Entscheidung – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Sun, 14 Sep 2025 12:15:15 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.1 Nur eine kleine Entscheidungshilfe, um eure Beziehung zu retten https://www.wihel.de/nur-eine-kleine-entscheidungshilfe-um-eure-beziehung-zu-retten/?pk_campaign=feed&pk_kwd=nur-eine-kleine-entscheidungshilfe-um-eure-beziehung-zu-retten https://www.wihel.de/nur-eine-kleine-entscheidungshilfe-um-eure-beziehung-zu-retten/#comments Mon, 15 Sep 2025 06:04:52 +0000 https://www.wihel.de/?p=163713 ]]>

Ein Thema, dass mich im Berufsalltag nach wie vor sehr häufig begleitet: Entscheidungen treffen. Damit mein ich nicht, dass ich häufig Entscheidungen treffen muss, sondern dass es eigentlich andere tun sollten. Ich muss allerdings beobachten, dass das dem einen oder anderen überraschend schwerfällt.

Dafür kann es vielerlei Gründe geben, die reine Fähigkeit, Entscheidung zu treffen ist es aber in den meisten Fällen nicht. Ich mein, nimm das eine oder das andere – das ist technisch gesehen sehr einfach zu lösen. Die Realität zeigt aber, dass es oft die äußeren Umstände sind, die Entscheidungen verhindern, allen voran die Angst, sich für etwas Falsches zu entscheiden. Der Witz ist allerdings meistens: Wir können gar nicht wissen, welche der Optionen richtig ist und welche nicht – was letztendlich nur bedeutet: Du kannst zu dem Zeitpunkt der Entscheidungsfällung gar nichts falsch machen, weil es noch gar kein falsch gibt (fairerweise auch kein richtig, aber ihr versteht, worauf ich hinauswill). Insofern kann man auch einfach einen Würfel würfeln und den entscheiden lassen, es würde aufs Gleiche hinauskommen. Zumindest fast, denn als Mensch kann man natürlich das Risiko einer „falschen“ Entscheidung minimieren, in dem man Informationen hinzuzieht, um besser entscheiden zu können.

Was ebenfalls problematisch ist: Je nach Team-Konstellation wollen einige nicht allein entscheiden, schon gar nicht, wenn nicht alle Befindlichkeiten berücksichtigt werden. Das führt dann im besten schlechtesten Falle zu irgendeinem Kompromiss – der dann niemanden so richtig glücklich macht. Was dann am Ende dazu führt, dass häufig keine Entscheidungen getroffen werden und damit die schlechteste Option von allen gewählt wird.

Ein Umstand, wo die kleine Maschine von Makerinator vielleicht helfen könnte, denn die ... entscheidet für einen selbst. Ist im Prinzip auch nur wieder das Werfen eines Würfels, allerdings ein bisschen interaktiver und technisch ausgefeilter:

Why settle dinner debates when you can build a Decisioninator? Join me as I dive into a DIY journey of marriage-saving technology, complete with Flutter, lasers, and a LOT of epoxy! 💪 Watch as I turn a Raspberry Pi and questionable woodworking skills into a dinner-deciding machine with three extra modes for chores, date nights, and streaming services.

Hier gibt es noch ein bisschen mehr Infos zum Entstehungsprozess:

Technisch find ich das cool. Aber so im Großen und Ganzen würde ich dann doch dafür plädieren, dass Menschen Entscheidungen fällen – am besten ohne diese latente Angst davor, sich falsch entschieden zu haben.

Wann immer es eine Entscheidung bedarf und man mit einfacher Logik, Abwägen von Pro und Contra und sonstigen Diskussionen nicht weiter kommt, gibt es eigentlich nur einen Weg: Stein-Schere-Papier.

Überhaupt glaube ich, dass Stein-Schere-Papier eines der ältesten Spiele überhaupt ist und vielleicht sogar nur vom klassischen Münzwurf übertrumpft wird, wobei der Münzwurf sich komplett nach Zufall anfühlt – bei Stein-Schere-Papier hat man wenigstens noch die Illusion, dass man in irgendeiner Form Einfluss nehmen kann. Was ja vielleicht auch geht, wenn man psychologische Spielchen berücksichtigt.

Darüber hinaus dürfte Stein-Schere-Papier auch eines der am meisten diskutierten Spiele sein, wenn es um die Regeln gilt. Das fängt schon an, ob man mit oder ohne Brunnen spielt (wer sich fragt warum: Der Brunnen kann zwei Sachen schlagen, alle anderen nur einen), was denn mit Echse und Spock sei und warum nicht auch mal die Freestyle-Variante spielen, wie es das Känguru schon mal unterhaltsam in seinen Chroniken gezeigt hat?

In Japan – wo auch sonst – ist Stein-Schere-Papier sogar so populär, dass es dafür richtige Wettkämpfe gibt, die es teilweise sogar ins Fernsehen schaffen. Und das ist tatsächlich so unspektakulär wie intensiv, dass man das Blut der Protagonisten fast brodeln hören kann – entsprechend nachvollziehbar die losgelöste Freude nach dem schonungslos schnell durchgeführten letzten Spielzug:

This Japanese Rock Paper Scissors Competition from r/instantbarbarians

Und da fragt man sich, warum nicht sämtliche Kriege ebenfalls mit Stein-Schere-Papier gelöst wurden ... Spannend übrigens auch: In Japan kann es sogar noch eine zusätzliche Hürde für die Gewinnermittlung geben, wobei es darauf ankommt, in welche Richtung einer der Spieler schaut. Ich bin da aber ehrlich: Klingt mir nach unnötiger Verkomplizierung ... dann doch lieber mit Brunnen und Spock.

Vielleicht muss ich aber auch einfach nur mal meine Entscheidungshilfe überdenken – die scheint ein bisschen kaputt:

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