Kontaktlinsen – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Tue, 07 Nov 2023 10:26:51 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9 Wie Kontaktlinsen 1948 hergestellt wurden https://www.wihel.de/wie-kontaktlinsen-1948-hergestellt-wurden/?pk_campaign=feed&pk_kwd=wie-kontaktlinsen-1948-hergestellt-wurden https://www.wihel.de/wie-kontaktlinsen-1948-hergestellt-wurden/#comments Wed, 08 Nov 2023 07:06:51 +0000 https://www.wihel.de/?p=157302 ]]>

Vor einiger Zeit schon hatten wir mal einen Beitrag über einen Besuch in einer Kontaktlinsenfabrik. Spannendes Thema, weil ich gefühlt schon seit 80 Jahren Kontaktlinsen trage (vermutlich aber eher seit 14 Jahren). Das war damals ein ziemlicher Gamechanger, denn mit Brille hat man ja doch ein paar Nachteile, die man sich als Brillenträger gar nicht so sehr eingestehen will. Das fängt bei Regenwetter an, geht über krassere Temperaturunterschiede gerade im Winter weiter und nicht selten sind die Gläser auch einfach immer dreckig und man muss ständig putzen. Dazu das dann doch eingeschränkte Sichtfeld, dass man erst wahrnimmt, wenn man mal auf Kontaktlinsen umgestiegen ist.

Heißt aber auch nicht, dass mit Kontaktlinsen immer alles gut ist. Da ist zum einen natürlich der Geldfaktor, der erforderliche Grad an Sauberkeit und das ständige Wechseln kann eigentlich auch nicht gut sein, weil man sich immer wieder in den Augen rumfummelt. Bei mir hat das zum Beispiel den Effekt, dass ich weniger blinzle, wenn mal was in die Augen kommt, was bei Viechern, die durch die Luft fliegen schon echt unangenehm werden kann.

Wenn wir aber schon bei Unangenehm sind: Das dürfte auch die Prozedur gewesen sein, die man 1948 angewendet hat, als man Kontaktlinsen hergestellt hat. Wobei man auch sagen muss, dass das eigentlich total geil ist, dass man das schon vor 75 Jahren getan hat, denn Kontaktlinsen sind für mich sowas krass fortschrittliches, dass ich das kaum mit der Zeit in Verbindung bringen würde. Und stark ist auch, wie viel Mühe man sich mit der richtigen Passform gegeben hat – wie gesagt, dürfte aber auch einigermaßen unangenehm gewesen sein:

Umso froher können wir sein, wie die Dinger heute hergestellt werden und dass eigentlich fast alle Linsen mehr oder weniger auf Anhieb passen.

Ich glaube, ich trag seit der zweiten Klasse eine Brille bzw. hab ich ab der zweiten Klasse eine Brille getragen – das ist heute nicht mehr der Fall. Und so richtig klar war auch gar nicht, dass ich eine Brille brauche, zumindest erzählen meine Eltern immer die Geschichte, dass sich das durch meine schlechter werdenden Noten erst bemerkbar gemacht hat. Ich hab wohl schlichtweg nicht gesehen, was der Lehrkörper damals an die Tafel geschrieben hat.

Irgendwann bei der Bundeswehr bin ich dann auf Kontaktlinsen umgestiegen, eher recht eigenmächtig als durch einen Arzt begleitet. Denn Brillenträger wissen das: So ein Nasenfahrrad kann ordentlich Nachteile mit sich bringen, je nach Wettersituation. Gerade bei Regen war das immer ziemlich belastend, weil man irgendwann einfach nichts mehr sieht, gleiches übrigens auch im Winter, wenn man von der Kälte in plötzlich warme Räume kommt. Verstehe ja bis heute nicht, dass die Industrie dafür noch keine Lösung gefunden hat.

Was für mich aber das größte Argument für Kontaktlinsen ist: Du hast kein eingeschränktes Sichtfeld mehr. Ich kann das auch gar nicht beschreiben, weil man als Brillenträger ja glaubt, dass das reicht, was man so sieht. Wenn man dann aber tatsächlich mal auf Kontaktlinsen wechselt, das ist schon ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Es gibt aber natürlich auch Nachteile. Nicht zuletzt der Kostenfaktor ist nicht zu unterschätzen (wobei ich das nie ausgerechnet hab und gerade Brillen, die man auch einigermaßen okay tragen kann, sind ja einfach unfassbar teuer), man fummelt sich mindestens zwei Mal am Tag in den Augen rum und wenn man doch mal eine Kontaktlinse verliert, ist man ziemlich am Arsch. Dennoch, ich wenn ich mich zwischen Brille und Kontaktlinse entscheiden muss, ist meine Wahl recht eindeutig.

Worüber ich aber nie nachgedacht hab: Wie die Dinger hergestellt werden. Das muss ja unfassbar kompliziert sein, gerade wenn man auch die korrekten Stärken, Durchmesser und Krümmungen bei Massenproduktion treffen muss. Auf der anderen Seite gilt aber wie fast überall, mit den richtigen Maschinen ist das kein Problem. Sieht zumindest recht einfach in dieser Fabrik aus:

Allerdings zeigen sie hier auch nur die Linsen, die sich manche in die Augen packen, um eine andere Augenfarbe zu haben. Hab ich auch mal ausprobiert, war mir aber nix.

Ich kann gar nicht mehr genau benennen, seit wann ich eigentlich eine Brille brauche, tippe aber mal so auf die 1. bzw. 2. Schulklasse. Zumindest meine Eltern sagen immer, dass ich relativ schnell recht schlecht geworden bin, was einfach daran lag, dass ich nichts auf der Tafel erkennen konnte.

An sich war das auch nie schlimm, aber Brillenträger wissen, dass das Leben mit so einem Nasenfahrrad durchaus eingeschränkt ist, gerade in den kälteren Monaten oder auch einfach nur bei Regen. Dazu kommt, dass man halt nur ein eingeschränktes Sehfeld hat.

Da ich kurzsichtig bin, kommt zudem dazu, dass mit fortschreitendem Alter meine Augen auch immer schlechter geworden sind. Das liegt zum Großteil einfach in der Natur der Sache, ich muss aber auch zugeben, dass wir uns nie damit beschäftigt haben, Augen und Augenmuskeln zu trainieren. Hat halt nie einer drauf hingewiesen.

Und war dann spätestens bei der Bundeswehr auch egal, denn sobald die Grundausbildung rum war, hab ich einfach mal Kontaktlinsen ausprobiert und seitdem nie wieder auf eine normale Brille zurück gewechselt. Was nicht heißt, dass ich es nie versucht hab – durch eine Kooperation mit Zeiss hat sich da mal die Möglichkeit geboten, aber bei -9,5 Dioptrien kann man das eigentlich vergessen.

Die Gläser sind dann unfassbar dick und eigentlich nur in der Mitte brauchbar, was halt schlussendlich zu so einem Fisheye-Bild führt. Vorm Rechner kann man damit noch arbeiten, aber sich auf offener Straße bewegen oder damit gar Auto fahren ... dann doch lieber wieder Kontaktlinsen, auch wenn das dauerhafte Kosten bedeutet.

Eventuell investier ich aber im Alter dann irgendwann wieder in eine Brille, weil Kontaktlinsen eine gewisse Feinmotorik voraussetzen – oder ich geh das noch mal mit einer Augen-OP an. Das hab ich letztes Jahr mal gemacht, aber sämtliche Optionen haben sich nahezu zerschlagen, abgesehen von einer, die man aber erst im fortgeschrittenen Alter vornimmt. Sagt zumindest der Arzt, konnte mir aber auch nicht erklären, warum eine Behandlung nicht schon jetzt nicht möglich wäre.

Glaubt man dem Kollegen im nachfolgenden Video scheint aber das die einzige Möglichkeit zu sein, denn von mir bisher nicht gewusst, aber absolut schlüssig und nachvollziehbar erklärt: Brillen sind böse!

Und irgendwie denk ich mir nach sowas wieder, dass wir Corona und den Weltuntergang verdient haben. Mehrfach.

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Ein Roboter zum Wechseln von Kontaktlinsen https://www.wihel.de/ein-roboter-zum-wechseln-von-kontaktlinsen/?pk_campaign=feed&pk_kwd=ein-roboter-zum-wechseln-von-kontaktlinsen https://www.wihel.de/ein-roboter-zum-wechseln-von-kontaktlinsen/#comments Tue, 10 Nov 2020 07:10:43 +0000 https://www.wihel.de/?p=106619 ]]>

Dieses Jahr hatte ich mir eigentlich auch vorgenommen, das Thema Augenoperation anzugehen. Wobei, nicht nur eigentlich, ich hatte tatsächlich einen Termin und hab mal schauen lassen, was denn möglich ist – mit dem Ziel, auch direkt was in die Tat umzusetzen.

War dann leider aber weniger erfolgreich, als gedacht, denn: fürs Weglasern bin ich zu blind, für eine dauerhafte Kontaktlinse ist zu wenig Platz und einen kompletten Austausch macht man erst bei Personen, die 10 Jahre älter sind als ich. Warum Letzteres, weiß ich gar nicht, aber vermutlich haben da einfach die Illuminaten ihre Finger im Spiel.

Heißt am Ende des Tages aber auch einfach, dass ich weiterhin mit Kontaktlinsen hantiere und einfach ohne Sehhilfe nahezu komplett blind bin. Da ich das schon seit mehr als 15 Jahren mache, ist das jetzt keine großartige Umstellung, aber selbst mit Kontaktlinsen gibt es noch Bereiche im Leben, die ein bisschen bequemer und angenehmer sein könnten. Den einen oder anderen Nachteil haben die ja schließlich auch.

Das fängt schon damit an, dass man einigermaßen Aufwand betreiben muss, was Sauberkeit und Hygiene anbelangt, ebenso muss man sich erstmal trauen, sich ins Auge zu fassen – sprich, den einen oder anderen Reflex abzutrainieren. Hab ich geschafft, führt aber auch dazu, dass ich schon die eine oder andere Fliege direkt im Auge hatte.

Und nicht zuletzt ist es ja auch ein Kostenfaktor, denn Kontaktlinsen muss man immer wieder nachkaufen. Bei einer Operation von irgendwas um die 4.000 – 5.000€ kann sich jeder selbst ausrechnen, wann man die Summe durch Kontaktlinsen ausgegeben hat. Und man hört dann ja nicht einfach auf, weil man plötzlich gut sehen kann.

Dafür hat auch Craig Hershoff keine Lösung, hat aber immerhin einen Roboter entwickelt, der dabei hilft, Kontaktlinsen einzusetzen und auch wieder herauszunehmen. Was bei ihm wohl auch etwas komplizierter ist, weil er Sklerallinsen nutzen muss, die – vereinfacht ausgedrückt – deutlich größer sind, als normale Kontaktlinsen:

A unique invention by a South Florida man is helping people with vision problems gain the gift of sight.

Eigentlich ganz cool. Aber ich weiß nicht, ob ich wirklich schon dafür bereit bin, dass mir eine Maschine aus einem Hobbykeller mir im Auge rumfummelt ... sehe zumindest schon vor meinem geistigen Auge, wie das Ding einfach wegen einer Fehlfunktion plötzlich hochschießt ...

Ich glaube, mittlerweile sind es beinahe an die 14 Jahre, die ich Kontaktlinsen verwende und doch kann ich mich noch ziemlich genau an das erste Mal erinnern. Das war ein ziemliches Gestocher und Gefriemel mit enorm roten Augen, aber auch einem deutlich erweiterten Sichtfeld.

Schließlich hab ich davor immer nur Brille getragen, was von Natur aus schon eine Beeinträchtigung ist, aber gerade bei schlechtem Wetter wie Regen noch mal verstärkt wird und irgendwann einfach keinen Spaß mehr macht. Außerdem schränkt es einen in seinem äußerlichen Gestaltungsspielraum stark ein.

Ich bin jedenfalls großer Fan von Kontaktlinsen geworden, wenn auch dennoch mal eine Operation fällig wird, ist ja schließlich auch eine Kostenfrage.

Um Kosten geht es im nachfolgenden Video weniger, aber dennoch um Kontaktlinsen – genauer gesagt um die Dinger, die in Film und Fernsehen zum Einsatz kommen und vorrangig visuelle Änderungen statt Sehkorrekturen hervorrufen sollen.

Sind entsprechend auch gern mal deutlich größer als die, die man normalerweise trägt, aber eben auch ein bisschen cool:

Eyeworks for Film has produced contact lenses for "Game of Thrones," "James Bond" movies, and "Star Wars." We visited co-director Sinead Sweeney in London to find out how the lenses are produced and even get fitted with some of our own. Actors wear contacts to change their color pigment, look older, create imperfections, or even transform into another species.

Beverly Hills optometrist Reuben Greenspoon is credited with first using lenses to augment a character’s appearance. Greenspoon was tasked with changing an actor’s eyes from natural brown to blue in 1939’s "Miracles for Sale." He created a glazed blue-ceramic material. The lens was attached and run through a kiln to fuse the glass and ceramic together, leaving a round aperture of 4 millimeters through which actor Henry Hull could see.

Since hydrogel contact lenses went into mass production in 1971, lenses with simple color pigments have become pretty accessible. But designing and painting bespoke lenses is still an art form. Our lenses were hand-painted by award-winning Cristina Patterson of Eye Ink FX in the US and manufactured by No7.

Ich hab tatsächlich auch mal welche versucht, bei denen meine Augenfarbe geändert werden sollte – sah nicht nur scheiße aus, war auch unangenehm zu tragen.