Martin
Klischee-Bestätigung: 7 Tage in der Bürgerwehr | Was is hier eigentlich los?
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Klischee-Bestätigung: 7 Tage in der Bürgerwehr

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Neuestes Hobby: Bürgerwehr. Denn schließlich war es schon cool, gegen Frankenstein mit Fackeln und Mistgabeln zu ziehen und sowieso lehrt uns die Geschichte ja, dass nur Gutes dabei herauskommen kann, wenn ein Mob durch die Straße zieht.

Ich kenne nicht ein Beispiel, bei dem Bürgerwehren positive Effekte gebracht haben (ich hab allerdings auch nicht intensiv gesucht), was vermutlich allein schon damit zusammenhängt, dass eine Bürgerwehr keine anderen Rechte hat, als du und ich.

Kurzum: es ist ziemlicher Murks, eine Bürgerwehr zu gründen oder bei einer mitzumachen – außer natürlich, man möchte sich wieder auf das zeitliche Niveau des Mittelalters begeben. Und doch ist das der neue endgeile Scheiß, wenn es darum geht, die Menschheit vor den bösen Flüchtlingen zu schützen.

Der NDR hat Frida Thurm und Hans Jakob Rausch 7 Tage mit auf Streife geschickt und die Eindrücke in Bewegtbild festgehalten. Wichtig vorab zu wissen ist, dass die das alle wirklich ernst meinen:

Diebstähle? Nicht mehr in Lawitz! In dem kleinen Ort in Brandenburg zieht sich Nacht für Nacht eine Gruppe Dorfbewohner Warnwesten an und geht auf Streife. Frida Thurm und Hans Jakob Rausch sind ‎7 Tage mitgelaufen. Wer sind die Fremden, vor denen sich die Bürger schützen? Ist die Streife Geisterjagd oder Ausdruck echter Bedrohung? Und ist das jetzt so eine rechte Bürgerwehr, die in Brandenburg immer wieder in der Kritik steht?“

[via]

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