Der Polski Fiat
Ich bin noch nie einen Fiat gefahren, ich kenne tatsächlich auch niemanden, der einen Fiat fährt, aber natürlich kenn auch ich all die Sprüche und Vorurteile, die der Marke entgegengebracht werden. Hilft zwar nicht, ist aber auch Realität: eigentlich betrifft das jede Marke bzw. gibt es keine, die sich nicht irgendwelche Schmähungen anhören muss.
Was man dabei auch nicht vergessen darf: wer Fiat sagt, muss auch Ferrari sagen, schließlich waren die eine sehr lange Zeit ein Tochterunternehmen von Fiat. Gut, in der Formel 1 zieht man da auch nicht mehr wirklich die Kuh vom Eis, aber das hat vermutlich weniger mit Fiat als anderen Dingen zu tun. Egal, darum soll es hier auch nicht gehen.
Sondern um eine „Sorte“ von Fiat, die wir alle vermutlich irgendwann irgendwo schon gesehen haben, aber gar nicht wussten, dass hier Fiat dahintersteckt. Ist zumindest bei mir der Fall, denn optisch ist mir der Polski Fiat durchaus schon begegnet, aber dass da eigentlich was Italienisches rumfährt ... muss man auch erstmal draufkommen.
Zudem ist der nachfolgende Film mal wieder ein Beleg dafür, dass Autos früher deutlich einfacher waren. Oder die Menschen einfach schlauer, jedenfalls war es damals zumindest kein Ding, die Karre selbst zu reparieren – heute nahezu unmöglich, zumindest als Laie. Aber es zeigt auch, dass schon damals mit Klischees gearbeitet wurde oder warum bekamen die Polen nicht die guten Teile aus Italien?
Aleksandra Czerska kommt aus Polen und lebt schon lange in Frankreich. Sie erzählt uns von einem legendären polnischen Auto, zu dem ihre polnischen Landsleute eine ähnliche Beziehung pflegen wie die Deutschen zum VW-Käfer und die Franzosen zur 2CV-Ente. Kommen Sie mit auf eine Spritztour in einem echten Polski Fiat. Wir hoffen Sie haben es nicht eilig!
Auch immer wieder wild, was für einen Stellenwert Autos in der Geschichte einnehmen.
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