Wie auch wir im Büro Haushaltskürzungen hinnehmen müssen

Ich erzähle niemandem etwas neues, wenn ich jetzt mit der Finanzkrise und der wirtschaftlichen Liga anfange. Überall muss gespart werden, selbst der Guttenberg kann es sich nicht mehr leisten, seine Doktorarbeit erneut schreiben zu lassen und greift selbst zum Stift.

Während selbst Berlin nicht darauf kommt, seine Diäten der wortwörtlichen Bestimmung zukommen zu lassen und den Gürtel endlich mal selbst enger zu schnallen, trifft es vor allem die private Wirtschaft – und letztendlich auch den einzelnen Arbeitnehmer.

Wir bei uns in der Firma sehen aber die Entlassung des gemeinen Pöbels nicht als ersten Schritt zur betriebswirtschaftlichen Haushaltskonsolidierung (wollt ich schon immer mal schreiben!), viel mehr werden erst alle anderen Wege genutzt, Kosten zu sparen. Und da wir uns zum Großteil im Marketing befinden, sind wir da auch recht kreativ, aber guckt euch das selbst mal an:

Wie auch wir im Büro Haushaltskürzungen hinnehmen müssen

Wie auch wir im Büro Haushaltskürzungen hinnehmen müssen

Wie auch wir im Büro Haushaltskürzungen hinnehmen müssen

Wie auch wir im Büro Haushaltskürzungen hinnehmen müssen

Gleichzeitig gibt es ein paar weitere … nennen wir sie ruhig Optimierungen, die wie folgt lauten:

1) Es wird empfohlen, sich entsprechend seinen Gehaltsvorstellungen zu kleiden.
1.1) Wer Gucci oder Prada trägt, scheint finanziell gut ausgestattet – von einer Gehaltserhöhung ist nicht auszugehen, viel mehr wird eine Minderung in Betracht gezogen, natürlich zum Allgemeinwohl
2) Sollten Sie in schlechter Kleidung kommen, sehen wir uns gewzungen, aus erzieherischen Maßnahmen eine Gehaltserhöhung kategorisch abzulehnen – Sie müssen lernen, mit Ihrem Geld umzugehen!
3) Ein ärztliches Attest werden wir nicht länger als Nachweis der Krankheit akzeptieren. Wenn Sie in der Lage sind zum Arzt zu gehen, sind Sie auch in der Lage zur Arbeit zu kommen.
4) Jeder Mitarbeiter erhält 104 Urlaubstage im Jahr. Diese sind immer samstags und sonntags.
5) Für die Toilette gibt es jetzt eine strenge Drei-Minuten-Frist. Am Ende der drei Minuten ertönt ein Alarm, die Toilettenpapierrolle wird automatisch eingezogen. Die Tür wird geöffnet und ein Foto gemacht. Jeder hat auf diesem Bild zu lächeln. Dieses Bild wird kategorisiert und in Abteilung der psychischen Gesundheits-Politik archiviert.

Wird dringend zur Nachahmung empfohlen – auch im Bundestag. Ich freu mich jeden Tag aufs Neue auf die Arbeit ..

[via Katja]

Über Martin

Martin
Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert. Alle Beiträge von Martin ansehen.

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