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Through a Glass Darkly von Nick Turpin | Was is hier eigentlich los?
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Through a Glass Darkly von Nick Turpin

Through a Glass Darkly von Nick Turpin | Design/Kunst | Was is hier eigentlich los? | wihel.de
© Nick Turpin

Ein echter Nachteil an der Fahrt mit dem eigenen Auto zur Arbeit: man kommt einfach nicht mehr zum Lesen. Könnte man natürlich weiterhin machen, wäre für die zwischenmenschliche Beziehung zu den anderen Verkehrsteilnehmer eher nicht so fördernd. Auf der anderen Seite überwiegen die Vorteile natürlich um Einiges: eigene Musik hören ohne Rücksicht auf Verluste, angenehme Temperature auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt, die kürzeste/sinnvollste Route für den eigenen Arbeitsweg, kein Umsteigen und Furzen so oft und laut wie man will. Da muss man wohl auf Hörbücher umsteigen.

Außerdem ist es mir bisher noch nicht passiert, dass ich im Auto eingeschlafen bin – zwischenmenschliche Beziehungen zu den anderen Verkehrsteilnehmern, hatten wir ja eben erst. Das ist im Bus zwar nicht ganz so fatal, aber dafür schon recht peinlich. Überhaupt hat mir das immer gar nicht behagt, mit anderen Menschen in der Blechkiste eingesperrt zu sein. Was die einen immer angucken oder stattdessen peinlich berührt rausschauen, dazu diese ganzen Gerüche – gerade bei Regen eine echte Herausforderung. Und wenn dann auch noch die Scheiben beschlagen wird’s ganz gruselig.

So ähnlich hat das auch Nick Turpin mit seiner Serie Through a Glass Darkly eingefangen, wobei sein Ziel eher war, die Ruhe wiederzugeben, die Busfahrgäste einfängt, sobald sie sich in den Bus gesetzt haben. Da hatter ja auch recht – im Grunde reinsetzen und sich chauffieren lassen, das kann schon entspannend sein. Starke Bilder von ihm, insbesondere im Zusammenspiel mit den beschlagenen Fenstern. Man sieht den Menschen, aber eben auch nicht richtig – gerade wer am Fenster sitzt, gibt unweigerlich einen Teil von sich nach Außen preis – dank der Beschlagung wird aber ein kleiner Teil seiner Privatsphäre bewahrt. Hat was:

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© Nick Turpin
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These pictures of Bus passengers in the winter months were made at night from a raised platform with a long lens hand held at 1/40th second, on the limits of what modern camera sensors can record.

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Mehr Bilder von ihm findet ihr hier – schöne Arbeiten dabei.

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