Martin
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Wie man Milchzähne richtig zieht

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Es gibt so Momente im Leben eines Kindes, die weiß man auch noch mit 29 Jahren. Bei mir wäre das das Ziehen eines Milchzahnes mit der gebannten Manneskraft meines Vaters. Mittlerweile wissen wir durch das Internet, dass es dafür ganz kreative Wege gibt, mit denen man auf Youtube sogar was reißen kann – aber Internet hatten wir damals im Osten nicht (und dabei waren wir zu Hause technisch recht früh dran, schön mit Amiga oder 56k Modem – damals hatte das Internet tatsächlich noch Grenzen, war auch irgendwie schön) und deswegen war das auch alles andere als kreativ.

Viel mehr noch war das sogar einigermaßen schmerzhaft, denn Milchzähne fallen nicht einfach von der einen Sekunde auf die andere raus – da muss man schon ein bisschen dran rumgnubbeln. Oder man hat einen Vater, der seine eine Pranke auf die Stirn seines armen, notleidenden Sohnes legt und mit der anderen in den Mund greift und das Ding einfach rauszieht. Blut spritzte bis an die Decke, meinen Schrei hat man wahrscheinlich bis Rostock gehört – aber alles, was keine Miete zahlt, muss halt raus. Gehasst hab ich ihn in den nächsten 7 – 8 Minuten trotzdem.

Am Ende war es wahrscheinlich nicht so schlimm, aber das ist das, was sich in meine Hirnrinde eingebrannt hat. Da ist mir der Weg hier deutlich lieber, allein schon, weil es den Spieltrieb eines jeden Mannes befriedigt und am Ende man als Vater noch nicht mal selbst Schuld hat, weil man den Abzug nicht selbst drückt:

Ich. Brauch. Unbedingt. Eine. Nerf-Gun.

[via]

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