Nun auch in Dresden: Illegale Blumenbeete

Nun auch in Dresden: Illegale Blumenbeete

Hach , was stimmt nur mit dir nicht? Als gebürtiger Leipziger kann ich mich einer gewissen Antipathie nicht erwehren, aber gerade was am 03. Oktober in der Landeshauptstadt passierte, kann auch ich nicht gut heißen – irgendwie färbt der ganze Mist ja dann doch auch auf andere Sachsen ab und somit leider auch auf meine Lieblingsheimatstadt. Was war passiert? In der Nacht auf den 03.10. wurden Polizeifahrzeuge in Brand gesetzt, die Vollpfosten von Pegida haben mal wieder für Stunk gesorgt und auch der eine oder andere Politiker wurden nicht unbedingt mit Beifall und Jubelrufen begrüßt.

Und auch das nachfolgende Video hilft nicht gerade dabei, Dresden in ein besseres Licht zu rücken, obwohl es die Stadt mittlerweile echt nötig hat. Im Grunde geht es um genau das Gleiche, was wir auch schon in Hamburg erlebt hatten: illegale Blumenbeete. Denn jeder weiß: wenn man die rechte Sippe schon nicht in den Griff bekommt, dann sind Grünanlagen – oder wie es korrekt heißt: Straßenbegleitgrün – besonders schützenswert.

Im Mittelpunkt steht Kirschnee Pillay, die ein kleines Häuschen in Dresden besitzt. An ihrer Straßenecke gibt es ein kleines Fleckchen grün, dass eigentlich ziemlich verwahrlost war. Die Vorzeigehausfrau von Welt denkt sich da natürlich: Mensch, das sieht ja mal kacke aus – das mach ich jetzt schön. Haben schließlich alle was von.

Seit 10 Jahren macht sie das schon so, hat Blumentöpfe und Vasen organisiert, Pflanzen gepflanzt, sogar einen kleinen Elefanten aufgestellt und kümmert sich liebevoll darum. ABER DAS DARF SIE JA GAR NICHT!!!!111 So denkt zumindest das Straßen- und Tiefbauamt Dresden.

Das hat schließlich einen Bebauungsplan und was da drin steht, das soll gefälligst auch eingehalten werden. Man muss sich nur mal überlegen, was passiert, wenn jetzt alle damit anfangen, den öffentlichen Raum zu verschönern und dem Unkraut den Kampf anzusagen. Das geht so nicht. Schon gar nicht, wenn grüne Pflanzen nicht zu einer grünen Hecke passen.

Aber Frau Pillay ist nicht doof und denkt sich: ach, dann leck doch die Katz am Mors, dann kauf ich das Stückchen Land einfach. Dan darf ich wenigstens auch legal meine Pflanzen darauf stellen. Nun, Frau Pillay ist tatsächlich nicht doof, die Stadt hingegen schon. Denn die würde den Kauf natürlich erlauben – eine Bepflanzung dennoch nicht:

Was im Bebauungsplan steht, ist halt Gesetz. Denn im Osten kennen sie sich mit Plänen besonders gut aus.

[via]

Über Martin

Martin
Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert. Alle Beiträge von Martin ansehen.

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