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Leben auf der Raststätte - Sprinterkolonnen aus Osteuropa | Was is hier eigentlich los?
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Leben auf der Raststätte – Sprinterkolonnen aus Osteuropa

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Ich gehör auch zu den Leuten, die ein sehr gespaltenes Verhältnis zur Deutschen Post haben, wobei es klar in die negative Richtung geht – es gibt genug Beiträge hier auf wihel.de, die ein Lied davon singen. Wenn mal wieder Sendungen einfach verloren gehen oder wochenlang in irgendeiner Ecke eines Lagers festhängen, wenn der Zusteller es mal wieder nicht schafft, die Klingen zu betätigen oder – so wie es mittlerweile ständig vorkommt – Sendungen gar nicht erst ausgefahren werden, dann neige auch ich dazu, in Schimpftiraden zu verfallen und in den heiligen Post-Krieg zu ziehen.

Was soll man aber auch anderes tun, wenn die erwartete Dienstleistung einfach nicht erbracht wird und man gleichzeitig nur von Preiserhöhungen zu hören bekommt? Woran aber nur die Wenigsten denken: Schicksale, die noch weit aus mehr unter dem System leiden als wir, die sich über verspätete oder verloren gegangene Pakete Ärgern.

Die Rede ist von den zahlreichen Sub- und Sub-Sub-Unternehmern, die für die Post arbeiten. Ein schon perfides System, bei denen Fahrer in ihren Heimatländern angestellt werden und damit weder dem Mindestlohn unterliegen, noch anderen gesetzlichen Regelungen:

Osteuropäer fahren rund um die Uhr für einen Hungerlohn Waren durch Deutschland. Angestellt werden sie in ihrem Heimatland – für umgerechnet 300 Euro im Monat.

Das Einfachste wäre nun, auf die osteuropäischen Arbeiter zu schimpfen, die den ganzen Spaß mitmachen und sich ausbeuten lassen. Bekanntlich stinkt der Fisch aber immer zuerst vom Kopf her.

[via]

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Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert.
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  1. auch das ist ein Teil vom viel gerühmten EUROPA, die Löhne von uns gehen in den Keller, andere versklaven sich und jeder Verantwortliche schaut zu…auch unser Staat der ja immer noch ein Mitbesitzer von DHL ist..denn die Gewinne stimmen ja so in Deutschland, leider die Löhne und Renten nicht…

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