Alt, aber fantastisch: Der Schreibtisch von Friedrich Wilhelm II.

Alt, aber fantastisch: Der Schreibtisch von Friedrich Wilhelm II.

Ich weiß nicht mehr genau, wann es war, aber in der 5., 6. oder 7. Klasse hatte unsere Lehrerin erklärt, was ein Sekretär im Sinne eines Möbelstückes ist. Vereinfacht ausgedrückt, handelt es sich dabei um einen Schreibtisch mit Geheimfächern.

So weit, so gut, wenn man zur IKEA-Generation gehört, kann man sich darunter nur schwer etwas vorstellen – wo sollen denn bei einer Holzplatte und 4 Füßen noch Plätze für Geheimfächer sein? Völliger Quatsch, wer hat die überhaupt zur Lehrerin ernannt.

Es gingen Jahre ins Land, bis ich mit 27. Jahren endlich mal einen Sekretär richtig verstanden habe, denn man hat sich mal dem Schreibtisch von Friedrich Wilhelm II. angenommen – und ich untertreibe, wenn ich sage, dass das Ding unglaublich fantastisch und ein pures Hexenwerk ist.

Unzählige Fächer, Fächer in Fächern, versteckte Schlösser, Seilzüge, Sprungfedern – das Ding ist ein Meisterwerk der Ingenieurskunst. Am Metropolitan Museum of Art hat man sich nun mal die Zeit genommen, alle Features auf Video festzuhalten und vorzustellen, zumindest die, die bisher bekannt sind. Da die meisten Betriebsanleitungen mittlerweile verschollen sind, geh ich stark davon aus, dass es noch weitaus mehr an diesem Wunderwerk der Technik (auch zur heutigen Zeit) zu entdecken gibt:

Rein optisch nicht gerade das, was ich mir ins Arbeitszimmer stellen würde – aber die ganzen Features machen das bei weitem wett. Will ich haben.

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Über Martin

Martin
Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert. Alle Beiträge von Martin ansehen.

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