Line, sag mal was zu… Urlaubsvorbereitungen

Line, sag mal was zu... Urlaubsvorbereitungen

Ja, ihr habt richtig gelesen: Urlaubsvorbereitungen. Das bedeutet, dass Martin und ich tatsächlich in den fahren werden. Wohin wird erst nächste Woche verraten, also haltet die Augen offen nach dem nächsten „Line, sag mal was zu…“-Beitrag. Manch einer von euch fragt sich sicher, was man für den den großartig vorbereiten sollte. Unterhose, Zahnbürste und Handtuch in die Tasche geworfen und ab dafür. Falls man weiter wegfahren will, muss man zusätzlich noch die richtigen Dokumente zusammensuchen und eventuell einen neuen Personalausweis beantragen. Wer weiß, vielleicht sind die sechs/zehn Jahre ja schon wieder rum. Guckt lieber mal schnell nach. Aber

Wenn meine Familie früher in den Urlaub gefahren ist, dann war das vorher Stress pur. Meine Mutter wollte immer das gesamte Haus blitzblank putzen und aufräumen, der Rasen musste vorher noch mal gemäht werden und Unkraut könnte man eigentlich auch noch mal jäten. Falls jemand einbricht, soll es wenigstens ordentlich aussehen und nicht wie bei Hempels unterm Sofa. (Btw. Heißt hier jemand Hempel? Sieht das bei euch wirklich so schlimm aus, wie immer alle sagen? Muss ein reines Schlachtfeld sein…)

Als Kind hab ich meine Mutter kein bisschen verstanden und war reichlich genervt von dieser Hysterie vor dem Urlaub. Wozu in aller Welt soll ich mein Zimmer aufräumen und Staub wischen, wenn ich nach dem Urlaub mein Spielzeug auf dem Fußboden ausbreite (um es wegzuräumen natürlich) und es sowieso wieder so aussieht wie vorher? Dann hab ich nicht mal was von der Ordnung gehabt. Anstrengung ohne was dafür zu bekommen war damals nicht so mein Ding. Letztendlich haben wir aber alle immer gemacht, was verlangt wurde und konnten am Tag darauf mit einer beruhigten Mutter in den Urlaub fahren.

Mittlerweile, wo ich mit Martin in einer eigenen Wohnung wohne und wohl auch irgendwie erwachsener geworden bin (Zum Glück, alles andere wäre auch traurig), versteh ich meine Mutter tatsächlich. Viele Familien und Freunde in meinem Umkreis lassen einfach alles stehen und liegen und fahren dann in die Ferien. Natürlich achtet man darauf, dass keine verderblichen Lebensmittel mehr offen rumstehen. Aber ansonsten – wozu das Bett frisch beziehen, Staub wischen oder Staubsaugen? Die Begründung meiner Mutter ist ziemlich einfach und auch sehr schlüssig: Wenn sie aus dem Urlaub kommt, dann will sie schließlich nicht gleich wieder putzen oder Gartenarbeit erledigen müssen, sondern den Urlaub praktisch in Ruhe ausklingen lassen. Sonst kommt man ja nachhause und der Alltag hat einen sofort wieder und die Entspannung ist futsch.

Deswegen werd ich meine (fast) freie kommende Woche dazu nutzen, hier aufzuräumen, zu putzen, die Betten frisch zu beziehen und zu waschen. Alles, was ich eben in der Lernphase nicht so richtig geschafft hab. Auch wenn ich es tatsächlich lieber gemacht hätte als gelernt. Manchmal zumindest.

Ansonsten muss man für die Urlaubsvorbereitung natürlich diverse Listen erstellen. Hab ich schon mal erwähnt, dass ich es liebe, Listen zu schreiben? Ich bin ein absoluter Listen-Mensch. Ich brauche natürlich eine Packliste für Klamotten, eine Packliste für sonstigen Kram, eine Packliste für Kosmetik/Pflegeartikel, eine Liste für meinen DM-Einkauf, den ich vor dem Urlaub tätigen werde, eine Liste, was in der Wohnung alles gemacht werden soll, bevor wir fahren, eine Liste für die Reiseverpflegung auf der Fahrt, eine Liste, was für Listen ich so anfertigen muss und so weiter.

Und damit ihr aus diesem Artikel auch noch etwas mitnehmen könnt und euch nicht schon wieder denkt „Was diese Line so reeeedet…“, hier noch fünf Dinge, die man vor dem Urlaub bezüglich der Wohnung/ des Hauses nicht vergessen sollte:

  1. Stecker von TV, PC, Kaffeemaschinen, Radios und anderen Elektro-Geräten (bei allem Unnötigen) rausziehen und nicht auf Stand-By geschaltet lassen. Das spart Strom und damit Geld.
  2. Lasst die Geschirrspülmaschine und die Waschmaschine offen stehen, damit sich die Feuchtigkeit nicht in den Geräten sammelt und sich die Bakterien darin vermehren wie Bakterien es eben gern tun. Gleichzeitig natürlich auch kein benutztes Geschirr in der Geschirrspülmaschine stehen lassen. Dann muss man wohl doch dieses eine Mal im Jahr per Hand abwaschen.
  3. Lasst die Zimmertüren offen stehen, damit die Luft besser zirkulieren kann und sich auch hier nicht zu viel Feuchtigkeit (zum Beispiel im Schlafzimmer) in den Wänden/Böden/Möbeln und sonst wo absetzt.
  4. Für abends vielleicht eine Zeitschaltuhr bei der Wohnzimmerlampe oder auch im Schlafzimmer aktivieren. Dann sieht es wenigstens so aus, als wäre jemand zuhause. Macht im Winter aber mehr Sinn als im Sommer.
  5. Falls ihr eine Tageszeitung abonniert habt, kann diese während des Urlaubs abbestellt werden oder sogar nachgesendet werden zum neuen Aufenthaltsort. Kommt natürlich ganz drauf an, wo ihr euch befindet.

So, ich werd mich mal an die ersten wichtigen Listen machen. Bis zur nächsten Woche ist immerhin noch so einiges vorzubereiten, damit wir ganz entspannt in den Urlaub fahren und vor allem auch aus dem Urlaub wiederkommen können.

Über Line

Sängerin, Gelegenheitsgenießerin, Fotografie-Liebhaberin, manchmal eine Herausforderung, literaturbegeistert, verrückt nach Sommer, Sonne, Strand und Meer, moralisch flexibel und gekommen, um zu bleiben. Alle Beiträge von Alina ansehen.

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    21.07.2014 -
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