Las Vegas – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Tue, 16 Sep 2025 06:22:52 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.1 Ein kleines Las Vegas in Italien https://www.wihel.de/ein-kleines-las-vegas-in-italien/?pk_campaign=feed&pk_kwd=ein-kleines-las-vegas-in-italien https://www.wihel.de/ein-kleines-las-vegas-in-italien/#comments Wed, 17 Sep 2025 10:20:51 +0000 https://www.wihel.de/?p=163745 ]]>

Manch einer will ja unbedingt mal nach Las Vegas, dabei ist klar, dass man dafür auch das nötige Kleingeld braucht. Dabei mein ich nicht nur die Reise, schließlich liegt das nicht gerade um die Ecke. Aber wenn du da bist, dann willst du natürlich auch mal ein bisschen zocken und musst dennoch bedenken, dass am Ende immer nur die Bank gewinnt. Und so richtig günstig soll das ja allgemein auch nicht sein, gerade was Essen und Trinken angeht.

Da ist dann auch ein bisschen nachvollziehbar, dass andere dann Versuchen, Las Vegas einfach zu kopieren. Ob nun um der horrenden Preise Herr zu werden oder einfach genauso davon zu profitieren, sei mal dahingestellt – feststeht aber, dass die Wenigsten damit erfolgreich sind. Irgendwo in Asien ist eines der berühmteren Beispiele, aber so weit muss man dann auch nicht reisen, denn in Italien gibt es ebenfalls ein Beispiel.

Verantwortlich ist bzw. war dafür die Familie des Unternehmers Mario Bagno, die irgendwann Anfang der 60er die Aktien von Real Consonno Brianza übernommen hat. Mit im Paket war dann auch Consonno, ein Ort in der Provinz Lecco. Und weil viel Geld nachgewiesenermaßen einige Menschen recht dumm machen kann, haben die beschlossen, sämtliche Einwohner dort rauszuwerfen und so viel wie möglich abzureißen.

Warum? Um dann einen Vergnügungsort nach dem Vorbild von Las Vegas zu errichten. Wie man sieht – vor allem daran, dass die Wenigsten von dem Bums gehört haben – war das nur so semi erfolgreich, was dann auch bedeutet, dass wir hier eine weitere Geisterstadt auf dem Planeten haben. The Tim Traveler hat dort vor einigen Jahren vorbeigeschaut:

In 1967, eccentric Italian entrepreneur Count Mario Bagno flung open the doors to what he called his "City Of Toys" - the fabulous mountain-top party resort of Consonno, where you could do almost any leisure activity you ever wanted, as well as plenty that you didn't. Tourists flooded in, Italy's biggest stars came to perform, and within a decade, it was closed forever. What happened?

Halt auch einfach hart unnötig.

Die Las Vegas Sphere dürften mittlerweile die meisten von euch kennen, hatten wir sie doch schon mal an dieser Stelle kurz besprochen, als sie noch ganz neu und cool war. Halt eine wirklich riesige Leuchtkugel, die dank Technik alles Mögliche darstellen kann.

Hat natürlich eine ganze Menge Geld gekostet und auch der Betrieb dürfte nicht ganz günstig sein, sodass das Ding im ersten Jahr direkt mal knappe 450 Mio. Dollar Verlust eingefahren hat. Keine Ahnung, wie das mittlerweile aussieht, würde aber mal behaupten, dass sich das nicht einfach von heute auf morgen gedreht hat.

Naja, darum soll es hier aber nicht gehen, zumal der ganze Finanzkram nichts daran ändert, dass das grundsätzlich erstmal ein cooler Bau ist. Und genau den kann man sich jetzt nach Hause holen. Da aber die Wenigsten von uns ausreichend Platz für das Original hätten, reden wir hier natürlich von einer Miniaturausgabe – etwas mehr als 20 Zentimeter, wenn man es einigermaßen genau nehmen will.

Auch hier kommt dann LED-Technik zum Einsatz, sodass man auch im Kleinformat eigene Bilder und Videos darauf abspielen lassen kann. Ob des kleineren Formfaktors und um den Preis nicht komplett durch die Decke zu treiben sieht man allerdings zwischen den einzelnen Bauteilen kleine Ränder, sodass man nicht ganz an das Original aus den US of A herankommt – finde das aber auch in dieser kleinen Form schon ein bisschen sehr cool:

Zwei Jahre hat man da scheinbar bereits dran getüftelt und von den ursprünglich anvisierten knapp 9.500€ als Finanzierungsziel beinahe 81.000€ eingesammelt. Scheint also beliebt zu sein, was dann auch wieder ein bisschen verwundert, denn der Early Bird-Preis von 2.199 Dollar ist erstmal eine Ansage. Vielleicht dann doch ein bisschen viel für ein Gadget, mit dem man eigentlich nur ein paar Minuten Spaß hat und dann zum Deko-Gegenstand wird ... Wer es sich aber leisten will, schaut fix bei Kickstarter vorbei.

Es mag ein Scherz am Wochenende gewesen sein, als Besuch da war und wir darüber gesprochen haben, dass ich zeitweise in unserem Bett nur sehr wenig Platz zugestanden bekomme, dass ich doch einfach im Gästezimmer schlafen könnte, aber je länger ich darüber nachdenke, umso verführerischer finde ich den Gedanken. Dazu muss man wissen: Im Gästezimmer steht unsere alte Couch, die durchaus noch einigermaßen bequem ist, wie diverse Mittagsbubus belegt haben.

Dazu eine PS4, Switch, unsere alte Soundanlage und der größte Fernseher, den wir besitzen. Außerdem ist es eigentlich immer der kühlste Raum im Haus, was aber auch daran liegen mag, dass da häufig die Jalousie heruntergelassen und da Fenster geschlossen ist. Wie ich heute gelesen hab, ist das bei Kachelmann der sichere Tod (bei Kachelmanns werden die Fenster auch aufgerissen, wenn draußen die Hitzehölle losgebrochen ist), aber behauptet ja auch keiner, dass jemand ständig mit allem Recht haben muss, was er so von sich gibt.

Wenn wir aber schon bei Fernseher und Größe sind, können wir auch mal über Sphere reden. Das ist nicht wirklich ein Fernseher, aber irgendwie auch doch, nur eben in Kugelform. Oder besser gesagt: Das ist die neue Attraktion in Las Vegas und das aktuell größte kugelförmige Gebäude der Welt, ausgestattet mit um die 1,2 Millionen LEDs, was das ganze eben zu einer Art Display macht. Irgendwie auch logisch, dass das Ding dort stehen muss, ist Las Vegas doch ohnehin die Stadt der Superlative. Entsprechend gestalten sich dann auch die Kosten für die Kugel: 2,3 Milliarden Euro hat der Bau verschlungen. Dafür gibt es dann aber auch 164.000 Lautsprecher und 18.600 Sitzplätze, die sogar vibrieren könne, damit man als Zuschauer auch so richtig ins Entertainment eintauchen kann.

Und es sieht halt auch sehr beeindruckend aus, wenn die LEDs erstmal aktiviert und genutzt werden:

Schon bisschen cool. Aber auch irgendwie übertrieben.