Joel Creates – :: Was is hier eigentlich los :: https://www.wihel.de Entertainment, LifeStyle, Gadgets, Kultur und ein bisschen WTF Mon, 30 Oct 2023 11:09:25 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.1 Nur ein fahrender Schreibtisch https://www.wihel.de/nur-ein-fahrender-schreibtisch/?pk_campaign=feed&pk_kwd=nur-ein-fahrender-schreibtisch https://www.wihel.de/nur-ein-fahrender-schreibtisch/#comments Mon, 30 Oct 2023 11:01:57 +0000 https://www.wihel.de/?p=157220 ]]>

Es hält sich ja hartnäckig die Mär, dass man mindestens 10.000 Schritte am Tag machen sollte, damit man ein okay gutes Alter erreicht und diverse Krankheiten vorbeugt. Dabei haben Studien mittlerweile ausreichend belegt, dass auch eine geringere Anzahl absolut ausreichend sein kann – es hängt halt immer vom Individuum ab und sowieso ist viel wichtiger, dass man sich überhaupt bewegt. Was allerdings schwer wird, wenn man einem klassischen Büro-Job nachgeht, bei dem Sitzen einfach dazu gehört.

Insofern gilt auch trotz widerlegender Studien, dass Volkskrankheit #1 ist: die AfD wählen. Und an Nummer #2 kommt ... die FDP wählen. Aber ganz schnell auf den nächsten Plätzen dürfte tatsächlich auch Sitzen kommen – ist aber auch klar, Sitzen ist schon verdammt angenehm.

Um dem entgegenzuwirken, hab ich mir vor einer Weile einen höhenverstellbaren Schreibtisch gebastelt, damit wenigsten auch mal Stehen an den Tag gelegt wird. Und ich hielt es auch für eine gute Idee, so ein Schreibtischlaufband zu organisieren, was ich allerdings eher selten bisher benutzt hab, weil das eben komisch ist, wenn man in Meetings „sitzt“ und dabei die ganze Zeit wackelt. Ich muss da irgendwie noch das passende Setup finden, sodass das mal ein bisschen mehr wird (was auch dadurch erschwert wird, dass meine Apple Watch die Schritte nicht mitbekommt, weil die Hand halt auf dem Schreibtisch liegt – so ganz ohne Erfolgsmessung wird das schwer mit der Motivation).

Joel Creates, den wir schon mal hier und hier hatten, geht noch einen ganzen Schritt (no pun intended) weiter und läuft tatsächlich mit seinem Schreibtisch. Also so richtig draußen und an der frischen Luft.

Ein Unterfangen, dass in der Theorie absolut Sinn macht, nur an der Ausführung nicht scheitert, aber durchaus einige Hürden zu bewältigen und Kompromisse einzugehen hat. Spätestens, wenn man Strom und Internet braucht:

Und dann muss man auch noch dran denken, rechtzeitig wieder umzudrehen ...

Normalerweise hätte ich ja geschrieben, dass es eigentlich ein Unding ist, dass wir noch keine Zeitreise erfunden haben. Immerhin leben wir „in der Zukunft“™ und haben so viele technische Möglichkeiten, dass wir eigentlich nahezu jedes erdenkliche Problem mit ein bisschen Anstrengung lösen können.

Aber schaut man sich die Welt mal genauer an ... nope ... ist ganz und gar nicht so. Wobei, eigentlich ja schon, wäre da nicht das Problem, dass zu viele Menschen zu doof und unvernünftig sind. Und ja, ich benutze hier tatsächlich doof, weil dumm zu billig und einfach wäre. Gegen Dummheit kann man etwas machen, aber Leute, die sich einfach doof anstellen ... da ist ja Hopfen und Malz gänzlich verloren.

Auf der anderen Seite: Unter dem Hintergrund wäre Zeitreise halt auch ziemlich gefährlich, zumindest wenn man der Theorie folgt, dass man die Vergangenheit und somit die Zukunft bzw. Gegenwart verändern könnte – Stichwort Butterfly Effect.

Das bräuchte dann wieder Regeln und am Ende hat dann die EU beschlossen, dass man zwar in die Vergangenheit reisen darf, aber nur mit 128kbps und schwarz-weiß oder so. Und wehe, jemand biegt dann Bananen gerade, dann gibt’s aber richtig was auf die Finger.

Joel Creates versucht es dennoch mit der Zeitreise, allerdings eben ohne Zeitreise, weil es die noch nicht gibt. Dennoch versucht er, bestimmte Sachen im Alltag wieder rückgängig zu machen. Mit seinem Toaster damals schien das schon ein Ding der Unmöglichkeit, hat aber immerhin optisch funktioniert – jetzt will er Zahnpasta wieder zurück in die Tube kriegen.

Das ist von Vornherein deutlich machbarer und tatsächlich ja ein beinahe valider Lösungsbringer, denn natürlich kann es mal passieren, dass da mehr Zahnpasta aus der Tube kommt, als man braucht. Niemand will jedoch ein ungetoastetes Toast haben ...

Auf jeden Fall geht das bei ihm dann so:

Wie man sieht, eigentlich das Prinzip eines Staubsaugers. Und leider auch eine ziemliche Matscherei, aber nur Versuch macht klug.

Vermutlich hatte jeder schon mal die Situation im Leben, in der er dachte: Verdammt, das würde ich definitiv nicht noch mal so machen und wenn ich könnte, würde ich sogar die Zeit zurück drehen. Ich würde sogar so weit gehen, und behaupten, dass jeder Mensch auf diesem Planeten schon solche Momente hatte und wer das Gegenteil behauptet, lügt. Auch der Dalai Lama.

Denn es müssen ja nicht immer die ganz großen Lebensentscheidungen sein, da reicht ja schon ein Fehlkauf von irgendeinem Gadget, bei dem man womöglich schon nach dem Klick auf den Kaufen-Button dachte, dass das eigentlich großer Quatsch ist und man hoffentlich nicht auf den Retourenkosten sitzen bleibt. Aber wie Karl Lagerfeld schon sagte: Das Geld muss zum Fenster raus, damit es durch die Tür wieder rein kann.

Ein bisschen anders sieht das beim Kochen aus oder sogar beim Backen. Beim Kochen hat man immerhin noch teilweise die Möglichkeit, irgendwas zu retten – bei zu viel Schärfe zum Beispiel durch Hinzugabe von Fett oder Milchprodukte – beim Backen wird es da schon schwieriger, weil man nur bedingt während des Entstehungsprozesses das finale Produkt abschätzen kann.

Und beim Toasten ... kann man eigentlich nicht wirklich was falsch machen. Aber genau hier gibt es jetzt eine kleine Zeitmaschine, die aus einem getoasteten Toast ein ungetoastetes Toast (darf das dann noch Toast heißen?) machen kann. Nicht zwingend optisch, aber zumindest in Sachen Konsistenz:

This toaster really turns toast BACK into bread!

Quatsch ja. Aber auch ein weiterer Schritt in Richtung Zukunft. Oder so. (Leider nur ein Hobbyprojekt, könnte mir aber gut vorstellen, dass das eigentlich auch was für die Höhle der Löwen wäre. Da läuft aktuell wieder eine Staffel und wer wenn nicht Ralf Dümmel würde damit liebend gern die Regale dieses Landes vollstellen?)