Mumford & Sons – Babel | Eine Minimal-Rezension

Mumford & Sons – Babel | Eine Minimal-Rezension

I will wait hatte ich ja dank tape.tv schon vor ein paar Tagen hier und wer mich kennt, weiß auch, dass ich mehr als gewartet hab auf das neue Album. Mit neuen Alben ist das immer so eine Sache – da schwingt auch Angst mit. Das letzte Album eines Künstlers fand man vielleicht noch mehr als Klasse … aber wie wird das neue Album wohl werden? Was, wenn es so richtig scheiße ist? Wenn diese Perfektion eines Künstlers und seiner Musik einen irreparablen Knacks bekommt? Wo soll man denn dann hin mit seiner Musiksucht?

Weiter die alten Alben hören würde gehen, befriedigt aber nur noch bedingt, denn man weiß – da gibt es etwas Neues, die haben sich auch irgendwie weiterentwickelt, wenn auch in die subjektiv falsche Richtung.

Natürlich kann das neue Album aber auch Überklasse werden und alles Vergangene in den Schatten stellen oder direkt vom Erdenteller kicken. Dann wiederum fragt man sich auch mal schnell, warum man noch die alten Platten hören sollte, wo doch die neue umso vieles besser ist.

Ihr seht – nicht so einfach mit einem neuen Album, allerdings auch nur, wenn man so bescheuert ist wie ich. Aber nun zum eigentlichen Punkt: ich hab es endlich geschafft, mir das komplette Album von Mumford & Sons anzuhören. I will wait war schon klasse und hat mir so manchen Gänsehaut-Moment geschenkt (wenn auch nur in Verbindung mit dem Video) – allerdings auch nur die Live-Version. Das ist zugegeben nicht schwer, ich find Live grundsätzlich besser und so hat die Studio-Version auch ein wenig enttäuscht, das muss man ruhig sagen.

Im Musikexpress las ich neulich noch, dass Mumford & Sons finden, dass die neue Platte ein wenig düsterer klingt. Schwer vorstellbar – wie soll denn ein Banjo düster klingen? Eben.

Also kurz und schmerzlos mein Fazit der Platte: sie klingt eigentlich wie die Sigh No More. Das ist nicht schlecht, dass ist sogar ziemlich gut, denn so kann man schon mal nicht viel verkehrt machen. Hört man aber genauer hin, muss man doch zugeben – hier und da klingt es tatsächlich düster. Daher lehne ich mich sogar soweit aus dem Fenster und vergleiche Mumford & Sons mit Apple: das neue Album ist nicht innovativ, behält aber gleichzeitig nahezu alles Gute vom Vorgänger bei und setzt an den richtigen Ecken mit dem Feintuning an. Das Ergebnis: eine gute Platte, bei der man schon vor dem Kauf weiß, was man bekommt und sich tatsächlich drauf freuen kann – eine Platte, bei der man vor dem ersten Hören keine Angst haben muss.

Wer mal reinhören will, hier mit dem tollen Spotify-Player, den ich schon immer mal einbinden wollte:

Über Martin

Martin
Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert. Alle Beiträge von Martin ansehen.

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