Mit Jim Beam nach München

Mit Jim Beam nach München

Mit Jim Beam nach München

Letzte Woche war es soweit: nach mehreren Monaten endlich mal wieder nach München. Auf der einen Seite hielt sich meine Freude stark in Grenzen, denn es gibt deutlich schöneres, als 6 Stunden mit dem ICE durch Deutschland zu gurken. Immerhin konnt ich mal meine HotSpot-Flat ausprobieren, die ich ja nun auch schon seit einigen Monaten bezahle, für die ich aber noch nie wirklich Verwendung dafür gefunden habe. Ich muss sagen, das lief erstaunlich gut – zumindest bis Kassel, danach war Schicht im Schacht.

Warum also nun an einem Wochenende 12 Stunden mit dem Zug fahren? Weil Jim Beam geladen hat. Gut, ich gebe zu, das allein war noch nicht der volle Grund, sondern die exquisite Auswahl an Bloggern (naja und ich halt) hat sein übriges getan. Denn neben mir war auch noch Ben, Thomas, Johannes & Nicole, Pascal, Maik und Christoph dabei – ausgezeichnete Top-Menschen, die jeder mal getroffen haben sollte.

Was also ging nun ab in München? Die Einladung galt für die Barschule München, die unter anderem von Matthias Knorr gegründet wurde – zweifacher deutscher Meister, mehrfacher Rekordhalter und obendrein relativ dialektfrei. Eben einer, der wirklich was von seinem Fach versteht, wie wir an diesem Abend feststellen konnten.

Los ging es mit einem recht leckeren Begrüßungsgetränk, irgendwas mit Whiskey Sour und Orange – so genau muss man das ja nie wissen, Hauptsache es schmeckt. Anschließend durften wir direkt mal prüfen, wie gut denn unsere Geschmacksknospen funktionieren und ob wir in der Lage sind, diverse Whiskey-Sorten überhaupt unterscheiden zu können. Um es kurz zu machen: meinen Geschmackssinn könnt ihr nicht mal verkaufen, wenn ihr ein Fabergé-Ei dazu packt (übrigens auch ganz wunderbar als Behältnis für Alkoholika geeignet – kostet dann nur ein bisschen mehr). Ein Trauerspiel vor dem Herren, aber dank dem Begrüßungsgetränk war man ja sowieso recht schmerzfrei.

Mit Jim Beam nach München

Es folgte quasi das gleiche Spiel nur mit Duftessenzen und der Nase. Das sieht dann so aus, dass man ein Glas bekommt, in das ein bis zwei Tropfen getan werden und dann wird einem das Hirn durchgeblasen. Unfassbar, dass diese kleinen Mengen so intensiv riechen können – aber lief bei mir deutlich besser als beim Geschmackstest. Bei 6 von 6 Falschen im vorhergehenden Test konnte ich hier mit lediglich 2 von 10 (waren es 10? Zählen war an diesem Abend eher so meh) Fehlern recht okay abschneiden. Hat mir tatsächlich auch mehr Spaß gemacht, obwohl es schon sehr schwierig ist, sich nur auf den Geruchssinn zu verlassen. Schokolade ist zum Beispiel echt schwer zu erriechen, wenn man es nicht sieht.

Danach folgte ein wenig Theorie-Unterricht zur Geschichte des Whiskeys, der Wortbedeutung und den unterschieden zwischen amerikanischem, schottischem oder auch japanischem Whiskey. Durchaus interessant – wenn man nicht gerade neben Ben sitzt. In der letzten Reihe. Mit Alkohol. Es folgten weitere Verköstigungen diverser Sorten und so langsam konnte ich auch ein ungefähres Gefühl für die einzelnen Geschmacksrichtungen entwickeln – genauso wie die Erkenntnis, dass ich tatsächlich Whiskey nicht zwingend pur haben muss. Immerhin: wir haben den Bloggers Blend erfunden – ein äußerst genüsslicher Tropfen mit zahlreichen Facetten und natürlich nur dem besten aus den diversen Sorten.

Anschließend begann der wirklich spaßige Teil des Abends: wir durften selber mixen. Den Anfang machten Ben und Thomas als Team-7 und wagten sich an den Jimmy’s Chocolate. Ein sehr leckerer Cocktail mit Zitronensaft, Schokoladensirup und Eiweiß. Ging runter wie Öl und die Gläser hätten gern größer sein dürfen.

Mit Jim Beam nach München

Es folgten Maik und ich als Team Win mit dem Jimmy’s Best (Zimt, Pflaumenbitter und Orangenbitter), der Spicy Devil von Pascal und Christoph (Limettensaft, Johannisbeerrispen, Vanillesirup, Chilischote und Sahne – wenn man den nicht schnell genug macht, brennt der zwei Mal und das so richtig) und – das Highlight für mich – der Hot Honey von Johannes und Nicole mit Pflaumenmus, schwarzem Tee, Zitrone, Zimtsirup und Vanillesirup. Besonderheit dabei ist, dass man den tatsächlich heiß zubereitet.
Wie gesagt, hätte gern mehr von allem geben dürfen.

Insgesamt ein wirklich toller Abend mit fantastischen Menschen und den Erkenntnissen, dass nicht nur verdammt viele Sorten hat, pur durchaus trinkbar ist, aber gerade in Cocktails richtig gut funktioniert. Dafür haben sich die Stunden im Zug definitiv gelohnt.

Wer die Rezepte gern zu Hause mal ausprobieren möchte, schaut idealerweise hier vorbei. Und da ich besser im Trinken als im Fotografieren bin, empfehle ich euch nun explizit noch mal die Beiträge von Ben, Nicole und Thomas – dort gibt es nämlich auch vernünftige Bilder. Auf den unvernünftigen bin ich drauf.

Vielen Dank an dieser Stelle an Jim Beam für die Einladung und Maik fürs eintüdeln. Sollten wir öfter machen, schließlich muss der Geschmackssinn noch verbessert werden.

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Martin

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