Ein Tag im Leben eines Ensh*ttificators
Ich hab es doch gewusst. Wir alle haben es doch gewusst, denn es geht Hand in Hand mit der geplanten Obsoleszenz, gegen die sich Hersteller immer wieder wehren, die aber sicherlich durch Studien locker belegt werden kann oder schon belegt worden ist. Es kann schließlich kein Zufall sein, dass vieles kurz nach Auslaufen der Garantie den Geist aufgibt – ich mein, mittlerweile gibt sich ja niemand mehr Mühe, dass sich Leute nicht direkt verarscht vorkommen.
Muss ja aber auch sein, denn irgendwie wollen sie alle Geld verdienen und wenn du Zeug baust und verkaufst, dass ewig hält ... das ist einfach schlecht fürs Geschäftsmodell. Wo das allerdings zu kurz gedacht zu sein scheint: Ich kauf halt selten das gleiche Modell noch mal, das gerade kaputt gegangen ist. Hier kommt dann die Multimarken-Strategie ins Spiel – wenn du dann das eine kacke findest und das andere kaufst, wandert das Geld dennoch wieder in die gleiche Tasche. Extrem verkürzt ausgedrückt.
Entsprechend bin ich auch nicht überrascht, dass es tatsächlich den Beruf des Ensh*ttificators gibt, denn das ist nur die Verlängerung der geplanten Obsoleszenz. Menschen, die (heimlich) Dinge einfach schlechter machen und genau da ansetzen, wo andere nicht den Mut haben, den nächsten Schritt zu gehen. Außer eben bei Microsoft, denn die sind extrem gut darin, ihre Produkte einfach jedes Mal noch beschissener zu machen, als sie ohnehin schon sind.
Und naja ... irgendwer muss den Job ja machen, soll uns schließlich nicht zu gut gehen:
Digital products and services keep getting worse. In the new report Breaking Free: Pathways to a fair technological future, the Norwegian Consumer Council has delved into enshittification and how to resist it. The report shows how this phenomenon affects both consumers and society at large, but that it is possible to turn the tide.
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Ist natürlich nur Spaß und ein Video des norwegischen Verbraucherrats, bei dem ich mich direkt frage, warum sowas nicht auch hier möglich ist.
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