Trailer: Die Himmelsleiter – Sehnsucht nach morgen

Trailer: Die Himmelsleiter - Sehnsucht nach morgen
© Degeto/Bavaria Fernsehproduktion/Stephanie Kulbach

Als ich zu diesem Trailer angeschrieben wurde, war einer der ersten Sätze, dass ich womöglich gar nicht so sehr auf deutsche Filme stehen würde, aber ob ich nicht doch Lust dazu hätte. Ein völlig falsches Bild, denn im Grunde liebe ich gute, deutsche Filme. Soul Kitchen war ganz großartige, Die Welle zwar ein bisschen zäh, aber auch sehenswert und selbst Lammbock gehört seit Jahren zum erwählten Kreis der Filme, die ich immer wieder mal schaue.

Ob Die Himmelsleiter das auch schafft, vermag ich bis jetzt noch nicht ganz zu beurteilen, aber die Aussichten sehen gut aus – nicht zuletzt wegen der Thematik selbst. Schließlich haben wir alle dank Geschichtsunterricht und dem ständigen „Aber damit müsst ihr euch auseinandersetzen, das ist schließlich eure Geschichte“ so langsam die Nase voll von der Zeit zwischen 1933 und 1945. Das war alles selbstverständlich mehr als grausam und darf nie wieder kommen – aber was ist mit der Zeit danach? Zerstörung, Not und Elend soweit das Auge reicht und doch gab es Menschen, die damit klar kommen mussten und um ihr eigenes Leben und das ihrer Angehörigen weiterhin kämpfen mussten. Mit genau dieser Thematik beschäftigt sich der Film – gute Sache, schließlich gibt es nicht viele, die das tun.

Zur Handlung selbst: Die basiert auf autobiographischen Erlebnissen des Drehbuchautors Peter Zingler, der zur damaligen Zeit ein kleiner Junge war. Es geht um die Familien Roth und Zettler. Bei der Erstgenannten versucht Anna Roth, Mutter, ihre Großfamilie zwischen Trümmern, Schmuggel und Schwarzmarkthandel über Wasser zu halten, während ihr Mann, Adam, seit 6 Jahren als vermisst gilt. Auf der anderen Seite ist Armin Zettler, der mehr oder weniger unbeschadet aus dem ehemaligen Regime herausgekommen, aber immer noch durch und durch von den damaligen Ansichten überzeugt, ist und sich mit den Besatzungsmächten gut gestellt hat. Die Trümmer, in denen Anna Roth und ihre Familie leben, soll allerdings nun einer belgischen Kaserne weichen – die umliegenden Grundstücke hat Zettler bereits aufgekauft, nun will er das Haus der Roths. Mehr will ich erstmal nicht verraten, aber es dürfte ja logisch sein, dass Zettler zu den nahezu gleichen Methoden greift wie vor Kriegsende.

Zudem sind da auch einige bekannte Schauspieler dabei, die ein bisschen mehr können als andere. Christiane Paul, die Anna Roth spielt, kennt man unter anderem aus Die Welle, Neues vom Wixxer oder auch Unsere Mütter, unsere Väter, Axel Prahl selbstverständlich aus dem Münsteraner Tatort und Henning Baum aus Der letzte Bulle, was ja auch recht erfolgreich gewesen sein soll.

Das erste hat dankenswerterweise den Trailer entfernt. Schade.

Mit dabei sind unter anderem: Christiane Paul, Ernst Stötzner, Sarah Horváth, Muriel Wimmer, Jonathan Berlin, Luis Vorbach, Axel Prahl, Teresa Harder, Lucas Prisor, Sina Tkotsch, Lucas Reiber, Henning Baum, Nikolai Kinski und Adam Vacula.

Kurzum, das könnte richtig gut werden. Thematik, die noch nicht x-Mal durchgekaut wurde, Schauspieler, die auch was von ihrem Handwerk verstehen – eigentlich alles da, damit endlich mal wieder ein richtig guter, deutscher Film auf der Mattscheibe läuft.

Weitere Infos und Videos findet ihr direkt hier.

Trailer: Die Himmelsleiter - Sehnsucht nach morgen
© Degeto/Bavaria Fernsehproduktion/Stephanie Kulbach

[mit freundlicher Unterstützung der Bavaria Fernsehproduktion]

Über Martin

Martin
Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert. Alle Beiträge von Martin ansehen.

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