Toronto – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Wed, 04 Feb 2026 07:32:50 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.1 Toronto von oben https://www.wihel.de/toronto-von-oben/?pk_campaign=feed&pk_kwd=toronto-von-oben https://www.wihel.de/toronto-von-oben/#comments Thu, 05 Feb 2026 15:30:22 +0000 https://www.wihel.de/?p=165186 ]]>

Zu Toronto fällt mir eigentlich nur ein, dass es ganz oft genannt wird, wenn nach der Hauptstadt Kanadas gefragt wird, dabei ist doch klar, dass das nur Ottawa sein kann. Genau wie Quebec. Kann man aber auch alles schnell verwechseln und ich setz direkt noch einen drauf, denn Quebec gibt es auch als Provinz, genauer gesagt ist die Hauptstadt der Provinz Quebec nämlich ... Quebec. Und Ottawa, also die Stadt, liegt am Ottawa ... dem Fluss.

Aber zurück zu Toronto, immerhin die größte Stadt Kanadas. Gleichzeitig liegt die Stadt am Ontariosee, dem kleinsten der fünf Großen Seen – insofern immerhin ein bisschen eine Stadt der Superlative. Bestimmt gibt es dafür Ärger, aber ich behaupte mal, dass Toronto ein bisschen mit Frankfurt vergleichbar ist, denn auch hier liegt das wichtigste Handels- und Finanzzentrum Kanadas. Entsprechend auch viele Hochhäuser und eben das, was man von so einer Stadt erwartet. Zudem gibt es ein paar Universitäten dort und auch Tourismus ist ein wesentlicher Baustein der Wirtschaft – aber bevor ich weiter wahllos Fakten aus Wikipedia puzzle, schauen wir uns Toronto einfach aus der Luft an:

A collection of some of my best Toronto skyline aerial shots taken with the DJI Inspire 3 drone. The image quality produced by this drone is unmatched! Especially when filming at sunrise, sunset, dusk and night.

Könnte man sich auch mal persönlich anschauen.

Ich sag es vorab, das dürfte vermutlich der Beitrag mit dem unspektakulärsten Video jemals sein, was vor allem daran liegt, dass Marc Bauer eine sehr monotone Art hat, zu erzählen, was eigentlich passiert. So monoton, dass ich lange (also so ca. 5 Minuten – in einer TikTok-Welt sind das Jahre!) mit mir gehadert hab, ob man das überhaupt bringen kann.

Aber es passt auch ganz gut zu einer Macke von mir, die ich zumindest noch hatte, als Leben in der Großstadt angesagt war. Wie man bekanntlich weiß, bin ich jetzt nicht der Riesenfan von Laufen, wobei – das hab ich neulich erst versucht zu verdeutlichen – es immer auf den Kontext ankommt. Einfach so durch die Gegend laufen ist doof, Laufen mit Ziel macht da schon eher Sinn und wenn das alles unter einer Stunde erreicht werden kann, ist das eine ernstzunehmende Option.

Ich denk dabei immer an eine Nacht von vor ein paar Jahren zurück, als ich einen Freund besucht hatte und dann den Heimweg antrat. Ein Blick auf den Fahrplan der Bahn hat gezeigt, dass ich sinnlos eine halbe Stunde hätte warten können – oder ich laufe einfach und schlag so ein bisschen Zeit tot.

Logisch, dass ich mich für Zweiteres entschieden hab und während ich so vor mich hinlief, Musik im Ohr und einfach keine Straßenbahn an mir vorbeifuhr, stand am Ende dieses kleinen Marsches als Ergebnis: Ich bin die komplette Strecke gelaufen. Hat eine Weile gedauert, aber letztendlich war ich dadurch schneller als mit der Bahn.

Und genau das hat Marc Bauer auch gemacht, nur eben in Toronto. Und mit ein bisschen mehr Hackengas:

Das Ergebnis ist aber im Prinzip das gleiche: Wenn du deine Bahn verpasst, einfach laufen.

Aktuell sind bei uns auf der Arbeit irgendwas um die drei Teams in Dänemark zur Workation – neumoderner Begriff dafür, dass man ein bisschen Urlaub und Arbeit miteinander verbindet, in dem man einfach da arbeitet, wo man außerhalb der Arbeit Urlaub machen kann.

Und ich find das tatsächlich eine mega gute Aktion, obwohl das so unfassbar auf der Hand liegt, wir das vor lauter Homeoffice aber gar nicht richtig auf dem Schirm hatten. Denn eigentlich machen wir ja auch gar nicht Homeoffice, sondern einfach nur mobiles Arbeiten und das geht prinzipiell ja von überall, sofern man denn Internet hat. Um nicht zu sagen: ärgert mich fast schon ein bisschen, dass wir da nicht drauf gekommen sind, aber wir sind auch Techies und habens nicht so mit Natur, Verreisen und Urlaub. Dabei wollen wir doch eigentlich immer was mit Holz machen ...

Auf jeden Fall hat mich das irgendwie wieder an London erinnert, weil ich da eigentlich ganz gern mal wieder hin möchte – könnte aber auch der Reiz des „unmöglichen“ sein, denn mit Brexit und Corona ist das doch schon sehr in die Ferne gewandert (vom Finanziellen gar nicht angefangen). Außerdem – und das klingt jetzt gemeiner als es sein soll – sind die Behausungen in London auch nicht sonderlich groß, da will man sich schon gut überlegen, mit wem man da auf engstem Raum mehrere Tage hockt.

Aber es geht noch enger und das zeigen Mat und Danielle von Exploring Alternative mit ihrem Besuch bei Jessica ganz gut. Ich weiß nicht genau, wo die Butze steht, hab aber in den Kommentaren irgendwas von Toronto gelesen, ist aber auch egal. Denn viel spannender ist, dass das Haus von Jessica eines der dünnsten Häuser überhaupt ist, in das man wohnen kann – daher auch meine Assoziation mit London.

Setzt natürlich voraus, dass man besonders gut Ordnung halten kann und das Maximum an Platz heraus holt, aber auch, dass da eben nicht Platz für zwei oder mehr Leute ist, weil man sich ständig auf den Füßen stehen würde.

Aber so im Großen (höhö) und Ganzen wirkt das doch recht gemütlich und vor allem alles extrem gut durchdacht:

Auf der anderen Seite: Wenn man da wegen Corona und Co. tatsächlich sowas wie eingesperrt ist ... das wird auf der Dauer dann doch recht eng. Sag ich aber auch, der demnächst einfach drei Räume mehr hat ...