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Destroyer - Cue Synthesizer | Was is hier eigentlich los

Destroyer – Cue Synthesizer

Destroyer - Cue Synthesizer | Musik | Was is hier eigentlich los?

Dan Bejar beschreibt Cue Synthesizer, den aktuellen Song von Destroyer, als „vielleicht das verwegenste Stück Musik, das Destroyer auf Band aufgenommen hat.“ Der Song zeugt von Bejars Humor und seinen unverkennbaren Wortspielkünsten. Der Mastermind befiehlt: “Cue Synthesizer, Cue Gitarre!” über eine sich aufbauende Instrumentierung. Selbstbewusst und viel entspannter, lässt sich der Song als ein wahres Groove-Monster bezeichnen. Cue Synthesizer ist anders als alles, was man bisher aus „Have We Met“ gehört hat.

Auch durch die visuelle Gestaltung hebt sich Cue Synthesizer von den früheren Singles des Albums ab: Eine Mannschaft aus Lagerarbeitern in Kapuzenmänteln verhüllt ihre Umgebung in Plastikfolie. „The idea of the world is no good“ singt Bejar aus der Sicherheit seines Autos, das ebenfalls mit einer eisblauen Hülle überzogen ist. Kühl und isolierend bewahrt diese Verpackung ihren Inhalt vor einer ebenso trostlosen Existenz.

Cue Synthesizer ist die dritte Single-Auskopplung von Have We Met. Bereits veröffentlicht wurden It Just Doesn’t Happen und Crimson Tide. Die Vorgängeralben Kaputt, Poison Season und ken wurden von der Kritik gelobt. Im April geht Destroyer mit Have We Met auf Europa-Tournee.

Have We Met, wie Dan Bejar es ausdrückt, „ist auf so verrückte Weise zusammengekommen – alle zu gleichen Teilen Ecstasy und Terror.“ Ursprünglich als Y2K-Album konzipiert (aber schnell wieder verworfen), stand Bejar schließlich ohne ein klares Konzept da. Also sagte er: „Scheiß drauf“ und ließ alles einfach laufen, während er zu Hause Brainstorming machte.

Ausgewählt aus vielen über Jahre abgespeicherten Skripte, die für Projekte „jenseits der Musik“ reserviert waren, und an seinem Küchentisch aufgenommen, erzählt Have We Met von Dan Bejar aus der Kaputt-Ära, der Texte aus dem Stand zusammenfügt, während er auf seiner Couch liegt. Der daraus resultierende Gesangs-Sound existiert im süßen Spot zwischen zwei kollidierenden Destroyer-Welten: Ein Hauch aus der Vergangenheit, ein schrillerer Bejar, beides gemixt mit einem entspannten, neuzeitlichen Crooning.

Keine Neuaufzeichnung. Kein Aufräumen. Der Band-orientierte Ansatz von Destroyer wurde auf Eis gelegt und der ständige Mitstreiter John Collins wurde mit der Aufgabe betraut, Synthie- und Rhythmus-Sektionen über einen Stream-Of-Consciousness-Bejar zu legen, während Nic Bragg eine „völlig unerwartete und irgendwie beruhigende“ dreidimensionale, fetzende Gitarre hinzufügte.

Dan Bejar zum Aufnahmeprozess: „The record could have gone on and on, and the mixes kept evolving up until about a day before we sent them off to be mastered, which was also 48 hours before John and his wife went to the birthing centre, where their first child was born; our true deadline!”

Nach dreizehn Alben, schafft es Have We Met sich irgendwo zwischen Markenzeichen und Neuland zu treffen – atmosphärische Annäherungen von Gefühl und Ort, Ironie geladene Einzeiler-Schläge in den Unterleib, eine Flut von Energie, die auf eine thematische Katharsis moderner Angst trifft, übermittelt mit einer mühelosen, hinreißenden Direktheit. Ab hier gibt es keine Notwendigkeit mehr, irgendwas weiter zu erklären. Destroyer hat alles für uns in seiner Musik aufgeschrieben.

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Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert. Alle Beiträge von Martin ansehen.

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