Warum haben Fahrstühle eigentlich Spiegel?
Eine Frage, die man sich vermutlich noch zusammenreimen kann, zunächst möchte ich aber noch mal erzählen, dass bei uns am Büro ganze 5 Aufzüge existieren, man davon aber 4 eigentlich auch direkt abreißen könnte. Denn diese 4 stehen beim Haupteingang parallel zur Verfügung und man könnte jetzt meinen, dass das ja totaler Luxus ist und man dann nie länger als 10 Sekunden auf einen Fahrstuhl warten muss.
Aber ... einer ist immer kaputt. An sich nicht schlimm, wenn man das Wort „immer“ nicht auf die Goldwaage legen würde. Aber ich bin da jetzt seit 7 Jahren angestellt und einer ist wirklich IMMER kaputt. Viel schlimmer ist aber, dass die Software, die die Dinger betreibt, jegliche Logik vermissen lässt. Da drückst du den einen Tag auf den Knopf und siehst alle 3 Fahrstühle mindestens ein Mal an deiner Etage vorbeifahren (wie hoch ist wohl die Wahrscheinlichkeit, dass ausgerechnet zu dem Zeitpunkt auf zwei anderen Etagen ebenfalls Leute gerade fahren wollen?) oder – weniger schlimm, aber genauso absurd – alle drei Aufzüge halten alle (!) auf deiner Etage.
Und jedes Mal denk ich mir „so schwer kann das doch eigentlich nicht sein“.
Nun aber zum eigentlichen Thema, denn Spiegel gehören zu Fahrstühlen dazu wie das unangenehme Schweigen, wenn man mit Fremden Leuten auf engstem Raum durch die Gegend fährt.
Wer ein bisschen nachdenkt, wird vermutlich darauf kommen, dass das genau mit dieser Enge zusammenhängt, denn Spiegel machen den Raum künstlich größer und wenn du dann da für ein paar Sekunden bis Minuten eingesperrt bist, hilft es, wenn du diese Enge nicht direkt fühlst. Tatsächlich haben Spiegel aber auch noch ganz andere Effekte, bei denen es nicht nur um Psychologie geht:
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Macht total Sinn, oder? Und irgendwie mag ich diesen Ansatz von „wir haben nicht die Fahrstühle schneller gemacht, sondern einfach die Wahrnehmung der Menschen verändert. Zumindest in dem Fall ein smarter Move.
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