Timelapse: Patience

Timelapse: Patience

Ganz besonders schwierig zu verarbeiten sind übrigens Timelapse-Videos, die eigentlich so gar kein konkretes Thema haben – da hilft auch die beste Anekdote nichts, denn ohne Bezug ist alles nur Blabla. Wobei ja eigentlich alles Blabla ist und hier sowieso keiner die Texte liest, sondern alle immer nur auf den ollen Playbutton drücken, sobald die Seite fertig geladen hat. Ihr mit euerm RTL-2-Konsumverhalten.

Patience von Paul Richardson hat inhaltlich auch nicht so ein richtig konkretes Thema und dafür dennoch viel Arbeit gemacht. Ganze zwei Jahre und mehr als 300.000 Fotos hat er dafür verarbeitet und allein diese Strapazen (und Datenmenge) hat schon eine kleine Würdigung hier verdient. Wahrscheinlich geht es in seinem auch gar nicht so sehr um den Inhalt bzw. das Gezeigte, sondern um das an sich. Denn er selbst sagt: „Shooting timelapse requires a lot of patience and forward thinking. Some shots took multiple attempts to get the right light, others required whole days just to capture a few seconds of footage.“ Und ich weiß ganz genau, was er meint – wenn es mal wieder die Mikrodetails sind, die den halben Tag in Anspruch nehmen.

Am Ende sind es aber genau diese Details, die eine Arbeit erst herausragend machen. Und das trifft dann irgendwie doch auf sein Video zu:

After over two years of shooting timelapse professionally, I decided it was time to create a video highlight my favourite work to-date. The variety from job to job still surprises me, everything from football matches to year long construction projects. This video showcases the results of many sleepless nights, hundreds of thousands of photos, and countless hours shooting. I couldn’t even begin to calculate how many hours of work there will be showcased in this piece, but I imagine it’s into the hundreds, if not thousands of hours.

Shooting timelapse requires a lot of patience and forward thinking. Some shots took multiple attempts to get the right light, others required whole days just to capture a few seconds of footage. There’s a careful balance of trying to predict the future, and just being determined enough to do everything it takes to get the shot.

For example, the milkyway shot at 1:23 was the result of a four day shoot chasing the milkway in Wales. I stayed up every night, driving around trying to find clear patches in the night sky.. But in four days all I managed to capture was a sequence of 50 images.

Da hat sich der Aufwand doch gelohnt.

[via]

Über Martin

Martin
Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert. Alle Beiträge von Martin ansehen.

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