myLove

Da aktuell mehr in meinem Leben passiert, als es beim HSV von Nöten wäre, mal etwas, das ich schon seit längerem vor hatte und immer wieder aufgeschoben hab: Apps.

In meinem Sammelsurium befinden sich etwas mehr als 1.000 Apps – beruflich bedingt, aber man kann ruhig sagen, dass ich in der Hinsicht den Längsten hab. Ich gebe zu, da ist mehr Müll dabei als unter der Wählerschaft der NPD, aber hin und wieder auch mal eine echte Perle. Und die gibts jetzt hier nach und nach, mal mehr mal weniger. Endlich wieder Futter für die iPhone-Kategorie.

myLove

Wir fangen an mit myLove – quasi der Rettung für jede Beziehung, besonders der von Männern.

myLove ist eigentlich nichts weiter als eine Memo-App, nur das man sich alles aufschreiben kann, was für, am, um und im Partner wichtig ist. Die Jungs (und bestimmt auch frustrierten Mädels – ich wette, auf deren Haufen ist der Mist gewachsen) sagen selbst zur App:

Männer können aufmerksam zuhören und merken sich alle Details zu ihrem Partner. Zumindest seit es die myLove App gibt.

Überrasche deinen Partner: Du denkst an den Jahrestag eures ersten Kusses und entführst sie in das kleine Restaurant, das sie schon immer mal besuchen wollte. Du bestellst wie selbstverständlich den Rotwein, den ihr bei eurem ersten Treffen getrunken habt und weist den Kellner darauf hin, dass sie keine Kapern auf der Pizza mag. Dann überreichst du ihr ein kleines Päckchen, auf der Karte steht ein romantisches Zitat ihres Lieblingsautors. Darin befinden sich Dessous ihrer französischen Lieblingsmarke, natürlich genau in ihrer Größe. Wenn der Akku deines iPhones geladen ist, ist das nur der Anfang eines wunderbaren Abends…

Der Aufbau der App ist dabei recht simpel und – ich sag es wirklich – liebevoll gemacht. Unter Profil legt man – so überraschend wie Sauerkraut – ein paar Daten des Partners an. Kann definitiv nicht schaden, wenn man bei Kik spontan nach Unterwäsche stöbert.

myLove

Love & Hates erklärt sich ebenfalls von selbst: bei ersterem kommt Desperate Housewives rein, bei letzterem Schulmädchenreport 1-48. Also alles reintackern, was die Angebetete(n) rein zufällig und beiläufig als getarnte Bemerkung fallen lässt – schon seid ihr auf der sicheren Seite.

Unter Geschenke fast das selbe: die Dame wünscht sich etwas und sagt beim Stadtbummel nur „joa, is ganz ok“ –> sofort das iPhone zücken und unter Geschenke notieren. Andernfalls bleibt tatsächlich nur destiliertes Wasser von der Tankstelle als Jahrestagsgeschenk. Kommt allerdings nur minder gut an, ich habs ausprobiert.

Unter Kalender kann man irgendwelche Termine eintragen, die man als Mann eher sekundär priorisieren würde – Geburtstag, Hochzeitstag, der erste Besuch beim Gynäkologen oder das erste Mal, als man gemeinsam bei Aldi Kaffeefilter rauchte.

Bleiben zum Schluss noch die üblichen Settings – auch nichts Wildes. Ob man den PIN-Schutz tatsächlich benötigt, wage ich zu bezweifeln, denn ich kann mir schwer vorstellen, dass Madame es hinnehmen würde, die App zu entdecken, aber beim PIN dann freiwillig aufzugeben. Frauen sind doch grundsätzlich neugieriger als die GEZ.

Sicherlich, nicht jeder braucht die App – Gabi Linkehand soll ja bekanntlich sehr pflegeleicht sein – aber es reicht doch schon eine Situation aus der Beschreibung der Entwickler um wirklich richtig zu punkten oder? Besonders nach der Sache mit dem Geschenk von der Tankstelle, glaubt es mir.

Die App gibt es hier fürn Apple und n I – oder eben 1,59€.

Ein paar mehr Screenshots:

Über Martin

Martin
Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert. Alle Beiträge von Martin ansehen.

Sag was dazu!

Ping- und Trackbacks

Kürzlich