen/ https://www.wihel.de/die-buberts-wenn-lottomillionaere-verarmen/#comments Tue, 02 Jul 2019 10:27:53 +0000 https://www.wihel.de/?p=96447 Die Buberts – Wenn Lottomillionäre verarmen | WTF | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Vermutlich hat jeder von uns schon mal darüber nachgedacht, was er mit dem ganzen Geld machen würde, wenn er im Lotto gewinnen würde. Was man sich davon alles kaufen kann, all die tollen Sachen, die sonst für immer nur ein Traum bleiben würden und arbeiten muss man auch nie wieder. Toll toll toll.

Aber Geld allein macht nun mal nicht glücklich, das wusste Oma schon. Man muss damit auch vernünftig umgehen und wenn man sich vornimmt, es zu vermehren, schadet es nicht, wenn man ein wenig Talent in Sachen Wirtschaft und Geschäft mitbringt. Oder einfach nur nicht auf jede dämliche Idee setzt, die einem durch den Kopf spukt.

Ein wunderbares Beispiel, wie man sehr viele Dinge nicht machen sollte, sind wohl die Buberts – eine der wohl berühmtesten Lottogewinner, die Deutschland so hat. Das liegt aber nicht an den 8 Millionen, die sie mal gewonnen haben, sondern daran, dass davon einfach nichts mehr übrig ist. Und das liegt vor allem an den Buberts selbst:

Reich werden ist schwer - reich bleiben, aber noch viel mehr! Fast acht Millionen Deutsche spielen regelmäßig Lotto, immer mit der Hoffnung auf den Riesengewinn. Wer das große Los tatsächlich gezogen hat, für den beginnt aber oft ein sorgenvolles Leben.
Dass viel Geld Neider, Schnorrer und Betrüger anzieht, musste Familie Bubert aus Bad Segeberg erfahren.
Focus TV hat die Lottogewinner über Jahre begleitet und mit der Kamera dokumentiert, wie das vermeintliche Lottoglück von damals acht Millionen D-Mark die Familie zerstört hat.

Tatsächlich soll Geld aber dennoch glücklich machen. Laut Studien ist ein Einkommen von 95.000€ ideal für die Lebenszufriedenheit, zwischen 60.000 und 75.000 gibt es das emotional beste Wohlbefinden.

Das dürfte wohl eines der deutschesten Videos überhaupt sein: ein Typ sitzt in einem ICE-Abteil und das Licht ist aus. Ein bisschen Gemütlichkeit, manch einer kennt das sicherlich. Und dann kommt plötzlich ein anderer Typ rein, natürlich ohne ein Wort des Grußes, macht das Licht einfach an und beginnt sofort, wichtig in seinen Rechner zu tippen.

Es kommt, wie es kommen muss und die beiden beginnen, wie die Blöden, das Licht an- und auszuschalten. Im Wilden Westen hätte man sich vermutlich einfach gegenseitig erschossen, aber die Zeiten sind leider und zum Glück vorbei – dennoch ist das hier auf so vielen Ebenen bezeichnend und steht ganz wunderbar für die zwischenmenschlichen Probleme auf diesem Planeten.

Wer das Video aber komplett schaut, wird auch sehen: die Lösung ist relativ simpel und ziemlich naheliegend. Wait for it:

Und so wurden aus Verlierern (denn das waren beide am Anfang) doch noch Gewinner.

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So und nicht anders geht man mit Nazis um https://www.wihel.de/so-und-nicht-anders-geht-man-mit-nazis-um/ https://www.wihel.de/so-und-nicht-anders-geht-man-mit-nazis-um/#comments Mon, 17 Jun 2019 14:06:51 +0000 https://www.wihel.de/?p=96225 So und nicht anders geht man mit Nazis um | Menschen | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Bei aller Unpolitik, die ich hier versuche, wenigstens einigermaßen aufrecht zu erhalten, gibt es doch immer wieder mal Momente, in denen dieses Siegel gebrochen gehört. Allein die letzten Wahlen haben ja gezeigt, dass speziell der Osten Deutschlands ein schwerwiegendes Nazi-Problem hat. Auf die Gründe will ich dabei gar nicht erst eingehen, genauso wenig halte ich es für sinnvoll, mit Nazis zu sprechen – natürlich spielt da eine große Portion Dummheit mit rein, aber es ist nicht diese unwissende Dummheit, die sich durch Fakten und Argumente gerade rücken lässt. Nein, das ist die schlimme Form von Dummheit, gegen die man eigentlich nichts machen kann, weil sie nicht will, dass man was gegen sie macht.

Und mittlerweile leben wir ja ohnehin in einer Zeit, in der Politiker auch den dümmsten Scheiß verzapfen dürfen, ohne besondere Konsequenzen zu fürchten. Erinnert sich noch jemand an die Jahre, in denen schon unglückliche Formulierungen dazu geführt haben, dass jemand zurückgetreten ist? Das war schön oder? Aber das ist vorbei und mittlerweile darf selbst der Innenminister frei rumposaunen, dass er Gesetze besonders kompliziert macht (und mal nebenbei einfach irgendwo mit reinsneakt), damit sie niemand versteht und entsprechend in Frage stellen kann. Allein das verdient nicht nur mehrfachen Rücktritt, sondern ein Wochenende durchgängig Prügel mit dem Grundgesetz.

Aber es ist nicht alles verloren, denn nach wie vor gibt es Menschen, die den Rücken gerade machen und sich lautstark positionieren, auch direkt gegen Nazis und andere Rechtsidioten:

Schade nur, dass genau die immer noch in der Unterzahl sind. Übrigens: falls wer Twitter-Bots bauen kann, ich wünsch mir einen, der bei jedem Tweet eines CDU/CSU-Politikers (und von mir aus auch gern bei der SPD) mit „Dumm oder was?“ und bei jedem AfD-Tweet „Nein“ antwortet. Wird zwar auch nichts lösen, aber wenigstens ein bisschen ein schönes Gefühl erzeugen.

Einer der wohl wichtigsten, womöglich aber undankbarsten Jobs ist der in einer Notrufzentrale – zumindest wenn man diesem einen Film mit Halle Berry Glauben schenken will, dessen Name mir nicht einfallen will, der aber auch ein ziemlich stumpfsinniges Ende hat. Was extrem schade ist, weil der Anfang recht vielversprechend war und zeigte, dass die Jungs und Mädels in der Zentrale als Erstkontakt unfassbar wichtig sind – nicht nur was das schnelle Erfassen der wichtigsten Informationen angeht – aber eigentlich nie wissen, wie die Geschichten ausgehen und ob die ausgesendete Hilfe erfolgreich war.

Dazu kommt, dass der Job nicht sonderlich abwechslungsreich, dafür aber sicher krass stressig sein muss, immerhin geht es ja schnell mal um Menschenleben – da darf man sich keinen Hänger erlauben.

The Atlantic hat im Rahmen seiner Atlantic Selects – kurze Dokumentationen von unabhängigen Filmemachern, kuratiert bei The Atlantic - nun einen kurzen Film online gestellt, der Einblicke in den Alltag einer Notrufzentrale gibt – dabei meine Behauptungen aber nur bedingt bestätigt bzw. widerlegt. Denn aus dem Off gibt es keine Infos, was die knapp 8einhalb Minuten recht intensiv machen:

Keine Ahnung, ob man in dem Job wirklich alt werden kann.

Auch wenn ich weiß, dass wir hierzulande hauptsächlich ungiftige und recht kleine Schlangen haben, kann ich nicht gerade behaupten, dass ich ein großer Fan von den Tieren bin. Wer alle paar Wochen seine eigene Haut abstreift, kann kein cooles Lebewesen sein, schon gar nicht, wenn er dann auch noch mit seiner Zunge riecht. Und sie richtig niedlich sehen die ja auch nicht aus, wenn sie sich so durch die Weltgeschichte schlängeln – wirkt auf mich immer so, als ob die einfach nur die ganze Zeit ein Opfer suchen, dass sie vermutlich noch nicht mal fressen wollen, sondern einfach so erwürgen oder beißen – weil sie es halt können.

In Bangkok sieht das Ganze noch ein bisschen anders aus, denn dort sind die Viecher auch gern mal größer und vor allem giftiger als die Würmer, die wir hier kennen. Da kann man froh sein, dass es so Leute gibt die Phinyo Pukphinyo. Der ist eigentlich Feuerwehrmann, darf sich aber in seinem Job auch um das Fangen von Schlangen kümmern. Und das sogar so sehr, dass er mittlerweile häufiger die Viecher einfängt, als Feuer zu löschen.

Great Big Story hat ihn ein wenig begleitet und liefert so den gewohnten Einblick in einen Alltag, den wir so sonst nie bekommen hätten:

Phinyo Pukphinyo has an ordinary job with a few extraordinary requirements. As a firefighter in Bangkok, he's not only expected to save people from burning buildings but also from slithering house guests. Recently, snakes have become an everyday sighting in Bangkok, and have begun to infiltrate residents’ daily lives. Pukphinyo says he is now spending more time catching snakes than going near flames. Luckily, he loves it.

Wobei man wahrscheinlich auch sagen kann, dass es besser ist, wenn man Pukphinyo nicht kennt oder trifft – bedeutet ja, dass man gänzlich frei von Schlangenbefall ist.

Man kann ja über Julian Assange halten was man will, selbst ich bin mir nicht sicher, ob der Typ jemand ist, den man unbedingt im erweiterten Bekanntenkreis haben muss. Natürlich könnten all die Vorwürfe aus der Luft gegriffen sein und einzig und allein dazu dienen, ihn und seine Arbeit zu diskreditieren – ich glaube aber, dass da irgendwo auch ein Fünkchen Wahrheit bei sein muss. Und ja, vielleicht ist er auch einfach nur ein Arschloch, der womöglich sogar aus falschen Motiven eher aus Versehen das richtige getan hat.

Denn bei all dem Scheiß, den man so über ihn lesen kann, darf man halt auch nicht vergessen, dass er es war, der diverse Machenschaften von Geheimdiensten und Regierungen an die Öffentlichkeit gebracht hat, die eigentlich geheim bleiben sollten – was ja grundsätzlich immer absurd ist, sollten Regierungen doch für das Volk arbeiten, von dem sie gewählt wurden. Aber die Diskussion kann man vermutlich endlos führen und solange Menschen dazu gehören, wird es wohl niemals so funktionieren.

Viel Text für wenig Aussage (einer meiner Spezialitäten), die ein Martin Sonneborn natürlich deutlich kürzer und mehr auf den Punkt bringen kann:

Nach zwei Bieren bin ich Montagabend noch mal schnell in Straßburg ins Parlament gegangen, habe eine Unterschrift abgegeben und eine letzte (kurze) Rede gehalten. Thema: Whistleblowing, Mord & Totschlag, Brexit & Assange etc.

Und wie absurd es für die etablierten Parteien ist, dass lediglich ein Martin Sonneborn bzw. Die Partei eine derlei klare Haltung vertreten, darf jeder für sich selbst beantworten.

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Martin Sonneborn über seine Karriere & Europa https://www.wihel.de/martin-sonneborn-ueber-seine-karriere-europa/ https://www.wihel.de/martin-sonneborn-ueber-seine-karriere-europa/#comments Thu, 11 Apr 2019 10:31:17 +0000 https://www.wihel.de/?p=95440 Martin Sonneborn über seine Karriere & Europa | Menschen | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Wenn mich nicht alles täuscht, stehen demnächst wieder Wahlen an, was in Anbetracht des ganzen Artikel 13-Debakels ja beinahe schon ironisch ist. Wobei man auch locker behaupten kann, dass das gesamte Handeln der aktuellen Regierung nur noch mit Ironie zu erklären ist – zumindest fällt mir nicht ein Punkt ein, der bisher umgesetzt wurde und in irgendeiner Form das Leben der breiten Wählerschaft verbessert hat.

Aber spätestens nach dem Desaster um Uploadfilter und Co. und dem direkten und ungeschönten Bruch des Koalitionsvertrages ist auch die SPD für mich unwählbar geworden (die CDU war es schon immer und der Rest war bisher nie der Rede wert). Die Erkenntnis ist recht erfrischend und eigentlich schön – ist ja immer gut, wenn man Entscheidungen guten Gewissens getroffen hat bzw. treffen kann.

Das Problem ist: mir gehen die Optionen aus. CDU raus, SPD raus, FDP find ich lächerlich, die Linke kann man nicht ernst nehmen und die Grünen wirken gerade am vernünftigsten, aber wer weiß, wann die wieder ihren Rappel bekommen? Und alles andere ist grundsätzlich zu klein, als dass es was ausrichten könnte (hier fehlt bewusst die Erwähnung der AfD – Nazis sind grundsätzlich raus).

Aber vielleicht sind es gerade die Kleinen, die mehr Aufmerksamkeit brauchen, so unwählbar sie zum Teil auch erscheinen mögen – schließlich ist es ja auch recht absurd, dass ausgerechnet die Partei DIE PARTEI – eigentlich eine Satirenummer – noch am vernünftigsten zu agieren scheint, was nicht selten auch direkt mit Martin Sonneborn zusammenhängt.

Und genau der hat sich mit Jung&Naiv getroffen und über eine Stunde lang gequatscht – eine Stunde, die man ruhig mal investieren kann:

Der PARTEI-Vorsitzende kehrt zurück, weil er ein Buch geschrieben hat und es promoten will. Da sagen wir nicht Nein und sprechen stattdessen mit Martin Sonneborn erstmal über seinen langen Weg in die Spitzenpolitik: Wie ist Martin Sonneborn aufgewachsen? War er schon als Kind und Jugendlicher satirisch unterwegs? Warum hat er gerade so das Abi geschafft? Wieso ist er zur Bundeswehr gegangen? Warum hat er eine Ausbildung gemacht? Und weshalb hat er nur 15 Semester studiert?

Tilo spricht mit dem Europaabgeordneten über politische Parteien: Warum wollte Martin alles mal ausprobieren? Wie kam es zur PARTEI-Gründung? Wann hat er angefangen sich erstmals für Europa zu interessieren?

Es geht um Martins Lehren aus fünf Jahren Europaparlament: Wieso ist es für alle EuropäerInnen sinnvoll Martin als Abgeordneten zu haben? Was sollte sich konkret in der EU ändern? Was kann so bleiben? Ist eine EU-Revolution tatsächlich an der Wahlurne möglich, wenn einfach andere Parteien gewählt werden würden? Und wie geht's jetzt mit Elmar "Brocken" weiter?

Noch kurz zurück zur Wahl: so schwierig auch die Entscheidung für eine Partei sein mag – gar nicht wählen gehen wäre noch schlimmer. Nicht, weil man dann doof ist, sein Wahlrecht – für das andere gekämpft haben – wegwirft oder die Demokratie nicht zu schätzen weiß. Sondern weil es den Nazis und allen anderen Hinterwäldlern in die Karten spielt.

Ich meine, ich habe diese Doku schon mal vor einer Weile irgendwo gesehen, vielleicht sogar im linearen Fernsehen, dass wir früher immer geschaut haben, weil uns keine Alternativen zur Verfügung standen. Ich weiß, klingt verrückt, aber so war das damals, kurz nach der Jahrtausendwende.

Ich kann mich aber nur noch bruchteilhaft daran erinnern und vielleicht ist wieder das passiert, was mir in jüngster Vergangenheit auch beim Sportstudio im ZDF passiert, wenn ich mal wieder keine Sportschau in der ARD gucken konnte – ich bin einfach eingeratzt.

Line kommt dann immer an und sagt, ich soll doch einfach ins Bett gehen, aber was weiß die schon – ich hab schließlich nur mal kurz ein bisschen länger geblinzelt. Und das in der letzten halben Stunde der Ton aus war ist ja auch mehr Gerücht als Wahrheit …

Zurück zum Thema: das Video selbst hab ich in Gänze noch nicht gesehen (oder vielleicht doch – siehe weiter oben), will es mir hier aber mindestens für später mal hinkleben. Kommt doch ohnehin nur Quark im Fernsehen:

Beim Durchscrollen hat sich zumindest schon gezeigt: Menschen sind ziemlich bescheuert. Und damit mein ich natürlich nicht die Feuerwehrmänner, sondern die alte im Auto und alle anderen, die da blöd drum rum stehen und gaffen müssen.

PS: Hier gibt es noch eine kleine Doku zum Thema Feuerwehr.

Ich glaube, ich hatte schon mal in der Vergangenheit einen Beitrag zum Kältebus – ob Berlin oder Hamburg, weiß ich gar nicht mehr und ja, ich könnte es auch nachgucken, bin aber genauso faul wie ihr. Spielt am Ende auch keine Rolle, denn es zählt ja, dass es derlei Aktionen überhaupt gibt. Und auch wenn ich der Meinung bin, dass eigentlich niemand auf der Straße leben müsste, hab ich doch die eine oder andere Dokumentation schon gesehen, die gezeigt hat, dass man sehr schnell in einen Teufelskreis geraten kann, aus dem man nicht mehr ohne Hilfe herauskommt.

Dazu kommt, dass die Temperaturen wieder hart gefallen sind, was die Kältebusse in den hiesigen Städten umso wichtiger macht. Dennoch find ich es immer wieder traurig zu sehen, wie klein doch der Teil ist, den sie damit erreichen bzw. womit sie helfen können. Aber es ist eben besser als gar nichts und wenn die Politik versagt, sind es genau solche Dinge, die umso wichtiger sind. Robin aka RobBubble von follow me.reports hat eine Einsatzfahrt eines Kältebusses in Berlin mitgemacht:

Obdachlos zu sein - das allein ist schon ein hartes Leben. Im Winter kommt dann noch die Kälte hinzu. In Berlin leben rund 20.000 Menschen ohne Dach über dem Kopf. Draußen bei solch niedrigen Temperaturen zu übernachten ist jedoch lebensgefährlich! Zum Glück gibt es daher Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren und die Obdachlosen vor dem Kältetod retten.

In Hamburg gibt es unter anderem den Kältebus der Alimaus – weitere Infos dazu an dieser Stelle.

Es war einer der schlechtesten Witze, die man machen kann und kam dazu auch noch von meinem ehemaligen Geografie-Lehrer: auf die Frage, wo Amerika liegt, gab es immer zwei richtige Antworten. Die naheliegende, die die US of A meint und ein kleines Dorf (bzw. richtiger ein Stadtteil von Penig) in Sachsen. Je nach Tagesform waren entweder beide Antworten tatsächlich richtig oder man konnte einfach nur falsch liegen, weil er jeweils das andere Amerika meinte. Lehrerwitze eben, die fand noch nie eine Spezies witzig außer die Lehrer selbst. Und meist dann auch nur der, der den Witz gemacht hat.

Lirumlarum, es gibt also tatsächlich ein Amerika auf deutschem Boden und das liegt so ziemlich mitten in Sachsen, zumindest wenn man die Höhe des Bundeslandes betrachtet - längsmäßig liegt Amerika recht nah an der westlichen Grenze und man merkt hoffentlich schon, dass ich mich bewusst mit den geografischem Kram länger aufhalte als nötig, denn viel gibt es über Amerika nicht zu erzählen.

Es ist schlichtweg recht klein (laut Wikipedia gibt es 76 Einwohner) und ging mehr oder weniger aus einer Baumwollspinnerei hervor. Und das war es dann auch schon - zumindest fast. Denn Nikita Teryoshin hat es dennoch geschafft, eine kleine Doku über den Ort zu drehen und es ist nicht nur der Dialekt, der bei mir wieder die Heimatgefühle hervorkitzelt, sondern auch die Liebe für genau solche Dokumentationen:

Eine multimediale Dokumentation. April/Mai 2011