Wie es ist, wenn man Flugangst hat

Wie es ist, wenn man Flugangst hat

Flugnagst – wer kennt das nicht? Wahrscheinlich viele, aber ich gehör leider nicht dazu, wobei ich wahrscheinlich noch Glück hab, schließlich ist sie bei mir nicht sonderlich ausgeprägt. Es soll ja schließlich Menschen geben, die ein Flugzeug nicht mal betreten können, ohne zum Hulk zu mutieren. Und doch bin ich froh, wenn ich nicht fliegen muss.

Wahrscheinlich kann sich auch keiner so richtig vorstellen, was für ein Stress das bedeuten kann, schließlich sitzt man ja einfach nur rum – aber sobald sich die Anspannung gelegt hat, tritt neben der Erleichterung auch unweigerlich die Erschöpfung ein. Ich zumindest fühl mich danach immer wie nach einem Marathonlauf, wobei ich selbigen noch nie gemacht hab. Aber wenn, dann würde ich mich danach bestimmt so fühlen, als sei ich gerade mit dem Flugzeug durch das unwetterlichste Unwetter geflogen, dass man sich vorstellen kann. So.

Vermutlich hängt es mit dem Kontrollverlust zusammen, den man als Fluggast an den Piloten und die Technik abgibt – schließlich hängt das Leben eines jeden Passagiers in seinen (oder ihren) Händen. Klar, hat man auch im Auto oder im Bus, aber die Wahrscheinlichkeit, dass man einen Absturz aus mehreren Tausend Kilometern Höhe überlebt, ist eben doch geringer, als wenn man mit dem Vorderrad an der Bordsteinkante entlangschrabt.

Vermutlich liegt es aber auch an Unwissenheit, weswegen sich jedes Luftloch anfühlt, als würde man direkt senkrecht auf den Boden zurasen oder warum wackelnde Flügel definitiv ein Anzeichen sind, dass die Maschine schon deutlich über dem Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus ist. Und wieso laufen eigentlich immer irgendwelche Meschen durch die Gänge – wissen die denn nicht, wie schwierig es ist, auf die unterschiedliche Gewichtsverlagerung als Pilot zu reagieren? Verdammt!

Eine Vielzahl dieser und anderer Gedanken hat Youtuber Exurb1a in seinem Video Fear of Flying zusammengefasst und auch wenn ich hier und da lachen musste – ich weiß ganz genau, wie sich das anfühlt:

Kleine Tipps einer gebeutelten Seele: KEIN Platz mit Sicht auf die Tragflächen. KEIN Fensterplatz. Und am besten direkt mit Vollnarkose fliegen. Ansonsten wird das ein Höllenritt, ich sags euch. Es grenzt an ein Wunder, dass ich überhaupt das Jahr 2016 erreicht hab.

[via | Flugzeug-Bild via shutterstock.com]

Über Martin

Martin
Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert. Alle Beiträge von Martin ansehen.

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