Zeitreise – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Tue, 09 Mar 2021 17:42:28 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.7.2 90’s Flashback https://www.wihel.de/90s-flashback/ https://www.wihel.de/90s-flashback/#comments Tue, 09 Mar 2021 15:42:14 +0000 https://www.wihel.de/?p=111687 90’s Flashback | Zeitgeschichte | Was is hier eigentlich los?

Seit keine Ahnung wie vielen Jahren wechseln Line und ich uns bei der sonntäglichen Wochenzusammenfassung ab, was vor allem praktische Gründe hat: ich muss alle zwei Wochen einen Beitrag weniger verfassen. Außerdem gibt das noch mal einen zusätzlichen Blickwinkel und wäre ja auch Quatsch, wenn sie nur einmal pro Woche mit einem Rezept um die Ecke kommt.

Was eher mal als Füller (und auch zur Steigerung der internen Verlinkung) diente, ist mittlerweile auch ein ganz guter Gradmesser um zu merken, wann eine Woche wieder rum ist. Denn ehrlicherweise sind wir regelmäßig davon überrascht, wenn einer von uns wieder dran ist, weil … „ich war doch erst letzte Woche dran“.

Will sagen: Gerade jetzt, in der aktuellen Situation, merken wir besonders, wie schnell die Zeit rast. Das letzte Jahr kann man ja ohnehin in die Tonne treten und ist somit schon fast aus dem Gehirn gelöscht, aber auch dieses Jahr kann einem doch keiner erklären, dass wir schon wieder März haben. Viel mehr noch, beinahe Mitte März und somit quasi Ostern, faktisch Sommer und was machen wir eigentlich an Silvester?

Tatsächlich bewegt sich Zeit aber gar nicht schneller, wir werden einfach nur älter, unsere Gehirne werden voller und so wird es auch schwieriger, sich alles zu merken und zu erfassen. Gerade auch weil die Zeit zwar nicht schneller wird, aber die Welt an sich. Ich jedenfalls muss nicht mehr jeden Scheiß mitmachen und vieles ist mir auch einfach von Anfang an egal, weil … mittlerweile muss ich mir meine Zeit sinnvoll einteilen.

Wofür aber immer mal wieder Zeit ist: Ein bisschen Nostalgie. Das klappt bei Fotos ganz gut, aber auch auf YouTube, wenn es um den einen oder anderen Remix aus irgendeinem Jahr geht oder auch um Werbespots von damals™.

Da kommt das nachfolgende Video ganz recht – nur dass die 90er zumindest in meinem Kopf nicht allzu weit weg sind, schmeckt mir nicht wirklich:

Wie sagt man so schön? Früher war nicht alles schlecht (ich weiß, is Quatsch, aber trotzdem …)

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London im Jahr 1924 https://www.wihel.de/london-im-jahr-1924/ https://www.wihel.de/london-im-jahr-1924/#comments Wed, 25 Nov 2020 06:57:47 +0000 https://www.wihel.de/?p=107245 London im Jahr 1924 | Zeitgeschichte | Was is hier eigentlich los?

Interessant, aber auch definitiv gruselig: So langsam kommen die Einschläge näher. Damit mein ich nicht, dass ich auch ein Alter erreiche, bei dem das Ende des Lebens in greifbarer Nähe ist – bis dahin wird hoffentlich noch eine ganze Weile ins Land ziehen. Viel mehr mein ich die Idioten, die nicht verstanden haben, dass es so einem Coronavirus scheiß egal ist, ob man weiterhin Bock hat, Zuhause zu bleiben oder „findet, dass das jetzt auch alles langsam mal reicht“.

Will heißen, dass selbst Leute langsam widerspenstig werden, von denen wir das so nicht erwartet haben – das war besonders überraschend, als wir im engeren Kreis zusammensaßen und jemand sagte, dass eine regelmäßige Fahrt nach Hause (der- oder diejenige arbeitet unter der Woche außerhalb) ja unproblematisch sei, denn „man bekommt das ja einfach nicht“. Das ist halt nicht nur intellektuell schwierig, sondern auch weil man sich Familie ja nicht aussuchen kann.

Man muss aber auch sagen, dass da auch die Politik eine gewisse Teilschuld hat. So ist zumindest die aktuelle Idee, den Lockdown bis 20. Dezember zu verlängern, aber für Weihnachten Ausnahmen zuzulassen, schlichtweg dumm. Natürlich wäre ein Weihnachtsfest allein Zuhause alles andere als geil – aber auch hier ist das dem Virus ziemlich egal, das tut einfach, was es tut.

Und da spielt dann auch keine Rolle, ob man mittlerweile die Schnauze voll hat vom Zuhause Bleiben und die üblichen Reisen vermisst – mehr als YouTube und Vimeo ist halt einfach nicht drin, außer man ist ein Arschloch.

Mir ist natürlich klar, dass das nur ein kleiner Trost und billiger Ersatz ist – aber immerhin kann man dann auch ein bisschen in der Zeit zurückreisen. Und so zum Beispiel einmal schauen, wie es in London 1924 aussah – Spoiler: ziemlich genau so, wie man sich das vorstellt.

Take a trip on a horse-drawn towing barge from Limehouse into old Central London!
The trip goes over the Regents Canal from Limehouse, via the Wharves of East London, Mile End Road, Various locks, White Chapel, Heartford Union Canal, Old Ford, Acton’s Lock, Hackney, through Islington Tunnel, passes under the New River, over the GNR at Kingscross, under the Midland at St.Pancras, Kentish Town, Alpine Chalet, through Regents Park and London Zoo and ends at Paddington Basin just off Edgeware Road.

Und jetzt bleibt einfach mit dem Arsch weiterhin Zuhause. So schwer ist das nämlich in Wahrheit nicht.

Mit deutschen Serien und Filmen ist es ja immer ein bisschen schwierig – die Anzahl derer, die man wirklich bedenkenlos gut findet und empfehlen kann, kann man eigentlich noch immer an einer Hand abzählen und sie laufen seltenst zu einer annehmbaren Zeit im frei empfangbaren Fernsehen und dann auch noch auf irgendwelchen Spartensendern.

Und am Ende wundern sich alle, warum die Einschaltquoten nicht ausreichen, um auf die wirklich prominenten Plätze und Sender wechseln zu können, die noch immer und immer mehr mit irgendwelchem Schrott gefüllt werden. Das ist in etwa so, aus Protest nicht einkaufen zu gehen und sich dann zu wundern, dass man Hunger hat, weil der Kühlschrank ständig leer ist. Oder gegen Pandemien demonstrieren zu gehen …

Aber es gibt eben auch Ausnahmen und eine, wenn nicht sogar DIE, ist Dark. Was mich tatsächlich ein wenig verwundert, denn Dark hat auch sehr viel von dem Mist, den andere Serien auch haben und der sie schlecht macht, aber scheinbar ist Zeitreise noch immer ein Ding, dass sich die Leute gerne anschauen. Außerdem ist Dark auch einfach gut gemacht, was Szenerien, Bilder und Atmosphäre anbelangt – kann also auch sein, dass hier das pure Handwerk die anderen Mängel einfach sehr gut kaschiert.

Soll am Ende aber auch egal sein, denn die Leute mögen Dark einfach und das sicherlich auch zu Recht. Auf der anderen Seite muss ich zugeben: Der Handlung der zweiten Staffel zu folgen, war schon deutlich schwieriger als bei der ersten Staffel und der neue Trailer zu nun dritten und letzten Staffel lässt erahnen: es wird nicht einfacher.

Ein letztes Mal werden die Zuschauer in die mysteriöse Welt Windens entführt und die Knoten in den Köpfen durch alle Erzählebenen entwirrt. Während die ersten beiden Staffeln das Konzept der Zeit dekonstruieren, fügt das Ende der Trilogie die Dimension des Raums hinzu. Jonas wird in eine Parallelwelt gebracht, die eine verzerrte Spiegelung von Winden zu sein scheint. Während er versucht, den Zusammenhang zwischen dieser Welt und seinem eigenen Schicksal zu verstehen, streben die anderen Charaktere aus seiner ursprünglichen Welt danach, den endlosen Zyklus der Ereignisse zu durchtrennen, der sie gefangen hält. Im Zentrum der Erzählung über zwei Welten, über Licht und Schatten, steht eine tragische Liebesgeschichte epischen Ausmaßes.

Ab dem 27.06. geht es auf Netflix los.

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Street-Fotografie – Ein Bild von 1838 bis 2019 https://www.wihel.de/street-fotografie-ein-bild-von-1838-bis-2019/ https://www.wihel.de/street-fotografie-ein-bild-von-1838-bis-2019/#comments Tue, 18 Jun 2019 10:41:30 +0000 https://www.wihel.de/?p=96236 Street-Fotografie – Ein Bild von 1838 bis 2019 | Zeitgeschichte | Was is hier eigentlich los?

Es ist beinahe schon bekloppt, wie regelmäßig wir uns immer Sachen vornehmen, nur um sie dann doch nicht zu machen. Kennt man vor allem von Silvester und irgendwelchen übertriebenen Vorsätzen – aber da sind wir Fuchs, da beteiligen wir uns nicht dran. Nein, bei uns reichen normale Wochenenden, um fixe Pläne zu schmieden und sie dann doch nur bis zur Unendlichkeit und noch weiter aufzuschieben.

Regelmäßige Fotografie-Spaziergänge zum Beispiel, gern auch mal zu besonders unchristlichen Zeiten. Wobei, das haben wir einmal im Urlaub tatsächlich umgesetzt – sind unfassbar früh aufgestanden und wollten einen bombastischen Sonnenaufgang fotografieren. Doof war da nur, dass das Wetter andere Pläne hatte, aber immerhin konnten wir so frische Brötchen für den Rest der Bande besorgen.

Artähnlich steht auch immer noch der Plan im Raum, Hamburg zu erkunden und uns ein bisschen in Sachen Street-Photography auszutoben. Keine Ahnung, wann wir das mal machen (oder halt ob), aber bis es soweit ist, schauen wir uns einfach gemeinsam die Compilation von Guy Jones an. Denn der hat Bilder aus den Jahren 1838 bis 2019 genommen – jedes Jahr eines – und zu einer Compilation verknüpft, die am Ende eine wunderbare Reise durch die Zeit der Fotografie darstellt:

Schon cool oder?