Touristen und Gedenkstätten

Touristen und Gedenkstätten

Achtung Fremdschämalarm. Kennt man ja: sobald irgendwo eine Schulklasse an einer Gedenkstätte auftaucht, ist es mit der Pietät ganz schnell vorbei. Ich war natürlich nie so, aber kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie wir mal vor ein paar Jahren mit Kiddies ein ehemaliges KZ besucht haben – da musste ich nicht nur zwei Mal einschreiten und zur Ordnung rufen.

Aber es ist ja auch allgemein bekannt, dass die Jugend von heute bereits von Geburt an ein stark ausgeprägtes Respektdefizit in den Genen hat. Wo ich früher noch mit zitternden Knien zur Schule gegangen bin, muss man heute als Ü15-Jähriger darauf aufpassen, dass man die kugelsichere Weste angezogen hat und ständig davor gewappnet sein, nicht angespuckt oder mit Fäkalien beworfen zu werden. So erzählte man mir zumindest jüngst.

Mittlerweile hat auch jeder, der einigermaßen mit seinem Daumen umgehen kann und freudig in das Pubertätszeitalter eingetreten ist, einen Instagram-Account. Logisch, dass man dann die Besuche diverser Gedenkstätten fototechnisch festhalten muss – nur über die Art und Weise und vor allem die Verwendung der Hashtags sollten wir uns dringend noch mal unterhalten:

Touristen und Gedenkstätten

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Angeblich soll es laut neuer Pisa-Studie mit der Bildung aufwärts gehen – ich weiß, wer definitiv dazu nicht befragt wurde. Yolocaust – ernsthaft?

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Über Martin

Martin
Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert. Alle Beiträge von Martin ansehen.

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