MTV lebt weiter: MTV Rewind
Das Ende 2025 stellt auch ein bisschen das Ende einer Ära da, denn MTV hat mittlerweile endgültig den Stecker bei Musik-Videos gezogen. Ein bisschen absurd ist das schon, denn mehr oder minder zur gleichen Zeit setzt Spotify immer stärker auf Video-Inhalte und das eben auch im Bereich der Musikvideos, wobei das nach meinen Beobachtungen immer nur kurze Clips in Dauerschleife sind. Aber man muss halt auch anerkennen, dass das große Geld für Musikerinnen und Musiker mittlerweile wieder mehr im eigentlichen Handwerk besteht, sprich: Auf Konzerte gehen und vor Fans auftreten. Bisschen schade für die, die dann Musik nur im Studio und mit diversen Hilfsmitteln hinkriegen, aber wenn sich Spreu vom Weizen trennt, ist das sicher nicht verkehrt.
Zurück zum Thema: Im Kern bedeutete das, dass MTV die wenigen verbliebenen Genre-Sender direkt abgeschaltet hat und der eine „echte“ Sender aktuell nur irgendwelchen Reality-Kram zeigt, bis dann irgendwann auch Schicht im Schacht ist.
Ist jetzt nicht so, dass ich da stark von betroffen wäre, dafür hab ich es dann auch zu wenig laufen gehabt, aber so eine Welt ganz ohne Musiksender ist auch ein bisschen trauriger – zum Glück gibt es da aber noch ein paar andere Konkurrenten, wie Deluxe Music, Jukebox, 360 Tunebox, XTE oder von mir neu entdeckt die Music-Box-Dinger.
Und wer so gar nicht auf MTV verzichten will, bekommt mit MTV Rewind eine passende Alternative außerhalb des TVs. Das ist letztendlich eine kleine Web-App, die über 33.000 Musikvideos via YouTube bündelt, aufgeteilt auf irgendwas um die 11 Kanäle. Dazu ein paar passend eingestreute Werbeclips und wer das aktuelle Musikvideo nicht so pralle findet, kann ganz leicht einfach weiterskippen – insofern sogar eine verbesserte Version von MTV.
Wer gern mal reinschauen will, geht einfach hier lang (und beeilt sich ein bisschen, weil da sicher irgendwelche Rechteinhaber demnächst noch ein Wörtchen mitreden wollen).


