wihel in London – Ein kleiner Recap

wihel in London - Ein kleiner Recap

Ein Traum ist wahr geworden – auch wenn es nicht meiner war. Line wollte schon immer mal nach und in einem sehr schwachen Moment hatte sie mich letztes Jahr gefragt, ob wir das nicht dieses Jahr im Frühjahr machen wollen. Vielleicht hat sie mir auch irgendwas in mein Trinken getan, auf jeden Fall hab ich es bejaht – nächstes Jahr war damals schließlich noch weit weg und sowieso würde die Planung ja viel zu anstrengend werden, als dass wir wirklich nach machen. Dienstag saßen wir dann im Flieger.

Dankenswerterweise hat sich Line komplett um Flug, Übernachtung und Rahmenprogramm gekümmert, sodass es sich zumindest am Anfang für mich wie Urlaub angefühlt hat – so hatte ich immerhin mehr Zeit, um mich über die allgemein hohen Kosten zu beklagen. Selbst das hat sie mit Engelsgeduld ertragen, das kann ja nur wahre Liebe sein.

Der erste Tag war dann allerdings nicht so dolle, wie wir gedacht hatten. Gebucht hatten wir ein kleines Apartement über Airbnb und im Grunde war das alles auch ganz anständig. Internet hätte gern schneller sein dürfen und vor unserem Besuch kurz durchlüften hätte dem gebratenen Speckgeruch auch ganz gut getan – das eigentliche Problem war aber keine saubere Bettwäsche, keine Handtücher und kein Licht im fensterlosen Bad. Na Halleluja. Wenn man den ganzen Tag unterwegs war, sowieso einen kleinen Kulturschock verkraften muss ist das natürlich genau das, was man am Ende des Tages gebrauchen kann.

Die Vermieterin war auch nicht wirklich zu erreichen, also blieb nur der Anruf bei Airbnb direkt. Eine halbe Stunde Warteschleife, dazu kalt gewordenes Essen – der Abend war gebraucht. Also saßen wir wie ein Häufchen Elend („Picture of misery“) auf der Couch und wussten nicht sor recht, wie wir den Rest der Woche verbringen sollten. Doch noch in ein Hotel? Einfach wieder zurück? Alles irgendwie doch zu teuer – bis sich dann sowohl die Vermieterin als auch Airbnb fast zur Geisterstunde meldeten. Ich war nie fröhlicher über SMS und Anrufe, wie an diesem Abend.

Am Ende stellte sich heraus, dass es wohl ein Missverständnis mit der Putzkraft gab und Charlotte, besagte Vermieterin, am nächsten Tag kommen würde und sowohl Bettezeug, als auch Handtücher und neue Lampen mitbringen würde. Yeah \o/

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Der nächste Tag bestand hauptsächlich aus Sightseeing, wobei „Lauf, Martin, Lauf“ es besser treffen würde. Denn am Ende des Tages hatten wir einfach mal das 5-fache an Schritten auf dem Tacho von dem, was sonst Standard ist. Am nächsten Tag war es übrigens das 4-fache, am Tag darauf wieder das 5-fache. Wenn man schon immer mal wissen wollte, wie man sich fühlt und bewegt wenn man alt ist – einfach die gleiche Tour machen wie wir.

Der zweite Tag stand dann ganz im Zeichen des Shoppings und war entsprechend auch für die lokale Wirtschaft ganz angenehm. Ärgerlich für mich hingegen war der Besuch bei Victoria’s Secret – nicht wegen der Konsumgüter, sondern wegen des Personals. Natürlich schmerzten meine Füße wieder wie die Hölle und so war ich dankbar, dass es vor den Umkleidekabinen noch einen Raum gab, in dem man sitzen konnte. Wobei „man“ hier der völlig falsche Begriff ist – lediglich Frauen dürfen dort sitzen. Natürlich sieht man von dort aus absolut nichts vom Umkleideraum und die beiden Kolleginnen, die dort rumschwirrten, konnten mir mein Leiden offenbar ansehen und ließen mich gewähren. Nur eben die eine Hexe nicht, die eigentlich die ganze Zeit im Umkleiderum wuselte (und mich so gar nicht sah) musste natürlich auf ihrem imaginären Besen angeritten kommen und mich armen Wicht verscheuchen. Genau einen halben Meter weiter hinter die Glaswand des Raumes. Denn Männer können nicht durch Glas sehen und es geht hier schließlich ums Prinzip – wahrscheinlich muss man auch in London eine Armlänge Abstand halten.

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Wäre da nicht die Sprachbarriere, ich hätte sie wahrscheinlich verbal in der Luft zerfetzt – aber so blieb nur das stoische Warten und Rumstehen. Schließlich hab ich irgendwo auch mal gelesen, dass man Schmerz ab einem gewissen Punkt nicht mehr wahrnimmt. Stimmt übrigens nicht.

Im Großen und Ganzen hat sich der Urlaub trotz aller Anstrengungen gelohnt, nicht zuletzt, weil man den Luxus zu Hause gleich noch mehr zu schätzen weiß. Was also ist von London nun hängen geblieben?

– eine recht hektische Stadt mit unfassbar vielen Menschen
– keiner will in London Auto fahren und das liegt nicht nur, dass die permanent auf der falschen Seite fahren
– Londoner Wohnungen scheinen immer recht schmal zu sein, dafür aber über mehrere Etagen zu gehen
– und sie sind immer kalt
– die Londoner mögen es offenbar dunkel
– tatsächlich ist das Essen alles andere als eklig – zumindest dort wo wir waren, war das Essen immer frisch und auch gesund
– einfach alles ist teuer
– das U-Bahn-Netz ist total geil, nie mussten wir länger als 3-5 Minuten auf die nächste Bahn warten
– das Ticket-System für die Öffentlichen scheint Schwarzfahrer-sicher zu sein (und trotzdem kommt man recht zügig durch die Schalter)
– das Wetter war viel besser als man denkt
– die Londoner mögen offenbar kaum Pudding oder Milchreis; allgemein sucht man Joghurt vergeblich
– auch Süßigkeitenvariationen sind recht spärlich gesät – aber Peanutbutter scheint immer zu gehen
– es gibt angenehm viele freie WiFis
– alle gucken immer nur auf ihre Smartphones
– am Abend gibt es kostenlos Zeitung \o/
– und natürlich diese Bilder:

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Lecker R2D2 aus Schokolade!

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Lecker Darth Vader aus Schokolade!

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Das ist übrigens der Fabergé-Tower. Neben der französischen Botschaft ebenfalls französisches Staatsgebiet und die Brutstätte der Fabergé-Eier.

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Der leckerste Kaffee, den ich bisher getrunken hab. Richtig cremig, richtig guter Kaffeegeschmack – leider hat es nur für einen Besuch gereicht. GEHT DA HIN!!

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Die Fähren sehen hier auch ein bisschen anders aus.

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Der London-Tower ist gar kein richtiger Tower!

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Die fahren hier nicht nur auf der falschen Seite, die haben auch komische Tomaten.

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Keine Ahnung, was das war – wir tippen aber auf Zungen. Muss man mögen. Oder halt nicht.

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Übertrieben großer Wecker.

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Der Disney-Store in London. Ich brauche dringend einen Lotto-Gewinn.

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Der Disney-Store in London. Ich brauche dringend einen Lotto-Gewinn.

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Der Disney-Store in London. Ich brauche dringend einen Lotto-Gewinn.

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Aus Gründen hab ich das nicht probiert.

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Total verrücktes Eichhorn. Hier nicht in rot, dafür extrem zutraulich – nimmt einem direkt die Nuss aus der Hand. Außer man hat keine Nuss, dann wird in den Finger gebissen. Habe es aber wie durch ein Wunder überlebt.

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Total verrücktes Eichhorn. Hier nicht in rot, dafür extrem zutraulich – nimmt einem direkt die Nuss aus der Hand. Außer man hat keine Nuss, dann wird in den Finger gebissen. Habe es aber wie durch ein Wunder überlebt.

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Zwei neue Mitbewohner sind eingezogen. Zum Glück recht ruhig.

An dieser Stelle noch mal ein großer Dank an meine bessere Hälfte, die das alles ganz wunderbar geplant und meine Leidensbekundungen ertragen hat. Das war schon ziemlich groß!

Über Martin

Martin
Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert. Alle Beiträge von Martin ansehen.

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