Spotify – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Tue, 25 Nov 2025 13:47:45 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.1 Die Abo-Falle https://www.wihel.de/die-abo-falle/?pk_campaign=feed&pk_kwd=die-abo-falle https://www.wihel.de/die-abo-falle/#comments Thu, 27 Nov 2025 07:05:50 +0000 https://www.wihel.de/?p=164447 ]]>

Über das Video hab ich ein bisschen länger nachgedacht, vor allem, weil es hier keine zwei klaren Seiten gibt, gleichzeitig macht es mich aber wüten und das überwiegend, weil ich selbst Opfer davon war und es nach wie vor auch bin.

Wir alle kennen sie, die zahlreichen Services, vor allem im Streaming-Bereich, aber auch immer mehr in Sachen Programmen und Apps, die (augenscheinlich) ein gutes Angebot liefern und das nicht selten mit einem unschlagbaren Preis. Am besten noch mit einer kostenlosen Probezeit und wenn einem gefällt, was man da vor der Nase hat, sind es nur um die 10€, die man monatlich berappen muss. Da denkt man nicht lange nach, da schlägt man einfach zu.

Problematisch wird es dann, wenn sich diese Abos häufen. Der Preis ist einzeln klein genug, um nicht viel drüber nachzudenken, aber hast du 5 an der Backe, sind es schon direkt 50€. Auf der anderen Seite: nicht selten inkludiert das natürlich auch Weiterentwicklungen und Bug-Fixes, da kann es ja nur fair sein, wenn man die Bude dahinter nicht mit einem Einmalpreis abspeist – man bekommt ja „dauerhaft“ was für sein Geld.

Richtig scheiße wird es aber, wenn die Anbieter anfangen, die Preise zu erhöhen. Und das nicht nur ein Mal, zwei Mal oder drei Mal, sondern mit einer Konstanz, nach der sich jede Bundesregierung nur sehnen kann. Denn das Prinzip ist relativ einfach und hat drogenmilieu-ähnliche Züge: Leute anfixen, abhängig machen und dann schröpfen bis zum GehtNichtMehr. Schließlich hat ja keiner Bock, seine gesamte Musikbibliothek umzuziehen oder sich wieder mit linearem Fernsehen abzugeben.

Wird einem natürlich erst hinterher klar, wenn man schon massig Geld aus dem Fenster geworfen hat:

Aus Erfahrung kann ich aber auch sagen: Es ist ein sehr befreiendes Gefühl, wenn man aus diesem Hamsterrad ausbricht und die ersten Abos gekündigt hat. Zumal: Es geht tatsächlich auch ohne.

Früher™. Wenn Beiträge so losgehen, fühl ich mich mittlerweile wie dieses Meme, bei der eine Oma von einer Pflegerin geschoben wird und noch irgendwas von vor wenigen Jahren erzählt, das aber als Märchen abgetan wird. Ist lustiger, wenn man eines selber sieht, aber ihr wisst, was ich meine. Da ich nun aber auch nicht mehr der Jüngste bin – besonders schlimm, wenn man irgendwelche Streamer sieht und die mit dem Alter kokettieren, dabei aber maximal 31 meinen; noch schlimmer wird es nur, wenn man selbst Wörter wie „kokettieren“ benutzt ... – freu ich mich mittlerweile auch immer mehr, wenn mal wieder was aufploppt, dass aus meiner Jugend stammt. Ist ja mittlerweile auch schon mehr als 20 Jahre her und weil unser Gehirn ganz toll im Verdrängen ist, fühlt sich das auch immer ein bisschen so ans, als wäre früher™ vieles nicht zwingend besser, aber einfacher gewesen. War es vielleicht auch, weil globale Vernetzung eben nicht nur positive Seiten hat.

So hatten wir zum Beispiel früher weder Spotify noch Apple Music. An Streaming war so gar nicht zu denken, weil das Internet auch einfach noch um ein Vielfaches schlechter war. Wer Filme schauen wollte, musste noch zur Videothek gehen und sich dort was ausleihen – war schon jemand vorher da, musste man sich was anderes suchen – in Zeiten von Netflix und Co. undenkbar. Stell ich mir aber auch witzig vor, wenn man dort einfach einen Film anklickt und erstmal warten muss, bis jemand anderes fertig geschaut hat. Und dann auch noch das Zurückspulen vergisst.

Und in Sachen Musik blieb nicht viel mehr als das Radio. Oder man kaufte sich CDs, häufig nur von einem Künstler. Wer da keinen Bock drauf hatte, griff zu den Compilations, die langsam am Aufkommen waren. Und wie hat man von denen erfahren? Klar, durch klassische Fernsehwerbung. Hier mal ein Beispiel davon:

Und ja, wir fanden das damals schon ein bisschen cool, vielleicht auch, weil diese Musik auch einfach im Radio lief. Ist ja heute auch keine Selbstverständlichkeit mehr.

Wo wir doch eben noch über künstliche Intelligenz gesprochen haben, hier mal eine ganz andere Richtung, die ich sehr begrüße: Dinge ohne Algorithmus. Klar, muss man auch einfach glauben und so richtig weiß ja keiner, was in den Backends diverser Services schlummert, aber Fakt ist auch, dass sämtliche Algorithmen eigentlich nahezu jedes Netzwerk kaputt gemacht haben bzw. kaputt machen. Da reicht ein Blick auf Twitter, da reichen die letzten Jahre Facebook und wenn mich YouTube fragt, ob ich meinen Feed anpassen will und das basierend auf irgendwelchen Farben machen möchte – da kannste dir nur an Kopp packen. Und selbst TikTok sieht sich immer mehr mit Kritik konfrontiert, wobei ich da noch mit dem Algorithmus recht zufrieden bin. Was aber auch bedeuten kann, dass die sich einfach nur schlauer anstellen oder ich ein maximales Opfer bin.

Als Rettung hilft da nur ... Dummheit. Nicht zwingend der User (eher im Gegenteil, würden die sich mal ein bisschen schlauer anstellen ...), aber der Algorithmen. Kollege Zufall ist dann der kleinste gemeinsame Nenner. Und genau dafür hat 0xBEEF eine kleine Seite gebaut, auf der man je nach Wunsch ein zufällig ausgewähltes Video, Filmchen oder Song diverser Plattformen serviert bekommt. Ganz ohne das vorher geschaut wird, was man mögen oder eben nicht mögen könnte.

Project Random randomly serves obscure content from around the web.

It puts the web on shuffle by randomizing the algorithms behind social media and streaming platforms, to unearth content that you (or anyone in the world) might otherwise never see.

Why?
The Internet today is dominated by engagement-based algorithms that are designed to serve popular, addictive content. The content that we see and interact with is only the very tip of a colossal media iceberg.

It is within the depths of this iceberg where we find the obscure web: content that is uploaded, only to remain unseen and forgotten about for the remainder of its existence.

Project Random gives forgotten content a chance to be seen by someone, somewhere in the world.

Birgt dann natürlich auch die Gefahr, dass man absoluten Stuss vor die Nase gesetzt bekommt. Oder eben etwas, was man so vielleicht noch nie gesehen hätte, aber ganz vielleicht doch mag. Cool ist jedenfalls, dass das vor YouTube und TikTok keinen Halt macht.

Wer das mal ausprobieren will, geht einfach hier lang. Aber Obacht, die Quote an "nix für mich" ist erstaunlich hoch ...

Ich glaube, ich hatte schon mal kurz von unserem Wechsel von Zattoo zu waipu.tv erzählt – und direkt vorab, das soll hier nicht als Werbung dienen. Aber ich bin ein einfacher Mann und am Ende des Tages dreht sich auch bei mir vieles schlichtweg um Geld. Ich wünschte, es wäre anders, aber das ist eben der limitierende Faktor bei einem Leben in Saus und Braus. Oder eben nicht. Ihr wisst schon.

Jedenfalls standen wir vor der Frage, wie wir lineares Fernsehen konsumieren wollten und der normale Kabelanschluss fiel aufgrund wirklich frecher Preise schnell raus. Aber wir hatten ja Internet und darüber kann man mittlerweile auch fernsehen. Also fix mal die Handvoll Anbieter kurz gescannt und Zattoo als Sieger der Qual der Wahl ausgesucht. Lief gut, alles Wichtige dabei und das für etwas mehr als ´nen Zehner im Monat, kann man machen.

Dann kam waipu um die Ecke und hat das preislich stark unterbunden, gerade mit Paramount+ im Paket. Einziger Nachteil: man bekam einen Stick zugesandt, den wir nicht brauchten und der auch immer noch verpackt im Karton rumliegt. Aber bares Geld gespart, da kann man den Platz schon mal opfern.

Was aber eigentlich cool ist: Wir haben einen ganzen Arsch voll neue Musiksender dazu bekommen und es mag meinem Alter geschuldet sein, aber ich mag Musiksender. Vor allem die, die eben nicht ganzen neuen Scheiß spielen, den die TikTok-Generation abfeiert, aber eben niemand, der Musik mag (ja ich weiß, ich klinge wie ein alter Sack aus der Steinzeit, mir egal). Früher war Musik einfach besser, vielleicht auch, weil Daten und Massentauglichkeit noch nicht so eine dominante Rolle gespielt haben.

Ich will auch nicht sagen, dass es die beste Musik in den 2000ern gegeben hat, aber sie war zumindest besser als der Bums von heute. Ein guter Beweis oder eben nur eine Möglichkeit, um noch mal ein klein bisschen Nostalgie reinzubringen, dürfte das nachfolgende Video sein, mit den (angeblich) beliebtesten Songs aus eben jener Dekade:

Based on the charts of the UK, Germany, Austria, Belgium, Denmark, France, Ireland, Italy, the Netherlands, Norway, Spain, Sweden and Switzerland. I chose a different song for each month to make the countdown more interesting and diverse, despite the fact that in reality a few songs were the most popular ones for 2 or 3 consecutive months.

Gibt es auch als Spotify-Playliste, damit wir uns nicht nur mit den kurzen Anspielern begnügen müssen.

Mittlerweile bin ich darüber hinweg, dass Spotify Heardle gekauft hat. Überhaupt hat Spotify in den letzten Jahren erheblich bei mir an Sympathie-Punkten eingebüßt. Aus der anfänglichen Euphorie, ständig und überall Musik dabei zu haben und gleichzeitig nicht darauf achten zu müssen, dass genug Speicherplatz zur Verfügung steht, ist mittlerweile doch einigermaßen viel Frust geworden, weil Algorithmen für Verhaltensbeeinflussung schon immer irgendwie scheiße waren. Dazu die kleinen, unbekannten Eingriffe in seine mit viel Liebe zusammengestellten Playlisten, dem – okay, dafür kann Spotify nichts – teilweise in Stress ausartenden Zwang, Podcast-Folgen am laufenden Band zu hören, damit man den Anschluss nicht verliert und nicht zuletzt den immer mal wieder aufkommenden Preiserhöhungen – dieses Hamsterrad nervt. Aber scheinbar ist der Schmerz noch nicht groß genug, als dass ich daraus unbedingt ausbrechen möchte, vielleicht auch, weil es mir einfach zu aufwändig ist, Alternativen zu suchen oder eben welche zu schaffen.

Und doch war Heardle das eine Browser-Spiel, dass ich wirklich gern und tatsächlich jeden Tag gespielt hab. Um nicht zu sagen: Spotify hat mir durch den Kauf meinen Streak versaut!

Ich hab dann recht panisch nach Alternativen gesucht, aber nicht wirklich etwas gefunden, teilweise auch, weil die meisten auf Englisch sind und als Nicht-Muttersprachler wird’s dann irgendwann auch albern, weil man gar nicht all die eher selten genutzten Worte kennt.

Ob das bei Building Better Words nicht auch recht schnell der Fall sein wird oder hier der aktuell nicht super schwere Schwierigkeitsgrad für eine Art Ausgleich sorgt, wird sich noch zeigen, aber bisher haben meine Runden einigermaßen viel Spaß gemacht. Denn bei dem Spiel bekommt man Worte in Alien-Manier gezeigt, die sich erst nach und nach verdeutlichen. Nicht ganz leicht zu erklären, macht aber spätestens nach dem dritten Klick auf „Guess / Skip“ Sinn.

Was allerdings fehlt: eine Limitierung auf den Tag – kann aber auch angenehm sein, weil man so direkt ein paar Runden hintereinander spielen kann.

Probierts einfach mal aus.

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle von einem kleinen Browser-Spiel berichten, aber zum Zeitpunkt des Schreibens des Beitrags befand sich die Seite plötzlich im Wartungsmodus. Fies, wenn ein Plan gut ausgearbeitet (heißt: Link speichern für den nächsten Morgen, wenn ich mich an neue Beiträge mache) nicht aufgeht.

Aber gut, dann schauen wir eben auf was anderes, was weder Bild noch Video, aber trotzdem cool ist. Denn genauso hab ich gestern durch irgendeine Push-Meldung mitbekommen, dass Winamp wieder da ist! Das war zu meiner Jugend so ziemlich DER Musikplayer, den man verwendet hat, wenn man cool sein wollte. Oder zumindest vernünftige Equalizer-Einstellungen nutzen wollte, genauso wie seine auf irgendeiner Festplatte gespeicherte Musik abspielen. Winamp war einfach Kult, starb dann aber den Tod, den viele Player starben, als die ersten Streaming-Dienste aufkamen.

Denn die Mehrheit von uns nutzte die Gunst der Stunde und hat den freigewordenen Speicherplatz für andere Sachen verwendet. Es war einfach nicht mehr nötig, dass man Gigabyte über Gigabyte mit mp3 und Co. vollstopfen musste – ein einigermaßen okayer Internetzugang sowie ein Account beim Streamingdienst reicht aus, um jahrelang irgendwas hören zu können.

Die Kehrseite kennen wir mittlerweile: Künstler werden fies vergütet und nur weil Musik in unserer Playlist steckt, heißt das nicht, dass sie dort für immer bleibt. Ich hab zwar keinen Beweis dafür, bin mir aber sehr sicher, dass Spotify gern auch einfach mal Versionen von Songs austauscht oder heimlich irgendwelche Tracks löscht. Die scheinbar dauerhafte Verfügbarkeit ist am Ende nichts anderes als eine Abhängigkeit und Auslieferung der Willkür der Dienste – und wir wissen das und machen das trotzdem.

Wie dem auch sei, mit Re:Amp gibt es nun endlich eine sehr komfortable Möglichkeit, Winamp auch auf einem Mac laufen zu lassen und die unterstützt sogar die allseits bekannten Skins, die man unter anderem noch hier findet.

Und ich denke tatsächlich wieder darüber nach, Musik einfach lokal vorzuhalten. Hat ja früher auch ganz wunderbar funktioniert.

Wer Re:Amp ausprobieren möchte, schaut einfach hier vorbei. Wenn ich das richtig verstanden hab, ist das außerdem kein Fork oder ähnliches, sondern komplett in Swift neu geschrieben. Cool!

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https://www.wihel.de/reamp-winamp-fuer-den-mac/feed/ 2
Wie Spotify Geld verdient https://www.wihel.de/wie-spotify-geld-verdient/?pk_campaign=feed&pk_kwd=wie-spotify-geld-verdient https://www.wihel.de/wie-spotify-geld-verdient/#comments Wed, 05 Jul 2023 10:45:46 +0000 https://www.wihel.de/?p=155723 ]]>

Als normal sterblicher User kann man durchaus sagen: Mit dem Aufkommen der diverse Streaming-Anbieter (hier konkret im Musikbereich) ist Musik hören um eine ganze Ecke einfacher geworden. Wo man früher dem ausgeliefert war, was uns Radio und Musiksender vorgesetzt haben, hat man mittlerweile eine unfassbare Auswahl an Künstlern, Songs, Genres, Playlisten und weiß der Geier was nicht noch alles. Und ein ganz wesentlicher Punkt: Man muss sich Musik nicht mehr über Umwege organisieren. Es schien fast so, als ob man endlich auf legale Weise den raffgierigen Labels endlich ein Schnippchen schlagen konnte, denn damals wie heute galt: Das Geld für CDs, Platten und Co. ist begrenzt.

Die Kehrseite der Medaille ist aber auch: Natürlich wird die Abhängigkeit von Radio und Musiksendern (sofern es sie denn überhaupt noch gibt) nur in Richtung Streaminganbieter verlagert. Auch ich hab schon erlebt, das liebevoll zusammengestellte Playlisten zerpflückt werden, weil Songs plötzlich nicht mehr verfügbar oder durch irgendwelche Remixe bzw. andere Versionen ersetzt werden – natürlich ohne dass man davon aktiv und direkt irgendwas mitbekommt.

Viel mehr aber noch gilt: Natürlich hat man den Labels eben kein Schnippchen geschlagen, denn die versuchen weiterhin das Maximum für sich (und ein klein bisschen auch für ihre Künstler) rauszuholen. Bei einem Monatsabo von 10€ pro User erklärt sich aber direkt von selbst, dass da am Ende beim Künstler nicht viel herum kommt. Gerade Spotify steht dafür immer mal wieder in der Kritik, denn Spotify verwendet ein System, dass nur auf den ersten Blick fair erscheint, aber eigentlich gerade kleinen Künstlern alles andere als eine Existenzgrundlage bietet. Oder anders gesagt: Wessen Songs nicht absurd oft gespielt werden, verdient eigentlich nichts.

Im nachfolgenden Video haben sich 6 Künstler zusammengefunden und geben einen kleinen Einblick in das System, die damit verbundenen Probleme und überhaupt erstmals Informationen, was es mit dem System auf sich hat:

Am Ende gilt: mit dem reinen Anhören von Musik verdient man kein Geld mehr. Umso wichtiger sind dann Plattenverkäufe und Konzerte.

Wieder ganz dünnes Eis zwischen „nicht politisch werden“ und gleichzeitig aber nicht nur „sprachlos alles hinnehmen“. Überhaupt denk ich in letzter Zeit häufiger darüber nach, ob das so geil ist, sich einfach nicht politisch zu äußern, weil das einfach so einen faden Beigeschmack von Wegschauen hat. Auf der anderen Seite weiß ich auch nie, ob all diese Solidaritätsbekundungen zwar immer nett gemeint sind, aber so wirklich helfen ... tun die das?

Ich mein, wir alle kennen diese Couch-Aktivisten, die dann wieder ihre Profilbilder ändern, irgendein Bild posten, was gerade alle posten und dazu noch die passenden Hashtags verwenden. Aber ist das genug? Zählt das überhaupt? Darf man das eigentlich kritisieren oder soll man damit zufrieden sein, dass die Leute überhaupt was machen?

Find ich alles schwierig, wenn ich – berufsbedingt – allerdings nur auf das Ergebnis schaue und was dabei rum kommt ... puh ey. Das ist dann schon sehr mau. Wobei es natürlich auch erstrebenswert wäre, wenn man durch Profilbildänderung Menschenleben retten und den Wohlstand der Welt steigern könnte.

Aber es gibt auch Aktionen, die tatsächlich mit wenig Aufwand relativ viel bewirken. Dazu gehört definitiv auch „60 Minutes of Silence“. Das ist letztendlich ein 60-minütiger Song der Peace Squad, der nur absolute Stille wiedergibt – nicht unbedingt das, was man von einem Song erwarten würde.

Aber auch dieser Song generiert durch Streams natürlich Einnahmen und diese Einnahmen werden 1:1 an die Aktion #LeaveNoOneBehind gespendet. Was am Ende einfach bedeutet, dass man lediglich durch seine Zeit bzw. das Anhören von „nichts“ spenden kann, nur eben nicht mit dem eigenen Geld, sondern durch die üblichen Plattformen und Werbepartner.

Dauert nen Ticken länger als ein Profilbildwechsel, ist aber mindestens genauso einfach. Und hilft deutlich mehr. Besonders wenn man das Ding in Dauerschleife laufen lässt, was bei dem „Inhalt“ absolut kein Problem sein sollte.

Ein paar weitere Infos zur Aktion gibt es an dieser Stelle.

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Alle Songs von The Blacklist in einer Playlist https://www.wihel.de/alle-songs-von-the-blacklist-in-einer-playlist/?pk_campaign=feed&pk_kwd=alle-songs-von-the-blacklist-in-einer-playlist https://www.wihel.de/alle-songs-von-the-blacklist-in-einer-playlist/#comments Tue, 15 Mar 2022 06:48:31 +0000 https://www.wihel.de/?p=124421 ]]>

Ich musste erst über 30 Jahre alt werden, bis mir aufgefallen ist, wie viel Musik eigentlich in Akte X verwendet wird. Viel mehr noch ist mir das aufgefallen, als man noch Reisen konnte und Line mal wieder irgendwo unterwegs war, sodass ich am Wochenende den Strohwitwer spielen durfte.

Das ist zur Abwechslung auch immer mal ganz schön, führt aber unter anderem dazu, dass ich verwahrlose. Also „verwahrlose“, denn eigentlich lass ich nur ein paar Dinge weg, die sonst im Sinne des Hausfriedens gemacht werden. Sleeptimer zum Beispiel spielen da eine große Rolle, denn niemand hat Lust, bewusst den Fernseher oder das Smartphone noch mal auszumachen, weil einfach „dabei einschlafen“ noch am schönsten ist. Genauso nervt es, wenn die Frau sich über einen rüber rollt um das Ding auszuschalten – macht genauso wach, wie wenn man es selbst machen würde.

Ist die Frau des Hauses allerdings nicht da, dreh ich nicht nur den Sleeptimer übertrieben hoch, ich lass ihn einfach ganz weg. Ist allerdings auch bescheuert, weil ich dann wieder alle paar Stunden aufwache und davon genervt bin – aber auch zu faul, um es dann final auszuschalten. Ich hab mal eine ganze Nacht die Menümusik der „Neues aus Büttenwarder“-DVD ertragen ... war auch eine Erfahrung.

Jedenfalls ist mir bei so einer Aktion und eben einem kleinen Akte X-Marathon aufgefallen, dass da in fast jeder Szene irgendwie Musik läuft, die man aber auch erst so richtig wahrnimmt, wenn man es weiß.

Überhaupt kann man feststellen, dass besonders gute Serien auch immer wissen, wie man Musik geschickt auswählt und einsetzt. Bei Akte X war das sehr mit der aktuellen Stimmung verbunden, bei anderen kommt auch eine gewisse Nähe zur Neuzeit hinzu, wenn da durchaus namenhafte Stars oder direkt Songs, die man auch aus Radio und Spotify kennt, verwendet.

Und nicht selten ist die so gut, dass selbst ich mal danach suche und mir irgendeine Playlist anstelle. Californication ist da noch eines der besten Beispiele, aber auch The Blacklist ganz weit vorn dabei. Überhaupt ist die Serie ja sehr großartig geworden. Anfänglich eher seichte Action-Unterhaltung hat sie sich immer mehr zum „Geheim-Tipp“ entwickelt, was nicht zuletzt natürlich sehr mit James Spader verbunden ist. Aber auch musikalisch weiß die Serie zu überzeugen und hat in 9 Staffeln mittlerweile mehr als 500 Songs verwendet.

WhatSong hat all diese Songs einmal hier aufgelistet, viel besser ist aber, dass man auf Spotify auch eine Playliste findet, in der zwar nicht alle, aber eben doch irgendwas um die 450 Songs enthalten sind:

Und ich muss mich wirklich endlich mal an die 9 Staffel machen ...

Ich bin ja großer Fan von Videos, die ein bisschen Licht in Bereiche bringen, von denen man selbst in der Regel so gar keine Ahnung hat. Handwerker-Videos sind da ganz vorne mit dabei, weil ich einfach keine handwerkliche Ausbildung hab und deswegen gar nicht wissen kann, was man alles machen muss, um zum Beispiel einen Kernfusionsreaktor zu bauen.

Genauso hab ich keinen blassen Schimmer von der Musikindustrie, möchte den aber ehrlicherweise auch gar nicht haben, weil dieses ganze Konstrukt mit Plattenfirmen, Rechteinhabern sonstigen merkwürdigen Institutionen (ja, ich meine dich, GEMA) mehr als suspekt ist und sich da gefühlt sehr viele die Taschen voll machen, ohne dafür wirklich einen Gegenwert zu liefern. Wenn man da mal einfach erklärt bekommt, was los ist, ist das gut und bin ich sehr dankbar für.

Wollte ich auch schon beim nachfolgenden Video von MrWissen2go sein, muss dann aber doch an vielen Stellen widersprechen. Im Grunde geht es darin darum, wie Spotify das Musikverhalten seiner Nutzer verändert, ein stark verbesserungswürdiges Vergütungsmodell gegenüber Künstlern hat und unfair gegenüber Podcastern ist, die die Plattform nutzen, aber nicht dafür bezahlt werden.

Uff. Uff bringt es vermutlich am besten auf den Punkt. Unter anderem wäre da zum Beispiel das Anführen einer Statistik in Bezug auf das veränderte Userverhalten und das Spotify daran schuld sei, dass Tracks immer kürzer werden. Das beobachtet man bereits seit 35 Jahren ... Spotify wurde allerdings erst 2006 gegründet und hat dann noch eine ganze Weile gebraucht, um weltweit so verbreitet zu sein, wie es mittlerweile der Fall ist.

Oder auch der Punkt, dass die Vergütung gegenüber den Künstlern unfair sei – allerdings geht der größte Batzen an die Plattenfirmen. Der drittgrößte Punkt sind Steuern, gefolgt von Verwertungsgesellschaften. Hier den Finger nur auf einen der beteiligten Parteien zu richten ... das erscheint mir recht kurz gedacht.

Und zu guter Letzt: Spotify Plattform und Infrastruktur kostenfrei nutzen und sich dann darüber beschweren, dass man nicht so vergütet wird, wie die Podcasts, die Spotify selbst produziert ... das wäre ja fast so, als würde man von Google verlangen, dass es dafür bezahlt, über Suchergebnisse Traffic zu generieren ...

Musikstreaming ist eine praktische Sache: Man hat Millionen von Songs parat, ohne dafür Speicherplatz belegen zu müssen. Auch physische Tonträger sind nicht mehr nötig. Allerdings hat das Geschäft mit der Musik auch seine Schattenseiten. Welche das sind, das erfahrt ihr in diesem Video über den Marktführer Spotify - wobei die hier angesprochenen Punkte auch ganz oder teilweise auf andere Anbieter wie Apple Music, Prime Music oder Deezer zutreffen können.

Nichtsdestotrotz ist hier natürlich auch ein bisschen Wahrheit drin. Natürlich gibt es Künstler, die aufgrund von Playlisten und Algorithmen die Art und Weise von Musik ändern – da darf dann aber auch jeder selbst entscheiden, was er davon hält, dass Musik hauptsächlich mit Profitabsicht produziert wird. Und sicherlich sind Algorithmen im Allgemeinen mit Vorsicht zu genießen, wir alle wissen ja, wie bescheuert der Homefeed bei Facebook mittlerweile ist.

Ich find es dennoch beknackt, krampfhaft ein Schaf als schwarzes durchs Dorf zu treiben – um so ein bisschen Differenzierung kommt man halt nicht rum.

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In eigener Sache: Spotify https://www.wihel.de/in-eigener-sache-spotify/?pk_campaign=feed&pk_kwd=in-eigener-sache-spotify https://www.wihel.de/in-eigener-sache-spotify/#comments Fri, 18 Sep 2015 18:09:20 +0000 https://www.wihel.de/?p=62523 ]]> in-eigener-sache-spotify

Seit nun gut zwei Jahren haben wir mehr oder weniger den Musik-Freitag jede Woche zelebriert - eine fantastische Zusammenarbeit zwischen den ganzen PR-lern, den zahlreichen Bands, die um Aufmerksamkeit betteln und mir, der den einen Tag in der Woche sich mal keine Gedanken um mögliche Themen machen muss. Für mich ist der Musik-Freitag der entspannteste Tag in der Blogwoche der aber gleichzeitig euch knuddeligen Lesern noch immer einen Mehrwert bietet - zumindest, wenn euer Geschmack genauso verschroben ist wie meiner.

Was mich allerdings immer gestört hat: der Beitrag ist dann online, wird vielleicht auch ein paar Tage von mir in einem Tab offen gelassen, damit ich das Lied hören kann - aber gerade die etwas älteren Sachen oder im Auto kommt da gar nichts zum Zug. Blöd, denn im Grunde hat jeder Song es verdient, mehrfach und auch über Wochen hinweg gespielt zu werden.

Dabei ist die Lösung total einfach und wird von mir auch eigentlich jeden Tag benutzt - Spotify. Kennt jeder, kann jeder benutzen und hat eine unglaubliche Fülle an Songs.

In den letzten zwei Wochen hab ich mich mal hingesetzt, bin sämtliche Musik-Postings in diesem Jahr durchgegangen und hab die, die ich gefunden hab (es waren erstaunlich wenige, die da nicht reingefallen sind) in eine Playlist geschmissen.

Worauf ich nun eigentlich hinaus will: es gibt jetzt eine wihel.de 2015-Playlist bei Spotify, die sämtliche Songs beinhaltet, die wir dieses Jahr vorgestellt haben und noch vorstellen werden. Wer also Bock hat, die Dinger nicht nur ein Mal hier auf dem Blog zu hören, kann das Ding einfach abonnieren. Ich hab die Playlist auch gleich mal in die Sidebar geschmissen - wer hier gern ein bisschen länger rumgammeln will - vielleicht einen Kaffee trinken oder so - kann dann auch hier den ganzen Kram anhören.

Und wer es nicht mag, der popelt weiter mit dem Finger in der Nase, auch das ist okay.

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Kleine Playlist-Empfehlung + Verlosung: Digster Hear it First https://www.wihel.de/kleine-playlist-empfehlung-verlosung-digster-hear-it-first/?pk_campaign=feed&pk_kwd=kleine-playlist-empfehlung-verlosung-digster-hear-it-first https://www.wihel.de/kleine-playlist-empfehlung-verlosung-digster-hear-it-first/#comments Wed, 09 Apr 2014 07:04:37 +0000 https://www.wihel.de/?p=34988 ]]> kleine-playlist-empfehlung-verlosung-digster-hear-it-first

Immer wenn ich mein Spotify starte, fällt mir unweigerlich die äußerst schlechte Werbung mit den beiden GZSZ-Darstellern ein, bei der die eine Trulla den tollen Satz raushaut "Was hab ich früher nur ohne Spotify gemacht?". Vermutlich Musik gehört.

Aber ich will nicht lästern, ich will euch hier ja was schmackhaft machen. Denn als Spotify-Nutzer solltet ihr definitiv mal die Playlist Digster Hear it First hören. Läuft bei mir tatsächlich zu 80% des Tages rauf und runter, wird fortlaufend aktualisiert und bietet wirklich ganz fantastische Musik. Es geht sogar soweit, dass mir von diversen Labels neulich erst Tove Lo mit Habits vorgestellt wurde und ich das schon laaaange kannte - eben von der Playlist. In der Regel ist es nämlich genau umgekehrt, ich kenn den ganzen Kram nicht. Also klare Anhörempfehlung von mir, da macht man definitiv nichts falsch.

Digster selbst ist ein Playlistenservice innerhalb von Spotify und bietet tatsächlich eine unglaublich große und - das ist ja das wichtigste - abwechslungsreiche Auswahl an Playlisten. Ihr habt Bock auf ein bestimmtes Genre? Gibts. Ihr habt Bock auf den ganz neuen Kram? Gibts. Ihr habt Bock auf Playlisten, die von Künstlern zusammen gestellt wurden? Gibts. Es gibt einfach alles.

Aber man sagt sich auf der Straße, dass es noch immer Leute gibt, die noch keinen Spotify-Premium-Account haben. Ich wollt es selbst erst nicht glauben, aber es scheint tatsächlich so zu sein. Das kann, darf und soll so nicht bleiben und deswegen verlosen wir hier zusammen mit Digster 2 Spotify-Premium-Accounts für 3 Monate. Dann könnt ihr so richtig lange testen und gucken, ob euch Spotify sowie die Playlisten von Digster genauso gefallen wie mir.

Was ihr dafür tun müsst, wollt ihr wissen? Einfach unter diesen Beitrag einen kleinen Kommentar hinterlassen, welchen Song oder welche Band ihr aktuell am Dauerhören seid. Das Ganze noch mit einer gültigen E-Mailadresse und schon seid ihr im Lostopf. Teilnahmeschluss ist der 16.04.2014 um 23:59 Uhr. Ich werd die Gewinner dann per E-Mail benachtichtigen.
Einfacher geht es wirklich nicht.

Und wer Spotify schon hat, der kann sich ja direkt mal die Playlist anhören:

[mit freundlicher Unterstützung von Digster]

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