Seil – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Mon, 15 Sep 2025 06:50:31 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.1 Wie man Seile traditionell hergestellt hat https://www.wihel.de/wie-man-seile-traditionell-hergestellt-hat/?pk_campaign=feed&pk_kwd=wie-man-seile-traditionell-hergestellt-hat https://www.wihel.de/wie-man-seile-traditionell-hergestellt-hat/#comments Tue, 16 Sep 2025 10:48:35 +0000 https://www.wihel.de/?p=163731 ]]>

Gut, eigentlich sollte man mit 38 Jahren wissen, wie Seile und Taue früher hergestellt wurden und ja, ich weiß das tatsächlich auch. Aber wann hat man mal die Gelegenheit, mit Wissen zu glänzen, das eigentlich gar nicht so besonders ist? Eben.

Kommen wir schnell zum Punkt: Letztendlich ist so ein Seil bzw. ein Tau auch nur eine Ansammlung von unterschiedlichen kleineren Seilen und Fäden. Die werden immer wieder miteinander verdreht, bis sie die gewünschte Dicke haben und damit dann auch die entsprechende Stabilität gewähren. Halt wie so ein Team – zusammen ist man einfach stärker als allein.

Je nach Länge des gewünschten Endproduktes braucht man dafür aber natürlich auch ordentlich Platz, denn beim Verdrehen muss das natürlich lang gespannt sein, sonst verheddert sich das ja alles.

In Hamburg hat man das damals auf der Reeperbahn gemacht, die deswegen auch ihren Namen bekommen hat, denn die Herstellung von Tauen hat man den „Reepschlägern“ überlassen. Und selbst der Platz hat irgendwann nicht ausgereicht, sodass die letzten Reepschläger irgendwann vor die Stadt ziehen mussten.

Aber wusstet ihr natürlich, weil einem das immer recht zeitnah erzählt wird, wenn es um die Reeperbahn geht.

Hier haben wir jedenfalls einen älteren Herren, der das mit sehr viel Ruhe und im kleineren Maßstab einmal zeigt und dabei demonstriert, dass das gar nicht viel technischen Schnickschnack braucht, aber man dennoch wissen sollte, was man da eigentlich tut:

Watch Ozzie and friends make rope the old fashioned way.

Und wer Bock hat, das genauso zu machen, kann sich die „Maschine“ dafür bei Etsy schießen. Kostet allerdings ein bisschen was ...

Wenn es um die Produktion von Seilen geht, dann ist man auch automatisch ganz schnell bei der Reeperbahn. Die „sündige Meile“ in Hamburg hat damit aber nur bedingt zu tun, lässt sich aber auch nicht ganz ignorieren, denn ursprünglich kommt der Name von den Reepschlägern, also denen, die früher Seile und Schiffstaue gemacht haben.

Dafür hat man vor allem viel Platz gebraucht, bei Schiffstauen sind das dann schnell mal 400 Meter oder mehr. Und den fand man eben vor den damaligen Toren Hamburgs, was man heute eben als Reeperbahn kennt. Erklärt dann auch, warum es auch in anderen Städten Reeperbahnen gibt, vermutlich aber deutlich unsündiger als das, was man aus Hamburg kennt.

Und so ein bisschen wirkt die Produktion von Seilen auch gar nicht wie große Kunst, auch wenn es vermutlich deutlich einfacher aussieht, als es ist. Aber letztendlich braucht man nur das passende Gerät und geeignete Material. Das wird dann dort eingespannt und anschließend miteinander verdrillt.

YouTuber NightHawkInLight hat sich so eine Maschine über AliExpress zugelegt und einfach mal selbst ein Seil gemacht:

In this video I assemble and test a rope machine that is theoretically capable of taking any fibrous material (such as straw or other plant fibers) and turning them into two stranded rope. This machine was purchased on Aliexpress for about $900 ($300 for the machine, $600 for shipping). The seller has since deleted their account. It seems these machines are made and sold by a variety of different factories with subtle differences between designs. After a bit of work improving a few faults in the manufacturing it seems to work well. I'll likely use the rope from this machine for a number of future projects.

Kann nur schwer beurteilen, wie stabil das am Ende ist, aber hey – wenigstens einer von uns wird nie wieder ein Problem haben und knapp an Seilen sein.

Ob ihr es glaubt oder nicht: ich bin im Urlaub tatsächlich wieder mal Fahrrad gefahren. Ich weiß, dass entspricht absolut nicht dem Grundprinzip des Urlaubs, schließlich soll man in diesem Zeitraum Entspannung finden, ohne Tätigkeit schwitzen und einfach nur fett werden. Aber der Bus kam nicht und irgendwie will man ja dann doch was von den Orten sehen.

Also ab auf's Fahrrad und 20 Minuten durch die Walachei gedüst. Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, dass es unfassbar toll war - aber es hat wenigstens seinen Zweck erfüllt. Und zwei Tage Popo-Weh gab es gratis ontop - wann bekommt man sowas schon mal gratis? Daher wäre diese simple aber auch fantastische Erfindung hier wohl eher nichts für mich. Aber ihr seid ja alle so fanatische BMX-Fans und wollt den Tricks der Profis nacheifern, ich seh es doch in euren Augen.

Damit ihr euch schmerzfrei und in aller Ruhe die Tricks aneignen könnt, nehmt euch einfach einen Baum und ein Seil - so wie hier anschaulich demonstriert:

Erneut: hätte man selbst drauf und unfassbar reich werden können. Naja, mit der nächsten Idee klappts dann.

[via]

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