Warum Antibiotika in Geflügel gar nicht so verkehrt ist

Gestern hab ich irgendwo folgenden Satz gelesen:

Wenn man Geflügel mit Antibiotika vollpumpt, erklärt das zumindest, warum Hühnersuppe bei Erkältung hilft.

Ich hörte die ganzen Moralisten schon wieder rufen: „Tierquäler“, „Gesundheitsschädlich“ oder auch „deine Mudder dreht sich beim Dönermann auf’m Spieß“. Kann man machen, ist aber wie schon gesagt recht geheuchelt.

DENN, betrachten wir das ganze doch mal nüchtern:

Man wird krank und bekommt von Mutti, Oma und vielleicht auch dem Onkel von der Cousine des Schwippschwagers trölften Grades immer den Rat, Hühnersuppe zu essen. Sicher auch nicht verkehrt, essen muss sowieso jeder.

Gehen wir nun vom Antibiotika-getränkten Huhn aus, bedeutet das, dass wir automatisch diverse Gesundmacher bereits bei der Nahrungsaufnahme zu uns nehmen.

Warum Antibiotika in Geflügel gar nicht so verkehrt ist

Daraus folgen zwei sehr wichtige meiner Meinung nach evolutionäre und die Menschheit voranbringende, aber sicherlich für diverse Wirtschaftszweige eher unschönere Punkte:

1. wir sparen aktuell 10€ Praxisgebühr (ich gehe fest davon aus, dass sich diese Gebühr im Verlaufe der nächsten Dekaden ähnlich dem aktuellen Spritpreis verhalten wird)

2. wir sparen sämtliche Kohle für überteuerte Arznei

Monetär gesehen also absolut super. Dazu kommt: keine lästigen Wartezeiten nehmen völlig verrotzten Gören und/oder extrem mitteilungsbedürftigen aber dafür umso übel dreinschauender Rentner. Gleichzeitig fällt die Finanzierung der 150kg-gewichtigen Vorstandsvorsitzenden der Pharmaindustrie weg, die in meinem Kopf grundsätzlich viel zu viel schwitzen und eine Praktikantin nach der anderen unter ihrem Tisch sitzen haben – Tätigkeitsfeld selbiger dürfte sich damit selbst erklären. Ist Oralverkehr eigentlich weniger schlimm, wenn das männliche, primäre Geschlechtsorgan die Größe eines Fingerhuts hat?

Sicherlich kann man das Ganze noch deutlich weiterspinnen, wirtschaftliche Auswirkungen beleuchten und simulieren, vielleicht sogar die biologischen Auswirkungen der allgemeinen Hühnerzucht erörtern. Gut vorstellbar, dass in wenigen Jahren die Hühner selbst schon in ihrem Organismus Antibiotika produzieren können und die komplette Pharmaindustrie dahin gehen kann, wo Christian Wulff neuerdings lacht – unter die Erde (für die Doofen: in den Keller – hätte mir aber fast das Gleichnis zerschossen)

Man sieht also: eigentlich ist das gar nicht so verkehrt mit dem Antibiotika – also für die Kranken zumindest.

Und bevor hier jemand direkt am Rad dreht: kennste Humor? Nee? Dann geh zum Christian W.

Über Martin

Martin
Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert. Alle Beiträge von Martin ansehen.

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